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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der
Rückwärtsstrecken-Datengrenze für eine Mobilstation
eines Systems mit hoher Datenrate.
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Ein
Kommunikationssystem muß normalerweise
vielfältige
Anwendungen unterstützen.
Ein solches Kommunikationssystem ist ein CDMA-System (Code Division
Multiple Access), das Voice- und Datenkommunikation zwischen Endbenutzern über eine
terrestrische Strecke ermöglicht.
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Das
CDMA-System ist dafür
ausgelegt, Voice-Kommunikation
zu optimieren, und viele Systementwurfsparameter werden gewählt, um
dieses Ziel zu erreichen. Da zum Beispiel Zeitverzögerung zwischen Sprechern
nicht toleriert werden kann, sollten Verarbeitungsverzögerungen
minimiert werden. Jedem Endbenutzer wird eine Übertragungsrate mit der Fähigkeit
zum Führen
von Sprachdaten für
die Dauer einer Verbindung zugewiesen.
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Bei
dem CDMA-System kommunizieren Endbenutzer von Mobilstationen zu
Basisstationen, die sich in Zellen befinden. Ein Benutzer an einer
in einer Zelle befindlichen Mobilstation kommuniziert mit einem
anderen an einer zweiten Mobilstation oder mit einem Standardtelefon
durch Übertragen
von Voice-Daten auf der Rückwärtsstrecke
zu der Basisstation. Die Basisstation empfängt die Voice-Daten auf der
Rückwärtsstrecke und
kann die Daten über
eine zweite Basisstation zu einer anderen Mobilstation routen, oder
zu einem öffentlichen
Fernsprechwählnetz.
Wenn sich der zweite Benutzer an einer Mobilstation befindet, werden
die Voice-Daten auf der Vorwärtsstrecke
derselben Basisstation oder einer zweiten Basisstation zu einer
zweiten Mobilstation übertragen.
Andernfalls werden die Voice-Daten durch das öffentliche Fernsprechwählnetz zu dem
zweiten Benutzer an dem Standardtelefonsystem geroutet. In einem
CDMA-System werden der Vorwärtsstrecke
und der Rückwärtsstrecke
separate Frequenzen zugeteilt.
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Das
CDMA-System ist ein Spreizspektrum-Kommunikationssystem, bei dem
die Kommunikation von einer Basisstation zu einer Zelle auf der
Rückwärtsstrecke
stattfindet, wobei jede sendende Mobilstation Störungen anderer Mobilstationen
in dem Netz verursacht und diese Störungen die Kapazität der Rückwärtsstrecke
begrenzen. Die Rückwärtsstreckenkapazität läßt sich
vergrößern, indem
man weniger Bit überträgt, was weniger
Leistung erfordert und die Störungen
verringert, wenn der Benutzer nicht spricht. Um Störungen zu minimieren
und die Rückwärtsstreckenkapazität zu maximieren,
wird die Sendeleistung jeder abgesetzten Station so geregelt, daß das Signal,
das in der Zelle empfangen wird, auf einem konstanten Pegel und
ein spezifizierter Grad der Dienstqualität (QS), der durch die Rahmenfehlerrate
bestimmt wird, aufrechterhalten werden.
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Der
Benutzer an jeder Mobilstation sendet abhängig von dem Grad der Sprachaktivität in dem
Gespräch
dieses Benutzers mit einer verschiedenen Bitrate. Ein Sprachvocoder
mit variabler Rate liefert Sprachdaten mit voller Rate, wenn der
Benutzer aktiv spricht, und während
Stilleperioden mit einer niedrigen Rate. Die Menge an Sprachaktivität zu einem
gegebenen Zeitpunkt ist niemals konstant. Deshalb variiert die in
der Zelle von allen sendenden Mobilstationen empfangene Gesamtleistung
mit der Zeit. In Perioden aktiver Sprache sendet die Mobilstation
mit einer höheren
Leistung, was mehr Störungen
anderer Mobilstationen verursacht, wodurch wiederum die Wahrscheinlichkeit
von Rahmenfehlern in den durch die Zelle empfangenen Voice-Daten vergrößert wird.
