[go: up one dir, main page]

DE60118662T2 - Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes durch den Faraday-Effekt - Google Patents

Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes durch den Faraday-Effekt Download PDF

Info

Publication number
DE60118662T2
DE60118662T2 DE60118662T DE60118662T DE60118662T2 DE 60118662 T2 DE60118662 T2 DE 60118662T2 DE 60118662 T DE60118662 T DE 60118662T DE 60118662 T DE60118662 T DE 60118662T DE 60118662 T2 DE60118662 T2 DE 60118662T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
determining
output
signals
component
calculating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60118662T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60118662D1 (de
Inventor
Schneider Electric Industries Vincent Minier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schneider Electric Industries SAS
Original Assignee
Schneider Electric Industries SAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schneider Electric Industries SAS filed Critical Schneider Electric Industries SAS
Publication of DE60118662D1 publication Critical patent/DE60118662D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60118662T2 publication Critical patent/DE60118662T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R15/00Details of measuring arrangements of the types provided for in groups G01R17/00 - G01R29/00, G01R33/00 - G01R33/26 or G01R35/00
    • G01R15/14Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks
    • G01R15/24Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using light-modulating devices
    • G01R15/245Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using light-modulating devices using magneto-optical modulators, e.g. based on the Faraday or Cotton-Mouton effect
    • G01R15/246Adaptations providing voltage or current isolation, e.g. for high-voltage or high-current networks using light-modulating devices using magneto-optical modulators, e.g. based on the Faraday or Cotton-Mouton effect based on the Faraday, i.e. linear magneto-optic, effect

