-
GEBIET DER
ERFINDUNG
-
Diese
Erfindung betrifft ausgewählte
Copolyimidzusammensetzungen, von denen jede als Schmelze verarbeitet
werden kann und die wiederherstellbare Kristallinität beim Abkühlen aus
der Schmelze zeigen. In bevorzugten Ausführungsformen können diese
Copolyimidzusammensetzungen auch in einer Schmelze über Schmelzpolymerisation
hergestellt werden.
-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
Polyimide
bilden eine Klasse wertvoller Polymere, die unter anderem durch
thermische Stabilität,
inerten Charakter, gewöhnliche
Unlöslichkeit
sogar in starken Lösungsmitteln
und hohe Glasübergangstemperatur
(Tg gekennzeichnet sind. Der Stand der Technik
offenbart, daß ihre
Vorprodukte ehemals Polyamidsäuren gewesen
sind, die die endgültige
imidisierte Form entweder durch thermische oder durch chemische
Behandlung annehmen können.
-
Polyimide
haben immer in zahlreichen Industriezweigen eine große Anzahl
von Anwendungen gefunden, die die zuvor erwähnten charakteristischen Eigenschaften
erfordern, und gegenwärtig
nehmen ihre Anwendungen in elektronischen Vorrichtungen, speziell
als Dielektrika, dramatisch weiter zu.
-
Verschiedene
Aspekte hinsichtlich Polyimiden und Copolyimiden können in
einer Anzahl von Veröffentlichungen
gefunden werden, wie zum Beispiel:
- Sroog, C. E., J. Polymer
Sci.: Teil C, Nr. 16 1191 (1967).
- Sroog, C. E., J. Polymer Sci.: Macromolecular Reviews, Bd. 11,
161 (1976).
- Polymides (Polyimide), herausgegeben von D. Wilson, H. D. Stenzenberger
und P. M. Hergenrother, Blackie, USA: Chapman and Hall, New York,
1990.
- Die US-Patentschrift 5 741 883 offenbart Copolyimide, hergestellt
durch Umsetzen von 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid,
3,4,3',4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid
und 3,4'-Oxydianilin.
- Die US-Patentschrift 6 114 494 offenbart Copolyimide, hergestellt
durch Umsetzen von 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid,
3,4,3',4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid,
3,4'-Oxydianilin
und 4,4'-Oxydianilin.
-
Mehrere
Begriffe werden nachstehend definiert, welche gemäß der vorliegenden
Erfindung von Hochleistungspolymiden verwendet werden, die gleichzeitig
die folgenden wünschenswerten
Eigenschaften besitzen: hohe thermische Stabilität, derart, daß sie in
der Schmelze verarbeitet werden können, und die bei Kristallisation
aus der Schmelze wiederherstellbare Semikristallinität zeigen.
-
Der
Begriff „schmelzverarbeitbares
Polyimid" bedeutet,
daß das
Polyimid genügend
hohe thermooxidative Stabilität
und genügend
niedrige Schmelzviskosität
bei Temperaturen bei oder über
dem Schmelzpunkt des Polyimids hat, derart, daß das Polyimid in der Schmelze
verarbeitet werden kann, um einen gestalteten Gegenstand zu erzeugen
(z.B. zu einem Pellet extrudiert zu werden usw.), ohne daß das Polyimid
einer wesentlichen Zersetzung unterliegt.
-
Der
Begriff „schmelzpolymerisierbares
Polyimid" bedeutet,
daß das
Polyimid in einer Schmelze in Abwesenheit von Lösungsmittel durch Umsetzung
seiner entsprechenden Monomere (z.B. Dianhydrid(e) und Diamin(e))
erzeugt werden kann, wobei anfänglich
Polyamidsäure(n)
erzeugt wird (werden), die nachfolgend in das Polyimid umgewandelt
wird (werden). Weiterhin hat das erzeugte Polyimid genügend hohe
thermooxidative Stabilität
und genügend
niedrige Schmelzviskosität
bei Temperaturen bei oder über
dem Schmelzpunkt des Polyimids, derart, daß das Polyimid in der Schmelze
verarbeitet werden kann, um einen gestalteten Gegenstand zu erzeugen
(z.B. zu einem Pellet extrudiert zu werden usw.), ohne daß das Polyimid
einer wesentlichen Zersetzung unterliegt.
-
Der
Begriff „DSC" ist ein Akronym
für Differentialscanningkalorimetrie,
eine Technik der thermischen Analyse, die weitverbreitet zum genauen
Bestimmen verschiedener thermischer Eigenschaften von Proben einschließlich Schmelzpunkt,
Kristallisationspunkt und Glasübergangstemperatur
verwendet wird. Das Akronym „DSC" wird in dem Text
angewendet, der nachstehend folgt. Die folgenden Definitionen von
langsamer, mittlerer und schneller Kristallisationskinetik und verwandten
Begriffen beruhen auf dem Verhalten einer gegebenen Probe während der
DSC-Analyse bei Scans mit langsamer Abkühlung, Abschreckabkühlung, Wiedererhitzen
usw. während
der DSC-Analyse (wegen Einzelheiten siehe unten).
-
Der
Begriff „langsame
Kristallisationskinetik" bedeutet,
daß die
Kristallisationskinetik derart ist, daß, für eine gegebene Copolyimidprobe,
die Probe, wenn sie der DSC-Analyse unterworfen wird, im wesentlichen
keinerlei Kristallisation während
des langsamen Abkühlens
(d.h. Abkühlen
mit 10°C/Minute)
aus ihrer Schmelze zeigt, aber bei nachfolgendem Wiedererhitzen
einen Kristallisationspeak zeigt. Weiterhin erfolgt beim Abschreckabkühlen keine
Kristallisation.
-
Der
Begriff „mittlere
Kristallisationskinetik" bedeutet,
daß die
Kristallisationskinetik derart ist, daß, für eine gegebene Copolyimidprobe,
die Probe, wenn sie der DSC-Analyse unterworfen wird, gewisse Kristallisation
bei langsamem Abkühlen
zeigt und weiterhin gewisse Kristallisation beim Wiederhitzen nach
langsamem Abkühlen
zeigt. Weiterhin gibt es keinen starken Beweis für Kristallisation, die während des
Abschreckabkühlens
erfolgt.
-
Der
Begriff „schnelle
Kristallisationskinetik" bedeutet,
daß die
Kristallisationskinetik derart ist, daß, für eine gegebene Copolyimidprobe,
die Probe, wenn sie der DSC-Analyse unterworfen wird, Kristallisationspeaks
sowohl bei langsamem als auch bei Abschreckabkühlen zeigt und weiterhin bei
nachfolgendem Wiedererhitzen einer gegebenen Probe nach dem langsamen
Abkühlen
kein beobachtbarer Kristallisationspeak gesehen wird. Nach dem Abschreckabkühlen kann
beim Wiedererhitzen gewisse Kristallisation gezeigt werden.
-
Der
Begriff „Schmelze
eines Polymers" bedeutet,
daß das
Polymer als Schmelze in einem flüssigen oder
im wesentlichen flüssigen
Zustand existiert. Wenn das Polymer kristallin oder semikristallin
ist, befindet sich eine Schmelze des Polymers notwendigerweise bei
einer Temperatur, die größer als
oder gleich ihrem Schmelzpunkt (Tm) ist.
-
Der
Begriff „wiederherstellbare
Semikristallinität" und/oder „wiederherstellbare
Kristallinität" bezeichnet das Verhalten,
das in einem semikristallinen oder kristallinen Polymer auftritt
und bedeutet speziell das Verhalten, das auftritt, wenn das Polymer
beim Erhitzen auf eine Temperatur oberhalb seines Schmelzpunkts
und nachfolgendem langsamen Abkühlen
auf eine Temperatur deutlich unterhalb seines Schmelzpunkts in einem DSC-Scan
des Wiedererhitzens einen Schmelzpunkt zeigt. (Wenn während des
DSC-Scans des Wiedererhitzens kein Schmelzpunkt beobachtet wird,
zeigt das Polymer keine wiederherstellbare Kristallinität. Je länger eine
Probe unterhalb Tm, aber oberhalb Tg ist, eine desto größere Wahrscheinlichkeit hat
sie zu kristallisieren.)
-
Der
Begriff „semikristallines
Polymer" bedeutet
ein Polymer, das mindestens einige kristalline Eigenschaften zeigt
und teilweise, aber nicht vollständig
kristallin ist. Die meisten oder alle bekannten Polymere mit kristallinen
Eigenschaften sind semikristallin, aber nicht vollständig kristallin,
da sie auch zumindest einige amorphe Eigenschaften haben. (Deshalb
ist der Begriff kristallines Polymer technisch in den meisten oder
allen Fällen,
wo er verwendet wird, eine irreführende
Bezeichnung, wird aber nichtsdestotrotz oft verwendet.)
-
Der
Schmelzindex eines Polymers ist definiert, die Anzahl von Gramm
von Polymer zu sein, die bei einer speziellen Temperatur und Belastung
durch eine Düse
einer festgelegten Länge
und eines festgelegten Durchmessers in einem Zeitraum von 10 Minuten
extrudiert wird. Einzelheiten der Geometrie und der Testverfahren
sind in ASTM D1238 (ASTM = American Society for Testing and Materials)
beschrieben.
-
Zu
einigen wesentlichen Vorteilen der Schmelzverarbeitung semikristalliner
Polyimide mit wiederherstellbarer Kristallinität gemäß der Erfindung gehören Verarbeitung
ohne ein Lösungsmittel,
derart, daß langwieriges
und kostspieliges Lösungsmittelrecycling
unnötig
ist und ausgelassen werden kann. Hohe thermische Stabilität ist nicht
nur für
die Verarbeitung in der Schmelze bei Temperaturen von mehr als oder
gleich 350°C wesentlich,
sondern ist auch für
Polyimide erforderlich, die in Hochtemperaturanwendungen verwendet
werden. Semikristalline Polyimide sind oft in hohem Maße wünschenswert
im Vergleich zu ansonsten vergleichbaren Polyimiden, die amorph
sind, da die ersteren in bezug auf die letzteren oftmals überlegene
Eigenschaften zeigen, wie beispielsweise bessere mechanische Eigenschaften
(z.B. speziell höherer
Modul), die Fähigkeit
zur Verwendung bei höheren
Temperaturen ohne Verschlechterung der Eigenschaften (z.B. bessere
Lötmittelbeständigkeit,
Modulerhaltung), höhere
Lösungsmittelbeständigkeit,
höhere
Kriechviskositäten
(z.B. niedrigere Tendenzen zur Verformung einer Folie oder einer
anderen Struktur mit der Zeit) und niedrigere thermische Ausdehnungskoeffizienten
haben.
-
Damit
ein semikristallines Polyimid als schmelzverarbeitbar angesehen
werden kann, muß das
Polyimid einen Schmelzpunkt unterhalb einer Temperatur von etwa
385°C besitzen,
welche Temperatur eine praktische Grenze für Schmelzverarbeitung ist,
zurückzuführen auf
sowohl Fähigkeiten/Begrenzungen
der Ausrüstung
als auch die Vermeidung jeder wesentlichen thermischen Zersetzung
des Polyimids. Weiterhin muß das Polyimid
auch eine genügend
niedrige Schmelzviskosität
besitzen (d.h. kleiner oder gleich einem Maximum von etwa 108 Poise (was gleich 107 Pascal-Sekunden
ist), aber vorzugsweise 104 Poise (was gleich
103 Pascal-Sekunden ist), abhängig von
der Schmelztemperatur des Polymers und den Schergeschwindigkeiten
der Schmelzverarbeitungsausrüstung).
Copolymerisation kann verwendet werden, um die Schmelztemperatur
eines Polymers (z.B. Polyimid) zu erniedrigen, aber führt gewöhnlich zu
einem Verlust an Kristallinität.
Polyimidzusammensetzungen des Stands der Technik sind nicht imstande
gewesen, eine geeignete Verringerung der Schmelzpunkte (Tms) der copolymeren Zusammensetzungen zu
erreichen, während
gleichzeitig wesentliche Grade von Semikristallinität in den
copolymeren Zusammensetzungen aufrechterhalten werden. In den Zusammensetzungen
dieser Erfindung werden sowohl geeignete Schmelztemperaturen als
auch hohe Grade von Semikristallinität durch vernünftige Wahl
der Comonomere und ihrer relativen Mengen in den Zusammensetzungen
erreicht.
-
Polyimide,
die in einem anfänglichen
DSC-Erhitzungsscan einen Schmelzpunkt zeigen und denen dadurch zugeschrieben
wird, kristalline Eigenschaften zu haben, sind von Kunimune in der
US-Patentschrift
4 923 968 der Chisso Corporation offenbart. Wenn auch die in dieser
Patentschrift offenbarten Copolyimide kristallin oder semikristallin
sein können,
bis sie zu Temperaturen oberhalb ihrer Schmelzpunkte erhitzt werden, haben
die Erfinder nicht beobachtet, daß die in dieser Patentschrift
offenbarten Copolyimide wiederherstellbare Kristallinität zeigen.
In der Tat sind diese Copolymide wahrscheinlich im wesentlichen
amorph, wenn sie aus ihren Schmelzen abgekühlt werden. Weiterhin sind
viele der in dieser Patentschrift offenbarten Copolyimide nicht
schmelzverarbeitbar, weil sie Schmelzpunkte, Molekulargewichte und/oder
Schmelzviskositäten
haben, die zu hoch für
Schmelzverarbeitbarkeit sind. Außerdem wird Endgruppenbildung
zur Moderierung der Polymerisation und Verbesserung der Schmelzverarbeitbarkeit
nicht gelehrt.
-
Die
ausgewählten
statistischen Copolyimide dieser Erfindung überwinden die Nachteile der
Zusammensetzungen des Stands der Technik insofern, als diese Copolyimide
gleichzeitig diese wesentlichen Schlüsseleigenschaften besitzen – hohe thermische
Stabilität,
Schmelzverarbeitbarkeit und wiederherstellbare Kristallinität. Die Copolyimide
dieser Erfindung können
deshalb in der Schmelze verarbeitet werden, um Gegenstände zu erzeugen,
welche eine vorbestimmte Gestalt haben können, wie beispielsweise Extrudate,
Fasern, Folien und Formprodukte, die aus diesen semikristallinen
Copolyimiden bestehen. In vielen Fällen können die Copolyimide dieser
Erfindung auch in der Schmelze (über
Schmelzpolymerisation) hergestellt werden.
-
Es
gibt einen bedeutenden, lange empfundenen Bedarf, dem durch den
gegenwärtigen
Stand der Technik der Polyimide nicht entsprochen wird, an Hochleistungspolyimiden,
die hohe thermische Stabilität
besitzen, welche in der Schmelze verarbeitet werden können (schmelzverarbeitbar
sind) und welche bei Kristallisation aus der Schmelze wiederherstellbare
Semikristallinität
zeigen. Diese Erfindung stellt eine Lösung für diesen lange empfundenen
Bedarf bereit. Es gibt auch einen lange empfundenen Bedarf dem durch
den gegenwärtigen
Stand der Technik der Polyimide nicht entsprochen wird, an Hochleistungspolyimiden,
die durch Schmelzpolymerisation von geeigneten Monomeren in einer
Schmelze hergestellt werden können.
