-
Die
Erfindung betrifft eine Uriniervorrichtung zur Verwendung in drei
Situationen: – Urinprobensammlung
zum Testen von Urin, Entsorgungsurinsammlung zum Entsorgen von sich
aus Urinieren ergebendem Urin aus Toiletten sowie Vereinfachung
des Urinierens bei Frauen, ohne auf einer Toilette zu sitzen.
-
Es
existiert eine große
Anzahl von Gründen,
weswegen Urinproben genommen werden, im Allgemeinen aus rechtlichen
oder medizinischen Gründen
sowie zum biochemischen und bakteriologischen Testen.
-
Betreffend
rechtliche Gründe
verwendet die Polizei eine Urinanalyse zum Test, ob ein Betrunkener fuhr,
zum Drogenmissbrauch, für
DNA-Tests sowie bei Vergewaltigungsvorwürfen bei Männern und Frauen. Bei Sportwettkämpfen einschließlich militärischen,
werden routinemäßig derartige
Tests vorgenommen.
-
Betreffend
medizinische Gründe
nutzt der medizinische Beruf routinemäßig Urinanalysen zur Erkennung
von Protein, zur Erkennung von Blaseninfektionen, zur Erkennung
von Drogen, Hormonen, Proteinen und Schwangerschaft sowie irgendwelchen
Fötus-
oder anderen Anormalitäten
während
einer Schwangerschaft sowie jeglicher Infektionskrankheiten, die
auf ein ungeborenes Kind übertragen
werden können.
Ferner gehören
zu den Tests die 10-SG-Tests (auch als U10-Tests bekannt), bei denen
ein einzelner Test die folgenden zehn Parameter überdeckt: – Glukose, Bilirubin, Keton,
Dichte, Blut, pH, Protein, Urobilinogen, Nitrit und Leukozyten.
-
Einhergehend
mit der zunehmenden Hochentwicklung moderner Geräte können diese in einer Anzahl von
Kombinationen getestet werden, die als 9SG, 4B, 3, 2K oder 1G bekannt
sind, und diese kann an Maschinen erfolgen, die so klein sind, dass
sie in den Praxen von Allgemeinärzten
untergebracht werden können.
Die Vorteile derartiger Anlagen bestehen darin, dass die Ergebnisse
zum Patienten beinahe momentan vorliegen (wobei einige Ergebnisse
3–14 Tage
in Anspruch nehmen können)
und sie sicher sind (sie werden nicht mit einem anderen Patienten
verwechselt oder gehen auf dem Postweg verloren oder werden beim
Trans port zerstört).
Ferner gehören
zu Einrichtungen zum Testen von Urin Tauchstäbchen in Teströhrchen mit
einem größeren als
einem normalen Durchmesser, die ebenfalls Ergebnisse beliebiger
Typen und Dichte von Bakterienwachstum und für jede Beschaffenheit der Nährmedien
erzielen können.
Die zunehmende Hochentwicklung von Einrichtungen (und der Wunsch
von Patienten nach unmittelbareren Ergebnissen) hat dem Sammeln
von Urinproben größere Bedeutung
auferlegt. Das Obige ist nur beispielhaft angegeben und bildet keine
erschöpfende
Liste der Art von Tests oder Situationen, in denen derartige Tests
benötigt
werden.
-
Zunächst wurde
ein einfacher Behälter
verwendet, in den eine Person urinierte, wobei diese herkömmlichen
Behälter
als "sweetheart
pots" bekannt sind.
Entweder wurde der Urin im Behälter
direkt getestet oder es wurde eine Probe herauspipettiert und dann
getestet, oder es wurde eine normale Menge der Urinprobe in eine
Transferflasche von typischerweise 20 ml für einen späteren Test übertragen. Jedoch beträgt die normale Urinentleerungmenge
von Erwachsenen typischerweise zwischen 250–450 ml. Daher muss entweder
ein großer "sweetheart pot" verwendet werden,
oder Urin läuft über diesen über. Dies
führt entweder
zu einer Verunreinigung der Oberfläche oder des Bodens, auf dem
der "sweetheart
pot" steht, oder
zu einem Überschwappen auf
die Hände
der Person, die den "sweetheart
pot" hält. Im letzteren
Fall existiert eine Anzahl von Nachteilen. Die meisten Personen
zeigen ein großes
Ausmaß an
Empfindlichkeit, wenn es um Urin geht, sei es durch direkten Kontakt
oder beim Wegwaschen von Urin. Es besteht aus die Gefahr einer Infektion
durch Ansteckungskrankheiten. So führt die obige Situation, neben
dem, dass sie unhygienisch, verunreinigt und unzweckdienlich ist,
zu beträchtlichen
Unannehmlichkeiten und zu Verlegenheit der die Probe abgebenden
Person. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Person in einem
empfindsamen Zustand befindet, entweder wegen ihres medizinischen
Zustandes oder weil sie das Opfer eines Verbrechens ist.
-
Eine
Alternative besteht daher darin, einen "sweetheart pot" großen Volumens zu verwenden.
Jedoch entsteht mit "sweetheart
pots" großen Fassungsvermögens ein
Problem, da das tatsächlich
für die
meisten Tests benötigte
Probenvolumen viel kleiner als das Fassungsvermögen des "sweetheart pots" ist. Demgemäß ist es erforderlich, etwas
des Urins aus dem "sweetheart
pot" in einen für den Test
verwendeten kleineren Behälter
umzuschütten.
Diese Übertragung
von Urin vom "sweetheart
pot" in den kleineren
Testbehälter (und/oder
zum Transportie ren der Probe zum Ort, an dem der Test ausgeführt wird)
stellt einen weiteren verunreinigten Prozess dar, der ähnliche
Nachteile wie die oben angegebenen zeigt. Wenn irgendeine andere Partei
den Transfer ausführt,
beispielsweise eine Krankenschwester oder ein Polizist, müssen sie
auch vor Kontakt mit der Urinprobe geschützt werden. Darüber hinaus
ist, wegen der Verwendung des "sweetheart
pot" und des kleineren
Testbehälters
die Verunreinigungsgefahr größer.
-
Eine
andere Alternative besteht darin, den "sweetheart pot" kleiner zu machen oder die Person zu
bitten, die Probe direkt in einen kleineren Testbehälter abzugeben.
Jedoch ist es in diesem Fall erforderlich, direkt in etwas zu urinieren,
was typischerweise ein rohrförmiger
oder flaschenförmiger
Testbehälter
mit relativ kleiner Einlassfläche
ist. Dies erschwert es der Person, den Testbehälter in den Urinstrom zu halten,
ohne die Hände
und das Äußere des
Behälters
zu verunreinigen. Dies ist schon im Sitzen schwer genug. Jedoch
sind sogar in Kliniken und Polizeistationen öffentliche Toiletten häufig unhygienisch,
da sie durch vorige Benutzer in irgendeiner Weise verunreinigt wurden.
Daher haben insbesondere Frauen häufig das Gefühl, dass
sie über dem
Sitz der öffentlichen
Toilette eine unbequeme Hockstellung einnehmen müssen, die es noch mehr erschwert,
die erforderliche Probe abzugeben. So zeigt diese Alternative ähnliche
Nachteile wie die oben angegebenen.
-
Es
wird geschätzt,
dass im Vereinigten Königreich
pro Jahr etwa 120 Millionen Urinproben genommen werden, die meisten
unter Verwendung des oben genannten kleineren Testbehälters. Die
Größe des verwendeten
Behälters
variiert entsprechend dem Hersteller und dem geografischen Gebiet.
Tatsächlich
hat der Behälter
eine Doppelverwendung zum Sammeln von Blut und dergleichen. So wurden
derartige Behälter
für lange
Zeit verwendet.
-
Eine
Vorrichtung, die speziell darauf ausgerichtet ist, eine Mittelstrahl-Urinprobe zu erhalten,
ist im WO-A-90/13280 offenbart. Dieses Dokument beschreibt eine
Urinprobe-Sammelvorrichtung und eine Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung,
bei denen ein vorderer Körperkontaktabschnitt
mit einem Ende eines länglichen
Schlauchs verbunden ist, der über
einen Probenkanal verfügt,
der unmittelbar angrenzend an dieses eine Ende liegt. Das andere
Ende des länglichen
Schlauchs kann offen sein oder mit einem Entsorgungsbehälter verbunden
sein. Am Probenkanal ist über
eine durchbrechbare Verbindung ein Mittelstrahl-Probenbehälter angebracht.
Im Gebrauch wird der vordere Teil so am Körper einer Benutzerin positioniert,
dass sein Bund das Ostium der Benutzerin umgibt und sie dann Urin
in die Vorrichtung ausgibt. Durch selektives Zerbrechen der durchbrechbaren
Verbindung strömt
eine Mittelstrahlprobe von Urin durch den Probenkanal in den Probenbehälter. Alternativ
kann der Urin einfach in einen Entsorgungsbehälter laufen. Die Form des vorderen
Abschnitts ist im Wesentlichen gleichmäßig trichterförmig aufweisend
von der Verbindung zum einen Ende des Schlauchs heraus zu einer
gekrümmten
Körperkontaktfläche.
-
So
beabsichtigt diese bekannte Vorrichtung, eine Maßnahme zu schaffen, durch die
der Urinstrom in eine Toilette auslaufen kann, während ein Teil desselben selektiv
in einem Sammelbehälter
vom Sweethearttyp gesammelt werden kann. Jedoch kann der den Urin
sammelnde Sammelbehälter
nicht leicht als Testbehälter fungieren
oder einen transportierbaren Behälter
bilden. Ferner besteht immer noch ein Verschütten von Urin über die
Hände des
Benutzers während
des Urinierens; außerdem
existiert ein Verschütten,
wenn es der Benutzer versucht, den Sammelbehälter von der Vorrichtung zu
trennen. Außerdem
leckt das Körperkontaktende der
Vorrichtung, und es wird ein Staudruck erzeugt, der die Tendenz
zeigt, die Kontaktfläche
des Körpers
mit Urin zu verunreinigen. Es besteht auch ein deutliches Verspritzen
des weiblichen Körpers
innerhalb des Gebiets, das durch den Kontakt dieses Abschnitts mit
dem Körper
begrenzt ist. Es hat sich auch herausgestellt, dass einige dieser
Vorrichtungen nicht korrekt gefüllt
werden. Es wird davon ausgegangen, dass dies darauf beruht, dass
Luftsperren vorhanden sind, und zwar wegen der Ausrichtung der Vorrichtung
und des Sammelbehälters
sowie der Geschwindigkeit und des Drucks des Urinflusses. Die Vorrichtung
kann auch nicht verschiedenen Flussraten genügen. Ferner ist diese Vorrichtung
schwierig zu benutzen. Die Kompliziertheit ihrer Herstellung macht
sie viel teurer als die oben genannten kleineren Probenbehälter. Aus
den obigen Gründen war
diese Vorrichtung wirtschaftlich nicht erfolgreich.