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Instrument Details And Bridges, And Automatic Balancing Devices (AREA)
  • Measurement Of Current Or Voltage (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Messung eines elektrischen Stroms durch Faradayeffekt, die
    • • eine Lichtquelle, welche ein einfallendes Lichtstrahlenbündel liefert,
    • • einen Eingangspolarisator zur linearen Polarisierung des einfallenden Lichtstrahlenbündels,
    • • einen magneto-optischen Wandler, der mit dem polarisierten einfallenden Lichtstrahlenbündel beaufschlagt wird,
    • • einen an den Ausgang des Wandlers geschalteten sowie ein erstes und ein zweites Ausgangs-Lichtstrahlenbündel liefernden Strahlenteiler,
    • • einen in den Pfad des ersten Ausgangs-Lichtstrahlenbündels geschalteten Ausgangspolarisator
    • • sowie eine Verarbeitungseinheit umfasst, welche einen an den Ausgang des Ausgangspolarisators angeschlossenen ersten optischen Eingang, einen das zweite Ausgangs-Lichtstrahlenbündel direkt vom Strahlenteiler empfangenden zweiten optischen Eingang sowie optoelektronische Wandlungsmittel umfasst, die an den ersten und den zweiten optischen Eingang angeschlossen sind, um ein erstes und ein zweites elektrisches Signal an Rechenmittel zur digitalen Berechnung des zu messenden Stroms zu liefern.
  • Bei einem Stromwandler mit Faradayeffekt erfährt die Polarisationsebene eines polarisierten einfallenden Lichtsignals eine Drehung, die vom Magnetfeld abhängt, das durch den zu messenden elektrischen Strom erzeugt wird. Die Bestimmung des Drehwinkels der Polarisationsebene des Lichts am Ausgang eines optischen Stromwandlers erlaubt die Bestimmung des zu messenden Stroms.
  • Sind keine spezifischen Messparameter vorhanden, hängt der Messwert von der optischen Leistungsdrift des Wandlers, von den Temperaturschwankungen, den Schwingungen des Wandlers sowie vom optischen und elektronischen Rauschen in der gesamten Messkette ab.
  • Bei den meisten bekannten Stromwandlern mit Faradayeffekt teilt ein Polarisationsanalysator das optische Strahlenbündel am Ausgang des magneto-optischen Wandlers in zwei linear polarisierte Komponenten mit senkrecht aufeinander stehenden Achsen. Diese optischen Komponenten werden in elektrische Signale umgewandelt, durch deren Analyse sich die zur messende Strom bestimmen lässt.
  • In der Druckschrift FR-A-2686422 wird ein Wandler dieser Art beschrieben, bei dem die elektrischen Signale, welche die beiden optischen Komponenten abbilden, vor ihrer Weiterleitung an die Rechenmittel in zwei getrennten Messzweigen verarbeitet werden. In einem der beiden Messzweige werden die elektrischen Signale einem Verstärker mit veränderlichem Verstärkungsfaktor zugeführt. Der Stromwandler berechnet anschließend das Verhältnis Δ/Σ zwischen der Differenz Δ = I1 – GI2 und der Summe Σ = I1 + GI2, wobei I1 und I2 jeweils die Intensität der beiden optischen Komponenten abbilden und G den Verstärkungsfaktor des Verstärkers mit veränderlichem Verstärkungsfaktor darstellt. Dieser Stromwandler ist daher gegen optische Drifterscheinungen und gegen optisches Rauschen auf der Eingangsseite des Polarisationsanalysators unempfindlich.
  • In der Druckschrift WO-A-9510046 wird ein Stromwandler beschrieben, bei dem die elektrischen Signale S1 und S2, welche die beiden optischen Komponenten abbilden, so eingestellt sind, dass sie ein Signal P = (S1 – S2)/(S1 + S2) ergeben. Die Wechselkomponente PAC und die Gleichkomponente PDC dieses Signals werden dazu verwendet, um ein temperaturkompensiertes Signal, vorzugsweise wie folgt zu berechnen: PAC/(1 + KPDC), wobei K einen Korrekturfaktor darstellt.
  • Darüber hinaus wird in dem Artikel "A common-mode optical noise-rejection scheme for an extrinsic Faraday current sensor" von Fisher et al. (1996, IOP Publishing Ltd), ein optischer Stromwandler beschrieben, der das durch Schwingungen der Verbindungs-Lichtleitfasern erzeugte optische Gleichtaktrauschen unterdrückt. Das am Ausgang des magneto-optischen Wandlers gelieferte optische Strahlenbündel wird durch einen direkt am Wandler angebrachten Strahlenteiler in zwei Strahlenbündel geteilt. Die beiden Strahlenbündel, von denen eines über einen Polarisator läuft, werden durch Lichtleitfasern auf zwei Fotodioden geleitet. Der zu messende Strom wird aus der Differenz zwischen den von den Fotodioden gelieferten elektrischen Signalen berechnet. Mit einem solchen Stromwandlertyp lassen sich weder das differentielle optische Rauschen, noch die Driften oder das durch die elektronische Verarbeitungsschaltung verursachte Rauschen kompensieren. Außerdem erlauben sie keine Kompensation der Temperaturänderungen.
  • Der in der Patentschrift US 5.008.611 beschriebene optische Stromwandler wird durch geeignete Wahl des Winkels zwischen der Polarisationsrichtung des Eingangspolarisators und einer Eigenachse des magneto-optischen Wandlers gegen Doppelbrechungsänderungen, die insbesondere durch Temperaturänderungen auftreten, unempfindlich gemacht. In dieser Druckschrift wird das linear polarisierte Strahlenbündel am Ausgang des magneto-optischen Wandlers nicht in zwei Komponenten geteilt. Der zu messende Strom wird aus dem Verhältnis zwischen der Wechselkomponente und der Gleichkomponente eines elektrischen Signals berechnet, das die Intensität des polarisierten optischen Ausgangs-Strahlenbündels abbildet. Dieser Stromwandlertyp ist aber unverändert gegen optisches Rauschen innerhalb des Messbereichs empfindlich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Messung eines elektrischen Stroms durch Faradayeffekt zu schaffen, die nicht mit den Nachteilen der bekannten Anordnungen behaftet ist.
  • Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Rechenmittel Mittel zur Berechnung einer, durch das Verhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten elektrischen Signal gebildeten ersten Größe, Mittel zur Bestimmung der Wechselkomponente und der Gleichkomponente der ersten Größe, Mittel zur Berechnung einer zweiten Größe aus der Wechsel- und der Gleichkomponente der ersten Größe sowie Mittel zur Berechnung des zu messenden Stroms aus der zweiten Größe umfassen.
