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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf den Bereich
der Telekommunikation, und insbesondere auf ein Telekommunikationssystem
und ein Verfahren, mit denen spezielle Nummernräume erstellt werden können, indem
eine oder mehrere, im herkömmlichen
internationalen Nummernraum nicht verwendete Landeskennzahlen genutzt
werden.
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Eine
der größten Sorgen
von Telekommunikationsunternehmen besteht derzeit in der Tatsache,
dass nur eine eingeschränkte
Anzahl an Vorwahlkennzahlen, siebenstelligen Telefonnummern, Vanity-Rufnummern und 0800/0900-Nummern
zur Verfügung
steht. Die Telekommunikationsunternehmen haben Grund zur Sorge bezüglich der
eingeschränkten
Anzahl an Telefonnummern, da ihre Kundenbasis permanent wächst und
es heute wesentlich mehr Menschen gibt, die zwei oder mehr Telefonnummern
benötigen,
um ihre verschiedenen Kommunikationsendgeräte, wie z.B. kabelgebundenes
Telefon, Mobiltelefon, Pager, Faxgerät etc. zu nutzen. Es ist daher
nur eine Frage der Zeit, bis die Telekommunikationsunternehmen die
eingeschränkte
Anzahl an Telefonnummern aufgebraucht haben.
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Im
Patent WO 97/25849 werden ein System und ein Verfahren zur Verarbeitung
internationaler Telefonnummern beschrieben. Insbesondere wird ein
Verfahren zum Parsing einer Telefonnummer in einem intelligenten
Serviceknoten eines Telefonnetzes beschrieben, wobei das genannte
Verfahren aus den Schritten zur Ermittlung des Adresstyps der Telefonnummer,
d.h. national, international oder sonstige, und zum Extrahieren der
entsprechenden Felder der Telefonnummer in Abhängigkeit vom Adresstyp besteht.
Die genannten Serviceknoten, die mit einer Vielzahl an Vermittlungsstellen
und einer Vielzahl an Datenbanken verbunden sind, dienen zur Steuerung
der Schaltvermittlung von Telefonanrufen entsprechend den Telefonnummern
dieser Anrufe.
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Ausgehend
vom vorherigen Stand der Technik besteht der Gegenstand der vorliegenden
Erfindung darin, eine effiziente und ökonomische Art zur Erweiterung
der Anzahl an Telefonnummern zu entwickeln, die den Kunden von Telekommunikationsunternehmen
zur Verfügung
gestellt werden können.
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Der
genannte Gegenstand wird durch den Inhalt von Anspruch 1 und 9 gelöst.
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Die
vorliegende Erfindung beinhaltet ein Telekommunikationssystem, einen
Serviceknoten und ein Verfahren, die einem Telekommunikationsunternehmen
helfen können,
die Anzahl an verfügbaren
Telefonnummern effektiv zu erhöhen,
indem sie den herkömmlichen
internationalen Nummernraum zur Erstellung eines oder mehrerer neuer
Nummernräume
nutzen. Insbesondere könnte
das Telekommunikationssystem die Ziffern eines Telefonanrufs mit
einer internationalen Kennzahl und einer bisher nicht verwendeten
Landeskennzahl umwandeln, um den Telefonanruf an einen Diensteanbieter
anstatt ins Ausland weiterzuleiten. Alternativ dazu könnte das
Telekommunikationssystem die Ziffern eines Telefonanrufs mit einer „Kennzahl", gefolgt von einer
Ziffernfolge, die dem herkömmlichen
internationalen Nummernraum ähnelt,
umwandeln, um den Telefonanruf an einen Diensteanbieter weiterzuleiten.
Der Diensteanbieter könnte
dann einen der neuen Nummernräume
verwalten und seinen Kunden eine Reihe von Diensten anbieten, darunter
beispielsweise globale Vanity-Rufnummern, globale lokale Nummernportabilität, globalen
Internetzugang und private Nummernräume.
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Ein
umfassenderes Verständnis
der vorliegenden Erfindung ist anhand der folgenden detaillierten
Beschreibung möglich,
die in Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt, wobei:
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1 ein
Blockdiagramm ist, in dem die grundlegenden Komponenten eines Telekommunikationssystems
gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt werden;
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2 ein
Blockdiagramm ist, in dem die Komponenten des in 1 dargestellten
Telekommunikationssystems detaillierter dargestellt werden; und
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3 ein
Ablaufdiagramm ist, in dem die Schritte des bevorzugten Verfahrens
gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt werden.
