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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Anstrichzusammensetzungen,
welche einen Cr-freien Korrosionsinhibitor enthalten, sowie auf
ein angestrichenes Metallblech mit ausgezeichneter Korrosionsbeständigkeit.
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Ein
vorbeschichtetes Stahlblech, wie ein Oberflächenteil für elektrische Haushaltsgeräte oder
ein Klimagerät
und andere Waren, ist aufgrund seiner guten Leistung im Vergleich
zu einem Stahlblech, welches vor dem Farbauftrag zu einer Zielform
geformt wird, in verschiedenen Bereichen allgemein verwendet worden.
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Das
vorbeschichtete Stahlblech wird durch Auftragen von synthetischem
Harzanstrich auf beide Oberflächen
oder auf eine Oberfläche
(welche eine Außenoberfläche eines
Produktes sein wird) eines Stahlblechs und Wärmehandeln des aufgetragenen
Anstrichs zum Bilden einer Anstrichschicht hergestellt. Ein Korrosionsinhibitor
wird gewöhnlich
zu dem Harzanstrich zugegeben, um eine Anstrichschicht mit verbesserter
Korrosionsbeständigkeit
zu erhalten. Die Haftfähigkeit
der Anstrichschicht wird durch chemisches Umwandeln der Oberfläche eines
Stahlblechs in einen chromatierten oder phosphatierten Zustand vor
dem Anstrichauftrag verbessert. Die chemisch umgewandelte Oberflächenschicht
hat auch eine fördernde
Wirkung auf die Korrosionsbeständigkeit.
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In
einem Verfahren zur Herstellung eines angestrichenen Stahlblechs
mit einer einfachen Schicht wird eine Anstrichsorte, enthaltend
ein Farbpigment und einen Korrosionsinhibitor, auf die Oberfläche aufgetragen und
dann wärmebehandelt.
In einem Verfahren zur Herstellung eines angestrichenen Stahlblechs
mit zwei oder mehr Schichten wird ein Primer, enthaltend ein Streckmittel
und einen Korrosionsinhibitor, auf die Oberfläche aufgetragen, und dann werden
Zwischenschicht- und Oberschicht-Anstriche, die keinen Korrosionsinhibitor
enthalten, auf die Unterschicht aufgetragen. Eine Rückenfläche des
Stahlblechs getragen. Eine Rückenfläche des
Stahlblechs kann ebenfalls mit Anstrich, der einen Korrosionsinhibitor
enthält,
beschichtet werden.
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Chromverbindungen
oder auf Chromverbindungen basierende Pigmente, beispielsweise Zinkchromat,
Strontiumchromat, rotes Chromat und rotes Silicochromat, sind bisher
aufgrund ihres ausgezeichneten Korrosionsschutzvermögens als
Korrosionsinhibitoren verwendet worden. Inzwischen hat sich jedoch
aufgrund von gestiegenem Umweltbewußtsein die Nachfrage nach der
Bereitstellung eines Stahlblechs, welches mit einer chromverbindungsfreien
Anstrichschicht beschichtet ist, erhöht. Um einer solchen Nachfrage
nachzukommen, wird ein Korrosionsinhibitor, hergestellt aus porösen Silicateilchen,
auf welchen Ca-, Zn-, Co-, Pb-, Sr- oder Ba-Ionen durch Ionenaustausch
gebunden sind, anstelle von Chromverbindungen vorgeschlagen.
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Der
vorgeschlagene Korrosionsinhibitor fängt korrosive Ionen wie Wasserstoffionen
und stößt dafür die gebundenen
Ionen aus. Besonders der an Ca-Ionen gebundene Korrosionsinhibitor
weist ein gutes Korrosionsschutzvermögen auf. Ein solcher Korrosionsinhibitor
wird gewöhnlich
zu Anstrich in einem Verhältnis
von 2 bis 50 Gew.-Teilen,
bezogen auf 100 Gew.-Teile harzartiger Komponenten in einer Anstrichschicht,
zugegeben. Jedoch weist der an Ca-Ionen gebundene Korrosionsinhibitor
im Vergleich zu Chromverbindungen eine relativ ungenügende Korrosions-
und Feuchtigkeitsbeständigkeit
auf, so daß sich
in feuchter Atmosphäre
oft Blasen in der Anstrichschicht bilden.
