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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein kontinuierliches Hydrierungsverfahren
zur Hydrierung ungesättigter
Polymere.
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Ungesättigte Polymere
wurden früher
hydriert, indem eine Vielzahl von Katalysatoren und Bedingungen
angewendet wurde. Historisch haben typische Hydrierungskatalysatoren
eine niedrige Reaktivität
und benötigen
hohe Katalysator zu Polymer Verhältnisse,
insbesondere bei der Hydrierung von aromatischen Polymeren. Verbesserungen
bei der katalytischen Hydrierung wurden erreicht, indem verschiedene
Metalle und Trägersubstanzen
verwendet wurden. Gruppe-VIII-Metalle
auf porösen
Trägersubstanzen
waren besonders geeignet für
die Hydrierung von ungesättigten
Polymeren, insbesondere aromatischen Polymeren, wie es in dem US-Patent
Nr. 5,612,422 beschrieben ist. Es wurde jedoch herausgefunden, dass
diese Katalysatoren eine relativ kurze Lebensspanne haben, indem
sie durch Kontakt mit polaren Verunreinigungen, welche bei aromatischen
Polymerzuführströmen üblich sind,
deaktiviert werden. Darüber
hinaus wurden frühere
Hydrierungsverfahren typischerweise als Chargenverfahren durchgeführt. Chargenverfahren
sind jedoch ökonomisch
ineffizient und eine Produktkonsistenz ist schwieriger zu erreichen.
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Die
WO 99/64479 von Asahi offenbart ein Verfahren zur Hydrierung von
Blockcopolymeren eines aromatischen Vinylpolymers und eines Polymers
von einem konjugierten Dien unter Verwendung eines Festbettreaktors,
der mit einem Hydrierungskatalysator gepackt ist, der ein Platingruppenmetallumfasst,
das auf einer anorganischen Trägersubstanz
aufgebracht ist. Der Katalysator, der verwendet wird, liefert jedoch
niedrige Hydrierungsraten, was lange Reaktionszeiten erfordert.
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Dementsprechend
bleibt es sehr wünschenswert,
ein kontinuierliches Verfahren zur Hydrierung von ungesättigten
Polymeren mit hohen Hydrierungsraten bereit zustellen, unter Verwendung
eines Katalysators, der gegenüber
einer Deaktivierung resistent ist.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Hydrierungsverfahren,
umfassend
- a) kontinuierliches Zuführen einer
Zusammensetzung, enthaltend wenigstens ein ungesättigtes Polymer, in einen Festbettreaktor,
wobei das Polymer ein Molekulargewicht von 30.000 bis 3.000.000
hat,
- b) In-Kontakt-Bringen der Zusammensetzung mit einem Hydrierungsmittel
in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators,
wobei der Katalysator
ein Trägermaterial
und einen gemischten Hydrierungskatalysatorumfasst, der eine Gruppe-VIII-Metallkomponente
und wenigstens eine gegenüber
Deaktivierung resistente Komponente enthält, wobei wenigstens 98 des
Porenvolumens des Trägermaterials
durch Poren definiert ist, die Porendurchmesser von größer als
600 Å haben,
wie unter Verwendung der Quecksilberporosimetrie gemessen, und weniger
als 2 Gew.-% des Porenvolumens des Trägermaterials durch Poren definiert
ist, die Porendurchmesser von weniger als 600 Å haben, wie durch Stickstoffdesorption
gemessen, bezogen auf das gesamte Porenvolumen, das durch Quecksilberporosimetrie
gemessen wird, und wobei der Katalysator innerhalb des Festbettreaktors
gepackt ist, wodurch ein Katalysatorfestbett gebildet wird.
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Überraschenderweise
stellt die Kombination des oben genannten Hydrierungskatalysators
und eines Festbettreaktors ein verbessertes und sehr effizientes
kontinuierliches Hydrierungsverfahren bereit, wobei die Hydrierungsrate
hoch ist, eine gleichmäßige Leistung
erreicht wird und die Katalysatorpackung gegenüber einer Deaktivierung aufgrund
einer Exposition gegenüber
Verunreinigungen innerhalb des Polymers resistent ist; somit ist
eine größere Produktivität während der „Lebenszeit" des Katalysators,
in der dieser verwendet werden kann, möglich.
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Das
kontinuierliche Verfahren der vorliegenden Erfindung hydriert aromatische
Polymere unter Verwendung eines einzigen Katalysators.
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Das
Verfahren der vorliegenden Erfindung ist ein kontinuierliches Verfahren,
worin eine Zusammensetzung, die ein ungesättigtes Polymer enthält, kontinuierlich
in einen Festbettreaktor zugeführt
wird, worin das ungesättigte
Polymer hydriert wird und kontinuierlich aus dem Reaktor entfernt
wird. Der Festbettreaktor ist mit einem Hydrierungskatalysator gepackt,
auf den hierin im weiteren als gemischter Hydrierungskatalysator
Bezug genommen wird, dadurch charakterisiert, dass er eine Mischung
von wenigstens zwei Komponenten umfasst. Die erste Komponente umfasst
irgendein Metall, das die Rate der Hydrierung erhöht, und
Nickel, Kobalt, Rhodium, Ruthenium, Palladium, Platin, andere Gruppe-VIII-Metalle
oder Kombinationen davon einschließt. Bevorzugt wird Rhodium
und/oder Platin verwendet.
