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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Behandeln eines fluiden
Produktes, beispielsweise eines Molkereiproduktes, mit Wärme, mit
mindestens einer Produktleitung, durch die bei der Benutzung das
Produkt und Dampf transportiert werden, um das Produkt mit aus dem
Dampf stammender Wärme
zu behandeln, und einem Expansionstank zum Abkühlen des aus der Produktleitung
kommenden Produktes, wobei die Produktleitung mit einer Auslassöffnung,
die in dem Expansionstank endet, mindestens einer Dampfeinlassöffnung,
mindestens einer Produkteinlassöffnung
und einem stromabwärts
der Dampfeinlassöffnung
und der Produkteinlassöffnung angeordnete
Flusseinengung, die einen Durchflusswiderstand bildet, versehen
ist.
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Die
Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Behandeln eines fluiden
Produktes, beispielsweise eines Molkereiproduktes, mit Wärme, bei
dem das Produkt mit Dampf durch mindestens eine Produktdurchführung transportiert
wird, um das Produkt mit aus dem Dampf stammender Wärme zu behandeln, wobei
das mit Wärme
behandelte Produkt anschließend
einem Expansionstank zugeführt
wird, um das Produkt abzukühlen,
und bei dem in der Produktleitung eine Einengung vorgesehen ist.
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Eine
derartige Vorrichtung und ein solches Verfahren zur Wärmebehandlung
des fluiden Produktes in Form einer Flüssigkeit ist aus WO 84/02062 bekannt.
Das Wesentliche einer solchen Wärmebehandlung
besteht darin, dass das Produkt während eines kurzen Zeitraums
auf eine erhöhte
Temperatur gebracht und anschließend schnell abgekühlt wird. Diese
Art der Wärmebehandlung
hat Vorteile gegenüber
einer Wärmebehandlung,
bei welcher das Produkt für
einen längeren
Zeitraum auf eine etwas weniger erhöhte Temperatur gebracht wird.
Ein in diesem Zusammenhang erwähnenswerter
Vorteil besteht darin, dass Bakterien bei höheren Temperaturen wirksamer
zerstört
werden. Somit können
die schädlichen
Auswirkungen auf das Produkt durch die Wärmebehandlung minimiert werden,
während
die Zerstörung
von schädlichen
Mikroorganismen in ausreichender Weise stattfindet. Weitere Vorrichtungen sind
aus
US 2,022,419 ,
US 2,130,645 und
US 2,353,912 bekannt.
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Bei
der bekannten Vorrichtung der WO 84/02062 führt die Produktleitung stromabwärts von der
Einengung in einen Expansionstank. Dies hat zur Folge, dass die
Temperatur des fluiden Produktes stromabwärts von der Einengung eher
allmählich
als abrupt abnimmt.
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Stromabwärts von
der Einengung bleibt das fluide Produkt wegen der Produktleitung
warm. Dies hat wiederum zur Folge, dass das Produkt relativ lange
warm bleibt, so dass die oben erwähnten nachteiligen Auswirkungen
auf das Produkt in Folge der Wärmebehandlung
nicht optimal minimiert werden.
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Außerdem hat
die bekannte Vorrichtung den Nachteil, dass die Produktleitung stromabwärts von der
Einengung verschmutzt, denn das Produkt wird dort an der noch heißen Produktleitung
anbacken. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Vorrichtung nur
relativ kurze Zeit benutzt werden kann (grob geschätzt einige
Stunden), nach der sie, insbesondere wenn es sich um ein verzehrbares
Produkt handelt, gereinigt werden muss.
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Die
Erfindung, wie sie in den Ansprüchen
definiert ist, zielt darauf ab, die erwähnten Nachteile zu beheben
und ist dadurch gekennzeichnet, dass die Flusseinengung auch die
Auslassöffnung
der Produktleitung bildet, so dass stromabwärts von der Einengung keine
Seitenwände
der Produktleitung vorhanden sind. Da sich die Produktleitung nicht
stromabwärts
von der Einengung erstreckt, kühlt
das die Einengung verlassende Produkt direkt in dem Expansionstank
ab. Tatsächlich
bildet die Einengung das Ende der Produktleitung und endet direkt
in dem Expansionstank. Dies hat auch zur Folge, dass das stromabwärts von
der Einengung abkühlende
Produkt nicht an der Produktleitung anbacken kann.