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Gegenstand
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Metallblechs,
welches mit einem Harzanstrich, enthaltend einen Korrosionsinhibitor,
hergestellt aus an Ca-Ionen gebundenen Silicateilchen, deren Korrosionsschutzvermögen durch
die Koexistenz eines Polyphosphats verbessert ist, beschichtet ist.
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Die
vorliegende Erfindung schlägt
eine neue Anstrichzusammensetzung, welche einen Korrosionsinhibitor,
hergestellt aus porösen
Silicateilchen, auf welchen Ca-Ionen durch Ionenaustausch gebunden
sind, zusammen mit einem Polyphosphat in einem Verhältnis, welches
in bezug auf das Verhältnis
des Korrosionsinhibitors vorgegeben wurde, vor.
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Das
Polyphosphat ist vorzugsweise Aluminiumpyrophosphat, Aluminiummetaphosphat
oder Aluminiumdihydrogentripolyphosphat. Die besten Ergebnisse zeigt
insbesondere Aluminiumdihydrogentripolyphosphat. Das Polyphosphat
kann in einem mit Zinkoxid, Titanoxid, einer Magnesiumverbindung,
einem Silanhaftvermittler oder Silicon gemischten oder beschichteten
Zustand verwendet werden, um die Korrosionsbeständigkeit und Lagerstabilität zu verbessern.
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Im
allgemeinen werden Ca-gebundene Silicateilchen (hierin nachstehend
als „der
Korrosionsinhibitor A" bezeichnet)
zu dem Harzanstrich in einem Verhältnis von 2 bis 50 Gew.-Teilen,
bezogen auf 100 Gew.-Teile harzartiger Komponenten des Anstrichs,
gegeben. Das Polyphosphat (hierin nachstehend als „das Polyphosphat
B" bezeichnet) wird
zu dem Harzanstrich in einem A/B-Gewichtsverhältnis von 60/40 bis 5/95 und
einem A + B-Verhältnis
von 5 bis 150 Gew.-Teilen, bezogen auf 100 Gew.-Teile harzartiger
Komponenten des Anstrichs, gegeben.
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Der
vorgeschlagene Anstrich wird zur Bildung einer Unterschicht oder
einer einfachen Schicht auf einem Grundmetallblech, wie einem Stahlblech,
das mit einer Zn-, einer legierten Zn-, Zn-5%Al- oder Zn-55%Al-Schicht
plattiert ist, verwendet. Eine Oberfläche des Grundmetallblechs wird
vorzugsweise chemisch zu einem Zustand behandelt, der Anstrichaffinität aufweist.
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Die
betreffenden Erfinder haben nach den Gründen geforscht, warum der Korrosionsinhibitor
A, insbesondere in feuchter Atmosphäre, kein gutes Korrosionsschutzvermögen aufweist
im Vergleich zu einem konventionellen Korrosionsinhibitor, der auf
Chromverbindungen basiert, und haben herausgefunden, daß eine Wirkung
von an Silicateilchen gebundenen Ca-Ionen nicht über eine lange Zeitspanne aufrechterhalten wird,
da sich Ca-Ionen leicht in Wasser, das in eine Anstrichschicht eingedrungen
ist, auflösen.
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Die
Feuchtigkeitsbeständigkeit
des Korrosionsinhibitors A könnte
durch Beschichten der Silicateilchen mit hydrophoben Filmen, wie
einem Silanhaftvermittler oder Siliconöl verbessert werden, wodurch
das Auflösen
von Ca-Ionen unterdrückt
wird. Jedoch schließt
so ein hydrophobes Beschichten die Poren der Silicateilchen und
ermöglicht
kaum das Auflösen
von Ca-Ionen, was eine Verschlechterung der Korrosionsbeständigkeit
zur Folge hat. Die betreffenden Erfinder haben verschiedene Mittel
zur Unterdrückung
des Auflösens
von Ca-Ionen untersucht und haben dabei eine Polyphosphat-Zugabe
zu dem Anstrich gefunden.
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Das
Polyphosphat B macht die Ionenbindung der Chelatbindung auf Oberflächen von
Silicateilchen ähnlich.
