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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zusammensetzung, die
in einem physiologisch akzeptablen Medium ein Wachs und ein spezielles
Polymer mit Amideinheit enthält
und die insbesondere auf dem Gebiet der Kosmetik eingesetzt werden
soll. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zum Schminken
oder zur kosmetischen Pflege von Keratinsubstanzen. Die Zusammensetzung
und das Verfahren zum Schminken oder zur Pflege gemäß der Erfindung
sind insbesondere für
menschliche Keratinsubstanzen, wie die Haut (einschließlich der
Kopfhaut), die Nägel,
die Keratinfasern und besonders in etwa längliche Keratinfasern, wie
Wimpern, Augenbrauen und Haare, vorgesehen. Die Erfindung bezieht
sich genauer auf Mascara.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann als Zusammensetzung zum Beschichten von Wimpern (insbesondere
Mascara), Eyeliner, Produkt für
Augenbrauen, Produkt für
die Lippen, Wangenrouge, Lidschatten, Make-up, Produkt zum Schminken
des Körpers,
Produkt für
die Pflege der Haut, einschließlich
der Kopfhaut und Produkt für
die Haare (Mascara für
die Haare, Spray) vorliegen.
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Die
Zusammensetzung zum Schminken kann außerdem auf Schminkaccessoires
(Träger)
aufgetragen werden, wie falsche Wimpern, Haarteile, Perücken, künstliche
Nägel oder
auch Pflaster oder Patches, die auf der Haut oder den Lippen haften
(vom Typ der Schönheitspflaster).
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Die
Zusammensetzungen zum Beschichten von Wimpern, die auch als Mascara
bezeichnet werden, enthalten in bekannter Weise im Allgemeinen mindestens
ein Wachs in Form einer Wachs-in-Wasser- Emulsion und mindestens ein filmbildendes
Polymer, um auf den Wimpern einen Film der Schminke abzuscheiden und
diese zu umhüllen,
wie dies beispielsweise in der Druckschrift WO-A-95/15741 beschrieben
wurde. Die Anwenderinnen erwarten bezüglich dieser Produkte gute
kosmetische Eigenschaften, wie die Haftung auf den Wimpern, eine
Verlängerung
oder eine Krümmung
der Wimpern oder auch eine zeitliche Beständigkeit der Mascara, insbesondere
eine gute Beständigkeit
gegenüber
Reibung, beispielsweise mit den Fingern oder Geweben (Taschentücher, Servietten).
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Die
guten Eigenschaften bezüglich
der Schminke wie Umhüllung,
Verlängerung
oder Krümmung
der Wimpern werden jedoch bei diesen Zusammensetzungen nur erhalten,
wenn mit einem Applikator, beispielsweise einem Mascarabürstchen,
eine große
Produktmenge auf den Wimpern abgeschieden wird. Wenn die Zusammensetzung
nicht auf den Wimpern haftet, muss die Anwenderin das mit dem Produkt
imprägnierte Bürstchen
mehrmals auf den Wimpern anwenden, so dass man zum Schminken und
um die gewünschten Schminkergebnisse
zu erhalten, eine bestimmte Zeit braucht. Diese Zeitspanne kann
jedoch von den unter zeitlichem Druck stehenden Anwenderinnen als
zu lang empfunden werden. Es gibt daher ein Bedürfnis dafür, Mascaras anzugeben, mit
denen die gewünschte
Schminke schnell und einfach gebildet werden kann.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Zusammensetzung
zum Schminken von Keratinsubstanzen und insbesondere Keratinfasern
wie Wimpern anzugeben, die sich leicht auf die Keratinsubstanzen
auftragen lässt
und die schnell zu einer Schminke mit guten kosmetischen Eigenschaften
führt.
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Die
Erfinder haben überraschend
festgestellt, dass durch die Verwendung eines speziellen Polymers mit
Amideinheit in einer Zusammensetzung, die eine Wachs-in-Wasser-Emulsion
enthält,
die Eigenschaften der Haftung der Zusammensetzung auf den Keratinsubstanzen
und insbesondere Keratinfasern wie Wimpern verbessert werden können. Die
Zusammensetzung lässt
sich leicht auf die Keratinsubstanzen auftragen und es ist möglich, die
Zusammensetzung schnell in einer Menge aufzubringen, die ausreichend
ist, damit eine Schminke erhalten wird, die die gewünschten
kosmetischen Eigenschaften besitzt. Man erhält insbesondere schnell eine
dicke Abscheidung der Schminke auf den Keratinsubstanzen, so dass
vermieden werden kann, dass die Anwenderinnen lange brauchen, um
die Zusammensetzung auf die Keratinsubstanzen aufzutragen.
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Bei
einer Mascara erhält
man daher eine Schminke, die die Keratinfasern und besonders die
Wimpern schnell dichter erscheinen lässt. Man stellt eine augenblickliche
Verdickung der Wimpern fest. Außerdem
führt die
Mascara zu einer schönen
Verlängerung
der geschminkten Wimpern.
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Die
Erfindung betrifft genauer eine Zusammensetzung, die in einem physiologisch
akzeptablen wässerigen
Medium eine Wachs-in-Wasser-Emulsion
und mindestens ein erstes Polymer mit einer gewichtsmittleren Molmasse
unter 100.000 enthält,
das ein Polymergerüst
enthält,
das Amideinheiten nicht als Seitenketten und mindestens eine Fettkette
als Seitenkette und/oder mindestens eine endständige Fettkette aufweist, die
gegebenenfalls funktionalisiert sein können und 6 bis 120 Kohlenstoffatome
aufweisen und an die Amideinheiten gebunden sind.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf ein kosmetisches Verfahren zum
Schminken oder für
die Pflege von menschlichen Keratin substanzen, das umfasst, auf
die Keratinsubstanzen eine oben definierte Zusammensetzung aufzutragen.
Das Verfahren wird vorzugsweise bei in etwa länglichen Keratinfasern angewandt, wie
Wimpern, Haaren und Augenbrauen und spezieller Wimpern.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung einer oben definierten
Zusammensetzung, um auf den Keratinsubstanzen eine haftende Abscheidung
zu bilden und/oder die Keratinsubstanzen schnell zu schminken.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung einer Mascara,
die eine oben definierte Zusammensetzung enthält, um die Wimpern schnell
zu verdichten und/oder zu verlängern.
