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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Bereich der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Linse, beispielsweise eine Objektivlinse,
welche in einem optischen Abtaster verwendet wird, und im spezielleren
eine einzelne Linse, ein Linsensystem (welches der Einfachheit halber
ebenfalls als eine "Linse" bezeichnet wird)
mit einer Mehrzahl von einzelnen Linsen und ein Verfahren zur Herstellung
der Linse.
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2. Beschreibung der verwandten
Technik
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In
letzter Zeit sind die numerischen Aperturen von Objektivlinsen von
Abtastern, die bei der Aufzeichnung von Informationen auf ein Informationsaufzeichnungsmedium,
wie beispielsweise eine optische Platte bzw. bei deren Wiedergabe
von diesem, verwendet werden, grösser
geworden, um dem Bedarf, eine sehr große Menge an Informationen aufzuzeichnen
und wiederzugeben, gerecht zu werden.
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Wenn
die numerische Apertur eine Grösse von
ungefähr
0,65 aufweist, kann eine dafür
verwendete einzelne, asphärische
Linse durch Glaspressformen oder Kunstharzformen bzw. durch eine
Kombination der beiden Verfahren hergestellt werden. Überschreitet
die numerische Apertur diesen Wert, so kann eine Objektivlinse nicht
durch eine einzelne Linse hergestellt werden, so dass eine Kombination aus
zwei oder mehreren Linsen erforderlich ist. Im Fall des Kombinierens
mehrerer Linsen sollten die Mittelpunkte der Rotationssymmetrieachsen
der Linsen in Bezug aufeinander präzise ausgerichtet sein, damit
die optischen Achsen miteinander zur Deckung gebracht werden können. Ohne
die Ausrichtung tritt aufgrund der Abweichung des Achsenmittelpunkts eine
Aberration auf und die Abbil dungsleistung der Objektivlinse verschlechtert
sich. Insbesondere eine Kombinations-Objektivlinse, welche eine
hohe numerische Apertur von mehr als 0,8 aufweist, erfordert die Positionsgenauigkeit
von weniger als einigen Mikrometer.
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In
einem Fall, in dem zwei sphärische
Linsen kombiniert werden, wird allgemein eine als "bell clamp type centering" (Glockenklemmen-Zentrierung)
bezeichnete Anordnung verwendet, um eine relativ einfache Bearbeitung
der Aussendurchmesser zu gewährleisten,
wobei die Mittelpunkte jeweils die Mittelpunkte ihrer sphärischen
Oberflächen
darstellen. (Siehe Japan Optoelectro-Mechanics Association, "Optical Device Processing
Technology" 84-2-2, S.
5.)
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In
einem Fall, in dem im Gegensatz dazu eine asphärische Linse mit einer Linse
oder einem Linsentubus kombiniert wird, treten verschiedene Probleme
auf. Die weiter oben erwähnte
Durchmesserbearbeitung gestaltet sich auf einer asphärischen Form
schwierig und lässt
sich nicht mit hoher Präzision
durchführen.
Ausserdem kann keine ausreichende Genauigkeit erzielt werden, wenn
der Aussendurchmesser so, wie er zum Zeitpunkt des Pressens entstanden
ist, verwendet wird. Mit der Struktur, bei der eine asphärische Linse
mit ihrem Aussendurchmesser, welcher mit dem eines Linsentubus übereinstimmt,
geklebt wird, ist daher eine Kombinationslinse, die die asphärische Linse
umfasst, nicht in der Lage, eine ausreichende Präzision zu schaffen.
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Es
kommen diesbezüglich "reflection type centering" (Reflexions-Zentrierung) und "centering with an
auto collimator" (Zentrierung
mit einem Autokollimator) zum Einsatz, um insbesondere eine Kombinations-Objektivlinse mit
einer hohen numerischen Apertur auszurichten, die eine Präzision in
einer Grössenordnung
von mehreren Mikrometern erfordert.
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Das
heisst, es wird eine Linse vorbereitet, deren Aussendurchmesser
kleiner ist als jener eines Linsentubus, die Zentrierung der Linse
erfolgt bei gleichzeitiger Messung des Mittelpunkts der asphärischen
Oberfläche,
und die Linse wird dann nach sachgemäss ausgeführter Zentrierung an dem Linsentubus
festgeklebt.