Die Ionenbindung kontrolliert das Auflösen von Ca-Ionen, aber inhibiert
das Auflösen
von Ca-Ionen nicht vollständig.
Das Auflösen
von Ca-Ionen kann
ebenso durch die pH-Pufferwirkung des Polyphosphats B unterdrückt werden,
wodurch das Ansäuern,
das durch korrosive Ionen wie Wasserstoffionen verursacht wird, gebremst
wird.
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Das
Polyphosphat B wird vorzugsweise zu Harzanstrich in einem A/B-Gewichtsverhältnis von
60/40 bis 5/95 und auch in einem A + B-Verhältnis von 5 bis 150 Gew.-Teilen,
bezogen auf 100 Gew.-Teile harzartiger Komponenten des Anstrichs,
gegeben, um die Wirkung des Polyphosphats B am effizientesten zu
erreichen.
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Die
Zugabe des Polyphosphats B in dem kontrollierten Verhältnis gewährleistet
eine kontinuierliche Auflösung
von Ca-Ionen über
einen langen Zeitraum ohne Abbau des Korrosionsinhibitors A. Eine übermäßige Zugabe
des Polyphosphats B unterrückt
die Auflösung
von Ca-Ionen auf ungünstige
Weise, während
ein Mangel des Polyphosphats B die Bildung von Blasen in einer Anstrichschicht
aufgrund schlechter Feuchtigkeitsbeständigkeit verursacht. Das A
+ B-Verhältnis
in dem Bereich von 5 bis 150 Gew.-Teilen ist ebenfalls wichtig für die Bildung
einer Anstrichschicht mit guter Korrosionsbeständigkeit, Haftfähigkeit
und Bearbeitbarkeit.
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Ca-Ionen
werden auf Silicateilchen als der Korrosionsinhibitor A im allgemeinen
in einem Verhältnis von
3 bis 40% gebunden. Ein Verhältnis
des Polyphosphats B wird an die Mengen des Korrosionsinhibitors
A angepaßt.
Beispielsweise wird ein Verhältnis
des Polyphosphats höher
als der Anstieg von an dem Korrosionsinhibitor A gebundenen Ca-Ionen
gehalten, aber niedriger als die Abnahme von an dem Korrosionsinhibitor A
gebundenen Ca-Ionen gehalten.
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Die
Art des Harzanstrichs, zu dem der Korrosionsinhibitor A und das
Polyphosphat B zugegeben werden, ist nicht eingeschränkt, basiert
aber gewöhnlich
auf Polyester, makromolekularem Polyester, Epoxy, Epoxy-denaturiertem
Polyester, Epoxy-denaturiertem
makromolekularem Polyester oder Polyethersulfonat. Molekulargewicht,
Glasübergangstemperatur
und Vernetzungsdichte des Harzanstrichs werden, zusammen mit den
Verhältnissen
eines Härtungsmittels
zu anderen Pigmenten, unter Verwendung eines angestrichenen Stahlblechs
richtig eingestellt. Beispielsweise wird eine Anstrichschicht mit
guter Bearbeitbarkeit aus Harzanstrich erhalten, dessen Glasübergangstemperatur
auf ein Niveau von 40°C
oder weniger eingestellt ist, wodurch die Dehnung auf ein höheres Verhältnis, das über 50%
liegt, gesteigert wird.
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Der
Harzanstrich kann auf ein Metallblech als einfache Schicht oder
als Unterschicht, die weiter mit einer Oberschicht beschichtet wird,
aufgebracht werden. Eine einfache Schicht weist vorzugsweise eine
Dicke von 3 bis 20 μm
auf, während
eine Unterschicht vorzugsweise eine Dicke von 1 bis 15 μm aufweist.
Selbstverständlich
kann gegebenenfalls eine Zwischenschicht zwischen der Unterschicht
und der Oberschicht gebildet werden. Wenn der Zwischenschicht- oder
der Oberschichtanstrich den Korrosionsinhibitor A enthält, wird
vorzugsweise das Polyphosphat B zu dem Anstrich gegeben, um die
Wirkung des Korrosionsinhibitors A über einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten.