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Die
Erfindung bezieht sich ferner auf die Verwendung der Kombination
aus mindestens einem ersten Polymer mit einer gewichtsmittleren
Molmasse unter 100.000 und besser unter 50.000, die a) ein Polymergerüst enthält, das
wiederkehrende Kohlenwasserstoffeinheiten aufweist, die mit mindestens
einer nicht als Seitenkette vorliegenden Amideinheit versehen sind,
und mindestens eine als Seitenkette vorliegende Fettkette und/oder
mindestens eine endständige
Fettkette besitzt, die gegebenenfalls funktionalisiert sind und
6 bis 120 Kohlenstoffatome aufweisen und an diese Amideinheiten
gebunden sind, und mindestens einem Wachs in einer physiologisch
akzeptablen, als Wasser-in-Wachs-Emulsion vorliegenden Zusammensetzung,
um auf den Keratinsubstanzen eine haftende Abscheidung zu bilden
und/oder die Keratinsubstanzen schnell zu schminken und/oder schnell
zu verdichten und/oder die Wimpern zu verlängern.
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Unter
einem physiologisch akzeptablen Medium ist ein nicht toxisches Medium
zu verstehen, das auf die Haut, die Hautanhangsge bilde oder die
menschlichen Lippen aufgetragen werden kann, wie beispielsweise ein
kosmetisches Medium.
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Unter "funktionalisierten
Ketten" werden im
Sinne der Erfindung Alkylketten verstanden, die eine oder mehrere
funktionelle oder reaktive Gruppen aufweisen, die insbesondere unter
den Gruppen Amid, Hydroxy, Ether, Oxyalkylen oder Polyoxyalkylen,
Halogen, darunter fluorierten oder perfluorierten Gruppen, Ester,
Siloxan und Polysiloxan ausgewählt
sind. Ferner können
die Wasserstoffatome einer oder mehrerer Fettketten zumindest teilweise
durch Fluoratome ersetzt sein.
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Diese
Ketten können
erfindungsgemäß direkt
an das Polymergerüst
gebunden sein oder über
eine Esterfunktion oder eine perfluorierte Gruppe.
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Unter
einem "Polymer" ist im Sinne der
vorliegenden Erfindung eine Verbindung mit mindestens zwei wiederkehrenden
Einheiten und vorzugsweise mindestens drei wiederkehrenden Einheiten
zu verstehen.
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Unter "wiederkehrenden Kohlenwasserstoffeinheiten" werden im Sinne
der vorliegenden Erfindung Einheiten mit 2 bis 80 Kohlenstoffatomen
und vorzugsweise 2 bis 60 Kohlenstoffatome verstanden, die Wasserstoffatome
und gegebenenfalls Sauerstoffatome tragen und die geradkettig, verzweigt
oder cyclisch, gesättigt
oder ungesättigt
vorliegen können.
Diese Einheiten umfassen ferner jeweils eine oder mehrere nicht
als Seitenketten vorliegende Amideinheiten und befinden sich in
dem Polymergerüst.
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Die
Seitenketten sind vorteilhaft direkt an mindestens eine Amideinheit
des Polymergerüsts
gebunden.
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Das
erste Polymer kann zwischen den Kohlenwasserstoffeinheiten Siliconeinheiten
oder Oxyalkyleneinheiten enthalten.
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Das
erste Polymer der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthält
ferner vorteilhaft 40 bis 98% Fettketten, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Amideinheiten und der Fettketten, und besser 50 bis 95%. Der
Mengenanteil der Amideinheiten ist von der Art der Fettkette abhängig und
ist insbesondere ähnlich
wie die polare Natur der Fettkette. Je mehr Amideinheiten proportional
im ersten Polymer vorliegen, was der Gegenwart von mehreren Amideinheiten
entspricht, desto größer ist
die Affinität
des ersten Polymers für
polare Öle.
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Das
erste Polymer der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
weist vorteilhaft eine gewichtsmittlere Molmasse unter 100.000 (insbesondere
im Bereich von 1 000 bis 50 000, insbesondere unter 50 000 (besonders
im Bereich von 1 000 bis 50 000), besonders 1 000 bis 30 000, vorzugsweise
2 000 bis 20 000 und noch besser 2 000 bis 10 000 auf.
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Das
erste Polymer und insbesondere das Polyamid ist besonders bei 25°C in Wasser
nicht löslich.
Es weist insbesondere keine ionische Gruppe auf.
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Bevorzugte,
erfindungsgemäß verwendbare
erste Polymere sind etwa die verzweigten Polyamide mit als Seitenketten
vorliegenden Fettketten und/oder endständigen Fettketten mit 6 bis
120 Kohlenstoffatomen und besser 8 bis 120 Kohlenstoffatomen und
insbesondere 12 bis 68 Kohlenstoffatomen, wobei jede endständige Fettkette
an das Polymergerüst über mindestens
eine Verbindungsgruppe und insbesondere eine Estergruppe gebunden
ist. Diese Polymere enthalten vorzugsweise an jedem Ende des Polymergerüsts eine
Fettkette. Von den weiteren Verbindungsgruppen können die Ethergruppen, Amingruppen,
Harnstoffgruppen, Urethangruppen, Thioestergruppen, Thioharnstoffgruppen
und Thiourethangruppen angegeben werden.
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Diese
ersten Polymere sind vorzugsweise Polymere, die bei der Polykondensation
einer Dicarbonsäure
mit mindestens 32 Kohlenstoffatomen (insbesondere 32 bis 44 Kohlenstoffatomen)
mit einer Aminogruppe gebildet werden, die unter den Diaminen mit
mindestens 2 Kohlenstoffatomen (insbesondere 2 bis 36 Kohlenstoffatomen)
und Triaminen mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen (insbesondere 2
bis 36 Kohlenstoffatomen) ausgewählt
ist. Die Disäure
ist vorzugsweise ein Dimer, das von einer ethylenisch ungesättigten
Fettsäure
mit mindestens 16 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise 16 bis 24 Kohlenstoffatomen
abgeleitet ist, wie Ölsäure, Linolsäure oder
Linolensäure.
Das Diamin ist vorzugsweise Ethylendiamin, Hexylendiamin oder Hexamethylendiamin.
Bei dem Triamin handelt es sich beispielsweise um Ethylentriamin.
Für Polymere,
die eine oder zwei endständige
Carbonsäuregruppen
enthalten, ist es vorteilhaft, diese mit einem Monoalkohol mit mindestens
4 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 10 bis 36 Kohlenstoffatomen, besser
12 bis 24 Kohlenstoffatomen und noch besser 16 bis 24 Kohlenstoffatomen,
beispielsweise 18 Kohlenstoffatomen, zu verestern.