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Gemäss solch
einer Anordnung wird jedoch die Linse tatsächlich mit Licht bestrahlt
und die asphärische
Oberfläche
wird gemessen, während
die Linse im Zuge des Montagevorgangs gedreht wird. Dies hat eine
geringe Bearbeitbarkeit zur Folge. Bei solchen Anordnungen tritt
eine Schwierigkeit auf, die zum Zeitpunkt der Messung festgestellte
Linsenleistung beizubehalten, und zwar durch die Lageabweichung,
zu der es kommen kann, wenn der Klebstoff ausgehärtet wird und die Restspannung
steigt. Das selbe Problem trat nicht nur dann auf, wenn zwei Linsen
zu einem einzelnen Linsensystem zusammengesetzt wurden, sondern
auch dann, wenn der Mittelpunkt der asphärischen Oberfläche einer
einzelnen Linse genau mit dem Mittelpunkt eines Linsentubus ausgerichtet
wurde.
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Die
US 5 349 472 A offenbart
eine Verbundlinse, bei welcher eine Mehrzahl von Linseneinheiten durch
eine aus einem Haftmittel gebildete Zwischenschicht verbunden ist.
Ein Flanschabschnitt einer ersten Linseneinheit wird mit entsprechenden
Eingriffsabschnitten einer zweiten Linseneinheit in Eingriff gebracht,
wodurch die optische Ausrichtung der beiden Linsen erreicht werden
kann. Ein Herstellungsverfahren für ein aus zwei Linsen bestehendes Linsensystem
wird ebenfalls offenbart.
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Die
US 5 067 800 A und
die
GB 1 245 929 A offenbaren
nach dem Stand der Technik bekannte Linsenanordnungen als Hintergrund
zu der vorliegenden Erfindung.
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ZIEL UND ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Linse gemäss Anspruch
1 und ein zugehöriges Herstellungsverfahren
gemäss
Anspruch 4 bereitzustellen, wodurch es ermöglicht wird, die optischen Achsen
einer Mehrzahl von Linsen auf einfache Weise und mit hoher Präzision auszurichten,
ohne dafür zusätzlichen
Raum für
Ausrichtvorrichtungen zu benötigen.
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Dieses
Ziel wird durch eine Linse gemäss Anspruch
1 und durch ein entsprechendes Herstellungsverfahren gemäss Anspruch
4 erreicht.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die 1A, 1B, 2A, 2B, 3, 4A, 4B, 5A, 5B und 6 sind
beispielhafte Vorder- und
Querschnittsansichten einer Linse bzw. einer Kombinationslinse gemäss Beispielen,
welche nicht Teil der vorliegenden Erfindung sind;
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Die 7 bis 12 sind
teilweise vergrösserte,
als Schnittbild dargestellte Vorderansichten der Linse gemäss einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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13 ist
eine Querschnittsansicht der Kombinationslinse gemäss der ersten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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Die 14A und 14B sind
beispielhaft eine Vorder- und eine Querschnittsansicht, welche eine
Linse gemäss
einer zweiten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigen;
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Die 15 bis 17 sind
schematische Vorderansichten der Linse gemäss der zweiten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
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Die 18 bis 20 sind
Querschnittsansichten, welche jeweils eine Modifikation der Kombinationslinsen
der erfindungsgemässen
Ausführungsformen
zeigen.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Bevorzugte
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
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Die 1 und 2 zeigen
ein erstes Ausführungsbeispiel
einer nach dem Stand der Technik bekannten, asphärischen Linse.
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1A zeigt
eine Vorderansicht einer ersten Linse 11. Die erste Linse 11 ist
eine durch Glaspressformen gewonnene, asphärische Linse und hat einen effektiven
Linsendurchmesserbereich 12 und einen um den Bereich 12 herum
vorgesehenen Umfangsbereich 12a. Der Umfangsbereich 12a,
der zusammen mit dem effektiven Linsendurchmesserbereich 12 gepresst
worden ist, weist eine flache, kreisförmige V-Rille 13 bzw.
einen Markierungsbereich auf, welche(r) gleichzeitig mit der Durchführung der Glaspressformung
geformt wurde. Die kreisförmige V-Rille
hat denselben Mittelpunkt wie die Mittelkrümmung der asphärischen
Oberfläche
des effektiven Linsendurchmesserbereichs 12. 1B ist
eine durch den Mittelpunkt verlaufende Querschnittsansicht der ersten
Linse 11.
