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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Monitor zum Überwachen
einer diastolischen Relaxation von wenigstens einem Ventrikel des
Herzens eines Patienten, enthaltend eine Impedanzmessvorrichtung
mit einer Elektrodenvorrichtung zum Messen einer Impedanz und zum
Erzeugen eines entsprechenden Impedanzsignals, eine mit der genannten
Impedanzmessvorrichtung verbundene Detektionsvorrichtung zum Erfassen
des Auftretens wenigstens einer Kerbe in dem genannten Impedanzsignal,
die mit dem Eintritt von Blut in wenigstens einen Ventrikel des
Herzens koinzidiert und zum Erfassen wenigstens eines Parameters
der genannten wenigstens einen Kerbe.
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Diese
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Überwachen
einer diastolischen Relaxation des Herzens eines Patienten, enthaltend
die Schritte:
Messen einer Impedanz mittels einer Elektrodenvorrichtung,
die für
einen Einsatzort ausgelegt ist, der für eine oder beide unteren Herzkammern
kennzeichnend ist oder für
einen Einsatzort im koronaren Sinus, Erzeugen eines entsprechenden
Impedanzsignals und Erfassen wenigstens einer mit dem Eintritt von
Blut in wenigstens eine der genannten Kammern zusammenfallenden
Kerbe.
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Hintergrund
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Kongestive
Herzinsuffizienz ist ein schnell wachsendes Gesundheitsproblem,
das meistens ältere
Erwachsene beeinträchtigt.
In diesem Zustand ist das Herz nicht in der Lage, ausreichend Blut
zu pumpen, um die Bedürfnisse
der Körperorgane
zu erfüllen.
Unter den meist verbreiteten Ursachen einer kongestiven Herzinsuffizienz
kann die Herzarterienkrankheit genannt werden, die eine myokardiale
Ischämie,
einen myokardialen Infarkt und eine Kardiomyopathie hervorruft.
Während
einer Ischämie
wird die kardiale Relaxation, d.h. die Diastole verändert oder
gestört,
weil der Herzmuskel versteift ist. Eine gestörte diastolische Phase oder
ein diastolischer Fehler ist ein sehr frühes Anzeichen für eine kongestive
Herzinsuffizienz, das in dieser frühen Stufe vom Patienten oft
selbst nicht als Symptom erkannt wird. Falls es möglich wäre, diese
frühen
Anzeichen von gestörten
Relaxationsmustern zu detektieren, wäre der Arzt in der Lage, Handlungen
vorzunehmen, die verhindern, dass die kongestive Herzinsuffizienz, welche
oft zu einer reduzierten systolischen Kapazität führt, eskaliert.
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In
der US-Patentschrift 4 905 696 ist beschrieben, dass die P-Welle
im Elektrokardiogramm als eine rasche Biegung oder Kerbe in einem
ventrikulären
Impedanzsignal erfasst werden kann. Diese Erscheinung wird benutzt,
um eine P-synchrone Herzstimulation des Herzens eines Patienten
vorzusehen.
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Es
ist bekannt, dass im Impedanzsignal eine Kerbe erscheint, die einer
frühen
Diastole eines Herzzyklus entspricht, vergleiche Brian R. Pickett
et al., The American Journal of Cardiology, Bd. 71, 1. Mai 1993, "Usefulness of the
Impedance Cardiogram to Reflect Left Ventricular Diastolic Function". In diesem Dokument
wird eine Studie über
die Korrelation zwischen einem Abfall in einer nicht-invasiv gemessenen
Impedanz und Dopplermessungen für
diastolische Studien, beschrieben.
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1 zeigt
Beispiele der Messungen aus Tierversuchen, genauer gesagt Ergebnisse
aus Messungen an einem Schaf. Kurve a zeigt ein Impedanzsignal,
das mit einer, im rechtsventrikulären Apex positionierten, standardmäßigen bipolaren
Stimulationsleitung gemessen ist, wie dies in der Figur angegeben
ist. Die Kurven b und c zeigen den rechtsventrikulären Druck
bzw. den linksventrikulären
Druck. Kurve d ist das Oberflächen-EKG und Kurve e zeigt den
respiratorischen Fluss. Wie die Figur zeigt, erscheint in der intrakardialen
Impedanz eine deutliche Kerbe, die in Kurve a jeweils durch einen
Kreis markiert ist und in der Mehrzahl der Messungen erscheint.
