[go: up one dir, main page]

DE60120495T2 - Bänderlose atemschutzmaske - Google Patents

Bänderlose atemschutzmaske Download PDF

Info

Publication number
DE60120495T2
DE60120495T2 DE60120495T DE60120495T DE60120495T2 DE 60120495 T2 DE60120495 T2 DE 60120495T2 DE 60120495 T DE60120495 T DE 60120495T DE 60120495 T DE60120495 T DE 60120495T DE 60120495 T2 DE60120495 T2 DE 60120495T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
skin
wearer
width
mask
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE60120495T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60120495D1 (de
Inventor
Ali Mohamed BARAKAT
Gianluca Brotto
Rainer Link
Gianfranco Palumbo
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE60120495D1 publication Critical patent/DE60120495D1/de
Publication of DE60120495T2 publication Critical patent/DE60120495T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D13/00Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches
    • A41D13/05Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches protecting only a particular body part
    • A41D13/11Protective face masks, e.g. for surgical use, or for use in foul atmospheres
    • A41D13/1161Means for fastening to the user's head
    • A41D13/1169Means for fastening to the user's head using adhesive
    • A41D13/1176Means for fastening to the user's head using adhesive forming a complete seal at the edges of the mask

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)
  • Secondary Cells (AREA)
  • Electric Double-Layer Capacitors Or The Like (AREA)
  • Semiconductor Integrated Circuits (AREA)

Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Gesichtsmasken, welche die eingeatmete Luft regeln und ihre Qualität verbessern. Es wird eine Atemschutzmaske beansprucht und beschrieben, die einen Bund und eine Filterschicht umfasst, wobei der Bund einen Innenumfang und einen Außenumfang hat sowie eine erste und eine zweite Breite, die lotrecht zu dem Innenumfang zwischen dem Innenumfang und dem Außenumfang gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite größer ist als die zweite Breite. Derartige Gesichtsmasken sind vorzugsweise bänderlos, und ihre Befestigung und Abdichtung erfolgen durch ein Hydrogel-Haftmittel. Des Weiteren wird eine verbesserte Deckschicht für ein Haftmittel einer solchen Gesichtsmaske beansprucht und beschrieben.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Eine Reihe von unterschiedlichen Gesichtsmasken ist aus dem Stand der Technik bekannt und auf dem Markt zu finden, einschließlich Mehrweg- und Einweg-Masken, Gesichtsmasken für die Verwendung im medizinischen Bereich, üblicherweise von Chirurgen, Gesichtsmasken für die berufliche Verwendung, wenn die eingeatmete Luft im Arbeitsumfeld dies erfordert, und Gesichtsmasken für die private Verwendung, z. B. um die Verbreitung von Infektionen zu verhindern, die in asiatischen Ländern sehr häufig getragen werden.
  • Der Stand der Technik auf dem Gebiet von Gesichtsmasken beinhaltet die folgenden Dokumente:
    Das US Patent Nr. 4,966,140, erteilt am 30. Oktober 1999, das eine Gesichtsmaske zum Schutz des Operateurs offenbart. Die Gesichtsmaske umfasst im Wesentlichen vertikale Befestigungsbänder und einen Abdichtungsstreifen, der entlang des oberen Randstücks ausgebildet ist.
  • Das US Patent Nr. 5,735,270, erteilt am 7. April 1998, das eine faltbare Einweg-Gesichtsmaske offenbart, umfasst ein einziges, im Allgemeinen rechteckiges Blatt aus Filtermaterial, einen Abdichtungsstreifen aus Schaumstoff und eine Vorrichtung zum Zubinden der Maske, die an den oberen Ecken befestigt ist.
  • Das US Patent Nr. 5,724,964, erteilt am 10. März 1998, offenbart Einweg-Gesichtsmasken, die mit einem gestrickten Kopfband am Kopf des Trägers befestigt werden, und es verwendet verschiedene dichtungsartige Abdichtungsstoffe wie zum Beispiel Kunststofffolien und/oder Hydrogels oder sonstige Arten von verformbaren Stoffen wie zum Beispiel offenzellige und geschlossenzellige Schaumstoffe. Bemerkenswerterweise werden bei dieser Erfindung keine als Haftmittel dienenden Hydrogels berücksichtigt.
  • Die Patentanmeldung JP 10-248,948, eingereicht am 11. März 1997, offenbart eine Gesichtsmaske zur Abdeckung der Nase und des Munds, die einen Haftstoff am Umfang der Gesichtsmaske umfasst.
  • Die Patentanmeldung WO 00/07636, eingereicht am 30. Juli 1999, offenbart neuartige Hydrogel-Haftmittel, die sich besonders für saugfähige Einweg-Artikel eignen, aber auch für Atemschutzmasken verwendbar sind.
  • Das US Patent Nr. 4,240,420, erteilt am 23. Dezember 1980, und seine Teilfortsetzung (CIP) US 4,354,489 , erteilt am 19. Oktober 1982, offenbaren Filtermasken, die separate Filterelemente für die Nase und für den Mund des Trägers umfassen.
  • Der Stand der Technik auf dem allgemeinen Gebiet von Haftmitteln zur Befestigung an der Haut ist im Bereich von Artikeln wie zum Beispiel Wundpflaster, Heftpflaster und Bandagen besonders fortgeschritten.
  • Damit solche Bandagen den gewünschten Haftungsgrad bieten, offenbart der Stand der Technik üblicherweise die Verwendung von bestimmten Haftmitteln mit sehr hoher Kohäsionskraft, wie zum Beispiel kautschukbasierte Haftmittel und Acryle. Diese Haftmittel werden dann als dicke Schichten aufgetragen, um die Haftkraft zu maximieren, welche die Bandage an der Haut des Trägers hält.
  • Das US Patent Nr. 4,699,146 offenbart hydrophile elastomere druckreaktive Haftmittel, die sich für die Verwendung bei Stomavorrichtungen, Bandagen, Dekubitalgeschwür-Unterlagen, Damenbinden, Windeln und Schutzpolstern für Sportzwecke eignen. Das Haftmittel umfasst wenigstens ein durch Strahlung quervernetztes organisches Polymer und einen Haftmittel-Weichmacher.
  • Das Patent GB 2 115 431 offenbart Haftmittel für Bandagen, Wund- oder Brandverbände, EKG-Kleber, Damenbinden, Windeln und Dekubitalgeschwür-Unterlagen. Das Haftmittel umfasst ein durch Strahlung quervernetztes organisches Polymer, zum Beispiel Polyvinylpyrrolidon, und einen Haftmittel-Weichmacher.
  • Wenn das Haftmittel jedoch in zufriedenstellender Weise mit einer Vorrichtung wie zum Beispiel eine Atemschutzmaske verwendet werden soll, die über längere Zeiträume hinweg getragen werden kann, ist es wichtig, dass das Haftmittel eine hautverträgliche Zusammensetzung aufweist und nicht rau oder aggressiv zur Haut ist oder Reizungen beziehungsweise Entzündungen der Haut verursacht. Außerdem wird es bevorzugt, wenn sich das Haftmittel so an die Haut des Trägers anschmiegt, dass man einen maximalen Hautflächenkontakt zwischen dem Haftmittel und der Haut erzielt. Darüber hinaus ist es auch wünschenswert, ein Haftmittel bereitzustellen, derart, dass die Atemschutzmaske mühelos von dem Träger entfernt werden kann, ohne dass der Träger Schmerzen von unzumutbarer Stärke erfährt und ohne dass Rückstände zurückbleiben. Dies ist insbesondere in den Fällen wichtig, in denen die Vorrichtung entfernt wird und eine erneute ein- oder mehrmalige Anbringung der Vorrichtung erforderlich ist, zum Beispiel, um eine bessere Verständigung, Essen oder dergleichen zu ermöglichen, und um die Anbringung solcher Vorrichtungen auf empfindlicher Haut zu sichern, z. B. auf der Haut eines älteren Trägers. Andererseits hingegen sollte der gewünschte Haftungsgrad zwar Schmerzfreiheit bieten, aber er sollte natürlich bei einer derartigen mehrmaligen Anbringung der Vorrichtung auch erhalten bleiben.
  • Das Problem, den gewünschten Haftungsgrad zu erreichen, wird bei nassem Zustand der Haut noch größer. In manchen Fällen wird die Haut gereinigt, bevor die Vorrichtung angebracht wird, und ist dann folglich üblicherweise feucht. Darüber hinaus kann sich während des Tragens einer Gesichtsmaske aufgrund von Schweiß Feuchtigkeit bilden, zum Beispiel durch hohe Umgebungstemperaturen oder schwere körperliche Arbeit. Die zur Zeit erhältlichen Haftmittel, so wie jene, die Hydrokolloidpartikel enthalten, haften jedoch häufig nicht sofort fest an der Haut und müssen möglicherweise in Position gehalten werden, bis sich eine ausreichende Mindesthaftung einstellt. Darüber hinaus neigt die Gesamthaftfähigkeit solcher Haftmittel dazu, auf nassen Hautflächen per se erheblich kleiner zu sein, so dass die Vorrichtung üblicherweise während des Tragens nicht an der Haut haften bleibt, wenn Druck auf die Vorrichtung ausgeübt wird, zum Beispiel durch Gesichtsbewegungen.
  • Ein weiteres Problem, das bei der Verwendung von Atemschutzmasken besonders häufig auftritt, ist die Fähigkeit des Haftmittels, auf fettigen oder öligen Hautflächen zu haften. Wie viel und welche Art von Fett und Talg von Natur aus auf der Haut vorhanden ist, variiert von Person zu Person. Des Weiteren sollte das Haftmittel zuverlässig an behaarter Haut kleben und erlauben, dass es auch von dort schmerzfrei entfernt werden kann.
  • WO-A-97/24149 (3M) beschreibt zum Beispiel ein lipophiles polares druckreaktives Haftmittel, dem eine verbesserte Haftung auf fettiger Haut zugesprochen wird, wobei das Haftmittel eine hydrophile polymere Matrix, einen polaren organischen Weichmacher und wenigstens 9 Gew.-% eines Tensids mit einem HLB-Wert („hydrophile lipophile balance value") von 10 bis 17 beinhaltet. Es wird allgemein erklärt, dass die hydrophile polymere Matrix aus einer Reihe von Polymeren gewählt werden kann, die Homo- and Copolymere von zum Beispiel (Meth)acrylsäure und Salzen davon, Acrylamid, N-Vinylpyrrolidon und Acrylamidopropansulfonsäure und Salzen davon beinhaltet. Das Haftmittel wird durch Polymerisation in einem homogenen wässrigen Gemisch hergestellt.
  • Angesichts des oben genannten Stands der Technik besteht nach wie vor das Bedürfnis, eine verbesserte Atemschutzmaske bereitzustellen, welche die folgenden Zielsetzungen erfüllt:
    • – Die Maske ist angenehm und sicher zu tragen.
    • – Die Maske ist kostengünstig herstellbar, so dass sie als Einwegartikel dienen kann, aber alternativ auch viele Male wiederverwendet werden kann.
    • – Die Maske erlaubt Gesichtsbewegungen, und zwar ein zumindest leichtes Öffnen des Munds zum Sprechen, Husten und dergleichen, während eine zuverlässige Abdichtung zum Gesicht erhalten bleibt.
    • – Die Maske kann in einer Größe bereitgestellt werden, die einer großen Anzahl von verschiedenen Kunden passt.
    • – Die Maske hält gut auf nasser, fettiger und insbesondere behaarter Haut.
    • – Die Maske haftet zuverlässig über längere Zeiträume hinweg auf menschlicher Haut.
    • – Die Maske kann leicht und bequem abgenommen werden.
  • Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Deckschicht für eine Haftmittelschicht bereitzustellen, wie sie die Gesichtsmaske vorzugsweise umfasst, wobei die Deckschicht leicht von dem Haftmittel abgezogen werden kann und die optimale Anbringung der Maske auf dem Gesicht eines Trägers erleichtert.
  • Überraschenderweise hat man nun festgestellt, dass die oben genannten Zielsetzungen erfüllt werden können, indem man eine Atemschutzmaske und eine Deckschicht für eine Haftmittelschicht auf der Gesichtsmaske bereitstellt, beide mit den mechanischen Eigenschaften wie nachstehend definiert und vorzugsweise ein Haftmittel wie nachstehend definiert umfassend.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Gesichtsmasken, welche die eingeatmete Luft regeln und ihre Qualität verbessern. Es wird eine Atemschutzmaske beansprucht und beschrieben, die einen Bund und eine Filterschicht umfasst, wobei der Bund einen Innenumfang und einen Außenumfang hat sowie eine erste und eine zweite Breite, die lotrecht zu dem Innenumfang zwischen dem Innenumfang und dem Außenumfang gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite größer ist als die zweite Breite. Derartige Gesichtsmasken sind vorzugsweise bänderlos, und ihre Befestigung und Abdichtung erfolgen durch ein Hydrogel-Haftmittel. Des Weiteren wird eine verbesserte Deckschicht für ein Haftmittel einer solchen Gesichtsmaske beansprucht und beschrieben.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • Es wird angenommen, dass die Erfindung besser verstanden wird in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen, in denen:
  • 1 eine Draufsicht auf die dem Träger zugewandte Seite einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.
  • 1a eine Draufsicht auf die dem Träger zugewandte Seite der gleichen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist, wobei die Figur auch die A-Achse zeigt, die Abschnitte auf dem Bund definiert.
  • 2 eine Seitenansicht der gleichen bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.
  • 3 eine Draufsicht auf die dem Träger zugewandte Seite einer bevorzugten Ausführungsform einer Haftmittel-Deckschicht ist, die von Trägerpapieren gebildet wird.
  • Ausführliche Beschreibung der Erfindung
  • Allgemeines
  • Die vorliegende Erfindung betrifft Gesichtsmasken, welche die eingeatmete Luft regeln und ihre Qualität verbessern. Diese werden zuweilen auch als Atemschutzmasken bezeichnet, und hier werden sie zur Vereinfachung auch als Gesichtsmasken (10) oder Masken (10) bezeichnet. Solche Masken (10) umfassen wenigstens einen Bund (20) und wenigstens ein Luftregelmodul, wie zum Beispiel eine Filterschicht (30), die integral oder miteinander verbunden sein können, und die lösbare oder nicht lösbare Teile sein können.
  • Eine Atemschutzmaske (10) gemäß der vorliegenden Erfindung kann so ausgeführt sein, dass sie nur den Mund des Trägers oder nur die Nase des Trägers bedeckt, ist jedoch vorzugsweise so ausgeführt, dass sie beide Atemorgane bedeckt, und sie kann mit einem beliebigen, aus dem Stand der Technik bekannten Befestigungsmittel versehen sein, wie zum Beispiel Kopfbänder oder Riemen, die um den Kopf und den Nackenbereich herum verlaufen können oder die um die Ohren des Trägers herum verlaufen können. Stark bevorzugte Befestigungsmittel gemäß der vorliegenden Erfindung sind Haftbefestigungsmittel, wie zum eine Haftmittelschicht, die auf der dem Träger zugewandten Seite des Bundes (20) vorgesehen ist.
  • Des Weiteren kann die Atemschutzmaske (10) mit einem beliebigen, aus dem Stand der Technik bekannten Abdichtungsmittel ausgestattet sein, zum Beispiel mit einem Schaumstoff. In der bevorzugtesten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Haftmittelschicht jedoch auf der Gesichtsmaske (10) vorgesehen und dient sowohl als Befestigungsmittel als auch als Abdichtungsmittel.
  • Eine gemäß der vorliegenden Erfindung bereitgestellte Atemschutzmaske (10), im Folgenden als Gesichtsschutzmaske (10), Gesichtsmaske (10) oder Maske (10) bezeichnet, umfasst als wesentliche Bestandteile einen Bund (20) und eine Filterschicht (30). Bevorzugte Ausführungsformen sind in 1 und 2 dargestellt. Diese Ausführungsformen eignen sich vornehmlich als Einwegmasken für private Benutzer, die Infektionen verhindern wollen.
  • Bund
  • Der Bund (20) dient zur Abdichtung und vorzugsweise zur Befestigung der Maske (10) an dem Gesicht eines Trägers. Der Bund soll die Atemorgane (Mund und Nase) des Trägers nicht bedecken. Wenn die Maske so ausgeführt ist, dass sie Mund und Nase eines Trägers bedeckt, liegt der Bund üblicherweise an der Nase, an den Wangen und am Kinn des Trägers an.
  • Der Bund hat einen Innenumfang (22), der die Atemorgane des Trägers umgibt, und einen Außenumfang (24), der üblicherweise die Außenkonturen der Maske (10) definiert, siehe 1 und 2.
  • In einem Aspekt besteht die vorliegende Erfindung in der Bereitstellung der Gesichtsmaske (10) mit einem erheblich verbesserten Bund (20). Überraschenderweise hat man festgestellt, dass die Bereitstellung einer Gesichtsmaske (10) mit einem Bund (20) von ungleichmäßiger Breite die Abdichtung der Gesichtsmaske (10) zum Gesicht eines Trägers erheblich verbessert.
  • Der hier verwendete Begriff „Breite" bezeichnet den Abstand zwischen dem Innenumfang (22) des Bundes (20) und dem Außenumfang (24) des Bundes (20), in lotrechter Richtung zu dem Innenumfang (22) gemessen.
  • Insbesondere hat man es für vorteilhaft befunden, Teile eines Bundes (20), die am Nasenknochen und in der Mitte des Kinns eines Trägers anliegen, in einer großen Breite auszuführen. Ferner hat man es für vorteilhaft befunden, einen Teil des Bundes (20) in den Bereichen zwischen Nase und Wangen und um den Mundwinkel des Trägers herum in einer geringen Breite auszuführen. Daher kann in einem Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Vielzahl von ersten Breiten an dem Bund gemessen werden, die größer sind als eine Vielzahl von zweiten Breiten, die an dem Bund gemessen werden können. Vorzugsweise ist wenigstens eine dieser ersten Breiten wenigstens 10 %, besser wenigstens 20 %, noch besser wenigstens 30 %, noch etwas besser wenigstens 40 %, noch etwas besser 50 %, am besten 80 % größer als wenigstens eine dieser zweiten Breiten.
  • Vorzugsweise ist die gemäß der vorliegenden Erfindung bereitgestellte Atemschutzmaske (10) um eine Längsachse symmetrisch, welche die Symmetrie zwischen der linken Hälfte und der rechten Hälfte des menschlichen Gesichts spiegelt. Der hier verwendete Begriff „Mittelpunkt" bezeichnet den Punkt auf der Längsachse, der den Abstand von dem Außenumfang des Nasenteils (26) zu dem Außenumfang des Kinn-Mittelteils (29) halbiert, wie in 1a dargestellt.
  • Was den Winkel anbelangt, der im Uhrzeigersinn zwischen der Längsachse und einer durch den Mittelpunkt führenden Referenzachse A gemessen wird, siehe 1a, findet man vorzugsweise in den folgenden Abschnitten Bereiche von geringerer Breite: Erstens in einem Abschnitt von 20° bis 80°, vorzugsweise 30° bis 70°, am besten 40° bis 60°, und zweitens in einem Abschnitt von 100° bis 150°, vorzugsweise 105° bis 140°, am besten 110° bis 130°, und in den beiden entsprechenden spiegelsymmetrischen Abschnitten auf der anderen Seite der Längsachse. Diese Bereiche werden auch als Wangenteile (27) und Mundwinkelteile (28) bezeichnet, siehe 1.
  • In einem anderen wichtigen Aspekt bieten die Teile des Bundes (20), die wie oben beschrieben eine geringere Breite haben, hier auch als „schmale Teile" bezeichnet, einen Gelenkeffekt, der Gesichtsbewegungen erlaubt. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass dieser Gelenkeffekt der höheren Biegsamkeit des Bundes (20) an solchen schmaleren Teilen zugeschrieben werden kann, da dort weniger Material vorgesehen ist. Ferner ist man der Ansicht, dass an den schmaleren Teilen weniger Falten entstehen als an den breiteren Teilen, wenn auf den Bund (20), z. B. durch Gesichtsbewegungen, Spannung ausgeübt wird. Man nimmt an, dass solche Falten eine Ursache für unzulängliche Abdichtung sind.
  • Die Gesichtsmaske (10) der vorliegenden Erfindung kann eine beliebige Form haben, zum Beispiel kreisförmig, oval, quadratisch, rechteckig oder dreieckig. Ovale Formen werden bevorzugt. Üblicherweise wird die Form der Gesichtsmaske (10) im Wesentlichen von dem Außenumfang (24) des Bundes (20) vorgegeben. Wenn sie für einen erwachsenen Träger vorgesehen ist, sollte der Außenumfang (24) des Bundes (20) so geformt sein, dass er eine Höhe, gemessen entlang der Längsachse, von 5 cm bis 15 cm, vorzugsweise 8 cm bis 12 cm hat und eine Breite, gemessen entlang einer Querachse durch den Mittelpunkt, von 8 cm bis 20 cm und vorzugsweise von 10 cm bis 15 cm. Die Höhe wird vorzugsweise so gewählt, dass kleine Gesichtsbewegungen und das Öffnen des Mundes ermöglicht werden. Überraschenderweise hat man festgestellt, dass die Gesichtsmaske (10) gemäß der vorliegenden Erfindung sogar beispielsweise Sprechen und Husten erlaubt, was sowohl einen hohen Komfort als auch einen Sicherheitsgewinn bietet.
  • Wie man überraschenderweise festgestellt hat, sorgt die Bereitstellung des Bundes (20) in einer Ausgestaltung wie oben beschrieben für einen erheblich verbesserten Sitz und Komfort der Maske (10). Insbesondere hat man festgestellt, dass in Kombination mit den im Folgenden offenbarten Haftmitteln sowohl eine verbesserte Abdichtung als auch eine zuverlässige Befestigung erreicht werden können – ohne die Verwendung eines allzu starken Haftmittels und wie gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt, ohne auf weitere Befestigungsmittel wie zum Beispiel Riemen oder Kopfbänder zurückzugreifen.
  • Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass die Bereitstellung von Teilen mit einer geringeren Breite es dem Bund (20), der vor der Verwendung üblicherweise eine flache oder zweidimensionale Form hat, erlaubt, den dreidimensionalen Konturen des menschlichen Gesichts genauer und ohne dass sich Falten bilden, die üblicherweise die Abdichtung der Maske (10) beeinträchtigen, zu folgen.