  • Nach einer ersten Weiterbildung der Erfindung wird die zweite Größe durch Bildung des Verhältnisses zwischen der Wechselkomponente und der Gleichkomponente der ersten Größe gewonnen.
  • Nach einer zweiten Weiterbildung der Erfindung wird die zweite Größe S durch die Gleichung
    Figure 00040001
    bestimmt, wobei RAC und RDC die Wechselkomponente bzw. die Gleichkomponente der ersten Größe und a einen Korrekturfaktor darstellen.
  • Der Strahlenteiler ist vorzugsweise so nah wie möglich an der Verarbeitungseinheit platziert und über eine polarisationserhaltende Lichtleitfaser an den magneto-optischen Wandler angeschlossen. Auf diese Weise lässt sich der Einfluss des differentiellen optischen Rauschens auf ein Minimum reduzieren.
  • Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung umfassen die optoelektronischen Wandlungsmittel zwei Fotodioden, die auf dem gleichen Halbleitersubstrat ausgebildet und dem ersten bzw. dem zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit zugeordnet sind, wobei zwei auf einem gleichen Halbleitersubstrat ausgebildete Verstärker an die Ausgänge der Fotodioden geschaltet sind. Differentielles elektronisches Rauschen und Driftabweichungen werden auf diese Weise minimiert.
  • Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung umfassen die optoelektronischen Wandlungsmittel eine erste und eine zweite Fotodiode, die an den ersten bzw. den zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit angeschlossen sind, welche Verarbeitungseinheit einen ersten und einen zweiten Verstärker, die jeweils an den Ausgang der ersten bzw. zweiten Fotodiode angeschlossen sind, Mittel zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker, Mittel zur Bestimmung einer ersten Differenz zwischen den Ausgangssignalen des ersten Verstärkers und der Mittel zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker sowie Mittel zur Bestimmung einer zweiten Differenz zwischen den Ausgangssignalen des zweiten Verstärkers und der Mittel zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker umfasst, wobei die Ausgänge der Mittel zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker und der Mittel zur Bestimmung der ersten und der zweiten Differenz an Eingänge einer elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung angeschlossen sind, welche Schaltung Mittel zur Bestimmung des von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe verwendeten ersten und zweiten elektrischen Signals in Abhängigkeit von den ihren Eingängen zugeführten Signalen umfasst, wobei die Verarbeitungsschaltung Verstärker mit einem bestimmten Verstärkungsfaktor umfasst, die zwischen die Mittel zur Bestimmung der ersten bzw. der zweiten Differenz und die zugeordneten Eingänge der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung geschaltet sind und das von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe verwendete erste bzw. zweite elektrische Signal Ui, über die Gleichung Ui = (Ai/g) + A3 bestimmt wird, wobei i = 1, 2 und A1, A2 und A3 die den Eingängen der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung zugeführten Signale darstellen.
  • Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung umfassen die optoelektronischen Wandlungsmittel eine erste und eine zweite Fotodiode, die an den ersten bzw. den zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit angeschlossen sind, welche Verarbeitungseinheit einen ersten und einen zweiten Verstärker, die an den jeweiligen Ausgang der ersten bzw. zweiten Fotodiode angeschlossen sind, Mittel zur Bestimmung der Gleichkomponenten der Ausgangssignale der genannten Verstärker sowie Mittel zur Bestimmung der Wechselkomponenten der Ausgangssignale der genannten Verstärker umfasst, wobei die Ausgänge der Mittel zur Bestimmung der Gleich- und der Wechselkomponenten der Ausgangssignale der genannten Verstärker an Eingänge einer elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung angeschlossen sind, welche Schaltung Mittel zur Bestimmung der, von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe verwendeten elektrischen Signale in Abhängigkeit von den ihren Eingängen zugeführten Signalen umfasst, wobei die Verarbeitungsschaltung Verstärker mit einem bestimmten Verstärkungsfaktor umfasst, die zwischen die Mittel zur Bestimmung der Wechselkomponenten und die zugeordneten Eingänge der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung geschaltet sind und die von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe verwendeten elektrischen Signale V1 und V2 über die Gleichungen V1 = B1 + B2 V2 = B3 + B4 bestimmt werden, wobei B1, B2, B3 und B4 die den Eingängen der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung zugeführten Signale darstellen.
  • Mehrere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen beispielhaft dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung unter Angabe weiterer Vorteile und Merkmale näher erläutert. Dabei zeigen
  • 1 eine besondere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Anordnung;
  • 2 in detaillierterer Darstellung eine besondere Ausgestaltung der Verarbeitungseinheit der Anordnung aus 1;
  • 3 und 5 Varianten der Verarbeitungseinheit der Anordnung aus 1.
  • 4 und 6 besondere Ausgestaltungen eines Ablaufdiagramms, das in den Varianten nach 3 und 5 zur Anwendung kommen kann.
  • 7 bis 9 verschiedene Ausführungsvarianten des Strahlenteilers der Anordnung aus 1.
