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Die
Erfindung bezieht sich auf einen optischen Impulsfolgegenerator
und insbesondere, aber nicht ausschließlich, auf einen derartigen
Generator, der in einem optischen Wellenlängenmultiplexer (WDM)-Verbindungssystem
benutzt wird, der ein Rückkehr-zu-Null
(RZ)-Signalisierungsformat aufweist.
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In
optischen Kommunikationssystemen werden die Daten im typischen Fall
in Form optischer Impulse übertragen,
in denen das Vorhandensein eines Impulses einen ersten binären Datenzustand
anzeigt und das Fehlen zeigt den anderen Datenzustand an. Wenn der
optische Impulspegel über
jedes Datenbitintervall konstant ist, wird ein solches Signalisierungsformat
als nicht zu Null zurückkehrend
(NRZ) bezeichnet, und es kann auf einfache Weise erzeugt werden,
entweder durch direkte Modulation einer Laserquelle in Abhängigkeit
von den zu übertragenden Daten
oder noch typischer, insbesondere bei hohen Übertragungsraten, durch Betrieb
des Lasers, um einen kontinuierlichen unmodulierten optischen Ausgang
zu schaffen und außen
den optischen Ausgang unter Benutzung eines optischen Modulators
zu modulieren.
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Es
hat sich in optischen Kommunikationssystemen mit einer Übertragungsdatenrate
von 10 Gbs–1 und
darüber
gezeigt, dass diese am besten unter Benutzung einer Rückkehr-zu-Null
(RZ)-Formatform betätigt
werden, anstatt das übliche
NRZ-Signalisierungsformat
zu benutzen. Es hat sich erwiesen, dass das RZ-Signalisierungsformat weniger empfindlich
ist gegenüber
Beeinträchtigungen
infolge einer optischen Nichtlinearität, was die Durchführung in verstärkten dispersionsgemanagten
optischen Verbindungen begrenzt. Das RZ-Format wird wahrscheinlich
in zukünftigen
dichten Wellenlängenmultiplexern
(DWDM) optische Übertragungsnetze
mit einer Datenrate von 10 Gbs–1 über lange optische Faserstränge benutzen
(d.h. in der Größenordnung
von 1000 km und darüber)
und für
Datengeschwindigkeiten von 40 Gbs–1 pro
Kanal und darüber über kurze Faserstränge (d.h.
in der Größenordnung
von 100 km).
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In
dem RZ-Signalisierungsformat ist ein Datenzustand durch das Fehlen
eines optischen Signals repräsentiert,
während
der andere Datenzustand durch einen optischen Impuls repräsentiert wird,
dessen Dauer kürzer
ist als die Übertragungsbitrate,
so dass der optische Impulspegel "zu Null zurückkehrt", und zwar für einen Teil eines jeden Datenbitintervalls.
Um optische RZ-Daten zu erzeugen, ist eine Quelle mit einem kurz
andauernden optischen Impuls erforderlich (optischer Impuls pro
Bitfolge), wobei eine Wiederholungsrate gleich der Übertragungsbitrate
ist, und eine solche Quelle wird im Folgenden als optischer Impulsfolgegenerator
bezeichnet. Die optische Impulsfolge wird dann intensitätsmoduliert
unter Benutzung eines äußeren optischen Modulators,
und zwar in Abhängigkeit
von den übertragenen
Daten, um die optischen RZ-Daten zur Übertragung zu erzeugen.
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Ein
wichtiger Parameter bei einem optischen Impulsfolgegenerator ist
der Tastgrad der optischen Impulsfolge, d.h. das Verhältnis der
halb maximalen Impulsvollbreitenintensität (FWHM) Δτ zu der Impulswiederholperiode
T. Der optimale Tastgrad der Impulsfolge hängt von Einzelheiten des jeweiligen Übertragungssystems
ab. Bei einem DWDM-System kann ein niedriger Tastgrad die Beeinträchtigung
infolge der Selbstphasenmodulation vermindern, während ein Tastgrad, der sich
einer Hälfte
annähert,
die Beeinträchtigung
infolge der Kreuzphasenmodulation und einem Übersprechen auf einem benachbarten
Kanal vermindern kann.
