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DE60113231T2 - Vorrichtung und verfahren für kontinuierliches oder halbkontinuierliches giessen von aluminium - Google Patents

Vorrichtung und verfahren für kontinuierliches oder halbkontinuierliches giessen von aluminium Download PDF

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DE60113231T2
DE60113231T2 DE60113231T DE60113231T DE60113231T2 DE 60113231 T2 DE60113231 T2 DE 60113231T2 DE 60113231 T DE60113231 T DE 60113231T DE 60113231 T DE60113231 T DE 60113231T DE 60113231 T2 DE60113231 T2 DE 60113231T2
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DE
Germany
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tundish
aluminum
casting
mold
molten
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DE60113231T
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DE60113231D1 (de
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Julius Gabriël TAHITU
Pierre Jean WESTERVELD
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Aleris Switzerland GmbH
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Corus Technology BV
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Publication date
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Publication of DE60113231T2 publication Critical patent/DE60113231T2/de
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/10Supplying or treating molten metal
    • B22D11/11Treating the molten metal
    • B22D11/113Treating the molten metal by vacuum treating
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D21/00Casting non-ferrous metals or metallic compounds so far as their metallurgical properties are of importance for the casting procedure; Selection of compositions therefor
    • B22D21/002Castings of light metals
    • B22D21/007Castings of light metals with low melting point, e.g. Al 659 degrees C, Mg 650 degrees C

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen von geschmolzenem Aluminium, um einen Barren in der Gussform einer Gussmaschine zu formen, wobei die Vorrichtung einen Einfüllkanal, eine Gussform und Zuführmittel, die an den Einfüllkanal gekoppelt sind und in die Gussform hineinreichen, enthält. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen von geschmolzenem Aluminium, um Barren aus dem Einfüllkanal zu formen, durch Benutzen von Zuführmitteln, die mit der Zuführwanne verbunden sind und in eine Gussform hineinreichen.
  • Es ist darauf zu achten, dass an den Stellen, an denen in der vorliegenden Patentanmeldung von Barren die Rede ist, der Begriff auch Knüppel (die im Wesentlichen runde Querschnittsflächen haben) oder andere Arten des Gießens beinhalten soll.
  • Eine Vorrichtung zum Gießen von Aluminiumbarren, die in industriellem Maßstab weit verbreitet ist, benutzt zwei Metallniveaus und enthält einen Einfüllkanal oder eine Übergangspfanne, die gegenüber der Gussform oder einer Serie von Gussformen unterhalb auf einem höheren Niveau angeordnet ist. Vorrichtungen dieser Art enthalten, ohne Einschränkung, eine Vor richtung für das direkte Kokillengussverfahren (DC) und das elektromagnetische Gussverfahren (EMC). Das geschmolzene Aluminium wird von einem Gussofen über den Einfüllkanal in die Gussform befördert und zwar mithilfe von Zuführmitteln, wie einem Ausguss, einem Tauchrohr oder einer Gussdüse, wobei die Zuführmittel mit dem Einfüllkanal verbunden sind und oft eine Austrittsöffnung im Boden oder der Basis des Einfüllkanals bilden. Die Gussdüse tritt unterhalb des Meniskus des geschmolzenen Aluminiums in die Gussform aus. Der Ausgang oder die Austrittsöffnung der Gussdüse ist im Allgemeinen etwa 20 bis 160 mm unter dem Meniskus angeordnet. Um den Fluss des Aluminiums aus der Gussdüse in die Gussform im Hinblick auf Richtung und Geschwindigkeit zu einem gewissen Grad überwachen zu können, und um demzufolge auch das spätere Makroabsonderungsprofil in dem gegossenen Barren überwachen zu können, ist es üblich, dass eine aus einem Glasfasermaterial bestehende Tasche unterhalb der Austrittsöffnung angeordnet ist.
  • Ein Nachteil bei der Verwendung einer solchen Glasfasertasche besteht darin, dass ein einzelner Guss im Allgemeinen schwierig zu reproduzieren ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Oxide dem Glasfasermaterial während des Gießens anhaften können und in unregelmäßigen Intervallen von diesem Material gelöst werden und somit negative Auswirkungen auf die Qualität des Barrens haben. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass es bei der Anlaufphase eines Gussvorgangs zu einer Anhäufung großer Oxidmengen in der Glasfasertasche kommen kann, wobei diese Oxide dann, während des Gießens, in den Gussbarren eindringen können und folglich negative Auswirkungen auf die Qualität des Barrens haben können.