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Diese
Polymere sind insbesondere in der Druckschrift US-A-5783657 von
der Firma Union Camp beschrieben worden. Diese Polymere besitzen
insbesondere die folgende Formel (I):
worin
n eine ganze Zahl von Amideinheiten bedeutet, die so gewählt ist,
dass die Anzahl der Estergruppen 10 bis 50% der Gesamtzahl der Estergruppen
und Amidgruppen ausmacht; R
1 jeweils unabhängig eine
Alkyl- oder Alkenylgruppe mit mindestens 4 Kohlenstoffatomen und
insbesondere 4 bis 24 Kohlenstoffatome bedeutet; R
2 jeweils
unabhängig
eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 4 bis 42 Kohlenstoffatomen bedeutet,
mit der Maßgabe,
dass 50% der Gruppen R
2 eine Kohlenwasserstoffgruppe
mit 30 bis 42 Kohlenstoffatomen bedeuten; R
3 jeweils
unabhängig
eine organische Gruppe ist, die mindestens 2 Kohlenstoffatome, Wasserstoffatome und
gegebenenfalls ein oder mehrere Sauerstoff- oder Stickstoffatome
aufweist; und R
4 jeweils unabhängig ein
Wasserstoffatom, eine C
1-10-Alkylgruppe
oder eine direkte Bindung zu R
3 oder einer
anderen Gruppe R
4 bedeutet, so dass das
Stickstoffatom, an das die Gruppen R
3 und
R
4 gleichzeitig gebunden sind, Teil einer
heterocyclischen Struktur R
4-N-R
3 ist, wobei mindestens 50% der Gruppen R
4 ein Wasserstoffatom bedeuten.
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Im
speziellen Fall der Formel (I) sind die gegebenenfalls funktionalisierten
endständigen
Fettketten im Sinne der vorliegenden Erfindung endständige Ketten,
die an das letzte Stickstoffatom des Polymergerüsts gebunden sind.
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Die
Estergruppen der Formel (I), die Teil der endständigen Fettketten und/oder
Seitenketten (im Sinne der vorliegenden Erfindung) sind, machen
insbesondere 15 bis 40% der Gesamtzahl der Estergruppen und Amidgruppen
und besser 20 bis 35% aus. n bedeutet ferner vorteilhaft eine ganze
Zahl von 1 bis 5 und besser über
2. Die Gruppe R1 ist vorzugsweise eine C12-22-Alkylgruppe und vorzugsweise eine C16-22-Alkylgruppe.
R2 kann vorteilhaft eine Kohlenwasserstoffgruppe
(Alkylengruppe) mit 10 bis 42 Kohlenstoffatomen sein. Mindestens
50% und besser mindestens 75% der Gruppen R2 sind
vorzugsweise Gruppen mit 30 bis 42 Kohlenstoffatomen. Die anderen
Gruppen R2 sind hydrierte Gruppen mit 4
bis 19 oder sogar 4 bis 12 Kohlenstoffatomen. R3 bedeutet
vorzugsweise eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 2 bis 36 Kohlenstoffatomen
oder eine polyalkoxylierte Gruppe und R4 ist
ein Wasserstoffatom. R3 ist vorzugsweise
eine Kohlenwasserstoffgruppe mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen.
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Die
Kohlenwasserstoffgruppen können
geradkettig, cyclisch oder verzweigt, gesättigt oder ungesättigt sein.
Im Übrigen
können
die Alkyl- und Alkylengruppen
geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Gruppen
sein.
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Die
Polymere der Formel (I) liegen im Allgemeinen in Form von Gemischen
von Polymeren vor, wobei diese Gemische ein Syntheseprodukt enthalten
können,
das einer Verbindung der Formel (I) entspricht, worin n 0 ist, d.
h. ein Diester.
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Als
Beispiele für
erste erfindungsgemäße Polymere
können
die Handelsprodukte angegeben werden, die von der Firma Arizona
Chemical unter den Bezeichnungen Uniclear 80 und Uniclear 100 im
Handel angeboten werden. Sie werden in Form eines Gels mit 80% (wirksame
Substanz) bzw. 100% (wirksame Substanz) verkauft. Sie besitzen einen
Erweichungspunkt von 88 bis 94°C.
Diese Handelsprodukte sind Gemische von Copolymeren einer C36-Disäure,
die mit Ethylen diamin kondensiert ist, mit einer gewichtsmittleren
Molmasse von etwa 6.000. Die endständigen Estergruppen werden
durch Veresterung der überbleibenden
endständigen Säuregruppen
mit Cetylalkohol, Stearylalkohol oder deren Gemischen (die auch
als Cetylstearylalkohol bezeichnet werden) gebildet.
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Von
den ersten Polymeren, die erfindungsgemäß verwendbar sind, können auch
die Polyamidharze genannt werden, die durch Kondensation einer aliphatischen
Dicarbonsäure
mit einem Diamin (einschließlich der
Verbindungen mit mehr als 2 Carbonylgruppen und 2 Aminogruppen gebildet
werden), wobei die Carbonylgruppe und Aminogruppe von angrenzenden
Einheiten über
eine Amidbindung kondensiert sind. Diese Polyamidharze sind insbesondere
unter der Marke Versamid® von den Firmen General
Mills, Inc. und Henkel Corp. (Versamid 930, 744 oder 1655) oder
von der Firma Olin Mathieson Chemical Corp. unter der Marke Onamid®,
insbesondere Onamid S oder C erhältlich.
Diese Harze haben eine gewichtsmittlere Molmasse von 6 000 bis 9
000. Für
weitere Informationen zu diesen Polyamiden kann auf die Druckschriften
US-A-3 645 705 und US-A-3 148 125 verwiesen werden. Spezieller werden
Versamid® 930
oder 744 verwendet.
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Es
können
auch die Polyamide verwendet werden, die von der Firma Arizona Chemical
unter den Referenzen Uni-Rez (2658, 2931, 2970, 2621, 2613, 2624,
2665, 1554, 2623, 2662) vertrieben werden, und das Produkt, das
unter der Referenz Macromelt 6212 von Henkel erhältlich ist. Für mehr Information
zu diesen Polyamiden kann auf die Druckschrift US-A-5 500 209 verwiesen
werden.
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Es
ist auch möglich,
Polyamidharze zu verwenden, die aus Gemüse stammen, wie beispielsweise
solche, die in den Patenten US-A-5 783 657 und US-A-5 998 570 beschrieben
sind.