-
Andere
bekannte Urinprobe-Sammelvorrichtungen verfügen über einen Körperkontaktabschnitt, der trichterförmig ist
und direkt zu einem Behälter
führt.
Jedoch zeigte es sich wiederum, dass dann, wenn eine solche Vorrichtung
von einer Benutzerin verwendet wird, die bekannte Trichterform des
Körperkontaktabschnitts
dazu führen
kann, dass sich Urin innerhalb dieses Abschnitts staut, wodurch
der weibliche Körper
beträchtlich
verspritzt wird, der sich im Gebiet befindet, das durch den Kontakt
dieses Abschnitts mit dem Körper begrenzt ist,
oder dass ein Auslecken zum den zugehörigen Bund vorliegt. Dies ist
unangenehm, schmutzig und unhygienisch. Es ist ein Haupthindernis
dafür,
dass Benutzerinnen eine derartige Vorrichtung verwenden.
-
Es
ist auch eine Outdoor-Uriniervorrichtung bekannt, die auf eine Vereinfachung
des Urinierens durch Frauen, ohne auf einer Toilette zu sitzen,
gerichtet ist. Eine derartige Vorrichtung verfügt über einen länglichen Schlauch mit einem
Ende, das teilweise verengt ist, während das andere Ende so angeschlossen
ist, dass es in einen vorderen Abschnitt in Form eines relativ kleinen
schaufelförmigen
oder löffelförmigen Aufnehmers mündet. Im
Gebrauch platziert eine Benutzerin den Aufnehmer unter ihren Schamlippen
und um ihre Harnöffnung
herum. Dann wirken die äußeren Schamlippen
als Leckdichtung, und der Aufnehmer wird am Ort gehalten. Dann beginnt
die Benutzerin zu urinieren. Der Urin fließt dem Schlauch herunter und
durch das verengte Ende heraus. So kann der Auslass des Urins in
bevorzugter Richtung gelenkt werden, beispielsweise in eine Toilette
oder ein Urinal oder gegen einen Baum oder Stein. Insbesondere muss
sich die Benutzerin nicht erheblich ausziehen, um das Urinieren
auszuführen.
Dies ist in vielen Fällen
im Freien von Vorteil. Daher der Begriff Outdoor-Uriniervorrichtung.
Jedoch finden einige Benutzerinnen das Konzept des Positionierens
dieses Aufnehmers unter den äußeren Schamlippen
widerwärtig,
und sie nehmen dies nicht vor. Es handelt sich um ein Haupthindernis
dafür,
dass Benutzerinnen eine derartige Vorrichtung verwenden.
-
Es
ist eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Körperkontaktabschnitt
zu schaffen, der nicht unter den Nachteilen leidet, wie sie den
bekannten Uriniervorrichtungen eigen sind.
-
Eine
andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Urinprobe-Sammelvorrichtungen
zu schaffen, die die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung der
Hände einer
Person und/oder eines Behälters,
in dem der Urin zum Transport und/oder Test gesammelt wird, verringert.
-
Eine
andere Aufgabe der Erfindung ist es, das Sammeln von Urinproben
von Kindern zu erleichtern.
-
Eine
andere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen,
die es ermöglicht,
bettlägerigen
und/oder behinderten Personen bequem und hygienisch zu urinieren.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, das Urinieren, zu Hause oder
anderswo, durch Personen zu erleichtern, die (dauerhaft oder vorübergehend)
Schwierigkeiten haben, zum Urinieren eine bequeme Position einzunehmen,
wie schwangere Frauen, Frauen mit gebrochenen Beinen, Fettleibige
usw.
-
Noch
eine andere Aufgabe der Erfindung ist es, den auf Pflegern, Krankenschwestern
und Krankenhauspersonal lastenden Druck dadurch zu lindern, dass
es bettlägerigen
oder an den Rollstuhl gefesselten Patienten ermöglicht wird, zumindest teilweise
die Urinierabläufe
selbst ausführen
zu können,
ohne dass sie um Hilfe rufen müssen.
-
Noch
eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen,
die es derartigen Personen einfacher macht, den Uriniervorgang ohne
Unterstützung
zu handhaben, um dadurch ihre Lebensqualität und ihre Selbstschätzung zu
verbessern.
-
AUSSAGEN ZUR
ERFINDUNG
-
Gemäß einer
Erscheinungsform der Erfindung ist eine Urinprobe-Sammelvorrichtungen
gemäß dem Anspruch
1 geschaffen.
-
Der
Benutzer der Vorrichtung ist entweder männlich oder weiblich, jedoch
ist die Vorrichtung insbesondere für weiblichen Gebrauch anwendbar.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung
unterstützt
so das Sammeln von Urin zu Testzwecken, da sie es nicht erforderlich
macht, dass der Benutzer einen Urinstrahl in eine relativ kleine
Einlassfläche
eines typischen Urinprobe-Sammelbehälters zielt. In diesem Zusammenhang
kann der Benutzer die Vorrichtung so halten, dass die Hand so positioniert
ist, dass sich die Finger mit dem Daumen oben unter dem röhrförmigen Abschnitt
befinden, um es so zu ermöglichen,
dass die Vorrichtung stationär
gehalten wird und eine Verunreinigung der Hände des Benutzers verringert
wird, wobei der überschüssige Urin an
einen geeigneten Entsorgungsort gelenkt wird. Außerdem wird das Äußere der
Urinprobe-Sammelvorrichtung selbst nicht verunreinigt, da der Urin
durch das Kopplungsstück
in ihn geleitet wird. So wird die bekannte, möglicherweise erniedrigende
Situation des Ablieferns einer Urinprobe vermieden. Darüber hinaus
ist es, da eine Urinprobe ohne Verunreinigung der Hände des
Benutzers abgeliefert werden kann, wahrscheinlicher, dass Menschen,
die aus Empfindlichkeit vermieden, U rinproben abzugeben, eine Urinprobe
abgeben. Die Einfachheit des Gebrauchs und die verringerte Gefahr
einer Verunreinigung macht es für
Hilfskräfte
einfacher, Benutzers zu helfen, ohne sich selbst zu verunreinigen.
Außerdem
ist die Erfindung für
das Sammeln von Urinproben von behinderten und kleinen Kindern ohne
Verunreinigung von besonderem Vorteil.
-
Ferner
ist es nicht erforderlich, den Urin in einen anderen Behälter zu
transferieren, da der Urinprobe-Sammelbehälter über jedes gewünschte Fassungsvermögen verfügen kann.
-
Die
Vorrichtung gemäß der Erfindung
ist dergestalt, dass sie einfach zu gebrauchen ist, so dass Benutzer
leicht verstehen können,
wie eine Probe abzuliefern ist. Demgemäß kann zuverlässig eine
gute Probe erhalten werden. Ferner kann die Vorrichtung leicht von
beiden Geschlechtern verwendet werden, seien sie behindert, älter, gebrechlich
oder fettleibig, da sie verwendbar ist, während man auf einer Toilette
sitzt oder vor einem Urinal steht. Außerdem ist für Frauen
dadurch die Gefahr einer Verunreinigung durch Toilettensitze in öffentlichen
Toiletten vermieden.
-
Außerdem kann,
da die Vorrichtung gemäß der Erfindung über eine
einfache Form und Konstruktion verfügt, dieselbe einstückig aus
Kunststoff medizinischer Qualität
zu einem Preisniveau hergestellt werden, das es Gesundheitsbehörden praktisch
ermöglicht,
sie einzuführen.
-
Die
Vorrichtung kann eher horizontal ausgerichtet werden, beispielsweise
an einem Urinal, oder sie kann mehr vertikal nach unten in eine
Toilettenschüssel
ausgerichtet werden. Betreffend den letzteren Punkt erleichtert,
das kompakte Design der Vorrichtung den einfachen Gebrauch beim
Sitzen auf einer Toilette. Demgemäß kann die Vorrichtung sowohl
durch Männer
als auch Frauen entweder in stehender oder sitzender Position verwendet
werden.
-
Darüber hinaus
verläuft,
wenn die Einlassfläche
und der röhrförmige Abschnitt
auf diese Weise ausgerichtet werden, der Urinfluss entlang dem röhrförmigen Abschnitt,
so dass weniger Staudruck oder ein Rückfluss wahrscheinlich ist,
wodurch die Gefahr einer Verunreinigung des Körpers der Benutzer verringert
ist. Außerdem
wird ein Unterdruckeffekt erzeugt, der den Aufnehmer an den Körper saugen
kann, wodurch die Abdichtung zwischen dem Aufnehmer und dem Körper verbessert
wird. Außerdem
ist das Zurückspritzen
auf den durch den Bund umgebenden Körper wesentlich verringert.
Diese Trockenheit im Gebrauch bildet einen deutlichen Unterschied
gegenüber
dem Stand der Technik und wird durch die Benutzer als sehr günstig angesehen.
-
Vorzugsweise
verfügt
die Einlassfläche über eine
im Wesentlichen konkave Form, um an die im Wesentlichen konvexe
Form des weiblichen Körpers
in der Nähe
der Harnleiteröffnung
zu passen.
-
Dadurch,
dass die Einlassfläche
mit dieser Form ausgebildet wird, verfügt die Vorrichtung über eine komplementäre Anpassung
an das Gebiet um die Harnleiteröffnung
insbesondere von Frauen. So ist für eine gute Abdichtung am Körper gesorgt,
um zu gewährleisten,
dass zwischen dem Vorrichtung und der Körper kein Leck existiert, insbesondere
bei den hohen Drücken,
wie sie während
des Urinierens auftreten.
-
Es
ist bevorzugt, dass das Ende des röhrförmigen Abschnitts, entfernt
vom Aufnehmer, mit Ausnahme eines Überschuss-Überlaufauslasses im Wesentlichen
geschlossen ist. Dies ermöglicht
es, dass Urin in einer Richtung weg vom Benutzer aus dem röhrförmigen Abschnitt
herausfließt,
nachdem der Urinprobe-Sammelbehälter gefüllt ist.
