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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Zusatz für Brennstoffe
wie Dieselöl
und Heizöl,
welche entsprechend für
Dieselmotoren und Brenner für
zivile und industrielle Zwecke verwendet werden, der zur Reduzierung
von Teilchenemissionen nützlich
ist.
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Stand der Technik
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Dieselöl und Heizöle sind
Brennstoffe, welche weit verbreitet in verschiedenen Sektoren von
Motorfahrzeugen bis zum zivilen und industriellen Heizen eingesetzt
werden.
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Aus
Gründen
der Einfachheit beziehen wir uns im Folgenden nur auf die Verwendung
von Dieselöl
bei Innenverbrennungsmaschinen (Motoren mit Dieselzyklus), wobei
die folgenden Ausführungen
jedoch so zu verstehen sind, dass sie in gleicher Weise auf eine
beliebige Verwendung von Dieselöl
und von Heizölen,
bei denen der Verbrennungsprozeß Emissionen
erzeugt, gilt.
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In
den letzten Jahren war die technische Entwicklung von alternativen
Innenverbrennungsmaschinen eng mit der zunehmenden Notwendigkeit
zur Sicherstellung einer immer stärker werdenden rationellen
Ausnutzung von Quellen von natürlicher
Energie verbunden, gleichzeitig wurden die Effekte der Umweltverschmutzung,
die von ihrer Verwendung herrührt,
beschränkt.
Dies führte
zur Einführung
von wesentlichen technischen Modifizierungen an dem Motor einschließlich in
unterschiedlicher Weise von Motoren mit Zündung auf Befehl, d.h. Benzinmotoren,
und solchen mit Zündung
durch Kompressi on, d.h. Dieselmotoren. Daher verfolgten die jeweiligen
technischen Erneuerungen, obwohl sie aus den gleichen Anforderungen
herrührten, stark
unterschiedliche Wege.
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Die
unterschiedlichen Wege zur Lösung
dieser Probleme rühren
aus dem verschiedenen Trend von Verbrennungsprozeß in Benzinmotoren
im Vergleich zu Dieselmotoren her.
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Im
Gegensatz zu den Abläufen
in Benzinmotoren erfolgt bei Dieselmotoren der Prozeß der Beladungsbildung
in Form von feinen Tröpfchen
von Brennstoff, welche unter Bedingungen von hohem Luftüberschuß als ein
Effekt der hohen Temperatur verbrennen, welche durch die Luft während der
Kompressionsphase erreicht wird.
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Trotz
der feinen Größe der Tröpfchen,
welche einen Durchmesser von einem Hundertstel eines Millimeters
besitzen, erhalten dank sehr hohen Einspritzdrücken (bis zu 1500 Atmosphären), ist
der Prozeß,
nach welchem sie innerhalb der Verbrennungskammer verteilt werden,
weit verschieden von Gleichförmigkeit.
Infolgedessen gibt es Gebiete in der Verbrennungskammer, in denen,
selbst bei Anwesenheit von beträchtlichen Luftüberschüssen, der
Prozeß der
Dieselöloxidation
nur teilweise stattfindet.
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Die
Kerne der Brennstoffteilchen, welche nicht durch den Oxidationsprozeß erreicht
wurden, erfahren, da sie gleichzeitig unter Bedingungen von hoher
Temperatur und Sauerstoffmangel vorliegen, komplexe Phänomene des
thermischen Crackens (Pyrolyse), welche ihre ursprünglich physikalisch-chemische
Struktur wesentlich verändern.
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Diese
Erscheinung wird allgemein als Hauptgrund der Bildung dieser charakteristischen
Materialteilchen von einer Kohlenstoffnatur angesehen, welche durch
die Abgase von Die selmotoren emittiert werden, technisch definiert
als "Teilchen", obwohl es üblicher
als Ofenruß oder
Lampenruß bekannt
ist. Besonders gefährlich
ist die "Teilchen"-fraktion PM 10,
bestehend aus Teilchen mit einem mittleren Durchmesser von weniger
als 10 μm,
welche etwa 75% Benzopyren, Acenaphthen, Anthracen, Phenanthren
und ähnliche
polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe einer höheren Klasse
enthalten, deren karzinogene Aktivität bewiesen ist.