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Das
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthaltene erste Polymer hat vorteilhaft eine Erweichungstemperatur über 65°C, die bis
zu 190°C
betragen kann. Vorzugsweise hat es eine Erweichungstemperatur von
70 bis 130°C
und besser 80 bis 105°C.
Das erste Polymer ist insbesondere ein nicht wachsiges Polymer.
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Das
erste Polymer gemäß der Erfindung
entspricht vorzugsweise der oben angegebenen Formel (I). Dieses
erste Polymer weist wegen seiner Fettkette(n) eine große Stabilität in Ölen auf
und führt
daher zu Zusammensetzungen, die auch mit einem hohen Gehalt (mindestens
25%) des Polymers makroskopisch homogen sind, im Gegensatz zu Polymeren,
die keine Fettkette enthalten.
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Das
erste Polymer kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung in einer
Menge von 0,01 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der
Zusammensetzung, vorzugsweise 0,05 bis 5 Gew.-% und besser 0,1 bis
3 Gew.-% enthalten sein.
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Die
Fettphase der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann ein Wachs enthalten. Unter "Wachs" wird im Sinne der
vorliegenden Erfindung eine lipophile Fettsubstanz verstanden, die
bei Umgebungstemperatur (25°C)
und Atmosphärendruck
(760 mm Hg, d. h. 105 Pa) fest ist, eine
reversible Zustandsänderung fest/flüssig aufweist
und eine Schmelztemperatur über
30°C und
besser über
55°C besitzt,
die bis zu 200°C und
insbesondere bis zu 120°C
betragen kann. Wenn das Wachs auf seine Schmelztemperatur erwärmt wird, ist
es möglich,
es mit Ölen
mischbar zu machen und ein mikroskopisch homogenes Gemisch zu bilden,
wenn die Temperatur des Gemisches jedoch auf Raumtemperatur gesenkt
wird, rekristallisiert das Wachs in den Ölen der Mischung.
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Die
Schmelzpunktwerte entsprechen gemäß der Erfindung dem Schmelzpeak,
der mit Differentialthermoanalyse (D. S. C.), beispielsweise unter
Verwendung des Calorimeters, das unter der Bezeichnung DSC 30 von
der Firma METLER im Handel ist, mit einem Temperaturanstieg von
5 oder 10°C
pro Minute gemessen wird.
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Wachse
sind im Sinne der vorliegenden Erfindung solche Wachse, die gewöhnlich in
der Kosmetik und Dermatologie verwendet werden. Es können insbesondere
Bienenwachs, Lanolinwachs, Chinawachse; Reiswachs, Carnaubawachs,
Candellilawachs, Ouricurywachs, Korkfaserwachs, Zuckerrohrwachs,
Japanwachs und Sumachwachs; Montanwachs, mikrokristalline Wachse,
Paraffinwachse, Ozokerite, Ceresinwachs, Lignit, Polyethylenwachse,
durch Fischer-Tropsch-Synthese
hergestellte Wachse, Fettsäureester
und Glyceride, die bei 40°C
und besser mehr als 55°C
fest sind, angegeben werden.
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Es
können
auch die Wachse angegeben werden, die durch katalytische Hydrierung
von tierischen oder pflanzlichen Ölen mit geradkettigen oder
verzweigten Fettketten mit 8 bis 32 Kohlenstoffatomen gebildet werden.
Von diesen sind insbesondere hydriertes Jojobaöl, hydriertes Sonnenblumenöl, hydriertes
Ricinusöl, hydriertes
Kopraöl
und hydriertes Lanolinöl
zu nennen.
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Es
können
auch Siliconwachse oder fluorierte Wachse genannt werden.
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Die
in der Zusammensetzung vorliegenden Wachse können in Form von Partikeln
in einem wässerigen
Medium dispergiert sein. Diese Partikel können eine mittlere Größe von 50
nm bis 10 μm
und vorzugsweise 50 nm bis 3,5 μm
besitzen.
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Das
Wachs kann insbesondere als Wachs-in-Wasser-Emulsion vorliegen,
wobei die Wachse in Form von Partikeln mit einer Größe von 1
bis 10 μm
und vorzugsweise 1 bis 3, 5 μm
enthalten sein können.
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Nach
einer anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann das Wachs als Wachsmikrodispersion vorliegen, wobei das Wachs
in Form von Partikeln vorliegt, deren mittlere Größe unter
1 μm liegt
und insbesondere im Bereich von 50 bis 500 nm. Wachsmikrodispersionen
sind in den Druckschriften EP-A 557 196 und EP-A-1 048 282 beschrieben
worden.
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Das
Wachs kann eine Härte
von 0,05 bis 15 MPa und vorzugsweise 6 bis 15 MPa besitzen. Die
Härte wird
durch Messung der Kompressionskraft ermittelt, die bei 20°C mit einem
Texturmessgerät
gemessen wird, das unter der Bezeichnung TA-XT2i von der Firma RHEO
auf dem Markt ist, wobei das Texturanalysegerät mit einem Zylinder aus Edelstahl
mit einem Durchmesser von 2 mm ausgestattet ist, das sich mit einer
Messgeschwindigkeit von 0,1 mm/s bewegt und in das Wachs bis in
eine Eindringtiefe von 0,3 mm eindringt. Zur Durchführung der
Härtemessung
wird das Wachs bei einer Temperatur geschmolzen, die dem Schmelzpunkt des
Wachses +20°C
entspricht. Das Wachs wird in einen Behälter mit 30 mm Durchmesser
und 20 mm Höhe gegossen.
Das Wachs kristallisiert während
24 Stunden bei Raumtemperatur (25°C)
wieder, worauf es mindestens eine Stunde bei 20°C aufbewahrt wird, bevor die
Härtemessung
erfolgt. Der Wert der Härte
ist die gemessene Kompressionskraft, dividiert durch die Oberfläche des
Zylinders des Texturanalysegeräts
in Kontakt mit dem Wachs.
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Das
Wachs kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einer Menge von 0,1 bis 50 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 0,5 bis 30 Gew.-%, und besser
1 bis 20 Gew.-% enthalten sein.
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Das
erste Polymer und das Wachs können
in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
vorteilhaft in einem Gewichtsverhältnis Wachs/erstes Polymer
von 5 bis 60, vorzugsweise 7 bis 50 und besser 10 bis 40 enthalten
sein.
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Die
wässerige
Phase stellt die kontinuierliche Phase der Zusammensetzung dar.
