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Erfindungsgebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Wellenleiterstruktur zur Verwendung
mit einem Pumplaser, der dafür
ausgelegt ist, einer Pumpverarmung (pump depletion) entgegen zu
wirken. Die Wellenleiterstruktur kann einen erbiumdotierten Wellenleiterverstärker, eine
nichtlineare Wellenleiterwellenlängenwandlereinrichtung
oder eine optische Faser umfassen und eignet sich insbesondere in
Kommunikationssystemen und Wellenlängenumwandlungsanwendungen.
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Allgemeiner
Stand der Technik
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Optische
Kommunikationssysteme eignen sich für das Übertragen optischer Signale
mit hohen Geschwindigkeiten über
lange Strecken. Ein optisches Signal, das eine Reihe von Lichtimpulsen
umfaßt,
wird von einer Lichtquelle, z.B. einem Laser, zu einem Wellenleiter
und schließlich
zu einem Detektor übertragen.
Optische Kommunikationssysteme enthalten in der Regel eine Vielfalt
von Einrichtungen (z.B. Lichtquellen, Fotodetektoren, Schalter,
optische Fasern, Verstärker,
Filter usw.). Verstärker
und Filter können
dazu verwendet werden, daß sich
die Lichtimpulse entlang der Länge
des Wellenleiters von der Lichtquelle zum Detektor ausbreiten. In
jüngster Zeit
ist die Nachfrage nach der effizienten Herstellung in großem Maßstab von
hybriden integrierten optoelektronischen Einrichtungen angestiegen.
Es gibt besonders Interesse an der Integrierung vieler Komponenten
auf einem einzelnen Chip und der Hybridisierung von verschiedenen
Komponenten zu einem einzelnen Baustein.
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Wellenleiterstrukturen
und optische Fasern übertragen
Lichtsignale unter Verwendung der inneren Reflexion. Im Grunde umfaßt eine
optische Wellenleiterstruktur ein inneres oder Kerngebiet, das aus einem
Material mit einem bestimmten Brechungsindex hergestellt ist, und
ein mit dem Kern zusammenhängendes äußeres Gebiet,
das aus einem Material mit einem niedrigeren Brechungsindex als
der Kern besteht. Solange der Brechungsindex des Kerns den des äußeren Gebiets übersteigt,
wird ein sich entlang des Kerns ausbreitender Lichtstrahl entlang
der Länge
des Wellenleiters geführt.
Planare Wellenleiter sind flache Strukturen, die Licht im wesentlichen
auf die gleiche Weise wie optische Fasern leiten. Im wesentlichen
umfaßt
eine planare Wellenleiterstruktur einen Streifen aus Material, der
in ein Substrat eingebettet ist, wobei der Wellenleiterstreifen
einen relativ hohen Brechungsindex relativ zum Substrat aufweist. Somit
wird das Licht entlang dem einen hohen Index aufweisenden Wellenleiterstreifen
geführt,
obwohl der Streifen möglicherweise
nicht ganz von einem Material mit niedrigerem Brechungsindex umgeben ist,
da der Wellenleiterstreifen möglicherweise
einer Deckschicht aus Luft ausgesetzt ist. Ein oder mehrere verstärkende Systeme
können
entlang des Wellenleiterübertragungswegs
angeordnet sein, um das übertragene
Signal zu verstärken.
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EP-A-0454865
und
JP 03005733 beschreiben
jeweils Wellenleiterstrukturen, die ein seltenerddotiertes Wellenleitergebiet
und ein zweites undotiertes Gebiet mit einem niedrigeren Brechungsindex zum
Leiten von Übertragungslicht
und Pumplicht aufweisen. Die effektive Fläche des Wellenleitergebiets an
einer ersten Pumpstelle ist größer als
an einer zweiten Pumpstelle, um die Verringerung bei der Pumpleistungsdichte
entlang des Wellenleiters zu reduzieren.