Dadurch wird die Anzahl der Benutzer, die Zugang zu dem Kommunikationssystem
erhalten können,
weiter begrenzt, um die Anzahl übertragener
Rahmen zu minimieren, die durch zu viele Störungen verloren gehen.
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Die
Begrenzung der Rückwärtsstreckenkapazität zur Aufrechterhaltung
der gewünschten
Rahmenfehlerrate und deshalb des Grades der Dienstqualität hat den
Effekt, eine Zelle dazu zu zwingen, mit weniger als der vollen Kapazität zu arbeiten.
Als Folge ist die Rückwärtsstrecke
häufig
nicht voll ausgenutzt.
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Die
Datenkommunikation in dem CDMA-System hat andere Eigenschaften als
Voice-Kommunikation. Datenkommunikation ist typischerweise durch
lange Perioden von Inaktivität
oder niedriger Aktivität
gekennzeichnet, die durch hohe Datenverkehrs-Bursts unterbrochen
werden. Eine wichtige Systemanforderung für die Datenübertragung ist die zum Transfer
eines Datenbursts erforderliche Verzögerung. Übertragungsverzögerungen
haben auf die Datenkommunikation nicht dieselbe negative Auswirkung
wie bei Voice-Kommunikation, aber Verzögerungen sind zur Messung des
Grads der Dienstqualität
des Datenkommunikationssystems wichtig.
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In
einem CDMA-System wird, da die Voice-Kommunikation extensive Verzögerung nicht
tolerieren kann, der Übertragung
von Voice-Daten gegenüber
der Übertragung
von Datenverkehr Priorität
gegeben. Die Menge an Voice-Aktivität zu einem
beliebigen gegebenen Zeitpunkt ist unvorhersehbar, und deshalb wird
in einem CDMA-System die Übertragung
von Daten justiert, um zu verhindern, daß die Rückwärtsstreckenkapazität überstiegen
wird. Da sich die Mobilstation in einer Soft-Weiterreichung zwischen
mehreren Zellen befinden kann, kann zusätzlich die zugewiesene Datenübertragungsrate
auf der Rückwärtsstreckenkapazität jeder der
bei der Soft-Weiterreichung
beteiligten Basisstationen basieren.
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Es
wird erwartet, daß die
Nachfrage nach höheren Übertragungsraten
für Daten
sowohl für
die Vorwärtsstrecke
als auch die Rückwärtsstrecke
zunehmen wird, da erwartet wird, daß ein typischer Mobilbenutzer zunehmende
Datenmengen empfangen und erzeugen wird. Das Vorwärtsstreckensignal
ist das von einer Basisstation zu einer oder mehreren Mobilstationen
gesendete HF-Signal.
Das Rückwärtsstreckensignal
ist das von der Mobilstation zu einer Basisstation gesendete HF-Signal.
In Erwartung der Notwendigkeit eines Systems zum Senden von Daten
mit höheren
Raten entwickelt sich ein System mit hoher Datenrate (HDR).
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In
einem System mit hoher Datenrate wird der Vorwärtsstrecken-Verkehrskanal für die Übertragung der
Daten eines Endbenutzers von einer Basisstation zu einer bestimmten
Mobilstation benutzt. Während
des Normalbetriebs erzeugt die Basisstation mehrere Vorwärtsstrecken-Verkehrskanäle, die
jeweils zur Kommunikation mit einer bestimmten Mobilstation verwendet
werden. Der Rückwärtsstreckenverkehr
dient zur Überwachung
gemeinsamer Kanäle
während
des Austauschs von Daten mit hoher Datenrate und führt separate
Anmeldung, Authentifikation und Zeichengabe-/Datenaustausch mit dem System mit hoher
Datenrate durch. In dem System mit hoher Datenrate wird zur Steuerung
der Rückwärtsstrecken-Ratengrenze
für jede
aktive Mobilstation eine Ratengrenzennachricht übertragen. Die Ratengrenze
setzt die Einschränkungen
für das
Mediumzugriffssteuerungs-Schichtprotokoll der Mobilstation, z.B.
langsame Zunahme der Datenrate, minimale Datenrate, die die Anzahl
der Byte in dem Puffer führen
kann und Leistungsverstärkergrenzen.