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Es
sind zahlreiche verschiedene Verfahren zur Erzeugung optischer Impulsfolgen
bekannt. Bei einer Anordnung beispielsweise wird die optische Impulsfolge
direkt unter Benutzung eines Festkörperlasers mit Blockbetriebsart
erzeugt. Ein derartiger Laser kann hochqualitative Impulsfolgen
erzeugen, aber derartige Vorrichtungen sind allgemein sehr komplex
und demgemäß teuer.
Da außerdem
die Charakteristik der Impulsfolge durch den Grundmodus bestimmt
wird, der vom Laserhohlraum getragen wird, kann ein bestimmter Laser
nur in Verbindung mit einer festen Wellenlänge arbeiten und Impulse mit
einem festen Tastgrad erzeugen.
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Es
ist auch bekannt, einen durch Verstärkung geschalteten Halbleiterlaser
zu benutzen, um die Impulsfolge zu erzeugen. Derartige Laser arbeiten
wiederum mit einer festen Länge
und erfordern zusätzlich
eine Dispersionskompensation, um transformationsbegrenzte Impulse
zu realisieren. Weiter ist es auch möglich, dass die durch Verstärkung geschalteten
Laser eine Verschachtelung erfordern, um 40-Gbs–1-Impulsfolgen
zu erzeugen.
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Üblicherweise
ist es bekannt, die optische Impulsfolge durch äußere Intensitätsmodulation
einer optischen CW-Quelle (Dauerstrich) durchzuführen unter Benutzung eines
elektro-optischen interferometrischen optischen Modulators, meist
eines Mach Zehnder optischen Modulators. Wie bekannt, haben derartige
Modulatoren eine optische Durchlässigkeit
in Abhängigkeit
von der angelegten Treiberspannung, die sinusförmig (Anstieg Cosinus) in der Form
ist, und der Modulator ist elektrisch derart vorgespannt, dass er
an einer Stelle minimaler optischer Durchlässigkeit arbeitet. Durch Anlegen
eines Treibersignals, dessen Frequenz halb so groß ist wie
die erwünschte
Impulswiederholfrequenz, erzeugt dies eine Folge von optischen Impulsen
mit einem Tastgrad von etwa einer Hälfte. Stattdessen erzeugt eine Vorspannung
des Modulators an einer Stelle maximaler optischer Durchlässigkeit
eine optische Impulsfolge, in der die Impulse einen niedrigeren
Tastgrad haben. Obgleich bei einer derartigen Anordnung der Tastgrad
in einem begrenzten Ausmaß verändert werden
kann, führt
dies zu einer entsprechenden Veränderung
der Auslöschung
der Impulse.
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Eine
technische Veröffentlichung
von S. A. Pappert et al. ("Tunable
RF optical source using optical hannonic carrier generation", SPIE Band 3038, Seiten
89–96)
beschreibt eine abstimmbare Millimeterwellenquelle unter Benutzung
der Frequenzmultiplikationseigenschaften eines elektrisch übersteuerten Mach-Zehnder-Modulators.
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Die
US-PS 5,828,682 beschreibt einen modengekoppelten Ringhohlraumlaser,
der einen Hohlraum, eine Modulationsquelle und einen Modulator aufweist,
der innerhalb des Hohlraums angeordnet ist und in elektrischer Verbindung
mit der Modulationsquelle steht. Die Modulationsquelle übersteuert den
Modulator.