Dieser Urin kann an irgendeinen geeigneten Entsorgungsort, wie eine
Toilettenschüssel, ein
Urinal oder in einen geeigneten Behälter oder Aufnehmer, der in
Fluidkontakt mit dem Überschuss-Überlaufauslass platziert ist,
gelenkt werden. Beispielsweise kann ein aus einem Kunststoffmaterial
hergestellter Beutel mit einem geeignet bemessenen, elastisch ausgebildeten
Hals, mittels eines Halses, in Verbindung mit dem Überlaufauslass
befestigt werden. Das Vorsehen eines Überlaufauslasses ist ein zweckdienliches
Merkmal, da im Allgemeinen der Benutzer deutlich mehr Urin entleert,
als es erforderlich ist, um den Urinprobe-Sammelbehälter aufzufüllen.
-
Bei
einer Ausführungsform
sind der Aufnehmer und der röhrförmige Abschnitt
einstückig
ausgebildet. Aus diesem Grund kann die Vorrichtung leicht durch
einen einzelnen Formungsvorgang hergestellt werden, was die Herstellung
billig und einfach macht.
-
Bei
einer anderen Ausführungsform
werden der Aufnehmer und der röhrförmige Abschnitt
getrennt hergestellt und mechanisch miteinander verbunden.
-
Dies
sorgt für
die Möglichkeit,
dass Teile der Vorrichtung zur Wiederverwendung sterilisiert werden.
-
Es
ist bevorzugt, dass das Kopplungsstück unter einem festen Winkel,
der kein rechter Winkel ist, von der Achse des röhrförmigen Abschnitts weg zeigt.
-
Dadurch,
dass das Kopplungsstück
in dieser Weise ausgerichtet ist, kann der Urinprobe-Sammelbehälter, der
parallel zum Kopplungsstück
montiert wird, im Wesentlichen vertikal angeordnet werden, wenn
die Vorrichtung von einer sitzenden Frau verwendet wird.
-
Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist der Auslass entlang dem röhrförmigen Abschnitt
so positioniert, dass er von der Öffnung des Aufnehmers beabstandet
ist.
-
Dadurch,
dass der Auslass auf diese Weise beabstandet ist, hat sich der Fluss
des Urins entlang dem röhrförmigen Abschnitt
ausreichend verlangsamt, um es zu ermöglichen, dass ein Teil des
Flusses in den Urinprobe-Sammelbehälter gelangt. Außerdem bildet
der Abstand zwischen dem Auslass und dem Aufnehmer einen Fingerraum,
um den Benutzer beim Halten der Vorrichtung zu unterstützen.
-
In
einem speziellen Fall ist der Auslass um mindestens 1,5 cm von der Öffnung des
Aufnehmers beabstandet.
-
Es
hat sich herausgestellt, dass die Bemessung für eine geeignete Position sorgt,
an der sich der Urinfluss ausreichend verlangsamt hat, und dass
dies eine geeignete Abmessung für
den Fingerraum ergibt.
-
Zweckdienlicherweise
ist die Oberfläche
des röhrförmigen Abschnitts
auf der Seite des Auslasses, die benachbart zum Auslass liegt, von
dieser Achse weg gekrümmt,
um auf den Auslass zu treffen. Dadurch, dass diese Fläche auf
diese Weise gekrümmt
ist, wird die Umlenkung eines Teils des Haupturinflusses in den
Urinprobe-Sammelbehälter
gewährleistet.
-
Bei
einer Ausführungsform
verfügt
der Auslass über
einen stummelartigen Rohrabschnitt, der sich vom röhrförmigen Abschnitt
weg erstreckt.
-
Im
Ergebnis kann der Abschnitt für
eine Presssitzverbindung für
den Urinprobe-Sammelbehälter
sorgen, wobei jedoch auch eine Bajonett- oder andere Verbindung
verwendet werden könnte.
Darüber
hinaus zeigt es sich, dass während
des Abtrennens des Urinprobe-Sammelbehälters davon im Wesentlichen
kein Verschütten
von Urin daraus heraus auftreten muss.
-
In
einem speziellen Fall erstreckt sich der stummelartige Abschnitt
vom röhrförmigen Abschnitt
mit verringertem Durchmesser, um für einen Reibungssitz am Urinprobe-Sammelbehälter zu
sorgen.
-
Demgemäß sorgt
der Abschnitt für
eine Presssitzpassung, die an Urinprobe-Sammelbehälter mit
verschiedenen Durchmessern anpassbar ist. So kann die Vorrichtung
bei einem sehr großen
Bereich von Sammelbehältern
angewandt werden.
-
Es
ist bevorzugt, dass der Bund ausgebildet ist, wodurch dann, wenn
dieser im Gebrauch so gegen den Körper einer Benutzerin gehalten
wird, dass die Harnröhrenmündung bedeckt
ist, der röhrförmige Abschnitt,
in stehender oder sitzender Position, im Wesentlichen nach unten
zeigt.
-
So
ist das Entsorgen von überschüssigem Urin
erleichtert.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
bilden der Bund und der Oberflächenabschnitt
des Aufnehmers eine Schaufelform.
-
Es
hat sich gezeigt, dass diese spezielle Form besonders gut ist, um
einen Sitz an der weiblichen Anatomie der Umgebung der Harnröhrenmündung zu
bilden. Tatsächlich
ist es bevorzugt, dass der Bund des Aufnehmers so geformt ist, dass
er eng über
die Harnröhrenmündung einer
Frau passt.
-
In
einem Fall bildet der Bund eine im Wesentlichen längliche
Form.
-
Es
hat sich gezeigt, dass dies für
eine verbesserte Abdichtung gegen den Körper des Benutzers sorgt.
-
In
einem Fall ist der Aufnehmer so bemessen, dass er im Gebrauch unter
die äußeren Schamlippen einer
Benutzerin passt.
-
Es
hat sich gezeigt, dass dies besonders zweckdienlich ist, da ein
Unterdruckeffekt erleichtert ist, wodurch der Aufnehmer die Tendenz
zeigt, an die Frau angesaugt zu werden, um für eine sehr gute Abdichtung zu
sorgen. Darüber
hinaus ist der Verunreinigungsumfang für die Frau minimiert. Außerdem verwenden
Frauen die Vorrichtung, ohne dass sie Hosen oder Slips ausziehen
müssen.
In diesem Zusammenhang können
der Reißverschluss
oder die Knöpfe
von Hosen geöffnet
werden, und Schlüpfer
können
zu einer Seite verschoben werden, bevor der Aufnehmer so in Kontakt
gebracht wird, dass er die Harnröhrenmündung bedeckt.
Dann kann eine Frau, ohne dass sie auf einem Toilettensitz sitzen
muss, mit Vertrauen in die Vorrichtung urinieren. Darüber hinaus
kann, da Urin antiseptische Eigenschaften hat, das Fehlen eines
Verschüttens
den in Zusammenhang mit dem Abliefern einer Urinprobe auftretenden
Schmerz verringern, wenn die Benutzerin Wunden, Entzündungen
oder Läsionen
im weiblichen Genitalbereich oder um ihm herum hat, wenn ein Ausbruch
bestimmter weiblicher Genitalinfektionen vorliegt, während der
Nachgeburtsperiode, wenn eine Episiotomie ausgeführt wurde usw.
-
In
einem anderen Fall bildet der Bund eine im Wesentlichen schlüssellochartige
Form.
-
Es
hat sich gezeigt, dass dies für
eine verbesserte Abdichtung gegen den Körper des Benutzers sorgt.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Aufnehmer so bemessen, dass er die äußeren Schamlippen einer Benutzerin
während
des Gebrauchs bedeckt.
-
So
sind Hemmungen betreffend das Positionieren des Aufnehmers unter
den äußeren Schamlippen vermieden,
während
immer noch für
den oben genannten Unterdruckeffekt gesorgt wird, um für sehr gute
Abdichtung zu sorgen. Darüber
hinaus ist das Ausmaß einer
Verunreinigung der Frau minimiert.
-
Gemäß der Erfindung
ist ein Urinkanalisiertrichter mit Folgendem geschaffen:
einer
relativ engen Auslassöffnung,
die sich zu einer Glocke mit einem Bund, der einen Einlassbereich
bildet, auf weitet;
wobei der Einlassbereich über eine
lange Achse mit einem Scham-Positionierabschnitt verfügt, der
sich von einem Ende der Achse aus erstreckt, um auf einen Vagina-Positionierabschnitt
zu treffen, der sich vom anderen Ende der Achse aus erstreckt, wobei
der Einlassbereich des Scham-Positionierab schnitts relativ zum Einlassbereich
des Vagina-Positionierabschnitts geneigt ist.
-
Der
Begriff "Trichter", wie hier verwendet,
soll eine Vorrichtung mit einer Öffnung
beinhalten, mit der ein Schlauch verbunden werden kann, sei es einstückig oder
getrennt, und der über
eine sich aufweitende Glocke, die schalenförmig ist, verfügt.
-
Es
hat sich herausgestellt, dass die Relativneigung der zwei Abschnitte
des Urinkanalisiertrichters seine Positionierung über dem
Bereich der Harnröhrenmündung fördert und
es auch ermöglicht,
dass durch den Bund für
eine gute Abdichtung gesorgt wird, wenn er gegen den Körper gedrückt wird.
Insbesondere hat es sich herausgestellt, dass es für eine Benutzerin
natürlich
ist, den Scham-Positionierabschnitt über dem Schambereich und den
Vagina-Positionierabschnitt über
den Schamlippen zu positionieren.
-
Der
Einlassbereich des Vagina-Positionierabschnitts verfügt entlang
seiner Achse über
eine Krümmung.
-
Dies
verbessert die Abdichtung, die durch den Bund dieses Abschnitts
geschaffen ist, wenn er gegen den Körper gedrückt wird.
-
In
einem speziellen Fall ist der Vagina-Positionierabschnitt so bemessen,
dass er im Wesentlichen dicht um die Schamlippen einer Benutzerin
passt.
-
Dieses
gewährleistet
eine gute Abdichtung zum Körper
einer Frau.
-
Der
Einlassbereich des Vagina-Positionierabschnitts ist symmetrisch
um die genannte Achse.
-
Dies
verbessert die Abdichtung, die durch den Bund dieses Abschnitts
gebildet wird, wenn er gegen den Körper gedrückt wird.
-
Der
Einlassbereich des Scham-Positionierabschnitts verfügt entlang
seiner Achse über
eine Krümmung.