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Mit
dieser Vorrichtung kann das in der Produktleitung befindliche Produkt
schnell erwärmt
werden und, am Ende der Produktleitung, bevor diese in den Expansionstank
mündet,
kann eine relativ hohe Temperatur erreicht werden, da das Produkt
nur für relativ
kurze Zeit auf diesem Temperaturniveau bleibt. Nach Durchströmen der
Einengung kühlt
das Produkt direkt in dem Expansionstank ab. Auf Grund der Tatsache,
dass das Produkt die Maximaltemperatur nur für einen kurzen Zeitraum annimmt,
kann diese Temperatur ohne nachteilige Auswirkungen auf das Produkt
wie beispielsweise Denaturierung von Proteinen höher gewählt werden als bei der bekannten
Vorrichtung. Andererseits bewirkt die kurzzeitige hohe Temperatur,
dass die mikrobiologische Inaktivierung wesentlich stärker ausfällt als
eine Verringerung um einen Bruchteil.
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Die
Auslassöffnung
befindet sich in einer Oberfläche
der Innenwand des Tanks.
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Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
erstreckt sich die Produktleitung in eine Öffnung des Tanks und die Öffnung ist
mittels einer wärmeisolierenden
Dichtung mit dem Tank verbunden. Auf diese Weise kann die Produktleitung
in der Nähe
der kombinierten Beschränkungs-
und Auslassöffnung
ausreichend heiß bleiben,
während
die Wände
des Expansionstanks kaum erwärmt
werden. Somit wird ein Anbacken von Produkt an den Innenwänden des
Expansionstanks verhindert.
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Vorzugsweise
ist wenigstens eine Dampfeinlassöffnung
stromabwärts
der wenigstens einen Produkteinlassöffnung angeordnet.
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Außerdem ist
insbesondere ein Volumen der Produktleitung, das zwischen der mindestens
einen Dampfeinlassöffnung
und der Strömungsbeschränkung angeordnet
ist, einstellbar ausgestaltet. Dadurch kann die Zeitdauer, während der
das Produkt heiß ist,
bevor es zum Abkühlen
durch die Flusseinengung fließt,
variiert werden. Insbesondere ist die Länge der Produktleitung, die
zwischen der Dampfeinlassöffnung
und der Einengung gelegen ist, einstellbar ausgestaltet.
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Vorzugsweise
ist die Vorrichtung derart bemessen, dass bei der Benutzung der
Dampf stromaufwärts
der Einengung vollständig
kondensiert ist. Auf diese Weise erreicht man eine konstante Temperatur
vor der Einengung, die auch ihr höchstes Niveau erreicht hat.
Die Vorrichtung ist insbesondere außerdem mit Dampfzuführmitteln
zum Zuführen
des Dampfes unter Druck an die mindestens eine Dampfeinlassöffnung versehen.
Die Vorrichtung kann außerdem
mit einem Sensor zum Messen der Temperatur in einem Teil der Produktleitung
stromabwärts
der mindestens einen Dampfzufuhröffnung
und der mindestens einen Produktzufuhröffnung ausgestattet sein. Insbesondere
sind die Dampfzuführmittel so
ausgelegt, dass sie die der Produktleitung zugeführte Dampfmenge in Abhängigkeit
von der gemessenen Temperatur regulieren können.
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Außerdem ist
es bevorzugt, dass die Einengung eine Länge aufweist, die in etwa gleich
dem Durchmesser der Einengung ist.