In vielen Ausführungsformen
stellt diese Erfindung auch eine Lösung für diesen letzteren lange empfundenen
Bedarf bereit.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
In
einer Ausführungsform
ist die Erfindung ein schmelzverarbeitbares thermoplastisches Copolyimid, umfassend
das Reaktionsprodukt von Komponenten, umfassend:
- (I)
eine aromatische Dianhydridkomponente, bestehend im wesentlichen
aus:
- (A) einem aromatischen Dianhydrid, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend
aus 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BPDA) und 3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid
(BTDA); und
- (B) 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA);
- (II) eine aromatische Diaminkomponente, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134); 3,4'-Oxydianilin
(3,4'-ODA); 3,4'-Oxydianilin (3,4'-ODA) und 4,4'-Oxydianilin (4,4'-ODA) in Kombination;
3,4'-Oxydianilin
(3,4'-ODA) und 1,4-Diaminobenzol
(PPD) in Kombination; 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol (APB-134) und
4,4'-Oxydianilin
(4,4'-ODA) in Kombination;
und 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol (APB-134) und 1,4-Diaminobenzol
(PPD) in Kombination; und
- (III) eine Endgruppen bildende Komponente;
wobei das
Copolyimid eine Stöchiometrie
in dem Bereich von 93% bis 98% hat, entweder ein Molverhältnis von
3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid/4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(BPDA/ODPA) von mehr als oder gleich 60/40, aber weniger als oder
gleich 95/5, oder ein Molverhältnis
von 3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid/4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(BTDA/ODPA) von weniger als oder gleich 60/40, aber mehr als oder
gleich 20/80, hat, einen Schmelzpunkt in dem Bereich von 330°C bis 385°C zeigt und
wiederherstellbare Kristallinität,
wie sie durch DSC-Analyse bestimmt wird, zeigt. Wenn auch die Erfinder
keine Polyimide mit wiederherstellbarer Kristallinität außerhalb
der vorstehend definierten Grenzen der Zusammensetzung in Kombination
mit Schmelzverarbeitbarkeit gefunden haben, zeigen einige Zusammensetzungen
innerhalb der Grenzen keine wiederherstellbare Kristallinität und befinden
sich deshalb nicht innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
-
Wie
hier verwendet bedeutet der Begriff „Stöchiometrie", ausgedrückt als Prozent, die Gesamtmenge der
Mol von Dianhydrid(en) in bezug auf die Gesamtmenge der Mol von
Diamin(en), die in einem gegebenen Polyimid eingeschlossen sind.
Wenn die Gesamtmenge der Mol von Dianhydrid(en) gleich der Gesamtmenge der
Mol von Diamin(en) ist, beträgt
die Stöchiometrie
100 Prozent. Wenn diese beiden Zahlen nicht gleich sind, ist entweder
die Gesamtmenge von Diamin(en) oder die Gesamtmenge von Dianhydrid(en)
in höherer
Menge vorhanden, und die Stöchiometrie
wird in diesem Fall als der Molprozentgehalt der Komponente(n) (Diamin(e) oder
Dianhydrid(e)) ausgedrückt,
die in kleinerer Menge relativ zu der (den) in höherer Menge vorhandenen Komponente(n)
vorhanden ist. Wenn, als ein Beispiel, eine Polyimidprobe aus dem
Einschluß von
0,98 Mol Dianhydrid(en) und 1,00 Mol Diamin(en) erhalten wird, ist
das (sind die) Diamin(e) in höherer
Menge vorhanden und die Stöchiometrie
beträgt
98%.
-
Wie
hier verwendet bezeichnet der Begriff „Endgruppenbildung" die monofunktionelle(n)
Komponente(n) (Mittel), die, ohne aber darauf begrenzt zu sein,
Phthalsäureanhydrid,
Naphthalsäureanhydrid
und Anilin einschließen,
welche Endgruppen der Copolyimide bilden, wobei die Polymerisation
moderiert wird und die Thermoplastizität des endgültigen schmelzpolymerisierten
Produkts verbessert wird. Endgruppenbildung wird im allgemeinen
zu 100% durchgeführt,
derart, daß die
Gesamtmenge der Mol mit Anhydridfunktionalität gleich der Gesamtmenge der
Mol mit Aminfunktionalität
ist. Phthalsäureanhydrid
und Naphthalsäureanhydrid
sind geeignete Endgruppen bildende Komponenten in denjenigen Fällen, in
denen Diamine in größeren molaren Mengen
vorhanden sind als es Dianhydride sind. Anilin ist eine geeignete
Endgruppen bildende Komponente in denjenigen Fällen, wo Dianhydride in größeren molaren
Mengen vorhanden sind als es Diamine sind. Der Prozentgehalt der
Endgruppen bildenden Komponente, der erforderlich ist, um eine 100%ige
Bildung von Endgruppen zu ergeben, ist gleich dem doppelten Wert
von (1 – Stöchiometrie),
multipliziert mit 100. Als Beispiel muß für ein Copolyimid mit 100% Endgruppenbildung
bei 95% Stöchiometrie
(Diamin im Überschuß) die Gesamtmenge
der Mol des Endgruppen bildenden Mittels 10 Molprozent der Gesamtmenge
der Mol der Diamine, d.h. 10 Mol des Endgruppen bildenden Mittels
auf 100 Mol der Diamine, betragen.
-
Ein
gegebenes schmelzverarbeitbares Copolyimid der Erfindung kann in
den meisten Fällen
durch Techniken der Schmelzpolymerisation oder, alternativ in allen
Fällen,
der traditionellen Lösungspolymerisation erhalten
werden, die letzteren sind auf dem Fachgebiet bekannt. Die Schmelzverarbeitungstechnik
der Erfindung kann verwendet werden, um einen Gegenstand von vorbestimmter
Gestalt herzustellen.
-
In
der Schmelzpolymerisationstechnik umfasst das Verfahren der Erfindung
die Schritte:
- (a) Mischen, bis zu weitgehender
Homogenität,
von Komponenten, umfassend:
- (I) 93 bis 98 Molteile einer aromatischen Dianhydridkomponente,
bestehend im wesentlichen aus:
- (A) 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid
(BPDA); und
- (B) 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA);
- (II) 100 Molteile einer aromatischen Diaminkomponente, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol (APB-134);
3,4'-Oxydianilin
(3,4'-ODA); 3,4'-Oxydianilin (3,4'-ODA) und 4,4'-Oxydianilin (4,4'-ODA) in Kombination;
3,4'-Oxydianilin
(3,4'-ODA) und 1,4-Diaminobenzol (PPD)
in Kombination; 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol (APB-134) und 4,4'-Oxydianilin (4,4'-ODA) in Kombination; und
1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol (APB-134) und 1,4-Diaminobenzol (PPD)
in Kombination; und
- (III) 4 bis 14 Molteile von mindestens einer Endgruppen bildenden
Komponente;
wobei die Komponenten (I), (II) und (III) in im
wesentlichen lösungsmittelloser
Form sind und wobei der Mischungsschritt ein im wesentlichen lösungsmittelloses
Komponentengemisch erzeugt; wobei der Mischungsschritt bei einer
Temperatur unterhalb des Schmelzpunkts von einer der Komponenten
(I), (II) und (III) ausgeführt
wird;
wobei die Komponenten (I) und (II) in dem Komponentengemisch
in einem Molverhältnis
von (I):(II) von 0,93 bis 0,98 vorhanden sind;
wobei die Komponente
(III) in dem Komponentengemisch in einem Molverhältnis von (III):(II) von 0,04
bis 0,14 vorhanden ist;
- (b) Erhitzen des im wesentlichen lösungsmittellosen Komponentengemischs,
erzeugt im Schritt (a), zu einer vorbestimmten Schmelzverarbeitungstemperatur,
bei der die (I) aromatische Dianhydridkomponente und die (II) aromatische
Diaminkomponente geschmolzen werden und reagieren, wobei eine Schmelze
eines Polyimids erzeugt wird; wobei die vorbestimmte Schmelzverarbeitungstemperatur
niedriger ist als die Temperatur, bei der die Polyimidschmelze sich
chemisch zersetzt;
- (c) Mischen des Komponentengemisches und der daraus während des
Erhitzungsschrittes (b) erzeugten Polyimidschmelze;
- (d) Entfernen von Reaktionswasser aus dem Komponentengemisch
und der daraus während
des Erhitzungsschrittes (b) erzeugten Polyimidschmelze;
- (e) Formen der Polyimidschmelze zu einem Gegenstand mit vorbestimmter
Gestalt; und
- (f) Abkühlen
des Gegenstands mit vorbestimmter Gestalt auf Umgebungstemperatur;
wobei
die Dianhydridkomponente entweder ein Molverhältnis von 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid/4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(BPDA/ODPA) von mehr als oder gleich 50/50, aber weniger als oder gleich
95/5, oder ein Molverhältnis
von 3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid/4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(BTDA/ODPA) von weniger als oder gleich 60/40, aber mehr als oder
gleich 20/80, hat, das Polyimid einen Schmelzpunkt in dem Bereich
von 330°C
bis 385°C
zeigt und das Polyimid wiederherstellbare Kristallinität, wie sie
durch DSC-Analyse bestimmt wird, zeigt.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
1 ist
die Zeichnung der Seitenansicht eines Doppelschneckenextruders mit
einer Mehrzahl von Längszylinderzonen
und Belüftungsöffnungen.
-
2 ist
die Zeichnung der Draufsicht eines Doppelschneckenextruders.
-
AUSFÜHRLICHE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Die
schmelzverarbeitbaren, thermoplastischen Copolyimide dieser Erfindung
sind die Reaktionsprodukte von Komponenten, die eine aromatische
Dianhydridkomponente, eine aromatische Diaminkomponente und eine
Endgruppen bildende Komponente umfassen. Die aromatische Dianhyridkomponente
besteht aus A) einem aromatischen Dianhydrid, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus BPDA und BTDA, und B) ODPA. Die aromatische
Diaminkomponente ist aus der Gruppe, bestehend aus APB-134; 3,4'-ODA; 3,4'-ODA und 4,4'-ODA in Kombination;
3,4'-ODA und PPD
in Kombination; APB-134 und 4,4'-ODA
in Kombination; und APB-134 und PPD in Kombination ausgewählt. Zu
geeigneten Endgruppen bildenden Komponenten gehören, ohne aber darauf begrenzt
zu sein, wenn Diamin(e) im Überschuß ist (sind),
Phthalsäureanhydrid
und Naphthalsäureanhydrid.
Eine geeignete Endgrupppen bildende Komponente schließt, ohne
aber darauf begrenzt zu sein, wenn Dianhydrid(e) im Überschuß ist (sind),
Anilin ein. Ein gegebenes Copolyimid wird durch Umsetzung der Dianhydrid-
und der Diaminkomponente sowie der Endgruppen bildenden Komponente
hergestellt, wobei anfänglich
eine Poly(amidsäure)
erzeugt wird. Abhängig
von speziellen Bedingungen kann die Poly(amidsäure) entweder nachfolgend in
Polyimid umgewandelt werden (wie es typisch ist, wenn die Poly(amidsäure) in Lösung erzeugt
wird), oder die Poly(amidsäure)
kann, wenn sie erzeugt wird, im wesentlichen gleichzeitig weiter
in Polyimid umgewandelt werden (wie es unter Schmelzpolymerisationsbedingungen
typisch ist).
-
Die
Copolyimide dieser Erfindung sind dadurch gekennzeichnet, daß sie semikristallin
sind, wiederherstellbare Kristallinität zeigen und alle erforderlichen
wesentlichen Eigenschaften besitzen, damit sie schmelzverarbeitbar
sind. Es gibt mehrere kritische Parameter, die diese Copolyimide
definieren, damit sie alle drei von diesen Schlüsseleigenschaften gleichzeitig
besitzen. Zu kritischen Parametern gehören die Wahl der Comonomere
(z.B. Dianhydrid(e) und Diamin(e)), die Mengen der verschiedenen
Comonomere und die Stöchiometrie
von Diamin(en) und Dianhydrid(en) im Verhältnis zueinander. Die Endgruppenbildung
ist ebenfalls eine wichtige Überlegung,
um die Steuerung des Molekulargewichts und die Schmelzstabilität zu verbessern. Bei
richtiger Wahl dieser kritischen Parameter besitzen die Copolyimide
wesentliche Eigenschaften für Schmelzverarbeitbarkeit,
einschließlich
Schmelzpunkte in dem Bereich von 330°C bis 385°C und genügend niedrige Schmelzviskositäten (d.h.
kleiner als etwa 108 Poise und vorzugsweise
kleiner als etwa 10° Poise), um
Schmelzverarbeitung zu gestatten. Zusätzlich sind diese Copolyimide
semikristallin und zeigen außerdem wiederherstellbare
Kristallinität,
d.h. diese Copolyimide können
kristallin sein oder ihre Fähigkeit
zum Kristallisieren beibehalten, wenn sie aus ihren jeweiligen Schmelzen
unter ihre Schmelzpunkte abgekühlt
werden. Die Wahl des (der) Comonomer(e) und ihrer Verhältnisse
für diese
Copolyimide ist besonders kritisch im Hinblick auf Semikristallinität und den
Besitz von wiederherstellbarer Kristallinität.
-
Die
Stöchiometrie
der erfindungsgemäßen Copolyimide
ist ein anderer kritischer Parameter und muß in dem Bereich von 93% bis
98% liegen. Entweder Dianhydride oder Diamin(e) können im Überschuß sein, aber
vorzugsweise sind Diamine im Überschuß, und die
Copolyimide werden am Ende mit einem Endgruppen bildenden Mittel
(Endgruppen bildende Komponente) abgeschlossen. Zu geeigneten Endgruppen
bildenden Mitteln gehören,
ohne aber darauf begrenzt zu sein, in Fällen, wo Diamin(e) im Überschuß ist (sind),
Phthalsäureanhydrid
und Naphthalsäureanhydrid
(z.B. 2,3-Naphthalsäureanhydrid);
Phthalsäureanhydrid
wird bevorzugt (mit Diamin im Überschuß). Ein
geeignetes Endgruppen bildendes Mittel schließt, ohne aber darauf begrenzt
zu sein, in Fällen,
wo Dianhydrid(e) im Überschuß ist (sind),
Anilin ein. Ein Copolyimid dieser Erfindung mit einer Stöchiometrie
höher als
98% wird im allgemeinen eine zu hohe Schmelzviskosität haben,
während
eines mit einer Stöchiometrie
niedriger als 93% im allgemeinen schlechte mechanische Eigenschaften, speziell
Dauerbiegefestigkeit, haben wird. Die Stöchiometrie wird auch zumindest
in gewissem Ausmaß die Kristallisationskinetik
beeinflussen. Höhere
Stöchiometrie
kann sich im allgemeinen zu langsamerer Kristallisationskinetik
und zu höherer
Polymerviskosität übertragen
(was zu niedrigerer Polymerkettenmobilität führt).