-
Dies
verbessert die Abdichtung, die durch den Bund dieses Abschnitts
gebildet wird, wenn er gegen den Körper gedrückt wird.
-
Zweckdienlicherweise
ist der Einlassbereich des Scham-Positionierabschnitts symmetrisch
um die genannte Achse.
-
Bei
einer Ausführungsform
trifft die Seite der aus der Auslassöffnung sich aufweitenden Glocke
am einen Ende der Achse im Wesentlichen als Tangente an der Krümmung des
Einlassbereichs des Scham-Positionierabschnitts auf das eine Ende
der Achse, um für
eine im Wesentlichen ebene Fläche
im Bereich dieses einen Endes der Achse zu sorgen.
-
Es
hat sich herausgestellt, dass dies die Abdichtung verbessert, die
durch den Bund dieses Abschnitts gebildet wird, wenn er gegen den
Körper
gedrückt
wird, und dass es eine gute Abdichtung selbst bei Variationen des
Körperbaus
der Benutzerinnen erleichtert.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Krümmungsradius
des Vagina-Positionierabschnitts nicht mehr als 20% kleiner als
derjenige des Scham-Positionierabschnitts.
-
Es
hat sich gezeigt, dass dies für
eine gute Abdichtung zum weiblichen Körper sorgt, durch die ein Leck
vermieden wird, und dass die Auslassöffnung im Gebrauch mit der
Harnröhrenmündung der
Frau ausgerichtet wird.
-
Vorzugsweise
befindet sich das Zentrum des Krümmungsradius
des Scham-Positionierabschnitts auf derjenigen Seite des Radius
des Vagina-Positionierabschnitts, die entfernt vom einen Ende der
Achse ist.
-
Dadurch
dass die zwei Abschnitte relativ zueinander verkippt sind, ist am
Körper
für eine
gute, leckfreie Abdichtung gesorgt, und es ist eine zuverlässige Positionierung
erleichtert.
-
Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
verläuft
der durch den Vagina-Positionierabschnitt aufgespannte zentrale
Radius des Krümmungsbogens
im Gebrauch des Trichters im Wesentlichen vertikal.
-
Dies
erleichtert wiederum eine geeignete Positionierung des Trichters
sowie eine gute Abdichtung.
-
In
einem Fall beträgt
der durch den Vagina-Positionierabschnitt aufgespannte Krümmungsbogen
zwischen 20° und
30°.
-
In
einem anderen Fall beträgt
der durch den Scham-Positionierabschnitt aufgespannte Krümmungsbogen
zwischen 30° und
50°.
-
Es
ist bevorzugt, dass der Auslass größtenteils innerhalb eines durch
den Vagina-Positionierabschnitt aufgespannten Krümmungsbogens liegt.
-
Im
Ergebnis wird die Auslassöffnung
korrekt mit dem Urinfluss aus der weiblichen Harnröhrenmündung ausgerichtet,
um dadurch ein Zurückspritzen
und Aufstauen von Urin zu vermeiden.
-
Zweckdienlicherweise
bildet die sich ausgehend von der Auslassöffnung entlang der bekannten
Achse erstreckende Oberfläche
der Glocke, zum einen Ende hin, einen Winkel zwischen 15° und 25° bezogen
auf den zentralen Radius des durch den Vagina-Positionierabschnitt
aufgespannten Krümmungsbogens.
Die Auslassöffnung
verfügt über eine
Achse, die sich unter einem Winkel zwischen 125° und 145° relativ zum zentralen Radius
des durch den Vagina-Positionierabschnitt aufgespannten Krümmungsbogens
erstreckt.
-
Dies
gewährleistet
eine korrekte Ausrichtung mit dem Urinfluss aus der weiblichen Harnröhrenmündung.
-
Zweckdienlicherweise
verfügt
die sich ausgehend vom Auslass entlang der genannten Achse zum anderen
Ende erstreckende Oberfläche
der Glocke über
einen ersten Abschnitt parallel zur Achse der Auslassöffnung,
der auf einen zweiten Abschnitt trifft, der einen Winkel zwischen
5° und 20° bezogen
auf eine zentrale Achse des durch den Vagina-Positionierabschnitt
aufgespannten Krümmungsbogens
bildet.
-
Es
hat sich herausgestellt, dass diese Form eine größere effektive Fläche bildet,
durch die der Urinfluss aus der weiblichen Harnröhrenmündung gelenkt werden kann,
ohne dass ein Zurückspritzen
auftritt, da daran reflektierter Urin immer noch die Tendenz hat,
in die Auslassöffnung
zu laufen.
-
Gemäß einer
anderen Erscheinungsform der Erfindung ist eine Urinprobe-Sammelvorrichtung
mit einem Urinkanalisiertrichter, wie er oben definiert ist, geschaffen.
-
Die
Urinprobe-Sammelvorrichtung kann über die oben genannten Formen
verfügen,
wobei der Aufnehmer durch den Urinkanalisiertrichter ersetzt ist,
wie er oben definiert ist.
-
Gemäß einer
anderen Erscheinungsform der Erfindung ist eine Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung mit
einem Urinkanalisiertrichter, wie er hier oben definiert ist, geschaffen.
-
Eine
derartige Vorrichtung ist für
solche von Nutzen, die behindert und/oder bettlägerig, inkontinent sind und
für die
es erforderlich sein kann, eine Urinprobe unter Umständen zu
liefern, bei denen Unterstützung nicht
leicht verfügbar
ist. Unter solchen Umständen
besteht der Vorteil, dass eine Vorrichtung verfügbar ist, in die sie nach Belieben
urinieren können.
Das Bereitstellen einer derartigen Einrichtung ist von großem Wert, nicht
nur aus dem praktischen Gesichtspunkt heraus, sondern auch in demjenigen
Sinn, dass der Lebensstandard und die allgemeine Selbstachtung derjenigen
verbessert werden kann, die so unglücklich sind, dass sie in Zusammenhang
mit der Ausübung
ihrer Körperfunktionen
im ganzen Ausmaß auf
die Unterstützung
Anderer angewiesen sind.
-
Gemäß einer
anderen Erscheinungsform der Erfindung ist eine Outdoor-Uriniervorrichtung
mit einem Urinkanalisiertrichter, wie er hier oben definiert ist,
geschaffen.
-
So
ist das Erfordernis vermieden, einen Aufnehmer zu verwenden, der
unter die äußeren Schamlippen gebracht
werden muss.
-
Nun
werden Beispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben.
-
1 zeigt
eine linke Seitenansicht der weiblichen Anatomie im Bereich des
Harnleiters
-
2 zeigt
eine perspektivische Schrägansicht
einer ersten Ausführungsform
einer die Erfindung realisierenden Urinprobe-Sammelvorrichtung;
-
3 zeigt
eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform einer die Erfindung
realisierenden Urinprobe-Sammelvorrichtung gemeinsam mit einem daran
angebrachten standardmäßigen, röhrförmigen Urinprobe-Sammelbehälter;
-
4 zeigt
eine alternative Form für
das Kopplungsstück
des Probensammelbehälters;
-
5 zeigt
eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform einer die Erfindung
realisierenden Urinprobe-Sammelvorrichtung gemeinsam mit einem an
ihr angebrachten standardmäßigen röhrförmigen Urinprobe-Sammelbehälter, und
eine zugehörige
Variation, um eine Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung zu bilden;
-
6 zeigt
eine perspektivische Ansicht des den Aufnehmer bildenden Teils der
in der 5 dargestellten Ausführungsform;
-
7 zeigt
eine Seitenansicht eines die Erfindung realisierenden Urinkanalisiertrichters;
-
8 zeigt
eine perspektivische Schrägansicht
des in der 7 dargestellten Urinkanalisiertrichters; und
-
9 zeigt
eine Draufsicht des in der 7 dargestellten
Urinkanalisiertrichters.
-
Komponenten,
die in den verschiedenen Figuren gemeinsam vorkommen, tragen dieselben
Bezugszahlen.
-
Wie
oben erläutert,
hat die Erfindung die Absicht, eine Uriniervorrichtung zu schaffen,
die eine Vorrichtung zum geschlechtsunabhängigen Sammeln von Urinproben
zum Testen von Urin, zum geschlechtsunabhängigen Sammeln von Entsorgungsurin
zum Entsorgen von Urin aus Toiletten, der sich durch Urinieren ergibt, und
zur Vereinfachung des Urinierens durch Frauen ohne auf einer Toilette
zu sitzen, wobei die Letztere nachfolgend als Outdoor-Uriniervorrichtung
bezeichnet wird, sein kann. Um praxisgerecht zu sein, muss eine
derartige Vorrichtung klein, kompakt, übersichtlich und leicht verwendbar
sein. Je doch rührt
ein Hauptproblem, das eine derartige Vorrichtung überwinden
muss, aus den charakteristischen Unterschieden bei den Ausgabeeigentümlichkeiten
betreffend Urin zwischen Männern
und Frauen her.
-
Bei
Männern
kann, da sich der Harnleiter am Ende des Penis befindet, der von
Hand beweglich ist, um ihn in einer gewünschten Richtung auszurichten,
die Ausgaberichtung von Urin in vernünftigem Ausmaß kontrolliert
werden. Dies ermöglicht
es, Urin in relativ kleine Öffnungen
zu lenken. So kann eine relativ kleine und kompakte Vorrichtung
hergestellt werden, die ein Zurückspritzen
vermeidet, wobei jedoch immer noch ein Problem mit einem Urinstau
vorliegen kann. Ferner kann das Urinieren in einer Anzahl verschiedener
Körperpositionen
erfolgen.
-
Bei
einer Frau ist der Harnleiter durch die Schamlippen verdeckt. Es
ist nicht allgemein bekannt, jedoch kann eine gewisse Richtungskontrolle
durch eine sorgfältige
Manipulation des Bereichs um die Schamlippen herum erzielt werden.
Es hat sich gezeigt, dass dann, wenn dies fehlt, die Ausgaberichtung
während des
Urinierens über
einen Winkelbereich von bis zu 30° variiert.
Tatsächlich
kann die Richtung abhängig
davon variieren, ob die Frau sitzt oder steht. Darüber hinaus
variiert die Richtung abhängig
von einer Anzahl von Eigenschaften, zu denen, jedoch ohne Einschränkung, das
Alter, das Gewicht und die Geburtenanzahl gehören, von Frau zu Frau. So muss
die Uriniervorrichtung diesen variablen Winkelbereich berücksichtigen,
während sie
es gewährleistet,
dass kein Zurückspritzen
von Urin auf den Körper
oder ein Rückstau
von Urin auf den Körper
auftritt.