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Von
Platin ist jedoch bekannt, dass es ein schlechter Hydrierungskatalysator
für Nitrile
ist, daher würde Platin
nicht bevorzugt sein für
die Hydrierung von Nitrilcopolymeren. Die zweite Komponente, die
in dem gemischten Hydrierungskatalysator verwendet wird, umfasst
einen Aktivator, der die Deaktivierung des/der Gruppe-VIII-Metalle(s)
aufgrund der Exposition gegenüber
polaren Materialien inhibiert, und wird hierin als die deaktivierungsresistente
Komponente bezeichnet. Solche Komponenten umfassen bevorzugt Rhenium,
Molybdän,
Wolfram, Tantal oder Niob oder Mischungen daraus.
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Die
Menge der deaktivierungsresistenten Komponente ist wenigstens eine
Menge, die die Deaktivierung der Gruppe-VIII-Metallkomponente signifikant
inhibiert, wenn sie gegenüber
polaren Verunreinigungen innerhalb einer Polymerzusammensetzung
ausgesetzt ist, worauf hierin als eine deaktivierungsinhibierende Menge
Bezug genommen wird. Die Deaktivierung des Gruppe-VIII-Metalls zeigt
sich durch einen signifikanten Abfall bei der Hydrierungsreaktionsrate.
Dies ist beispielsweise bei Vergleichen eines gemischten oder eines Zweikomponenten-Hydrierungskatalysators
und eines Katalysators, der nur eine Gruppe-VIII-Metallkomponente enthält, unter
identischen Bedingungen in Gegenwart einer polaren Verunreinigung
der Fall, wobei der Katalysator, der nur eine Gruppe-VIII-Metallkomponente
enthält,
eine Hydrierungsreaktionsrate zeigt, die weniger als 75 % der Rate
ist, die mit dem gemischten Hydrierungskatalysator erreicht wird.
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Bevorzugt
ist die Menge an deaktivierungsresistenter Komponente so, dass das
Verhältnis
der Gruppe-VIII-Metallkomponente zu der deaktivierungsresistenten
Komponente von 0,5:1 bis 10:1 ist, weiter bevorzugt von 1:1 bis
7:1 und besonders bevorzugt von 1:1 bis 5:1.
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Der
Katalysator umfasst eine Trägersubstanz,
auf der die zwei Komponenten aufgebracht sind. Die Trägersubstanz
kann irgendein Material sein, welches eine gute Verteilung der Komponenten
erlaubt, und einen effizienten Katalysator ergibt, welcher in dem
kontinuierlichen Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann.
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Die
Trägersubstanz
ist ein poröses
Material, typischerweise hergestellt aus einem Material mit einer engen
Porengrößenverteilung,
wie z. B. Siliciumdioxid, Aluminiumdioxid, Magnesiumoxid oder Kohlenstoff.
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Die
Porengrößenverteilung,
das Porenvolumen und der mittlere Porendurchmesser der Trägersubstanz
können über die
Quecksilberporosimetrie durch Befolgen der Verfahren des ASTM D-4284-83
erhalten werden.
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Die
Porengrößenverteilung
wird typischerweise unter Verwendung der Quecksilberporosimetrie
gemessen.
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Dieses
Verfahren ist jedoch nur ausreichend, um Poren mit mehr als 60 Angström (600 nm)
zu messen, daher muss ein zusätzliches
Verfahren verwendet werden, um Poren mit weniger als 600 Angström zu messen.
Das Verfahren, das verwendet wird, ist die Stickstoffdesorption
gemäß ASTM D-4641-87
für Porendurchmesser
mit weniger als ungefähr
600 Angström
(6000 nm). Daher ist eine enge Porengrößenverteilung definiert als
das Erfordernis, dass wenigstens 98 % des Porenvolumens durch Poren
definiert sind, die Porendurchmesser mit mehr als 600 Angström (6000
nm) haben, und dass das Porenvolumen, das durch die Stickstoffdesorption
für Poren
mit weniger als 600 Angström
(6000 nm) gemessen wird, weniger als 2 % des gesamten Porenvolumens
ausmacht, das durch die Quecksilberporosimetrie gemessen wird. Es
wurde überraschenderweise
heraus gefunden, dass die Verwendung von Trägersubstanzen, die große Porendurchmesser haben
und eine enge Porengrößenverteilung,
wie es hier beschrieben ist, besonders vorteilhaft für das Verfahren
der vorliegenden Erfindung sind.