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Trotz
der hohen Werte des Dosierungsverhältnisses und der beträchtlichen
zur Verbesserung der Effizienz des Verbrennungsprozesses gemachten
Anstrengungen ist das Kohlenstoffteilchen, welches für die Sorte
des Rauches verantwortlich ist, immer noch in einem mehr oder weniger
beträchtlichen
Ausmaß in
den Abgasen von Dieselmotoren vorhanden, und ebenso ein gewisser
Beweis der schlechten energetischen Ausnutzung des Treibstoffes
ist es eine Ursache der beträchtlichen
Umweltverschlechterung und ein schwerwiegender Schaden für die Gesundheit.
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Da
das Kohlenstoffteilchen eine der hauptsächlich schädlichen Emissionen von Dieselmotoren
darstellt, waren die größten Anstrengungen,
welche von Fahrzeugherstellern in den letzten Jahren durchgeführt wurden,
hauptsächlich
auf die Reduzierung dieses verunreinigenden Stoffes konzentriert.
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Die
durchgeführten
Stufen können
im Wesentlichen als die folgenden Aktionen summiert werden: a) Aktionen,
welche direkt im Verbrennungsprozeß in dem Motor vorgenommen
werden, um die Bildung von verunreinigenden Substanzen zu verhüten; b)
Anwendung von Vorrichtungen zur Behandlung von verbrannten Gasen
zur Umwandlung der schädlichen
Substanzen in unschädliche
Produkte; c) Modifizierung der Treibstoffzusammensetzung. Die Aktionen
in Kategorie a) schließen
alle Stufen ein, welche zur Verbesserung der Effizienz des Verbrennungsprozesses durchgeführt wurden,
da die Bildung des Teilchens PM 10 vor allem die Folge der Nichtvollständigkeit
dieses Prozesses ist.
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Die
Aktionen von Kategorie b) andererseits schließen die Vorrichtung zur Behandlung
von verbrannten Gasen ein, die bei den Abgasen von Dieselmotoren
angewandt werden, bekannt als "Teilchenfallen", welche die in dem
Motor während
des Verbrennungsprozesses gebildeten Kohlenstoffteilchen filtrieren
und entfernen.
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Im
Allgemeinen bestehen Fallen für
Teilchen PM 10 aus einem keramischen Träger eines porösen Typs,
der eine Vielzahl von parallelen Kanälen darstellt, welche abwechselnd
geschlossen und offen an den Enden sind, wobei auf den Wänden hiervon
das Teilchen durch Filtration abgelagert wird. Um zu verhindern, dass
das Material, welches sich in dem Träger angesammelt hat, einen übermäßigen Rückdruck
für die
Motorabgase mit daraus folgendem Kraftverlust und größerem Treibstoffverbrauch
erzeugt, schließt
der Betrieb der Fallen immer einen Zyklus zur Teilchenentfernung
(oder "Reinigungs"-phase) ein, welche
ebenfalls als ein "Regenerierungsprozeß" bekannt ist, während dem
mittels geeigneter technischer Verbesserungen das Teilchen verbrannt
und zu Kohlendioxid und Wasser umgewandelt wird.
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Das
System (c) bezieht sich nur auf die Verwendung einer Emulsion von
Wasser und flüssigem
Treibstoff als Brennstoff, der im Allgemeinen 10–30% Wasser und 90–70% Treibstoff
enthält.
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Die
WO-A-97444417 beschreibt ein Verfahren zur Reduzierung von Innen-Lackbildung
in Marine-Dieselmotoren.
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Die
WO-A-9704045 beschreibt Verfahren zur Reduzierung von schädlicher
Emission aus Dieselmotoren.
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Die
bislang vorhandenen Lösungen
zur Eliminierung von Teilchen aus Abgas, wie kurz zuvor angegeben,
haben eine zufriedenstellende Lösung
für das
schwerwiegende Problem nicht geliefert und liefern es auch nicht,
bei Prozessen vom Typ (a), wobei die physikalisch-chemischen Merkmale
des Treibstoffes in der heterogenen Phase eine nicht überwindbare
Schranke zur Erhöhung
der Reaktivität
und damit für
die Leistungsfähigkeit
des Motors darstellen. Hinsichtlich der Vorrichtungen vom Typ (b)
war ihre Realisierung bislang zu kostspielig unter wirtschaftlichem
Gesichtspunkt, um ihre Anwendung im breiten Maßstab als möglich anzusehen. Schließlich erhöht die Verwendung
von Emulsionen von Wasser und Treibstoff (Punkt (c)), abgesehen
von dem Ergebnis einer nicht zufriedenstellenden Reduzierung der
Teilchen, beträchtliche
Erhöhungen
der Gefahr von Korrosion des Motors oder der Brenner sowohl als
Folge des Wassers und der Säuren,
welche Wasser mit dem Schwefel in dem Brennstoff bilden kann.
