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Diese
Erfindung betrifft Verbindungen, umfassend die allgemeine Formel
I:
wobei
R
1 ein
Wasserstoffatom oder (C
1-6)-Alkyl ist;
R
2 (C
1-6)-Alkyl, unsubstituiertes
Heterocyclyl oder Heteroaryl oder Aryl oder Heterocyclyl oder Heteroaryl
oder Aryl, substituiert mit (C
1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano, ist;
R' und R'' jeweils
unabhängig
voneinander (C
1-6)-Alkyl sind;
A ein
Wasserstoffatom, -(CH
2)
0-1R
3, -C(O)R
3, -SO
2R
3, -C(O)OR
3, -C(O)NR
4R
5, -SO
2NR
4R
5, -C(NR
6)R
3 oder -C(NR
6)NR
4R
5 ist;
R
3 bei jedem Vorkommen unabhängig unsubstituiertes
(C
1-6)-Alkyl oder (C
1-6)-Alkyl,
substituiert mit Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkoxy, Acyloxy,
Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino, Nitro oder Cyano; oder Aryl;
Arylalkyl, Heteroaryl, Heteroarylalkyl, Cycloalkyl, Cycloalkylalkyl,
Heterocyclyl oder Heterocyclylalkyl ist;
R
4 und
R
5 jeweils unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom
sind, oder R
4 und R
5,
zusammengenommen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden
sind, einen 5- bis 7-gliedrigen
Ring bilden, wobei gegebenenfalls ein oder zwei Ringheteroatome,
ausgewählt
aus N, S oder O, eingeschlossen sind;
R
6 ein
Wasserstoffatom, (C
1-6)-Alkyl oder Cyano
ist; und
n eine ganze Zahl von 0 bis einschließlich 2
ist und
m eine ganze Zahl von 0 bis einschließlich 3
ist,
wobei m + n gleich oder größer als 2 ist;
oder einzelne
Stereoisomere, racemische oder nichtracemische Gemische von Stereoisomeren
oder pharmazeutisch verträgliche
Salze oder Solvate davon.
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Es
ist erstaunlicherweise festgestellt worden, dass Verbindungen der
Formel I α-1-adrenerge
Rezeptorantagonisten, im Besonderen α-1B-adrenerge Rezeptorantagonisten
sind.
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α-1-adrenerge
Rezeptoren sind G-Protein-gekoppelte Transmembranrezeptoren, die
verschiedene Prozesse des sympathischen Nervensystems durch die
Bindung von Catecholaminen, Epinephrin und Norepinephrin, vermitteln.
Gegenwärtig
ist bekannt, dass mehrere α-1-adrenerge
Rezeptorsubtpyen vorkommen, für
weiche die Gene geklont worden sind: α-1A (früher als α-1C bekannt), α-1B und α-1D. Das
Vorkommen eines zusätzlichen
Subtyps, des α-1L-adrenergen
Rezeptorsubtyps, ist vorgeschlagen worden; jedoch muss das Gen für den α-1L-adrenergen
Rezeptorsubtyp noch geklont werden. Obwohl diese Subtypen pharmakologisch
unterschieden werden können,
sind die existierenden Subtypselektiven Verbindungen nur mäßig spezifisch
und können
mit mehr als einem α-1-adrenergen
Rezeptorsubtyp wechselwirken (Siehe Giardina, D., et al., J. Med.
Chem., 1996, 39: 4602–4607).
Folglich muss die therapeutische Verwendung von nichtselektiven α-1-adrenergen
Rezeptorantagonisten sorgsam überwacht
werden, weil derartige Antagonisten erhebliche, unerwünschte Nebenwirkungen
wie orthostatische Hypotonie, Sedierung oder Depression, erhöhte gastrointestinale
Motilität
und Durchfall; beeinträchtige
Fähigkeit
zu ejakulieren, verstopfte Nase, Akinese und dergleichen hervorrufen
können.
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Verbindungen,
die selektiver mit einem besonderen α-1-adrenergen Rezeptorsubtyp
wechselwirken, können
sich bei der Bereitstellung einer selektiveren Behandlung von Zuständen und
Erkrankungen, die mit einer abnormen Aktivität an dem Rezeptorsubtyp in
Zusammenhang stehen, als klinisch nützlich erweisen. Zum Beispiel
sind α-1-adrenerge
Rezeptorantagonisten erstrebenswert, die selektiv nozizeptiven und/oder neurogenen
Schmerz verbessern können,
ohne den Blutdruck zu beeinflussen oder orthostatische Hypotonie zu
verursachen.
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Selektive α-1B-adrenerge
Rezeptorantagonisten können
auch bei der Behandlung von ZNS-Störungen,
einschließlich
aber nicht beschränkt
auf Angst, Schlafstörungen
und Schizophrenie nützlich
sein (Siehe z.B. Bakshi et al. Neuroscience 1999, 92: 113–121; Carasso
et al. Neuropharmacol. 1998, 37: 401–404; und Acosta-Martinez et
al. Neurochem. Int. 1999, 35: 383–391). Vor kurzem ist der nichtselektive α-1-adrenerge Rezeptorantagonist
Prazosin auch bei der Verbesserung von Fronttrauma-Alpträumen bei
Veteranen mit akuter Belastungsreaktion nützlich gewesen (Siehe z.B.
Raskind et al. J. Clin. Psychiatry 2000, 61(2), 129–133).
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Wegen
deren Fähigkeit
den α-1B-adrenergen
Rezeptoren selektiv entgegenzuwirken, fehlt den erfindungsmäßigen Verbindungen
die unerwünschten
Wirkungen von nichtselektiven α-1-adrenergen Rezeptorantagonisten
wie Prazosin, Terazosin und Doxazosin.
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In
der nachstehenden Literatur werden Verbindungen, welche als α-1B-adrenerge
Rezeptorantagonisten nützlich
sind oder mit Verbindungen der allgemeinen Formel I verwandte Verbindungen
beschrieben: PCT Anmeldungsveröffentlichung
WO 00/55143 (Coffen et al.), verweist auf bestimmte Oxazolonderivate
als α-1B-adrenerge
Rezeptorantagonisten. Bestimmte selektive α-1B-adrenerge Rezeptorantagonisten,
die bei der Behandlung von Hypertonie verwendet werden, werden in
der PCT Anmeldungsveröffentlichung
WO 97/11698 (Rechtsinhaber Merck) offenbart.
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Die
PCT Anmeldungsveröffentlichung
WO 97/23462 (Rechtsinhaber Pfizer) verweist auf bestimmte Chinolin-
und Chinazolinverbindungen, die bei der Behandlung von benigner
Prostatahyperplasie nützlich
sind. Raskind et al., J. Clin. Psychiatry 2000, 61(2), 129–133, verweist
auf die Verwendung von Prazosin, um Fronttrauma-Alpträume bei
Veteranen mit akuter Belastungsreaktion zu verbessern. Brooks et
al., Proc. West. Pharmacol. Soc. 1999, 42, 67–69 beschreibt die Wechselwirkung
von Clozapin und anderen Antipsychotika mit menschlichen α-1-adrenergen
Rezeptorsubtypen. Acosta-Martinez et al., Neurochem. Int. 1999 35:
383–391 berichtet über die
Lokalisierung des α-1B-adrenergen
Rezeptors in den Gehirnregionen von weiblichen Ratten, der bei Stress
und einer neuroendokrinen Funktion beteiligt ist. Bakshi et al.,
Neuroscience 1999, 92: 113–121, verweist
auf α-1-adrenerge
Rezeptoren, die Defizite sensomotorischer Integrationsprozesse vermitteln,
welche vermutlich sensorische Überflutung,
Aufsplitterung der Wahrnehmung und Bewusstseinsstörungen zur Folge
haben, welche alle bei Schizophrenie und Arzneimittel verursachten
psychotischen Zuständen
verbreitete Merkmale sind. Die Rolle von α-1-Adrenozeptoren in den psychotherapeutischen
Wirkungen von bestimmten Antipsychotika wird von Carasso et al.
in Neuropharmacol. 1998, 37: 401–404 beschrieben.
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Die
Synthese von Cyclazosinenantiomeren und deren Wirkung als α-1B-Antagonisten
wird von Giardina et al. in J. Med. Chem. 1996, 39, 4602–4607 offenbart.
Patene et al., J. Med. Chem, 1998, 41, 1205–1208, verweist auf L-765314
als einen potenten und selektiven α-1B-Antagonisten.
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Eine
gewisse m-RNA-Expression des α-1B-adrenergen
Rezeptors in DRG von Ratten nach einer Spinalnervenverletzung wird
von Xie et al., Soc. for Neuroscience Abstract, 1998, 24, 2089 beschrieben,
und bestimmte Rezeptorsubtypen, welche die adrenerge Empfindlichkeit
des Schmerzverhaltens vermitteln, werden von Lee et al., J. Neurophysiol.
1999, 81, 2226–2233
beschrieben.
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Alle
Publikationen, Patente und Patentanmeldungen, die hier zitiert werden,
gleich, ob vor- oder
nachstehend, sind jeweils hiermit durch Bezugnahme zur Gänze aufgenommen.
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Aufgaben
der vorliegenden Erfindung sind Chinazolinderivate der allgemeinen
Formel I und einzelne Stereoisomere, racemische oder nichtracemische
Gemische von Stereoisomeren und pharmazeutisch verträgliche Salze
oder Solvate davon. Die Erfindung betrifft weiter Arzneimitel, die
eine therapeutisch wirksame Menge von mindestens einer Verbindung
der Formel I oder einzelnen Stereoisomere, racemischen oder nichtracemischen
Gemischen von Stereoisomeren oder pharmazeutisch verträglichen
Salzen oder Solvaten davon, in Beimischung mit mindestens einem
geeignetem Träger
enthalten. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Arzneimittel
zur Verabreichung an einen Patienten in einem Erkrankungszustand
geeignet, welcher durch die Behandlung mit einem α-1-Adrenozeptorantagonisten
oder stärker
bevorzugt mit einem α-1B-Adrenozeptorantagonisten
erleichtert wird.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung die Verwendung von Verbindungen der allgemeinen
Formel I zur Steuerung oder Behandlung eines Erkrankungszustandes,
welcher durch die Behandlung mit einem α-1-adrenergen Rezeptorantagonisten
oder stärker
bevorzugt mit einem α-1B-adrenergen
Rezeptorantagonisten erleichtert wird. In einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst der Erkrankungszustand Störungen der Harnwege wie Inkontinenz,
benigne Prostatahypertrophie, Prostatitis, Detrusorhyperreflexie,
Miktionsfrequenz, Nykturie, Harndrang, Blasenüberfunktion, pelvine Hypersensitivität, Dranginkontinenz,
Urethritis, Prostatodynie, Zystitis oder idiopathische Blasenhypersensitivität oder sexuelle
Funktionsstörung.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform ist der Erkrankungszustand
Schmerz wie entzündungsbedingter Schmerz,
neuropathischer Schmerz, Krebsschmerz, akuter Schmerz, chronischer
Schmerz oder Complex Regional Pain Syndrome. In einer anderen bevorzugten
Ausführungsform
umfasst der Erkrankungszustand Störungen des zentralen Nervensystems
wie Psychose, Paranoia, Schizophrenie, Aufmerksamkeitsdefizit, Autismus,
obsessive oder kompulsive Störung,
Anorexie, Bulimie, akute Belastungsreaktion, Schlafstörung, manisch-depressive
Psychose, konvulsive Störung,
Depression, Manie, saisonbedingte affektive Psychose oder Angst.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung ein Verfahren, welches das Umsetzen einer Verbindung
mit der Formel
umfasst,
wobei L eine
Abgangsgruppe darstellt,
mit einer Verbindung der allgemeinen
Formel
um eine Verbindung der allgemeinen
Formel
bereitzustellen, wobei R', R'', R
1, R
2, m, n und A wie hier definiert sind.
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In
einer anderen Ausführungsform
betrifft die Erfindung weiter ein Verfahren, welches das Umsetzen einer
Verbindung mit der Formel
mit einer Verbindung der
allgemeinen Formel A–L
umfasst, wobei L eine Abgangsgruppe darstellt, um eine Verbindung
der allgemeinen Formel
bereitzustellen, wobei R', R'', R
1, R
2, m, n und A wie hier definiert sind.
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Wenn
nicht anders angegeben, haben die nachstehenden Begriffe, die in
dieser Anmeldung, einschließlich
der Beschreibung und den Ansprüchen
verwendet werden, die nachstehend angegebenen Bedeutungen. Es muss
erwähnt
werden, dass die in der Beschreibung und den angefügten Ansprüchen verwendeten Einzahlformen „ein, eine,
einer" und „der, die,
das" Mehrzahlbezugnahmen
einschließen,
wenn es der Zusammenhang nicht klar anders vorschreibt.
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„(C1-6)-Alkyl" bedeutet, wenn nicht anders angegeben,
den einwertigen linearen oder verzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffrest
mit einem bis einschließlich
sechs Kohlenstoffatomen. Beispiele für (C1-6)-Alkylreste
schließen
Methyl, Ethyl, Propyl, Isopropyl, sek-Butyl, tert-Butyl, n-Butyl,
n-Pentyl, n-Hexyl und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„(C1-6)-Alkylen" bedeutet, wenn nicht anders angegeben,
den zweiwertigen linearen oder verzweigten gesättigten Kohlenwasserstoffrest,
mit einem bis einschließlich
sechs Kohlenstoffatomen. Beispiele für (C1-6)-Alkylenreste
schließen
Methylen, Ethylen, Propylen, 2-Methylpropylen, Butylen, 2-Ethylbutylen
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Alkoxy" bedeutet den Rest
-O-R, wobei R ein wie hier definierter (C1-6)-Alkylrest
ist. Beispiele für
Alkoxyreste schließen
Methoxy, Ethoxy, Isopropoxy und dergleichen ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
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„Aryl" bedeutet einen Phenylrest,
welches gegebenenfalls mit einem oder mehreren vorzugsweise einem
oder zwei Substituenten substituiert sein kann, unabhängig ausgewählt aus
Hydroxy; Cyano, (C1-6)-Alkyl, (C1-6)-Alkoxy, (C1-6)-Alkylthio,
Halogen, Halogen-(C1-6)-alkyl, Hydroxy-(C1-6)-alkyl, Nitro, (C1-6)-Alkoxycarbonyl, Amino,
(C1-6)-Alkylamino, (C1-6)-Alkylsulfonyl, Arylsulfonyl,
(C1-6)-Alkylaminosulfonyl, Arylaminosulfonyl, (C1-6)-Alkylcarbonylamino,
Arylcarbonylamino, (C1-6)-Alkylaminocarbonyl,
Arylaminocarbonyl, (C1-6)-Alkylsulfonylamino
oder Arylsulfonylamino, wenn nicht anders angegeben. In einer anderen
Ausführungsform
können zwei
benachbarte Atome eines Arylrings mit einer Methylendioxy- oder
Ethylendioxygruppe substituiert sein. Beispiele für Arylreste
schließen
Phenyl, 2,4-Dimethylphenyl, 2-Cyanophenyl und dergleichen ein, sind
aber nicht darauf beschränkt.