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Die
Oberfläche
kann gemäß ASTM D-3663-84
gemessen werden. Die Oberfläche
ist typischerweise von 10, bevorzugt von 15 und besonders bevorzugt
von 50 bis 100, bevorzugt bis 90 und besonders bevorzugt bis 85
m2/g.
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In
einer Ausführungsform
sind wenigstens 98 % des Porenvolumens durch Poren definiert, die
Porendurchmesser von mehr als 300 Angström (3000 nm) haben, und dadurch,
dass das Porenvolumen, das durch Stickstoffdesorption gemessen wird,
für Poren
mit weniger als 300 Angström
(3000 nm) kleiner als 2 % des gesamten Porenvolumens ist, wie es
durch Quecksiberporosimetrie gemessen wird. In einer weiteren Ausführungsform
sind 98 % des Porenvolumens durch Poren definiert, die Porendurchmesser
mit mehr als 200 Angström
(2000 nm) haben, und das Porenvolumen für Poren mit weniger als 200 Ångström (2000
nm) ist weniger als 2 % des gesamten Porenvolumens, wie es durch
Quecksilberporosimetrie gemessen wird.
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Der
gewünschte
mittlere Porendurchmesser hängt
von dem Polymer ab, das hydriert werden soll und dessen zahlenmittlerem
Molekulargewicht (Mn). Es ist bevorzugt für die Hydrierung von Polymeren,
die höhere Molekulargewichte
haben, Trägersubstanzen
zu verwenden, die höhere
mittlere Porendurchmesser haben, um den gewünschten Umfang an Hydrierung
zu erhalten. Für
Polymere mit hohem Molekulargewicht (Mn > 200.000 zum Beispiel) kann die typischerweise
gewünschte
Oberfläche
von 15 bis 25 m2/g variieren und der gewünschte mittlere
Porendurchmesser von 3.000 bis 4.000 Ågström (30.000 bis 40.000 nm). Für Polymere mit
niedrigem Molekulargewicht (Mn < 200.000
zum Beispiel) kann die typischerweise gewünschte Oberfläche von
45 bis 85 m2/g variieren und der gewünschte mittlere
Porendurchmesser von 200 bis 700 Ångström (2000 bis 7000 nm).
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Die
Form der Trägersubstanz
ist nicht besonders beschränkt
und kann kugelförmige
oder zylindrische Teilchen einschließen. Extrusionsgeformte Träger substanzen
mit seitlichen Schnitten oder ringförmige Trägersubstanzen können auch
verwendet werden. Die Größe des Katalysators
kann im Falle von kugelförmigen
Teilchen, 0,2 bis 10 mm im Durchmesser sein; im Falle von zylindrischen
Teilchen können
deren Durchmesser in dem Bereich von 0,2 bis 10 mm sein und deren
Längen
in dem Bereich von 0,2 bis 20 mm. Verfahren zur Herstellung solcher
Trägersubstanzen
sind den Fachleuten auf diesem Gebiet gut bekannt. Siliciumdioxidträgersubstanzen
sind bevorzugt und können
durch Kombinieren von Kaliumsilicat in Wasser mit einem Gelierungsmittel,
wie z. B. Formamid, Polymerisieren und Auswaschen, wie es in US-Patent
Nr. 4,112, 032 beispielhaft dargestellt ist, hergestellt werden.
Das Siliciumdioxid wird dann hydrothermisch calciniert, wie in Iler,
R. K., The Chemistry of Silica, John Wiley and Sons, 1979, S. 539-544
beschrieben, was im Wesentlichen aus dem Erhitzen des Siliciumdioxids
besteht, während
ein Gas, das mit Wasser gesättigt
ist, über
das Siliciumdioxid für ungefähr 2 h oder
mehr bei Temperaturen von 600°C
bis 850°C
hinwegstreicht. Eine hydrothermische Calcinierung resultiert in
einer Verengung der Porendurchmesserverteilung, ebenso wie in einer
Vergrößerung der mittleren
Porendurchmesser. Alternativ kann die Trägersubstanz durch Verfahren
hergestellt werden, die in Iler, R.K., The Chemistry of Silica,
John Wiley and Sons, 1979, S. 50-581, offenbart sind.
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Verfahren
zur Herstellung von Katalysatoren auf Trägersubstanzen sind Fachleuten
auf diesem Gebiet ebenfalls gut bekannt. Z. B. kann ein von Siliciumdioxid
getragener Katalysator hergestellt werden unter Verwendung des Verfahrens,
das in dem US-Patent Nr. 5,110,779 beschrieben ist. Ein geeignetes
Metall, eine Metallkomponente, eine Metall enthaltende Verbindung
oder Mischungen daraus können
auf der Trägersubstanz durch
Abscheidung aus der Dampfphase, einer wässrigen oder nichtwässrigen
Imprägnierung,
gefolgt von einer Calcinierung, durch Sublimation oder irgendeine
andere konventionelle Methode, wie z. B. die, die in „Studies
in Surface Science and Catalysis", „Successful
Design of Catalysts" V.