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Darüber hinaus
wird eine effektive Lösung
für die
Reduzierung dieser verunreinigenden Stoffe noch dringender durch
die neuen europäischen
Antismog-Normen gefordert, welche die maximalen Emissionen von verunreinigenden
Stoffen aus Benzin- und
Dieselmotoren in Übereinstimmung
mit zwei Normen regulieren, welche zu unterschiedlichen Zeitpunkten
in Kraft treten, die Euro-Norm 3 vom 1. Januar 2001 und die Euro-Norm
4 vom 1. Januar 2006, welche den derzeitigen Standard Euro-Norm
2, der seit 1. Januar 1997 in Kraft ist, übertreffen.
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In
der folgenden Tabelle, angegeben in g/km, sind die maximalen Emissionen
von Teilchen PM 11, Stickoxid NOx, Kohlenmonoxid
CO und nicht verbrannten Kohlenwasserstoffen HC, welche durch die
oben angegebenen Normen für
Dieselmotorfahrzeuge erlaubt sind, angegeben.
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Wie
ersichtlich, wird die Norm strenger, so dass es eine stark erwünschte Notwendigkeit
zum Auffinden einer Lösung
zur Beschränkung
der Emissionen von verunreinigenden Stoffen aus den Abgasen von
Dieselmotoren gibt, so dass die neuen europäischen Normen erfüllt werden.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
Anmelderin hat nun gefunden, dass die Verwendung eines Zusatzes
für Dieselmotoren
(Dieselöl), bestehend
aus einer Mischung, welche einen metallischen Oxidationskatalysator,
ein organisches Nitrat und ein Dispergiermittel in geeigneten Verhältnissen
umfaßt,
die Verbrennungseffizienz in einer solchen Weise verbessert, dass
die Bildung von teilchenförmigem
Stoff um so hohe Werte wie 90% reduziert wird.
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Dieser
Zusatz war besonders effektiv bei der Reduzierung der Emission von
teilchenförmigem
Material, jedoch hat er sich ebenfalls als nützlich bei der Begünstigung
einer jeden einzelnen Phase des Verbrennungsprozesses erwiesen,
so dass ein besserer Wert der Reinheit in den sogenannten Niedertemperaturbereichen
erhalten wird, sowie bei der Begünstigung
besserer Wärmeaustauschbedingungen
Dank der drastischen Herabsetzung von Schmutz als Folge der Reduktion
des Rückstandes
und von nicht verbrannten Kohlenwasserstoffen in den Zylindern und
den Abgaseinrichtungen.
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Darüber hinaus
wurde unerwarteterweise gefunden, dass neben der Reduzierung von
teilchenförmigem
Material um mehr als 90% der Zusatz ebenfalls die Emissionen von
kontrollierten verunreinigenden Stoffen beeinträchtigt unter Reduzierung von
diesen insgesamt um einen so hohen Wert wie 80%.
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In
dieser Erfindung bedeutet der Ausdruck "kontrollierte verunreinigende Stoffe" Kohlenmonoxid (CO), nicht
verbrannte Kohlenwasserstoffe (HC) und Stickoxide (NOx).
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich daher auf einen Zusatz für Dieselöl und Heizöl, dadurch
gekennzeichnet, daß er
umfaßt:
- A) einen metallischen Oxidationskatalysator,
in welchem das Metall ausgewählt
ist aus der Gruppe, die Eisen, Cer, Calcium und deren binäre oder
ternäre
Mischungen umfaßt,
- B) wenigstens ein organisches Nitrat,
- C) ein Dispergiermittel.
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Als
Katalysator (A) sind ternäre
Mischungen bevorzugt.
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Die
Brennstoffzusammensetzung, welche diesen Zusatz enthält, stellt
einen weiteren Gegenstand der Erfindung dar.
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Die
Merkmale und die Vorteile des vorliegenden Zusatzes zur Reduzierung
der von Dieselmotoren emittierten Teilchen, wobei diese die bereits
oben erwähnten
Vorteile anbieten, werden im Detail in der folgenden Beschreibung
erläutert.
