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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spannvorrichtung für ein Sägeblatt
einer Stichsäge,
umfassend ein Befestigungselement mit einer aufnehmenden Aussparung
zum Aufnehmen des Endes des Sägeblattes
zum festen Einspannen und Klemmmittel, welche am Sägeblatt
eingreifen und welche sich zwischen dem Sägeblatt und einer schräg in Richtung
des Sägeblattes
verlaufenden Wand der aufnehmenden Aussparung befinden und welche
Mittel über
einen im Wesentlichen kreisförmigen
Querschnitt verfügen.
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Solch
eine Spannvorrichtung ist an der Kolben-Pleuelstange einer Stichsäge verbunden.
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Eine
Spannvorrichtung der oben angegebenen Ausführung ist aus
EP 0 792 713 A2 bekannt. Die
Klemmmittel sind hierbei aus einem Stift gebildet, welcher an einer
Seite des Sägeblattes
eingreift und welcher sich zwischen dem Sägeblatt und der schrägen Seite
der aufnehmenden Aussparung zum Aufnehmen des Endes des Sägeblattes
befindet. Eine selbsteinspannende Kraft ist unter Verwendung solch einer
Ausführung
erzeugt. Um diese Spannkraft zu lösen und um das Sägeblatt
von der Spannvorrichtung zu entfernen wird ein am Stift angreifender
Hebel gegen die am Stift angreifende Spannung der Federn gekippt.
Während
des Kippens des Hebels wird der Stift entlang der schräg verlaufenden
Wand der aufnehmenden Aussparung vom Sägeblatt weggeschoben. Zum Lösen des
Sägeblattes
muss die aus der Spannkraft resultierende Gleitreibung überwunden
werden.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung
für ein
Sägeblatt
einer Stichsäge
in einer verbesserten Ausführung
bereitzustellen. Die Spannvorrichtung ist für diesen Zweck dadurch gekennzeichnet,
dass die Klemmmittel aus zwei Paaren von Klemmelementen mit einem
im Wesentlichen zylindrischen Querschnitt bestehen, welche in einem
wechselseitigen Abstand zueinender liegen und von denen sich jedes
auf einer Seite des Sägeblattes
befindet. Dies gewährleistet,
dass das Sägeblatt
auch im Klemmelement schräg
zu seiner breiten Seite festgehalten wird. Zusätzlich kann ein Paar Klemmelemente
die Klemmwirkung des anderen Paares Klemmelemente übernehmen,
wenn letzteres durch Zugbelastung und Druckbelastung auf das Sägeblatt
elastisch verformt wird. Dies ist eine selbstklemmende Ausführung, das
heißt
je größer die
ausgeübte
Kraft auf das Sägeblatt
während
des Sägens
ist, desto größer ist
die Klemmkraft. Eine weitere Wirkung ist, dass der Anwender eine
relativ geringe Reibungskraft resultierend aus dem Rollwiderstand
an beiden Seiten zu überwinden
hat, um das Sägeblatt
zu lösen.
Eine Spannvorrichtung für
ein Sägeblatt
einer Laubsäge
ist aus dem nächstkommenden
Stand der Technik JP 05-253738 bekannt. Die Spannvorrichtung umfasst
zwei Rollen, welche mit einer V-förmigen Nut zusammen wirken
um das Sägeblatt
einzuklemmen. Das Sägeblatt
ist an beiden Enden in solch einer Spannvorrichtung eingeklemmt.
Das Säge blatt
ist unter Spannung in der Laubsäge
platziert und steht nur während
des Sägens
unter Dehnungsbelastung.
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Die
Klemmelemente greifen vorzugsweise an den breiten Seiten des Sägeblattes
ein. Zusätzlich zum
relativ niedrigen Anpressdruck auf das Sägeblatt kann von den genormten
Abmessungen der breiten Seiten handelsüblicher Sägeblätter Gebrauch gemacht werden.
Das Sägeblatt
ist in breiter Richtung in der aufnehmenden Aussparung festgehalten, während der
Dickenunterschied durch die versetzbaren Klemmelemente entlang der
schrägen
Wand der aufnehmenden Aussparung ausgeglichen werden kann.