Die wässerige
Phase kann im Wesentlichen aus Wasser bestehen; sie kann auch ein
Gemisch von Wasser und mindestens einem mit Wasser mischbaren Lösungsmittel
(Mischbarkeit in Wasser bei 25°C über 50 Gew.-%)
enthalten, wie niedere Monoalkohole mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen,
wie Ethanol, Isopropanol, Glykole mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen,
wie Propylenglykol, Ethylenglykol, 1,3-Butylenglykol, Dipropylenglykol,
C3-4-Ketone, C2-4-Aldehyde.
Das mit Wasser mischbare Lösungsmittel
kann in einer Menge von 0,1 bis 20 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 0,1 bis 10 Gew.-%, enthalten sein.
Der Mengenanteil des mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittels
macht insbesondere 0,1 bis 30% des Gewichts des in der Zusammensetzung
vorliegenden Wassers aus.
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Die
wässerige
Phase (Wasser und gegebenenfalls mit Wasser mischbare organisches
Lösungsmittel) kann
einen Mengenanteil von 1 bis 95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung, vorzugsweise 5 bis 80 Gew.-% und besser 10
bis 60 Gew.-% ausmachen.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann emulgierende grenzflächenaktive
Stoffe enthalten, die insbesondere in einem Mengenanteil von 2 bis
30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, und
besser 5 bis 15% enthalten sind. Diese grenzflächenaktiven Stoffe können unter
den anionischen oder nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffen ausgewählt werden.
Es kann auf die Druckschrift "Encyclopedia
of Chemical Technology, KIRKOTHMER", Band 22, S. 333–432, 3. Ausgabe, 1979, WILEY,
für die Definition
der Eigenschaften und Funktionen (Emulgator) grenzflächenaktiver
Stoffe verwiesen werden, insbesondere auf die S. 347–377 dieser
Referenz bezüglich
der anionischen und nichtionischen grenzflächenaktiven Stoffe.
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Die
grenzflächenaktiven
Stoffe, die in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
bevorzugt verwendet werden, sind ausgewählt unter:
- – von den
nichtionischen grenzflächenaktiven
Stoffen: Fettsäuren,
Fettalkoholen, polyethoxylierten oder mehrfach mit Glycerin veretherten
Fettalkoholen, wie polyethoxyliertem Stearylalkohol oder polyethoxyliertem
Cetylstearylalkohol, Saccharosefettsäureestern, Alkylglucoseestern,
insbesondere C1-6-Alkylglucosefettsäureestern,
die polyethoxyliert sind, und deren Gemischen;
- – von
den anionischen grenzflächenaktiven
Stoffen: C16-30-Fettsäuren, die mit Aminen, Ammoniak
oder Alkalisalzen neutralisiert sind, und deren Gemischen.
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Vorzugsweise
werden grenzflächenaktive
Stoffe verwendet, mit denen die Herstellung von Öl-in-Wasser-Emulsionen oder
Wachs-in-Wasser-Emulsionen
möglich
ist.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann mindestens ein zweites zusätzliches
filmbildendes Polymer enthalten, das von dem oben beschriebenen
ersten Polymer verschieden ist.
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Das
zweite filmbildende Polymer kann in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
in einem Trockensubstanzgehalt von 0,1 bis 60 Gew.-%, bezogen auf
das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, vorzugsweise 0,5 bis 40 Gew.-%
und besser 1 bis 30 Gew.-% enthalten sein.
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In
der vorliegenden Anmeldung wird unter einem "filmbildenden Polymer" ein Polymer verstanden,
das befähigt
ist, alleine oder in Gegenwart eines Hilfsmittels für die Filmbildung
einen kontinuierlichen und auf einem Träger, insbesondere Keratinsubstanzen,
haftenden Film zu bilden.
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Es
wird vorzugsweise ein filmbildendes Polymer verwendet, das einen
hydrophoben Film bilden kann, d. h., ein Polymer, dessen Film bei
25°C eine
Löslichkeit
in Wasser unter 1 Gew.-% aufweist.
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Von
den in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
verwendbaren filmbildenden Polymeren können die synthetischen Polymere
vom radikalischen Typ oder vom Polykondensattyp, die Polymere natürlicher Herkunft
und deren Gemische angegeben werden.
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Unter
einem radikalischen filmbildenden Polymer werden Polymere verstanden,
die durch Polymerisation von Monomeren mit ungesättigter Bindung und insbesondere
ethylenisch ungesättigter
Bindung hergestellt werden, wobei jedes Monomer zur Homopolymerisation
(im Gegensatz zu Polykondensaten) befähigt ist.
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Die
filmbildenden Polymere vom radikalischen Typ können insbesondere Vinylpolymere
oder Vinylcopolymere und besonders Acrylpolymere sein.
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Die
filmbildenden Vinylpolymere können
bei der Polymerisation von Monomeren mit ethylenischer Bindung,
die mindestens eine Säuregruppe
enthalten, und/oder Estern solcher Säuremonomere und/oder Amiden dieser
Säuremonomere
gebildet werden. Von den Monomeren mit Säuregruppe können die α,β-ethylenisch ungesättigten
Carbonsäuren,
wie Acrylsäure,
Methacrylsäure,
Crotonsäure,
Maleinsäure,
Itaconsäure
und deren Gemische verwendet werden. Es werden vorzugsweise (Meth)acrylsäure und
Crotonsäure
und insbesondere (Meth)acrylsäure
verwendet.
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Die
Ester der Säuremonomere
sind vorteilhaft unter den Estern von (Meth)acrylsäure (die
auch als (Meth)acrylate bezeichnet werden), insbesondere Alkyl(meth)acrylaten,
besonders C1-30-Alkyl(meth)acrylaten und
vorzugsweise C1-20-Alkyl(meth)acrylaten,
Aryl(meth)acrylaten und besonders C6-10-Aryl(meth)acrylaten, Hydroxyalkyl(meth)acrylaten
und insbesondere C2-6-Hydroxy(meth)acrylaten
ausgewählt.
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Von
den Alkyl(meth)acrylaten sind Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat,
Butylmethacrylat, Isobutylmethacrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat,
Laurylmethacrylat, Cyclohexylmethacrylat und deren Gemische zu nennen.
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Von
den Hydroxyalkyl(meth)acrylaten kommen Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat,
Hydroxyethylmethacrylat und 2-Hydroxypropylmethacrylat in Betracht.
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Von
Aryl(meth)acrylaten können
Benzylacrylat und Phenylacrylat angegeben werden.
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Besonders
bevorzugte (Meth)acrylsäureester
sind die Alkyl(meth)acrylate.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Alkylgruppe der Ester entweder fluoriert oder
perfluoriert sein, d. h., ein Teil der Wasserstoffatome oder alle
Wasserstoffatome der Alkylgruppe sind durch Fluoratome ersetzt.