44, S. 146-158, 1989, und „Applied Heterogeneous
Catalysis", S. 75-123,
Institute Français
du Petrole Publications, 1987, beispielhaft dargestellt sind, aufgebracht
werden. Für
Katalysatoren, die in einem Festbettreaktor angewendet werden, kann
es vorteilhaft sein, die aktive Metallkomponente und die deaktivie rungsresistente
Komponente bevorzugt nahe der äußeren Oberfläche der
Katalysatorträgersubstanz
aufzubringen. Z. B. können
Katalysatoren mit solch einer kontrollierten Verteilung von Metallen
durch Limitierung der Menge an Lösungsmittel,
das während
der Metallaufbringung verwendet wird, erhalten werden. Jedes andere
geeignete Hilfsmittel zum Erhalten dieser nichteinheitlichen Verteilung
würde ebenso
annehmbar sein. In Verfahren zur Imprägnierung kann die geeignete metallhaltige
Verbindung irgendeine Verbindung sein, die Metall enthält, wie
sie zuvor beschrieben ist, welche einen verwendbaren Hydrierungskatalysator,
der gegenüber
einer Deaktivierung resistent ist, erzeugen. Diese Verbindungen
können
Salze, Koordinationskomplexe, metallorganische Verbindungen oder
kovalente Komplexe sein.
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Typischerweise
ist der Gesamtmetallgehalt des auf eine Trägersubstanz aufgebrachten Katalysators von
0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des auf der Trägersubstanz
aufgebrachten Katalysators. Bevorzugte Mengen sind von 0,2 bis 8
Gew.-%, weiter bevorzugt 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das gesamte
Katalysatorgewicht.
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Aktivatoren,
wie z. B. Alkali-, Alkalierden- oder lanthanidhaltige Verbindungen
können
auch verwendet werden, um bei der Dispersion der Metallkomponente
auf der Trägersubstanz
oder der Stabilisierung während der
Reaktion zu helfen, obwohl deren Verwendung nicht bevorzugt ist.
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Polymere,
die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hydriert werden
können,
schließen
jegliches ungesättigte
Polymer ein, das eine olefinische oder aromatische Nichtsättigung
enthält.
Solche Polymere schließen
Kohlenwasserstoffpolymere ein, die aus olefinischen Monomeren hergestellt
sind, wie z. B. Homopolymere von Butadien oder Isopren, Copolymere
davon, und aromatische Polymere und Copolymere. Aromatische Polymere,
die durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung hydriert werden
können,
schließen jegliches
polymere Material ein, das eine anhängende aromatische Funktionalität enthält. Eine
anhängende aromatische
Funktionalität
bezieht sich auf eine Struktur, worin die aromatische Gruppe ein
Substituent an dem Polymergrundgerüst ist und nicht darin eingebettet
ist. Bevorzugte aromatische Gruppen sind C
6-20-Arylgruppen,
ins besondere Phenyl. Diese aromatischen Polymere können auch
andere olefininsche Gruppen zusätzlich
zu den aromatischen Gruppen enthalten. Bevorzugt ist das aromatische
Polymer von einem Monomer der Formel:

abgeleitet, worin R Wasserstoff
oder ein Alkyl ist, Ar Phenyl, Halogenphenyl, Alkylphenyl, Alkylhalogenphenyl, Naphthyl,
Pyridinyl oder Anthrazenyl ist, worin jede Alkylgruppe 1 bis 6 Kohlenstoffatome
umfasst, die mit funktionellen Gruppen mono- oder multisubstituiert
sein können,
wie z. B. mit Halogen, Nitro, Amino, Cyano, Carbonyl und Carboxyl.
Weiter bevorzugt ist Ar Phenyl oder Alkylphenyl, wobei Phenyl am
meisten bevorzugt ist. Homopolymere können jede Stereostruktur haben,
einschließlich
Syndiotaktik, Isotaktik oder Ataktik, ataktische Polymere sind jedoch
bevorzugt. Zusätzlich
können
auch Copolymere hydriert werden, die diese aromatischen Monomere
enthalten, einschließlich
statistischer, pseudostatistischer, Block-, sich verjüngender Block-,
Stern- und gepfropfter Copolymere. Zum Beispiel Copolymere aus aromatischen
Vinylmonomeren und Comonomeren, ausgewählt aus Nitrilen, Acrylaten,
Säuren,
Ethylen, Propylen, Maleinsäureanhydrid,
Maleimiden, Vinylacetat und Vinylchlorid, können ebenso verwendet werden,
wie z. B. Styrol-Acryolnitril, Styrol-alpha-Methylstyrol und Styrol-Ethylen.