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Eine
dem Betrieb von optoelektronischen Einrichtungen inhärente Ineffizienz
betrifft die Verarmung von Pumplicht, das in Einrichtungen wie etwa Wellenleiterverstärkern und
anderen optisch gepumpten Wellenleitern wie etwa parametrischen
Wellenlängenwandlern
verwendet wird. Ein Wellenleiter, der als ein Verstärker oder
eine nichtlineare Wellenleiterumwandlungseinrichtung arbeitet, erfordert
das Vorliegen eines Pumplasers. Der Pumplaser ermöglicht den
Prozeß des
Verstärkens
oder Umwandelns der optischen Signale. Beispielsweise zeigt 1 schematisch
einen eine optische Faser 11 verwendenden Verstärker. Ein
von links eintretendes schwaches optisches Signal IS läuft durch
einen optischen Isolator 12 und durch einen Filter 13 hindurch,
der Pumplicht blockiert und die Signalwellenlänge durchläßt. Das Licht tritt in eine
dotierte Faser 11 ein, in der Regel eine seltenerddotierte
Faser. Der Verstärker wird
dann mit Licht vom Pumplaser 15 beleuchtet, der ein Pumpsignal
PS in die Faser einleitet, um die Dotierstoffatome
anzuregen und sie auf ein höheres Energieniveau
anzuheben und das schwache Eingangssignal IS auf
ein verstärktes
Signal AS zu verstärken, das durch den Wellenleiter übertragen
wird. Ein Koppler 16 am Ende des Verstärkers lenkt das verstärkte Signal
zur Ausgangsfaser, wobei es vom Pumplicht getrennt wird, um das
Ausgangssignal OS zu erzeugen. Bemerkenswerterweise,
obwohl in 1 der Pumplaser 15 am
distalen Ende des Wellenleiterverstärkers neben dem Ausgang gezeigt
ist, kann Licht in den Verstärker
neben dem Eingang der Richtung des verstärkten Signals AS folgend
gepumpt werden.
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Jedenfalls
wird, nachdem das Pumplicht in den Wellenleiter eingekoppelt ist,
das Pumplaserfeld als Funktion der Ausbreitungsentfernung auf lineare oder
nichtlineare Weise absorbiert. Diese Absorption erzeugt eine Pumpverarmung
als Funktion der Ausbreitungsentfernung. Die Verarmung impliziert
wiederum eine geringere Effizienz für den Verstärkungs- oder Umwandlungsprozeß aufgrund
einer Reduzierung bei der Pumpleistungsdichte in dem Wellenleiter bei Entfernungen
von dem Pumplaser.
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Wie
zu verstehen ist, versuchen die auf dem Gebiet von Kommunikationssystemen
und elektrooptischen Einrichtungen Tätigen neue Designs zu entwickeln,
um die Einrichtungseffizienz und -leistung zu verbessern. Insbesondere
wäre es
vorteilhaft, eine Wellenleiterstruktur zu haben, die zu einer fast
konstanten oder weniger einer Reduzierung bei der Pumpleistungsdichte
entlang des Wellenleiters führt. Diese
und weitere Vorteile werden durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt,
die bei Betrachtung der unten angegebenen Beschreibung möglicherweise
umfassender erscheint.
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Kurze Darstellung
der Erfindung
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Die
Erfindung wird in Anspruch 1 definiert. Verschiedene Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
definiert.
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Zusammenfassend
beschrieben umfaßt
die Erfindung einen Gegenstand mit einer Wellenleiterstruktur zur
Verwendung mit einer Pumplichtquelle, z.B. einem Pumplaser, die
Pumpleistungsdichte erhält.