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Von
den Amiden der Säuremonomere
können
beispielsweise die (Meth)acrylamide und insbesondere die N-Alkyl(meth)acrylamide
genannt werden, wobei die Alkylgruppe insbesondere 2 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist.
Von den N-Alkyl(meth)acrylamiden sind N-Ethylacrylamid, N-t-Butylacrylamid,
N-t-Octylacrylamid und N-Undecylacrylamid zu nennen.
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Die
filmbildenden Vinylpolymere können
auch bei der Homopolymerisation oder Copolymerisation von Monomeren
gebildet werden, die unter den Vinylestern und Styrolmonomeren ausgewählt sind.
Diese Monomere können
insbesondere mit Säuremonomeren
und/oder deren Estern und/oder deren Amiden, wie den oben angegebenen,
polymerisiert werden.
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Beispiele
für Vinylester
sind etwa Vinylacetat, Vinylneodecanoat, Vinylpivalat, Vinylbenzoat
und Vinyl-t-butylbenzoat und deren Gemische.
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Als
Styrolmonomere können
Styrol und α-Methylstyrol
angegeben werden.
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Die
angegebene Liste der Monomere ist nicht einschränkend zu verstehen und es ist
möglich,
alle dem Fachmann bekannten Monomere aus den Gruppen der Acrylmonomere
und Vinylmonomere (einschließlich der
mit einer Siliconkette modifizierten Monomere) zu verwenden.
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Von
den filmbildenden Polykondensaten können auch die Polyurethane,
Polyester, Polyesteramide, Polyamide, Epoxyesterharze und Polyharnstoffe
angegeben werden.
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Die
Polyurethane können
unter den anionischen, kationischen, nichtionischen oder amphoteren
Polyurethanen, Polyurethanacrylverbindungen, Polyurethan-polyvinylpyrrolidonen,
Polyester-polyurethanen,
Polyether-polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyharnstoff-Polyurethanen
und deren Gemischen ausgewählt
werden.
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Die
Polyester können
in bekannter Weise durch Polykondensation von Dicarbonsäuren mit
Polyolen und insbesondere Diolen erhalten werden.
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Die
Dicarbonsäure
kann aliphatisch, alicyclisch oder aromatisch sein. Als Beispiele
für solche
Säuren können angegeben
werden: Oxalsäure,
Malonsäure,
Dimethylmalonsäure,
Bernsteinsäure,
Glutarsäure,
Adipinsäure,
Pimelinsäure,
2,2-Dimethylglutarsäure,
Azelainsäure,
Suberinsäure,
Sebacinsäure,
Fumarsäure, Maleinsäure, Itaconsäure, Phthalsäure, Dodecandisäure, 1,3-Cyclohexandicarbonsäure, 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, Isophthalsäure, Terephthalsäure, 2,5-Norborandicarbonsäure, Diglykolsäure, Thiodipropionsäure, 2,5-Naphthalindicarbonsäure, 2,6-Naphthalindicarbonsäure und
deren Gemische. Die Carbonsäuremonomere
können
einzeln oder als Kombination von mindestens zwei Dicarbonsäuremonomeren
verwendet werden. Von diesen Monomeren werden bevorzugt Phthalsäure, Isophthalsäure und
Terephthalsäure
gewählt.
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Das
Diol kann unter den aliphatischen, alicyclischen und aromatischen
Diolen ausgewählt
werden. Es wird vorzugsweise ein Diol gewählt, das ausgewählt ist
unter: Ethylenglykol, Diethylenglykol, Triethylenglykol, 1,3-Propandiol,
Cyclohexandimethanol, 4-Butandiol und deren Gemischen.
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Als
weitere Polyole können
Glycerin, Pentaerythrit, Sorbit und Trimethylolpropan verwendet
werden.
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Die
Polyesteramide können
analog zu den Polyestern durch Polykondensation von Disäuren mit
Diaminen oder Aminoalkoholen hergestellt werden. Als Diamin kann
man Ethylendiamin, Hexamethylendiamin, m- oder p-Phenylendiamin
verwenden. Als Aminoalkohol kann das Monoethanolamin verwendet werden.
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Der
Polyester kann außerdem
mindestens ein Monomer enthalten, das mindestens eine Gruppe –SO3M aufweist, wobei M ein Wasserstoffatom,
das Ammoniumion NH4 + oder
ein Metallion, wie beispielsweise Na+, Li+, K+, Mg2+, Ca2+, Cu2+, Fe2+, Fe3+ bedeutet. Es wird insbesondere ein bifunktionelles
aromatisches Monomer verwendet, das eine solche -SO3M-Gruppe
trägt.
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Der
aromatische Kern des bifunktionellen aromatischen Monomers, der
eine oben definierte Gruppe -SO3M trägt, kann
beispielsweise unter den Ringen Benzol, Naphthalin, Anthracen, Diphenyl,
Oxydiphenyl, Sulfonyldiphenyl und Methylendiphenyl ausgewählt werden.
Als Beispiel für
ein solches bifunktionelles aromatisches Monomer mit einer Gruppe
-SO3M kann genannt werden: Sulfoisophthalsäure, Sulfoterephthalsäure, Sulfophthalsäure, 4-Sulfonaphthalin-2,7-dicarbonsäure und
deren Gemische. In den Zusammensetzungen, die der Gegenstand der
Erfindung sind, werden bevorzugt Copolymere auf der Basis Isophthalat/Sulfoisophthalat
und insbesondere Copolymere verwendet, die durch Kondensation von
Diethylenglykol, Cyclohexandimethanol, Isophthalsäure, Sulfoisophthalsäure und
deren Gemischen hergestellt werden. Solche Polymere werden beispielsweise unter
den Markennamen Eastman AQ von der Firma Eastman Chemical Products
vertrieben.
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Die
Polymere natürlicher
Herkunft, die gegebenenfalls modifiziert sind, können unter Schellack, Sandarack,
Dammarharzen, Elemi, Kopalen, Cellulosepolymeren, die in Wasser
unlöslich
sind, und deren Gemischen ausgewählt
werden.
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Nach
einer ersten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann das zweite filmbildende Polymer in Form von Partikeln in wässriger
Dispersion vorliegen, die im Allgemeinen unter der Bezeichnung Latex
oder Pseudolatex bekannt ist.
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Von
den erfindungsgemäß verwendbaren
filmbildenden Acrylpolymere kommen in Betracht: die Polymere, die
unter den Bezeichnungen NEOCRYL XK-90®, NEOCRYL
A-1070®,
NEOCRYL A-1090®,
NEOCRYL BT-62®,
NEOCRYL A-1079®,
NEOCRYL A-523® von
der Firma AVECIA-NEORESINS, DOW LATEX 432® von der
Firma DOW CHEMICAL, DAITOSOL 5000 AD® von
der Firma DAITO KASEY KOGYO, im Handel sind, oder die wässrige Polyurethandispersion,
die unter der Bezeichnung NEOREZ R-981®, NEOREZ
R-974® von der
Firma AVECIA-NEORESINS, AVALURE UR-405®, AVALURE
UR-410®,
AVALURE UR-425®,
AVALURE UR-450®,
SANCURE 875®,
SANCURE 861®,
SANCURE 878®,
SANCURE 2060® von
der Firma GOODRICH, IMPRANIL 85® von
der Firma BAYER, und AQUAMERE H-1511® von
der Firma HYDROMER im Handel sind.
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Als
wässrige
Dispersion eines filmbildenden Polymers können auch die Polymerdispersionen
genannt werden, die bei der radikalischen Polymerisation eines oder
mehrerer radikalisch polymerisierbarer Monomere im Inneren und/oder
zum Teil an der Oberfläche
von be reits vorhandenen Partikeln mindestens eines Polymers, das
unter den Polyurethanen, Polyharnstoffen, Polyestern, Polyesteramiden
und/oder Alkydharzen ausgewählt
ist, erhalten werden. Diese Polymere werden im Allgemeinen als Hybridpolymere
bezeichnet.
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Nach
einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
kann das filmbildende Polymer ein wasserlösliches Polymer sein und somit
in der wässerigen
Phase der Zusammensetzung in solubilisierter Form enthalten sein.
Als Beispiele für
wasserlösliche
filmbildende Polymere können
angegeben werden:
- – Proteine, wie Proteine pflanzlicher
Herkunft, beispielsweise Weizenprotein, Sojaprotein; Proteine tierischer
Herkunft, wie Keratine, beispielsweise Keratinhydrolysat und Sulfokeratine;
- – Chitinpolymere
oder Chitosanpolymere, die anionisch, kationisch, amphoter oder
nichtionisch sind;
- – Cellulosepolymere,
wie Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Methylcellulose,
Ethylhydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose sowie die quaternisierten
Derivate von Cellulose;
- – Acrylpolymere
oder Acrylcopolymere, beispielsweise Polyacrylate oder Polymethacrylate;
- – Vinylpolymere,
wie Polyvinylpyrrolidone, Copolymere von Methylvinylether und Maleinsäureanhydrid,
Copolymere von Vinylacetat und Crotonsäure, Copolymere von Vinylpyrrolidon
und Vinylacetat; Copolymere von Vinylpyrrolidon und Caprolactam;
Polyvinylalkohol;
- – Polymere
natürlicher
Herkunft, die gegebenenfalls modifiziert sind, wie:
- • Gummi
Arabicum, Guargummi, Xanthanderivate, Karayagummi;
- • Alginate
und Carraghenane;
- • Glycosaminoglycane,
Hyaluronsäure
und ihre Derivate;
- • Schellack,
Sandarak, Dammarharze, Elemi und Kopale;
- • Desoxyribonucleinsäure;
- • Muccopolysaccharide,
wie Hyaluronsäure,
Chondroitinsulfat und deren Gemische.
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Die
Größe der Polymerpartikel,
die in der wässerigen
Phase dispergiert sind, kann im Bereich von 5 bis 600 nm und vorzugsweise
20 bis 300 nm liegen.
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Die
Zusammensetzung kann auch ein Hilfsmittel für die Filmbildung enthalten,
das die Bildung eines Films mit dem filmbildenden Polymer fördert. Ein
solches Mittel zur Filmbildung kann unter allen Verbindungen ausgewählt werden,
von denen der Fachmann weiß,
dass sie die gewünschte
Funktion erfüllen,
insbesondere unter den Weichmachern und Koaleszenzmitteln.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner auch ein Farbmittel enthalten, beispielsweise pulverförmige Farbmittel,
fettlösliche
Farbmittel, wasserlösliche
Farbmittel. Das Farbmittel kann in einem Mengenanteil von 0,01 bis
30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung, enthalten
sein.
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Die
pulverförmigen
Farbmittel können
unter den Pigmenten und Perlglanzpigmenten ausgewählt werden.
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Die
Pigmente können
weiß oder
farbig, anorganisch und/oder organisch, umhüllt oder nichtumhüllt sein.
Es können
von den anorganischen Pigmenten insbesondere Titandioxid, das gegebenenfalls
an der Oberfläche
behandelt ist, Dioxide von Zirconium, Zink oder Cer, sowie die Oxide
von Eisen oder Chrom, Manganviolett, Ultramarinblau, Chromhydrat
und Eisenblau angegeben werden. Von den organischen Pigmenten sind
Ruß, die
Pigmente vom Typ D&C,
die Lacke auf der Basis von Cochenillekarmin, Barium, Strontium,
Calcium oder Aluminium genannt werden.
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Die
Perlglanzpigmente können
unter den weißen
Perlglanzpigmenten, wie mit Titan oder Bismuthoxidchlorid beschichteten
Glimmerpigmenten, farbigen Glimmerpigmenten, beispielsweise Titanglimmerpigmenten
mit Eisenoxiden, Titanglimmerpigmenten insbesondere mit Eisenblau
oder Chromoxid, Titanglimmerpigmenten mit einem organischen Pigment
vom vorgenannten Typ sowie Perlglanzpigmenten auf der Basis von Bismuthoxidchlorid
ausgewählt
werden.
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Die
fettlöslichen
Farbstoffe sind beispielsweise Sudanrot, D&C Red 17, D&C Green 6, β-Carotin, Sojaöl, Sudanbraun,
D&C Yellow 11,
D&C Violet 2,
D&C Orange 5,
Chinolingelb und Orlean. Die wasserlöslichen Farbstoffe sind beispielsweise
Rote Beet-Saft und Methylenblau.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann ferner beliebige Zusatzstoffe enthalten, die gewöhnlich in
der Kosmetik verwendet werden, wie Antioxidantien, Füllstoffe,
Konservierungsmittel, Parfums, Neutralisationsmittel, Verdickungsmittel,
kosmetische oder dermatologische Wirkstoffe, beispielsweise Emollientien, Hydratisierungsmittel,
Vitamine, Sonnenschutzfilter und deren Gemische. Die Zusatzstoffe
können
in der Zusammensetzung in einem Mengenanteil von 0 bis 20% (insbesondere
0,01 bis 20% des Gesamtgewichts der Zusammensetzung und besser 0,01
bis 10% (falls welche enthalten sind) vorliegen.