-
Es
wird auf die 1 Bezug genommen, in der eine
linke Seitenansicht der weiblichen Anatomie dargestellt ist. Es
ist erkennbar, dass die weibliche Harnröhrenmündung 33 zwischen
der Klitoris 31 und dem Eingang der Vagina 34 und
im Wesentlichen unter dem Schambein 32 liegt. Der Anus 35 und
der Mastdarm 36 sind ebenfalls veranschaulicht. Es ist
erkennbar, dass die Oberfläche
des Körpers
in der Umgebung der Vulva im Wesentlichen gegenüber einem oberen oder vorderen
Abschnitt im Bereich der Scham bis zu einem unteren oder hinteren
Abschnitt im Bereich des Anus gekrümmt ist. Tatsächlich zeigt
eine Draufsicht auf dieses Gebiet (nicht dargestellt), dass ein
konkav gekrümmter
Streifen vorliegt, dessen Krümmungsradius
im oberen Abschnitt ziemlich ähnlich
demjenigen im unteren Abschnitt ist.
-
Die 2 zeigt
eine erste Ausführungsform
einer Urinprobe-Sammelvorrichtung 100. Die Urinprobe-Sammelvorrichtung 100 verfügt über einen
Urinaufnahmeabschnitt oder Aufnehmer, der allgemein durch die Bezugszahl 1 gekennzeichnet
ist, der über
eine Auslassöffnung 2 verfügt, die
mit einem Ende eines im Wesentlichen langgestreckten, röhrförmigen Hohlkörpers oder
Leitungsabschnitts 3, der sich davon erstreckt, verbunden
ist. Der Aufnehmer 1 ist durch eine Fläche 4 gebildet, die
sich von der Auslassöffnung 2 zu
einem langgestreckt geformten Bund 5 erstreckt, der eine
konkave Einlassoberfläche
bildet. So verfügt
der Aufnehmer über
eine sich ergebende Form, die einer Schaufel oder einem Löffel mit
hohen Seiten ähnelt.
-
Der
Bund 5 ist so konfiguriert, dass er eng unter die äußeren Schamlippen
passt, um die Harnröhrenmündung 33 der
Frau so zu bedecken, dass ein Rand 111a des Bunds zum oben
genannten oberen Abschnitt gerichtet ist und der entgegengesetzte
Rand 110b zum oben genannten unteren Abschnitt gerichtet
ist. Diese Form des Aufnehmers bildet einen internen Aufnehmer,
und er verfügt
typischerweise über
eine Abmessung, vom Rand 110a zum Rand 110b, im
Bereich von 2,5 bis 9 cm.
-
Ein
Probenbehälter-Kopplungsstück 60 verfügt über ein
kurzes, hohles Rohr, das so ausgebildet ist, dass es im Zentrum
der Seite des röhrförmigen Körpers, entsprechend
dem Rand 110b des Aufnehmers geöffnet ist. Das Probenbehälter-Kopplungsstück 60 befindet
sich entlang dem röhrförmigen Körper 3,
um von der Auslassöffnung 2 beabstandet
zu sein. Das Probenbehälter-Kopplungsstück verfügt über ein
Innengewinde (nicht dargestellt), auf das ein standardmäßiger Urinprobe-Sammelbehälter oder
eine Flasche (nicht dargestellt) geschraubt werden kann. Das Probenbehälter-Kopplungsstück 60 ist
so positioniert, dass der Probenbehälter im Gebrauch vertikal nach
unten ausgerichtet ist.
-
Das
von der Auslassöffnung 2 entfernte
Ende des röhrförmigen Körpers 3 ist
mit Ausnahme eines Überschussauslasses 80 in
Form einer tropfenförmigen Öffnung geschlossen.
-
Im
Gebrauch wird ein standardmäßiger Urinprobe-Sammelbehälter (nicht
dargestellt) in den Gewindehals des Probenbehälter-Kopplungsstücks 60 geschraubt.
-
Bei
einer Frau wird der Aufnehmer unter den äußeren Schamlippen positioniert,
um die Harnröhrenmündung der
Frau so zu bedecken, dass der Rand 110a höher als
der Rand 110b liegt. Diese Positionierung kann dadurch
bewerkstelligt werden, dass der Vaginabereich mit dem Aufnehmer 1 abgedeckt
wird und er dann nach oben an seinen Ort über der Harnröhrenmündung geschoben
wird, bevor uriniert wird.
-
In
dieser Position wirken die äußeren Schamlippen
als leckdichter Sitz, und sie halten den internen Aufnehmer am Ort.
Dadurch, dass ein derartiger leckdichter Sitz vorliegt und die Positionierung
direkt an der Harnröhrenmündung erfolgt
ist, ist die Gefahr einer Verunreinigung der Urinprobe verringert,
und es ist die Gefahr eines Verschüttens und aller sich daraus
ergebender Nachteile verringert.
-
Bei
einem Mann wird das Vorderende des Penis so am Aufnehmer positioniert,
dass die Harnröhrenmündung des
Manns durch den Rand 110A abgedeckt wird, der höher als
der Rand 110B liegt, bevor uriniert wird.
-
Die
Oberfläche 4 des
Aufnehmers 1, der röhrförmige Körper 3 und
die Position der Auslassöffnung 2 sind
so konfiguriert, dass der freie Fluss von Urin in die Vorrichtung 100 gefördert ist.
Diesbezüglich
hat es sich herausgestellt, dass die Auslassöffnung 2 so positioniert
sein sollte, dass sie im Gebrauch nahe der Harnröhrenmündung 33 gegenüberliegt.
So zeigt mit hohem Druck aus der Harnröhrenmündung ausgelassener Urin die
Tendenz, entlang der Achse des röhrförmigen Körpers 3 zu
fließen.
Wenn der Aufnehmer dieser Ausführungsform
so positioniert ist, wie es oben angegeben ist, zeigt es sich, dass
die Auslassöffnung 2 der
Harnröhrenmündung gegenüberliegende
positioniert ist.
-
Wenn
das Probenbehälter-Kopplungsstück 60 auf
diese Weise positioniert ist, zeigt es so nach unten, dass die Einlassfläche des
Probenbehälters
horizontal liegt oder dem Urinfluss zugewandt ist. Dann beginnt der
Benutzer zu urinieren. Der Urin fließt in den Aufnehmer 1,
durch die Auslassöffnung 2 und
entlang der Achse des röhrförmigen Körpers 3.
Wenn er durch das Probenbehälter-Kopplungsstück 60 läuft, fällt ein
Teil desselben durch die Schwerkraft in den Sammelbehälter, wobei
die Luft in diesem ausgetrieben wird. Der Rest des Urinflusses verläuft weiter
den röhrförmigen Körper 3 hinab,
um durch den Überschussauslass 80 in
eine Toilette oder ein Urinal zu laufen.
-
Wenn
der Sammelbehälter
einmal gefüllt
ist, kann der Benutzer das Urinieren auf einfache Weise beenden,
da überschüssiger Urin
aus dem Überschussauslass 80 ausströmt. Alternativ
kann der Benutzer die Vorrichtung 100 abziehen und das
Urinieren fortsetzen, jedoch erhöht
dies die Wahrscheinlichkeit einer Verunreinigung der Hände.
-
Da
der röhrförmige Körper 3 im
Gebrauch der Harnröhrenmündung gegenüberliegend
positioniert wird, insbesondere bei einer Frau, so dass seine Achse
im Wesentlichen mit der Achse des natürlichen Flusses des Urins aus
dem Körper
ausgerichtet ist, läuft
der Urin den röhrförmigen Körper direkt
hinunter. Im Ergebnis ist die Menge eines Zurückspritzens auf den weiblichen
Körper
unbedeutend, und es besteht nur wenig Urinstau, falls überhaupt,
entlang dem röhrförmigen Körper und
in den Aufnehmer hinein.
-
Nachdem
das Urinieren abgeschlossen ist, wird die Vorrichtung 100 vom
Körper
abgenommen. Wenn der Probensammelbehälter übervoll ist, kann die Vorrichtung
gering gekippt werden, wobei der Überschuss durch den Überschussauslass 80 abgegossen
wird, während
gewährleistet
ist, dass ausreichend Urin im Sammelbehälter verbleibt. Dann wird der
Sammelbehälter
vom Probenbehälter-Kopplungsstück 60 abgeschraubt, und
es wird ein sicherer Verschluss (nicht dargestellt) aufgeschraubt.
Die Vorrichtung 100 kann dann weggeworfen werden oder für weiteren
Gebrauch sterilisiert werden.
-
Es
ist erkennbar, dass durch die Vorrichtung gemäß der Erfindung eine hygienische
und einfache Urinprobe-Sammelvorrichtung geschaffen ist, die nicht
unter dem Nachteil eines Zurückspritzens
oder eines Rückstaus,
insbesondere bei Benutzerinnen, leidet.
-
Die 3 zeigt
eine zweite Ausführungsform
einer Urinprobe-Sammelvorrichtung 100A gemeinsam mit einem
standardmäßigen röhrförmigen Urinprobe-Sammelbehälter 70.
Die zweite Ausführungsform
ist der der 1 mit der Ausnahme ähnlich,
dass das Probenbehälter-Kopplungsstück 60A als
kurzes, festes, stummelartiges Teil mit einem Auslasskanal 40 ausgebildet
ist, der sich gemeinsam mit einer Belüftungsleitung 40A kleineren
Durchmessers durch es hindurch erstreckt, wobei sich diese Leitung
ebenfalls dort hindurch erstreckt, um Luft während des Befüllens des
Behälters 70 zu
entlüften.
Es ist ersichtlich, dass die Belüftungsleitung 40A weggelassen
werden kann, wenn die Luft während
des Befüllens
mit Urin in angemessener Weise aus dem Auslasskanal 40 strömen kann.
-
Der
Durchmesser der Außenfläche des
Kopplungsstücks
ist mit zunehmendem Abstand von der Verbindungsstelle zum röhrförmigen Körper 3 verjüngt. Das
Probenbehälter-Kopplungsstück 60A befindet
sich so entlang dem röhrförmigen Körper 3,
dass es von der Auslassöffnung 2 beabstandet
ist, und es ist so positioniert, dass es während des Gebrauchs vertikal
nach unten ausgerichtet ist, wodurch der gewünschte Urinfluss durch den
Auslasskanal 40 durch die Schwerkraft unterstützt wird.