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2A ist
eine Vorderansicht einer zweiten Linse 21, welche mit der
ersten Linse 11 zu kombinieren ist und beispielsweise durch
Kunstharzformen hergestellt ist. Die zweite Linse 21 hat
gleichermassen einen effektiven Linsendurchmesserbereich 22 und
einen um den Bereich 22 herum vorgesehenen Umfangsbereich 22a.
Der Umfangsbereich 22a ist mit halb kugelförmigen kleinen
Vorsprüngen 23, 24 und 25 bzw.
Markierungsbereichen versehen, die sich an drei Punkten auf einem
Kreis befinden, welcher denselben Mittelpunkt hat wie die Mittelkrümmung der
asphärischen
Oberfläche
des effektiven Linsendurchmesserbereichs 22. Das heisst,
dass der Radius des Kreises (Punkt-Punkt-Strich-Linie), welcher
durch die drei kleinen Vorsprünge 23, 24 und 25 hindurch
verläuft,
so gesetzt ist, dass er dem Radius der kreisförmigen Rille 13 der
ersten Linse 11 entspricht. Es ist vorzuziehen, dass der
Mittelpunkt des Kreises, welcher durch die drei Punkte hindurch
verläuft,
mit dem Mittelpunkt der Mittelkrümmung
der asphärischen
Oberfläche
in dem effektiven Durchmesserbereich identisch ist und dass die
kleinen Vorsprünge
an drei oder mehr Punkten vorgesehen sind. Die kleinen Vorsprünge sollten
die gleiche Höhe
haben. 2B ist eine Querschnittsansicht
der zweiten Linse 21.
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Im
folgenden wird die Wirkungsweise des ersten Ausführungsbeispiels besprochen.
Wie in 3 gezeigt, sind die erste Linse 11 und
die zweite Linse 12 in solcher Weise zusammengesetzt, dass die
beiden basierend auf ihren Markierungsbereichen einander gegenüberliegen.
Die kleinen Vorsprünge 23, 24 und 25 sind
jetzt in die ringförmige V-Rille 13 der
ersten Linse 11 eingepasst und die Mittelposition des durch
die Vorsprünge 23, 24 und 25 hindurch
verlaufenden Kreises stimmt mit der Mittelposition der ersten Linse 11 überein.
Da die kleinen Vorsprünge 23, 24 und 25 und
die kreisförmige
V-Rille zusammen mit ihren asphärischen
Formen in den effektiven Durchmesserbereichen geformt sind, ist
es durch einfaches Platzieren einer Linse über der anderen möglich, den
Mittelpunkt der ersten Linse 11 äusserst genau mit dem Mittelpunkt
der zweiten Linse 21 auszurichten. Zur Korrektur einer
Aberration, mit der die sphärische
Oberfläche
einer Linse selbst behaftet ist, kann eine der Linsen gedreht werden.
Da die Linse gedreht werden kann, wobei ihr Mittelpunkt mit dem Mittelpunkt
der anderen Linse ausgerichtet ist, ist die Struktur beim Einrichten
der Rotation geeignet.
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Das
erste Ausführungsbeispiel
kann es ermöglichen,
in einem Fall, in dem asphärische
Linsen verwendet werden, die keiner Zentrierung oder Kantenbeschneidung
unterzogen werden können,
die Mittelpunkte der effektiven Linsendurchmesserbereiche von zwei
Linsen mit hoher Präzision
auszurichten.
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Zwar
haben in dem ersten Ausführungsbeispiel
die Positioniervorsprünge
die Formen von Halbkugeln und hat die Positionierausnehmung die
Form einer V-Rille, diese Strukturen sind jedoch nicht einschränkend und
es sind verschiedene andere Strukturen möglich, sofern eine Positionierung
in angemessener Weise durchführbar
ist.
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Linsen
für die
Verwendung in einem zweiten Ausführungsbeispiel
sind in den 4 und 5 veranschaulicht.