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Es
besteht daher ein Bedarf nach einem optischen Impulsgenerator, der
in der Lage ist, eine Impulsfolge mit einer Wiederholungsrate von
10 Gbs–1 und
mehr mit einem einstellbaren Tastgrad zu erzeugen, der in einem
weiten Bereich von Wellenlängen arbeiten
kann. Der vorliegenden Erfindung liegt demgemäß die Bemühung zugrunde, einen optischen
Impulsfolgegenerator zu schaffen, der in einem DWDM-System benutzbar
ist und dessen Tastgrad veränderbar
ist.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung betrifft diese einen optischen Impulsfolgegenerator mit
den folgenden Merkmalen: eine Lichtquelle zur Erzeugung eines unmodulierten
optischen Ausgangs; einen elektro-optischen interferometrischen
optischen Modulator zum Modulieren der Intensität des unmodulierten optischen
Ausgangs in Abhängigkeit
von einer sinusförmigen
Ansteuerungsspannung zum Erzeugen eines modulierten optischen Signals,
wobei der Modulator eine Charakteristik von optischer Durchlässigkeit
zu Ansteuerungsspannung besitzt, die in ihrer Form sinusförmig ist
und wobei der Modulator etwa an einem Punkt mit minimaler Lichtübertragung
der genannten Kennkurve betrieben werden kann und die genannte Ansteuerungsspannung
eine Amplitude hat, die einen Zyklus der genannten Kennkurve überschreitet,
so dass das modulierte optische Signal nicht sinusförmig ist,
wobei der Generator dadurch gekennzeichnet ist, dass er ferner Lichtimpulsformungsmittel
zum Ausrichten der Phase der Frequenzkomponente des genannten optischen
Signals in der Frequenzdomäne
umfasst, um eine Lichtimpulsfolge zu erzeugen, in der die Impulse
im Wesentlichen transformationsbegrenzt sind. Im Rahmen dieser Patentanmeldung
und zur Vermeidung von Zweifeln, ist Transformationsbegrenzung in
dem Sinne zu verstehen, dass darunter eine bekannte Bedeutung verstanden
wird, wie sie beispielsweise von A. E. Siegman, (1986) "Lasers", University Science
Books, Mill Valley CA, Seiten 331–335 beschrieben ist, wobei
diese Literaturstelle hiermit eingeführt wird. Ein transformationsbegrenzter
Impuls ist ein Impuls mit einer Dauer, die ein Minimum hat, das
durch ihren spektralen (Frequenz) Gehalt bestimmt wird, und insbesondere
ist es ein Impuls mit im Wesentlichen keinem Frequenzchirp oder
einer anderen inneren Phase oder Amplitudensubstruktur, so dass
das zeitliche Bandbreitenprodukt (Impulsbreite-spektrales Breitenprodukt)
nahe an 0,5 liegt.
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Da
die erzeugte Impulsfolge unabhängig
von der Wellenlänge
des Lichtes ist, ist der Impulsgenerator gemäß der vorliegenden Erfindung
insbesondere geeignet zur Benutzung in optischen Wellenlängenmultiplex-Kommunikationssystemen.
Außerdem kann
der Tastgrad der Impulse leicht dadurch eingestellt werden, dass
die Amplitude eingestellt wird, d.h. die Spannung von Spitze zu
Spitze der sinusförmigen Treiberspannung.
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Vorzugsweise
ist der Modulator ein optischer Mach-Zehnder-Modulator, der aus
einem III-V-Halbleitermaterial hergestellt ist, und zwar vorzugsweise aus
Gallium-Arsenid
oder alternativ aus Lithium-Niobat.
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Vorzugsweise
besteht die Lichtquelle aus einem Halbleiterlaser, z.B. einem Indium-Gallium-Arsenid-Phosphat-Laser
(DFB) (distributed feedback) oder einem abstimmbaren Laser.
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Vorzugsweise
besteht die optische Impulsformeinrichtung aus einem oder mehreren
interferometrischen Einrichtungen, die das modulierte optische Signal
in zwei optische Signale aufteilen, die entlang der jeweiligen Pfade
verlaufen und die die optischen Signale wieder kombinieren, um die
optische Impulsfolge zu erzeugen, wobei die oder jede Einrichtung
eine gewählte
feste differentielle optische Verzögerung zwischen den optischen
Signalen erzeugt und die optische Verzögerung derart gewählt wird,
dass die Phase der gewählten
Frequenzkomponente des modulierten optischen Signals ausgerichtet
wird. Gemäß einer
bevorzugten Anordnung wird die Länge
der Pfade so gewählt,
dass sie derart unterschiedlich ist, um die gewählte differentielle optische
Verzögerung
einzuführen.
In einer bevorzugten Ausführung
ist die Einrichtung eine elektro-optische Einrichtung, und ein Pfad
enthält
Mittel, zweckmäßigerweise
eine oder mehrere Elektroden, um den Brechungsindex des einen Pfades
relativ zu dem anderen zu ändern
und den oder einen Teil der differentiellen optischen Verzögerung einzuführen. Eine
derartige Anordnung ermöglicht
es, die Charakteristiken der Einrichtung durch Anlegen einer geeigneten
festen Spannung an die Elektrode zu optimieren. Vorzugsweise ist
die oder jede interferometrische Einrichtung aus einem III-V-Halbleitermaterial
hergestellt, und zwar vorzugsweise aus Gallium-Arsenid, wodurch
die Möglichkeit
geschaffen wird, dass der optische Modulator und die interferometrische
Einrichtung monolithisch hergestellt werden können.
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Wenn
es beabsichtigt ist, eine Impulsfolge zu erzeugen, die eine Wiederholfrequenz
von 10 Gbs–1 oder
mehr hat, dann führt
die Differenz in der Pfadlänge
der oder jeder Einrichtung eine Verzögerung von wenigen Zehntel
Picosekunden ein, während
die differentielle Verzögerung,
die durch die Differenz im Brechungsindex erzeugt wird, im Bereich
von null bis zwei Pi-Radianten der Frequenz der Treiberspannung
liegt.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung weist ein optischer Rückkehr-zu-Null-Datengenerator (RZ)
einen optischen Impulsfolgegenerator auf, wie dieser oben beschrieben
wurde und der in der Weise arbeitet, dass die Frequenz der sinusförmigen Treiberspannung
halb so groß ist
wie die beabsichtigte Datenbitrate, und weiter ist eine optische
Modulationseinrichtung zur Intensitätsmodulation der optischen
Impulsfolge in Abhängigkeit
von den Daten vorgesehen.
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Vorzugsweise
umfasst die optische Modulationseinrichtung einen interferometrischen
elektro-optischen Modulator, vorzugsweise einen Mach- Zehnder-Modulator.
Vorteilhafterweise wird die Modulationseinrichtung aus einem III-V-Halbleitermaterial
hergestellt, und zwar vorzugsweise aus Gallium-Arsenid, wodurch
die Modulationseinrichtung, der optische Modulator und die optische
Impulsformeinrichtung monolithisch hergestellt werden können.
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Der
optische RZ-Datengenerator gemäß der Erfindung
wird insbesondere in optischen Kommunikationssystemen angewandt,
bei denen die Datenbitrate 10 Gbs–1 oder
mehr beträgt
und das als Wellenlängenmultiplexsystem
ausgebildet ist.
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Zum
besseren Verständnis
des erfindungsgemäßen optischen
Impulsgenerators werden nachstehend Ausführungsbeispiele der Erfindung
in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
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1 ist
eine schematische Darstellung eines optischen RZ-Datengenerators mit einem optischen
Impulsgenerator gemäß der Erfindung;
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2 ist
ein Diagramm der optischen Durchlässigkeit in Abhängigkeit
von der Treiberspannung für
einen elektro-optischen Modulator;
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3a ist
eine graphische Darstellung der zeitlich veränderlichen optischen Intensität, die am Ausgang
des Modulators des optischen Impulsgenerators gemäß 1 bei
einer Treiberspannungsamplitude von Vdrive =
1,7 Vπ auftritt;
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3b zeigt
eine optische Impulsfolge (optische Intensität in Abhängigkeit von der Zeit), die durch
den optischen Impulsgenerator gemäß 1 bei einer
Treiberspannungsamplitude Vdrive = 1,7 Vπ erzeugt
wurde;
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4a ist
eine Darstellung der optischen Intensität in Abhängigkeit von der Zeit, die
am Ausgang des Modulators des Impulsgenerators gemäß 1 bei
einer Treiberspannungsamplitude von Vdrive =
1,2 Vπ auftritt;
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4b ist
eine optische Impulsfolge, die vom optischen Impulsgenerator gemäß 1 für eine Treiberspannungsamplitude
Vdrive = 1,2 Vπ erzeugt
wurde; und
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5 ist
eine Darstellung des Frequenzchirp (angezeigt durch eine ausgezogene
Linie) in Abhängigkeit
von der Zeit für
eine optische Impulsfolge, die mit einer Treiberspannungsamplitude
Vdrive = 1,5 Vπ erzeugt
wurde.
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In 1 ist
ein optischer Rückkehr-zu-Null (RZ)-Datengenerator
dargestellt, der optische RZ-Signalisierungsformatdaten zur Benutzung
in einem dichten Wellenlängenmultiplex-Kommunikationssystem
zeigt, das eine Kanaldatenrate fc von 10
oder 40 Gbits–1 hat.
Der RZ-Datengenerator umfasst einen optischen Impulsgenerator 2 und
einen optischen Intensitätsmodulator 22.
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Der
optische Impulsfolgegenerator 2 umfasst in der Ordnungsfolge
und optisch in Reihe geschaltet einen Laser 4, einen optischen
Modulator 6 und einen optischen Impulsformer 8.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
besteht der Laser 4 aus einem Indium-Gallium-Arsenid-Phosphid
(InGaAsP)-Halbleiterlaser, der einen optischen unmodulierten (Dauerstrich)
Ausgang von 1535 bis 1620 nm in Abhängigkeit von dem gewählten DWDM-Kanal liefert.
Gemäß dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
besteht der Laser im typischen Fall aus einem DFB-Halbleiterlaser für jeden
DWDM-Kanal, und es ist eine optische Schalteinrichtung vorgesehen,
um einen gewünschten
Laser auszuwählen.
In einer abgewandelten Ausführungsform
können
ein oder mehrere abstimmbare Halbleiterlaser benutzt werden. Es ist
klar, dass der jeweilige Lasertyp oder die Lichtquelle durch die
Charakteristiken des optischen Kommunikationssystems bestimmt werden,
und diese können
demgemäß innerhalb
des Rahmens der vorliegenden Erfindung modifiziert werden. Das unmodulierte
optische Signal wird einem Eingang des optischen Modulators 6 zugeführt.
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Zur
Vereinfachung der Fabrikation und Integration mit dem optischen
Impulsformer 8 besteht der optische Modulator 6 vorzugsweise
aus einem optischen Mach-Zehnder-Modulator,
der aus einem III-V-Halbleitermaterial hergestellt ist, und zwar zweckmäßigerweise
aus Gallium-Arsenid. Wie bekannt und in 2 dargestellt,
hat ein optischer Mach-Zehnder-Modulator eine optische Durchlässigkeit
in Abhängigkeit
von der Treiberspannung Wdrive, die sinusförmig ist
und mit Cosinus einsetzt. Der optische Modulator 6 wird
mit einer sinusförmigen
Treiberspannung Vdrive getrieben, dessen
Frequenz halb so groß ist
wie die Taktfrequenz des Datenkanals, d.h. 0,5fc,
und es erfolgt eine Vorspannung durch geeignete Elektroden, um etwa
an einem Punkt 9 minimaler optischer Durchlässigkeit
der Modulatorcharakteristik zu arbeiten, wobei die Amplitude der
Treiberspannung Vdrive (Spitzenspannungswert)
symmetrisch um den Vorspannpunkt 9 ist. Dies führt zu einer Intensitätsmodulation
des unmodulierten optischen Ausgangs, der durch den Laser 4 erzeugt
wird, wobei die Intensität
von der Größe der Treiberspannung
Vdrive abhängt. Ein wichtiger Aspekt des
Generators nach der vorliegenden Erfindung ist die Art und Weise,
wie der Modulator 6 angetrieben wird, und es ist festzustellen,
dass die Treiberspannungsamplitude Vdrive größer ist
als ein Spannungszyklus Vπ der optischen Modulatorcharakteristik;
d.h. der optische Modulator 6 wird über seine normale Treiberbedingung übersteuert.
Im typischen Fall hat die Treiberspannung eine Amplitude Vdrive in der Größenordnung von Vπ bis 1,7
Vπ.
Die Übersteuerung
des Modulators 6 auf diese Weise führt zu einer Erzeugung einer
modulierten Ausgangswellenform, wie sie in 3a dargestellt ist,
die für
eine Treiberspannungsamplitude Vdrive = 1,7
Vπ gilt.
Wie aus 3a ersichtlich, umfasst der optische
Ausgang eine Impulsfolge geformter Impulse mit einer Impulswiederholfrequenz
0,5fc, wobei jedes Impulsmerkmal aus einer
Doppelspitze 30 besteht, die durch eine Vertiefung 32 getrennt
ist. In der Frequenzdomäne
besteht im Gegensatz zur Zeitdomäne
die Wirkung dieser Doppelspitze 30 in der Erhöhung des
optischen Spektralgehaltes der optischen Wellenform. Im Gegensatz
dazu erzeugt dies, wenn der Modulator in bekannter Weise mit Vdrive = Vπ gespeist
wird, einen im Wesentlichen sinusförmigen Ausgang mit einer einzigen
Frequenzkomponente. Diese optische Wellenform wird an den optischen Impulsformer 8 angelegt,
der die Impulsmerkmale gestaltet und zu einer schmalen transformationsbegrenzten
Impulsfolge führt,
wie dies in 3b dargestellt ist.
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Der
optische Impulsformer 8, der weiter unten im Einzelnen
beschrieben wird, ist ein dispersives Durchlassfilter, d.h. es modifiziert
die Intensität
des hindurchtretenden Lichts nicht wesentlich, aber es wird die
Phase der ausgewählten
Frequenzkomponenten des optischen Signals in der Frequenzdomäne invertiert
und so die Phase für
jene Komponenten ausgerichtet. Die zusätzlichen Frequenzkomponenten,
die durch Übersteuerung
des Modulators erzeugt wurden, haben eine entgegengesetzte Phase zu
der anderen Frequenzkomponente der optischen Wellenform. Die Durchlässigkeitscharakteristik
des Impulsformers 8 wird so gewählt, dass gewählte Komponenten
ausgerichtet werden, was, wie durch Vergleich der 3a und 3b ersichtlich
ist, in der Zeitdomäne
zu einer Folge optischer Impulse 40 führt, bei der jeder Impuls in
der Dauer kürzer
ist und dessen Spitzenintensität
die Intensität
des unmodulierten Laserausgangs übersteigt.
Der Impulsformer 8 erzeugt demgemäß eine optische Impulsfolge,
bei der jeder Impuls im Wesentlichen transformationsbegrenzt ist,
d.h. die Dauer eines jeden Impulses ist im Wesentlichen ein Minimum,
das durch seinen spektralen Gehalt bestimmt wird.
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Gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel,
das in 1 dargestellt ist, besteht der optische Impulsformer 8 aus
zwei verketteten asymmetrischen Gallium-Arsenid-Mach-Zehnder-Interferometern 10, 12.
Eine derartige Anordnung ist zu bevorzugen, da, wie oben erwähnt, hierdurch
die Möglichkeit geschaffen
wird, den Impulsformer 8 und den optischen Modulator 6 monolithisch
als einzige integrierte Einheit herzustellen.
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Jedes
Interferometer 10, 12 besteht aus einem Teiler 14,
der das optische Signal in zwei optische Signale aufteilt, die entlang
der jeweiligen optischen Pfade (Arme) 16, 18 verlaufen,
und es ist ein Kombinator 20 vorgesehen, der die Signale
kombiniert und einen optischen Ausgang erzeugt. Die Interferometer 10, 12 sind
jeweils so angeordnet, dass sie eine gewählte differentielle optische
Gruppenverzögerung
auf die optischen Signale aufprägen,
die über die
Pfade 16, 18 verlaufen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird die differentielle Verzögerung
in Form von zwei Komponenten angelegt: eine differentielle Zeitverzögerung ϑ1, ϑ2 und
eine relativ kürzere
Zeit (Phasen)-Verzögerung
N1 bzw. N2 für die beiden
Interferometer 10, 12.
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Die
Zeitverzögerungen ϑ1, ϑ2 werden
dadurch erzeugt, dass sie unterschiedliche physikalische Längen in
ihren Pfaden aufweisen. 16 und die Phasenverzögerungen
N1, N2 werden erzeugt,
indem eine geeignete Spannung an eine Elektrode angelegt wird, die
im kürzeren
Pfad 18 vorgesehen ist, um den Brechungsindex des Pfades
zu modifizieren. Im typischen Fall betragen für eine 40 Gbs–1-Impulsfolge
die unterschiedlichen optischen Verzögerungen ϑ1, ϑ2 8,3
bzw. 12,5 Picosekunden. Die Phasenverzögerungen N1,
N2 liegen im Bereich von null bis zwei Pi-Radianten
in Abhängigkeit
von der Betriebswellenlänge, und
es sind Mittel vorgesehen, um eine Feinabstimmung durchzuführen und
um zu gewährleisten,
dass die optischen Signale in Phase sind, wenn sie wieder miteinander
kombiniert werden, wodurch die interferometrische Funktion als Durchlassfilter
gewährleistet
wird. Durch geeignete Wahl der Pfadungleichheiten ϑ1, ϑ2 und
die relativen optischen Phasen N1, N2 der Interferometerarme kann eine Impulsfolge
hoher Qualität
erzeugt werden.
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Es
ist klar, dass die optimalen Verzögerungen ϑ1, ϑ2 nur
durch die Wiederholungsrate der Impulse bestimmt werden und unabhängig sind
von der Wellenlänge
der Quelle. Wenn die asymmetrischen Mach-Zehnder-Interformeter auf
eine optimale Impulsform eingestellt sind, dann kann der Tastgrad
der Impulse leicht geändert
werden, wobei eine hohe Extinktion aufrecht erhalten wird, indem
einfach die Amplitude Vdrive des angelegten
Treibersignals eingestellt wird. Die Steuerung des Tastgrades des
Impulses auf diese Weise ist in den 4a und 4b dargestellt,
wo die Ausgangswellenform vom Modulator 6 und die optische
Impulsfolge für
die Treiberspannungsamplitude Vdrive = 1,2
Vπ dargestellt
ist. Durch Vergleich von 3b und 4b ergibt
sich, dass ein Ansteigen der Treiberspannungsamplitude zu einer
Impulsfolge führt,
die die gleiche Wiederholungsrate 0,5fc hat,
aber deren Tastgrad vermindert ist. Für einen typischen Treiberspannungsbereich
Vπ bis
1,7 Vπ liegt
der Tastgrad in der Größenordnung zwischen
0,41 und 0,30.
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Der
optische Impulsgenerator nach der Erfindung kann auf einfache Weise
benutzt werden, um optische RZ-Daten zu erzeugen, indem die optische Impulsfolge
unter Benutzung des optischen Intensitätsmodulators 22 moduliert
wird. Zur Vereinfachung der Herstellung und um die Integration mit
dem optischen Impulsformer 8 und dem Modulator 6 zu
ermöglichen,
ist der Intensitätsmodulator
vorzugsweise ein elektro-optischer interferometrischer Modulator und
am zweckmäßigsten
ein Mach-Zehnder-Modulator, der aus III-V-Halbleitermaterial hergestellt
ist, und vorzugsweise aus Gallium-Arsenid.
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Im
Allgemeinen ist es zur Übertragung
von Daten erwünscht,
dass die Impulse nicht gechirpt sind, d.h. die augenblickliche optische
Frequenz der Impulse bleibt konstant. Das berechnete Chirp für eine optische
Impulsfolge, die unter Benutzung einer Treiberspannungsamplitude
von Vdrive = 1,5 Vπ erzeugt
wurde, ist in 5 dargestellt. Es ist aus 5 ersichtlich,
dass das Frequenzchirp virtuell Null im Wesentlichen über die
Dauer eines jeden Impulses ist, wobei die einzige Abweichung im
Chirp in der Periode zwischen den Impulsen auftritt. Für Anwendungen,
wo ein lineares Frequenzchirp erforderlich ist, kann ein Phasenmodulator
in den optischen Impulsgenerator eingebaut werden, der mit einer
bitsynchronen Wellenform gespeist wird.
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Der
optische Impulsgenerator gemäß der vorliegenden
Erfindung ergibt eine Anzahl von Vorteilen gegenüber bekannten Anordnungen,
und diese Vorteile sind u.a. die folgenden:
- – Ein variabler
Tastgrad – der
Tastgrad des Impulses kann geändert
werden, indem die Amplitude der Treiberspannung eingestellt wird,
wobei eine hohe Extinktion aufrecht erhalten wird. Hierdurch wird
die Möglichkeit
geschaffen, dass der Generator in einem Bereich optischer Verbindungen
und Netze benutzt wird. Monolithische Integration – da der
optische Impulsformer leicht in Form eines ebenen Wellenleiters
hergestellt werden kann, ermöglicht
dies eine Integration mit dem optischen Modulator, was zu einem
Generator führt,
der sowohl kompakt als auch robust ist.
- – Erhöhte Impulswiederholrate – da nur
ein einziges Antriebssignal mit einer Frequenz erforderlich ist,
die die Hälfte
der Datenrate beträgt,
vereinfacht dies die Erfordernisse einer optischen Modulatorbandbreite
und es schafft die Möglichkeit der
Erzeugung von Impulsfolgen mit einer höheren Wiederholrate.
- – Einfachheit
der Fabrikation – der
Impulsformer kann leichter bei höheren
Frequenzen hergestellt werden, da die erforderlichen Pfadverzögerungen vermindert
werden.
- – Wirksame
Leistung – die
optische Spitzenimpulsleistung kann bis zu 3 dB höher werden
als die unmodulierte Eingangsleistung vom Laser.
- – Wechselnde
Phase – die
Impulse der Impulsfolge haben eine wechselnde Phase relativ zu dem unmodulierten
Laserausgang, und dies hat sich als vorteilhaft für die Übertragung
erwiesen.
- – Wellenlängenflexibilität – ein gegebener
Generator kann über
einen weiten Bereich von Eingangswellenlängen benutzt werden, und es
ist hierzu nur die Einstellung der optischen Phasenverschiebungen
N1, N2 notwendig,
um eine Anpassung an eine bestimmte Wellenlänge zu erzeugen.
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Es
ist klar, dass der optische Impulsgenerator nach der vorliegenden
Erfindung nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt ist
und dass Änderungen
innerhalb des Rahmens der Erfindung vorgenommen werden können. Beispielsweise können andere
Formen optischer Modulatoren benutzt werden, beispielsweise jene,
die aus Lithium-Niobat bestehen. Die dargestellte Anordnung des optischen
Impulsformers wird durch zwei Mach-Zehnder-Interferometer realisiert,
es können jedoch
andere Formen optischer Impulsformer benutzt werden, beispielsweise
ein Ringresonatorfilter kann benutzt werden, vorausgesetzt, dass
sie die Frequenzkomponenten ausrichten, um eine Impulsfolge zu erzeugen,
in der die Impulse im Wesentlichen transformationsbegrenzt sind.