-
Hintergrund der Erfindung
-
Bekanntlich
wird in Beispielen von bekannten Kraftstoffeinspritzsystemen ein
Einspritzventil verwendet, um eine Menge an Kraftstoff abzugeben, welche
in einer Verbrennungskraftmaschine verbrannt werden soll. Außerdem wird
bekanntlich die Menge an Kraftstoff, welche abgegeben wird, entsprechend
einer Anzahl von Motorparametern wie etwa Motordrehzahl, Motorlast,
Motoremissionen usw. variiert.
-
Bekanntlich
wird in Beispielen von bekannten elektronischen Kraftstoffeinspritzsystemen
wenigstens einer der Motorparameter überwacht, und das Einspritzventil
wird elektrisch betätigt,
um den Kraftstoff abzugeben. Bekanntlich werden in Beispielen von
bekannten Einspritzventilen elektromagnetische Spulen, piezoelektrische
Elemente oder magnetostriktive Werkstoffe verwendet, um ein Ventil
zu betätigen.
-
Bekanntlich
enthalten Beispiele von bekannten Ventilen für Einspritzventile ein Schließelement, das
bezüglich
eines Sitzes beweglich ist. Bekanntlich wird der Kraftstoffdurchfluss
durch das Einspritzventil verhindert, wenn das Schließelement
dichtend am Sitz anliegt, und bekanntlich wird der Kraftstoffdurchfluss
durch das Einspritzventil ermöglicht,
wenn das Schließelement
von dem Sitz getrennt ist.
-
Bekanntlich
enthalten Beispiele von bekannten Einspritzventilen eine Feder,
die eine Kraft erzeugt, die das Schließelement zum Sitz hin vorbelastet.
Außerdem
ist bekanntlich die Vorspannkraft einstellbar, um die dynamischen
Eigenschaften der Bewegung des Schließelements bezüglich des
Sitzes einzustellen.
-
Ferner
enthalten bekanntlich Beispiele von bekannten Einspritzventilen
ein Filter zum Trennen von Partikeln von dem Kraftstofffluss, und
sie enthalten eine Dichtung an einer Verbindung des Einspritzventils
mit einer Kraftstoffquelle.
-
Bekanntlich
weisen diese Beispiele bekannter Einspritzventile eine Reihe von
Nachteilen auf. Bekanntlich müssen
die Beispiele bekannter Einspritzventile vollständig in einer Umgebung zusammengebaut
werden, welche im Wesentlichen frei von verunreinigenden Stoffen
ist. Außerdem
können
bekanntlich die Beispiele bekannter Einspritzventile erst geprüft werden,
nachdem die Endmontage abgeschlossen worden ist.
-
WO
95/16126 beschreibt ein elektromagnetisches Ventil.
-
EP
A 0781 917 beschreibt ein Kraftstoffeinspritzventil.
-
WO
98/05861 beschreibt ein Kraftstoffeinspritzventil und ein Verfahren
zur Herstellung desselben.
-
WO
98 15733 beschreibt ein Einspritzventilsystem.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird ein modulares Kraftstoffeinspritzventil zur Verwendung mit
einer Verbrennungskraftmaschine bereitgestellt, wobei das Kraftstoffeinspritzventil
umfasst: eine Ventilgruppen-Unterbaugruppe,
welche enthält:
eine Rohrbaugruppe, die eine sich zwischen einem ersten Ende und
einem zweiten Ende erstreckende Längsachse aufweist, wobei die
Rohrbaugruppe ein Einlassrohr enthält, das eine Einlassrohrstirnseite
aufweist; einen Sitz, der an dem zweiten Ende der Rohrbaugruppe
befestigt ist, wobei der Sitz eine Öffnung definiert; eine Hubhülse, die
teleskopisch innerhalb der Rohrbaugruppe in einem vorgegebenen Abstand angeordnet
ist, um eine relative axiale Position zwischen dem Sitz und der
Rohrbaugruppe einzustellen; eine Ankerbaugruppe, die innerhalb der
Rohrbaugruppe angeordnet ist, wobei die Ankerbaugruppe eine Ankerstirnseite
aufweist, wobei die Ankerstirnseite und/oder die Einlassrohrstirnseite
einen ersten Abschnitt aufweist, der im Großen und Ganzen schräg zur Längsachse
ist; ein Element, das die Ankerbaugruppe zum Sitz hin vorbelastet;
ein Einstellrohr, das sich in der Rohrbaugruppe befindet, wobei das
Einstellrohr an dem Element anliegt und eine Vorspannkraft des Elements
einstellt; einen ersten Befestigungsabschnitt; und eine Spulengruppen-Unterbaugruppe,
welche enthält:
eine Magnetspule, die in der Lage ist, die Ankerbaugruppe bezüglich des Sitzes
zu verschieben; und einen zweiten Befestigungsabschnitt, der mit
dem ersten Befestigungsabschnitt fest verbunden ist.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird außerdem
ein Verfahren zur Herstellung eines modularen Kraftstoffeinspritzventils
bereitgestellt, welches umfasst: Bereitstellen einer Ventilgruppen-Unterbaugruppe,
welche enthält:
eine Rohrbaugruppe, die eine sich zwischen einem ersten Ende und
einem zweiten Ende erstreckende Längsachse aufweist, wobei die
Rohrbaugruppe ein Einlassrohr enthält, das eine Einlassrohrstirnseite
aufweist; einen Sitz, der an dem zweiten Ende der Rohrbaugruppe
befestigt ist, wobei der Sitz eine Öffnung definiert; eine Hubhülse, die
teleskopisch innerhalb der Rohrbaugruppe in einem vorgegebenen Abstand
angeordnet ist, um eine relative axiale Position zwischen dem Sitz
und der Rohrbaugruppe einzustellen; eine Ankerbaugruppe, die innerhalb
der Rohrbaugruppe angeordnet ist, wobei die Ankerbaugruppe eine
Ankerstirnseite aufweist, wobei die Ankerstirnseite und/oder die
Einlassrohrstirnseite einen ersten Abschnitt aufweist, der im Großen und
Ganzen schräg zur
Längsachse
ist; ein Element, das die Ankerbaugruppe zum Sitz hin vorbelastet;
ein Einstellrohr, das sich in der Rohrbaugruppe befindet, wobei
das Einstellrohr an dem Element anliegt und eine Vorspannkraft des
Elements einstellt; einen ersten Befestigungsabschnitt; Bereitstellen
einer Spulengruppen-Unterbaugruppe, welche enthält: eine Magnetspule, die in
der Lage ist, die Ankerbaugruppe bezüglich des Sitzes zu verschieben;
und einen zweiten Befestigungsabschnitt; Einsetzen der Ventilgruppen- Unterbaugruppe in
die Spulengruppen-Unterbaugruppe; und Verbinden des ersten und des
zweiten Befestigungsabschnitts miteinander.