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Vorzugsweise
liegen ferner die Klemmelemente eines Paares auf der gleichen Höhe relativ zum
Befestigungselement, so dass das Sägeblatt durch die Klemmelemente
nicht unter Dehnungsspannung steht und die Wahrscheinlichkeit des
Brechens des Sägeblattes
minimiert ist.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
gemäß der Erfindung
umfasst das Befestigungselement zum Aufnehmen der oder eines jeden
Paares von Klemmelementen eine V-förmige Nut, welche die schrägen Wände der
aufnehmenden Aussparung bestimmt. Beide Klemmelemente sind hierdurch
an beiden Seiten des Sägeblattes
zwischen einer schräg
zum Sägeblatt
verlaufenden Wand und dem Sägeblatt
eingespannt, das in einer vorteilhaft symmetrischen Belastung am
Sägeblatt resultiert.
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Zum
Entfernen der Klemmmittel vom Sägeblatt
sind ferner vorzugsweise Entriegelungsmittel bereitgestellt. In
einer bevorzugten Ausführungsform umfassen
die Entriegelungsmittel ein Betätigungselement
unter Spannung, welches im Verhältnis
zum Befestigungselement versetzt werden kann um die Klemmelemente
gemeinsam zu versetzen.
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Die
Klemmelemente bestehen vorzugsweise aus Stiften.
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Die
Erfindung bezieht sich letztlich auf eine Stichsäge versehen mit einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung.
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Die
Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen
weiter erklärt.
In den Zeichnungen:
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Stichsäge versehen mit einer Spannvorrichtung für ein Sägeblatt
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 zeigt
eine Detailansicht einer Spannvorrichtung einer ersten Ausführungsform
gemäß der Erfindung;
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3 zeigt
eine Detailansicht einer Spannvorrichtung einer zweiten Ausführungsform
gemäß der Erfindung,
und
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4 zeigt
eine Detailansicht einer Spannvorrichtung einer dritten Ausführungsform
gemäß der Erfindung.
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Die
in 1 gezeigte Stichsäge ist mit einem Gehäuse 1 versehen,
von welchem ein Teil in der Zeichnung herausgebrochen ist, um eine
Ansicht des Inneren der Stichsäge
bereitzustellen. In Gehäuse 1 ist
ein Elektromotor 2 zum Antreiben einer Pleuelstange 3 angeordnet,
welche an ihrem unteren Ende eine Spannvorrichtung 4 für ein Sägeblatt 5 trägt. Elektromotor 2 ist
mit einer Motorwelle 6 versehen. Zwischen Motorwelle 6 und
Pleuelstange 3 sind für das
Sägeblatt 5 Umwandlungsmittel 7 zum
Umwandeln der Rotationsbewegung des Motors 2 in eine Hubbewegung
des Sägeblattes 5 angeordnet.
Die Umwandlungsmittel 7 umfassen ein Zahnradgetriebe 8 bestehend
aus einem ersten Zahnrad 9, verbunden mit der Motorwelle 6 und
einem zweiten Zahnrad 10 um damit zusammenzuwirken und
ein am zweitem Zahnrad 10 angeordneter Exzenter 11.
Der Exzenter 11 wirkt zusammen mit der Pleuelstange 3 um
die Rotationsbewegung des zweiten Zahnrades 10 in eine
Hubbewegung von Sägeblatt 5 umzuwandeln.
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Das
zweite Zahnrad 10 ist in Gehäuse 1 mittels einer
Getriebewelle 12 drehbar gelagert. Getriebewelle 12 ist
in Lagern 13 an beiden Seiten des zweiten Zahnrades 10 drehbar
montiert. Die Getriebewelle 12 erstreckt sich durch eine
in der Pleuelstange 3 angeordneten Öffnung 14.
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Die
sich am unteren Ende von Pleuelstange 3 befindende Spannvorrichtung 4 für ein Sägeblatt 5 umfasst
ein Klemmelement 15 mit einer aufnehmenden Aussparung 16 zum
Aufnehmen des Endes von Sägeblatt 5,
am Sägeblatt 5 eingreifende
Klemmmittel 17 zum Einspannen und ein Betätigungselement 18,
mit welchem Klemmmittel 17 vom Sägeblatt 5 entfernt
werden können.
Das Betätigungselement 18 kann
relativ zum Klemmelement 15 gleiten. Die Konstruktion und
die Betätigung
von Spannvorrichtung 4 wird unter Verweis auf unterschiedliche
in 2–4 gezeigte
Ausführungsformen
weiter erklärt.
In 2–4 übereinstimmende
Bauteile sind mit den selben Referenznummern bezeichnet.
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In
der ersten Ausführungsform
von Spannvorrichtung 4 sind wie in 2 gezeigt
Klemmmittel 17 durch ein Paar Klemmmittel in der Form von
Stiften 17 gestaltet, von denen sich jedes auf einer Seite des
Sägeblattes 5 befindet.
Die Stifte 17 haben eine zylindrische Form und rasten an
den breiten Seiten des Sägeblattes 5 ein.
Die Seiten von Sägeblatt 5, das
heißt
die kurze Seite von Sägeblatt 5,
sind zwischen der Wand 19 von Klemmelement 15 festgehalten.
Die aufnehmende Aussparung 16 zum Aufnehmen des Endes von
Sägeblatt 5 zum
Einspannen befindet sich einerseits zwischen den Wänden 19 und andererseits
zwischen zwei schräg
in Richtung des Sägeblattes 5 verlaufenden
Wänden 20.
Die aufnehmende Aussparung 16 hat einen V-förmigen Querschnitt,
welcher sich durch die V-förmige
Nut 30 in jeder Wand 19 der Spannvorrichtung 15 ausdrückt. Die Stifte 17 erstrecken
sich an beiden Seiten durch eine V-förmige Nut 30 in Befestigungselement 15 in
eine sich schräg
zur Betriebsrichtung erstreckende Längsnut 21 von Betätigungselement 18.
Das gleitbare Betätigungselement 18 liegt
um Befestigungselement 15 herum und dient zum Halten sowie
zum Entriegeln von schräg
zum Sägeblatt 5 stehenden Stiften 17.
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Spannvorrichtung 4 ist
weiter mit Befestigungsmitteln 22 zum Befestigen von Sägeblatt 5 in eine
Richtung horizontal zu dessen breiter Seite versehen. In der Ausführungsform
gemäß 2 sind diese
Befestigungselemente 22 durch Befestigungselemente 23 mit
einer V-förmigen
Vertiefung 24 zum Aufnehmen des äußeren Endes 27 von
Sägeblatt 5 gebildet.
Außerdem
ist Sägeblatt 5,
das handelsüblich
mit unterschiedlichen Dicken erhältlich
ist, in der V-förmigen
Vertiefung 24 zentriert. Mittels einer im Befestigungselement 15 angeordneten
Feder 25 ist das Befestigungselement 23 mit dem äußeren Ende von
Sägeblatt 5 in
Kontakt geschoben.
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Ferner
ist eine Druckfeder 26 zwischen Betätigungselement 18 und
Befestigungselement 15 angeordnet. Diese Druckfeder 26 gewährleistet,
dass die Stifte 17 in der V-förmigen Nut 30 von
Befestigungselement 15 mittels Betätigungselement 18 zum Sägeblatt 5 geschoben
werden. Die durch Feder 26 erzeugte Spannung muss derart
groß sein,
dass die Trägheitskraft
während
des Sägens überwunden wird,
um die Stifte 17 gegen das Sägeblatt 5 zu halten.
Sägeblatt 5 ist
durch eine abwärts
gerichtete Kraft während
des Sägens
belastet. Die Stifte 17 werden hierdurch weiter in die
V-förmige
Nut 30 in Richtung des Sägeblattes 5 bewegt
und Sägeblatt 5 wird mit
einer größeren Klemmkraft
im Befestigungselement 15 eingeklemmt. Zum Entriegeln von
Sägeblatt 5 muss
das Betätigungselement 18 relativ
zum Befestigungselement 15 gegen die Federkraft der Druckfeder 26 aufwärts verschoben
werden. Da die auf beiden Seiten von Sägeblatt 5 liegenden
Stifte 17 einen kreisförmigen
Querschnitt haben, muss nur der aus der Klemmkraft resultierende
Rollwiderstand überwunden
werden. Der Rollwiderstand ist äquivalent
zu einem geringen Reibungskoeffizienten, wobei niedrige Reibungskräfte die
Folge von Normalkräften oder
wie im vorliegenden Fall Klemmkräften
sind.
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Um
in der Lage zu sein, beide Sägeblätter vom "T-Schaft" Typ und vom "U-Schaft" Typ, die ansonsten
praktisch die gleiche standarisierte Breite haben, in der Spannvorrichtung 4 einzuklemmen, sind
zwei Aussparungen 27 für
den Vorsprung vom "T-Schaft" Sägeblatttyp
in den Wänden 19 von
Befestigungselement 15 angeordnet.