Die Wellenleiterstruktur umfaßt
ein Wellenleitergebiet mit einem ersten Brechungsindex und ein zweites
Gebiet mit einem zweiten Brechungsindex, mit dem Wellenleitergebiet
zusammenhängend,
wobei der zweite Brechungsindex niedriger ist als der erste Brechungsindex,
so daß in
die Wellenleiterstruktur eingekoppeltes Licht innerhalb des Wellenleitergebiets
geführt
wird. Außerdem
weist das Wellenleitergebiet eine Pumpausbreitungslänge auf,
die definiert ist als eine ausgewählte Entfernung zwischen einer
ersten Pumpstelle und einer zweiten Pumpstelle und über die
Pumplicht innerhalb des Wellenleitergebiets zur Signalverstärkung oder
-umwandlung übertragen
wird. Die effektive Fläche
des Wellenleitergebiets ist an der ersten Pumpstelle wesentlich
größer als
an der zweiten Pumpstelle, und somit ist das Wellenleitergebiet über die
Pumpausbreitungslänge
verjüngt,
wodurch die Verarmung der Pumpleistungsdichte reduziert wird. Die
erste Pumpstelle liegt entlang der Länge des Wellenleitergebiets in
einer vorbestimmten Entfernung von der Übertragungseingabestelle. Die
Wellenleiterstruktur kann einen planaren oder eine optische Faser
umfassen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Zum
besseren Verständnis
der Erfindung wird unten ein Ausführungsbeispiel beschrieben,
bei Betrachtung zusammen mit den beiliegenden Zeichnungen. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung einer Wellenleiterverstärker- und Pumplaseranordnung nach
dem Stand der Technik;
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2 eine
schematische Perspektivansicht einer Wellenleiterstruktur;
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3 eine
schematische Ansicht einer Wellenleiterstruktur zusammen mit Pump-
und Signalquellen;
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4A und 4B schematische
Draufsichten auf alternative Ausführungsformen der Wellenleiterstruktur,
die einen erbiumdotierten Wellenleiterverstärker umfaßt;
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5A ein
Pumpdichteprofil als Funktion der Ausbreitungsentfernung für einen
nichtverjüngten
geraden 5 μm
breiten Er-dotierten Wellenleiter mit einer Länge von 1 cm und
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5B ein
Pumpdichteprofil als Funktion der Ausbreitungsentfernung für den gleichen
Wellenleiter wie in 5A, wo aber eine Verjüngung eingeführt worden
ist, so daß die
Breite des Wellenleiters linear von 5 μm auf 2,5 μm abnimmt.
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Es
versteht sich, daß diese
Zeichnungen dem Zweck dienen, die Konzepte der Erfindung darzustellen,
und nicht maßstabsgetreu
sind.
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Ausführliche
Beschreibung der Erfindung
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Mit
dieser Erfindung wird eine Wellenleiterstruktur bereitgestellt,
die der Reduzierung bei der Pumpleistungsdichte entgegenwirkt. Die
Wellenleiterstruktur ist ausgelegt für den Einsatz in einem System,
das folgendes umfaßt:
eine Pumpquelle und eine Signalquelle für das gleichzeitige Einkoppeln von
optischen Pump- bzw. Übertragungsfeldern
in die Wellenleiterstruktur; einen Koppler zum Kombinieren der optischen
Pump- und Übertragungsfelder und
einen oder mehrere Filter, Verstärker,
Empfänger,
Spektralanalysatoren oder andere optische Komponenten. Der Ausdruck „optisches Übertragungsfeld" wird hier verwendet,
um das in der Wellenleiterstruktur übertragene Licht von der zur
Verstärkung
oder Umwandlung verwendeten Pumpe (Laserfeld) zu unterscheiden.
Die Wellenleiterstruktur weist ein Wellenleitergebiet auf, entlang
dem die optischen Pump- und Übertragungsfelder
geführt werden.
Außerdem
weist das Wellenleitergebiet eine Pumpausbreitungslänge auf,
die definiert ist als eine ausgewählte Entfernung zwischen einer
ersten Pumpstelle und einer zweiten Pumpstelle, über die Pumplicht innerhalb
des Wellenleitergebiets zur Signalverstärkung oder -umwandlung übertragen
wird. Die effektive Fläche,
z.B. Breite, des Wellenleitergebiets ist an der ersten Pumpstelle
wesentlich größer als
an der zweiten Pumpstelle, und somit ist das Wellenleitergebiet über die
Pumpausbreitungslänge
verjüngt,
wodurch der Verarmung des Pumplichts entgegengewirkt wird.
