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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Aufwickeln von Garn auf
Rollen oder Spulen in Textilmaschinen zur Herstellung von Garn und
insbesondere bezieht sie sich auf eine Vorrichtung mit einem Spulenrahmen,
der die rotierende Hülse
trägt, auf
der die Spule aus Garn gebildet wird.
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In
der industriellen Praxis ist eine Lösung, die beträchtlichen
Erfolg hatte, diejenige, bei der die Hülse in Rotation – mit der
Spule, die durch Aufwickeln des Garns auf deren Oberfläche gebildet
wird und die Form eines abgeschnittenen Kegels oder Zylinders besitzt – durch
Antreiben der Hülse
in Rotation mit einer darunter liegenden motorbetriebenen Walze,
auf der die Spule selbst ruht, betrieben wird, wodurch das Aufwickeln
des Garns mit einer konstanten Lineargeschwindigkeit ermöglicht wird,
die von der Größe der Spule,
die mit dem Fortschreiten des Aufwicklungsbetriebs wächst, unabhängig ist
und nur von der Rotationsgeschwindigkeit der Antriebswalze abhängt. Das
Garn wird in Windungen auf die Spule aufgewickelt und mit einer
Auf- und Abbewegung durch eine Traversierungsvorrichtung über ihre
Mantellinie verteilt.
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Ein
Problem, das mit dem Aufwickeln von Garn auf eine Spule verbunden
ist, die auf ihrer Antriebswalze ruht, beruht auf der Tatsache,
dass die Spule mit ihrem Wachstum ein stetig ansteigendes Gewicht
ausübt
und einen stetig anwachsenden Druck auf die Walze aufbringt mit
Folgen für
das Fortschreiten des Ablaufs und für die mechanischen und geometrischen
Eigenschaften der erzeugten Spule. Beispielsweise wird die Spule
selbst mit ihrem Wachstum an ihrer Ruheposition mehr und mehr deformiert.
Als Ergebnis nehmen sowohl die Spannung der Windungen des Garns
als auch die Dichte der aufgewickelten Schicht zu. Da der ausgeübte Druck schwankt,
schwankt das übertragbare
Drehmoment, insbesondere hinsichtlich der Geschwindigkeitsübergänge, merklich
und die Möglichkeit
der gegenseitigen Reibung nimmt zu.
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Die
einschlägigsten
Stand-der-Technik-Dokumente werden durch die US-PS 4,684,074 und
die DE-A-4231840 gebildet. Die US-PS 4,684,074 offenbart einen Spulenrahmen
zum Aufwickeln von Garn, der zwei Arme für das Tragen der Spule, eine
Antriebswalze und Mittel für
das automatische Anheben der aufgewickelten Spule umfasst. Die DE-A-4231840
offenbart Gewichtsausgleichmittel, die durch einen pneumatischen
Zylinder zur Reduktion der Druckwirkung aufgrund des stetig zunehmenden
Gewichts der Spule, die auf der Antriebswalze ruht, gebildet werden,
um vom Anfang bis zum Ende für
ein gewünschtes
sanftes Aufwickeln des Garns zu sorgen.
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Um
die technischen Probleme, die durch die vorliegende Erfindung angegangen
und gelöst
worden sind, sowie die Charakteristika und Vorteile der Erfindung
in Bezug auf den Stand der Technik klarer hervorzuheben, wird die
Erfindung hierin unter Bezugnahme auf ihre Anwendung im Sammeleinheiten für Garn,
das in Doppeldrahtzwirnmaschinen durch Aufwickeln auf Spulen hergestellt
wird, beschrieben, auch wenn die Vorrichtung gemäß der Erfindung ebenso im Gesamtbereich
von Maschinen zur Herstellung und Endbearbeitung von Garn, in denen
das Garn auf Spulen gewickelt wird, Anwendung findet. Dementsprechend
soll die Anwendung der Erfindung in keinster Weise allein auf Zwirnmaschinen
beschränkt
sein.
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1A und 1B sind
eine Seitenansicht bzw. eine Vorderansicht, die ein typisches Schema einer
Sammeleinheit einer Station einer Doppeldrahtzwirnmaschine zeigen,
bei der die signifikantesten Teile zur Hervorhebung des in Frage
stehenden technischen Problems dargestellt sind.