Es können
auch Blockcopolymere aus aromatischen Vinylmonomeren verwendet werden,
wie z. B. Styrol-alpha-Methylstyrol-Blockcopolymere, Styrol-Butadien- oder Styrol-Isopren-Blockcopolymere
und verschiedene Multiblockcopolymere daraus. Beispiele schließen Styrol-Butadien-, Styrol-Isopren-,
Styrol-Butadien-Styrol-
und Styrol-Isopren-Styrol-Blockcopolymere ein. Weitere Beispiele
von Blockcopolymeren können
in den US-Patenten 4,845,173, 4,096,203, 4,200,718, 4,201,729, 4,205,016, 3,652,516,
3,734,973, 3,390,207, 3,231,635 und 3,030,346 gefunden werden. Gemische
aus Polymeren, einschließlich
schlagzäh
gemachte, gepfropfte, Kautschuk enthaltende aromatische Polymere,
können
auch verwendet werden.
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Das
zahlenmittlere Molekulargewicht (Mn) des Polymers, das hydriert
werden soll, ist von 30.000 bis 3.000.000, bevorzugt von 30.000
bis 400.000 und besonders bevorzugt von 50.000 bis 300.000, wie
es mit Hilfe einer Gelpermeationschromatographie gemessen wird.
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Die
Zusammensetzung, die das ungesättigte
Polymer enthält,
auf die hier im Weiteren als Polymerzuführstrom Bezug genommen wird,
enthält
typischerweise kleine Mengen an Kontaminationen, die typische Gruppe-VIII-Metallhydrierungskatalysatoren
deaktivieren. Solche Kontaminationen schließen Polymerisationsabbruchmittel
und polare Materialien und Polymerisationskatalysatorrelikte, wie
z. B. Lithium, ein. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung gestattet
eine effizientere Hydrierung und eine längere Katalysatorlebensdauer,
auch wenn die zu hydrierenden Polymerzuführströme solche Kontaminationen enthalten.
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Das
kontinuierliche Verfahren der vorliegenden Erfindung wendet einen
Festbettreaktor an, wobei der Katalysator in den Reaktor gepackt
ist und der Polymerzuführstrom
durch das feste Katalysatorbett hindurchfließt. Jedwelcher Festbettreaktor
kann verwendet werden, ohne irgendwelche bestimmten Einschränkungen.
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Es
können
Reaktoren vom Multi-Röhren-Typ
verwendet werden, um Wärme
effizient abzuleiten. Die aus dem Festbett herausfließenden Flüssigkeits-
und Gasströme
können
getrennt werden und wieder in das Bett zurückgeführt werden, um eine effizientere
Verwendung des Wasserstoffes zu erwirken oder um zu helfen, die
Temperatur des Reaktors zu kontrollieren.
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Das
Katalysatorfestbett wird typischerweise bei einer Temperatur von
40 bis 250°C,
bevorzugt 50 bis 200°C
und insbesondere bevorzugt bei 50 bis 80°C betrieben. Der Reaktor kann
adiabatisch betrieben werden, d. h., dass die Wärme der Reaktion von der Reaktionsmischung
absorbieren gelassen wird, oder er kann betrieben werden, indem
irgendein Verfahren zur Wärmezugabe
und -entfernung verwendet wird, das in der Fachwelt bekannt ist,
einschließlich
von Gehäuse-
und Röhrenreaktoren,
mehrstufigen Reaktoren mit einer zwischen stufigen Erwärmung oder
Kühlung
und Reaktoren, bei denen Kälte
schubweise zugeführt
wird.
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Die
Reaktion wird typischerweise bei einem Wasserstoffdruck von 0,5
bis 15 MPa, bevorzugt 1 bis 20 MPa und am meisten bevorzugt von
2 bis 15 MPa, einem Verhältnis
von Wasserstoffgasflussrate zu Polymerlösungflussrate von 20 zu 70
normalen Litern pro Liter (N l/l), bevorzugt von 20 bis 500 N l/l
und am meisten bevorzugt von 40 bis 350 N l/l, und einer stündlichen
Raumgeschwindigkeit der Flüssigkeit
(LHSV) von 0,01 bis 15 (l/h), bevorzugt 0,03 bis 10 (l/h) und am
meisten bevorzugt von 0,05 bis 10 (l/h) durchgeführt. LHSV wird als die Flüssigkeitszuführrate in
Litern pro Stunde, geteilt durch das Katalysatorbettvolumen in Litern
definiert.
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Der
ausfließende
Strom aus der Hydrierungsreaktion, welcher die Zielhydrierung erreicht
hat, kann in das Wasserstoffgas, das Lösungsmittel und das hydrierte
Polymer durch jedes Verfahren getrennt werden, einschließlich des
Entfernens flüchtiger
Bestandteile und anderer Trenntechniken.