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Die
erste und zweite Pumpstelle können
an verschiedenen Punkten entlang der Länge des Wellenleiters angeordnet
werden, während
weiterhin die erfindungsgemäßen Konzepte
ausgeführt
werden. Beispielsweise befindet sich die erste Pumpstelle distal
von der Übertragungseingabestelle,
wobei die zweite Pumpstelle näher
an der Übertragungseingabestelle
als die erste Pumpstelle liegt. Wie zu verstehen ist, werden viele
alternative Ausführungsformen in
Betracht gezogen, wobei die wichtige Überlegung darin besteht, daß die effektive
Fläche
des Wellenleitergebiets über
eine Länge
des Wellenleiters, für
den Pumpfilter zur Verstärkung
oder Umwandlung ausgebreitet werden, reduziert wird, d.h. eine Verjüngung eingeführt wird.
Aufgrund dieser Verjüngung
wird die Verringerung bei der Pumpleistungsdichte im Vergleich zu
Systemen nach dem Stand der Technik reduziert und bevorzugt über die
Pumpausbreitungslänge
im wesentlichen konstant gehalten, wodurch einer Pumpverarmung aufgrund
von Absorption und Verlusten entgegengewirkt wird.
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Insbesondere
unter Bezugnahme auf die Figuren veranschaulicht 2 schematisch
eine Wellenleiterstruktur 20, die ein Wellenleitergebiet 21 und ein
zusammenhängendes
oder zweites Gebiet 22 umfaßt. Die Wellenleiterstruktur
umfaßt
einen planaren Wellenleiter, der so auf einem Substrat 10 abgeschieden
ist, daß das
Wellenleitergebiet 21 nicht vollständig von dem zweiten Gebiet 22 umgeben
ist, sondern auch an der Oberseite der Struktur zur Luft freiliegt.
Luft weist einen niedrigeren Brechungsindex (ni ~
1,0) als das Wellenleitergebiet (in der Regel ~ 1,46) auf. Die Wellenleiterstruktur
weist eine Pumpausbreitungslänge
(LPP) definiert als eine ausgewählte Entfernung
zwischen einer ersten Pumpstelle 24 und einer zweiten Pumpstelle 26 auf, über die Pumplicht
innerhalb des Wellenleitergebiets zur Verstärkung oder Umwandlung übertragen
wird. Wie man erkennen kann ist die effektive Fläche, z.B. Breite, des Wellenleitergebiets
an der ersten Pumpstelle 24 wesentlich größer als
an der zweiten Pumpstelle 26, und folglich ist das Wellenleitergebiet über die Pumpausbreitungslänge verjüngt. Bei
Betrieb wird das Pumplicht von der Pumpquelle an der ersten Pumpstelle
in das Wellenleitergebiet eingekoppelt, da sich diese Stelle am
Rand der Wellenleiterstruktur befindet. Das optische Übertragungsfeld
kann in die Wellenleiterstruktur entweder an der ersten oder zweiten
Pumpstelle 24, 26 eingekoppelt werden. Bemerkenswerterweise
zeigt 2 zwar einen planaren Wellenleiter, doch können diese
gleichen Konzepte auf eine als Wellenleiter verwendete optische Faser
angewendet werden, z.B. wie in 1 dargestellt,
wo der Kern der Faser das Wellenleitergebiet 21 umfaßt und ein
Mantel den Kern umgibt, um das zusammenhängende zweite Gebiet 22 zu
definieren.
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Optimalerweise
wird die Pumpleistung über eine
gegebene Länge
des Wellenleitergebiets konstant gehalten, d.h., es gibt kein Abklingen
der Pumphelligkeit. Ausgedrückt
werden kann dies als DP = p (z)/Aeff, wobei DP die
Pumpdichte, p(z) die Pumpleistung in einer gegebenen Entfernung
(z) entlang des Wellenleiters, z eine gegebene Entfernung, bei der das
Pumplicht innerhalb des Wellenleitergebiets zurückgelegt hat, und Aeff ist die effektive Fläche der Mode. DP wird
bevorzugt konstant gehalten, doch die Pumpleistung ist eine Funktion
der Ausbreitungsentfernung und nimmt mit zunehmendem z ab. Um für die Pumpleistung
einen konstanten Wert zu erreichen, sollte der Wert von Aeff deshalb mit der Pumpleistung p(z) abnehmen
und bevorzugt so klein wie möglich
sein. Dies bedeutet, daß eine
extreme Verjüngung
im Wellenleitergebiet entlang der Entfernung „z" erforderlich wäre, um eine konstante Pumpdichte zu
erreichen. Mit anderen Worten würde
eine steile Steigung für
die Verjüngung über eine
kurze Entfernung z entlang der Länge
des Wellenleitergebiets erforderlich sein. In solchen Fällen kann
jedoch Licht aus dem Wellenleiter austreten, wodurch die Pump- oder
optischen Übertragungsfelder
verarmt werden und der Wellenleiter schließlich das Führen von Licht beenden könnte.