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„Arylalkyl" (oder „Aralkyl") bedeutet den Rest
R'R''-, wobei R' ein wie hier definierter Arylrest ist
und R'' ein wie hier definierter
(C1-6)-Alkylenrest ist. Beispiele für Arylalkylreste schließen Benzyl,
Phenylethyl, 3-Phenylpropyl und dergleichen ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
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„Cycloalkyl" bedeutet Cyclopropyl,
Cyclobutyl, 3-Ethylcyclobutyl, Cyclopentyl und Cycloheptyl.
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„Cycloalkylalkyl" bedeutet den Rest
R'R''-, wobei R' ein wie hier definierter Cycloalkylrest
ist und R'' ein wie hier definierter
(C1-6)-Alkylenrest ist. Beispiele für Cycloalkylalkylreste
schließen
Cyclopropylmethyl, Cyclobutylmethyl, Cyclohexylmethyl, Cyclopentylethyl
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Heteroaryl" bedeutet den einwertigen
aromatischen cyclischen Rest mit einem oder mehreren Ringen, vorzugsweise
einem bis drei Ringen, mit 4 bis 8 Atomen pro Ring, welcher ein,
zwei oder drei Heteroatome innerhalb des Rings einschließt (ausgewählt aus
Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel), welcher gegebenenfalls mit
einem oder mehreren, vorzugsweise einem oder zwei Substituenten
substituiert sein kann, unabhängig
ausgewählt
aus Hydroxy, Cyano, (C1-6)-Alkyl, (C1-6)-Alkoxy, Alkylthio, Halogen, Halogenalkyl,
Hydroxyalkyl, Nitro, Alkoxycarbonyl, Amino, Alkylamino, Alkylsulfonyl,
Arylsulfonyl, Alkylaminosulfonyl, Arylaminosulfonyl, Alkylcarbonylamino,
Arylcarbonylamino, Alkylaminocarbonyl, Arylaminocarbonyl, Alkylsulfonylamino oder
Arylsulfonylamino, wenn nicht anders angegeben. Beispiele für Heteroarylreste
schließen
Imidazolyl, Oxazolyl, Thiazolyl, Pyrazinyl, Thienyl, Furanyl, Pyridinyl,
Pyrrolyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Benzofuryl, Indazolyl, Indolyl,
Isoindolyl, Chinolinyl, Isochinolinyl, Naphthyridinyl und dergleichen
ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Heteroarylalkyl" (oder „Heteroaralkyl") bedeutet den Rest
der Formel R'R''-, wobei R' ein wie hier definierter Heteroarylrest
ist und R'' ein wie hier definierter
(C1-6)-Alkylenrest ist. Beispiele für Heteroarylalkylreste schließen 2-Pyridinylmethyl,
3-Furanylethyl, 2-Thienylalkyl und dergleichen ein, sind aber nicht
darauf beschränkt.
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„Heterocyclyl" bedeutet den einwertigen
gesättigten
cyclischen Rest, welcher aus einem oder mehreren Ringen, vorzugsweise
einem bis zwei Ringen, mit drei bis acht Atomen pro Ring besteht;
welcher ein, zwei oder drei Ringheteroatome einschließt (ausgewählt aus
N, O oder S(O)0-2), welcher gegebenenfalls
mit einem oder mehreren, vorzugsweise einem oder zwei, Substituenten
substituiert sein kann, unabhängig
ausgewählt aus
Hydroxy, Oxo, Cyano, (C1-6)-Alkyl, (C1-6)-Alkoxy, Alkylthio, Halogen, Halogenalkyl,
Hydroxyalkyl, Nitro, Alkoxycarbonyl, Amino, Alkylamino, Alkylsulfonyl,
Arylsulfonyl, Alkylaminosulfonyl, Arylaminosulfonyl, Alkylcarbonylamino,
Arylcarbonylamino, Alkylaminocarbonyl, Arylaminocarbonyl, Alkylsulfonylamino
oder Arylsulfonylamino, wenn nicht anders angegeben. Beispiele für heterocyclische
Reste schließen
Morpholinyl, Piperazinyl, Piperidinyl, Pyrrolidinyl, Tetrahydropyranyl,
Thiomorpholinyl, Chinuclidinyl und dergleichen ein, sind aber nicht darauf
beschränkt.
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„Heterocycloalkyl" (oder „Heterocyclylalkyl") bedeutet den Rest
der Formel R'R'', wobei R' ein wie hier definierter heterocyclischer
Rest ist und R'' ein wie hier definierter
(C1-6)-Alkylenrest
ist. Beispiele für
Heterocycloalkylreste schließen
1-Piperazinylmethyl, 2-Morpholinomethyl
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Halogen" bedeutet den Rest
Fluor, Brom, Chlor und/oder Iod.
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„Halogenalkyl" bedeutet ein wie
hier definiertes (C1-6)-Alkylradikal, das
an jeder Position mit einem oder mehreren Halogenatomen, wie hier
definiert, substituiert ist. Beispiele für Halogenalkylreste schließen 1,2-Difluorpropyl,
1,2-Dichlorpropyl, Trifluormethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 2,2,2-Trichlorethyl und
dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Hydroxyalkyl" bedeutet den wie
hier definierten und mit einer oder mehreren Hydroxygruppen substituierten
(C1-6)-Alkylrest. Beispiele für Hydroxyalkylreste
schließen
Hydroxymethyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl, 3-Hydroxypropyl,
2-Hydroxybutyl, 3-Hydroxybutyl,
4-Hydroxybutyl, 2,3-Dihydroxypropyl, 1,3-Dihydroxy-2-propyl, 2,3-Dihydroxybutyl, 3,4-Dihydroxybutyl
und 2-(Hydroxymethyl)-3-hydroxypropyl und dergleichen ein, sind
aber nicht darauf beschränkt.
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„Alkylamino" bedeutet den Rest
-NR'R'', wobei R' ein wie hier definierter (C1-6)-Alkylrest ist und R'' ein Wasserstoffatom
oder ein wie hier definierter (C1-6)-Alkylrest
ist. Beispiele für
Alkylaminoreste schließen
Methylamino, (1-Methylpropyl)amino, Dimethylamino, Methylethylamino,
Diethylamino, N,N-Hydroxyethylethylamino, N,N-Methoxyethylethylamino
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Alkylcarbonyl" („Acyl") bedeutet den Rest
RC(O)-, wobei R ein wie hier definierter gegebenenfalls substituierter
(C1-6)-Alkylrest ist. Beispiele für Alkylcarbonylreste
schließen
Formyl, Acetyl, Propionyl, n-Butyryl, sec-Butyryl, t-Butyryl, Isopropionyl
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Acyloxy" bedeutet den Rest
R-C(O)O-, wobei R ein wie hier definierter (C1-6)-Alkylrest
ist. Beispiele für
Acyloxyreste schließen
Acetoxy, Propionyloxy und dergleichen ein, sind aber nicht darauf
beschränkt.
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„Alkoxycarbonyl" oder „Alkylester" bedeutet den Rest
-C(O)-O-R, wobei R ein wie hier definierter (C1-6)-Akylrest
ist. Beispiele für
Alkoxycarbonylreste schließen
Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, sek-Butoxycarbonyl, Isopropyloxycarbonyl
und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Aminocarbonyl" bedeutet den Rest
-C(O)NR'R'', wobei R' und R'' unabhängig voneinander
ein Wasserstoffatom oder (C1-6)-Alkyl, wie
hier definiert, sind. Beispiele für Alkylaminocarbonyl schließen Methylaminocarbonyl,
Dimethylaminocarbonyl, t-Butylaminocarbonyl, n-Butylaminocarbonyl,
Isopropylaminocarbonyl und dergleichen ein, sind aber nicht darauf
beschränkt.
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„Alkoxycarbonylamino" bedeutet den Rest
-NC(O)-OR', wobei
R' ein wie hier
definierter (C1-6)-Alkylrest ist. Beispiele
für Alkoxycarbonylamino
schließen
t-Butyloxycarbonylamino, Methoxycarbonylamino und dergleichen ein,
sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Gegebenenfalls
substituiert" bedeutet,
dass ein Rest mit einem oder mehreren, vorzugsweise einem oder zwei
Substituenten, unabhängig
ausgewählt
aus der angegebenen Gruppe substituiert sein kann oder nicht sein
kann. Zum Beispiel bedeutet Phenyl, gegebenenfalls substituiert
mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen oder Cyano,
dass der Phenylrest an beliebiger Position mit einem oder mehreren
vorzugsweise einem oder zwei Substituenten substituiert sein kann
oder nicht sein kann, unabhängig
ausgewählt
aus der Gruppe (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen
oder Cyano.
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„Abgangsgruppe" bedeutet die Gruppe
mit der Bedeutung, die herkömmlich
in der synthetischen organischen Chemie damit verbunden ist, d.h.,
ein Atom oder Gruppe, die durch ein Nukleophil ersetzbar ist. Beispiele
für Abgangsgruppen
schließen
Halogen, Alkyl- oder Arylsulfonyloxy wie Methansulfonyloxy, Ethansulfonyloxy,
Thiomethyl, Benzolsulfonyloxy, Tosyloxy und Thienyloxy, Dihalogenphosphinoyloxy,
gegebenenfalls substituiertes Benzyloxy, Isopropyloxy, Acyloxy und
dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
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„Schutzgruppe" oder „schützende Gruppe" bedeutet die Gruppe,
welche selektiv eine reaktive Stelle in einer multifunktionellen
Verbindung blockiert, so dass eine chemische Umsetzung selektiv
an einer anderen ungeschützten
reaktive Stelle im herkömmlich
in synthetischen Chemie damit verbundenen Sinne durchgeführt werden
kann. Beispiele für
Schutzgruppen können
in T. W. Greene et al., Protective Groups in Organic Chemistry,
(J. Wiley, 2. Ed. 1991) und Harrison et al., Compendium of Synthetic
Organic Methods; Vol. 1–8
(J. Wiley und Söhne
1971–1996)
gefunden werden.
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„Aminoschutzgruppe" bedeutet die Schutzgruppe,
welche auf jene organischen Gruppen verweist, die das Stickstoffatom
während
synthetischer Verfahren gegen unerwünschte Umsetzungen schützen sollen
und Benzyl, Benzyloxycarbonyl (Carbobenzyloxy, CBZ), p-Methoxybenzyloxycarbonyl,
p-Nitrobenzyloxycarbonyl, tert-Butoxycarbonyl (BOC), Trifluoracetyl
und dergleichen einschließt,
aber nicht darauf beschränkt
ist. Die Verwendung von entweder BOC oder CBZ als Aminoschutzgruppe
wird, wegen des relativ leichten Entfernens, zum Beispiel durch
schwache Säuren
im Falle von BOC, z.B. Trifluoressigsäure oder Salzsäure in Ethylacetat; oder
durch katalytische Hydrierung im Falle von CBZ bevorzugt.
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„Entschützung" oder „Entschützen" bedeutet das Verfahren,
bei welchem eine Schutzgruppe, nachdem die selektive Umsetzung abgeschlossen
ist, entfernt wird. Gewisse Schutzgruppen können gegenüber anderen aufgrund der Bequemlichkeit
oder der relativ leichten Entfernung bevorzugt werden.
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„Inertes
organisches Lösungsmittel" oder „inertes
Lösungsmittel" bedeutet das Lösungsmittel,
welches unter den in Zusammenhang damit beschriebenen Reaktionsbedingungen
inert ist, zum Beispiel einschließlich Benzol, Toluol, Acetonitril,
Tetrahydrofuran, N,N-Dimethylformamid,
Chloroform, Methylenchlorid oder Dichlormethan, Dichlorethan, Diethylether,
Ethylacetat, Aceton, Methylethylketon, Methanol, Ethanol, Propanol,
Isopropanol, tert-Butanol, Dioxan, Pyridin und dergleichen. Wenn
nicht gegensätzlich
angegeben, sind die in den Umsetzungen der vorliegenden Erfindung
verwendeten Lösungsmittel
inerte Lösungsmittel.
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„Isomerie" bedeutet Verbindungen,
welche identische Molekularformel aufweisen, aber welche sich in der
Bindungsart oder -sequenz ihrer Atome oder in der Anordnung ihrer
Atome im Raum unterscheiden. Isomere, welche sich in der Anordnung
ihrer Atome im Raum unterscheiden, werden als „Stereoisomere" bezeichnet. Stereoisomere,
welche keine Spiegelbilder voneinander sind, werden als „Diastereoisomere" bezeichnet und Stereoisomere,
welche nicht deckungsgleiche Spiegelbilder sind, werden als „Enantiomere" oder manchmal optische
Isomere bezeichnet. Ein Kohlenstoffatom, das an vier nicht identische
Substituenten gebunden ist, wird als „chirales Zentrum" bezeichnet.
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„Chirale
Verbindung" bedeutet
eine Verbindung mit mindestens einem chiralen Zentrum. Sie weist zwei
enantiomere Formen von entgegengesetzter Chiralität auf und
kann entweder als einzelnes Enantiomer oder als ein Gemisch aus
Enantiomeren vorliegen. Ein Gemisch, das gleiche Mengen der einzelnen
enantiomeren Formen von entgegengesetzter Chiralität enthält, wird
als ein „racemisches
Gemisch" bezeichnet.
Eine Verbindung, welche mehr als ein chirales Zentrum aufweist,
hat 2n-1 Enantiomerenpaare, wobei n die
Anzahl der chiralen Zentren ist. Verbindungen mit mehr als einem
chiralen Zentrum können
entweder als einzelnes Diastereomer oder als ein Gemisch aus Diastereomeren,
das als „diastereomeres
Gemisch" bezeichnet
wird, vorliegen. Wenn chirale Zentren vorliegen, können die
Stereoisomere durch die absolute Konfiguration (R oder S) der chiralen
Zentren charakterisiert werden. Die absolute Konfiguration verweist
auf die Anordnung der an das chirale Zentrum gebundenen Substituenten
im Raum. Die Substituenten, welche an das betrachtete chirale Zentrum
gebunden sind, werden entsprechend der Sequenzregeln von Cahn, Ingold
und Prelog gereiht. (Cahn et al. Angew. Chem. Inter. Edit. 1966,
5, 385; errata 511; Cahn et al. Angew. Chem. 1966, 78, 413; Cahn und
Ingold J. Chem. Soc. (London) 1951, 612; Cahn et al. Experientia,
1956, 12, 81; Cahn, J. Chem. Educ., 1964, 41, 116).
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„Atropische
Isomere" bedeutet
Isomere, die ihr Vorhandensein der einschränkten Rotation, die durch die
Behinderung der Rotation von großen Resten über einer zentralen Bindung
entsteht, verdanken.
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„Im wesentlichen
rein" bedeutet,
dass mindestens etwa 80 Mol-%, stärker bevorzugt mindestens etwa 90
Mol-% und am stärksten
bevorzugt mindestens etwa 95 Mol-% des gewünschten Enantiomers oder Stereoisomers
verglichen mit anderen möglichen
Konfigurationen vorliegen.
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„Pharmazeutisch
verträglich" bedeutet all das,
welches bei der Herstellung eines Arzneimittels, das im Allgemeinen
sicher, nichttoxisch und weder biologisch noch sonst unerwünscht ist,
nützlich
ist und all das beinhaltet, welches für die tierärztliche Verwendung wie auch
menschliche pharmazeutische Verwendung verträglich ist.
