-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein optisches Filter, sein Herstellungsverfahren
und seine Anwendung für
ein optisches Multiplexsystem mit Wellenlängenteilung.
-
Das
technische Gebiet der Erfindung ist jenes der Herstellung von Telekommunikationssystemen
mit Lichtleitfasern.
-
Zur
Erhöhung
der Transportkapazität
von Kabelnetzen mit Lichtleitfasern ist es bekannt, mehrere Kanäle zu multiplexen,
um sie gleichzeitig in einer Faser verlaufen zu lassen, und sie
anschließend zu
demultiplexen; wenn das Multiplexen durch Teilung des übertragenen
Frequenzbereichs der Faser (in Wellenlängen) erfolgt, spricht man
im Allgemeinen von einem WDM-System für „Wavelength Division Multiplex"; zur Erhöhung der
Anzahl der Kanäle,
die gemultiplext werden können,
um die Kapazität
einer Faser zu steigern und dabei in einem bestimmten Wellenlängenbereich
zu bleiben, muss man über
einen Multiplexer (und einen Demultiplexer) verfügen, der in der Lage ist, mehrere
Strahlen zu verarbeiten (mischen oder trennen), deren Wellenlängen dich
benachbart sind; daher benötigt
man optische Bauteile zur Filterung, die einen sehr schmalen Durchlassbereich
(in der Größenordnung
von 10–9 Metern)
und ein sehr hohes Unterdrückungsverhältnis aufweisen; man
benötigt
auch derartige Bauteile, die schaltbar sind.
-
Im
Patent
US 5,355,237 wurde
eine Multiplex-Vorrichtung vorgeschlagen, umfassend mehrere Eingangs-Wellenleiter,
ein Beugungsgitter, das sich entlang einer konkaven Krümmung erstreckt,
und einen Ausgangs-Wellenleiter, dessen eine Seite an eine Lichtleitfaser
gekoppelt ist; die Vorrichtung umfasst Laserdioden, die sich rechtwinklig
zur Achse der Faser erstrecken und denen jeweils ein Oberflächen-Beugungsgitter zugeordnet
ist, das an die Wellenlänge
der Diode angepasst ist; im Fall eines Demultiplexers werden die
Laserdioden und ihre zugeordneten Beugungsgitter durch Photodioden
ersetzt; das gekrümmte
Beugungsgitter wird durch Elektronenstrahllithographie gebildet,
und zwar in Form eines engen Kanals, der sich sägezahnförmig entlang eines gekrümmten Umrisses
erstreckt; die Nachteile dieser Art von optischer Vorrichtung sind
ihre hohen Kosten, ihr mäßiger Wirkungsgrad
und ihre hohe Empfindlichkeit gegenüber der Temperatur und der Polarisation
des einfallenden Strahls.
-
Das
Patent
US 5,216,680 beschreibt
ein mathematisches Verfahren zur Analyse von Resonanzphänomenen
in einem Wellenleiter und schlägt
vor, dessen Ergebnisse auf die Konzeption eines resonierenden optischen
Filters für
Laser anzuwenden, ohne jedoch das Filter zu beschreiben; das Patent
US 6,035,089 legt dar, dass
dieses Verfahren verwendet werden kann, um ein Filter zu konzipieren,
das aus Bändern
gebildet ist, die in einem von einem Substrat getragenen Wellenleiter
eingebettet sind und mit einem Material gefüllt sind, das geeignet ist,
eine resonierende Struktur zu erzeugen, insbesondere bei 533,4 nm.
-
Es
ist darüber
hinaus bekannt, optische Filter (Transmissions-Bandfilter) durch
Aufeinanderstapeln zahlreicher dünner
Schichten mit einer bestimmten Dicke und einem bestimmten Brechungsindex
zu bilden, um eine bestimmte Wellenlänge zu transmittieren.
-
Es
ist auch bekannt, Bragg-Filter durch Photoinskription in einer Faser
zu bilden; diese Filter funktionieren reflektierend.
-
Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes optisches Filter,
einen Multiplexer (und einen Demultiplexer), in den dieses Filter
integriert ist, und sein Herstellungsverfahren vorzuschlagen.
-
Ein
Ziel der Erfindung ist es, den Mängeln der
bekannten optischen Filter und ihrer Herstellungsverfahren zumindest
teilweise abzuhelfen.
-
Gemäß einem
Aspekt der Erfindung werden Strukturen verwendet, die bei einer
bestimmten Wellenlänge
und unter einem bestimmten Einfall resonieren; eine Resonanz wird
erzielt durch die Bildung eines Gitters von Motiven an der Oberfläche und
gegebenenfalls in der Dicke mindestens eines Wellenleiters, der
durch eine dünne
Schicht oder einen Stapel dünner
Schichten gebildet wird; die Resonanz resultiert aus einer elektromagnetischen
Kopplung durch das Gitter zwischen einer Welle, die im Wesentlichen gemäß der Normalen
zur Oberfläche
des Wellenleiters (und/oder der dünnen Schichten) einfällt, und
einer geleiteten Schwingungsart des Wellenleiters: Die Resonanz
wird beobachtet, wenn die zeitlichen und räumlichen Frequenzen der einfallenden
Welle im Wesentlichen gleich jenen sind, die einer Eigenschwingung
der Struktur entsprechen; zu diesem Zweck werden im Allgemeinen
Motive vorgesehen, deren Abmessungen und Abstände nahe der gewünschten
Wellenlänge
und im Allgemeinen kleiner als diese sind.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist die Struktur und/oder das Gitter
biperiodisch oder mehrperiodisch; sie (es) umfasst eine Vielzahl
von identischen ersten Motiven, die in zwei zum Wellenleiter parallelen
Richtungen und mit einem ersten Schritt regelmäßig voneinander beabstandet
sind; sie (es) umfasst darüber
hinaus eine Vielzahl von identischen zweiten Motiven, die in den
genannten Richtungen und mit dem genannten ersten Schritt regelmäßig voneinander
beabstandet sind, verschachtelt mit den ersten Motiven angeordnet
sind und deren Form, Konfiguration und/oder Abmessungen sich von
jenen der ersten Motive unterscheiden. Auf diese Weise bilden die
ersten Motive ein erstes „Untergitter", das mit einem zweiten „Untergitter" verschachtelt ist,
das durch die zweiten Motive gebildet wird.
-
Im
Allgemeinen und als Folge dieser Verschachtelung sind ein erstes
Motiv und ein zweites Motiv, das dem ersten Motiv benachbart ist,
durch einen Abstand voneinander getrennt, der gleich der Hälfte des
genannten Schrittes ist; in einer bevorzugten Ausführungsform
kann das resonierende Gitter mehr als zwei Untergitter umfassen,
insbesondere drei oder vier verschachtelte Untergitter, um ein mehrperiodisches
(oder vielperiodisches) Gitter zu bilden.
-
Eine
solche Struktur ermöglicht
es, eine Reflexions-Bandfilterung
zu gewährleisten,
die ein hohes Unterdrückungsverhältnis aufweist
und eine Neigung (im Allgemeinen von geringem Wert) der einfallenden
Welle in Bezug auf die Normale zur Oberfläche der dünnen Schichten des Wellenleiters
erlaubt, wobei diese Neigung wünschenswert
ist, um den reflektierten Strahl vom einfallenden Strahl zu trennen, ohne
eine halbreflektierende Platte oder ein Interferenzsystem verwenden
zu müssen.
-
Eine
solche Struktur ermöglicht
es, verbesserte Leistungen bei Schwankungen des Einfallswinkels,
des Öffnungswinkels
oder der Polarisation des einfallenden Strahls zu erzielen.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung wird ein optisches Bauteil verwendet,
das mehrere dünne
Schichten umfasst, die auf einem Substrat übereinandergelagert sind und
zwei solche resonierende Strukturen umfassen, die vorzugsweise symmetrisch
in Bezug auf eine Mittelebene angeordnet sind und identisch sind
und/oder bei der gleichen Wellenlänge resonieren; auf diese Weise
wird ein passives Transmissions-Bandfilter erzielt, das ein hohes
Unterdrückungsverhältnis aufweist
und einfach herzustellen ist.
-
Ein
Gitter aus vorspringenden Motiven in Form von Stufen kann durch Ätzen einer
dünnen Schicht
durch einen Elektronenstrahl und/oder durch Mikrolithographie (oder
ein gleichwertiges Verfahren) erzielt werden.
-
Gemäß einer
Ausführungsvariante
der Erfindung wird jedes der Motive durch einen Bereich einer dünnen Schicht
gebildet (oder umfasst eine solche), deren Index lokal durch Ionenimplantation
in die dünne
Schicht verändert
wird; diese Implantation wird erzielt, indem die dünne Schicht
einem Ionenbeschuss durch einen Ionenstrahl ausgesetzt wird, der
von einem Teilchenbeschleuniger, einer Ionenkanone und/oder einem
Ionenimplantator geliefert wird.
-
Bei
diesem Implantationsvorgang wird eine Technik verwendet, die insbesondere
zum Dopen eines Halbleitermaterials mit Dopmaterialien bekannt ist.
Bei der Anwendung dieser Technik für die Erfindung wird als Dopmaterial
im Allgemeinen ein Material verwendet, das unter Erbium, Niobium,
Titan, Silizium, Phosphor oder Germanium gewählt wird.
-
Um
nur bestimmte Bereiche der dünnen Schicht
zur Bildung der gedopten Motive zu dopen, wird vorzugsweise eine
Technik zum Maskieren der dünnen
Schicht angewendet, wie sie zum Ätzen
verwendet wird: Die zu dopende dünne
Schicht wird mit einer „perforierten" Maske bedeckt, deren
Form komplementär
zu jener des zu bildenden Motivgitters ist; die Maske verhindert
auf diese Weise, dass die Teile der dünnen Schicht, die sie bedeckt,
dem Ionenstrom ausgesetzt werden; sie ermöglicht es daher, in der dünnen Schicht,
die sie bedeckt, nicht gedopte Bereiche beizubehalten, die die gedopten
Bereiche umgeben.
-
Indem
man die Stärke
und/oder die Dauer der Exposition der nicht maskierten Teile der
dünnen Schicht
gegenüber
dem Ionenstrahl variiert, kann man darüber hinaus die Ionenkonfiguration
der gedopten Motive variieren, insbesondere die räumliche Dichte
der implantierten Ionen und/oder die Implantationstiefe, um eine
Konfiguration mit einer bestimmten Form (Profil) und/oder einem
bestimmten Index zu erhalten.
-
Zudem
kann die Struktur nach dem Dopen geglüht werden, um auf kontrollierte
Weise durch Ionenwanderung in der dünnen Schicht das Index- und/oder
Ionenbesetzungsgefälle
in den gedopten Motiven zu verändern.
-
Die
Bildung eines Bauteils mit zwei resonierenden Gittern kann durchgeführt werden,
indem die beiden Gitter in zwei verschiedene Abschnitte einer dünnen Schicht
geätzt
(oder implantiert) werden, die sich auf einem gemeinsamen Substrat
befinden; das Substrat kann anschließend in zwei Teile geschnitten werden,
die verbunden werden können,
um das Bauteil zu bilden; die Verbindung kann durchgeführt werden,
indem die beiden Teile mit der Seite, auf der das Gitter vorgesehen
ist, miteinander in Kontakt gebracht werden; diese Verbindung kann
durch molekulare Adhäsion
erfolgen; alternativ können
die beiden Teile über
ihre jeweiligen Substratabschnitte verbunden werden, gegebenenfalls
durch Kleben.
-
Gemäß einer
Ausführungsvariante
kann ein Ätzvorgang
(oder Dopvorgang) auf der Oberfläche jedes
der beiden Stapel dünner
Schichten durchgeführt
werden, die auf jeder der beiden Seiten eines Substrats vorgesehen
sind, das den beiden Stapeln gemeinsam ist.
-
Vorzugsweise
wird das Gitter in eine Antireflexstruktur geätzt (oder implantiert), die
mindestens eine dünne
Schicht umfasst.
-
Verbesserte
Leistungen (schmales Band und hohe Unterdrückung) werden erzielt, indem
die Motive jedes Gitters (durch Ätzen
oder Implantieren) in einer (so genannten äußeren) Schicht mit einem Index (zum
Beispiel in der Nähe
von 1,5) gebildet werden, der kleiner ist als jener (zum Beispiel
in der Nähe
von 2) der Schicht, auf der die äußere Schicht
abgeschieden ist, was zu einer Antireflexstruktur führt.
-
Darüber hinaus
verbessert die Verwendung geätzter
Motive mit kreisförmigem
Umfang und/oder Seitenflächen,
die in Bezug auf die Normale zu den dünnen Schichten geneigt sind,
das Verhalten gegenüber
dem Öffnungswinkel;
auf ähnliche
Weise bringt die Verwendung von gedopten Motiven mit kreisförmigem Querschnitt
und/oder einem Implantations- und/oder
Indexprofil, das in Bezug auf diese Normale geneigt ist, einen Vorteil
gleicher Natur.
-
Um
das Unterdrückungsverhältnis des
erzielten optischen Filters zu erhöhen, können auch mehrere übereinandergelagerte
resonierende Gitter vorgesehen werden.
-
Die
erfindungsgemäßen Bauteile
weisen den Vorteil auf, eine im Vergleich zu herkömmlichen Dünnschichtfiltern
reduzierte Anzahl von dünnen Schichten
zu benötigen.
-
Darüber hinaus
ermöglichen
sie es, schmalere Filter zu erzielen, die daher besser für die Teilung eines übertragenen
Frequenzbereichs in eine große Anzahl
von Kanälen
geeignet sind. In der Praxis können
zwei oder drei dünne
Schichten genügen,
um ein Bandfilter zu konstruieren, das ein hohes Unterdrückungsverhältnis für Wellenlängen aufweist,
die von der Wellenlänge
entfernt sind, auf die das Filter zentriert ist, das eine Spektralbreite
von unter einem Nanometer aufweist und das etwa 100% des einfallenden
Strahls – außerhalb
des Durchlassbereichs – reflektiert
oder transmittiert, selbst wenn das einfallende Bündel einen
Einfallswinkel (in Bezug auf die Normale), der mehrere Grade erreichen
kann, und/oder einen Öfffnungswinkel
von einigen mrd, insbesondere von 5 bis 20 mrd, aufweist.
-
Da
die Position der zentralen Wellenlänge im Wesentlichen durch die
Geometrie des Gitters bestimmt wird, das sich auf der (den) Außenseite(n)
des Bauteils erstreckt, ist es einfach, die zentrale Wellenlänge nach
der Bildung des Gitters zu verschieben und/oder einzustellen; diese
Verschiebung kann insbesondere erzielt werden, indem das Gitter
mit einer dünnen
Schicht mit entsprechendem Index und entsprechender Dicke bedeckt
wird, oder indem die Geometrie des Gitters verändert wird, zum Beispiel durch
einen nachfolgenden Ätzschritt
mittels Elektronenstrahl.
-
Die
(inaktiven) dünnen
Schichten können durch
Abscheiden eines Materials gebildet werden, das aus Metallen wie
z.B. Al, Ni, Ag, Au, Oxiden wie z.B. TiO2,
SiO2, Ta2O5, Fluoriden (wie z.B. MgF2),
Sulfiden (wie ZnS) oder Nitriden gewählt wird; jede dünne Schicht
hat eine Dicke, die sich im Allgemeinen zwischen 10 nm und 10 μm bewegt;
die Dicke der dünnen
Schicht, die das Gitter bedeckt, um die zentrale Wellenlänge zu verschieben,
kann unter diesen Werten liegen: Sie kann von 1 bis 10 nm (Nanometer) betragen.
-
Im
Vergleich dazu hat das Substrat eine höhere Dicke, zum Beispiel in
der Größenordnung
von 0,5 mm bis 1 mm; es ist aus einem Material gebildet, das für die betreffenden Wellenlängen durchlässig ist,
insbesondere für
Wellenlängen
in der Nähe
von 1,5 μm,
wie zum Beispiel Glas oder Siliziumdioxid.
-
Das Ätzen des
Gitters kann durch verschiedene Techniken erfolgen, wie z.B. die
Technik des Trockenätzens,
Nassätzens,
reaktiven Ätzens, Ätzens durch
Ionenstrahl, gegebenenfalls chemisch unterstützt.
-
Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung wird ein Dünnschichtfilter vorgeschlagen,
in dem mindestens eine der dünnen
Schichten, genannt aktive Schicht, aus einem nicht amorphen Material
gebildet ist; der Index und/oder die Geometrie dieser Schicht können daher
auf reversible Weise substantiell verändert werden, wenn sie in ein
elektrisches Feld gegeben wird, insbesondere wenn sie von elektrischem
Strom durchflossen wird.
-
Das
Material ist darüber
hinaus für
die Arbeitswellenlängen,
vor allem im Infrarotbereich, durchlässig, insbesondere für Wellenlängen in
der Nähe
von 1,5 Mikron.
-
Dank
dieses Aspekts der Erfindung können durch
Anlegen einer elektrischen Spannung an zwei Klemmen des Bauteils
die Eigenschaften des Filters auf Grund der piezoelektrischen, photoelektrischen und/oder
lichtbrechenden Eigenschaften des Materials, das die aktive Schicht
bildet, verändert
werden.
-
Das
Material, das die aktive Schicht bildet, kann im Wesentlichen kristallin
sein; in zahlreichen Fällen
ist dieses Material jedoch teilweise kristallin.
-
Obwohl
dieses Material Eigenschaften leitender oder halbleitender Materialien
aufweisen kann, besitzt es in zahlreichen Fällen Eigenschaften elektrisch
isolierender Materialien.
-
Die
aktive dünne
Schicht kann insbesondere durch Abscheiden eines Materials gebildet
werden, das aus LiNbO3, BaTiO3,
ZnO gewählt
wird; diese Schicht kann auch durch Abscheiden von anderen Materialien
gebildet werden, die üblicherweise
zur Herstellung dünner
Schichten verwendet werden; um jedoch keine amorphe Struktur zu
erhalten, die aus den herkömmlichen
Techniken zum Abscheiden dieser Materialien resultiert, ist es notwendig,
das Abscheidungsverfahren zu modifizieren, um eine teilweise kristalline
Struktur zu erhalten; insbesondere wenn Ta2O5 verwendet wird, kann die Abscheidung bei
einer Temperatur hervorgerufen werden, die höher als die übliche Temperatur
ist; insbesondere kann bei einer Temperatur vorgegangen werden,
die in einem Bereich von 200 oder 300°C bis 800 oder 900°C angesiedelt
ist, anstatt bei den üblichen
Temperaturen vorzugehen, die im Allgemeinen kleiner als oder gleich
100°C sind.
-
Um
die Abscheidung einer amorphen dünnen
Schicht zu vermeiden, kann man auch die Energie des Ionen- oder
Elektronenstrahls erhöhen,
der zum „Verdampfen" des abzuscheidenden
Materials verwendet wird, um das Ablösen kristalliner Makrostrukturen
und ihre Abscheidung auf dem Substrat zu begünstigen.
-
Gemäß einer
ersten bevorzugten Ausführungsform
ist die zumindest teilweise kristalline aktive dünne Schicht jene, in der die
Motive des Gitters gebildet sind; auf diese Weise ruft eine geringfügige Änderung
des Index und/oder der Abmessungen dieser Schicht eine Verlagerung
der zentralen Frequenz des Filters hervor.
-
Gemäß einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform
kann der Dünnschichtfilter
zwei aktive dünne
Schichten umfassen, die sich zu beiden Seiten einer dritten inaktiven
dünnen
Schicht erstrecken, in der die Motive des resonierenden Gitters
gebildet sind; insbesondere in diesem Fall können die aktiven Schichten
aus modifiziertem ITO gebildet sein, um eine Durchlässigkeit
gegenüber
Wellenlängen
in der Nähe
von 1,55 μm
zu erzielen.
-
Da
die erfindungsgemäßen Dünnschichtfilter elektrisch
gesteuert werden können,
um ihre optischen Eigenschaften zu verändern, können sie insbesondere verwendet
werden, um optische Informationsverarbeitungssysteme vom Typ „add-and-drop" und optische Schaltsysteme
vom Typ „cross-connect" zu bilden.
-
Die
besonderen Eigenschaften der erfindungsgemäßen aktiven Filter ermöglichen
ihre Verwendung für
Anwendungen, die eine hohe Frequenz erfordern; die Veränderung
des Zustands (und der Eigenschaften) der aktiven dünnen Schicht
kann tatsächlich
bei Frequenzen in der Größenordnung
von 1 MHz bis 10 GHz ausgeführt
werden.
-
Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung werden durch die folgende Beschreibung
verständlich,
die sich auf die beiliegenden Zeichnungen bezieht, die ohne jeden
einschränkenden
Charakter bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung zeigen.
-
1 ist
eine schematische, perspektivische Ansicht eines Teils eines Bauteils
mit einem geätzten Gitter
gemäß einer
ersten Ausführungsform.
-
2 ist
eine schematische Ansicht im Querschnitt eines Teils eines Bauteils
mit einem geätzten
Gitter gemäß einer
zweiten Ausführungsform.
-
3 ist
eine schematische Draufsicht eines Achtwege-Demultiplexers, in den erfindungsgemäße Transmissions-Bandfilter integriert
sind.
-
4 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines Rohlings eines Bauteils
vor seinem Zuschnitt.
-
5 ist
eine schematische Schnittansicht durch eine Ebene quer zu den Ebenen
der Schichten, die eine Stufe eines geätzten Netzes zeigt, deren Flanken
geneigt sind.
-
6 ist
eine schematische Draufsicht eines Vierwege-Demultiplexers, in den vier Bauteile
mit einem geätzten
Gitter integriert sind, die Reflexions-Bandfilter bilden.
-
7 zeigt
in Draufsicht die Anordnung der einen quadratischen Umriss aufweisenden
Stufen oder Motive eines mehrperiodischen geätzten oder gedopten Gitters.
-
8 und 9 zeigen
die Leistungen eines Filters, das aus einer dünnen Schicht gebildet ist, die
auf einem Substrat abgeschieden ist und auf der das Gitter von 7 gebildet
ist.
-
10 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils eines Bauteils
mit einem Gitter aus gedopten Motiven gemäß einer ersten Ausführungsform.
-
11 ist
eine schematische Ansicht im Querschnitt eines Teils eines Bauteils
mit einem Gitter aus gedopten Motiven gemäß einer zweiten Ausführungsform.
-
12 ist
eine schematische Draufsicht eines Achtwege-Demultiplexers, in den erfindungsgemäße Transmissions-Bandfilter integriert
sind.
-
13 ist
eine schematische Schnittansicht durch eine Ebene quer zu den Ebenen
der Schichten, die ein gedoptes Motiv eines Gitters zeigt, dessen transversales
Indexprofil geneigt und gekrümmt
ist.
-
14 ist
eine schematische Draufsicht eines Vierwege-Demultiplexers, in den vier Bauteile
mit einem Gitter aus gedopten Motiven integriert sind, die Reflexions-Bandfilter
bilden.
-
15 ist
eine schematische perspektivische Ansicht eines Teils eines Bauteils
gemäß einer ersten
Ausführungsform,
das zwei aktive Schichten umfasst, die in Bezug auf eine Mittelebene
symmetrisch sind und in denen jeweils durch Dopen ein Gitter gebildet
wurde.
-
16 ist
eine schematische Ansicht im Querschnitt eines Teils eines aktiven
Bauteils gemäß einer
zweiten Ausführungsform,
in das die Motive jedes Gitters geätzt wurden.
-
17 ist
eine schematische Schnittansicht durch eine Ebene quer zu den Ebenen
der Schichten, die ein gedoptes Motiv eines Gitters zeigt, dessen transversales
Indexprofil geneigt und gekrümmt
ist.
-
18 ist
eine Graphik, die ein Röntgenstrahl-Beugungsspektrum
durch eine aktive dünne Schicht
mit teilweise kristalliner und teilweise amorpher Struktur zeigt.
-
19 ist
eine schematische Ansicht eines Systems, das neun aktive, durch
Reflexion funktionierende Filter verwendet, um drei Eingangswege
(E) in Abhängigkeit
von elektrischen Steuersignalen selektiv zu drei Ausgangswegen (S)
zu richten (und gegebenenfalls zu mischen).
-
Wie
in 3 und 6 zu sehen ist, umfasst der
Demultiplexer 1, 2 acht Bandfilter 3 (beziehungsweise
vier Bandfilter 4), die auf acht (beziehungsweise vier)
unterschiedliche Wellenlängen
zentriert sind, die den acht (beziehungsweise vier) zu trennenden Kanälen entsprechen.
-
Der
Demultiplexer umfasst eine Schnittstelle 5 zur optischen
Kopplung mit einer Lichtleitfaser 6, die die zu teilende
Strahlung transportiert; der von der Faser gelieferte einfallende
Strahl 7 bildet mit der Normalen 8 zur Fläche 9 des
Filters einen Einfallswinkel 10, dessen Wert so gering
wie möglich
ist, um möglicherweise
daraus resultierende Störungen
zu begrenzen.
-
Der
Demultiplexer 2 von 6 umfasst
vier Ausgangs-Kollimatoren 11,
die jeweils den vier Filtern 4 zugeordnet sind und die
dazu dienen, den Teil 12 des einfallenden Strahls 7,
der der Wellenlänge entspricht,
die dem entsprechenden Kanal zugeordnet ist, zu einem Aufnehmer
(wie z.B. einer Photodiode) – nicht
dargestellt – zu
richten.
-
Auf ähnliche
Weise umfasst der Demultiplexer 1 von 3 acht
Ausgangs-Kollimatoren 11; jeder Demultiplexer 1, 2 kann
einen integrierten Eingangs-Kollimator umfassen, um den Öffnungswinkel des
von der Faser kommenden einfallenden Strahls 7 zu begrenzen.
Die Filter 3 und 4 haben eine Plattenstruktur,
wie sie jeweils in 1 und 2 dargestellt
ist.
-
Das
Filter 3 von 1 erstreckt sich symmetrisch
in Bezug auf seine Mittelebene 12: Es umfasst zu beiden
Seiten dieser Ebene ein Substrat 13, das mit einer dünnen Schicht 14 bedeckt
ist, wobei in einem Teil der Dicke dieser Schicht durch Ätzen Stufen 15, 16 gebildet
sind, die ein resonierendes Gitter bilden.
-
Dieses
Gitter umfasst einerseits eine Vielzahl von ersten Stufen 15 von
zylindrischer Form, deren Achsen parallel zur Normalen 8 zur
oberen Außenseite 9 und
zur unteren Außenseite 17 des
Bauteils 3 sind und deren Querschnitt (oder Umfang) kreisförmig ist;
das Gitter umfasst andererseits eine Vielzahl von zweiten Stufen 16,
die ebenfalls eine zylindrische Form aufweisen und parallel zur
Normalen 8 zur Ebene 12 sind.
-
Die
Stufen 15 besitzen identische Formen und Abmessungen und
sind in zwei zueinander rechtwinkligen Richtungen regelmäßig voneinander beabstandet,
die senkrecht zur Normalen 8 sind, um ein erstes quadratisches
Netzwerk zu bilden.
-
Die
Stufen 16 besitzen ebenfalls identische Formen und Abmessungen
und sind in den zwei zueinander rechtwinkligen Richtungen voneinander
beabstandet, die senkrecht zur Normalen 8 sind, um ein zweites
quadratisches Netzwerk zu bilden, das mit dem ersten quadratischen
Netzwerk verschachtelt ist.
-
Die
Stufen 15, 16 bilden auf diese Weise ein biperiodisches
Gitter mit zwei Abmessungen, das sich an der Oberfläche der
Schicht 14 erstreckt.
-
Zu
diesem Zweck sind die Längsabstände 21 und
Querabstände 18 der
beiden Netzwerke identisch und kleiner als die gefilterte Wellenlänge, doch der
Durchmesser 19, 20 und/oder die jeweilige Höhe der Stufen 15, 16 ist
(sind) unterschiedlich.
-
Das
Bauteil 3 umfasst auf diese Weise zwei identische Gitter,
die auf der oberen Außenseite 9 bzw.
auf der unteren Außenseite 17 vorgesehen
sind, um ein Transmissions-Bandfilter zu bilden; die zentrale Frequenz
(die Wellenlänge)
dieses Filters wird durch auf diesem Gebiet übliche Methoden berechnet,
und zwar in Abhängigkeit von
den optischen und geometrischen Merkmalen der Stufen 15 und 16 und der
Schicht 14, auf der diese Stufen gebildet sind; diese Schicht
bildet einen Wellenleiter, der mit seinen eigenen Resonanzfrequenzen
(zeitlich und räumlich) versehen
ist.
-
Gemäß der in 2 dargestellten
Ausführungsvariante
kann das Reflexions-Bandfilter 4 aus mehreren resonierenden
Strukturen gebildet sein, die gemäß der Achse 8 (des
normalen Einfalls) aufeinandergeschichtet sind, die senkrecht zu
den Oberflächen
der Schichten ist: Dieses Filter umfasst ein Substrat 13,
das mit einer dünnen
Schicht 14 bedeckt ist, wobei in einem Teil der Dicke dieser
Schicht ein erstes resonierendes Gitter eingeätzt ist; eine Schicht 22,
die ein Substrat (oder einen Abstandshalter bzw. „Spacer") bildet, bedeckt
die Schicht 14 und ist ihrerseits mit einer dünnen Schicht 23 bedeckt,
die ein zweites resonierendes Gitter umfasst; eine Schicht 24,
die der Schicht 22 ähnlich
ist, bedeckt die Schicht 23 und ist mit einer dünnen Schicht 25 bedeckt,
die ein drittes resonierendes Gitter umfasst.
-
Wie
in 4 zu sehen ist, kann ein Beispiel für ein Bauteil,
das nicht Teil der Erfindung ist, durch Verkleben oder Adhäsion zweier
Abschnitte hergestellt werden, die durch Schneiden des in 4 dargestellten
Rohlings entlang der Linien 26, 27 gewonnen werden;
dieser Rohling umfasst ein Substrat 28, das mit zwei dünnen Schichten 29 und 30 bedeckt
ist; in einem Teil der Schicht 30 (oder in einer Schicht,
die diese bedeckt) wurde eine Vielzahl von pyramidenförmigen Motiven 31, 32 mit
quadratischem Querschnitt gebildet, die identische Formen und Abmessungen aufweisen;
die Motive 31 bilden ein erstes Gitter, das sich im ersten
Abschnitt 33 des Rohlings erstreckt, während die Motive 32 ein
zweites Gitter (mit identischen Eigenschaften wie das erste) in
einem zweiten Abschnitt 34 des Bauteil-Rohlings bilden.
-
Die
beiden Abschnitte 33, 34 können durch einen Schnitt entlang
der durch die Linien 26, 27 definierten Ebene
voneinander getrennt werden und werden anschließend durch die jeweilige Seite 35 ihres
Substrats 28 fest miteinander verbunden.
-
Wie
in 5 zu sehen ist, sind die Seitenflächen (oder
Flanken) 36, 37 der Stufe 38 eines Gitters,
das an der Oberfläche 9 der
dünnen
Schicht 40 gebildet ist, in Bezug auf eine Normale 8a zur
Oberfläche 9 um
einen Winkel 41 geneigt.
-
Im
Fall eines Demultiplexers 2, der reflektierende Filter 4 verwendet
(6), können
die Filter nach der Achse 50 ausgerichtet sein, wobei ihre
jeweiligen Ebenen 12a parallel zueinander angeordnet sind
und mit einem Schritt 51 regelmäßig voneinander beabstandet
sind.
-
In
dem in 3 dargestellten Demultiplexer 1 erstrecken
sich die transmittierenden Filter 3 in zwei parallelen
Ebenen 12b, 12c und sind mit einem Schritt 52 regelmäßig voneinander
beabstandet.
-
Wie
in 7 zu sehen ist, umfasst das Gitter 60 eine
Vielzahl quadratischer Maschen 61 mit einer Breite 62,
die Seite an Seite angeordnet sind und sich in zwei rechtwinklig
zueinander stehenden Richtungen erstrecken, die in der Ebene der
Figur enthalten sind.
-
In
jeder Masche sind vier Stufen mit quadratischem Querschnitt vorgesehen:
- – zwei
erste Stufen 631 , 632 , deren quadratischer Querschnitt eine
Seitenbreite 64 aufweist,
- – eine
zweite Stufe 65, deren quadratischer Querschnitt eine Seitenbreite 66 aufweist,
- – eine
dritte Stufe 67, deren quadratischer Querschnitt eine Seitenbreite 68 aufweist,
wobei
die Werte der genannten Breiten unterschiedlich sind, aber nahe
beieinander liegen.
-
Die
Stufen 631 weisen einen regelmäßigen Abstand
zueinander auf, dessen Wert gleich der Breite 62 der Masche
ist; die Stufen 632 weisen ebenfalls den
gleichen Abstand zueinander auf, ebenso wie dies einerseits die
Stufen 65 zueinander und andererseits die Stufen 67 zueinander
tun.
-
Die
vier Stufen jeder Masche sind so angeordnet, dass ihre jeweiligen
Mittelpunkte an der Spitze eines Quadrats angeordnet sind, dessen
Seite 70 der Hälfte
der Seite 62 der Masche 61 entspricht.
-
Indem
man das in 7 dargestellte Gitter in eine
Ta2O5-Schicht mit einem
Index n = 2,023 (bei 1550 nm) graviert und indem man folgende Abmessungen
für die
Stufen wählt: Seite 62 =
1010 nm, Seite 64 = 202 nm, Seite 66 = 236 nm,
Seite 68 = 337 nm, Höhe
jeder Stufe = 770 nm, Dicke der verbleibenden Ta2O5-Schicht = 335 nm, erzielt man ein Filter,
dessen Reflexionskurve in Abhängigkeit
vom Einfallswinkel des Strahls in 8 dargestellt
ist und dessen Reflexionskurve in Abhängigkeit von der Wellenlänge in 9 dargestellt
ist.
-
Die
geätzten
Stufen 63, 65, 67 können durch gedopte Motive mit
identischen oder ähnlichen
Formen (Konturen) und Abständen
ersetzt werden.
-
Wie
in 12 und 14 zu
sehen ist, umfasst der Demultiplexer 1001, 1002 acht
Bandfilter 1003 (beziehungsweise vier Bandfilter 1004),
die auf acht (beziehungsweise vier) unterschiedliche Wellenlängen zentriert
sind, die den acht (beziehungsweise vier) zu trennenden Kanälen entsprechen.
-
Der
Demultiplexer umfasst eine Schnittstelle 1005 zur optischen
Kopplung mit einer Lichtleitfaser 1006, die die zu teilende
Strahlung transportiert; der von der Faser 1006 gelieferte
einfallende Strahl 1007 bildet mit der Normalen 1008 zur
Fläche 1009 des
Filters einen Einfallswinkel 1010, dessen Wert so gering wie
möglich
ist, um möglicherweise
daraus resultierende Störungen
zu begrenzen.
-
Der
Demultiplexer 1002 von 14 umfasst vier
Ausgangs-Kollimatoren 1011,
die jeweils den vier Filtern 1004 zugeordnet sind und die
dazu dienen, den Teil des einfallenden Strahls 1007, der
der Wellenlänge
entspricht, die dem entsprechenden Kanal zugeordnet ist, und der
von dem entsprechenden Filter 1004 reflektiert wurde, zu
einer Ausgangs-Lichtleitfaser 1110 zu richten.
-
Auf ähnliche
Weise umfasst der Demultiplexer 1001 von 12 acht
Ausgangs-Kollimatoren 1011; jeder Demultiplexer 1001, 1002 kann
einen integrierten Eingangs-Kollimator umfassen, um den Öffnungswinkel
des von der Faser kommenden einfallenden Strahls 1007 zu
begrenzen. Die Filter 1003 und 1004 haben eine
Plattenstruktur, wie sie jeweils in 10 und 11 dargestellt
ist.
-
Jeder
Ausgangs-Kollimator 1011 kann durch das gedopte Ende der
entsprechenden Ausgangsfaser 1110 gebildet werden; das
Ende der Eingangsfaser 1006 kann ebenfalls gedopt sein,
um einen Kollimator 1005 zu bilden.
-
Jeder
Demultiplexer 1001, 1002 umfasst einen Eingangs-Wellenleiter 1100,
der in einer auf einem Substrat abgeschiedenen Schicht gebildet
ist und der durch andere Leiter 1101 verlängert wird; diese
Schicht ist mit Rillen versehen, die im Wesentlichen quer zur Längsachse
der Leiter 1100, 1101 verlaufen, wobei jede Rille
ein Filter aufnimmt, das quer zu den Wellenleiterabschnitten 1100, 1101 angeordnet
ist; auf diese Weise durchquert der Spektralanteil des sich in den
Leitern 1100, 1001 fortpflanzenden Strahls 1007,
der der Wellenlänge
entspricht, auf die der Filter zentriert ist, diesen im Fall von 12,
während
er im Fall von 14 vom Filter reflektiert wird.
-
Dieser
gefilterte Anteil wird durch einen Ausgangs-Wellenleiter 1102 zur Ausgangsfaser 1110 übertragen;
im Fall von 14 ist das Ende des Leiters 1102 gedopt,
um den Ausgangs-Kollimator 1011 zu bilden.
-
Das
Filter 1003 von 10 erstreckt
sich symmetrisch in Bezug auf seine Mittelebene 1012; es umfasst
zu beiden Seiten dieser Ebene ein Substrat 1013, das mit
einer dünnen
Schicht 1014 bedeckt ist, in deren Dicke durch Ionenimplantation
gedopte Motive 1015, 1016 gebildet sind, die ein
resonierendes Gitter bilden.
-
Dieses
Gitter umfasst einerseits eine Vielzahl von ersten Motiven 1015 von
zylindrischer Form, deren Achsen parallel zur Normalen 1008 zur
oberen Außenseite 1009 und
zur unteren Außenseite 1017 des
Bauteils 1003 sind und deren Querschnitt (und/oder Umfang)
kreisförmig
ist; das Gitter umfasst andererseits eine Vielzahl von zweiten Motiven 1016, die
ebenfalls eine zylindrische Form aufweisen und parallel zur Normalen 1008 zur
Ebene 1012 sind.
-
Die
Motive 1015 besitzen identische Formen und Abmessungen
und weisen regelmäßige Abstände in zwei
zueinander rechtwinkligen Richtungen auf, die senkrecht zur Normalen 1008 sind,
um ein erstes quadratisches Netzwerk zu bilden.
-
Die
Motive 1016 besitzen ebenfalls identische Formen und Abmessungen
und sind in den genannten zueinander rechtwinkligen Richtungen voneinander
beabstandet, die senkrecht zur Normalen 1008 sind, um ein
zweites quadratisches Netzwerk zu bilden, das mit dem ersten quadratischen
Netzwerk verschachtelt ist.
-
Die
Motive 1015, 1016 bilden auf diese Weise ein biperiodisches
Gitter mit zwei Abmessungen, das sich im Inneren der Schicht 1014 erstreckt.
-
Zu
diesem Zweck sind die Längsabstände 1021 und
Querabstände 1018 der
beiden Netzwerke identisch und kleiner als die Wellenlänge, die
der zentralen Filterungsfrequenz entspricht, doch der Durchmesser 1019, 1020 und/oder
die jeweilige Höhe
der Motive 1015, 1016 ist (sind) unterschiedlich.
-
Das
Bauteil 1003 umfasst auf diese Weise zwei identische Gitter,
die auf seiner oberen Außenseite 1009 bzw.
auf seiner unteren Außenseite 1017 vorgesehen
sind, um ein Transmissions-Bandfilter zu bilden; die zentrale Frequenz
(die Wellenlänge)
dieses Filters wird durch auf diesem Gebiet übliche Methoden berechnet,
und zwar in Abhängigkeit
von den optischen und geometrischen Merkmalen der Motive 1015, 1016 und
der Schicht 1014, in der diese Motive gebildet sind; diese
Schicht bildet einen Wellenleiter, der mit seinen eigenen Resonanzfrequenzen
(zeitlich und räumlich)
versehen ist.
-
Gemäß der in 11 dargestellten
Ausführungsvariante
kann das Reflexions-Bandfilter 1004 aus mehreren resonierenden
Strukturen gebildet sein, die gemäß der Achse 1008 (des
normalen Einfalls) aufeinandergeschichtet sind, die senkrecht zu den
Oberflächen
der Schichten ist: Dieses Filter umfasst ein Substrat 1013,
das mit einer dünnen
Schicht 1014 bedeckt ist, in deren Dicke ein erstes resonierendes
Gitter implantiert ist; eine Schicht 1022, die ein Substrat
(oder einen Abstandshalter bzw. „Spacer") bildet, bedeckt die Schicht 1014 und
ist ihrerseits mit einer dünnen
Schicht 1023 bedeckt, die ein zweites resonierendes Gitter
umfasst; eine Schicht 1024, die der Schicht 1022 ähnlich ist,
bedeckt die Schicht 1023 und ist mit einer dünnen Schicht 1025 bedeckt,
die ein drittes resonierendes Gitter umfasst.
-
Wie
in 13 zu sehen ist, sind die Seitenflächen (oder
Flanken) 1036, 1037 des Motivs 1038 eines
Gitters, das unter der Oberfläche 1009 der
dünnen
Schicht 1040 gebildet ist, in Bezug auf eine Normale 1008a zur
Oberfläche 1009 um
einen Winkel 1041 geneigt.
-
Im
Fall eines Demultiplexers 1002, der reflektierende Filter 1004 verwendet
(14), können die
Filter nach der Achse 1050 ausgerichtet sein, wobei ihre
jeweiligen Ebenen 1012a parallel zueinander angeordnet
sind und einen regelmäßigen Abstand 1051 zueinander
aufweisen.
-
In
dem in 12 dargestellten Demultiplexer 1001 erstrecken
sich die transmittierenden Filter 1003 in zwei parallelen
Ebenen 1012b, 1012c und weisen einen regelmäßigen Abstand 1052 zueinander
auf.
-
Das
Filter 2003 von 15 erstreckt
sich symmetrisch in Bezug auf seine Mittelebene 2012; es umfasst
zu beiden Seiten dieser Ebene ein Substrat 2013, das mit
einer dünnen
Schicht 2014 bedeckt ist, in deren Dicke durch Ionenimplantation
gedopte Motive 2015, 2016 gebildet sind, die ein
resonierendes Gitter bilden.
-
Dieses
Gitter umfasst einerseits eine Vielzahl von ersten Motiven 2015 von
zylindrischer Form, deren Achsen parallel zur Normalen 2008 zur
oberen Außenseite 2009 und
zur unteren Außenseite 2017 des
Bauteils 2003 sind und deren Querschnitt (oder Umfang)
kreisförmig
ist; das Gitter umfasst andererseits eine Vielzahl von zweiten Motiven 2016,
die ebenfalls eine zylindrische Form aufweisen und parallel zur
Normalen 2008 zur Ebene 2012 und zu den dünnen Schichten
sind.
-
Die
Motive 2015 besitzen identische Formen und Abmessungen
und weisen regelmäßige Abstände in zwei
zueinander rechtwinkligen Richtungen auf, die senkrecht zur Normalen 2008 sind,
um ein erstes quadratisches Netzwerk zu bilden.
-
Die
Motive 2016 besitzen ebenfalls identische Formen und Abmessungen
und sind in den zwei genannten zueinander rechtwinkligen Richtungen voneinander
beabstandet, die senkrecht zur Normalen 2008 sind, um ein
zweites quadratisches Netzwerk zu bilden, das mit dem ersten quadratischen Netzwerk
verschachtelt ist.
-
Die
Motive 2015, 2016 bilden auf diese Weise ein biperiodisches
Gitter mit zwei Abmessungen, das sich im Inneren der Schicht 2014 erstreckt.
-
Zu
diesem Zweck sind die Längsabstände 2021 und
Querabstände 2018 der
beiden Netzwerke identisch, doch der Durchmesser 2019, 2020 und/oder
die jeweilige Höhe
der Motive 2015, 2016 ist (sind) unterschiedlich.
-
Das
Bauteil 2003 umfasst auf diese Weise zwei identische Gitter,
die auf seiner oberen Außenseite 2009 bzw.
auf seiner unteren Außenseite 2017 vorgesehen
sind, um ein Transmissions-Bandfilter zu bilden; die zentrale Frequenz
(die Wellenlänge)
dieses Filters wird durch auf diesem Gebiet übliche Methoden berechnet,
und zwar in Abhängigkeit
von den optischen und geometrischen Merkmalen der Motive 2015, 2016 und
der Schicht 2014, in der diese Motive gebildet sind; diese
Schicht bildet einen Wellenleiter, der mit seinen eigenen Resonanzfrequenzen
(zeitlich und räumlich)
versehen ist.
-
Jede
dieser beiden dünnen
Schichten 2014, in denen die Motive 2015, 2016 gebildet
sind, besteht aus einem teilweise kristallinen Material, das mit
piezoelektrischen, photoelektrischen und/oder lichtbrechenden Eigenschaften
versehen ist; jede Schicht 2014 ist über zwei entgegengesetzte Teile
ihrer Platte in elektrischem Kontakt mit zwei Elektroden 2140,
die jeweils mit zwei Klemmen eines Generators 2141 für elektrische
Steuersignale verbunden sind.
-
Diese
Konstruktion ermöglicht
es, ein elektrisches Feld zwischen den beiden entgegengesetzten Teilen
der Platte jeder Schicht 2014 anzulegen; daraus ergibt
sich eine Änderung
der geometrischen und/oder optischen Eigenschaften jeder Schicht 2014 und
in der Folge eine Änderung
der Resonanzfrequenz der resonierenden Struktur, die in den aktiven
Schichten 2014 gebildet ist.
-
Gemäß der in 16 dargestellten
Ausführungsvariante
ist das Reflexions-Bandfilter 2004 aus mehreren resonierenden Strukturen
gebildet, die gemäß der Achse 2008 (des
normalen Einfalls) aufeinandergeschichtet sind, die senkrecht zu
den Oberflächen
der Schichten ist; dieses Filter umfasst ein Substrat 2013 sowie
eine dünne
Schicht 2014, wobei in einem Teil von deren Dicke ein erstes
resonierendes Gitter eingeätzt
ist.
-
Die
Schicht 2014 erstreckt sich zwischen zwei aktiven dünnen Schichten 2200 und 2201,
die über
zwei (Elektroden bildende) leitende Elemente 2300 und 2301 mit
den Klemmen einer Stromquelle verbunden sind; wenn diese Quelle
eine Spannung zwischen ihren Klemmen liefert, wird diese Spannung
an die Schichten 2200 und 2201 angelegt und ruft
eine Änderung
der Eigenschaften der Schicht 2014 hervor, die sie umschließen; daraus
resultiert eine Änderung
der Eigenschaften des Filters 2004.
-
Auf
diesem ersten Stapel des Filters 2004 sind zwei weitere
Stapel von ähnlicher
Struktur vorgesehen: Ein zweiter Stapel umfasst eine Schicht 2022,
die ein Substrat (oder einen Abstandshalter bzw. „Spacer") bildet und die
Schicht 2201 bedeckt, sowie eine dünne Schicht 2023,
die ein zweites resonierendes Gitter umfasst und sandwichförmig zwischen
zwei aktiven Schichten 2202 und 2203 angeordnet
ist; ein dritter Stapel umfasst eine Schicht 2024, die
der Schicht 2022 ähnlich
ist und die Schicht 2203 bedeckt, sowie eine dünne Schicht 2025,
die ein drittes geätztes
resonierendes Gitter umfasst, wobei sich diese Schicht 2025 zwischen
zwei aktiven dünnen
Schichten 2204 und 2205 erstreckt.
-
In 17 ist
zu sehen, dass die Seitenflächen
(oder Flanken) 2036, 2037 des Motivs 2038 eines
Gitters, das unter der Oberfläche 2009 der
dünnen
Schicht 2040 gebildet ist, in Bezug auf eine Normale 2008a zur
Oberfläche 2009 um
einen Winkel 2041 geneigt ist; die aktive dünne Schicht 2040 ist
an zwei Teilen ihrer Platte mit zwei Elektroden versehen, die das
Anlegen eines transversalen elektrischen Felds in der Schicht 2040 ermöglichen.
-
In
dem in 19 dargestellten Verteiler erstrecken
sich die neun reflektierenden Filter 2004 in fünf parallelen
Ebenen und weisen einen regelmäßigen Abstand
zueinander auf, so dass ihre optischen Mittelpunkte an den Spitzen
eines quadratischen Netzwerks angeordnet sind.
-
In 18 ist
zu sehen, dass das Beugungsspektrum 2400 einen Peak 2401 aufweist,
der das Vorhandensein einer kristallinen Struktur in der aktiven
dünnen
Schicht anzeigt, während
der Rest des Spektrums, einschließlich des Höckers 2402, kennzeichnend
für eine
amorphe Struktur ist.