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Wenn
die Einengung einen Durchmesser von 0,5 bis 5 [mm] aufweist und
vorzugsweise etwa 2 [mm], wird kein Dampf in der Einengung auftreten,
so dass sich keine Blasen bilden werden. Somit wird verhindert,
dass die Durchflussrate eingeschränkt wird, weil eine kritische
Maximalgeschwindigkeit erreicht wurde. Bei der bekannten Vorrichtung
wird im Gegensatz dazu die Durchflussrate durch einen Zustand begrenzt,
bei welchem Dampf in der Einengung auftritt, ein Zustand, der in
WO 84/02062 als kritischer Bereich bezeichnet wird.
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Weiterhin
werden insbesondere bei Verwendung für ein flüssiges Produkt auf Grund der
Einengung Produkttröpfchen
in dem Expansionstank gebildet. Folglich tritt in dem Expansionstank
eine Vergrößerung der
Oberfläche
des Produkts auf, so dass das Produkt schneller abkühlt.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
der Vorrichtung ist außerdem
dadurch gekennzeichnet, dass die Produktleitung einen Durchmesser
von etwa 12 [mm] aufweist, dass der Teil, in welchem die Löcher vorgesehen
sind, sich über
eine Länge
von etwa 100 [mm] erstreckt und dass darin mindestens 2 und beispielsweise
30 Löcher
vorgesehen sind, von denen jedes einen Durchmesser von etwa 1 [mm]
aufweist. Insbesondere ist eine Vorrichtung dadurch gekennzeichnet,
dass der Expansionstank von wenigstens 500 [mm] und eine Höhe von wenigstens
500 [mm] aufweist.
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In
WO 98/07328 wird ein Verfahren beschrieben, mit welchem eine solche
Wärmebehandlung durchgeführt werden
kann. Dieses Verfahren ist eine direkte Wärmebehandlung, was bedeutet,
dass das zu erwärmende
Produkt in Kontakt mit Dampf gebracht wird, wobei der Dampf auf
dem Produkt kondensiert. In dem erwähnten Verfahren wird das Produkt
in einer Mischkammer mit Dampf gemischt, wobei ein Gemisch aus Produkt,
Dampf und Kondensat gebildet wird. Dabei wird ein Überschuss
an Dampf zugeführt.
Anschließend
wird das Gemisch durch die Produktleitung transportiert. Dabei wird
die Verweildauer des Produktes in der Produktleitung durch die Menge
an zugeführtem
Dampf bestimmt. Das Produkt strömt über eine
Produktleitung ein steuerbares Ventil eine Flusseinengung bildet,
und über
eine daran anschließende
Leitung in einen Expansionstank. Das Produkt bleibt für einen
relativ langen Zeitraum auf einer Maximaltemperatur T(1) max. Nach dem Erreichen des Expansionstanks
wird das Produkt expandiert und kühlt dadurch ab. Über eine
Auslassöffnung in
dem Expansionstank kann das behandelte Produkt abgezogen werden.
Der Dampf verlässt
den Expansionstank durch eine separate Auslassöffnung.
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In
dem in WO 98/07238 beschriebenen Verfahren wird das Produkt bereits
in der Mischkammer auf eine höhere
Temperatur gebracht. Anschließend wird
das Gemisch durch die Produktleitung transportiert. Dies bedeutet,
dass während
eines Teils der Verweildauer in der Mischkammer und während der gesamten
Transportdauer durch die Produktleitung in den Expansionstank das
Produkt praktisch auf maximaler Heiztemperatur ist. Dieses Merkmal
stellt den ersten Nachteil dieses Verfahrens dar, da dieser relativ
lange Zeitraum eine Einschränkung
der Maximaltemperatur bedingt, auf welche das Produkt ohne nachteilige
Auswirkungen auf das Produkt, wie beispielsweise Denaturierung von
Proteinen, erhitzt werden kann. Ein zweiter Nachteil des erwähnten Verfahrens
liegt darin, dass die Verweildauer in der Mischkammer nicht für alle Produktanteile
gleich ist, was für
die Endqualität
des Produktes nachteilig ist.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ist dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe der Einengung stromabwärts von
der Einengung Flüssigkeitstropfen des
Produktes in dem Expansionstank gebildet werden. Damit tritt in
dem Expansionstank eine Vergrößerung der
Produktoberfläche
auf, so dass das Produkt schnell abkühlt.