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In
Bezug auf 1–3 wird eine
bevorzugte Ausführungsvariante
eines Telekommunikationssystems 100, eines Serviceknotens
(SCP) 108 und eines Verfahrens 300 gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Im Wesentlichen bietet die vorliegende Erfindung
einem Telekommunikationsunternehmen die Möglichkeit, den herkömmlichen
internationalen Nummernraum zu nutzen, um einen oder mehrere neue
Nummernräume
zu erstellen. Insbesondere könnte
das Telekommunikationsunternehmen die Ziffern eines Telefonanrufs
mit internationaler Kennzahl und einer bisher nicht verwendeten
Landeskennzahl umwandeln, um den Telefonanruf an einen Diensteanbieter
anstatt ins Ausland weiterzuleiten. Der Diensteanbieter könnte einen der
neuen Nummernräume
verwenden und seinen Kunden eine Reihe von Diensten anbieten, darunter
beispielsweise globale Vanity-Rufnummern, globale lokale Nummernportabilität, globalen
Internetzugang und private Nummernräume.
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1 ist
ein Blockdiagramm, in dem die grundlegenden Komponenten des Telekommunikationssystems 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung dargestellt werden. Das Telekommunikationssystem 100 umfasst eine
Vermittlungsstelle 102 (z.B. eine Dienstevermittlungsstelle
(SSP)), die den Telefonanruf 104 (möglicherweise ein Auslandsgespräch) eines
Anrufers 106 annehmen kann. Die Vermittlungsstelle 102 kann
die den Anruf betreffenden Informationen an den Serviceknoten (SCP) 108 weiterleiten.
Der SCP 108 verfügt über Vermittlungsalgorithmen,
die bestimmen, wohin der Telefonanruf 104 in Abhängigkeit
von den Ziffern des Telefonanrufs 104 weitergeleitet wird.
Das Telekommunikationssystem 100 umfasst außerdem ein
interaktives Sprachausgabesystem (IVR) 110 (im Folgenden
beschrieben), das zwischen dem SCP 108 und der Vermittlungsstelle 102 angeordnet
ist.
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Der
SCP 108 kann den Telefonanruf 104 (jedoch kein
herkömmliches
Auslandsgespräch)
an einen Diensteanbieter 112 (es ist nur einer abgebildet)
weiterleiten, wenn der Telefonanruf 104 über eine
internationale Kennzahl und eine Landeskennzahl verfügt, bei
der es sich um eine im herkömmlichen
internationalen Nummernraum nicht verwendete Landeskennzahl handelt,
die nun jedoch dem Diensteanbieter 112 zugeordnet ist.
Außerdem
kann der SCP 108 den Telefonanruf 104 (herkömmliches
Auslandsgespräch)
ins Ausland 114 (es ist nur eines abgebildet) weiterleiten,
wenn der Telefonanruf 104 über eine internationale Kennzahl
und eine Landeskennzahl entsprechend dem herkömmlichen internationalen Nummernraum
verfügt.
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2 ist
ein Blockdiagramm, in dem die Komponenten des Telekommunikationssystems 100 detaillierter
dargestellt werden. Einige Details in Verbindung mit dem Telekommunikationssystem 100 sind
in der Branche bekannt und müssen
daher hier nicht erläutert
werden. Aus Gründen
der Klarheit werden daher in der folgenden Beschreibung des Telekommunikationssystems 100 einige
Komponenten ausgelassen, die für
das Verständnis
der vorliegenden Erfindung nicht erforderlich sind.
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Der
Anrufer 106, der ein elektronisches Gerät, wie beispielsweise ein Funktelefon,
ein kabelgebundenes Telefon, einen Computer oder einen Personal
Digital Assistant (PDA) verwendet, setzt einen Telefonanruf 104 an
eine lokale Vermittlungsstelle 202 ab. Ein lokaler Diensteanbieter,
wie z.B. Southwestern Bell, verwaltet die lokale Vermittlungsstelle 202.
Typischerweise verbindet die lokale Vermittlungsstelle 202 den
Anrufer 106 mit dem angerufenen Teilnehmer 204,
wenn der Telefonanruf 104 über eine dreistellige Vorwahl
verfügt,
die innerhalb des Zuständigkeitsbereichs
des lokalen Diensteanbieters liegt. Dieser Anruftyp 104 ist
im Allgemeinen als Ortsgespräch
oder Nahbereichsgespräch
bekannt.