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Die
Hydrierungsreaktion wird bevorzugt in einem Kohlenwasserstofflösungsmittel
durchgeführt,
in dem das Polymer löslich
ist, und welches die Hydrierungsreaktion nicht behindert. Bevorzugt
ist das Lösungsmittel
ein gesättigtes
Lösungsmittel,
wie z. B. Cyclopentan, Cyclohexan, Cycloheptan, Methylcyclohexan,
Decalin, Ethylcyclohexan, Dodecan, Dioxan, Diethylenglykoldimethylether,
Tetrahydrofuran, Isopentan, Decahydronaphthalen oder Mischungen
daraus, wobei Cyclohexan am meisten bevorzugt ist. Mischungen aus
n-Hexan, n-Heptan und anderen Kohlenwasserstoffen können auch
verwendet werden, ebenso wie Mischungen mit Ethern, Tetrahydrofuran,
Dioxan, Diethylenglykoldimethylether, Alkoholen, Ethern oder Aminen.
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Die
Polymerkonzentration wird typischerweise von 5 bis 30 Gew.-%, bevorzugt
von 5 bis 25 Gew.-% sein.
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Die
Hydrierungsreaktion wird typischerweise in Abwesenheit von Sauerstoff
durchgeführt.
Typischerweise wird das Reaktionsgefäß mit einem Inertgas ge spült, um Sauerstoff
aus dem Reaktionsbereich zu entfernen, bevor gestartet wird. Inertgase
schließen
solche wie Stickstoff, Helium und Argon ein, sind jedoch nicht darauf
beschränkt,
wobei Stickstoff bevorzugt ist.
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Das
Hydrierungsmittel kann jede Wasserstoff erzeugende Verbindung sein,
die das ungesättigte
Polymer hydrieren wird. Hydrierende Mittel schließen ein,
sind jedoch nicht beschränkt
auf Wasserstoffgas, Hydrazin und Natriumborhydrid. In einer bevorzugten
Ausführungsform
ist das hydrierende Mittel Wasserstoffgas.
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Beispiele
für Festbetthydrierungen
für Polymere
mit niedrigem Molekulargewicht sind in dem US-Patent Nr. 3,809,687
beinhaltet.
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In
einer Ausführungsform
enthält
der Festbettreaktor eine vertikale Reaktionssäule, die mit einem granularen
Hydrierungskatalysator gepackt ist. Eine Zusammensetzung, die ein
Blockcopolymer enthält,
wird kontinuierlich durch die Säule
hindurchgeführt,
während
sie mit einem Hydrierungsmittel in Kontakt gebracht wird. Die Richtung
des Flusses der Polymerlösung
und des Wasserstoffgases kann entgegengesetzt sein oder die gleiche,
das Parallelflussverfahren ist jedoch bevorzugt. Die Richtung dieses
Flusses kann aufwärts
oder abwärts
sein.
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Der
Umfang der Hydrierung hängt
von dem Polymer ab, das hydriert wird, von dem verwendeten Katalysator,
den Verfahrensbedingungen und der Reaktionsdauer. Bei olefinischen
Polymeren werden wenigstens 80 % der olefinischen Bindungen hydriert,
um einen Hydrierungsgrad von 80 % zu ergeben, bevorzugt wenigstens
90 %, weiter bevorzugt wenigstens 95 % und am meisten bevorzugt
100 %. Bei Polymeren, wie z. B. Polystyrol und Styrol-Butadien-Copolymeren,
ist eine typische aromatische Hydrierung mehr als 80 % (wobei mehr
als 80 % der aromatischen Bindungen hydriert sind), bevorzugt mehr
als 99 % und besonders bevorzugt mehr als 99,5 %. Dies kann durch
Messen der UV-Absorption des hydrierten Polymers und Vergleichen gegenüber der
Absorption eines nichthydrierten Standards bestimmt werden. In anderen
Worten wird die Absorption eines zu 99,5 % hydrierten Polymers um
99,5 % weniger sein als die Absorption des nichthydrierten Polymers.
Für Polymere,
wie z. B. Poly-alpha-methylstyrol, Styrol-alpha-methylstyrol-Copolymer und Copolymere
eines aromatischen Vinylmono mers und eines Comonomers, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus einem Nitril, Acrylat, einer Säure, Ethylen,
Propylen, Maleinsäureanhydrid,
Maleimid, Vinylacetat und Vinylchlorid, kann das Ausmaß der Hydrierung
niedriger sein und hängt
von dem Polymer ab, das hydriert wird. Typischerweise wird wenigstens
20 % an aromatischer Hydrierung erreicht, bevorzugt wenigstens 30
%, weiter bevorzugt wenigstens 50 % und am meisten bevorzugt wird
wenigstens 90 % an aromatischer Hydrierung erreicht.