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Somit
sollten die Vorteile, einen konstanten Wert für die Pumpleistungsdichte zu
erzielen, bevorzugt gegenüber
Bedenken hinsichtlich der Leckage abgewogen werden. Vorteilhafterweise
wird eine adiabatische Verjüngung
verwendet, d.h. eine, die ausreichend graduell ist, daß die Mode über den
Wellenleiterbereich beibehalten wird und Streuverluste vernachlässigbar
sind. Eine adiabatische Verjüngung kann
erzielt werden, wenn der Wellenleiterbereich um einige wenige Mikrometer
für eine
Wellenleiterlänge
von etwa 1 cm oder besonders bevorzugt für eine Länge von einigen wenigen Mikrometern
oder weniger verjüngt
ist. Beispielsweise kann ein Wellenleiter mit einer Breite an der
ersten Pumpstelle von etwa 10-30 μm
auf eine Breite reduziert werden, die so klein wie möglich ist,
während
immer noch die Übertragung
von Licht gestattet wird, z.B. herab bis ~1-3 μm. Als weiteres Beispiel kann
die Breite des Wellenleiters an der ersten Pumpstelle innerhalb
eines Bereichs von 2-15 μm
liegen und dann bis herunter auf eine kleinere Breite im Bereich
von etwa 1-3 μm
eingeschnürt
werden. Der Fachmann versteht, daß der bevorzugte Verjüngungsgrad
zum Erreichen der größten Reduzierung
bei der Pumpleistungsverarmung mit kleinsten Verlusten von den verwendeten Materialien,
der Konzentration und der Art von Dotierstoffen, der Länge des
Wellenleiterbereichs und der Pumpausbreitungslänge, der Breite des Wellenleiterbereichs
an der ersten und zweiten Pumpstelle, der Pumpleistung und anderen
Faktoren abhängen
würde.
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3 veranschaulicht
ein Schemadiagramm eines Differenzfrequenzerzeugungs-(DFG – Difference
Frequency Generation)-Wellenlängenwandlersystems,
bei dem die Wellenleiterstruktur verwendet werden kann. Solche Systeme
werden in einem Artikel von I. Brener, einem Erfinder hierbei, und
anderen mit dem Titel „1.5 μm-Band Wavelength Conversion Based
on Cascaded Second Order Nonlinearity in LiNbO3 Waveguides", IEEE PHOTONICS
TECH. LETTERS, Band 11, Nr.6 (Juni 1999), beschrieben. Bei diesem
System ist ein Pumplaser 30 ein Laser mit externem Resonator
zum Emittieren von von einen erbiumdotierten Faserverstärker 32 z.B.
auf einen Pegel von 300 mW verstärkten,
durch ein Bandpaßfilter 34 gefilterten
und in den Übertragungsweg 31 eingekoppelten
Signalen. Das Pumplicht wird somit mit optischen Übertragungsfeldern
kombiniert, die von vier verschiedenen Lasern 35a, 35b, 35c, 35d mit
externem Resonator erzeugt werden, und die Pump- und Übertragungsfelder
werden in die Wellenleiterstruktur 20 eingekoppelt. Die
Ausgabe von der Wellenleiterstruktur kann fasergekoppelt und in
einem optischen Spektralanalysator 36 und Leistungsmeßgerät 38 analysiert
werden. Mit dieser Struktur kann eine simultane mehrkanalige Wellenlängenumwandlung
mit in den Wellenleiter eingekoppelter Pumpleistung durchgeführt werden.