Ihre Lage befindet sich kurz nach der Stelle, an der die ventrikulären Druckkurven
b und c auf ein Minimum abgesunken sind und vor einer atrialen Systole,
d.h. die Kerben befinden sich bei einer frühen Herzdiastole. Bei einigen
Messungen erscheint die Kerbe im Zeitpunkt der atrialen Systole,
was zu dem Schluss führen
könnte,
dass sie durch eine atriale Kontraktion verursacht wird. Die Kerbe
ist jedoch vorhanden, selbst wenn keine atriale Aktivität beobachtet
wird, d.h. selbst wenn keine P-Welle verfügbar ist.
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Die
bei menschlichen Wesen gemessene Impedanz zeigt ebenfalls eine Kerbe,
die in 2 durch Kreise markiert ist, vergleiche auch das
oben erwähnte
Dokument von Brian R. Pickett et al. Die Diagramme a in 2 zeigen
die bipolare rechtsventrikuläre
Impedanz, die in Men schen mit keiner Vorgeschichte einer Herzarterienerkrankung
für drei
unterschiedliche Spitze-Ring-Abstände, d.h.
10, 20 bzw. 30 mm, gemessen worden ist. Die entsprechenden intrakardialen
EKGs sind in der Figur bei b dargestellt. Die in 2 gezeigten
Messungen sind während
des Ruhezustands bei liegenden Patienten gemacht und die gezeigten
Kurven sind aus Messungen während
10 oder mehr Herzschlägen
berechnet. Wie ersichtlich, ist bei sämtlichen Beispielen eine deutliche
Kerbe in der diastolischen Impedanz vorhanden und diese Kerbe tritt
nach dem Ende der T-Welle im EKG auf, das den Beginn der Relaxation oder
Diastole markiert und vor dem Erscheinen der darauf folgenden P-Welle.
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3 zeigt
ein weiteres Beispiel von solchen bipolaren rechtsventrikulären Impedanzmessungen bei
einem menschlichen Wesen während
des Ruhezustandes und bei einer medikamentös induzierten Arbeitsbelastung
zusammen mit entsprechenden EKGs. Auch in diesem Fall sind die Kurven
gemittelte Kurven, von sowohl dem intrakardialen Elektrogramm als
auch der berechneten Impedanz aus 10 oder mehr Herzschlägen. Bei
sämtlichen
Beispielen ist eine deutliche Kerbe in der diastolischen Impedanz
sichtbar, die in der Figur durch Kreise markiert ist. Obgleich die
Gesamtimpedanz eine geringfügige Veränderung
in der Morphologie zeigen kann, wird eine kleine oder keine Änderung
in der Kerbenerscheinung zwischen dem Ruhe- und dem Belastungszustand beobachtet,
wobei der Zeitverlauf der Kerbe während der Belastung früher liegt.
Somit verändert
sich bei einem gesunden Patienten die Kerbenform mit der Belastung
nicht wesentlich, während die
Situation bei Patienten mit kardialen Abnormalitäten, die die Relaxationsmuster
verändern,
verschieden sein kann.
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4 zeigt
die rechtsventrikuläre
bipolare Impedanz i), die erste Zeitableitung ii) der Impedanz und
eine entsprechende Schleifenaufzeichnung iii) dieser beiden Signale.
Wie ersichtlich, ist in der Impedanz-Kerben-Erscheinung nur eine
sehr kleine Veränderung
vorhanden. Die drei Sätze
von Diagrammen i, ii und iii repräsentieren drei verschiedene
Spitze-Ring-Abstände,
d.h. 10 mm, 20 mm bzw. 30 mm.
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Solche,
durch Aufzeichnen von Parameterwerten gegenüber diesbezüglichen Zeitableitungswerten
gebildete Schleifen als Hilfsmittel zur Analyse von Erscheinungen
und Funktionen des Herzens zu benutzen, ist beispielsweise in den
US-Patentschriften 5 427 112 und 5 556 419 beschrieben. Das erstgenannte
Dokument repräsentiert
den Oberbegriff von Anspruch 1.
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In 5 ist
die unipolare Impedanz, das heißt
die zwischen einer, im ventrikulären
Apex positionierten Elektrodenspitze und dem Gehäuse des implantierten Monitors
gemessene Impedanz zusammen mit der entsprechenden Zeitableitung
dieses Impedanzsignals sowie der Schleifenaufzeichnung für einen
gesunden Patienten gezeigt, und zwar im Ruhezustand, Kurve a, bei
einer Belastung von 30 W, Kurve b und bei einer Belastung von 75
W, Kurve c. Auch in diesem Fall ist das Auftreten der Kerbe im Impedanzsignal
offensichtlich.
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6 zeigt
Ergebnisse aus entsprechenden Messungen bei einem Patienten mit
dilatativer Kardiomyopathie. Die Kurven a), b) und c) zeigen das
Ergebnis aus rechtsventrikulären
unipolaren Impedanzmessungen bei einem Patienten während des
Ruhezustandes, Kurve a, bei einer Belastung von 30 W (cycling),
Kurve b und bei einer Belastung 60 W (cycling), Kurve c. Das Impedanzsignal
Z, die erste Zeitableitung der Impedanz dZ/dt und eine Schleife,
aufgezeichnet aus diesen beiden Signalen dZ/dt und Z sind dargestellt.
Bei diesen Beispielen ist eine markante Änderung im Erscheinungsbild
der Impedanzkerbe zwischen Ruhe- und Belastungszuständen zu beobachten,
die sich auf Relaxationsstörungen
des Patienten beziehen. Die Änderungen
im Kerbenerscheinungsbild sind in den Schleifenaufzeichnungen hervorgehoben.
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Tierversuche,
die Impedanzmessungen umfassen, welche gleichzeitig mit echokardiographischen
Messungen des mitralen Blutflusses durchgeführt wurden, zeigen ebenfalls
das Auftreten einer Impedanzkerbe im Zeitpunkt für den maximalen Zufluss in
der frühen
Diastole und vor dem ventrikulären Füllen, das
durch eine atriale Kontraktion hervorgerufen wird. Es hat sich auch
gezeigt, dass die Zeit zwischen der R-Welle im EKG und dem Auftreten
einer Impedanzkerbe gut mit der Herzfrequenz in einer physiologischen
Art korreliert.
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Zusammenfassend
zeigen die Tests, dass sich die in der diastolischen Impedanz erscheinende Kerbe
auf ein ventrikuläres
Ereignis und nicht auf ein atriales Ereignis bezieht. In praktisch
sämtlichen Tests
treten die Kerben vor der atrialen Systole auf. In einigen Fällen ist
das Zeitintervall zwischen der T-Welle in einem Herzschlag und der
P-Welle in dem darauf folgenden Schlag kurz und in solchen Fällen kann
gesehen werden, dass die Kerbe gleichzeitig mit der elektrischen
P-Welle auftritt. Die echokardiographischen Messungen des mitralen
Blutflusses zeigen jedoch, wie oben erwähnt, dass der atriale Beitrag
zur ventrikulären
Füllung
nach der Impedanzkerbe auftritt, d.h. die Kerbe bezieht sich auf
die rasche ventrikuläre
Füllung
in der frühen
Diastole.
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Offenbarung
der Erfindung
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Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, das oben diskutierte Wissen zu
verwenden, um eine Kerbenüberwachungsdiagnose
zum Detektieren früher Anzeichen
von gestörten
Relaxationsmustern des Herzens vorzusehen.
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Dieses
Ziel wird durch einen Monitor gemäß dem einleitenden Teil des
Anspruches 1 mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1
erreicht.
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So
zeigt bei vorliegender Erfindung eine von normalen Kerbenvariationen
abweichende Änderung im
betrachteten Parameter eine Relaxationsstörung an. Der genannte Parameter
wird mit einer Schablone verglichen, die normale Kerbenvariationen,
d.h. Zeitablauf und Form, während
beispielsweise bei Ruhe und bei Arbeitsbelastung, aufrecht und in
liegender Position etc. definiert. Ein Beispiel derartiger normaler Änderungen
in den Kerbencharakteristiken ist, wie oben diskutiert, ein reduziertes
Zeitintervall zwischen einer R-Welle oder einer ventrikulären Stimulation
und der detektierten Kerbe bei vergrößerter Herzfrequenz. Für diesen
Zweck ist die Schleife besser als beispielsweise eine Signal/Zeit-Darstellung, da
sie nicht nur das interessierende Signal berücksichtigt, sondern auch eine
zusätzliche
Größe analysiert
wird. Kleinere Änderungen
im gemessenen Signal werden auf diese Weise in viel größeren Einzelheiten
enthüllt.
Die Schablone muss für
jeden einzelnen Patienten unter der Überwachung eines Arztes bestimmt
werden. Die Überwachungsmöglichkeit
von frühen
Anzeichen gestörter
Relaxationsmuster, die durch die vorliegende Erfindung erhalten
wird, liefert einen sehr wesentlichen diagnostischen Vorteil und ermöglicht es,
dem Arzt geeignete Maßnahmen
zu ergreifen, um zu verhindern, dass ein kongestiver Herzfehler
eskaliert und um vielleicht sogar einen Krankenhausaufenthalt für den Patienten
zu vermeiden.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausführungsform des
erfindungsgemälien
Monitors, bei der der genannte Monitor Mittel enthält, um die
Herzfrequenz des Patienten zu überwachen,
ist der genannte Komparator ausgelegt, die Korrelation zwischen
der Zeit zwischen dem Auftreten einer R-Welle/ventrikulären Stimulation
und der Zeit des Auftretens der Kerbe, sowie der Herzfrequenz zu
bestimmen. Die Detektionsvorrichtung ist vorzugsweise ausgelegt,
den Zeitverlauf der aufgetretenen Kerben durch Messen der Zeit zwischen
dem Auftreten der R-Welle oder, falls geeignet, der Ausgabe eines
ventrikulären
Stimulationsimpulses und dem nachfolgenden Auftreten einer Kerbe
in dem Impedanzsignal zu erfassen. Somit wird das Zeitintervall
zwischen der abgefühlten R-Welle
oder dem ventrikulären
Stimulationsereignis und der detektierten Kerbe gemessen und kann
zusammen mit der aktuellen Herzfrequenz gespeichert werden, um es
dem Arzt zu ermöglichen,
Statistiken über
das Kerbenverhalten im Datum und in der Zeit für eine Kerbenveränderung, über die
Anzahl von Kerbenveränderungsereignissen,
Frequenzänderung
und Dauer, Pegel einer Kerbenveränderung etc.,
zu verfolgen, um dann zu entscheiden, ob zusätzliche medizinische Kontrolluntersuchungen
vorzunehmen sind.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen des
Monitors ist der genannte Komparator ausgelegt, die Form der Schleife
in dem Teil der Schleife, der dem Kerbenabschnitt des Impedanzsignals
entspricht, mit einem entsprechenden Teil der Schleifenschablone
zu vergleichen. Bestimmte im Impedanzsignal auftretende Erscheinungen
können
in der Schleifenaufzeichnung hervorgehoben werden, so dass die Erfassung
und Analyse dieser Erscheinungen erleichtert wird.
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Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Monitors
ist der Komparator ausgelegt, Zeitverlauf und Form der Kerbe, Zeitableitungen
der Kerbe und entsprechende Schleifencharakteristiken mit entsprechenden
vorbestimmten Größen im Zeitverlauf
und in der Form, in der Zeitableitung bzw. von Schleifenschablonen,
zu vergleichen. Durch gleichzeitiges Untersuchen der drei Größen, Impedanzsignal,
Zeitableitung des Impedanzsignals und der aus den Werten des Impedanzsignals
und ihrer Zeitableitung erhaltenen Schleife, ist eine noch zuverlässigere
Erfassung von möglichen
Störungen
im diastolischen Relaxationsmuster detektierbar.
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Gemäß weiterer
vorteilhafter Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Monitors
ist mit der genannten Impedanzmessvorrichtung eine erste Mittelwertbildungsvorrichtung
zum Bestimmen eines Durchschnittsimpedanzsignals aus den, während einer
vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen, gemessenen Impedanzsignalen
verbunden und die genannte Detektionsvorrichtung ist mit der genannten ersten
Mittelwertbildungsvorrichtung verbunden, um das Auftreten von und
den genannten Parameter der genannten wenigstens einen Kerbe aus
dem genannten Durchschnittsimpedanzsignal zu erfassen. Durch Verwendung
von Durchschnittssignalen auf diese Weise, kann die Zuverlässigkeit
bei der Erfassung von Störungen
in der diastolischen Relaxation weiter verbessert werden.
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In
einigen Fällen
mag die Kerbe jedoch etwas unklar und in dem Durchschnittsimpedanzsignal nicht
deutlich erscheinen. Die Kerbe kann in diesen Fällen deutlicher in der Standardabweichungskurve auftreten,
die aus den gemessenen Impedanzkurven erhalten worden ist. Gemäß einer
weiteren vorteilhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Monitors
ist deshalb die erste Mittelwertbildungsvorrichtung so ausgebildet,
dass sie die Standardabweichung der Impedanzsignale bestimmt, die
während einer
vorbestimmten Anzahl von Herzzyklen gemessen worden sind und dass
die genannte Detektionsvorrichtung mit der genannten ersten Mittelwertbildungsvorrichtung
verbunden ist, um das Auftreten von und den genannten Parameter
der genannten wenigstens einen Kerbe aus der genannten Standardabweichung
zu erfassen.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf einen Herzstimulator mit einem Impulsgenerator
zum Erzeugen von Stimulationsimpulsen für die Ausgabe zum Herzen eines
Patienten mittels einer Elektrodenvorrichtung, die für die Positionierung
in einer oder in beiden unteren Herzkammern ausgelegt ist, und der durch
einen erfindungsgemäßen Monitor
gekennzeichnet ist. Durch Ausstatten eines Herzstimulators mit einer
derartigen Kerbenüberwachungsdiagnose wird
ein Herzstimulator mit deutlich verbesserten Diagnosemöglichkeiten
erhalten.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Überwachen
einer diastolischen Relaxation des Herzens eines Patienten gemäß dem einleitenden
Teil der Beschreibung, das gekennzeichnet ist durch die Schritte
Bilden der Zeitableitung des Impedanzsignals, Aufzeichnen der Impedanzwerte über Werten
der Zeitableitung, um für
jeden Herzzyklus eine Schleife zu bilden und Vergleichen der genannten
Schleife mit einer vorbestimmten Schleifenschablone. So kann erfindungsgemäß ein Impedanzsignal
benutzt werden, das mittels Elektroden erhalten wird, die in einer
oder in den beiden unteren Herzkammern oder im koronaren Sinus angeordnet
sind.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Um
die Erfindung mehr im Detail zu erläutern, wird im folgenden eine
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Monitors
anhand der 7 bis 9 der
Zeichnungen beschrieben, in denen
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1 die
aus einem Tierversuch erhaltenen Messsignale zeigt,
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2 und 3 das
Impedanzsignal und das interkardiale EKG zeigen, die von einem menschlichen
Wesen während
des Ruhezustandes und während
einer durch Arzneimittel induzierten Arbeitsbelastung erhalten worden
sind,
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4 das
Impedanzsignal, die Zeitableitung des Impedanzsignals und entsprechende
durch die Impedanzwerte gebildete Schleifen sowie entsprechende
Zeitableitungswerte aus den rechtsventrikulären bipolaren Impedanzmessungen
in einem gesunden Patienten während
des Ruhezustandes für drei
verschiedene Abstände
zwischen den Elektroden zeigt,
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5 ein
unipolares Impedanzsignal zeigt, das von einem gesunden Menschen
im Ruhezustand erhalten worden ist und zwei verschiedene Belastungszustände, zusammen
mit entsprechenden Zeitableitungen und Schleifen,
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6 die
entsprechenden Kurven für
einen Kardiomyopathie-Patienten zeigt,
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7 in Form eines Blockdiagramms eine Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Monitors zeigt,
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8 ein
Beispiel für
das Erhalten einer Information über
eine Kerbenmustervariation darstellt, und
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9 die
Zeit der R-Wellenkerbe und die Standardabweichung des Kerbenschleifenbereiches als
Funktion der Herzfrequenz zeigt.