-
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
-
Die
beigefügten
Zeichnungen, welche mit in diese Anmeldung einbezogen sind und einen
Bestandteil dieser Patentbeschreibung darstellen, zeigen eine Ausführungsform
der Erfindung und dienen zusammen mit der weiter oben gegebenen
allgemeinen Beschreibung und der weiter unten gegebenen ausführlichen
Beschreibung dazu, die Merkmale der Erfindung zu erläutern.
-
1 ist
eine Schnittdarstellung eines Kraftstoffeinspritzventils gemäß der vorliegenden
Erfindung.
-
2 ist
eine Schnittdarstellung einer Fluidtransport-Unterbaugruppe des
in 1 dargestellten Kraftstoffeinspritzventils.
-
2A ist
eine Schnittdarstellung einer anderen Variante der Fluidtransport-Unterbaugruppe von 2.
-
Die 2B und 2C zeigen
die Oberflächenform
des Endabschnittes der Stoßflächen des elektromagnetischen
Kraftstoffeinspritzventils.
-
Die 2D und 2E sind
Explosionsdarstellungen der Komponenten des Hubeinstellungsmerkmals.
-
3 ist
eine Schnittdarstellung einer elektrischen Unterbaugruppe des in 1 dargestellten Kraftstoffeinspritzventils.
-
3A ist
eine Schnittdarstellung der zwei Gusskapseln für die elektrische Unterbaugruppe
von 1.
-
4 ist
eine isometrische Darstellung, welche den Zusammenbau der Fluidtransport-
und der elektrischen Unterbaugruppe von 2 bzw. 3 zeigt.
-
5 ist
ein Flussdiagramm des Verfahrens zum Zusammenbau des modularen Kraftstoffeinspritzventils
der vorliegenden Erfindung.
-
Ausführliche
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform
-
Es
wird auf die 1–4 Bezug
genommen; ein elektromagnetisch betätigtes Kraftstoffeinspritzventil 100 gibt
eine Menge an Kraftstoff ab, welche in einer Verbrennungskraftmaschine
(nicht dargestellt) verbrannt werden soll. Das Kraftstoffeinspritzventil 100 erstreckt
sich entlang einer Längsachse
A-A zwischen einem ersten Einspritzventilende 238 und einem
zweiten Einspritzventilende 239 und enthält eine
Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 und eine Energiegruppen-Unterbaugruppe 300.
Die Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 führt Funktionen des Fluidtransports
aus, z.B. das Definieren eines Kraftstoffdurchflussweges und das
Verhindern des Kraftstoffdurchflusses durch das Einspritzventil 100. Die
Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 führt elektrische Funktionen
aus, z.B. das Umwandeln elektrischer Signale in eine Antriebskraft,
um den Kraftstoffdurchfluss durch das Einspritzventil 100 zu
ermöglichen.
-
Es
wird auf die 1 und 2 Bezug
genommen; die Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 umfasst
eine Rohrbaugruppe, die sich entlang der Längsachse A-A zwischen einem
ersten Rohrbaugruppenende 200A und einem zweiten Rohrbaugruppenende 200B erstreckt.
Die Rohrbaugruppe umfasst wenigstens ein Einlassrohr, eine nichtmagnetische
Hülse 230 und
einen Ventilkörper 240.
Das Einlassrohr 210 weist ein erstes Einlassrohrende in der
Nähe des
ersten Rohrbaugruppenendes 200A auf. Ein zweites Ende des
Einlassrohres 210 ist mit einem ersten Hülsenende
der nichtmagnetischen Hülse 230 verbunden.
Ein zweites Hülsenende
der nichtmagnetischen Hülse 230 ist
mit einem ersten Ventilkörperende
des Ventilkörpers 240 verbunden. Ein
zweites Ventilkörperende
des Ventilkörpers 240 befindet
sich in der Nähe
des zweiten Rohrbaugruppenendes 200B. Das Einlassrohr 210 kann
durch einen Tiefziehprozess oder durch einen Walzvorgang geformt
sein. Ein Polstück
kann am zweiten Einlassrohrende des Einlassrohres 210 angeformt
sein oder, wie dargestellt, ein separates Polstück 220 kann mit einem
teilweisen Einlassrohr 210 verbunden sein und mit dem ersten
Hülsenende
der nichtmagnetischen Hülse 230 verbunden
sein. Die nichtmagnetische Hülse 230 kann
aus nichtmagnetischem nichtrostendem Stahl bestehen, z.B. nichtrostendem Stahl
der Serie 300, oder aus irgendeinem anderen Material, welches ähnliche
Struktur- und magnetische Eigenschaften aufweist.
-
Ein
Sitz 250 ist am zweiten Ende der Rohrbaugruppe befestigt.
Der Sitz 250 definiert eine Öffnung, die bezüglich der
Längsachse
A-A des Kraftstoffeinspritzventils zentriert ist und durch die Kraftstoff
in die Verbrennungskraftmaschine (nicht dargestellt) strömen kann.
Der Sitz 250 weist eine Dichtfläche auf, welche die Öffnung umgibt.
Die Dichtfläche, welche
dem Inneren des Ventilkörpers 240 zugewandt
ist, kann kegelstumpfförmig
sein oder eine konkave Form haben, und sie kann eine feinbearbeitete
Oberfläche
aufweisen. In Verbindung mit dem Sitz 250 kann eine Lochscheibe 254 verwendet
werden, um wenigstens eine genau bemessene und orientierte Auslassöffnung zur
Verfügung
zu stellen, um ein bestimmtes Strahlbild des Kraftstoffs zu erzielen.