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Kurze Beschreibung der
Figuren
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Die 1 und 2 zeigen
jeweils den Trend des spezifischen Verbrauchs von Heizöl pro Tonne
von erzeugtem Dampf und den Verdampfungsindex im Verlauf der Zeit,
d.h. die Tonnen von Dampf, welche pro Tonne Brennstoff erzeugt werden.
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3 zeigt
die Variationen der Emissionen, wenn der Zusatz der Erfindung in
dem Brennstoff vorhanden ist, im Vergleich zu einem nicht mit Zusatz
versetzten Brennstoff.
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4 zeigt
die Wirksamkeit des trimetallischen Oxidationskatalysators Ce-Fe-Ca,
der in diesem Zusatz eingeschlossen ist.
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Detaillierte Beschreibung
der Erfindung
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In
dem metallischen Oxidationskatalysator A) gemäß der Erfindung wird das Metall
aus Eisen, Cer, Calcium und deren binären oder ternären Mischungen
ausgewählt,
und es bildet Salze mit Säuren,
welche in den durch die folgenden Formeln wiedergegebenen Klassen
ausgewählt
werden:
- (I) R-COOH, worin R ein aliphatischer
Rest C7-C17, linear
oder verzweigt, gesättigt
oder ungesättigt
ist, oder ein alicyclischer Rest C5-C12 ist, worin R' = H oder ein aliphatischer Rest C1-C12 ist, und die
Sulfongruppen eine oder mehrere sein können und in einer beliebigen
Stellung vorliegen können.
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Diese
Carbon- und Benzolsulfonsäuren
können
in einem Gemisch selbst in natürlichen
Produkten vorliegen.
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Die
Menge der Komponenten in dem metallischen Oxidationskatalysator
A), ausgedrückt
als Gewichtsprozentsatz bezogen auf das Gesamtgewicht des Katalysators,
beträgt
0–8% von
Ce, 0–8%
von Fe, 0–5%
von Ca, wobei dies so zu verstehen ist, dass wenigstens eines dieser
Metalle vorliegen muß.
Bevorzugte Mengen sind: 6% von Ce, 6% von Fe, 3% von Ca, einzeln
genommen oder in einem Gemisch.
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Der
Zusatz gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
eine Menge von metallischem Oxidationskatalysator A) zwischen 2
und 30 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Katalysators, und
bevorzugt beläuft
er sich auf 15% des Gewichtes.
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Das
organische Nitrat B) in der Erfindung wird typischerweise aus der
Gruppe ausgewählt,
die aus Amylnitrat, i-Amylnitrat
und i-Octylnitrat (d.h. Nitrat von 2-Ethylhexylalkohol) besteht,
sowie deren binären
oder ternären
Mischungen in einem Prozentsatz von zwischen 50 und 70 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zusatzes, und bevorzugt beläuft er sich
auf 65% des Gewichtes.
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Das
Dispergiermittel C) wird im Allgemeinen ausgewählt aus Alkylaminen, Alkylamiden,
Alkylarylaminen und Alkylarylamiden und es ist in dem Zusatz gemäß der Erfindung
in Mengen zwischen 5 und 15% des Gewichtes vorhanden, bevorzugt
beläuft
er sich auf 10%.
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Bevorzugte
Dispergiermittel C) gemäß der Erfindung
sind Alkylamide und Alkylamine mit aliphatischer Kette C10-C24.
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Das
Dispergiermittel (C) bewirkt im Allgemeinen eine Zunahme in der
Aktivität
von (A) + (B). Ein besonders hoher synergistischer Effekt wurde
durch Zugabe eines dispergierenden Produktes mit einer Base von Polyolefinaminen
oder von Alkylarylaminen und einem Olefinalkylestercopolymeren zu
dem Gemisch von organischen Nitraten und metallischen Katalysatoren
erhalten, wie oben beschrieben. Für die Realisierung der vorliegenden
Erfindung geeignete Produkte sind beispielsweise solche, die auf
dem Markt unter der Bezeichnung Wax AntiSettling Agents (WASA) erhältlich sind.
Neben den oben angegebenen essentiellen Komponenten kann der Zusatz
gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten, und im Allgemeinen enthält er kleine Mengen von Mitteln,
welche zur Verbesserung von spezifischen Ausführungsformen des Gemisches
wie seiner Stabilität
gegenüber
Oxidation, Hemmung von Korrosion, Gleitfähigkeit, der Schäumungseigenschaft
des Brennstoffes (Antischaum) und der Arbeitsfähigkeit in der Kälte (CFPP-Cold
Filter Plugging Point = Verstopfungspunkt für Filter in der Kälte) geeignet
sind.