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Wenn
der lokale Diensteanbieter keine Ortsnetzkennzahl verwaltet, an
die der Telefonanruf 104 weitergeleitet wird, dann übermittelt
die lokale Vermittlungsstelle 202 die Informationen über den
Telefonanruf 104 an eine Fernvermittlungsstelle 102 (im
Folgenden als Vermittlungsstelle 102 bezeichnet), die von
einem Diensteanbieter für
Fernverbindungen, wie beispielsweise AT&T, verwaltet wird. Die Vermittlungsstelle 102 kann programmiert
werden, um die Informationen über
den Telefonanruf 104 an einen SCP 108 (z.B. einen
Serviceknoten (SCP)) weiterzuleiten, wenn es sich bei dem Telefonanruf 104 um
ein Auslandsgespräch
handelt. Typischerweise übermittelt
die Vermittlungsstelle 102 Informationen über den
Telefonanruf 104 und erstellt eine Anfrage an den SCP 108,
wenn der Telefonanruf 104 eine internationale Kennzahl
wie beispielsweise „011" aufweist.
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Der
SCP 108 umfasst eine Datenbank 206 und einen Controller 208,
die interagieren können,
um festzustellen, ob der Telefonanruf 104, der ein Auslandsgespräch zu sein
scheint, ins Ausland 114 (es ist nur eines abgebildet)
oder an die Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d (es
sind nur vier abgebildet) weitergeleitet werden soll. Im Wesentlichen übersetzt
der SCP 108 die Ziffern des Telefonanrufs 104,
um festzustellen, ob der Telefonanruf an einen der Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d oder
ins Ausland 114 weitergeleitet werden soll.
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Der
SCP 108 kann den Telefonanruf 104 über eine
Auslandsvermittlungsstelle 214 ins Ausland 114 weiterleiten,
wenn der Telefonanruf 104 eine internationale Kennzahl
und eine Landeskennzahl aufweist, die dem betreffenden Land 114 zugeordnet
ist. So kann der SCP 108 beispielsweise einen Telefonanruf 104 nach Frankreich
weiterleiten, wenn dieser Telefonanruf 104 eine internationale
Kennzahl (z.B. „011"), die Frankreich zugeordnete
Landeskennzahl (z.B. „33"), eine Ortsnetzkennzahl
und eine Rufnummer aufweist. Es ist allgemein bekannt, dass es im
herkömmlichen
internationalen Nummernraum vorgegeben ist, dass für ein Auslandsgespräch eine
internationale Kennzahl + Landeskennzahl + nationale Rufnummer (Ortsnetzkennzahl
+ Rufnummer) erforderlich sind.
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Außerdem kann
der SCP 108 die neu zugeordneten und im herkömmlichen
internationalen Nummernraum bisher nicht verwendeten Landeskennzahlen
verwenden, um den als Auslandsgespräch 104 ausgewiesenen
Telefonanruf 104 über
eine andere lokale Vermittlungsstelle 216a oder 216b (oder
auch eine Auslandsvermittlungsstelle oder ein Funknetz) an einen
der Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d anstatt
ins Ausland weiterzuleiten. Beispielsweise könnte der SCP 108 einen
Telefonanruf 104 an einen Diensteanbieter 112a weiterleiten,
wenn der Telefonanruf eine internationale Kennzahl (z.B. „011") und eine Landeskennzahl (z.B. „999") aufweist, die nun
dem Diensteanbieter 112a zugeordnet ist. Auch hier werden
die bisher im herkömmlichen
internationalen Nummernraum nicht verwendeten Landeskennzahlen (z.B. „999") nun in der vorliegenden
Erfindung eingesetzt, um den Telefonanruf an die Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d anstatt
ins Ausland weiterzuleiten.
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Genauer
gesagt umfasst die vom Anrufer 106 gewählte Ziffernfolge (a) die Kennzahl
im internationalen Nummernraum, (b) die Landeskennzahl (1-3 Ziffern)
und (c) die nationale Rufnummer (1-15 Ziffern). Wenn dieser
Nummernraum für
den vorgeschlagenen Vanity-Nummernraum
verwendet wird, wird die Ziffernfolge ein wenig anders interpretiert:
(a) die Kennzahl im internationalen Nummernraum dient zusammen mit
der bisher nicht verwendeten Landeskennzahl als Kennzahl im Vanity-Nummernraum,
(b) die dreistellige Diensteanbieter-Kennung, (c) die dem Teilnehmer
zugeordnete Vanity-Rufnummer
(entsprechend der Spezifikation des Diensteanbieters) und (d) ein
optionales Suffix zur Identifikation des Anruftyps. Dabei ist jedoch
zu beachten, dass Diensteanbieter-Kennung, Teilnehmernummer und
Suffix wie eine nationale Rufnummer im internationalen Nummernraum
aussehen, wenn sie miteinander verkettet (zusammengefügt; nebeneinander
angeordnet) werden.
