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DE60114658T2 - Überwachungsgerät zur überwachung der diastolischen relaxation durch impedanzmessung - Google Patents

Überwachungsgerät zur überwachung der diastolischen relaxation durch impedanzmessung Download PDF

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DE60114658T2
DE60114658T2 DE60114658T DE60114658T DE60114658T2 DE 60114658 T2 DE60114658 T2 DE 60114658T2 DE 60114658 T DE60114658 T DE 60114658T DE 60114658 T DE60114658 T DE 60114658T DE 60114658 T2 DE60114658 T2 DE 60114658T2
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DE
Germany
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impedance
notch
loop
monitor according
averaging
Prior art date
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DE60114658T
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Inventor
Karin Järverud
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St Jude Medical AB
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St Jude Medical AB
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Publication date
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Publication of DE60114658T2 publication Critical patent/DE60114658T2/de
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Description

  • Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Monitor zum Überwachen einer diastolischen Relaxation von wenigstens einem Ventrikel des Herzens eines Patienten, enthaltend eine Impedanzmessvorrichtung mit einer Elektrodenvorrichtung zum Messen einer Impedanz und zum Erzeugen eines entsprechenden Impedanzsignals, eine mit der genannten Impedanzmessvorrichtung verbundene Detektionsvorrichtung zum Erfassen des Auftretens wenigstens einer Kerbe in dem genannten Impedanzsignal, die mit dem Eintritt von Blut in wenigstens einen Ventrikel des Herzens koinzidiert und zum Erfassen wenigstens eines Parameters der genannten wenigstens einen Kerbe.
  • Diese Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Überwachen einer diastolischen Relaxation des Herzens eines Patienten, enthaltend die Schritte:
    Messen einer Impedanz mittels einer Elektrodenvorrichtung, die für einen Einsatzort ausgelegt ist, der für eine oder beide unteren Herzkammern kennzeichnend ist oder für einen Einsatzort im koronaren Sinus, Erzeugen eines entsprechenden Impedanzsignals und Erfassen wenigstens einer mit dem Eintritt von Blut in wenigstens eine der genannten Kammern zusammenfallenden Kerbe.
  • Hintergrund
  • Kongestive Herzinsuffizienz ist ein schnell wachsendes Gesundheitsproblem, das meistens ältere Erwachsene beeinträchtigt. In diesem Zustand ist das Herz nicht in der Lage, ausreichend Blut zu pumpen, um die Bedürfnisse der Körperorgane zu erfüllen. Unter den meist verbreiteten Ursachen einer kongestiven Herzinsuffizienz kann die Herzarterienkrankheit genannt werden, die eine myokardiale Ischämie, einen myokardialen Infarkt und eine Kardiomyopathie hervorruft. Während einer Ischämie wird die kardiale Relaxation, d.h. die Diastole verändert oder gestört, weil der Herzmuskel versteift ist. Eine gestörte diastolische Phase oder ein diastolischer Fehler ist ein sehr frühes Anzeichen für eine kongestive Herzinsuffizienz, das in dieser frühen Stufe vom Patienten oft selbst nicht als Symptom erkannt wird. Falls es möglich wäre, diese frühen Anzeichen von gestörten Relaxationsmustern zu detektieren, wäre der Arzt in der Lage, Handlungen vorzunehmen, die verhindern, dass die kongestive Herzinsuffizienz, welche oft zu einer reduzierten systolischen Kapazität führt, eskaliert.
  • In der US-Patentschrift 4 905 696 ist beschrieben, dass die P-Welle im Elektrokardiogramm als eine rasche Biegung oder Kerbe in einem ventrikulären Impedanzsignal erfasst werden kann. Diese Erscheinung wird benutzt, um eine P-synchrone Herzstimulation des Herzens eines Patienten vorzusehen.
  • Es ist bekannt, dass im Impedanzsignal eine Kerbe erscheint, die einer frühen Diastole eines Herzzyklus entspricht, vergleiche Brian R. Pickett et al., The American Journal of Cardiology, Bd. 71, 1. Mai 1993, "Usefulness of the Impedance Cardiogram to Reflect Left Ventricular Diastolic Function". In diesem Dokument wird eine Studie über die Korrelation zwischen einem Abfall in einer nicht-invasiv gemessenen Impedanz und Dopplermessungen für diastolische Studien, beschrieben.