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Ein
beliebiger Treibstoff für
Dieselmotoren kann zur Realisierung der vorliegenden Erfindung verwendet
werden.
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Der
Zusatz gemäß der Erfindung
kann zu dem Treibstoff in einer Menge zwischen 1 und 10 g/l Treibstoff
zugesetzt werden; eine Zusatzmenge zwischen 1 und 5 g/l Treibstoff
und bevorzugt 3,5 g/l erlaubt den Erhalt einer effizienten Reduzierung
der Teilchen.
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Die
Brennstoffzusammensetzung der Erfindung kann ebenfalls weitere Zusatzstoffe
enthalten, welche konventionellerweise als ein Treibstoff für Dieselmotoren
verwendet werden, und zwar in den Mengen, in denen sie allgemein
verwendet werden. Beispielsweise kann er konventionelle Mittel enthalten,
wie Mittel, welche weiterhin die Gleitfähigkeit und Stabili tät verbessern,
Korrosionsinhibitoren und vergleichbare Mittel.
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Der
Zusatz gemäß der Erfindung,
gemischt mit Treibstoff für
Dieselmotoren, reduziert drastisch die Teilchen in den Emissionen
von Dieselmotoren für
Kraftfahrzeuge, Lokomotiven, Schiffe, Erdbewegungsmaschinen, jedoch
ebenfalls für
Dieselmotoren, welche in Pumpstationen oder Installationen für die Erzeugung von
elektrischem Strom verwendet werden. Der Zusatz gemäß der Erfindung
kann mit gleichen Vorteilen, wie sie oben aufgeführt wurden, auch zur Reduzierung
der emittierten Teilchen bei Heizsystemen, welche mit Heizöl betrieben
werden, eingesetzt werden, da Heizölverbrennungssysteme in Heizungen,
welche mit diesem Brennstoff verwendet werden, vergleichbar denen
sind, welche den Oxidationsprozeß in einer Innenverbrennungsmaschine
beherrschen, obwohl mit einem ausgeprägten niederen Verhältnis Luft/Brennstoff.
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Techniken zur Abgaskontrolle – Feldkontrolle
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In
den Ländern,
welche eine obligatorische Feldkontrolle neben den Werten der kontrollierten
verunreinigten Stoffe ins Auge gefaßt haben, betrifft die Prüfung des
Dieselkraftfahrzeugs ebenfalls die Opazität des Dieselrauches. Die Emission
von Rauch wird bei freier Beschleunigung bestimmt, d.h. bei Beschleunigung
bis zur vollen Laufgeschwindigkeit, maximale Umdrehungsgeschwindigkeit,
ausgehend von minimaler Umdrehungsgeschwindigkeit bei nicht eingelegtem
Getriebe; die Beschleunigung wirkt daher gegen die Masse des Motors.
Die Messung der Opazität
wird mit einem speziellen Instrument dem Opazimeter durchgeführt, in
welchem das Abgas, das durch eine Sonde entnommen wird, in die Meßkammer
eingeführt
wird; der beleuchtete Pfad innerhalb der Kammer variiert entsprechend
der Farbe und Dichte des Gases; der Grad der Absorption ist eine
Funktion der Opazität.
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Die
Schwächung
des Lichtes wird auf einer Anzeige als Absorptionskoeffizient oder
K-Koeffizient (m–1) oder als die Konzentration
von Masse pro Einheitsvolumen (mg/m3) angegeben.
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Der
Absorptionskoeffizient ist eine Größe zur Bestimmung der Lichtmenge,
welche durch den Ruß (Teilchen)
durch weißen
Rauch und blauen Rauch unter Zugrundelegung eines Lichtpfades von
1 m absorbiert wird. Dies ist unabhängig von dem eingesetzten Meßinstrument.
Die Massenkonzentration zeigt die in mg ausgedrückte Menge von Teilchen an,
welche von dem Dieselfahrzeug bezogen auf 1 m3 Abgas
emittiert wird. Der Absorptionskoeffizient wird in die Massenkonzentration
mittels Umwandlungstabellen, welche on verschiedenen Organisationen
aufgestellt wurden, umgewandelt, eine der meist verwendeten hiervon
ist diejenige der MIRA Motor Industry Research Association.