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Im
Folgenden wird die Erfindung auf der Grundlage der Zeichnung näher erläutert. In
der Zeichnung zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung einer bekannten Vorrichtung zur Wärmebehandlung
eines Produktes;
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2 einen
möglichen
Temperaturverlauf des Produktes während der Wärmebehandlung in der Vorrichtung
der 1;
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3a eine
schematische Darstellung einer ersten ertindungsgemäßen Ausführungsform
einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung
eines Produktes;
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3b eine
schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer ertindungsgemäßen Vorrichtung
zur Wärmebehandlung
eines Produktes;
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4 einen
Verlauf einer möglichen
Temperaturkurve des Produktes während
einer Wärmebehandlung
in der Vorrichtung der 3a und 3b.
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In 1 ist
eine bekannte Vorrichtung 1 zur Wärmebehandlung eines fluiden
Produktes, beispielsweise eines Molkereiproduktes, dargestellt. Das
Produkt 4 wird durch eine Produktleitung 8 mit Dampf 6 transportiert,
um das Produkt mit aus dem Dampf stammender Wärme zu behandeln. Das wärmebehandelte
Produkt wird anschließend
in einen Expansionstank 10 zum Abkühlen des Produktes geleitet.
Die Vorrichtung ist außerdem
mit einer Mischkammer 12 versehen, in welcher der Dampf 6 mit dem
Produkt gemischt wird. In der Produktleitung ist auch ein Ventil 14 angeordnet,
durch das der Druck stromaufwärts
des Ventils 14 in der Produktleitung auf einem Niveau gehalten
wird. Stromabwärts
von dem Ventil 14 erreicht die Produktleitung 8 eine
Auslassöffnung 16,
welche sich in dem Expansionstank 10 befindet. Der Expansionstank 10 ist
außerdem
mit einer Produktauslassöffnung 18 zum
Abzug des gekühlten
Produktes aus dem Expansionstank 10 und einer Dampfauslassöffnung 20 zur
Abgabe des Dampfes aus dem Expansionstank 10 versehen.
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3a zeigt
eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
wobei einander entsprechende Bauteile der 1 und 3a mit den
gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind. Eine Seitenwand 22 der
Produktleitung 8 ist mit zahlreichen Dampfeinlassöffnung 24 versehen.
Das Produkt 4 wird mit einem Druck von beispielsweise [4–15] bar
in die Produktleitung 8 eingeleitet. Um den Teil der Produktleitung 8 herum,
in welchem die Dampfeinlassöffnungen 24 vorgesehen
sind, befindet sich eine Dampfkammer 26, so dass der Dampf, der
unter Druck mit Hilfe von Dampfversorgungsmitteln 28 in
eine Dampfkammer geliefert wird, anschließend über die Dampfeinlassöffnungen
in die Produktleitung 8 hineinspritzt.
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Mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß 3a ist
es möglich,
dem Produkt in der Produktleitung 8 eine Strömungsdauer
t(1) B von weniger als
1000 [ms] und insbesondere von weniger als 100 [ms] zu vermitteln.
Während
dieser Zeit wird das Produkt von einer Temperatur TIN von
[1–110][C°] auf eine
Temperatur Tmax von [80–200][C°] zu erhitzen. Ein entsprechender
möglicher
Temperaturverlauf des Produktes ist in 4 dargestellt.
Entlang der horizontalen Achse ist eine lineare Zeitskala und entlang der
vertikalen Achse eine lineare Temperaturskala angeordnet.
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In 4 ist
t(3) B die mittlere
Zeit, in der sich das Produkt in der Produktleitung aufhält und t(3) D ist die mittlere
Zeit, in welcher das Produkt in dem Expansionstank 10 abkühlt.