  • 1 zeigt Beispiele der Messungen aus Tierversuchen, genauer gesagt Ergebnisse aus Messungen an einem Schaf. Kurve a zeigt ein Impedanzsignal, das mit einer, im rechtsventrikulären Apex positionierten, standardmäßigen bipolaren Stimulationsleitung gemessen ist, wie dies in der Figur angegeben ist. Die Kurven b und c zeigen den rechtsventrikulären Druck bzw. den linksventrikulären Druck. Kurve d ist das Oberflächen-EKG und Kurve e zeigt den respiratorischen Fluss. Wie die Figur zeigt, erscheint in der intrakardialen Impedanz eine deutliche Kerbe, die in Kurve a jeweils durch einen Kreis markiert ist und in der Mehrzahl der Messungen erscheint. Ihre Lage befindet sich kurz nach der Stelle, an der die ventrikulären Druckkurven b und c auf ein Minimum abgesunken sind und vor einer atrialen Systole, d.h. die Kerben befinden sich bei einer frühen Herzdiastole. Bei einigen Messungen erscheint die Kerbe im Zeitpunkt der atrialen Systole, was zu dem Schluss führen könnte, dass sie durch eine atriale Kontraktion verursacht wird. Die Kerbe ist jedoch vorhanden, selbst wenn keine atriale Aktivität beobachtet wird, d.h. selbst wenn keine P-Welle verfügbar ist.
  • Die bei menschlichen Wesen gemessene Impedanz zeigt ebenfalls eine Kerbe, die in 2 durch Kreise markiert ist, vergleiche auch das oben erwähnte Dokument von Brian R. Pickett et al. Die Diagramme a in 2 zeigen die bipolare rechtsventrikuläre Impedanz, die in Men schen mit keiner Vorgeschichte einer Herzarterienerkrankung für drei unterschiedliche Spitze-Ring-Abstände, d.h. 10, 20 bzw. 30 mm, gemessen worden ist. Die entsprechenden intrakardialen EKGs sind in der Figur bei b dargestellt. Die in 2 gezeigten Messungen sind während des Ruhezustands bei liegenden Patienten gemacht und die gezeigten Kurven sind aus Messungen während 10 oder mehr Herzschlägen berechnet. Wie ersichtlich, ist bei sämtlichen Beispielen eine deutliche Kerbe in der diastolischen Impedanz vorhanden und diese Kerbe tritt nach dem Ende der T-Welle im EKG auf, das den Beginn der Relaxation oder Diastole markiert und vor dem Erscheinen der darauf folgenden P-Welle.
  • 3 zeigt ein weiteres Beispiel von solchen bipolaren rechtsventrikulären Impedanzmessungen bei einem menschlichen Wesen während des Ruhezustandes und bei einer medikamentös induzierten Arbeitsbelastung zusammen mit entsprechenden EKGs. Auch in diesem Fall sind die Kurven gemittelte Kurven, von sowohl dem intrakardialen Elektrogramm als auch der berechneten Impedanz aus 10 oder mehr Herzschlägen. Bei sämtlichen Beispielen ist eine deutliche Kerbe in der diastolischen Impedanz sichtbar, die in der Figur durch Kreise markiert ist. Obgleich die Gesamtimpedanz eine geringfügige Veränderung in der Morphologie zeigen kann, wird eine kleine oder keine Änderung in der Kerbenerscheinung zwischen dem Ruhe- und dem Belastungszustand beobachtet, wobei der Zeitverlauf der Kerbe während der Belastung früher liegt. Somit verändert sich bei einem gesunden Patienten die Kerbenform mit der Belastung nicht wesentlich, während die Situation bei Patienten mit kardialen Abnormalitäten, die die Relaxationsmuster verändern, verschieden sein kann.
  • 4 zeigt die rechtsventrikuläre bipolare Impedanz i), die erste Zeitableitung ii) der Impedanz und eine entsprechende Schleifenaufzeichnung iii) dieser beiden Signale. Wie ersichtlich, ist in der Impedanz-Kerben-Erscheinung nur eine sehr kleine Veränderung vorhanden. Die drei Sätze von Diagrammen i, ii und iii repräsentieren drei verschiedene Spitze-Ring-Abstände, d.h. 10 mm, 20 mm bzw. 30 mm.
  • Solche, durch Aufzeichnen von Parameterwerten gegenüber diesbezüglichen Zeitableitungswerten gebildete Schleifen als Hilfsmittel zur Analyse von Erscheinungen und Funktionen des Herzens zu benutzen, ist beispielsweise in den US-Patentschriften 5 427 112 und 5 556 419 beschrieben. Das erstgenannte Dokument repräsentiert den Oberbegriff von Anspruch 1.
  • In 5 ist die unipolare Impedanz, das heißt die zwischen einer, im ventrikulären Apex positionierten Elektrodenspitze und dem Gehäuse des implantierten Monitors gemessene Impedanz zusammen mit der entsprechenden Zeitableitung dieses Impedanzsignals sowie der Schleifenaufzeichnung für einen gesunden Patienten gezeigt, und zwar im Ruhezustand, Kurve a, bei einer Belastung von 30 W, Kurve b und bei einer Belastung von 75 W, Kurve c. Auch in diesem Fall ist das Auftreten der Kerbe im Impedanzsignal offensichtlich.
  • 6 zeigt Ergebnisse aus entsprechenden Messungen bei einem Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie. Die Kurven a), b) und c) zeigen das Ergebnis aus rechtsventrikulären unipolaren Impedanzmessungen bei einem Patienten während des Ruhezustandes, Kurve a, bei einer Belastung von 30 W (cycling), Kurve b und bei einer Belastung 60 W (cycling), Kurve c. Das Impedanzsignal Z, die erste Zeitableitung der Impedanz dZ/dt und eine Schleife, aufgezeichnet aus diesen beiden Signalen dZ/dt und Z sind dargestellt. Bei diesen Beispielen ist eine markante Änderung im Erscheinungsbild der Impedanzkerbe zwischen Ruhe- und Belastungszuständen zu beobachten, die sich auf Relaxationsstörungen des Patienten beziehen. Die Änderungen im Kerbenerscheinungsbild sind in den Schleifenaufzeichnungen hervorgehoben.
  • Tierversuche, die Impedanzmessungen umfassen, welche gleichzeitig mit echokardiographischen Messungen des mitralen Blutflusses durchgeführt wurden, zeigen ebenfalls das Auftreten einer Impedanzkerbe im Zeitpunkt für den maximalen Zufluss in der frühen Diastole und vor dem ventrikulären Füllen, das durch eine atriale Kontraktion hervorgerufen wird. Es hat sich auch gezeigt, dass die Zeit zwischen der R-Welle im EKG und dem Auftreten einer Impedanzkerbe gut mit der Herzfrequenz in einer physiologischen Art korreliert.
  • Zusammenfassend zeigen die Tests, dass sich die in der diastolischen Impedanz erscheinende Kerbe auf ein ventrikuläres Ereignis und nicht auf ein atriales Ereignis bezieht. In praktisch sämtlichen Tests treten die Kerben vor der atrialen Systole auf. In einigen Fällen ist das Zeitintervall zwischen der T-Welle in einem Herzschlag und der P-Welle in dem darauf folgenden Schlag kurz und in solchen Fällen kann gesehen werden, dass die Kerbe gleichzeitig mit der elektrischen P-Welle auftritt. Die echokardiographischen Messungen des mitralen Blutflusses zeigen jedoch, wie oben erwähnt, dass der atriale Beitrag zur ventrikulären Füllung nach der Impedanzkerbe auftritt, d.h. die Kerbe bezieht sich auf die rasche ventrikuläre Füllung in der frühen Diastole.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, das oben diskutierte Wissen zu verwenden, um eine Kerbenüberwachungsdiagnose zum Detektieren früher Anzeichen von gestörten Relaxationsmustern des Herzens vorzusehen.
  • Dieses Ziel wird durch einen Monitor gemäß dem einleitenden Teil des Anspruches 1 mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 erreicht.
  • So zeigt bei vorliegender Erfindung eine von normalen Kerbenvariationen abweichende Änderung im betrachteten Parameter eine Relaxationsstörung an. Der genannte Parameter wird mit einer Schablone verglichen, die normale Kerbenvariationen, d.h. Zeitablauf und Form, während beispielsweise bei Ruhe und bei Arbeitsbelastung, aufrecht und in liegender Position etc. definiert. Ein Beispiel derartiger normaler Änderungen in den Kerbencharakteristiken ist, wie oben diskutiert, ein reduziertes Zeitintervall zwischen einer R-Welle oder einer ventrikulären Stimulation und der detektierten Kerbe bei vergrößerter Herzfrequenz. Für diesen Zweck ist die Schleife besser als beispielsweise eine Signal/Zeit-Darstellung, da sie nicht nur das interessierende Signal berücksichtigt, sondern auch eine zusätzliche Größe analysiert wird. Kleinere Änderungen im gemessenen Signal werden auf diese Weise in viel größeren Einzelheiten enthüllt. Die Schablone muss für jeden einzelnen Patienten unter der Überwachung eines Arztes bestimmt werden. Die Überwachungsmöglichkeit von frühen Anzeichen gestörter Relaxationsmuster, die durch die vorliegende Erfindung erhalten wird, liefert einen sehr wesentlichen diagnostischen Vorteil und ermöglicht es, dem Arzt geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass ein kongestiver Herzfehler eskaliert und um vielleicht sogar einen Krankenhausaufenthalt für den Patienten zu vermeiden.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemälien Monitors, bei der der genannte Monitor Mittel enthält, um die Herzfrequenz des Patienten zu überwachen, ist der genannte Komparator ausgelegt, die Korrelation zwischen der Zeit zwischen dem Auftreten einer R-Welle/ventrikulären Stimulation und der Zeit des Auftretens der Kerbe, sowie der Herzfrequenz zu bestimmen. Die Detektionsvorrichtung ist vorzugsweise ausgelegt, den Zeitverlauf der aufgetretenen Kerben durch Messen der Zeit zwischen dem Auftreten der R-Welle oder, falls geeignet, der Ausgabe eines ventrikulären Stimulationsimpulses und dem nachfolgenden Auftreten einer Kerbe in dem Impedanzsignal zu erfassen. Somit wird das Zeitintervall zwischen der abgefühlten R-Welle oder dem ventrikulären Stimulationsereignis und der detektierten Kerbe gemessen und kann zusammen mit der aktuellen Herzfrequenz gespeichert werden, um es dem Arzt zu ermöglichen, Statistiken über das Kerbenverhalten im Datum und in der Zeit für eine Kerbenveränderung, über die Anzahl von Kerbenveränderungsereignissen, Frequenzänderung und Dauer, Pegel einer Kerbenveränderung etc., zu verfolgen, um dann zu entscheiden, ob zusätzliche medizinische Kontrolluntersuchungen vorzunehmen sind.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen des Monitors ist der genannte Komparator ausgelegt, die Form der Schleife in dem Teil der Schleife, der dem Kerbenabschnitt des Impedanzsignals entspricht, mit einem entsprechenden Teil der Schleifenschablone zu vergleichen. Bestimmte im Impedanzsignal auftretende Erscheinungen können in der Schleifenaufzeichnung hervorgehoben werden, so dass die Erfassung und Analyse dieser Erscheinungen erleichtert wird.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Monitors ist der Komparator ausgelegt, Zeitverlauf und Form der Kerbe, Zeitableitungen der Kerbe und entsprechende Schleifencharakteristiken mit entsprechenden vorbestimmten Größen im Zeitverlauf und in der Form, in der Zeitableitung bzw. von Schleifenschablonen, zu vergleichen. Durch gleichzeitiges Untersuchen der drei Größen, Impedanzsignal, Zeitableitung des Impedanzsignals und der aus den Werten des Impedanzsignals und ihrer Zeitableitung erhaltenen Schleife, ist eine noch zuverlässigere Erfassung von möglichen Störungen im diastolischen Relaxationsmuster detektierbar.
  • Gemäß weiterer vorteilhafter Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Monitors ist mit der genannten Impedanzmessvorrichtung eine erste Mittelwertbildungsvorrichtung zum Bestimmen eines Durchschnittsimpedanzsignals aus den, während einer vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen, gemessenen Impedanzsignalen verbunden und die genannte Detektionsvorrichtung ist mit der genannten ersten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden, um das Auftreten von und den genannten Parameter der genannten wenigstens einen Kerbe aus dem genannten Durchschnittsimpedanzsignal zu erfassen. Durch Verwendung von Durchschnittssignalen auf diese Weise, kann die Zuverlässigkeit bei der Erfassung von Störungen in der diastolischen Relaxation weiter verbessert werden.
  • In einigen Fällen mag die Kerbe jedoch etwas unklar und in dem Durchschnittsimpedanzsignal nicht deutlich erscheinen. Die Kerbe kann in diesen Fällen deutlicher in der Standardabweichungskurve auftreten, die aus den gemessenen Impedanzkurven erhalten worden ist. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Monitors ist deshalb die erste Mittelwertbildungsvorrichtung so ausgebildet, dass sie die Standardabweichung der Impedanzsignale bestimmt, die während einer vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessen worden sind und dass die genannte Detektionsvorrichtung mit der genannten ersten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das Auftreten von und den genannten Parameter der genannten wenigstens einen Kerbe aus der genannten Standardabweichung zu erfassen.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf einen Herzstimulator mit einem Impulsgenerator zum Erzeugen von Stimulationsimpulsen für die Ausgabe zum Herzen eines Patienten mittels einer Elektrodenvorrichtung, die für die Positionierung in einer oder in beiden unteren Herzkammern ausgelegt ist, und der durch einen erfindungsgemäßen Monitor gekennzeichnet ist. Durch Ausstatten eines Herzstimulators mit einer derartigen Kerbenüberwachungsdiagnose wird ein Herzstimulator mit deutlich verbesserten Diagnosemöglichkeiten erhalten.
  • Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Überwachen einer diastolischen Relaxation des Herzens eines Patienten gemäß dem einleitenden Teil der Beschreibung, das gekennzeichnet ist durch die Schritte Bilden der Zeitableitung des Impedanzsignals, Aufzeichnen der Impedanzwerte über Werten der Zeitableitung, um für jeden Herzzyklus eine Schleife zu bilden und Vergleichen der genannten Schleife mit einer vorbestimmten Schleifenschablone. So kann erfindungsgemäß ein Impedanzsignal benutzt werden, das mittels Elektroden erhalten wird, die in einer oder in den beiden unteren Herzkammern oder im koronaren Sinus angeordnet sind.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Um die Erfindung mehr im Detail zu erläutern, wird im folgenden eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Monitors anhand der 7 bis 9 der Zeichnungen beschrieben, in denen
  • 1 die aus einem Tierversuch erhaltenen Messsignale zeigt,
  • 2 und 3 das Impedanzsignal und das interkardiale EKG zeigen, die von einem menschlichen Wesen während des Ruhezustandes und während einer durch Arzneimittel induzierten Arbeitsbelastung erhalten worden sind,
  • 4 das Impedanzsignal, die Zeitableitung des Impedanzsignals und entsprechende durch die Impedanzwerte gebildete Schleifen sowie entsprechende Zeitableitungswerte aus den rechtsventrikulären bipolaren Impedanzmessungen in einem gesunden Patienten während des Ruhezustandes für drei verschiedene Abstände zwischen den Elektroden zeigt,
  • 5 ein unipolares Impedanzsignal zeigt, das von einem gesunden Menschen im Ruhezustand erhalten worden ist und zwei verschiedene Belastungszustände, zusammen mit entsprechenden Zeitableitungen und Schleifen,
  • 6 die entsprechenden Kurven für einen Kardiomyopathie-Patienten zeigt,
  • 7 in Form eines Blockdiagramms eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Monitors zeigt,
  • 8 ein Beispiel für das Erhalten einer Information über eine Kerbenmustervariation darstellt, und
  • 9 die Zeit der R-Wellenkerbe und die Standardabweichung des Kerbenschleifenbereiches als Funktion der Herzfrequenz zeigt.
  • Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
  • Das Blockdiagramm in 7 ist in einen Signalaufbereitungsabschnitt, einen Kerbenerfassungsabschnitt, einen Kerbenkennlinienabschnitt, einen Impedanzmessabschnitt und einen abschließenden allgemeinen Operationsabschnitt unterteilt.
  • Der Buchstabe Z bezeichnet die gemessene Impedanz, wie weiter unten erläutert werden wird, und im Signalaufbereitungsabschnitt wird das Impedanzsignal Z einem Filter 1 zugeführt, welches ein Glättungsfilter für das rohe Impedanz-Signal ist, um Rauschen und Artefakte zu entfernen. Die Zeitableitungs- und Filter-Einheit 2 ist ein Hochpassfilter, um eine erste Zeitableitung des Impedanzsignals zu erzeugen und ein Glättungsfilter, um Rauschen und Artefakte zu beseitigen.
  • Es wird auch für den Patienten ein Elektrogramm aufgezeichnet und einem Herzfrequenzrechner 3 zugeführt. Der Herzfrequenzrechner berechnet aus den abgefühlten R-Wellen, oder wo zutreffend, aus den ventrikulären Stimulationen die Herzfrequenz.
  • Eine Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist vorgesehen, um aus beispielsweise 10 Herzzyklen des gemessenen Elektrogramms ein Durchschnittsimpedanzsignal zu berechnen. Die Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist ausgelegt, um auch eine entsprechende gemittelte Zeitableitung zu berechnen.
  • Mit der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist ein Schleifenbildner 5 verbunden, um das Durchschnittsimpedanzsignal und die durchschnittliche Zeitableitung zu empfangen und durch Aufzeichnen der Impedanzwerte über den zugehörigen Zeitableitungswerten eine Schleife zu bilden. Aus der Schleife werden zusammen mit Zeitablaufeingängen aus einem Kerbendetektor 6 Kerbenkennlinien bestimmt.
  • Der Kerbendetektor 6 des Kerbendetektionsabschnittes ist mit der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 verbunden, um das Vorhandensein von Kerben aus dem Durchschnitts-Impedanzsignal zu erfassen und gegebenenfalls den Zeitverlauf im Herzzyklus der Kerbe. Der Kerbendetektor 6 ist ausgelegt, alternativ das Auftreten einer Kerbe aus der durchschnittlichen Zeitableitung zu bestimmen, die von der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 erhalten worden ist.
  • In dem temporären Kerbenvariationsspeicher 7 des Kerbenkennlinienabschnittes werden Kerbencharakteristiken, z.B. Kerbenformen, wie sie entweder im Impedanzsignal, in der ersten Zeitableitung des Impedanzsignals oder in der entsprechenden Schleife auftreten, R-Welle zu Kerbenzeit korreliert zur Herzfrequenz etc., kontinuierlich gespeichert.
  • Der normale Kerbenvariationsspeicher 8 enthält normale Kerbenvariationsmusterschablonen für die im Speicher 7 gespeicherten Charakteristiken. Diese Schablonen sind für jeden Patienten eindeutig und werden unter der Überwachung eines Arztes individuell bestimmt.
  • Der Impedanz-Messabschnitt stellt die Impedanzmessungen dar, die durch den erfindungsgemäßen Monitor oder durch einen Herzstimulator, wie einen Schrittmacher, der mit einem solchen Monitor ausgestattet ist, ausgeführt werden. Der Monitor oder Herzstimulator enthält eine Leitung mit einer oder mehreren Elektroden. In dem Beispiel ist eine bipolare ventrikuläre Elektrode dargestellt. Über die Leitung wird Strom zugeführt und die entsprechende Spannung zwischen den beiden Elektroden oder zwischen einer Elektrode und dem Monitor oder Stimulatorgehäuse wird gemessen. Diese Spannung stellt die Impedanz Z dar.
  • Der letzte allgemeine Operationsabschnitt des Monitors (oder Stimulators) enthält einen Komparator/Detektor 10 für einen kontinuierlichen Vergleich des vom Speicher 7 erhaltenen aktuellen Kerbenvariationsmusters mit einer vom Speicher 8 erhaltenen Schablone. Durch diesen Komparator und Detektor 10 wird ein abnormales Kerbenmuster detektiert, wie der Verlust von Kerben oder eine Änderung in der Kerbenform, wie sie aus der entsprechenden Schleife ersichtlich ist, wie auch Diskrepanzen in der R-Welle-zu-Kerbenzeit Korrelation gegenüber der Herzfrequenz, etc.
  • Kerbenmustervariationen, die eine Erfassung von abnormalen Kerbenvariationsmustern enthalten, werden im Kerbendiagnosespeicher 11 gespeichert. So können beispielsweise die Anzahl der abnormalen Kerbenvariationsereignisse, Zeit und Datum für abnormale Kerben, die Dauer des jeweiligen abnormalen Kerbenvariationsereignisses, der Pegel der Kerbenänderungen etc. gespeichert werden. Der Arzt kann dann diese Informationen benutzen, um Kerbenverhaltensstatistiken zu verfolgen und zu entscheiden, ob weitere medizinische Untersuchungen durchgeführt werden sollen.
  • 8 stellt ein Beispiel dar, wie Informationen über Kerbenmustervariationen erhalten werden können. Bei 12 ist eine dZ/dt-Z-Schleife aus einem Herzschlag dargestellt, und bei 14 ist der entsprechende Kerbenschleifenbereich gezeigt. Bei 16 sind in 8 Kerbenschleifenbereiche aus einer Vielzahl von Herzschlägen dargestellt. Wie ersichtlich, variieren die aus verschiedenen Herzschlägen erhaltenen Schleifenbereiche und der Standardabweichungswert STD der Kerbenschleifenbereiche zeigt das Variationsmuster bei dieser speziellen Herzfrequenz.
  • 9 zeigt ein Beispiel einer gemessenen normalisierten R-Wellen-Kerbenzeit, die über der Herzfrequenz (bpm) aufgezeichnet ist. So kann es bei einem einzigen Patienten aussehen. Längs der gemessenen zeitlichen Information ist über der Herzfrequenz eine schematische Kurve einer Standardabweichung STD des Kerbenschleifenbereiches aufgezeichnet. Zusammen bilden diese Kurven ein Beispiel eines Kerbenvariationsmusters, das berechnet und dann im temporären Kerbenvariationsspeicher 7 von 7 gespeichert und mit einem normalen Kerbenvariationsmuster verglichen werden kann, welches im Speicher 8 von 7 gespeichert ist.
  • Dies ist nur ein Beispiel, um Kerbencharakteristiken in Form von Variationsmustern darzustellen. Selbstverständlich können mehrere andere Kombination und Größen benutzt werden, um solche Kerbencharakteristiken darzustellen.

Claims (12)

  1. Monitor zum Überwachen einer diastolischen Relaxation von wenigstens einem Ventrikel des Herzens eines Patienten, enthaltend eine Impedanzmessvorrichtung (9) mit einer Elektrodenvorrichtung zum Messen einer Impedanz und zum Erzeugen eines entsprechenden Impedanzsignals (7), eine mit der genannten Impedanzmessvorrichtung verbundene Detektionsvorrichtung (6) zum Erfassen des Auftretens wenigstens einer Kerbe in dem genannten Impedanzsignal, die mit dem Eintritt vom Blut in wenigstens einen Ventrikel des Herzens koinzidiert und zum Erfassen wenigstens eines Parameters, der genannten wenigstens einen Kerbe, wobei die genannte Detektionsvorrichtung eine Differenziervorrichtung (2) enthält, um die Zeitableitung des genannten Impedanzsignals zu bilden, und einen mit der genannten Impedanzmessvorrichtung (9) und der genannten Differenziervorrichtung (2) verbundenen Schleifenbildner (5), um das genannte Impedanzsignal und die genannte Zeitableitung des Impedanzsignals für eine Aufzeichnung der Impedanzwerte über den diesbezüglichen Zeitableitungswerten zu empfangen, um für jeden Herzzyklus eine Schleife zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem genannten Schleifenbildner (5) ein Komparator (10) verbunden ist, um die genannte Schleife mit einer vorbestimmten Schablone zu vergleichen, die die normalen Kerbvariationen, bezogen auf den Zeitverlauf und die Form definiert, um aus den genannten normalen Kerbvariationen eine Änderung zu bestimmen.