-
Copolyimide
der Erfindung werden aus ODPA als einem Dianhydridcomonomer hergestellt
und sie werden auch aus einem zweiten Dianhydrid, ausgewählt aus
der Gruppe, bestehend aus BPDA und BTDA, hergestellt. BPDA wird
bevorzugt. Diese Copolyimide werden auch aus einer aromatischen
Diaminkomponente, ausgewählt
aus der Gruppe, bestehend aus APB-134; 3,4'-ODA; 3,4'-ODA und 4,4'-ODA
in Kombination; 3,4'-ODA
und PPD in Kombination; APB-134 und 4,4'-ODA in Kombination; und APB-134 und
PPD in Kombination, hergestellt. Für Mitglieder der (Markush)-Gruppe,
die einzelne Diamine sind, wird APB-134 bevorzugt; und für Mitglieder
der (Markush)-Gruppe, die zwei verschiedene Diamine in Kombination
sind, werden 3,4'-ODA
und 4,4'-ODA bevorzugt.
-
Für Copolyimide
dieser Erfindung, bei denen die aromatische Dianhydridkomponente
ODPA und BPDA ist und die aromatische Diaminkomponente APB-134 ist,
ist das Molverhältnis
von BPDA/ODPA in dem Bereich von 95/5 bis 60/40, vorzugsweise in
dem Bereich von 90/10 bis 65/35, und ist stärker bevorzugt in dem Bereich
von 85/15 bis 70/30. Wenn das Molverhältnis von BPDA/ODPA höher als
95/5 ist, sind die Copolyimide zu hoch schmelzend, um leicht schmelzverarbeitbar
zu sein. Wenn das Molverhältnis
von BPDA/ODPA niedriger als 60/40 ist, haben die Copolyimide bestenfalls
relativ niedrige Grade von Semikristallinität, kristallisieren langsam
oder können
amorphe Polymere sein.
-
Für die Copolyimide
dieser Erfindung ist zufällig
gefunden worden, daß das
BPDA/ODPA-Molverhältnis angewendet
werden kann, um wirksam die Kinetik der Kristallisation eines gegebenen
Copolyimids aus seiner Schmelze anzupassen. Wie in den Beispielen
veranschaulicht ist, zeigte die DSC-Analyse unter den standardmäßigen Mehrfachscantestbedingungen
von mehreren dieser Copolyimide über einen
Bereich von Zusammensetzungen an, daß die Kinetik der Kristallisation
wirksam durch das BPDA/ODPA-Molverhältnis der Comonomere gesteuert
wird, die in diese Zusammensetzungen eingeschlossen werden. In dem
Standard-DSC-Test wird eine gegebene Probe zuerst in einem ersten
Erhitzungsscan mit 10°C/Minute
erhitzt, dann in einem Abkühlungsscan
mit 10°C/Minute
abgekühlt,
dann mit 10°C/Minute
wiedererhitzt (zweiter Erhitzungsscan), dann durch Abschrecken abgekühlt und
schließlich
wiederum mit 10°C/Minute
wiedererhitzt (dritter Erhitzungsscan).
-
Jedes
der Copolyimide der Erfindung, bei dem das Molverhältnis von
BPDA/ODPA in dem Bereich von 75/25 bis 95/5 liegt und die Stöchiometrie
von 93% bis 98% reicht, zeigt einen Kristallisationspeak beim Abkühlen aus
einer Schmelze des Copolyimids in einem Abkühlungsscan beim Abkühlen mit
10°C/Minute
während
der DSC-Analyse und zeigt keinen Kristallisationspeak beim nachfolgenden
Wiedererhitzen über
180°C zu
der Schmelze in einem Wiedererhitzungsscan (zweiter Erhitzungsscan)
während
der DSC-Analyse. Doch hat das Copolyimid in der Tat wiederherstellbare
Semikristallinität,
wie durch das Copolyimid nachgewiesen wird, das während des
Verlaufs des nachfolgenden DSC-Wiedererhitzungsscans einen Schmelzpunkt
zeigt. Ein derartiges Copolyimid ist dadurch gekennzeichnet, daß es schnelle
Kinetik der Kristallisation (wie vorstehend definiert) aus der Schmelze
des Copolyimids zeigt. In einigen Anwendungen können Copolyimide mit einer
derartigen schnellen Kristallisationskinetik insofern wünschenswert
sein, als beim Abkühlen
während
der Verarbeitung (z.B Spritzgießen)
leicht ein semikristallines Polymer erhalten werden kann. Für diese
Copolyimide beträgt
die Stöchiometrie
vorzugsweise etwa 94% bis etwa 96%, und stärker bevorzugt beträgt die Stöchiometrie
etwa 95%.
-
Jedes
der Copolyimide der Erfindung, bei dem das Molverhältnis von
BPDA/ODPA in dem Bereich von 70/30 bis 50/50 liegt und die Stöchiometrie
von 93% bis 98% reicht, zeigt keinen Kristallisationspeak beim Abkühlen aus
einer Schmelze des Copolyimids in einem Abkühlungsscan beim Abkühlen mit
10°C/Minute
während
der DSC-Analyse, aber zeigt einen Kristallisationspeak beim nachfolgenden
Wiedererhitzen über
180°C zu
der Schmelze in einem Wiedererhitzungsscan (zweiter Erhitzungsscan)
während
der DSC-Analyse, wodurch das Copolyimid dadurch gekennzeichnet ist,
daß es
langsame Kinetik der Kristallisation aus der Schmelze des Copolyimids
zeigt. (Niedrigere Stöchiometrien
können
schneller kristallisieren). In einigen anderen Anwendungen können Copolyimide
mit einer derartigen langsamen Kristallisationskinetik insofern
wünschenswert
sein, als einige Zusammensetzungen während der Verarbeitung allzu
leicht ein semikristallines Polymer liefern können und/oder wo Verlangsamung
des Kristallisationsprozesses die Verarbeitung erleichtern und größere Verfahrensbreite
bereitstellen kann, indem Verlangsamen und Anpassen der Geschwindigkeit
der Kristallisation dieser Copolyimide gemäß der Erfindung wie vorstehend
erwogen werden. Ein Copolyimid, das langsame Kristallisationskinetik
zeigt, ist ebenfalls potentiell gut, zum Beispiel für nachfolgende
Streckung/Kristallisation einer Folie. Für diese Copolyimide beträgt vorzugsweise
die Stöchiometrie
etwa 94% bis etwa 96% und beträgt
stärker
bevorzugt die Stöchiometrie
etwa 95%.
-
Für Copolyimide
dieser Erfindung, bei denen die aromatische Dianhydridkomponente
ODPA und BDPA ist und die aromatische Diaminkomponente 3,4'-ODA ist, ist das
Molverhältnis
von BPDA/ODPA in dem Bereich von 85/15 bis 95/5. Wenn das Molverhältnis von
BPDA/ODPA weniger als 85/15 beträgt,
hat das Copolyimid ein allzu niedriges Niveau der Kristallinität, um die
gewünschten
mechanischen Eigenschaften bereitzustellen, und wird als amorph
angesehen. Wenn das Molverhältnis
von BPDA/ODPA mehr als 95/5 beträgt, ist
das Copolyimid im allgemeinen zu hoch schmelzend für Schmelzverarbeitbarkeit.
-
Für Copolyimide
dieser Erfindung, bei denen die aromatische Dianhydridkomponente
ODPA und BPDA ist und die aromatische Diaminkomponente 3,4'-ODA und 4,4'-ODA in Kombination
ist, d.h. beide Diamine Comonomere sind, ist das Molverhältnis von
BPDA/ODPA in dem Bereich von 80/20 bis 95/5 und ist das Molverhältnis von
3,4'-ODA/4,4'-ODA in dem Bereich
von 95/5 bis 75/25. Vorzugsweise ist das Molverhältnis von BPDA/ODPA größer als
oder gleich 85/15 und ist das Molverhältnis von 3,4'-ODA/4,4'-ODA größer als oder gleich 80/20.
-
Für Copolyimide
dieser Erfindung, bei denen die aromatische Dianhydridkomponente
ODPA und BPDA ist und die aromatische Diaminkomponente 3,4'-ODA und PPD in Kombination
ist, d.h. beide Diamine Comonomere sind, ist das Molverhältnis von
BPDA/ODPA in dem Bereich von 80/20 bis 95/5 und ist das Molverhältnis von
3,4'-ODA/PPD in
dem Bereich von 95/5 bis 90/10.
-
Für Copolyimide
dieser Erfindung, bei denen die aromatische Dianhydridkomponente
ODPA und BTDA ist und die aromatische Diaminkomponente APB-134 ist,
ist das Molverhältnis
von BTDA/ODPA in dem Bereich von 60/40 bis 20/80, ist es vorzugsweise
in dem Bereich von 50/50 bis 25/75 und ist es stärker bevorzugt in dem Bereich
von 40/60 bis 30/70. Wenn das Molverhältnis von BTDA/ODPA größer als
60/40 ist, hat das Copolyimid im allgemeinen einen zu hohen Schmelzpunkt
für Schmelzverarbeitbarkeit.
Wenn das Molverhältnis
von BTDA/ODPA kleiner als 20/80 ist, hat das Copolyimid einen zu
niedrigen Kristallinitätsgrad,
um die gewünschten
mechanischen Eigenschaften bereitzustellen, oder wird als amorph
angesehen.
-
Die
schmelzverarbeitbaren, semikristallinen Copolyimide dieser Erfindung
werden typischerweise durch Umsetzung zwischen der aromatischen
Dianhydridkomponente, der aromatischen Diaminkomponente und der
Endgruppen bildenden Komponente hergestellt. In Fällen, wo
BPDA das aromatische Dianhydrid der aromatischen Dianhydridkomponente
ist, können
diese Reaktionen in Lösung
oder in einer Schmelze ausgeführt
werden. Als veranschaulichendes Beispiel der Herstellung in Lösung kann
die aromatische Dianhydridkomponente BPDA und ODPA sein, wobei das
Molverhältnis
von BPDA/ODPA gewählt
wird, größer als
oder gleich 50/50, aber kleiner als oder gleich 95/5 zu sein, kann
die aromatische Diaminkomponente APB-134 sein und kann die Endgruppen
bildende Komponente Phthalsäureanhydrid
(mit Diamin(en) im Überschuß) sein.
-
Wie
in vielen Lehrbüchern
und anderen Dokumenten (z.B., zum Beispiel, siehe Polyimides (Polyimide),
herausgegeben von D. Wilson, H. D. Stenzenberger und P. M. Hergenrother,
Blackie, USA: Chapman und Hall, New York, 1990) veranschaulicht
ist, liefert die Umsetzung eines (von) Dianhydrids(en) mit (einem)
Diamin(en) in Lösung
anfänglich
eine Poly(amidsäure).
Typische Reaktionstemperaturen sind die Umgebungstemperatur bis
etwa 100°C.
Die Poly(amidsäure),
die entsteht, kann nachfolgend in das entsprechende Polyimid (und
Wasser) umgewandelt werden, indem entweder die Poly(amidsäure) auf
erhöhte
Temperatur(en) (z.B. etwa 200–400°C) erhitzt
wird und/oder die Poly(amidsäure)
chemischer Imidisierung unter Verwendung von Reagenzien, wie beispielsweise
Triethylamin in Kombination mit Essigsäureanhydrid, unterworfen wird. Dies
sind Zweistufenverfahren zum Erhalten eines Polyimids, und sie erfordern
für die
Verarbeitung zu brauchbaren Formen, wie beispielsweise dünne Folien
und Blattprodukte, die Entfernung des Lösungsmittels.
-
Ein
anderes Verfahren zum Erzeugen eines Polyimids besteht darin, es
direkt durch Mischen und Umsetzen der Comonomere (Dianhydrid(e),
Diamin(e) und Endgruppen bildende(s) Mittel) bei erhöhten Temperaturen
in Abwesenheit eines Lösungsmittels
zu erzeugen. Dieses Verfahren ist Schmelzpolymerisation. (Obgleich
das bevorzugte Verfahren der Schmelzpolymerisation Dianhydrid(e)
als Comonomer(e) benutzt, können Tetracarbonsäuren und
deren Derivate (z.B. Diester) ebenfalls geeignet sein). In diesem
Fall setzen sich die Comonomere unter kontinuierlich zunehmenden
Reaktionstemperaturen um und bilden Poly(amidsäure), welche innerhalb eines
kurzen Zeitintervalls im wesentlichen vollständig zu Polyimid und Wasser
umgewandelt wird, so daß praktisch
kein wesentlicher Aufbau von Poly(amidsäure) in dem Reaktionsgemisch
erfolgt. Dieses Verfahren kann unter chargenmäßigen oder kontinuierlichen
Bedingungen durchgeführt
werden, wobei für
ein hohes Volumen kontinuierliche Bedingungen bevorzugt werden.
Unter bevorzugten Bedingungen wird dieses Verfahren kontinuierlich
mit Monomeren durchgeführt,
die in ein Einlaßende
eines kontinuierlichen Reaktors mit Zonen zunehmender Temperatur
geführt
werden, und dieser wird bei erhöhten
Temperaturen oberhalb des Schmelzpunkts des Polyimids, das gerade
hergestellt wird, gehalten, und die Reaktion erfolgt unter Entfernung des
Nebenprodukts Wasser derart, daß im
wesentlichen reines Polyimid als Schmelze an dem anderen (Austritts-)
Ende des kontinuierlichen Reaktors austritt. Beim Austreten aus
dem Reaktor können
eine oder mehrere andere einheitliche Operationen mit der Schmelze
des Polyimids durchgeführt
werden, die einen Gegenstand mit einer vorbestimmten Gestalt liefern
können.
Zu diesen gehören,
ohne aber darauf begrenzt zu sein, Gießen des Polyimids zu einer
Folie, einer Faser, einem Blatt, einem Rohr, einem Extrudatstrang,
der zu einem Pellet geschnitten wird, einer Beschichtung auf einem
Draht, einem formgepreßten
Gegenstand und einem blasgeformten Gegenstand.
-
WEITERE EINZELHEITEN
DER SCHMELZPOLYMERISATION
-
In
einigen Ausführungsformen
stellt diese Erfindung eine Schmelzpolymerisationsherstellung linearer Polyimide
durch Umsetzung bestimmter aromatischer Diamine mit bestimmten aromatischen
Dianhydriden, wobei eine Endgruppen bildende Komponente ebenfalls
vorhanden ist, bei erhöhten
Temperaturen in Abwesenheit irgendeines Lösungsmittels bereit. Die Schmelzpolymerisation,
weitgehend ein lösungsmittelloses Verfahren,
stellt daher thermoplastische Polyimide ohne die Notwendigkeit von
Lösungsmitteln
her, wie sie für die
gegenwärtigen
Polyimide erforderlich sind, die durch die klassische, auf Lösungsmittel
basierende Zwei-Stufen-Herangehensweise oder, in dem Fall von löslichen
Polyimiden, durch Ein-Stufen-Hochtemperatur-Lösungspolymerisation unter Verwendung
von Lösungsmittel/Azeotropbildner-Systemen
hergestellt werden. Mit dem Ausschluß von BTDA ist jede erfindungsgemäße Kombination
von Monomeren in jeder Stöchiometrie,
die einen Schmelzindex größer als
etwa drei (3) ergibt, bei Temperaturen bis zu der Zersetzungstemperatur
des Polymers für
die Verwendung in den Ausführungsformen
für Schmelzpolymerisation
dieser Erfindung machbar. Ein Endgruppen bildendes Mittel (Komponente)
wird eingeschlossen, um die Polymerisation zu moderieren und die
Thermoplastizität
des endgültigen
schmelzpolymerisierten Produkts zu verbessern.
-
Schmelzpolymerisation
kann ein Chargenverfahren in einem Reaktor oder ein kontinuierliches
Verfahren in einem Extruder oder kontinuierlichen Mischer oder irgendeine
Kombination zur Vervollständigung
der Schmelzpolymerisation in einem einzigen Durchgang oder in mehrfachen
Durchgängen
sein. Polyimide, die nach einem der Verfahren hergestellt werden,
können
amorphe, semikristalline und kristallisierbare Zusammensetzungen
sein, die auch schmelzverarbeitbar sind, so direkt verarbeitet werden
können,
um eine Vielzahl von verwendbaren gestalteten Gegenständen einschließlich Folien,
Beschichtungen, Rohrleitung, Klebstoffe, Laminate, Fasern, verstärkte Verbundstoffe,
Bänder,
Formteile und zugehörige
Anwendungen einschließlich Elektronikverpackung,
Drahtisolierung und Lagerstellen, zu ergeben. Oder das Verfahren
kann ein Harz in Pelletform (auch ein gestalteter Gegenstand) herstellen,
das sekundär
zu einem oder allen von diesen gleichen Produkten mit den gleichen
oder alternativen Einrichtungen verarbeitet werden kann. Diese Pellets
können ohne
die Notwendigkeit für
spezielle Anforderungen für
einige gegenwärtige
Zwischenpolyimidlösungen
ganz wie irgendein anderes Polymer versandt, gelagert und gehandhabt
werden. Diese Erfindung ergibt auch ein Verfahren zur Herstellung
von Polyimid, das ohne die Probleme der Lösungsmittel und ihrer Handhabung,
der Behälterung
und der Wiedergewinnung umweltfreundlicher ist. Und die Fähigkeit,
dieses Produkt zu schmelzen, weist auch auf die Möglichkeit
eines leichten Recyclings hin, welches derzeit möglich, aber sehr langwierig
und unbequem ist.
-
Ein
bevorzugtes Schmelzpolymerisationsverfahren ist ein kontinuierliches
unter Verwendung eines Extruders, entweder mit Doppelschnecke oder
Einzelschnecke, obgleich eine Doppelschnecke mit einer Mehrzahl
von Längszylinderzonen
bevorzugt wird. Geeignete Kombinationen (z.B. wie anderswo in der
Beschreibung offenbart und/oder wie in den Beispielen veranschaulicht)
des (der) aromatischen Diamins(e) mit dem (den) aromatischen Dianhydrid(en)
werden direkt kontinuierlich in den Extruder geführt, wo sie geschmolzen, gemischt
und umgesetzt werden, um ein geschmolzenes Polyimid zu ergeben.
Diese Bestandteile können
auf einem von mehreren Wegen in den Extruder geführt werden; einzeln mit Gewichtsverlust-Aufgabevorrichtungen
zu einem einzigen Zufuhrpunkt oder an getrennten Punkten als vorgemischte
einzelne Zufuhr von entweder volumetrischen oder Gewichtsverlust-Aufgabevorrichtungen
und/oder irgendeine Kombination von teilweise vorgemischten und
einzelnen Bestandteilen in einem Verfahren mit einem einzigen Durchlauf.
Ein Verfahren mit mehreren Durchläufen zur Vervollständigung
der Schmelzpolymerisation ist ebenfalls möglich. Die Zylinderzonen des
Extruders sind progressiv in der Temperatur erhöht, um dem Reaktionsprozeß zu erlauben, der
Reihe nach voranzuschreiten, bis geschmolzenes Polymer frei aus
der Düse
fließt.
Die Extruderschnecken sind gestaltet, um das notwendige Transportieren
von Zufuhr und Schmelze, das Schmelzen und Mischen (wie beispielsweise
Knetblöcke
und Mischer) und das Pumpen bereitzustellen, um das Verfahren und
die Verweilzeit anzupassen. Entlüftungsöffnungen
entlang des Weges, kombiniert mit passend angeordneten Schließelementen
(wie beispielsweise Elemente mit umgekehrtem Gang) in der Schnecke,
um teilweise gefüllte
Zonen an diesen Lüftungsöffnungen
zu erzeugen, werden angewendet, um kontinuierlich das Nebenprodukt
Reaktionswasser zu entfernen.
-
Veranschaulichend
bildet 1 in einer Seitenansicht schematisch einen typischen
Doppelschneckenextruder ab, der eine Mehrzahl von Längszylinderzonen
und Entlüftungsöffnungen
aufweist, die in einer von mehreren möglichen Anordnungen eingerichtet
sind. 2 veranschaulicht eine Draufsicht der zwei Schnecken 4 des
Doppelschneckenextruders.
-
Eine
allgemeine Beschreibung des reaktiven Extrusionsschmelzpolymerisationsverfahrens
dieser Erfindung wird unmittelbar nachstehend gegeben (für einen
veranschaulichenden, nicht begrenzenden Fall einer kontinuierlichen
Reaktion in einem Extruder), und spezielle Fälle werden in einigen Beispielen
veranschaulicht. Die unter einer inerten Atmosphäre gehaltenen Monomere werden
kontinuierlich mit den vorgeschriebenen Geschwindigkeiten und Zusammensetzungsverhältnissen
durch eine geschlossene Verbindung 1 in eine Extruderzufuhröffnung 2 geführt. Heiz-
und Kühlmittel
(nicht gezeigt) sind entlang des Zylinders 3 zur Steuerung der
abgebildeten verschiedenen Zonen bereitgestellt, um den Reaktionsprozeß zu steuern,
wenn er durch den Extruder fortschreitet. Die Extruderzufuhrzone 30 wird
bei oder unter Raumtemperatur gehalten, während die unmittelbar angrenzende
Zone 31 im allgemeinen unterhalb des niedrigsten Schmelzpunkts
der verschiedenen Formulierungsbestandteile gehalten wird, so niedrig
wie 50°C,
um abträgliche
starke Beeinflussung der Bestandteile der Zufuhr zu vermeiden. Die
Temperaturen der verbleibenden Zonen sind dann progressiv mit der
Zunahme der ansteigenden Zonenzahl erhöht (wie in 1 gekennzeichnet),
um zu der Schmelzpolymerisationstemperatur des speziellen Polyimids,
das gerade erzeugt wird, zu gelangen und um den Transport des Gemisches
durch den Rest der Extruderzonen und einen stetigen Fluß des geschmolzenen
Polymers durch den Düsenauslaß zu erreichen.
Die bei erhöhten
Temperaturen gehaltenen Zonen (außer den Zonen 30 und 31)
können
von so niedrig wie etwa 100°C
bis so hoch wie etwa 380°C
reichen. 1 veranschaulicht einen Extruder
mit einer Zufuhrzone 30 und sieben zusätzlichen Zonen (31–37).
Die Temperatur der Düse 38 während der
Schmelzpolymerisation kann so hoch wie 400°C sein, aber wird vorzugsweise
in dem Bereich von 340°C
bis 380°C
gehalten.
-
Die
Extruderschnecken 4 werden mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit
(gemessen als U/min) gedreht, die gewählt wird, um ausreichende Verweilzeit
zur Vervollständigung
des Reaktionsprozesses der Polyimiderzeugung über Schmelzpolymerisation bereitzustellen.
Die Umdrehungsgeschwindigkeiten der Extruderschnecke können von
so niedrig wie etwa 50 U/min bis so hoch wie etwa 500 U/min reichen,
obgleich eine Umdrehungsgeschwindigkeit in dem Bereich von etwa
100 U/min bis etwa 250 U/min bevorzugt wird. Wie dem Fachmann auf
dem Gebiet der Extrusionstechnologie bekannt ist, ist die optimale
Wahl der Extruderschneckengeschwindigkeit auch von den Typen der
Schneckenelemente und ihrer Positionierung sowie von der Zusammensetzung
der Bestandteile und den Durchsatzgeschwindigkeiten, die verwendet
werden, abhängig, und
diese Extruderschnecken sind gestaltet, um das notwendige Transportieren
der Zufuhr und der Schmelze, abgebildet als 9 in den 1 und 2,
das Schmelzen und Mischen (wie beispielsweise Knetblöcke oder Mischer, 10)
und das Pumpen bereitzustellen, um das Verfahren und die Verweilzeit
anzupassen.
-
Die
Entlüftungsöffnungen
(5, 6, 7 und 8, wie in 1 veranschaulicht)
entlang der Länge
des Extruders werden angewendet, um kontinuierlich die beträchtliche
Menge von Reaktionswasser, erzeugt als Nebenprodukt in dem Schmelzpolymerisationsverfahren,
zu entfernen. Dieses Wasser wird mit kontinuierlichem Entlüften durch
mehrere Entlüftungsöffnungen,
die sich in Abständen
entlang des Extruders befinden, wirksam entfernt. Normalerweise
sind mindestens zwei Entlüftungsöffnungen
erforderlich, aber es kann weitere Entlüftungsöffnungen geben, d.h. vier oder
sogar mehr können
angewendet werden. Es ist auch demonstriert worden, daß die ersten
ein oder zwei Öffnungen
die Hauptmenge des Reaktionswassers bei geringem Vakuum oder sogar
Atmosphärendruck
entfernen. Die weitere(n) Öffnung(en)
wird (werden) vorzugsweise unter Vakuum betrieben, um alles weitere
Reaktionswasser und/oder Blasen, die gebildet werden können, zu
entfernen. Außerdem
gibt es, wie dem Fachmann auf dem Gebiet der Extrusionstechnologie
bekannt ist, spezielle Schneckenelemente, die sich unmittelbar vor
diesen Öffnungen
befinden, um die Elemente vollständig
zu füllen,
wodurch ein Schmelzverschluß erzeugt
wird, um die Menge des Polymerflusses unter der Öffnung zu begrenzen, um die
Wirksamkeit der Entfernung von Wasser und/oder Blasen zu maximieren
und eine Verstopfung der Öffnung
zu verhindern. Zu diesen gehören
Knetblöcke 10 oder
umgekehrte Gänge,
wie als 11 in 2 abgebildet, die Gegendruck
auf das Polymer erzeugen, um die Elemente zu füllen. Die Plazierung der Entlüftungsöffnungen
wird durch die Formulierung und die Durchsatzgeschwindigkeiten bestimmt,
die bezogen auf die Schneckenelemente und die Schneckengeschwindigkeit
verwendet werden.
-
Dieses
Verfahren kann verwendet werden, um vorbestimmte Gestalten einer
Vielzahl von nützlichen Gegenständen, einschließlich Folien,
Beschichtungen, Rohrmaterial, Klebstoffe, Laminate, Fasern, verstärkte Verbundstoffe,
Bänder,
Formteile und zugehörige
Anwendungen einschließlich
Elektronikverpackung, Drahtisolierung und Lagerstellen, zu ergeben.
Oder das Verfahren kann ein Harz in Pelletform erzeugen, das sekundär mit den
gleichen oder alternativen Einrichtungen zu einem oder allen von
diesen gleichen Produkten verarbeitet werden kann.
-
In
den meisten Fällen
ist das Schmelzpolymerisationsverfahren dieser Erfindung ein Herstellungsverfahren
des ersten Durchgangs. Alternativ kann das Schmelzpolymerisationsverfahren
ein Verfahren in mehreren Stufen sein, in welchem Fall das Verfahren
vorzugsweise aus zwei Stufen besteht. In diesem letzteren Fall kann
die Schmelzpolymerisation der ersten Stufe ein Polymer mit niedrigem
Molekulargewicht ergeben. Die zweite Stufe beinhaltet Schmelzpolymerisieren
eines Gemisches von diesem Polymer mit niedrigem Molekulargewicht
mit der Zugabe einer genügenden
Menge von mindestens einem anderen Monomer, um die gewünschte Stöchiometrie
und das Molekulargewicht zu erzeugen. Konzeptionell kann diese zweite
Stufe direkt mit der ersten Vorrichtung zur Schmelzpolymerisation
gekoppelt werden, oder sie kann entkoppelt werden und unabhängig zu
einer späteren
Zeit oder mit einer anderen Einrichtung durchgeführt werden. Dieses Zweistufenverfahren
kann vorteilhaft sein und/oder bevorzugt werden, wenn die zweite
Stufe verwendet wird, um ein für
ein Verfahren vom Extrusionstyp zweckdienliches endgültiges Produkt,
wie beispielsweise Folie, beschichtete Drähte, Rohrleitung und Faser,
herzustellen. GLOSSAR Diamine
| APB-133 | – 1,3-Bis(3-aminophenoxy)benzol |
| APB-134 | – 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
( = RODA) |
| RODA | – 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
( = APB134) |
| 3,4'-ODA | – 3,4'-Oxydianilin |
| 4,4'-ODA | – 4,4'-Oxydianilin |
| PPD | – 1,4-Diaminobenzol |
Dianhydride
| BPDA | – 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid |
| BTDA | – 3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid |
| ODPA | – 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid |
Allgemeines
| AA | – Essigsäureanhydrid |
| CTE | – Koeffizient
der thermischen Ausdehnung |
| DSC | – Differentialscanningkalorimetrie |
| h | – Stunden |
| U/min | – Umdrehungen
pro Minute |
| TEA | – Triethylamin |
| g | – Gramm |
| GPa | – Gigapascal |
| GPC | – Gelpermeationschromatographie |
| MI | – Schmelzindex
(oder Schmelzflußindex
der Schmelzflußgeschwindigkeit) |
| Mn | – Zahlenmittleres
Molekulargewicht (bestimmt durch GPC, wenn nicht anderweitig angegeben) |
| Mw | – Gewichtsmittleres
Molekulargewicht (bestimmt durch GPC, wenn nicht anderweitig angegeben) |
| MPa | – Megapascal |
| Tg | – Glasübergangstemperatur
(°C) |
| Tm | – Schmelzpunkt
(°C, wenn
nicht anderweitig festgelegt) |
| Tc | – Kristallisationstemperatur
(°C, wenn
nicht anderweitig festgelegt) |
Polyimid
| M/N/O/P
w/x/y/z | – Polyimid,
das ein Reaktionsprodukt von M mit w Teilen, N mit x Teilen, O mit
y Teilen und P mit z Teilen ist, wobei M, N, O und P Monomere sind
und alle Teile Molteile sind (wenn nicht anderweitig angegeben) |
Lösungsmittel
| DMAC | – N,N-Dimethylacetamid |
| NMP | – N-Methyl-2-pyrrolidon |
-
AUSGEWÄHLTE DIANHYDRIDSTRUKTUREN
-
BEISPIELE
-
Alle
Prozentgehalte sind Molprozentgehalte, sofern es nicht anderweitig
angegeben ist. Alle Verhältnisse
sind Molverhältnisse,
sofern es nicht anderweitig angegeben ist. Alle Temperaturen sind
in Grad Celsius (°C),
sofern es nicht anderweitig angegeben ist. Der Ausdruck „eine Schmelze
eines Polyimids" ist
gleichwertig mit dem Ausdruck „eine
Polyimidschmelze".
-
Ein
Standard-DSC-Testprotokoll wurde benutzt, wie es für spezielle
Beispiele angegeben ist. Eine Beschreibung dieses Standard-DSC-Testprotokolls
folgt:
Eine gegebene Pulverpolyimidprobe wurde der DSC-Analyse
unterworfen, um Schmelzpunkt, Glasübergangstemperatur und Kristallisationseigenschaften
der Probe in bezug auf ihre Struktureigenschaften zu bestimmen.
Sofern es nicht anderweitig angegeben ist, war die DSC-Analyse,
die für
jede Probe angewendet wurde, die, welche folgt:
Eine anfängliche
DSC-Analyse mit 20°C/Minute
von Umgebungstemperatur bis 500°C
wurde durchgeführt,
um die geeignete obere Temperaturgrenze (Tul)
für die
Probe zu bestimmen, bis zu der sie während der Mehrfachscan-DSC-Analyse
gebracht werden soll. Diese Tul wurde gewählt, unterhalb
der Temperatur, oberhalb derer beträchtliche Zersetzung erfolgen
würde,
aber oberhalb der Temperatur(en) von allen signifikanten Übergängen (Schmelzen,
Glasübergang
usw.) zu sein.
-
In
jedem Fall wurde, sofern es nicht anderweitig angegeben ist, in
der Mehrfachscan-DSC eine frische Probe verwendet, wobei die maximal
erreichte Temperatur in dem anfänglichen
und dem zweiten Erhitzungsscan bei oder unter Tul gehalten
wurde. Die Mehrfachscan-DSC-Analyse wurde in der folgenden Weise durchgeführt:
- 1) Ein anfänglicher
Erhitzungsscan von Umgebungstemperatur bis Tul mit
10°C/Minute.
- 2) Ein langsamer Abkühlungsscan
von Tul bis Umgebungstemperatur mit 10°C/Minute.
- 3) Ein zweiter Erhitzungsscan von Umgebungstemperatur bis Tul mit 10°C/Minute.
- 4) Ein Abschreckungs-Abkühlungsscan
von Tul bis Umgebungstemperatur.
(Ein
Abschreckungs-Abkühlungsscan
wurde durchgeführt,
indem ein Dewar mit Trockeneis oben auf die DSC-Zelle gestellt wurde,
um Kühlen
mit einer schnellen, aber unkontrollierten Geschwindigkeit zu erlauben.)
- 5) Ein dritter Erhitzungsscan von Umgebungstemperatur bis 500°C mit 10°C/Minute.
-
Alle
DSC-Messungen wurden auf einer DuPont-9900-DSC-Einheit (E. I. du
Pont de Nemours and Company, Wilmington, DE) erhalten. Der Eigentümer von
DuPonts früherem
DSC-Geschäft
ist jetzt TA Instruments, Wilmington, DE.
-
Alle
hierin berichteten oder in Bezug genommenen Schmelzindexzahlen wurden
unter einer Belastung von 8400 Gramm bei der festgelegten Temperatur,
d.h. entweder 350°C
oder 375°C,
bestimmt und wurden auf einem kommerziellen, automatisierten Schmelzindextester,
oder Plastometer, ein Tinius-Olsen
Extrusion Plastometer Model MP-993, durchgeführt.
-
Für die DSC-Analyse
von jeder der Polyimidproben aus den Beispielen 35–40 wurde
eine automatisierte Mehrfachscan-DSC-Analyse in der folgenden Weise
durchgeführt:
Die
Probe wird erhitzt und bis 80°C
ins Gleichgewicht gebracht.
Ein anfänglicher Erhitzungsscan wird
von 80°C
bis 415°C
mit 10°C/Minute
durchgeführt.
Die
Probe wird für
6 Minuten bei 415°C
gehalten.
Ein langsamer Abkühlungsscan
wird von 415°C
bis 80°C
mit 10°C/Minute
durchgeführt.
Ein
zweiter Erhitzungsscan wird von 80°C bis 415°C mit 10°C/Minute durchgeführt.
-
Alle
DSC-Messungen wurden auf einer TA Instruments A-2920 DSC-Einheit
(Thermal Analysis Instruments Company, New Castle, DE) durchgeführt.
-
BEISPIEL 1
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 76/19//100/10 (80/20 BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einen 250-ml-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer und
Stickstoffspülung, wurden
10,1703 g (0,03479 Mol) Diamin APB-134 und 60 ml NMP eingefüllt. Nach
Auflösung
des Diamins wurden 7,7791 g (0,02644 Mol) BPDA, 2,0505 g (0,00661
Mol) ODPA und 0,5153 g (0,00348 Mol) PA mit Rühren unter Stickstoff hinzugegeben
und mit 20 ml NMP hineingespült.
Die Reaktion wurde über
Nacht mit Rühren unter
Stickstoff ablaufen gelassen. Am folgenden Tag wurden 13,1 ml (0,139
Mol) Essigsäureanhydrid
und 19,4 ml (0,139 Mol) Triethylamin zu der Poly(amidsäure)lösung hinzugegeben,
um Imidisierung zu bewirken. Nach etwa einer halben Stunde fiel
das Polymer aus, irgendwelche Klumpen wurden durch manuelle Manipulation
des mechanischen Rührers
aufgebrochen und das Rühren
wurde für
etwa 6 Stunden fortgesetzt. Die resultierende Polymeraufschlämmung wurde
dann zu Methanol in einem Mischer hinzugegeben, um die Ausfällung zu
vervollständigen
und NMP zu entfernen. Das Polymer wurde durch Filtration abgetrennt,
mit Methanol gewaschen und dann bei ~200°C über Nacht unter Vakuum mit
einem Einblasen von Stickstoff getrocknet. Die DSC-Analyse (10°C/Minute)
des resultierenden Polyimids zeigte einen Schmelzpunkt von 363°C während des
ersten Erhitzungsscans, eine Kristallisationsexotherme bei dem nachfolgenden
Abkühlen
bei 286°C
und einen Schmelzpunkt von 361°C
während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was wiederherstellbare Kristallinität aus der
Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 2
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 80,75/14,25//100/10 – (80/15
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,1703 g APB-134, 8,2653 g BPDA, 1,5379
g ODPA und 0,5153 g PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/Minute)
des resultierenden Polyimids zeigte einen Schmelzpunkt von 371°C während des
ersten Erhitzungsscans, eine Kristallisationsexotherme bei dem nachfolgenden
Abkühlen
bei 309°C
und einen Schmelzpunkt von 370°C
während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was wiederherstellbare Kristallinität aus der
Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 3
-
Herstellung von Polymid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 71,25/23,75//100/10 – (75/25
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,9004 g APB-134, 7,0994 g BPDA, 2,4952 g
ODPA und 0,5016 g PA hergestellt. (Gelpermeationschromatographie-(GPC)-Analyse
des Zwischenprodukts Poly(amidsäure)lösung (vor
der Imidisierung) zeigte an, daß das
gewichtsmittlere Molekulargewicht 83400 war). Die DSC-Analyse (10°C/Minute)
des resultierenden Polyimids zeigte einen Schmelzpunkt von 350°C während des
ersten Erhitzungsscans, eine Kristallisationsexotherme bei dem nachfolgenden
Abkühlen bei
247°C und
einen Schmelzpunkt von 354°C
während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was wiederherstellbare Kristallinität aus der
Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 4
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 66,5/28,5//100/10 – (70/30
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einen 250-ml-4-Hals-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen
Rührer,
Stickstoffspülung und
Thermometer, wurden der Reihe nach 50 ml NMP, 10,0397 g (0,03412
Mol) BPDA und 4,5365 g (0,01462 Mol) ODPA eingefüllt. Zusätzliches NMP (8 ml) wurde als
Spülung
zur im wesentlichen quantitativen Überführung von Dianhydridpulvern
in den Reaktionskolben verwendet (und wurde in den Reaktionskolben
gegeben). Das resultierende Raktionsgemisch war eine Aufschlämmung. Phthalsäureanhydrid
(0,7600 g, 0,00513 Mol) und 4 ml NMP wurden in das gerührte Reaktionsgemisch
gegeben. Eine Lösung
von 15,0 g (0,05131 Mol) APB-134 in 55 ml NMP wurde unter Verwendung
eines Einfülltrichters über 10 Minuten
zu dem gerührten
Reaktionsgemisch hinzugegeben. Zusätzliche 4 ml NMP wurden als
Spülung
für die
Diaminlösung
hinzugegeben, derart, daß die
Gesamtmenge von NMP in dem Reaktionsgemisch an diesem Punkt 121
ml betrug. Das resultierende Reaktionsgemisch (Polyamidsäure) wurde über Nacht
bei Umgebungstemperatur gerührt.
-
Eine
50,0-Gramm-Probe des resultierenden Reaktionsgemisches wurde in
einem 100-ml-Rundkolben,
ausgestattet mit einer Stickstoffspülung und einem mechanischen
Rührer,
chemisch imidisiert, wobei 6,20 ml Essigsäureanhydrid und 9,20 ml Triethylamin
verwendet wurden, die unter Verwendung von graduierten 10-ml-Pipetten
volumetrisch abgemessen wurden und zu dem gerührten Gemisch hinzugegeben
wurden. Das resultierende Reaktionsgemisch wurde für 6 Stunden
bei Umgebungstemperatur gerührt,
während
welcher Zeit das Rühren
unterbrochen wurde und Klumpen von festem Material aufgebrochen
wurden, wenn irgendwelche in wesentlichen Mengen beobachtet wurden.
Das resultierende Reaktionsgemisch wurde zur Ausfällung von
Polyimid in Methanol in einen Waring-Mischer gegossen. Das ausgefällte Polyimid
wurde durch Vakuumfiltration unter Verwendung eines Büchner-Trichters
mit Filtrierpapier gesammelt und dann über zwei Nächte im Vakuum getrocknet.
In der ersten Nacht erfolgte das Trocknen bei 100°C in einem
Vakuumtrockenofen; in der zweiten Nacht erfolgte das Trocknen bei
200–210°C in einem
Vakuumtrockenofen.
-
Die
DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 354°C.
Eine Kristallisationsexotherme wurde während des nachfolgenden langsamen
Abkühlens
mit 10°/min
auf Umgebungstemperatur nach dem ersten Erhitzungsscan nicht beobachtet,
aber eine Kristallisationsexotherme wurde in dem zweiten Erhitzungsscan
beim Erhitzen auf 235°C beobachtet,
gefolgt von einem Schmelzpunkt bei 351°C. Weiterhin wurde während des
Abschreckabkühlens auf
Umgebungstemperatur nach dem Abschluß des zweiten Erhitzungsscans
keine Kristallisationsexotherme beobachtet. In einem dritten Erhitzungsscan
mit 10°C/min
wurde eine Kristallisationsexotherme bei 247°C beobachtet. Diese Ergebnisse
zeigen an, daß es
wiederherstellbare Kristallinität
aus der Schmelze gab, aber daß die
Kinetik der Kristallisation derart langsam war, daß die Kristallisation
während
des Abkühlens
im wesentlichen nicht, aber beim Wiedererhitzen auf eine Temperatur
von ungefähr
235–247°C erfolgte.
-
BEISPIEL 5
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 61,75/33,25//100/10 – (65/35
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 4 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,3220 g BPDA, 5,2925 g ODPA, 15 g APB-134
und 0,76 g PA hergestellt. Die Mengen der Reagenzien für die chemische
Imidisierung waren die gleichen wie in Beispiel 4 (d.h. 6,20 ml
AA (als erstes hinzugegeben) und 9,20 ml TEA (als zweites zugegeben)).
-
Die
DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 350°C.
Eine Kristallisationsexotherme wurde während der nachfolgenden langsamen
Abkühlens
mit 10°C/min
auf Umgebungstemperatur nach dem ersten Erhitzungsscan nicht beobachtet,
aber in dem zweiten Erhitzungsscan wurde beim Erhitzen auf 253°C eine Kristallisationsexotherme (Peak)
beobachtet, gefolgt von einem Schmelzpunkt bei 350°C. Weiterhin
wurde während
des Abschreckabkühlens
auf Umgebungstemperatur nach dem Abschluß des zweiten Erhitzungsscans
keine Kristallisationsexotherme beobachtet. In einem dritten Erhitzungsscan
mit 10°C/min
wurde eine Kristallisationsexotherme bei 281°C beobachtet. Diese Ergebnisse
zeigen an, daß es
wiederherstellbare Kristallinität
aus der Schmelze gab, aber daß die
Kinetik der Kristallisation derart langsam war, daß die Kristallisation
im wesentlichen weder bei dem langsamen Abkühlen noch bei dem Abschreckabkühlen erfolgte,
aber bei dem Wiedererhitzen auf eine Temperatur von ungefähr 253–281°C erfolgte.
-
BEISPIEL 6 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 33,25/61,75//100/10 – (35/65
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,7943 g APB-134, 3,2775 BPDA, 6,4179 g
ODPA und 0,4962 g PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 295°C,
aber zeigte weder Kristallisation bei nachfolgendem Abkühlen noch
einen Schmelzpeak während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was anzeigte, daß eine anfänglich in
dieser Probe vorhandene Kristallinität nicht leicht aus der Schmelze
wiederherstellbar war.
-
BEISPIEL 7 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 23,75/71,25//100/10 – (25/75
BPDA/ODPA Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
in
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,0245 g APB-134, 2,3961 BPDA, 7,5793 g
ODPA und 0,5079 g PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 304°C,
aber zeigte weder Kristallisation bei dem nachfolgenden Abkühlen noch
einen Schmelzpeak während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was anzeigte, daß eine anfänglich vorhandene
Kristallinität
in dieser Probe nicht leicht aus der Schmelze wiederherstellbar
war.
-
BEISPIEL 8 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf ODPA//APB-134/PA 95//100/10 (kein BPDA) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,6074 g APB-134, 9,6807 g ODPA und 0,4867
g PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min) des resultierenden Homopolyimids
(Endgruppenbildung mit Phthalsäureanhydrid)
zeigte während
des ersten Erhitzungsscans einen Schmelzpunkt von 337°C, aber zeigte
weder Kristallisation bei dem nachfolgenden Abkühlen noch einen Schmelzpeak
während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was anzeigte, daß eine anfänglich vorhandene
Kristallinität
in dieser Probe nicht leicht aus der Schmelze wiederherstellbar
war.
-
BEISPIEL 9 (VERGLEICH)
-
Herstellung eines Polyimidfilms,
basierend auf BFDA/ODPA/APB-134-(75/25 BPDA/ODPA-Verhältnis) – (99% des
stöchiometrischen
Dianhydrids, thermische Imidisierung) – Zum Vergleich mit Beispiel
3
-
In
einen 250-ml-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer und
Stickstoffspülung, wurden
9,9004 g APB-134 und ~72 ml NMP eingefüllt. Nach Auflösung des
Diamins wurden 7,3236 g BPDA und 2,5739 g ODPA (98% des stöchiometrischen
Dianhydrids) mit Rühren
unter Stickstoff hinzugegeben und mit ~8 ml NMP (80 ml NMP insgesamt)
hineingespült.
Die Reaktion wurde mit Rühren
unter Stickstoff über Nacht
ablaufen lassen. Am folgenden Tag wurde das Reaktionsgemisch mit
32 ml NMP zu 15% Feststoffen verdünnt und die 0,0747 g BPDA und
0,0262 g ODPA wurden hinzugegeben, um die Dianhydridstöchiometrie auf
99% zu erhöhen.
Die Reaktion wurde wiederum über
Nacht ablaufen gelassen, was zu einer hochviskosen Lösung führte. (Gelpermeationschromatographie-(GPC)-Analyse
des Zwischenprodukts Poly(amidsäure)lösung (vor
der Imidisierung) zeigte an, daß das
gewichtsmittlere Molekulargewicht 309000 betrug). Ungleich Beispiel
3, das eine ähnliche
chemische Zusammensetzung hat, aber nur 95% des stöchiometrischen
Dianhydrids enthält,
war diese Poly(amidsäure)
weder chemisch imidisiert noch mit Endgruppen abgeschlossen. Statt dessen
wurde die Poly(amidsäure)lösung unter
Druck durch ein 5-Mikrometer-Filter filtriert, auf einen Siliciumwafer
spinnbeschichtet und nach Standardverfahren thermisch zu einem Polyimidfilm
gehärtet.
Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimidfilms zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 315°C,
keine Kristallisationsexotherme bei dem nachfolgenden Abkühlen und
keinen Schmelzpunkt während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was anzeigte, daß eine Kristallinität in dieser
Probe nicht leicht wiederherstellbar war, wenn sie einmal über den
Schmelzpunkt des Polymers gebracht worden war. Dies steht im Gegensatz
zu den Ergebnissen von Beispiel 3, in dem das Molekulargewicht des
Polyimids gesteuert/begrenzt wurde und die Kristallinität vollständig wiederherstellbar
war.
-
BEISPIEL 10 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 74,25/24,75//100/2 – (75/25
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (99% des
stöchiometrischen
Dianhydrids, chemische Imidisierung) – Zum Vergleich mit Beispiel
3
-
In
einer Beispiel 3 ähnlichen
Weise, aber mit einem stöchiometrischem
Verhältnis
von Dianhydrid zu Diamin von 99%, wurde ein Polyimid mit 9,9044
g APB-134, 7,3983 g BPDA, 2,6002 g ODPA und 0,1003 g PA hergestellt.
(Gelpermeationschromatographie-(GPC)-Analyse des Zwischenprodukts
Poly(amidsäure)lösung (vor
der Imidisierung) zeigte an, daß das
gewichtsmittlere Molekulargewicht 280000 betrug.) Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 347°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 260°C
eine kleine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
eine größere Kristallisationsexotherme
bei 255°C
und einen Schmelzpunkt von 335°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte,
aber mit niedrigerem Schmelzpunkt und langsamer Kristallisationskinetik,
was die Auswirkung des Molekulargewichts auf thermische Übergänge und
Kristallisationskinetik anzeigte.
-
BEISPIEL 11 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/APB-134/PA 98/100/4 – (98% des stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
BPDA
(14,414 g, 0,04899 Mol) und DMAC (175 ml) wurden zusammengemischt,
wobei eine Aufschlämmung
erzeugt wurde (die Löslichkeit
von BPDA in DMAC ist sehr niedrig). Unter Rühren wurde PA (0,296 g) zu
der Aufschlämmung
hinzugegeben und dann wurde APB-134 (14,617 g, 0,05 Mol) zu der
gerührten
Aufschlämmung
hinzugegeben. Das resultierende Gemisch wurde über Nacht bei Umgebungstemperatur gerührt, wobei
sich eine BPDA/APB-134/PA-Polyamidsäurelösung ergab, von der festgestellt
wurde, die folgende charakteristische Eigenschaft zu haben; ηinh = 0,86 Deziliter/Gramm (dl/g).
-
Die
vorstehende Polyamidsäurelösung wurde
chemisch zu BPDA/APB-134-Homopolyimid mit PA-Endgruppen imidisiert,
wobei die Verfahrensweise verwendet wurde, die folgt. Zu der vorstehenden
Polyamidsäurelösung wurden
unter Rühren
TEA (0,72 ml) und AA (1,08 ml) hinzugegeben und das resultierende Gemisch
wurde bei 30°C
für 18
Stunden gerührt,
wobei nach etwa 1 Stunde bei 30°C
Gelbildung der Probe bemerkt wurde. Das resultierende Polyimid wurde
in Methanol in einem Waring-Mischer
isoliert, wobei ein Verhältnis
von ungefähr
10 g Polymerlösung
zu 500 ml Methanol verwendet wurde. Eine zusätzliche Waring-Mischer-Behandlung
mit 500 ml Methanol wurde nach der Filtration vor dem Trocknen bei
200°C unter Stickstoff
und Vakuum bis zum konstanten Gewicht durchgeführt.
-
In
diesem Beispiel wurde das resultierende Polyimid durch DSC unter
Verwendung der folgenden Testmethodik charakterisiert. Das DSC-Testen
wurde mit drei Erhitzungsscans von Umgebungstemperatur bis mindestens
410°C mit
einem nachfolgenden Abkühlungsscan
zwischen jedem Erhitzungsscan durchgeführt. Glasübergangstemperatur (Tg, Kristallisationstemperatur (Tc)
und Schmelztemperatur (Tm) wurden für jeden Scan
bestimmt. Als Kristallisationstemperatur wurde der Peak des DSC-Outputs
für den
Kristallisationsübergang
genommen und als Schmelztemperatur wurde der Peak des DSC-Outputs
für den
Schmelzübergang
genommen. Für
dieses BPDA/APB-134-Homopolyimid war die gemessene Tm 403°C für das zweite
Erhitzen und 404°C
für das
erste Erhitzen. Die gemessenen Tgs waren
200°C (2.
Erhitzen) und 218°C
(3. Erhitzen), und die Tc (2. Erhitzen)
wurde als 222°C
gemessen. Der beobachtete Schmelzpunkt wird als zu hoch für ein leicht schmelzverarbeitbares
Polyimid angesehen.
-
BEISPIEL 12 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BTDA//APB-134/PA 95//100/10 – (95% des stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einen 100-ml-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer und
Stickstoffspülung, wurden
3,8055 g (0,0130174 Mol) APB-134 und ~29 ml NMP eingefüllt. Nach
Auflösung
des Diamins wurden 3,9848 g (0,0123663 Mol) BTDA mit Rühren unter
Stickstoff hinzugegeben und mit ~3 ml NMP hineingespült. Nach
3 h wurden 0,1929 g (0,0013023 Mol) PA hinzugegeben. Die Reaktion
wurde mit Rühren
unter Stickstoff über
Nacht ablaufen lassen. Am folgenden Tag wurden 4,95 ml (0,052 Mol)
Essigsäureanhydrid
und 7,26 ml (0,052 Mol) Triethylamin zu der Polyamidsäurelösung hinzugegeben,
um Imidisierung zu bewirken. Nach etwa 30 Minuten fiel das Polymer
aus, irgendwelche Klumpen wurden durch manuelle Manipulation des
mechanischen Rührers
aufgebrochen und das Rühren
wurde für
etwa 6 h fortgesetzt. Die resultierende Polymeraufschlämmung wurde
dann zu Methanol in einem Mischer hinzugegeben, um die Ausfällung zu
vervollständigen und
NMP zu entfernen. Das Polymer wurde durch Filtration abgetrennt,
mit Methanol gewaschen und dann bei 200°C über Nacht unter Vakuum mit
Einblasen von Stickstoff getrocknet. Die DSC-Analyse (10°C/min, Umgebungstemperatur
bis 450°C)
des resultierenden Polyimids zeigte mehrfache Peaks mit dem höchsten Schmelzpeak
bei 439°C
während
des ersten Erhitzungsscans, bei dem nachfolgenden Abkühlen bei
389°C eine
Kristallisationsexotherme und während
des nachfolgenden Wiedererhitzens mehrfache Schmelzpeaks bei 418°C und 439°C, was wiederherstellbare
Kristallinität
aus der Schmelze anzeigte, aber mit einer Schmelztemperatur, die
als zu hoch für
herkömmliche
thermoplastische Schmelzverarbeitung angesehen wurde.
-
BEISPIEL 13 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BTDA/ODPA//APB-134/PA 85,5/9,5//100/10 – (90/10
BTDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 12 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 3,8129 g APB-134, 3,5933 g BTDA, 0,3844
g ODPA, 0,1932 PA und den passenden Mengen von Essigsäureanhydrid
und Triethylamin hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min, Umgebungstemperatur
bis 450°C)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
mehrfache Peaks mit dem höchsten
Schmelzpeak bei 434°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 376°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens einen
Schmelzpeak bei 411°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte,
aber mit einer Schmelztemperatur, die als zu hoch für herkömmliche
thermoplastische Schmelzverarbeitung angesehen wurde.
-
BEISPIEL 14 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BTDA/ODPA//APB-134/PA 71,25/23,75//100/10 – (75/25
BTDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einen 250-ml-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer und
Stickstoffspülung, wurden
9,6074 g (0,0328638 Mol) APB-134 und 60 ml NMP eingefüllt. Nach
Auflösung
des Diamins wurden 7,5451 g (0,0234155 Mol) BTDA, 2,4213 g (0,0078052
Mol) ODPA und 0,4867 g (0,003286 Mol) PA mit Rühren unter Stickstoff hinzugegeben
und mit 20 ml NMP hineingespült.
Die Reaktion wurde über
Nacht mit Rühren unter
Stickstoff ablaufen lassen. Am folgenden Tag wurden 12,40 ml (0,1314
Mol) Essigsäureanhydrid
und 18,32 ml (0,1314 Mol) Triethylamin zu der Poly(amidsäure)lösung hinzugegeben,
um Imidisierung zu bewirken. Nach einiger Zeit fiel das Polymer
aus, irgendwelche Klumpen wurden durch manuelle Manipulation des
mechanischen Rührers
aufgebrochen, und das Rühren
wurde für
etwa 6 h fortgesetzt. Die resultierende Polymeraufschlämmung wurde
dann zu Methanol in einem Mischer gegeben, um die Ausfällung zu
vervollständigen und
NMP zu entfernen. Das Polymer wurde durch Filtration abgetrennt,
mit Methanol gewaschen und dann bei 200°C über Nacht unter Vakuum mit
Einblasen von Stickstoff getrocknet. Die DSC-Analyse (10°C/min, Umgebungstemperatur
bis 450°C)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
mehrfache Peaks mit dem höchsten
Schmelzpeak bei 425°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 362°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpeak von 403°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte,
aber mit einer Schmelztemperatur, die als zu hoch für herkömmliche
thermoplastische Schmelzverarbeitung angesehen wurde.
-
BEISPIEL 15
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BTDA/ODPA//APB-134/PA 47,5/47,5//100/10 – (50/50
BTDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 14 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,6074 g APB-134, 5,0301 g BTDA, 4,8426
g ODPA und 0,4867 g PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min, Umgebungstemperatur
bis 425°C) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
mehrfache Peaks mit dem höchsten Schmelzpeak
bei 401°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 343°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 381°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 16
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BTDA/ODPA//APB-134/PA 23,75/71,25//100/10 – (25/75
BTDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 14 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,6074 g APB-134, 2,5150 g BTDA, 7,2639
g ODPA und 0,4867 PA hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min, Umgebungstemperatur
bis 425°C) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
mehrfache Peaks mit dem höchsten Schmelzpeak
bei 374°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
keine klar definierte Kristallisationsexotherme, aber während des
nachfolgenden Wiedererhitzens eine Kristallisationsexotherme bei
302°C, gefolgt
von einem Schmelzpeak bei 349°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze, aber mit
langsamer Kristallisationskinetik, anzeigte.
-
BEISPIEL 17
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
85,5/9,5//100//10 – (90/10
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einen 250-ml-Rundkolben, ausgestattet mit einem mechanischen Rührer und
Stickstoffspülung, wurden
8,0732 g (0,0403 Mol) Diamin 3,4'-ODA
und 60 ml NMP eingefüllt.
Nach Auflösung
des Diamins wurden 10,1422 g (0,03447 Mol) Dianhydrid BPDA, 1,1882
g (0,00383 Mol) Dianhydrid ODPA und 0,5972 g (0,00403 Mol) Phthalsäureanhydrid
mit Rühren
unter Stickstoff hinzugegeben und mit 20 ml NMP hineingespült. Am folgenden
Tag wurden 14,46 ml (0,153 Mol) Essigsäureanhydrid (4× Mol von
Diamin) und 21,36 ml (1,53 Mol) Triethylamin (4 × Mol von Diamin) zu der Poly(amidsäure)lösung hinzugegeben,
um Imidisierung zu bewirken. Nach etwa 10 Minuten fiel das Polymer
aus, irgendwelche Klumpen wurden durch manuelle Manipulation des
mechanischen Rührers
aufgebrochen und das Rühren
wurde für
etwa 6 h fortgesetzt. Die resultierende Polymeraufschlämmung wurde
dann zu Methanol in einem Mischer gegeben, um die Ausfällung zu vervollständigen und
NMP zu entfernen. Das Polymer wurde durch Filtration abgetrennt,
mit Methanol gewaschen und dann bei ca. 200°C über Nacht unter Vakuum mit
einem Einblasen von Stickstoff getrocknet. Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte einen Schmelzpunkt bei 379°C während des
ersten Erhitzungsscans, keine Kristallisationsexotherme bei dem
nachfolgenden langsamen Abkühlen
und einen Schmelzpunkt von 377°C
während
des nachfolgenden Wiedererhitzens, was wiederherstellbare Kristallinität aus der
Schmelze anzeigt. Schnelles Abkühlen
dieses Materials aus der Schmelze führte zu einem amorphen Material,
das nur eine Tg (Glasübergangstemperatur) zeigte.
-
BEISPIEL 18 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
76/19//100//10 – (80/20
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 8,9874 g BPDA, 2,3690 g ODPA, 8,0482 g
3,4'-ODA und 0,5953
Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 357°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
keine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
keinen Schmelzpunkt, was anzeigt, daß höhere Gehalte von ODPA die wiederherstellbare
Kristallinität
aus der Schmelze in dieser Zusammensetzung abträglich beeinflussen.