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Ein
Grundmetallblech, worauf der Harzanstrich aufgetragen wird, ist
aufgrund der guten Korrosionsbeständigkeit vorzugsweise ein Stahlblech,
das mit einer Zn-, legierten Zn-, Zn-5%Al-Legierungs- oder Zn-55%Al-Legierungsschicht
beschichtet ist. Ein solches Grundmetallblech wird vorzugsweise
vor dem Anstrichauftrag chemisch behandelt, so daß die Haftfähigkeit
der Anstrichschicht(en) und die Korrosionsbeständigkeit verbessert werden.
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Die
chemische Behandlung ist typischerweise eine Chromatierung. Eine
andere Cr-freie
Behandlung, wobei ein Phosphat-, Silicat-, Zirconat-, Manganat-
oder Titanat-Film
auf der Oberfläche
eines Grundmetallblechs gebildet wird, ist anstelle der Chromatierung
möglich,
um die Auflösung
selbst einer sehr geringen Menge von Chromverbindungen zu inhibieren.
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Unter
den Cr-freien Behandlungen erbringt die Fluoridierung die wirkungsvollsten
Ergebnisse auf die Korrosionsbeständigkeit eines angestrichenen
Metallblechs. Bei chemischer Umwandlung einer Oberfläche des
Grundmetallblechs zu einem fluorierten Zustand in einem Verhältnis von
0,5 bis 500 mg/m2, berechnet als abgeschiedenes
Fluor, und/oder in einem Verhältnis
von 0,1 bis 500 mg/m2, berechnet als abgeschiedene
Metalle im gesamten, wird die Korrosionsbeständigkeit eines darauf gebildeten
Anstrichfilms erheblich verbessert. Eine solche fluorierte Oberflächenschicht
wird durch Behandlung der Oberfläche
des Grundmetalls mit einem chemischen Mittel, das eine oder mehrere
Fluorsäuren
enthält,
gebildet. Eine oder mehrere von H2TiF6, H2ZrF6, H2SiF6, H2GeF6, H2SnF6 und
HBF4 sind für diesen Zweck geeignet. Das
beste Korrosionsschutzvermögen weist
insbesondere H2TiF6 auf.
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Die
fluorierte Oberflächenschicht
ist eine korrosionsbeständige
Schicht, bestehend aus Fluor und Metallen wie Ti, abgebaut aus Fluorsäuren, welche
auf einer Oberfläche
eines Metallblechs, das durch in Wasser aufgelöste Fluorsäuren aktiviert wird, abgeschieden
werden. Metallkomponenten, die aus der Fluorsäure stammen, werden mit Hydroxylgruppen
eines Harzprimers umgesetzt und ebenfalls mit Phosphorsäure, die aus
dem Polyphosphat B in der Unterschicht abgeschieden wird, umgesetzt.
Die Oberflächenschicht
des Metallblechs, die durch Ätzung
aktiviert worden ist, wird mit Ca-Ionen, die aus dem Korrosionsinhibitor
A in der Unterschicht bereitgestellt werden, umgesetzt, wodurch
sich die Bindungsreaktion des Harzanstrichs auf der Oberfläche beschleunigt.
Folglich ist die Unterschicht fest an die Oberfläche des Grundmetallblechs gebunden,
und eine korrosionsbeständige
Schicht wird an der Grenze zwischen dem Grundmetallblech und der
Unterschicht erzeugt. Fluorionen werden ebenfalls mit Ca-Ionen,
die aus dem Korrosionsinhibitor A in der Unterschicht bereitgestellt
werden, umgesetzt und zu einer stabilen Verbindung wie Calci umfluorid
umgewandelt. Die stabile Verbindung dient als eine Barriere und
festigt ferner die fluorierte Oberflächenschicht.
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Die
fluorierte Schicht wird vorzugsweise in einem Verhältnis von
0,5 bis 500 mg/m2, berechnet als abgeschiedenes
Fluor, oder in einem Verhältnis
von 0,1 bis 500 mg/m2, berechnet als abgeschiedene
Metalle, wie Ti, Zr, Hf, Si, Ge, Sn und B im gesamten, gebildet,
wodurch die meisten vorteilhaften Wirkungen auf die Korrosionsbeständigkeit
erhalten werden.
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Die
fluorierte Beschichtung kann außerdem
eine oder mehrere Oxide, Hydroxide, Phosphate, Carbonate oder andere
Salze von Ti, Zr, Mo, Si, Al, Hf, Ge und Sn enthalten. Diese Verbindungen
werden in dem chemischen Mittel aufgelöst oder dispergiert. Andere
Zusatzstoffe, wie beispielsweise Polyvinylalkohol, Tannin, Stärke, Maisstärke, wasserlösliches
oder -dispergierbares Polymer wie Acrylharz, ein Silanhaftvermittler, ein
Titanhaftvermittler, ein oberflächenaktives
Mittel usw., können
optional zu dem chemischen Mittel zugegeben werden.
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Das
chemische Mittel wird auf eine Oberfläche eines Grundmetallblechs
durch eine Walzenauftragmaschine, durch Sprühen oder durch Eintauchen aufgetragen.
Danach wird die Oberfläche
des Grundmetallblechs ohne Waschen getrocknet, wodurch darauf die
fluorierte Schicht gebildet wird.
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Nach
Bildung der fluorierten Schicht auf der Oberfläche eines Grundmetallblechs
wird Harzanstrich durch ein konventionelles Applikationsverfahren,
wie Walzenauftrag, Gießauftrag,
Sprühen
oder Eintauchen, auf die Oberfläche
aufgetragen. Der aufgetragene Anstrich wird dann wärmebehandelt,
damit eine Unterschicht oder eine Einzelschicht auf der Oberfläche des
Grundmetallblechs gebildet wird. Der Primer kann verschiedene Zusatzstoffe,
beispielsweise anorganische Pigmente wie Titanoxid, Calciumcarbonat
und anderes Silica als der Korrosionsinhibitor A und das Polyphosphat
B, enthalten.
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Verschiedene
Harzanstriche, wie Polyester, Urethan, Vinylchlorid, Acrylpolyethersulfonat,
Silicon- oder Fluorharz können
zur Bildung einer Oberschicht ohne besondere Einschränkungen
verwendet werden. Typ, Molekulargewicht, Glasübergangstemperatur und Pigmentdosierung
des Oberschichtharzanstrichs werden auf die Verwendung des angestrichenen
Metallblechs als ein Innenteil, eine Verkleidung usw. genau abgestimmt.
PTFE (Polytetrafluorethylen) kann zu dem Oberschichtanstrich zugegeben
werden. Eine Zwischenschicht kann optional auf einer Unterschicht
vor dem Auftrag des Oberschichtanstrichs durch ein 3-Schichtverfahren
gebildet werden. Selbstverständlich
kann das angestrichene Metall mit einer einfachen Schicht durch ein
1-Schichtverfahren hergestellt werden. Auf ein Grundmetallblech
aufgebrachter Anstrich wird gewöhnlich durch
Heißluft
in einer kontinuierlichen Beschichtungsstraße wärmebehandelt.
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Beispiele
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Beispiel 1:
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Verzinkte
Stahlbleche (mit einer Dicke von 0,5 mm, Zn-Abscheidungsverhältnis von
45 g/m2 pro einzelne Oberfläche), wurden
mit einem Cr-freien Phosphatiermittel (I), einem Cr-freien Siliciermittel
(II), einem Cr-freien Zirconiermittel (III), einem Cr-freien Manganiermittel
(IV) und einem Cr-freien Titaniermittel (V) chemisch vorbehandelt,
wie in Tabelle 1 gezeigt wird.
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Danach
wurde Epoxy-denaturierter makromolekularer Polyesterharzanstrich
auf jedes Stahlblech aufgebracht und 40 Sekunden bei einer Temperatur
von maximal 215°C
wärmebehandelt,
wodurch eine Anstrichschicht mit einer Trockendicke von 10 μm gebildet
wurde.
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Anstrichzusammensetzungen,
wie in Beispiel 1 verwendet, enthielten den Korrosionsinhibitor
A (d. h. poröse
Silicateilchen, an die Ca-Ionen durch Ionenaustausch gebunden wurden)
und das Polyphosphat B. Die Verhältnisse
des Polyphosphats zu dem Korrosionsinhibitor A sind in Tabelle 1
gezeigt.
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Tabelle
1: ANSTRICHZUSAMMENSETZUNGEN, WIE IN BEISPIEL 1 VERWENDET
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Anmerkungen zu Tabelle
1
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- 1: Polyphosphat a ist Aluminiumdihydrogentripolyphosphat,
b ist Aluminiummetapolyphosphat, und c ist Aluminiumpyrophosphat.
- 2: Das Gesamtverhältnis
des Korrosionsinhibitors A zu dem Polyphosphat B basiert auf 100
Gew.-Teilen harzartiger Komponenten in einer Anstrichschicht.
- 3: Der Farbton weiß stammt
aus Titanoxid, das zu dem Anstrich zugegeben wurde,, und gelb stammt
aus Strontiumchromat, das zu dem Anstrich zugegeben wurde.
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Nach
dem Trocknen des aufgebrachten Anstrichs wurde jedes angestrichene
Stahlblech durch folgenden Beschichtungsleistungstest untersucht.
Die Testergebnisse sind in Tabelle 2 (für erfindungsgemäße Beispiele)
und Tabelle 3 (für
Vergleichsbeispielsweise) dargestellt.
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Testeintauchen
in kochendes Wasser
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Jedes
Teststück
wurde 2 Stunden in kochendes Wasser eingetaucht und dann daraus
genommen. Das Teststück
wurde hinsichtlich seiner äußeren Erscheinung
beobachtet und wie folgt bewertet:
- O:
- keine Fehler
- Δ:
- Blasenbildung oder
matte Erscheinung
- X:
- Bildung großer Blasen
oder matte Erscheinung
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Das
Textstück
wurde dann mit einem Klebebandtest untersucht, wobei das Teststück mit 0
t gebogen wurde, ein Klebeband auf den gebogenen Teil geklebt wurde
und dann das Klebeband von dem gebogenen Teil abgelöst wurde.
Danach wurde die auf der Oberfläche
des Stahlblechs zurückbleibende
Anstrichschicht geprüft
und wie folg beurteilt:
- O:
- keine Fehler
- Δ:
- teilweises Abblättern der
Anstrichschicht
- X:
- signifikantes Abblättern der
Anstrichschicht
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Tests der
Korrosions- und Feuchtigkeitsbeständigkeit
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Jedes
Teststück
wurde quer durchgeschnitten, mit Schädigungen, die sich bis zur
Stahlbasis ausdehnten, und dann einem 240-Stunden-Salz-Wasser-Sprühtest, vorgeschrieben
durch JIS Z2371 als ein Korrosionsbeständigkeitstest, ausgesetzt.
Dasselbe quer durchgeschnittene Teststück wurde 240 Stunden in einer
Atmosphäre
von 50°C
mit 98% rF für
einen Feuchtigkeitsbeständigkeitstest
gehalten. Danach wurde das flache Teil des Teststücks beobachtet,
und die maximalen Größen der
Blasen in der Anstrichschicht wurden an dem unteren geputzten Teil
einer Seitenfläche
und auf einer Seite eines quer durchgeschnittenen Teils gemessen. Die
Ergebnisse wurden wie folgt bewertet:
Äußere Erscheinung an einem flachen
Teil
- O:
- keine Fehler
- Δ:
- Blasenbildung oder
matte Erscheinung
- X:
- signifikante Blasen
oder matte Erscheinung
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Maximale
Größe der Blasen
auf dem unteren geputzten Teil einer Seitenfläche
- ⊙:
- nicht mehr als 1 mm
- O:
- 1 bis 3 mm
- Δ:
- 3 bis 6 mm
- X:
- mehr als 6 mm
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Maximale
Größe der Blasen
auf einer Seite eines quer durchgeschnittenen Teils
- ⊙:
- keine Blasen
- O:
- nicht mehr als 1 mm
- Δ:
- 1 bis 2 mm
- X:
- mehr als 2 mm
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Beispiel 2:
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Nachdem
dieselben Stahlbleche in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 chemisch
vorbehandelt wurden, wurde Epoxy-denaturierter makromolekularer
Polyesterprimeranstrich auf jedes Stahlblech aufgebracht und dann
30 Sekunden bei einer Temperatur von maximal 215°C wärmebehandelt, wodurch eine
Unterschicht mit einer Trockendicke von 5 μm gebildet wurde. Danach wurde
makromolekularer Polyesteroberschichtanstrich auf das Stahlblech
aufgebracht und 40 Sekunden bei einer Temperatur von maximal 230°C wärmebehandelt,
wodurch ein Oberschichtfilm mit einer Trockendicke von 15 μm gebildet
wurde.
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Die
Zusammensetzungen der in Beispiel 2 verwendeten Primeranstriche
enthielten den Korrosionsinhibitor A und das Polyphosphat B, wie
in Tabelle 4 dargestellt ist, während
die Zusammensetzungen anderer Primeranstriche zum Vergleich in Tabelle
5 dargestellt sind.
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Die
Eigenschaften von Anstrichschichten, die durch dieselben Tests wie
in Beispiel 1 untersucht wurden, sind in Tabelle 6 (für erfindungsgemäße Beispiele)
und 7 (für Vergleichsbeispiele) dargestellt.
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Tabelle
4: PRIMERANSTRICHZUSAMMENSETZUNGEN (ERFINDUNGSGEMÄßE BEISPIELE)
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Tabelle
5: PRIMERANSTRICHZUSAMMENSETZUNGEN (VERGLEICHSBEISPIELE)
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Beispiel 3:
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Verschiedene
plattierte Stahlbleche mit einer Dicke von 0,5 mm wurden in einem
Verhältnis
von 10 mg/m2, berechnet als abgeschiedenes
Ni, oberflächenbehandelt,
oder Alkali-entfettet. Ein chemisches Mittel mit einer Zusammensetzung,
wie in Tabelle 8 gezeigt, wurde auf jedes Stahlblech mit einem Stabapplikator
in einem Verhältnis
von 1 ml/m2 aufgebracht und bei 100°C als Vorbehandlung
für den
Auftrag auf Anstrich getrocknet.
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Eine
bearbeitete Oberflächenschicht
wurde durch Röntgenfluoreszenz-Analyse
untersucht, um die Gesamtmenge von darauf abgeschiedenem F, Ti,
Zr, Hf, Si, Ge, Sn und B zu bestimmen. Die Ergebnisse sind in Tabelle
9 gezeigt.
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Tabelle
9: ABSCHEIDUNGSVERHÄLTNISSE
(in mg/m
2) ALS REAKTION AUF DIE TYPEN DER
CHEMISCHEN MITTEL
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Das
Metallverhältnis
bedeutet das Gesamtverhältnis
von auf der Oberfläche
eines Grundstahlblechs abgeschiedenen Ti, Zr, Hf, Si, Ge, Sn und
B.
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Jedes
Grundstahlblech wurde mit einem chemischen Mittel bearbeitet, wodurch
eine fluorierte Schicht in einem Verhältnis, berechnet als abgeschiedenes
Fluor, wie in Tabelle 10 (für
erfindungsgemäße Beispiele) und
Tabelle 11 (für
Vergleichsbeispiele) gezeigt, gebildet wurde.
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Tabelle
10: HERSTELLUNG VON STAHLBLECHEN FÜR ANSTRICHAUFTRAG (ERFINDUNGSGEMÄßE BEISPIELE)
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Tabelle
11: HERSTELLUNG VON STAHLBLECHEN FÜR ANSTRICHAUFTRAG (VERGLEICHSBEISPIELE)
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Nach
der chemischen Bearbeitung wurden zwei angestrichene Stahlblechtypen
wie folgt hergestellt:
Die erste Gruppe angestrichener Stahlbleche
wurde mit Unterschichten mit einer Trockendicke von 5 μm und Oberschichten
mit einer Trockendicke von 15 μm
beschichtet. Primeranstriche, die auf hitzehärtbarem Epoxy-denaturiertem
makromolekularem Polyester basieren, wurden auf die Oberfläche des
Stahlblechs aufgebracht und bei einer Temperatur von maximal 215°C wärmebehandelt,
während
die makromolekularen Polyester-Oberschichtanstriche auf die Unterschichten
aufgebracht und 40 Sekunden bei einer Temperatur von maximal 230°C wärmebehandelt
wurden.
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Die
zweite Gruppe angestrichener Stahlbleche wurde mit Unterschichten
mit einer Trockendicke von 5 μm
und Oberschichten mit einer Trockendicke von 15 μm beschichtet. Primeranstriche,
die auf einem Polyethersulfonat basieren, wurden auf die Stahlbleche
aufgebracht und 120 Sekunden bei einer Temperatur von maximal 340°C wärmebehandelt,
während
Oberschichten, die auf Polyethersulfonat, enthaltend PTFE (Polytetrafluorethylen),
basieren, auf die Unterschichten aufgebracht und 180 Sekunden bei
einer Temperatur von maximal 410°C
wärmebehandelt
wurden.
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In
beiden Fällen
wurden die Anstrichzusammensetzungen (in den Tabellen 12 und 13
gezeigt), die den Korrosionsinhibitor A und das Polyphosphat B enthielten,
als Primeranstriche verwendet.
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In
einigen Vergleichsbeispielen wurden angestrichene Stahlbleche aus
Grundstahlblech, welches einem konventionellen chemischen Umwandlungsverfahren
unter Verwendung eines Phosphats oder eines Tannins unterzogen wurde
oder einem chemischen Umwandlungsverfahren unter Verwendung desselben
chemischen Mittels, wie in den erfindungsgemäßen Beispielen verwendet, nur
ohne Fluorsäuren,
unterzogen wurde, hergestellt. In anderen Vergleichsbeispielen wurden
Primeranstriche, die entweder einen Korrosionsinhibitor A oder das
Polyphosphat B enthielten, ebenso auf Grundstahlbleche aufgebracht.
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Tabelle
12: PRIMERANSTRICHZUSAMMENSETZUNGEN (ERFINDUNGSGEMÄßE BEISPIELE)
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Das
Grundharz I ist Epoxy-denaturierter makromolekularer Polyesterprimer
mit einer makromolekularen Polyesteroberschicht, und II ist Polyethersulfonatprimer
(PES-Primer) mit
einer PES/PTFE-Oberschicht.
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Tabelle
13: PRIMERANSTRICHZUSAMMENSETZUNGEN (VERGLEICHSBEISPIELE)
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Jedes
angestrichene Stahlblech wurde durch dieselben Tests wie in Beispiel
1 untersucht, um die Eigenschaften einer Anstrichschicht, wie Beständigkeit
gegen kochendes Wasser, Korrosionsbeständigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit,
zu untersuchen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 14 (für erfindungsgemäße Beispiele)
und Tabelle 15 (für
Vergleichsbeispiele) dargestellt.
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Aus
Tabelle 15 wird ersichtlich, daß die
Anstrichschichten, die als Vergleichsbeispiele auf Stahlblechen gebildet
wurden, Nachteile hinsichtlich Beständigkeit gegen kochendes Wasser,
Korrosionsbeständigkeit und/oder
Feuchtigkeitsbeständigkeit
aufwiesen. Andererseits wiesen die Anstrichschichten (in Tabelle
14 gezeigt), die als erfindungsgemäße Beispiele auf Stahlblechen
gebildet wurden, eine ausgezeichnete Wasserbeständigkeit, Korrosionsbeständigkeit
und Feuchtigkeitsbeständigkeit
auf. Der Vergleich beweißt,
daß die
erfindungsgemäßen angestrichenen
Stahlbleche, ohne Einschluß von
Chromverbindungen, ausgezeichnete Beständigkeit gegen kochendes Wasser,
Korrosionsbeständigkeit
und Feuchtigkeitsbeständigkeit
aufweisen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird, wie oben erwähnt,
ein angestrichenes Stahlblech mit ausgezeichneter Korrosions- und
Feuchtigkeitsbeständigkeit
aufgrund der Koexistenz des Korrosionsinhibitors A und des Polyphosphats
B in einer Anstrichschicht ohne Verwendung von Chromverbindungen,
die umweltschädliche
Wirkungen hätten,
bereitgestellt. Da das Polyphosphat B die Auflösung von Ca-Ionen aus dem Korrosionsinhibitor
A kontrolliert, behält
der Korrosionsinhibitor A sein Korrosionsschutzvermögen über einen
langen Zeitraum.