  • Die in 1 gezeigte Anordnung zur Messung eines elektrischen Stroms durch Faradayeffekt umfasst wie üblich eine Lichtquelle 1, die ein einfallendes Lichtstrahlenbündel liefert. Das einfallende Lichtstrahlenbündel wird durch einen Eingangspolarisator 2, dem es über eine polarisationserhaltende Monomode-Lichtleitfaser 3 zugeführt wird, linear polarisiert. Das polarisierte einfallende Lichtstrahlenbündel wird dann dem Eingang eines magneto-optischen Wandlers 4 zugeführt. Bei der in 1 gezeigten Ausgestaltung besteht der Wandler 4 aus einer Lichtleitfaser, die um einen, von dem zu messenden Strom durchflossenen Leiter 5 geführt ist. Das am Ausgang des Wandlers 4 erhaltene Lichtstrahlenbündel wird über eine polarisationserhaltende Monomode-Lichtleitfaser 6 einem Strahlenteiler 7 zugeführt, der zwei Messzweige mit einem ersten bzw. einem zweiten Ausgangs-Lichtstrahlenbündel beaufschlagt. Im ersten Messzweig ist ein Ausgangspolarisator 8 in den Pfad des ersten Ausgangs-Lichtstrahlenbündels geschaltet. Das erste polarisierte Ausgangs-Lichtstrahlenbündel mit der Intensität I1 wird einem ersten optischen Eingang einer Verarbeitungseinheit 9 zugeführt. Im zweiten Messzweig wird das zweite Ausgangs-Lichtstrahlenbündel der Intensität I2 nach Verlassen des Strahlenteilers direkt einem zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit 9 zugeführt.
  • Die Verarbeitungseinheit 9 umfasst gemäß der herkömmlichen Ausführung optoelektronische Umwandlungsmittel mit zwei Fotodioden 10, die dem ersten bzw. dem zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit zugeordnet sind. Jeder dieser Fotodioden 10 ist mit den Klemmen eines zugeordneten Verstärkers 11 verbunden. Auf diese Weise erhält man am Ausgang der beiden Messzweige ein erstes bzw. ein zweites elektrisches Signal U1 und U2, das die Intensität I1 und I2 des ersten bzw. des zweiten Ausgangs-Lichtstrahlenbündels abbildet.
  • Die Verarbeitungseinheit umfasst Mittel zur Digitalberechnung des zu messenden Stroms I, die mit dem ersten und dem zweiten elektrischen Signal U1 und U2 beaufschlagt werden. Bei der in 2 gezeigten besonderen Ausgestaltung umfassen die Rechenmittel eine Schaltung 12 zur Berechnung einer durch das Verhältnis U1/U2 zwischen dem ersten und dem zweiten elektrischen Signal gebildeten ersten Größe R. Die nächste Schaltungskomponente ist eine, beispielsweise als Filter ausgebildete Schaltung 13 zur Bestimmung der Wechselkomponente RAC und der Gleichkomponente RDC der ersten Größe. Die Komponenten RAC und RDC werden dem Eingang einer Schaltung 14 zur Berechnung einer zweiten Größe S zugeführt, die ihrerseits auf den Eingang einer Schaltung 15 zur Berechnung des zu messenden Stroms I gegeben wird.
  • In 2 sind die Schaltungen 12 bis 15 als getrennte Schaltungen dargestellt. Da die einzelnen Berechnungen digital erfolgen, können sie auch durch einen Mikroprozessor ausgeführt werden.
  • Nach einer ersten Ausgestaltung der Erfindung wird die zweite Größe S durch Bildung des Verhältnisses zwischen der Wechselkomponente RAC und der Gleichkomponente RDC der ersten Größe R gewonnen: S = RAC/RDC (1)
  • Daraus kann der zu messende Strom I, welcher der zweiten Größe S proportional ist, abgleitet werden. Auf diese Weise erhält man einen Wert für den zu messenden Strom I, der unempfindlich ist gegenüber optischen Leistungsdrifts, gegen Drifts der Fotodioden 10 und der Verstärker 11 sowie gegen optisches Gleichtaktrauschen (auf der Einspeiseseite des Strahlenteilers 7), insbesondere bei den Frequenzen innerhalb des Übertragungsbandes des Stromwandlers. Diese Verarbeitung des Signals ist darüber hinaus mit der Verwendung einer Temperaturkompensation am Wandler 4 vereinbar.
  • Die Intensität I1 und I2 des dem jeweiligen optischen Eingang der Verarbeitungseinheit zugeführten ersten bzw. zweiten Ausgangs-Lichtstrahlenbündels lässt sich nämlich wie folgt ausdrücken: I1 = α1I0(1 + βOpt)(A + B2VNI) (2) I2 = α2I0(1 + βOpt) (3).
  • In diesen Gleichungen gilt:
    • – α1 und α2 sind die Einkopplungsverlustkoeffizienten der gesamten optischen Signalkette in den beiden Messzweigen bis zum ersten bzw. zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit; diese Koeffizienten, die insbesondere von der Temperatur der Lichtquelle 1 und des Wandlers 4 abhängen, bilden die optischen Leistungsdrifts ab;
    • – I0 entspricht der Intensität des von der Lichtquelle 1 gelieferten einfallenden Lichtstrahlenbündels;
    • – βOpt bildet das optische Rauschen der Intensität ab, das insbesondere durch optische Signalschwankungen im Übertragungsband der Anordnung verursacht wird;
    • – A und B sind Konstanten, die sich in Abhängigkeit von den Temperaturschwankungen der Lichtquelle und des Wandlers langsam verändern können;
    • – V ist die Verdetkonstante des magneto-optischen Wandlers 4;
    • – N ist die bekannte Anzahl der im Wandler 4 um den Leiter 5 geführten Windungen des Lichtstrahlbündels;
    • – I ist die Höhe des zu messenden Wechselstroms.
  • Nur das Signal I1 enthält Informationen über den zu messenden Strom, während beide Signale I1 und I2 Informationen bezüglich des Rauschens und der optischen Drifts enthalten.
  • Die Signale U1 und U2, welche die Größen I1 und I2 abbilden, lassen sich wie folgt ausdrücken: U1 = η1G1I1 (4) U2 = η2G2I2 (5),wobei
    • – η1 und η2 die Umwandlungswirkungsgrade der Fotodioden 10 in den beiden Messzweigen und
    • – G1 und G2 die Verstärkungsfaktoren der Verstärker 11 in den beiden Messzweigen darstellen.
  • Die erste Größe R = U1/U2 kann also wie folgt ausgedrückt werden:
  • Figure 00090001
  • Die Wechselkomponente der ersten Größe erhält man durch Filterung über den Bandpass des Stromwandlers, der an die Frequenz der zu messenden Wechselströme I angepasst ist und vorzugsweise zwischen 0,1 Hz und einigen kHz beträgt, und kann wie folgt ausgedrückt werden:
  • Figure 00090002
  • Die Gleichkomponente der ersten Größe kann wie folgt ausgedrückt werden:
  • Figure 00090003
  • Ausgehend von den Gleichungen (1), (7) und (8) ergibt sich dann die Größe S zu:
  • Figure 00100001
  • Die Berechnung von I erfolgt somit unabhängig von den Koeffizienten α1, α2, βOpt, η1, η2, G1 und G2.