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Der
Arbeitsschritt des Verdrillens besteht hinsichtlich seiner Hauptgesichtspunkte
im Verbinden von zwei oder mehr Fäden eines Garns, die bereits
verdrillt sind, durch ein weiteres gegenseitiges Verdrillen um ihre
Achsen. Das erneute Verdrillen erzeugt ein Garn mit einer höheren Qualität, einer
höheren
Festigkeit und Regelmäßigkeit
und einem verbesserten Erscheinungsbild und „Griff" im Vergleich zum ursprünglichen
Ausgangsgarn.
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Wie
im Fall anderer Maschinen zur Herstellung und Endbearbeitung von
Garn wird die Doppeldrahtzwirnmaschine mit einer Vielzahl von Arbeitseinheiten
versehen, die nebeneinander entlang einer oder zwei Stirnseiten
mit Zubehör,
Antriebsmitteln und Kontrolleinheit eingerichtet sind, die sie gemeinsam
aufweisen. Die 1A und 1B sind
eine Seitenansicht bzw. eine Vorderansicht, die das Aufbauschema
der Basisteile des Systems zum Sammeln des Fadens in einer Zwirnmaschine
darstellen.
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Die
Zufuhr des Garns wird durch zwei Fäden 1 und 2 gebildet,
die aus den Zufuhrspulen stammen, die sich in dem darunter liegenden
zylindrischen Korb 3 befinden, wobei die Fäden 1, 2 in
den Abspulkopf 4 eingeführt
und im Bodenteil der Station verdrillt werden, der in der Figur
aus Gründen
der Einfachheit der Darstellung nicht gezeigt ist. Das Doppeldrahtgarn 6 dreht
daraufhin wieder nach oben, wo es gesammelt wird. Das Doppeldrahtgarn 6 dreht
sich und sein Ballon wird zunächst
durch die Innenwand des Eingrenzungszylinders 3 und dann
durch die Garnführungsöse 7 kontrolliert.
Das Garn wird durch das Ziehen zurückgeholt, das von der oberen
Spule ausgeübt wird,
welche gedreht wird.
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Beim
Vorlaufen in Richtung der Spule trifft das Garn 6 dann
der Garnführungsöse 7 nachgeschaltet
auf einen Garnfühler 10,
ein Zwischenrad oder eine Zwischenrolle 11 und den Zugmecha nismus
oder die Zugvorrichtung 12. Die Zugvorrichtung besteht
aus zwei rotierenden Platten oder Schalen, die einander zugewandt
unter Bildung eines gewundenen Schlitzes eingerichtet sind, der
das gespannte Garn erfasst und zieht, um die Wirkung der Spannung
zwischen der Zugvorrichtung und der Spule zu teilen. Unter normalen
Arbeitsbedingungen passiert das verdrillte Garn 6 die Garnführung 13,
die es mit einer angetriebenen Auf- und Abbewegung entlang der Führung 14 über die
Mantellinie der Spule verteilt.
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Die
sich bildende Garnspule 16, die das erneut verdrillter
Garn 6 zurückholt
und sammelt, wird auf die Grundhülse 17 aufgewickelt,
die auch den Spulenrahmen 18 trägt, und wird durch einen Zylinder
oder eine Walze 19, die mit konstanter Geschwindigkeit
rotiert, rotierend angetrieben. Hinsichtlich seiner wesentlichen
Merkmale besteht der Spulenrahmen aus einer anhebbaren Gabel und
zwei Backen, die sich gegeneinander öffnen, um zwei Zentrierungswellen
oder -träger
zu öffnen
und zu schließen, die
die Hülse,
auf die das Garn zur Bildung der Spule gewunden wird, blockieren.
Mit Fortschreiten der Sammlung des Garns rotiert die Spule 16 auf
der Rolle 19 ruhend, wobei ihr Durchmesser zunimmt und ihre
Winkelgeschwindigkeit abnimmt. Die Spule nimmt hinsichtlich Gewicht
und Volumen zu und der Rahmen 18 hebt sich allmählich. Als
ein Ergebnis ihrer Änderung
in der Größe unterliegt
die Spule dem in der Einleitung der vorliegenden Beschreibung beschriebenen
Phänomen.
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Wenn
das Garn unterbrochen wird, entweder weil es bricht oder weil es
ausläuft,
sogar im Sinne des Auslaufens von nur einem der beiden Zufuhrfäden, sinkt
der Garnfühler 10 um
seine Welle rotierend ab, bewirkt die Arretierungsanordnung von
der Kontrolleinheit und aktiviert den Alarm für den Bediener. Es muss tatsächlich bedacht
werden, dass in Abwesenheit eines der Fäden der übrige Faden beträchtlich
dadurch geschwächt wird,
dass er sich unter Bedingungen des Entdrillens befindet, und daher
der Zugkraft nicht standhält
und damit bricht.