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine verbesserte Vorrichtung anzugeben, die die obigen Nachteile nicht aufweist, oder die diese Nachteile zumindest in viel geringerem Maße aufweist.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Gießen von Aluminiumbarren anzugeben, das die obigen Nachteile nicht aufweist oder diese Nachteile zumindest in viel geringerem Maße aufweist.
  • Bei einem Aspekt der Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Zuführmittel mit einer Gießwanne verbunden sind, wobei die Gießwanne mit einem Einlassteil ausgestattet ist, um das geschmolzene Aluminium aus dem Einfüllkanal in die Kammer der Gießwanne einzulassen, und außerdem mit Mitteln zur Druckminderung, um den absoluten Gasdruck in dem Teil der Gießwanne zu mindern, der über dem flüssigen, in die Kammer der Gießwanne eingelassenen Aluminium liegt, und wobei die Mittel zur Druckminderung während des Gebrauchs einen absoluten Gasdruck im Bereich von 0,50 bis 0,97 bar in dem Teil der Gießwanne erzeugen können, der über dem flüssigen, in die Kammer der Gießwanne eingelassenen Aluminium liegt. Dies entspricht einem absoluten Druckunterschied gegenüber dem Luftdruck von 0,50 bis 0,03 bar. Selbst ein relativ geringer absoluter Druckunterschied führt zu einer deutlichen Verbesserung bei der Überwachung der Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit des Aluminiums in die Gussform, wobei die Form dazu dient, einen Barren mit einer Dicke von 450 mm oder mehr und einer Breite von 2000 mm oder mehr zu gießen.
  • Die Benutzung einer Gießwanne in einer Gussmaschine diesen Typs zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen eines Aluminiumbarrens bedeutet, dass die Strömungsgeschwindigkeit des geschmolzenen Aluminiums in die Gussform wesentlich erfolgreicher mithilfe des Gasdrucks überwacht werden kann und deshalb in dem entstandenen Barren ein Makroabsonderungsprofil erreicht wird, das besser reproduzierbar und flacher ist. Des Weiteren ist der Gebrauch der bekannten Glasfasermaterialtasche nicht mehr nötig und demzufolge sind alle damit verbundenen Nachteile behoben. Des Weiteren wirkt sich der verminderte Gasdruck in dem Teil der Gießwanne, der über dem geschmolzenen, in die Gießwanne eingelassenen Aluminium liegt, also in der Kammer der Gießwanne, so aus, dass die Bildung eines Wirbels oder Strudels in unmittelbarer Nähe zum Übergangsbereich von der Gießwanne zu den Zuführmitteln, beispielsweise einer Gussdüse, deutlich reduziert wird. Einen weiteren Vorteil stellt der wesentlich stabilere und weniger schwankende Meniskus in der Gussform dar.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Druckminderung einen absoluten Gasdruck im Bereich zwischen 0,75 und 0,95 bar in dem Teil der Gießwanne erzeugen, der über dem in die Kammer der Gießwanne eingelassenen, flüssigen Aluminium liegt. Dies entspricht einem absoluten Druckunterschied gegenüber dem Luftdruck von 0,25 bis 0,05 bar. Dies führt zu einer weiteren Verbesserung bei der Überwachung der Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit des Aluminiums in die Gussform.
  • Es hat sich herausgestellt, dass es beim Gießen von Aluminiumlegierungen, welche Legierungselemente mit einem niedrigeren Dampfdruck als geschmolzenes Aluminium bei einer vorgegebenen Temperatur enthalten, wie z. B. Magnesium, bei Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, zu keinen wesentlichen Proble men mit dem etwas verminderten Luftdruck in der Gießwanne kommt. Es ist möglich, dass durch den verminderten Gasdruck eine leichte Entgasung des geschmolzenen Aluminiums auftritt, wobei diese Entgasung jedoch nicht Ziel der vorliegenden Erfindung ist.
  • Die Zuführmittel können eine Gussdüse enthalten, die derart geformt ist, dass das Strömungsbild des Aluminiums in die Gussform im Wesentlichen stabil und symmetrisch ist. Die Erfindung basiert zum Teil auf der Erkenntnis, dass eine Gießwanne mit einer Kammer mit herabgesetztem Gasdruck die Möglichkeit bietet, sich von den bekannten Gussdüsen oder Ausgüssen wegzubewegen, zusammen mit den damit verbundenen Nachteilen, und die Auswahl einer Gussdüse ermöglicht, die wesentlich besser dazu geeignet ist, ein erwünschtes Flüssigkeitsströmungsbild in der Gussform aufzuerlegen und beizubehalten. Das erwünschte Strömungsbild kann sich sowohl auf die Symmetrie, die Stabilität, die Austrittsgeschwindigkeit, die Austrittsrichtung als auch auf passende oder erwünschte Kombinationen daraus beziehen.
  • Die gesamte Querschnittsaustrittsfläche der Gussdüse, AAustrittsdüse, geteilt durch die horizontale Querschnittsfläche der Gussform (die im Wesentlichen der Dicke multipliziert mit der Breite des Aluminiumbarrens entspricht), AGussform, kann im Bereich von 0,0001 bis 0,1 liegen, und liegt bevorzugt in einem Bereich von 0,001 bis 0,1. Der dimensionslose Verlustkoeffizient, der in Beziehung zur mittleren Geschwindigkeit des geschmolzenen Aluminiums in der Querschnittsaustrittsfläche der Gussdüse steht, liegt typischerweise im Bereich von weniger als 1,6·106, und vorzugsweise in einem Bereich von weniger als 10.
  • Abhängig von der Breite des zu gießenden Barrens, ist es auch möglich, dass sich zwei oder mehr Gussdüsen in eine Gussform öffnen.
  • Eine Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnung der Zuführmittel, vorzugsweise eine Gussdüse, in einem Bereich von mehr als 20 mm unterhalb des Meniskus des geschmolzenen Aluminiums in der Gussform liegt, und vorzugsweise in einem Bereich von nicht mehr als 150 mm, und noch bevorzugter in einem Bereich von 40 bis 70 mm.
  • Es hat sich gezeigt, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Gießen von im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke und einer Breite besonders geeignet ist, wobei die Dicke mehr als 500 mm beträgt.
  • Es hat sich gezeigt, dass die Vorrichtung gemäß der Erfindung zum Gießen von im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke und einer Breite besonders geeignet ist, wobei die Breite mehr als 2300 mm beträgt, und noch bevorzugter mehr als 2500 mm beträgt.
  • Aluminiumbarren mit einer Querschnittsfläche von 450 × 2300 mm oder mehr werden in Fachkreisen oft als „Jumbo"barren bezeichnet. Barren dieser Größe sind sehr schwierig kontinuierlich oder halbkontinuierlich zu gießen und weisen oft ein Makroabsonderungsprofil auf, das schwierig zu reproduzieren und höchst unvorteilhaft ist. Die Herstellung sehr großer Barren dieser Größenordnung mithilfe der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung hat deutliche Vorteile, insbesondere ein vorteilhaftes Makroabsonderungsprofil und eine besser zu überwachende Strömung des geschmolzenen Aluminiums in die Gussform.
  • Bei einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Gießen des geschmolzenen Aluminiums vorgesehen, um einen Barren in der Gussform einer Gussmaschine zu formen, umfassend die Schritte des Gießens des geschmolzenen Aluminiums gemäß dem angehängten Verfahrensanspruch 8.
  • Benutzt man das Verfahren gemäß der Erfindung zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen eines Aluminiumbarrens, kann die Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit des Aluminiums in die Gussform wesentlich erfolgreicher überwacht werden, und deshalb wird in dem abschließend gegossenen Barren ein Makroabsonderungsprofil erreicht, das erfolgreicher reproduziert werden kann und das vorteilhafter ist. Des Weiteren ist der Gebrauch einer Glasfasermaterialtasche nicht mehr nötig, was dazu führt, dass alle damit verbundenen Nachteile überwunden werden. Des Weiteren bedeutet ein verminderter Gasdruck in dem Teil der Gießwanne, der über dem geschmolzenen, eingelassenen Aluminium liegt, dass die Bildung eines Wirbels oder Strudels in unmittelbarer Nähe zum Übergangsbereich von der Gießwanne zu den Zuführmitteln, beispielsweise einer Gussdüse, deutlich reduziert wird.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein absoluter Gasdruck in einem Bereich von 0,75 bis 0,95 bar in dem Teil der Gießwanne gewählt ist, der über dem flüssigen, in die Gießwanne eingelassenen Aluminium liegt. Selbst ein relativ geringer absoluter Druckunterschied führt zu einer deutlichen Verbesserung bei der Überwachung der Flüssigkeitsströmungsgeschwindigkeit des Aluminiums in die Gussform. Ein weiterer Vorteil und eine bevorzugte Anordnung sind, dass die Stopfenstange, als Überwachungsteil, nicht länger direkt oberhalb oder fluchtend mit der Gussdüse angeordnet sein muss. Das führt dazu, dass durch eine Stopfenstange ausgelöste Unterbrechungen das Flüssigkeitsströmungsbild eines Tauchrohrs oder einer Gussdüse nicht mehr beeinträchtigen. Des Weiteren bewirkt dies eine erwünschte und stabilere, gleichförmige und symmetrische Eintrittsflüssigkeitsströmung.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminium gegossen wird, um einen im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke von 500 mm oder mehr zu bilden, und des Weiteren dadurch, dass das Aluminium gegossen wird, um einen im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Breite von 2300 mm oder mehr, vorzugsweise mehr als 2500 mm zu bilden.
  • Aluminiumbarren mit einer Querschnittsfläche von 450 × 2000 mm oder größer werden in Fachkreisen oft als „Jumbo"barren bezeichnet. Große Barren dieses Typs sind sehr schwierig kontinuierlich oder halbkontinuierlich zu gießen und weisen oft ein Makroabsonderungsprofil auf, das schwierig zu reproduzieren und höchst unvorteilhaft ist. Die Herstellung großer Barren dieser Größenordnung mithilfe der Vorrichtung gemäß der Erfindung hat deutliche Vorteile, insbesondere ein wesentlich vorteilhafteres Makroabsonderungsprofil als Ergebnis einer erfolgreicheren Überwachung der Flüssigkeitsströmung des Aluminiums in die Gussform.
  • Es hat sich ebenfalls gezeigt, dass das Verfahren und die Vorrichtung gemäß der Erfindung besonders geeignet sind für die Herstellung von Barren aus geschmiedeten Aluminiumlegierungen mit einem hohen Anteil an Legierungselementen, insbesondere den Aluminiumlegierungen aus den Aluminium Association Serien (AA)2xxx, (AA)5xxx und (AA)7xxx, wie beispielsweise, aber nicht darauf beschränkt, 2024, 2034, 5053, 5069, 7010, 7050, 7075 und Abwandlungen davon.
  • Die Erfindung wird unten unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, die nicht beschränkende Ausführungsformen darstellen, beschrieben. In den Zeichnungen:
  • zeigt 1 eine schematische Ansicht einer kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Betriebsvorrichtung zur Herstellung eines Aluminiumbarrens unter Verwendung der Erfindung, und
  • 2a und 2b zeigen einen schematischen Querschnitt durch eine Gussdüse zum Koppeln an eine Gießwanne in einer Vorrichtung gemäß dieser Erfindung.
  • 1 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum halbkontinuierlichen Gießen eines Barrens 1, in der eine Gießwanne 3 vorgesehen ist, die mit Mitteln zur Druckminderung 5, wie z. B. einer Vakuumpumpe, verbunden ist, um den Gasdruck in dem Teil der Gießwanne 3 zu verringern, der über dem eingelassenen geschmolzenen Aluminium liegt, und ein Einlassteil 10 ist ebenfalls vorgesehen, um geschmolzenes Aluminium aus dem Einfüllkanal 4 in die Gießwanne einzulassen. In dem Einfüllkanal 4 herrscht normaler Luftdruck. Das Einlassen von geschmolzenem Aluminium kann mithilfe einer Stopfenstange 6 geregelt werden. Das Regelsystem zum Einlassen von geschmolzenem Aluminium kann automatisiert sein. Um das Fließen des geschmolzenen Alumini ums von der Gießwanne 3 in die Gussform 8 zu regeln, ist es nicht notwendig, dass die Stopfenstange 6 unmittelbar oberhalb oder fluchtend mit den Zuführmitteln angeordnet ist, wobei die Zuführmittel die Gussdüse sind. Diese Vorrichtung wird sogar bevorzugt. Das geschmolzene Aluminium fließt über die Zuführmittel 2, wie z. B. die Gussdüse, die mit der Gießwanne verbunden sind, in eine Gussform 8. Die Zuführmittel 2 erstrecken sich bis unterhalb des Meniskus 7 des geschmolzenen Aluminiums in der Gussform. Der Abstand X2 zwischen dem Meniskus 7 des geschmolzenen Aluminiums und der Austrittsöffnung 9 der Zuführmittel 2 liegt vorzugsweise in einem Bereich von weniger als 70 mm. Dies ist insbesondere wichtig, wenn „Jumbo"barren gegossen werden. Der Abstand X1 zwischen dem Boden der Gießwanne 3 und der Austrittsöffnung 9 der Zuführmittel 2 liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 300 und 500 mm, und vorzugsweise in einem Bereich von 400 bis 500 mm. Der Höhenunterschied Δh zwischen dem Flüssigkeitsniveau in der Gießwanne und dem Flüssigkeitsniveau 7 in der Gussform liegt typischerweise in einem Bereich von 150 bis 1500 mm, und bevorzugt in einem Bereich von 150 bis 1000 mm.
  • 2a zeigt schematisch eine Gussdüse 2, die sich zur Benutzung in Kombination mit der Gießwanne gemäß der Erfindung als besonders geeignet erwiesen hat. Die Gussdüse umfasst zwei symmetrische Austrittsöffnungen 9, die in einem Winkel α1 gegenüber einer Längsachse stehen, wobei die Längsachse, im Betrieb, die senkrechte Achse darstellt. In 2a, ist α1 gleich 20° gegenüber der Horizontalen und liegt typischerweise in einem Bereich von 10° bis 90°. Die Gussdüse besteht aus einem geeigneten feuerfesten Material. Der Querschnitt der Gussdüse kann verschiedene Formen annehmen, wie z. B. oval und rund. Die Austrittsöffnungen können ebenfalls verschiedene Formen annehmen. In 2b, ist α1 gleich 20° und, davon unabhängig, kann α2 in einem Bereich von 10° bis 90°, und vorzugsweise 20° bis 90° gewählt werden.
  • Nachdem die Erfindung nun vollständig beschrieben wurde, wird es nun für einen Fachmann durchschnittlichen Könnens offensichtlich sein, dass viele Änderungen und Abwandlungen durchgeführt werden können, ohne vom Schutzbereich der Erfindung, der in den hier beigefügten Ansprüchen aufgezeigt ist, abzuweichen.

Claims (15)

  1. Vorrichtung zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen von geschmolzenem Aluminium, um einen Barren in der Gussform einer Gussmaschine zu formen, wobei die Vorrichtung enthält: einen Einfüllkanal (4), eine Gussform (8) und Zuführmittel (2), die an den Einfüllkanal (4) gekoppelt sind und in die Gussform (8) hineinreichen, dadurch gekennzeichnet, dass des Weiteren eine Gießwanne (3) vorgesehen ist, und wobei die Zuführmittel (2) mit der Unterseite der Gießwanne (3) verbunden sind, wobei die Gießwanne (3) mit einem Einlassteil (10) ausgestattet ist, um das geschmolzene Aluminium aus dem Einfüllkanal (4) in die Gießwanne (3) einzulassen, und außerdem mit Mitteln zur Druckminderung (5), um den absoluten Gasdruck in dem Teil der Gießwanne (3) zu mindern, der über dem geschmolzenen, in die Gießwanne (3) eingelassenen Aluminium liegt, und wobei die Mittel zur Druckminderung (5) während des Gebrauchs einen absoluten Gasdruck im Bereich von 0,50 bis 0,97 bar in dem Teil der Gießwanne (3) erzeugen können, der über dem geschmolzenen in die Gießwanne (3) eingelassenen Aluminium liegt, und wobei die Gussform (8) dazu dient, einen Barren mit einer Dicke von 450 mm oder mehr und einer Breite von 2000 mm oder mehr zu gießen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Mittel zur Druckminderung (5) während des Gebrauchs einen absoluten Gasdruck im Bereich zwischen 0,75 und 0,95 bar in dem Teil der Gießwanne erzeugen können, der über dem in die Gießwanne eingelassenen, geschmolzenen Aluminium liegt.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Zuführmittel (2) eine Gussdüse enthalten, die derart geformt ist, dass das Flüssigkeitsströmungsbild des geschmolzenen Aluminiums in die Gussform im Wesentlichen stabil und symmetrisch ist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die gesamte Austrittsfläche der Gussdüse, geteilt durch die horizontale Querschnittsfläche der Gussform, im Bereich von 0,0001 bis 0,1 liegt, und vorzugsweise im Bereich von 0,001 bis 0,1.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Gussdüse einen dimensionslosen Verlustkoeffizienten in Beziehung zur mittleren Geschwindigkeit des geschmolzenen Aluminiums in der Querschnittsaustrittsfläche der Gussdüse im Bereich von weniger als 1,6·E6 hat, und vorzugsweise im Bereich von weniger als 10.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zum Gießen eines Barrens mit einer Länge, einer Breite und einer Dicke, wobei die Gussform solche Abmessungen hat, dass das Gießen eines Barrens mit einer Dicke von 500 mm oder mehr möglich ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Gießen eines Barrens mit einer Länge, einer Breite und einer Dicke, wobei die Gussform solche Abmessungen hat, dass das Gießen eines Barrens mit einer Breite von 2300 mm oder mehr, und vorzugsweise von 2500 oder mehr, möglich ist.
  8. Verfahren zum kontinuierlichen oder halbkontinuierlichen Gießen von geschmolzenem Aluminium, um einen Barren in der Gussform (8) einer Gussmaschine zu formen, umfassend die die Schritte des Gießens des geschmolzenen Aluminiums über einen Einfüllkanal (4) und durch Benutzen von Zuführmitteln (2), die über eine Gießwanne (3) an den Einfüllkanal (4) gekoppelt sind, und wobei die Zuführmittel (2) mit der Unterseite der Gießwanne (3) verbunden sind und in eine Gussform (8) hineinreichen, dadurch gekennzeichnet, dass der absolute Gasdruck durch Mittel zur Druckminderung (5) über dem geschmolzenen, in eine Gießwanne (3) eingelassenen Aluminium verringert wird, wobei die Gießwanne (3) an ihrer Unterseite mit den Zuführmitteln (2) verbunden und des weiteren mit einem Einlassteil (10) ausgestattet ist, um das geschmolzene Aluminium aus dem Einfüllkanal (4) in die Gießwanne (3) einzulassen, und wobei ein absoluter Gasdruck im Bereich von 0,50 bis 0,97 bar in dem Teil der Gießwanne (3) aufgebracht wird, der über dem geschmolzenen, in die Gießwanne (3) eingelassenen Aluminium liegt, und wobei das Aluminium zu einem im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke und einer Breite gegossen wird, wobei die Dicke 450 mm oder mehr und die Breite 2000 mm oder mehr betragen.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei während des Gebrauchs ein absoluter Gasdruck im Bereich von 0,75 bis 0,95 bar in dem Bereich der Gießwanne aufgebracht wird, der über dem geschmolzenen in die Gießwanne eingelassenen Aluminium liegt.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei das Aluminium zu einem im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke und einer Breite gegossen wird, wobei die Dicke 500 mm oder mehr beträgt.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei das Aluminium zu einem im Wesentlichen rechteckigen Barren mit einer Dicke und einer Breite gegossen wird, wobei die Breite 2300 mm oder mehr, und vorzugsweise 2500 mm oder mehr, beträgt.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die Austrittsöffnung der Zuführmittel so angeordnet ist, dass sie in einem Bereich von mehr als 20 mm und weniger als 150 mm unterhalb des Meniskus des geschmolzenen Aluminiums in der Gussform liegt.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die Austrittsöffnung der Zuführmittel so angeordnet ist, dass sie in einem Bereich zwischen 40 und 70 unterhalb des Meniskus des geschmolzenen Aluminiums in der Gussform liegt.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei der Eintritt von geschmolzenem Aluminium aus dem Einfüll kanal (4) in die Gießwanne (3) durch die Benutzung einer Stopfenstange (6) geregelt wird, wobei die Stopfenstange (6) nicht fluchtend mit den Zuführmitteln (2) angeordnet ist.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, wobei der Aluminiumlegierungsguss aus der Gruppe der Aluminiumlegierungen der AA2xxx, AA5xxx und AA7xxx-Serien gewählt wird.
DE60113231T 2000-01-06 2001-01-03 Vorrichtung und verfahren für kontinuierliches oder halbkontinuierliches giessen von aluminium Expired - Lifetime DE60113231T2 (de)

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