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Der
Umfang an olefinischer Hydrierung kann unter Verwendung von Infrarotspektroskopie
oder Proton-NMR-Techniken bestimmt werden. Der Umfang an aromatischer
Hydrierung kann unter Verwendung von UV-VIS-Spektroskopie gemessen
werden. Cyclohexanlösungen
von Polystyrol geben eine sehr scharte Absorptionsbande für den aromatischen
Ring bei ungefähr
260,5 nm. Diese Bande ergibt eine Absorption von 1,000, bei einer
Lösungskonzentration
von 0,004980 Molen Aromat pro Liter in einer 1-cm-Küvette. Die
Absorption hängt
von der Konzentration ab. Die hydrierten Polymerprodukte werden
typischerweise bei höheren Konzentrationen
gemessen, da sie nicht verdünnt
werden, bevor die Absorption gemessen wird. Da die Reaktionslösung 15
bis 30 Mal konzentrierter ist als die Standards, können kleine
Mengen verbleibender Nichtsättigung
genau gemessen werden.
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In
einer Ausführungsform
umfasst das Verfahren der vorliegenden Erfindung das In-Kontakt-Bringen eines
Zuführstroms
einer Polymerzusammensetzung, die wenigstens ein ungesättigtes
Polymer und wenigstens eine polare Verunreinigung enthält, mit
einem Hydrierungsmittel in Anwesenheit eines gemischten Hydrierungskatalysators
auf einer Trägersubstanz,
dadurch charakterisiert, dass der gemischte Hydrierungskatalysator
auf der Trägersubstanz
wenigstens eine Gruppe-VIII-Metallkomponente umfasst und wenigstens
eine die Deaktivierung verhindernde Menge wenigstens einer deaktivierungsresistenten
Komponente, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus Rhenium-, Molybdän-, Wolfram-, Tantal- und Niobkomponente.
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Die
folgenden Beispiele sind dargelegt, um die vorliegende Erfindung
darzustellen und sollten nicht so angesehen werden, dass sie deren
Umfang beschränken.
In den Beispielen sind alle Teile und Prozente auf Gewicht bezogen,
wenn es nicht anderweitig angegeben ist.
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Der
Umfang der aromatischen Hydrierung wird unter Verwendung der UV-VIS-Spektroskopie gemessen,
wie es zuvor beschrieben ist. Die Menge der olefinischen Hydrierung
wird unter Verwendung der Infrarotspektroskopie bestimmt.
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Mn
ist ein absolutes Molekulargewicht, wie es durch die Gelpermeationschromatographie
gemessen wird, wenn es nicht anderweitig spezifiziert ist.
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Alle
Polymerproben, die in den Beispielen verwendet sind, haben eine
ataktische Stereostruktur.
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BEISPIELE
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Beispiel 1
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A) Herstellung der Siliciumdioxidträgersubstanz
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150
g Kaliumsilicat (Kasil # 1, ein Produkt der PQ Corp.) und 10 g Wasser
werden in einen 250- Milliliter (ml) -Becher gegeben und gerührt, während 15
Gramm (g) Formamid langsam zugegeben werden, so dass keine Fällung auftritt.
Die Mischung wird kontinuierlich für ungefähr 5 min gerührt, bis
eine klare homogene Lösung
erhalten wird. Die Mischung wird dann für 5 h in einen 80°C-Ofen gestellt
und das Siliciumdioxid polymerisiert. Das Siliciumdioxid wird entfernt,
in Stücke
von weniger als 8 Mesh zerbrochen und mit 500 ml 1 M Essigsäure, 500
ml 1 M Ammoniumacetat und zum Schluss mit 500 ml 80°C heißem 1 M
Ammoniumacetat gewaschen. Das gewaschene Siliciumdioxid wird in
ein 1,0-Inch-O.D.-Quarzröhrchen gegeben
und bei Raumtemperatur wird ein Luftfluss über das Siliciumdioxid gestartet.
Das Siliciumdioxid durchläuft
dann eine hydrothermische Calcinierung. Das folgende Verfahren wird
verwendet, das Siliciumdioxid wird von 25°C bis 850°C bei einer Steigerung von 3,5°C/min erhitzt.
Beim Erreichen von 150°C
wird die Luft durch eine Waschflasche geleitet, um sie mit Wasser
zu sättigen,
während
das Erhitzen weitergeht. Bei 850°C
wird die Calcinierung isother misch für 2 h fortgesetzt. Das Siliciumdioxid
wird dann auf 350°C
mit Wasser gesättigter
Luft heruntergekühlt.