  2. Monitor nach Anspruch 1, wobei der Monitor eine Vorrichtung zum Überwachen der Herzfrequenz des Patienten enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Komparator (10) ausgelegt ist, die Korrelation zwischen der Zeit zwischen dem Auftreten einer R-Welle/ventrikulären Stimulation und der Zeit des Auftretens der Kerbe, und der Herzfrequenz zu bestimmen.
  3. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Komparator ausgelegt ist, Zeitverlauf und Form der Kerbe, Zeitverlaufableitungen der Kerbe und entsprechende Schleifencharakteristiken mit einem entsprechenden vorbestimmten Zeitverlauf und einer vorbestimmten Form, einer Zeitverlaufableitung bzw. mit Schleifenschablonen zu vergleichen.
  4. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der genannten Impedanzmessvorrichtung (9) eine erste Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um ein Durchschnittsimpedanzsignal aus den, während einer vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessenen Impedanzsignalen zu bestimmen, und dass die genannte Detektionsvorrichtung (6) mit der genannten ersten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das Auftreten und den genannten Parameter von der genannten wenigstens einen Kerbe aus dem genannten Durchschnittsimpedanzsignal zu detektieren.
  5. Monitor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte erste Mittelwertbildungsvorrichtung ausgelegt ist, um die Standardabweichung von Impedanzsignalen zu bestimmen, die während einer vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessen worden sind, und dass die genannte Detektionsvorrichtung (6) mit der genannten ersten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das Auftreten des und den genannten Parameter von der genannten wenigstens einen Kerbe aus der genannten Standardabweichung zu detektieren.
  6. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der genannten Differenziervorrichtung (2) eine zweite Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um eine Durchschnittszeitableitung der Zeitableitungen der Impedanzsignale zu bestimmen, die während einer vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessen worden sind, und dass die genannte Detektionsvorrichtung (6) mit der genannten zweiten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das Auftreten und den genannten Parameter von der genannten wenigstens einen Kerbe aus der genannten Durchschnittszeitableitung zu detektieren.
  7. Monitor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Mittelwertbildungsvorrichtung ausgelegt ist, die Standardabweichung der Zeitableitungen der Impedanzsignale zu bestimmen, die während der genannten vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessen worden sind, und dass die genannte Detektionsvorrichtung (6) mit der genannten zweiten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das Auftreten und den genannten Parameter von der genannten wenigstens einen Kerbe aus der genannten Standardabweichung zu detektieren.
  8. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Schleifenbildner (5) mit der genannten ersten und zweiten Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden ist, um das genannte Durchschnittsimpedanzsignal und dessen entsprechende Durchschnittszeitableitung zu empfangen, um eine entsprechende Durchschnittschleife zu bil den, und dass der genannte Komparator (10) ausgelegt ist, die genannte Durchschnittsschleife mit der genannten vorbestimmten Schleifenschablone zu vergleichen.
  9. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte erste und zweite Mittelwertbildungsvorrichtung durch ein- und dieselbe Mittelwertbildungsvorrichtung (4) realisiert sind.
  10. Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Elektrodenvorrichtung eine bipolare, ventrikuläre Elektrode enthält, und dass die genannte Impedanzmessvorrichtung (9) ausgelegt ist, die Impedanz zwischen Elektrodenspitze und Elektrodenring zu messen.
  11. Monitor nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Elektrodenvorrichtung eine unipolare, ventrikuläre Elektrode enthält, und dass die genannte Impedanzmessvorrichtung (9) ausgelegt ist, die Impedanz zwischen der Elektrode und dem Monitorgehäuse zu messen.
  12. Herzstimulator mit einem Impulsgenerator zum Erzeugen von Stimulationsimpulsen für eine Ausgabe zum Herzen eines Patienten mittels einer Elektrodenvorrichtung, die für die Anordnung in einer oder in beiden unteren Herzkammern ausgelegt ist, gekennzeichnet durch einen Monitor nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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