Somit wird mit der Ratengrenzeneinstellung der mobilen Einrichtung
mitgeteilt, wie groß die
zulässige
derzeitige maximale Übertragungsrate
für die
Rückwärtsstrecke
ist. Der derzeitige Algorithmus zur Bestimmung der Datenrate für die Rückwärtsstrecke
verwendet die Anzahl der aktiven Benutzer in dem Sektor zum Einstellen
der Ratengrenze. Wenn Daten übertragen
werden, ist die Vorwärts-
und Rückwärtsstrecken übertragung
asymmetrisch, und deshalb senden Endbenutzer, die auf der Vorwärtsstrecke
aktiv sind, möglicherweise
nicht gleichzeitig Daten auf der Rückwärtsstrecke. Das derzeitige
Verfahren zur Bestimmung der Ratengrenzeneinstellung für mobile
Einrichtungen auf der Rückwärtsstrecke
berücksichtigt
also nicht die tatsächliche
Anzahl mobiler Einrichtungen, die gerade nur auf der Rückwärtsstrecke
aktiv sind. Deshalb ist es mit dem derzeitigen Verfahren nicht möglich, genau
zu bestimmen, wo die Ratengrenze für die mobilen Einrichtungen
liegen soll, um die höchstmögliche Datenrate
zu erhalten, die die Rückwärtsstrecke
führen
kann. Es wird ein neues Verfahren benötigt, das die Ratengrenze für die Rückwärtsstrecke
genauer bestimmt, und die vorliegende Erfindung betrifft dieses
Unterfangen.
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WO
9824199 betrifft ein Verfahren zur Lastregelung, bei dem ein Lastergebnis
entweder durch Vergleichen einer Signalstärke gewünschter Signale mit einer Kombination
der Stärke
von Störungen
und den gewünschten
Signalen oder durch Gewichtung eines Signal-Störungs-Verhältnisses
mit einer Bandbreite oder Datenübertragungsrate
gebildet wird. Das Lastergebnis wird mit einem Schwellenwert des
höchsten
für eine Zelle
erlaubten Lastpegels verglichen. Die Datenübertragungsrate der Zelle wird
vergrößert, wenn
das Lastergebnis kleiner als der Schwellenwert ist. Die Datenübertragungsrate
in der Zelle wird reduziert und die Herstellung neuer Verbindungen
vermieden, wenn das Lastergebnis den Schwellenwert übersteigt.
In Situationen mit großer
Last wird außerdem
ein Signal/Störungs-Ziel
geändert,
um das Lastergebnis auszugleichen.
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Die
Schrift WO 9923842 beschreibt ein Verfahren zur Messung der Last
in einem zellularen Netzwerk, bevor neue Verbindungen zugelassen
werden. Laststichproben werden gemittelt, um ein zuverlässiges Lastmaß zu erhalten.
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Die
vorliegende Erfindung ist ein Verfahren zur Bestimmung der Rückwärtsstrecken-Datenratengrenze
für Mobilstationen,
die auf der Rückwärtsstrecke
eines Systems mit hoher Datenrate aktiv sind, gemäß Anspruch
1.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Ein
vollständigeres
Verständnis
der vorliegenden Erfindung läßt sich
durch Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung der folgenden
bevorzugten Ausführungsform
in Verbindung mit den beigefügten
Zeichnungen erhalten. Es zeigen:
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1 ein
Blockschaltbild eines Systems mit hoher Datenrate;
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2 ein
Fenster mit fünfzig
Rahmen; und
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3 Schwellenwerte
für verschiedene
normierte Ratengrenzen.
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Ausführliche
Beschreibung
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Ein
System mit hoher Datenrate (HDR) teilt sich dasselbe Spektrum mit
einem IS-95/IS-2000/3G-IX-System durch Verwendung einer fest HDR
zugeordneten separaten Frequenz von 1,25 MHz. Die HDR-Vorwärtsstrecke
verwendet einen einzigen gemeinsam benutzten Kanal, der immer mit
voller Leistung sendet (mit Ausnahme der Leistungsregelbit). Benutzer
werden auf dem Vorwärtskanal
zeitlich gemultiplext (anstelle von Codemultiplex-Zugriff), um so
einen höheren
Datendurchsatz für
einen einzelnen Benutzer zu erzielen. Es gibt keine Softer/Soft-Weiterreichung
auf der Vorwärtsstrecke,
da die Mobilstation zu einem beliebigen gegebenen Zeitpunkt nur
einer Vorwärtsstrecke
zuhört.
Die Übertragungsdatenrate
auf der Vorwärtsstrecke
und auch welcher Sektor die nächste
gewünschte
sendende Vorwärtsstrecke
ist, wird durch die mobile Einrichtung durch einen Algorithmus bestimmt,
der die HF-Bedingungen
und andere Faktoren berücksichtigt.
Dann zeigt die mobile Einrichtung die gewünschte Rate und den versorgenden
Sektor über
den Rückwärtsdatenraten-Steuerkanal an. Die
Basisstation steuert und wählt,
von welchem Benutzer die Daten in dem nächsten Vorwärtsstreckenschlitz übertragen
werden, durch einen Scheduling-Algorithmus. Jeder Schlitz beträgt 1,667
ms und jeder Rahmen 26,67 ms. Es gibt 16 Schlitze in jedem Rahmen.
Die Vorwärtsstrecke
besitzt vier Arten von Kanälen:
Pilot, Mediumzugriffssteuerung (MAC), Steuerkanal und Verkehr. Die
MAC wird ferner in einen Rückwärtsaktivität- und Rückwärtsleistungsregelkanal
unterteilt. Die Rückwärtsstrecke
verwendet immer noch das CDMA-Schema. Die Rückwärtsstrecke besitzt die folgenden
Arten von Kanälen:
Zugang, der weiter in Pilot und Daten unterteilt wird, sowie Verkehr,
der ferner in Pilot, MAC, ACK und Daten unterteilt wird. MAC unterstützt Kanäle des Rückwärtsratenindikators
(RRI) und der Datenratenregelung (DRC). Die Rückwärtsstrecke wird leistungsgeregelt
und besitzt Softer/Soft-Weiterreichung.
Wenn die mobile Einrichtung einen Rückwärtsverkehrskanal zugewiesen
bekommt, sendet die mobile Einrichtung immer den Pilotkanal, den
DRC-Kanal und den ACK-Kanal. Die Rückwärtsdaten werden bei Bedarf
mit der in dem RRI-Kanal angegebenen Rate übertragen. Die mobile Einrichtung
sendet nicht auf dem Rückwärtsverkehrskanal,
wenn sie sich im Schlafzustand befindet, weil im Schlafzustand kein
Verkehrskanal zugewiesen ist.
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1 zeigt
in Blockform ein System mit hoher Datenrate (HDR). Das System kann
aus den folgenden Komponenten bestehen: mehrere HDR-Zugangsendgeräte (AT)
oder Mobilstationen, die an mehrere HDR-Zellenstandorte angekoppelt
sind. Eine Anzahl von HDR-Zellenstandorten ist mit einer HDR-Steuerung verbunden,
eine oder mehrere HDR-Steuerungen sind mit Paketdatendienstknoten
(PDSN) verbunden; und die PDSNs sind mit dem Rest der Internet-Welt
verbunden. Diese verbundenen Komponenten spezifizieren das Verhalten
der HDR-Steuerung und wie sie mit den anderen Komponenten zusammenarbeiten,
um ein totales drahtloses System zu erzeugen, das ein System mit
hoher Datenrate unterstützt,
das bis zu einer Spitzenrate von 2,4 Mbps auf der Vorwärtsstrecke
und 153,6 Kbps auf der Rückwärtsstrecke übertragen
kann.
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Eine
Mobilstation (AT) 10 leitet durch Verbindung mit der HDR-Steuerung 14 eine
Sitzung mit dem PDSN 12 ein. Der entsprechende HDR-Zellenstandort 16 verarbeitet
eine ankommende Verbindungsanforderung und fordert seinerseits Dienst
von seiner HDR-Steuerung 14 an. Diese Anfangsphase der
Verbindungsverarbeitung erfolgt durch die Verbindungssteuerung 18.