  • In einigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist ein Luftregelmodul (30) mit mehr als einem Bund (20) ausgestattet. Bunde (20) können zum Beispiel in einer Stapelanordnung vorgesehen werden, bei der ein benutzter Bund (20) abgezogen werden kann und ein neuer Bund (20), der eine neue Haftmittelschicht umfasst, bereitgestellt wird. Die Stapelanordnung wird von den Haftmittelschichten zusammengehalten, die auf den Bunden (20) für die Befestigung an einem Träger vorgesehen sind. In solchen Ausführungsformen sollte der äußerste Bund (20) vor der Verwendung von einem Trägerblatt (40) bedeckt sein.
  • Luftregelmodul
  • Ein stark bevorzugtes Luftregelmodul gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Filterschicht (30). Die Filterschicht (30) kann aus einer Reihe von unterschiedlichen Materialien und aus einer Reihe von unterschiedlichen Materialkombinationen erstellt werden. Bevorzugte Materialien beinhalten Vliesstoffe, Textilstoffe, z. B. Seide, Leinen oder Baumwolle, und Seidenpapier. Ferner kann jegliches Material verwendet werden, das aus dem Stand der Technik von saugfähigen Artikeln bekannt ist, und zwar Damenbinden, Slipeinlagen und Windeln, das als oberes Blatt oder als hinteres Blatt von solchen saugfähigen Artikeln dient. Materialien, die für die Verwendung in einem oberen Blatt bekannt sind, bieten eine gute Flüssigkeitsdurchlässigkeit und demzufolge auch eine gute Luftdurchlässigkeit, und sie eignen sich gleichzeitig für Hautkontakt. Materialien, die für die Verwendung in einem hinteren Blatt bekannt sind, bieten üblicherweise einen niedrigeren Grad an Luftdurchlässigkeit, aber in jüngster Zeit entwickelte Materialien bieten eine so hohe Dampf- und Luftdurchlässigkeit, dass sie durchaus für den vorliegenden Einsatz in Betracht gezogen werden können. Aufgrund der Feuchtigkeit der ausgeatmeten Luft werden Materialien, die eine gute Dampfdurchlässigkeit bieten, stark bevorzugt, um ein Feuchtigkeitsgefühl während dem Tragen der Gesichtsmaske zu vermeiden. Andererseits sollte die Filterschicht (30) vorzugsweise etwas Feuchtigkeit aus der ausgeatmeten Luft herausfiltern, z. B. Spuren von Speichel oder Blut, um die Verbreitung von Infektionen zu verhindern.
  • In einigen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung umfassen die Maske (10) und am besten die Filterschicht (30) auch eine geruchsabsorbierende Verbindung, zum Beispiel Aktivkohle oder Zeolithe.
  • Die von der Gesichtsmaske (10) gemäß der vorliegenden Erfindung umfasste Filterschicht (30) sollte so gewählt werden, dass sie einen gewissen Grad an Biegsamkeit aufweist. Die Biegsamkeit sorgt für eine bessere Anpassung an die individuellen Gesichtskonturen eines Trägers, geringen Druck auf die Haftmittelbereiche bei Gesichtsbewegungen und bequemes Verpacken der Vorrichtung, und sie sollte unter Berücksichtigung dessen gewählt werden.
  • Die von der Gesichtsmaske (10) umfasste Filterschicht (30) sollte jedoch auch so gewählt werden, dass sie einen gewissen Grad an Steifheit aufweist. In Abhängigkeit von der jeweiligen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verhindert die Steifheit des biegsamen Blattes, dass das Blatt in den Mund des Trägers hineinragt (bei offenem Mund). Der Kontakt der Zunge mit diesem Blatt kann von manchen Trägern als unangenehm angesehen werden, zum Beispiel da der Geschmack eines Vliesstoffes möglicherweise als unangenehm empfunden wird.
  • Die Forderung nach Steifheit einerseits kann mit der Forderung nach Biegsamkeit andererseits in Einklang gebracht werden, wenn man ein etwas steifes oder zumindest nicht dünnes Material mit einem dehnbaren Mittel, zum Beispiel Falten (32), ausstattet. Eine große Anzahl von unterschiedlichen Faltmustern kann dazu dienen, dehnbare Mittel bereitzustellen. Der Bereich der Filterschicht (30), der direkt am Mund eines Trägers anliegt, ist vorzugsweise frei von Falten (32). Falten sind daher vorzugsweise etwas über der Oberlippe und neben der Unterlippe eines Trägers vorgesehen, optional können ferner Falten im Nasenbereich eines Trägers vorgesehen werden. In stark bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind zwei oder vier Falten (32) vorgesehen, am besten eine oder zwei Falten, über der Oberlippe beziehungsweise unter der Unterlippe eines Trägers. Eine bevorzugte Ausführungsform mit vier Falten ist in 2 dargestellt. Die Falten können symmetrisch angeordnet werden, doch man bevorzugt eher eine asymmetrische Anordnung, um im Nasenbereich eine größere Dehnbarkeit zu erhalten als im Mundbereich.
  • In alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung kann das Luftregelmodul (30) eine komplexere Ausstattung umfassen, um die eingeatmete und/oder ausgeatmete Luft zu regeln. In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Luftregelmodul (30) Mittel zum Regeln, insbesondere zum Anreichern der eingeatmeten Luft, zum Beispiel mit Sauerstoff, wie sie in einem Gerät für künstliche Beatmung in der medizinischen Praxis verwendet werden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst das Luftregelmodul (30) Mittel zum Analysieren der ausgeatmeten Luft. Solche Mittel können so ausgeführt sein, dass sie Spuren von konsumiertem Alkohol analysieren, wie sie z. B. in Alkoholtests von der Polizei verwendet werden, und es wird ebenso in Erwägung gezogen, Mittel zu verwenden, um die ausgeatmete Luft in Hinblick auf den Stoffwechsel einer Person für umfassendere medizinische Zwecke zu analysieren.
  • In einigen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist das Luftregelmodul (30) lösbar an dem Bund (20) befestigt, und das Luftregelmodul (30) kann daher ausgewechselt werden. Das Auswechseln des Luftregelmoduls (30) kann erfolgen, wenn die Maske (10) nicht getragen wird, was zumindest den Vorteil einer ökonomischen Wiederverwendung des Bundes (20) mit sich bringt, oder es kann in anderen Fällen während dem Tragen der Maske erfolgen (z. B. um unterschiedlichen Filteranforderungen in einer Arbeitsumgebung Rechnung zu tragen), ohne dass es nötig ist, den Bund (20) abzunehmen und erneut zu befestigen.
  • Bevorzugte Haftmittel
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann das Haftmittel auf der dem Träger zugewandten Seite der Gesichtsmaske (10) in einem beliebigen Muster, symmetrisch oder asymmetrisch, z. B. in einem Muster aus Punkten oder Streifen, aufgetragen werden. Vorzugsweise ist das Haftmittel nur auf dem Bund (20) der Gesichtsmaske (10) vorgesehen, und die Filterschicht (30) ist frei von Haftmittel.
  • Das Haftmittel ist in einem oder mehreren Bereichen auf der dem Träger zugewandten Seite der Atemschutzmaske (10), im Folgenden auch als „Vorrichtung" bezeichnet, als eine Schicht mit einer bestimmten Dicke oder Stärke C, die in Millimetern (mm) gemessen wird, vorgesehen. Vorzugsweise ist die Stärke C für alle mit Haftmittel bedeckten Bereiche (20) konstant, aber die Stärke C kann auch variieren.
  • Das Haftmittel wird zumindest auf einem Teil der dem Träger zugewandten Seite von Vorrichtungen aufgetragen, in einer Schicht mit einer Dicke oder Stärke, die vorzugsweise konstant ist, oder die alternativ über die Oberfläche, auf die das Haftmittel aufgetragen wird, variieren kann. Das Haftmittel kann mit einem beliebigen aus dem Stand der Technik bekannten Mittel auf die dem Träger zugewandte Seite der Vorrichtung aufgetragen werden, zum Beispiel durch Schlitzbeschichtung, Spiral- oder Perlenauftrag oder Drucken. Üblicherweise wird das Haftmittel mit einem Flächengewicht von 20 g/m2 bis 2.500 g/m2, vorzugsweise von 500 g/m2 bis 2.000 g/m2, am besten von 700 g/m2 bis 1.500 g/m2 aufgetragen, je nach der vorgesehenen Endverwendung.
  • Eine detaillierte Analyse der Abfolge von üblichen Situationen, die durch die Vorrichtungen eintreten, wenn solche Vorrichtungen entfernt werden, hat gezeigt, dass bestimmte Haftmitteleigenschaften vorzugsweise erfüllt sein müssen, um die gewünschten Leistungsziele zu erreichen, insbesondere um die anfängliche Befestigung zu sichern und um die Befestigung während der Benutzung und die schmerzfreie Entfernung nach dem Tragen zu sichern. Die Eigenschaften, die in diesem Zusammenhang berücksichtigt wurden, sind der Elastizitätsmodul, der das elastische Verhalten des Materials beschreibt, und der Viskositätsmodul, der das viskose Verhalten des Haftmittelmaterials beschreibt.
  • Das viskose Verhalten des Haftmittels kann so interpretiert werden, dass es Aufschluss über die Fähigkeit des Haftmittels gibt, an einer bestimmten Oberfläche schnell anzuhaften und fest daran kleben zu bleiben. Das elastische Verhalten kann als eine Angabe über das „Härte"-Verhalten des Haftmittels interpretiert werden. Sein Wert ist auch für eine gute anfängliche Befestigung wichtig. Ihre Kombination gilt als Indikator für die bei der Entfernung erforderliche Kraft. Das Verhältnis zwischen Elastizitätsmodul und Viskositätsmodul sagt aus, welcher Anteil der Entfernungs-Energie innerhalb des Haftmittels dissipiert wird und welcher Anteil zur Verfügung steht, um die tatsächliche Entfernung zu veranlassen.
  • Um Haftmittel für eine sichere anfängliche Befestigung und eine anhaltende Befestigung sowie für eine leichte/schmerzfreie Entfernung bereitzustellen, sind auch das Verhältnis zwischen dem Elastizitätsmodul und dem Viskositätsmodul sowie ihr dynamisches Verhalten von Bedeutung.
  • Das Haftmittel hat ein Elastizitätsmodul bei einer Temperatur von 37 °C (100° Fahrenheit), abgekürzt G'37, ein Viskositätsmodul bei einer Temperatur von 37 °C (100° Fahrenheit) von G''37, und ein Viskositätsmodul bei einer Temperatur von 25 °C (77° Fahrenheit) von G''25.
  • Das Haftmittel gemäß der vorliegenden Erfindung erfüllt vorzugsweise die folgenden Bedingungen:
    G'37 (1 rad/s) liegt im Bereich 500 Pa bis 20.000 Pa, vorzugsweise 700 Pa bis 15.000 Pa, am besten 1.000 Pa bis 10.000 Pa,
    G''37 (1 rad/s) liegt im Bereich 100 Pa bis 15.000 Pa, vorzugsweise 100 Pa bis 10.000 Pa, am besten 300 Pa bis 5.000 Pa,
    und das Verhältnis G'37 (1 rad/s)/G''37 (1 rad/s) liegt im Bereich von 1 bis 30.
  • Vorausgesetzt, dass die oben genannten rheologischen Bedingungen erfüllt sind, erfüllen die Haftmittel auch Bedingungen wie zum Beispiel ausreichende Kohäsion (um Haftmittelrückstände auf der Haut zu verhindern), die für die kommerzielle Verwendung solcher Haftmittel wichtig sind und für den Fachmann ersichtlich sind. Haftmittelzusammensetzungen, welche die oben genannten Kriterien erfüllen, können als Haftmittel für die Vorrichtung verwendet werden, sofern sie auch die üblichen Anforderungen erfüllen, sicher zu sein für die Verwendung auf Menschen- oder Tierhaut während der Verwendung und allgemein nach der Entsorgung der Vorrichtung.
  • Oft werden die Kriterien von hygienischem Aussehen berücksichtigt, so dass Haftmittelzusammensetzungen bevorzugt werden, die beim Auftragen transparent oder weiß sind.
  • Man hat festgestellt, dass das Verhältnis zwischen der Dicke oder Stärke C, gemessen in Millimetern (mm), der Schicht, in der das Haftmittel vorgesehen ist, üblicherweise auf wenigstens einem Teil der dem Träger zugewandten Oberfläche der Vorrichtung, und dem Viskositätsmodul G''25 bei etwa 100 rad/s des Haftmittels maßgeblich dafür ist, in welchem Umfang eine leichte und schmerzfreie Entfernung solch eines Haftmittels von der Haut des Trägers geboten wird, das auf wenigstens einen Teil der dem Träger zugewandten Oberfläche einer Vorrichtung zur Befestigung dieser Vorrichtung an der Haut eines Trägers aufgetragen wurde.
  • Das Haftmittel der vorliegenden Erfindung wird also vorzugsweise als eine Schicht mit einer Dicke C bereitgestellt, so dass der Viskositätsmodul G''25 (100 rad/s) und die Dicke C vorzugsweise die folgende empirische Gleichung erfüllen: G''25 ≤ [(7,00 + C) × 3.000]Paund vorzugsweise auch die folgende empirische Gleichung: G''25 ≤ [(5,50 + C) × 1.700]Pa
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Dicke C der Haftmittelschicht zwar konstant, aber solch eine Haftmittelschicht kann auch unterschiedliche Dicken an unterschiedlichen Teilen der dem Träger zugewandeten Oberfläche der Vorrichtung, an denen sie aufgetragen wird, haben, vorausgesetzt, dass in jedem Fall in jedem Teil das oben genannte Verhältnis zwischen C und G''25 vorliegt.
  • Die Haut des Trägers, an der die Vorrichtungen üblicherweise befestigt werden, variiert beträchtlich von Person zu Person. Vor allem die Art und die Menge von produziertem Fett oder Talg kann beträchtlich von Person zu Person variieren. Der Gesichtsbereich, und insbesondere der Bereich um das Kinn herum, produziert jedoch bekanntlich große Mengen an Talg und stellt solchen Talg rasch wieder her, selbst wenn etwas davon entfernt wird, z. B. durch Reinigung der entsprechenden Hautbereiche. Darüber hinaus können die Träger solcher Vorrichtungen Cremes auf den Hautbereich auftragen, der mit den Haftmitteln in Berührung kommt, z. B. Feuchtigkeitscremes. Es ist daher wichtig, ein Haftmittel bereitzustellen, das auf fettiger Haut haftet. Entsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein Haftmittel bereit, das eine trockene anfängliche Abziehfestigkeit (PDI) und eine fettige anfängliche Abziehfestigkeit (PGI) hat, wie von der hier beschriebenen Testmethode festgelegt, mit einem Verhältnis PDI zu PGI von 1:1 bis 1,0:0,2, vorzugsweise von 1:1 bis 1:0,3. Üblicherweise beträgt die trockene anfängliche Abziehfestigkeit (PDI) für die Verwendung für Vorrichtungen von 0,1 N/cm bis 7,0 N/cm, vorzugsweise von 0,1 N/cm bis 5,0 N/cm, bevorzugter von 0,5 N/cm bis 3 N/cm. Der Wert der fettigen anfänglichen Abziehfestigkeit ist vorzugsweise der gleiche wie für die trockene anfängliche Abziehfestigkeit. Üblicherweise erreicht man jedoch einen niedrigeren Grad und akzeptable Grade sind von 0,1 N/cm bis 5 N/cm, vorzugsweise von 0,1 N/cm bis 3 N/cm, noch besser von 0,1 N/cm bis 2 N/cm. Ferner wird es bevorzugt, wenn die Haftung auf fettiger Haut über einen Tragezeitraum erhalten bleibt, derart, dass das Verhältnis zwischen der fettigen anfänglichen Abziehfestigkeit (PGI) und der fettigen endgültigen Abziehfestigkeit (PGF) von 1:1 bis 1:0,25 beträgt, vorzugsweise von 1:1 bis 1:0,5.
  • Aufgrund der Beschaffenheit und der Umgebung, in der solche Vorrichtungen verwendet werden, wird es ferner bevorzugt, dass sich das Haftmittel durch eine Wasseraufnahmefähigkeit, wie in dem vorliegenden Test definiert, von wenigstens 3 Gew.-% dieses Haftmittels auszeichnet (so dass das Haftmittel direkt auf nasser oder feuchter Haut haftet). Insbesondere sollte das Verhältnis der Abziehfestigkeit des Haftmittels, wie in den vorliegenden Testmethoden festgelegt, vorzugsweise auf einem konstanten Wert gehalten werden, so dass das Verhältnis der anfänglichen Abziehfestigkeit (PDI) und der endgültigen Abziehfestigkeit (PWF) von 2:1 bis 1:4, vorzugsweise von 2:1,25 bis 2:4, am besten von 2,0:1,5 bis 2,0:2,5 beträgt. Üblicherweise sollte für Vorrichtungen die anfängliche Abziehfestigkeit für trockene und besser auch für nasse Haut von 0,1 N/cm bis 7,0 N/cm, 0,1 N/cm bis 5,0 N/cm, vorzugsweise von 0,5 N/cm bis 3,0 N/cm betragen.
  • Außerdem wird es ferner bevorzugt, wenn das Haftmittel nicht nur seine Abziehfestigkeit über einen bestimmten Zeitraum hinweg beibehält, selbst wenn Wasser vorhanden ist, sondern auch weniger als 15 %, vorzugsweise weniger als 10 %, noch besser weniger als 7 % Wasser absorbiert. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass die Fähigkeit des Haftmittels, Wasser aufzunehmen, berücksichtigt werden muss, um eine direkte Haftung auf nasser Haut zu erzielen und über einen bestimmten Tragezeitraum hinweg eine konstante Haftungsleistung beizubehalten, selbst wenn es sehr großen Flüssigkeitsmengen oder hoher Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Insbesondere hat man festgestellt, dass nicht nur die absolute Fähigkeit des Haftmittels zur Wasserabsorption, sondern auch die Geschwindigkeit der Wasserabsorption berücksichtigt werden muss, um ein Haftmittel bereitzustellen, das die oben bezeichneten Leistungsparameter erfüllt.
  • Hydrokolloid-Partikel enthaltende Haftmittel, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, umfassend eine dreidimensionale Kautschukmatrix und darin dispergierte kolloidale absorbierende Partikel, können zum Beispiel nur begrenzte Mengen von Wasser durch die kolloidalen Partikel selbst und nicht durch die Matrix selbst aufnehmen. Außerdem ist die Geschwindigkeit, mit der Wasser aufgenommen wird, gering. Diese Haftmittel des Stands der Technik haften daher nicht an nassen Oberflächen.
  • Hydrogel-Haftmittel des Stands der Technik sind hingegen in der Lage, nicht nur große Mengen von Wasser aufnehmen, sondern auch mit einer sehr hohen Geschwindigkeit. Folglich können solche Haftmittel zwar an nassen Oberflächen haften, aber aufgrund der Kombination aus hoher Absorptionsgeschwindigkeit und großer absoluter Wasseraufnahme verlieren diese Haftmittel schnell ihre Haftfestigkeit, wenn sie sehr großen Wassermengen oder hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
  • Entsprechend zeigen die Haftmittel der vorliegenden Erfindung sowohl eine Fähigkeit, direkt an nasser Haut zu haften, da sie eine minimale absolute Wasseraufnahmefähigkeit in Kombination mit einer Absorptionsgeschwindigkeit haben, derart, dass die Abziehfestigkeit über den Tragezeitraum hinweg innerhalb definierter Werte bleibt.
  • Das Haftmittel ist mit dem bevorzugten Muster versehen, üblicherweise auf der dem Träger zugewandten Oberfläche der Vorrichtung, als eine Schicht mit einer Dicke oder Stärke C, die vorzugsweise konstant ist. Die Schicht kann vorzugsweise durchgängig oder alternativ unterbrochen sein, z. B. in Form von Punkten, Spiralen oder Streifen.
  • Haftmittel werden zwar wie druckreaktive Haftmittel auf menschlicher Haut, Haaren und Schleimhautgeweben verwendet, aber selbstverständlich könnten die Haftmittelzusammensetzungen auf der Basis der charakteristischsten rheologischen Verhaltensweisen, die solche Materialien kennzeichnen, nur schwer als typische druckreaktive Haftmittel (im Folgenden als PSA bezeichnet) betrachtet werden.
  • Wie dem Fachmann für Haftmittel bekannt ist, ist in der Tat das charakteristischste Merkmal, das ein PSA von anderen Substanzen unterscheidet, die zeitweise an Gegenständen haften können (z. B. könnte Wasser zwischen zwei Glasplatten haften), die Tatsache, dass ihre rheologischen Parameter und insbesondere der Elastizitätsmodul G' mit der Frequenz des angewendeten Drucks erheblich variieren. Vornehmlich der G' von PSA kann über einige Größenordnungen hinweg zunehmen, während die Frequenz des angewendeten Drucks von der typischen Bindefrequenz zur typischen Ablösefrequenz variiert, d. h. 1 rad/s bis 100 rad/s, wie im Folgenden angegeben.
  • Als erste Konsequenz ist es daher unzulässig, Stoffe zu definieren, die der Verwendung als "Haftmittel" dienen sollen, indem man ihnen Werte von rheologischen Parametern und insbesondere von G' bei einem festgelegten Frequenzwert gibt. Dies kann irreführend sein, da dies, wenn sonstige Kennzeichen wie zum Beispiel Oberflächenchemie fehlen, Stoffe einschließen wird, die keinen praktischen Wert haben. Daher muss die rheologische Charakterisierung auf der Basis von dynamischen Überlegungen erfolgen. Dies gilt nicht nur für den Elastizitätsmodul G', sondern auch für den Viskositätsmodul G'' und somit auch für tan(d) = G''/G'.