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Für an Wagen
und Lastwagen in den folgenden Beispielen durchgeführten Bestimmungen
wurde die Ausrüstung
von ROBERT BOSCH GmbH (Stuttgart) verwendet, und insbesondere:
- 1) Bosch-Tester zur Analyse von Dieselrauch
(Opazitätsmethode)
Modell RTT100.
- 2) Bosch-Tester Version RTM430 RTMV2.0.
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Als
Zusatz für
das Dieselöl,
der in den Tests in den folgenden Beispielen verwendet wurde, wurde
eine wie folgt zusammengesetzte Mischung verwendet:
- a) metallischer Oxidationskatalysator, bestehend aus 5% Ce,
7% Fe, 2,5% Ca in Form von Salzen von aliphatischen Säuren C8 für
Ce, C18 für Fe und Dodecylbenzolsulfonsäure für Ca. Der
Katalysator liegt in dem Zusatz in einer Menge von 10 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zusatzes, vor;
- b) i-Octylnitrat in einer Menge von 70 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Zusatzes;
- c) als Dispergiermittel wurde Para-Flow 412 (Exxon) verwendet
(50% aktive Substanz), und zwar in einer Menge von 20 Gew.-%, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zusatzes.
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Der
oben genannte Zusatz wurde zu dem Dieselöl mit einer Menge von 3,5 g/l
Dieselöl
zugegeben, um die Ablagerungen zu entfernen, welche in dem Motor,
in den Abgaskrümmern
und der Auspuffleitung während
des vorherigen Gebrauchs des Motors mit nicht mit Zusatz versetztem
Treibstoff gebildet wurden, hierbei wurde gefunden, dass es erforderlich
war, eine h für
jede vorherigen 1000 km zu fahren. Nur nach dieser Zeit ergab der
Zusatz den maximalen Erfolg bei den Emissionen.
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Die
folgenden Beispiele werden zur Erläuterung gegeben ohne Beschränkung der
vorliegenden Erfindung.
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BEISPIEL 1
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem CHRYSLER VOYAGER 2,5 TDSE, 4 Zylinder, Hubraum
2499 cm
3; 85 kW entsprechend 115 PS, maximale
Leistung bei 4000 Upm; vom Wagen gefahrene km vor dem Test; 102.000 km,
durchgeführt.
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n.b.: Wert am Ende der Skala, erhalten durch Extrapolieren der Konzentration
Wert in mg/m3
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BEISPIEL 2
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde an einem 5-türigen
NISSAN ALMERA DI LUXURY, 4 Zylinder, Hubraum 2184 cm3;
81 kW entsprechend 110 PS, maximale Leistung bei 4000 Upm; vom Wagen
gefahrene km vor dem Test: 3000 km, durchgeführt.
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BEISPIEL 3
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde an einem OPEL FRONTERA DTI 16 V 2.2, Sport R.S; 4 Zylinder,
Hubraum 2171 cm3; 85 kW entsprechend 115
PS, maximale Leistung bei 3800 Upm durchgeführt; vom Wagen gefahrene km
vor dem Test: 16.000 km.
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BEISPIEL 4
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem FIAT MAREA JTD 105 SX; 4 Zylinder, Hubraum
1910 cm3; 77 kW entsprechend 105 PS, maximale
Leistung bei 4000 Upm durchgeführt;
vom Wagen gefahrene km vor dem Test: 11.000 km.
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BEISPIEL 5
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem 3-türigen
VOLKSWAGEN POLO 1.9 SDI; 4 Zylinder, Hubraum 1896; 47 kW entsprechend
64 PS; maximale Leistung bei 4200 Upm durchgeführt; vom Wagen gefahrene km
vor dem Test: 66.000 km.
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BEISPIEL 6
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem VOLKSWAGEN GOLF TDI HIGHLINE 3P; 4 Zylinder,
Hubraum 1896; 85 kW entsprechend 115 PS, maximale Leistung bei 4000
Upm durchgeführt;
vom Wagen gefahrene km vor dem Test: 9.500 km.
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BEISPIEL 7
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem MERCEDES C200 CDI CLASSIC, 4 Zylinder; Hubraum
2151; 75 kW entsprechend 102 PS, maximale Leistung bei 4200 Upm
durchgeführt;
vom Wagen gefahrene km vor dem Test: 70.500 km.