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2 zeigt
einen möglichen
Temperaturverlauf des Produktes, das mit der Vorrichtung gemäß Stand
der Technik aus 1 erhitzt wird. Die Achsen der 2 haben
die gleiche Skalierung wie die entsprechenden Achsen der 4.
In 2 ist t(1) A die mittlere
Zeitdauer, in welcher sich das Produkt in der Mischkammer 12 befindet,
t(1) B ist die mittlere
Zeitdauer, in welcher sich das Produkt stromabwärts der Mischkammer 12 in
der Produktleitung befindet, t(1) C ist die mittlere Zeitdauer, ihn welcher
das Produkt stromabwärts
von dem Ventil 14 und stromaufwärts von der Auslassöffnung in
der Produktleitung 8 ist, und t(1) D ist die mittlere Zeitdauer, in welcher
das Produkt im Expansionstank 10 abkühlt. Ein Vergleich der 2 und 4 zeigt,
dass das mit der Vorrichtung gemäß 3a erhitzte
Produkt eine höhere
mögliche
Temperatur während
einer kürzeren
Zeitdauer als das mit der Vorrichtung der 1 behandelte Produkt
erreichen kann (t(3) B < [t(1) A + t(1) B],
[T(3) Max – T(3) In] > [T(1) Max – T(1) In] und T(3) max > T(1) max. Falls gewünscht kann natürlich T(3) Max kleiner oder
gleich T(1) Max sein.
In jedem Fall kann die Verweildauer t(3) B kürzer
als in der bekannten Vorrichtung sein. Dies ist ein Ergebnis der
Tatsache, dass bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf Grund der
vorgesehenen Dampfkammer der Dampf direkt durch Dampfeinlassöffnungen
in die Produktleitung eingespritzt wird. Die Temperatur des Dampfes
beträgt
dann [150–230] [C°] mit einem
zugehörigen
Druck von [5–28][bar].
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
der 3a ist es daher möglich, das Produkt sehr schnell
aufzuheizen, kurze Verweilzeiten zu verwirklichen und eine schmälere Verteilung
dieser Verweilzeiten zu realisieren. Auf Grund der Tatsache, dass
das Produkt die maximale Temperatur T(3) max nur für
einen kurzen Zeitraum annimmt, kann diese Temperatur T(3) max höher
als die Temperatur T(1) max gewählt werden,
ohne dass das Produkt nachteilige Folgen, wie beispielsweise die
Denaturierung von Proteinen erleidet. Andererseits hat die kurzzeitige
hohe Temperatur T(3) max jedoch
das Ergebnis, dass die mikrobiologische Inaktivierung wesentlich
ausgeprägter
als nur eine bruchteilhafte Verringerung ist. Außerdem ist es möglich, wärmebeständige Sporen
wesentlich stärker
als mit nur einer bruchteilhaften Verringerung zu inaktivieren.
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Die
Vorrichtung wird außerdem
dadurch optimiert, dass eine Flussinengung 30 vorgesehen
ist. Die Flusseinengung 30 stellt gleichzeitig die Auslassöffnung 16 der
Produktleitung dar, so dass stromabwärts der Einengung keine Seitenwände der
Produktleitung mehr vorhanden sind. Die Produktleitung verengt sich
nach und nach in stromabwärtiger
Richtung über
eine Länge
V bis zu dem Ende der Einengung 30 hin. Dies ist jedoch
nicht notwendig, sondern ein abrupter Übergang ist ebenfalls möglich. Da
sich die Produktleitung nicht über
die Einengung hinaus erstreckt, kühlt das die Einengung verlassende
Produkt direkt in dem Expansionstank ab. So stellt die Einengung
das Ende der Produktleitung dar und mündet direkt in den Expansionstank.
Dies bedingt weiterhin, dass das stromabwärts von der Einengung abkühlende Produkt
nicht an der Produktleitung anbacken kann. Im vorliegenden Fall
bildet die Einengung außerdem
eine Spritzdüse
(vergleiche 3a), die am Ende der Produktleitung
in dem Expansionstank 10 angeordnet ist. Dadurch, dass
die Strömungsbeschränkung an
dem Ende der Produktleitung in dem Expansionstank angeordnet wird,
erreicht man, dass das Produkt sehr schnell nach Erreichen der Maximaltemperatur
T(3) max über die
Strömungsbeschränkung in
dem Expansionstank endet, wo das Produkt direkt abkühlt. Im
Ergebnis durchquert das Produkt nach einer sehr kurzen Heizperiode
t(3) B eine sehr
kurze Abkühlperiode
t(3) D durch Expansion
in dem Expansionstank 10. Die Abkühlzeit ist wesentlich kürzer als
die Abkühlzeit
t(1) C + t(1) D der Vorrichtung
der 1.
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Der
Druck in dem Expansionstank liegt beispielsweise bei [0.02–0.9][bar].
Nachdem das Produkt auf eine Temperatur T(3) Out von [20–90][°C] abgekühlt ist, kann das Produkt über die
Auslassöffnung 18 gesammelt
werden. Der Dampf verlässt
den Expansionstank über
die Öffnung 20.
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Bei
der Vorrichtung gemäß 3a befindet sich
die Auslassöffnung
in dem Expansionstank 10 an einer gegenüber der Innenwand des Expansionstanks 10 versetzten
Position. Die Produktleitung 8 erstreckt sich in eine Öffnung 34 des
Tanks und ist in der Öffnung 34 mittels
einer wärmeisolierenden
Dichtung 36 (beispielsweise einem Teflonring) mit dem Expansionstank 10 verbunden.
Als Resultat dieser Maßnahme
kann die Produktleitung in der Nähe
der kombinierten Einengung und Auslassöffnung ausreichend heiß bleiben,
während
die Wände
des Expansionstanks kaum erwärmt
werden. Ein Anbacken des Produktes beispielsweise an der Außenseite
der Produktleitung (wobei die Außenseite nun über die
Dichtung 36 abgedichtet ist) in dem Expansionstank und an
der Wand des Expansionstanks wird verhindert. Anbacken an der Innenwand
des Expansionstanks wird ebenfalls verhindert, weil diese Wand kalt
bleibt.
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In
diesem Beispiel ist ein Volumen der Produktleitung 8, das
sich zwischen den Dampfeinlassöffnungen 24 und
der Strömungsbeschränkung 30 befindet,
einstellbar. Hier wird dies beispielsweise so verwirklicht, dass
die Länge
L der Produktleitung zwischen der am weitesten stromabwärts befindlichen Dampfeinlassöffnung 24 und
der Strömungsbeschränkung 30 einstellbar
konstruiert wurde. Durch Vergrößerung oder
Verkleinern der Länge
L (des Teils zwischen B und C in 3),
kann die Temperaturhaltedauer des Produktes (das heißt die Zeit,
in welcher das Produkt die Maximaltemperatur T(3) max hat) entsprechend verlängert oder
verkürzt
werden.
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Die
Vorrichtung ist so dimensioniert, dass im Einsatz der Dampf stromaufwärts von
der Einengung vollständig
kondensiert. Nur in diesem Fall ist die Temperatur des Produktes
konstant und hat ihr Maximum erreicht. Dann kondensiert der Dampf.
Beispielsweise kann die Dimensionierung in einer Einstellung des
Druchflusses des Produktes, des Durchflusses des Dampfes, des Durchmessers
und/oder der Länge
der Einengung und/oder dem Durchmesser der Produktleitung bestehen.
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Die
Vorrichtung ist beispielsweise außerdem mit einem Sensor 38 zur
Messung der Temperatur in einem Teilbereich der Produktleitung versehen,
der sich stromabwärts
der Dampfeinlassöffnungen 24 und
der wenigstens einen Produkteinlassöffnung 40 befindet. Über eine
elektrische Leitung 42 ist der Sensor mit den Dampfversorgungsmitteln 28 verbunden.
Die Dampfversorgungsmittel sind beispielsweise so angeordnet, dass
die in die Produktleitung gelieferte Dampfmenge abhängig von
der gemessenen Temperatur reguliert werden kann. Auf diese Weise kann
die jeweilige Maximaltemperatur T(3) maxc genau gemessen und reguliert werden.
Somit kann diese Maximaltemperatur beispielsweise auf einen bestimmten
Wert reguliert werden.
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Vorzugsweise
hat die Einengung einen Durchmesser d, der im Bereich von [0,5–5][mm].
Insbesondere weist die Einengung eine Länge k auf, die in etwa gleich
dem Durchmesser der Einengung ist. Es erweist sich als sehr vorteilhaft,
wenn die Einengung eine Länge
von weniger als 3 [mm] aufweist, beispielsweise eine Länge von
etwa 2 [mm]. Es zeigt sich, dass auf dieser kurzen Strecke in der
Einengung kein Dampf freigesetzt wird, so dass die Blasenbildung,
welche die Durchflussrate auf Grund der maximal erreichbaren kritischen
Geschwindigkeit beschränkt,
verhindert wird.
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In
diesem Beispiel hat die Produktleitung einen Durchmesser von etwa
10 [mm]. In diesem Beispiel erstreckt sich der Teil (in 3a von
A bis B), in welchem die Dampfeinlassöffnungen vorgesehen sind, über eine
Länge von
etwa 120 [mm]. Die Dampfeinlassöffnungen
haben beispielsweise einen Durchmesser von etwa 1 [mm]. Die Produktleitung
ist beispielsweise mit etwa 30 Dampfeinlassöffnungen 24 versehen.
Der Expansionstank hat beispielsweise einen maximalen Durchmesser
D von mindestens 500 [mm] und eine Höhe H von mindestens 500 [mm].
Insbesondere hat der Expansionstank ein Fassungsvermögen von
etwa 180 Litern.
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Bei
Verwendung für
ein flüssiges
Produkt 4 gewährleistet
die Einengung außerdem,
dass bei Durchqueren der Einengung Produkttröpfchen in den Expansionstank
gebildet werden. Die Einengung 30/Auslassöffnung 16 bildet
daher gleichzeitig eine Düse.
Durch die Tröpfchenbildung
wird die Oberfläche
des die Einengung verlassenden Produktes vergrößert, so dass das Produkt in
dem Expansionstank schneller abkühlt.
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Mit
der Vorrichtung der 3a ist des beispielsweise möglich, einen
Durchfluss von [100–50.000][l/Std.]
zu erreichen. Dies erfordert beispielsweise eine Dampfdurchflussrate
von [1000–2.000.000][l/Std.]
und einen Kondensatdurchsatz von [10–20.000][l/Std.].
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Gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung, die in 3b dargestellt ist, wobei entsprechende
Bauteile in 3b und in 3a mit
den gleichen Bezugsziffern bezeichnet sind, befindet sich die Auslassöffnung 16 in
einer Oberfläche
einer Innenwand 32 des Expansionstanks 10. Dies
verringert das Anbacken von Produkt an den Wänden der Produktleitung und
der Wand des Expansionstanks.
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Es
sei angemerkt, dass die Erfindung keineswegs auf die oben beschriebenen
Ausführungsformen
beschränkt
ist. Außer
einem flüssigen
Produkt kann das fluide Produkt auch eine Suspension/Dispersion
mit Partikeln umfassen, deren Größe maximal
etwa 10% des Durchmessers der Einengung beträgt.
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Um
die Kapazität
der Vorrichtung zu erhöhen,
können
mehrere parallel angeordnete Produktleitungen vorgesehen sein, die
jeweils in dem Expansionstank enden. Außerdem kann die Kapazität pro Produktleitung
erhöht
werden. In diesem Beispiel befinden sich die Dampfeinlassöffnungen
stromabwärts der
wenigstens einen Produkteinlassöffnung 40.
Es ist jedoch beispielsweise auch möglich, dass Dampf und Produkt über ein
T-Stück
in die Produktleitung geführt
werden.