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Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform
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Das
Blockdiagramm in 7 ist in einen Signalaufbereitungsabschnitt,
einen Kerbenerfassungsabschnitt, einen Kerbenkennlinienabschnitt,
einen Impedanzmessabschnitt und einen abschließenden allgemeinen Operationsabschnitt
unterteilt.
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Der
Buchstabe Z bezeichnet die gemessene Impedanz, wie weiter unten
erläutert
werden wird, und im Signalaufbereitungsabschnitt wird das Impedanzsignal
Z einem Filter 1 zugeführt,
welches ein Glättungsfilter
für das
rohe Impedanz-Signal ist, um Rauschen und Artefakte zu entfernen.
Die Zeitableitungs- und Filter-Einheit 2 ist ein Hochpassfilter,
um eine erste Zeitableitung des Impedanzsignals zu erzeugen und
ein Glättungsfilter,
um Rauschen und Artefakte zu beseitigen.
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Es
wird auch für
den Patienten ein Elektrogramm aufgezeichnet und einem Herzfrequenzrechner 3 zugeführt. Der
Herzfrequenzrechner berechnet aus den abgefühlten R-Wellen, oder wo zutreffend, aus
den ventrikulären
Stimulationen die Herzfrequenz.
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Eine
Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist vorgesehen, um
aus beispielsweise 10 Herzzyklen des gemessenen Elektrogramms ein
Durchschnittsimpedanzsignal zu berechnen. Die Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist
ausgelegt, um auch eine entsprechende gemittelte Zeitableitung zu berechnen.
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Mit
der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 ist ein Schleifenbildner 5 verbunden,
um das Durchschnittsimpedanzsignal und die durchschnittliche Zeitableitung
zu empfangen und durch Aufzeichnen der Impedanzwerte über den
zugehörigen
Zeitableitungswerten eine Schleife zu bilden. Aus der Schleife werden
zusammen mit Zeitablaufeingängen
aus einem Kerbendetektor 6 Kerbenkennlinien bestimmt.
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Der
Kerbendetektor 6 des Kerbendetektionsabschnittes ist mit
der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 verbunden,
um das Vorhandensein von Kerben aus dem Durchschnitts-Impedanzsignal
zu erfassen und gegebenenfalls den Zeitverlauf im Herzzyklus der
Kerbe. Der Kerbendetektor 6 ist ausgelegt, alternativ das
Auftreten einer Kerbe aus der durchschnittlichen Zeitableitung zu
bestimmen, die von der Ensemble-Mittelwertbildungseinheit 4 erhalten
worden ist.
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In
dem temporären
Kerbenvariationsspeicher 7 des Kerbenkennlinienabschnittes
werden Kerbencharakteristiken, z.B. Kerbenformen, wie sie entweder
im Impedanzsignal, in der ersten Zeitableitung des Impedanzsignals
oder in der entsprechenden Schleife auftreten, R-Welle zu Kerbenzeit
korreliert zur Herzfrequenz etc., kontinuierlich gespeichert.
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Der
normale Kerbenvariationsspeicher 8 enthält normale Kerbenvariationsmusterschablonen
für die
im Speicher 7 gespeicherten Charakteristiken. Diese Schablonen
sind für
jeden Patienten eindeutig und werden unter der Überwachung eines Arztes individuell
bestimmt.
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Der
Impedanz-Messabschnitt stellt die Impedanzmessungen dar, die durch
den erfindungsgemäßen Monitor
oder durch einen Herzstimulator, wie einen Schrittmacher, der mit
einem solchen Monitor ausgestattet ist, ausgeführt werden. Der Monitor oder Herzstimulator
enthält
eine Leitung mit einer oder mehreren Elektroden. In dem Beispiel
ist eine bipolare ventrikuläre
Elektrode dargestellt. Über
die Leitung wird Strom zugeführt
und die entsprechende Spannung zwischen den beiden Elektroden oder
zwischen einer Elektrode und dem Monitor oder Stimulatorgehäuse wird
gemessen. Diese Spannung stellt die Impedanz Z dar.
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Der
letzte allgemeine Operationsabschnitt des Monitors (oder Stimulators)
enthält
einen Komparator/Detektor 10 für einen kontinuierlichen Vergleich
des vom Speicher 7 erhaltenen aktuellen Kerbenvariationsmusters
mit einer vom Speicher 8 erhaltenen Schablone. Durch diesen
Komparator und Detektor 10 wird ein abnormales Kerbenmuster
detektiert, wie der Verlust von Kerben oder eine Änderung
in der Kerbenform, wie sie aus der entsprechenden Schleife ersichtlich
ist, wie auch Diskrepanzen in der R-Welle-zu-Kerbenzeit Korrelation
gegenüber der
Herzfrequenz, etc.
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Kerbenmustervariationen,
die eine Erfassung von abnormalen Kerbenvariationsmustern enthalten,
werden im Kerbendiagnosespeicher 11 gespeichert. So können beispielsweise
die Anzahl der abnormalen Kerbenvariationsereignisse, Zeit und Datum
für abnormale
Kerben, die Dauer des jeweiligen abnormalen Kerbenvariationsereignisses,
der Pegel der Kerbenänderungen
etc. gespeichert werden. Der Arzt kann dann diese Informationen
benutzen, um Kerbenverhaltensstatistiken zu verfolgen und zu entscheiden,
ob weitere medizinische Untersuchungen durchgeführt werden sollen.
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8 stellt
ein Beispiel dar, wie Informationen über Kerbenmustervariationen
erhalten werden können.
Bei 12 ist eine dZ/dt-Z-Schleife aus einem Herzschlag dargestellt,
und bei 14 ist der entsprechende Kerbenschleifenbereich
gezeigt. Bei 16 sind in 8 Kerbenschleifenbereiche
aus einer Vielzahl von Herzschlägen
dargestellt. Wie ersichtlich, variieren die aus verschiedenen Herzschlägen erhaltenen Schleifenbereiche
und der Standardabweichungswert STD der Kerbenschleifenbereiche
zeigt das Variationsmuster bei dieser speziellen Herzfrequenz.
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9 zeigt
ein Beispiel einer gemessenen normalisierten R-Wellen-Kerbenzeit,
die über
der Herzfrequenz (bpm) aufgezeichnet ist. So kann es bei einem einzigen
Patienten aussehen. Längs
der gemessenen zeitlichen Information ist über der Herzfrequenz eine schematische
Kurve einer Standardabweichung STD des Kerbenschleifenbereiches
aufgezeichnet. Zusammen bilden diese Kurven ein Beispiel eines Kerbenvariationsmusters,
das berechnet und dann im temporären
Kerbenvariationsspeicher 7 von 7 gespeichert
und mit einem normalen Kerbenvariationsmuster verglichen werden
kann, welches im Speicher 8 von 7 gespeichert
ist.
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Dies
ist nur ein Beispiel, um Kerbencharakteristiken in Form von Variationsmustern
darzustellen. Selbstverständlich
können
mehrere andere Kombination und Größen benutzt werden, um solche
Kerbencharakteristiken darzustellen.