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BEISPIEL 8
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTT 100
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Der
Test wurde an einem Lastwagen SCANIA DS 1410; 8 Zylinder; Hubraum
14200 cm3; 333 kW entsprechend 453 PS, maximale
Leistung bei 1900 Upm durchgeführt;
vom Lastwagen vor dem Test gefahrene km: 224.000 km.
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BEISPIEL 9
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Ein
Breda Heizkessel 500 Tonne/h (Dampfproduktion) wurde mit Heizöl mit den
folgenden charakteristischen Parametern versorgt:
| V | 100
ppm |
| Ni | 50
ppm |
| Na | 25
ppm |
| Asche | 360
ppm |
| S | 2,7% |
| Asphaltene | 7,8% |
| Conradson | 14,4% |
| N | 0,44% |
| Viskosität bei 75°C | 110
cSt |
Arbeitsbedingungen:
| Stabiler
Betriebszustand | 92% |
| Luftüberschuß | 1,5
+ 3,5% (als O2) |
| Heizölzerstäubung (f.o.) | 110
cSt |
| Lufttemperatur | 25°C |
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Zu
diesem Heizöl
wurden 3,5 g/l des Zusatzes gemäß der vorliegenden
Erfindung zugesetzt, bestehend aus:
- a) ternärem Oxidationskatalysator,
umfassend Ce 6%, Fe 6%, Ca 3%; Cer als Sulfonat, Eisen als Thallat, Calcium
als Sulfonat. Zusammen macht das katalytische Gemisch 15% des Gewichtes,
bezogen auf das Gesamtgewicht des Zusatzes aus;
- b) organisches Nitrat, bestehend aus i-Octylnitrat in einer
Menge von 65% des Gewichtes, bezogen auf das Gesamtgewicht des Zusatzes;
- c) Dispergiermittel, bestehend aus ADX 3856 W (ADIBIS) (mit
50% aktiven Anteilen) in einer Menge von 20% des Gewichtes, bezogen
auf das Gesamtgewicht des Zusatzes.
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Die
Verbesserung des Verbrennungsprozesses in dem Heizkessel als Folge
der Verwendung des Zusatzes gemäß der Erfindung
ergibt sich aus den 1 und 2, worin
jeweils der Trend des spezifischen Verbrauches von Heizöl pro Tonne
von erzeugtem Dampf und der Verdampfungsindex im Verlauf der Zeit
gezeigt ist, d.h. die Tonnen von Dampf, erzeugt pro Tonne von Brennstoff.
Aus den beiden Figuren ist deutlich zu ersehen, wie der Verdampfungsindex
zum Ansteigen neigt und wie der Ölverbrauch
bereits zur Abnahme in den ersten 30–40 Tagen des Betriebes neigt.
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Das
Diagramm in 3 zeigt die Veränderungen
in den Emissionen, wenn der Zusatz der Erfindung in dem Brennstoff
vorhanden ist, im Vergleich zu nicht mit Zusatz versetztem Brennstoff.
Aus diesem Diagramm ist ersichtlich, dass die Verwendung des vorliegenden
Zusatzes die Anwesenheit von Teilchen um 62% im Verglich mit nicht
mit Zusatz versetztem Brennstoff erniedrigt, sogar mit einem niedrigen Überschuß von O2, was ebenfalls die Reduzierung von NOx begünstigt.
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Insbesondere
ist in dem Diagramm eine Reduzierung der Teilchenemission gezeigt,
welche bis zu Werten unterhalb von 50 mg/Nmc reduziert wird; die
Reduzierung der NOx-Emission wird bis 450
mg/Nmc reduziert und der Durchschnittswert von Ruß beträgt 45 mg/Nmc.
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In 4,
welche den Trend der Quantität
von Teilchen in den Heizkesselemissionen als Funktion des Überschusses
von O2 in der zusammen mit dem Brennstoff
injizierten Luft wiedergibt, ist die Wirksamkeit des trimetallischen
Oxidationskatalysators Ce-Fe-Ca, der in diesem Zusatz eingeschlossen
ist, besonders ersichtlich.
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BEISPIEL 10
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Opazitätstest mit Gerät Bosch
RTM 430
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Der
Test wurde mit einem Volvo V 70 2,5 D; 5 Zylinder, Hubraum 2460
cm3, maximale Leistung 103 kW durchgeführt; vom
Wagen gefahrene km vor dem Test: 61.000.