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Dementsprechend
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen Spulenrahmen, der
hinsichtlich seiner allgemeineren Merkmale im ersten Anspruch definiert
ist.
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Die
Charakteristika und Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung treten aus
der Beschreibung einer typischen Ausführungsform davon klarer hervor,
die unter Bezugnahme auf die 2 bis 5 als
nicht einschränkendes
Beispiel angegeben ist.
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Die 1A und 1B stellen
das Schema des Sammelns von Garn in einer Doppeldrahtzwirnmaschine
dar, in der exemplarisch der Spulenrahmen angewendet wird. Die 2A–C stellen
dafür den
erfindungsgemäßen Spulenarm
hinsichtlich seiner Ausstattung mit der Spule zu Beginn mit Bezug auf
den Aufbau und Betrieb des Rahmens dar. Dafür stellt 3 den
erfindungsgemäßen Spulenrahmen in
seiner Ausstattung mit der Spule kurz vor dem Abschluss dar. 4 zeigt
den erfindungsgemäßen Spulenrahmen
in seiner Ausstattung mit der Spule, die wegen eines Eingriffs oder
wegen des Abschlusses der Spule angehoben ist. 5 ist
eine Querschnittsansicht mit Details des Spulenarms, der die Komponenten
der Anhebevorrichtung, die Klemmvorrichtung und die Vorrichtung
zum Dämpfen
des Spulenarms (reel-stick arm) veranschaulicht. Die 2A, 3 und 4 sind
mit vergrößerten Details
der Hauptkomponenten der Vorrichtungen zum Gewichtsausgleich, zum
Anheben, zum Klemmen und Dämpfen,
mit denen der Spulenrahmen (reel-stick arm) versehen ist, versehen.
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2A ist
eine Seitenansicht des Spulenrahmens und 2B ist
eine Draufsicht davon. Der Spulenrahmen besteht aus einer Gabel 20,
die von zwei Armen 21 und 22 gebildet wird, von
denen einer – in 2A der
Arm 22 – in 23 drehbar
angebracht ist und gemäß einer
Rotation α zum
Einführen
oder Entfernen der Basishülse 17,
auf der die Spule gebildet wird, in/aus seine(r) Greifposition zwischen
den beiden Zentrierungswellen 24 und 25 die Gabel 20 öffnen und
schließen
kann. Dem Öffnen
der Gabel 20 wirkt eine Zug- oder Spannfeder 25 entgegen,
die auf das Greifen der Enden der Hülse zwischen den beiden Armen
abzielt. Der Arm 22 ist mit einer Verlängerung 22A versehen,
die es dem Bediener ermöglicht, ihn
zum Öffnen
und Schließen
der Gabel 20 sowie zum manuellen Anheben und Absenken des
Spulenrahmens zu greifen.
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Die
Basis 26 der Gabel 20 orthogonal zu den Armen 21, 22 ist
drehbar, um eine Rotation β um
einen im Wesentlichen horizontalen Bolzen 28 zu ermöglichen,
um die Spulenrahmen-Baugruppe anzuheben oder abzusenken. Der Bolzen 28 ist
auf die feste Struktur 31 der Zwirnmaschine beschränkt. An der
gegenüberliegenden
Seite ist die Basis 26 der Gabel mit einem Hebelarm 32 für die Anhebevorrichtung
versehen, die im Folgenden dargestellt wird. Die Basis 26 der
Gabel 20 orthogonal zu den Armen 21, 22 ist
darüber
hinaus mit einem kreisförmigen
Sektor 33 für
die Vorrichtung zum Klemmen des angehobenen Spulenrahmens ausgestattet,
der ebenfalls im Folgenden beschrieben wird.
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Die
Basis 26 der Gabel 20 ist des Weiteren mit einem
Gewichtsausgleichmittel 35 versehen, das es ermöglicht,
dem Effekt des ansteigenden Gewichts der Spule entgegenzutreten
und den Druck zwischen der Spule 16 und der Rolle 19 innerhalb vorher
festgelegter Werte zu halten. Diese Vorrichtung besteht aus zwei
koaxialen Hohlkolben 36, 37, die gegeneinander
gleiten und eine Kompressionsfeder 38 enthalten, die dazu
neigt, diese voneinander wegzubewegen. Die Struktur der beiden Kolben
ist in der Querschnittsansicht der 2C darge stellt.
Die beiden Kolben 36, 37 sind jeweils an ihren
Enden mit Kugelgelenken 39, 40 versehen, die über männliche und
weibliche sphärische
Anschlussstücke 41, 42 mit der
fixierten Struktur 31 der Zwirnmaschine bzw. mit der Basis 26 der
Gabel 20 verbunden sind. Die Anschlussstücke der
Kolben sind in den hierin gezeigten Ausführungsformen exemplarisch als
Kugelgelenke dargestellt, sie könnten
jedoch auch mit verschiedenen Arten einer Verbindung erhalten werden, beispielsweise
als Zylindergelenke.
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Die
Arbeitsweise der Gewichtsausgleichvorrichtung 35 wird im
Folgenden beschrieben. Im Aufbau von 2A hat
die auf die Hülse
aufgewickelte Spule immer noch einen geringen Durchmesser und die
Arme 21, 22 der Gabel sind in der relativ unteren Position.
In dieser Konfiguration verläuft
die Richtung der Achse 44 der beiden koaxialen Kolben rechts, d.h.
im Bolzen 28. Die Schubkraft der komprimierten Feder 38 in
den Kolben führt
somit zu einem zusätzlichen
Gewicht, das bewirkt, dass die Spule 16 gegen die Rolle 19 drückt. Die
Schubkraft der Feder 38 wird auf diese Weise dem niedrigen
Gewicht der Spule in der anfänglichen
Phase beigefügt.
Mit der Zunahme des Durchmessers der Spule 16 dreht sich
die Richtung der Achse 44 der Kolben 36, 37 gemäß der Rotation γ um das Zentrum
des Kugelgelenks 39 und erreicht das Zentrum des Bolzens 28,
wodurch der Hebelarm der Schubkraft der Feder 38 und der
auf die Rolle 19 ausgeübte
Druck verringert wird, bis er verschwindet, wenn die Richtung der
Achse 44 der Kolben das Zentrum des Bolzens 28 passiert.
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Nachdem
die Richtung der Achse 44 der Kolben 36, 37 das
Zentrum des Bolzens 28 passiert hat und sich nach links,
d.h. aus dem Bolzen heraus, bewegt, wie es die Konfiguration der
Figur annimmt, führt
die Schubkraft der komprimierten Feder 38 in den Kolben
auf diese Weise zu einer Kraft, die dem Gewicht, das durch die Spule 16 ausgeübt wird,
entgegenwirkt und den Druck auf die Rolle 19 verringert. Ab
diesem Augenblick bewegt sich die Richtung der Achse 44 der
Kolben 36, 37 mit zunehmendem Durchmesser der
Spule weiter und weiter weg vom Zentrum des Bolzens 28,
wodurch der Hebelarm der Schubkraft der Feder 38 und die
Wirkung des Gewichtsausgleichs zunimmt, d.h. die Wirkung der Verringerung
des auf die Rollen 19 durch das Gewicht der Spule selbst
ausgeübten
Drucks wird vervollständigt.
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Die
Werte des Druckbereichs, der zwischen der Spule und der Antriebsrolle
angewendet werden soll, sowie der Wert des Durchmessers der Spule,
an dem die Wirkung der Gewichtsausgleichsvorrichtung 35 umgekehrt
wird, kann durch Eingriff sowohl auf die Geometrie des Systems als
auch auf die Kalibrierung der Feder 38 eingestellt werden.
Diese Einstellungsmaßnahmen
können
in vorteilhafterweise auf die Position der Verbindung der Kugelgelenke 39, 40 eingreifen,
beispielsweise auf die Position, in der das Gelenk 39 an
der fixierten Struktur befestigt ist, wodurch der Durchmesser der
Spule verändert
wird, bei der die Umkehr der Wirkung der Gewichtsausgleichsvorrichtung 35 auftritt.
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Hat
die Spule die gewünschte
Länge,
d.h. die vorher eingestellte Größe, erreicht,
wird die fertige Spule 16 entfernt und durch eine neue
Hülse 17 ersetzt.
Um die Wicklung des Garns nicht zu beschädigen, wird die Spule 16 angehalten,
indem sie vorher von ihrer Antriebsrolle 19 angehoben wird.
Die Vorgehensweise ist ziemlich dieselbe wie auch bei einem Eingriff
während
der Herstellung der Garnspule, beispielsweise wenn das Verdrillen
unterbrochen wird, weil der Garnfühler 10 absinkt und
die Unterbrechung des Garns 6 signalisiert. Zum Abnehmen
der Spule von ihrer Rolle gibt es das automatische Hebeteil 50,
das aus einem Zylinderkolben 51 besteht, der durch Flüssigkeitsmittel
betrieben wird, beispielsweise pneu matisch, und in einer zugrunde
liegenden zylindrischen Kammer 52 gleitet. In der in den 4 und 5 dargestellten
Ausführungsform
ist der pneumatisch wirkende Aktuator ein einfach wirkender, wobei
die Rückkehr
in die Arbeitsstellung durch die entgegengesetzte Wirkung einer
in das Innere der Kammer 52 eingesetzten Kompressionsfeder 53 gewährleistet
wird. Ein vertikaler Schaft 54, der ein Eingriffsteil trägt, beispielsweise
ein vorstehender Bolzen oder eine vorstehende Rolle 55,
die so ausgelegt ist, dass sie das Ende des Hebelarms 32,
das der Gabel 20 gegenüber
liegt, greift, ist mit dem Kolben 51 verbunden. Mit der
Einführung
einer Flüssigkeit unter
Druck mittels der Rohrleitung 57 wird der Kolben 51 abgesenkt,
so dass die Feder 53 zusammengedrückt wird und der Schaft 54 mit
der Rolle 55 zurückgezogen
wird. Durch ihren Gang nach unten fängt die Rolle das Ende des
Hebelarms 32 ab und hebt die gesamte Spulenrahmen-Baugruppe
mit deren aufgewickelter Spule 16 mit einer Rotation β um den Bolzen 28 an.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
ist das Öffnen
des Ventils und der Eintritt der Flüssigkeit in die zylindrische
Kammer 52 direkt mit dem Absinken des Garnfühlers 10 verschachtelt.
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Die
Rotation β beinhaltet
auch den kreisförmigen
Sektor 33, der in die Basis 26 des Spulenrahmens
integriert ist und eine automatische Vorrichtung 59 zum
temporären
Blockieren des Spulenrahmens in der angehobenen Stellung trägt, die
auch unter Bezugnahme auf die Details der 2A, 3, 4 und 5 dargestellt
ist.
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Der
kreisförmige
Sektor 33 besteht aus einer Platte, die den Bogen eines
Kreises 60 beschreibt und in die Basis 26 der
Gabel 20 integriert ist und mit letzterer rotiert, wobei
er gegen die gegenüberliegende
Fläche
einer fixierten Schulter 61 ruht, die in die fixierte Struktur 31 der
Zwirnmaschine in tegriert ist. An ihrem innersten Ende weist die
Platte 60 einen Ansatz 62 mit einem kreisförmigen Durchgangsloch 63 auf,
das als Eingriffspunkt für
die terminale Kugel 64 des Bewegungselements einer Vorrichtung 65 zum Klemmen
des Spulenrahmens dient, wobei auch diese Vorrichtung in die fixierte
Struktur 31 der Zwirnmaschine integriert ist und der Schubkraft
einer Feder 66 gegen das Durchgangsloch 63 und
einen in die fixierte Schulter 61 gemachten sphärischen
Sitz 67 unterworfen ist. Das Klemmen wird ausgeführt, wenn die
Rotation β zunächst bewirkt,
dass der Ansatz 62 der Platte 60 in die Position 64' der 4,
wie es durch die gestrichelte und gepunktete Linie definiert ist,
eingeführt
wird und die Kugel 64 aus ihrem Sitz 67 in einer
derartigen Weise verdrängt
wird, dass der Ansatz 62 weiter rotiert, bis dessen Loch 63 mit
der Kugel 64 in Übereinstimmung
tritt und es ermöglicht, dass
die Kugel 64 wieder in ihren Sitz 67 eingeführt wird,
so dass der Ansatz 62 und die Platte 60 gegriffen
werden, wodurch ein temporäres
Klemmen des Spulenarms in einer angehobenen Position erfolgt. Ist
der Spulenarm einmal geklemmt, können
der Kolben 51 und der Schaft 54 wieder unabhängig vom Rücksetzen
des Arms selbst angehoben werden.
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Die
Arbeitsweise der Hebe- und Klemmteile ist in geeigneter Weise mit
Mitteln zum Verschachteln und Koordinieren versehen, sowohl durch
Kontrollieren des Anhebens, das mit dem Absinken des Garnfühlers 10 verschachtelt
ist, als auch durch Kontrollieren der Unterbrechung des Anhebens
des Spulenrahmens, wenn das Klemmen auftritt. Beispielsweise ist
der Sektor 33 zu diesem Zweck mit winkelförmig angeordneten
Sensoren ausgestattet, die es ermöglichen, dass die Kontrolleinheit
der Maschine die Einführung
der Flüssigkeit
in die Kammer 52 rechtzeitig unterbricht, oder auch der
Sitz 67, der die terminale Kugel 64 weg oder bis
dahin bewegt, ist mit Sensoren versehen.
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Der
Winkelwert des Anhebens des Spulenrahmens gemäß der Rotation β, bei dem
das Klemmen auftritt, kann angepasst und eingestellt werden, indem
beispielsweise die gegenseitige Position zwischen der Platte 60 und
der Basis 26 der Gabel 20 modifiziert wird.
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Bei
angehobenen Spulenrahmen können
ein Abbremsen und Arretieren der Spule ohne jegliches Problem ausgeführt werden
sowie auch die anderen Arbeitsschritte, die vom Bediener gefordert
werden, der bei seinem Eintreffen den Rahmen angehoben und die Spule 16 bereits
von der Rolle 19 getrennt vorfindet. Der Arm kann zurückgesetzt
werden, um zu bewirken, dass die Spule oder die neue Hülse in Kontakt
mit der Rolle 19 zurückkehrt,
nachdem er den Schaft 54 wieder angehoben hat, was den
Druck in der Kammer 52 entspannt und die Freisetzung der Feder 53 ermöglicht,
die den Kolben 51 zurück
nach oben bringt. Der Rahmen kann dann wieder durch den Bediener
abgesenkt werden, indem er den Widerstand der Feder 66 mit
dem Hebel 22A mit einer Kraft überwindet, die dazu ausreichend
ist, um zu bewirken, dass sich die Klemmkugel 64 von ihrem
gewohnten Sitz 67 zurückbewegt.
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Gemäß einer
weiter verbesserten Ausführungsform
der Erfindung wird eine Vorrichtung 69 zum Dämpfen der
Vibrationen oder Oszillationen des Spulenrahmens aufgrund der Unregelmäßigkeiten der
Verdrillungsarbeit wiederum auf den kreisförmigen Sektor 33,
der in die Basis 26 der Gabel 20 integriert ist,
oder auch auf die Platte 60 angewendet wird. Die Vorrichtung
besteht aus einem Kolben 70, der innerhalb einer Kammer 71 gleiten
kann, die in die fixierte Struktur 31 der Zwirnmaschine
integriert ist, und der an seinem Ende 72 durch eine Feder 73 gegen
die ebene Oberfläche
der Platte 60 gedrückt werden
kann, wobei er gegen die fixierte Schulter 61 gedrückt wird,
so dass eine Reibungswirkung und ein Dämpfen der Spannungen bewirkt
wird, die die Qualität
des Garns und der fertigen Spule nachteilig beeinträchtigen.
Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird der durch die Feder 73 ausgeübte Druck
in geeigneter Weise beispielsweise durch eine Kalibrierschraube
eingestellt, um die gewünschte
Dämpfwirkung
zu verleihen.
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Der
erfindungsgemäße Spulenrahmen
ermöglicht,
dass die voranstehend beschriebenen Probleme sowohl im Zuge eines
normalen Aufwickelns der Spule als auch im Zuge von Eingriffen,
unter denen Anhalten, Anlaufen und vorübergehende Betriebsbedingungen
sind, überwunden
werden.
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Die
Spulenrahmenvorrichtung ermöglicht das
Aufwickeln einer Spule sowie jegliche Eingriffe des Bedieners, was
die Qualität
des Garns und der aufgewickelten Spule gewährleistet, von der insbesondere
bei Verdrillungsprozessen das höchste
Niveau gefordert wird.
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Darüber hinaus
kann die Vorrichtung in einer derartigen Art und Weise eingestellt
werden, dass sie einen Aufwicklungsdruck zwischen der Spule 16 und der
Antriebsrolle 19 innerhalb eines vorherbestimmten Bereichs
ausübt,
der vom Fortschritt der Spule unabhängig ist. Dies ermöglicht die
Herstellung stabiler Spulen mit einheitlichen und vorherbestimmten Dichten.