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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf medizinische Instrumente
und medizinische Bildgebung und insbesondere auf ein Gerät, das perkutane
Bilder liefert, um bei der Durchführung einer exakten Gewebsbiopsie
zu helfen, bei der die Aufnahme eines nuklearmedizinischen Tracers
unter Verwendung eines Radionuklid-Detektors lokalisiert wird und
dann eine Ultraschallsonde verwendet wird, um anatomische Ultraschallbilder
zu erhalten.
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Bei
Brustkrebspatienten ist der Lymphknoten sehr häufig der Ort der Bildung eines
sekundären
Tumors. Die Beurteilung des Lymphknotens auf der ipsilateralen Seite
des Patienten wird zur Früherkennung
von Metastasierung verwendet. Viele Patienten deren Brustkrebs behandelt
wird, werden einer „axillären Dissektion" unterzogen, um die
Lymphknoten zu untersuchen. Aufgrund ihrer geringen Größe und diffusen
Verteilung ist die axilläre
Dissektion jedoch chirurgisch schwierig und für den Patienten oft körperlich
traumatisch. Nachdem ein Patient sich einer Brustkrebsoperation
unterzogen hat, ist nämlich
ein „Lymphödem", das schmerzhafte
und oftmals permanente Schwellungen des Arms auf der Seite der Operation
verursacht, eine der häufigsten
Nebenwirkungen. Ein Lymphödem
entsteht durch die Entfernung der 10–12 Lymphknoten, die der Brust
am nächsten liegen.
In der Vergangenheit wurden diese Lymphknoten chirurgisch entfernt,
um sie auf die Ausbreitung des Tumors hin zu untersuchen.
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In
letzter Zeit wurde eine Technik verwendet, die Wächterlymphknotenbiopsie genannt
wird. In diesem Verfahren wird nahe dem Tumor eine kleine Menge
eines radioaktiven Farbstoffes injiziert. Der Blutstrom, der den
Tumor verlässt,
trägt jede
metastasierende Zelle zu dem ersten stromabwärts gelegenen Lymphknoten.
Dann wird ein Radionuklidgerät, sehr ähnlich einem
Geigerzähler,
verwendet, um den am nächsten
zum Tumor gelegenen Lymphknoten, der als Wächterlymphknoten bekannt ist,
durch das Überwachen
der Tracer-Aufnahme zu lokalisieren. Der Wächterlymphknoten kann dann
entfernt und getestet werden. Wenn der Wächterlymphknoten frei von Krebsgewebe
ist, müssen
keine weiteren Knoten entfernt werden. Dieses Verfahren hat dazu
geführt, dass
in ungefähr
zwei Dritteln der Frauen, die eine Brustkrebsoperation hatten, die
Entfernung aller Lymphknoten vermieden werden kann. Das Ergebnis dieses
Verfahrens und die Auswirkungen auf den Patienten sind jedoch größtenteils
von den Abtastfähigkeiten
des Chirurgen abhängig.
Die Erkennung des Wächterknotens
durch das geigerzählerartige
Gerät hilft
dabei den Chirurgen zu führen,
aber ist anatomisch ungenau. Daher ist die genaue Lokalisierung des
Wächterlymphknotens
bei der Durchführung
eines solchen Verfahrens kritisch, um die Möglichkeit eines Lymphödems zu
beseitigen und das Verfahren so nichtinvasiv wie möglich zu
machen. Falls ein Chirurg dieses Verfahren durchführt bleibt
es aber auch mit der Verwendung der vorhandenen Radionuklidprüfköpfe noch
ein offenes chirurgisches Verfahren und ist daher invasiver als
nötig wäre.
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Ein ähnliches
Verfahren wird in U.S. Patent 4,781,198 an Kanabrocki beschrieben,
das Geräte und
Verfahren zur Hilfe bei der Lokalisierung einer Biopsienadel im
Körper
eines lebenden Wesens durch die Bereitstellung von radioaktivem
Material auf der Nadel und durch das Bereitstellen eines Radionuklid-Detektors
außerhalb
des Körpers,
so dass die Lokalisierung der Nadel bestimmt werden kann, beschreibt,
Es wäre
daher wünschenswert,
ein Gerät
zu haben, das in der Lage ist, die Tracer-Aufnahme genau zu verfolgen
und die Tiefe der maximalen Tracer-Aufnahme zu bestimmen, und, wenn
erst einmal die maximale Tracer-Aufnahmetiefe bestimmt ist, anatomische
Strukturen darzustellen, so dass eine Gewebsbiopsie so nichtinvasiv
wie möglich
durchgeführt
werden kann.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Instrument, das in einem
Verfahren zur Bereitstellung von perkutanen Bildern zur Unterstützung bei der
Durchführung
einer exakten Gewebsbiopsie verwendet wird, und ein System, um die
Aufnahme eines nuklearmedizinischen Tracers in einem lebenden Wesen
zu lokalisieren, das die zuvor erwähnten Probleme überwindet.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
ein medizinisches Instrument ein, das einen Ultraschallprüfkopf mit
einem fokussierbaren Radionuklid-Detektor, der in der Lage ist die
Tiefe der Tracer-Aufnahme zu ermitteln, kombiniert, um eine ultraschall-geführte perkutane
Gewebsbiopsie durchzuführen.
Das Gebiet der maximalen Tracer-Aufnahme wird durch das medizinische
Instrument lokalisiert und die Tiefe der maximalen Tracer-Aufnahme
bestimmt, Das resultierende Bild zeigt die Radioaktivität, die durch
den Radionuklid-Detektor nachgewiesen wird, als farbige Darstellung über einem
typischen Graustufen-Ultraschallbild. Die farbige Überlagerung
kann entweder vollständig
ausgeschaltet oder ausgeblendet werden, so dass der Radiologe oder
Chirurg die ultraschall-geführte
Kernbiopsie unter Verwendung vorhandener Ultraschallbiopsie-Software
durchführen kann.
So eine Software legt eine weiße
Linie, die den zu erwartenden Nadelweg darstellt, auf das Ultraschallbild,
um den Eingriff so zu planen, das vitale Strukturen vermieden werden
und die Invasivität
des Verfahrens minimiert wird.
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Daher
wird gemäß einem
Aspekt der Erfindung ein medizinisches Instrument offenbart, das
einen Ultraschallprüfkopf,
der in der Lage ist anatomische Strukturen in einem lebenden Wesen
perkutan nachzuweisen, und einen Radionuklid-Detektor, der in der
Lage ist die Tiefe der Tracer-Aufnahme innerhalb des lebenden Wesens
zu ermitteln, besitzt. Der Radionuklid-Detektor ist im betriebsbereiten Verbund so
an den Ultraschallprüfkopf
gekoppelt, dass wenigstens einer der beiden von Radionuklid-Detektor oder
Ultraschallprüfkopf
in Bezug auf den anderen drehbar beweglich ist. Um die Tiefe der
Tracer-Aufnahme zu bestimmen, kann eine Fächeranordnung von Radionuklid-Detektoren
verwendet werden, in der jeder der Radionuklid-Detektoren in der
Fächeranordnung
in Bezug auf die anderen drehbar ist, so dass sich die Sichtlinie,
die sich von jedem der Radionuklid-Detektoren erstreckt, an einem
beweglichen Brennpunkt kreuzt. Alternativ kann ein Paar von Radionuklid-Detektoren
auf jeder Seite des Ultraschallprüfkopfs angeordnet werden, wobei
die sich Sichtlinie von jedem Radionuklid-Detektor an einem beweglichen
Brennpunkt kreuzt. Der bewegliche Brennpunkt wird verwendet, um
den genauen Punkt der maximalen Radioaktivität zu bestimmen.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung schließt die
Bereitstellung von perkutanen Bildern zur Unterstützung bei
der Durchführung
einer exakten Gewebsbiopsie das Lokalisieren der Radioaktivität in einem
Teil eines lebenden Wesens durch das Führen eines Radionuklid-Detektors über eine
Oberfläche des
lebenden Wesens und dann das Darstellen der anatomischen Struktur
in dem Teil des lebenden Wesens, mit einem Prüfkopf auf der Oberfläche des
lebenden Wesens über
der lokalisierten Radioaktivität, ein.
Dieses schließt
ebenfalls das Überlagern
einer Bilddarstellung der lokalisierten Radioaktivität mit einem
Bild der anatomischen Struktur über
der lokalisierten Radioaktivität
ein.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der Erfindung wird ein System zum Lokalisieren der
Aufnahme eines nuklearmedizinischen Tracers in einem lebenden Wesen
offenbart. Das System schließt
ein medizinisches Instrument, das einen Ultraschallprüfkopf besitzt,
der Signale zum Nachweis anatomischer Strukturen erzeugt, und einen
Radionuklid-Detektor, der nukleare Nachweissignale erzeugt, ein. Der
Radionuklid-Detektor ist drehbar mit dem Ultraschallprüfkopf verbunden,
so dass sich eine Sichtlinie des Ultraschallprüfkopfs und eine Sichtlinie
des Radionuklid-Detektors an einem Brennpunkt kreuzen. Der Brennpunkt
ist einstellbar, um die Tiefe der Tracer-Aufnahme in einer anatomischen
Struktur zu bestimmen. Es wird eine Schnittstelleneinheit bereitgestellt,
um die Nachweissignale der anatomischen Struktur in die nuklearmedizinischen
Nachweissignale einzubinden, um ein Graustufen-Ultraschallbild bereitzustellen, über das
ein Farbbild, das die Tracer-Aufnahme darstellt, gelegt wurde. Es
wird eine Anzeige bereitgestellt, um die zusammengefassten Nachweissignale
der anatomischen Struktur und die nuklearmedizinischen Nachweissignale
zu empfangen und um das übereinandergelegte
Graustufen-Ultraschallbild und das Farbbild darzustellen.
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Durch
die Kombination einer Ultraschalldarstellung und einer Darstellung
des Radionuklid-Nachweises in Realzeit kann eine Kerngewebsbiopsie
unter Ultraschallvisualisierung durch einen Radiologen anstelle
eines Chirurgen durchgeführt
werden, was die Kosten des Verfahrens senkt, während zur gleichen Zeit die
körperliche
Einwirkung auf den Patienten verglichen mit einer axillären Dissektion verringert
wird, da die exakte Tiefe der Tracer-Aufnahme bestimmt werden kann.
Eine besondere Anwendung der vorliegenden Erfindung schließt das Lokalisieren
des Wächterlymphknotens
in einem Brustkrebspatienten ein, in dem der Wächterlymphknoten durch Radionuklid-Darstellung
genau lokalisiert und dann eine Ultraschalldarstellung hinzugefügt werden
kann, um die Gewebsbiopsie durchzuführen. So eine perkutane Biopsie
wäre weniger
invasiv als das zuvor erwähnte
Radionuklidprüfkopf-Verfahren, und obwohl
Komplikationen, die mit dem Radionuklidprüfkopf-Verfahren verbunden sind,
selten sind, ist zu erwarten, dass die Rate von Komplikationen mit
diesem perkutanen Ansatz weiter verringert wird.
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Ferner
wird angenommen, dass durch das Umwandeln der Wächterlymphknotenbiopsie von
einem chirurgischen in ein radiologisches Verfahren die Kosten dieses
Verfahrens verringert werden können,
was für
mehr Frauen einen verbesserten Zugang zu diesem Verfahren erlauben
könnte.
Schließlich
kann, selbst wenn der Chirurg und der Patient entscheiden, dass
die vollständige
Entfernung des Wächterlymphknotens
gewünscht
ist, anstelle einer ultraschall-geführten Kernbiopsie das hierin
beschriebene Lokalisationsverfahren verwendet werden, um eine Markiernadel
und einen Hakendraht in den Wächterlymphknoten
zu führen.
Das ist ähnlich dem
Verfahren, das verwendet wird, um Brustläsionen zu lokalisieren. Der
Chirurg kann dann dem Draht direkt zu dem Lymphknoten folgen, was
durch eine erhebliche Verringerung der chirurgischen Sektion zu
einer verringerten Morbidität
führt.
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Verschiedene
andere Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden detaillierten Beschreibung und den Zeichnungen
ersichtlich.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die
Zeichnungen stellen die zur Zeit als am besten angesehene Art, die
Erfindung auszuführen, dar.
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In
den Zeichnungen ist:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines menschlichen Patienten, der einem
Verfahren gemäß und unter
der Verwendung der vorliegenden Erfindung unterzogen wird.
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2 eine
frontale Aufsicht auf eine Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes, das die vorliegende Erfindung
beinhaltet.
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3 eine
frontale Aufsicht auf eine andere Ausführungsform eines medizinischen
Instrumentes, das die vorliegende Erfindung einschließt.
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4 eine
seitliche Aufsicht auf das medizinische Instrument aus 3 in
einer ersten beispielhaften Position.
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5 eine
seitliche Aufsicht ähnlich
zu 4 in einer zweiten beispielhaften Position.
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6 eine
detaillierte Ansicht eines Teils des medizinischen Instrumentes
aus 3.
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7 ein
Blockdiagramm eines Systems für die
Verwendung mit der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Mit
Bezug auf 1 wird ein medizinisches bildgebendes
Instrument 10 in Verwendung mit einem lebenden Wesen, wie
zum Beispiel einem menschlichen Patienten 12, gezeigt.
In einer Ausführungsform
hat das medizinische Instrument 10 der vorliegenden Erfindung
einen Ultraschallprüfkopf 14 und
ein Paar von Radionuklid-Detektoren 16. Das medizinische
Instrument 10 wird bei dem perkutanen Nachweis anatomischer
Strukturen in dem lebenden Wesen verwendet, um die Aufnahme eines
Tracers im lebenden Wesen nachzuweisen. Die Radionuklid-Detektoren 16 sind
in betriebsbereiter Verbindung an den Ultraschallprüfkopf 14 gekoppelt,
so dass die Radionuklid-Detektoren 16 in Bezug auf den
Ultraschallprüfkopf 14 drehbar
beweglich sind. Nachdem dem Patienten 12 nahe dem Tumor
ein radioaktives Mittel und/oder ein Farbstoff injiziert worden
ist, werden die Radionuklid-Detektoren 16 verwendet,
um die Radioaktivität
innerhalb eines Gebietes von Interesse in dem Patienten 12 zu
lokalisieren. Ist erst einmal die Tiefe der Aufnahme des Tracers
durch die Radionuklid-Detektoren 16 festgestellt worden,
kann der Ultraschallprüfkopf 14 verwendet
werden, um ein Bild der anatomischen Struktur in dem lokalisierten Gebiet
zu erzeugen, um dann in einer präzisen,
exakten Weise eine Gewebsbiopsie der Region der Tracer-Aufnahme
zu erhalten.
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2 zeigt
das über
einem schemenhaftem Körper 12 positionierte
medizinische Instrument 10 aus 1 und stellt
die drehbare Beweglichkeit der Radionuklid-Detektoren 16 mit
Bezug auf den Ultraschallprüfkopf 14 bildlich
dar. Das medizinische Instrument 10 besitzt eine Gelenkverbindung 18,
die die Radionuklid-Detektoren 16 mit dem Ultraschallprüfkopf 14 verbindet,
um durch das Variieren der Distanz oder des Winkels C für eine Drehbeweglichkeit
zu sorgen. Die Radionuklid-Detektoren 16 sind so über dem
Ultraschallprüfkopf 14 angeordnet,
dass sich von jedem Radionuklid-Detektor 16 eine Sichtlinie 20 zusammen
mit einer Sichtlinie 24 von dem Ultraschallprüfkopf 14 an
einem Brennpunkt 22 kreuzt. Die Radionuklid-Detektoren 16 sind
drehbar beweglich, um die Tiefe des Brennpunktes 22 einzustellen. Wie
gezeigt ist, wenn sich das medizinische Instrument 10 in
einer ersten Position befindet, wie durch die durchgezogenen Linien
gezeigt und mit den Radionuklid-Detektoren 16 in
unmittelbarer Nähe
des Ultraschallprüfkopfes 14,
der Brennpunkt 22 in einer ersten, am weitesten von dem
Instrument 10 entfernten Position. Wenn die Radionuklid-Detektoren 16a, wie
in der schemenhaften Darstellung gezeigt, nach außen verstellt
werden, wird der Brennpunkt 22a näher an dem medizinischen Instrument 10 eingestellt. Auf
diese Weise kann die Tiefe der Tracer-Aufnahme genau angezeigt werden,
was mit Bezug auf 6 genauer beschrieben wird.
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Nun
bezugnehmend auf 3 wird eine andere Ausführungsform
eines medizinischen Instrumentes 30, das die vorliegende
Erfindung einschließt,
offenbart, in welchem ein einzelner Ultraschallprüfkopf 32 an
eine Fächeranordnung 34 von Radionuklidprüfköpfen 36 gekoppelt
ist. Diese Anordnung erlaubt die drehbare Bewegung zwischen dem
Ultraschallprüfkopf 32 und
der Fächeranordnung 34,
wie durch die schemenhaften Radionuklid-Detektoren 36a gezeigt.
In einer ähnlichen
Weise wie mit Bezug auf das medizinische Instrument aus 2 beschrieben,
ist das medizinische Instrument 30 aus 3 in
der Lage, den Brennpunkt 38 durch einen ersten einstellbaren
Winkel A zu fokussieren.
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4 zeigt
einen zweiten einstellbaren Winkel B, der durch das Drehen der Radionuklid-Detektoren 36 gebildet
wird. Auf diese Weise kreuzen sich die Sichtlinien 42,
die von jedem der Radionuklid-Detektoren 36 ausgehen, an
dem beweglichen Brennpunkt 38. Wie in 5 gezeigt,
wird, wenn der einstellbare Winkel B größer wird indem die Radionuklid-Detektoren 36 drehbar
auseinanderbewegt werden, der Brennpunkt 38a näher an die
Fächeranordnung 34 bewegt.
Auf diese Weise stellt diese Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung zwei variable Winkel oder eine Verstellbarkeit in zwei
Ebenen bereit, während
die Ausführungsform,
die mit Bezug auf 2 gezeigt ist, eine Verstellbarkeit
in einer einzelnen Ebene, mit einem einzelnen einstellbaren Winkel bereitstellt.
Verschiedene Anwendungen und Umsetzungen der vorliegenden Erfindung
können
die Bevorzugung einer vor der anderen vorschreiben, und es ist anzunehmen,
dass in bestimmten Anwendungen die Verstellbarkeit in vielen Ebenen
vorteilhaft sein kann, um so eine präzisere Lokalisation zu ermöglichen.
Es ist anzunehmen, dass in anderen Anwendungen ein weniger kompliziertes
Instrument mit einer einzelnen Ebeneneinstellung wünschenswert ist.
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6 zeigt
einen detaillierten Teil des Instrumentes aus 3 zur
Bestimmung der Tiefe D des Brennpunktes 38. Wie aus geometrischen
Beziehungen gut bekannt ist, kann die Tiefe D ziemlich genau durch
das Teilen der Distanz x zwischen dem Ultraschallprüfkopf 32 und
der Fächeranordnung 34 durch den
Winkel A in Radians abgeschätzt
werden. Das ist sowohl für
den Winkel A aus 3 und 6 als auch
den Winkel B aus den 4 und 5 als auch den
Winkel C aus 2 zutreffend.
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Nun
bezugnehmend auf 7 wird ein System 50 offenbart,
um die Aufnahme eines nuklearmedizinischen Tracers in einem lebenden
Wesen zu lokalisieren. Das System 50 erhält Signale
von dem zuvor beschriebenen medizinischen Instrument 10, 30, das
einen Ultraschallprüfkopf,
der Nachweissignale der anatomischen Struktur erzeugt, und einen
Radionuklid-Detektor,
der nuklearmedizinische Nachweissignale erzeugt, besitzt, wobei
der Radionuklid-Detektor mit dem Ultraschallprüfkopf drehbar verbunden ist.
Eine Sichtlinie von dem Radionuklid-Detektor kreuzt sich bei einem
Brennpunkt mit einer Sichtlinie von dem Ultraschallprüfkopf. Der
Brennpunkt ist einstellbar, um die Tiefe der Tracer-Aufnahme in
der anatomischen Struktur zu bestimmen, wobei die Tiefe durch das
Einstellen der Radionuklid-Detektoren, wie zuvor beschrieben, bestimmbar
ist. Wenn ein Detektor in Fächeranordnung
verwendet wird, wird während
des Betriebs ein Schalter 52 in einen zentralen Detektormodus
geschaltet, so dass eine Radioaktivitäts-Anzeige 54 nur
Signale von dem zentralen Radionuklid-Detektor 56 erhält. Es ist
zu erwähnen,
dass die Anzeige 54 eine visuelle Anzeige der Radioaktivitätszählrate oder
ein auditorisches Ausgabegerät sein
kann, in welchem die Audiofrequenz direkt proportional zu der Radioaktivitätszählrate übermittelt werden
kann, oder dass eine Kombination von beiden verwendet werden kann,
um dem Radiologen visuelle und Audio-Hinweise zu liefern, dass sich
der Detektor 56 der Läsion
nähert.
Der Anwender untersucht dann den Körper, um die Radioaktivität zu lokalisieren.
Wenn der Anwender dann die Suche auf ein Gebiet, das die höchste Zählrate an
Radioaktivität aufweist
einengt, wird der Schalter 52 in den vollen Detektoranordnungsmodus
geschaltet, in dem die Anzeige 54 so angeschlossen ist,
dass sie eine Summe der Signale der Fächeranordnung von Radionuklid-Detektoren 58 erhält. Wie
in den 4 und 5 gezeigt, wird der Winkel B
dann variiert, um die Zählrate
zu verfolgen und den Brennpunkt zu dem Gebiet der maximalen Aktivität zu bewegen.
Das Winkel-B-Signal wird dann in eine Tiefe-Anzeige 60 eingegeben,
die die Tiefe der Lokalisation der maximalen Radioaktivität vorzugsweise
als digitale Zahl zeigt.
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Nachdem
die Tiefe der Radioaktivität
lokalisiert ist, wird die Fächeranordnung
von dem Ultraschallprüfkopf
weggeneigt, bis die Tiefe des Brennpunktes mit der bestimmten und
auf der Tiefe-Anzeige 60 gezeigten Tiefe übereinstimmt.
Zu diesem Zeitpunkt wird der Ultraschallprüfkopf 62 aktiviert
und liefert ein Signal an eine Schnittstelleneinheit 64,
die das Signal des Ultraschallprüfkopfes
mit den Signalen der Radionuklid-Detektoren zusammenfasst, um ein
Graustufen-Ultraschallbild
zu erzeugen, über
das auf der Ultraschall-Anzeige 66 ein
Farbbild, das die Tracer-Aufnahme anzeigt, gelegt ist.
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Vorzugsweise
erlaubt die Schnittstelleneinheit 64 das variable Überlagern,
vom Fehlen des Farbbildes der Tracer-Aufnahme mit einem vollständigen Graustufen-Ultraschallbild über ein
schemenhaftes Farbbild über
dem Graustufen-Ultraschallbild bis
zu einem Vollfarbbild über
einem vollständigen Graustufen-Ultraschallbild.
Das erlaubt dem Anwender die Darstellung der Tracer-Aufnahme über das Ultraschall-Graustufenbild
zu kontrollieren. Alternativ kann die Farbdarstellung automatisch
periodisch an- und ausgeschaltet werden, um zeitweise nur das Graustufen-Ultraschallbild darzustellen,
oder ein Schalter kann bereitgestellt werden, um die Farbdarstellung
manuell an- und auszuschalten zu können. Das erlaubt dem Anwender,
wie zum Beispiel dem Radiologen, die anatomische Struktur, die mit
der Radioaktivität
verbunden ist, während
der Biopsie besser zu sehen.
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Es
ist selbstverständlich,
dass die Größe des gefärbten Gebietes
der Tracer-Aufnahme durch Wahl der Darstellung festgelegt wird und
sich auf die individuelle Einstellung der Prüfkopfblende und die Anzahl
von ausgewählten
Prüfköpfen beziehen
wird. Je mehr Prüfkopfe
sich in der Fächeranordnung
befinden und je kleiner der Durchmesser von jeder Prüfkopfblendeneinstellung
ist, um so präziser
wird das medizinische Instrument bei der Lokalisierung der Quelle
der Radioaktivität
sein. Wenn die genaue Stelle der maximalen Radioaktivität erst einmal
bestimmt worden ist, können
die Radionuklid-Detektoren deaktiviert werden und die bestehende
Ultraschall-Biopsiesoftware kann verwendet werden, um für das Biopsieverfahren
eine richtungsweisende Linie, die den erwarteten Nadelweg darstellt,
auf das Ultraschallbild zu legen. Der Radiologe oder Chirurg kann
dann die Vorgehensweise der Biopsie so planen, dass vitale Strukturen
vermieden werden und nachteilige Nebenwirkungen einer Biopsie stark
verringert werden.
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Dementsprechend
schließt
die Bereitstellung von perkutanen Bildern zur Unterstützung der
Durchführung
einer exakten Gewebsbiopsie, das Lokalisieren der Radioaktivität in einem
Teil eines lebenden Wesens durch das Führen eines Radionuklid-Detektors über eine
Oberfläche
des lebenden Wesens und das Darstellen der anatomischen Struktur
in dem Teil des lebenden Wesens mit einem Prüfkopf auf der Oberfläche des
lebenden Wesens über
der lokalisierten Radioaktivität,
ein. Das schließt
ebenfalls das Überlagern
eines Bildes der anatomischen Struktur über der lokalisierten Radioaktivität mit einer
Bilddarstellung der lokalisierten Radioaktivität ein. Der Schritt des Lokalisierens
der Radioaktivität
ist ferner definiert zuerst die Untersuchung eines allgemeinen Gebietes,
um die Radioaktivität
zu lokalisieren, einzuschließen,
und dann die Tiefe der Radioaktivität von der Oberfläche aus
unter Verwendung von mindestens zwei Radionuklid-Dektoren, die so
angeordnet sind, dass sich eine Sichtlinie von jedem Radionuklid-Detektor
an einem Brennpunkt kreuzt, zu bestimmen. Die Tiefe wird dann durch
die Verwendung von gut bekannten Triangulationstechniken bestimmt.
Dieses Verfahren schließt
ferner das Darstellen der Tiefe der Radioaktivität von der Oberfläche aus
vorzugsweise als digitale Zahl ein, um dem Radiologen oder Chirurgen
bei der Durchführung
einer Gewebsbiopsie zu helfen.
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Beim
Lokalisieren der Radioaktivität
kann das Verfahren die Verwendung eines zentralen Radionuklid-Detektors,
der innerhalb einer Anordnung von Radionuklid-Detektoren mittig
angeordnet ist, um die allgemeine Fläche zu untersuchen und dann
die Verwendung eines Summenoutputs von jedem der Radionuklid-Detektoren
in der Anordnung von Radionuklid-Detektoren,
um die Tiefe der Radioaktivität
zu bestimmen, einschließen.
Der Schritt der Verwendung von jedem der Radionuklid-Detektoren
in der Anordnung von Detektoren schließt ferner das Variieren eines
Winkels, der durch die Anordnung der Radionuklid-Detektoren gebildet
wird, ein, um den Brennpunkt auf die korrekte Tiefe der maximalen
Radioaktivität
einzustellen.
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Der
Schritt der Darstellung der anatomischen Struktur wird ferner als
Darstellung der anatomischen Struktur unter Verwendung eines Ultraschallprüfkopfes,
der mit Bezug zu dem Radionuklid-Detektor drehbar montiert ist,
definiert, und der Schritt des Überlagerns
eines Bildes schließt
das Überlagern
eines Graustufen-Ultraschallbildes mit einem farbigen Bild der nuklearen
Aktivität
ein. Das Verfahren schließt
ebenfalls den Schritt der Bereitstellung einer variablen Kontrolle
des farbigen Bildes der nuklearen Aktivität durch den Anwender ein, um dem
Anwender zu erlauben mit oder ohne das farbige Bild der Nuklearaktivität das Graustufenultraschallbild
zu fokussieren.