-
In
der Rohrbaugruppe ist eine Ankerbaugruppe 260 angeordnet.
Die Ankerbaugruppe 260 weist ein erstes Ankerbaugruppenende
mit einem ferromagnetischen oder Ankerabschnitt 262 und
ein zweites Ankerbaugruppenende mit einem Dichtabschnitt auf. Die
Ankerbaugruppe 260 ist in der Rohrbaugruppe angeordnet,
derart, dass der magnetische Abschnitt oder "Anker" 262 sich gegenüber dem Polstück 220 befindet.
Der Dichtabschnitt kann ein Schließelement 264 enthalten,
z.B. ein kugelförmiges
Ventilelement, welches bezüglich
des Sitzes 250 und dessen Dichtfläche 252 beweglich
ist. Das Schließelement 264 ist
zwischen einer geschlossenen Konfiguration, die in den 1 und 2 dargestellt
ist, und einer offenen Konfiguration (nicht dargestellt) beweglich.
-
In
der geschlossenen Konfiguration liegt das Schließelement 264 an der
Dichtfläche 252 an,
um den Durchfluss von Fluid durch die Öffnung zu verhindern. In der
offenen Konfiguration befindet sich das Schließelement 264 in einem
Abstand vom Sitz 250, um den Durchfluss von Fluid durch
die Öffnung zu
ermöglichen.
Die Ankerbaugruppe 260 kann auch einen separaten Zwischenabschnitt 266 umfassen, der
den ferromagnetischen oder Ankerabschnitt 262 mit dem Schließelement 264 verbindet.
Der Zwischenabschnitt oder das Ankerrohr 266 kann mittels verschiedener
Verfahren hergestellt werden, zum Beispiel kann eine Platte gewalzt
werden, und ihre Ränder
können
verschweißt
werden, oder es kann eine Platine tiefgezogen werden, so dass ein
nahtloses Rohr geformt wird. Der Zwischenabschnitt 266 ist vorzugsweise
aufgrund seiner Fähigkeit
vorgesehen, die Streuung des Magnetflusses aus dem Magnetkreis des
Kraftstoffeinspritzventils 100 zu reduzieren. Diese Fähigkeit
entsteht durch die Tatsache, dass der Zwischenabschnitt oder das
Ankerrohr 266 nichtmagnetisch sein kann, wodurch es den
magnetischen Abschnitt oder Anker 262 von dem ferromagnetischen
Schließelement 264 magnetisch
entkoppelt. Da das ferromagnetische Schließelement von dem ferromagnetischen
Abschnitt oder Anker 262 entkoppelt ist, wird die Flussstreuung
verringert, wodurch die Leistungsfähigkeit des Magnetkreises verbessert
wird.
-
Um
das Ansprechverhalten des Ankers zu verbessern und um den Verschleiß an den
Stoßflächen sowie
Schwankungen des Arbeitsluftspaltes zwischen den jeweiligen Endabschnitten 221 und 261 zu
verringern, können
Oberflächenbehandlungen
an wenigstens einem der Endabschnitte 221 und 261 vorgenommen
werden, wie in den 2B und 2C dargestellt
ist. Die Oberflächenbehandlungen
können
Beschichten, Plattieren oder Einsatzhärten umfassen. Beschichtungen
oder Plattierungen können
insbesondere Hartverchromen, Vernickeln oder Beschichten mit Keronit
beinhalten. Einsatzhärten
kann andererseits insbesondere Nitrierhärten, Aufkohlen, Carbonitrierhärten, Cyanbadhärten, Flamm-,
Funken- oder Induktionshärten
beinhalten.
-
Durch
die Oberflächenbehandlungen
wird normalerweise wenigstens eine Schicht aus verschleißfestem
Material auf den jeweiligen Endabschnitten gebildet. Diese Schichten
weisen jedoch die Tendenz auf, überall
dort, wo eine scharfe Kante vorhanden ist, wie etwa an der Verbindungsstelle
zwischen der Umfangsseite und der radialen Stirnseite der jeweiligen
Abschnitte, von Natur aus dicker zu sein. Außerdem hat dieser Effekt der
Dickenzunahme unebene Kontaktflächen
am radial äußeren Rand
der Endabschnitte zur Folge. Jedoch durch das Herstellen der verschleißfesten
Schichten auf wenigstens einem der Endabschnitte 221 und 261,
wobei wenigstens ein Endabschnitt eine Fläche 263 aufweist,
die im Großen
und Ganzen schräg
zur Längsachse
A-A ist, befinden sich nunmehr beide Endabschnitte im Wesentlichen
in einem anliegenden Kontakt miteinander.
-
Wie
in 2B dargestellt ist, sind die Endabschnitte 221 und 261 im
Großen
und Ganzen symmetrisch bezüglich
der Längsachse
A-A. Wie weiterhin in 2C dargestellt ist, kann die
Oberfläche 263 wenigstens
eines der Endabschnitte eine konische, kegelstumpfförmige oder
kugelförmige
Form haben oder im Großen
und Ganzen schräg
bezüglich der
Achse A-A sein.
-
Da
die Oberflächenbehandlungen
die physikalischen und magnetischen Eigenschaften des ferromagnetischen
Abschnitts der Ankerbaugruppe 260 oder des Polstückes 220 beeinflussen
können,
umgibt eine geeignetes Material, z.B. eine Maske, ein Überzug oder
eine Schutzabdeckung, während
der Oberflächenbehandlungen
Bereiche, die nicht zu den jeweiligen Endabschnitten 221 und 261 gehören. Nach
Abschluss der Oberflächenbehandlungen
wird das Material entfernt, wodurch die zuvor abgedeckten Bereiche
von den Oberflächenbehandlungen
unbeeinflusst bleiben.
-
Der
Dichtabschnitt kann ein Schließelement 264 enthalten,
z.B. ein kugelförmiges
Ventilelement, welches bezüglich
des Sitzes 250 und dessen Dichtfläche 252 beweglich
ist. Das Schließelement 264 ist zwischen
einer geschlossenen Konfiguration, die in den 1 und 2 dargestellt
ist, und einer offenen Konfiguration (nicht dargestellt) beweglich.
