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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sättel zur Verwendung beim Reiten.
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Ein
herkömmlicher
Sattel weist an seiner Unterseite Sattelblätter aus einer komprimierbaren Struktur
auf, die dazu gedacht sind, das Gewicht des Reiters über den
Rücken
des Pferdes hinweg zu verteilen. Herkömmlicherweise umfassen die
Sattelblätter
einen Umschlag, in den eine Packung aus Wolle oder vergleichbarem
synthetischen Material von Hand eingebracht wird. Im Prinzip wird
beabsichtigt, dass die Packung, die durch die Wolle oder anderes Füllmaterial
ausgeformt ist, mit der Form des Rückens des Pferdes einhergeht
und daher die Belastung verteilt wird, während Druckpunkte am Pferderücken verringert
werden. Wenn ein Sattel nur auf einem einzigen Pferd verwendet wird,
werden die Sattelblätter über die
Zeit hinweg zusammengedrückt und
dazu gebracht, die Form des Rückens
dieses bestimmten Pferdes anzunehmen. Der Umfang der möglichen
Kompression, die in der Packung stattfindet, ist jedoch relativ
beschränkt
und außer
wenn der Sattelstamm genau an das Pferd angepasst ist, treten Druckpunkte
häufig
in den spezifischen Bereichen auf, in denen zuviel Gewicht des Reiters
auf den Rücken
des Pferdes übertragen
wird. Dies resultiert darin, dass die Haut nicht genügend Blutfluss
erhält,
wodurch die Möglichkeit
des Schwitzens der Haut reduziert wird und wenn sich diese Situation über eine
lange Zeitperiode hin erstreckt, kann dies in einem Haarverlust,
einem wunden Rücken
und einer möglichen
Muskelschädigung
des Pferdes resultieren. Diese Probleme kommen zusammen, wenn, wie es
oft geschieht, der Sattel für
mehr als ein einziges Pferd verwendet wird und dadurch die benötigte Kompression,
um den Sattel sorgfältig
auf dem Pferd zu betten, nicht auftritt.
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Genauer
bezieht sich die Erfindung auf einen Sattel zur Verwendung beim
Reiten, wobei der Sattel Sattelblätter aufweist, wobei jedes
Sattelblatt eine Mehrzahl von versiegelten Luftsäcken aufweist und eine Packung
außerhalb
der Luftsäcke
bezüglich
des Pferdes, wobei jeweils ein separater Luftsack zumindest in einem
Vorwärtsteil
und in einem Rückwärtsteil des
Sattelblattes angeordnet ist und jeder Sack bei seiner Verwendung
dazu dient, einen relativ gleichmäßigen Druck auf den Rücken des
Pferdes auszuüben.
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Bei
einem Sattel dieser Form, der aus
EP
0 764 607 bekannt ist, sind die Luftsäcke in der Form von Blasen
ausgebildet, die durch Aufpumpen aufgeblasen werden und eine sorgfältige Justage
ist notwendig, sowohl bei der Verwendung der Pumpe als auch bei Öffnen eines
Ventils, um den Sattel gut zu formen, um ihn an den Rücken des
Pferdes anzupassen. Diese Justage ist nicht nur schwierig durchzuführen, sondern
die Blasen tendieren darüber
hinaus auch dazu, dass sie aus sich selbst heraus in eine abgerundete
Form aufgeblasen werden.
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Kontrastierend
hierzu ist die vorliegende Erfindung dadurch charakterisiert, dass
jeder Luftsack im Wesentlichen flach ist und innerhalb seiner Innenseite
im Wesentlichen mit einem elastischen, komprimierbaren, offenzelligen
Schaum ausgefüllt
ist und die Packung nach dem Einbringen der Luftsäcke in das
Sattelblatt dazu in der Lage ist, justiert zu werden.
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In
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung sind die Säcke
innerhalb eines Sattelblattes als eine einzige Einheit zum Einsetzen
in das Blatt ausgeformt.
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Bevorzugt
trägt die
Außenoberfläche jedes Sackes
oder der Sackeinheit eine Ausfütterung,
um eine Beschädigung
der Säcke während des
Einsetzens oder neu Packens der Packung zu verhindern.
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Die
vorliegende Erfindung gibt darüber
hinaus ein Verfahren zur Herstellung des Sattels an, umfassend das
Einsetzen einer Mehrzahl versiegelter Luftsäcke in jedes der Sattelblätter, wobei
die Säcke neben
einem Teil des Sattelblattes liegen, das den Rücken des Pferdes kontaktiert,
wobei die Säcke
einen Polsterungseffekt bereit stellen, um über den Rücken des Pferdes hinweg die
Belastung, die bei der Verwendung des Sattels auftritt, zu verteilen,
Bereitstellung einer Fütterungslage,
um die Luftsäcke
abzuschirmen, Einsetzen in die Sattelblätter des Packungsmaterials,
wobei das Packungsmaterial die Fütterungslage
kontaktiert und Justieren des Packungsmaterials innerhalb des Sattelblattes.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
beschrieben, in denen:
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1 eine
schematische Schnittansicht eines Sattels in Übereinstimmung mit einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist, wobei gezeigt wird, dass die Sattelblätter ein
Luftsackarrangement und eine justierbare Packung außerhalb
der Luftsäcke
umfassen;
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2 ist
ein Durchschnitt durch einen individuellen Luftsack;
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3 ist
ein Schnitt, der schematisch die Konfiguration des Luftsackes, einer
damit verbundenen Fütterung
und einer Packung innerhalb des Sattelblatts zeigt;
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4 ist
eine Unteransicht, die eine Luftsackeinheit zeigt, umfassend vordere
und hintere Luftsäcke;
und
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5 ist
eine Draufsicht von hinten auf eine Luftsackeinheit, die aus vorderen,
mittleren und hinteren Luftsäcken
besteht.
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Wie
in den beigefügten
Zeichnungen gezeigt, ist ein Sattel in Übereinstimmung mit dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung, außer der
Füllung
innerhalb der Sattelblätter,
von einer bekannten Konstruktion unter Verwendung von Leder, synthetischem
Material oder einer Kombination von Leder und synthetischem Material.
In Übereinstimmung
mit der Erfindung definiert jedes der Sattelblätter 2 einen Umschlag,
der eine Anordnung von Luftsäcken 4 aufnimmt,
und über
den Luftsäcken 4 ist entweder
entlang der gesamten Länge
des Sattelblattes 2 oder an ausgewählten Positionen eine Packung 6,
bevorzugt in der Form einer Wollstopfung, vorgesehen. Die Luftsäcke 4 sind
nacheinander in einer Vorwärts-Rückwärts-Richtung
innerhalb des Sattelblattes 2 angeordnet. Es können nur
zwei solcher Luftsäcke
vorgesehen sein, die vordere und hintere Luftsäcke ausformen, die sich gemeinsam
entlang der Länge
des Sattelblattes 2 erstrecken, oder es können sich
drei oder mehrere solcher Luftsäcke
umfassend einen vorderen, einen hinteren und einen oder mehrere
mittlere Luftsäcke
gemeinsam entlang der Länge
des Sattelblatts 2 erstrecken. Die jeweiligen Luftsäcke 4 sind
versiegelt und daraus resultierend wird Luft nicht zwischen den
Säcken
fließen.
Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass, wenn nur ein einziger Luftsack
benutzt werden würde,
der sich über
die gesamte Länge
des Sattelblatts erstreckt, sich eine wesentliche Luftbewegung von
der Vorderseite zur Rückseite
des Sattelblattes ergeben würde, wenn
der Luftsack während
der Verwendung unter Druck kommt und dies könnte in der Ausbildung von Druckpunkten
resultieren. Obwohl mit der nun vorgeschlagenen Gestaltung eine
Luftbewegung innerhalb eines jeden individuellen Sackes auftritt,
wenn er unter Belastung kommt, wird das Ausmaß der Luftbewegung von selbst
durch die Länge
des Sackes bestimmt.
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Unter
Bezugnahme auf 2 besteht jeder Luftsack 4 aus
oberen und unteren Blättern 8, 10 eines
undurchdringlichen Materials, beispielsweise einem PVC, die um ihren
Umfang 12 herum zusammen versiegelt sind, wobei jeder Sack
eine Füllung 14 aufweist,
die aus einer Lage eines offenzelligen, elastischen, komprimierbaren
Schaums besteht. Die Luftsäcke 4 sind
nicht mit Luft oberhalb des Atmosphärendrucks gefüllt, sondern
umfassen vielmehr Luft bei Atmosphärendruck, die innerhalb des
Sackes während
der Herstellung eingesiegelt ist, wobei die offenzellige Schaumfüllung 14 im
Wesentlichen die Gesamtheit des Innenraumes des Sackes ausfüllt. Der
resultierende Luftsack ist im Wesentlichen flach und von einer im
Wesentlichen durchgehenden, gleichmäßigen Dicke.
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Die
zwei oder mehr Luftsäcke 4 werden
innerhalb des Sattelblatts 2 eingebracht und dann wird die
Wolle oder eine andere angemessene Packung 6 über den
Luftsäcken
eingebracht, wenn es benötigt wird.
Bevorzugt sind die zwei oder mehr Säcke 4 in einer Luftsackeinheit
durch Anbringung einer Lage 16 eines flexiblen Fütterungsmaterials
an der oberen Oberfläche
der Luftsäcke 4 eingeformt,
beispielsweise durch Kleben. Die Fütterung 16 verhindert,
dass die Luftsäcke 4 durchstoßen werden,
während
die Wolle oder eine andere Packung 6 eingebracht wird und
dienen weiterhin dazu, die zwei oder mehr Säcke 4 in eine einzelne
Einheit zusammenzubringen, um das Zusammenbauen zu erleichtern.
Die Fütterung 16 kann
aus einem Filz oder einem passenden Plastikmaterial, wie beispielsweise
PVC bestehen. 4 zeigt eine Luftsackeinheit
bestehend aus vorderen und hinteren Luftsäcken 4a, 4b und 5 zeigt
eine Luftsackeinheit bestehend aus vorderen, mittleren und hinteren
Luftsäcken 4a, 4c, 4b.
Die Packung 6 wird normalerweise in dem Teil des Sattelblatts 2 hinzugefügt, das
das Knie des Reiters führt
und an der Rückseite
des Sattelblattes 2, wo eine zusätzliche Tiefe benötigt wird.
Sehr wenig Packung wird wahrscheinlich in dem mittleren Teil des
Sattelblatts 2 benötigt,
obwohl sie hinzugefügt
werden kann, wenn dies benötigt
wird.
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Der
Effekt der Luftsackanordnung ist, dass, bei Verwendung, Luft sich
innerhalb eines jeden separaten Sackes bewegt und ein gleichmäßiger Druck über die
gesamte Oberfläche
eines jeden Luftsackes an der Vorderseite und der Rückseite
des Sattels aufgebracht wird und dadurch individuelle Druckpunkte auf
den Rücken
des Pferdes eliminiert werden, im Kontrast zu herkömmlichen
Sätteln,
bei denen eine signifikante Druckvariation auf dem Pferderücken innerhalb
eines relativ kleinen Bereichs auftreten kann. Es wird davon ausgegangen,
dass das Aufbringen eines gleichmäßigen Druckes über die
Oberfläche
des Sackes im Wesentlichen die Möglichkeit
einer Muskelschädigung
vermeidet und es wird erwartet, dass dies in einer freieren und
komfortableren Bewegung des Pferdes bei dessen Verwendung resultiert.
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Ein
signifikanter Vorteil der Verwendung der Luftsackanordnung in Kombination
mit einer angemessenen Packung ist, dass es für Sattler möglich ist, die Passung des
Sattels neu auszurichten, um den Effekt der Luftsackanordnung jederzeit
während ihres
Lebens zu optimieren und dadurch eine wesentliche Flexibilität in der
Verwendung bereitzustellen. Die Rejustage, die durch Justieren der
Position der Packung oder durch erneutes Packen erreicht wird, ist
eine einfache Tätigkeit
für einen
Sattler und die Gegenwart der Fütterung
oberhalb der Luftsäcke wird
die Integrität
der Luftsäcke
während
dieses Prozesses sicherstellen.
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Es
ist klar, dass, obwohl eine Anzahl unterschiedlicher Plastikmaterialien
im Wesentlichen eine Undurchdringlichkeit eines Durchtretens von
Luft aufweisen und geeignete Materialien für die Luftsäcke ausformen, eine absolute
Undurchlässigkeit
nicht immer erreicht werden kann mit dem Resultat, dass kleine Mengen
von Luft durch die Sackwand hindurchtreten, wenn der Sack während einer
andauernden Verwendung unter einer starken Belastung ist, was in
einem geringen Ablassen von Luft resultiert, wodurch jedoch nicht
die Leistung des Sackes gegenteilig berührt wird, aber unter normaler
Verwendung sollte dies nicht auftreten. Sollte jedoch ein geringes
Ablassen unter den oben beschriebenen Umständen auftreten, wurde festgestellt,
dass wenn der Sattel von dem Pferd abgenommen ist und die Luftsäcke länger nicht
unter Belastung sind, die Expansion der offenzelligen Schaumfüllung innerhalb des
Sackes von seinem vorhergehenden zusammengedrückten Zustand über eine
Zeitperiode hinweg (beispielsweise mehrere Wochen) die Luft dazu bringt,
zurück
in die Innenseite des Sackes gezogen werden, um ein Druckgleichgewicht über die
Wand des Sackes hinweg herzustellen. Es wird jedoch darüber nachgedacht,
dass, wenn ein Luftverlust durch die Sackwand während der Verwendung ein Problem darstellt,
Laminierungen verwendet werden können, die
einen Luftverlust vollständig
eliminieren, obwohl diese Laminierungen relativ teuer sind und daher
zu ansteigenden Kosten führen.
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Durch
diese Beschreibung hindurch und in den Ansprüchen, die nachfolgend folgen,
werden, außer
wenn es der Kontext anders fordert, das Wort "umfassend" und Variationen davon, sowie "umfasst" oder "umfassend" so verstanden werden,
dass sie den Einschluss einer angegebenen ganzen Zahl oder einer
Gruppe ganzer Zahlen oder Schritte implizieren, aber nicht den Ausschluss
irgend einer anderen ganzen Zahl oder Gruppe von ganzen Zahlen.