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Falls
eine ausreichende Anzahl an verwendeten Landeskennzahlen und nur
eine eingeschränkte
Anzahl an Diensteanbietern vorhanden sind, können diese bisher nicht verwendeten
Landeskennzahlen spezifischen Diensteanbietern zugeordnet werden.
In diesem Fall besteht keine Notwendigkeit für eine separate Diensteanbieter-Kennung; sowohl der
Vanity-Nummernraum als auch der Diensteanbieter können gleichzeitig anhand
der Landeskennung identifiziert werden. Der oben angeführte Vorschlag
für eine
separate Diensteanbieter-Kennung
erfolgt jedoch aufgrund der eingeschränkten Anzahl an nicht verwendeten
Landeskennzahlen und möglichen
Einsprüchen
gegen eine Neuzuweisung dieser nicht verwendeten Landeskennzahlen.
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Der
vorgeschlagene Vanity-Nummernraum kann auch mit Hilfe einer separaten
Vanity-Nummernraum-Kennzahl umgesetzt werden, die speziell für diesen
Zweck erstellt wird. Mit diesem Verfahren wird ein Vanity-Nummernraum
erstellt, in dem diese neu zugeordnete Vanity-Nummernraum-Kennzahl eingesetzt wird (anstatt
der vorgeschlagenen Vanity-Nummernraum-Kennzahl auf der Basis der
internationalen Nummernraum-Kennzahl und einer bisher nicht verwendeten
Landeskennzahl). Die im Folgenden angeführten Beispiele sollen die
große
Flexibilität
der neuen Nummernräume
verdeutlichen, die durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt
werden.
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Wie
bereits erläutert
kann der Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d einen
neuen Nummernraum erstellen und verwalten, um seinen Kunden eine
Reihe von Diensten anzubieten, wie beispielsweise globale Vanity-Rufnummern,
globale lokale Nummernportabilität,
globalen Internetzugang und private Nummernräume. Im Folgenden sind exemplarische
Beschreibungen von verschiedenen Nummernräumen aufgeführt, die von den Diensteanbietern 112a, 112b, 112c oder 112d mit
Hilfe der vorliegenden Erfindung implementiert werden können.
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In
Bezug auf den Diensteanbieter 112a kann dieser Diensteanbieter 112a einen
neuen Nummernraum erstellen und verwalten, um einen Dienst für globale
Vanity-Rufnummern bereitzustellen. Im Wesentlichen könnte der
Diensteanbieter 112a dadurch Privatpersonen oder Unternehmen
eine unveränderliche
Rufnummer bieten, die ein Anrufer 106 nutzen kann, um weltweit
von einem beliebigen Ort aus, unabhängig vom geografischen Standort
des Anrufers 106 und unabhängig vom jeweiligen Diensteanbieter
anzurufen.
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Der
Diensteanbieter 112a kann einer Privatperson beispielsweise
die folgende Rufnummer zuweisen: Internationale Kennzahl – 999 – 76484
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- • Die
internationale Kennzahl hängt
von dem jeweiligen Standort des Anrufers 106 ab. Die internationale Kennzahl
lautet beispielsweise „011", wenn sich der Anrufer 106 in
den USA befindet.
- • Die „999" ist eine der bisher
nicht verwendeten Landeskennzahlen im herkömmlichen internationalen Nummernraum,
die nun dem Diensteanbieter 112a zugeordnet wird.
- • Die „76484" ist eine Rufnummer,
die einer Privatperson mit dem Nachnamen SMITH zugeordnet werden kann,
wobei die Buchstaben des Namens SMITH den Ziffern „76484" auf einer Telefon-Tastatur
entsprechen. Der Anrufer 106 muss dann möglicherweise
ein „#" (oder eine andere,
vordefinierte Taste) nach der „76484" wählen, um
das Ende der Vanity-Rufnummer
zu markieren.
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Der
Anrufer 106 braucht nur „011-999-76484" zu wählen, um
den Diensteanbieter 112a zu erreichen und den individuellen
Nummernraum abzuhören
oder anzeigen zu lassen, der der Privatperson mit dem Vanity-Namen
SMITH zugeordnet ist. Beispielsweise kann der individuelle Nummernraum
dieser Privatperson wie folgt aussehen:
0 – Direktverbindung (Rufumleitung)
1 – Voice
Mail
2 – Mobiltelefon
3 – Video
4 – Fax
5 – PDA (z.B.
Instant Messaging)
6 – E-Mail
7 – Passwort-Zugang
(z.B. für
Familie und Freunde)
8 – Eigene
Homepage
9 – Sonderdienste
(z.B. Vorrang und Priorität)
etc.