In der geschlossenen Konfiguration liegt das Schließelement 264 an
der Dichtfläche 252 an,
um den Durchfluss von Fluid durch die Öffnung zu verhindern. In der
offenen Konfiguration befindet sich das Schließelement 264 in einem
Abstand vom Sitz 250, um den Durchfluss von Fluid durch
die Öffnung
zu ermöglichen.
Die Ankerbaugruppe 260 kann auch einen separaten Zwischenabschnitt 266 umfassen,
der den ferromagnetischen oder Ankerabschnitt 262 mit dem Schließelement 264 verbindet.
-
Wenigstens
eine sich axial erstreckende Durchgangsbohrung 267 und
wenigstens eine Öffnung 268 in
einer Wand der Ankerbaugruppe 260 können für einen Kraftstofffluss durch
die Ankerbaugruppe 260 sorgen. Die Öffnungen 268, welche
von beliebiger Form sein können,
sind vorzugsweise nicht kreisförmig,
z.B. axial langgestreckt, um das Hindurchbewegen von Gasblasen zu
erleichtern. Zum Beispiel können
im Falle eines separaten Zwischenabschnitts 266, welcher
durch Walzen eines Bleches im Wesentlichen zu einem Rohr hergestellt worden
ist, die Öffnungen 268 ein
sich axial erstreckender Schlitz sein, der zwischen nicht aneinander stoßenden Rändern des
gewalzten Bleches definiert ist. Die Öffnungen 268 gewährleisten
eine Fließverbindung
zwischen der wenigstens einen Durchgangsbohrung 267 und
dem Inneren des Ventilkörpers 240.
Somit kann in der offenen Konfiguration Kraftstoff von der Durchgangsbohrung 267 aus
durch die Öffnungen 268 und
das Innere des Ventilkörpers 240 hindurch,
um das Schließelement 264 herum und
durch die Öffnung
in den Motor (nicht dargestellt) strömen.
-
In
dem Falle, wenn ein kugelförmiges
Ventilelement das Schließelement 264 darstellt,
kann das kugelförmige
Ventilelement mit der Ankerbaugruppe 260 an einem Durchmesser
verbunden sein, welcher kleiner als der Durchmesser des kugelförmigen Ventilelements
ist. Eine solche Verbindung würde
sich auf der Seite des kugelförmigen
Ventilelements befinden, die der am Sitz anliegenden Seite entgegengesetzt
ist. Eine untere Ankerführung
kann in der Rohrbaugruppe in der Nähe des Sitzes angeordnet sein
und würde
sich gleitend in Kontakt mit dem Durchmesser des kugelförmigen Ventilelements
befinden. Die untere Ankerführung
kann das Ausrichten der Ankerbaugruppe 260 entlang der
Achse A-A erleichtern.
-
Ein
elastisches Element 270 ist in der Rohrbaugruppe angeordnet
und erzeugt eine Vorbelastung der Ankerbaugruppe 260 zum
Sitz hin. Eine Filterbaugruppe 282, die ein Filter 284A und
ein Einstellrohr 280 umfasst, ist ebenfalls in der Rohrbaugruppe
angeordnet. Die Filterbaugruppe 282 weist ein erstes Ende
und in zweites Ende auf. Das Filter 284A ist an einem Ende
der Filterbaugruppe 282 angeordnet und befindet sich außerdem in
der Nähe des
ersten Endes der Rohrbaugruppe und von dem elastischen Element 270 entfernt,
während
das Einstellrohr 280 im Großen und Ganzen in der Nähe des zweiten
Endes der Rohrbaugruppe angeordnet ist. Das Einstellrohr 280 liegt
an dem elastischen Element 270 an und stellt die Vorspannkraft
des Elements bezüglich
der Rohrbaugruppe ein. Insbesondere stellt das Einstellrohr 280 ein
Reaktionselement dar, auf welches das elastische Element 270 zurückwirkt,
um das Einspritzventil 100 zu schließen, wenn die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 entregt wird.
Die Position des Einstellrohrs 280 kann bezüglich des
Einlassrohres 210 mittels einer Presspassung zwischen einer
Außenfläche des
Einstellrohres 280 und einer Innenfläche der Rohrbaugruppe aufrechterhalten
werden. Somit kann die Position des Einstellrohres 280 bezüglich des
Einlassrohres 210 verwendet werden, um eine vorgegebene
dynamische Kennlinie der Ankerbaugruppe 260 einzustellen.
Stattdessen kann auch, wie in 2A dargestellt
ist, eine Filterbaugruppe 282', die ein Einstellrohr 280A und
ein Filterelement 284B von der Form eines umgekehrten Bechers
umfasst, anstelle der Filterbaugruppe 282 von konischem
Typ verwendet werden.
-
Die
Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 kann wie folgt zusammengebaut
werden. Die nichtmagnetische Hülse 230 wird
mit dem Einlassrohr 210 und mit dem Ventilkörper 240 verbunden.
Die Filterbaugruppe 282 oder 282' wird entlang der Achse A-A von dem
ersten Einlassrohrende des Einlassrohres 210 aus eingeführt. Anschließend werden
das elastische Element 270 und die Ankerbaugruppe 260 (welche zuvor
zusammengebaut wurde) entlang der Achse A-A vom zweiten Ventilkörperende
des Ventilkörpers 240 aus
eingeführt.
Die Filterbaugruppe 282 oder 282' kann bis zu einer vorgegebenen
Entfernung in das Einlassrohr 210 eingeführt werden,
so dass sie an das elastische Element stößt. Die Position der Filterbaugruppe 282 oder 282' bezüglich des
Einlassrohres 210 kann verwendet werden, um die dynamischen
Eigenschaften des elastischen Elements einzustellen, z.B. derart,
dass sichergestellt wird, dass die Ankerbaugruppe 260 bei
Einspritzimpulsen nicht pendelt oder zurückprallt.