  • Es ist wohlbekannt, dass typische PSAs nicht nur eine hohe Schwankung von G' über die betroffenen Frequenzen haben, sondern auch, dass G'' noch weitaus höhere Schwankungen zeigt, die sich dem Wert von G' nähern oder ihn sogar übersteigen können, d. h. tan (d) wird etwa 1 oder sogar größer als 1, insbesondere bei Frequenzen, die typisch für die Ablösung sind.
  • Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, kann dies so interpretiert werden, dass es bedeutet, dass ein hoher Anteil der Energie, die für die Ablösung aufgewendet wird, innerhalb des Haftmittels (so dass er zur Verursachung der Ablösung unwirksam ist) und durch die Grenzfläche des Haftmittels und der Haut dissipiert wird, während diese Tatsache makroskopisch zur Registrierung eines sehr hohen Niveaus an Haftkraft führt.
  • Wie oben angegeben, haben Stoffe, die als Haftmittel gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, rheologische Eigenschaften, die bei einer Referenztemperatur von 37 °C (als übliche Körpertemperatur von Menschen) und in einem Bereich von Frequenzen gemessen werden. Man hat festgestellt, dass bei der Anbringung einer Vorrichtung mit einem Haftmittel der Haftkontakt bei einer niedrigen Frequenz entsteht, während die Ablösung mit der Geschwindigkeit erfolgt, mit der die Vorrichtung abgenommen wird. Diese Geschwindigkeit wird als Frequenz von 100 rad/s ausgedrückt, wohingegen man festgestellt hat, dass die niedrige Frequenz für die Entstehung der Haftverbindung in der Größenordnung von 1 rad/s liegt. Der Frequenzbereich für die Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung liegt also zwischen 1 und 100 rad/s.
  • Um gute Bindebedingungen zu bieten, d. h. bei einer Frequenz von etwa 1 rad/s, sollten die Absolutwerte des Elastizitätsmoduls nicht zu hoch sein, da das Haftmittel ansonsten zu hart ist und sich nicht innig mit der Oberfläche, an der es haften soll, verbinden oder sich an sie anlegen kann. Außerdem ist es wichtig, dass G'' einen niedrigen Absolutwert hat, um eine gute Kohäsion zu haben, während das Material seine Weichheit und seine Fähigkeit, sanft an der Haut zu haften, behält.
  • Das Verhältnis G'37 (1 rad/s) zu G''37 (1 rad/s) ist wichtig, um sicherzustellen, dass diese beiden Werte beim Haften an der Haut im Gleichgewicht sind.
  • Es ist wichtig, dass das Verhältnis
    Figure 00190001
    groß genug ist, um sicherzustellen, dass das dynamische Verhalten sowohl des Elastizitätsmoduls auch des Viskositätsmoduls in einem Verhältnis bleiben, das eine sichere Haftung und eine schmerzfreie und leichte Entfernung bietet.
  • Schließlich wird der Fachmann auch erkennen, dass die Glasübergangstemperatur Tg der Haftmittelzusammensetzung, die spezifische Wärmekapazität und die spezifische Wärmeleitfähigkeit Parameter sind, die hilfreich sind, um die Gruppe der verwendbaren Haftmittel vollständiger zu definieren.
  • Die folgende Reihe von Eigenschaften sollte vorzugsweise für das Haftmittel der vorliegenden Erfindung erfüllt sein:
    das Verhältnis
    Figure 00190002
    ist nicht weniger als 0,5, vorzugsweise 0,7 bis 3, am besten im Bereich 1 bis 1,8.
  • Der Wert des Verhältnisses G'37/G''37 sollte zumindest für den Frequenzbereich über 1 rad/s bis zu 100 rads/s vorzugsweise nicht kleiner als 0,5 sein, vorzugsweise von 0,7 bis 10 und am besten von 1 bis 7.
  • Das rheologische Verhalten kann auch in Verhältnis zu den Werten der Glasübergangstemperatur Tg gesetzt werden. Bei topischen Haftmitteln gemäß der vorliegenden Erfindung sollte Tg vorzugsweise kleiner als 0 °C sein, besser kleiner als –5 °C, und am besten kleiner als –10 °C.
  • In Fällen, in denen Haftung und Abdichtung auf behaarter Haut gewünscht wird, wie es oft der Fall ist, wenn die Gesichtsmaske von einem männlichen Träger getragen wird, insbesondere von einem Bartträger, muss in Hinblick auf die optimale Rheologie des Haftmittels zusätzlich Folgendes berücksichtigt werden:
  • Wie oben angegeben, haben Stoffe, die als Haftmittel gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, rheologische Eigenschaften, die bei einer Referenztemperatur von 37 °C (als übliche Körpertemperatur von Menschen) und in einem Bereich von Frequenzen gemessen werden. Man hat festgestellt, dass bei der Anbringung von Gegenständen mit einem Haftmittel der Haftkontakt bei einer niedrigen Frequenz entsteht, während die Ablösung mit der Geschwindigkeit erfolgt, mit welcher der Gegenstand entfernt wird. Diese Geschwindigkeit wird als Frequenz von 100 rad/s ausgedrückt, wohingegen man festgestellt hat, dass die niedrige Frequenz für die Entstehung der Haftverbindung in der Größenordnung von 1 rad/s liegt. Der Frequenzbereich für die Verwendung gemäß der vorliegenden Erfindung liegt also zwischen 1 und 100 rad/s.
  • Um gute Bindebedingungen zu schaffen, d. h. bei einer Frequenz von etwa 1 rad/s, sollten die Absolutwerte des Elastizitätsmoduls G' nicht zu hoch sein, da das Haftmittel ansonsten zu hart ist und sich nicht innig mit der Oberfläche, an der es haften soll, verbinden oder sich an sie anlegen kann. Außerdem ist es wichtig, dass G'' einen niedrigen Absolutwert hat, um eine gute Kohäsion zu erhalten, während das Material seine Weichheit und seine Fähigkeit, sanft an der Haut zu haften, behält.
  • Um die Penetration des Haars durch das Hydrogel-Haftmittel sicherzustellen, damit das Haftmittel mit der Hautoberfläche in Berührung kommen und daran haften kann, und damit sich das Haar bei der Entfernung auch leicht von dem Hyrogel-Haftmittel lösen kann, ohne dass Schmerzen auftreten oder Rückstände zurückbleiben, müssen, wie man nun festgestellt hat, der Elastizitätsmodul und der Viskositätsmodul des Haftmittels innerhalb bestimmter Absolutwerte liegen und ein minimales Delta aufweisen.
  • Die folgende Reihe von Eigenschaften sollte für das Haftmittel der vorliegenden Erfindung erfüllt sein:
    G'37 (1 rad/s) liegt im Bereich 100 Pa bis 4.000 Pa, vorzugsweise 300 Pa bis 2.500 Pa, am besten 400 Pa bis 1.500 Pa.
    G'' 37 (1 rad/s) liegt im Bereich 100 Pa bis 5.000 Pa, vorzugsweise 200 Pa bis 2.000 Pa, am besten 300 Pa bis 2.000 Pa.
    G'37 (1 rad/s) beträgt wenigstens 50 Pa,
    G'' 37 (1 rad/s) vorzugsweise wenigstens 150 Pa, besser wenigstens 200 Pa, am besten wenigstens 300 Pa.
  • Um anfänglich und vorzugsweise über den gesamten Tragezeitraum hinweg die erforderliche Haftung auf der Haut sicherzustellen, hat das Haftmittel außerdem eine Abziehfestigkeit von 0,1 N/cm bis 5 N/cm, vorzugsweise von 0,2 N/cm bis 3 N/cm, wie gemäß der hier beschriebenen Testmethode festgelegt.
  • Die Werte des Elastizitätsmoduls, des Viskositätsmoduls und der Abziehfestigkeit können aus den oben genannten Bereichen gewählt werden, je nach der vorgesehenen Endverwendung.
  • Die Beschaffenheit des Haars selbst wirkt sich auch auf die Fähigkeit des Haars aus, in das Hydrogel-Haftmittel einzudringen, wobei insbesondere die Stärke, die Länge, die Dichte und die Lockigkeit des Haars von Bedeutung sind. Man hat nun festgestellt, dass die Eignung eines bestimmten Haartyps zum Einbetten in ein Hydrogel-Haftmittel durch die folgende Gleichung festgelegt werden kann, basierend auf Haar von einem Referenzbereich von 1 cm2. W × C × G'25 (1 rad/s) < 24mit:
  • W
    = Gewicht (ein konstantes spezifisches Gewicht angenommen)
    V
    = Volumen
    C
    = Lockigkeit (Verhältnis der Länge von ausgestrecktem Haar und der Länge von nicht ausgestrecktem Haar)
  • Um Haftmittel-Zusammenstellungen bereitzustellen, welche die Anforderungen der oben genannten rheologischen und physikalischen Eigenschaften eines Haftmittels erfüllen, können beliebige medizinisch geeignete, im Wesentlichen wasserunlösliche druckreaktive Haftmittel, umfassend ein Polymer, das eine dreidimensionale Matrix bildet, welche diese Eigenschaften aufweist, verwendet werden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst die dreidimensionale Matrix, hier auch als Gel bezeichnet, als wesentliche Komponente ein Polymer, das physikalisch oder chemisch vernetzt sein kann. Das Polymer kann ein natürlich vorkommendes oder ein synthetisch hergestelltes Polymer sein. Das nicht vernetzte Polymer beinhaltet sich wiederholende Einheiten oder Monomere, die sich von Vinylalkoholen, Vinylethern und ihren Copolymeren, Carboxyvinylmonomeren, Vinylestermonomeren, Estern von Carboxyvinylmonomeren, Vinylamidmonomeren, Hydroxyvinylmonomeren, kationischen Vinylmonomeren, enthaltend Amingruppen oder quaternäre Gruppen, einem N-Vinyl-Lactam-Monomer, Polyethylenoxiden, Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyurethanen, Acrylen wie zum Beispiel Methylacrylat, 2-Hydroxyethylmethacrylat, Methoxydiethoxyethylmethacrylat und Hydroxydiethoxyethylmethacrylat, Acrylamiden und sulfonierten Polymeren, z.B. sulfonierten Acrylamid-Polymeren wie zum Beispiel 2-Acrylamidomethylpropansulfonsäure (AMPs) und Acrylsäure-(3-sulfopropylester) (SPA), und Gemischen davon ableiten. Außerdem Acrylnitril, Methacrylamid, N,N,-Dimethylacrylamid (NNDMA), Acrylester wie zum Beispiel Methyl-, Ethyl- und Butylacrylate. Alternativ kann das nicht vernetzte Polymer ein Homopolymer oder ein Copolymer eines Polyvinylethers sein oder ein von einem Maleinsäure-Halbester abgeleitetes Copolymer. Gleichermaßen können beliebige andere kompatible Polymer-Monomereinheiten als Copolymere verwendet werden, wie zum Beispiel Polyvinylalkohol und Polyacrylsäure oder Ethylen und Vinylacetat.
  • Als weitere Alternative können die Polymere thermoplastische Blockcopolymer-Elastomere sein, wie zum Beispiel ABA-Blockcopolymere, z.B. Styrol-Olefin-Styrol-Blockcopolymere oder Ethylen-Propylen-Blockcopolymere. Noch bevorzugter umfassen solche Polymere hydriertes Styrol/Ethylen-Butylen/Styrol (SEBS), Styrol/Isopren/Styrol (SIS) und Styrol/Ethylen-Propylen/Styrol (SEPS).
  • Besonders bevorzugte Polymere sind Acryle, sulfonierte Polymere wie zum Beispiel sulfonierte Polymere von Acrylamid, Vinylalkohole, Vinylpyrrolidon, Polyethylenoxid und Gemische davon. Am meisten bevorzugt werden stickstoffhaltige Polymere.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst die dreidimensionale Haftmittelmatrix im Wesentlichen auch einen Weichmacher, der vorzugsweise bei Raumtemperatur eine Flüssigkeit ist. Dieses Material wird so gewählt, dass das Polymer in dem Weichmacher gelöst oder dispergiert werden kann. Bei Ausführungsformen, in denen eine Vernetzung durch Strahlung erfolgen soll, muss der Weichmacher auch mit einer Vernetzung durch Strahlung kompatibel sein, damit er den Prozess der Vernetzung des Polymers durch Strahlung nicht behindert. Der Weichmacher kann hydrophil oder hydrophob sein.
  • Geeignete Weichmacher beinhalten Wasser, Alkohole, mehrwertige Alkohole, wie zum Beispiel Glycerin und Sorbit sowie Glykole und Ether-Glykole, wie zum Beispiel Mono- oder Diether von Polyalkylenglykol, Mono- oder Diesterpolyalkylenglykole, Polyethylenglykole (typischerweise bis zu einem Molekulargewicht von etwa 600), Glykolate, Glycerin-, Sorbitanester, Ester von Citronensäure und Weinsäure, Imidazolin-Derivate als amphotere Tenside, Lactame, Amide, Polyamide, quaternäre Ammoniumverbindungen, Ester, wie zum Beispiel Phthalate, Adipate, Stearate, Palmitate, Sebacate oder Myristate und Kombinationen davon. Besonders bevorzugt sind mehrwertige Alkohole, Polyethylenglykol (mit einem Molekulargewicht bis zu etwa 600), Glycerin, Sorbit, Wasser und Gemische davon.
  • Typischerweise umfasst das Haftmittel ein Gewichtsverhältnis von Polymer zu Weichmacher von 1:100 bis 100:1, bevorzugter von 50:1 bis 1:50. Die genauen Mengen und Verhältnisse des Polymers und Weichmachers hängen jedoch weitgehend von der genauen Beschaffenheit der verwendeten Polymere und Weichmacher ab und können vom Fachmann problemlos gewählt werden. Ein Polymermaterial mit einem hohen Molekulargewicht erfordert zum Beispiel eine größere Menge von Weichmacher als ein Polymer mit einem kleinen Molekulargewicht.
  • Außerdem umfasst das Haftmittel ferner vorzugsweise ein Lipide micellierendes Polymer, d. h. ein sogenanntes hyperspiralisiertes Polymer. Dieses Polymer bewirkt die Micellierung und die Beseitigung der aufgerollten Fetttaschen von der Gel-Haut-Grenzfläche.
  • Dieses hyperspiralisierte Polymer besitzt die Fähigkeit, die primären Tensid-Mizellen, die mit hydrophobem Haut-Kontaminant, zum Beispiel Hautfett oder Hautcreme, in Berührung kommen, wirksamer zu solvatisieren. Diese funktionelle Rolle hat zur Folge, dass die Haftleistung zwischen Haftmittel und Haut durch das Vorhandensein eines Tensids und/oder eines hydrophoben Haut-Kontaminants fortschreitend weniger beeinträchtigt wird.
  • Das hyperspiralisierte Polymer umfasst vorzugsweise einen der folgenden Stoffe, entweder allein oder in Kombination: Poly(maleinsäure-styrol), Poly(maleinsäure-butylvinylether), Poly(maleinsäure-propylvinylether), Poly(maleinsäure-ethylvinylether) und Poly(acrylsäure-ethylacrylat).
  • Ein besonders bevorzugtes Beispiel ist ein alternierendes Copolymer von Styrol und Maleinanhydrid. Wie nachstehend dargelegt, hat das Haftmittel die Tendenz, bei der Polymerisierung eine zweiphasige Struktur zu bilden. Diese beiden Phasen sind hydrophil und hydrophob. Die hydrophobe Phase kann von einem hydrophoben Monomer bereitgestellt werden, das anfangs durch eine reaktive Lösungsmittelbrücke als Teil des homogenen Reaktionsgemisches behalten wird. Alternativ und/oder zusätzlich wird die hydrophobe Komponente als ein Polymer bereitgestellt, das sich bei der Polymerisation von der wässrigen Phase trennt.
  • Die genauen Mengen und Verhältnisse des hyperspiralisierten Polymers hängen weitgehend von der Beschaffenheit der Komponenten ab.
  • In manchen Fällen umfasst das Reaktionsgemisch vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 20 Gew.-% und bevorzugter von 8 Gew.-% bis 18 Gew.-% des Reaktionsgemisches von einer stabilisierten Polymerdispersion, die verwendet wird, um ein stabiles, phasengetrenntes System bereitzustellen. Das Polymer umfasst vorzugsweise eines der folgenden Copolymere, entweder allein oder in Kombination: Vinylacetat-Dioctylmaleat-Copolymer oder Ethylen-Vinylacetat-Copolymer. Ethylen-Vinylacetat-Copolymer wird bevorzugt, so z.B. jenes, das unter dem Handelsnamen DM137 von Harlow Chemicals vertrieben wird.
  • Ferner umfasst das Haftmittel vorzugsweise Tenside, wie zum Beispiel nichtionische, kationische, anionische, amphotere Tenside und beliebige Gemische davon.
  • Geeignete nicht-reaktive nichtionische Tenside umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus den Kondensationsprodukten eines höheren aliphatischen Alkohols, wie zum Beispiel eines Fettalkohols, enthaltend etwa 8 bis etwa 20 Kohlenstoffatome, in einer geraden oder verzweigten Kettenkonfiguration, kondensiert mit etwa 3 bis etwa 100 Mol, vorzugsweise etwa 5 bis etwa 40 Mol und am besten etwa 5 bis etwa 20 Mol Ethylenoxid besteht. Beispiele für solche nichtionischen ethoxylierten Fettalkohol-Tenside sind die Tergitol® 15-S-Reihe von Union Carbide und Brij®-Tenside von ICI. Tergitol® 15-S-Tenside umfassen Polyethylenglykolether von einem sekundärem Alkohol (C11-C15). Das Tensid Brij® 58 ist Polyoxyethylen(20)cetylether, und das Tensid Brij® 76 ist Polyoxyethylen(10)stearylether.
  • Weitere geeignete nicht-reaktive nichtionische Tenside umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus den Polyethylenoxidkondensaten von einem Mol Alkylphenol, enthaltend von etwa 6 bis 12 Kohlenstoffatome in einer geraden oder verzweigten Kettenkonfiguration, mit etwa 3 bis etwa 100 Mol Ethylenoxid besteht. Beispiele für nichtionische Tenside sind die Igepal® CO- und CA-Reihen von Rhône-Poulenc. Igepal® CO-Tenside umfassen Nonylphenoxypoly(ethylenoxy)ethanole. Igepal® CA-Tenside umfassen Octylphenoxypoly(ethylenoxy)ethanole.
  • Eine andere Gruppe verwendbarer nicht-reaktiver nichtionischer Tenside umfasst, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus Blockcopolymeren von Ethylenoxid und Propylenoxid oder Butylenoxid besteht.
  • Beispiele für solche nichtionischen Blockcopolymer-Tenside sind die Pluronic®- und Tetronic®-Tensid-Reihen von BASF. Pluronic®-Tenside umfassen Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymere. Tetronic®-Tenside umfassen Ethylenoxid-Propylenoxid-Blockcopolymere. Geeignete Beispiele sind Pluronic L68 und Tetronic 1307. Besonders geeignete Beispiele sind Pluronic L64 und Tetronic 1107.
  • Noch weitere zufriedenstellende nicht-reaktive nichtionische Tenside umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus Sorbitanfettsäureestern, Polyoxyethylen-Sorbitanfettsäureestern und Polyoxyethylen-Stearaten besteht. Beispiele für solche nichtionischen Tenside aus Fettsäureestern sind die Tenside Span®, Tween® und Myrj® von ICI. Die Tenside Span® umfassen C12-C18-Sorbitanmonoester. Die Tenside Tween® umfassen Poly(ethylenoxid)-C12-C18-Sorbitanmonoester. Die Tenside Myrj® umfassen Poly(ethylenoxid)stearate.
  • Geeignete anionische Tenside umfassen üblicherweise eine hydrophobe Gruppierung, ausgewählt aus der Gruppe, welche aus (etwa C6- bis etwa C20-) Alkyl-, Alkylaryl- und Alkenylgruppen besteht, und eine anionische Gruppe, ausgewählt aus der Gruppe, welche aus Sulfat, Sulfonat, Phosphat, Polyoxyethylensulfat, Polyoxyethylensulfonat, Polyoxyethylenphosphat und den Alkalimetallsalzen, Ammoniumsalzen und tertiären Aminosalzen von solchen anionischen Gruppen besteht.
  • Anionische Tenside, die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus (etwa C6 bis etwa C20)-Alkyl- oder -Alkylarylsulfaten oder -sulfonaten, wie zum Beispiel Natriumlaurylsulfat (kommerziell erhältlich als Polystep® B-3 von Stepan Co.) und Natriumdodecylbenzolsulfonat (kommerziell erhältlich als Siponate® DS-10 von Rhône-Poulenc); Polyoxyethylen-(etwa C6 bis etwa C20)-Alkyl- oder -Alkylphenolethersulfate mit der sich wiederholenden Ethylenoxid-Einheit in dem Tensid unter etwa 30 Einheiten, vorzugsweise unter etwa 20 Einheiten, am besten unter etwa 15 Einheiten, wie zum Beispiel Polystep® B-1, kommerziell erhältlich von Stepan Co., und Alipal® EP110 und 115 von Rhône-Poulenc; (etwa C6 bis etwa C20)-Alkyl- oder -Alkylphenoxypoly(ethylenoxy)ethylmonoester und -diester von Phosphorsäure und ihren Salzen, mit der sich wiederholenden Ethylenoxid-Einheit in dem Tensid unter etwa 30 Einheiten, vorzugsweise unter etwa 20 Einheiten, am besten unter etwa 15 Einheiten, wie zum Beispiel Gafac® RE-510 and Gafac® RE-610 von GAF, besteht.
  • Kationische Tenside, die in der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, umfassen, ohne auf diese beschränkt zu sein, jene Tenside, die aus der Gruppe ausgewählt sind, welche aus quaternären Ammoniumsalzen, in denen wenigstens eine Gruppe mit höherem Molekulargewicht und zwei oder drei Gruppen mit einem niedrigeren Molekulargewicht mit einem gemeinsamen Stickstoffatom verknüpft sind, um ein Kation zu bilden, und wobei das für das elektrische Gleichgewicht sorgende Anion aus der Gruppe ausgewählt ist, welche aus einem Halogenid (Bromid, Chlorid, etc.), Acetat, Nitrit und niedrigem Alkylsulfat (Methosulfat, etc.) besteht. Der Substituent bzw. die Substituenten mit höherem Molekulargewicht am Stickstoff ist bzw. sind oft eine oder mehrere höhere Alkylgruppe(n), die etwa 10 bis etwa 20 Kohlenstoffatome enthalten, und die Substituenten mit niedrigerem Molekulargewicht können niederes Alkyl mit etwa 1 bis etwa 4 Kohlenstoffatomen sein, wie zum Beispiel Methyl oder Ethyl, die in manchen Fällen substituiert sein können, zum Beispiel mit Hydroxy. Einer oder mehrere der Substituenten kann/können einen Arylanteil beinhalten, oder kann/können durch ein Aryl ersetzt werden, zum Beispiel durch Benzyl oder Phenyl.