-
Wie
bei der Ausführungsform
der 2 und folgenden Ausführungsformen sind die Komponenten
der Vorrichtung 100A ohne interne Rippen oder andere Komponenten
ausgebildet, die den Fluss des mit normalen Geschwindigkeiten und
Drücken
aus dem Körper
ausgegebenen Urins behindern könnten
oder zu einer unerwünschten
Umlenkung desselben führen
könnte.
Darüber
hinaus ist derjenige Teil des röhrförmigen Körpers 3,
der mit dem Probenbehälter-Kopplungsstück 60 verbunden
ist, auf der näher
an der Auslassöffnung 2 liegenden
Seite (mit der Bezugszahl 3A gekennzeichnet) an der Verbindungsstelle
gekrümmt
oder alternativ abgewinkelt, um die Umlenkung von Urin in den Auslasskanal 40 vom
Urinfluss entlang dem röhrförmigen Körper 3 zu
fördern.
-
Wie
bei der 2 ist das Probenbehälter-Kopplungsstück 60A ungefähr im Zentrum
der Unterseite des röhrförmigen Körpers 3,
entsprechend dem Rand 110B vorhanden, damit am vom Aufnehmer 1 entfernten Ende
des röhrförmigen Körpers 3 ein
ausreichender Abschnitt vorhanden ist, damit der Benutzer die Vorrichtung
bequem halten kann. Außerdem
hat es sich gezeigt, dass es dieser Abstand erlaubt, dass der Urin
ausreichend langsam fließt,
um in den Behälter 70 zu
fallen, anstatt über
ihn hinauszufließen.
Diesbezüglich
ist es, wie bei der 2, vorgesehen, dass die Vorrichtung
so in der Hand des Benutzers gehalten wird, dass seine Finger (F1,
F2) unter dem röhrförmigen Körper 3 positioniert
sind und sie zu jeder Seite der Probenbehälter-Kopplungsstück gespreizt
sind. Die Vorrichtung wird dadurch stationär gehalten, dass der Daumen
(T) in einer Position grob über
der Position des Probenbehälter-Kopplungsstücks auf
der Oberseite des röhrförmigen Körpers 3 gehalten
wird. Es hat sich herausgestellt, dass das Probenbehälter-Kopplungsstück vorzugsweise
unter einem Abstand von mindestens 1,5 cm entfernt von der Öffnung 2 mit
dem röhrförmigen Körper 3 verbunden
ist.
-
Die
Verwendung der Vorrichtung, wie es in der 3 dargestellt
ist, ist der der 2 ähnlich, mit der Ausnahme, dass
der Urinprobe-Sammelbehälter 70 durch
Drucksitz oder Presssitz am Probenbehälter-Kopplungsstück 60A angebracht
ist. Darüber
hinaus können,
durch die Verjüngung
am Auslasskopplungsstück 60A,
Urinprobe-Sammelbehälter
mit Hälsen
verschiedener Durchmesser geeignet angebracht werden.
-
Die 4 veranschaulicht
ein Probenbehälter-Kopplungsstück mit einer
in der Unterseite (nicht dargestellt) ausgebildeten Ringnut 66A,
die sich mit zunehmendem Radius in den Körper des Kopplungsstücks erstreckt.
Auf diese Weise können
Urinprobe-Sammelbehälter
kleineren Durchmessers in die Nut geschoben werden, um für einen
Presssitz zu sorgen, um dadurch die Anzahl von Behältern verschiedener
Durchmesser, die am Kopplungsstück
angebracht werden können,
zu erhöhen.
-
Betreffend
die 3 wird, wie hinsichtlich der 2,
angemerkt, dass dann, wenn die Achse des röhrförmigen Körpers 3 betrachtet
wird, der Rand 110A des Bunds 5 entlang der Achse
näher an
der Auslassöffnung 2 als
der Rand 110B des Bunds 5 liegt, und dass sich
das Probenbehälter-Kopplungsstück 60 auf
derselben Seite des röhrförmigen Körpers 3 befindet,
die dem Rand 110B entspricht. Der Aufnehmer 1 verfügt über diese
Form, da, während
des Gebrauchs durch eine Benutzerin, die Auslassöffnung 2 im Aufnehmer 1 an
einer Position liegt, die geringfügig höher ist, mit der Tendenz, die
Auslassöffnung 2 eher
gegenüberliegend der
Harnröhrenmündung zu
positionieren.
-
Außerdem ist
der Bund 5 so ausgebildet, dass dann, wenn eine Benutzerin
die Vorrichtung verwendet, sich der röhrförmige Körper 3 unter einem
speziellen Winkel vom Körper
weg erstreckt, d.h., dass er unabhängig davon, ob er in stehender
oder sitzender Position verwendet wird, im Wesentlichen in der Richtung
nach unten zeigt. Insbesondere sollte der Winkel so ausgewählt sein,
dass die Achse des röhrförmigen Körpers im Wesentlichen
parallel zur Richtung des während
des Urinierens ausgelassenen Urins verläuft. In der Praxis hat es sich
gezeigt, dass dies im Bereich von 30° bis 60° gegenüber der Horizontalen liegt,
wenn der Bund 5 am weiblichen Körper positioniert ist, wobei
der Wert vorzugsweise 45° beträgt.
-
Das
Probenbehälter-Kopplungsstück kann
sich mit seiner Achse unter verschiedenen Winkeln ausgehend vom
röhrförmigen Körper 3 erstrecken,
wobei beispielsweise die 2 einen Winkel in der Größenordnung
von 90° veranschaulicht,
während
die 3 einen Winkel näher an 120° veranschaulicht. Die Kombination
von Winkeln des sich ausgehend vom Aufnehmer erstreckenden röhrförmigen Körpers 3 und
des Probenbehälter-Kopplungsstücks 60 wird
ausgewählt,
wodurch dann, wenn der Urinprobe-Sammelbehälter angebracht wird, derselbe
im Wesentlichen vertikal verläuft
oder die Ebene seines Oberrands horizontal verläuft oder so abgewinkelt ist,
dass sie zum Urinfluss während
des Gebrauchs der Vorrichtung zeigt.
-
Es
wird auf die 5 und 6 Bezug
genommen, in denen eine dritte Ausführungsform einer Urinprobe-Sammelvorrichtung 100B dargestellt
ist, bei der der Aufnehmer 1B, der in der 6 detaillierter
dargestellt ist, so geformt ist, dass er über den äußeren Schamlippen, über dem
Vulvagebiet einer Frau, platziert wird, um die Harnröhrenmündung 33 im
Wesentlichen zu bedecken. Diese Form eines Aufnehmers ist ein äußerer Aufnehmer. Dies Form verfügt über allgemeine Anwendung zum
Gebrauch durch einen großen
Umfang der weiblichen Bevölkerung,
die Abneigung zeigt, den inneren Aufnehmer zu verwenden. Der Teil
des röhrförmigen Körpers der
Vorrichtung 100B ist dem ähnlich, wie er in der 3 dargestellt
ist, abgesehen vom vom Aufnehmer entfernten Ende.
-
Es
wird auf die 5 und 6 Bezug
genommen, aus denen es erkennbar ist, dass der Aufnehmer 1A,
bei diesem Beispiel, über
eine Fläche 4B verfügt, die
sich von einer Auslassöffnung 2B zu
einem im Wesentlichen schlüssellochförmigen Körperkontaktbund 5B mit
einem ersten und zweiten Bogenabschnitt, 110'A und 100'B, erstreckt, die durch im Wesentlichen
gerade Verbindungsabschnitte 111 und 112 verbunden
sind. Der Bund 5B bildet eine glatte, gleichmäßig gekrümmte Umfangslippe,
die in engen Kontakt mit dem Körper der
Frau angedrückt
werden soll, um die äußeren Schamlippen
zu bedecken.
-
Der
Bund 5B bildet eine Einlassfläche für den Aufnehmer 1B,
deren Form geringfügig
konvex und komplementär
zum gekrümmten
Streifen des weiblichen Körpers
zwischen dem oberen und unteren Teil, wie oben in Zusammenhang mit
der 1 angegeben, ist. Für bequemen und gründlichen
Passsitz ist der Bund 5B mit einer üblichen Konfiguration geformt,
die dergestalt ist, dass die Bogenabschnitte 110'A und 110'B etwas weiter
von der Auslassöffnung 2B entlang
der Achse des röhrförmigen Körpers 3 als
das Zentrum der Verbindungsabschnitte 111 und 112 angeordnet
sind.
-
Der
Aufnehmer 100B ist für
solchen Gebrauch geformt und konfiguriert, dass der Bogenabschnitt 110'A zum oberen
Abschnitt bei einer Benutzerin hin angeordnet wird und der Bogenabschnitt 110'B zum unteren
Abschnitt hin bei einer Benutzerin positioniert wird. Während sich
eine Benutzerin über
die Position ihres Anus bewusst wird, ist sie sich typischerweise über die
Position der Harnröhrenmündung nicht
so deutlich bewusst. Da die Vorrichtung 100B eine Urinprobe
aufnehmen soll, hat es sich herausgestellt, dass eine den Aufnehmer 100B verwendende
Benutzerin denselben nicht so über
dem Vulvabereich positioniert, dass sich der Bogenabschnitt 110'B über dem
Anus befinden würde.
Aus diesem Grund bildet der Anus einen Bezugspunkt zum Positionieren
des Aufnehmers 1B. Auf dieser Grundlage kann die Auslassöffnung 2,
wie durch die Oberfläche 4B gebildet,
so positioniert werden, dass während
des Gebrauchs bei einem typischen Bereich von Benutzerinnen die
Auslassöffnung 2 so
positioniert ist, dass sie so nahe wie möglich der Harnröhrenmündung gegenüberliegt.
-
Die
Abmessungen des Aufnehmers 1B bei dieser Ausführungsform
entsprechen einer Länge
von 6,5 cm und einer maximalen Breite von 3,2 cm sowie einer minimalen
Breite von 2,0 cm. Der Bund 5B verfügt über einen Radius im Bereich
von 10 cm, während
der röhrförmige Körper 3 über eine
Gesamtlänge
von 9 cm verfügt.
Der Durchmesser der Auslassöffnung 40 im
Probenbehälter-Kopplungsstück 60A beträgt 0,8 cm,
und sie befindet sich zentral entlang dem röhrförmigen Körper 3.
-
Die
Oberfläche 4B ist
so geformt, dass sie einen schalenartigen Vertiefungsraum bildet,
der mit der Auslassöffnung 2 in
Verbindung steht, die direkt mit dem röhrförmigen Körper 3 verbunden ist.