Bei Fehlen der Wellenleiterstruktur würde jedoch die Effizienz des Umwandlungsprozesses
durch Pumpverarmung begrenzt werden. Wenngleich die Umwandlungseffizienz
mit höheren
Pumpleistungen und anderen Arbeitsbedingungen (z.B. Verwendung höherer Temperaturen
oder eine andere Auswahl von Dotierstoffen oder quasi-phasenanpassender
Gitterperioden) verbessert werden könnte, erlegt die Pumpverarmung der
Prozeßeffizienz
inhärente
Beschränkungen
auf. Die Verwendung des verjüngten
Wellenleiters verbessert die Effizienz, die wiederum die Flexibilität der Systemkonfiguration
steigert, z.B. können
die gleiche oder größere Effizienzen
erreicht werden, während geringere
Pumpleistungen verwendet werden, und/oder mit weniger Einschränkungen
für das
Systemdesign.
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Die 4A und 4B veranschaulichen alternative
Ausführungsformen
der Wellenleiterstruktur, d.h., sie spiegeln Drauf sichten auf planare
Wellenleiterstrukturen wider, die einen inneren Wellenleiterbereich 21 und
einen zusammenhängenden
oder zweiten Bereich 22 umfassen. Bei diesen Ausführungsformen
ist eine optionale anfängliche
Auswärtsverjüngung Ti am Eingang des Wellenleiters enthalten,
d.h., wo die optischen Pump- und Übertragungsfelder in den Wellenleiter
eingeführt
werden. Diese anfängliche
Auswärtsverjüngung Ti ist für
Verstärkeranwendungen
vorteilhaft. In 4A ist bei Verwendung der anfänglichen
Auswärtsverjüngung die
erste Pumpstelle nicht am Wellenleiterrand oder am Eingang 25 gezeigt,
sondern an einem Punkt 24' einwärts von
dem Wellenleiterrand am Ende der anfänglichen Auswärtsverjüngung. Selbst
wenn das Pumplicht mit dem Übertragungsweg
an dem Wellenleiterrand 25 kombiniert wird, ist die Verwendung
der Verjüngung,
die an einer ersten Pumpstelle 24' einwärts von dem Rand beginnt, hilfreich
beim wesentlichen Reduzieren der Verarmung von Pumplicht, da die
Verarmung beim Pumplicht möglicherweise
erst dann signifikant oder ein Problem wird, wenn das Pumplicht
eine bestimmte Entfernung innerhalb des Wellenleiters zurückgelegt
hat. Folglich kann eine Konfiguration wie in 4B dargestellt
auch vorteilhaft sein beim Reduzieren von Pumpverarmung, d.h. in 4B ist
der Wellenleiterdurchmesser anfänglich nach
außen
zur Verstärkung über den
anfänglichen verjüngten Bereich
Ti verjüngt,
der Wellenleiterdurchmesser wird dann über eine gewisse Wellenleiterzwischenentfernung
Ic im wesentlichen konstant gehalten und
dann ist der Wellenleiterdurchmesser einwärts über eine Sektion des hier als
die Pumpausbreitungslänge
definierten Wellenleiters zwischen der ersten Pumpstelle 24' und der zweiten
Pumpstelle 26' verjüngt.
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Die
Verjüngung
kann je nach der Anwendung und dem optischen Prozeß optimiert
werden. Beispielsweise können
bei Anwendung der Ausführungsformen
der 4A-4B bei Betrieb sowohl optische
Pump- als auch Übertragungsfelder
zusammen in einen Einmodenbereich des Wellenleiters eingekoppelt
werden. Dann kann dieser Bereich auf den Zwischenbereich (oder breiten
Verstärkungsbereich) verjüngt sein,
wo eine andere Konzentration an Erbium-Dotierstoffen eingeführt wird.