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„Pharmazeutisch
verträgliche
Salze" einer Verbindung
bedeutet Salze, welche wie hier definiert, pharmazeutisch verträglich sind
und welche die gewünschte
pharmakologische Wirkung der Ausgangsverbindung aufweisen. Derartige
Salze schließen
ein:
- (1) saure Additionssalze, die mit anorganischen
Säuren
wie Salzsäure,
Bromwasserstoffsäure,
Schwefelsäure,
Salpetersäure,
Phosphorsäure
und dergleichen gebildet werden; oder mit organischen Säuren wie Essigsäure, Benzolsulfonsäure, Benzoesäure, Kampfersulfonsäure, Zitronensäure, Ethansulfonsäure, Fumarsäure, Glucoheptonsäure, Gluconsäure, Glutaminsäure, Glucolsäure, Hydroxynaphthoesäure, 2-Hydroxyethansulfonsäure, Milchsäure, Maleinsäure, Hydroxybernsteinsäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure, Muconsäure, 2-Naphthalinsulfonsäure, Propionsäure, Salizylsäure, Bernsteinsäure, Dibenzoyl-L-weinsäure, Weinsäure, p-Toluolsulfonsäure, Trimethylessigsäure, 2,2,2,-Trifluoressigsäure und
dergleichen gebildet werden; oder
- (2) Salze, die gebildet werden, wenn ein in der Ausgangsverbindung
vorliegendes saures Proton entweder durch ein Metallion, z.B. ein
Alkalimetallion, ein Erdalkaliion oder ein Aluminiumion ersetzt
wird; oder mit einer organischen Base oder anorganischen Base koordiniert.
Verträgliche
organische Basen schließen Diethanolamin,
Ethanolamin, N- Methylglucamin,
Triethanolamin, Tromethamin und dergleichen ein. Verträgliche anorganische
Basen schließen
Aluminiumhydroxid, Calciumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat
und Natriumhydroxid ein.
-
Die
bevorzugten pharmazeutisch verträglichen
Salze sind die Salze, die mit Salzsäure und 2,2,2-Trifluoressigsäure gebildet
werden. Es sollte selbstverständlich
sein, dass alle Bezugnahmen auf pharmazeutisch verträgliche Salze
wie hier definierte Lösungsmittel-Additionsformen (Solvate)
oder Kristallformen (Polymorphe) desselben sauren Additionssalzes
einschließen.
-
„Kristallformen" (oder Polymorphe)
bedeutet Kristallstrukturen, in welchen eine Verbindung in verschiedenen
Kristallpackungsanordnungen kristallisieren kann, welche alle dieselbe
Elementzusammensetzung aufweisen. Verschiedene Kristallformen weisen
gewöhnlich
verschiedene Röntgenbeugungsbilder,
Infrarotspektren, Schmelzpunkte, Dichte, Härte, Kristallform, optische
und elektrische Eigenschaften, Stabilität und Löslichkeit auf. Umkristallisationslösungsmittel,
Kristallisationsgeschwindigkeit, Lagertemperatur und andere Faktoren
können
zur Ursache haben, dass eine Kristallform dominiert.
-
„Solvate" bedeutet Lösungsmittel-Additionsformen,
welche entweder stöchiometrische
oder nichtstöchiometrische
Mengen an Lösungsmittel
enthalten. Einige Verbindungen neigen dazu, im kristallinen Festzustand
ein definiertes, molares Verhältnis
an Lösungsmittelmolekülen einzuschließen und
so ein Solvat zu bilden. Wenn das Lösungsmittel Wasser ist, ist
das gebildete Solvat ein Hydrat, wenn das Lösungsmittel Alkohol ist, ist
das gebildete Solvat ein Alkoholat.
-
„Patient" bedeutet Säugetiere
und Nicht-Säugetiere.
Säugetiere
bedeutet jedes Mitglied der Säugetierklasse,
einschließlich
aber nicht beschränkt
auf Menschen, nichtmenschliche Primaten wie Schimpansen und andere
Menschenaffen und Affenspezies; Nutztiere wie Vieh, Pferde, Schafe,
Ziegen und Schweine; Haustiere wie Kaninchen, Hunde und Katzen;
Versuchstiere, einschließlich
Nagetiere wie Ratten, Mäuse
und Meerschweinchen; und dergleichen. Beispiele für Nicht-Säugetiere
schließen
Vögel,
Reptilien und dergleichen ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
Eine „therapeutisch
wirksame Menge" bedeutet
eine Menge an Verbindung, die, wenn sie an einen Patienten zum Behandeln
eines Erkrankungszustandes verabreicht wird, ausreichend ist, um
eine derartige Behandlung des Erkrankungszustandes zu bewirken.
Die „therapeutisch
wirksame Menge" wird
variieren, je nach Verbindung und des behandelten Erkrankungszustandes,
der Schwere oder der behandelten Erkrankung, dem Alter und relativen
Gesundheit des Patienten, dem Weg und Form der Verabreichung, dem
Urteil des behandelnden Arztes oder Tierarztes und anderen Faktoren.
-
„Pharmakologische
Wirkung" wie hier
verwendet, umfasst die in dem Patienten erzielten Wirkungen, welche
das beabsichtigte Ziel einer Therapie erreichen. In einer bevorzugten
Ausführungsform
bedeutet eine pharmakologische Wirkung, dass die primären Anzeichen
des behandelten Patienten verhindert, erleichtert oder verringert
werden. Zum Beispiel würde
eine pharmakologische Wirkung eine sein, welche zu einer Verhinderung,
Erleichterung oder Verringerung von primären Anzeichen in einem behandelten
Patienten führt.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform bedeutet eine pharmakologische
Wirkung, dass Störungen
oder Symptome von primären
Anzeichen des behandelten Patienten verhindert, erleichtert oder
verringert werden. Zum Beispiel würde eine pharmakologische Wirkung
eine sein, welche zu einer Verhinderung oder Verringerung von primären Anzeichen
in einem behandelten Patienten führt.
-
„Erkrankungszustand" bedeutet jede Erkrankung,
Zustand, Symptom oder Anzeichen.
-
„Behandeln" oder „Behandlung" eines Erkrankungszustandes
schließt
ein:
- (1) Verhinderung des Erkrankungszustandes,
d.h. Bewirken, dass sich die klinischen Symptome des Erkrankungszustandes
in einem Patienten, welcher dem Erkrankungszustand ausgesetzt oder
anfällig
sein kann, aber der jetzt noch keine Symptome des Erkrankungszustandes
verspürt
oder zeigt, nicht entwickeln;
- (2) Hemmung des Erkrankungszustandes, d.h. Anhalten der Entwicklung
des Erkrankungszustandes oder seiner klinischen Symptome; oder
- (3) Linderung des Erkrankungszustandes, d.h. Bewirken einer
vorübergehenden
oder permanenten Regression des Erkrankungszustandes oder seiner
klinischen Symptome.
-
„Spezifischer α-1-adrenerger
Rezeptor" verweist
wie hier verwendet, auf ein eigenes Mitglied der Gruppe oder Klasse
von Adrenozeptoren, welche aus menschlichen α-1A- (früher als α-1C bekannt), α-1B-, α-1D- und α-1L-adrenergen
Rezeptoren ausgewählt
werden können.
Bevorzugte Spezies, von welchen α-1-adrenerge
Rezeptorsubtypen-Polypeptide, kodierende Gene und ein α-1-adrenerge
Rezeptorsubtyp und/oder Zellen, Gewebe und Organe, welche einen
oder mehrere α-1-adrenerge
Rezeptorsubtypen exprimieren, abgeleitet oder isoliert werden können, schließen Mensch,
Rind, Ratte, mausartige, schweineartige und dergleichen ein. Eine
stärker
bevorzugte Spezies ist Mensch.
-
„α-1B-adrenerger
Rezeptor" oder „α-1B-Adrenozeptor" bedeutet den spezifischen α-1-Adrenozeptor, der
in zahlreichen Geweben, vor allem in Leber, Herz und Cortex cerebralis
exprimiert wird. α-1B-Adrenozeptoren
liegen auch in Bereichen des Rückenmarks
vor, welche Daten von sympathischen Neuronen, die von dem pontinen
Miktionszentrum stammen, empfangen.
-
„Antagonist" bedeutet ein Molekül wie eine
Verbindung, ein Arzneimittel, ein Enzyminhibitor oder ein Hormon,
welches die Wirkung eines anderen Moleküls oder Rezeptorstelle verringert
oder verhindert.
-
„Trauma" bedeutet jede Wunde
oder Verletzung. Trauma kann zum Beispiel akuten und/oder chronischen
Schmerz, entzündungsbedingten
Schmerz und neuropathischen Schmerz hervorrufen.
-
„Schmerz" bedeutet die mehr
oder weniger lokale Empfindung von Unbehagen, Leid oder Qual, die aus
der Stimulierung von spezialisierten Nervenenden folgt. Es gibt
viele Arten von Schmerz, einschließlich aber nicht beschränkt auf
schießende
Schmerzen, Phantomschmerzen, Gliederreißen, akuten Schmerz, entzündungsbedingten
Schmerz, neuropathischen Schmerz, komplex regionalen Schmerz, Neuralgie,
Neuropathie und dergleichen ein (Dorland's Illustrated Medical Dictionary, 28,
Ausgabe, W. B. Saunders Company, Philadelphia, Pa.). Das Ziel der
Schmerzbehandlung ist es, den Grad der Schmerzstärke, der von einem Behandlungs-Probanden wahrgenommen
wird, zu verringern.
-
„Störungen der
Harnwege" oder „Uropathie", austauschbar mit „Symptomen
der Harnwege" verwendet,
bedeutet pathologische Veränderungen
in den Harnwegen. Beispiele für
Harnwegsstörungen
schließen Inkontinenz,
benigne Prostatahypertrophie (BPH), Prostatitis, Detrusorhyperreflexie,
Auslassobstruktion, Miktionsfrequenz, Nykturie, Harndrang, Blasenüberfunktion,
Hypersensitivität
im Beckenbereich, Dranginkontinenz, Urethritis, Prostatodynie, Zystitis,
idiopathische Blasenhypersensitivität und dergleichen ein, sind
aber nicht darauf beschränkt.
-
„Blasenüberfunktion" oder „Detrusorhyperaktivität" schließt Veränderungen,
die symptomatisch als Drang, Frequenz, veränderte Blasenkapazität, Inkontinenz,
Miktionsschwelle, instabile Blasenkontraktionen, Sphinkterspastizität, Detrusorhyperreflexie
(neurogene Blase), Detrusorinstabilität und dergleichen erklärt werden,
ein, ist aber nicht darauf beschränkt.
-
„Auslassobstruktion" schließt benigne
Prostatahypertrophie (BPH), Urethrastrikturerkrankung, Tumore, niedere
Ausflussraten, Harnverhaltung, Drang, suprapubischen Schmerz und
dergleichen ein, ist aber nicht darauf beschränkt.
-
„Auslassinsuffizienz" schließt urethrale
Hypermobilität,
intrinsische Sphinkterschwäche,
gemischte Inkontinenz, Stressinkontinenz und dergleichen ein, ist
aber nicht darauf beschränkt.
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„Hypersensitivität im Beckenbereich" schließt Beckenschmerz,
interstitielle (Zell) Zystitis, Prostadynie, Prostatitis, Vulvadynie,
Urethritis, Orchialgie, Blasenüberfunktion
und dergleichen ein, ist aber nicht darauf beschränkt.
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„Erkrankungszustände verbunden
mit dem Zentralnervensystem (ZNS)" oder „ZNS-Erkrankungszustände" bedeutet neurologische und/oder psychiatrische
Veränderungen
im ZNS, z.B. Gehirn und Rückenmark,
welche sich in einer Vielfalt von Symptomen offenbaren. Beispiele
für ZNS-Erkrankungszustände schließen zerebrovaskuläres Defizit;
Psychosen, einschließlich
Paranoia und Schizophrenie; Aufmerksamkeitsdefizit und Autismus;
manischdepressive Psychose; Angststörungen, einschließlich Erwartungsangst
(z.B. vor einer Operation, Zahnbehandlung und dergleichen); obsessive/kompulsive
Störungen;
akute Belastungsreaktionen; Essstörungen, einschließlich Anorexie
und Bulimie; Schlafstörungen; konvulsive
Störungen,
einschließlich
Epilepsie und Entzug von Suchtmitteln; kognitive Erkrankungen, einschließlich Parkinson-Krankheit
und Demenz; Depression; Manie; saisonsbedingte affektive Psychose
(SAD); Krämpfe
und Angst verursacht durch Entzug von Suchtmitteln wie Opiaten,
Benzodiazepinen, Nikotin, Alkohol, Kokain und anderen Missbrauchsubstanzen;
und ungeeignete Wärmeregulierung
ein, sind aber nicht darauf beschränkt.
-
Die
Benennung und Nummerierung der erfindungsmäßigen Verbindungen wird nachstehend
veranschaulicht:
-
-
Im
Allgemeinen beruht die in dieser Anmeldung verwendete Nomenklatur
auf AutonomTM Version 4,0, einem computergesteuerten
System des Beilsteininstituts für
die Bildung der systematischen IUPAC Nomenklatur.
-
Zum
Beispiel wird eine Verbindung der Formel I, wobei R1 CH3 ist, R2 Phenyl
ist, m 2 ist, n 2 ist und A COR3 ist, wobei
R3(CH2)3OH
ist:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-4-hydroxybutan-1-on
genannt.
-
Gleichermaßen wird
eine Verbindung der Formel I, wobei R1 CH3 ist, R2 Phenyl
ist, m 2 ist, n 2 ist und A COR3 ist, wobei
R3 Furanyl ist:
1-{4-[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-ylamino)methyl]-4-phenylpiperidin-1-yl}-1-furan-2-ylmethanon genannt.
-
Eine
Verbindung der Formel I, wobei R1 CH3 ist, R2 Phenyl
ist, m 2 ist, n 2 ist und A SO2R3 ist, wobei R3 Isopropyl
ist, wird:
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[1'-(propan-2-sulfonyl)-2',3',5',6'-tetrahydro-1'H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
genannt.
-
Zusätzlich wird
eine Verbindung der Formel I, wobei R1 CH3 ist, R2 Phenyl
ist, m 2 ist, n 2 ist und A CH2R3 ist, wobei R3 Benzyl
ist:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-phenylethanon genannt.
-
Unter
den Verbindungen der vorliegenden Erfindung, die vorstehend dargestellt
werden, werden bestimmte Verbindungen der Formel I oder einzelne
Stereoisomere, racemische oder nichtracemische Gemische von Steroisomeren
oder pharmazeutisch verträgliche
Salze oder Solvate davon bevorzugt.
-
R1 ist ein Wasserstoffatom oder (C1-6)-Alkyl; vorzugsweise ist R1 (C1-6)-Alkyl; und noch stärker bevorzugt ist R1 Methyl.
-
R2 ist (C1-6)-Alkyl,
unsubstituiertes Heterocyclyl, Heteroaryl oder Aryl oder Heterocyclyl,
Heteroaryl oder Aryl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano; stärker
bevorzugt ist R2 unsubstituiertes Aryl oder
Aryl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy,
Halogen oder Cyano; und noch stärker
bevorzugt ist R2 Phenyl, gegebenenfalls
substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen oder Cyano.
-
R' und R'' sind jeweils unabhängig (C1-6)-Alkyl;
stärker
bevorzugt sind R' und
R'' jeweils unabhängig Methyl.
-
A
ist vorzugsweise ein Wasserstoffatom, -(CH2)0-1R3, -C(O)R3, -SO2R3,
-C(O)OR3, -C(O)NR4R5, -SO2NR4R5, -C(NR6)R3 oder -C(NR6)NR4R5;
stärker
bevorzugt ist A -(CH2)0-1R3, -C(O)R3, -SO2R3, -C(O)NR4R5, -SO2NR4R5, -C(NR6)R3 oder -C(NR6)NR4R5 und
noch stärker
bevorzugt ist A -C(O)R3 oder -SO2R3.
-
R3 ist bei jedem Vorkommen unabhängig (C1-6)-Alkyl oder (C1-6)-Alkyl,
substituiert mit Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkoxy, Acyloxy,
Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino, Nitro oder Cyano; oder Aryl;
Arylalkyl; Heteroaryl; Heteroarylalkyl; Cycloalkyl; Cycloalkylalkyl;
Heterocyclyl; oder Heterocyclylalkyl; stärker bevorzugt ist R3 (C1-6)-Alkyl oder
Cycloalkyl oder (C1-6)-Alkyl oder Cycloalkyl,
substituiert mit Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkoxy, Acyloxy,
Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino, Nitro oder Cyano; und noch stärker bevorzugt
ist R3 bei jedem Vorkommen unabhängig (C1-6)-Alkyl
oder (C1-6)-Alkyl, substituiert mit Fluor,
Hydroxy oder Alkoxy.
-
R4 und R5 sind jeweils
unabhängig
voneinander Wasserstoffatome oder R4 und
R5 bilden zusammengenommen mit den Kohlenstoffatomen,
an die sie gebunden sind, einen 5- bis 7-gliedrigen Ring, wobei gegebenenfalls
ein oder zwei Ringheteroatome, ausgewählt aus N, S oder O, eingeschlossen
sind;
R6 ist ein Wasserstoffatom, (C1-6)-Alkyl oder Cyano.
-
n
ist eine ganze Zahl von 0 bis einschließlich 2, und m ist eine ganze
Zahl von 0 bis einschließlich
3, unter der Bedingung, dass m + n gleich oder größer als
2 ist; Stärker
bevorzugt ist n 2 und ist m 2.
-
Bevorzugte
Verbindungen der Formel I sind jene, wobei R2 unsubstituiertes
Aryl oder Aryl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano ist.
-
Weiter
sind bevorzugte Verbindungen der Formel I jene, wobei R1 (C1-6)-Alkyl ist. Noch stärker bevorzugt sind jene, wobei
R1 Methyl ist.
-
Besonders
bevorzugt werden die Verbindungen der Formel I, wobei R1 Methyl
ist und R2 unsubstituiertes Phenyl oder
Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy,
Halogen oder Cyano, ist.
-
In
einer stärker
bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -C(O)R3.
Stärker
bevorzugt ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -C(O)R3,
wobei R3 unsubstituiertes Aryl, Heteroaryl,
Arylalkyl, Heteroarylalkyl oder Heterocyclyl oder Aryl, Heteroaryl,
Arylalkyl, Heteroarylalkyl oder Heterocyclyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy,
Alkoxy, Acyloxy, Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino, Nitro oder
Cyano oder mit zwei benachbarten Substituenten, welche zusammengenommen
mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, eine 5- bis 6-gliedrige
Ringstruktur bilden, wobei ein oder zwei Heteroatome, ausgewählt aus
N oder O, eingeschlossen sind, ist.
-
Das
Nachstehende sind Beispiele derartiger Verbindungen:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydrofuran-2-yl)methanon;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-pyrrolidin-2-ylmethanon;
oder
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-phenylmethanon.
-
In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -C(O)R3.
Stärker
bevorzugt ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -C(O)R3,
wobei R3 (C1 -6)-Alkyl oder Cycloalkyl oder (C1-6)-Alkyl oder Cycloalkyl, substituiert
mit Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkoxy, Acyloxy, Aminocarbonyl,
Alkoxycarbonylamino, Nitro oder Cyano ist.
-
Beispiele
derartiger Verbindungen sind:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclopropylmethanon;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-4,4,4-trifluorbutan-1-on;
(S)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on;
(R)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on;
N2-(1-Cyclopropansulfonyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)butan-1-on; oder
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-fluorphenyl)piperidin-1-yl]butan-1-on.
-
Besonders
bevorzugt werden Verbindungen der Formel I, wobei R1 Methyl
ist, R2 unsubstituiertes Phenyl oder Phenyl,
substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen
oder Cyano ist und A -C(O)R3 ist, wobei
R3 unsubstituiertes (C1-6)-Alkyl
oder (C1-6)-Alkyl, substituiert mit Fluor,
Hydroxy oder Alkoxy ist.
-
In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -SO2R3. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -SO2R3, wobei R3 unsubstituiertes
Aryl, Heteroaryl, Arylalkyl, Heteroarylalkyl oder Heterocyclyl;
oder Aryl, Heteroaryl, Arylalkyl, Heteroarylalkyl oder Heterocyclyl,
substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Halogen,
Amino, Alkylamino, Hydroxy, Alkoxy, Acyloxy, Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino,
Nitro oder Cyano oder mit zwei benachbarten Substituenten, welche
zusammengenommen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden
sind, eine 5- bis 6-gliedrige
Ringstruktur bilden, wobei ein oder zwei Heteroatome, ausgewählt aus
N oder O, eingeschlossen sind, ist. Auch bevorzugt werden jene Verbindungen
der Formel I, wobei R1 Methyl ist, R2 unsubstituiertes Phenyl oder Phenyl, substituiert
mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen oder Cyano
ist, A -SO2R3 ist
und R3 unsubstituiertes (C1-6)-Alkyl
oder Cycloalkyl; oder (C1-6)-Alkyl oder
Cycloalkyl, substituiert mit Halogen, Amino, Alkylamino, Hydroxy,
Alkoxy, Acyloxy, Aminocarbonyl, Alkoxycarbonylamino, Nitro oder
Cyano ist oder noch stärker
bevorzugt R3 unsubstituiertes (C1-6)-Alkyl oder (C1-6)-Alkyl,
substituiert mit Fluor, Hydroxy oder Alkoxy ist. 6,7-Dimethoxy-N-methyl-N-[4-phenyl-1-(propan-2-sulfonyl)piperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
ist ein Beispiel für
eine derartige Verbindung.
-
In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano und ist A -(CH2)0-1R3. Ein Beispiel
für eine
derartige Verbindung ist N2-[1-(2,3-Dihydrobenzo[1,4]dioxin-6-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin.
-
In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
ist R1 Methyl, ist R2 unsubstituiertes
Phenyl oder Phenyl, substituiert mit (C1-6)-Alkyl,
Alkoxy, Halogen oder Cyano, und ist A -C(O)NR4R5. 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurepyridin-3-ylamid
ist ein Beispiel für eine
derartige Verbindung.
-
Weiter
sind bevorzugte Verbindungen der Formel I jene, wobei R1 Methyl
ist, R2 unsubstituiertes Phenyl oder Phenyl,
substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen
oder Cyano ist und A -SO2NR4R5 ist. Ein Beispiel für eine derartige Verbindung
ist 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-sulfonsäuredimethylamid.
-
Auch
bevorzugt werden Verbindungen der Formel I, wobei R1 Methyl
ist, R2 unsubstituiertes Phenyl oder Phenyl,
substituiert mit (C1-6)-Alkyl, Alkoxy, Halogen
oder Cyano ist und A -C(NR6)R3 oder
-C(NR6)NR4R5 ist. Beispiele für derartige Verbindungen sind
die Nachstehenden:
N2-[1-(2-Cyclopropyl-1-iminoethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin; oder
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-methyl-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin.
-
Andere
bevorzugte Verbindungen der vorliegenden Erfindung schließen die
pharmazeutisch verträglichen
Salze der Verbindungen der vorliegenden Erfindung ein, wobei die
bevorzugten pharmazeutisch verträglichen
Salze mit Salzsäure;
oder Trifluoressigsäure
gebildet werden.
-
Exemplarisch
besonders bevorzugte Verbindungen oder einzelne Stereoisomere, racemische
oder nichtracemische Gemische von Stereoisomeren oder pharmazeutisch
verträgliche
Salze oder Solvate davon, schließen ein:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclopropylmethanon;
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[4-phenyl-1-(propan-2-sulfonyl)piperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-4,4,4-trifluorbutan-1-on;
(S)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on;
(R)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydrofuran-2-yl)methanon;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-pyrrolidin-2-ylmethanon;
N2-(1-Cyclopropansulfonyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin;
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-sulfonsäuredimethylamid;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-butan-1-on;
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-fluorphenyl)piperidin-1-yl]butan-1-on;
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-phenylmethanon;
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurepyridin-3-ylamid;
N2-[1-(2-Cyclopropyl-1-iminoethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin;
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-methyl-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin; oder
N2-[1-(2,3-Dihydrobenzo[1,4]dioxin-6-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin ein.
-
Verbindungen
der vorliegenden Erfindung können
durch Verfahren hergestellt werden, die in den veranschaulichenden
Syntheseschemen, die nachstehend gezeigt und beschrieben werden,
dargestellt sind.
-
Die
bei der Herstellung dieser Verbindungen verwendeten Startmaterialien
und Reagenzien sind im Allgemeinen entweder von kommerziellen Lieferanten
wie Aldrich Chemical Co. erhältlich
oder werden durch Verfahren, die den Fachleuten bekannt sind, durch
Folgen von Verfahren, die in Bezugnahmen wie Fieser and Fieser's Reagents for Organic
Synthesis; Wiley & Söhne: New
York, 1991, Bände
1–15;
Rodd's Chemistry
of Carbon Compounds, Elsevier Science Publishers, 1989, Bände 1–5 und Ergänzungsbände; und
Organic Reactions, Wiley & Söhne: New
York, 1991, Bände
1–40 dargelegt
werden. Die nachstehenden Syntheseschemen sind nur zur Veranschaulichung
einiger Verfahren, durch welche die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung synthetisiert werden können,
und verschiedene Modifikationen dieser Syntheseschemen können gemacht
werden und werden den Fachleuten durch Bezug auf die Offenbarung,
die in dieser Anmeldung enthalten ist, nahe gelegt werden.
-
Die
Startmaterialien und die Zwischenprodukte der Syntheseschemen können, falls
gewünscht
unter Verwendung herkömmlicher
Verfahren, einschließlich
aber nicht beschränkt
auf Filtration, Destillation, Kristallisation, Chromatographie und
dergleichen isoliert und gereinigt werden. Derartige Materialien
können
unter Verwendung herkömmlicher
Mittel, einschließlich
physikalischer Konstanten und spektraler Daten charakterisiert werden.
-
Wenn
nicht gegenteilig spezifiziert, finden die hier beschriebenen Umsetzungen
vorzugsweise bei Atmosphärendruck,
bei einem Temperaturbereich von etwa –20°C bis Rückflusserhitzen und am stärksten bevorzugt
und in geeigneter Weise bei etwa Raum- (oder Umgebungs-) temperatur,
z.B. etwa 20°C,
statt.
-
Im
Allgemeinen werden die Verbindungen der Formel I durch Folgen des
in Schema A beschriebenen Verfahrens hergestellt.
-
SCHEMA A
-
Schema
A beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der
Formel I, wobei A, R1, R2,
R' und R'' wie vorstehend beschrieben sind.
-
-
Eine
Verbindung der Formel Ia kann durch Umsetzen der freien Aminogruppe
der Verbindung 2, welche gemäß DeGraw
et al., J. Med. Chem. 1967, 10, 174 hergestellt wird, mit einer
Verbindung der Formel I, wobei X eine Abgangsgruppe wie Halogen,
vorzugsweise Chlor darstellt, gegebenenfalls in der Gegenwart einer
Base wie Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Diisopropylethylamin,
Tributylamin oder Triethylamin, in einem inerten Lösungsmittel
wie (C1-6)-Alkanol, DMSO oder DMF hergestellt
werden, um eine Verbindung 3 zu erhalten. Die Benzylgruppe der Verbindung
3 kann durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt sind, entfernt werden,
um die freie Aminobase 4 zu ergeben. Zum Beispiel kann ein Debenzylierungsverfahren
durch Hydrierung durchgeführt
werden. Die Hydrierung wird mit einem geeigneten Katalysator (z.B.
10% Palladium auf Kohle (Pd/C), Palladiumhydroxid, Palladiumacetat,
u.s.w., vorzugsweise 10% Pd/C) in der Gegenwart von Ammoniumformiat
und in einem passenden Lösungsmittel,
typischerweise einem Alkohol, vorzugsweise Methanol, vorzugsweise
bei etwa 20°C
bis etwa 100°C
und stärker
bevorzugt unter Rückflusserhitzen
durchgeführt. In
einer anderen Ausführungsform
kann die Benzylgruppe durch Behandeln der geschützten Verbindung mit dem Katalysator
unter einer Wasserstoffatmosphäre
von 1 bis 50 psi und vorzugsweise bei ungefähr 15 psi, bei etwa 20°C bis etwa
100°C und
vorzugsweise bei etwa 20°C
bis etwa 60°C
entfernt werden. Verbindungen der Formel I, wobei A nicht Benzyl
oder ein Wasserstoffatom ist, können
aus Verbindung 4 durch Funktionalisieren des sekundären Stickstoffatoms
mit einem passenden Reagens durch Verfahren, die dem Fachmann bekannt
sind, erhalten werden, um Amide, Harnstoffe, Carbamate, Sulfonamide,
Guanidine, Sulfamide und Amidine der Formel I zu bilden.
-
Exemplarische
Herstellungen einer Verbindung der Formel I werden in den Beispielen
1 bis 13 gegeben.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung sind α-1-adrenerge Rezeptorantagonisten. α-1-adrenerge Rezeptoren
vermitteln den Kontraktionszustand von glattem Muskelgewebe und
sind in der menschlichen Prostata, Blasenhals und Harnröhre vorhanden.
Sympathische Aktivität
erzeugt eine Kontraktion des vaskulären glatten Muskels, welches
zu erhöhten
Blutdrücken
führt. α-1-adrenerge
Rezeptorstimulation führt
auch zu einem Glycogenabbau, Wachstum und Hypertrophie von kardialen
Myozyten und einer Kontraktion des glatten Muskels von Harnröhre und
Blasenhals, welches zu einer erhöhten
Widerstandskraft bei der Harnausscheidung führt. Folglich können α-1-Adrenozeptorantagonisten
bei der Behandlung von Störungen
oder Symptomen in Zusammenhang mit Harnwegserkrankungen wie Obstruktion,
die auf benigne Prostatahyperplasie (BPH) zurückzuführen ist, nützlich sein. (Siehe U.S. Patent
Nr. 5,859,014; Lepor, H., The Prostate Supplement, 1990, 3, 75–84 und
internationale Veröffentlichung
Nr. WO 95/25726.).
-
Ein
experimenteller Beweis unterstützt
die therapeutische Rolle von α-1-adrenergen
Rezeptorantagonisten bei der Behandlung von prostatischer Hyperplasie.
(Siehe zum Beispiel, Lepor, H., The Prostate Supplement 1990, 3,
75–84.).
Eine Obstruktion der Harnwege kann als Ergebnis von prostatischer
Hyperplasie und einer exzessiven prostatischen Konstriktion der
Harnröhre
vorkommen. Dieses führt
wiederum zu verringerten Harnfließgeschwindigkeiten und einem
gesteigerten Drang und Miktionsfrequenz.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
sind die erfindungsmäßigen Verbindungen
zur Behandlung von Erkrankungszuständen nützlich, welche durch Modulation,
vorzugsweise durch Blockade von α-1-Adrenozeptoren
verbessert werden können,
wie Reduzierung oder Erleichterung von Harnwegsstörungen,
zum Beispiel Hypersensitivität
im Beckenbereich (einschließlich
interstitieller Zystitis, Prostatitis, Beckenschmerzsyndrom, infektiöser Zystitis,
Prostatodynie und dergleichen), Blasenüberfunktion, Miktionsfrequenz,
Nykturie, Harndrang, Detrusorhyperreflexie, Auslassobstruktion,
Prostatitis, Dranginkontinenz, Urethritis, idiopathischer Blasenhypersensitivität und dergleichen.
Erfindungsmäßige Verbindungen
können
auch zur Behandlung einer männlichen
erektilen Funktionsstörung
und weiblichen sexuellen Funktionsstörung nützlich sein.
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In
einer stärker
bevorzugten Ausführungsform
sind die erfindungsmäßigen Verbindungen
zur Behandlung von Erkrankungszuständen, welche durch Blockade
von α-1B-Adrenozeptoren
verbessert werden können,
nützlich. α-1B-Adrenozeptoren
sind in Leber, Herz und Cortex cerebralis vorhanden, und es wir
angenommen, dass sie bei der Vermittlung der vaskulären kontraktilen
Antworten und Blutdruckantworten beteiligt sind. Zusätzlich sind α-1B-Adrenozeptoren auch
in Bereichen des Rückenmarks
vorhanden, welche Information von sympathischen Neuronen empfangen,
die von dem pontinen Miktionszentrum stammen, und es wird angenommen,
dass sie bei der Regulierung der Blasenfunktion beteiligt sind.
Selektive Blockade des α-1B-Adrenozeptors
kann zu einer symptomatischen Behandlung von pelviner Hypersensitivität im Beckenbereich
(einschließlich
interstitieller Zystitis, Prostatitis, Beckenschmerzsyndrom, infektiöser Zystitis,
Prostatodynie und dergleichen), Urethritis, Blasenüberfunktion
(offenbart als Dranginkontinenz), Detrusorhyperreflexie, Auslassobstruktion
(als Folge von benigner Prostatahypertrophie und Prostatitis) und
anderen Zuständen
einer idiopathischen Blasenhypersensitivität führen.
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Zusätzlich sind α-1B-Adrenozeptorantagonisten
als analgetische/antihyperalgesische Therapien zur Behandlung von
Schmerz, einschließlich
Symptomen von akutem Schmerz, entzündungsbedingtem Schmerz, neuropathischem
Schmerz (einschließlich
thermischer und mechanischer Hyperalgesie wie auch thermischer und
mechanischer Allodynie), Complex Regional Pain Syndrome (einschließlich Reflex
sympathischer Dystrophie, Kausalgie und sympathisch aufrechterhaltenem
Schmerz) nützlich.
(Siehe PCT Anmeldungsveröffentlichung
WO 00/555143, deren Offenbarung hier durch Bezugnahme zur Gänze aufgenommen
ist).
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Zusätzlich sind α-1B-Adrenozeptorantagonisten
bei der Behandlung von ZNS-Störungen,
einschließlich
aber nicht beschränkt
auf allgemeine Angstneurosen, Panikstörung, Schlafstörungen,
akute Belastungsreaktion und Schizophrenie nützlich.
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Diese
und andere therapeutische Verwendungen werden zum Beispiel in Goodman & Gilman's, The Pharmacological
Basis of Therapeutics, neunte Ausgabe, McGraw-Hill, New York, 1996,
Kapitel 26: 601–616; und
Coleman, R. A., Pharmacological Reviews 1994, 46: 205–229 beschrieben.
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Die
Pharmakologie der erfindungsmäßigen Verbindungen
wurde durch anerkannte Verfahren des Fachgebiets ermittelt. Die
in vitro-Techniken zur Ermittelung der Affinitäten von Testverbindungen an α-1-Adrenozeptorsubtypen
in Radioligandenbindungs- und funktionellen Versuchen werden in
Beispiel 21 beschrieben.
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Die
Wirkung der erfindungsmäßigen Verbindungen
auf den Blutdruck kann durch jedes Verfahren, das auf dem Fachgebiet
bekannt ist, ermittelt werden. Beispiele für derartige Verfahren sind
der in vivo-Blutdruckversuch an der Ratte, in vivo-Tilt-Response
Assay bei der Ratte und der in vivo-Blut- und intraurethrales Druckversuch
am Hund. Ein in vivo-Versuch zur Messung der Blutdrucksenkenden
Wirkungen von Testverbindungen in normotensiven Ratten wird in Beispiel
22 beschrieben.
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Die
analgetische Wirkung der erfindungsmäßigen Verbindungen kann durch
jedes Verfahren, das auf dem Fachgebiet bekannt ist, ermittelt werden.
Beispiele für
derartige Verfahren sind der "Tail-Flick-Test" (D'Amour et al. J. Pharmacol
Exp. and Ther. 1941, 72, 74–79),
das Rattenschwanz-Immersionsmodell, das Carrageenan-induzierte Pfoten-Hyperalgesie-Modell,
das "Formalin Behavioral
Response Model" (Dubuisson et
al., Pain, 1977, 4, 161–174),
der "Von Frey Filament
Test" (Kim et al.,
Pain, 1992, 50, 355–363),
die chronische Konstriktionsverletzung, das Strahlungswärmemodell
und das "Cold-Allodynie
Model" (Gogas et
al., Analgesia, 1997, 3: 111–118).
Ein in vivo-Versuch zur Messung der Wirkung von Testverbindungen
auf die Schmerzreaktion auf Strahlungswärme in neuropathischen Ratten
wird in Beispiel 23 beschrieben.
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Die
Leistungsfähigkeit
von α-1-Adrenozeptorantagonisten,
orthostatische Hypotonie zu verursachen, kann zum Beispiel mit dem
Blutentnahmemodell in nicht narkotisierten Ratten abgeschätzt werden.
Ein in vivo-Versuch zur Messung der Wirkung von Testverbindungen
auf orthostatische Hypotonie in nicht narkotisierten Ratten wird
in Beispiel 24 beschrieben.
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Bevorzugte
erfindungsmäßige Verbindungen
zeigen im Allgemeinen eine Selektivität für den α-1B-Subtyp gegenüber dem α-1A- und α-1D-Subtyp.
Tabelle I zeigt Bindungsdaten von [3H]Prazosin
zu α-1A-, α-1B- und α-1D-Adrenozeptoren
für spezifische
Verbindungen dieser Erfindung.
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Die
erfindungsmäßigen Verbindungen
können
sowohl obstruktive als auch irritative Symptome in Patienten mit
BPH verringern. Zusätzlich
können
sie bei der Behandlung von Schmerz oder bei der Behandlung von ZNS-Störungen nützlich sein.
Es wird erwartet, dass die Reduzierung des α-1A- und α-1D-Adrenozeptorantagonismus
zu verringerten oder weniger Nebenwirkungen führt, als jene, die mit der
Verwendung von nichtsubtypselektiven Mitteln verbunden sind.
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Die
vorliegende Erfindung schließt
Arzneimittel ein, umfassend mindestens eine Verbindung der vorliegenden
Erfindung oder ein einzelnes Stereoisomer, racemisches oder nichtracemisches
Gemisch von Steroisomeren oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz oder Solvat davon, zusammen mit mindestens einem pharmazeutisch
verträglichen
Träger
und gegebenenfalls anderen therapeutischen und/oder prophylaktischen Bestandteilen.
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Im
Allgemeinen werden die Verbindungen der vorliegenden Erfindung in
einer therapeutisch wirksamen Menge auf jede Art und Weise verabreicht,
die für
die Verabreichung von Mitteln, die ähnlichen Verwendungen dienen,
akzeptiert sind. Geeignete Dosierungsbereiche sind typischerweise
1 bis 500 mg täglich,
vorzugsweise 1 bis 100 mg täglich
und am stärksten
bevorzugt 1 bis 30 mg täglich,
abhängig
von zahlreichen Faktoren wie der Schwere der zu behandelnden Erkrankung,
dem Alter und der relativen Gesundheit des Patienten, der Wirksamkeit
der verwendeten Verbindung, dem Weg und Form der Verabreichung,
den Anzeichen, auf welche die Verabreichung gerichtet ist und den
Vorlieben und der Erfahrung des betreffenden Arztes. Jemand mit
durchschnittlicher Qualifikation auf dem Fachgebiet der Behandlung
derartiger Erkrankungen wird in der Lage sein, ohne übermäßiges Experimentieren
und in Abhängigkeit
von der persönlichen
Erfahrung und der Offenbarung dieser Anmeldung, eine therapeutisch
wirksame Menge der Verbindungen der vorliegenden Erfindung für eine gegebene
Erkrankung zu ermitteln.
-
Im
Allgemeinen werden Verbindungen der vorliegenden Erfindung als pharmazeutische
Formulierungen, einschließlich
jener, die für
die orale (einschließlich
buccale und sublinguale), rektale, nasale, topische, pulmonale,
vaginale oder parenterale (einschließlich intramuskuläre, intraarterielle,
intrathekale, subkutane und intravenöse) Verabreichung geeignet
sind oder in einer Form, die zur Verabreichung durch Inhalation
oder Insufflation geeignet ist, verabreicht werden. Die bevorzugte
Art und Weise der Verabreichung ist im Allgemeinen die orale, unter
Verwendung eines passenden täglichen
Dosierungsschemas, welches gemäß dem Grad der
Beschwerden eingestellt werden kann.
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Eine
Verbindung oder Verbindungen der vorliegenden Erfindung können zusammen
mit einem oder mehreren herkömmlichen
Hilfsstoffen, Trägern
oder Verdünnungsmittel
in die Form von Arzneimitteln und Dosierungseinheiten gebracht werden.
Die Arzneimittel und die Dosierungseinheiten können herkömmliche Bestandteile in herkömmlichen
Anteilen, mit oder ohne zusätzliche
aktive Verbindungen oder Bestandteile umfassen, und die Dosierungseinheiten
können
jede geeignete wirksame Menge an Wirkstoff enthalten, die dem beabsichtigten,
täglich
verwendeten Dosierungsbereich entspricht. Die Arzneimittel können als
Feststoffe wie Tabletten oder gefüllte Kapseln, halbfeste Stoffe,
Pulver, Formulierungen mit verlängerter
Freisetzung oder Flüssigkeiten
wie Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Elixiere oder gefüllte Kapseln für die orale
Verwendung; oder in der Form von Suppositorien für die rektale oder vaginale
Verabreichung; oder in der Form von sterilen injizierbaren Lösungen für die parenterale
Verwendung verwendet werden. Formulierungen, die etwa ein (1) Milligramm an
Wirkstoff oder allgemeiner etwa 0,01 bis etwa einhundert (100) Milligramm
pro Tablette enthalten, sind demgemäß geeignete repräsentative
Dosierungseinheiten.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können in einer breiten Vielfalt
von Dosierungsformen zur oralen Verabreichung formuliert werden.
Die Arzneimittel und Dosierungsformen können eine Verbindung oder Verbindungen
der vorliegenden Erfindung oder pharmazeutisch verträgliche Salze
davon als aktiven Bestandteil umfassen. Die pharmazeutisch verträglichen
Träger
können
entweder fest oder flüssig
sei. Feste Zubereitungen schließen
Pulver, Tabletten, Pillen, Kapseln, Oblatenkapseln, Suppositorien
und dispergierbare Granulate ein. Ein fester Träger kann eine oder mehrere
Substanzen sein, welche auch als Verdünnungsmittel, Geschmackstoffe,
Lösungsvermittler,
Gleitmittel, Suspensionsmittel, Bindemittel, Konservierungsmittel,
Tabletten-Sprengmittel oder Einkapselungsmaterial agieren können: Bei
Pulvern ist der Träger
im Allgemeinen ein fein verteilter Feststoff, welcher ein Gemisch
mit dem fein verteilten aktiven Bestandteil bildet. Bei Tabletten wird
der aktive Bestandteil im Allgemeinen in geeigneten Anteilen mit
dem Träger,
der die notwendige Bindungsfähigkeit
aufweist, gemischt und in die gewünschte Form und Größe kompaktiert.
Die Pulver und Tabletten enthalten vorzugsweise etwa ein (1) bis
etwa siebzig (70) Prozent an aktiver Verbindung. Geeignete Träger schließen Magnesiumcarbonat,
Magnesiumstearat, Talk, Zucker, Lactose, Pektin, Dextrin, Stärke, Gelatine, Tragant,
Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose, ein niedrigschmelzendes
Wachs, Kakaobutter und dergleichen ein, aber sind nicht darauf beschränkt. Der
Begriff „Zubereitung" soll, die Formulierung
der aktiven Verbindung mit dem Einkapselungsmaterial als Träger einschließen, zur
Bereitstellung einer Kapsel, in welcher der aktive Bestandteil mit
oder ohne Träger
von einem Träger
umgeben ist, welcher in Verbindung mit ihm ist. Gleichermaßen sind
Oblatenkapseln und Lutschtabletten eingeschlossen. Tabletten, Pulver,
Kapseln, Pillen, Oblatenkapseln und Lutschtabletten können als
feste Formen für
die orale Verabreichung geeignet sein.
-
Andere
für die
orale Verabreichung geeignete Formen schließen flüssige Zubereitungsformen, einschließlich Emulsionen,
Sirupe, Elixiere, wässrige
Lösungen,
wässrige
Suspensionen oder feste Zubereitungsformen, welche zur Umwandlung
kurz vor der Anwendung in flüssige
Zubereitungsformen vorgesehen sind, ein. Emulsionen können in
Lösungen,
zum Beispiel in wässrigen
Propylenglycollösungen
hergestellt werden oder können
Emulgatoren, zum Beispiel wie Lecithin, Sorbitanmonooleat oder Gummi
arabicum enthalten. Wässrige
Lösungen
können
durch Lösen
des aktiven Bestandteils in Wasser und Zugabe geeigneter farbgebender
Stoffe, Geschmackstoffe, Stabilisatoren und Verdickungsmittel hergestellt
werden. Wässrige
Suspensionen können
durch Dispergieren des fein verteilten aktiven Bestandteils in Wasser
mit viskosem Material wie natürlichen
oder synthetischen Gummiarten, Harzen, Methylcellulose, Natriumcarboxymethylcellulose
und anderen bekannten Suspendiermitteln hergestellt werden. Feste
Zubereitungsformen schließen
Lösungen,
Suspensionen und Emulsionen ein und können zusätzlich zu dem aktiven Bestandteil,
farbgebende Stoffe, Geschmackstoffe, Stabilisatoren, Puffer, künstliche
und natürliche
Süßungsmittel,
Dispersionsmittel, Verdickungsmittel, Lösungsvermittler und dergleichen
enthalten.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die parenterale Verabreichung
(z.B. durch Injektion, zum Beispiel Bolus-Injektion oder kontinuierlicher
Infusion) formuliert werden und können in einer Dosierungseinheit
in Ampullen, vorgefüllten
Spritzen, als kleinvolumige Infusion oder in Mehrfachdosisbehälter mit
einem zugegebenen Konservierungsmittel dargeboten werden. Die Zusammensetzungen
können
solche Formen wie Suspensionen; Lösungen oder Emulsionen in öligen oder
wässrigen
Vehikeln, zum Beispiel Lösungen
in wässrigem
Polyethylenglycol annehmen. Beispiele für ölige oder nichtwässrige Träger, Verdünnungsmittel,
Lösungsmittel
oder Vehikel schließen
Propylenglycol, Polyethylenglycol, pflanzliche Öle (z.B. Olivenöl) und injizierbare
organische Ester (z.B. Ethyloleat) ein und können Formulierungsmittel wie
Konservierungsmittel, Netzmittel, Emulgatoren oder Suspendiermittel,
Stabilisatoren und/oder Dispersionsmittel enthalten. In einer anderen
Ausführungsform
kann der Wirkstoff in Pulverform sein, der durch aseptische Isolation eines
sterilen Feststoffs oder durch Lyophilisation einer Lösung zur
Konstitution in einem geeignete Vehikel, z.B. sterilem, pyrogenfreien
Wasser, vor der Verwendung erhalten wird.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die topische Verabreichung
an die Epidermis als Salben, Cremen oder Lotionen oder als ein transdermales
Pflaster formuliert werden. Salben und Cremen können zum Beispiel mit einer
wässrigen
oder öligen
Grundlage mit Zugabe von geeigneten Verdickungs- und/oder Geliermittel
formuliert werden. Lotionen können
mit einer wässrigen
oder öligen
Grundlage formuliert werden und werden im Allgemeinen auch ein oder
mehrere Emulgatoren, Stabilisatoren, Dispergiermittel, Suspendiermittel,
Verdickungsmittel oder Farbmittel enthalten. Formulierungen, die
für die
topische Verabreichung in den Mund geeignet sind, schließen Lutschtabletten,
umfassend Wirkstoffe in einer aromatisierten Grundlage, gewöhnlich Saccharose
und Gummi arabicum oder Tragant; Pastillen, umfassend den Wirkstoff
in einer inerten Grundlage wie Gelatine und Glycerin oder Saccharose
und Gummi arabicum; und Mundwasser, umfassend den Wirkstoff in einem
geeigneten flüssigen
Träger,
ein.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die Verabreichung als Suppositorien
formuliert werden. Ein niedrigschmelzendes Wachs wie ein Gemisch
aus Fettsäureglyceriden
oder Kakaobutter wird zuerst geschmolzen, und der aktive Bestandteil
wird zum Beispiel durch Rühren
homogen dispergiert. Das geschmolzene homogene Gemisch wird dann
in Formen von passender Größe geschüttet, welche
man abkühlen und
fest werden lässt.
-
Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für die vaginale Verabreichung
formuliert werden. Pessare, Tampons, Cremen, Gele, Pasten, Schäume oder
Sprays enthalten außer
dem Wirkstoff Träger, die
auf dem Fachgebiet bekannt sind, dafür geeignet zu sein. Die Verbindungen
der vorliegenden Erfindung können
für die
nasale Verabreichung formuliert werden. Die Lösungen oder Suspensionen werden
direkt in die Nasenhöhle
durch herkömmliche
Vorrichtungen, zum Beispiel mit einem Tropfenzähler, Pipette oder Spray angewendet.
Die Formulierungen können
in einer Einzel- oder Mehrfachdosisform bereitgestellt werden. Im
letzteren Fall eines Tropfenzählers
oder Pipette kann dies der Patient durch Verabreichen eines geeigneten,
vorbestimmten Volumens der Lösung
oder Suspension erreichen. Im Falle eines Sprays, kann dies zum
Beispiel durch eine Vorrichtung mit Spraydosierpumpe erreicht werden.
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Die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung können für Aerosolverabreichung, insbesondere
an die Atmungsorgane und einschließlich der intranasalen Verabreichung
formuliert werden. Die Verbindung wird im Allgemeinen eine kleine
Partikelgröße, zum
Beispiel in der Größenordnung
von fünf
(5) Mikrometer oder weniger aufweisen. Eine derartige Partikelgröße kann
durch Verfahren, die auf dem Fachgebiet bekannt sind, zum Beispiel
durch Mikronisieren erhalten werden. Der Wirkstoff wird in einer
unter Druck stehenden Packung mit einem geeigneten Treibgas wie
einem Chlorfluorkohlenwasserstoff (CFC), zum Beispiel Dichlordifluormethan,
Trichlorfluormethan oder Dichlortetrafluorethan oder Kohlendioxid
oder einem anderen geeigneten Gas bereitgestellt. Das Aerosol kann
auch in geeigneter Weise ein oberflächenaktives Mittel wie Lecithin
enthalten. Die Arzneimitteldosis kann durch ein Dosierventil gesteuert
werden. In einer anderen Ausführungsform
können die
Wirkstoffe in einer Form eines trockenen Pulvers, zum Beispiel eines
Pulvergemisches der Verbindung in einer geeigneten Pulvergrundlage
wie Lactose, Stärke,
Stärkederivate
wie Hydroxypropylmethylcellulose und Polyvinylpyrrolidin (PVP) bereitgestellt
werden. Der Pulverträger
wird ein Gel in der Nasenhöhle
bilden. Die Pulverzusammensetzung kann in einer Dosierungseinheit,
zum Beispiel in Kapseln oder Kartuschen von z.B. Gelatine oder Blisterpackungen
dargeboten werden, von denen das Pulver mit Hilfe eines Inhalators
verabreicht werden kann.
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Falls
gewünscht,
können
die Formulierungen mit magensaftresistenten Überzügen hergestellt werden, die
der verlängerten
oder kontrollierten Freisetzung des Wirkstoffs angepasst sind. Zum
Beispiel können die
Verbindungen der vorliegenden Erfindung in transdermalen oder subkutanen
Arzneimittelabgabevorrichtungen formuliert werden. Diese Abgabesysteme
sind vorteilhaft, wenn verlängerte
Freisetzung der Verbindung notwendig ist und wenn die Einhaltung
eines Behandlungsschemas durch den Patienten entscheidend ist. Verbindungen
in transdermalen Abgabesystemen sind häufig an einem festen, an der
Haut haftenden Träger
angebracht. Die Verbindung von Interesse kann auch mit einem Penetrationsverstärker, z.B.
Azon(1-Dodecylazacycloheptan-2-on) kombiniert werden. Abgabesysteme
mit verlängerter
Freisetzung werden subkutan durch einen operativen Eingriff oder
Injektion in die subdermale Schicht inseriert. Die subdermalen Implantate kapseln
die Verbindung in einer lipidlöslichen
Membran, z.B. Silikonkautschuk oder einem biologisch abbaubaren
Polymer, z.B. Polymilchsäure,
ein.
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Die
pharmazeutischen Zubereitungen liegen vorzugsweise in Dosierungseinheiten
vor. In einer derartigen Form ist die Zubereitung in Einheitsdosen
unterteilt, die geeignete Mengen des aktiven Bestandteils enthalten.
Die Dosierungseinheit kann eine abgepackte Zubereitung sein, wobei
die Packung getrennte Mengen der Zubereitung, wie abgepackte Tabletten,
Kapseln und Pulver in Fläschchen
oder Ampullen, enthält.
Die Dosierungseinheit kann auch eine Kapsel, Tablette, Oblatenkapsel
oder Lutschtablette selbst sein oder sie kann die passende Anzahl
davon in abgepackter Form sein.
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Andere
geeignete pharmazeutische Träger
und deren Formulierungen werden in Remington: The Science und Practice
of Pharmacy 1995, herausgegeben von E. W. Martin, Mack Publishing
Company, 19. Ausgabe, Easton, Pennsylvania beschrieben. Repräsentative
pharmazeutische Formulierungen, die eine Verbindung der vorliegenden
Erfindung enthalten, werden in den Beispielen 13–19 beschrieben.
-
BEISPIELE
-
Die
nachstehenden Präparate
und Beispiele werden angegeben, um Fachleuten ein klareres Verständnis und
das Praktizieren der vorliegenden Erfindung zu ermöglichen.
Sie sollten nicht als Einschränkung des
Erfindungsbereichs betrachtet werden, sondern nur als Erläuterung
und Repräsentation
davon.
-
BEISPIEL
1 N
2-(1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N
2-methylchinazolin-2,4-diamin 10
-
Ein
Gemisch aus 2-Chlor-6,7-dimethylchinazolin-4-ylamin 1 (X = Cl) (900
mg), (1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)methylamin
2a (R1 = CH3 und
R2 = Phenyl) (440 mg) und Kaliumcarbonat
(250 mg) in 1-Butanol (20 ml) wurde für 18 Stunden unter Rückfluss
erhitzt. Das abgekühlte
Reaktionsgemisch wurde filtriert, das Filtrat wurde eingedampft,
und der Rückstand
wurde zwischen Wasser und Dichlormethan verteilt. Die organische
Phase wurde über
Kaliumcarbonat getrocknet, filtriert und eingedampft. Der Rückstand
wurde durch Flashchromatographie über Kieselgel gereinigt, um
1,3 g N2-(1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 10, als Öl zu liefern,
MS: 485 (M+).
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A Benzyl ist, durch Folgen
des vorstehend beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen von (1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)methylamin
2a durch andere geeignete Verbindungen der allgemeinen Formel 2
und Verwenden von Modifikationen, die den Fachleuten bekannt sind,
hergestellt:
N2-(1-Benzyl-4-morpholin-4-ylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 23, MS: 507 ([M + H]+);
N2-(1'-Benzyl-[1,4']bipiperidinyl-4'-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 24, MS 504 ([M + H]+);
N2-(1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl-6,7-dimethoxychinazolin-2,4-diamin
25, MS: 483 (M+);
N2-[1-Benzyl-4-(2-methoxyphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 26, MS: 527 (M+);
N2-(1'-Benzyl-2',3',5',6'-tetrahydro-1H-[3,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamirt
27, MS: 499 ([M + H]+);
N2-[1-Benzyl-4-(4-fluorphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 28, MS: 516 ([M + H]+);
N2-[1-Benzyl-4-(4-methoxyphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 29, MS: 528 ([M + H]+);
N2-(1'-Benzyl-2',3',5',6'-tetrahydro-1H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
30, MS: 499 ([M + H]+);
N2-(1-Benzyl-4-methylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 31, MS: 436
([M + H]+); oder
N2-(1-Benzyl-4-thiophen-2-ylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 32, MS: 504 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
2 6,7-Dimethoxy-N
2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N
2-methylchinazolin-2,4-diamin 11
-
Zu
einer Lösung
von N2-(1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
10, (1,3 g) und Ammoniumformiat (2,2 g) in 24 ml Methanol und 6
ml Wasser wurde 10% Pd-C (250 mg) gegeben. Nach zweistündigem Rühren unter
Rückflusserhitzen
wurde das Reaktionsgemisch abgekühlt
und durch Celite filtriert. Das Filtrat wurde auf ein kleines Volumen
aufkonzentriert, mit Kaliumcarbonat basisch gemacht und mit Dichlormethan
extrahiert. Das Extrakt wurde über
Kaliumcarbonat getrocknet, filtriert und eingedampft. Der Rückstand
wurde über
Kieselgel chromatographiert, um 800 mg 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 als weißes Pulver
zu liefern, MS: 407 (M+).
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A ein Wasserstoffatom
ist, durch Folgen des in Beispiel 2 beschriebenen Verfahrens, aber
Ersetzen von N2-(1-Benzyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-(methylchinazolin-2,4-diamin 10 durch andere geeignete Verbindungen
der allgemeinen Formel 3 und Verwenden von Modifikationen, die den
Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
33, MS: 393 (M+);
N2-[1,4']Bipiperidinyl-4'-ylmethyl-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 34, MS: 415
(M+);
6,7-Dimethoxy-N2-[4-(2-methoxyphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 35, MS: 437 (M+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(4-morpholin-4-ylpiperidin-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
36, MS: 417 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(2',3',5',6'-tetrahydro-1H-[3,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
37, MS: 409 ([M + H]+);
N2-[4-(4-Fluorphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 38, MS: 426
([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-[4-(4-methoxyphenyl)piperidin-4-ylmethyl]-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 39, MS: 438 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(2',3',5',6'-tetrahydro-1H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin 40, MS:
409 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(4-thiophen-2-ylpiperidin-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
41; MS: 414 ([M + H]+); oder
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(4-methylpiperidin-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
42, MS: 346 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
3 1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclopropylmethanon
12
-
Ein
Gemisch aus 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (125 mg), Ethylacetat (10
ml) und wäss.
Natriumbicarbonat (10 ml) wurde kräftig gerührt, während 40 μl Cyclopropylcarbonylchlorid
langsam durch eine Spritze zugegeben wurden. Nach 30 min. wurde
das Reaktionsgemisch wie gewöhnlich
aufgearbeitet, um 1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1- cyclopropylmethanon
12 zu ergeben, MS: 476 ([M + H]+). Die rohe
Base wurde zu dem Hydrochloridsalz als weißes Pulver (120 mg) umgewandelt.
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -C(O)R3 ist, durch
Folgen des in Beispiel 3 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen
von Cyclopropylcarbonylchlorid durch andere geeignete Carbonylchloride,
gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 mit den Chinazolinen von Beispiel
2 und Verwenden von Modifikationen, die den Fachleuten bekannt sind,
hergestellt:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-furan-2-ylmethanon
43, MS: 501 (M+);
1-{4-[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-ylamino)methyl]-4-phenylpiperidin-1-yl}-1-furan-2-ylmethanon 44, MS:
488 ([M + H]+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}[1,4']bipiperidinyl-1'-yl)-1-furan-2-ylmethanon 45, MS: 508
(M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-morpholin-4-ylpiperidin-1-yl)-1-furan-2-ylmethanon
46, MS: 511 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-phenylethanon 47,
MS: 526 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-butan-1-on 48, MS:
478 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-ethanon 49, MS: 450
([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-propan-1-on 50, MS:
464 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-methylpropan-1-on
51, MS: 478 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2,2-dimethylpropan-1-on
52, MS: 492 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-pyridin-3-ylmethanon
53, MS: 513 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(4-methoxyphenyl)methanon
54, MS: 542 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurediethylamid 55,
MS: 507 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-phenylmethanon
56, MS: 512 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(4-chlorphenyl)methanon
57, MS: 546 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-thiophen-2-ylmethanon
58, MS: 518 ([M + H]+);
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-fluorphenyl)piperidin-1-yl]butan-1-on 59,
MS: 496 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-methylpiperidin-1-yl)-butan-1-on 60, MS:
416 ([M + H]+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)propan-1-on 61, MS: 464 (M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)-1-furan-2-ylmethanon 62, MS: 502
(M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)-2-methylpropan-1-on 63, MS: 478
(M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)ethanon 64, MS: 450 (M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)butan-1-on 65, MS: 478 (M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)-2,2-dimethylpropan-1-on 66, MS: 492 (M+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)-1-phenylmethanon 67, MS: 512 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-cyclopropylethanon
68, MS: 490 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclopentylmethanon
69, MS: 504 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclobutylmethanon
70, MS: 490 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-cyclopropylmethanon
71, MS: 476 ([M + H]+);
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(2-methoxyphenyl)piperidin-1-yl]butan-1-on
72, MS: 507 (M+);
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-methoxyphenyl)piperidin-1-yl]butan-1-on
73, MS: 508 ([M + H]+);
1-[4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-methoxyphenyl)piperidin-1-yl]-1-cyclopropylmethanon
74, MS: 506 ([M + H]+); oder
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-thiophen-2-ylpiperidin-1-yl)butan-1-on 75,
MS: 507 (M+).
-
BEISPIEL
4 6,7-Dimethoxy-N
2-methyl-N
2-[4-phenyl-1-(propan-2-sulfonyl)piperidin-4- ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
13
-
Zu
einer Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (250 mg) in 20 ml Dichlormethan,
das 250 μl
Triethylamin enthielt, wurde tropfenweise unter Rühren eine Lösung von
70 μl Isopropylsulfonylchlorid
in 7 ml Dichlormethan gegeben. Nach zweistündigem Rühren bei Raumtemperatur wurde
das Reaktionsgemisch aufgearbeitet, und das Rohprodukt wurde einer
Flashchromatographie unterzogen. Das so erhaltene 6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[4-plienyl-1-(propan-2-sulfonyl)piperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
13, MS: 514 ([M + H]+) wurde in das Hydrochloridsalz
umgewandelt, welches aus Ethanol/Ether auskristallisierte, um 300
mg hellgelbe Kristalle zu liefern. Gleichermaßen wurden zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -S(O)2R3 ist, durch Folgen des in Beispiel 4 beschriebenen
Verfahrens, aber Ersetzen von Isopropylsulfonylchlorid mit anderen
passenden Sulfonylchloriden, gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
11 mit den Chinazolinen von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen,
die den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
N2-(1-Methansulfonyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 76, MS: 514 ([M + H]+);
N2-(1-Ethansulfonyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 77, MS: 500 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[4-phenyl-1-(propan-1-sulfonyl)piperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
78, MS: 514 ([M + H]+);
N2-(1'-Methansulfonyl-2',3',5',6'-tetrahydro-1'H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)-6,7- dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 79, MS: 486
([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[1'-(propan-1-sulfonyl)-2',3',5',6'-tetrahydro-1'H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
80, MS: 514 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[1'-(propan-2-sulfonyl)-2',3',5',6'-tetrahydro-1'H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
81, MS: 514 ([M + H]+);
N2-(1'-Ethansulfonyl-2',3',5',6'-tetrahydro-1'H-[2,4']bipyridinyl-4'-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
82, MS: 500 ([M + H]+); oder
N2-(1-Cyclopropansulfonyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
83, MS: 512 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
5 1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydrofuran-2-yl)methanon
14
-
Zu
einer Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (210 mg), Tetrahydro-2-furoesäure (70
mg) und Triethylamin (180 μl)
in Dichlormethan wurde das BOP-Reagens (Benzotriazol-1-yloxytris(dimethylamino)phosphoniumhexafluorphosphat)
(250 mg) gegeben. Das Gemisch wurde für 20 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt,
zur Trockene eingedampft und zwischen Ethylacetat und Wasser verteilt.
Die organische Phase wurde mit Natriumbicarbonat, Kochsalzlösung gewaschen
und über Natriumsulfat
getrocknet. Das Rohprodukt wurde durch Flashchromatographie gereinigt,
um 1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydrofuran-2-yl)methanon
14 zu liefern, MS: 506 ([M + H]+), welches
in das HCl Salz umgewandelt wurde: 180 mg an weißen Kristallen.
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -C(O)R3 ist, durch
Folgen des in Beispiel 5 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen
von Tetrahydro-2-furoesäure durch andere
geeignete Säuren,
gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
Essigsäure-2-(4-{[(4-amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1,1-dimethyl-2-oxoethylester
84, MS: 536 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-methoxyethanon
85, MS: 480 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-morpholin-4-ylmethanon
86, MS: 521 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-hydroxy-2-methylpropan-1-on
87, MS: 494 ([M + H]+);
1-(4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-yl)-1-pyridin-3-ylmethanon 88, MS:
513 (M+);
3-Amino-1-(4-{[(4-amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)propan-1-on
89, MS: 478 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-methylaminoethanon
90, MS: 479 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on
91, MS: 494 ([M + H]+);
2-Amino-1-(4-{[(4-amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)ethanon 92,
MS: 465 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-4,4,4-trifluorbutan-1-on
93, MS: 532 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydropyran-4-yl)methanon
94, MS: 520 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-pyridin-2-ylmethanon
95, MS: 513 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-pyrrolidin-2-ylmethanon
96, MS: 505 ([M + H]+);
2-Amino-1-(4-{[(4-amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-phenylpropan-1-on
97, MS: 555 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-4-hydroxybutan-1-on
98, MS: 494 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(tetrahydrofuran-3-yl)methanon
99, MS: 505 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-butan-1,3-dion 100,
MS: 528 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-methylbutan-1-on
101, MS: 491 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-hydroxyethanon 102,
MS: 465 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1(S)-tetrahydrofuran-2-ylmethanon
103, MS: 505 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1(R)-tetrahydrofuran-2-ylmethanon
104, MS: 505 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1(R)-pyrrolidin-2-ylmethanon
105, MS: 504 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1(S)-pyrrolidin-2-ylmethanon
106, MS: 504 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxypropan-1-on
107, MS: 480 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxy-3-methylbutan-1-on
108, MS: 507 (M+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxy-2,2-dimethylpropan-1-on
109, MS: 507 (M+);
3-Amino-1-(4-{[(4-amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-methylbutan-1-on
110, MS: 507 ([M + H]+);
[3-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1,1-dimethyl-3-oxopropyl]carbaminsäure-tert-butylester
111, MS: 607 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(4,5-dihydro-1H-imidazol-2-yl)methanon
112, MS: 504 ([M + H]+);
(S)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on
113, MS: 504 ([M + H]+); oder
(R)-1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-3-hydroxybutan-1-on
114, MS: 494 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
6 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurepyridin-3-ylamid
15
-
Zu
einer Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (340 mg) in Dichlormethan
(5 mL) wurde tropfenweise, langsam unter Rühren eine verdünnte Lösung von 3-Pyridylisocyanat
in Toluol gegeben. Der Reaktionsverlauf wurde durch DC überwacht.
Nach Abschluss der Reaktion wurde wäss. Natriumcarbonat zugegeben,
und das Gemisch wurde mit Dichlormethan extrahiert. Das Extrakt
wurde mit Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wurde über Kieselgel
chromatographiert, um 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurepyridin-3-ylamid
15 zu ergeben, MS: 528 ([M + H]+). Eine
Behandlung des Produkts mit HCl in Methanol/Ethylacetat ergab 242
mg des Hydrochloridsalzes.
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -C(O)NR4R5 ist, durch Folgen des in Beispiel 6 beschriebenen
Verfahrens, aber Ersetzen von 3-Pyridylisocyanat durch andere geeignete
Isocyanate, gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäuredimethylamid
115; MS: 479 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäuremethylamid 116,
MS: 465 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäure-tert-butylamid
117, MS: 507 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurephenylamid 118,
MS: 527 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurebutylamid 119,
MS: 507 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-morpholin-4-ylpiperidin-1-carbonsäurephenylamid
120, MS: 536 ([M + H]+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[3,4']bipyridinyl-1'-carbonsäurephenylamid 121, MS: 528
([M + H]+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäurepropylamid 122, MS: 493
(M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäure-tert-butylamid 123, MS:
507 (M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäureisopropylamid 124, MS: 493
(M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäureethylamid 125, MS: 479 (M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäurebutylamid 126, MS: 507 (M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäurephenylamid 127, MS: 527
(M+);
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäure-(3-fluorphenyl)amid 128,
MS: 545 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-(4-fluorphenyl)piperidin-1-carbonsäurepyridin-3-ylamid
129 MS: 546 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäurepyridin-2-ylamid
130, MS: 528 ([M + H]+); oder
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(4-methylpiperazin-1-yl)methanon
131, MS: 534 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
7 N
2-[1-(2,3-Dihydrobenzo[1,4]dioxin-6-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N
2-methylchinazolin-2,4-diamin 16
-
Zu
einer Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (250 mg) und 1,4-Benzodioxan-6-carboxaldehyd
(105 mg) in 1,2-Dichlorethan (5 ml) wurde Natriumtriacetoxyborhydrid
(140 mg) in einer Portion zugegeben. Das Gemisch wurde für zwei Tage
bei Raumtemperatur gerührt.
Wässriges
NaOH (1 N, 5 ml) wurde zugegeben, und das Rühren wurde für eine Stunde
fortgesetzt. Das Produkt wurde durch Extraktion mit Dichlormethan
isoliert und durch Flashchromatographie gereinigt, um N2-[1-(2,3-Dihydrobenzo[1,4]dioxin-6-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
16 zu ergeben, MS: 556 ([M + H]+). Eine
Behandlung des Produkts mit HCl in Methanol/Ethylacetat ergab 320
mg des Dihydrochloridsalzes.
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -(CH2)0-1R3 ist, durch
Folgen des in Beispiel 7 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen
von 1,4-Benzodioxan-6-carboxaldehyd durch andere geeignete Carboxaldehyde,
gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die Chinazoline von
Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die den Fachleuten
bekannt sind, hergestellt:
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-1-(2,3-dihydrobenzo[1,4]dioxin-2-yl)methanon
132; MS: 570 ([M + H]+);
N2-[1-(2,5-Dimethylbenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
133, MS: 526 ([M + H]+);
N2-[1-(2,4-Dimethylbenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
134, MS: 526 ([M + H]+);
N2-[1-(3-Chlorbenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 135 MS: 533 ([M + H]+);
N2-[1-(3,5-Dimethoxybenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,-7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 136,
MS: 558 ([M + H]+);
N2-[1-(2-Chlorbenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 137, MS: 533 ([M + H]+);
N2-(1-Cyclohexylmethyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 138, MS: 504 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-[1-(2-methoxybenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 139, MS: 528 ([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[1-(2-methylbenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin 140, MS: 512
([M + H]+);
2-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-ylmethyl)benzonitril 141,
MS: 523 ([M + H]+);
N2-[1-(2-Ethoxybenzyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 142, MS: 542 ([M + H]+);
N2-[1-(2,3-Dihydrobenzo[1,4]dioxin-5-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 143, MS: 556
([M + H]+);
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-[1-(6-methylbenzo[1,3]dioxol-5-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]chinazolin-2,4-diamin
144, MS: 556 ([M + H]+);
1-(4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-yl)-2-pyridin-2-ylethanon
145, MS: 527 ([M + H]+);
N2-(1-Cyclopropylmethyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 146, MS: 462 ([M + H]+);
N2-(1-Butyl-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 147, MS: 464
([M + H]+); oder
N2-[1-(1H-Imidazol-2-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 148;
MS: 488 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
8 N
2-[1-(1-Iminobutyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl-6,7-dimethoxy-N
2-methylchinazolin-2,4-diamin 17
-
Zu
6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (129,8 mg) wurde
CuCl (31,8 mg), Butyronitril (84 μl)
und Ethanol (1,0 ml) gegeben. Dies wurde für einen Tag in einem 90°C Block erhitzt.
Zusätzliches
CuCl (31,8 mg) und Butyronitril (84 μl) wurden zugegeben und die
Umsetzung für
einen zusätzlichen
Tag erhitzt. Dies wurde über
Kieselgel chromatographiert, um N2-[1-(1-Iminobutyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 17, wie durch 1H-NMR und MS: 477 ([M + H]+)
gezeigt wird, zu liefern. Dieses Material wurde weiter durch präparative
HPLC gereinigt, um das entsprechende Salz der Trifluoressigsäure zu liefern.
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -C(NR6)R3 ist, durch Folgen des in Beispiel 8 beschriebenen
Verfahrens, aber Ersetzen von Butyronitril durch andere geeignete
Nitrile, gegebenenfalls Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
N2-[1-(2-Cyclopropyl-1-iminoethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
149, MS: 489 ([M + H]+); oder
N2-[1-(1-Cyclobutyl-1-iminomethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
150, MS: 489 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
9 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-(3,4-dichlorphenyl)-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin
18
-
Zu
1-(3,4-Dichlorphenyl)-2-thioharnstoff (66,3 mg, 0,30 mmol) wurde
aufeinander folgend DMF (600 μl),
Triethylamin (84 μl)
und letztlich eine Lösung
von HgCl2 in DMF (0,50 M, 600 μl) gegeben.
Ein Teil der so erhaltenen Lösung
(250 μl)
wurde sofort in ein Fläschchen
gegeben, das 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 enthielt, und das Gemisch
wurde in einem 55°C
Block über Nacht
erhitzt. Nach dem Abkühlen
wurden Celite® und
Kieselgel zugegeben, und das Gemisch wurde mit CH2Cl2:MeOH:NH4OH 80:20:5 durch Kieselgel filtriert.
Nach Entfernen der Lösungsmittel
wurde das Produkt weiter durch präparative HPLC gereinigt, um
das entsprechende Salz der Trifluoressigsäure von 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-(3,4-dichlorphenyl)-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin
18 zu liefern, MS 595 ([M + H]+).
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A -C(NR6)NR4R5 ist, durch Folgen
des in Beispiel 9 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen von 1-(3,4-Dichlorphenyl)-2-thioharnstoff
durch andere geeignete Thioharnstoffe, gegebenenfalls Ersetzen von
6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die Chinazoline von
Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die den Fachleuten
bekannt sind, hergestellt:
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-N-methyl-N-cyano-1-carboxamidin
151, MS: 525 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäureethylamid 152,
MS: 479 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin 153,
MS: 563 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-methyl-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin 154,
MS: 577 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-ethyl-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin 155,
MS: 477 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4,N-diphenylpiperidin-1-carboxamidin 156, MS:
525 (M+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-(4-fluorphenyl)-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin
157, MS: 657 (M+);
N2-[1-(1-Imino-1-morpholin-4-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
158, MS: 633 (M+);
N2-[1-(1-Imino-1-pyrrolidin-1-ylmethyl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
159, MS: 504 ([M + H]+);
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-(2-ethylphenyl)-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin
160, MS: 554 ([M + H]+); oder
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-N-(3-chlorphenyl)-4-phenylpiperidin-1-carboxamidin
161, MS: 561 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
10 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-sulfonsäuredimethylamid
19
-
Eine
Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (350 mg), Dimethylsulfamoylchlorid
(140 μl)
und Triethylamin (240 μl)
in Tetrahydrofuran (10 ml) wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur
gerührt.
Das Gemisch wurde mit Wasser verdünnt und mit Ethylacetat extrahiert. Das
Produkt wurde über
Kieselgel chromatographiert, um 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-sulfönsäuredimethylamid
19 zu ergeben, MS: 515 ([M + H]+).
-
Gleichermaßen wurde
die zusätzliche
Verbindung der allgemeinen Formel I, wobei A -SO2NR4R5 ist, durch Folgen
des in Beispiel 10 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen von Dimethylsulfamoylchlorid
durch andere geeignete Sulfamoylchloride, gegebenenfalls Ersetzen
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-sulfonsäuredimethylamid 162, MS: 515
([M + H]+).