...
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Der
Anrufer 106 könnte
die entsprechende Ziffer wählen,
um zu versuchen, die Privatperson persönlich zu erreichen oder eine
Nachricht für
sie zu hinterlassen. Alternativ dazu könnte der Anrufer 106 die
Telefonnummer wählen,
um seine Nachrichten, darunter individuelle Voice Mails, Fax-Mitteilungen
und E-Mails, abzurufen. Natürlich
kann der Diensteanbieter 112a der Privatperson eine breite
Palette an individuellen Diensten anbieten.
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Daher
kann der Diensteanbieter 112a seinen eigenen Nummernraum
erstellen, wobei die Anzahl an Ziffern im Vanity-Anteil („76484") des Telefonanrufs
nicht festgelegt ist. So kann der Diensteanbieter die folgende Rufnummer
einem College (z.B. University of Texas) zuweisen: Internationale
Kennzahl – 999 – 88
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- • Die
internationale Kennzahl hängt
wiederum vom jeweiligen Standort des Anrufers 106 ab. Die
internationale Kennzahl lautet beispielsweise „011", wenn sich der Anrufer 106 in
den USA befindet.
- • Die „999" ist wiederum eine
der bisher nicht verwendeten Landeskennzahlen im herkömmlichen
internationalen Nummernraum, die nun dem Diensteanbieter 112a zugeordnet
wird.
- • Die „88" ist eine Nummer,
die der University of Texas, auch bekannt als UT zugeordnet werden
kann, wobei die Buchstaben UT den Ziffern „88" auf einer Telefon-Tastatur entsprechen.
Der Anrufer 106 muss dann nach der „88" möglicherweise „#" (oder eine andere
vordefinierte Taste) wählen,
um das Ende der Vanity-Rufnummer zu markieren.
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Der
Anrufer
106 braucht nur „011-999-88" zu wählen, um
den Diensteanbieter
112a zu erreichen und den individuellen
Nummernraum abzuhören
oder anzeigen zu lassen, der der University of Texas zugeordnet ist.
Beispielsweise kann der individuelle Nummernraum der University
of Texas wie folgt aussehen:
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Der
Anrufer 106 könnte
die entsprechende Ziffer wählen,
um zu versuchen, die betreffende Fakultät oder Person zu erreichen.
Beispielsweise könnte
der Anrufer 106 einen PDA oder einen Computer benutzen, um
die globale Vanity-Rufnummer „011-999-88" anzurufen und die „6" wählen, um
auf die UT-Homepage zuzugreifen. Natürlich kann der Diensteanbieter 112a auch
einem College oder einem Unternehmen eine breite Palette an individuellen
Diensten anbieten.
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Es
versteht sich von selbst, dass ein Diensteanbieter 112a mit
einer eigenen Kennzahl (einer bisher nicht verwendeten Landeskennzahl)
einen Nummernraum für
Vanity-Rufnummern mit einer vordefinierten Anzahl an Ziffern verwalten
könnte.
Beispielsweise wäre
ein Kunde des Diensteanbieters 112a, der einen Vanity-Nummernraum mit zehn
Stellen verwaltet, über
die „011-996-(zehnstellige Vanity-Rufnummer)" erreichbar. Ein
Kunde des Diensteanbieters 112a mit einem fünfstelligen
Vanity-Nummernraum wäre über die „011-995-(fünfstellige
Vanity-Rufnummer)" erreichbar.
In der Regel wäre
der Einsatz eines Vanity-Nummernraums mit fünf (oder weniger) Stellen für die Teilnehmer/Diensteanbieter
teurer als ein Vanity-Nummernraum mit zehn oder mehr Stellen. Der
Dienstanbieter 112a kümmert
sich um die gesamte Infrastruktur und die direkten physischen Zuordnungen
zur Verbindung des Telefonanrufs 104 mit den herkömmlichen
Nummernräumen. Die
herkömmlichen
Nummernräume
verändern
sich nicht, da die vorliegende Erfindung eine Erweiterung der herkömmlichen
Nummernräume
darstellt, indem sie die bisher nicht verwendeten Landeskennzahlen
einsetzt.