-
BEISPIEL 19 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
66,5/28,5//100//10 – (70/30
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 7,8379 g BPDA, 3,5418 g ODPA, 8,0215 g
3,4'-ODA und 0,5933
g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 341°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
keine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
keinen Schmelzpunkt, was anzeigt, daß höhere Gehalte von ODPA die wiederherstellbare
Kristallinität
aus der Schmelze in dieser Zusammensetzung abträglich beeinflussen.
-
BEISPIEL 20
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/PPD//PA
90,25/4,75//95/5//10 – (95/5
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,8236 g BPDA, 0,6006 ODPA, 7,7540 g
3,4'-ODA, 0,2204
g PPD und 0,6038 g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte einen Schmelzpunkt von 383°C während des
ersten Erhitzungsscans, eine Kristallisationsexotherme bei dem nachfolgenden
Abkühlen
bei 287°C
und einen Schmelzpunkt von 381°C während des
nachfolgenden Wiedererhitzens, was wiederherstellbare Kristallinität aus der
Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 21
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/PPD//PA
85,5/9,5//95/5//10 – (90/10
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,2373 g BPDA, 1,1993 ODPA, 7,7414 g
3,4'-ODA, 0,2200
PPD und 0,6028 g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 376°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 280°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 372°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 22
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/PPD//PA
76/19//95/5//10 – (80/20
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 9,0714 g BPDA, 2,3912 ODPA, 7,7172
g 3,4'-ODA, 0,2194
g PPD und 0,6009 g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 356°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 265°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 352°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze und außerdem die
vorteilhafte Eigenschaft der PPD-Zugabe (vergleiche mit Beispiel
18) anzeigte.
-
BEISPIEL 23
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/4,4'-ODA//PA 90,25/4,75//80/20//10 – (95/5 BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,7230 g BPDA, 0,5951 g ODPA, 6,4690 g
3,4'-ODA, 1,6173
g 4,4'-ODA und 0,5981
g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 370°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 305°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 367°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 24
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/4,4'-ODA//PA 85,5/9,5//90/10//10 – (90/10 BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 1 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,1418 g BPDA, 1,1881 ODPA, 7,2656
g 3,4'-ODA, 0,8073
g 4,4'-ODA und 0,5972
g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min)
des resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 371°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 262°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 370°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 25
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/4,4'-ODA//PA 85,5/9,5//80/20//10 – (90/10 BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
In
einer Beispiel 17 ähnlichen
Weise wurde ein Polyimid mit 10,1418 g BPDA, 1,1881 ODPA, 6,4583 g
3,4'-ODA, 1,6146
g 4,4'-ODA und 0,5972
g Phthalsäureanhydrid
hergestellt. Die DSC-Analyse (10°C/min) des
resultierenden Polyimids zeigte während des ersten Erhitzungsscans
einen Schmelzpunkt von 363°C,
bei dem nachfolgenden Abkühlen
bei 293°C
eine Kristallisationsexotherme und während des nachfolgenden Wiedererhitzens
einen Schmelzpunkt von 362°C,
was wiederherstellbare Kristallinität aus der Schmelze anzeigte.
-
BEISPIEL 26 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA//3,4'-ODA//PA
93//100//14 – (93%
des stöchiometrischen
Dianhydrids)
-
Das
Diamin (3,4'-ODA),
Dianhydrid (BDPA) und Phthalsäureanhydrid
wurden direkt in einen mit Stickstoff gespülten 3-Liter-Harzkessel in
den Mengen eingegeben, die in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.
Der Harzkessel wurde dann mit einem Dreihalsdeckel, einem mechanischen Überkopfrührsystem
(Cole-Palmer Master Servodyne, elektrischer Antrieb mit einem 50:1-Übersetzungsverhältnis und
einem Hastelloy-Mischflügel)
und Stickstoffspülung
ausgestattet. Die Apparatur wurde zusammengesetzt und die fein gepulverten
Monomere wurden für
eine Stunde bei Raumtemperatur unter Inertgasspülung in dem Behälter gemischt.
-
Um
die Schmelzpolymerisation zu initiieren, wurde der Kessel mit Hilfe
einer hydraulischen Laborhebevorrichtung in ein flüssiges Metallbad
(Patriot Alloys, Alloy-281) abgesenkt, das mit einer 220-Volt-Bandheizung
auf 280°C
vorgeheizt war. Der folgende thermische Zeitplan (Badtemperatur)
wurde während
der Polymerisation befolgt:
-
-
Es
wurde beobachtet, daß die
Polymerisation beim Schmelzen der Monomere voranschritt, und das Wasser
der Imidisierung wurde in passender Weise über Inertgasspülung aus
dem Reaktor entfernt. Die Schmelzviskosität vergrößerte sich während des
Verlaufs der Polymerisation dramatisch. Die gesamte Polymerisationszeit
betrug 75 Minuten.
-
Beim
Abschluß der
Polymerisation wurde die Heizquelle entfernt und das viskose Polymer
wurde manuell aus dem Reaktionsgefäß ausgetragen und auf Raumtemperatur
abkühlen
lassen. Das Polymer zeigte durch DSC-Analyse (10°C/min) eine Tg =
244°C, Tc = 262°C, ΔHc = 23 J/g, Tm =
391°C und ΔHm = 27 J/g. Die Tm,
die für
dieses Homopolyimid beobachtet wurde, wird im allgemein als allzu
hoch und/oder als Grenzwert für
einen Arbeitsgang Schmelzpolymerisation/Verarbeitung angesehen.
-
-
BEISPIEL 27 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
75,2/18,8//100//12 – (94%
des stöchiometrischen
Dianhydrids, 80/20 BPDA/ODPA-Verhältnis)
-
Das
Diamin (3,4'-ODA),
die Dianhydride (BDPA, ODPA) und Phthalsäureanhydrid wurden direkt in
einen mit Stickstoff gespülten
3-Liter-Harzkessel in den Mengen eingewogen, die in der nachstehenden
Tabelle aufgeführt
sind. Der Harzkessel wurde dann mit einem Dreihalsdeckel, einem
mechanischen Überkopfrührsystem
(Cole-Palmer Master Servodyne, elektrischer Antrieb mit einem 50:1-Übersetzungsverhältnis und
einem Hastelloy-Mischflügel)
und Stickstoffspülung
ausgestattet. Die Apparatur wurde zusammengesetzt und die fein gepulverten
Monomere wurden in dem Behälter
für eine
Stunde bei Raumtemperatur unter Inertgaspülung gemischt.
-
Um
die Schmelzpolymerisation zu initiieren, wurde der Kessel mit Hilfe
einer hydraulischen Laborhebevorrichtung in ein flüssiges Metallbad
(Patriot Alloys, Alloy-281) abgesenkt, das mit einer 220-Volt-Bandheizung
auf 280°C
vorgeheizt war. Sofort nach Anwendung des vorgeheizten Bades wurde
die Temperatur mit 4,6°C/min
auf 400°C
erhöht.
Es wurde beobachtet, daß die
Polymerisation beim Schmelzen der Monomere voranschritt, und das
Wasser der Imidisierung wurde in passender Weise durch Inertgaspülung aus
dem Reaktor entfernt. Die Schmelzviskosität vergrößerte sich im Verlauf der Polymerisation
dramatisch. Sobald 400°C erreicht
waren, wurde das Bad für
weitere 8 Minuten bei 400°C
gehalten. Die gesamte Polymerisationszeit betrug 65 Minuten.
-
Bei
Abschluß der
Polymerisation wurde die Heizquelle entfernt und das viskose Polymer
wurde manuell aus dem Reaktionsgefäß ausgetragen und auf Raumtemperatur
abkühlen
lassen. Das Polymer zeigte durch TSC eine Tg =
241°C, aber
zeigte keinerlei signifikante Peaks, die sich auf Kristallinität in der
Probe, wie sie hergestellt war, bezogen.
-
-
Wenngleich
diese Zusammensetzung eine aromatische Dianhydridkomponente in der
Form von BPDA in Kombination mit ODPA in einem 80/20-BPDA/ODPA-Verhältnis, ein
aromatisches Diamin in der Form von 3,4'-ODA und eine Endgruppen bildende Komponente
in der Form von PA einschließt,
ist diese Zusammensetzung außerhalb
des Umfangs der vorliegenden Erfindung, da sie keine wiederherstellbare
Kristallinität zeigt.
-
BEISPIEL 28
-
Herstellung des Polyimids,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
89,3/4,7//100//12 – (94%
des stöchiometrischen
Dianhydrids, 95/5 BPDA/ODPA-Verhältnis)
-
In
einer Beispiel 27 ähnlichen
Weise wurden die ausgewählten
Monomere in den nachstehend aufgeführten Mengen zu Polyimid polymerisiert.
Die Vorheiztemperatur betrug 280°C,
der Temperaturanstieg betrug 6°C/min
und die Endtemperatur betrug 420°C
und die Polymerisationszeit betrug 75 Minuten. Das Polymer zeigte
durch DSC-Analyse (10°C/min)
in dem zweiten DSC-Erhitzungsscan eine Tg =
244°C, Tc = 321°C, ΔHc = 20 J/g, Tm =
385°C und ΔHm = 19 J/g.
-
-
BEISPIEL 29
-
Herstellung des Polyimids,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
85,5/9,5//100//10 – (95%
des stöchiometrischen
Dianhydrids, 90/10 BPDA/ODPA-Verhältnis)
-
In
einer Beispiel 27 ähnlichen
Weise wurden die gewählten
Monomere in den nachstehend aufgeführten Mengen zu Polyimid polymerisiert.
Die Vorheiztemperatur betrug 273°C,
der Temperaturanstieg betrug 6,25°C/min
und die Endtemperatur betrug 411°C
und die Polymerisationszeit betrug 72 Minuten. Das Polymer zeigte
durch DSC-Analyse (10°C/min)
in einem zweiten DSC-Erhitzungsscan
eine Tg = 246°C, Tc =
344°C, ΔHc = 3,0 J/g, Tm =
347°C, ΔHm = 2,7 J/g.
-
-
BEISPIEL 30
-
Herstellung des Polyimids,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
89,70/4,75//100//10 – (94,5%
des stöchiometrischen
Dianhydrids, 95/5 BPDA/ODPA-Verhältnis),
enthaltend die Füllstoffe
Graphit und Teflon®
-
In
einer Beispiel 27 ähnlichen
Weise wurden die ausgewählten
Monomere zusammen mit den Füllstoffen
Graphit und Teflon® in den nachstehend aufgeführten Mengen
zu Polyimid polymerisiert. Die Vorheiztemperatur betrug 280°C, der Temperaturanstieg
betrug 6,5°C/min
und die Endtemperatur betrug 400°C
und die Polymerisationszeit betrug 60 Minuten. Das Polymer zeigte
durch DSC-Analyse (10°C/min)
in dem zweiten DSC-Erhitzungsscan eine Tg =
247°C, Tc = 271°C, ΔHc = 0,9 J/g, Tm =
377°C und ΔHm = 11 J/g.
-
-
BEISPIEL 31
-
Herstellung des Polyimids,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA//PA
90,25/4,75//100//10 – (95%
des stöchiometrischen
Dianhydrids, 95/5 BPDA/ODPA-Verhältnis),
enthaltend die Füllstoffe
Graphit und Teflon®
-
In
einer Beispiel 27 ähnlichen
Weise wurden die gewählten
Monomere zusammen mit den Füllstoffen Graphit
und Teflon® in
den nachstehend aufgeführten
Mengen zu Polyimid polymerisiert. Die Vorheiztemperatur betrug 294°C, der Temperaturanstieg
betrug 5°C/min
und die Endtemperatur betrug 420°C
und die Polymerisationszeit betrug 60 Minuten. Das Polymer zeigte
durch DSC-Analyse (10°C/min)
eine Tg = 248°C, eine Tm =
324°C, ΔHm = 2,2 J/g, eine Tm =
377°C und
eine ΔHm = 8,3 J/g.
-
-
BEISPIEL 32
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 61,4/33,6/100/10 – (64,6/35,4
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Ungefähr 10 kg
(zweiundzwanzig Pound) eines vorgemischten Pulvergemischs von 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134, 5 kg (10,9 lbs.), 16,9 Mol), 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid
(BPDA, 3 kg (6,7 lbs.), 10,4 Mol), 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid (ODPA), 1,8 kg
(3,9 lbs.), 5,7 Mol) und Phthalsäureanhydrid
(PA, 0,3 kg (0,6 lbs.), 1,7 Mol) wurden kontinuierlich durch eine
Einlaßöffnung eines
Werner&Pfleiderer-Doppelschneckenextruders
ZSK-30 (30 mm) (Krupp Werner & Pfleiderer
Corp., Ramsey, New Jersey) in die erste Zylinderzone eingeführt, die,
wie nur durch umlaufendes Kühlwasser
geregelt wurde, von 16 bis 32°C reichte.
Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 56 bis 180 U/min gedreht.
Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste Zone und die nächsten zwei
Zylinderzonen, die bei Temperaturen von 85 bis 111°C bzw. 142
bis 158°C
gehalten wurden, transportiert. Das Reaktionsgemisch ging weiter
durch eine vierte Zone, die bei einer Temperatur von 164 bis 216°C gehalten
wurde und eine Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand hatte, wo das Reaktionswasser kontinuierlich
durch eine bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs transportiert, die bei 280 bis 310°C bzw. 321 bis 371°C gehalten
wurden, und weiter durch Zone sieben, die bei 346 bis 353°C gehalten
wurde, wo eine zweite Öffnung
im oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser entfernte.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch die Zonen acht und neun,
die bei 332 bis 343°C
bzw. 343 bis 347°C
gehalten wurden, und weiter durch Zone zehn bei 349 bis 351°C, wo eine
dritte Öffnung
im oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Eine elfte
Zone, die bei 360 bis 372°C
gehalten wurde, führte
zu einer vierten Öffnung
in dem Oberteil der Wand von Zone zwölf, die bei 351 bis 353°C gehalten
wurde, wo die Endmenge von Reaktionswasser und/oder Blasen, die
sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernt wurde. Eine
dreizehnte Zone, die bei 347 bis 354°C gehalten wurde, führte dann
zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
BEISPIEL 33
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/PA
90,25/4,75/100/10, plus 15 Gewichtsprozent Graphit zu 85 Gewichtsprozent
der gesamten Monomere – (95/5
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
32 wurde wiederholt, außer
daß ein
vorgemischtes Pulvergemisch von ungefähr 6,8 kg (fünfzehn Pound)
von 3,4'-Oxydianilin
(3,4'-ODA, 2,4 kg
(5,2 lbs.), 11,7 Mol), 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BDPA, 3,1 kg
(6,9 lbs.), 10,6 Mol), 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA, 0,2 kg (0,4 lbs.), 0,6 Mol), Phthalsäureanhydrid (PA, 0,2 kg (0,4
lbs.), 1,2 Mol) und Graphit (1 kg (2,25 lbs.) für 15% Gesamtgewichts-%) kontinuierlich
durch eine Einlaßöffnung des
Werner & Pfleiderer-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone eingeführt
wurden, die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurden. Die Schnecken drehten sich kontinuierlich mit 100
U/min. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste Zone und die nächsten zwei
Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 60 bis 64°C bzw. 142
bis 158°C,
transportiert. Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine vierte
Zone, die bei einer Temperatur von 210 bis 232°C gehalten wurde und eine Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand hatte, wo das Reaktionswasser kontinuierlich durch
die bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs transportiert, die bei 292 bis 306°C bzw. 341 bis 353°C gehalten
wurden, und weiter durch Zone sieben, gehalten bei 365 bis 370°C, wo eine
zweite Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser entfernte.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch die Zonen acht und neun,
gehalten bei 369 bis 383°C
bzw. 369 bis 385°C,
weiter durch Zone zehn, gehalten bei 368 bis 388°C, wo eine dritte Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Eine elfte
Zone, gehalten bei 379 bis 395°C,
führte
zu einer vierten Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand von Zone zwölf, gehalten bei 370 bis 390°C, wo die
Endmenge von Reaktionswasser und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch
gebildet haben können,
entfernt wurde. Eine dreizehnte Zone, gehalten bei 363 bis 390°C, führte dann
zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
BEISPIEL 34
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 61,75/33,25/100/10 – (65/35
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Ungefähr 4,5 kg
(zehn Pound) eines vorgemischten Pulvergemischs von 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134, 2,2 kg (4,9 lbs.), 7,7 Mol), 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid
(BDPA, 1,4 kg (3,1 lbs.), 4,7 Mol), 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid (ODPA, 0,8 kg (1,8
lbs.), 2,6 Mol) und Phthalsäureanhydrid (PA,
0,1 kg (0,2 lbs.), 0,8 Mol) wurden kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung eines
Berstorff-Doppelschneckenextruders ZE-25 (25 mm) (Berstorff Corp.,
Florence, KY) in die erste Zylinderzone eingeführt, die durch umlaufendes
Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 bis
150 U/min gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
drei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 105°C, 150°C bzw. 200°C, transportiert.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine fünfte Zone mit einer Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand und gehalten bei einer Temperatur
von 250°C,
wo das Reaktionswasser kontinuierlich durch die bereitgestellte Öffnung entfernt
wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch Zone Nummer sechs
transportiert, die bei 300°C
gehalten wurde, und weiter durch Zone sieben bei 340°C zu einer
zweiten Öffnung
im oberen Abschnitt der Wand, wo die Endmenge von Reaktionswasser
und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernt
wurde. Eine achte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann zu einer Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde. Das in diesem Beispiel
hergestellte Polyimidpolymer zeigte eine innere Viskosität in phenolischen
Medien von 0,73 dl pro Gramm.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem anfänglichen
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 207°C,
eine Kristallisationstemperatur von 294°C und einen Schmelzpunkt von
333°C und
zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur von 206°C, eine Kristallisationstemperatur
von 292°C
und einen Schmelzpunkt von 334°C.
Dieses Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 17,3, wenn bei 350°C gemessen
wurde.
-
Drei
zusätzliche
Schmelzpolymerisationsläufe
wurden mit dieser gleichen Monomerzufuhrzusammensetzung gemacht,
die innerhalb des experimentellen Fehlers identische Ergebnisse
lieferten. Für
den ersten, zweiten und dritten von diesen zusätzlichen Läufen waren die gemessenen DSC-Werte
in dem zweiten Erhitzungsscan entsprechend 210, 211 und 209°C für die Glasübergangstemperatur
und 335, 336 und 329°C
für den
Schmelzpunkt. Für
den ersten, zweiten und dritten von diesen zusätzlichen Läufen zeigte entsprechend das
Polyimid Schmelzindexwerte von 16,2, 17,1 und (nicht bestimmt für den dritten
Lauf), die alle bei 350°C gemessen
wurden.
-
BEISPIEL 35 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 47,5/47,5/100/10 – (50/50
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
34 wurde wiederholt, außer
daß die
Monomerbestandteile einzeln von vier getrennten Gewichtsverlust-Zufuhreinrichtungen
in den Berstorff-Doppelschneckenextruder eingeführt wurden, welcher mit zwei
zusätzlichen
Zylinderzonen erweitert war. Ungefähr 9 kg (zwanzig Pound) eines
Pulvermonomergemisches von 15,3 Mol 1,3-Bis(4-aminophpenoxy)benzol
(APB-134), 7,2 Mol 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BDPA), 7,2 Mol
4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA) und 1,5 Mol Phthalsäureanhydrid
(PA) wurden kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung des Berstorff-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone eingeführt,
die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 U/min
gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
zwei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 105 bzw. 150°C, transportiert.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine vierte Zone, gehalten
bei 200°C
und mit einer Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand, wo Reaktionswasser kontinuierlich
durch die bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs, die bei 250 bzw. 300°C
gehalten wurden, und weiter durch Zone sieben bei 340°C transportiert,
wo eine zweite Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter durch die Zone Nummer acht, die bei 350°C gehalten
wurde, und weiter durch Zone neun bei 350°C zu einer dritten Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand transportiert, wo die Endmenge von
Reaktionswasser und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet
haben können,
entfernt wurde. Eine zehnte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann
zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem anfänglichen
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 201°C
und einen Schmelzpunkt von 244°C
und zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 208°C,
und dieses zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan keinen Schmelzpunkt.
Dieses Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 26,3, wenn bei 350°C gemessen
wurde. Dies ist ein Vergleichsbeispiel, weil der Schmelzpunkt (erster
DSC-Erhitzungsscan)
zu niedrig für
Dimensionsstabilität
und Integrität
in Hochtemperaturanwendungen ist und das Polyimid keine wiederherstellbare Kristallinität zeigt.
-
BEISPIEL 36 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 14,25/80,75/100/10 – (15/85
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
34 wurde wiederholt, außer
daß ungefähr 6,8 kg
(fünfzehn
Pound) des Pulvermonomergemisches von 11,4 Mol 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134), 1,7 Mol 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BPDA), 9,2 Mol
4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA) und 1,1 Mol Phthalsäureanhydrid
(PA) kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung des Berstorff-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone eingeführt
wurden, die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 U/min
gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
zwei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 105 bzw. 150°C, transportiert.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine vierte Zone, die bei
200°C gehalten
wurde und eine Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand hatte, wo Reaktionswasser kontinuierlich
durch die bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs transportiert, die bei 250°C bzw. 300°C gehalten wurden, und weiter
durch Zone sieben bei 340°C,
wo eine zweite Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter durch Zone Nummer acht transportiert, die bei 350°C gehalten wurde,
und weiter durch Zone neun bei 350°C zu einer dritten Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand, wo die Endmenge von Reaktionswasser
und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernt
wurde. Eine zehnte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem ersten
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 201°C
und einen Schmelzpunkt von 257°C
und zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 207°C,
und dieses zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan keinen Schmelzpunkt.
Dieses Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 14,6, wenn bei 350°C gemessen
wurde. Dies ist ein Vergleichsbeispiel, weil der Schmelzpunkt (erster
DSC-Erhitzungsscan) für
Dimensionsstabilität und
Integrität
in Hochtemperaturanwendungen zu niedrig ist und das Polyimid keine
wiederherstellbare Kristallinität
zeigt.
-
BEISPIEL 37
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 76/19/100/10 – (80/20
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
36 wurde wiederholt, außer
daß ungefähr 6,8 kg
(fünfzehn
Pound) des Pulvermonomergemisches von 11,6 Mol 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134), 8,8 Mol 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BDPA), 2,2 Mol
4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA) und 1,2 Mol Phthalsäureanhydrid
(PA) kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung des Berstorff-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone eingeführt
wurden, die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 U/min
gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
zwei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 105 bzw. 150°C, transportiert.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine vierte Zone, die bei
200°C gehalten
wurde und eine Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand hatte, wo Reaktionswasser kontinuierlich
durch die bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs, die bei 250°C
bzw. 300°C
gehalten wurden, und weiter durch die Zone sieben bei 340°C transportiert,
wo eine zweite Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter durch die Zone Nummer acht transportiert, die bei 350°C gehalten
wurde, und weiter durch Zone neun bei 350°C zu einer dritten Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand, wo die Endmenge von Reaktionswasser
und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernt
wurde. Eine zehnte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem ersten
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 205°C,
eine Kristallisationstemperatur von 239°C und einen Schmelzpunkt von 357°C und zeigte
in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur von 202°C, eine Kristallisationstemperatur
von 336°C
und einen Schmelzpunkt von 354°C.
Dieses Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 65,3, wenn bei 350°C gemessen
wurde.
-
BEISPIEL 38 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//3,4'-ODA/PA
47,5/47,5/100/10 – (50/50
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
38 wurde wiederholt, außer
daß ungefähr 3,2 kg
(sieben Pound) des Pulvermonomergemisches von 6,3 Mol 3,4'-Oxydianilin (3,4'-ODA), 3,0 Mol 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BPDA), 3,0 Mol
4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA) und 0,6 Mol Phthalsäureanhydrid
(PA) kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung des Berstorff-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone eingeführt
wurden, die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 U/min gedreht.
Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste Zone und die nächsten drei
Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 50°C, 125°C bzw. 175°C, transportiert. Das Reaktionsgemisch
ging weiter durch eine fünfte
Zone, die eine Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand hatte und bei einer Temperatur von
250°C gehalten
wurde, wo das Reaktionswasser kontinuierlich durch die bereitgestellte Öffnung entfernt wurde.
Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch Zone Nummer sechs, die bei
300°C gehalten
wurde, und weiter durch Zone sieben bei 340°C transportiert, wo eine zweite Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter durch Zone Nummer acht transportiert, die bei 350°C gehalten wurde,
und weiter durch Zone neun bei 350°C zu einer dritten Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand, wo die Endmenge von Reaktionswasser
und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernt
wurde. Eine zehnte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem ersten
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 235°C
und einen Schmelzpunkt von 343°C
und zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 234°C,
und dieses zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan keinen Schmelzpunkt.
Dieses Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 52,0, wenn bei 375°C gemessen
wurde. Dies ist ein Vergleichsbeispiel, weil das Polyimid keine
wiederherstellbare Kristallinität
zeigte (wenngleich sein Schmelzpunkt in einem geeigneten Bereich
liegt).
-
BEISPIEL 39
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf BPDA/ODPA//APB-134/PA 61,75/33,25/100/10 – (65/35
BPDA/ODPA-Verhältnis) – (95% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Beispiel
35 wurde wiederholt, außer
daß die
Monomerbestandteile einzeln von vier getrennten Gewichtsverlust-Zufuhreinrichtungen
in den Berstorff-Doppelschneckenextruder eingeführt wurden, der mit zwei zusätzlichen
Zylinderzonen erweitert war. Ungefähr 6,8 kg (fünfzehn Pound)
des Pulvermonomergemisches von 4,6 Mol 1,3-Bis(4-aminophenoxy)benzol
(APB-134), 2,8 Mol 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid (BDPA), 1,5 Mol
4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid
(ODPA) und 0,5 Mol Phthalsäureanhydrid
(PA) wurden kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung eines Berstorff-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone geführt,
die durch umlaufendes Kühlwasser
bei 15°C
gehalten wurde. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 100 U/min
gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
zwei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 105 bzw. 150°C, transportiert.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch die vierte und fünfte Zone,
die bei 250°C
bzw. 300°C
gehalten wurden und wobei jede eine Öffnung in dem oberen Abschnitt
der Wand hatte, wo das Reaktionswasser kontinuierlich durch die
bereitgestellten Öffnungen
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch Zone Nummer
sechs, die bei 350°C
gehalten wurde, und weiter durch Zone sieben bei 350°C transportiert,
wo eine dritte Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Das Reaktionsgemisch
wurde weiter durch Zone Nummer acht, die bei 350°C gehalten wurde, und weiter
durch Zone neun bei 350°C
zu einer vierten Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand transportiert, wo die Endmenge
von Reaktionswasser und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet
haben können,
entfernt wurde. Eine zehnte Zone, gehalten bei 350°C, führte dann
zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.
-
Dieses
Polyimid wurde der DSC-Analyse unterworfen und zeigte in dem ersten
Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 220°C
und einen Schmelzpunkt von 333°C
und zeigte in dem zweiten Erhitzungsscan eine Glasübergangstemperatur
von 208°C,
eine Kristallisationstemperatur von 332°C und einen Schmelzpunkt von
338°C. Dieses
Polyimid zeigte einen Schmelzindex von 66,4, wenn bei 350°C gemessen wurde.
-
BEISPIEL 40 (VERGLEICH)
-
Herstellung von Polyimid,
basierend auf ODPA//APB-133/PA 103/100/3 – (kein BPDA, kein APB-134) – (97% des
stöchiometrischen
Dianhydrids), über
Schmelzpolymerisation
-
Ungefähr 9 kg
(zwanzig Pound) eines vorgemischten Pulvergemisches von 1,3-Bis(3-aminophenoxy)benzol
(APB-133, 9,7 lbs., 15,1 Mol), 4,4'-Oxydiphthalsäureanhydrid (ODPA, 10 lbs.,
14,6 Mol) und Phthalsäureanhydrid
(PA, 0,3 lbs., 0,9 Mol) wurden kontinuierlich durch eine Einlaßöffnung des
Werner&Pfleiderer-Doppelschneckenextruders
in die erste Zylinderzone geführt,
die, wie nur durch umlaufendes Kühlwasser geregelt
wurde, von 12 bis 103°C
reichte. Die Schnecken wurden kontinuierlich mit 80 bis 150 U/min
gedreht. Das Reaktionsgemisch wurde durch die gekühlte erste
Zone und die nächsten
zwei Zylinderzonen, gehalten bei Temperaturen von 47 bis 115°C bzw. 107
bis 151°C,
transportiert. Das Reaktionsgemisch ging weiter durch eine vierte
Zone, die bei einer Temperatur von 169 bis 196°C gehalten wurde und eine Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand hatte, wo Reaktionswasser kontinuierlich
durch die bereitgestellte Öffnung
entfernt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde weiter durch die Zonen
Nummer fünf
und sechs, die bei 226 bis 255°C
bzw. 265 bis 310°C
gehalten wurden, und weiter durch Zone sieben, gehalten bei 329
bis 332°C,
transportiert, wo eine zweite Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser entfernte.
Das Reaktionsgemisch ging weiter durch die Zonen acht und neun bei
317 bis 334°C
bzw. 328 bis 333°C,
weiter durch Zone zehn, gehalten bei 328 bis 331°C, wo eine dritte Öffnung in
dem oberen Abschnitt der Wand weiteres Reaktionswasser und/oder
anfängliche
Blasen, die sich in dem Gemisch gebildet haben können, entfernte. Eine elfte Zone,
gehalten bei 333 bis 341°C,
führte
zu einer vierten Öffnung
in dem oberen Abschnitt der Wand von Zone zwölf, gehalten bei 329 bis 332C°, wo die
Endmenge von Reaktionswasser und/oder Blasen, die sich in dem Gemisch
gebildet haben können,
entfernt wurde. Eine dreizehnte Zone, gehalten bei 328 bis 333°C, führte dann
zu einem Düsenauslaß, wo das
Polyimidprodukt kontinuierlich extrudiert wurde.