Nachdem die Verbindungssteuerung durch eine Reihe von Schritten
bestimmt hat, daß die
angeforderte Verkehrsverbindung hergestellt werden soll, wählt sie
einen entsprechenden Prozeß zur
Herstellung der Verbindung und teilt ihn zu. Zusätzlich weist sie den HDR-Zellenstandortbetreiber
an, den Verkehrskanal herzustellen und ihn direkt mit dem erzeugten
Prozeß zu
verbinden, der die Verbindung abwickeln wird. Der PDSN wird dann
aus einer Liste von PDSNs ausgewählt,
um eine Verkehrsschnittstellenverbindung von PCF zu PDSN herzustellen.
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Nachdem
die Gesamtverbindung hergestellt ist, kann der Endbenutzer an der
mobilen Einrichtung die Logikprozeduren des Internet-Protokolls
(IP) mit dem PDSN durchlaufen, bei denen in der Regel eine Authentifikation
des Benutzers durch den Server für
Buchhaltung, Authentifikation und Autorisierung (AAA) 20 erfolgt. Nach
erfolgreicher Authentifikation erzeugen der Endbenutzer und der
PDSN eine Punkt-zu-Punkt-Protokollsitzung
zwischen ihnen. Diese Punkt-zu- Punkt-Protokollsitzung
bleibt normalerweise, bis der Endbenutzer die Sitzung beendet.
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Mit
dem derzeitigen HDR-System kann ein Endbenutzer automatisch die
Rate wählen
oder steuern, mit der Daten auf der Rückwärtsstrecke gesendet werden.
Das HDR-System verwendet
eine Ratengrenzeinstellung, die die derzeitige maximale Übertragungsrate
bestimmt, mit der eine mobile Einrichtung auf der Rückwärtsstrecke
senden darf. Im Idealfall hängt
diese Ratengrenze von der Belastung auf der Rückwärtsstrecke ab und die Belastung
ist eine Funktion der Anzahl der mobilen Einrichtungen, die aktiv
Daten in der Rückwärtsstrecke
in demselben Sektor senden. In einem HDR-System können die
aktiven mobilen Einrichtungen in zwei allgemeine Gruppen aufgeteilt
werden: diejenigen, die Daten empfangen, und diejenigen die Daten
senden. Derzeit wird die Gesamtzahl der mobilen Einrichtungen, die
die beiden Gruppen ausmachen, das heißt die mobilen Einrichtungen,
die aktiv Daten senden und diejenigen, die Daten in einem gemeinsamen
Sektor empfangen, zur Bestimmung der Ratengrenzeneinstellung verwendet.
In einem HDR-System ist die Vorwärts-
und die Rückwärtsstreckenübertragung
asymmetrisch. Das heißt,
aktive Benutzer auf der Vorwärtsstrecke
senden möglicherweise
nicht gleichzeitig Daten auf der Rückwärtsstrecke. Das derzeitige
Verfahren zur Verwendung der Gesamtzahl aktiver mobiler Einrichtungen
ungeachtet, ob sie Daten empfangen oder senden, zur Bestimmung der
Ratengrenze für
die Rückwärtsstrecke
kann deshalb bestenfalls zu einer Ratengrenzeneinstellung führen, die
signifikant suboptimal ist.