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4A stellt
eine Vorderansicht einer ersten Linse 31 vor. 4B ist
eine Querschnittsansicht der ersten Linse 31. Die erste
Linse 31 hat einen effektiven Linsendurchmesserbereich 32 und
einen Umfangsbereich 32a, der einstückig mit dem effektiven Linsendurchmesserbereich 32 durch
Formen an dem Umfang des Bereichs 32 vorgesehen ist. In
den Umfangsbereich 32a eingeschnitten ist eine kreisförmige Lehre 33 bzw.
ein Anzeigemarkierungsbereich mit einem Mittelpunkt, welcher derselbe
ist wie der Mittelpunkt der Mittelkrümmung der asphärischen
Oberfläche
des effektiven Linsendurchmesserbereichs 32. Der Mittelpunkt
des Kreises der Lehre 33 ist derselbe wie die Mittelpunkte
der asphärischen
Linse und des effektiven Linsendurchmesserbereichs 32.
Der Kreis der Lehre 33 wird zum Zeitpunkt der Pressformung der
Linse geschnitten, und zwar in solcher Weise, dass sein Reflexionsgrad
bzw. Transmissionsgrad sich von jenem eines diesen Kreis umgebenden
Bereichs unterscheidet. Die Lehre 33 muss nicht eine Rillenform
aufweisen, sondern kann auch eine vorstehende Form oder eine sehr
kleine Wellenform haben.
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5A stellt
eine Vorderansicht einer zweiten Linse 41 vor. 5B ist
eine Querschnittsansicht der zweiten Linse 41. Wie dargestellt,
hat die zweite Linse 41 ebenfalls einen effektiven Linsendurchmesserbereich 42 und
einen Umfangsbereich 42a, der einstückig mit dem effektiven Linsendurchmesserbereich 42 durch
Formen an dem Umfang des Bereichs 42 vorgesehen ist. Konvexe
Linsen 43, 44 und 45 bzw. Markierungsbereiche
sind zum Teil in dem Umfangsbereich 42a an drei Punkten
auf einem Kreis ausgebildet, dessen Mittelpunkt derselbe ist wie
der Mittelpunkt der Mittelkrümmung
der asphärischen Oberfläche des
effektiven Linsendurchmesserbereichs 42. Die drei konvexen
Linsen sind kleine Linsen, deren Radien nicht an den effektiven
Linsendurchmesserbereich 42 heranreichen. Der Radius des
Kreises, welcher durch die drei konvexen Linsen 43, 44 und 45 hindurch
verläuft,
wird so gesetzt, dass er dem Radius der kreisförmigen Lehre 33 des
Anzeigemarkierungsbereichs der ersten Linse 31 entspricht.
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Im
folgenden wird die Wirkungsweise des zweiten Ausführungsbeispiels
besprochen. In diesem Ausführungsbeispiel
sind, wie in 6 gezeigt, die erste Linse 31 und
die zweite Linse 41 über
ein Kooperativelement 100, wie beispielsweise einen Linsentubus,
zusammengesetzt und unter Beobachtung mit freiem Auge oder mit einer
Kamera aus der Richtung der zweiten Linse 41 befestigt.
Die Zustände,
die dabei beobachtet werden, sind in teilweise vergrösserten,
als Schnittbild dargestellten Vorderansichten der zweiten Linse 41 in
den 7 bis 12 gezeigt.
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7 zeigt
einen Zustand, in welchem der Mittelpunkt der zweiten Linse 41 in
Bezug auf den Mittelpunkt der ersten Linse 31 nach oben
verschoben ist. 8 zeigt einen Zustand, in welchem
der Mittelpunkt der zweiten Linse 41 mit dem Mittelpunkt der
ersten Linse 31 ausgerichtet ist. 9 zeigt
einen Zustand, in welchem der Mittelpunkt der zweiten Linse 41 in
Bezug auf den Mittelpunkt der ersten Linse 31 nach unten
verschoben ist. Wenn nun die Abbilder der Lehre 33, welche
durch die drei kleinen Linsen 43, 44 und 45 hindurch
sichtbar sind, identisch werden, sind die Mittelpunkte der ersten
Linse 31 und der zweiten Linse 41 miteinander
ausgerichtet.
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Die
beobachteten Zustände
können
es einem Beobachter ermöglichen,
den Abstand zwischen der ersten Linse 31 und der zweiten
Linse 41 zu erkennen. Die Zustände, die dabei beobachtet werden,
sind in teilweise vergrösserten,
als Schnittbild dargestellten Vorderansichten der zweiten Linse 41 in
den 10 bis 12 veranschaulicht. 10 zeigt
einen beobachteten Zustand, in welchem der Abstand zwischen der
ersten Linse 31 und der zweiten Linse 41 kurz
ist. 11 zeigt einen beobachteten Zustand, in welchem
der Abstand entwurfsgemäss
ist, und 12 zeigt einen beobachteten
Zustand, in welchem die erste Linse 31 und die zweite Linse 41 weit
voneinander entfernt positioniert sind.
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Die
Auswahl des Durchmessers und der Breite des Kreises der Lehre 33 erfolgt
basierend auf der Fokaldistanz der Linse, dem Abstand zwischen den
Linsen und der Position des Blickpunktes, von dem aus die Beobachtung
durchgeführt
wird. Wie in 13 gezeigt, ist also die Lagebeziehung
zwischen der ersten Linse 31 und der zweiten Linse 41 so, dass
der Kreis der Lehre 33 von dem Blickpunkt aus durch die
drei kleinen Linsen 43, 44 und 45 sichtbar ist.
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Gemäss dem zweiten
Ausführungsbeispiel können die
Mittelpositionen, wie aus dem oben Gesagten ersichtlich, auf einfache
Weise miteinander ausgerichtet werden, und zwar ohne die Verwendung einer
Zentriervorrichtung oder dergleichen.
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Ein
drittes Ausführungsbeispiel
hat denselben Aufbau wie das zweite Ausführungsbeispiel, abgesehen davon,
dass die zweite Linse 41 durch eine zweite Linse 81 ersetzt
ist, welche anstelle der drei konvexen Linsen 43, 44 und 45 der
zweiten Linse 41 eine ringröhrenförmige, torische Linsenoberfläche 182 aufweist. 14A stellt eine Vorderansicht der zweiten Linse 81 vor. 14B ist eine Querschnittsansicht der zweiten Linse 81.
Wie dargestellt, hat die zweite Linse 81 ebenfalls einen
effektiven Linsendurchmesserbereich 82 und einen Umfangsbereich 82a,
der einstückig
mit dem effektiven Linsendurchmesserbereich 82 durch Formen
an dem Umfang des Bereichs 82 vorgesehen ist. In dem Umfangsbereich 82a ist
die torische Linsenoberfläche 182 bzw.
ein Markierungsbereich auf einem Kreis ausgebildet, dessen Mittelpunkt
derselbe ist wie der Mittelpunkt der Mittelkrümmung der asphärischen
Oberfläche des
effektiven Linsendurchmesserbereichs 82. Bei der torischen
Linsenoberfläche 182 handelt
es sich um eine kleine Linse, deren Radius nicht an den effektiven
Linsendurchmesserbereich 82 heranreicht.
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Im
folgenden wird die Wirkungsweise des dritten Ausführungsbeispiels
besprochen. In diesem Ausführungsbeispiel
werden, wie in dem in 6 gezeigten, zweiten Ausführungsbeispiel,
die erste Linse 31 und die zweite Linse 81 über das
Kooperativelement 100, beispielsweise einen Linsentubus,
zusammengesetzt und unter Beobachtung mit freiem Auge oder mit einer
Kamera aus der Richtung der zweiten Linse 81 befestigt.
Die Zustände,
die dabei beobachtet werden, sind in den schematischen Vorderansichten
der zweiten Linse 81 in den 15 bis 17 gezeigt.
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15 zeigt
einen Zustand, in welchem der Mittelpunkt der zweiten Linse 81 in
Bezug auf den Mittelpunkt der ersten Linse 31 nach oben
verschoben ist. 16 zeigt einen Zustand, in welchem
der Mittelpunkt der zweiten Linse 81 mit dem Mittelpunkt der
ersten Linse 31 ausgerichtet ist. 17 zeigt
einen Zustand, in welchem der Mittelpunkt der zweiten Linse 81 in
Bezug auf den Mittelpunkt der ersten Linse 31 nach unten
verschoben ist. Wenn nun das Abbild der Lehre 33, das durch
die torische Linsenoberfläche 182 hindurch
sichtbar ist, mit dem Kreis der torischen Linsenoberfläche 182 konzentrisch
wird, sind die Mittelpunkte der ersten Linse 31 und der
zweiten Linse 81 miteinander ausgerichtet.
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In
den Ausführungsbeispielen
eins bis drei werden zwar jeweils die relativen Positionen von zwei Linsen
direkt miteinander ausgerichtet, es kann jedoch auch eine der Linsen
durch einen Linsentubus 100 ersetzt sein, so dass die andere
Linse in der geeigneten Position an dem Linsentubus 100 angebracht
wird, wie dies in 18 gezeigt ist. Wenn zumindest
drei kleine Vorsprünge 23 und
eine kreisförmige
V-Rille 13 jeweils an der Oberseite bzw. an der Unterseite
des Linsentubus 100 vorgesehen sind, kann für die beiden
an dem Linsentubus 100 festzuklebenden Linsen 220 und 221 eine
ausgezeichnete Positionspräzision
geschaffen werden.
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19 ist
eine Querschnittsansicht, welche ein Ausführungsbeispiel zeigt, das eine
erste Linse 112 mit einer konischen, geneigten Oberfläche 110 und
eine zweite Linse 113 mit einem Bezugsvorsprung 111 aufweist,
welcher entsprechend festgelegt ist, um in einem dem Winkel der
geneigten Oberfläche 110 entsprechenden
Winkel mit der geneigten Oberfläche 110 in
Kontakt zu treten. Gemäss
der vorliegenden Erfindung kann nicht nur eine kreisförmige V-Rille
sondern auch die konische, geneigte Oberfläche 110 verwendet
werden.
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20 ist
eine Querschnittsansicht, die ein Ausführungsbeispiel zeigt, das folgendes
aufweist: eine erste Linse 116 mit einer kreisförmigen Rille 114, bei
der es sich nicht um eine kreisförmige
V-Rille handelt und die einen ausgenommenen Abschnitt mit einem
rechteckigen Querschnitt hat, oder mit einem Teil der kreisförmigen Rille 114,
und eine zweite Linse 117 mit einem konischen Vorsprung 115,
welcher der gesamten oder teilweisen, kreisförmigen Rille 114 entspricht.
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In
dem Fall der Struktur, bei welcher Glaslinsen aneinander angebracht
werden, können
Linsen mit ähnlichen
Formen geschaffen werden, indem die Linsen dergestalt geformt werden,
dass sie eine kreisförmige
Ausnehmung, nicht einen sphärischer Vorsprung,
ausbilden und indem Mikrokügelchen
in die Ausnehmung gegeben werden.
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Zwar
ist eine der Linsen in den Ausführungsbeispielen
entsprechend ausgelegt, um einen kreisförmigen Markierungsbereich aufzuweisen,
in Erwägung
des Falls, dass die Linsen gedreht werden, dieselben Vorteile können jedoch
auch erzielt werden, indem ein Teil eines Kreises nur in jenem Abschnitt gebildet
wird, welcher dem Bezugsvorsprung entspricht, und zwar in einem
Fall, in dem die Linsen nicht gedreht werden brauchen oder nur innerhalb
eines begrenzten Bereichs gedreht werden sollen.
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Kurzum,
es wird gemäss
der vorliegenden Erfindung zum Zeitpunkt der Herstellung einer asphärischen
Oberfläche
in einem Bereich ausserhalb des effektiven Durchmesserbereichs ein
der Positionierung dienender und die Spezifizierung der Mittelposition
ermöglichender
Markierungsbereich gebildet, wodurch ein Zusammensetzungsfehler
einer asphärischen
Kombinationslinse oder einzelner Linsen reduziert wird. Dadurch
kann eine exakte Linsenzusammensetzung gewährleistet und der Produktionsertrag
verbessert werden.
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Es
sei angemerkt, dass die vorhergehende Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen
die gegenwärtig
bevorzugten Ausführungsformen
der Erfindung darlegen. Verschiedene Modifikationen, Hinzufügungen und
Alternativentwürfe
werden natürlich
für einschlägig gebildete
Fachleute im Lichte der vorangehenden Lehre augenscheinlich, ohne
dass dadurch jedoch von dem beanspruchten Umfang der offengelegten
Erfindung abgewichen wird. Somit versteht es sich, dass die Erfindung
nicht auf die offengelegten Ausführungsformen
beschränkt
ist, sondern im Rahmen des gesamten Umfangs der beigefügten Patentansprüche umgesetzt
werden kann.