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Hintergrund
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Box für Haustiere, wie sie im Oberbegriff
von Anspruch 1 beschrieben ist. Die Erfindung betrifft ferner die
Verwendung einer derartigen Box.
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Die
Erfindung wird in Verbindung mit einer Fütterungs-/Ruhebox für ein Schwein
erklärt,
vorzugsweise in Verbindung mit einer Fütterung und/oder Untersuchung
des Schweins. Die Erfindung ist jedoch recht allgemein und nicht
auf diesen Zweck beschränkt.
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Derartige
Boxen werden in Schweineställen verwendet,
die für
nicht angebundene Schweineherden beschaffen sind. Bestimmte Boxsysteme
sind so entworfen, dass eine Reihe nebeneinander stehender Boxen
angeordnet wird, wodurch ein zusammenhängendes System geschaffen wird,
das Platz spart und kostengünstiger
ist als Systeme mit getrennten Boxen. Die Anzahl von Boxen in einem
Schweinestall oder Stall kann sich ändern, sie wird jedoch häufig so gewählt, dass
sie der Anzahl von Schweinen in der jeweiligen Herde gleicht.
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Die
Fütterung
nicht angebundener Schweine in einem Schweinestall ereignet sich,
während
sich eine Schweineherde in einem Lagerbereich befindet, wo jedes
der Schweine selbst eine leere Box findet, wobei die hintere Tür hinter
ihnen durch Drücken
der vorderen Tür
geschlossen wird. Nun können
die Schweine fressen, ohne gestört
zu werden. Ein zentrales Verriegelungssystem für die Boxen verhindert ein Öffnen der
hinteren Türen
und stellt sicher, dass alle Schweine in ihren Boxen bleiben, bis
die Fütterung
vorbei ist, woraufhin das zentrale Verriegelungssystem entriegelt
wird, wodurch folglich die hinteren Türen entriegelt werden. Dieses
Boxsystem stellt sicher, dass alle Schweine die Menge Futter erhalten, die
sie benötigen.
Dies kann die gleiche Menge Futter für alle Schweine, aber auch
eine individuelle Zuordnung von Futterrationen bedeuten.
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Diese
Trennung der Schweine während
einer Fütterung
ist erforderlich, da es durch die Hierarchie in einer Herde geschehen
kann, dass schwächere
Schweine von stärkeren
Schweinen verdrängt werden
und dadurch nicht genug Futter erhalten.
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Ein
weiterer Vorteil durch die Verwendung derartiger Boxen besteht darin,
dass die Schweine während
einer Fütterung
einfacher geimpft, besamt oder markiert werden können als wenn die Schweine frei
sind, da die Schweine nicht weglaufen können und andere Schweine die
Behandlung nicht stören können.
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Ferner
erleichtert der Aufenthalt der Schweine in den Boxen die Reinigung
des Rests des Schweinestalls, insbesondere in den Bereichen, in denen
sich die Schweine die meiste Zeit aufhalten.
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Jede
der Boxen ist üblicherweise
mit einem Verrieglungssystem versehen, das so beschaffen sein kann,
dass die Box nach einer Fütterung
nicht durch das zentrale Verriegelungssystem geöffnet wird. Auf diese Weise
wird die Arbeit beim Isolieren einzelner Schweine von einer Herde
beträchtlich
erleichtert.
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US
Patent Nr. 4 503 809 offenbart eine Box für ein Schwein, bei der die
Seitenwände
und die Decke aus Gitterstäben
gebildet sind. Es gibt dort eine doppelte Schwingtür bei dem
Eingang der Box, wobei die Schwingtür durch Verbindungsmittel mit
einer Abdeckung über
dem Trog bei dem vorderen Teil der Box verbunden ist. Wenn das Schwein
in die Box kommt, hebt es die Abdeckung auf dem Trog an, um Futter
zu erhalten. Wenn diese Abdeckung angehoben ist, ist die Tür geschlossen,
wodurch verhindert wird, dass weitere Schweine in die Box kommen. Wenn
das besagte Schwein das Fressen beendet hat, weicht es aus der Box
zurück,
wodurch die hintere Tür
wieder geöffnet
und die Abdeckung nach unten auf den Trog gelegt wird.
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Die
Box gemäß diesem
US-Patent ist lediglich zur Fütterung
von Schweinen gedacht und besitzt folglich den Nachteil, dass es
nicht möglich
ist, dass eine Person, beispielsweise ein Besamer oder ein Tierarzt,
aufrecht in dieser Box steht.
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Boxen
für Schweine,
die aus einem Gittersystem bestehen, das die Seitenwände, den
vorderen Teil der Box und die hintere Tür bilden, sind bekannt. Diese
Boxen des Standes der Technik weisen üblicherweise ein permanentes
Gitter vor dem Trog auf, wodurch verhindert wird, dass das Schwein
die Box in die Vorwärtsrichtung
verlässt.
Bei einer weiteren Ausführungsform
wird der vordere Teil durch eine weitere Tür, eine vordere Tür vor dem
Trog, begrenzt, so dass es dem Schwein ermöglicht wird, die Box auf diesem
Weg zu verlassen. Diese Ausführungsform wird
insbesondere in Fällen
verwendet, in denen sich ein läufiges Schwein
mit einem Keiler paaren soll, der sich in einem Lagerbereich vor
der Box aufhält.
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Die
offengelegte Veröffentlichung
DE 20 29 600 offenbart eine
Box, bei der es eine vordere Tür gibt,
die durch das Schwein in eine offene Position gedrückt werden
muss, damit das Schwein den Futtertrog erreicht. Diese vordere Tür ist über Verbindungsmittel
mit einer hinteren Tür
verbunden, so dass ein Öffnen
der vorderen Tür
ein Schließen
der hinteren Tür
bewirkt, und dass ein Öffnen
der hinteren Tür
ein Schließen
der vorderen Tür
bewirkt. Beide Türen
sind durch Scharniere längs
vertikaler Achsen aufgehängt,
und folglich erfolgt ein Öffnen
seitlich, so dass sich die hintere Tür in der offenen Position als
eine Fortsetzung der Seite der Box erstreckt. Diese Box weist den
Nachteil auf, dass sich die Verbindungsmittel zwischen der vorderen
und der hinteren Tür
direkt über
der Box bei einer Höhe über dem Rücken des
Schweins diagonal erstrecken, wodurch der Aufenthalt eines Tierarztes
oder einer anderen Person in der Box zusammen mit dem Schwein schwierig
wird. Das Seitengitter der Box ist länger als der Raum in der Box
für das
Schwein selbst, was notwendig ist, damit das Seitengitter die hintere
Tür in dem
offenen Zustand abdeckt und dadurch sichergestellt ist, dass ein
Schwein nicht die offene hintere Tür in die geschlossene Position
drückt,
ohne dass es sich in der Box befindet. Hinsichtlich Herstellungskosten
und Gewichtsminimierung ist es passend, wenn die Länge des
Seitengitters auf die Länge
der Box an sich verringert werden könnte.
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Eine
Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Box für Haustiere, insbesondere für Schweine zu
schaffen, die die zuvor erwähnten
Nachteile verringert.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Box für Haustiere
mit miteinander verbundener vorderer Tür und hinterer Tür zu schaffen,
wobei die hintere Tür
so beschaffen ist, dass ein Tier, das außerhalb der Box steht, die
Tür nicht
in ihre geschlossene Position drücken
kann.
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Eine
nochmals weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Box für Haustiere
mit miteinander verbundener vorderer Tür und hinterer Tür zu schaffen,
bei der eine Person, die in der Box steht, nicht durch Verbindungsmittel,
die sich über
die Oberseite der Box erstrecken, behindert wird.
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Eine
nochmals weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Box für Haustiere
mit einer hinteren Tür
zu schaffen, die geschlossen gehalten werden kann, während sie
gleichzeitig einen einfachen Zugang zu der Box durch die Tür für eine Person
ermöglicht.
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Das
besondere Merkmal der Box gemäß der Erfindung
besteht darin, dass die zweite Achse im Wesentlichen horizontal
und derart angeordnet ist, dass die hintere Tür in der offenen Position auf
einer Höhe über dem
Rücken
des Tiers positioniert werden kann. Die horizontale Schwenkachse
der hinteren Tür
ermöglicht
es, dass die Tür
aufwärts
in die offene Position schwingt, wobei sich die Tür in einem
Abstand über
dem Boden erstreckt. Das Schwein oder ein anderes Haustier ist folglich
nicht in der Lage, die hintere Tür
wieder zu schließen,
und die Verwendung eines Seitengitters, das sich hinter die Box
erstreckt, wird vermieden.
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Bevorzugt
erstrecken sich die Verbindungsmittel längs einer Seite der Box, wodurch
folglich die Bewegungsfreiheit einer Person nicht behindert wird, die
sich zusammen mit dem Schwein in der Box aufhält. Die Box ist folglich für einen
Aufenthalt einer Person weit besser geeignet und komfortabler als Boxen
des Standes der Technik, und sie ist insbesondere für die Untersuchung
des Schweins durch einen Tierarzt und für eine medizinische Behandlung
des Schweins wie etwa eine Impfung geeignet. Ferner ist die Box
für eine
künstliche
Befruchtung gut geeignet.
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Um
in dem Fall, dass das Schwein unsicher wird und versucht, sich zurückzuziehen,
nachdem es die vordere Tür
nach vorn gedrückt
hat, zu verhindern, dass ein Tier zwischen der vorderen Tür und der
Seitenwand der Box gefangen wird, wird vorzugsweise die vordere
Tür mit
einer Breite versehen, die so viel geringer ist als die Breite der
Box, dass das Tier zwar seinen Kopf, jedoch nicht seine Schultern zwischen
die Tür
und die Seite der Box bringen kann.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
der Box gemäß der Erfindung
ist die hintere Tür
mit einer Öffnung
versehen, die in der geschlossenen Position der Tür auftritt,
wobei die Öffnung
eine Breite besitzt, die den Zugang eines Tiers verhindert, während sie sich
an der Oberkante der Tür
erweitert, um den Zugang zu dem Innenraum der Box für einen
Menschen zuzulassen.
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Beschreibung
der Zeichnung
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Die
Erfindung wird nachfolgend ausführlicher anhand
der Zeichnung beschrieben, in der:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der Box gemäß der Erfindung
mit offener hinterer Tür
ist;
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2 das
Gleiche wie 1 zeigt, jedoch mit geschlossener
hinterer Tür;
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3 das
Gleiche wie 1 in einer Seitenansicht zeigt;
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4 das
Gleiche wie 2 in einer Seitenansicht zeigt;
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5 eine
perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der Box gemäß der Erfindung
mit offener hinterer Tür
ist, und
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6 die
Box von 5 zeigt, jedoch mit geschlossener
hinterer Tür.
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1 zeigt
eine Box 1 gemäß der Erfindung mit
einem (nicht gezeigten) Futtertrog in dem vorderen Teil 2 der
Box. Die hintere Tür 3 in
dem hinteren Teil 4 der Box ist offen, während die
vordere Tür 5 geschlossen
ist. Die Box ist an der Vorderseite mit Stangen 22 versperrt,
um zu verhindern, dass das Schwein die Box auf diesem Weg verlässt. Es
ist jedoch auch möglich,
diese Stangen 22 durch eine weitere Tür zu ersetzen, so dass das
Schwein die Box auf diesem Weg verlassen kann.
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In 2 ist
die Box 1 gezeigt, wobei die hintere Tür 3 geschlossen und
die vordere Tür 5 offen ist.
Wegen der Verbindungsmittel 7 ist die vordere Tür 5 offen,
wenn die hintere Tür 3 geschlossen
ist. Wenn ein Schwein eine Box gemäß der Erfindung betritt, versucht
das Schwein, den (nicht gezeigten) Futtertrog bei dem vorderen Teil
der Box 1 zu erreichen. Dafür ist es erforderlich, die
vordere Tür 5 zu öffnen, was
von dem Schwein bewirkt wird, indem es die vordere Tür 5 mit
der Schnauze drückt.
Um diese Vorgehensweise für
das Schwein zu erleichtern, ist eine Platte 6 vorgesehen,
die den unteren Teil der Tür 5 in
dem Rahmen der vorderen Tür 5 bedeckt.
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Manchmal
geschieht es, dass ein Schwein während
eines Öffnens
dieser Tür 5 unsicher
wird und sich zurückzieht,
bevor die Tür 5 geöffnet ist.
Damit sich ein Schwein während
des Zurückziehens nicht
zwischen der vorderen Tür 5 und
der angrenzenden Seitenwand verfängt,
wird die Tür 5 in
einer Abmessung hergestellt, so dass sie nicht die ganze Breite
der Box 1 ausfüllt.
Der Abstand zwischen der Seitenwand und der Tür 5 wird so gewählt, dass
das Schwein seinen Kopf zwischen die Tür 5 und die Seitenwand
bringen kann, jedoch nicht seine Schultern. Auf diese Weise kann
sich der Kopf des Schweins nicht zwischen der Tür 5 und der Seitenwand
der Box 1 verfangen.
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Die
untere Kante des Rahmens in der vorderen Tür 5 ist auf eine Höhe angehoben,
so dass ein Schwein, das am Boden liegt, seinen Kopf nicht unter der
vorderen Tür
verfängt,
wenn es versehentlich mit der hinteren Tür 3 zusammenstößt oder
diese drückt.
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Die
vordere Tür 5 kann
um eine vertikale Achse 8 schwenken. Eine vertikale Stange 9 ist
in dieser Achse 8 zentriert und bildet einen Teil des Rahmens
der vorderen Tür 5.
An der vertikalen Stange 9 ist ein horizontaler Arm 10 befestigt,
der mittels einer (nicht gezeigten) ersten Kopplung mit der Verbindungsstange 12 verbunden
ist. Die erste Kopplung ist um eine vertikale Achse schwenkbar mit
dem horizontalen Arm 10 verbunden und um eine horizontale
Achse schwenkbar mit der Verbindungsstange 12 verbunden.
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Die
Verbindungsstange 12 ist durch eine zweite Kopplung 13 mit
der hinteren Tür 3 verbunden.
Die zweite Kopplung 13 ist um eine vertikale Achse schwenkbar
mit der Verbindungsstange 12 verbunden und um eine horizontale
Achse schwenkbar mit der hinteren Tür 3 verbunden.
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Wenn
die vordere Tür 5 vorwärts gedrückt wird,
dreht sich die vertikale Stange 9 im Uhrzeigersinn um die
Achse 8, wodurch die Verbindungsstange 12 nach
hinten verschoben wird. Dies bewirkt ein Schwenken der hinteren
Tür 3 um
die horizontale Achse 14, da die hintere Tür 3 durch
Lager 15 schwenkbar aufgehängt ist.
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In
der offenen Position der hinteren Tür 3 wird diese durch
eine Feder 16, die zwischen einer Passung 17 an
der Seitenwand und einem Vorsprung 18 an einer horizontalen
Stange 19 angeordnet ist, in der offenen Position gehalten,
wobei die Stange 19 an der drehbaren vertikalen Stange 9 befestigt
ist. Während
des Schließens
der hinteren Tür 3 wird
die Feder 16 gedehnt und wirkt dem Schließen der
hinteren Tür 2 entgegen.
Der Entwurf der Aufhängung
der hinteren Tür 3 beinhaltet
jedoch, dass direkt nach einer relativ kleinen Vorwärtsverschiebung
der vorderen Tür 5,
die das Schwenken der hinteren Tür 3 bewirkt,
die Feder 16 aufgrund der Schwerkraft an der hinteren Tür 3 das
Drehmoment um die Drehachse 14 nicht länger ausgleichen kann, woraufhin
sich die hintere Tür
schließt
und sich die vordere Tür 5 öffnet.
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Um
zu verhindern, dass das Schwein bei bestimmten Gelegenheiten die
Box 1 verlässt,
ist die Box 1 mit einem Verriegelungssystem versehen, bei dem
ein Haken 20 mittels eines Griffs 21 abwärts bewegt
werden kann, um mit der horizontalen Stange 19 so in Eingriff
zu gelangen, dass dadurch verhindert wird, dass die vordere Tür 5 geschlossen
und die hintere Tür 3 geöffnet wird.
Um die Verriegelung wieder zu lösen,
wird der Griff 21 aufwärts
bewegt, wodurch der Haken 20 die horizontalen Stange 19 wieder
freigibt.
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In
der zweiten, bevorzugten Ausführungsform
der Box gemäß der Erfindung,
wie sie in 5 und 6 dargestellt
ist, ist die Box 22 wie die zuvor beschriebene erste Ausführungsform
konstruiert, einschließlich
einer Verbindung zwischen der vorderen Tür und der hinteren Tür, jedoch
mit der Ausnahme des unterschiedlichen Entwurfs der hinteren Tür 23.
Hier ist die Tür 23 durch
eine geeignete Anordnung und Formung der Stangen 25 in
dem Gitter der Tür
mit einer sich längs
erstreckenden Öffnung 24 versehen,
die eine im Wesentlichen vertikale Ausrichtung aufweist und sich
bei der Oberkante der Tür 23 erweitert,
wenn sich letztere wie in 6 in ihrer geschlossenen
Position befindet. Die Öffnung 24 besitzt
eine Breite, die es ermöglicht,
dass ein Mensch in die Box 22 geht, es jedoch nicht zulässt, dass
ein Schwein durch die Öffnung 24 gelangt,
während
die Tür 23 geschlossen
ist. Ein Tierarzt oder eine andere Person kann folglich die Box 22 durch
die Öffnung 24 betreten,
auch wenn die Tür 23 geschlossen
ist, z. B. für
eine Untersuchung oder eine Behandlung des Tiers, während das
Tier in der Box 22 festgehalten wird.