  • Nach einer vorzugsweisen Ausgestaltung sind die Winkellagen des Eingangs- und des Ausgangspolarisators (2, 8) in Bezug zu den Eigen-Doppelbrechungsachsen des Wandlers 4 genauso eingestellt wie bei der Anordnung aus der Patentschrift US 5.008.611 . Durch geeignete Wahl dieser Winkel kann der Einfluss langsamer temperaturabhängiger Änderungen der Doppelbrechung des Wandlers ausgeschaltet werden.
  • Gemäß einer Ausführungsvariante ergibt sich die Größe S aus folgender Gleichung:
    Figure 00100002
    wobei a einen elektronisch einstellbaren Korrekturfaktor darstellt. Die Verwendung des Korrekturfaktors a erlaubt wie bei der Anordnung gemäß der Druckschrift WO-A-9510046os eine genauere Einstellung der Temperaturkompensation und damit eine Verbesserung der Unempfindlichkeit der Anordnung gegenüber Temperaturschwankungen.
  • Bei den oben aufgeführten Gleichungen wurde das elektronische und optische differenzielle Rauschen zwischen den beiden Messzweigen vernachlässigt. In der Praxis müssten die Gleichungen (2) und (3) wie folgt ergänzt werden: I1 = α1I0(1 + βOpt)(1 + β1oe)(A + 2VNI) (11), I2 = α2I0(1 + βOpt)(1 + β2oe) (12), wobei die Koeffizienten β1oe und β2oe jeweils das optische bzw. elektronische differenzielle Rauschen in den beiden Messzweigen abbilden.
  • Außerhalb des Übertragungsbandes des Stromwandlers sind die Koeffizienten β1oe und β2oe null. Die Gleichkomponente der ersten Größe bleibt also unverändert. Unter Berücksichtigung des differenziellen Rauschens muss Gleichung (6) jedoch durch folgende Gleichung ersetzt werden:
  • Figure 00110001
  • Um den Einfluss des differenziellen optischen Rauschens so weit wie möglich zu reduzieren, wird der Strahlenteiler 7 so nah wie möglich an der Verarbeitungseinheit 9 platziert, um so die Länge der beiden getrennten optischen Messzweige zu verkürzen. Der Strahlenteiler wird dabei vorzugsweise über eine polarisationserhaltende Monomode-Lichtleitfaser 6, die sehr lang sein kann, an den Wandler 4 angeschlossen. Bei einer Anwendung mit einem Stromwandler in einer Hochspannungsanordnung kann die Faser 6 beispielsweise eine Länge von mehreren Metern aufweisen.
  • Der Einfluss des differenziellen elektronischen Rauschens kann durch geeignete Wahl der Fotodioden 10 und der Verstärker 11 in den beiden Messzweigen der Verarbeitungseinheit 9 verringert werden, beispielsweise durch Verwendung von Doppelfotodioden 10, d.h. von Dioden, die auf dem gleichen Halbleitersubstrat 16 ausgebildet sind, und von Doppelverstärkern 11, die ebenfalls auf einem gemeinsamen Halbleitersubstrat 17 ausgebildet sind. Für die Substrate 16 und 17 kann gegebenenfalls auch das gleiche Substrat verwendet werden. Die Koeffizienten β1oe und β2oe liegen dann näher beieinander, und die zweite Größe wird unempfindlicher gegenüber dem differenziellen Rauschen.
  • Die Ausführung der Verarbeitungseinheit nach 3 erlaubt es, die Einschränkungen durch Sättigungsprobleme der Verstärker in den Messzweigen zu umgehen. Der Analogteil der Messzweige wird verändert, um Signale A1, A2 und A3 an drei Eingänge einer elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung zu liefern, die bei der in 3 dargestellten besonderen Ausgestaltung aus einem Mikroprozessor 18 besteht. Die Signale A3 bilden den Gleichanteil der elektrischen Ausgangssignale eines der Verstärker 11 der Verarbeitungsschaltung ab. In 3 werden die Signale A3 mit Hilfe eines Tiefpassfilters 19 gewonnen, dessen Eingang mit den zweiten elektrischen Signalen U2 beaufschlagt wird.
  • Die Signale U1 werden einem ersten, positiven Eingang eines ersten Schaltglieds 20 zugeführt, das an einem zweiten, negativen Eingang mit den Signalen A3 beaufschlagt wird, derart dass die Differenz zwischen den Signalen U1 und A3 gebildet wird. Analog hierzu erhält ein zweites Schaltglied 21 die Signale U2 an einem ersten, positiven Eingang und die Signale A3 an eine zweiten, negativen Eingang, so dass die Differenz zwischen den Signalen U2 und A3 gebildet wird. Die Ausgangssignale des ersten und des zweiten Schaltglieds 20 und 21 werden jeweils einem Verstärker 22 mit einem bestimmtem Verstärkungsfaktor g zugeführt, der die verstärkten Differenzsignale A1 = g(U1 – A3) und A2 = g(U2 – A3) an den Mikroprozessor 18 weiterleitet. Die Signale A3 bilden den Gleichanteil der Signale U1 und U2 ab, der verhältnismäßig groß im Vergleich zu ihrer Änderung ist. In der Gleichung (2) hat der Ausdruck A nämlich einen Wert von etwa 1, während der Ausdruck B2VNI etwa 10–5 beträgt. Durch die Kompensation der Gleichkomponenten der Signale U1 und U2 kann eine Art Zoomwirkung ihrer veränderlichen Komponenten erzielt werden, die durch die Verstärker verstärkt werden können, ohne dass die Gefahr einer Sättigung besteht.
  • Der Mikroprozessor 18 erzeugt dann aus den Signalen A1, A2 und A3 die Signale U1 und U2, die er anschließend wie oben beschrieben zur Berechnung von R, S und I verwendet. Hierzu berechnet der Mikroprozessor 18 entsprechend dem Ablaufdiagramm aus 4 in einem ersten Schritt F1 die Signale Ui, mit i = 1, 2, gemäß der Gleichung Ui = (Ai/g) + A3 (14).
  • Es lässt sich zeigen, dass die berechneten Signale Ui den Ausgangssignalen U1 und U2 der Verstärker 11 entsprechen. Bei i = 1 ergibt sich nämlich (A1/g) + A3 = [g(U – A3)/g] + A3 = U1 (15).
  • Der Mikroprozessor 18 berechnet anschließend (Schritt F2) die erste Größe R und bestimmt dann (Schritt F3) die Wechselkomponente RAC und die Gleichkomponente RDC der ersten Größe. Danach berechnet er die zweite Größe S (Schritt 4) aus den Gleichungen (1) bzw. (10) und dann (Schritt F5) den zu messenden Strom I über Gleichung (9).