  • In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Tensid wenigstens ein Propylenoxid/Ethylenoxid-Blockcopolymer, zum Beispiel so wie jenes, das von BASF Plc unter dem Handelsnamen Pluronic L64 vertrieben wird. Das Reaktionsgemisch umfasst idealerweise 0,1 bis 5 Gew.-% des Reaktionsgemisches an Tensid.
  • Das Tensid bewirkt die Entfernung des Fettes von der Haut und das Überführen des entfernten Fettes in isolierte Taschen im Hydrogel, ohne die Haftleistung der Beschichtung zu verringern.
  • Weitere übliche aus dem Stand der Technik bekannte Additive wie zum Beispiel Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Pigmente, mineralische Füllstoffe und Gemische davon können ebenfalls in der Haftmittelzusammensetzung in Mengen von jeweils bis zu 10 Gew.-% enthalten sein.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung kann die Polymerkomponente des Haftmittels physikalisch oder chemisch vernetzt werden, um die dreidimensionale Matrix zu bilden. Physikalische Vernetzung bezieht sich auf Polymere mit Querverbindungen, die keine kovalenten chemischen Bindungen sind, sondern die physikalischer Natur sind, so dass in der dreidimensionalen Matrix Bereiche mit einer hohen Kristallinität oder Bereiche mit einer hohen Glasübergangstemperatur zu finden sind. Chemische Vernetzung bezieht sich auf Polymere, die durch chemische Bindungen vernetzt sind. Vorzugsweise wird das Polymer chemisch durch Bestrahlungsverfahren vernetzt, zum Beispiel durch Bestrahlung mit Wärme, Elektronen, UV-Licht, Gammastrahlen oder Mikrowellen.
  • Außerdem kann, wenn chemische Querverbindungen in dem System gebildet werden, ein polyfunktionales Vernetzungsmittel und/oder ein Initiator von freien Radikalen in dem Vorgemisch vorhanden sein, um bei Bestrahlung die Vernetzung zu initiieren. Solch ein Initiator kann in Mengen bis zu 5 Gew.-% vorhanden sein, vorzugsweise von 0,02 % bis 2 %, bevorzugter von 0,02 % bis 0,2 %. Geeignete Photoinitiatoren beinhalten Typ I α-Hydroxyketone und Benzyldimethylketale, z. B. Irgacure 651, von denen man annimmt, dass sie bei Bestrahlung Benzoylradikale bilden, welche die Polymerisation initiieren. Bevorzugte Photoinitiatoren dieses Typs tragen keine Substituenten in der para-Position des aromatischen Rings. Besonders bevorzugt wird 1-Hydroxycyclohexylphenylketon (erhältlich unter dem Handelsnamen Irgacure 184 von Ciba Speciality Chemicals), ebenfalls bevorzugt werden Darocur 1173 (2-Hydroxy-2-propylphenylketon) und Gemische aus Irgacure 184 und Darocur 1173. Außerdem können auch 0,02 % bis 2 % thermische Initiatoren verwendet werden.
  • Die resultierende Haftmittelzusammensetzung ist vornehmlich hydrophil. Hydrophobe und Mischphasenzusammensetzungen hängen von der Art der Haftmittelkomponenten ab. Außerdem kann aus einem Gemisch aus Monomeren, entweder rein hydrophil oder sowohl hydrophil als auch hydrophob, eine einzige Phase oder eine Mischphase von wenigstens 2 Phasen hervorgehen. Vorzugsweise sind die Haftmittel der vorliegenden Erfindung mischphasig hydrophil/hydrophob.
  • Ein Gemisch aus Monomeren, aus dem 1, 2 oder mehr Phasen hervorgehen können, wird bevorzugt. Mischphasige Haftmittel sind Zusammensetzungen, in denen sowohl hydrophobe als auch hydrophile Komponenten, vorzugsweise sowohl in Weichmachern als auch in Polymeren, zwei oder mehr separate Phasen bilden. In solchen Fällen ist vorzugsweise ein Emulgator in geeigneter Menge vorhanden, um stabile Emulsionen zwischen den inkompatiblen Phasen zu bilden.
  • Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass die verbesserte Abziehfestigkeit der Haftmittel und ihre Flüssigkeitsstabilität, insbesondere in Hinblick auf Wasser, durch ein Monomergemisch erreicht werden, das sowohl hydrophile, z. B. polare und/oder ionische Monomere, vorzugsweise ein ionisches wasserlösliches Monomer, als auch hydrophobe, d.h. wasserunlösliche Monomere, enthält. Vorzugsweise sollte das Verhältnis von hydrophilen Monomeren zu hydrophoben Monomeren im Bereich von 5:1 bis 1:5, vorzugsweise von 3:1 bis 1:3, bevorzugter von 2:1 bis 1:2 liegen. Die hydrophilen und hydrophoben Eigenschaften einer Monomerkomponente sind stets relativ zu der anderen Komponente. Üblicherweise umfassen Hydrogel-Haftmittel des Stands der Technik nur hydrophile Monomere, so dass sie eine hohe Wasseraufnahmerate haben und ihre Haftkraft verlieren, wenn sie einer zu großen Flüssigkeitsmenge ausgesetzt werden. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass sich die Wasseraufnahmerate des Haftmittels verringert, wenn die Haftmittelmatrix eine hydrophobe Komponente enthält. Das von dem Haftmittel absorbierte Wasser verteilt sich folglich gleichmäßiger. Zwischen der Hautoberfläche und dem Haftmittel entsteht daher kein Wasserfilm, der ansonsten die Ausbildung von Bindungen zwischen der Haut und dem Haftmittel und somit die Haftfähigkeit des Haftmittels selbst verhindern würde.
  • Die Erfindung will also ein homogen dispergiertes Reaktionsgemisch bereitstellen, das sowohl eine hydrophobe als auch eine hydrophile Komponente umfasst und sich bei Polymerisation in eine zweiphasige oder in eine mehrphasige Struktur auftrennt. Man hat festgestellt, dass die Phasen in manchen Fällen eine Dicke von etwa 100 Mikrometer +/–50 Mikrometer haben. Das Reaktionsgemisch kann ein oder mehrere oberflächenaktive Agenzien aufweisen, welche die Phasentrennung unterstützen oder vorantreiben können, aber im Laufe der Polymerisation anisotrop zwischen den entstehenden Phasen verteilt werden.
  • Das Vorhandensein eines hydrophoben Monomers oder Polymers kann in der anfänglichen homogenen Dispersion erforderlich sein, um die Phasentrennung wirksamer voranzutreiben.
  • Es ist eine Folge dieser Erfindung, dass das phasengetrennte Material relativ hydrophobe Bereiche enthält, die es dem Polymer ermöglichen, als druckreaktives Haftmittel zu wirken, und im Wesentlichen hydrophile Bereiche, die es dem oberflächenaktiven Agens ermöglichen, in einer wässrigen Umgebung an der Grenzfläche zwischen dem Polymer und der Haut eines Säugers zu wirken. Wenn das Polymer mit Haut in Berührung kommt, werden die Beschaffenheit und die Menge des oberflächenaktiven Agens so gewählt, dass natürliches oder synthetisches hydrophobes Material, zum Beispiel Hautfett oder Hautcreme, von der Hautoberfläche entfernt wird, ohne die Haftleistung zwischen den hydrophoben Bereichen und der Hautoberfläche nachteilig zu verringern. So weit wie sowohl das in dieser Erfindung gebildete polymere Haftmittel als auch die Haut, mit der es in Berührung kommt, unter normalen Benutzungsbedingungen verformbar sind, erhält man an den Grenzflächen ein Gleichgewicht, nachdem ein gewisser räumlicher Austausch von hydrophoben und hydrophilen Bereichen auf der Hautoberfläche stattgefunden hat.
  • Geeignete bevorzugte hydrophile Monomere sind Acrylsäure und Salze davon, 2-Acrylamidomethylpropansulfonsäure, Acrylsäure-(3-sulfopropylester) und Salze davon und Kombinationen davon. Ein besonders bevorzugtes Beispiel ist 2-Acrylamid-2-methylpropansulfonsäure-Natriumsalz, allgemein bekannt als NaAMPs, kommerziell erhältlich von Lubrizol, entweder als 50 %ige wässrige Lösung (Referenzcode LZ 2405) oder als 58 %ige Lösung (Referenzcode LZ 2405 A). Geeignete hydrophobe Monomerkomponenten sind Methyl-, Ethyl-, n-Butyl-, Hexyl-, Isooctyl- und Isodecylacrylate und Methacrylat, Vinylether, Vinylpyrrolidon, Glycidylacrylat und Ethoxyethylacrylat, Tetrahydrofurfurylacrylat, Hydroxypropylacrylat, Vinylpropionat und Vinylbutyrat und Kombinationen davon. Besonders bevorzugt werden Ethoxyethylacrylat oder Butylacrylat.
  • Wenn das Haftmittel eine hydrophobe Komponente umfasst, wie zum Beispiel Butylacrylat, sowie ein hydrophiles Monomer (d. h. das vorstehend genannte wasserlösliche ionische Monomer), wie zum Beispiel NaAMPS, bevorzugt man das Vorhandensein eines nichtionischen wasserlöslichen Monomers, zum Beispiel NNDMA, das als sogenannte "reaktive Lösungsmittelbrücke" wirkt, um vor der Polymerisation eine innige Mischung der verschiedenen scheinbar inkompatiblen Komponenten des Reaktionsgemisches zu erhalten. Das Reaktionsgemisch hat daher eine homogene Struktur, die sowohl hydrophile als auch hydrophobe Komponenten in inniger Mischung enthält, da das NNDMA sowohl für hydrophile als auch für hydrophobe Substanzen als Lösungsmittel dient und eine klare kompatible Beschichtungslösung oder -dispersion liefert. Da die reaktive Lösungsmittelbrücke polymerisiert wird und dadurch im Wesentlichen aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird, ist die Stabilität des Systems beeinträchtigt und die kompatiblen Beschichtungslösungen oder -dispersionen durchlaufen eine Phasentrennung, so dass sie dann eine zweiphasige Struktur bilden.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das vorstehend genannte nichtionische wasserlösliche Monomer wenigstens ein Mono- oder Di-N-alkylacrylamid oder ein Analogon davon. Der Begriff "Analogon" bezeichnet in diesem Zusammenhang nichtionische wasserlösliche Monomere, die eine Alkylgruppe oder eine substituierte Alkylgruppe enthalten, die über eine Amido- oder Alkylamidofunktion (-CO-NH- oder -CO-NR-) mit einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung verknüpft sind. Beispiele für solche Analoga umfassen Diacetonacrylamid (N-1,1-Dimethyl-3-oxobutyl-acrylamid), N-alkylierte Acrylamide, N,N-dialkylierte Acrylamide, N-Vinylpyrrolidon und Acryloylmorpholin. N,N-Dimethylacrylamid (NNDMA) und/oder ein Analogon davon werden bzw. wird bevorzugt. Das Reaktionsgemisch umfasst vorzugsweise von etwa 15 Gew.-% bis etwa 30 Gew.-% und idealerweise von etwa 15 Gew.-% bis etwa 25 Gew.-% des Reaktionsgemisches von dem nichtionischen wasserlöslichen Monomer.
  • Der hier verwendete Begriff „reaktive Lösungsmittelbrücke" bezeichnet ein teilweise lipophiles nichtionisches wasserlösliches Monomer, das die Fähigkeit besitzt, sich zwischen den hydrophoben und wässrigen Phasen aufzuteilen, wobei das hydrophobe Monomer im Wesentlichen in dem homogenen Reaktionsgemisch solubilisiert ist, bevor die Polymerisation beginnt. Die Lösungsmittelbrücke ist insofern reaktiv, als sie ein polymerisierbares Monomer ist, das an der Polymerisationsreaktion teilnimmt. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass die Lösungsmittelbrücken-Funktion des nichtionischen wasserlöslichen Monomers vorwiegend vor und in den relativ frühen Stadien der Polymerisationsreaktion ausgeübt wird und mit dem Fortschreiten der Polymerisationsreaktion abnimmt.
  • Bei der Herstellung von Haftmittelzusammensetzungen gemäß der Erfindung werden die Bestandteile üblicherweise so gemischt, dass man ein homogenes Reaktionsgemisch in Form einer anfänglichen Vorgel-Flüssigkeitsformulierung auf Wasserbasis erhält, und diese wird dann durch eine radikalische Polymerisationsreaktion in ein Gel überführt. Dies kann zum Beispiel durch die Verwendung von herkömmlichen thermischen Initiatoren und/oder Photoinitiatoren oder durch Ionisierungsstrahlung erreicht werden. Photoinitiierung ist ein bevorzugtes Verfahren und es wird üblicherweise angewendet, indem man das Vorgel-Reaktionsgemisch, das einen geeigneten Photoinitiator enthält, UV-Licht aussetzt, nachdem es als Schicht auf silikonisiertes Trägerpapier oder ein anderes festes Substrat aufgetragen oder aufgestrichen wurde. Die Intensität der UV-Einstrahlung bei einer Wellenlänge im Bereich von 240 bis 420 nm beträgt Idealerweise im Wesentlichen 40 mW/cm2. Die Bearbeitung erfolgt im Allgemeinen auf kontrollierte Weise und beinhaltet eine genaue, im Voraus festgelegte Abfolge von Mischen und Wärmebehandlung oder -verlauf.
  • Der zeitliche Rahmen für die UV-Bestrahlung sollte idealerweise unter 60 Sekunden und vorzugsweise unter 10 Sekunden liegen, um ein Gel mit einer höheren Umwandlung der Monomere als 95 % zu bilden, und für eine höhere Umwandlung als 99,95 % wird eine Bestrahlung mit UV-Licht unter 60 Sekunden und vorzugsweise unter 40 Sekunden bevorzugt. Der Fachmann wird verstehen, dass der Umfang der Bestrahlung von der Dicke des Reaktionsgemisches, der Konzentration des Photoinitiators und der Beschaffenheit des Substrats, auf welches das Reaktionsgemisch aufgetragen wird, und der UV-Quelle abhängt.
  • Diese Zeitvorgaben gelten für Mitteldruck-Quecksilber-Bogenlampen mit einer Leistungsdichte von 100 W/cm als UV-Quelle. Die Intensität von UV-Strahlung mit einer Wellenlänge von 254 nm und 313 nm, welche die Oberfläche des Substrats erreicht, beträgt ungefähr 150 μW/cm2 und 750 μW/cm2. Die UV-Intensität der jeweiligen Lampe hängt von ihrer Betriebsleistung und dem Abstand des Reaktionsgemisches von der UV-Quelle ab.
  • Damit möglichst wenige und vorzugsweise keine Monomere übrigbleiben, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Reaktion ganz abgeschlossen ist. Dies hängt von einer Reihe von Faktoren ab, wie zum Beispiel von dem Substrat, auf welches das Haftmittel aufgetragen wird, von der Art und der Intensität des ultravioletten Lichts und von der Anzahl der UV-Licht-Bestrahlungen. Vorzugsweise sollte die Umwandlung der vorhandenen hydrophilen Monomere, wie zum Beispiel NaAMPS, 98 %, vorzugsweise 99 %, und am besten 99,9 % betragen, so dass die Menge an Monomeren in dem Haftmittel 4.600 μg/g oder weniger, vorzugsweise 2.300 μg/g oder weniger, am besten 230 μg/g oder weniger beträgt. Gleichermaßen sollte die Umwandlung der vorhandenen hydrophoben Monomere, wie zum Beispiel NNDMA, 99 %, vorzugsweise 99,9 %, und am besten 99,99 % betragen, so dass die Menge der im Haftmittel vorhandenen Monomere 2.200 μg/g oder weniger, vorzugsweise 220 μg/g oder weniger, am besten 22 μg/g oder weniger beträgt.
  • Das Haftmittel wird also üblicherweise durch Polymerisation eines homogenen wässrigen Reaktionsgemisches gebildet, umfassend von 5 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 30 Gew.-% bis 50 Gew.-%, des Reaktionsgemisches von einem hydrophilen Monomer, d. h. einem ionischen wasserlöslichen Monomer, von 10 Gew.-% bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 15 Gew.-% bis 45 Gew.-% des Reaktionsgemisches von einem Weichmacher (ein anderer als Wasser), bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise von 10 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugter von 15 Gew.-% bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt von 15 Gew.-% bis 25 Gew.-% des Reaktionsgemisches von einem nichtionischen wasserlöslichen Monomer, von bis zu 40 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 Gew.-% bis 40 Gew.-%, bevorzugter von 3 bis 40 Gew.-% des Reaktionsgemisches von Wasser. Falls das Reaktionsgemisch ein Tensid umfasst, beträgt dessen Menge bis zu 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,05 Gew.-% bis 9 Gew.-%, bevorzugter weniger als 8 Gew.-% des Reaktionsgemisches. Gleichermaßen kann das Reaktionsgemisch auch von 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-% des Reaktionsgemisches von einem Lipide micellierenden Polymer umfassen, und es kann von 1 Gew.-% bis 30 Gew.-% des Reaktionsgemisches von wenigstens einem hydrophoben Monomer umfassen.
  • Der hier verwendete Begriff "homogenes wässriges Reaktionsgemisch" bezeichnet ein im Wesentlichen solubilisiertes System, in dem im Wesentlichen keine Phasensegregation vor der Polymerisationsreaktion stattfindet. Eine Emulsion, eine Mikroemulsion oder ein phasengetrenntes Gemisch, in der bzw. in dem eine Polymerisationsreaktion später erfolgt, ist zum Beispiel kein homogenes wässriges Reaktionsgemisch wie es zum Zweck der vorliegenden Erfindung verstanden wird. Wenn ein Reaktionsgemisch hydrophobe Komponenten beinhaltet, sind daher spezielle Maßnahmen erforderlich, um Homogenität zu erreichen, wie hier ausführlich beschrieben wird.
  • Oberflächeneigenschaften der polymerisierten Materialien
  • Es ist eine Folge dieser Erfindung, dass das phasengetrennte polymerisierte Material zumindest an seiner Oberfläche relativ hydrophobe Bereiche enthält, die es dem Polymer ermöglichen, als druckreaktives Haftmittel zu wirken, und im Wesentlichen hydrophile Bereiche, die es dem oberflächenaktiven Agens ermöglichen, in einer wässrigen Umgebung an der Grenzfläche zwischen dem Polymer und der Haut eines Säugers zu wirken. Wenn das Polymer mit Haut in Berührung kommt, werden die Beschaffenheit und die Menge des oberflächenaktiven Agens so gewählt, dass natürliches oder synthetisches hydrophobes Material, zum Beispiel Hautfett oder Hautcreme, von der Hautoberfläche entfernt wird, ohne die Haftleistung zwischen den hydrophoben Bereichen und der Hautoberfläche nachteilig zu verringern. So weit wie sowohl das in dieser Erfindung gebildete polymere Haftmittel als auch die Haut, mit der es in Berührung kommt, unter normalen Benutzungsbedingungen verformbar sind, erhält man an den Grenzflächen ein Gleichgewicht, bei dem ein gewisser räumlicher Austausch von hydrophoben und hydrophilen Bereichen auf der Hautoberfläche stattfindet.
  • Man hat festgestellt, dass das phasengetrennte polymerisierte Oberflächenmaterial hauptsächlich gut definierte hydrophobe Phasen enthält, welche in eine hydrophile Matrix eingebettet sind, in der das Wasser hauptsächlich enthalten ist. Die hydrophoben Phasen haben im Allgemeinen eine längliche Form mit einer Querausdehnung über der Wellenlänge von Licht (z. B. etwa 0,5 bis etwa 100 Mikrometer). Sie können daher unter einem Lichtmikroskop auf einer Probe sichtbar gemacht werden, die mit einem Farbstoff eingefärbt wurde, der vorzugsweise an die hydrophobe Phase bindet.
  • Die Oberflächenmorphologie der länglichen hydrophoben Phasen kann stark variieren. Ohne sich auf eine Theorie festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass mit dem Fortschreiten der Polymerisationsreaktion auftretende Änderungen der Oberflächenspannung an der hydrophoben/hydrophilen Grenzfläche bewirken können, dass sich die Morphologien im Endpolymer ändern. Diese Oberflächenspannung kann von der Beschaffenheit und Menge sowohl der reaktiven Lösungsmittelbrücke als auch des Tensids und von anderen Faktoren beeinflusst werden.
  • Daher ist es den länglichen hydrophoben Phasen an der Oberfläche des polymerisierten Materials möglich, sich in einer zusammengelagerten oder alternativ in einer relativ offenen Anordnung zu sammeln. Die mikroskopisch sichtbar gemachte hydrophobe Phase kann sich zum Beispiel als unterbrochene lineare und/oder verzweigte Stränge oder als geschlossene Schleifen präsentieren, die in die hydrophile Matrix eingebettet sind.
  • Das polymerisierte Material ist üblicherweise nicht-bikontinuierlich. Wenigstens eine der hydrophoben und hydrophilen Phasen liegt als diskrete Bereiche innerhalb des polymerisierten Materials vor und die beiden Phasen erstrecken sich nicht gleichzeitig über das polymerisierte Material (Bikontinuität).