Der breite Verstärkungsbereich
kann einen Einmoden- oder
einen Mehrmodenwellenleiter umfassen. Wenn ein Mehrmodenwellenleiter
eingeführt
wird, umfaßt
die Verjüngung
an beiden Enden der Faser vorteilhafterweise eine adiabatische Verjüngung, d.h.
unter „adiabatisch" wird verstanden,
daß der
Grad der Verjüngung ausreichend
graduell ist, daß Streuverluste
vernachlässigbar
sind und die niedrigste Mode des Wellenleiters konstant zur Übertragung
verwendet wird. Der weite Bereich ist wichtig in einer Verstärkeranwendung,
so daß ausreichend
Er-Atome vorliegen, damit man eine optische Verstärkung erhält. Wegen
des adiabatischen Übergangs
regen sowohl Pumpals auch Signalstrahlen die niedrigste Mode des
weiten Verstärkungsbereichs
des Wellenleiters an. Während sich
die Pumpstrahlen entlang des Wellenleiters ausbreiten, wird ihre
Leistung aufgrund von durch die Er-Atome verursachte Absorption
reduziert. Die Absorption würde üblicherweise
zu einem exponentiellen Abklingen der Pumpleistung als Funktion
der Wellenleiterlänge
führen.
Die am Ende des weiten Verstärkungsbereichs
eingeführte
Verjüngung,
z.B. an der ersten Pumpstelle 24', wirkt dem exponentiellen Abklingen
entgegen. Wieder weist die Verjüngung
im Fall des Mehrmodenwellenleiters vorteilhafterweise einen adiabatischen Übergang
auf, d.h., die Verjüngung
kann als eine exponentielle Verjüngung ausgelegt
sein, die in Richtung des Endes schmal ist, wie in 4B,
so daß die
Pumpleistungsdichte durch die Länge
des Mehrmodengebiets im wesentlichen konstant gehalten wird. Die
Verjüngung
kann in zwei oder drei Dimensionen vorliegen.
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5A spiegelt
ein Pumpdichtenprofil als Funktion der Ausbreitungsentfernung für einen
nichtverjüngten
geraden 5 μm
breiten Er-dotierten Wellenleiter mit einer Länge von 1 cm wider; und 5B spiegelt
das Pumpdichtenprofil für
den gleichen Wellenleiter wider, wo eine Verjüngung eingeführt ist.
In jedem Fall betrug die Wellenlänge
980 nm, der Kernbrechungsindex beträgt 1,6 und der zweite Brechungsindex
beträgt
1,45. Bemerkenswerterweise zeigt in 5A das
Pumpdichtenprofil, wie die Absorption im Wellenleiter das Feld des
sich ausbreitenden Lichts verarmt. Wenn dieses Licht verwendet wird,
um Erbiumatome zur Verstärkung
zu pumpen, führt
es zu einer geringeren Verstärkung
in Richtung des Endes des Wellenleiters. Im Vergleich ist in 5B eine
Verjüngung
eingeführt
worden, in der die Breite des Wellenleiters linear von 5 μm auf 2,5 μm verringert
ist. Wie man sehen kann wurde das Pumphelligkeitsabklingen im Vergleich
zu 5A wesentlich reduziert. Das Profil von 5B spiegelt einen
Verlust von etwa 3,5 dB/cm oder einen Verlust von weniger als 25%
der ursprünglichen
Pumpleistung wider. Wie man sehen kann spiegelt das Profil von 5A einen
Verlust von mehr als 50% der Pumpleistung wider. Jeder Grad an Verbesserung bei
dem Helligkeitsabklingen ist vorteilhaft.
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Es
versteht sich, daß die
hier beschriebenen Ausführungsformen
lediglich beispielhaft sind und daß ein Fachmann Variationen
und Modifikationen vornehmen kann, ohne von der Erfindung abzuweichen.
Beispielsweise ist die Erfindung zwar oben unter Bezugnahme auf
einen Faserverstärker
beschrieben, doch können
die gleichen Konzepte auf einen Wellenleiterwandler oder einen planaren
Wellenleiter angewendet werden. Ein planarer optischer Wellenleiterverstärker kann
verwendet werden. Der Wellenleiter kann mit Glas wie etwa Natrium-Calcium-Silikaten oder Kalk-Soda-Gläsern hergestellt
werden. Er3+-Konzentrationen von bis zu
2 Mol% können
in diese Gläser
mit annehmbaren Lebensdauern eingearbeitet werden. Der Überfluß an nichtüberbrückendem
Sauerstoff in Kalk-Soda-Glas gestattet höhere Konzentrationen an Er-Dotierung
ohne Clusterung. Alle solchen Variationen und Modifikationen sollen
innerhalb des Schutzbereichs der beigefügten Ansprüche liegen.