  • Bei der in 5 gezeigten Ausführungsvariante liefert der Analogteil der Messzweige Signale B1, B2, B3 und B4 an vier Eingänge der durch den Mikroprozessor 18 gebildeten elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung. Die Signale B1 und B3 bilden die Wechselkomponenten U1AC und U2AC der Ausgangssignale U1 und U2 der Verstärker 11 ab, während die Signale B2 und B4 die über Tiefpassfilter 23 gewonnenen Gleichkomponenten U1DC und U2DC der Signale U1 und U2 abbilden. Die über Hochpassfilter 24 gewonnenen Wechselkomponenten U1AC und U2AC werden Verstärkern 25 mit einem bestimmten Verstärkungsfaktor g zugeführt, die dann die Signale B1 und B3 an den Mikroprozessor 18 liefern.
  • Wie im Ablaufdiagramm der 6 dargestellt, berechnet der Mikroprozessor 18 (Schritt 6) aus den Signalen B1 bis B4 die Signale V1 und V2 und verwendet diese berechneten Signale anschließend zur Bestimmung des zu messenden Stroms I. In Schritt F6 berechnet der Mikroprozessor die Signale V1 und V2 nach den Gleichungen V1 = B1 + B2 (16) V2 = B3 + B4 (17).
  • Anschließend berechnet der Mikroprozessor 18 (Schritt F7) die erste Größe R' = V1/V2 und bestimmt dann (Schritt F8) die Wechselkomponente R'AC und die Gleichkomponente R'DC der ersten Größe.
  • Es lässt sich zeigen, dass bei dieser Ausgestaltung die erste Größe R' in erster Annäherung wie folgt ausgedrückt werden kann:
  • Figure 00140001
  • Das Verhältnis S' = R'AC/R'DC lässt sich dann wie folgt darstellen:
    Figure 00140002
    woraus die zweite Größe S = S'/g abgeleitet werden kann. Der Mikroprozessor 18 berechnet anschließend (Schritt F9) S' sowie die zweite Größe S und danach (Schritt F10) den zu messenden Strom I.
  • Die Filter und die Verstärker werden so gewählt, dass in beiden Messzweigen die gleichen Filtergrößen und Verstärkungsfaktoren wirken. Als Ausführungsvariante können die Signale gemultiplext und nur ein Tiefpassfilter, ein Hochpassfilter und ein Verstärker verwendet werden.
  • 7 zeigt eine vorzugsweise Ausgestaltung des Strahlenteilers 7 mit nichtpolarisierenden Würfeln. Das Ausgangs-Lichtstrahlenbündel des Wandlers 4 wird dem Strahlenteiler 7 über die Lichtleitfaser 6 zugeführt, an deren Ende ein Kollimator 26 ausgebildet sein kann. Der Strahlenteiler 7 besteht aus zwei nichtpolarisierenden Würfeln mit halbreflektierenden Prismen 27 und 28, die leicht versetzt gegeneinander angeordnet sind. Das Ausgangs-Lichtstrahlenbündel des Wandlers 4 wird durch den ersten Würfel 27 in zwei Lichtstrahlenbündel aufgeteilt, von denen das erste Bündel den Würfel passiert während das zweite von der Diagonalen des Würfels 27 reflektiert wird. Die Lage und die zueinander versetzte Anordnung der Würfel 27 und 28 sind dergestalt, dass eines der Strahlenbündel, welches das erste Ausgangsstrahlenbündel bildet, direkt aus dem Strahlenteiler austritt und den Ausgangspolarisator 8 durchläuft, der vorzugsweise direkt am ersten Würfel 27 angebracht ist, während das andere Strahlenbündel von der Diagonalen des zweiten Würfels 28 reflektiert wird und das zweite Ausgangsstrahlenbündel bildet, das parallel zum ersten Ausgangsstrahlenbündel aus dem Strahlenteiler 7 austritt. In 7 wird das erste Ausgangsstrahlenbündel durch das vom Würfel 27 reflektierte Strahlenbündel gebildet. Nach einer Ausführungsvariante kann die Lichtleitfaser 6 in der Verlängerungsachse des ersten Ausgangsstrahlenbündels angeordnet werden, welches dann durch das den ersten Würfel 27 passierende Strahlenbündel gebildet wird, während das zweite Ausgangsstrahlenbündel in diesem Fall durch das von den Würfeln 27 und 28 reflektierte Strahlenbündel gebildet wird. Bei der in 7 gezeigten vorzugsweisen Ausgestaltung sind die auf dem gleichen Halbleitersubstrat 16 ausgebildeten Fotodioden 10 der Verarbeitungseinheit in einem direkt am zweiten Würfel 27 angebrachten Gehäuse angeordnet, so dass der Abstand zwischen dem Strahlenteiler 7 und der Verarbeitungseinheit 9 auf ein Minimum reduziert wird.
  • 8 zeigt eine Ausführungsvariante des Strahlenteilers 7 mit zwei Teilerplättchen 29 und 30.
  • 9 zeigt eine andere Ausführungsvariante des Strahlenteilers 7, der hier aus einem integriert-optischen Bauelement besteht. Das Ausgangs-Lichtstrahlenbündel des Wandlers 4 wird dem Eingang eines Eingangs-Lichtwellenleiters 31 zugeführt und läuft dann nach der Teilung in zwei Strahlenbündel durch eine Y-Weiche in zwei, auf dem gleichen Substrat ausgebildete Ausgangs-Lichtwellenleiter 32. Der relative Abstand der Ausgangs-Lichtwellenleiter 32 ist an den Abstand zwischen den lichtempfindlichen Bereichen der Fotodioden 10 angepasst. Wie bei der Anordnung aus 7 und 8 ist auch hier einer der Fotodioden ein Polarisator 8 vorgeschaltet. Um die als Polarisation kodierte Information zu erhalten, sind die Lichtwellenleiter 31 und 32 vorzugsweise als Lichtleiter mit einer linearen Doppelbrechung von null ausgebildet. Es ist auch möglich, Lichtleiter mit Doppelbrechung zu verwenden, sofern die beiden Neutral-Doppelbrechungsachsen der polarisationserhaltenden Faser 6 und des Eingangs-Lichtwellenleiters 31 in einer Flucht liegen.
  • Der Strahlenteiler 7 kann auch erzeugt werden, indem man das Ausgangs-Strahlenbündel des Wandlers 4 bzw. der Lichtleitfaser 7 einfach frei streuend austreten lässt und den Ausgangspolarisator 8 nur über einem Teil des gestreuten Strahlenbündels anordnet.
  • Zur Kompensation des Polarisationsrauschens in den Lichtleitfasern 3 und 6 mit starker Doppelbrechung kann man die Fasern so ausrichten, dass auf bekannte Art und Weise (vgl. (EP-A-577897) Pseudo-Depolarisatoren erzeugt werden. Zu diesem Zweck werden die Neutralachsen der Faser 3 (siehe 1) in einem Winkel von 45° zur Polarisationsebene des von der Lichtquelle 1 gelieferten einfallenden Lichtstrahlenbündels angeordnet. Diese Lichtquelle besteht vorzugsweise aus einer Multimode-Laserdiode oder einer Superlumineszenz-Lichtquelle. Die Neutralachsen der Faser 6 sind vorzugsweise in einem Winkel von 45° zur Polarisationsachse des Polarisators 2 angeordnet.
  • Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen besonderen Ausgestaltungen beschränkt. Insbesondere der Wandler 4 kann als Wandler beliebigen Typs und als integriert-optisches Bauteil ausgebildet sein.