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Es
wurde ein Zusatz mit der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
- A) ternärer
Katalysator, bestehend aus: Ce 5% in Form von Salzen aliphatischer
Säuren,
Fe 7% in Form von aliphatischen C18-Säuren, Ca
2,5% in Form von Dodecylbenzolsulfonsäuren.
Menge von 20% des
Zusatzes.
- B) i-Octylnitrat
Menge von 60% des Zusatzes.
- C) Dispergiermittel W. A. S. A. (wax Antisetting Agents = Wachsantiablagerungsmittel).
Menge
von 20% des Zusatzes.
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Der
so hergestellte Zusatz wurde bei 5 Straßentests angewandt, wobei die
Menge des zu dem Standarddiesel (S. D.) verwendeten Zusatzes im
Folgenden angegeben ist:
| 3 g/l | (Test
10.1) |
| 3,5
g/l | (Test
10.2) |
| 4,0
g/l | (Test
10.3) |
| 5,0
g/l | (Test
10.4) |
| 10,0
g/l | (Test
10.5). |
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Einige
Vergleichstests wurden ebenfalls durchgeführt, um zu zeigen, wie kritisch
die Anwesenheit der drei Komponenten (a), (b), (c) zum Erhalt eines
synergistischen Effektes ist, wobei dieser ebenfalls Ergebnisse ermöglicht,
die mit den einzelnen Komponenten nicht erreicht werden konnten,
und im Licht solcher Ergebnisse nicht voraussehbar waren.
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BEISPIEL 11
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Unter
Benutzung eines Wagens AUDI A4 2.5 TDI V6, 6 Zylinder, Hubraum 2496
cm3, maximale Leistung 110 kW, vor dem Test
gefahrene km: 25.500, und mit dem Bosch-Opazimeter RTM 430 wurden
einige Tests mit Standarddiesel (S. D.) alleine oder versetzt mit
Zusätzen
mit unterschiedlichen Zusammensetzungen durchgeführt.
Test 11.1 – S. D.
+ 0,6 g/l Fe-thallat mit 2% Fe;
Test 11.2 – S. D. + 0,5 g/l Katalysator
TRI, bestehend aus Ce 5% (in Form von Octoat), Fe 7% (in Form von Thallat),
Ca 3% (in Form von Dodecylbenzolsulfonat);
Test 11.3 – S. D.
+ 3,5 g/l von Zusatz, bestehend aus i-Octylnitrat 60%, W. A. S.
A. 20%, Fe-thallat 20%.
Test 11.4 – S. D. + 3,5 g/l Zusatz, bestehend
aus i-Octylnitrat 60%, W. A. S. A. 20%, Katalysator TRI 20%.
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Analoge
Tests wurden unter Verwendung von ebenfalls Calciumdodecylbenzolsulfonat
und Ceroctoat durchgeführt,
wobei analoge Ergebnisse gemessen wurden.
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BEISPIEL 12 – Vergleich
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Ein
Zusatz bestehend aus:
| (b)
i-Octylnitrat | 75% |
| (c)
W. A. S. A. | 25% |
wurde hergestellt.
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Der
oben angegebene Zusatz wurde bei zwei Tests in unterschiedlichen
Mengen eingesetzt:
2,0 g/l Diesel – Test (12.1)
3,0 g/l
Diesel – Test
(12.2)
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Die
Test wurden an einem FIAT MAREA JTD 105 SX; 4 Zylinder, Hubraum
1910 cm3, maximale Leistung 77 kW durchgeführt; das
Fahrzeug war vor dem Test 14.000 km gefahren worden. Bosch-Opazimeter RTM
430
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BEISPIEL 13 – Vergleich
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Mit
demselben in Beispiel 12 beschriebenen Zusatz wurden zwei Tests
unter Verwendung von 2,0 g/l (Test 13.1) bzw. 3,0 g/l (Test 13.2)
an einem unterschiedlichen Wagen durchgeführt: AUDI A4 2.5 TDI V6, 6 Zylinder,
Hubraum 2496 cm3; maximale Leistung 110
kW, vor dem Test gefahrene km: 25.500. Bosch-Opazimeter RTM 430
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Beim
Vergleich der Beispiele 12 und 13 mit Beispiel 10 ist sofort ersichtlich,
dass bei Fehlen des Metallkatalysators die maximale Abnahme an Teilchen
38% ist, verglichen mit einer Reduzierung bis zu 85%, erreicht mit
dem ternären
System gemäß der Erfindung,
wie in den oben angegebenen Beispielen gezeigt ist.