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Der
Fachmann wird natürlich
die gegebenenfalls vorliegenden ergänzenden Zusatzstoffe und/oder
deren Mengenanteile so auswählen,
dass die vorteilhaften Eigenschaften der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
durch den beabsichtigten Zusatz nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
kann nach bekannten Verfahren hergestellt werden, die gewöhnlich in
der Kosmetik oder Dermatologie eingesetzt werden.
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Die
Erfindung wird durch die folgenden Beispiele detaillierter erläutert.
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Beispiel 1:
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Es
wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
| – Carnaubawachs | 2,6
g |
| – Bienenwachs | 3,3
g |
| – Paraffinwachs | 10,4
g |
| – hydriertes
Jojobaöl | 0,2
g |
| – hydriertes
Palmöl | 0,2
g |
| – Polyamidharz
mit endständigen
Estergruppen, unter der Bezeichnung "UNICLEAR® 100
von der Firma Arizona Chemical erhältlich | 1
g |
| – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol | 0,8
g |
| – Triethanolamin | 2,4
g |
| – Stearinsäure | 6,6
g |
| – Hydroxyethylcellulose | 0,8
g |
| – Gummi
Arabicum | 0,6
g |
| – Ethylacrylat/Methylmethacrylat-Copolymer
(80/20) in wässeriger
Dispersion mit 50% WS (DAITOSOL 5000 AD von SAITO) | 5
g WS |
| – schwarzes
Eisenoxid | 7
g |
| – Konservierungsmittel | qs |
| – Wasser | ad
100 g |
-
Diese
Mascara lässt
sich leicht auftragen und haftet auf den Wimpern während und
nach dem Aufbringen gut; die Wimpern werden schnell geschminkt.
Die Mascara macht die Wimpern sofort füllig.
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Beispiel 2:
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Es
wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
| – Bienenwachs | 7,1
g |
| – hydriertes
Jojobaöl | 7,1
g |
| – Polyamidharz
mit endständigen
Estergruppen, unter der Bezeichnung "UNICLEAR® 100
von der Firma Arizona Chemical erhältlich | 0,
5 g |
| – Polybutylen | 1
g |
| – Hydroxyethylcellulose/Diallyldimethylammoniumchlorid-Copolymer (Celquat
LOR von der Firma National Starch) | 3,8
g |
| – Glycerylmono-
und -distearat (Tegin M von der Firma Goldschmidt) | 2,1
g |
| – mit 30
Mol Ethylenoxid ethoxyliertes Glycerylmonostearat (Tagat S von der
Firma Goldschmidt) | 5,5
g |
| – schwarzes
Eisenoxid | 7
g |
| – Konservierungsmittel | qs |
| – Wasser | ad
100 g |
-
Diese
Mascara haftet auf den Wimpern während
des Auftragens und nach dem Auftragen gut. Die Wimpern werden sofort
fülliger.
-
Beispiel 3:
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- a) Es wird eine Mikrodispersion aus Carnaubawachs
mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
- – Carnaubawachs
27 g
- – polyethoxyliertes
(30 EO) Glycerylmonostearat (TAGAT S von GOLDSCHMIDT) 6,75 g
- – Ethanol
10 g
- – Wasser
ad 100 g
Das Wachs und der grenzflächenaktive Stoff werden auf
90°C erwärmt; wobei
das Gemisch unter mäßigem Rühren homogenisiert
wird. Dann gibt man auf 90°C
erwärmtes
Wasser zu, wobei weiter gerührt
wird. Man kühlt
auf Raumtemperatur ab und gibt das Ethanol zu, um eine Wachsmikrodispersion
herzustellen, wobei der mittlere Durchmesser der Wachspartikel etwa
170 nm beträgt.
- b) Es wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
- – Wachsmikrodispersion
des Beispiels 1 5 g
- – Carnaubawachs
1,5 g
- – Bienenwachs
3,6 g
- – Paraffinwachs
11,5 g
- – hydriertes
Jojobaöl
0,2 g
- – hydriertes
Palmöl
0,2 g
- – Polyamidharz
mit endständigen
Estergruppen, unter der Bezeichnung "UNICLEAR® 100" von der Firma Arizona
Chemical erhältlich
0,5 g
- – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol
0,8 g
- – Triethanolamin
2,4 g
- – Stearinsäure 6,6
g
- – Hydroxyethylcellulose
0,8 g
- – Gummi
Arabicum 0,6 g
- – Ethylacrylat/Methylmethacrylat-Copolymer
(80/20) in wässeriger
Dispersion mit 50% WS (DAITOSOL 5000 AD von SAITO) 5 g WS
- – schwarzes
Eisenoxid 7 g
- – Konservierungsmittel
qs
- – Wasser
ad 100 g
Diese Mascara lässt
sich leicht auftragen, haftet auf den Wimpern während des Auftragens und nach
dem Aufbringen gut; diese sind schnell geschminkt.
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Beispiel 4:
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Es
wird eine Mascara mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
| – Carnaubawachs | 2,9
g |
| – Bienenwachs | 3,6
g |
| – Paraffinwachs | 11,5
g |
| – hydriertes
Jojobaöl | 0,2
g |
| – hydriertes
Palmöl | 0,2
g |
| – Polyamidharz
mit endständigen
Estergruppen, unter der Bezeichnung "UNICLEAR® 100" von der Firma Arizona
Chemical erhältlich | 2
g |
| – 2-Amino-2-methyl-1,3-propandiol | 0,8
g |
| – Triethanolamin | 2,4
g |
| – Stearinsäure | 6,6
g |
| – Hydroxyethylcellulose | 0,8
g |
| – Gummi
Arabicum | 0,6
g |
| – Ethylacrylat/Methylmethacrylat-Copolymer
(80/20) in wässeriger
Dispersion mit 50% WS (DAITOSOL 5000 AD von SAITO) | 2,5
g WS |
| – schwarzes
Eisenoxid | 7
g |
| – Konservierungsmittel | qs |
| – Wasser | ad
100 g |
-
Diese
Mascara lässt
sich leicht auftragen, haftet auf den Wimpern während des Auftragens und nach dem
Auftragen gut; diese sind schnell geschminkt. Man stellt unmittelbar
fest, dass die Wimpern fülliger
sind.