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Es
versteht sich ebenfalls von selbst, dass der Diensteanbieter 112a die
gleichen Nummerierungskonventionen einsetzen könnte, die für Internet-URLs (Uniform Resource
Locators) und E-Mail-Adressen beschrieben wurden. Der Vanity-Name
könnte
beispielsweise anhand von verschiedenen Kombinationen vom Typ xxxy.xxxy
vor dem @-Zeichen erstellt werden, wobei die letzte .xxxy-Kombination
einer der folgenden Kennungen entspricht:
.em (E-Mail)
.vm
(Voice Mail)
.fax (Fax-Mitteilung)
.pda (an ein PDA senden)
.iph
(Internet-Telefon)
.cph (Mobiltelefon)
.wph (Telefon geschäftlich)
.hph
(Telefon privat)
.fm (Rufumleitung)
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Im
Postfix nach dem @-Zeichen, wie z.B. @vanityservice.com, könnte der
Diensteanbieter 112a angegeben werden, der die allgemeinen
Vermittlungsfunktionen übernimmt.
Der Nutzer kann daher über
ein Vanity-Präfix
verfügen
und der Diensteanbieter 112a kann die ursprünglichen
Informationen übersetzen
und gemäß der Spezifikation
an den Nutzer weiterleiten.
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In
Bezug auf den Diensteanbieter 112b kann dieser Diensteanbieter 112b einen
neuen Nummernraum erstellen und verwalten, der einen globalen lokalen
Nummernportabilitätsdienst
bietet. Heute findet die lokale Nummernportabilität nur innerhalb
der LATA-Grenzen (Local Access Transport Area) und nur sehr selten über die
Metroplex-Ortsnetzkennzahlen hinaus Anwendung. Der Diensteanbieter 112b könnte einen
Nummernraum erstellen, der dem globalen Vanity-Rufnummerndienst ähnelt und
der die lokale Nummernportabilität
unterstützen
könnte.
Wie beim globalen Vanity-Dienst
könnte
der Diensteanbieter 112b einer Privatperson oder einem
Unternehmen eine unveränderliche
Telefonnummer anbieten, die ein Anrufer 106 verwenden kann,
um weltweit von einem beliebigen Ort aus anzurufen, unabhängig vom
geografischen Standort des Anrufers 106 und unabhängig von
den jeweiligen Diensteanbietern.
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In
Bezug auf den Diensteanbieter 112c kann dieser Diensteanbieter 112c einen
neuen Nummernraum erstellen und verwalten, der einen globalen Internet-Zugangsdienst
bieten kann. Im Wesentlichen kann der Diensteanbieter 112c einen
Anrufer 106, der sich auf Reisen befindet, automatisch
mit seinem Internet-Provider verbinden, ohne dass der Anrufer 106 dazu
eine lokale Kennzahl nachschlagen und seinen Computer neu konfigurieren
muss, um eine Verbindung zu seinem Internet-Provider herzustellen.
Dieser globale Internet-Zugangsdienst steht den Kunden des Diensteanbieters 112c zur
Verfügung,
unabhängig
vom geografischen Standort des Anrufers 106 und unabhängig vom
jeweiligen Diensteanbieter.
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Der
Diensteanbieter 112c (z.B. American On Line – AOL) kann
seinen Kunden beispielsweise die folgende Rufnummer anbieten:
Internationale
Kennzahl – 265
- • Die
internationale Kennzahl hängt
wiederum vom jeweiligen Standort des Anrufers 106 ab. Die
internationale Kennzahl lautet beispielsweise „011", wenn sich der Anrufer 106 in
den USA befindet.
- • Die „265" ist eine der bisher
nicht verwendeten Landeskennzahlen im herkömmlichen internationalen Nummernraum,
die nun dem Diensteanbieter 112c zugeordnet wird. Die Buchstaben
AOL entsprechen nämlich
den Ziffern „265" auf einer Telefon-Tastatur.
Der Anrufer 106 muss dann nach der „265" möglicherweise „#" (oder eine andere
vordefinierte Taste) wählen,
um das Ende der Vanity-Rufnummer
zu markieren.
-
Der
Anrufer 106 braucht nur „011-265" zu wählen, um den Diensteanbieter 112c zu
erreichen und die verfügbaren
Dienste abzuhören
oder anzeigen zu lassen. Beispielsweise kann der individuelle Nummernraum von
AOL wie folgt aussehen:
0 – Neue
Kunden
1 – Technische
Unterstützung
2 – Abrechnung
3 – Kunden
auf Reisen (z.B. automatische Verbindung)
4 – Internet-Homepage
5 – Anruf
bei einem Mitarbeiter (z.B. mit einer Durchwahl)
etc. ...
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Der
Anrufer 106 könnte
die „3" eingeben, wenn es
sich um einen Kunden auf Reisen handelt, der direkt mit seinem Internet-Diensteanbieter verbunden
werden möchte.