Beim Erreichen von 350°C
wird der Sättiger
entfernt und das Siliciumdioxid wird mit trockener fließender Luft
auf ungefähr
80°C gekühlt und
aus dem Quarzröhrchen
entfernt. Die Daten unten zeigen die Porengrößenverteilung gemäß Quecksilberporosimetrie.
| Porenvolumen | 1,37
cc/g |
| Gesamtporenbereich | 14,2
m2/g |
| Mittlerer
Porendurchmesser (Volumen) | 3845 Ångström |
| Mittlerer
Porendurchmesser (Bereich) | 3672 Ångström |
| Durchschnittlicher
Porendurchmesser (4V/A) | 3817 Ångström |
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Es
wurden drei zusätzliche
Chargen unter Verwendung desselben Verfahrens, das oben beschrieben ist,
hergestellt und diese sind in Tabelle I gezeigt. Der Oberflächenbereich
in Tabelle I ist gemäß dem ASTM-Verfahren
D-3663-84 gemessen. Tabelle
I
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Es
sollte sich jedoch nicht allein auf die Quecksilberporosimetrie
verlassen werden, um die Porengrößenverteilung
zu überprüfen, da
diese bei Poren von weniger als 60 Ångström nicht sensitiv ist. Die Stickstoffdesorptionstechniken
messen Poren von weniger als 600 Ångström. Unter Verwendung dieser
Technik hat das Siliciumdioxid, wie es in Probe 1 oben hergestellt
wurde, ein kumulatives Porenvolumen von Poren mit weniger als 100 Ångström von 0,006
cc/g, ein kumulatives Porenvolumen bei Poren von weniger als 320 Ångström von 0,013
cc/g und ein kumulatives Porenvolumen bei Poren von weniger als
600 Ångström von 0,016
cc/g. Daher ist das kumulative Porenvolumen von Poren mit weniger
als 600 Angström
ungefähr
1,1 % des kumulativen Porenvolumens von Poren mit mehr als 60 Ångström.
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Herstellung des Pt/Re-Katalysators
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Eine
Lösung
von 0,411 Gramm (g) H2PtCl6·6(H2O) und 0,147 g NH4ReO4 wird in 15,55 g gereinigtem Wasser gelöst. Diese
Lösung
wird dann zu 5,0 g Siliciumdioxid (1,2 mm × 6 mm zylindrisches Siliciumdioxid) zugegeben,
welches dann über
Nacht luftgetrocknet wird und weiter bei 110°C in einem luftgespülten Ofen
für 30
min getrocknet wird. Der Katalysator wird in fließendem Wasserstoff
bei 150°C
für eine
Stunde reduziert, um einen Katalysator mit 3 Gew.-% Pt und 2 Gew.-%
Re auf SiO2 zu ergeben.
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Beispiel 1 Hydrierung
von Polystyrol
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Ein
vertikales ummanteltes rostfreies Stahlrohr (70 cm lang und 1,57
cm im Durchmesser) wird mit einer Mischung aus 50 g (100 ml) von
1,2 mm × 6
mm zylindrischen Katalysatorteilchen mit Siliciumdioxid als Trägersubstanz
(3 Gew.-% Pt und 2 Gew.-% Re mit einer mittleren Porengröße von 600 Ångström) und 60
g (40 ml) 60 bis 80 Mesh Glaskügelchen
beladen. Der Reaktor wird bei einer Temperatur von 160 bis 185°C und 93
bar Wasserstoffdruck betrieben. Eine Polymerlösung von 15 Gewichtsteilen
Polystyrol (Mn 50.000), gelöst in
Cyclohexan, wird in den oberen Bereich des Reaktors mit einer Rate
von 5 cc/min für
ein LHSV von 3,0 cc/(cc/h) zugeführt.
Dann wird Wasserstoff in die Röhre
mit einer Rate von 752 normal cc/min zugeführt. Das sich ergebenden Polymer
hat einen aromatischen Nydrierungsgrad von 99,8 %.
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Beispiel 2 Nydrierung
eines Sterol-Butadien-Blockcopolymers
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Beispiel
1 wird mit einem symmetrischen Styrol-Butadien-Pentablock (SBSBS)-Copolymer mit einem Mn
von 60.000 (85 Gew.-% Styrol), als eine 15 gew.-%ige Lösung in
Cyclohexan gelöst,
wiederholt. Die Flüssigkeitszuführrate ist
1,5 cc/min und der Wasserstofffluss ist 226 cc/min. Der Reaktor
wird bei 170 bis 185°C und
93 bar Wasserstoffdruck betrieben. Kurz nach dem Starten des Reaktors
wird gemessen, dass die Umsetzung des aromatischen Teils des Copolymers
ungefähr
99,5 % ist. Nach 24 h unter denselben Bedingungen hat das sich ergebende
Polymer einen aromatischen Hydrierungsgrad von 99,6 %.
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Es
wurde überraschenderweise
entdeckt, dass, wenn die Kombination der Komponenten, wie es hierin
beschrieben ist, verwendet wird, die Verfahrensproduktivität verbessert
wird, der Katalysator sehr resistent gegenüber einer Deaktivierung aufgrund
des Kontaktes mit Verunreinigungen ist und daher eine längere Katalysatorlebensdauer
hat. Verunreinigungen umfassen typischerweise polare Materialien,
wie z. B. aromatische und aliphatische Alkohole, die gewöhnlich die
Polymerisationsreaktion beenden, z. B. Methanol, Isopropanol, Ether,
wie z. B. Tetrahydrofuran, Ester und stickstoffhaltige Verbindungen,
wie z. B. Amine.