-
Der
Sitz 250 und die Lochscheibe 254 werden danach
entlang der Achse A-A vom zweiten Ventilkörperende des Ventilkörpers 240 aus
eingeführt. Wie
in den 2C bzw. 2D dargestellt
ist, kann eine Hubhülse 255 oder
ein Quetschring 256 (nicht Bestandteil der Erfindung) verwendet
werden, um die Hubhöhe
des Einspritzventils einzustellen. von der Erfindung wird nur die
Hubhülse 255 beansprucht,
da Einstellungen vorgenommen werden können, indem die Hubhülse axial
in der einen oder anderen Richtung entlang der Achse A-A bewegt wird.
-
Zu
diesem Zeitpunkt kann ein Fühler
entweder vom Einlassrohrende 200A aus oder vom Auslassrohrende 200B aus
eingeführt
werden, um den Hub des Einspritzventils zu prüfen. Wenn der Hub des Einspritzventils
korrekt ist, werden die Hubhülse 255 und
der Sitz 250 fest am Ventilkörper 240 befestigt.
Hierbei ist anzumerken, dass sowohl der Sitz 250 als auch
die Hubhülse 255 mittels
bekannter herkömmlicher
Befestigungsverfahren, darunter zum Beispiel Laserschweißen, Herstellen
einer Crimpverbindung und Reibschweißen oder herkömmliches Schweißen, und
vorzugsweise Laserschweißen,
fest am Ventilkörper 240 angebracht
werden. Danach können
der Sitz 250 und die Lochscheibe 254 mittels bekannter
Befestigungsverfahren, wie etwa Laserschweißen, Herstellen einer Crimpverbindung,
Reibschweißen,
herkömmliches
Schweißen
usw., fest aneinander oder am Ventilkörper 240 befestigt
werden.
-
Es
wird auf die 1 bis 3 Bezug
genommen; die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 umfasst
eine Magnetspule 310, wenigstens eine Anschlussklemme 320,
ein Gehäuse 330 und
eine Gusskapsel 340. Die Magnetspule 310 umfasst
einen Draht, welcher auf einen Spulenkörper 314 gewickelt
werden kann und mit einem elektrischen Kontakt 322 am Spulenkörper 314 elektrisch
verbunden ist. Wenn die Magnetspule erregt wird, erzeugt sie einen
Magnetfluss, welcher die Ankerbaugruppe 260 zur offenen
Konfiguration hin bewegt, wodurch sie ermöglicht, dass der Kraftstoff
durch die Öffnung
fließt. Ein
Entregen der Magnetspule 310 ermöglicht dem elastischen Element 270,
die Ankerbaugruppe 260 in die geschlossene Konfiguration
zurückzubewegen, wodurch
der Kraftstofffluss gesperrt wird. Jede elektrische Anschlussklemme 320 steht
in elektrischer Verbindung mit einem entsprechenden elektrischen Kontakt 322 der
Spule 310. Das Gehäuse 330,
welches einen Rückführpfad für den Magnetfluss
zur Verfügung
stellt, umfasst im Großen
und Ganzen einen ferromagnetischen Zylinder 332, der die Magnetspule 310 umgibt,
und eine Magnetflussscheibe 334, die sich von dem Zylinder
aus zur Achse A-A hin erstreckt. Die Scheibe 334 kann an
den Zylinder angeformt oder separat an ihm befestigt sein. Das Gehäuse 330 kann
Löcher,
Schlitze oder andere Merkmale aufweisen, um Wirbelströme aufzulösen, welche
auftreten können,
wenn die Spule entregt wird. Die Gusskapsel 340 hält die relative
Ausrichtung und Position der Magnetspule 310, der wenigstens
einen elektrischen Anschlussklemme 320 (in dem dargestellten
Beispiel werden zwei verwendet) und des Gehäuses 330 aufrecht.
Die Gusskapsel 340 deckt elektrische Verbinderabschnitte 324 ab,
in welchen ein Abschnitt der Anschlussklemmen 320 freiliegend ist.
Die Anschlussklemmen 320 und die elektrischen Verbinderabschnitte 324 können mit
einem dazu passenden Verbinder, z.B. einem Teil eines Kabelbaums des
Fahrzeugs (nicht dargestellt), zusammengesteckt werden, um das Anschließen des
Einspritzventils 100 an eine elektrische Stromversorgung (nicht
dargestellt) zum Erregen der Magnetspule 310 zu ermöglichen.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform fließt der von
der Magnetspule 310 erzeugte Magnetfluss in einem Kreis,
welcher das Polstück 220,
einen Arbeitsluftspalt zwischen dem Polstück 220 und dem magnetischen
Ankerabschnitt 262, einen parasitären Luftspalt zwischen dem
magnetischen Ankerabschnitt 262 und dem Ventilkörper 240,
das Gehäuse 330 und
die Magnetflussscheibe 334 umfasst.
-
Die
Spulengruppen-Unterbaugruppe 300 kann wie folgt hergestellt
werden. Ein Kunststoff-Spulenkörper 314 kann
mit wenigstens einem elektrischen Kontakt 322 gegossen
werden. Der Draht 312 für
die Magnetspule 310 wird um den Kunststoff-Spulenkörper 314 gewickelt
und an die elektrischen Kontakte 322 angeschlossen. Danach wird
das Gehäuse 330 über der
Magnetspule 310 und dem Spulenkörper 314 angebracht.
Eine Anschlussklemme 320, welche in eine geeignete Form vorgebogen
ist, wird anschließend
mit dem jeweiligen elektrischen Kontakt 322 elektrisch
verbunden. Danach wird eine Gusskapsel 340 geformt, um
die relative Anordnung der Spulen-/Spulenkörper-Einheit, des Gehäuses 330 und der Anschlussklemme 320 aufrechtzuerhalten.
Die Gusskapsel 340 stellt außerdem eine Strukturhülle für das Einspritzventil zur
Verfügung
und gewährleistet
vorgegebene elektrische und thermische Isolationseigenschaften.
Ein separates Ansatzstück
kann z.B. durch Bonding damit verbunden werden und kann eine anwendungsspezifische
charakteristische Eigenschaft wie etwa ein Orientierungsmerkmal
oder in Identifizierungsmerkmal für das Einspritzventil 100 zur
Verfügung stellen.