Um den Anrufer 106 direkt zu verbinden, kann der Diensteanbieter 112c den
Anrufer 106 fragen, wo er sich derzeit befindet. Alternativ
dazu könnte
der Diensteanbieter 112c den Standort des Anrufers 106 anhand
seiner B-Nummer
ermitteln. Anschließend
ermittelt der Dienstleister 212c die dem aktuellen Standort
des Anrufers 106 zugeordnete Kennzahl. Schließlich könnte der
Diensteanbieter 112c den Anrufer 106 unter Verwendung
der korrekten Ortsnetzkennzahl direkt mit seinem Internet-Diensteanbieter
verbinden.
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In
Bezug auf den Diensteanbieter 112d kann dieser Diensteanbieter 112d einen
neuen Nummernraum erstellen und verwalten, der eine breite Palette
an Diensten bieten kann. Im Folgenden sind exemplarische Nummernräume aufgeführt, um
die Art der Dienste zu erläutern,
die mit Hilfe der vorliegenden Erfindung bereitgestellt werden können.
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Zunächst kann
dem Diensteanbieter 112d die folgende Rufnummer zugeordnet
werden:
Internationale Kennzahl – 998
- • Die internationale
Kennzahl hängt
wiederum vom jeweiligen Standort des Anrufers 106 ab. Die
internationale Kennzahl lautet beispielsweise „011", wenn sich der Anrufer 106 in
den USA befindet.
- • Die „998" ist wiederum eine
der bisher nicht verwendeten Landeskennzahlen im herkömmlichen
internationalen Nummernraum, die nun dem Diensteanbieter 112d zugeordnet
wird. Der Anrufer 106 muss dann nach der „998" möglicherweise „#" (oder eine andere
vordefinierte Taste) wählen,
um das Ende der ursprünglichen
Rufnummer zu markieren.
-
Der
Anrufer 106 braucht nur „011-998" zu wählen, um den Diensteanbieter 112d zu
erreichen und die im neuen Nummernraum verfügbaren Optionen abzuhören oder
anzeigen zu lassen. Beispielsweise kann der Diensteanbieter 112d einen
privaten Nummernraum erstellen und umsetzen, der die folgenden Optionen
bietet:
411 – Globale
sprachgestützte
Verzeichnisdienste
511 – Globale
E-Mail-Unterstützung
(sprachgestützt)
911 – Globaler
Notrufdienst
111 – Internet-Zugangsdienst:
111 – American
On Line (AOL)
222 – MCI
Internet Services
333 – AT&T Internet Services
444 – Southwestern
Bell Internet Services
555 – Mindspring
etc. ...
-
Der
Anrufer 106 könnte
die entsprechenden Ziffern eingeben, um einen bestimmten Dienst
zu erreichen. Es ist darauf hinzuweisen, dass der Anrufer 106 Mindspring
auch direkt erreichen könnte,
indem er „011-998-111-555" wählt, und
sich auf diese Weise den Nummernraum nicht anhören/anzeigen lassen muss.
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In
einem anderen Beispiel kann dem Diensteanbieter 112d die
folgende Telefonnummer zugeordnet werden: Internationale Kennzahl – 911
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- • Die
internationale Kennzahl hängt
wiederum vom jeweiligen Standort des Anrufers 106 ab. Die
internationale Kennzahl lautet beispielsweise „011", wenn sich der Anrufer 106 in
den USA befindet.
- • Die „911" ist eine der bisher
nicht verwendeten Landeskennzahlen im herkömmlichen internationalen Nummernraum,
die nun dem Diensteanbieter 112d zugeordnet wird. Die Ziffern „911" werden nämlich häufig einer
Notrufnummer zugeordnet. Der Anrufer 106 muss dann wiederum
nach der „911" möglicherweise „#" (oder eine andere
vordefinierte Taste) wählen,
um das Ende der ursprünglichen
Rufnummer zu markieren.
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Der
Anrufer 106 braucht nur „011-911" zu wählen, um den Diensteanbieter 112d zu
erreichen, der den Anrufer 106 weltweit mit dem zuständigen Notdienst
verbindet, unabhängig
vom geografischen Standort des Anrufers 106 und unabhängig von
dem jeweiligen Diensteanbieter. Um dem Anrufer 106 zu helfen,
könnte
der Diensteanbieter 112d den Anrufer 106 fragen,
wo er sich derzeit befindet. Alternativ dazu könnte der Diensteanbieter 112d den
Standort des Anrufers 106 anhand seiner B-Nummer ermitteln.