Claims (11)

  1. Anordnung zur Messung eines elektrischen Stroms durch Faradayeffekt, die • eine Lichtquelle (1), welche ein einfallendes Lichtstrahlenbündel liefert, • einen Eingangspolarisator (2) zur linearen Polarisierung des einfallenden Lichtstrahlenbündels, • einen magneto-optischen Wandler (4), der mit dem polarisierten einfallenden Lichtstrahlenbündel beaufschlagt wird, • einen an den Ausgang des Wandlers (4) geschalteten sowie ein erstes und ein zweites Ausgangs-Lichtstrahlenbündel liefernden Strahlenteiler (7), • einen in den Pfad des ersten Ausgangs-Lichtstrahlenbündels geschalteten Ausgangspolarisator (8), • sowie eine Verarbeitungseinheit (9) umfasst, welche einen an den Ausgang des Ausgangspolarisators angeschlossenen ersten optischen Eingang, einen das zweite Ausgangs-Lichtstrahlenbündel direkt vom Strahlenteiler empfangenden zweiten optischen Eingang sowie optoelektronische Wandlungsmittel (10) umfasst, die an den ersten und den zweiten optischen Eingang angeschlossen sind, um ein erstes und ein zweites elektrisches Signal (U1, U2) an Rechenmittel zur digitalen Berechnung des zu messenden Stroms (I) zu liefern, dadurch gekennzeichnet, dass die Rechenmittel Mittel (12) zur Berechnung einer, durch das Verhältnis (U1/U2) zwischen dem ersten und dem zweiten elektrischen Signal (U1, U2) gebildeten ersten Größe (R), Mittel (13) zur Bestimmung der Wechselkomponente (RAC) und der Gleichkomponente (RDC) der ersten Größe, Mittel (14) zur Berechnung einer zweiten Größe (S) aus der Wechsel- und der Gleichkomponente der ersten Größe sowie Mittel (15) zur Berechnung des zu messenden Stroms (I) aus der zweiten Größe umfassen.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Größe (S) durch Bildung des Verhältnisses (RAC/RDC) zwischen der Wechselkomponente (RAC) und der Gleichkomponente (RDC) gewonnen wird.
  3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Größe (S) über die Gleichung
    Figure 00180001
    bestimmt wird, wobei RAC und RDC die Wechselkomponente bzw. die Gleichkomponente der ersten Größe und a einen Korrekturfaktor darstellen.
  4. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenteiler (7) so nah wie möglich an der Verarbeitungseinheit (9) angeordnet ist.
  5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenteiler (7) über eine polarisationserhaltende Monomode-Lichtleitfaser (6) an den Wandler (4) angeschlossen ist.
  6. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronischen Wandlungsmittel zwei Fotodioden (10) umfassen, die auf dem gleichen Halbleitersubstrat ausgebildet und dem ersten bzw. dem zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit (9) zugeordnet sind, wobei zwei auf einem gleichen Halbleitersubstrat (17) ausgebildete Verstärker (11) an die Ausgänge der Fotodioden (10) geschaltet sind.
  7. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenteiler (7) nichtpolarisierende Würfel (27, 28) umfasst.
  8. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenteiler (7) Trennplättchen (29, 30) umfasst.
  9. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlenteiler (7) aus integriert-optischen Bauteilen (31, 32) besteht.
  10. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronischen Wandlungsmittel eine erste und eine zweite Fotodiode (10) umfassen, die an den ersten bzw. den zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit (9) angeschlossen sind, welche Verarbeitungseinheit (9) einen ersten und einen zweiten Verstärker (11), die jeweils an den Ausgang der ersten bzw. zweiten Fotodiode angeschlossen sind, Mittel (19) zur Bestimmung der Gleichkomponente (A3) der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker, Mittel (20) zur Bestimmung einer ersten Differenz zwischen den Ausgangssignalen (U1, A3) des ersten Verstärkers und der Mittel (19) zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker sowie Mittel (21) zur Bestimmung einer zweiten Differenz zwischen den Ausgangssignalen (U2, A3) des zweiten Verstärkers und der Mittel (19) zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker umfasst, wobei die Ausgänge der Mittel (19) zur Bestimmung der Gleichkomponente der Ausgangssignale eines der genannten Verstärker und der Mittel (20, 21) zur Bestimmung der ersten und der zweiten Differenz an Eingänge einer elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) angeschlossen sind, welche Schaltung Mittel (F1) zur Bestimmung des von den Rechenmitteln (F2) zur Berechnung der ersten Größe (R) verwendeten ersten und zweiten elektrischen Signals in Abhängigkeit von den ihren Eingängen zugeführten Signalen (A1, A2, A3) umfasst, wobei die Verarbeitungsschaltung (9) Verstärker (22) mit einem bestimmten Verstärkungsfaktor g umfasst, die zwischen die Mittel zur Bestimmung der ersten bzw. der zweiten Differenz und die zugeordneten Eingänge der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) geschaltet sind und das von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe verwendete erste bzw. zweite elektrische Signal Ui, mit i = 1 oder 2, über die Gleichung Ui = (Ai/g) + A3 bestimmt wird, wobei i = 1, 2 und A1, A2 und A3 die den Eingängen der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) zugeführten Signale darstellen.
  11. Anordnung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optoelektronischen Wandlungsmittel eine erste und eine zweite Fotodiode (10) umfassen, die an den ersten bzw. den zweiten optischen Eingang der Verarbeitungseinheit (9) angeschlossen sind, welche Verarbeitungseinheit (9) einen ersten und einen zweiten Verstärker (11), die an den jeweiligen Ausgang der ersten bzw. zweiten Fotodiode angeschlossen sind, Mittel (23) zur Bestimmung der Gleichkomponenten (U1DC, U2DC) der Ausgangssignale (U1, U2) der genannten Verstärker sowie Mittel (24) zur Bestimmung der Wechselkomponenten (U1AC, U2AC) der Ausgangssignale (U1, U2) der genannten Verstärker umfasst, wobei die Ausgänge der Mittel (23, 24) zur Bestimmung der Gleich- und der Wechselkomponenten der Ausgangssignale der genannten Verstärker an Eingänge einer elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) angeschlossen sind, welche Schaltung Mittel (F6) zur Bestimmung der, von den Rechenmitteln (F7) zur Berechnung der ersten Größe (R') verwendeten elektrischen Signale (V1, V2) in Abhängigkeit von den ihren Eingängen zugeführten Signalen (B1, B2, B3, B4) umfasst, wobei die Verarbeitungsschaltung (9) Verstärker (25) mit einem bestimmten Verstärkungsfaktor g umfasst, die zwischen die Mittel (24) zur Bestimmung der Wechselkomponenten und die zugeordneten Eingänge (B1, B3) der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) geschaltet sind und die von den Rechenmitteln zur Berechnung der ersten Größe (R') verwendeten elektrischen Signale V1 und V2 über die Gleichungen V1 = B1 + B2 V2 = B3 + B4 bestimmt werden, wobei B1, B2, B3 und B4 die den Eingängen der elektronischen Digitalverarbeitungsschaltung (18) zugeführten Signale darstellen.
DE60118662T 2000-06-30 2001-05-22 Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes durch den Faraday-Effekt Expired - Lifetime DE60118662T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR0008480A FR2811085B1 (fr) 2000-06-30 2000-06-30 Dispositif de mesure d'un courant electrique par effet faraday
FR0008480 2000-06-30