Somit gewährleistet
die Gusskapsel 340 eine universelle Anordnung, welche durch
die Hinzufügung
eines geeigneten Ansatzstückes
modifiziert werden kann. Um die Herstellungs- und Lagerhaltungskosten
zu senken, kann die Spulen-/Spulenkörper-Einheit für unterschiedliche Anwendungen
dieselbe sein. Die Anschlussklemme 320 und die Gusskapsel 340 (oder
das Ansatzstück,
falls verwendet) können
ihrerseits in Größe und Form
so variiert werden, dass sie für
bestimmte Rohrbaugruppen-Längen,
Montagekonfigurationen, elektrische Verbinder usw. geeignet sind.
-
Stattdessen
kann auch, wie in 3A dargestellt ist, eine zweiteilige
Gusskapsel vorgesehen werden, mit einer ersten Gusskapsel 341,
welche anwendungsspezifisch ist, während die zweite Gusskapsel 342 für alle Anwendungen
bestimmt sein kann. Die erste Gusskapsel 341 ist stoffschlüssig mit einer
zweiten Gusskapsel 342 verbunden, was ermöglicht,
dass beide als elektrische und thermische Isolatoren für das Einspritzventil
wirken. Außerdem kann
sich ein Abschnitt des Gehäuses 330 axial über ein
Ende der Gusskapsel 340 hinaus erstrecken und kann mit
einem Flansch geformt sein, um einen O-Ring zu halten.
-
Stattdessen
kann auch, wie in 3A dargestellt ist, eine zweiteilige
Gusskapsel anstelle der einteiligen Gusskapsel 340 verwendet
werden. Die zweiteilige Gusskapsel besteht aus einer ersten Gusskapsel 341,
welche anwendungsspezifisch ist, während die zweite Gusskapsel 342 für alle Anwendungen
bestimmt sein kann. Die erste Gusskapsel ist stoffschlüssig mit
einer zweiten Gusskapsel verbunden, was ermöglicht, dass beide als elektrische
und thermische Isolatoren für
das Einspritzventil wirken. Außerdem
kann ein Abschnitt des Gehäuses 330 über die
Gusskapsel hinausragen, um zu ermöglichen, dass in dem Einspritzventil
verschiedene Einspritzventil-Spitzenlängen untergebracht werden können.
-
Wie
insbesondere in den 1 und 4 dargestellt
ist, kann die Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 in die Spulengruppen-Unterbaugruppe 300 eingesetzt
werden. Um sicherzustellen, dass die beiden Unterbaugruppen in der
richtigen axialen Ausrichtung befestigt werden, gelangen Absätze 222A des
Polstückes 220 mit
entsprechenden Absätzen 222B der
Spulen-Unterbaugruppe zum Eingriff. Anschließend wird das elastische Element 270 vom
Einlassende des Einlassrohres 210 aus eingeführt. Somit
besteht das Einspritzventil 100 aus zwei modularen Unterbaugruppen,
welche separat zusammengebaut und geprüft werden können und danach miteinander
verbunden werden, um das Einspritzventil 100 zu bilden.
Die Ventilgruppen-Unterbaugruppe 200 und die Spulengruppen-Unterbaugruppe 300 können durch
Klebstoff, Schweißen
oder mittels irgendeines anderen gleichwertigen Befestigungsverfahrens
fest verbunden werden. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
legt ein Loch 360 in der Gusskapsel das Gehäuse 330 frei
und ermöglicht
den Zugang, um das Gehäuse 330 durch
Laserschweißen
mit dem Ventilkörper 240 zu
verbinden.
-
Das
erste Einspritzventilende 238 kann mit der Kraftstoffzufuhr
einer Verbrennungskraftmaschine (nicht dargestellt) verbunden werden.
Der O-Ring kann verwendet werden, um das erste Einspritzventilende 238 zur Kraftstoffzufuhr
abzudichten, so dass Kraftstoff aus einer Kraftstoff-Verteilerleitung
(nicht dargestellt) der Rohrbaugruppe zugeführt wird, wobei der O-Ring
eine fluiddichte Dichtung an der Verbindung zwischen dem Einspritzventil 100 und
der Kraftstoff-Verteilerleitung (nicht dargestellt) herstellt.
-
In
Funktion wird die Magnetspule 310 erregt, wodurch ein Magnetfluss
in dem Magnetkreis erzeugt wird. Der Magnetfluss bewegt die Ankerbaugruppe 260 (entlang
der Achse A-A, gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform)
zu dem integrierten Polstück 220 hin,
d.h. indem der Arbeitsluftspalt geschlossen wird. Diese Bewegung
der Ankerbaugruppe 260 trennt das Schließelement 264 von
dem Sitz 250 und ermöglicht,
dass Kraftstoff aus der Kraftstoff-Verteilerleitung (nicht dargestellt)
durch das Einlassrohr, die Durchgangsbohrung 267, die langgestreckten Öffnungen
und den Ventilkörper 240,
zwischen dem Sitz 250 und dem Schließelement 264, durch
die Öffnung
und schließlich
durch die Lochscheibe 254 hindurch in die verbrennungskraftmaschine
(nicht dargestellt) fließt.
Wenn die Magnetspule 310 entregt wird, wird die Ankerbaugruppe 260 durch
die Vorspannung des elastischen Elements 270 so bewegt,
dass das Schließelement 264 am
Sitz zur Anlage kommt und dadurch der Kraftstofffluss durch das
Einspritzventil 100 hindurch verhindert wird.
-
Es
wird auf 5 Bezug genommen; ein bevorzugter
Prozess des Zusammenbaus kann wie folgt ablaufen:
- 1.
Ein vormontierter Ventilkörper
und eine nichtmagnetische Hülse
werden so angeordnet, dass der Ventilkörper nach oben gerichtet ist.
- 2. Ein Siebhalter, z.B. eine Hubhülse, wird in die Baugruppe
Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt.
- 3. Ein unteres Sieb kann in die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt werden.
- 4. Eine vormontierte Sitz- und Führungs-Baugruppe wird in die
Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt.
- 5. Die Baugruppe Sitz/Führung
wird bis zu einer gewünschten
Position innerhalb der Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische Hülse eingepresst.