Es hat sich gezeigt, dass diese Form ein Zurückspritzen während des
Gebrauchs durch eine Frau verringert und ein Zurückstauen von Urin im röhrförmigen Körper im
Wesentlichen umgeht.
-
Bei
der vorliegenden Ausführungsform
ist der Aufnehmer 1B eine getrennte Komponente, die durch Presssitz
mit dem röhrförmigen Körper 3 verbunden
wird. Außerdem
ist keine Überschussöffnung vorhanden. Statt
dessen wird ein gekrümmter
Auslass oder ein Umlenkrohr 88 über das Ende des röhrförmigen Körpers 3 geschoben,
um den Urinfluss im Körper
nach unten zu lenken. Das Umlenkrohr kann vom rohrförmigen Körper abnehmbar
sein oder einstückig
mit ihm ausgebildet sein. Selbstverständlich kann das Umlenkrohr
weggelassen werden, und der röhrförmige Körper kann
statt dessen über
die Auslassöffnung 80 verfügen.
-
Die
Vorrichtung 110B wird auf dieselbe Weise wie die Vorrichtungen
der 2 und 3 verwendet, mit der Ausnahme,
dass der Aufnehmer 1B über
den äußeren Schamlippen
positioniert wird.
-
Die
oben beschriebene Vorrichtung betrifft eine Urinprobe-Sammelvorrichtung.
Diese Vorrichtung kann in eine Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung
für beide
Geschlechter zum Entsorgen von Urin aus Toiletten, der vom Urinieren
herrührt,
geändert
werden. Darüber
hinaus ist der röhrförmige Körper ohne
das Probenbehälter-Kopplungsstück ausgebildet,
und demgemäß ist ein
einfacher röhrförmige Körper vorhanden,
der an einem Ende mit der Auslassöffnung 2 verbunden
ist. Dann wird eine flexible, längliche
Leitung 200, die in der 5 mit gestrichelten
Linien dargestellt ist, am von der Auslassöffnung 2 entfernten
Ende des röhrförmigen Körpers 3,
in diesem Fall dem Umlenkrohr 80, befestigt. Das andere
Ende der flexiblen Leitung 200 wird mit einem dehnbaren
Beutel 201 verbunden. So bildet der Beutel einen Entsorgungsbehälter, der
jedoch durch eine Flasche ersetzt werden könnte.
-
Demgemäß positioniert
ein Benutzer, wenn er urinieren muss, den Aufnehmer an der geeigneten
Stellung, wie oben betreffend das Abgeben einer Probe angegeben,
und er uriniert. Dann fließt
der Urin den röhrförmigen Körper 3 hinunter,
die Leitung 2 hinunter und in den Beutel 201 hinein.
Demgemäß ist eine
einfache und primitive Vorrichtung zum Sammeln von sich aus Urinierhandelungen
ergebendem Urin aus einer Toilette oder einem Urinal geschaffen.
-
Auf ähnliche
Weise ist durch Weglassen der Leitung 200 eine Vorrichtung
zum Vereinfachen des Urinierens durch Frauen, ohne auf einer Toilette
zu sitzen, geschaffen. Diesbezüglich
positionieren Frauen, wenn sie urinieren, den Aufnehmer an der geeigneten
Position, wie oben betreffend das Abgeben einer Probe angegeben,
und sie urinieren. Da der röhrförmige Körper 3 eine
Einrichtung zur Richtungskontrolle des Urinflusses bildet, kann
die Benutzerin den Urin direkt an einen gewünschten Ort lenken. Darüber hinaus
kann eine Benutzerin, da das Urinieren unter Verwendung des oben
beschriebenen Aufnehmers in stehender Position erfolgen kann, eine
derartige Vorrichtung stehend benutzen, wobei sie den Urin in ein
Urinal oder eine herkömmliche
Toilette, ohne sich hinzusetzen, lenkt. Tatsächlich kann eine Vorrichtung
im Freien mit dem Vorteil verwendet werden, dass der weibliche Körper während des
stehenden Gebrauchs im Vergleich zu einem herkömmlichen Urinieren durch Hinhocken
viel weniger freigelegt ist.
-
Auf
dem Weg zu den oben beschriebenen Ausführungsformen, d.h. einer Uriniervorrichtung,
die eine Vorrichtung für
das Sammeln von Urinproben für
beide Proben für
Urintests, für
das Sammeln von Entsorgungsurin für beide Geschlechter zum Entsorgen
von sich aus Uriniervorgängen
ergebendem Urin aus Toiletten und zum Vereinfachen des Urinierens
durch Frauen ohne auf einer Toilette zu sitzen, sein kann, zeigte
es sich im Stand der Technik, dass der Fluss von Urin durch eine
Frau während
des Urinierens schnell ist und ein Zurückspritzen und Aufstauen von
Urin auftreten kann. Es wird davon ausgegangen, dass ein Hauptgrund
dafür daraus
herrührt,
dass die Auslassöffnung 2 nicht
direkt der Harnröhrenmündung gegenüberstehend
positioniert wird, so dass aus ihr ausströmender Urin nicht bevorzugt
den röhrförmigen Körper 3 hinunterfließt. Darüber hinaus
zeigte es sich beim Gebrauch durch Frauen, dass ein korrektes Positionieren
der Auslassöffnung im
Aufnehmer, um dieses Problem zu überwinden,
auf Grund von Variationen bei der weiblichen Anatomie und teilweise
wegen einer Variation beim Positionieren des Aufnehmers im Gebrauch
sehr schwierig ist.
-
Während die
obigen Ausführungsformen
die Probleme verringern, veranschaulichen die 7, 8 und 9 einen
Aufnehmer oder einen Trichter, der diese Probleme im Wesentlichen
ganz überwindet.
Diese Figuren zeigen einen Aufnehmer 1C, für den davon
ausgegangen wird, dass er die Auslassöffnung korrekt positioniert
und eine zuverlässige
Positionierung des Aufnehmers durch Frauen im Gebrauch ermöglicht.
In diesen Figuren ist der Aufnehmer als Urinkanalisiertrichter 1C ausgebildet,
der über
eine Auslassöffnung 2C verfügt, die
einen im Wesentlichen ebenen Kreisquerschnitt bildet. Die Auslassöffnung verfügt über eine
Achse Z-Z, die sich orthogonal ausgehend von ihrem Querschnitt erstreckt,
um in die Achse eines langgestreckten, röhrförmigen Körpers 3 (schraffiert
dargestellt) überzugehen
und mit dieser ausgerichtet zu sein, der Teil einer Uriniervorrichtung
in Form einer Urinprobe-Sammelvorrichtung, einer Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung oder
einer Outdoor-Uriniervorrichtung bildet.
-
Vom
der Öffnung
ist eine Fläche 4C aus
aufgeweitet, die sich zu einem Bund 5C erstreckt, um eine Glocke
zu bilden. Es ist ersichtlich, dass die genaue Form der Glocke abhängig von
der Form der Fläche 4C variiert,
wie es nachfolgend ersichtlich wird. Der Bund bildet eine Einlassfläche für den Urinkanalisiertrichter. Der
Bund soll leicht an den Körper
einer Benutzerin gedrückt
werden.
-
Wie
es aus der 9 erkennbar ist, verfügt der durch
den Bund 5C gebildete Einlassbereich über eine lange Achse X, die
sich zwischen Endpunkten P (Scham) und V (Vagina) erstreckt. Punkte
M liegen zwischen den Punkten P und V auf dem Bund 5C.
-
Der
Teil des Bunds zwischen dem Punkt P und den Punkten M bildet einen
Scham-Positionierabschnitt 6 mit
einem Krümmungsradius
RP gemessen vom Punkt P zu einem Punkt CP.
-
Der
Teil des Bunds zwischen dem Punkt P und den Punkten M bildet einen
Vagina-Positionierabschnitt 7 mit einem Krümmungsradius
RV gemessen vom Punkt P zu einem Punkt CV.
-
Entlang
der Achse X spannt der Scham-Positionierabschnitt 6 einen
Bogen mit einem Winkel θP
auf, während
der Vagina-Positionierabschnitt 7 einen Bogen mit einem
Winkel θV
aufspannt.
-
Der
Urinkanalisiertrichter 1C wurde so hergestellt, dass dann,
wenn er durch Frauen zum Gebrauch positioniert wird, die Linie 10 (wie
dargestellt) mit der Mittellinie des Körpers ausgerichtet sein soll,
d.h. im Wesentlichen vertikal. An dieser Stelle führt die
Linie 10 im Wesentlichen eine Zweiteilung des Bogens mit
dem Winkel θV
aus, d.h., dass der Punkt CV auf der Linie 10 liegt.
-
Es
ist erkennbar, dass sich der Bogen mit dem Winkel θV über den
Vagina-Positionierabschnitt 7 hinaus erstreckt, wie es
durch die gestrichelten Linien 9 dargestellt ist, wobei
die Öffnung 2C größtenteils
innerhalb dieses Bogens liegt. Darüber hinaus bildet die Achse
Z-Z einen Winkel θA
mit der Linie 10.
-
Es
ist erkennbar, dass die Fläche 4C der
Glocke, mit Erstreckung entlang der Achse X-X von der Auslassöffnung 2C zum
Punkt P, einen Winkel von θF
mit der Linie 10 bildet.
-
Es
ist erkennbar, dass die Fläche 4C der
Glocke, mit Erstreckung entlang der Achse X-X von der Auslassöffnung zum
Punkt V, über
einen ersten Abschnitt 11, parallel zur Achse Z-Z, verfügt, der
auf einen zweiten Abschnitt 12 trifft, der sich vom Punkt
V aus nach unten erstreckt, wobei er einen Winkel θB zur Linie 10 bildet.
-
Die
Tabelle 1 zeigt die Winkel, wie sie bei der dargestellten bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung verwendet sind, gemeinsam mit den verwendbaren Bereichen.
-
-
Bei
der dargestellten Ausführungsform
beträgt
der Wert von RV 70 mm, und der von RP beträgt 75 mm. Außerdem sind
die Punkte CV und CP um einen Abstand von 15 mm getrennt, wobei
dieser Abstand auf der Vaginaseite liegt und im Wesentlichen orthogonal
zur Linie 10 verläuft.