  • Das Haftmittel wird typischerweise auf wenigstens einem Teil der dem Träger zugewandten Oberfläche der Vorrichtung vorgesehen, als Schicht mit einer Dicke oder Stärke C, die vorzugsweise konstant ist, oder die alternativ über die Oberfläche, auf die das Haftmittel aufgetragen wird, variieren kann.
  • Wenn man insbesondere die Phase der Entfernung einer Haftmittelzusammensetzung für die Befestigung an der Haut eines Trägers betrachtet, kann man üblicherweise erkennen, dass gute Bedingungen für die Entfernung, d. h. bei einer Frequenz von etwa 100 rad/s, des Haftmittels, das zumindest auf einem Teil der dem Träger zugewandten Oberfläche der Vorrichtung aufgetragen wurde, dann erreicht werden, wenn das Haftmittel leicht von der Haut und insbesondere von der Körperbehaarung, die sich möglicherweise in diesem Hautbereich befindet, in dem die Vorrichtung mit dem Körper in Berührung kommt, entfernt werden kann, ohne dem Träger Schmerzen zuzufügen, und somit ohne allzu starke Haftung an der Haut und an den Haaren des Trägers bei der Entfernung. Darüber hinaus schließt eine gute Entfernung mit ein, dass das Haftmittel keine Rückstände auf der Haut oder auf den Haaren hinterlässt.
  • Das Verhältnis zwischen der Dicke oder Stärke C, gemessen in Millimetern (mm), der Haftmittelschicht, die sich üblicherweise auf wenigstens einem Teil der dem Träger zugewandten Oberfläche der Vorrichtung befindet, und dem Viskositätsmodul G''25 bei 25 °C bei etwa 100 rad/s des topischen Haftmittels gibt Aufschluss über die schmerzfreie und leichte Entfernung des Haftmittels von der Haut.
  • Ohne sich auf irgendwelche Theorien festlegen zu wollen, ist man der Ansicht, dass bei höheren Werten von G''25 bei 100 rad/s, die insgesamt einer höheren Haftfestigkeit der Zusammensetzung entsprechen, eine dickere Stärke oder Dicke C der Haftmittelschicht erforderlich ist, so dass die Energie, die für die Entfernung aufgewendet wird, gleichmäßiger in der Masse des Haftmittels verteilt wird und dadurch sanft auf die Haut übertragen wird, wodurch Energiespitzen vermieden werden, die üblicherweise das Schmerzgefühl beim Träger verursachen. Mit anderen Worten, dünnere Schichten des Haftmittels erfordern ein Haftmittel mit einem niedrigeren G''25 bei 100 rad/s, um bei der Entfernung der Vorrichtung ein geringeres Schmerzgefühl zu erhalten.
  • Testmethoden
  • Schälfestigkeitsverfahren
  • Dies ist ein quantitatives Verfahren zur Bestimmung der durchschnittlichen Abzugskraft, die erforderlich ist, um eine Haut in einem vorgegebenen Abzugswinkel und mit vorgegebener Geschwindigkeit zu entfernen.
    Ausstattung
    Schere Geeignete Quelle
    Standardrichtmaß Geeignete Quelle
    Stahlrolle 5,0 kg Masse, 13 cm Durchmesser und 4,5 cm Breite mit
    0,5 mm dicker Gummibeschichtung
    Polyesterfilm PET 23μ, erhältlich von EFFEGIDI S.p.A., 43052 Colorno,
    Italien
    Transferhaftmittel 3M 1524, erhältlich von 3M Italia S.p.a., 20090 Segrate, Italien
    Stoppuhr Geeignete Quelle
    Zugprüfgerät Instron, Modell 6021 (oder Äquivalent)
    Prüfverfahren A) Einstellungen des Zugprüfgeräts für das Abziehen:
    Kraftaufnehmer 10 N
    Prüfgeschwindigkeit 1.000 mm/min
    Abstand von Klemme zu Klemme 25 mm
    Vorspannung 0,2 N
    "LM"-Prüfbahn 50 mm
    Messvariable F Mittelwert (N) in "LM"
  • B) Hautzustand und Vorbereitung
  • Die Probe wird vom Unterarm abgezogen. Drei Hautzustände werden untersucht:
    • 1) Trocken: Der Unterarm ist unbehandelt und wurde vor dem Test beziehungsweise zwischen den Wiederholungen nicht abgewischt.
    • 2) Nass: Auf ein Baumwollwattepad (Demak'up, Durchmesser 5,5 cm, Gewicht etwa 0,6 g), werden 3 ml destilliertes Wasser gegeben. Als nächstes wird mit dem Baumwolwattepad mit leichtem Druck drei Mal über den Testbereich auf dem Unterarm gerieben. (Der Testbereich des Unterarms ist ein Rechteck, das ungefähr 2 cm breiter und länger ist als der Haftmittelbereich.)
    • 3) Fettig: Auf ein Baumwollwattepad (Demak'up, Durchmesser 5,5 cm, Gewicht etwa 0,6 g) werden 4 Tropfen (etwa 0,2 g) „Nivea Body" gegeben. Dann wird das Baumwollwattepad zusammengefaltet, um sicherzustellen, dass die Creme aufgenommen wird. Als nächstes wird mit dem Wattepad mit leichtem Druck drei Mal über den Testbereich auf dem Unterarm gerieben. (Der Testbereich des Unterarms ist ein Rechteck, das ungefähr 2 cm breiter und länger ist als der Haftmittelbereich.)
  • C) Vorbereitung der Probe
    • 1. Akklimatisieren lassen der Proben für etwa 1 Stunde in einem klimatisierten Raum (23 ± 2 °C und 50 ± 2 % rF).
    • 2. Vorbereiten von rechteckigen Haftmittelproben von 260 mm ± 2 Länge und 20 mm ± 2 Breite.
    • 3. Befestigen der Polyesterfolie auf der Oberfläche der Probe (unter Verwendung des Transferhaftmittels, um den Polyester an der Substratoberfläche zu befestigen).
    • 4. Jedes Prüfexemplar sollte individuell vorbereitet und sofort geprüft werden.
    • 5. Entfernen des Trägerpapiers von dem Haftmittel, ohne es zu berühren. Legen eines Endes auf die Haut (siehe Absatz B).
    • 6. Rollen der Stahlrolle 160 mm entlang des Haftmittelstreifens, in jede Richtung ein Mal.
  • D) Testumgebung
  • Das Haftmittel kann in 2 Umgebungen geprüft werden:
    • 1) Klimatisierter Raum wie in C1 beschrieben.
    • 2) Nasse Umgebung. Hier wird das Prüfexemplar nach Schritt C4 für 3 Stunden bei 85 °C in einen Ofen mit Luftfeuchtigkeitsregelung gelegt. Danach wird es entnommen, und es folgen die Schritte C5, C6.
  • E) Ausführung
  • 1 Minute nach Schritt C6 wird das freie Ende des Prüfexemplars (ca. 100 mm lang) genommen und in das obere Ende der Haftkraftprüfmaschine eingeführt. Sicherstellen, dass sich das Prüfexemplar in einem 90°-Winkel zum Unterarm befindet. Einschalten der Prüfmaschine.
  • F) Bericht
  • Angabe der durchschnittlichen Abziehfestigkeit von 5 Tests. Die Einzelwerte sind die Basis für die Berechnung der Standardabweichung zwischen den Proben.
  • Testmethode für Restmonomere
  • Untersuchungsprobe
  • Man nimmt 1 Gramm von einer Hydrogelprobe und gibt es in 100 ml 0,9%ige Salzlösung.
  • Die Probe verbleibt 24 Stunden bei 40 °C in der Salzlösung.
  • Ein Aliquot der Flüssigkeit wird verdünnt und mittels Elektrospray-LC/MS/MS-Verfahren analysiert.
  • Kalibrierungsprobe
  • Man nimmt 1 Gramm von Referenzmonomeren (z. B. NaAmps) und löst diese in 100 ml 0,9%ige Salzlösung.
  • Ein Aliquot der Flüssigkeit wird verdünnt und mittels Elektrospray-LC/MS/MS-Verfahren analysiert.
  • Auswertung
  • Man bestimmt die Konzentration der Untersuchungsprobe und der Kalibrierungsprobe durch lineare Regressionsanalyse unter Verwendung eines Software-Packets wie zum Beispiel VG Mass Lynx.
  • Beispiele
  • Alle nachstehend ausführlich beschriebenen Formulierungen wurden auf Polyurethanschaum (EV1700X von Caligen) mit einem Auftragsgewicht von 0,8 bis 1,6 kg pro Quadratmeter aufgetragen und ausgehärtet, indem man sie 10 Sekunden lang einer UV-Strahlung aussetzte, die von einer Mitteldruck-Quecksilber-Bogenlampe mit einer Leistungsdichte von 100 W/cm emittiert wurde.
  • Beispiel 1
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,5 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 30 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 2
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,5 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 10 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 30 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 3
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,5 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 10 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 30 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,5 g Pluronic L64 (Poly(ethylenglykol)-block-poly(propylenglykol)-block-poly(ethylenglykol), erhältlich von BASF) beimischen. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 4
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,4 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 2 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 36 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40,36 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere fünf Minuten rühren. 0,25 g Pluronic L64 (Poly(ethylenglykol)-block-poly(propylenglykol)-block-poly(ethylenglykol), erhältlich von BASF) beimischen. 0,8 g einer 30 %igen wässrigen Lösung von Polystyrol-altmaleinsäure)-Natriumsalz, erhältlich von Aldrich, beimischen und 10 Minuten lang rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 5
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,4 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 10 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 36 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40,36 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,25 g Pluronic L64 (Poly(ethylenglykol)-block-poly(propylenglykol)-block-poly(ethylenglykol), erhältlich von BASF) beimischen. 0,8 g einer 30 %igen wässrigen Lösung von Polystyrol-altmaleinsäure)-Natriumsalz, erhältlich von Aldrich, beimischen und 10 Minuten lang rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 6
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,4 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 10 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 36 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40,36 g NaAMPS (58 %) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,5 g Pluronic L64 (Poly(ethylenglykol)-block-poly(propylenglykol)-block-poly(ethylenglykol), erhältlich von BASF) beimischen. 0,8 g einer 30 %igen wässrigen Lösung von Polystyrol-altmaleinsäure)-Natriumsalz, erhältlich von Aldrich, beimischen und 10 Minuten lang rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren. Optische Phasenkontrastmikroskopie zeigte, dass das resultierende Gel eine gleichmäßig phasensegregierte Oberfläche hatte (siehe 1).
  • Beispiel 7
  • 6,0 g Irgacure 184 mit 20 g IRR280 (PEG400-Diacrylat) von UCB (Lösung A) mischen. Zu 0,07 g Irgacure 184 23,4 g NNDMA hinzufügen und eine Stunde lang rühren (Behälter vor Licht schützen). 20 g Mowilith DM137 (50 %ige Dispersion von Ethylen-Vinylacetat-Copolymer in Wasser von Harco) beimischen und 5 Minuten lang rühren. 36 g Glycerin hinzufügen und 5 Minuten lang rühren, dann 40,36 g NaAMPS (50%) beigeben. Weitere 5 Minuten rühren. 0,5 g Pluronic L64 (Poly(ethylenglykol)-block-poly(propylenglykol)-block-poly(ethylenglykol), erhältlich von BASF) beimischen. 0,8 g einer 30 %igen wässrigen Lösung von Poly(styrol-alt-maleinsäure)-Natriumsalz, erhältlich von Aldrich, beimischen und 10 Minuten lang rühren. 0,13 g von Lösung A beimischen und die gesamte Formulierung vor der Verwendung 1 Stunde lang rühren.
  • Beispiel 8
  • Glycerin-Anteilen wurden 40,4 Anteile einer 58 %igen Lösung des Natriumsalzes von 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure (NaAMPS) (LZ2405A) zusammen mit 0,5 Anteilen Pluronic LF64 (BASF) beigemischt und die Lösung wurde gerührt, um gleichmäßiges Vermischen sicherzustellen. Der Lösung wurden 0,13 Anteile einer Lösung beigemischt, enthaltend 20 Anteile Polyethylenglykoldiacrylat (PEG600) (Produkt von UCB Chemicals, vertrieben unter der Handelsbezeichnung Ebecryl 11), in der 6 Anteile 1-Hydroxycyclohexyl phenylketon (Produkt von Ciba und vertrieben unter der Handelsbezeichnung Irgacure 184) gelöst worden waren. Diesem Reaktionsgemisch wurde eine vorgemischte Lösung aus 8 Anteilen Butylacrylat und 15,7 Anteilen N,N-Dimethylacrylamid (Kohjin) hinzugegeben, und diese endgültige Lösung wurde wie in Beispiel 1 durch Bestrahlung mit UV-Licht ausgehärtet. Optische Phasenkontrastmikroskopie zeigte, dass das resultierende Gel eine gleichmäßig phasensegregierte Oberfläche hatte und auf Haut, die zuvor mit Hautcreme (Nivea) behandelt worden war, besser haftete (siehe nachstehende 2).
  • Beispiel 9
  • 30 Glycerin-Anteilen wurden 0,5 Anteile einer 30 %igen wässrigen Lösung aus Poly(styrol-alt-maleinsäure)-Natriumsalz, erhältlich von Aldrich, und 40 Anteile einer 58 %igen Lösung des Natriumsalzes von 2-Acrylamido-2-methylpropansulfonsäure (NaAMPS) (LZ2405A) zusammen mit 0,5 Anteilen Pluronic P65 (BASF) beigemischt und die Lösung wurde gerührt, um gleichmäßiges Vermischen sicherzustellen. Der Lösung wurden 0,13 Anteile einer Lösung beigemischt, enthaltend 20 Anteile Polyethylenglykoldiacrylat (PEG600) (Produkt von UCB Chemicals, vertrieben unter dem Handelsnamen Ebecryl 11), in der 6 Anteile 1-Hydroxycyclohexylphenylketon (Produkt von Ciba und vertrieben unter der Handelsbezeichnung Irgacure 184) gelöst worden waren. Diesem Reaktionsgemisch wurde eine vorgemischte Lösung aus 6 Anteilen Ethoxyethylacrylat und 18 Anteilen N,N-Dimethylacrylamid (Kohjin) hinzugegeben, und diese endgültige Lösung wurde wie in Beispiel 5 durch Bestrahlung mit UV-Licht ausgehärtet. Optische Mikroskopie zeigte, dass das resultierende Gel eine gleichmäßig phasensegregierte Oberfläche hatte (siehe 7 und die nachstehende zugehörige Erörterung).
  • Ergebnisse
    Figure 00430001
  • Figure 00440001
  • Mikroskopie
  • Die Gele der Beispiele 6, 8 und 9 wurden unter Verwendung eines Leitz Dialux 20 Mikroskops untersucht, an das eine Kamera "Wild MPS Photoautomat" angeschlossen war. Das Mikroskop war mit einem 12,5× Okular ausgestattet. Das Bild kann dann mit einer Reihe von Objektiven vergrößert werden, von denen die ×4, ×10 (Phaco) und ×25 (Phaco) am häufigsten verwendet wurden. Sowohl Phasenkontrast als auch Hellfeldbeleuchtung wurden verwendet.
  • Färben
  • Die Probe von Beispiel 9 wurde vor der Mikroskopie gefärbt. Um die hydrophoben Bereiche der Oberfläche des Hydrogels differenziert anzufärben, verwendete man eine gesättigte Lösung von Bromopyrogallol Red in Methanol. Die Lösung wird auf die Oberfläche der Probe aufgetragen, die dann mit Methanol gespült wird, um überschüssige Farblösung und Farbfeststoffe zu entfernen. Die Kriterien, nach denen man den Farbstoff auswählte, sind nachstehend angegeben.
  • Die Wahl eines Farbstoffes zum differenzierten Färben der hydrophoberen und hydrophileren Bereiche dieser Gels wird von vielen Faktoren beeinflusst. Dies kann durch einen Vergleich von Bromopyrogallol Red und Fluorescein-Natrium dargestellt werden, die in unterschiedlichen Polymertypen in unterschiedlichen Mengen aufgenommen oder gespeichert werden. Die beiden Hauptfaktoren sind die Ladung und die hydrophoben Eigenschaften. Bromopyrogallol Red wird von aziden -SO3H- und -COOH-Gruppen dominiert, und Fluorescein-Natrium von einer schwach aziden -COOH-Gruppe. Eher basische Bereiche des Polymers haben die größte Affinität für den aziden Farbstoff, und die aziden Bereiche haben die geringste Affinität für den aziden Farbstoff. Ferner kann man feststellen, dass ein Material mit einem höheren Wassergehalt eine schnellere Aufnahme eines Farbstoffs erlaubt. In herkömmlichen Hydrogelen wird dies durch die Tatsache beeinflusst, dass Material mit einem höheren Wassergehalt oft die schwach basischen N-Vinylpyrrolidon- oder N,N-Dimethylacrylamid-Gruppen enthält, die Farbstoffe anziehen, welche azide Gruppen enthalten, z. B. -SO3H und -COOH.
  • Neben der Azidität und der Basizität der Farbstoffe und Polymere haben auch die Verteilungskoeffizienten der Farbstoffe einen deutlichen Einfluss auf die Speicherung der Farbstoffe in den Materialien. Diese Eigenschaft wird herkömmlich und üblicherweise durch Messung des Verteilungskoeffizienten des Farbstoffes zwischen Oktanol und Wasser (KOW) beschrieben. Bromopyrogallol Red hat einen log KOW von –0,49 und Fluorescein-Natrium hat einen log KOW von –0,98. Beide Farbstoffe sind in der Lage, sich zwischen den wässrigen und den nicht-wässrigen Komponenten der verwendeten Polymere aufzuteilen.
  • Bromopyrogallol Red wird jedoch wohl die hydrophobere Phase der hydrophileren wässrigen Phase vorziehen, wohingegen Fluorescein-Natrium die wässrige Umgebung bevorzugen würde. Diese Präferenz wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass herkömmliche N-Vinylpyrrolidon- oder N,N-Dimethylacrylamid-basierte Hydrogele dazu neigen, ungefähr 30 % des Farbstoffes Brompyrogallol Red in dem polymeren Netzwerk zu speichern.
  • Durch die intensivere Farbe von Brompyrogallol Red, gekoppelt mit seiner größeren Affinität für hydrophobe Bereiche und seiner Löslichkeit in Methanol, eignet sich dieser Farbstoff viel besser als Natriumfluorescein, um durch unterschiedliches (differenziertes) Färben das Vorhandensein von hydrophoben und hydrophilen Bereichen in der Oberfläche von Polymer-Gelen anzuzeigen.
  • Deckschicht
  • Vor der Verwendung wird ein Haftmittel, das sich auf der dem Träger zugewandten Seite der Gesichtsmaske (10) befindet, vorzugsweise von einer Deckschicht bedeckt, die zum Beispiel von wenigstens einem Trägerblatt (40) oder Trägerpapier, zum Beispiel silikonisiertem Papier, gebildet werden kann.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung hat man festgestellt, dass es äußerst wünschenswert ist, für einen Gegenstand, der die Atemorgane des Trägers bedeckt, eine Deckschicht vorzusehen, die von wenigstens zwei Trägerblättern (40) gebildet wird.
  • Vorzugsweise reicht jedes dieser Trägerblätter (40) von dem Außenumfang (24) des Bundes (20) zu der Filterschicht (30) und am besten zu dem Mittelpunkt der Gesichtsmaske (10). Solch eine Ausführungsform erlaubt es, das Trägerblatt (40) von der Mitte aus abzuziehen, anstatt vom Außenumfang der Gesichtsmaske (10) aus.
  • In stark bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind die Trägerblätter (40) mit geraden Kanten versehen, die im bevorzugtesten Fall parallel zu der Längsachse der Gesichtsmaske verlaufen. Solch eine Ausführungsform ist in 3 dargestellt.
  • Außerdem wird es bevorzugt, dass das Trägerblatt (40), das die Deckschicht bildet, überlappt, so dass wenigstens ein Teil von wenigstens einem der Trägerblätter nicht mit dem Haftmittel in Berührung kommt und das Abziehen dadurch leichter wird. Die Außenkonturen der Trägerblätter (40) können so gewählt werden, dass sie die gleiche Form haben wie der Außenumfang (24) des Bundes (20), oder sie können so gewählt werden, dass sie eine andere, gut herstellbare Form haben.
  • Man hat festgestellt, dass die Gesichtsmaske (10) gemäß der vorliegenden Erfindung den besten Sitz und Komfort bietet, wenn der Haftkontakt des Bundes (20) zuerst im Nasenbereich und Kinnbereich des Trägers hergestellt wird, und der Haftkontakt im Bereich der Wangen und um den Mundwinkel herum erst später hergestellt wird. Dies erleichtert die symmetrische Anbringung der Gesichtsmaske (10), so dass die Längsachse der Gesichtsmaske (10) mit der Symmetrieachse des Gesichts eines Trägers zusammenfällt. Indem man wenigstens zwei Trägerblätter vorsieht, wie es vorstehend offenbart wird, ist es einem Träger möglich, die Gesichtsmaske (10) auf diese bevorzugte Weise anzulegen.
  • Während eine von wenigstens zwei Trägerblättern (40) gebildete Deckschicht äußerst vorteilhaft ist, wenn sie für eine Gesichtsmaske (10) verwendet wird, wie es hier offenbart wird, kann solch eine Deckschicht auch vorteilhaft für jeglichen anderen Gegenstand verwendet werden, mit dem die Atemorgane eines Trägers bedeckt werden sollen. Solche Gegenstände beinhalten nämlich zum Beispiel Anti-Schnarch-Vorrichtungen wie in der anhängigen EP-Patentanmeldung 00120457.7 (mit dem Anwalts-Aktenzeichen 2409 FQ) offenbart.

Claims (9)

  1. Atemschutzmaske (10), umfassend einen Bund (20) und ein Luftregelmodul (30), wobei der Bund (20) einen Innenumfang (22) und einen Außenumfang (24) hat sowie eine erste und eine zweite Breite, die lotrecht zu dem Innenumfang (22) zwischen dem Innenumfang (22) und dem Außenumfang (24) gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite größer ist als die zweite Breite, wobei die zweite Breite in dem Wangenteil (27) und/oder in dem Mundwinkelteil (28) gemessen wird, und wobei das Luftregelmodul (30) mit einem dehnbaren Mittel (32) versehen ist.
  2. Atemschutzmaske (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite wenigstens 10% größer ist als die zweite Breite.
  3. Atemschutzmaske (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Breite in dem Nasen-Mittelteil (26) und/oder in dem Kinn-Mittelteil (29) gemessen wird.
  4. Atemschutzmaske (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Bund eine dem Träger zugewandte Seite und eine dem Kleidungsstück zugewandte Seite umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Träger zugewandte Seite des Bundes (20) mit einer Haftmittelschicht versehen ist.
  5. Atemschutzmaske (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel ein Hydrogel-Haftmittel ist.
  6. Atemschutzmaske (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel ein im Wesentlichen wasserunlösliches druckreaktives Haftmittel ist, welches ein Polymer umfasst, das eine dreidimensionale Matrix bildet, und welches weniger als 10 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 5 Gew.-% des Haftmittels von Hydrokolloidpartikeln umfasst.
  7. Atemschutzmaske (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel Folgendes umfasst: – ein Polymer, ausgewählt aus Acrylen, sulfonierten Polymeren, Vinylalkohol, Vinylpyrrolidon, Polyethylenoxid oder Mischungen daraus, und – einen Weichmacher, ausgewählt aus mehrwertigem Alkohol, Polyethylenglykol, Sorbit, Wasser oder Mischungen daraus.
  8. Vorrichtung zum Regeln von eingeatmeter Luft, beispielsweise eine Vorrichtung für künstliche Beatmung, die eine Atemschutzmaske (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
  9. Vorrichtung zum Analysieren von ausgeatmeter Luft, beispielsweise ein Alkoholtester, die eine Atemschutzmaske (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
DE60120495T 2000-12-18 2001-12-13 Bänderlose atemschutzmaske Expired - Fee Related DE60120495T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
EP00127674 2000-12-18
EP00127674A EP1214896A1 (de) 2000-12-18 2000-12-18 Bänderlose Atemschutzmaske
PCT/US2001/048941 WO2002049467A1 (en) 2000-12-18 2001-12-13 Strapless respiratory face mask