- 6. Der Ventilkörper
wird z.B. mittels eines Dauerstrichlasers, der eine hermetische Überlappnaht herstellt,
an den Sitz geschweißt.
- 7. An der Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse wird
eine erste Dichtheitsprüfung durchgeführt. Diese
Prüfung
kann pneumatisch durchgeführt
werden.
- 8. Die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische Hülse wird
umgedreht, so dass die nichtmagnetische Hülse nach oben gerichtet ist.
- 9. Eine Ankerbaugruppe wird in die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt.
- 10. Ein Polstück
wird in die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt und
in eine Vor-Hubposition gepresst.
- 11. Die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische Hülse dynamisch,
z.B. pneumatisch spülen.
- 12. Hub einstellen.
- 13. Die nichtmagnetische Hülse
wird z.B. mit einer Heftschweißung
an das Polstück
geschweißt.
- 14. Die nichtmagnetische Hülse
wird z.B. mittels eines Dauerstrichlasers, der eine hermetische Überlappnaht
herstellt, an das Polstück
geschweißt.
- 15. Hub überprüfen.
- 16. Eine Feder wird in die Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische Hülse eingeführt.
- 17. Eine Baugruppe Filter/Einstellrohr wird in die Baugruppe
Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse eingeführt und
in eine Vor-Kalibrierposition gepresst.
- 18. Ein Einlassrohr wird mit der Baugruppe Ventilkörper/nichtmagnetische
Hülse verbunden,
um im Großen
und Ganzen die Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe
herzustellen.
- 19. Die Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe axial auf die gewünschte Gesamtlänge pressen.
- 20. Das Einlassrohr wird z.B. mittels eines Dauerstrichlasers,
der eine hermetische Überlappnaht herstellt,
an das Polstück
geschweißt.
- 21. An der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe wird eine zweite
Dichtheitsprüfung
durchgeführt. Diese
Prüfung
kann pneumatisch durchgeführt werden.
- 22. Die Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe wird umgedreht, so
dass der Sitz nach oben gerichtet ist.
- 23. Eine Lochscheibe wird gestanzt und am Sitz angeordnet.
- 24. Die Lochscheibe wird z.B. mittels eines Dauerstrichlasers,
der eine hermetische Überlappnaht
herstellt, an den Sitz geschweißt.
- 25. Die erforderliche Rotationsausrichtung der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe/Lochscheibe kann
mittels einer Vorgehensweise "anschauen/ausrichten/anschauen" hergestellt werden.
- 26. Die Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe wird in die (vormontierte)
Energiegruppen-Unterbaugruppe eingeführt.
- 27. Die Energiegruppen-Unterbaugruppe wird in eine gewünschte axiale
Position bezüglich
der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe gepresst.
- 28. Die Rotationsausrichtung der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe/Lochscheibe/Energiegruppen-Unterbaugruppe kann überprüft werden.
- 29. Die Energiegruppen-Unterbaugruppe kann mit Informationen
wie etwa Teilnummer, Seriennummer, Leistungsdaten, einem Logo usw.
lasermarkiert werden.
- 30. Eine Hochspannungsprüfung
durchführen.
- 31. Das Gehäuse
der Energiegruppen-Unterbaugruppe wird an den Ventilkörper angeheftet.
- 32. Es kann ein unterer O-Ring installiert werden. Stattdessen
kann dieser untere O-Ring auch als Arbeitsgang nach der Prüfung installiert
werden.
- 33. Es wird ein oberer O-Ring installiert.
- 34. Das vollständig
zusammengebaute Kraftstoffeinspritzventil umdrehen.
- 35. Das Einspritzventil zu einem Prüfstand transportieren.
-
Um
den Hub einzustellen, d.h. die richtige Hubhöhe des Einspritzventils sicherzustellen,
besteht das angewendete Verfahren darin, dass eine Hubhülse 255 axial
innerhalb des Ventilkörpers 240 verschoben
werden kann. Falls das Hubhülsen-Verfahren angewendet
wird, kann die Position der Hubhülse
eingestellt werden, indem die Hubhülse axial bewegt wird. Die
Hubhöhe
kann mit einer Prüfsonde gemessen
werden. Sobald der Hub korrekt ist, wird die Hülse an den Ventilkörper 240 geschweißt, z.B. durch
Laserschweißen.
Danach wird der Ventilkörper 240 durch
eine Schweißung,
vorzugsweise eine Laserschweißung,
mit der Baugruppe des Einlassrohrs 210 verbunden. Dann
wird die zusammengebaute Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 geprüft, z.B. auf
Dichtheit.
-
Wie
in 5 dargestellt ist, kann möglicherweise der Arbeitsschritt
der Hubeinstellung nicht mit derselben Geschwindigkeit durchgeführt werden
wie die anderen Arbeitsschritte. Deshalb kann eine einzige Produktionslinie
in eine Vielzahl (es sind zwei dargestellt) paralleler Hubeinstellungs-Stationen
aufgeteilt werden, welche danach wieder zurück zu einer einzigen Produktionslinie
kombiniert werden können.
-
Die
Vorbereitung der Energiegruppen-Unterbaugruppe, welche (a) das Gehäuse 330,
(b) die Spulenkörperbaugruppe
einschließlich
der Anschlussklemmen 320, (c) die Magnetflussscheibe 334 und
(d) die Gusskapsel 340 enthalten kann, kann getrennt von
der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe durchgeführt werden.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform wird
ein Draht 312 auf einen vorgeformten Spulenkörper 314 mit
wenigstens einem daran angeformten elektrischen Kontakt 322 gewickelt.
Die Spulenkörperbaugruppe
wird in ein vorgeformtes Gehäuse 330 eingeführt. Um
einen Rückführpfad für den Magnetfluss
zwischen dem Polstück
und dem Gehäuse 330 zur
Verfügung
zu stellen, wird die Magnetflussscheibe 334 an der Spulenkörperbaugruppe
angebracht. Eine vorgebogene Anschlussklemme 320, die sich axial
erstreckende Verbinderabschnitte 324 aufweist, wird mit
den elektrischen Kontaktabschnitten 322 verbunden und durch
Hartlöten,
Löten,
Schweißen oder
vorzugsweise Widerstandsschweißen
an ihnen befestigt. Die teilweise zusammengebaute Energiegruppen-Unterbaugruppe
wird nunmehr in einer Gusskapsel (nicht dargestellt) angebracht.
Dank ihrer vorgebogenen Form werden die Anschlussklemmen 320 mit
der richtigen Ausrichtung zum Kabelbaumverbinder 321 positioniert,
wenn ein Polymer in die Gusskapsel gegossen oder eingespritzt wird. Stattdessen
können
auch zwei getrennte Gusskapseln (nicht dargestellt) verwendet werden,
um eine zweiteilige Gusskapsel zu formen, wie unter Bezugnahme auf 3A beschrieben
wurde. Die zusammengebaute Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 kann auf
einem Prüfstand
angebracht werden, um die Zugkraft der Magnetspule, den Spulenwiderstand und
den Spannungsabfall, wenn die Magnetspule gesättigt ist, zu messen.
-
Der
Vorgang des Einsetzens der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 in die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 kann
das Einstellen der relativen Rotationsausrichtung der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 bezüglich der
Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 erforderlich machen.
Der Vorgang des Einsetzens kann mit einem von zwei Verfahren durchgeführt werden: "von oben nach unten" oder "von unten nach oben". Gemäß dem ersteren
wird die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 von
der Oberseite der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 aus nach
unten geschoben, und gemäß dem letzteren
wird die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 von der Unterseite
der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 aus nach oben
geschoben. In Situationen, in denen die Baugruppe des Einlassrohrs 210 ein
konisch erweitertes erstes Ende aufweist, wird das Verfahren "von unten nach oben" angewendet. In diesen
Situationen kann außerdem
der O-Ring 290, welcher von dem konisch erweiterten ersten
Ende gehalten wird, um die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 herum
angebracht werden, bevor die Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 in die
Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 hineingeschoben wird.
Nach dem Einführen
der Kraftstoffgruppen-Unterbaugruppe 200 in die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 werden
diese beiden Baugruppen aneinander befestigt, z.B. durch Schweißen wie
etwa Laserschweißen.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
weist die Gusskapsel 340 eine Öffnung 360 auf, welche
einen Teil des Gehäuses 330 freilegt.
Diese Öffnung 360 ermöglicht den
Zugang für
ein Schweißwerkzeug,
um das Gehäuse 330 mit
dem Ventilkörper 240 zu
verschweißen.
Natürlich
können
auch andere Verfahren zum Befestigen der Unterbaugruppen aneinander
angewendet werden. Zum Schluss kann der O-Ring 290 an beiden
Enden des Kraftstoffeinspritzventils angebracht werden.
-
Die
Autoren sind der Ansicht, dass das Verfahren des Zusammenbaus der
bevorzugten Ausführungsformen
und die bevorzugten Ausführungsformen
selbst Vorteile und Nutzen bei der Fertigung mit sich bringen. Zum
Beispiel ist es aufgrund der modularen Anordnung nur erforderlich,
dass die Ventilgruppen-Unterbaugruppe in einer "Reinraum"-Umgebung zusammengebaut wird. Die Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 kann
separat außerhalb
einer solchen Umgebung zusammengebaut werden, wodurch die Fertigungskosten
gesenkt werden. Außerdem
ermöglicht
die Modularität
der Unterbaugruppen eine separate Prüfung der Ventil- und der Spulenbaugruppen
vor dem Zusammenbau. Da nur jene einzelnen Unterbaugruppen, die
bei der Prüfung als "nicht annehmbar" eingestuft werden,
als Ausschuss ausgesondert werden, und nicht vollständig zusammengebaute
Einspritzventile, werden die Fertigungskosten gesenkt. Ferner ermöglicht die
Verwendung universeller Bauteile (z.B. Spulen-/Spulenkörper-Einheit,
nichtmagnetische Hülse 230,
Sitz 250, Schließelement 264,
Filter-Halter-Einheit 282 usw.), dass die Lagerhaltungskosten
gesenkt werden, und gestattet einen Zusammenbau "Just-in-Time" anwendungsspezifischer Einspritzventile.
Nur diejenigen Bauteile, die sich für die einzelnen Anwendungen
unterscheiden müssen,
z.B. die Anschlussklemmen 320 und das Einlassrohr 210,
müssen
separat gelagert werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch,
dass der Arbeitsluftspalt, d.h. der Luftspalt zwischen der Ankerbaugruppe 260 und
dem Polstück 220,
innerhalb der Magnetspule 310 angeordnet wird, die Anzahl
der Windungen reduziert werden kann. Zusätzlich zu Kosteneinsparungen
bei der Menge des Drahtes 312, welche verwendet wird, wird weniger
Energie benötigt,
um den erforderlichen Magnetfluss zu erzeugen, und in der Spule
wird weniger Wärme
entwickelt (diese Wärme
muss abgeleitet werden, um einen gleichbleibenden Betrieb des Einspritzventils
sicherzustellen). Noch ein weiterer Vorteil besteht darin, dass
die modulare Konstruktion ermöglicht,
dass die Lochscheibe 254 in einer späteren Phase im Prozess des
Zusammenbaus befestigt wird, sogar als letzter Schritt des Prozesses
des Zusammenbaus. Diese Montage der Lochscheibe 254 "Just-in-Time" ermöglicht die
Auswahl aus einer erweiterten Palette von Ventilkörpern in
Abhängigkeit von
den Betriebsanforderungen. Zu den weiteren Vorteilen der modularen
Montage gehört
das Outsourcing der Herstellung der Energiegruppen-Unterbaugruppe 300,
welche nicht in einer Reinraumumgebung erfolgen muss. Und selbst
wenn kein Outsourcing der Energiegruppen-Unterbaugruppe 300 erfolgt,
verringern sich die Kosten der Bereitstellung von zusätzlicher
Reinraumfläche.
-
Obwohl
die bevorzugten Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf bestimmte Ausführungsformen
beschrieben wurden, sind zahlreiche Modifikationen und Änderungen
der beschriebenen Ausführungsformen
möglich,
ohne den durch die beigefügten
Patentansprüche
definierten Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Dementsprechend soll die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt
sein, sondern den Umfang haben, der durch die folgenden Patentansprüche definiert
wird.