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Bei
der vorliegenden Erfindung wird in einem System mit hoher Datenrate
ein präziseres
Verfahren zur Einstellung der Ratengrenze für die Rückwärtsstrecke offengelegt. Man
erhält
eine Schätzung
der Rückwärtsstreckenlast
eines Systems mit hoher Datenrate durch Zusammenaddieren der von
jeder aktiven mobilen Einrichtung in dem Sektor während jedes
Rahmens übertragenen
Datenrate. Bei der vorliegenden Erfindung wird alle 26,67 ms (Dauer
eines Rahmens) eine Schätzung
der Last erhalten. Die erhaltene geschätzte Last wird mit einer Menge
von Schwellenwerten verglichen, um die Ratengrenzeneinstellung zu
erhalten. Da es jedoch nicht praktikabel ist, die Ratengrenze am
Ende jedes Rahmens (alle 26,67 ms) zu ändern, ist ein Fenster, das aus
mehreren aufeinanderfolgenden Rahmen besteht, in dem Algorithmus
enthalten, um als Filter zur Glättung der
erhaltenen Ratengrenzenwerte zu fungieren. Die Anzahl der Rahmen
in dem Fenster kann von zwei Rahmen bis zu mehr als 1000 Rahmen
variieren.
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Der
Algorithmus zum Erhalten der Ratengrenze für eine mobile Einrichtung lautet
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Dabei
ist t eine Fensterkonstante, die aus einer vorbestimmten Anzahl
von Rahmen besteht, n ist die Rahmennummer, für die die Last bestimmt wird,
RAN ist die Aggregat-Rate der auf der Rückwärtsstrecke
während
des Rahmens n sendenden mobilen Einrichtung; und RMAx ist
die maximale Rate, die die Rückwärtsstrecke
führen
kann, ohne überlastet
zu werden.
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Wenn
die Aggregat-Rate RAN durch die erwartete
maximale Rückwärtsstrecken-Aggregat-Rate
RMAX dividiert wird, ist die erhaltene Dimension
der "Last(n)" ein Prozentsatz
der maximal erzielbaren Aggregat-Rückwärtsstreckenrate.
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Der
Algorithmus ergibt einen Rückwärtsstreckenlastwert,
der ein gleitender Mittelwert der Rückwärtsstreckenlast von einem Zeitrahmen
ist, der von der fernen Vergangenheit bis zur Gegenwart geht. Jede
neue Berechnung durch den Algorithmus aktualisiert den zuletzt berechneten
Rückwärtsstreckenlastwert
durch Addieren eines Inkrement-Lastwerts zu dem zuvor erhaltenen
Wert und ist von der Anzahl der Rahmen in einem Fenster abhängig. Der
hier offengelegte Algorithmus ignoriert nicht den zuvor berechneten
Lastwert, wenn der neue Lastwert berechnet wird. Tatsächlich baut
jede neue Berechnung durch den Algorithmus auf dem zuvor berechneten
Lastwert auf und modifiziert den zuvor erhaltenen Lastwert, um den
zuletzt erhaltenen Lastwert aufzunehmen. Ein Fenster, das einige
wenige Rahmen enthält,
hat einen kleineren Effekt auf den neuen Lastwert als ein Fenster,
das mehr Rahmen enthält.
Abrupte Änderungen
des Werts des Ratengrenzenwerts, die auftreten werden, wenn das
Fenster zwei Rahmen enthält,
können
durch Aufnahme von mehr Rahmen (zum Beispiel 20 oder 50 Rahmen)
in das Fenster vermieden werden. Bei der Erläuterung der Funktionsweise
der vorliegenden Erfindung und lediglich zur Veranschaulichung besteht
das Fenster aus fünfzig
Rahmen N, N-1, ... N-49, wobei Rahmen N der derzeitige Rahmen und
die Rahmen N-1, N-2 ... N-49 die neunundvierzig Rahmen, die dem
derzeitigen Rahmen N unmittelbar vorausgehen, sind. Mit Bezug auf 2 ist
Rahmen 60 der derzeitige Rahmen und die Rahmen 62, 64,
... 68 sind vorausgehende Rahmen, wobei die Rahmen 60–68 die fünfzig Rahmen
des Fensters 70 umfassen. Zur Veranschaulichung lautet
die Ausnutzung des Algorithmus nun wie folgt: man nehme an, daß fünf mobile
Einrichtungen auf der Rückwärtsstrecke
senden, wobei die mobilen Einrichtungen 1 bis 5 mit 9,6 kbps; 153,6
kbps; 9,6 kbps; 9,6 kbps bzw. 76,8 kbps senden.
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Der
Gesamtwert der bps aller mobilen Einrichtungen, die während eines
Rahmens senden, d.h. während
Rahmen 60, ist die Aggregat-Datenrate auf der Rückwärtsstrecke
während
des Rahmens 60 von allen mobilen Einrichtungen in einem
gemeinsamen Sektor.
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Mit
Bezug auf den oben angegebenen Algorithmus zum Erhalten der Ratengrenze
für eine
mobile Einrichtung wird der Kehrwert der Anzahl der Rahmen in dem
Fenster von Nummer eins subtrahiert, um eine erste Zahl zu erhalten.
Bei dem Anschauungsbeispiel enthält
das
multipliziert,
der während
des vorherigen Fensters erhalten wurde, das aus den 49 Rahmen besteht,
die Rahmen
60 vorausgehen, um eine zweite Zahl bereitzustellen.
Der Kehrwert der Anzahl der Rahmen in dem Fenster (1/50) wird mit
dem Verhältnis
der Aggregat-Rate
R
AN der während Rahmen
60 auf
der Rückwärtsstrecke sendenden
mobilen Einrichtungen, dividiert durch die erwartete maximale Aggregat-Rate
R
MAX, die die Rückwärtsstrecke unterstützen kann,
ohne überlastet
zu werden, multipliziert, um eine dritte Zahl zu erhalten. Die zweite
Zahl wird zu der dritten Zahl addiert, um eine vierte Zahl zu erhalten,
die die als Prozentsatz ausgedrückte
maximale Aggregat-Rückwärtsstreckenrate
ist.
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Mit
den oben dargestellten Zahlen weist der Algorithmus also folgendes
auf:
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Die
vierte Zahl (Last 50) wird mit einer Menge von Schwellen verglichen,
um die maximale Ratengrenze zu bestimmen, die für jede mobile Einrichtung gesetzt
werden soll. 3 zeigt die Beziehung zwischen
der Last in Prozent und der Last in bps. Für Lasten von 10%, 50%, 60%,
70% und 100% lauten die Schwellenwerte 153,6 kbps, 76,8 kbps, 38,9
kbps, 19,2 kbps bzw. 9,6 kbps.
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Mit
Bezug auf 3 nehme man an, daß die aus
dem Algorithmus in dem spezifischen Beispiel, das oben dargelegt
wurde, erhaltene Last 40% beträgt.
Diese Zahl liegt zwischen Last Nr. 153,6 und Last Nr. 76,8. Um eine Überlastung
der Rückwärtsstrecke
zu vermeiden, sollte die Ratengrenze auf die nächst niedrigere Rate gesetzt
werden. In dem vorliegenden Anschauungsbeispiel sollte deshalb die
Ratengrenze für
jede der fünf
mobilen Einrichtungen auf 76,8 kbps gesetzt werden. Jede beliebige
der fünf
mobilen Einrichtungen kann eingestellt werden, um mit einer Rate
zu arbeiten, die kleiner als 76,8 kbps ist. Die Datenratengrenze
für beliebige
der mobilen Einrichtungen sollte jedoch nicht höher als 76,8 kbps gesetzt werden.
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Es
wird hier ein Verfahren zur Schätzung
der optimalen Rückwärtsstreckenbelastung
in einem System mit hoher Datenrate offengelegt. Obwohl ein spezifischer
Algorithmus offengelegt wird, versteht sich, daß die vorliegende Erfindung
nicht auf einen spezifischen Algorithmus beschränkt ist.
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Die
obige Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform wird gegeben, um
beliebigen Fachleuten zu ermöglichen,
die vorliegende Erfindung herzustellen oder zu benutzen. Fachleuten
werden verschiedene Modifikationen der vorliegenden Ausführungsform
ohne weiteres einfallen und die hier definierten generischen Prinzipien
können
ohne Verwendung der erfindungsgemäßen Fakultät auf andere Ausführungsformen
angewandt werden. Somit soll die vorliegende Erfindung nicht auf
die hier gezeigte Ausführungsform
beschränkt werden,
sondern wird gemäß dem größten Schutzumfang
definiert, der mit den hier offengelegten Prinzipien und neuartigen
Merkmalen vereinbar ist.