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60120495D1 DE60120495D1 (de) 2006-07-20
DE60120495T2 true DE60120495T2 (de) 2006-12-21

Family

ID=8170706

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60120495T Expired - Fee Related DE60120495T2 (de) 2000-12-18 2001-12-13 Bänderlose atemschutzmaske

Country Status (7)

Country Link
EP (2) EP1214896A1 (de)
CN (1) CN1269428C (de)
AT (1) ATE328501T1 (de)
AU (1) AU2002227424A1 (de)
DE (1) DE60120495T2 (de)
ES (1) ES2266307T3 (de)
WO (1) WO2002049467A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202020002159U1 (de) 2020-05-15 2020-06-30 Jochen Slaby Selbsthaltende Einweg-Atemschutzmaske, zur Einmalanwendung

Families Citing this family (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6868984B2 (en) 2002-09-24 2005-03-22 Kimberly-Clark Worldwide, Inc. Method of dispensing a face mask
US6948499B2 (en) 2002-09-24 2005-09-27 Kimberly-Clark Worldwide, Inc. Easy gripping face mask
US6945249B2 (en) 2002-09-24 2005-09-20 Kimberly-Clark Worldwide, Inc. Easy gripping face mask
US6857935B1 (en) * 2003-11-14 2005-02-22 Jewel L. Dohan Reusable adhesive body apparel
EP1894549A1 (de) * 2006-08-29 2008-03-05 Helle Kayerod Schützende Gesichtsmaske
CN102100939A (zh) 2009-12-18 2011-06-22 崇仁(厦门)医疗器械有限公司 无带式呼吸面罩
US20140182600A1 (en) * 2012-12-27 2014-07-03 3M Innovative Properties Company Filtering face-piece respirator having welded indicia hidden in pleat
CN106572713A (zh) * 2014-08-11 2017-04-19 3M创新有限公司 具有皮肤友好的粘合剂周边的无带式面罩
CN106889676A (zh) * 2015-12-18 2017-06-27 北京奇虎科技有限公司 空气过滤装置及空气过滤方法
WO2019047332A1 (zh) * 2017-09-08 2019-03-14 盐城方天无纺制品有限公司 一种新型无带口罩
KR102585442B1 (ko) 2017-11-13 2023-10-06 쓰리엠 이노베이티브 프로퍼티즈 캄파니 이너 쉘 및 이를 포함하는 마스크
IT202000009583A1 (it) * 2020-04-30 2021-10-30 Pierc S R L Dispositivo medico per la protezione delle vie respiratorie
CN111760384A (zh) * 2020-06-09 2020-10-13 田晓慧 一种防霾抗菌过滤材料及其制作方法
US20210386141A1 (en) * 2020-06-12 2021-12-16 Alice M. Chun Transparent flexible self-attaching face mask
EP3925471B1 (de) * 2020-06-16 2025-05-14 Mark Huesges Haftende gesichtsmasken
SE544685C2 (en) 2020-09-30 2022-10-18 Soliver Ab Elastic face mask comprising an adhesive
USD958463S1 (en) 2020-11-24 2022-07-19 Victoria Iagulli Face mask

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3357426A (en) * 1965-01-14 1967-12-12 Univ California Adherent face mask having a quick disconnect fitting and disposable components
US5306504A (en) * 1992-12-09 1994-04-26 Paper Manufactures Company Skin adhesive hydrogel, its preparation and uses
US5724964A (en) * 1993-12-15 1998-03-10 Tecnol Medical Products, Inc. Disposable face mask with enhanced fluid barrier
US5392773A (en) * 1994-04-13 1995-02-28 Bertrand; Archie A. Respiratory particulate filter
WO1999025410A1 (en) * 1997-11-14 1999-05-27 Medisolve Limited A seal for a respiratory mask, and a respiratory mask
WO1999065347A1 (en) * 1998-06-17 1999-12-23 The Firedrill Company, Inc. Fire escape mask

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202020002159U1 (de) 2020-05-15 2020-06-30 Jochen Slaby Selbsthaltende Einweg-Atemschutzmaske, zur Einmalanwendung

Also Published As

Publication number Publication date
CN1269428C (zh) 2006-08-16
EP1214896A1 (de) 2002-06-19
CN1501779A (zh) 2004-06-02
ES2266307T3 (es) 2007-03-01
EP1357813A1 (de) 2003-11-05
WO2002049467A1 (en) 2002-06-27
DE60120495D1 (de) 2006-07-20
ATE328501T1 (de) 2006-06-15
EP1357813B1 (de) 2006-06-07
AU2002227424A1 (en) 2002-07-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60120495T2 (de) Bänderlose atemschutzmaske
US7152601B2 (en) Strapless respiratory face mask
DE60011403T2 (de) Bioadhesive zusammensetzungen
US20030149387A1 (en) Anti-snoring device comprising a skin compatible adhesive
DE69912614T2 (de) Wegwerfartikel-vorrichtung für humanabfall mit verbesserten hafteigenschaften auf der haut
US6544642B2 (en) Disposable absorbent articles with improved adhesive for attachment to the skin to facilitate adhesion in oily conditions
DE69737695T2 (de) Lokal anwendbares adhäsiv für die haut und bequeme entfernung
DE69917009T2 (de) Medizinisches druckempfindliches klebeband
DE69620359T2 (de) Chirurgischer Verband
DE60007839T2 (de) Wegwerfartikel für menschliche fäkalien
JP2004530008A (ja) 皮膚適合性ヒドロゲル接着剤
DE68906352T2 (de) Selbstklebende Bandage mit Rahmen.
DE68909026T2 (de) Topische Anwendung eines Medikaments in einem Bindemittel.
DE60122538T2 (de) Vorrichtung zum verhindern des schnarchens mit einem hautverträglichen kleber
JP2002536074A (ja) 水接着安定性を有する使い捨て吸収剤物品
US20040087917A1 (en) Method of using an ostomy device
DE69419506T2 (de) Mehrfach zu verwendender klebebandverschluss
WO2000045863A1 (en) Disposable absorbent articles with improved adhesive for attachment to the skin to facilitate adhesion in oily conditions
TWI754875B (zh) 駐留型面膜之組成物
DE69212160T2 (de) Mehrfach zu verwendender klebebandverschluss
DE60024617T2 (de) Auf der haut haftendes klebeband
EP1221311A1 (de) Verfahren zur benutzung einer ostomievorrichtung
MXPA01007774A (en) Disposable absorbent articles with water adhesion stability

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee