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Die
Erfindung betrifft ein Zweiwegeventil, das sich zur Verwendung in
einer Leitung für
Flüssigkeiten
mit Fremdkörpern
eignet.
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Bereits
bekannt ist die Bereitstellung eines Zweiwegeventils, wobei in einem
Gehäuse
um ein eingangsseitiges Anschlussloch herum ein Ventilsitz ausgebildet
ist, sodass der Ventilsitz von einem Ventilkörper im Gehäuse, der mit dem Ventilsitz
in Kontakt kommt bzw. davon getrennt wird, geöffnet und geschlossen wird.
Mit einem derartigen Ventil ist es möglich, die Größe der Strömungsstrecke
zu erhöhen.
Wenn das Zweiwegeventil jedoch in einer Leitung für Flüssigkeiten
mit einer großen
Menge von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall verwendet wird, haften die Fremdkörper am
Ventilkörper
oder am Ventilschaft, oder sie stauen sich in einem Bereich der Strömungsstrecke,
wodurch das Zweiwegeventil für die
Verwendung ungeeignet werden kann. Daher wird in der Leitung ein
Kugelventil oder ein ähnliches Ventil
verwendet, das die Ansammlung der Fremdkörper verhindern kann. Ein Kugelventil
oder ein ähnliches
Ventil ist jedoch relativ kostspielig.
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Eine
Zielsetzung der Erfindung ist die Bereitstellung eines kostengünstigen
Zweiwegeventils mit einfacher Struktur, wobei Fremdkörper nicht
am Ventilkörper
oder am Ventilschaft haften oder sich in einem Bereich der Strömungsstrecke
ansammeln, wenn das Zweiwegeventil in einer Leitung für Flüssigkeiten
mit einer großen
Menge von Fremdkörpern wie
z.B. Abfall verwendet wird.
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Eine
weitere Zielsetzung ist die Bereitstellung eines Zweiwegeventils,
wobei der Ventilkörper leicht
in ein Gehäuse
eingesetzt und daraus entfernt werden kann und ausgezeichnete Montage-
und Demontage-Eigenschaften hat, und wobei eine exzellente Wartung
des Ventilkörpers
möglich
ist, der von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall beschädigt
werden könnte.
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FR-A-865659
beschreibt ein Zweiwegeventil mit den Merkmalen des ersten Teils
von Anspruch 1.
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Ein
erfindungsgemäßes Zweiwegeventil
umfasst eine Eingangsöffnung
und eine Ausgangsöffnung,
die auf einer Endfläche
und einer Seitenfläche eines
Gehäuses
in 90° voneinander
angeordnet sind, sowie eine Strömungsstrecke
zur Verbindung der Öffnungen,
ein eingangsseitiges Anschlussloch zur Verbindung der Eingangsöffnung mit
der Strömungsstrecke
und ein ausgangsseitiges Anschlussloch zur Verbindung der Ausgangsöffnung mit
der Strömungsstrecke,
und einen um das eingangsseitige Anschlussloch ausgebildeten kreisförmigen Ventilsitz,
der neben der unteren Kante des ausgangsseitigen Anschlusslochs
verläuft,
und einen Ventilkörper mit
einem Ventilverschlussbereich zum Öffnen und Schließen des
Ventilsitzes aus der Strömungsstrecke heraus,
sowie einen Ventilschaft, der auf abgedichtete Weise in einer Gleitbohrung
im Gehäuse
bewegbar ist, wobei der Ventilschaft mit dem Ventilkörper an einem
Abschnitt von dessen Spitzenende angeordnet ist, sodass sich kein
Teil des Ventilschafts in die Strömungsstrecke unterhalb des
Ventildichtungsabschnitts erstreckt, wobei der Ventilschaft so betrieben wird,
dass sich der Ventilkörper
beim Öffnen
und Schließen
des Ventilsitzes über
das ausgangsseitige Anschlussloch bewegt, und wobei ein Hub des
Ventilkörpers
zum Öffnen
und Schließen
des Ventilsitzes eine Länge
hat, die zum vollständigen Öffnen des ausgangsseitigen
Anschlusslochs erforderlich ist, und wobei die Länge (A) der Strömungsstrecke
in der Axialrichtung des Ventilschafts dem Durchmesser (B) des ausgangsseitigen
Anschlusslochs in der gleichen Richtung ähnlich ist; dadurch gekennzeichnet, dass
der Ventilschaft einen Durchmesser hat, der gleich dem des Ventilkörpers oder
nur geringfügig größer ist.
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Bei
dem Zweiwegeventil mit der vorstehend beschriebenen Struktur kann
der Querschnitt der Strömungsstrecke
mit einer ausreichend großen Größe vorgegeben
werden, wogegen der Öffnungs- und
Schließhub
des Ventilkörpers
auf den Betrag eingestellt wird, der zum vollständigen Öffnen des ausgangsseitigen
Anschlusslochs erforderlich ist. Die Strömungsstrecke, die im Gehäuse vom
Eingang zum Ausgang verläuft,
erreicht eine maximale Größe, wenn
das Ventil geöffnet
ist und eine wirbelförmige
Strömung
unterdrückt
wird. Wenn das Zweiwegeventil in einer Leitung für Flüssigkeiten mit einer großen Menge
von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall verwendet wird, stauen sich die Fremdkörper nicht
in der Strömungsstrecke.
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Da
weiter der Durchmesser des in die Strömungsstrecke eindringenden
Ventilschafts so eingestellt ist, dass er im Vergleich zum Durchmesser
des Ventilkörpers
gleich oder geringfügig
größer ist,
wird in der Strömungsstrecke
des Gehäuses
kein Stagnationsabschnitt bzw. kein Abschnitt, in dem Fremdkörper am
Ventilkörper
haften bleiben, erzeugt, wodurch die Ansammlung von Fremdkörpern in
der Strömungsstrecke
verhindert wird.
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Da
das Zweiwegeventil über
die Veränderung
eines bereits bekannten konventionellen Pilotventils ausgebildet
ist, hat das Zweiwegeventil eine einfache Struktur und kann im Vergleich
zu einem Kugelventil oder einem ähnlichen
Ventil, das üblicherweise
für Flüssigkeiten
mit Fremdkörpern
verwendet wird, zu einem niedrigen Preis bereitgestellt werden.
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Bei
einer Ausführungsform
haben das eingangsseitige Anschlussloch und das ausgangsseitige
Anschlussloch Größen, die
den Größen des
Eingangs bzw. des Ausgangs ähnlich
sind.
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Der
Ventilkörper
und der Ventilschaft können separat
und miteinander verbunden ausgebildet sein, oder sie können in
einem Stück
ausgebildet sein.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
reicht die Gleitbohrung von einer rückseitigen Endfläche des
Gehäuses
aus in die Strömungsstrecke,
wobei der Ventilschaft von der rückseitigen
Endfläche
aus in die Gleitbohrung eingesetzt ist und eine Abdeckung an der
rückseitigen
Endfläche
des Gehäuses
abnehmbar angebracht ist und ein durch Druck von Steuerflüssigkeit
betriebener Kolben in der Abdeckung untergebracht ist, sodass der
Ventilschaft mit dem Kolben verbunden ist und der Ventilschaft und der
Ventilkörper
bei abgenommener Abdeckung ausgehend von der rückseitigen Endfläche des
Gehäuses
in der Gleitbohrung angebracht und daraus entnommen werden können.
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Wenn
der Ventilschaft und der Ventilkörper wie
vorstehend beschrieben von außerhalb
des Gehäuses
in die Gleitbohrung eingesetzt und daraus entnommen werden können, werden
die Montage- und Demontageeigenschaften sowie die Wartungsfähigkeit
des Ventilkörpers,
der einer Beschädigung durch
Fremdkörper
wie z.B. Abfall unterliegen kann, ausgezeichnet.
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Vorzugsweise
wird in einer Position der Gleitbohrung in der Nähe eines Endabschnitts bei
der Strömungsstrecke
ein Abstreifer bereitgestellt, um das Eindringen von Fremdkörpern aus
der Strömungsstrecke
in die Gleitbohrung zu verhindern.
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Die
Erfindung wird im Folgenden lediglich beispielhaft ausführlicher
beschrieben mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen, die Folgendes
zeigen:
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1 ist
ein vertikaler Querschnitt, der in der linken Hälfte eine erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Zweiwegeventils
in einem geschlossenen Zustand des Ventils wiedergibt und der in
der rechten Hälfte
das Ventil in einem geöffneten
Zustand wiedergibt.
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2 ist
ein vertikaler Querschnitt, der in der linken Hälfte eine zweite Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Ventils
in einem geschlossenen Zustand und in der rechten Hälfte das
Ventil in einem geöffneten
Zustand wiedergibt.
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3a bis 3c sind
erläuternde
Ansichten mit der Darstellung möglicher
Formen für
ein ausgangseitiges Anschlussloch 6 eines Ausgangs 3 des in 1 und 2 dargestellten
Ventils.
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1 zeigt
eine Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Zweiwegeventils.
Das Zweiwegeventil eignet sich hauptsächlich für die Verwendung in einem Zustand,
wobei das Ventil an eine Leitung für Flüssigkeiten mit einer großen Menge
von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall bzw. Rückstände von
Werkzeugmaschinen angeschlossen ist.
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Gemäß der Ausführungsform
ist das Ventil ein Zweiwegeventil des Pilotventil-Typs, und es hat ein
Gehäuse 1 mit
rechteckigem oder kreisförmigem Querschnitt.
Das Gehäuse 1 hat
einen Eingang 2, der sich in einer axial verlaufenden Endfläche des
Gehäuses 1 öffnet, und
einen Ausgang 3, der sich in einer Richtung öffnet, die
in einer Seitenfläche
des Gehäuses 1 senkrecht
zu einer Achse des Gehäuses 1 verläuft. Im
Gehäuse 1 ist
eine L-förmige
Strömungsstrecke 4 ausgebildet,
die über
Anschlusslöcher 5 und 6 mit
dem Eingang 2 bzw. dem Ausgang 3 kommuniziert.
Die Anschlusslöcher 5 und 6 sind
so ausgebildet, dass ihre Querschnittsflächen denen der entsprechenden
Anschlüsse 2 und 3 ähnlich sind,
sodass die Querschnittsflächen
der Anschlusslöcher 5 und 6 im
Vergleich zu denen der entsprechenden Anschlüsse 2 und 3 im
Wesentlichen gleich oder geringfügig
kleiner sind.
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Im
Gehäuse 1 ist
ein kreisförmiger
Ventilsitz 7 um das eingangsseitige Anschlussloch 5 ausgebildet,
das den Eingang 2 und die Strömungsstrecke 4 verbindet,
und ein Ventilkörper 8 zum Öffnen und Schließen des
Ventilsitzes 7 von einer Strömungsstrecke 4 aus
ist vorhanden. Der Ventilkörper 8 ist
an einem Spitzenende eines Ventilschafts 9 mit kreisförmig-zylindrischer
Form angebracht, der zum Gleiten im Gehäuse 1 gelagert ist
und durch Druck von Steuerflüssigkeit
(Luftdruck) betrieben wird. Der Eingang 2, das eingangsseitige
Anschlussloch 5, der Ventilkörper 8 und der Ventilschaft 9 sind
auf der gleichen Achse angeordnet.
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Durch
die Bereitstellung der L-förmigen
Strömungsstrecke 4 im
Gehäuse 1,
die Erweiterung des eingangsseitigen Anschlusslochs 5 auf
eine dem Eingang 2 ähnliche
Größe und die
Bereitstellung des Ventilsitzes 7 um das Anschlussloch 5,
sodass der Ventilsitz 7 entsprechend der vorstehenden Beschreibung
vom Ventilkörper 8 geöffnet und
geschlossen wird, ist der Querschnitt einer Strömungsstrecke 4 im
Gehäuse 1 ausreichend
groß vorgegeben,
und eine Strömungsstrecke,
in der eine wirbelförmige
Strömung
unterdrückt
ist, wird ausgebildet.
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Der
Ventilschaft 9 mit dem Ventilkörper 8 an dessen Spitzenende
wird zum Gleiten in einem flüssigkeitsdichten
Zustand in eine Gleitbohrung 12 eingesetzt, die im Gehäuse 1 bereitgestellt
ist, und ein Spitzenende-Abschnitt des Ventilschafts 9 reicht
in die Strömungsstrecke 4 hinein
bzw. zieht sich daraus zurück.
Andererseits hat der Ventilkörper 8 an
seinem Umfang einen kreisförmigen
Ventildichtabschnitt 8a, der mit dem Ventilsitz 7 in
Kontakt kommt bzw. sich davon abtrennt. Der Ventilkörper 8 ist
am Spitzenende des Ventilkörpers 9 mittels
eines Bolzens 10 angebracht, und der Ventilkörper 8 bewegt sich
beim Öffnen
und Schließen
des Ventilsitzes 7 durch den Ventilkörper 8 über eine
vordere Fläche des
ausgangsseitigen Anschlusslochs 6. Da der Ventilkörper 8 durch
Fremdkörper
wie z.B. Abfall beschädigt
werden kann, ist der Ventilkörper 8 vorzugsweise mittels
des Bolzens 10 änderbar.
Der Ventilkörper 8 ist
jedoch nicht austauschbar, und es ist möglich, dass der Ventilkörper 8 mit
dem Ventilschaft 9 in einem Stück integriert ist und dass,
z.B. entsprechend der Darstellung einer Ausführungsform in 2,
ein Ventildichtungsabschnitt 9a um das Spitzenende des Ventilschafts 9 ausgebildet
ist.
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Die
Gleitbohrung 12, in die der Ventilschaft 9 eingepasst
wird, ist so ausgebildet, dass sie von einer rückseitigen Endfläche des
Gehäuses 1 zur
Strömungsstrecke 4 verläuft, und
der Ventilschaft 9 wird von der rückseitigen Endfläche des
Gehäuses 1 aus in
die Gleitbohrung 12 eingesetzt. Um das Eindringen von Fremdkörpern zwischen
der Gleitbohrung 12 und dem Ventilschaft 9 zu
verhindern und gleichzeitig die Gleitbohrung 12 und den
Ventilschaft 9 abzudichten, ist an einer Position der Gleitbohrung 12 in
der Nähe der
Strömungsstrecke 4 ein
Abstreifer 13 bereitgestellt, um das Eindringen von Fremdkörpern aus
der Strömungsstrecke
zu verhindern. Hinter dem Abstreifer 13 sind Dichtungsmittel 14 zum
Abdichten gegen den Flüssigkeitseintritt
aus der Strömungsstrecke und
Dichtungsmittel 15 zum Abdichten gegen Druck von Steuerflüssigkeit
aus einer Druckkammer 23, die im Folgenden beschrieben
wird, bereitgestellt.
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In
den Zeichnungen kennzeichnet die Kennziffer 16 eine Führungsbuchse.
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Der
Ventilschaft bei der in 1 dargestellten Ausführungsform
hat einen Durchmesser D1, der im Vergleich zu einem Durchmesser
D2 des Ventilkörpers 8 gleich
oder geringfügig
größer ist.
Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform
ist der Ventilkörper
nicht mit einer speziellen Kennziffer versehen, da der Ventilkörper im
Ventilschaft 9 integriert ist, wobei aber die Durchmesser
des Ventilschafts 9 und des Ventilkörpers im Wesentlichen gleich
sind. Ein Hub A des Ventilkörpers 8 zum Öffnen und Schließen des
Ventilsitzes 7 ist auf einen Betrag eingestellt, der zur
im Wesentlichen vollständigen Öffnung des
ausgangsseitigen Anschlusslochs 6 des Ausgangs 3 in
der Strömungsstrecke 4 erforderlich ist.
Das bedeutet, dass die Länge
des Hubs A des Ventilschafts 9 so eingestellt ist, dass
der Ventilkörper 8 beim Öffnen des
Ventilsitzes 7 nach hinten in eine Position bewegt wird,
die vollständig
vom ausgangsseitigen Anschlussloch 6 getrennt ist.
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3a bis 3c zeigen
Beispiele einer bevorzugten Form eines ausgangsseitigen Anschlusslochs 6.
Formen des in 3a bis 3c dargestellten
ausgangsseitigen Anschlusslochs 6 sind Rechtecke oder Rechtecken ähnliche
Formen, und sie haben Breiten C, die im Vergleich zum Durchmesser
des Ventilkörpers 8 bzw.
des Ventilschafts 9 im Wesentlichen gleich oder geringfügig größer sind.
Durch die Ausbildung des ausgangsseitigen Anschlusslochs 6 in
einer derartigen Form kann der Querschnitt einer Strömungsstrecke
so groß wie
möglich
gestaltet werden.
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Da
eine Länge
der Strömungsstrecke 4 in
einer axialen Richtung des Ventilschafts mit einem Betrag vorgegeben
ist, der einem Durchmesser B des ausgangsseitigen Anschlusslochs 6 in
der Axialrichtung ähnlich
ist, d.h. dass die Höhe
B so bemessen ist, dass die Länge
der Strömungsstrecke 4 im
Wesentlichen gleich der Höhe
B in den in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsformen oder geringfügig größer ist,
gibt es eine Beziehung A ? B zwischen dem Hub A (1)
zum vollständigen Öffnen des
Ventilkörpers 8 und
der Höhe
B des ausgangsseitigen Anschlusslochs 6. Ein Innendurchmesser der
Strömungsstrecke 4 ist
so ausgebildet, dass er geringfügig
größer ist
als ein Durchmesser des Ventilschafts 9, sodass der Ventilschaft 9 mit
einem kleinen Spalt um den Ventilschaft 9 in die Strömungsstrecke 4 eingepasst
wird.
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Wenn
der Durchmesser D1 des Ventilschafts 9 so vorgegeben ist,
dass er entsprechend der vorstehenden Beschreibung gleich dem Durchmesser D2
des Ventilkörpers 8 oder
geringfügig
größer ist, und
wenn der Ventilkörper
in eine Position bewegt wird, bei der das ausgangsseitige Anschlussloch 6 des
Ausgangs 3 vollständig
geöffnet
ist, zieht sich der Ventilkörper 8 in
einem geöffneten
Zustand des Ventils im Wesentlichen in die Gleitbohrung 12 des
Gehäuses 1 zurück, ein
Querschnitt der Strömungsstrecke
vom Eingang 2 zum Ausgang 3 erreicht eine maximale
Größe, und
die Erzeugung der wirbelförmigen Strömung wird
unterdrückt.
Daher stauen sich keine Fremdkörper
in einem Abschnitt der Strömungsstrecke 4.
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Da
der Durchmesser des aus der bzw. in die Gleitbohrung 12 und
in die bzw. aus der Strömungsstrecke 4 vorstoßenden bzw.
sich zurückziehenden Ventilschafts 9 im
Vergleich zum Durchmesser des Ventilkörpers 8 als gleich
oder geringfügig
größer vorgegeben
ist, sodass praktisch kein Spalt zwischen dem Ventilkörper 8 und
der Gleitbohrung 12 vorliegt, wird in keinem Abschnitt
der Strömungsstrecke
des Gehäuses
ein Stagnationsabschnitt bzw. ein Abschnitt, in dem Fremdkörper am
Ventilkörper 8 haften bleiben,
erzeugt, wodurch auch die Ansammlung von Fremdkörpern in der Strömungsstrecke
verhindert wird.
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Um
den Ventilschaft 9 mittels des Drucks der Steuerflüssigkeit
zu betreiben, ist eine Abdeckung 20 abnehmbar an einem
rückseitigen
Endabschnitt des Gehäuses 1 angebracht,
ein Zylinderabschnitt ist in der Abdeckung 20 ausgebildet,
und ein Kolben 21 ist zum Gleiten im Zylinderabschnitt
untergebracht. Ein rückseitiger
Endabschnitt des Ventilschafts 9 verläuft von der Gleitbohrung 12 in
den Zylinderabschnitt und ist über
einen Bolzen 22 mit dem Kolben 21 verbunden. Die
Druckkammer 23 und eine Federkammer 24 sind an
gegenüberliegenden
Seiten des Kolbens 21 definiert und ausgebildet, und die
Druckkammer 23 kommuniziert durch eine Pilot-Durchgangsbohrung 25 mit
einem Pilotanschluss 26. Erste und zweite Federn 27 und 28 sind
zwischen der Abdeckung 20 und einem zurückgezogenen Abschnitt des Kolbens
in der Federkammer 24 angebracht, und die Federkammer 24 ist über einen
Belüftungsanschluss 29 nach außen offen.
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Wenn
der Zylinderabschnitt in der Abdeckung 20 abnehmbar am
Gehäuse 1 angebracht
ausgebildet ist und wenn der Ventilkörper 8 so ausgebildet
ist, dass sein Durchmesser entsprechend der vorstehenden Beschreibung
im Vergleich zum Durchmesser des Ventilschafts 9 gleich
oder geringfügig kleiner
ist, dann können
der Ventilschaft 9 und der Ventilkörper 8 in einem Zustand,
bei dem die Abdeckung 20 abgenommen ist, von außerhalb
des Gehäuses 1 in
die Gleitbohrung eingesetzt bzw. daraus entnommen werden; und die
Montageeigenschaften, die Demontageeigenschaften sowie die Wartungsfähigkeit
des Ventilkörpers 8,
der einer Beschädigung durch
Fremdkörper
wie z.B. Abfall unterliegen kann, sind ausgezeichnet.
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Um
den Kolben 21 herum sind ein Führungsring 31, Dichtungsmaterial 32 und
eine mit Fett gefüllte
Nut 33 zum Schmieren des Dichtungsmaterials bereitgestellt.
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Bei
dem Zweiwegeventil mit der vorstehend beschriebenen Struktur in
einem Zustand, bei dem die Druckkammer 23 nicht vom Pilotanschluss 26 mit dem
Druck der Steuerflüssigkeit
beaufschlagt wird, wird der Ventildichtungsabschnitt 8a (9a bei
der in 2 dargestellten Ausführungsform durch Vorspannungskräfte der
ersten und zweiten Federn 27 und 28, die auf den
Kolben 21 wirken, gegen den Ventilsitz 7 gepresst,
um die Strömungsstrecke 4 zu schließen.
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Wenn
in diesem Zustand die Druckkammer 23 durch den Pilotanschluss 26 mit
dem Druck der Steuerflüssigkeit
beaufschlagt ist, wird der Kolben 21 gegen die Vorspannungskräfte der
ersten und zweiten Federn 27 und 28 gedrückt, und
der Ventilsitz 7 wird geöffnet.
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Da
der Hub A des Ventilkörpers 8 zum Öffnen und
Schließen
des Ventilsitzes 7 so vorgegeben ist, dass er gleich dem
zum im Wesentlichen vollständigen Öffnen des ausgangsseitigen
Anschlusslochs 6, das den Ausgang 3 und die Strömungsstrecke 4 verbindet,
erforderlichen Hub ist, d.h. dass er der Höhe B des ausgangsseitigen Anschlusslochs 6 entspricht,
erreicht zu diesem Zeitpunkt die Strömungsstrecke, die im Gehäuse vom
Eingang 2 bis zum Ausgang 3 verläuft, eine
maximale Größe, wenn
das Ventil. offen ist und die wirbelförmige Strömung unterdrückt wird.
Wenn das Zweiwegeventil in einer Leitung für Flüssigkeiten mit einer großen Menge
von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall verwendet, sammeln sich daher keine Fremdkörper in
der Strömungsstrecke
an.
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Da
weiter der Durchmesser D1 des Ventilschafts 9, der aus
dem bzw. in das Gehäuse 1 in
die bzw. aus der Strömungsstrecke 4 eindringt
bzw. zurückgeht,
so vorgegeben ist, dass er im Vergleich zum Durchmesser D2 des Ventilkörpers 8 gleich
oder geringfügig
größer ist,
wird in der Strömungsstrecke 4 im
Gehäuse 1 kein
Stagnationsabschnitt bzw. kein Abschnitt, in dem Fremdkörper am
Ventilkörper
haften bleiben, erzeugt, wodurch auch die Ansammlung von Fremdkörpern in
der Strömungsstrecke
verhindert wird.
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Da
das Zweiwegeventil über
die strukturelle Veränderung
eines bereits bekannten konventionellen Ventils vom Pilotventil-Typ
ausgebildet ist, hat das Zweiwegeventil eine einfache Struktur und
kann im Vergleich zu einem Kugelventil oder einem ähnlichen Ventil,
das üblicherweise
für Flüssigkeiten
mit Fremdkörpern
verwendet wird, zu einem niedrigen Preis bereitgestellt werden.
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Da
mit Ausnahme der speziell mit Bezug auf 2 vorstehend
beschriebenen Struktur und Betriebsweise im Wesentlichen kein Unterschied
zwischen der in 2 dargestellten Ausführungsform und
der in 1 wiedergegebenen Ausführungsform besteht, werden
die gleichen Kennziffern wie in 1 verwendet,
um die Beschreibung der in 2 wiedergegebenen
Ausführungsform
auszulassen.
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Ein
Zweiwegeventil vom Pilotventil-Typ entsprechend der vorstehenden
ausführlichen
Beschreibung ist kostengünstig
und hat eine einfache Struktur, wobei Fremdkörper nicht am Ventilkörper oder am
Ventilschaft haften bleiben oder sich in einem Abschnitt der Strömungsstrecke
ansammeln, wenn das Zweiwegeventil in einer Leitung für Flüssigkeiten
mit einer großen
Menge von Fremdkörpern
wie z.B. Abfall verwendet wird.
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Der
Ventilkörper
kann leicht von außerhalb des
Gehäuses
eingesetzt bzw. entnommen werden, um so die Montageeigenschaften,
die Demontageeigenschaften und die Wartungsfähigkeit des Ventilkörpers, der
einer Beschädigung
durch Fremdkörper
wie z.B. Abfall unterliegen kann, zu verbessern.