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3 zeigt
eine zweite erfindungsgemäße Ausführungsform
von Spannvorrichtung 4. Der Unterschied dieser Ausführungsform
zur ersten Ausführungsform
besteht darin, dass zwei Paare von Stiften 17a, 17b in
einem Abstand voneinander versehen sind. Die Stifte 17a, 17b von
jedem Paar befinden sich auf beiden Seiten von Sägeblatt 5. Ein Stift 17a von
jedem Paar Klemmelemente 17a, 17b ist zwischen
Sägeblatt 5 und
der Wand 20 der schräg
zum Sägeblatt
verlaufenden aufnehmenden Aussparung 16 angeordnet, während der
andere Stift 17b von jedem Paar der Klemmmittel 17a, 17b drehbar
aber nicht verschiebbar in Klemmelement 15 angeordnet ist.
Die Längsnuten 21 im
Betätigungselement 18 und die
Quernuten 31 in Klemmelement 15 wirken für diesen
Zweck zusammen. In dieser Ausführungsform sind
die oben angegebenen Befestigungsmittel 22 durch zwei in
einem gemeinsamen Abstand platzierte Paare Klemmelemente 17a, 17b gebildet.
Ein Festhalten schräg
zur breiten Seite des Sägeblattes 5 ist
hierdurch gewährleistet.
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In
der letzten Ausführungsform
der in 4 gezeigten erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 4 ist
der Unterschied zu der in 3 gezeigten
Ausführungsform,
dass jedes Paar von Klemmelementen 17 in einer V-förmigen Nut 30 der
Spannvorrichtung 4 liegt, und dass jeder Stift 17 dafür mit einer
neigenden Wand 20 der aufnehmenden Aussparung 16 zusammen
wirkt. Eine symmetrische Belastung von Sägeblatt 5 ist somit
erreicht. Das eine Paar Klemmelemente 17 übernimmt
die Funktion des anderen Paares von Klemmelementen 17,
wenn sich Letzteres durch die Belastung auf Sägeblatt 5 elastisch
verformt. In der dritten Ausführungsform
ist außerdem gewährleistet,
dass die Mitte des Sägeblattes
auf der gleichen Sägelinie
liegt. Umgekehrt bildet in der Ausführungsform der 3 eine
der breiten Seiten des Sägeblattes
die Bezugsebene. Letztendlich sind in der Ausführungsform von 2 keine
zusätzlichen Mittel 22 erforderlich
um Sägeblatt 5 im
Befestigungselement 15 schräg zur breiten Seite festzuhalten,
dass Kippen in diese Richtung durch das Paar von Stiften 17 in
einem gemeinsam zueinander angeordneten Ab stand verhindert wird.
Das Zentrieren von Sägeblättern 5,
welche eine relativ unterschiedliche Dicke haben können, ist
mit dieser Ausführungsform
erreicht.
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Es
ist weiter bekannt, dass in der gezeigten Ausführungsform das Befestigungselement 15 gemeinsam
mit Pleuelstange 3 aus einem Stück dünnwandigem Material geformt
ist, dem die gewünschte Form
durch Biegen gegeben wird. An der Oberseite ist das plattenförmige Teil
mit einer Aussparung 28 (1) versehen
um den Exzenter 11 aufzunehmen. Die Öffnung 14 für den Durchtritt
von Zahnradwelle 12 ist in der Aussparung angeordnet. Um
Befestigungselement 15 auszugestalten ist an der Unterseite
der plattenförmige
Teil gebogen. Das plattenförmige
Teil erstreckt sich weiter aufwärts
und ist erneut gebogen um einen Anschlag 29 für Druckfeder 26 zu formen.
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Die
in den Figuren gezeigten Klemmelemente haben einen runden Querschnitt.
Erfindungsgemäß können jedoch
beliebige Klemmenlemente mit einem im Wesentlichen runden Querschnitt
angewandt werden, beispielsweise elliptisch geformte Querschnitte,
solange die Klemmelemente entlang einer bestimmten Entfernung ihrer
Peripherie rollen können.
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Es
muss beachtet werden, dass es prinzipiell möglich ist eine Ausführungsform
zu haben, in der im Gegensatz zu den gezeigten Ausführungsformen
ein Paar Klemmelemente sich nicht auf der gleichen Höhe befindet.
Eine derartige Ausführung
hat jedoch den Nachteil, dass das Sägeblatt durch die Klemmelemente
unter Biegespannung steht. Die Wahrscheinlichkeit des Brechens des
Sägeblattes
ist hierdurch nicht unbedeutend.