-
BEISPIEL
11 4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäureethylester 20
-
Eine
Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
11 (375 mg), Ethylchlorformiat und Triethylamin (250 μl) in Dichlormethan
(10 ml) wurde für
24 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Das Gemisch wurde mit
Wasser verdünnt
und mit Ethylacetat extrahiert. Das Produkt wurde über Kieselgel
chromatographiert, um 4-{[(4- Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenylpiperidin-1-carbonsäureethylester
20 zu ergeben, MS: 479 (M+).
-
Gleichermaßen wurde
die zusätzliche
Verbindung der allgemeinen Formel I, wobei A -C(O)OR3 ist, durch
Folgen des in Beispiel 11 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen
von Ethylchlorformiat durch andere geeignete Chlorformiate, gegebenenfalls
Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
4'-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-3',4',5',6'-tetrahydro-2'H-[2,4']bipyridinyl-1'-carbonsäureethylester 163, MS: 480
([M + H]+).
-
BEISPIEL
12 N
2-[1-(4,5-Dihydro-1H-imidazol-2-yl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N
2-methylchinazolin-2,4-diamin
21
-
Zu
einer Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (174 mg) und 2-Chlorimidazolinhydrogensulfat
(108 mg) in Acetonitril (7,5 ml) wurde Triethylamin (180 μl) gegeben.
Das Gemisch wurde für
20 Stunden bei 55°C
gerührt.
Wasser (20 ml) wurde zugegeben, und das Produkt wurde in Dichlormethan
extrahiert. Das Produkt N2-[1-(4,5-Dihydro-1H-imidazol-2-yl)-4-phenylpiperidin-4-ylmethyl]-6,7-dimethoxy-N2-methylchinazolin-2,4-diamin
21 wurde als Dihydrochloridsalz isoliert, welches aus Ethanol/Aceton
auskristallisiert wurde, MS: 476 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
13 6,7-Dimethoxy-N
2-methyl-N
2-(4-phenyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
22
-
Eine
Lösung
von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 (250 mg) und 2-Chlorpyridin
in N-Methylpyrrolidon (5 ml) wurde unter Stickstoff für 48 Stunden
bei 130°C
gerührt.
Das abgekühlte
Reaktionsgemisch wurde mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert.
Das Extrakt wurde über
Kieselgel chromatographiert, um
6,7-Dimethoxy-N2-methyl-N2-(4-phenyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-4-ylmethyl)chinazolin-2,4-diamin
22 zu ergeben, MS: 485 ([M + H]+).
-
Gleichermaßen wurden
zusätzliche
Verbindungen der allgemeinen Formel I, wobei A Heteroaryl ist, durch
Folgen des in Beispiel 13 beschriebenen Verfahrens, aber Ersetzen
von 2-Chlorpyridin durch andere geeignete Chlorpyridine, gegebenenfalls
Ersetzen von 6,7-Dimethoxy-N2-(4-phenylpiperidin-4-ylmethyl)-N2-methylchinazolin-2,4-diamin 11 durch die
Chinazoline von Beispiel 2 und Verwenden von Modifikationen, die
den Fachleuten bekannt sind, hergestellt:
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-5'-carbonsäureamid
164, MS: 528 ([M + H]+); oder
4-{[(4-Amino-6,7-dimethoxychinazolin-2-yl)methylamino]methyl}-4-phenyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-3'-carbonsäuredimethylamid
165, MS: 556 ([M + H]+).
-
BEISPIEL
14 Zusammensetzung
für die
orale Verabreichung
-
Die
Bestandteile werden gemischt und in Kapseln verteilt, von der jede
etwa 100 mg enthält;
eine Kapsel würde
einer gesamten Tagesdosierung nahe kommen.
-
BEISPIEL
15 Zusammensetzung
für die
orale Verabreichung
-
Die
Bestandteile werden unter Verwendung eines Lösungsmittels wie Methanol verbunden
und granuliert. Die Formulierung wird dann getrocknet und mit einer
passenden Tablettiermaschine zu Tabletten geformt (enthaltend etwa
20 mg an aktiver Verbindung).
-
BEISPIEL
16 Zusammensetzung
für die
orale Verabreichung
-
Die
Bestandteile werden gemischt, um eine Suspension für die orale
Verabreichung zu bilden.
-
BEISPIEL
17 Parenterale
Formulierung (IV)
-
Der
Wirkstoff wird in einem Teil des Wassers für die Injektion gelöst. Eine
ausreichende Menge Natriumchlorid wird dann unter Rühren zugegeben,
um die Lösung
isotonisch zu machen. Die Lösung
wird mit dem restlichen Wasser für
die Injektion auf das Gewicht gebracht, durch ein 0,2 Mikrometer
Membranfilter filtriert und unter sterilen Bedingungen abgepackt.
-
BEISPIEL
18 Formulierung
für Suppositorien
-
Die
Bestandteile werden auf einem Dampfbad zusammengeschmolzen und gemischt
und in Formen, die 2,5 g Gesamtgewicht enthalten, geschüttet.
-
BEISPIEL
19 Topische
Formulierung
-
Alle
Bestandteile, außer
Wasser werden verbunden und unter Rühren auf etwa 60°C erhitzt.
Eine ausreichende Menge an etwa 60°C warmen Wasser wird dann unter
kräftigem
Rühren zugegeben,
um die Bestandteile zu emulgieren und dann wird Wasser q.s. etwa
100 g zugegeben.
-
BEISPIEL 20
-
Nasensprayformulierungen
-
Mehrere
wässrige
Suspensionen, die etwa 0,025–0,5%
aktiver Verbindung enthalten, werden als Nasensprayformulierungen
hergestellt. Die Formulierungen enthalten gegebenenfalls Füllstoffe
wie zum Beispiel mikrokristalline Cellulose, Natriumcarboxymethylcellulose,
Dextrose und dergleichen. Salzsäure
kann zugegeben werden, um den pH-Wert einzustellen. Die Nasensprayformulierungen
können über eine
Nasenspraydosierpumpe abgegeben werden, die typischerweise etwa
50–100 μl der Formulierung
pro Betätigung
liefert. Ein typischer Dosisplan beträgt 2–4 Sprühnebel alle 4–12 Stunden.
-
BEISPIEL 21
-
[3H]Prazosin(α-1-Adrenozeptor)Bindunssgtudie
-
α-1A-, α-1B- und α-1D-Adrenozeptor
transfizierte CHO-K1 Zellen, die unter Verwendung des in Chang et
al., FEBS Lett 1998, 422, 279–283
beschriebenen Verfahrens hergestellt wurden, wurden in T-162 Gewebekulturflaschen
in Ham's F-12 Kulturmedium,
das mit 10% fötalem
Rinderserum, Geneticin (150 μg/ml)
und Streptomycin/Penicillin (30 μg/mL/30 μg/ml) ergänzt wurde,
bei 37°C
in 7% CO2 bis zum Zusammenfluss gezüchtet. Die
Zellen wurden durch Inkubation mit Phosphat-gepufferter Kochsalzlösung (PBS),
die 30 μ EDTA enthielt,
für 5–10 min.
bei 37°C
geerntet. Die Zellen wurden durch Zentrifugieren bei 500 xG für 5 min.
pelletisiert, die pelletisierten Zellen wurden in 10-facher Menge
(w/v) 50 mM Tris, 1 mM EDTA, (Homogenisierungspuffer, pH 7,4 bei
4°C) homogenisiert
(Polytron Homogenisator). Das Homogenisat wurde bei 45 000 xG für 20 min.
zentrifugiert. Die Pellets wurden in 50 mM Tris-Puffer (pH 7,4 bei
4°C) resuspendiert,
portioniert, eingefroren und bei –80°C für eine weitere Verwendung gelagert.
-
Diese
Membrane wurden bei Raumtemperatur aufgetaut und in Versuchspuffer
(50 mM Tris-Puffer
bei pH 4) bei 37°C
für 30
min. verdünnt.
Die Membranen wurden dann über
Polyethylenimin behandelte GF/B Unifilterplatten unter Verwendung
eines "Packard Filtermate
Harvester" filtriert
und mit eiskalter 50 mM Tris-HCl, 1 nM EDTA Puffer gewaschen (3-mal
3 sek. Waschungen). Szintillationscocktail wurde zu den Filterplatten
gegeben und der gebundene Radioligand durch Flüssigszintillationsspektrophotometrie
bestimmt.
-
Für jedes
Experiment wurden die Gesamtbindung (in der Abwesenheit jeder Test-
oder Referenzverbindungen) und die nichtspezifische Bindung (10 μM Phentolamin)
bestimmt. Für
jede getestete Probe wurden die Konzentration, die 50% Inhibierung
der Bindung erzeugt (IC50) und Hillslope
(nH) unter Verwendung iterativer nichtlinearer
Kurvenanpassungsverfahren mit Kaleidagraph (Synergy Software) oder
anderen passenden Programmen bestimmt. Wenn der Radioligand KD bekannt war, wurde die Inhibitiondissoziationskonstante
(Ki) für
jeden Liganden gemäß dem Verfahren
von Cheng und Prusoff (Cheng, Y-C. und Prusoff, W. H., Biochem. Pharmacol.,
1973, 22: 3099–3108)
bestimmt.
-
Durch
Verfahren wie in Beispiel 21 wurden Verbindungen der Formel I getestet,
und es wurde festgestellt, dass sie selektive α-1B-Adrenozeptorantagonisten
sind.
-
BEISPIEL 22
-
in vivo-Blutdruckversuch
an der Ratte
-
Normotensive
Ratten (0,25 bis 0,45 kg) ließ man
für 18
Stunden hungern und narkotisierte sie mit Ether. Die rechte Oberschenkelvene
wird isoliert und mit einer mit Flüssigkeit gefüllten Polyethylenkanüle für die Bolus-Verabreichung
der Testsubstanzen kanüliert.
Die rechte Oberschenkelvene wird isoliert und mit einer mit Flüssigkeit
gefüllten
Polyethylenkanüle,
die mit einem äußeren Druckumwandler
zur Überwachung
des mittleren arteriellen Blutdrucks (MAP) verbunden ist, kanüliert.
-
Im
Anschluss an die Kanülierung
werden die Ratten wie in Blue et al. (Br. J. Pharmacol. (Proceedings Supplement)
1997, 120, 107P) beschrieben, mit einem Angiotensin-Rezeptorantagonisten,
einem β-adrenergen
Rezeptorantagonisten und einem α-2-adrenergen
Rezeptorantagonisten vorbehandelt (intravenöse Route).
-
Die
Ratten werden in Restrainer gelegt und man lässt sie sich von der Narkose
erholen. Im Anschluss an eine 30 minütige Stabilisierungsperiode
wird Testverbindung oder Vehikel i.v. verabreicht, und der Blutdruck wird
ununterbrochen für
mindestens 4 Stunden nach Verabreichung überwacht.
-
Durch
Verfahren wie in Beispiel 22 wurden die Verbindungen der Formel
I getestet und es wurde festgestellt, dass sie beim Erzielen von
Blutdrucksenkenden Wirkungen weniger wirksam als Prazosin sind.
-
BEISPIEL 23
-
Strahlungswärmemodell
-
Im
Allgemeinen werden CCI Ratten für
thermische Hyperalgesie wenigstens 10 Tage nach der Operation getestet.
Das Testgerät
besteht aus einer erhöhten,
geheizten (80–82°F) Glasplattform.
Jeweils acht Ratten, die alle Testgruppen darstellen, werden einzeln
in umgekehrten Plastikkäfigen
auf dem Glasboden der Plattform mindestens 15 Minuten vor dem Test
eingesperrt. Eine unter dem Glas platzierte strahlende Wärmequelle
wird sohlenwärts
auf die Hinterpfote jeder Ratte gerichtet. Die Hitzeanwendung wird
fortgesetzt bis die Pfote zurückgezogen
wird (Latenz der Wegziehreaktion) oder die verstrichene Zeit 20
Sekunden beträgt.
Dieser Test wird auch am zum Schein operierten Bein angewendet.
Zwei bis vier Tests werden mit wenigstens 5 minütigen Abständen zwischen den Tests an
jeder Pfote abwechselnd durchgeführt.
Der Durchschnitt dieser Werte stellt die Latenz der Wegziehreaktion
dar.
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Durch
Verfahren wie in Beispiel 23 wurden Verbindungen der Formel I getestet
und nach einer signifikanten Wirkung in dem Strahlungswärmemodell-Assay
untersucht.
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BEISPIEL 24
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Blutentnahmemodell in
nicht narkotisierten Ratten
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Kurzzeiterhalt
des Blutdrucks während
Lagewechsel, wie beim Stehen, wenn der Rückfluss von venösem Blut
zum Herzen durch Blutpoolbildung in den unteren Extremitäten beeinträchtigt wird,
ist entscheidend von der sympathischen Vasokonstriktion abhängig, die
durch α-1-Adrenozeptoren
vermittelt wird. Da bekannt ist, dass die klinische Verwendung von
nicht Subtypselektiven α-1-Adrenozeptorantagonisten
mit einem signifikanten Vorkommen von orthostatischer Hypotonie
verbunden ist, ist dieses Modell, in welchem venöse Poolbildung durch Blutentnahme
nachgeahmt worden ist, verwendet worden, um das Potential von α-1-Adrenozeptorantagonisten
abzuschätzen,
diese Nebenwirkung zu verursachen.
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Männliche
Sprague Dawley-Ratten (360–540
g) wurden mit Metofane narkotisiert. Ein inguinaler Hautschnitt
wurde am Hinterglied des Tiers gemacht. Sowohl die linke als auch
rechte Oberschenkelschlagader und linke Oberschenkelvene wurden
isoliert und mit einer PE-50
Flüssigkeitsgefüllten Kanüle zur Messung
des Blutdrucks, Blutentnahme beziehungsweise Verabreichung der Verbindung
kanüliert.
Die Schnittstelle wurde unter Verwendung von 9 mm auto-Klammern
geschlossen. Die Tiere wurden dann in Bollman Käfige gelegt, wobei die Schwänze mit
Abdeckklebeband gesichert wurden.
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Im
Anschluss an die Erholung von der Narkose, wurde eine 1 stündige Stabilisierungsperiode
gewährt. Vier
ml Blut wurden dann mit einer heparinisierten Spritze entnommen,
und die Wirkung auf Blutdruck und Herzfrequenz wurde notiert. Fünf bis sieben
Minuten später
wurde das Blut der Ratte zurückgegeben.
Nach einer weiteren einstündigen
Stabilisierungsperiode wurden Testverbindung oder Vehikel (i.v.)
verabreicht. Das Blutentnahmeverfahren wurde 10 Minuten nach Verabreichung
von Vehikel oder Testverbindung wiederholt. Blutdruck und Herzfrequenz
wurden während
des Versuchs unter Verwendung eines Gould Polygraphen (Modell MK200A)
und Buxco-Datenaufnahme-Computersystems ununterbrochen aufgezeichnet.
Veränderungen des
Blutdrucks im Anschluss an die Blutabnahme wurden vor und nach dem
Dosieren mit der Testverbindung verglichen.
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Durch
Verfahren wie in Beispiel 24 wurden Verbindungen der Formel I für orthostatische
Hypotonie getestet.