Es ist ersichtlich, dass diese Werte geändert werden können. Vorzugsweise
ist der Wert von RV nicht mehr als 20% kleiner als RP. Die Neigung zwischen
dem Vagina-Positionierabschnitt und dem Scham-Positionierabschnitt
wird dadurch erhalten, dass der Abstand zwischen den Punkten CV
und CP vorliegt. Der Durchmesser der Auslassöffnung 2 beträgt 21 mm,
vorzugsweise zwischen 15 mm und 25 mm.
-
Der
Urinkanalisiertrichter gemäß der Erfindung
kann integral mit einer röhrförmigen Verlängerung
ausgebildet sein, oder an einer solchen angebracht sein, wie derjenigen,
die mit der Bezugszahl 3 in den früher beschriebenen Figuren dargestellt
ist. Die röhrförmige Verlängerung
kann dann eine oben beschriebene Form einnehmen, um eine Urinprobe-Sammelvorrichtung,
eine Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung oder eine Outdoor-Uriniervorrichtung
zu erhalten.
-
Im
Gebrauch wird der Bund 5C so an einem weiblichen Körper positioniert,
dass der Scham-Positionierabschnitt über dem Schambeinknochen liegt
und der Vagina-Positionierabschnitt über den Schamlippen liegt.
Dann uriniert die Benutzerin, und die Vorrichtung wird auf die oben
beschriebene Weise verwendet.
-
Es
hat sich gezeigt, dass die Neigung des Scham-Positionierabschnitts
zum Vagina-Positionierabschnitt gut zur weiblichen Anatomie passt.
Durch Bemessen des Vagina-Positionierabschnitts in solcher Weise,
dass die Schamlippen bedeckt werden, zeigte es sich, dass kein Auslecken
während
des Urinierens auftritt. Tatsächlich
zeigte es sich, auf Grund der ausgewählten Winkel und der Tatsache,
dass die Fläche 4C der
Glocke im Bereich des Punkts P im Wesentlichen in einer Tangente
zum durch den Winkel θP
gebildeten Bogen auf diesen Punkt trifft, dass im Bereich des Punkts
P ein im Wesentlichen abgeflachtes Gebiet gebildet ist. Es zeigte
sich, dass es dadurch gefördert
wird, dass Frauen diesen Teil mit ihrem Schambereich identifizieren,
um dadurch automatisch einen Hinweis auf die Ausrichtung und Positionierung
des Trichters zu bieten. Ferner ist, auf Grund des abgeflachten
Gebiets, an diesem Punkt selbst bei Variationen der weiblichen Anatomie
für eine gute
Abdichtung gesorgt.
-
Außerdem tritt
dadurch, dass die oben genannten speziellen Winkel vorliegen und
dass der Auslass 2C größtenteils
innerhalb des durch den Winkel θV
aufgespannten Bogens liegt, kein Zurückspritzen und Aufstauen von
Urin im Trichter auf. Der Urinkanalisiertrichter gemäß der Erfindung
wurde von Frauen in stehender, sitzender und in Bauchlage mit verschiedenen
Typen von Urinprobe-Sammelvorrichtungen, Entsorgungsurin-Sammelvorrichtungen
und Outdoor-Uriniervorrichtungen, wie oben beschrieben, getestet.
Es zeigte sich, dass die Benutzerinnern unter keinerlei Zurückspritzen
litten. Tatsächlich
wurden sie nicht nasser als beim Urinieren ohne den Trichter. Darüber hinaus
trat bei Bedingungen mit relativ hohem Druck, wie sie während des Urinierens
vorliegen, kein Leck um den Bund 5C herum auf. Außerdem wurde
kein Urinstau in der Glocke beobachtet, wenn der röhrförmige Körper 3 und
anschließende
Teile der Vorrichtung für
ein ausreichendes Ableiten weg von der Glocke 4 sorgten.
-
So
ermöglicht
der Urinkanalisiertrichter eine zuverlässige Positionierung bei der
Verwendung durch Frauen, und dies sorgt, gemeinsam mit der korrekten
Positionierung der Auslassöffnung 2C,
für einen
Aufnehmer, der Zurückspritz- und Aufstauprobleme
im Wesentlichen vermeidet.
-
Obwohl
die Ausführungsform
der 7 bis 9 zur Verwendung mit einer Urinprobe-Sammelvorrichtung,
einer Entsorgungsurin-Sammelvorrichtung und einer Outdoor-Uriniervorrichtung
beschrieben wurde, ist es ersichtlich, dass sie einen integralen
Teil oder eine Hauptkomponente aller derartiger Vorrichtungen bilden
kann. Tatsächlich
kann sie auch als Teil eines Teilesatzes für weibliche Inkontinenz verwendet
werden. Darüber
hinaus kann der Urinkanalisiertrichter, während er für Frauen von speziellem Nutzen
ist, immer noch von Männern
verwendet werden.
-
Es
ist ersichtlich, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen
nur ein Beispiel der relativen Winkelanordnung und der Positionierung
der Ausführungsform,
des röhrförmigen Körpers und
des Probenbehälter-Kopplungsstücks zeigen.
Insbesondere kann die Ausrichtung des Probenbehälter-Kopplungsstücks unter einem
deutlich von 90° verschiedenen
Winkel zum röhrförmigen Körper erfolgen.
Darüber
hinaus kann der Auslasskanal im Kopplungsstück zur Achse desselben abgewinkelt
sein anstatt parallel zu ihr zu verlaufen.
-
Die
oben beschriebene Überschussöffnung war
tropfen- oder birnenförmig
in solcher Weise, dass, während
des Gebrauchs der Vorrichtung, das schmalere Ende dieser Überschussöffnung niedriger
in der Endwand des röhrförmigen Körpers 3 als
ihr weiteres Ende liegt. Welche Form auch immer durch die Überschussöffnung 8 eingenommen
wird, kann ein Vorteil dahingehend erzielt werden, dass eine zugehörige Lippe,
außerhalb
des Endes des röhrförmigen Körpers 3 gebildet
wird, an der ein dehnbarer Beutel, ein Leitungsstück oder
ein Ablenkrohr durch einen nachgiebigen Hals oder einen solchen
mit Presssitz befestigt werden kann, so dass überschüssiger Urin aus der Überschussöffnung 8 ohne
Verschütten
in den Beutel oder die Leitung, je nach Fall, ablaufen kann.
-
Das
Probenbehälter-Kopplungsstück kann
schwenkbar in Bezug auf den röhrförmigen Körper 3 montiert
sein, so dass der Winkel des Probenbehälters in Bezug auf die Urinprobe-Sammelvorrichtung
auf einen Winkel geändert
werden kann, der für
den Benutzer bequem ist, während
gewährleistet
ist, dass der Probenbehälter
angemessen gefüllt
wird. Diese Schwenkbewegung kann durch bewerkstelligt werden, dass
das Kopplungsstück
mit einem geschwächten
Materialstück
mit dem röhrförmigen Körper verbunden
wird, wozu ein Material verwendet wird, das in natürlicher
Weise verformbar ist oder auf andere Weise so konstruiert oder geformt
ist, unter Verwendung eines röhrförmigen Auslasses
mit gewell ter, ziehharmonikaartiger Konstruktion, dass eine Relativbewegung
zwischen benachbarten Knicken aufgefangen werden kann.
-
Die
oben beschriebenen Aufnehmer sorgen im Gebrauch für größere Bequemlichkeit
und größere Sicherheit,
und sie verringern auf Grund eines Unterdruckeffekts, wie er während des
Urinflusses durch die Vorrichtung erzeugt wird, und auch da jedes
Zurückspritzen
von Urin nur ein kleines Gebiet beeinträchtigt, die Gefahr eines Ausleckens
am Körper.
Außerdem
kann, hinsichtlich einer Benutzerin, eine Frau den Aufnehmer positionieren,
ohne die Hose oder den Slip herunterziehen zu müssen. In diesem Zusammenhang
kann der Reißverschluss
oder die Knöpfe
einer Hose geöffnet
werden, und ein Slip kann zur Seite geschoben werden, bevor der
Aufnehmer positioniert wird. Dann kann die Frau, ohne auf einem
Toilettensitz sitzen zu müssen,
mit Vertrauen in die Vorrichtung urinieren.
-
Die
Erfindung ermöglicht
die Verwendung der Vorrichtung durch eine Frau in sitzender oder
stehender Position. Da die Frau die Vorrichtung stehend verwenden
kann, kann sie auch zur Unterstützung
für Frauen sein,
die Schwierigkeiten haben, über
Sitzen öffentlicher
Toiletten zu hocken, beispielsweise bei dauerhaft oder vorübergehend
Behinderten. Darüber
hinaus ist Urin steril, und so verfügen Urinale über viel
weniger Bakterien als Toiletten, in die Kot gelangte. Es hat sich
herausgestellt, dass Frauen, die über oder in eine solche Toilette urinieren,
eine höhere
Gefahr einer Verunreinigung des Vulvagebiets durch Aerosole haben
als Männer
oder Frauen, die ein Urinal benutzen.
-
Es
ist ersichtlich, dass die oben beschriebene Vorrichtung und der
Trichter aus Kunststoffmaterial (entweder hart oder weich, wie EVA),
Kautschuk, Pappmaché oder
Metall hergestellt werden kann, was von Faktoren wie den Kosten
und dem Erfordernis einer Sterilisierung und Wiederverwendbarkeit
abhängt.
-
Die
Vorrichtung kann als einzelne, einstückige Einheit hergestellt werden,
oder es kann sich um ein getrenntes Teil des röhrförmigen Körpers handeln, das durch geeignete
Maßnahmen
mit einem Aufnehmer verbindbar ist.
-
Es
ist ersichtlich, dass das Probenbehälter-Kopplungsstück so ausgebildet
sein kann, dass es auf viele verschiedene Arten mit einem Urinprobe-Sammelbehälter verbunden
wird, einschließlich,
jedoch ohne Einschränkung,
einem Bajonettsitz, einem Schraubsitz oder einem Presssitz. Darüber hinaus
wurde zwar ein Kopplungsstück
für Urinprobe-Sammelbehälter mit
kreisförmigem
Querschnitt veranschaulicht, jedoch ist die nicht auf derartige
Behälter
eingeschränkt.
-
Es
ist zu beachten, dass die veranschaulichte Ausführungsform nur zu Veranschaulichungszwecken eine
Anwendung der Erfindung zeigt. In der Praxis kann die Erfindung
bei vielen verschiedenen Konfigurationen angewandt werden, wobei
die detaillierten Ausführungsformen
für den
Fachmann in unkomplizierter Weise realisierbar sind.