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Es
versteht sich von selbst, dass der SCP 108 für die Verwaltung
der Nummernräume
und die Interaktion mit dem Anrufer 106 programmiert werden
kann. Das IVR 111 (oder Internet Protocol-Service Resource Point
(IP-SRP)) kann verwendet werden, um in beiden Richtungen mit dem
Anrufer 106 zu kommunizieren. Als solches müsste das
Telekommunikationssystem 100 den Telefonanruf 104 nicht
an einen Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d weiterleiten,
sondern könnte
den SCP 108 und das IVR 111 zur Verwaltung eines Nummernraums
programmieren.
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3 ist
ein Ablaufdiagramm, in dem die Schritte des bevorzugten Verfahrens 300 dargestellt
sind, mit denen ein als Auslandsgespräch gekennzeichneter Anruf entweder
ins Ausland 114 oder an einen Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d weitergeleitet
werden kann. In Schritt 302 empfängt die Vermittlungsstelle 102 zunächst den
Telefonanruf 104, der vom Anrufer 106 ausgeht.
Der Ferngesprächs-Diensteanbieter verwaltet
und steuert wiederum die Vermittlungsstelle 102 (Vermittlungsstelle
Klasse 4), die den Telefonanruf 104 von der lokalen Vermittlungsstelle 202 (Vermittlungsstelle
Klasse 5) empfängt.
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In
Schritt 304 leitet die Vermittlungsstelle 102 die
Informationen über
den Telefonanruf 104 weiter und nimmt eine Abfrage im SCP 108 vor,
falls es sich bei dem Telefonanruf scheinbar um ein Auslandsgespräch handelt.
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In
Schritt 306 ermittelt der SCP 108, ob der Telefonanruf 106 ins
Ausland 114 oder an einen Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d weitergeleitet
wird. Zu diesem Zweck verfügt
der SCP 108 über
Routing-Algorithmen, mit deren Hilfe feststellt werden kann, wohin
der Telefonanruf 104 in Abhängigkeit von den für den Telefonanruf 104 verwendeten
Ziffern weitergeleitet werden soll.
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In
Schritt 308 leitet der SCP 108 den Telefonanruf 104 ins
Ausland 114 weiter, sofern der Telefonanruf 104 über eine
internationale Kennzahl und eine Landeskennzahl verfügt, die
Bestandteil des herkömmlichen internationalen
Nummernraums ist.
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In
Schritt 310 leitet der SCP 108 den Telefonanruf 104 an
den entsprechenden Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d weiter,
sofern der Telefonanruf über
eine internationale Kennzahl und eine Landeskennzahl verfügt, bei
der es sich um eine bisher nicht verwendete Kennzahl im herkömmlichen
internationalen Nummernraum handelt, die nun jedoch einem Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d zugeordnet
ist. Von den derzeit 999 möglichen
Landeskennzahlen im internationalen Nummernraum sind nur 277 einem
Land zugeordnet, das heißt,
dass etwa 723 nicht verwendete Landeskennzahlen vorhanden sind,
die zur Erstellung einer Vielzahl neuer Nummernräume genutzt werden können. Außerdem können die
neuen Nummernräume
auf der Basis von 15 Stellen konzipiert werden, was den Diensteanbietern 112a, 112b, 112c oder 112d eine
umfassende Flexibilität
bei der Erstellung ihrer neuen Nummernräume ermöglicht.
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Anschließend empfängt der
Diensteanbieter 112a, 112b, 112c oder 112d in
Schritt 312 den Telefonanruf 104 und verwaltet
einen Nummernraum, der seinen Kunden eine Vielzahl an Diensten bietet,
darunter beispielsweise einen globalen Dienst für Vanity-Rufnummern, einen
globalen Nummernportabilitäts-Dienst,
einen globalen Internet-Zugangsdienst
und einen privaten Nummernraum-Dienst.
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Es
versteht sich von selbst, dass die vielen verschiedenen Nummernräume implementiert
werden können,
indem nur eine der nicht verwendeten Landeskennzahlen des herkömmlichen
internationalen Nummernraums verwendet wird. Außerdem könnte ein Land die vorliegende
Erfindung implementieren, indem die herkömmlichen Nummernräume einfach
neu definiert werden.
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Aufgrund
der vorstehenden Erläuterungen
ist es für
den Fachmann sicherlich offensichtlich, dass die vorliegende Erfindung
ein Telekommunikationssystem, einen Serviceknoten und ein Verfahren
bietet, mit deren Hilfe ein Telekommunikationsunternehmen die herkömmlichen
internationalen Nummernräume
verwenden kann, um einen oder mehrere neue Nummernräume zu erstellen.
Wie erläutert,
ist die vorliegende Erfindung sicherlich für Hersteller von Vermittlungsstellen,
Netzwerk-Betreiber und Internet-Diensteanbieter von besonderem Interesse.
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