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60118662D1 DE60118662D1 (de) 2006-05-24
DE60118662T2 true DE60118662T2 (de) 2007-04-19

Family

ID=8851932

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60118662T Expired - Lifetime DE60118662T2 (de) 2000-06-30 2001-05-22 Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes durch den Faraday-Effekt

Country Status (6)

Country Link
US (1) US6504355B2 (de)
EP (1) EP1167982B1 (de)
JP (1) JP2002098719A (de)
DE (1) DE60118662T2 (de)
ES (1) ES2261365T3 (de)
FR (1) FR2811085B1 (de)

Families Citing this family (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP3690321B2 (ja) * 2001-10-01 2005-08-31 住友電気工業株式会社 波長検出装置、マルチモード半導体レーザモジュール、波長安定化装置およびラマン増幅器
WO2006022178A1 (ja) * 2004-08-25 2006-03-02 The Tokyo Electric Power Company, Incorporated 光電流センサにおける温度依存性誤差の低減方法および光電流センサ装置
WO2006095620A1 (ja) * 2005-03-08 2006-09-14 The Tokyo Electric Power Company, Incorporated 光センサおよび光電流・電圧センサ
WO2006095619A1 (ja) * 2005-03-08 2006-09-14 The Tokyo Electric Power Company, Incorporated 強度変調型光センサおよび光電流・電圧センサ
EP2010925B1 (de) * 2006-04-25 2018-04-11 ABB Research Ltd Faseroptischer stromsensor mit polariemetrischem erkennungssystem
CA2703344A1 (en) * 2007-10-23 2009-04-30 The Tokyo Electric Power Company, Incorporated Optical fiber electric current sensor and electric current measurment method
US9465052B2 (en) 2013-06-10 2016-10-11 General Electric Company Systems and methods for monitoring fiber optic current sensing systems
US9632113B2 (en) * 2014-03-13 2017-04-25 Ofs Fitel, Llc Few-moded fiber for sensing current
US9377489B2 (en) 2014-04-15 2016-06-28 General Electric Company Systems and methods for monitoring fiber optic current sensing systems
US11237224B2 (en) 2019-10-03 2022-02-01 Samsung Electronics Co., Ltd. Magnetic property measuring systems, methods of measuring magnetic property, and methods of fabricating magnetic memory devices using the same

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4564754A (en) * 1982-03-08 1986-01-14 Hitachi, Ltd. Method and apparatus for optically measuring a current
US4916387A (en) * 1988-10-21 1990-04-10 Asea Brown Boveri, Inc. Optical system for a Faraday effect current sensor
US4973899A (en) * 1989-08-24 1990-11-27 Sundstrand Corporation Current sensor and method utilizing multiple layers of thin film magneto-optic material and signal processing to make the output independent of system losses
GB9201896D0 (en) * 1992-01-29 1992-03-18 Instr Transformers Ltd Electric current measurement
DE4312183A1 (de) * 1993-04-14 1994-10-20 Siemens Ag Optisches Meßverfahren zum Messen eines elektrischen Wechselstromes mit Temperaturkompensation und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
US6043648A (en) * 1996-06-14 2000-03-28 Siemens Aktiengesellschaft Method for temperature calibration of an optical magnetic field measurement array and measurement array calibrated by the method

Also Published As

Publication number Publication date
US6504355B2 (en) 2003-01-07
ES2261365T3 (es) 2006-11-16
JP2002098719A (ja) 2002-04-05
DE60118662D1 (de) 2006-05-24
FR2811085A1 (fr) 2002-01-04
US20020011831A1 (en) 2002-01-31
EP1167982A1 (de) 2002-01-02
EP1167982B1 (de) 2006-04-12
FR2811085B1 (fr) 2002-08-23

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0706662B1 (de) Optisches messverfahren zum messen eines elektrischen wechselstromes mit temperaturkompensation und vorrichtung zur durchführung des verfahrens
EP0706661B1 (de) Optisches messverfahren zum messen eines elektrischen wechselstromes mit temperaturkompensation und vorrichtung zur durchführung des verfahrens
EP0799426B1 (de) Verfahren und anordnung zum messen eines magnetfeldes unter ausnutzung des faraday-effekts mit kompensation von intensitätsänderungen und temperatureinflüssen
EP0721589B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum messen einer elektrischen wechselgrösse mit temperaturkompensation
EP0657740A2 (de) Verfahren zur magnetooptischen Strommessung und magnetooptische Strommesseinrichtung
EP0779988B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum messen eines elektrischen wechselstromes mit temperaturkompensation
WO2002004963A1 (de) Faseroptischer stromsensor
DE60118662T2 (de) Anordnung zum Messen des elektrischen Stromes durch den Faraday-Effekt
EP0721590B1 (de) Verfahren und anordnung zum messen eines elektrischen stromes mit zwei gegenläufigen lichtsignalen unter ausnutzung des faraday-effekts
WO1997022883A2 (de) Optisches messverfahren und optische messanordnung zum messen einer wechselgrösse mit intensitätsnormierung
EP0865610B1 (de) Optisches messverfahren und optische messvorrichtung zum messen eines magnetischen wechselfeldes mit intensitätsnormierung
EP0602075B1 (de) Optischer sensor für rotationsbewegungen
EP0811170B1 (de) Verfahren und anordnung zum messen eines magnetfeldes unter ausnutzung des faraday-effekts mit kompensation von intensitätsänderungen
EP0864098B1 (de) Verfahren und anordnung zum messen einer messgrösse, insbesondere eines elektrischen stromes, mit hoher messauflösung
DE69204705T2 (de) Magnetfeldmesseinrichtung.
DE3039235A1 (de) "druckempfindlicher, faseroptischer sensor"
EP0786092B1 (de) Optisches messverfahren und optische messvorrichtung zum messen einer elektrischen wechselspannung oder eines elektrischen wechselfeldes mit temperaturkompensation
DE10044197B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur elektrooptischen Messung elektrischer Spannung
EP0904550B1 (de) Verfahren zur temperaturkalibrierung einer optischen magnetfeldmessanordnung und mit diesem verfahren kalibrierte messanordnung
EP0963557A1 (de) Anordnung zur messung einer elektrischen messgrösse mittels lichtsignale unterschiedlicher wellenlänge
DE19706858C1 (de) Verfahren zur Bestimmung der Drehrate
DE19717496C1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur magnetooptischen Strommessung
DE10220623A1 (de) Verfahren und Anordnung zur optischen Erfassung einer Messgröße mit Depolarisation des Lichtsignals

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition