-
Die
Erfindung betrifft die Verwendung von 2-Aminothiazolin-Derivaten
der Formel (I)
oder ihrer pharmazeutisch
akzeptablen Salze als Inhibitoren der inductiblen NO-Synthase.
-
Die
Erfindung hat ganz besonders die Verwendung der 2-Aminothiazolin-Derivate
der Formel (I) und ihrer pharmazeutisch akzeptablen Salze zur Herstellung
von pharmazeutischen Zusammensetzungen, die vorgesehen sind für die Behandlung
und Vorbeugung von Erkrankungen, bei denen eine anormale Produktion
von Stickstoffmonoxid (NO) durch Induzierung von inductibler NO-Synthase
(NOS-2 oder iNOS) einbezogen ist, die pharmazeutischen Zusammensetzungen,
welche die neuen 2-Aminothiazolin-Derivate und ihre pharmazeutisch
akzeptablen Salze enthalten und die neuen 2-Aminothiazolin-Derivate
und ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze zum Gegenstand.
-
Das
Stickstoffmonoxid (NO) ist ein nicht scharf abgegrenztes Radikal,
das bei zahlreichen physiologischen und pathologischen Prozessen
einbezogen ist. Es wird durch Oxidation von L-Arginin synthetisiert,
einer Reaktion, die durch eine Familie von Enzymen, genannt Synthase
von Stickstoffmonoxid oder NO-Synthase (NOS), katalysiert wird,
die ihrerseits in dem internationalen System der Nomenklatur von
Enzymen unter der Nummer E.C. 1.14.13.39 als Referenz aufgenommen
wurde.
-
Es
sind drei Isoformen von NOS bekannt, von denen zwei konstitutiv
sind und eine inductibel ist:
- – Eine neuronale
NOS (NOS-1 oder nNOS) wurde isoliert und geklont, ursprünglich ausgehend
von Nervengewebe, worin dieses Enzym konstitutiv ist. Das NOS-1
produziert NO als Antwortreaktion auf verschiedene physiologische
Stimuli wie die Aktivierung von membranären Rezeptoren gemäß einem
Mechanismus, der von Calcium und Calmodulin abhängt.
- – Eine
inductible NOS (NOS-2 oder iNOS) kann als Antwort auf immunologische
Stimuli induziert werden, wie beispielsweise die Cytokine oder bakteriellen
Antigene in verschiedenen Zellen wie beispielsweise den Makrophagen,
den endothelialen Zellen, den Hepatocyten, den glialen Zellen sowie
einer großen
Zahl von anderen Typen von Zellen. Die Aktivität dieser Isoform wird durch
Calcium nicht reguliert. Deshalb produziert sie große Mengen
von NO über
eine lange Dauer, wenn dies einmal induziert ist.
- – Eine
endotheliale NOS (NOS-3 oder eNOS) ist konstitutiv und von Calcium/Calmodulin
abhängig.
Sie wurde ursprünglich
in den Zellen des vasculären
Endotheliums identifiziert, wo sie NO erzeugt als Antwort auf physiologische
Stimuli wie die Aktivierung von membranären Rezeptoren.
-
Das
durch die neuronalen und endothelialen konstitutiven Isoformen produzierte
NO (NOS-1 und NOS-3) ist im allgemeinen in die Funktionen der interzellularen
Signalisierung einbezogen. Die endothelialen Zellen, welche die
innere Wandung von Blutgefäßen auskleiden,
induzieren beispielsweise die Relaxation der darunter liegenden
glatten Muskelzellen über
die Produktion von NO. Sie beteiligen sich auf diese Weise an der
Regulierung des arteriellen Druckes.
-
Das
durch die inductible Isoform NOS-2 in großen Mengen produzierte NO ist
unter anderem in die pathologischen Phänomene einbezogen, die mit
akuten und chronischen inflammatorischen Prozessen bei einer großen Vielzahl
von Geweben und Organen assoziiert sind.
-
Eine
exzessive Produktion von NO durch Induzierung von NOS-2 beteiligt
sich auf diese Weise an degenerativen Erkrankungen des Nervensystems,
wie beispielsweise Plaque-Sklerose, fokale oder globale cerebrale
Ischämie,
cerebrale oder spinale Traumata, Par kinson-Krankheit, Huntington-Krankheit,
Alzheimer-Krankheit, amyotrophische Lateralsklerose, Migräne, Depression,
Schizophrenie, Angstzustände,
Epilepsie. In gleicher Weise ist die Induzierung von NOS-2 außerhalb
des Zentralnervensystems bei zahlreichen Erkrankungen mit inflammatorischen
Komponenten einbezogen, wie beispielsweise Diabetes, Atherosklerose, Myokarditis,
Arthritis, Arthrose, Asthma, Reizdarm-Syndrom, Crohn-Krankheit,
Peritonitis, Gastro-Oesophagus-Rückfluß, Uveitis,
Syndrom nach Guillain-Barré,
Glomerulo-Nephritis, erythematöser
Lupus, Psoriasis. Das NOS-2 ist ebenfalls einbezogen beim Wachstum
von gewissen Tumorformen, wie beispielsweise bei Epitheliomen, Adenokarzinomen
oder Sarkomen, und bei Infektionen durch intrazelluläre oder
extrazelluläre
Bakterien, gram-positiv oder gram-negativ.
-
Bei
allen Situationen, wo eine anormale Produktion von NO schädlich ist,
erscheint es somit wünschenswert,
die Produktion von NO durch die Verabreichung von Substanzen, die
fähig sind,
das NOS-2 zu inhibieren, herabzusetzen. Jedoch ist es unter Berücksichtigung
der wichtigen physiologischen Rollen, welche die konstitutive Isoform
NOS-3 insbesondere bei der Regulierung des arteriellen Druckes spielt,
von entscheidender Bedeutung, daß die Isoform NOS-2 so wenig
als möglich
die Isoform NOS-3 beeinträchtigt.
Es ist nämlich
bekannt, daß die
Verabreichung von nicht selektiven Inhibitoren der Isoformen von
NOS zu einer Gefäßverengung
und einer Zunahme des arteriellen Druckes führt (Moncada, S., Palmer, R.M.J.
und Higgs, E.A., Biosynthesis of nitric Oxide from L-arginine: a
pathway for the regulation of cell function and communication, Biochem.
Pharmacol., 1989, 38: 1709–1715).
Diese Auswirkungen auf das cardiovasculäre System sind in dem Maße gefährlich,
wo sie die Zufuhr von Nährstoffen
zu den Geweben verringern. Demzufolge betrifft die vorliegende Erfindung
Verbindungen, die eine Inhibitorwirkung gegenüber NOS-2 aufweisen, die signifikant größer ist
als ihre Inhibitorwirkung gegenüber
NOS-3.
-
Inhibitoren
von NOS, die sich von Thiazolin ableiten, sind insbesondere in den
Patentanmeldungen WO 94/12165, WO 95/11231 und WO 96/14842 beschrieben.
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von 2-Aminothiazolin-Derivaten
der Formel (I), in der
entweder R1 ein
Wasserstoffatom oder ein Rest Alkyl ist und R2 einen
Rest Alkyl, -alk-NH2, -CH2-R3, -CH2-S-R4 oder Phenyl darstellt, substituiert durch
einen Rest Nitro oder -NH-C(=NH)CH3, oder
R1 ein Rest Alkyl ist und R2 ein
Wasserstoffatom darstellt,
R3 einen
Rest Cycloalkyl (3-6C), Pyridyl, Pyridyl-N-oxid, Thienyl, Thiazolyl,
Imidazolyl, Pyrazinyl, Triazolyl, Phenyl oder Phenyl, substituiert
durch einen Rest Nitro, Hydroxy oder Carboxy, bedeutet,
R4 einen Rest Pyridyl oder Pyridyl-N-oxid
darstellt,
alk ein Rest Alkylen ist,
zur Herstellung von
Arzneimitteln, die vorgesehen sind für die Vorbeugung und Behandlung
von Erkrankungen, bei denen eine anormale Produktion von Stickstoffmonoxid
(NO) durch Induzierung von inductibler NO-Synthase (NOS-2 oder iNOS)
einbezogen ist.
-
Bei
den vorstehenden Definitionen und in denen, die folgen enthalten
die Reste Alkyl und Alkylen 1 bis 6 Kohlenstoffatome in gerader
oder verzweigter Kette.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) weisen ein oder mehrere asymmetrische
Kohlenstoffatome auf und können
somit in Form von Racematen, Enantiomeren und Diastereoisomeren
vorliegen, die ebenfalls sowie ihre Mischungen einen Teil der vorliegenden
Erfindung bilden.
-
Außerdem können die
Verbindungen der Formel (I) als tautomere Form (Ia) vorliegen:
-
-
Diese
Tautomeren bilden ebenfalls einen Teil der Erfindung.
-
Unter
den nützlichen
Verbindungen der Formel (I) gemäß der Erfindung
kann man die folgenden Verbindungen nennen:
4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-Butyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Hydroxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Aminopropyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
N-Oxid
von 4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
ihre
Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren, Tautomeren sowie
ihre
pharmazeutisch akzeptablen Salze,
und ganz besonders die folgenden
Verbindungen:
(+)-(4R)-4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4R)-4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
(+)-(4R)-4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4R)-4-Butyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(5S)-5-Methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Aminopropyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Hydroxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
N-Oxid
von (4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
sowie
ihre Tautomeren und ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze.
-
Besonders
bevorzugt sind die nützlichen
Verbindungen der Formel (I) gemäß der Erfindung,
in denen R1 ein Wasserstoffatom oder ein
Rest Alkyl ist und R2 einen Rest -alk-NH2, Phenyl, substituiert durch einen Rest
-NH-C(=NH)CH3, -CH2-R3, oder -CH2-S-R4 darstellt, R3 einen
Rest Pyridyl, Thienyl, Thiazolyl, Imidazolyl, Pyrazinyl, Triazolyl,
Phenyl oder Phenyl, substituiert durch einen Rest Nitro oder Carboxy
bedeutet und R4 ein Rest Pyridyl ist.
-
Ganz
besonders, wenn R2 eine Kette -CH2-R3 oder -CH2-S-R4 ist, R3 einen Rest 3- oder 4-Pyridyl, 2- oder 3-Thienyl,
4- oder 5-Thia zolyl, 1-Imidazolyl, 1-Triazolyl, 2-Pyrazinyl, Phenyl
oder Phenyl, substituiert in Position -3 durch einen Rest Nitro
oder Carboxy, bedeutet und R4 ein Rest 4-Pyridyl
ist.
-
Unter
den nützlichen
Verbindungen gemäß der Erfindung
und als ganz besonders bevorzugt kann die folgenden Verbindungen
nennen:
4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
ihre
Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren, ihre Tautomeren sowie
ihren pharmazeutisch akzeptablen Salze,
und ganz besonders
die folgenden Verbindungen:
(+)-(4R)-4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4R)-4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
(+)-(4R)-4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
ihre
Tautomeren sowie ihren pharmazeutisch akzeptablen Salze.
-
Die
Verbindungen der Formel (I), worin R1 Methyl
oder Hexyl ist und R2 Wasserstoff darstellt
oder R1 und R2 Methyl
bedeuten, sind als chemische Produkte bekannt [J. Org. Chem., 27,
1049 (1962); J. Org. Chem., 37, 4401 (1972); Beilstein Registry
Numbers 6114855, 6114856, 6117694, 6117695].
-
Außerdem sind
einige Verbindungen der Formel (I) als Strahlenschutzmittel bekannt.
Dies sind die racemischen Verbindungen, in denen
R1 ein
Rest Methyl ist und R2 ein Wasserstoffatom
darstellt (Chem. Abstr., 1980, 92, 209060 und 209061),
R1 Wasserstoff ist und R2 einen
Rest Methyl darstellt (Chem. Abstr., 1997, 87, 193910),
R1 Wasserstoff ist und R2 einen
Rest Ethyl darstellt (Khim. Geterotsikl. Soedin, 1987, 11, 1572),
R1 Wasserstoff ist und R2 einen
Rest n-Propyl darstellt [Radiobiologiya, 1979, 19 (5), 671].
-
Die
anderen Verbindungen der Formel (I) sind neu und bilden als solche
einen Teil der Erfindung, sowie ihre Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren
und Tautomeren und ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze.
-
Dies
sind die Verbindungen, in denen
entweder R1 ein
Wasserstoffatom oder ein Rest Alkyl ist und R2 einen
Rest Alkyl, -alk-NH2, -CH2-R3, -CH2-S-R4 oder Phenyl darstellt, substituiert durch
einen Rest Nitro oder -NH-C(=NH)CH3, oder
R1 ein Rest Alkyl ist und R2 ein
Wasserstoffatom darstellt,
R3 einen
Rest Cycloalkyl (3-6C), Pyridyl, Thienyl, Thiazolyl, Imidazolyl,
Pyrazinyl, Triazolyl, Phenyl oder Phenyl, substituiert durch einen
Rest Nitro, Hydroxy oder Carboxy, bedeutet,
R4 einen
Rest Pyridyl darstellt,
alk ein Rest Alkylen ist,
sowie
ihre Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren und ihre Mischungen,
ihre Tautomeren und ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze,
mit
Ausnahme der Verbindungen, bei denen R1 Hexyl
oder Methyl ist und R2 Wasserstoff darstellt,
oder R1 und R2 Methyl
sind, und die Racemate dieser Verbindungen, bei denen R1 Wasserstoff
ist und R2 Methyl, Ethyl oder n-Propyl darstellt.
-
Besonders
bevorzugt sind die Verbindungen der Formel (I), in denen R1 ein Wasserstoffatom oder ein Rest Alkyl
ist und R2 einen Rest -alk-NH2,
Phenyl, substituiert durch einen Rest -NH-C(=NH)CH3,
-CH2-R3, worin R3 einen Rest Pyridyl, Thienyl, Thiazolyl,
Imidazolyl, Triazolyl, Pyrazinyl, Phenyl oder Phenyl, substituiert durch
einen Rest Nitro oder Carboxy, bedeutet oder -CH2-S-R4 darstellt, worin R4 ein
Rest Pyridyl ist, ihre Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren
und ihre Mischungen, ihre Tautomeren und ihre pharmazeutisch akzeptablen
Salze.
-
In
besonderer Weise ist R3 ein Rest 3- oder
4-Pyridyl, 2- oder 3-Thienyl,
4- oder 5-Thiazolyl, 1-Imidazolyl, 1-Triazolyl, 2-Pyrazinyl, Phenyl
oder Phenyl, substituiert in Position -3 durch einen Rest Nitro
oder Carboxy, und R4 bedeutet einen Rest
4-Pyridyl.
-
Unter
den neuen Verbindungen der Formel (I) kann man die folgenden Verbindungen
nennen:
4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
ihre
Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren, Tautomeren sowie ihre
pharmazeutisch akzeptablen Salze,
und insbesondere die folgenden
Verbindungen:
(+)-(4R)-4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4R)-4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(2-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
??
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
(+)-(4R)-4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-(4S)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Methyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R,5R)-5-Ethyl-4-(4-pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(-)-4-(5-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(2-Pyrazinylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4R)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(4S)-4-(1-Imidazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-(4R)-4-(4-Thiazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(4-Pyridylsulfanylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
(+)-4-(1-Triazolylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin,
ihre
Tautomeren sowie ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze.
-
Die
Erfindung betrifft ebenfalls die pharmazeutischen Zusammensetzungen,
die als Wirkstoff ein Derivat der Formel (I) enthalten, in der
entweder
R1 ein Wasserstoffatom oder ein Rest Alkyl
ist und R2 einen Rest Alkyl, -alk-NH2, -CH2-R3, -CH2-S-R4 oder Phenyl darstellt, substituiert durch
einen Rest Nitro oder -NH-C(=NH)CH3, oder
R1 ein Rest Alkyl ist und R2 ein
Wasserstoffatom darstellt,
R3 einen
Rest Cycloalkyl (3-6C), Pyridyl, Thienyl, Thiazolyl, Imidazolyl,
Pyrazinyl, Triazolyl, Phenyl oder Phenyl, substituiert durch einen
Rest Nitro, Hydroxy oder Carboxy, bedeutet,
R4 einen
Rest Pyridyl darstellt,
alk ein Rest Alkylen ist,
sowie
ihre Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren und ihre Mischungen,
ihre Tautomeren und ihre pharmazeutisch akzeptablen Salze,
mit
Ausnahme der racemischen Verbindungen, bei denen R1 ein
Rest Methyl ist und R2 ein Wasserstoffatom darstellt,
oder R1 Wasserstoff ist und R2 Methyl,
Ethyl oder n-Propyl bedeutet.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
durch Cyclisierung eines Derivates der Formel (II)
hergestellt werden, in der
R
1 und R
2 die gleichen
Bedeutungen wie in der Formel (I) besitzen. Diese Cyclisierung erfolgt
im allgemeinen mit Hilfe einer Säure
wie Chlorwasserstoffsäure
im wäßrigen Medium
bei einer Temperatur von etwa 100 °C. Man verwendet vorzugsweise
6 N Chlorwasserstoffsäure.
-
Die
Derivate der Formel (II) können
nach den folgenden Reaktionsschemata erhalten werden:
-
Schema
1 für die
Verbindungen, worin R
1 Wasserstoff ist
-
In
diesen Formeln besitzt R2 die gleichen Bedeutungen
wie in der Formel (I), Ra ist ein Wasserstoffatom oder eine Schutzgruppe
für die
Aminfunktion, wie von T.W. GREENE, Protective groups in Organic
Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben,
und Rb ist ein Rest Alkyl (1-4C) oder Alkyloxycarbonyl, vorzugsweise
Methyl, Ethyl oder Isobutyloxycarbonyl. Die Schutzgruppe für die Aminfunktion
ist vorzugsweise ein Rest Acetyl oder tert.-Butoxycarbonyl.
-
Die
Reaktion a erfolgt im allgemeinen in Anwesenheit von Natriumalkoholat
(1-4C) (vorzugsweise Natriumethylat) in dem entsprechenden Alkohol
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 10 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion b erfolgt im allgemeinen in einem inerten Lösungsmittel
wie Dimethylformamid in Anwesenheit von Lithiumiodid bei einer Temperatur
zwischen einschließlich
100 °C und
der Siedetemperatur der Reaktionsmischung oder in einem aliphatischen
Alkohol (1-4C) in Anwesenheit von Natriumhydroxid bei einer Temperatur
von 10 °C
bis 30 °C,
gefolgt von einer Neutralisierung durch 6 N Chlorwasserstoffsäure und
anschließendem
Erhitzen in einem Lösungsmittel
wie Dioxan auf eine Temperatur von etwa 100 °C.
-
Die
Reaktion b' erfolgt
vorzugsweise mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure bei einer Temperatur von
100 °C.
-
Die
Reaktion b'' für die Derivate,
worin Rb ein Rest Alkyl ist, erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung eines
aliphatischen Alkohols (1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol) in
Anwesenheit einer Mineralsäure
wie Schwefelsäure
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 50 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung. Für
die Derivate, worin Rb ein Rest Isobutyloxycarbonyl ist, erfolgt
diese Reaktion im allgemeinen durch Einwirkung von Chlorameisensäure-isobutylester
in Anwesenheit einer Base wie Triethylamin in einem inerten Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran und bei einer Temperatur zwischen einschließlich –20 °C und 0 °C. Die Reduktionsreaktionen
c, g und i erfolgen vorzugsweise mit Hilfe eines Hydrides wie Natriumborhydrid oder
Lithiumaluminiumhydrid in einem aliphatischen Alkohol (1-4C) oder
Tetrahydrofuran bei einer Temperatur zwischen einschließlich 10 °C und 30 °C, oder mit
Hilfe eines Boranderivates wie dem Komplex BH3-THF
in ei nem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 0 °C und 30 °C.
-
Die
Reaktion d zur Abspaltung der Schutzgruppe bei den Verbindungen,
worin Ra eine Schutzgruppe für
die Aminfunktion ist, erfolgt nach jeder dem Fachmann bekannten
Methode zur Abspaltung, insbesondere wie sie von T.W. GREENE, Protective
groups in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben
sind. Wenn die Schutzgruppe ein Rest Acetyl ist, so erfolgt diese
Reaktion vorzugsweise mit Hilfe von wäßriger Chlorwasserstoffsäure bei
einer Temperatur von 100 °C.
Wenn die Schutzgruppe ein Rest tert.-Butoxycarbonyl ist, so erfolgt
diese Reaktion mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure in Dioxan bei einer Temperatur
von etwa 20 °C.
-
Die
Reaktionen e und h erfolgen durch Einwirkung von tert.-Butylisothiocyanat
in einem inerten Lösungsmittel
wie einem aliphatischen Alkohol (1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol),
gegebenenfalls in Anwesenheit eines tertiären Amins wie Triethylamin
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion f erfolgt durch Einwirkung eines aliphatischen Alkohols
(1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol) in Anwesenheit einer Mineralsäure wie
Chlorwasserstoffsäure
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung, oder durch Einwirkung von Thionylchlorid in einem
aliphatischen Alkohol (1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol) und
bei einer Temperatur zwischen einschließlich –25 °C und 30 °C.
-
Schema
2 für die
Verbindungen, worin R
1 Alkyl ist
-
In
diesen Formeln besitzen R1 und R2 die gleichen Bedeutungen wie in der Formel
(I), Ra ist ein Wasserstoffatom oder eine Schutzgruppe für die Aminfunktion,
wie von T.W. GREENE, Protective groups in Organic Synthesis, J.
Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben, und vorzugsweise
ein Rest Acetyl oder tert.-Butoxycarbonyl,
und Rb ist ein Rest Alkyl oder Alkyloxycarbonyl und vorzugsweise
Methyl, Ethyl oder Isobutyloxycarbonyl.
-
Die
Reaktion a erfolgt vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel
wie einem chlorierten Lösungsmittel
(beispielsweise Chloroform oder Dichlormethan), gegebenenfalls in
Anwesenheit einer Base wie N-Methylmorpholin oder Triethylamin und
bei einer Temperatur zwischen einschließlich –15 °C und 30 °C.
-
Die
Reaktion b erfolgt durch Einwirkung eines Alkylmagnesiumhalogenids
wie einem Alkylmagnesiumbromid in einem Ether wie Tetrahydrofuran
oder Ethylether und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 0 °C und 30 °C.
-
Die
Reduktionsreaktion c erfolgt vorzugsweise mit Hilfe eines Hydrides
wie Natriumborhydrid oder Lithiumaluminiumhydrid in einem aliphatischen
Alkohol (1-4C) oder Tetrahydrofuran bei einer Temperatur zwischen
einschließlich
10 °C und
30 °C, oder
mit Hilfe eines Boranderivates wie dem Komplex BH3-THF
in einem Lösungsmittel
wie Tetrahydrofuran und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 0 °C und 30 °C.
-
Die
Reaktion d zur Abspaltung der Schutzgruppe erfolgt nach jeder dem
Fachmann bekannten Methode zur Abspaltung einer Schutzgruppe von
der Aminfunktion, insbesondere wie sie von T.W. GREENE, Protective
groups in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991)
beschrieben sind. Wenn die Schutzgruppe ein Rest Acetyl ist, so
erfolgt diese Reaktion vorzugsweise mit Hilfe von wäßriger Chlorwasserstoffsäure bei
einer Temperatur von 100 °C.
Wenn die Schutzgruppe ein Rest tert.-Butoxycarbonyl ist, so erfolgt
diese Reaktion mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure in Dioxan bei einer Temperatur
von etwa 20 °C.
-
Die
Reaktion e erfolgt durch Einwirkung von tert.-Butylisothiocyanat
in einem inerten Lösungsmittel wie
einem aliphatischen Alkohol (1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol),
in Anwesenheit eines tertiären Amins
wie Triethylamin und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der
Siedetemperatur der Reaktionsmischung.
-
Die
Verbindungen der Formel (I), in der R2 ein
Rest Phenyl ist, substituiert durch einen Rest -NH-C(=NH)CH3, können
ebenfalls ausgehend von den entsprechenden Aminderivaten hergestellt
werden, die ihrerseits selbst durch Reduktion der Nitroderivate
der Formel (I) nach dem folgenden Schema erhalten werden:
-
-
Die
Reduktionsreaktion a erfolgt nach jeder dem Fachmann bekannten Methode
zur Reduktion, die ermöglicht,
von einem Nitro zu einem Amin überzugehen,
ohne den Rest des Moleküls
zu beeinträchtigen. Man
arbeitet vorzugsweise mit Hilfe von Zink in Essigsäure und
bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
-
Die
Reaktion b erfolgt durch Reaktion von Benzylethanimidothioat-Hydrochlorid in einem
inerten Lösungsmittel
wie einem aliphatischen Alkohol (1-4C) und vorzugsweise Methanol
oder Ethanol und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 0 °C und 45 °C.
-
Die
Zwischenprodukte der Formel (III) sind neu und bilden einen Teil
der Erfindung.
-
Die
Verbindungen der Formel (I), worin R
2 ein
Rest -CH
2-R
3 ist
und R
3 einen Rest 1-Imidazolyl oder 1-(1,2,4-Triazolyl)
darstellt, können
ebenfalls durch Einwirkung von Imidazol oder 1,2,4-Triazol auf ein
Derivat der Formel (IV)
hergestellt werden, in der
R
1 die gleichen Bedeutungen wie in der Formel
(I) besitzt, X ein Halogenatom und insbesondere ein Iodatom oder
ein Rest Tosyl ist, Ra und Rb Wasserstoffatome oder Schutzgruppen
für die Aminfunktion
darstellen, wie sie von T.W. GREENE, Protective groups in Organic
Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben
sind, vorzugsweise Alkoxycarbonyl oder Acetyl und ganz besonders tert.-Butyloxycarbonyl,
gegebenenfalls gefolgt von einem Abspalten der Schutzgruppen. Diese
Reaktion erfolgt im allgemeinen in Anwesenheit einer Base wie einem
Alkalimetallhydrid, vorzugsweise Natriumhydrid, in einem Lösungsmittel
wie Dimethylsulfoxid und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der
Siedetemperatur der Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion zur Abspaltung der Schutzgruppe bei den Verbindungen, worin
Ra oder Rb eine Schutzgruppe für
die Aminfunktion darstellen, erfolgt nach jeder dem Fachmann bekannten
Methode zur Abspaltung, insbesondere wie sie von T.W. GREENE, Protective groups
in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben
sind. Wenn die Schutzgruppe ein Rest Acetyl ist, so erfolgt diese
Reaktion vorzugsweise mit Hilfe von wäßriger Chlorwasserstoffsäure bei
einer Temperatur von 100 °C.
Wenn die Schutzgruppe ein Rest tert.-Butoxycarbonyl ist, so erfolgt
diese Reaktion mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure in Dioxan bei einer Temperatur
von etwa 20 °C.
-
Die
Verbindungen der Formel (IV) können
ihrerseits selbst nach dem folgenden Reaktionsschema erhalten werden:
-
-
In
diesen Formeln besitzt R1 die gleiche Bedeutung
wie in der Formel (I), Ts ist ein Rest Tosylat, Ra und Rb stellen
ein Wasserstoffatom dar oder eine Schutzgruppe für die Aminfunktion, wie sie
von T.W. GREENE, Protective groups in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience
Publication (1991) beschrieben sind, vorzugsweise Alkoxycarbonyl
oder Acetyl und ganz besonders tert.-Butyloxycarbonyl.
-
Die
Reaktion a erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung von tert.-Butylisothiocyanat
in einem inerten Lösungsmittel
wie einem aliphatischen Alkohol (1-4C) (vorzugsweise Methanol, Ethanol),
gegebenenfalls in Anwesenheit eines tertiären Amins wie Triethylamin
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion b der Cyclisierung erfolgt im allgemeinen mit Hilfe einer
Säure wie
Chlorwasserstoffsäure im
wäßrigen Medium
bei einer Temperatur von etwa 100 °C. Man verwendet vorzugsweise
6 N Chlorwasserstoffsäure.
-
Die
Reaktionen c und g erfolgen, wenn Ra oder Rb eine Gruppe tert.-Butoxycarbonyl
ist, nach jeder dem Fachmann bekannten Methode zum Schutz, insbesondere
wie sie von T.W. GREENE, Protective groups in Organic Synthesis,
J. Wiley-Interscience Publication (1991) beschrieben sind. Diese
Reaktion erfolgt vorzugsweise mit Hilfe von Di-tert.-Butyldicarbonat
in Anwesenheit einer Base wie Triethylamin und gegebenenfalls in
Anwesenheit von 4-(Dimethyl-amino)-pyridin,
in einem Lösungsmittel
wie Dichlormethan und bei einer Temperatur von etwa 20 °C, oder in
Anwesenheit einer Base wie Kaliumcarbonat in einem Lösungsmittel
wie Wasser und bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
-
Die
Reaktion d erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung von para-Toluolsulfonylchlorid
in Anwesenheit eines tertiären
Amins wie Triethylamin in einem inerten Lösungsmittel wie Dichlormethan
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion e erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung von Natriumiodid,
in einem inerten Lösungsmittel
wie Aceton und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der
Siedetemperatur der Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion f erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung eines Allylhalogenids,
beispielsweise Allylchlorid, in einem aliphatischen Alkohol (1-4C),
vorzugsweise Ethanol und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der
Siedetemperatur der Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion h erfolgt im allgemeinen durch Einwirkung von Iod in Anwesenheit
einer Base wie Natriumbicarbonat, in einem Lösungsmittel wie Dichlormethan
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Verbindungen der Formel (I), worin Ra ein Rest -CH2-S-R4 ist, können
hergestellt werden durch Einwirkung einer entsprechenden Verbindung
der Formel (IVa) oder (IVb) auf ein Derivat der Formel HS-R4, in der R4 die
gleiche Bedeutung wie in der Formel (I) besitzt, Ra und Rb Wasserstoffatome
oder Schutzgruppen für
die Aminfunktion darstellen, wie sie von T.W. GREENE, Protective
groups in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991)
beschrieben sind, vorzugsweise Alkoxycarbonyl oder Acetyl und ganz
besonders tert.-Butyloxycarbonyl, gegebenenfalls gefolgt von einem
Abspalten der Schutzgruppen.
-
Diese
Reaktion erfolgt im allgemeinen in Anwesenheit einer Base wie Kaliumcarbonat,
in einem Lösungsmittel
wie Acetonitril oder Dimethylformamid (vorzugsweise Acetonitril)
und bei einer Temperatur zwischen einschließlich 20 °C und der Siedetemperatur der
Reaktionsmischung.
-
Die
Reaktion zur Abspaltung der Schutzgruppe bei den Verbindungen, worin
Ra oder Rb eine Schutzgruppe für
die Aminfunktion darstellen, erfolgt nach jeder dem Fachmann bekannten
Methode zur Abspaltung, insbesondere wie sie von T.W. GREENE, Protective
groups in Organic Synthesis, J. Wiley-Interscience Publication (1991)
beschrieben sind. Wenn die Schutzgruppe ein Rest Acetyl ist, so
erfolgt diese Reaktion vorzugsweise mit Hilfe von wäßriger Chlorwasserstoffsäure bei
einer Temperatur von 100 °C.
Wenn die Schutzgruppe ein Rest tert.-Butoxycarbonyl ist, so erfolgt
diese Reaktion mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure in Dioxan bei einer Temperatur
von etwa 20 °C.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
isoliert und nach üblichen
bekannten Methoden, beispielsweise Kristallisation, Chromatographie
oder Extraktion gereinigt werden.
-
Die
Enantiomeren der Verbindungen der Formel (I) können durch Aufspaltung der
Racemate erhalten werden, beispielsweise durch Chromatographie über eine
chirale Kolonne gemäß PIRCKLE
W.H. et coll., asymmetric synthesis, vol. 1, Academic Press (1983)
oder durch Bildung der Salze oder durch Synthese ausgehend von chiralen
Vorläufern.
Die Diastereoisomeren können
nach bekannten klassischen Methoden hergestellt werden (Kristallisation,
Chromatographie oder ausgehend von chiralen Vorläufern).
-
Die
Verbindungen der Formel (I) können
gegebenenfalls in Additionssalze mit einer Mineralsäure oder organischen
Säure überführt werden,
und zwar durch Einwirkung einer derartigen Säure in einem organischen Lösungsmittel
wie einem Alkohol, einem Keton, einem Ether oder einem chlorierten
Lösungsmittel.
Diese Salze bilden ebenfalls einen Teil der Erfindung.
-
Als
Beispiele für
pharmazeutisch akzeptable Salze können die folgenden Salze genannt
werden Benzolsulfonat, Hydrobromid, Hydrochlorid, Citrat, Ethansulfonat,
Fumarat, Gluconat, Iodat, Isethionat, Maleat, Methansulfonat, Methylen-bis-β-oxynaphthoat,
Nitrat, Oxalat, Pamoat, Phosphat, Salicylat, Succinat, Sulfat, Tartrat,
Theophyllinacetat und para-Toluolsulfonat.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) sind Inhibitoren der inductiblen NO-Synthase
oder NO-Synthase vom Typ 2 (NOS-2) und somit nützlich bei der Vorbeugung und
Behandlung von Störungen,
die mit einer exzessiven Produktion von NO verbunden sind, wie beispielsweise
Plaque-Sklerose, fokale oder globale cerebrale Ischämie, cerebrale
oder spinale Traumata, Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit,
Alzheimer-Krankheit, amyotrophische Lateralsklerose, Migräne, Depression,
Schizophrenie, Angstzustände,
Epilepsie, Diabetes, Atherosklerose, Myokarditis, Arthritis, Arthrose,
Asthma, Reizdarm-Syndrom, Crohn-Krankheit, Peritonitis, Gastro-Oesophagus-Rückfluß, Uveitis,
Syndrom nach Guillain-Barré,
Glomerulo-Nephritis,
erythematöser
Lupus, Psoriasis, Wachstum von gewissen Tumorformen, wie beispielsweise
bei Epitheliomen, Adenokarzinomen oder Sarkomen, und bei Infektionen
durch intrazelluläre
oder extrazelluläre
Bakterien, gram-positiv oder gram-negativ.
-
Ihre
Aktivitäten
als Inhibitoren von NOS-2 und NOS-3 wurde bestimmt durch Messung
der Konversion von [3H]-L-Arginin zu [3H]-L-Citrullin
durch jeweils eine enzymatische Fraktion NOS-2, extrahiert aus Lungen von
Ratten oder Mäusen,
die zuvor mit Lipopolysacchariden (10 mg/kg i.p. 6 Stunden vor der
Entnahme des Gewebes) behandelt wurden, oder durch eine kommerzielle
Präparation
von NOS-3 Rekombinante vom Rind.
-
Die
Verbindungen wurden 20 bis 30 Minuten lang bei 37 °C in Anwesenheit
von 5 μM
(für die
Aktivität NOS-2)
oder 10 μM
(für die
Aktivität
NOS-3) von [3H]-L-Arginin, 1 mM NADPH, 15 μM Tetrabiopterin,
1 μM FAD, 0,1
mM DTT in einem Puffer HEPES (50 mM, pH 6,7), der 10 μg/l Calmodulin
und 1,25 mM CaCl2 enthält, wenn die Aktivität NOS-3
gemessen wurde, inkubiert. Die Inkubation wurde durch Zugabe von
kaltem Puffer HEPES (100 mM, pH 5,5), der 10 mM EGTA und 500 mg
eines kationischen Ionenaustauscherharzes (AG50W-X8, Gegenion: Na+) enthält,
beendet, um das [3H]-L-Arginin von dem [3H]-L-Citrullin zu trennen. Nach 5 Minuten Dekantieren
wurde die in der flüssigen
Phase verbliebene Radioaktivität
in einem Szintillationszähler
in Anwesenheit von einem geeigneten flüssigen Szintillationsmittel
gemessen. Die Ausbeute der Gewinnung des gebildeten [3H]-L-Citrullins
konnte unter Verwendung von L-[Ureido-14C]-Citrullin
als externem Standard eingeschätzt
werden.
-
Die
Aktivität
NOS-2 oder NOS-3 wurde in Picomol(en) von gebildetem [3H]-L-Citrullin
pro Minute und pro Milligramm Protein, das in dem Reaktionsmedium
enthalten ist, ausgedrückt.
-
In
diesem Test beträgt
für das
Enzym NOS-2 die CI50 der Verbindungen der
Formel (I) unter oder gleich 10 μM.
-
Die
Selektivität
wird durch das Verhältnis
CI50 NOS-3/CI50 NOS-2
gemessen. Diese Selektivität
beträgt über 20.
-
Die
Verbindungen der Formel (I) weisen eine geringe Toxizität auf. Ihre
DL50 beträgt über 40 mg/kg auf subkutanem
Weg bei der Maus.
-
Die
folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung.
-
Beispiel 1
-
(+)-(4R)-4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
Suspension von 3,35 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff in
32 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
5 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt und anschließend das
Erhitzen abgestellt. Dann wird die Lösung unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C eingedampft. Man erhält 4,42
g eines gelben Öles,
das pastös
wird. Diese Paste wird in Aceton aufgenommen und anschließend von
neuem unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa
40 °C eingedampft.
Der Rückstand
wird in Diethylether aufgenommen. Man erhält Kristalle von hellgelber
Farbe, die über
eine Glasfritte filtriert, danach mit Diethylether gewaschen und
im Trockenschrank unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
getrocknet werden. Man erhält
auf diese Weise 3,28 g (+)-(4R)-4-(3-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines sandigen Feststoffes von hellbeiger Farbe, Schmelzpunkt
= 124 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,20 (mt : 2H); 3,40 (dd, J = 11 und 5 Hz : 1H); 3,70 (dd, J
= 11 und 8 Hz : 1H); 4,67 (mt : 1H); 7,97 (dd, J = 8 und 5,5 Hz
: 1H); 8,46 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,83 (d breit, J = 5,5 Hz
: 1H); 8,90 (d, J = 2 Hz : 1H); 9,28 (mf : 1H); 9,75 (mf : 1H);
10,30 (mf : 1H).
(α20 D = +18,3 ± 0,7 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Suspension von 16,51 g (2R)-2-Amino-3-(3-pyridyl)-1-propanol-Dihydrochlorid
in 200 cm3 Ethanol unter inerter Atmosphäre gibt
man tropfenweise 22,7 cm3 Triethylamin und
danach 14 cm3 tert.-Butylisothiocyanat.
Anschließend
erhitzt man die Mischung 1 Stunde und 30 Minuten lang auf eine Temperatur
von etwa 60 °C.
Nach dem Abkühlen
auf eine Temperatur von etwa 20 °C
filtriert man den unlöslichen
Anteil über eine
Glasfritte und dampft das Filtrat dann unter reduziertem Druck (2
kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C ein. Man erhält eine
gelbe Paste, die in 200 cm3 Ethylacetat
und 100 cm3 Wasser aufgenommen wird. Die wäßrige Phase
wird extrahiert und dann dreimal mit 50 cm3 einer
gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen sowie über Magnesiumsulfat getrocknet.
Nach dem Filtrieren und anschließendem Eindampfen unter reduziertem
Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man ein gelbes Öl, das in
Dichlormethan aufgenommen und von neuem eingedampft wird, um 3,25
g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines blaßgelben
Schaumes zu ergeben.
NMR-Spektrum 1H
[400 MHz, (CD3)2SO
d6, δ in
ppm]: 1,41 (s : 9H); 2,84 (mt : 2H); 3,37 (mt : 2H); 4,43 (mf : 1H);
4,96 (t, J = 5 Hz : 1H); 7,24 (d, J = 8 Hz : 1H); 7,27 (s breit
: 1H); 7,33 (dd, J = 8 und 5 Hz : 1H); 7,67 (dt, J = 8 und 2 Hz
: 1H); 8,42 (dd, J = 5 und 2 Hz : 1H); 8,46 (d, J = 2 Hz : 1H).
-
(2R)-2-Amino-3-(3-pyridyl)-1-propanol-Dihydrochlorid
-
Eine
Suspension von 13,55 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-acetamid
in 110 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
3 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Dann verdampft man
das Wasser unter reduziertem Druck (3 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C.
Man erhält
auf diese Weise 16,51 g (2R)-2-Amino-3-(3-pyridyl)-1-propanol-Dihydrochlorid
in Form eines spröden
weißen Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,13 (d, J = 7,5 Hz : 2H); 3,50 (mt : 2H); 3,62 (mt : 1H); 7,94
(dd, J = 8 und 5,5 Hz : 1H); 8,27 (mf : 3H); 8,43 (d breit, J =
8 Hz : 1H); 8,79 (d breit, J = 5,5 Hz : 1H); 8,86 (s breit : 1H).
-
N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-acetamid
-
Eine
Lösung
von 20,77 g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester
in 208 cm3 wasserfreiem Ethanol wird unter
inerter Atmosphäre
auf eine Temperatur von etwa 10 °C
abgekühlt,
und anschließend
setzt man in kleinen Fraktionen 8,31 g Natriumborhydrid hinzu. Dann
wird die Reaktionsmischung 16 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
gerührt.
Danach verdampft man das Ethanol unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
und erhält
43,56 g einer blaßgelben
Paste, die in 50 cm3 Wasser aufgenommen
und gerührt
wird. Die Lösung,
die einen pH-Wert
von etwa 12 besitzt, wird auf eine Temperatur von etwa 0 °C abgekühlt und
dann durch tropfenweisen Zusatz von konzentrierter Chlorwasserstoffsäure neutralisiert.
Man rührt
1 Stunde lang bei dieser Temperatur, dann wird der gebildete weiße Feststoff über eine Glasfritte
filtriert und im Trockenschrank unter Vakuum (0,1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 55 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 11,15 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-acetamid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt über
260 °C.
Das Filtrat wird dreimal mit 100 cm3 Ethylacetat
extrahiert, die organischen Phasen werden vereinigt, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
eingedampft. Man erhält
auf diese Weise 2,4 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-pyridylmethyl)-ethyl]-acetamid,
partiell als Komplex gebunden mit Bor, in Form einer weißen Paste.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,75 (s : 3H); 2,61 (dd, J = 14 und 9 Hz : 1H); 2,88 (dd, J
= 14 und 5,5 Hz : 1H); 3,20 bis 3,45 (mt : 2H); 3,91 (mt : 1H);
4,82 (t breit, J = 5 Hz : 1H); 7,30 (dd, J = 7,5 und 5 Hz : 1H);
7,62 (dt, J = 7,5 und 2 Hz : 1H); 7,72 (d, J = 9 Hz : 1H); 8,35
bis 8,45 (mt : 2H).
-
(2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester
-
Eine
Suspension von 54,7 g 2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester
in 420 cm3 Wasser, zu dem man 18,5 g Kaliumchlorid
gibt, wird durch Zusatz von 100 cm3 Acetonitril
aufgelöst.
Man erhält
eine orangene Lösung
von neutralem pH-Wert, zu der man anschließend 0,168 g α-Chymotrypsin
gibt und den pH-Wert absenkt. Dann setzt man tropfenweise unter
Rühren
eine wäßrige 2
N Lösung
von Kaliumhydroxid hinzu, um bei einem konstanten pH-Wert von 7,2
zu bleiben. Nach 1 Stunde und 30 Minuten verändert sich der pH-Wert ein wenig und
die Mischung wird 48 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt. Der pH-Wert
der Lösung
beträgt
dann annähernd
5,6 und wird anschließend
durch Zugabe von wäßriger 2
N Lösung
von Kaliumhydroxid auf etwa 7 eingestellt. Dann trägt man 0,084
g α-Chymotrypsin
ein, bringt den pH-Wert durch ergänzende Zugabe von wäßriger 2
N Lösung
von Kaliumhydroxid auf 7,2 und rührt
weitere 1 Stunde und 30 Minuten lang. Der pH-Wert des Reaktionsmediums
hat sich nicht verändert.
Danach setzt man 400 cm3 Ethylacetat hinzu,
rührt 30
Minuten lang und filtriert über
Celite. Das Filtrat wird dekantiert und die wäßrige Phase dreimal mit 400
cm3 Ethylacetat extrahiert. Danach werden
die organischen Phasen vereinigt, mit 400 cm3 einer
gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach
dem Filtrieren und Konzentrieren unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man 20,77
g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester in Form eines
beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 80 °C.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,13 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,81 (s : 3H); 2,92 (dd, J = 14 und
9,5 Hz : 1H); 3,05 (dd, J = 14 und 5,5 Hz : 1H); 4,07 (q, J = 7
Hz : 2H); 4,48 (mt : 1H); 7,33 (dd, J = 8 und 5 Hz : 1H); 7,66 (dt,
J = 8 und 2 Hz : 1H); 8,36 (d, J = 8 Hz : 1H); 8,44 (mt : 2H).
-
2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer Lösung
von 51,4 g 2-(Acetylamino)-2-(3-pyridylmethyl)-malonsäure-diethylester in 857 cm3 Ethanol gibt man tropfenweise 44,45 cm3 wäßriges 6
N Natriumhydroxid. Dann wird die Mischung 1 Stunde und 30 Minuten
lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt und anschließend auf
eine Temperatur von etwa 0 °C
abgekühlt.
Danach gibt man tropfenweise 22,2 cm3 12
N Chlorwasserstoffsäure
hinzu, und es bildet sich ein Niederschlag. Nach Rückkehr auf
Umgebungstemperatur und 2 Stunden Rühren beträgt der pH-Wert des Reaktionsmediums 5–6. Dann
konzentriert man unter reduziertem Druck (4 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C,
um einen klebrigen, dunkel-beigefarbenen Feststoff zu erhalten,
den man 16 Stunden lang im Trockenschrank unter Vakuum (0,1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 50 °C
trocknet. Dieser Rückstand
wird in 1000 cm3 Dioxan aufgenommen und
anschließend
1 Stunde lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Dann verdampft man
das Dioxan unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
und löst
den Rückstand
in 250 cm3 Wasser. Anschließend neutralisiert
man durch Zugabe von 4 cm3 wäßrigem 10 N
Natriumhydroxid und setzt danach 750 cm3 Ethylacetat
hinzu. Nach dem Dekan tieren wird die organische Phase extrahiert
und die wäßrige Phase
zweimal mit 300 cm3 Ethylacetat gewaschen.
Die organischen Phasen werden vereinigt, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene feste Rückstand wird in 70 cm3 Ethylacetat und 20 cm3 Heptan
aufgenommen und dann über
eine Glasfritte filtriert. Man erhält auf diese Weise 27,76 g
2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester in Form eines
beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 118 °C.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,13 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,81 (s : 3H); 2,92 (dd, J = 14 und
9 Hz : 1H); 3,04 (dd, J = 14 und 5,5 Hz : 1H); 4,07 (q, J = 7 Hz
: 2H); 4,48 (mt : 1H); 7,33 (dd, J = 8 und 5 Hz : 1H); 7,66 (dt,
J = 8 und 2 Hz : 1H); 8,38 (d, J = 8 Hz : 1H); 8,45 (mt : 2H).
-
Indem
man von neuem die wäßrige Phase
zweimal mit 500 cm3 Ethylacetat extrahiert,
trocknet und die vereinigten organischen Phasen unter reduziertem
Druck konzentriert, gewinnt man 4 g 2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester
in Form eines Feststoffes von gelb-beiger Farbe, Schmelzpunkt = 121 °C.
-
In
der gleichen Weise erhält
man ausgehend von 50,2 g 2-(Acetylamino)-2-(3-pyridylmethyl)-malonsäure-diethylester
26,94 g 2-(Acetylamino)-3-(3-pyridyl)-propansäure-ethylester.
-
2-(Acetylamino)-2-(3-pyridylmethyl)-malonsäure-diethylester
-
Zu
600 cm3 Ethanol gibt man in kleinen Portionen
unter Rühren
in inerter Atmosphäre
17,2 g Natrium, das zuvor zweimal mit Pentan gewaschen wurde. Nach
dem vollständigen
Verbrauch des Natriums gibt man schnell 73,5 g Acetamidomalonsäure-diethylester
hinzu und rührt
die Mischung 30 Minuten lang bei einer Temperatur von etwa 40 °C. Danach
wird eine Suspension von 56 g 3-Picolylchlorid-Hydrochlorid in 300
cm3 Ethanol schnell zugesetzt und die resultierende
rosafarbene Suspension 44 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa
20 °C gerührt. Dann
gibt man 28,1 g Kaliumiodid hinzu, setzt das Rühren 4 Stunden lang bei Umgebungstemperatur
fort und erhitzt schließlich
44 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 50 °C. Anschließend wird die Mischung auf
eine Temperatur von etwa 0 °C
abgekühlt
und über
eine Glasfritte filtriert, um die Salze zu entfernen, die mit Ethanol
gewaschen werden. Das Filtrat wird unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
eine braune Paste, die in 100 cm3 Wasser
gelöst
und mit 7 cm3 einer wäßrigen 3 N Lösung von
Chlorwasserstoffsäure
behandelt wird, bis man einen pH-Wert von etwa 6 erhält. Dann
wird die Mischung für
48 Stunden in einen Kühlschrank
gebracht. Der erhaltene kristalline Niederschlag wird über eine
Glasfritte filtriert, mit 50 cm3 Eiswasser
gewaschen, zentrifugiert, und danach in einem Exsikkator unter reduziertem
Druck (5 kPa) während
16 Stunden getrocknet. Nach dem Trocknen im Trockenschrank während 4
Stunden unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur von
etwa 40 °C
erhält
man 50,2 g 2-(Acetylamino)-2-(3-pyridylmethyl)-malonsäure-diethylester
in Form eines dunklen, beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt =
96 °C.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,19 (t, J = 7 Hz : 6H); 1,97 (s : 3H); 3,47 (s : 2H); 4,17 (q,
J = 7 Hz : 4H); 7,33 (dd, J = 8 und 5 Hz : 1H); 7,41 (dt, J = 8
und 2 Hz : 1H); 8,21 (d, J = 2 Hz : 1H); 8,24 (s : 1H); 8,47 (dd,
J = 5 und 2 Hz : 1H).
-
Beispiel 2
-
(+)-(4R)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
erhitzt 1,1 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 12 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure 5 Stunden
lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C. Dann wird das Reaktionsmedium auf
eine Temperatur von etwa 0 °C
abgekühlt
und es bildet sich ein weißer
Niederschlag, den man über
eine Glasfritte filtriert und danach dreimal mit 20 cm3 Diethylether
wäscht.
Anschließend
wird der Filterkuchen in einem Exsikkator unter reduziertem Druck
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 0,68 g (+)-(4R)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form von beigefarbenen Kristallen, Schmelzpunkt = 232 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,15 (AB begrenzt : 2H); 3,25 bis 3,45 (mt : 1H); 3,63 (dd,
J = 13 und 8 Hz : 1H); 4,62 (mt : 1H); 7,68 (t, J = 8 Hz : 1H);
7,81 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,18 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,24
(s breit : 1H); 9,00 bis 10,40 (mf : 3H).
(α20 D = +18, 8 ± 0, 6 in Methanol zu 0,5
%)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Eine
Suspension von 0,92 g (2R)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
und 0,6 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in
10 cm3 Ethanol wird auf eine Temperatur
von etwa 0 °C
gekühlt,
und danach setzt man 0,56 cm3 Triethylamin
hinzu. Anschließend
wird die Mischung 18 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt und
dann 2 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C erhitzt.
Es findet die Auflösung
der Suspension statt. Danach gibt man 0,6 cm3 tert.-Butylisothiocyanat
hinzu, setzt das Erhitzen noch weitere 3 Stunden lang fort und konzentriert
das Reaktionsmedium dann unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 50 °C.
Das erhaltene gelbe Öl
wird in 50 cm3 Ethylacetat gelöst, die
organische Lösung
dann zweimal mit 50 cm3 einer Lösung von
Natriumchlorid gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 1,2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD d4, δ in
ppm]: 1,39 (s : 9H); 2,98 (AB begrenzt : 2H); 3,38 (AB begrenzt
: 2H); 4,48 (mt : 1H); 7,60 (t, J = 8 Hz : 1H); 7,74 (d breit, J
= 8 Hz : 1H); 8,09 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,16 (s breit : 1H).
-
(2R)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
-
Eine
Suspension von 0,98 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-acetamid in
10 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
10 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt
(Auflösung).
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Der Rückstand
wird in 20 cm3 Diethylether aufgenommen
und von neuem unter den glei chen Bedingungen eingedampft, um beigefarbene
Kristalle zu ergeben, die dreimal mit 20 cm3 Diethylether
gewaschen, über
eine Glasfritte filtriert und schließlich unter dem belüfteten Abzug
getrocknet werden. Man erhält
auf diese Weise 0,92 g (2R)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in Form von beigefarbenen Kristallen, Schmelzpunkt = 192 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,06 (AB begrenzt : 2H); 3,25 bis 3,65 (mt : 3H); 5,45 (t, J
= 4,5 Hz : 1H); 7,65 (t, J = 7 Hz : 1H); 7,79 (d breit, J = 7 Hz
: 1H); 8,05 bis 8,40 (mt : 5H).
-
N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-nitropenzyl)-ethyl]-acetamid
-
Eine
leichte Suspension von 1,4 g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
in 13 cm3 Ethanol wird unter inerter Atmosphäre auf eine
Temperatur von 20 °C
abgekühlt
und dann mit 0,29 g Natriumborhydrid versetzt. Die erhaltene gelbe
Lösung
wird 18 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt. Dann konzentriert man
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C,
setzt anschließend
10 cm3 Wasser hinzu und extrahiert zweimal
mit 50 cm3 Ethylacetat. Die vereinigten
organischen Phasen werd über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und dann unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 1 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-acetamid in
Form von blaßgelben
Kristallen, Schmelzpunkt = 135 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,75 (s : 3H); 2,74 (dd, J = 14 und 9 Hz : 1H); 3,02 (dd, J
= 14 und 5 Hz : 1H); 3,25 bis 3,45 (mt : 2H); 4,90 (s breit : 1H);
7,59 (t, J = 8 Hz : 1H); 7,70 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 7,82 (d,
J = 8,5 Hz : 1H); 8,05 bis 8,15 (mt : 2H).
-
(2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer Mischung von 2,8 g 2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
in 17 cm3 Acetonitril gibt man bei einem
pH-Wert von etwa 8 3,95 g Ammoniumhydrogencarbonat und 35 cm3 Wasser. Dann trägt man 0,017 g α-Chymotrypsin
Typ II ein und rührt
1 Stunde und 15 Minuten lang bei Umgebungstemperatur, indem man
re gelmäßig den
pH-Wert mißt.
Nach dieser Reaktionszeit liegt der pH-Wert unter 8, und man setzt
von neuem 0,017 g α-Chymotrypsin
Typ II hinzu und rührt
das Reaktionsmedium weitere 2 Stunden und 45 Minuten. Danach extrahiert
man die wäßrige Phase
dreimal mit 50 cm3 Ethylacetat, trocknet
anschließend die
vereinigten organischen Phasen über
Natriumsulfat, filtriert und dampft unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
ein. Man erhält
auf diese Weise 1,4 g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 110 °C.
-
2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
-
Zu
12 g 2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester gibt man bei
einer Temperatur von etwa 0 °C
tropfenweise 9,52 cm3 Essigsäureanhydrid.
Dann rührt
man 1 Stunde lang bei 0 °C
und die Mischung verfestigt sich. Man setzt 10 cm3 Essigsäureanhydrid
hinzu und setzt das Rühren
bei 0 °C
noch eine weitere Stunde lang fort. Dann wird der Niederschlag über eine
Glasfritte filtriert, dreimal mit 25 cm3 Wasser
gewaschen, unter dem belüfteten
Abzug und danach im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer
Temperatur von etwa 50 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 12 g 2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 91 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,14 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,80 (s : 3H); 3,04 (dd, J = 14 und
9 Hz : 1H); 3,18 (t, J = 14 und 4 Hz : 1H); 4, 08 (q, J = 7 Hz :
2H); 4, 52 (mt : 1H); 7,61 (t breit, J = 8 Hz : 1H); 7,72 (d breit,
J = 8 Hz : 1H); 8,12 (mt : 2H); 8,42 (d, J = 8,5 Hz : 1H).
-
2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
-
In
eine Mischung von 23,4 g 3-Nitrophenylalanin-Hydrochlorid in 300
cm3 Ethanol, gekühlt auf eine Temperatur von
etwa 0 °C,
leitet man bis zur Sättigung
gasförmige
Chlorwasserstoffsäure
ein. Dann wird die erhaltene Suspension 18 Stunden lang auf eine
Temperatur von etwa 78 °C
erhitzt, und es findet in der Wärme eine
Auflösung
dieser Suspension statt. Danach unterbricht man das Erhitzen, leitet
wiederum in die Lösung 15
Minuten lang gasförmige
Chlor wasserstoffsäure
ein und erhitzt von neuem 70 Stunden lang auf eine Temperatur von
etwa 78 °C.
Anschließend
konzentriert man das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 50 °C
und alkalisiert dann den Rückstand
durch Zusatz von einer Lösung von
Natriumhydrogencarbonat auf einen pH-Wert von etwa 10. Danach extrahiert
man diese Phase dreimal mit 100 cm3 Dichlormethan,
trocknet die vereinigten organischen Phasen über Natriumsulfat, filtriert
und dampft unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
ein. Man erhält
auf diese Weise 12,2 g 2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
in Form eines orangenen Öles.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,14 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,88 (mf : 2H); 2,92 (dd, J = 13 und
7 Hz : 1H); 3,02 (dd, J = 13 und 6 Hz : 1H); 3,62 (dd, J = 7 und
6 Hz : 1H); 4,05 (q, J = 7 Hz : 2H); 7,59 (t aufgespaltet, J = 8,5
und 1,5 Hz : 1H); 7,71 (d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,05 bis 8,20 (mt
: 2H).
-
3-Nitrophenylalanin-Hydrochlorid
-
Eine
Suspension von 34 g 2-(Acetylamino)-2-(3-nitrobenzyl)-malonsäure-diethylester
in 510 cm3 konzentrierter Chlorwasserstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt.
Es findet eine starke Gasentwicklung statt und die Suspension verflüssigt sich
in der Wärme.
Dann wird die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von etwa 0 °C abgekühlt, eine
Stunde lang bei 0 °C
gerührt
und schließlich über eine
Glasfritte filtriert. Der Filterkuchen wird zweimal mit 50 cm3 Filtrat gewaschen, unter dem belüfteten Abzug und
danach im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer Temperatur
von etwa 60 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 23,4 g 3-Nitrophenylalanin-Hydrochlorid in Form
von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 222 °C.
-
2-(Acetylamino)-2-(3-nitrobenzyl)-malonsäure-diethylester
-
Zu
300 cm3 Ethanol gibt man unter Rühren in
inerter Atmosphäre
3,1 g Natrium. Nach dem vollständigen
Verbrauch des Natriums gibt man 29,1 g Acetamidomalonsäure-diethylester
hinzu und erhitzt 20 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 78 °C. Dann gießt man eine
Lösung
von 23 g 3-Nitrobenzylchlorid in 100 cm3 Ethanol
hinzu und erhitzt weitere 18 Stunden lang auf die gleiche Temperatur.
Anschließend
wird die Reaktionsmischung auf eine Temperatur von etwa 0 °C abgekühlt. Nach
dem Rühren
in der Kälte
während
einer Stunde filtriert man den gebildeten Niederschlag über eine
Glasfritte und wäscht
den Filterkuchen zweimal mit 50 cm3 Filtrat
und zweimal mit 50 cm3 Wasser. Nach dem
Trocknen unter dem belüfteten
Abzug und danach im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer
Temperatur von etwa 50 °C
erhält
man 34 g 2-(Acetylamino)-2-(3-nitrobenzyl)-malonsäure-diethylester
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 156 °C.
-
Beispiel 3
-
(+)-(4R,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Eine
Suspension von 1,8 g N-[(1R,2S)-1-Benzyl-2-hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff (Diastereoisomer
A) in 21 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
6 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Dann gibt man von
neuem 10 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure hinzu
und setzt das Erhitzen weitere 6 Stunden lang fort. Dann wird das
Reaktionsmedium in der Wärme über eine
Glasfritte filtriert und der unlösliche Anteil
zweimal mit 5 cm3 warmer 6 N Chlorwasserstoffsäure gewaschen.
Anschließend
wird das Filtrat auf eine Temperatur von etwa 0 °C abgekühlt, mit 20 cm3 Wasser
versetzt und schließlich
mit 30 cm3 Natriumhydroxid (30 %) alkalisiert.
Danach extrahiert man dreimal mit 50 cm3 Dichlormethan.
Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von
etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
1 g eines rosafarbenen Öles,
das man durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50
kPa über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 3 cm; Höhe 35 cm)
reinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(90/10 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 0,31 g (+)-(4R,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 90 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD d4, δ in
ppm]: 1,31 (d, J = 7 Hz : 3H); 2,89 (dd, J = 14 und 7,5 Hz : 1H);
3,01 (dd, J = 14 und 7,5 Hz : 1H); 3,91 (mt : 1H); 4,41 (mt : 1H);
7,15 bis 7,40 (mt : 5H).
-
Die
relative Stereochemie in Position 4 und 5 wurde durch Effekt NOE
bewertet. Man stellt eine starke Ansprechreaktion des Methylens
von Benzyl nach Bestrahlung des Methyls fest.
(α20 D = +29,6 ± 0,8 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-[(1R,2S)-1-Benzyl-2-hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff
-
Eine
Lösung
von 12,9 g einer Mischung (75 %/25 %) der zwei Diastereoisomeren
von (3R)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol in 160 cm3 Ethanol,
der 9,50 cm3 tert.-Butylisothiocyanat zugesetzt
wurden, wird 36 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt und
dann 2 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C erhitzt.
Anschließend
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, um 20,8 g eines gelben Öles zu ergeben. Dieses Öl wird durch
Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50 kPa über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 5 cm; Höhe 50 cm)
gereinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Ethylacetat
(95/5 Vol.) eluiert. Die das Diastereoisomer A enthaltenden Fraktionen
werden unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von
etwa 40 °C
eingedampft. Man erhält
auf diese Weise 1,95 g N-[(1R,2S)-1-Benzyl-2-hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff in
Form von blaßgelben
Kristallen, Schmelzpunkt = 128 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 0,96 (d, J = 7 Hz : 3H); 1,42 (s : 9H); 2,78 (AB begrenzt :
2H); 3,64 (mt : 1H); 4,33 (mt : 1H); 5,02 (d, J = 4 Hz : 1H); 7,10
bis 7,40 (mt : 6H); 7,44 (s breit : 1H).
-
Indem
man unter den gleichen Bedingungen die Fraktionen konzentriert,
die dem Diastereoisomer B entsprechen, erhält man 6,5 g N-[(1R,2R)-1-Benzyl-2-hydroxypropyl]-N'-tert.-butylthioharnstoff
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 155 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,08 (d, J = 7 Hz : 3H); 1,39 (s : 9H); 2,80 (AB begrenzt :
2H); 3,68 (mt : 1H); 4,42 (mf : 1H); 4,78 (mf : 1H); 7,08 (d, J
= 8,5 Hz : 1H); 7,10 bis 7,40 (mt : 6H).
-
(3R)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol
-
Eine
Lösung
von 19,3 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-hydroxypropylcarbamat in
160 cm3 Dioxan und 67 cm3 6,5
N Chlorwasserstoff-Dioxan
wird 5 Stunden lang bei Umgebungstemperatur gerührt und anschließend unter
reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
ein gelbes Öl, das
in 50 cm3 Wasser aufgenommen und mit Kaliumcarbonat
auf einen pH-Wert von etwa 10 alkalisiert wird. Dann extrahiert
man dreimal mit 100 cm3 Ethylacetat, trocknet
die vereinigten Phasen über
Natriumsulfat, filtriert und dampft unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
ein. Man erhält
auf diese Weise 12,9 g einer Mischung (75 %/25 %) der zwei Diastereoisomeren
A und B von (3R)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol in Form eines Öles von
orangener Farbe.
NMR-Spektrum 1H [300
MHz, (CD3)2SO d6, δ in ppm].
Man beobachtet eine Mischung der Diastereoisomeren: 0,70 bis 1,50
(mf erweitert : 2H); 1,08 (d, J = 6 Hz : 3H); 2,25 bis 2,45 (mt
: 1H); 2,70 bis 2,85 (mt : 2H); 3,44 (mt : 1H); 4,25 bis 4,75 (mf
: 1H); 7,10 bis 7,35 (mt : 5H).
-
tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-hydroxypropylcarbamat
-
Eine
Lösung
von 21 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-oxopropylcarbamat in 200 cm3 Ethanol wird unter inerter Atmosphäre auf eine
Temperatur von etwa 10 °C
gekühlt,
und danach setzt man in kleinen Fraktionen 4,55 g Natriumborhydrid
hinzu. Dann läßt man die
Temperatur des Reaktionsmediums unter Rühren auf Umgebungstemperatur
zurückkehren
und setzt das Rühren
noch 18 Stunden lang fort. Anschließend konzentriert man das Reaktionsmedium
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C, um weiße Kristalle
zu erhalten, die in 150 cm3 Wasser aufgenommen
werden. Dann rührt
man 2 Stunden lang bei Umgebungstemperatur und filtriert über eine
Glasfritte. Der Filterkuchen wird zweimal mit 150 cm3 Wasser
gewaschen. Nach dem Trocknen über
Nacht unter dem belüfteten
Abzug erhält
man 19,37 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2- hydroxypropylcarbamat in Form von weißen Kristallen,
Schmelzpunkt = 127 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD d4, δ in
ppm]. Man beobachtet eine Mischung der zwei Diastereoisomeren im
Verhältnis
70/30: 1,04 und 1,10 (2d, J = 6 Hz : 3H); 1,29 und 1,32 (2s : 9H);
2,40 bis 3,10 (mt : 2H); 3,35 bis 3,70 (mt : 2H); 6,40 und 6,54
(2d, J = 9 Hz : 1H); 7,10 bis 7, 35 (mt : 5H).
-
tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-oxopropylcarbamat
-
Eine
Mischung von 26,7 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat in
534 cm3 Tetrahydrofuran, getrocknet über Molekularsieb
4 Å, wird
unter inerter Atmosphäre
auf eine Temperatur von etwa 0 °C
abgekühlt.
Dann setzt man innerhalb von 45 Minuten 87 cm3 einer
3 M Lösung
von Methylmagnesiumbromid in Diethylether hinzu, rührt 1 Stunde
lang bei 0 °C
und 18 Stunden lang bei Umgebungstemperatur. Anschließend kühlt man
von neuem das Reaktionsmedium auf eine Temperatur von etwa 0 °C ab, setzt
dann tropfenweise 55 cm3 1 N Chlorwasserstoffsäure hinzu
und rührt
30 Minuten lang bei dieser Temperatur. Nach der Filtration über Celite
versetzt man das Filtrat mit 200 cm3 Wasser
und extrahiert es danach zweimal mit 200 cm3 Ethylacetat.
Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet, filtriert
und anschließend
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man
erhält
auf diese Weise 21,2 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-oxopropylcarbamat
in Form von gelben Kristallen, Schmelzpunkt = 59 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,34 (s : 9H); 2,13 (s : 3H); 2,71 (dd, J = 14 und 10 Hz :
1H); 3,10 (dd, J = 14 und 5 Hz : 1H); 4,13 (mt : 1H); 7,10 bis 7,35
(mt : 6H).
-
tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat
-
Eine
Lösung
von 26,5 g D-N-Boc-Phenylalanin und 22 cm3 N-Methylmorpholin
in 300 cm3 Dichlormethan wird unter inerter
Atmosphäre
auf eine Temperatur von etwa –15 °C gekühlt. Dann
gießt
man 13 cm3 Isobutyl-chlorameisensäureester
hinzu und rührt
15 Minuten lang bei dieser Temperatur. Nach der Zugabe von 10,14
g N,O-Dimethyl-hydroxylamin-Hydrochlorid
wird das Rühren
1 Stunde lang bei einer Temperatur von etwa –15 °C und dann 3 Stunden lang bei
Umgebungstemperatur fortgesetzt. Anschließend wird das Reaktionsmedium
mit 300 cm3 Wasser versetzt und zweimal
mit 200 cm3 Dichlormethan extrahiert. Die
vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
konzentriert. Man erhält
32,2 g eines orangefarbenen Öles,
das über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Höhe 032 cm) gereinigt wird,
indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (97/3 Vol.)
eluiert. Nach dem Konzentrieren der das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
erhält
man 26,7 g tert.-Butyl-(1R)-1-benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat
in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,32 (s : 9H); 2,72 (dd, J = 13,5 und 10 Hz : 1H); 2,86 (dd,
J = 13,5 und 5 Hz : 1H); 3,12 (s : 3H); 3,74 (s breit : 3H); 4,55
(mt : 1H); 7,10 bis 7,35 (mt : 6H).
-
Beispiel 4
-
(+)-(4R,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Eine
Suspension von 6,5 g N-[(1R,2R)-1-Benzyl-2-hydroxypropyl]-N'-tert.-butylthioharnstoff (Diastereoisomer
B) in 77 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
10 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, um ein gelbes Öl
zu ergeben, das in 100 cm3 Wasser aufgenommen
wird. Diese wäßrige Phase
wird zweimal mit 50 cm3 Dichlormethan gewaschen
und dann durch Zusatz von 5 cm3 konzentriertem
Natriumhydroxid auf einen pH-Wert von etwa 10 alkalisiert. Danach
extrahiert man dreimal mit 50 cm3 Dichlormethan.
Die vereinigten organischen Phasen werden über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und anschließend
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 4,09 g (+)-(4R,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3- thiazol-2-yl-amin
in Form von weißen
Kristallen, Schmelzpunkt = 89 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,22 (d, J = 7 Hz : 3H); 2,66 (dd, J = 13 und 7 Hz : 1H); 2,76
(dd, J = 13 und 7 Hz : 1H); 3,54 (mt : 1H); 3,95 (mt : 1H); 5,60
bis 6,45 (mf : 2H); 7,10 bis 7,40 (mt : 5H).
-
Die
relative Stereochemie in Position 4 und 5 wurde durch Effekt NOE
bewertet. Man stellt eine starke Ansprechreaktion des Protons H4
nach Bestrahlung des Methyls fest.
(α20 D = +83, 9 ± 1, 3 in Methanol zu 0,5
%)
-
Beispiel 5
-
(-)-(4R)-4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
Mischung von 9,94 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 9,2 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
unter Rühren
3 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt und anschließend unter
reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man
erhält
ein grünliches Öl, das in
10 cm3 Aceton aufgenommen wird, um einen
klebenden Gummi zu ergeben. Danach setzt man 1,5 cm3 Ethanol
hinzu und gibt anschließend
tropfenweise unter Rühren
6 cm3 Diethylether hinzu. Die erhaltenen
Kristalle werden über
eine Glasfritte filtriert, mit Diethylether gewaschen und danach
im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer Temperatur von
etwa 50 °C
getrocknet. Man erhält auf
diese Weise 0,5 g (-)-(4R)-4-(3-Thienylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form von grauen Kristallen, Schmelzpunkt = 152 °C.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CDa)2SO
d6, δ in
ppm]: 2,99 (mt : 2H); 3,26 (dd, J = 11 und 5,5 Hz : 1H); 3,59 (dd,
J = 11 und 8 Hz : 1H); 4,54 (mt : 1H); 7,10 (dd, J = 5,5 und 1 Hz
: 1H); 7,38 (mt : 1H); 7,54 (dd, J = 5 und 3 Hz : 1H); 9,15 bis
10,55 (mf erweitert : 3H).
(α20 D = –4,3 ± 0,5 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer unter inerter Atmosphäre
gerührten
Suspension von 0,9 g (2R)-2-Amino-3-(3-thienyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in 9 cm3 absolutem Ethanol gibt man 0,9
cm3 tert.-Butylisothiocyanat und danach
0,82 cm3 Triethylamin. Nach 66 Stunden Rühren bei
Umgebungstemperatur dampft man das Reaktionsmedium unter reduziertem
Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C ein. Das erhaltene dicke,
braune Öl
wird in 6 cm3 Wasser aufgenommen und anschließend zweimal
mit 12 cm3 Ethylacetat extrahiert. Dann
wird die organische Phase über
Celite filtriert, zweimal mit 4 cm3 einer
wäßrigen,
gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
eingedampft. Man erhält
ein braunes Öl,
das in der Kälte
schnell kristallisiert und im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa)
bei einer Temperatur von etwa 48 °C
getrocknet wird. Man erhält
auf diese Weise 0,97 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 109 °C.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CDs)2SO
d6, δ in
ppm]: 1,43 (s : 9H); 2,84 (mt : 2H); 3,38 (mt : 2H); 4,42 (mf : 1H);
4,86 (t breit, J = 4,5 Hz : 1H); 7,04 (d breit, J = 5 Hz : 1H);
7,10 bis 7,20 (mt : 2H); 7,25 (s breit : 1H); 7,46 (dd, J = 5 und
3 Hz : 1H).
-
(2R)-2-Amino-3-(3-thienyl)-1-propanol-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 1,4 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-acetamid in 17,6 cm3 6
N wäßriger Chlorwasserstoffsäure wird
unter Rühren
2 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Dann wird die Reaktionsmischung
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert, um
ein grünliches Öl zu ergeben,
das in 60 cm3 Aceton kristallisiert. Die
Kristalle werden über
eine Glasfritte filtriert, mit Aceton gewaschen und anschließend im
Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer Temperatur von etwa
50 °C getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,92 g (2R)-2-Amino-3-(3-thienyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in Form eines weißen,
spröden
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
2,93 (mt : 2H); 3,25 bis 3,50 (mt : 2H); 3,53 (d breit, J = 11 Hz
: 1H); 5,37 (mf : 1H); 7,07 (d breit, J = 5 Hz : 1H); 7,35 (mt :
1H); 7,53 (dd, J = 5 und 3 Hz : 1H); 8, 18 (mf : 1H).
-
N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-acetamid
-
Eine
unter inerter Atmosphäre
gerührte
Lösung
von 2,15 g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
in 24 cm3 Ethanol wird bei einer Temperatur
von etwa 20 °C
gebracht. Dann setzt man 0,5 g Natriumborhydrid hinzu und rührt das
leicht braune Reaktionsmedium 24 Stunden lang bei Umgebungstemperatur.
Danach gibt man wiederum 0,2 g Natriumborhydrid hinzu und setzt
das Rühren
weitere 24 Stunden lang fort. Nach dem Eindampfen der Reaktionsmischung
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man einen
festen Rückstand,
der in 30 cm3 Wasser aufgenommen wird. Anschließend extrahiert
man zweimal mit 100 cm3 Ethylacetat, trocknet
die organische Phase über
Magnesiumsulfat und dampft unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
ein, um einen weißen,
spröden Feststoff
zu ergeben, der im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei einer
Temperatur von etwa 48 °C
getrocknet wird. Man erhält
auf diese weise 1,4 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-thienylmethyl)-ethyl]-acetamid
in Form eines weißen,
spröden
Feststoffes, der bei etwa 105 °C
schmilzt, indem er pastös
wird.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,78 (s : 3H); 2,64 (dd, J = 14 und 8 Hz : 1H); 2,87 (dd, J = 14
und 5,5 Hz : 1H); 3,20 bis 3,40 (mt : 2H); 3,90 (mt : 1H); 4,76
(t, J = 5,5 Hz : 1H); 6,99 (dd, J = 5 und 1 Hz : 1H); 7,16 (dd,
J = 3 und 1 Hz : 1H); 7,43 (dd, J = 5 und 3 Hz : 1H); 7,70 (d, J
= 8,5 Hz : 1H).
-
(2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer unter inerter Atmosphäre
gerührten
Lösung
von 2,41 g 2-(Acetylamino)-3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
in 17 cm3 Acetonitril gibt man 3,95 g Ammoniumhydrogencarbonat
und 35 cm3 durch Ionenaustauscher behandeltes
Wasser. Dann trägt
man 0,017 g α-Chymotrypsin
Typ II ein, wonach der pH-Wert des Reaktionsmediums dann etwa 8
beträgt.
Anschließend
rührt man
1 Stunde lang bei Umgebungstemperatur und gibt dann, nachdem man
feststellte, daß sich
der pH-Wert auf 8 hält,
0,017 g α-Chymotrypsin
Typ II hinzu. Nach Ablauf von 1 Stunde Rühren ist der pH-Wert konstant,
man trägt
von neuem 0,017 g α-Chymotrypsin
Typ II ein und setzt das Rühren
der Reaktionsmischung 19 Stunden lang bei Umgebungstemperatur fort.
Dann verdampft man das Acetonitril unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 33 °C
und gibt zu der verbleibenden wäßrigen Phase
25 cm3 Ethylacetat. Danach filtriert man
die erhaltene Emulsion über
Celite und extrahiert die wäßrige Phase
zweimal mit 25 cm3 Ethylacetat. Die organischen
Phasen werden vereinigt, zweimal mit 15 cm3 einer
Lösung
von Natriumcarbonat gewaschen und anschließend unter reduziertem Druck (2
kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C eingedampft. Dann wird der
erhaltene Feststoff im Trockenschrank unter Vakuum (10 Pa) bei Umgebungstemperatur
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,1 g (2R)-2-(Acetylamino)-3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
in Form eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt etwa 75 °C.
-
2-(Acetylamino)-3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer unter inerter Atmosphäre
gerührten
Lösung
von 7,7 g 2-(Acetylamino)-2-(3-thienylmethyl)-malonsäure-diethylester
in 62 cm3 Dimethylformamid gibt man auf
einmal 9,83 Lithiumiodid und erhitzt in einem Ölbad 19 Stunden lang auf eine
Temperatur von etwa 128 °C.
Dann gibt man 6,6 g Lithiumiodid hinzu und setzt das Erhitzen 5
Stunden lang fort. Anschließend
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2,4 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 55 °C
eingedampft. Das verbleibende braune Öl wird in 180 cm3 Wasser
aufgenommen und viermal mit 60 cm3 Ethylacetat
extrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt, mit 30 cm3 einer wäßrigen,
gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und anschließend unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 62 °C eingedampft, um 5,34 g eines
braunen Öles
zu ergeben, das in der Kälte
kristallisiert. Die Kristalle werden in 40 cm3 Petrolether aufgenommen,
in einem Mörser
zerkleinert und dann über
eine Glasfritte filtriert und im Trockenschrank unter Vakuum (10
Pa) bei Umgebungstemperatur getrocknet. Man erhält auf diese Weise 4,9 g 2-(Acetylamino)- 3-(3-thienyl)-propansäure-ethylester
in Form eines weißen,
spröden
Feststoffes, der bei etwa 60 °C schmilzt.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,14 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,84 (s : 3H); 2,93 (dd, J = 14 und
9 Hz : 1H); 3,03 (dd, J = 14 und 5,5 Hz : 1H); 4,06 (mt : 2H); 4,44
(mt : 1H); 7,02 (dd, J = 5 und 1 Hz : 1H); 7,24 (mt : 1H); 7,45
(dd, J = 5 und 3 Hz : 1H); 8,31 (d, J = 8 Hz : 1H).
-
2-(Acetylamino)-2-(3-thienylmethyl)-malonsäure-diethylester
-
Zu
115 cm3 absolutem Ethanol gibt man unter
Rühren
und unter inerter Atmosphäre
1,54 g Natrium. Nach dem vollständigen
Verbrauch des Natriums setzt man 14,55 g Acetamidomalonsäure-diethylester
hinzu und erhitzt 20 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 78 °C. Dann gießt man eine
frisch hergestellte Lösung
von 16,5 g 3-(Brommethyl)-thiophen in 50 cm3 Ethanol
hinzu und setzt das Rühren
19 Stunden lang bei dieser Temperatur fort. Danach wird die einen
unlöslichen
weißen
Anteil enthaltende Reaktionsmischung auf eine Temperatur von etwa
0 °C abgekühlt und
anschließend über eine
Glasfritte filtriert. Das Filtrat wird unter reduziertem Druck (2
kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert und über eine
Glasfritte filtriert. Danach werden die Kristalle in 100 cm3 Wasser aufgenommen, von neuem filtriert,
mit Petrolether gewaschen und unter dem Abzug bei Umgebungstemperatur
getrocknet. Man erhält
1,45 g 2-(Acetylamino)-2-(3-thienylmethyl)-malonsäure-diethylester in Form
eines weißen
Feststoffes, der bei etwa 92 °C
schmilzt. Nach dem Eindampfen des Lösungsmittels der Filtration
an der Umgebungsluft wird der Rückstand
in 150 cm3 Wasser aufgenommen und dann über eine
Glasfritte filtriert. Der erhaltene gelbliche Feststoff wird mit
50 cm3 Wasser gewaschen und dann in 25 cm3 absolutem Ethanol gelöst, um danach durch Zusatz
von 25 cm3 Wasser kristallisiert zu werden.
Nach dem Filtrieren, dreimal Waschen mit 30 cm3 Petrolether
und anschließendem
Trocknen unter dem Abzug bei Umgebungstemperatur erhält man 6,57
g 2-(Acetylamino)-2-(3-thienylmethyl)-malonsäure-diethylester
in Form eines weißen
Feststoffes, der bei etwa 92 °C
schmilzt.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,18 (t, J = 7 Hz : 6H); 1,98 (s : 3H); 3,50 (s : 2H); 4,16 (q,
J = 7 Hz : 4H); 6,80 (d breit, J = 5 Hz : 1H); 7,14 (s breit : 1H);
7,46 (dd, J = 5 und 3 Hz : 1H); 8,20 (s breit : 1H).
-
Das
3-(Brommethyl)-thiophen kann gemäß J. GOURIER
und P. CANNONE, Bull Soc. Chim. Fr. 1971, 3299–3306 hergestellt werden.
-
Beispiel 6
-
[3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin
-
Zu
einer gerührten
Lösung
von 0,14 g 4-(3-Aminophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin in
15 cm3 Ethanol gibt man unter inerter Atmosphäre und bei
einer Temperatur von etwa 0 °C
0,15 g Benzylethanimidothioat-Hydrochlorid und danach 5 cm3 Ethanol. Dann wird die Mischung 1 Stunde
lang bei etwa 0 °C
und anschließend
zwei Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Danach
setzt man 0,030 g Benzyl-ethanimidothioat hinzu, um die Reaktion
zu beenden, und anschließend
bringt man die Mischung 24 Stunden lang auf eine Temperatur von
etwa 45 °C.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
eingedampft. Der erhaltene Rückstand
wird in 30 cm3 Wasser aufgenommen und die
Lösung
mit 30 cm3 Dichlormethan gewaschen. Danach
wird die wäßrige Lösung unter
den gleichen Bedingungen konzentriert, der erhaltene Feststoff in
Diethylether verrieben, filtriert, an der Luft getrocknet und durch
Chromatographie unter atmosphärischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Masse 63 g) gereinigt, indem
man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak (12/3/0,5
Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden gesammelt. Diese werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C eingedampft.
Man erhält
auf diese weise 0,100 g [3-(2-Amino-4,5-dihydro-thiazol-4-yl)-phenyl]-(1-imino-ethyl)-amin in
Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 180 °C.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz, (CD3)2SO d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD d4, δ in
ppm]: 2,28 (mf : 3H); 3,18 (dd, J = 12,5 und 8,5 Hz : 1H); 3,80
(dd, J = 12,5 und 8,5 Hz : 1H); 5,30 (t, J = 8,5 Hz : 1H); 7,21
(d breit, J = 8,5 Hz : 1H); 7,27 (s breit : 1H); 7,36 (d breit,
J = 8,5 Hz : 1H); 7,49 (t breit, J = 8,5 Hz : 1H).
-
Das
Benzylethanimidothioat-Hydrochlorid kann durch Anwendung der in
dem Patent WO 96/19440 beschriebenen Methode hergestellt werden.
-
4-(3-Aminophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Zu
einer Suspension von 2,4 g 4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in 50 cm3 Essigsäure (85 Vol.-%) gibt man bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
unter Rühren
3 g Zinkpulver. Nach 20 Minuten Rühren bei Umgebungstemperatur
wird das Reaktionsmedium filtriert, der Filterkuchen mit 10 cm3 Wasser gewaschen und das Filtrat unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in Methanol und danach in Diethylether aufgenommen und unter
den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Diese Operation
wird ein zweites Mal wiederholt. Danach wird das erhaltene Produkt
in 100 cm3 Acetonitril aufgenommen und filtriert.
Das Filtrat wird wie oben konzentriert und in 60 cm3 Wasser
aufgenommen. Anschließend
wird der unlösliche
Anteil filtriert, während
das Filtrat durch Zugabe von 7 cm3 einer
1 N wäßrigen Lösung von
Natriumhydroxid alkalisch gemacht wird. Der unlösliche Anteil wird mittels
Filtration abgetrennt und das Filtrat von neuem wie oben konzentriert
und in 40 cm3 einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak
(40/5/0,5 Vol.) aufgenommen. Der unlösliche Anteil wird wiederum
filtriert und das Filtrat wie oben konzentriert. Man erhält 4,2 g
eines gelben Öles,
das man durch Chromatographie unter atmosphärischem Druck über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; 100 g Kieselgel) reinigt,
indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak
(40/5/0,5 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 0,73 g 4-(3-Aminophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin in Form eines
gelben Feststoffes, Schmelzpurnkt = 152 °C.
-
4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 4,77 g N-(tert.-Butyl)-N'-[2-hydroxy-1-(3-nitrophenyl)-ethyl]-thioharnstoff
und 44 cm3 6 N wäßriger Chlorwasserstoffsäure, die
man 2 Stunden und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C bringt.
Nach einer identischen Behandlung erhält man 3,1 g 4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines cremefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 232 °C.
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[2-hydroxy-1-(3-nitrophenyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 5,1 g 2-Amino-2-(3-nitrophenyl)-1-ethanol
in 170 cm3 Ethanol, dem 85 cm3 Dichlormethan
und 4,6 cm3 tert.-Butylisothiocyanat zugesetzt
wurden, während
3 Tagen bei einer Temperatur von etwa 20 °C und anschließend während 7
Stunden bei einer Temperatur von etwa 60 °C. Nach einer ergänzenden
Zugabe von 0,35 cm3 tert.-Butylisothiocyanat
und 16 Stunden bei einer Temperatur von etwa 60 °C erhält man durch eine identische
Behandlung 5,7 g N-(tert.-Butyl)-N'-[2-hydroxy-1-(3-nitrophenyl)-ethyl]-thioharnstoff in
Form eines ockerfarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 162 °C.
-
2-Amino-2-(3-nitrophenyl)-1-ethanol
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 1 g 3-Nitrophenylglycin-ethylester
in 20 cm3 Ethanol mit 0,255 g Natriumborhydrid
und 20 Stunden bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Nach einer identischen Behandlung
erhält
man 0,200 g 2-Amino-2-(3-nitrophenyl)-1-ethanol in Form einer ockergelben
Paste.
[Rf = 0,18 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(90/10 Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck 60F254 R].
-
3-Nitrophenylglycin-ethylester
-
Eine
Menge von 2 g 3-Nitrophenylglycin wird in 100 cm3 absolutem
Ethanol, dem 20 cm3 6,5 N Chlorwasserstoff-Ethanol
zugesetzt wurden, 20 Stunden lang unter Rühren auf eine Temperatur von
etwa 100 °C erhitzt.
Dann wird die Suspension bei einer Temperatur von etwa 50 °C filtriert
und das Filtrat unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird in Wasser aufgenommen und anschließend mit etwa 100 cm3 Ethylacetat extrahiert. Danach wird die
wäßrige Phase
durch Zusatz von Natriumcarbonat alkalisch gemacht, bis ein pH-Wert von etwa 10
erreicht ist. Dann wird die Mischung mit Ethylacetat extrahiert,
die vereinigten Extrakte werden mit einer wäßrigen Lösung von Natriumchlorid gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von
etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 1 g 3-Nitrophenylglycin-ethylester in Form eines
gelben Öles.
[Rf
= 0,38 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (95/5 Vol.)
auf Kieselerdeplatte Merck 60F254R].
-
3-Nitrophenylglycin
-
Zu
einer Mischung von 1,51 g D-(-)-alpha-Phenylglycin in 6 cm3 Schwefelsäure (95 %) gibt man langsam
bei einer Temperatur von etwa 0 °C
unter Rühren
1,01 g Kaliumnitrat und läßt die Temperatur
dann auf etwa 20 °C
ansteigen. Anschließend
wird die erhaltene Lösung
in 30 cm3 Eiswasser gegossen und durch Zugabe
von 18,5 cm3 1C N Natriumhydroxid bei einer
Temperatur von unter 5 °C
auf pH 7 gebracht. Die Mischung wird 2 Stunden lang gerührt und
dann filtriert. Der erhaltene Filterkuchen wird zweimal mit 50 cm3 Wasser gewaschen und danach getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,60 g 3-Nitrophenylglycin in Form eines cremefarbenen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 230 °C.
-
Beispiel 7
-
(+)-(4R)-4-Benzyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(phenylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
und 20 cm3 6 N wäßriger Chlorwasserstoffsäure. Die
Reaktion dauert 1 Stunde und 30 Minuten lang. Nach dem Abkühlen der
Reaktionsmasse auf eine Temperatur von etwa 0 °C wird die Lösung unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Bei dem erhaltenen Öl startet
man die Kristallisation durch Zugabe von Diethylether. Der entstandene
Feststoff wird zentrifugiert, zweimal mit 10 cm3 Diethylether
gewaschen und dann unter reduziertem Druck (10 Pa) bei einer Temperatur
von etwa 60 °C
getrocknet. Das Produkt wird gereinigt, indem man es unter Rühren 30
Minuten lang in 100 cm3 Dichlormethan aufnimmt.
Nach Filtration der Suspension wäscht
man den Filterkuchen zweimal mit 10 cm3 Dichlormethan
und trocknet anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend. Man erhält auf diese
Weise 1,1 g (+)-(4R)-4-Phenylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 168 °C.
(α20 D = +8,7 ± 0,3 in Methanol zu 1 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(benzyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 5 g (R)-(+)-2-Amino-3-phenyl-1-propanol in 50 cm3 Ethanol und 5,7 g tert.-Butylisothiocyanat 16 Stunden lang bei
einer Temperatur von etwa 20 °C.
Nach einer identischen Behandlung erhält man 8,7 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(phenylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 107 °C.
-
Beispiel 8
-
(+)-(4R)-4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 2,31 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-carboxybenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 25 cm3 6 N wäßriger Chlorwasserstoffsäure während 18
Stunden. Nach dem Konzentrieren der Reaktionsmischung unter reduziertem
Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 55 °C wird der Rückstand in 20 cm3 Aceton
aufgenommen und von neuem unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert.
Anschließend
reinigt man den erhaltenen Rückstand
durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50 kPa über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Masse des Kieselgels 100 g), indem
man mit einer Mischung von Chloroform/Methanol/Ammoniak (20 %) (12/6/1
Vol.) eluiert und Fraktionen von 30 cm3 sammelt.
Die Fraktionen 16 bis 38 werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der er haltene Feststoff wird in 10 cm3 wäßriger 6
N Chlorwasserstoffsäure
gelöst
und danach wie vorstehend konzentriert. Nach der Aufnahme des erhaltenen Rückstandes
in 10 cm3 Aceton wird der resultierende
unlösliche
Anteil filtriert und das Filtrat wie vorstehend konzentriert. Man
erhält
einen Feststoff, den man unter reduziertem Druck (8 Pa) 5 Stunden
lang im Trockenschrank bei einer Temperatur von 40 °C trocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,650 g (+)-(4R)-4-(3-Carboxybenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid in Form
eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 151 °C.
(α20 D = +13,4 ± 0,6 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-carboxybenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 1,82 g (2R)-2-Amino-3-(3-carboxypeenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in 20 cm3 Ethanol, 4,2 cm3 Triethylamin
und 1,7 cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Nach
21 Stunden Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 60 °C und identischer
Behandlung erhält
man 2,31 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(3-carboxybenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines hellbraunen Schaumes.
[Rf = 0,33 in einer Mischung
von Chloroform/Methanol/Ammoniak (12/6/1 Vol.) auf Kieselerdeplatte
Merck 60F254 R].
-
(2R)-2-Amino-3-(3-carboxyphenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 1,96 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-carboxybenzyl)-ethyl]-acetamid
in 14 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure, 17
Stunden lang erhitzt auf eine Temperatur von etwa 100 °C. Nach einer
identischen Behandlung erhält
man 2,16 g (2R)-2-Amino-3-(3-carboxyphenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 194 °C.
-
N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-cyanobenzyl)-ethyl]-acetamid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 3,3 g (2R)-2-Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester
und 1,23 g Natriumborhydrid in 50 cm3 Ethanol,
indem man bei einer Temperatur von etwa –30 °C arbeitet. Nach 16 Stunden
Rühren
bei einer Tempe ratur von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 45 °C
eingedampft und der erhaltene Rückstand
in einer Mischung von 100 cm3 Wasser und
100 cm3 Ethylacetat gerührt. Dann wird die organische
Phase dekantiert, während
die wäßrige Phase
zweimal mit 100 cm3 Ethylacetat extrahiert
wird. Die organischen Extrakte werden vereinigt, zweimal mit 50
cm3 Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 45 °C
eingedampft. Man erhält
auf diese Weise 2,13 g N-[(1R)-2-Hydroxy-1-(3-cyanopenzyl)-ethyl]-acetamid
in Form eines weißen
Feststoffes.
(α20 D = +7,5 ± 0,6 in
Methanol zu 0,5 %)
-
(2R)-2-Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 11,39 g (2RS)-2-Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester,
17,39 g Ammoniumhydrogencarbonat 0,1 g α-Chymotrypsin in 200 cm3 Wasser und 70 cm3 Acetonitril.
nach 24 Stunden Rühren
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
und identischer Behandlung erhält
man 5,40 g (2R)-2-Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester
in Form eines beigefarbenen Feststoffes.
[Rf = 0,76 in einer
Mischung von n-Butanol/Essigsäure/Wasser
(40/10/20 Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck 60F254R].
-
(2RS)-2-Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 5, ausgehend von 14,9 g 2-Acetylamino-2-(3-cyanobenzyl)-malonsäure-diethylester,
30 g wasserfreiem Lithiumiodid und 150 cm3 trockenem
Dimethylformamid. Nach 5 Stunden Rühren bei einer Temperatur von
etwa 150 °C
wird die Reaktionsmasse auf Umgebungstemperatur abgekühlt. Dann
setzt man 1500 cm3 Wasser hinzu und extrahiert
die Mischung dreimal mit 300 cm3 Ethylacetat.
Die Extrakte werden vereinigt, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 45 °C konzentriert. Nach dem Trocknen
im Trockenschrank unter reduziertem Druck (10 Pa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
erhält
man 11,39 g (2RS)-2- Acetylamino-3-(3-cyanophenyl)-propansäure-ethylester
in Form einer beigefarbenen Paste.
[Rf = 0,51 in einer Mischung
von Ethylacetat/Cyclohexan (90/10 Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck
60F254R].
-
2-Acetylamino-2-(3-cyanobenzyl)-malonsäure-diethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 5, ausgehend von 27,7 g Acetamidomalonsäure-diethylester,
25 g 3-Cyanobenzyl-bromid und 3,2 g Natrium in 400 cm3 absolutem
Ethanol. Nach einer identischen Behandlung wird die Reaktionsmasse
abgekühlt
und filtriert, der Filterkuchen wird zweimal mit 50 cm3 Ethanol
und danach zweimal mit 50 cm3 Wasser gewaschen.
Nach dem Trocknen im Trockenschrank unter reduziertem Druck (10
Pa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man 21,98 g eines weißen Pulvers.
Das Filtrat wird unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
eingedampft, und man erhält
einen Schaum, der in 100 cm3 Wasser aufgenommen
wird und den man mit 100 cm3 Ethylacetat
und danach zweimal mit 50 cm3 des gleichen
Lösungsmittels
extrahiert. Danach werden die Extrakte vereinigt, zweimal mit 50
cm3 Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 45 °C
eingedampft. Der erhaltene Rückstand
wird in 20 cm3 Ethanol aufgenommen. Anschließend werden
die resultierenden Kristalle zentrifugiert, mit Ethanol gewaschen
und im Trockenschrank unter reduziertem Druck (10 Pa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
getrocknet. Man vereinigt die zwei Ausbeutemengen und erhält 31,94
g 2-Acetylamino-2-(3-cyanobenzyl)-malonsäure-diethylester in Form eines
weißen
Pulvers, Schmelzpunkt = 138 °C.
-
Beispiel 9
-
(+)-(4R)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 5,9 g (5R)-5-{[(tert.-Butylamino)-carbothioyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl in 40 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure und
3 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 100 °C. Nach dem
Konzentrieren des Reaktionsmediums unter reduziertem Druck (5 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 50 °C
wird der erhaltene Rückstand
in Ethanol aufgenommen und anschließend von neuem unter den vorstehenden
Bedingungen konzentriert. Die erhaltene Paste kristallisiert nach
Verreiben in einer Mischung von Ethanol/Methanol (8/2 Vol.). Die
Kristalle werden filtriert, mit Acetonitril gewaschen und an der
Luft getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,3 g (+)-(4R)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 188 °C.
(α20 D = +16,2 ± 0,7 in Methanol zu 0,5 %)
-
(5R)-5-{[(tert.-Butylamino)-carbothioyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl
-
Zu
einer gerührten
Lösung
von 12,7 g (2R)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäure-ethylester
in 130 cm3 Ethanol und 65 cm3 Tetrahydrofuran
gibt man unter inerter Atmosphäre
und gekühlt
auf eine Temperatur zwischen 0 °C
und 5 °C
1,78 g Lithiumchlorid und danach 1,6 g Natriumborhydrid. Nach 16
Stunden Rühren
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
gibt man wiederum 0,4 g Borhydrid hinzu und bringt die Mischung
4 Stunden lang auf etwa 80 °C.
Dann wird das Reaktionsmedium filtriert und der Filterkuchen mit
Ethanol gewaschen. Das Filtrat wird unter reduziertem Druck (5 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert und der erhaltene Rückstand
in einer Mischung von Dichlormethan/Ethylacetat (85/15 Vol.) aufgenommen
und in der Kälte
bei etwa 5 °C
stehen gelassen. Anschließend
wird das kristallisierte Produkt zentrifugiert und durch Chromatographie
unter atmosphärischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 2,5 cm; Masse
des Kieselgels 600 g) gereinigt, indem man mit einer Mischung von
Dichlormethan/Ethylacetat (85/15 Vol.) eluiert. Die das erwartete
Produkt enthaltenden Fraktionen werden gesammelt. Diese werden vereinigt
und anschließend
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 6,9 g (5R)-5-{[(tert.-Butylamino)-carbothioyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl in Form eines farblosen Öles.
(α20 D = +24,0 ± 0,8 in Methanol zu 0,5 %)
-
(2R)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäure-ethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 7,4 g (2R)-2-Amino-6-{[(benzyloxy)-carbonyl]-amino}-hexansäure-ethylester
mit 5 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in 200
cm3 wasserfreiem Ethanol und 20 Stunden lang
bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
Dann vervollständigt
man die Reaktion durch weitere Zugabe von 1 cm3 Isothiocyanat
und Erhitzen 2 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 80 °C. Anschließend wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird in Ether aufgenommen und von neuem unter den vorstehenden Bedingungen
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 13 g (2R)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäure-ethylester
in Form eines farblosen Öles.
(α20 D = –12,5 ± 0,5 in
Methanol zu 0,5 %)
-
(2R)-2-Amino-6-{[(benzyloxy)-carbonyl]-amino}-hexansäure-ethylester
-
Zu
einer Suspension von 7,9 g (2R)-2-Amino-6-{[(benzyloxy)-carbonyl]-amino}-hexansäure (Nε-CBZ-D-Lysin)
in 120 cm3 wasserfreiem Ethanol, gekühlt auf
eine Temperatur von etwa –25 °C, gibt man unter
Rühren
3,9 cm3 Thionylchlorid. Dann wird die Mischung
3 Stunden lang bei dieser Temperatur gerührt und anschließend läßt man die
Temperatur wieder auf etwa 20 °C
zurückkehren.
Nach dem Stehenlassen 3 Tage lang wird die Reaktionsmasse unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in 200 cm3 Ethylacetat aufgenommen
und die resultierende Lösung
mit einer wäßrigen Lösung von
Natriumcarbonat und danach mit einer wäßrigen Lösung von Natriumchlorid gewaschen.
Die organische Lösung
wird über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck (5
kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 7,4 g (2R)-2-Amino-6-{[(benzyloxy)-carbonyl]-amino}-hexansäure-ethylester
in Form eines blaßgelben Öles.
(α20 D = –11,7 ± 0,6 in
Methanol zu 0,5 %)
-
Beispiel 10
-
(-)-(4S)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 6,4 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 80 cm3 6 N wäßriger Chlorwasserstoffsäure. Die
Zeit des Erhitzens beträgt
7 Stunden. Das Produkt wird in identischer Weise isoliert und anschließend durch
Chromatographie unter einem Druck von Argon von 80 kPa über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 3,5 cm; Höhe 30 cm)
gereinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(95/5 Vol.) eluiert. Die dem erwarteten Produkt entsprechenden Fraktionen
werden gesammelt. Diese werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 3,90 g (-)-(4S)-4-(3-Nitrobenzyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 220 °C.
(α20 D = –18,4 ± 0,5 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 5,65 g (2S)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid,
3,7 cm3 tert.-Butylisothiocyanat und 3,41 cm3 Triethylamin in 60 cm3 Ethanol.
Nach 3 Tagen Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
und anschließendem
Erhitzen 30 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C gibt man
3,7 cm3 tert.-Butylisothiocyanat zu dem
Reaktionsmedium und setzt das Rühren
noch 3 Stunden lang bei der gleichen Temperatur fort. Nach einer
identischen Behandlung erhält
man 6,45 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-2-hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines gelben Schaumes.
[Rf = 0,61 in einer Mischung
von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak (40/5/0,5 Vol.) auf Kieselerdeplatte
Merck 60F254 R].
-
(2S)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 5,8 g N-[(1S)-2-Hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-acetamid
in 60 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure während 10
Stunden bei einer Temperatur von etwa 100 °C. Nach dem Abkühlen des
Mediums wird der Niederschlag filtriert, anschließend mit
30 cm3 Aceton, dreimal mit 50 cm3 Ether gewaschen und im Trockenschrank unter
reduziertem Druck (10 Pa) bei einer Temperatur von etwa 60 °C getrocknet.
Das Filtrat wird unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird in 30 cm3 Diethylether aufgenommen,
die Kristalle filtriert, zweimal mit 30 cm3 Ether
gewaschen und im Trockenschrank unter den gleichen Bedingungen wie
vorstehend getrocknet. Die zwei kristallinen Ausbeutemengen werden
vereinigt. Man erhält
auf diese Weise 5,65 g (2S)-2-Amino-3-(3-nitrophenyl)-1-propanol-Hydrochlorid
in Form eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 188 °C.
-
N-[(1S)-2-Hydroxy-1-(3-nitropenzyl)-ethyl]-acetamid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 7,15 g (2S)-2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester
und 1,46 g Natriumborhydrid in 70 cm3 Ethanol.
Durch eine identische Behandlung erhält man 5,8 g N-[(1S)-2-Hydroxy-1-(3-nitrobenzyl)-ethyl]-acetamid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 131 °C.
-
Der
(2S)-2-(Acetylamino)-3-(3-nitrophenyl)-propansäure-ethylester kann gemäß RIVIER
et coll., J. Med. Chem. (1995), 2658 hergestellt werden.
-
Beispiel 11
-
(-)-(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 3,9 g des Diastereoisomers A von
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-1-benzyl-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
in 46 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure. Nach
dem Erhitzen 5 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C wird die
Reaktionsmasse unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
konzentriert. Das erhaltene Öl
wird in 50 cm3 Wasser gelöst und die
Lösung
zweimal mit 50 cm3 Dichlormethan gewaschen.
Danach wird die wäßrige Phase
durch Zugabe von 3 cm3 Natronlauge (30 %)
alkalisch gemacht und anschließend
dreimal mit 50 cm3 Dichlormethan extrahiert.
Die organischen Extrakte werden vereinigt und über Natriumsulfat getrocknet.
Nach der Filtration und dem Konzentrieren unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man 2,5 g (-)-(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 89 °C
(Isomer trans).
(α20 D = –87,3 ± 1,3 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(15)-1-benzyl-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 9,5 g (3S)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol
in 80 cm3 Ethanol und in Anwesenheit von
7,86 cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Nach
3 Tagen Rühren
der Mischung bei einer Temperatur von etwa 20 °C und identischer Behandlung
erhält
man 15,9 g eines Öles,
das man durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50
kPa über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 5 cm; Höhe des Kieselgels
38 cm) reinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Ethylacetat
(95/5 Vol.) eluiert. Die das Diastereoisomer A enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
eingedampft. Man erhält
3,98 g des Diastereoisomers A von N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-1-benzyl-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
in Form eines weißen Feststoffes,
Schmelzpunkt = 156 °C.
Indem man unter den gleichen Bedingungen die dem Diastereoisomer
B entsprechenden Fraktionen konzentriert, erhält man 0,72 g des Diastereoisomers
B von N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-1-benzyl-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
in Form eines gelben Feststoffes, Schmelzpunkt = 116 °C.
-
(3S)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 17,6 g (1S)-1-Benzyl-2-hydroxypropylcarbamat
von tert.-Butyl in 145 cm3 Dioxan und 61
cm3 6,5 N Chlorwasserstoff-Dioxan, indem
man 16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C rührt. Durch
eine identische Behandlung erhält
man 9,56 g (3S)-3-Amino-4-phenyl-2-butanol in Form eines orangenen Öles, das
eine Mischung der zwei Diastereoisomeren ist (80/20).
[Rf =
0,25 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak (40/5/0,
5 Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck 60F254R].
-
(1S)-1-Benzyl-2-hydroxypropylcarbamat
von tert.-Butyl
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 2,66 g (1S)-1-Benzyl-2-oxopropylcarbamat
von tert.-Butyl in 25 cm3 Ethanol mit 0,58
g Natriumborhydrid. Nach 4 Stunden und 30 Minuten bei einer Temperatur
von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium in identischer Weise behandelt. Man erhält auf diese
Weise 2,7 g (1S)-1-Benzyl-2-hydroxypropylcarbamat
von tert.-Butyl in Form eines weißen Feststoffes, Schmelzpunkt
= 125 °C,
Mischung der zwei Diastereoisomeren (70/30).
-
(1S)-1-Benzyl-2-oxopropylcarbamat
von tert.-Butyl
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 5 g (1S)-1-Benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat
von tert.-Butyl, 16 cm3 einer etherischen
1 M Lösung
von Methylmagnesiumbromid und 100 cm3 wasserfreiem
Tetrahydrofuran. Wenn die Reaktion beendet ist, wird das Reaktionsmedium
18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Nach
identischer Behandlung erhält
man 3,91 g eines orangenen Öles,
das man durch Chromatographie unter atmosphärischem Druck über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 63–200 μ; Durchmesser 3,5 cm; Höhe 20 cm)
reinigt, indem man mit Dichlormethan eluiert. Die dem erwarteten
Produkt entsprechenden Fraktionen werden gesammelt. Diese werden
vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 2,82 g (1S)-1-Benzyl-2-oxopropylcarbamat von tert.-Butyl
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 62 °C.
-
(1S)-1-Benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat
von tert.-Butyl
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 26,5 g L-N-Boc-Phenylalanin, 22 cm3 N-Methylmorpholin,
13 cm3 Chlorameisensäureisobutylester und 10,14
g N,O-Dimethyl-hydroxylamin-Hydrochlorid in 300 cm3 Dichlormethan.
Das Produkt wird in identischer Weise behandelt und anschließend durch
Chromatographie unter atmosphä rischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 63–200 μ; Durchmesser 6 cm; Höhe 25 cm)
gereinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(97/3 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden gesammelt. Diese werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 17,1 g (1S)-1-Benzyl-2-[methoxy-(methyl)-amino]-2-oxoethylcarbamat
von tert.-Butyl in Form eines farblosen Öles.
[Rf = 0,65 in einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (97/3 Vol.) auf Kieselerdeplatte
Merck 60F254 R].
-
Beispiel 12
-
(-)-(4S)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 9, ausgehend von 0,59 g (2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäure-ethylester
6 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure. Nach dem
Konzentrieren des Reaktionsmediums unter den gleichen Bedingungen
wird der erhaltene Schaum dreimal in Diethylether aufgenommen, den
man jedesmal dekantiert, und der verbleibende unlösliche Anteil
dann in 10 cm3 Acetonitril aufgenommen.
Das resultierende kristallisierte Produkt wird zentrifugiert, mit
warmen Acetonitril gewaschen und anschließend unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 20 °C getrocknet. Man erhält auf diese
Weise 0,34 g (-)-(4S)-4-(4-Aminobutyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form von cremefarbenen Kristallen, Schmelzpunkt = 170 °C.
(α20 D = –15,5 ± 0,6 in
Methanol zu 0,5 %)
-
(2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäure-ethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 9, ausgehend von 0,42 g (5S)-5-Amino-6-hydroxyhexylcarbamat von Benzyl
und 0,24 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in
30 cm3 Ethanol, 3 Tage lang bei einer Temperatur
von etwa 20 °C. Man
beendet die Reaktion durch ergänzende
Zugabe von 0,48 cm3 Isothiocyanat, gefolgt
von einem Erhitzen 1 Stunde lang auf eine Temperatur von etwa 80 °C. Nach einer
identischen Behandlung erhält
man 0,6 g (2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butylamino)-carbothioyl]-amino}-hexansäureethylester
in Form eines beigefarbenen Öles
mit einer Tendenz zur Kristallisation.
[Rf = 0,62 in einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (90/10 Vol.) auf Kieselerdeplatte
Merck 60F254R].
-
(5S)-S-Amino-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl
-
Eine
Mischung von 4 g (5S)-5-{[(tert.-Butyloxy)-carbonyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl, 30 cm3 Trifluoressigsäure und
20 cm3 Ethanol wird 2 Stunden lang bei einer
Temperatur von etwa 20 °C
gerührt.
Nach dem Konzentrieren des Reaktionsmediums unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C wird der erhaltene Rückstand
in 50 cm3 Wasser aufgenommen und zweimal
mit 100 cm3 Diethylether gewaschen. Dann
wird die wäßrige Phase
dekantiert, mit Natriumcarbonat bis auf pH 9–10 alkalisiert und anschließend dreimal
mit 100 cm3 Dichlormethan extrahiert. Die
vereinigten Extrakte werden einer wäßrigen Lösung von Natriumchlorid gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 2,0 g (5S)-5-Amino-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 82 °C.
-
(5S)-5-{[(tert.-Butyloxy)-carbonyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 9, ausgehend von 7 g (2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butyloxy)-carbonyl]amino}-hexansäure-methylester
in 70 cm3 Ethanol, 35 cm3 Tetrahydrofuran,
1 g Lithiumchlorid und 0,81 g Natriumborhydrid. Nach 16 Stunden
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
wird die Reaktionsmasse filtriert und der Filterkuchen mit Ethanol
gewaschen. Das resultierende Filtrat wird unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Nach der Auflösung des
erhaltenen Rückstandes
in 150 cm3 Dichlormethan, Waschen zweimal
mit 100 cm3 einer wäßrigen Lösung von Natriumchlorid und
zweimal mit 100 cm3 Wasser, Trocknen über Magnesiumsulfat
und schließlich
Konzentrieren unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend erhält man 5,2
g (5S)-5-{[(tert.-Butyloxy)-carbonyl]-amino}-6-hydroxyhexylcarbamat
von Benzyl in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 67 °C.
-
(2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butyloxy)-carbonyl]amino}-hexansäure-methylester
-
Zu
einer Lösung
von 6,6 g des Hydrochlorids des Methylesters von Nε-CBZ-L-Lysin
in 66 cm3 Methanol und 66 cm3 Tetrahydrofuran,
gekühlt
auf eine Temperatur von etwa 0 °C,
gibt man unter inerter Atmosphäre und
unter Rühren
4,8 g Di-tert.-Butyldicarbonat und danach 5,7 cm3 Triethylamin
und 10 cm3 Methanol. Nach dem Rühren der
Mischung 2 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 5 °C und anschließend 2 Stunden lang
bei etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird in Dichlormethan aufgenommen, die Lösung mit 100 cm3 Wasser
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter den gleichen Bedingungen
wie vorstehend konzentriert. Man erhält auf diese weise 7 g (2S)-6-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-{[(tert.-butyloxy)-carbonyl]amino}-hexansäure-methylester
in Form eines cremefarbenen Öles.
[Rf
= 0,90 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (90/10 Vol.)
auf Kieselerdeplatte Merck 60F254R].
-
Beispiel 13
-
(45,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 0,7 g des Diastereoisomers B von
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1S)-1-benzyl-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff,
das man in 8,3 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure 5 Stunden
lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Nach dem Konzentrieren
des Reaktionsmediums unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
gibt man zu dem erhaltenen Rückstand 50
cm3 Wasser und extrahiert anschließend die
Lösung
dreimal mit 25 cm3 Dichlormethan. Die wäßrige Phase wird
durch Zugabe von 0,5 cm3 Natronlauge (30
%) alka lisch gemacht und dreimal mit 50 cm3 Dichlormethan extrahiert.
Danach werden die Extrakte vereinigt, über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und anschließend
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert.
Man erhält
ein Öl,
das man durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50
kPa über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 2 cm; Höhe 28 cm)
reinigt, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (95/5
Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden gesammelt. Diese werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man
erhält
auf diese Weise 0,10 g (4S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
in Form eines blaßrosafarbenen
Feststoffes, der bei 90 °C
schmilzt, indem er pastös
wird {Mischung der Diastereoisomeren : 82 % cis [(4S,5R)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin] – 18 % trans
[(4S,5S)-4-Benzyl-5-methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin]}.
[Rf
= 0,15 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (95/5 Vol.)
auf Kieselerdeplatte Merck 60F254 R].
-
Beispiel 14
-
(-)-(4R)-4-Butyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Oxalat
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-butyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
in 32 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure. Nach
dem Konzentrieren unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
wird der erhaltene Rückstand
in 10 cm3 Wasser aufgenommen und anschließend durch
Zugabe von 2 cm3 Natronlauge (30 %) alkalisch
gemacht. Nach der Extraktion dreimal mit 50 cm3 Dichlormethan
werden die organischen Extrakte vereinigt, über Natriumsulfat getrocknet
und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa
40 °C konzentriert.
Man erhält
1,37 g eines gelben Öles,
von dem man das Oxalat in der folgenden Art und Weise herstellt:
ausgehend von 0,3 g des obigen Öles in
1 cm3 Aceton gibt man 0,24 g Oxalsäure, gelöst in 1
cm3 Aceton, hinzu. Nach dem Ausfallen des
Salzes wird das Medium mit 5 cm3 Aceton
verdünnt
und dann filtriert. Die Kristalle werden zweimal mit 4 cm3 Aceton gewaschen und danach im Trockenschrank
unter reduziertem Druck (10 Pa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,26 g (-)-(4R)-4-Butyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Oxalat in Form eines
weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 91 °C.
(α20 D = –7
unter der Lampe Na 589 nm und α20 D = –70,1 ± 1,2 unter
der Lampe Hg 365 nm, in Methanol zu 0,5 %).
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-butyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 1,14 g (2R)-2-Amino-2-butyl-1-ethanol und 1,36 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in 15 cm3 Ethanol, indem man 18 Stunden lang bei
einer Temperatur von etwa 20 °C und
danach 3 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 60 °C rührt. Nach
dem Konzentrieren des Reaktionsmediums unter reduziertem Druck (5
kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man 2,38 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-butyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff in
Form eines gelben Öles.
Infrarot-Spektrum
(CH2Cl2): 3620;
4430; 4410; 2960; 1560; 1500; 1395; 1375 und 1205 cm–1.
-
(2R)-2-Amino-hexanol
-
Eine
Menge von 3,7 g Hydrochlorid des Methylesters von L-Norleucin wird
in 20 cm3 Wasser gelöst. Zu dieser Lösung gibt
man unter Rühren
und bei einer Temperatur von etwa 20 °C die notwendige Menge einer wäßrigen Lösung von
Natriumcarbonat, um einen pH-Wert von 10 zu erhalten. Anschließend wird
das Medium dreimal mit 50 cm3 Ethylacetat
extrahiert. Die Extrakte werden vereinigt, über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
konzentriert. Man erhält
2,95 g (2R)-2-Amino-2-butyl-essigsäure-methylester in Form eines
gelben Öles.
Danach verfährt
man wie in Beispiel 2, ausgehend von 2,9 g (2R)-2-Amino-2-butyl-essigsäure-methylester
und 1,14 g Natriumborhydrid in 50 cm3 Ethanol.
Die Reaktion wird bei einer Temperatur von etwa –15 °C durchgeführt, anschließend wird
das Reaktionsmedium 18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa
20 °C und
schließlich
1 Stunde und 30 Minuten lang bei einer Temperatur von etwa 80 °C gerührt. Nach
dem Konzentrieren der Reaktionsmasse unter reduziertem Druck (5
kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C wird der erhaltene Rückstand
durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50 kPa über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 2 cm; Höhe 20 cm)
gereinigt, indem man mit einer Mischung von Ethylacetat/Methanol
(80/20 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 1,2 g (2R)-2-Amino-hexanol in Form eines Öles mit
einer Tendenz zur Kristallisation.
(α20 D = +2,6 ± 0,4 in Methanol zu 0,5 %)
-
Beispiel 15
-
(+)-(55)-5-Methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 11,86 g N-[(2S)-2-Hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff
in 168 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure. Nach
3 Stunden Erhitzen auf eine Temperatur von etwa 100 °C und einer
identischen Behandlung erhält
man 2,30 g (+)-(5S)-5-Methyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid in Form
eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 173 °C.
(α20 D = +73,8 ± 1,4 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-[(2S)-2-Hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 5 g (+)-(S)-1-Amino-2-propanol und 8,43 g tert.-Butylisothiocyanat
in 60 cm3 Ethanol. nach Rühren des
Reaktionsmediums 5 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C und anschließendem Konzentrieren
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C nimmt man
den erhaltenen weißen
Feststoff in Diethylether auf. Dann wird die Suspension unter den gleichen
Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Man erhält auf diese Weise 11,86 g
N-[(25)-2-Hydroxypropyl]-N'-tert.-butyl-thioharnstoff
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 106 °C.
-
Beispiel 16
-
(-)-(4S)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 11,1 g N-tert.- Butyl-N'-[(1S)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
in 110 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure, 2 Stunden
lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C gebracht. Nach einer identischen
Behandlung erhält
man 3,6 g (-)-(4S)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 169 °C.
(α20 D = –33,9 ± 0,8 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-tert.-Butyl-N'-[(1S)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 8,1 g (+)-(2S)-2-Amino-3-cyclohexyl-1-propanol
und 9,8 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in
79 cm3 Ethanol. Dann wird das Reaktionsmedium
72 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Nach
dem Konzentrieren der Reaktionsmasse unter reduziertem Druck (5 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 50 °C
wird das erhaltene Öl
in 110 cm3 kaltem Petrolether aufgenommen. Danach
werden die Kristalle filtriert und unter reduziertem Druck (10 Pa)
bei einer Temperatur von etwa 60 °C getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 11,1 g N-tert.-Butyl-N'-[(1S)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 97 °C.
-
Beispiel 17
-
(+)-(4R)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 2,9 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
in 28 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure, durch
Erhitzen 2 Stunden und 15 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa
100 °C.
Nach einer identischen Behandlung erhält man einen Feststoff, den man
durch Auflösen
in 15 cm3 Wasser und Extraktion mit 10 cm3 Dichlormethan reinigt. Die wäßrige Phase wird
durch Zugabe von 10 cm3 1 N Natriumhydroxid
alkalisch gemacht und zweimal mit 15 cm3 Ethylacetat extrahiert.
Die vereinigten organischen Extrakte werden unter reduziertem Druck
(5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Anschließend wird
die resultierende Paste zweimal in 20 cm3 Diethylether
aufgenommen. Der Feststoff wird filtriert und im Trockenschrank
unter reduziertem Druck (10 Pa) bei einer Temperatur von etwa 60 °C getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,4 g (+)-(4R)-4-Cyclohexylmethyl-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 169 °C.
(α20 D = +31,8 ± 0,9 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-tert.-Butyl-N'-[(1R)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 3, ausgehend von 4,89 g (2R)-2-Amino-3-cyclohexyl-1-propanol mit 5,9 cm3 tert.-Butylisothiocyanat in 48 cm3 absolutem Ethanol. Nach 5 Tagen Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Feststoff wird in 200 cm3 Petrolether
aufgenommen, der unlösliche
Anteil filtriert und an der Luft getrocknet. Man erhält auf diese
Weise 2,96 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R)-1-cyclohexylmethyl-2-hydroxyethyl]-thioharnstoff
in Form eines weißen
Feststoffes.
(Rf = 0,29 in einer Mischung von Ethylacetat/Cyclohexan
auf Kieselerdeplatte Merck 60F254 R).
-
(2R)-2-Amino-3-cyclohexyl-1-propanol
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 1, ausgehend von 6,2 g (2R)-2-Amino-3-cyclohexylpropionsäure-ethylester
und 1,93 g Natriumborhydrid in 120 cm3 absolutem
Ethanol während
10 Minuten bei etwa 5 °C.
Dann wird das Medium auf Umgebungstemperatur gebracht und noch 3
Stunden und 30 Minuten lang gerührt.
Nach einem neuen Abkühlen
auf etwa 5 °C
und einer neuen Zugabe von 40,94 g Borhydrid sowie anschließendem Rühren 65
Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C wird das Reaktionsmedium unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
einen Feststoff, den man durch Chromatographie unter einem Druck
von Argon von 100 kPa über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; 320 g) reinigt, indem man
mit reinem Methanol eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden gesammelt. Diese werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 5,16 g (2R)-2-Amino-3-cyclohexyl-1-propanol in Form
eines klebrigen, weißen
Feststoffes.
(Rf = 0,25 in Methanol auf Kieselerdeplatte Merck
60F254 R).
-
(2R)-2-Amino-3-cyclohexylpropionsäure-ethylester
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 10 g β-Cyclohexyl-(D)-alanin-Hydrochlorid in 96 cm3 absolutem Ethanol, indem man bei einer
Temperatur von etwa 0 °C
20 Minuten lang einen Strom von trockenem Chlorwasserstoff hindurchleitet.
Nach dem Erhitzen 4 Tage lang auf etwa 80 °C und anschließendem Abkühlen auf
0 °C leitet
man wiederum 20 Minuten lang einen Strom von Chlorwasserstoff hindurch,
gefolgt von einem Erhitzen 20 Stunden lang auf eine Temperatur von
etwa 80 °C.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, während
der erhaltene Rückstand in
200 cm3 Wasser gelöst und durch Zugabe von 19
g festem Kaliumcarbonat alkalisch gemacht wird. Nach dem Eindampfen
wird der resultierende Feststoff bei einer Temperatur von etwa 80 °C in 200
cm3 Ethanol aufgenommen. Der unlösliche Anteil
wird filtriert und das Filtrat unter reduziertem Druck (5 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
eingedampft. Dann wird der erhaltene Rückstand bei Umgebungstemperatur
in 130 cm3 Ethanol aufgenommen. Der unlösliche Anteil
wird filtriert, während
das Filtrat von neuem unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend
eingedampft wird. Man erhält
auf diese weise 4,8 g (2R)-2-Amino-3-cyclohexylpropionsäure-ethylester in Form
einer weißlichen
Paste.
[Rf = 0,80 in einer Mischung von Ethanol/Ammoniak (90/10
Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck 60F254 R].
-
Beispiel 18
-
4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
-
Man
verfährt
wie in Beispiel 2, ausgehend von 1,49 g N-tert.-Butyl-N'-[2-hydroxy-1-(3-nitrophenyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 14 cm3 wäßriger 6 N Chlorwasserstoffsäure, durch
Erhitzen 2 Stunden und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa
100 °C.
Nach einer identischen Behandlung erhält man 1,01 g 4-(3-Nitrophenyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin
in Form eines cremefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 232 °C.
-
Beispiel 19
-
(+)-(4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Man
arbeitet unter den Bedingungen von Beispiel 1, ausgehend von 0,46
g N-tert.-Butyl-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(4-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff,
den man in 5 cm3 wäßriger 5 N Chlorwasserstoffsäure 16 Sunden
lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Nach dem Konzentrieren
der Reaktionsmasse unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
erhält
man ein Öl,
das man in 3 cm3 2-Propanol aufnimmt. Der
resultierende kristallisierte Niederschlag wird zentrifugiert, mit
2-Propanol gewaschen und an der Luft getrocknet. Man erhält auf diese
Weise 0,1 g (+)-(4R)-4-(4-Pyridylmethyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines orangenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 150 °C.
(α20 D = +38,3 ± 0,9 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(4-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Eine
Lösung
von 0,1 g (1R)-1-(4-Pyridylmethyl)-2-hydroxyethyl-carbamat von tert.-Butyl
in 3 cm3 4 N Chlorwasserstoff-Dioxan wird
16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Dann
wird die Reaktionsmasse unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält 0,075
g eines weißen
Produktes, das man in 4 cm3 Ethanol auflöst. Nach
Zugabe von 0,08 cm3 Triethylamin und anschließend 0,09
cm3 tert.-Butylisothiocyanat wird die Mischung
16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C und dann
6 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 50 °C gerührt. danach wird die Mischung
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C eingedampft
und der erhaltene Rückstand
in 20 cm3 Wasser verrieben. Das Wasser wird
dekantiert, das resultierende Öl
mit Ethanol versetzt und anschließend unter den gleichen Bedingungen
wie vorstehend kon zentriert. Man erhält auf diese Weise 0,10 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-2-hydroxy-1-(4-pyridylmethyl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines orangenen Öles.
[Rf
= 0,50 in einer Mischung von Ethylacetat/Essigsäure/Wasser (4/1/1 Vol.) auf
Kieselerdeplatte Merck 60F254 R].
-
(1R)-1-(4-Pyridylmethyl)-2-hydroxyethylcarbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer gerührten
Mischung von 1 g Boc-D-4-Pyridylalanin in 10 cm3 Tetrahydrofuran
gibt man unter inerter Atmosphäre
0,52 cm3 Triethylamin und kühlt die
Mischung anschließend
auf eine Temperatur von etwa –18 °C. Nach Zugabe
von 0,47 cm3 Chlorameisensäureisobutylester
wird das Rühren
30 Minuten lang bei einer Temperatur zwischen einschließlich –18 °C und –10 °C fortgesetzt.
Dann wird die Mischung schnell filtriert, und danach gibt man 0,28
g Natriumborhydrid, zuvor gelöst
in 2 cm3 Wasser, zu dem Filtrat. Anschließend wird
die Mischung 1 Stunde lang bei einer Temperatur von etwa 0 °C und dann
16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Danach
wird die Mischung durch Zugabe einer wäßrigen Lösung von Kaliumcarbonat alkalisch
gemacht und in Anwesenheit von Ethylacetat gerührt. Die organische Phase wird
dekantiert, mit Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird durch Chromatographie unter einem Druck von Argon von 50 kPa über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 2,2 cm; Höhe des Kieselgels
30 cm) gereinigt, indem man zuerst mit Ethylacetat allein eluiert
und Fraktionen von 30 cm3 sammelt. Die Fraktionen
1 bis 18 werden abgetrennt, und anschließend eluiert man mit einer
Mischung von Ethylacetat/Methanol (90/10 Vol.). Die Fraktionen 23
bis 26 werden gesammelt und dann vereinigt. Nach dem Konzentrieren
unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C erhält man 0,10
g (1R)-1-(4-Pyridylmethyl)-2-hydroxyethylcarbamat von tert.-Butyl
in Form eines Öles.
Infrarot-Spektrum
(CH2Cl2): 3618;
3434; 2981; 1708; 1501; 1367; 1168 und 1057 cm–1.
-
Beispiel 20
-
(+)-(4R,5R)-5-Methyl-(4R,5R)-4-(pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydrothiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
Suspension von 1,96 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2RS)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
in 25 cm3 5 N Chlorwasserstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird durch Chromatographie über
eine Kolonne CHIRALCEL OD 20μ in
einer Mischung von Heptan/Isopropanol/Triethylamin (90/10/0,1 Vol.)
gereinigt. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird durch Chromatographie unter atmosphärischem Druck über eine
Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 1,2 cm; Höhe 30 cm)
gereinigt, indem man mit einer Mischung von Ethylacetat/Essigsäure/Wasser
(2/1/1 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in 5 cm3 5 N Chlorwasserstoffsäure und
Ethanol aufgenommen und anschließend unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Nach dem Trocknen
im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
erhält
man 0,4 g (+)-(4R,5R)-5-Methyl-(4R,5R)-4-(pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines sehr hygroskopischen Schaumes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,44 (d, J = 7 Hz : 3H); 3,22 (dd, J = 13,5 und 7,5 Hz : 1H);
3,32 (dd, J = 13,5 und 5 Hz : 1H); 3,90 (mt : 1H); 4,37 (mt : 1H);
8,01 (d breit, J = 6 Hz : 2H); 8,88 (d breit, J = 6 Hz : 2H); 9,34
(s breit : 1H); 9,85 (s breit : 1H); 10,31 (mf : 1H).
(α20 D = +75,3 ± 1,3 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2R5)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
-
Eine
Lösung
von 1,41 g (3R,2RS)-3-Amino-4-(pyridin-4-yl)-butan-2-ol in 30 cm3 Ethanol, der 1,08 cm3 tert.-Butylisothiocyanat
und danach 2,16 cm3 Triethylamin zugesetzt
wurden, wird 16 Stunden lang unter Rühren auf eine Temperatur von
etwa 50 °C
erhitzt. Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (2 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, in 10 cm3 Wasser aufgenommen
und zweimal mit 30 cm3 Dichlormethan gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert, unter den vorstehenden Bedingungen eingedampft
und anschließend
im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 2 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2RS)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-thioharnstoff
in Form eines orangenen Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]. Man beobachtet die Mischung der zwei Diastereoisomeren A und
B in den jeweiligen Verhältnissen
70/30, δ =
0,99 (d, J = 6,5 Hz : 0,9H); 1,09 (d, J = 6,5 Hz : 2,1H); 1,37 (s
: 6,3H); 1,41 (s : 2,7H); 2,74 (dd, J = 14,5 und 9 Hz : 0,7H); 2,75
bis 2,90 (mt : 0,6H); 2,93 (dd, J = 14,5 und 5 Hz : 0,7H); 3,55
bis 3,80 (mt : 1H); 4,35 bis 4,60 (mf : 1H); 4,65 (mf : 0,3H); 4,88
(mf : 0,7H); 7,10 bis 7,25 (mt : 1H); 7,17 (s breit : 0,7H); 7,26
(d breit, J = 6 Hz : 1,4H); 7,31 (d breit, J = 6 Hz : 0,6H); 7,44
(s breit : 0,3H); 8,35 bis 8,50 (mt : 2H).
-
(3R,2RS)-3-Amino-4-(pyridin-4-yl)-butan-2-ol-Dihydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 1,85 g N-[(1R,2RS)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-carbamat von tert.-Butyl
in 20 cm3 Dioxan gibt man unter Rühren und
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
eine Lösung
von 20 cm3 4 N Chlorwasserstoffsäure in Dioxan.
Anschließend
wird die Mischung 5 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt und
dann unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa
40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 1,8 g (3R,2RS)-3-Amino-4-(pyridin-4-yl)-butan-2-ol-Dihydrochlorid in
Form eines gelben Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD
d4, δ in
ppm]. Man beobachtet die Mischung der zwei Diastereoisomeren A und
B in den jeweiligen Verhältnissen
70/30, δ =
1,18 und 1,20 (2d, J = 6,5 Hz : insgesamt 3H); 3,13 (dd, J = 10,5
und 6 Hz : 0,7H); 3,20 bis 3,35 (mt : 1,3H); 3,45 bis 3,65 (mt :
0,6H); 3,72 (mt : 0,7H); 3,96 (mt : 0,7H); 8,05 bis 8,15 (mt : 2H);
8,88 (d breit, J = 6 Hz : 2H).
-
N-[(1R,2RS)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 2 g N-[(1R)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-oxo-propyl]-carbamat von tert.-Butyl in
20 cm3 Ethanol gibt man unter Rühren und
bei einer Temperatur von etwa 10 °C
0,43 g Natriumborhydrid und rührt anschließend 18
Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Dann wird das Reaktionsmedium
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert,
in 50 cm3 Wasser aufgenommen, mit 100 cm3 Ethylacetat extrahiert, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 1,83 g N-[(1R,2RS)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxypropyl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines gelben Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]. Man beobachtet die Mischung der zwei Diastereoisomeren A und
B in den jeweiligen Verhältnissen
70/30, δ =
1,03 (d, J = 6,5 Hz : 0,9H); 1,09 (d, J = 6,5 Hz : 2,1H); 1,28 (s
: 2,7H); 1,30 (s : 6,3H); 2,45 bis 2,55 (mt : 0,7H); 2,61 (dd, J
= 13,5 und 10,5 Hz : 0,3H); 2,81 (dd, J = 13,5 und 4 Hz : 0,3H);
3,01 (dd, J = 13,5 und 2 Hz : 0,7H); 3,40 bis 3,70 (mt : 2H); 4,70
(d, J = 5,5 Hz : 0,3H); 4,78 (d, J = 5, 5 Hz : 0,7H); 6, 53 (d,
J = 9 Hz : 0, 3H); 6,67 (d, J = 9 Hz : 0,7H); 7,20 (d breit, J =
6 Hz : 1,4H); 7,25 (d breit, J = 6 Hz : 0,6H); 8,40 bis 8,50 (mt
: 2H).
-
N-[(1R)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-oxo-propyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Eine
Mischung von 5,3 g N-{2-[N-Methoxy-N-(methyl)-amino]-2-oxo-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-ethyl}-carbamat
von tert.-Butyl in 120 cm3 Tetrahydrofuran
wird unter inerter Atmosphäre
auf eine Temperatur von etwa 0 °C
abgekühlt.
Dann gibt man innerhalb von 1 Stunde 17 cm3 einer
3 M Lösung
von Methylmagnesiumbromid in Diethylether hinzu, rührt 1 Stunde
lang bei 0 °C
und 18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Dann kühlt man
das Reaktionsmedium von neuem auf eine Temperatur von etwa 0 °C, setzt
anschließend
tropfenweise 30 cm3 1 N Chlorwasserstoffsäure und
100 cm3 Wasser hinzu, extrahiert mit Ethylacetat
und wäscht
zweimal mit 100 cm3 Wasser. Die vereinigten
organischen Phasen werden über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und dann unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird durch Chromatographie unter atmosphärischem Druck über eine Kolonne
mit Kieselgel (Granulometrie 60–200 μm; Durchmesser
4 cm; Höhe
35 cm) gereinigt, indem man mit Ethylacetat eluiert. Die das erwartete
Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter
reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 0,2 g N-[(1R,2RS)-1-(Pyridin-4-yl-methyl)-2-oxo-propyl]-carbamat
von tert.-Butyl.
NMR-Spektrum 1H [300
MHz, (CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,34 (s : 9H); 2,16 (s : 3H); 2,71 (dd, J = 14 und 10,5 Hz : 1H);
3,08 (dd, J = 14 und 4,5 Hz : 1H); 4,21 (mt : 1H); 7,27 (d breit,
J = 5,5 Hz : 2H); 7,34 (d, J = 8 Hz : 1H); 8,47 (d breit, J = 5,5
Hz : 2H).
-
N-{2-[N-Methoxy-N-(methyl)-amino]-2-oxo-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-ethyl}-carbamat
von tert.-Butyl
-
Eine
Lösung
von 20 g D-N-Boc-Pyridylalanin und 16,5 cm3 N-Methylmorpholin
in 500 cm3 Dichlormethan wird unter inerter
Atmosphäre
auf eine Temperatur von etwa –15 °C abgekühlt. dann
gießt
man 9,75 cm3 Chlorameisensäure-isobutylester
hinzu und rührt
15 Minuten lang bei dieser Temperatur. Nach der Zugabe von 7,61
g N,O-Dimethyl-hydroxylamin-Hydrochlorid
wird das Rühren
1 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa –15 °C und dann 18 Stunden lang bei
Umgebungstemperatur fortgesetzt. Anschließend wird das Reaktionsmedium
mit 250 cm3 Wasser versetzt und mit 100
cm3 Dichlormethan extrahiert. Die organische
Phase wird über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 60–200 μm; Höhe 35 cm) gereinigt, indem
man mit Ethylacetat eluiert. Die das er wartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter reduziertem Druck
(2 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 6,5 g N-{2-[N-Methoxy-N-(methyl)-amino]-2-oxo-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-ethyl}-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines dicken, gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,33 (s : 9H); 2,78 (dd, J = 13,5 und 10 Hz : 1H); 2,89 (dd,
J = 13,5 und 4,5 Hz : 1H); 3,14 (s breit : 3H); 3,76 (s breit :
3H); 4,63 (mt : 1H); 7,24 (mt : 1H); 7,27 (d breit, J = 5,5 Hz :
2H); 8,48 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H).
-
Beispiele 21 und 22
-
(+)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
und (-)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
racemische Mischung von 0,38 g (4RS)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
wird über
eine Kolonne CHIRALCEL OD10μ in
einer Mischung von Heptan-Isopropanol-2-Triethylamin (80/20/0,1 Vol.) getrennt.
Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert, um 0,053 g (+)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
und 0,057 g (-)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
zu erhalten.
-
(+)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid:
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,20 bis 3,40 (mt : 3H); 3,70 (dd, J = 11,5 und 8 Hz : 1H);
4,58 (mt : 1H); 7,85 (s : 1H); 9,10 (s : 1H); 9, 26 (mf : 1H); 9,
67 (mf : 1H); 10,13 (s breit : 1H).
-
(-)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid:
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,20 bis 3,40 (mt : 3H); 3,70 (dd, J = 12 und 8 Hz : 1H); 4,58
(mt : 1H); 7,85 (s : 1H); 9,10 (s : 1H); 9,26 (mf : 1H); 9,67 (mf
: 1H); 10,14 (s breit : 1H).
(α20 D = –4,2 ± 0,6 in
Methanol zu 0,5 %)
-
(4RS)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 0,56 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-thioharnstoff in
5,5 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
3 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt. Dann wird das Reaktionsmedium
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 60 °C konzentriert, in
4 cm3 Ethanol und 6 cm3 Diethylether
aufgenommen und unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend eingedampft.
Danach wird der Rückstand
in 6 cm3 Ethanol aufgenommen, filtriert
und der Feststoff im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
getrocknet. Anschließend
wird er in 5,5 cm3 einer 6 N Lösung von
Chlorwasserstoffsäure
gelöst
und 9 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 110 °C zum Rückfluß gebracht.
Danach wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 0,54 g (4RS)-4-(Thiazol-5-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid in Form
eines pastösen
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
3,20 bis 3,40 (mt : 3H); 3,60 bis 3,80 (mt : 1H); 4,57 (mt : 1H);
7,85 (s : 1H); 9,10 (s : 1H); 9,26 (mf : 1H); 9,66 (mf : 1H); 10,13
(s breit : 1H).
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 0,56 g (2RS)-2-Amino-3-(thiazol-5-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid in 8 cm3 Ethanol gibt
man 0,52 cm3 Triethylamin und danach 0,55
cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Dann wird
die Mischung 18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt und
anschließend
1 Stunde und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, in 6 cm3 Wasser aufgenommen
und drei mal mit 20 cm3 Dichlormethan gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert, unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend
eingedampft und anschließend
im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese weise 0,56 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form eines viskosen, gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,43 (s : 9H); 3,03 (dd, J = 15 und 7 Hz : 1H); 3,19 (dd, J
= 15 und 7 Hz : 1H); 3,30 bis 3,50 (mt : 2H); 4,41 (mt : 1H); 4,97
(t, J = 5 Hz : 1H); 7,23 (d, J = 8 z : 1H); 7,30 (s breit : 1H);
7,67 (s : 1H); 8,94 (s : 1H).
-
(2RS)-2-Amino-3-(thiazol-5-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 0,63 g N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-acetamid in
7,86 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
3 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt. Dann wird die Reaktionsmischung
filtriert, unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert, in Isopropylether aufgenommen, wieder unter den gleichen
Bedingungen wie vorstehend konzentriert, in 10 cm3 Isopropylether
aufgenommen, filtriert und im Exsikkator unter reduziertem Druck
(0,1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C getrocknet. Man erhält auf diese
Weise 0,56 g (2RS)-2-Amino-3-(thiazol-5-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid
in Form eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 192 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,21 (d, J = 7 Hz : 2H); 3,35 (mt : 1H); 3,48 (dd, J = 11,5 und
5,5 Hz : 1H); 3,61 (dd, J = 11,5 und 4 Hz : 1H); 7,83 (s breit :
1H); 8,19 (mf : 1H); 9,10 (s breit : 1H).
-
N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-acetamid
-
Zu
einer Lösung
von 1,2 g (2RS)-2-Acetylamino-3-(thiazol-5-yl)-propansäure-ethylester in 20 cm3 Ethanol gibt man 0,4 g Natriumborhydrid,
und anschließend
rührt man
unter inerter Atmosphäre
bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
Nach Ablauf von 18 Stunden gibt man von neuem 0,1 g Natriumborhydrid
hinzu und rührt
24 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Dann wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der Rückstand
wird in 10 cm3 Wasser aufgenommen und dreimal
mit 30 cm3 Ethylacetat extrahiert. Die organische
Phase wird über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Danach wird
der Rückstand
unter einem Druck von Argon von 60 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
3,5 cm; Höhe
31 cm) chromatographiert, indem man mit 100 cm3 Dichlormethan, 600
cm3 einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(98/2 Vol.), 500 cm3 einer Mischung von
Dichlormethan/Methanol (96/4 Vol.) und 1 dm3 einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (90/10 Vol.) eluiert. Die das erwartete
Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter
den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 0,63 g N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-5-yl)-ethyl]-acetamid
in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H (300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,80 (s : 3H); 2,85 (dd, J = 15 und 9 Hz : 1H); 3,16 (dd, J
= 15 und 5 Hz : 1H); 3,25 bis 3,45 (mt : 2H); 3,87 (mt : 1H); 4,85
(mt : 1H); 7,65 (s : 1H); 7,79 (d, J = 8, 5 Hz : 1H); 8,91 (s :
1H).
-
(2RS)-2-Acetylamino-3-(thiazol-5-yl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer Lösung
von 3,3 g 2-Acetylamino-2-(thiazol-5-yl-methyl)-malonsäure-diethylester in 70 cm3 Ethanol gibt man tropfenweise 2,7 cm3 6 N Natriumhydroxid. Die Mischung wird
5 Stunden lang gerührt
und dann gießt
man tropfenweise 1,5 cm3 12 N Chlorwasserstoffsäure hinzu.
Es bildet sich ein Niederschlag. Man konzentriert unter reduziertem
Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C, um einen braunen Feststoffe
zu erhalten, den man 12 Stunden lang im Exsikkator unter reduziertem
Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C trocknet.
Dieser Rückstand
wird in 50 cm3 Dioxan aufgenommen und dann
3 Stunden und 30 Minuten lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt.
Anschließend
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
eingedampft. Der Rückstand
wird unter einem Druck von Argon von 60 kPa über eine Kolonne mit Kie selgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
3,5 cm; Höhe
31 cm) chromatographiert, indem man mit 675 cm3 Dichlormethan,
500 cm3 einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(99/1 Vol.), 500 cm3 einer Mischung von
Dichlormethan/Methanol (98/2 Vol.), 500 cm3 einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (97/3 Vol.), 500 cm3 einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (95/5 Vol.), 500 cm3 einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak (12/1,5/0,5 Vol.) und
500 cm3 einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak
(12/3/0,5 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter den vorstehenden
Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese weise 0,8 g (2RS)-2-Acetylamino-3-(thiazol-5-yl)-propansäure-ethylester
in Form eines braunen Öles.
Massenspektrum:
DCI m/z = 243 MH+
-
2-Acetylamino-2-(thiazol-5-yl-methyl)-malonsäure-diethylester
-
Nach
Auflösung
von 1,24 g Natrium in 20 cm3 Ethanol gibt
man 10,86 cm3 Acetamidomalonsäure-diethylester
hinzu und erhitzt anschließend
auf eine Temperatur von etwa 75 °C.
Nach Ablauf von 15 Minuten gibt man eine Lösung von 5-Chlormethyl-thiazol
in 20 cm3 Ethanol hinzu und erhitzt 2 Stunden
lang auf eine Temperatur von etwa 75 °C. Dann wird das Reaktionsmedium
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C eingedampft.
Der Rückstand
wird unter einem Druck von Argon von 60 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 60–200 μ; Durchmesser
6,5 cm; Höhe
40 cm) chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(99/1 Vol.), einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (98/2 Vol.)
und danach mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol (95/5 Vol.)
eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden
vereinigt und anschließend
unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 3,3 g 2-Acetylamino-2-(thiazol-5-yl-methyl)-malonsäure-diethylester in
Form eines orangenen Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6, δ in
ppm): 1,18 (t, J = 7,5 Hz : 6H); 2,00 (s : 3H); 3,75 (s : 2H); 4,17 (q,
J = 7,5 Hz : 4H); 7,61 (s : 1H); 8,37 (s breit : 1H); 9,00 (s :
1H).
-
5-Chlormethyl-thiazol
-
Zu
einer Lösung
von 8,2 g 5-Methyl-thiazol in 250 cm3 Tetrachlorkohlenstoff
gibt man 11 g N-Chlorsuccinimid und danach 0,1 g Benzoylperoxid.
Dann wird die Mischung 20 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa
80 °C erhitzt
und anschlieflend 5 Stunden lang einer W-Strahlung ausgesetzt. Danach
wird die Reaktionsmischung abgekühlt,
filtriert und unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 20 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 6,4 g 5-Chlormethyl-thiazol.
Massenspektrum:
DCI m/z = 134 MH+
-
Beispiel 23
-
(+)-(4R)-4-(Pyrazin-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
racemische Mischung von 2,9 g (4RS)-4-(Pyrazin-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
wird über
eine Kolonne CHIRALCEL OD 10μ in
einer Mischung von Heptan/Ethanol/Triethylamin (80/20/0,1 Vol.)
getrennt. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in 5 cm3 Ethanol gelöst, und
anschließend
setzt man 6 cm3 einer Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Diethylether
und 15 cm3 Diethylether hinzu. Nach Filtration,
Waschen mit 15 cm3 Diethylether und Trocknung
erhält
man 0,371 g (+)-(4R)-4-(Pyrazin-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 154 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm] : 3,22 (d, J = 6,5 Hz : 2H); 3,45 (dd, J = 11,5 und 5,5 Hz :
1H); 3,75 (dd, J = 11,5 und 8 Hz : 1H); 4,73 (mt : 1H); 8,60 (d
breit, J = 2,5 Hz : 1H); 8,63 (dd, J = 2,5 und 1,5 Hz : 1H); 8,66
(s breit : 1H); 9,09 (mf : 1H); 9,58 (mf : 1H); 9,95 (s breit :
1H).
(α20D = +46,3 ± 1,1 in Methanol zu 0,5 %)
-
(4RS)-4-(Pyrazin-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 7,2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in 20 cm3 5 N Chlorwasser stoffsäure wird
20 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 55 °C
konzentriert und danach in Ethanol aufgenommen, indem man unter
den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird unter atmosphärischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 4 cm; Höhe 30 cm)
chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Essigsäure/wasser/Ethylacetat
(1/1/4 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Das erhaltene Öl wird in
Ethanol aufgenommen und der erhaltene Niederschlag filtriert und
im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 2,9 g (4RS)-4-(Pyrazin-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-1,3-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid in
Form eines braunen Feststoffes, Schmelzpunkt = 190 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,23 (d, J = 6 Hz : 2H); 3,43 (dd, J = 11,5 und 5,5 Hz : 1H);
3,72 (dd, J = 11,5 und 7,5 Hz : 1H); 4,74 (mt : 1H); 8,59 (s breit
: 1H); 8,64 (s breit : 1H); 8,67 (s breit : 1H); 9,29 (mf : 1H);
9,77 (mf : 1H); 10,16 (s breit : 1H).
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 7,91 g (2RS)-2-Amino-3-(pyrazin-2-yl)-propan-1-ol-Dihydrochlorid in 80 cm3 Ethanol gibt man unter Rühren 11,2
cm3 Triethylamin und danach 7,2 cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Dann wird die
Mischung 18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 50 °C erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, in 100 cm3 Wasser aufgenommen
und mit Dichlormethan extrahiert. Die organischen Phasen werden
vereinigt, mit 50 cm3 Wasser gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und anschließend unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 7,2 g
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1RS)-1-hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form einer farblosen Paste.
Massenspektrum: DCI m/z = 269
MH+
-
(2RS)-2-Amino-3-(pyrazin-2-yl)-propan-1-ol-Dihydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 11 g N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-acetamid in
30 cm3 5 N Chlorwasserstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 115 °C erhitzt.
Dann wird die Reaktionsmischung unter reduziertem Druck (1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 7,9 g (2RS)-2-Amino-3-(pyrazin-2-yl)-propan-1-ol-Dihydrochlorid
in Form einer schwarzen Paste.
Massenspektrum: DCI m/z = 154
MH+
-
N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-acetamid
-
Zu
einer Lösung
von 8,5 g (2RS)-2-Acetylamino-3-(pyrazin-2-yl)-propansäure-ethylester in 100 cm3 Ethanol gibt man 2,8 g Natriumborhydrid
und rührt
dann bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Nach Ablauf von 18 Stunden
wird das Reaktionsmedium in 50 cm3 Wasser
und 100 cm3 Dichlormethan aufgenommen und
die wäßrige Phase
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält auf
diese Weise 11 g N-[(1RS)-1-Hydroxymethyl-2-(pyrazin-2-yl)-ethyl]-acetamid
in Form einer braunen Paste.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6 mit Zusatz von einigen Tropfen CD3COOD
d4, δ in
ppm]: 1,71 (s : 3H); 2,81 (dd, J = 14,5 und 9 Hz : 1H); 3,03 (dd,
J = 14,5 und 5 Hz : 1H); 3,35 (dd, J = 11 und 6 Hz : 1H); 3,42 (dd,
J = 11 und 5 Hz : 1H); 4,11 (mt : 1H); 7,75 (d restlich, J = 8,5
Hz : 0,5H); 8,45 (d, J = 2,5 Hz : 1H); 8,50 (s breit : 1H); 8,53
(mt : 1H).
-
(2RS)-2-Acetylamino-3-(pyrazin-2-yl)-propansäure-ethylester
-
Zu
einer Lösung
von 14 g 2-Acetylamino-2-(pyrazin-2-yl-methyl)-malonsäure-diethylester in 240 cm3 Ethanol gibt man tropfenweise 12 cm3 6 N Natriumhydroxid und rührt bei
einer Temperatur von etwa 20 °C. Nach
Ablauf von 1 Stunde wird das Reaktionsmedium mit 6 cm3 12
N Chlorwasserstoffsäure
neutralisiert. Nach 2 Stunden Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium filtriert, und danach werden die Filtrate
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in 200 cm3 Dioxan aufgenommen, 2 Stunden
lang unter Rückfluß gebracht
und wie vorstehend konzentriert. Man erhält auf diese Weise 8,5 g (2RS)-2-Acetylamino-3-(pyrazin-2-yl)-propansäure-ethylester
in Form eines cremefarbenen Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,13 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,80 (s : 3H); 3,12 (dd, J = 14 und
8,5 Hz : 1H); 3,22 (dd, J = 14 und 6 Hz : 1H); 4, 07 (q, J = 7 Hz
: 2H); 4,71 (mt : 1H); 8,36 (d, J = 8 Hz : 1H); 8,52 (d, J = 2,5
Hz : 1H); 8,55 bis 8,65 (mt : 2H).
-
Der
2-Acetylamino-2-(pyrazin-2-yl-methyl)-malonsäure-diethylester kann gemäß C. Petermann
und J.L. Fauchere; Helv. Chim. Acta (1983), 66(5), 1513–1518 hergestellt
werden.
-
Beispiele 24 und 25
-
4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin,
Enantiomer A und 4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin,
Enantiomer B
-
Eine
racemische Mischung von 0,75 g (4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin wird über eine
Kolonne CHIRALCEL OD10μ in
einer Mischung von Heptan-Isopropanol-2-Triethylamin (80/20/0,1
Vol.) getrennt. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert, um 0,215 g 4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin, Enantiomer
A und 0,21 g 4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin, Enantiomer
B zu erhalten.
-
4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin,
Enantiomer A
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
2,93 (dd, J = 11 und 7 Hz : 1H); 3,25 (dd, J = 11 und 7 Hz : 1H);
4,03 (d, J = 6 Hz : 2H); 4,38 (mt : 1H); 6,49 (mf : 2H); 6,88 (s
breit : 1H); 7,20 (s breit : 1H); 7,64 (s breit : 1H).
-
4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin,
Enantiomer B
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CDa)2SO d6, δ in ppm] : 2,96 (dd, J = 11
und 7,5 Hz : 1H); 3,20 bis 3,40 (mt : 1H); 4,05 (d, J = 6 Hz : 2H);
4,41 (mt : 1H); 6,88 (s breit : 1H); 7,20 (s breit : 1H); 7,64 (s
breit : 1H).
-
(4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
-
Zu
einer Lösung
von 1,39 g N-[(4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von tert.-Butyl
in 5 cm3 Dioxan gibt man 5 cm3 einer
4 N Lösung
von Chlorwasserstoffsäure
in Dioxan und setzt anschließend
Methanol hinzu, um das Reaktionsmedium aufzulösen. Nach 48 Stunden Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert und dann mit Isopropyloxid, Ethylacetat und schließlich mit
Methanol gewaschen. Die erhaltene Suspension wird filtriert, das
Filtrat wie vorstehend eingedampft und anschließend über eine Kolonne mit Kieselgel
chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol/Ammoniak
(28 %) (50/5/1 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter den vorstehenden
Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese Weise 0,33 g (4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
in Form eines viskosen, gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm] : 2, 93 (mt : 1H); 3,26 (mt : 1H); 4,03 (d, J = 6 Hz : 2H); 4,39
(mt : 1H); 6,49 (mf : 2H); 6,87 (mt : 1H); 7,20 (mt : 1H); 7,63
(s breit : 1H).
-
N-[(4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 0,085 g Natriumhydrid in 20 cm3 Dimethylformamid
gibt man 0,21 g Imidazol, zuvor gelöst in 10 cm3 Dimethylformamid.
Nach dem Verschwinden des Natriumhydrids setzt man eine Lösung von
1 g N-[(4RS)-4-(p-Toluolsulfonyloxy-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in 10 cm3 Dimethylformamid
hinzu und rührt
3 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 70 °C. Dann wird das Reaktionsmedium
mit Ethylacetat verdünnt,
mit Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und anschließend unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird über
eine Kolonne mit Aluminiumoxid chromatographiert, indem man mit
Ethylacetat und mit einer Mischung von Ethylacetat/Methanol (80/20
Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden
vereinigt und anschließend
unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese Weise
0,25 g N-[(4RS)-4-(Imidazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von tert.-Butyl
in Form einer klebrigen, gelben Masse.
Massenspektrum: DCI
m/z = 283 MH+ m/z = 183 (M-C5H7O2)+
-
N-[(4RS)-4-(p-Toluolsulfonyloxy-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von
tert.-Butyl
-
Eine
Lösung
von 0,8 g N-[(4R5)-4-(Hydroxymethyl)-4,5-dihydrothiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl, 0,76 g para-Toluolsulfonylchlorid und 0,56 cm3 Triethylamin in 25 cm3 Dichlormethan
wird 16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt.
-
Dann
wird die erhaltene Lösung
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Verdampfungsrückstand
wird durch Chromatographie unter atmosphärischem über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 60–200 μ; Durchmesser
2 cm; Höhe
25 cm) gereinigt, indem man mit einer Mischung von Cyclohexan/Ethylacetat
(70/30 Vol.) eluiert und Fraktionen von 30 cm3 sammelt.
Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt
und anschließend
unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 0,8 g N-[(4RS)-4-(p-Toluolsulfonyloxy-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von
tert.-Butyl in Form eines weißen
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H (300 MHz,
CDCl3, δ in
ppm): 1,48 (s : 9H); 2,46 (s : 3H); 3,10 (dd, J = 11,5 und 5,5 Hz
: 1H); 3,33 (dd, J = 11,5 und 8,5 Hz : 1H); 3,97 (dd, J = 9,5 und
8 Hz : 1H); 4,06 (dd, J = 9,5 und 4,5 Hz : 1H); 4,43 (mt : 1H);
7,36 (d, J = 8 Hz : 2H); 7,80 (d, J = 8 Hz : 2H); 8,50 bis 9,40
(s sehr breit: 1H).
-
N-[(4RS)-4-(Hydroxymethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 2 g 2-[(tert.-Butoxycarbonyl)-imino]-(4RS)-4-[(tert.-butoxycarbonyl)-oxy]-methyl-1,3-thiazolidin-3-carbonsäure-tert.-butylester
in 20 cm3 Methanol gibt man 10 cm3 wäßriges N
Natriumhydroxid und rührt
dann 4 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Anschließend wird
die Reaktionsmischung unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 50 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand
wird in 30 cm3 Wasser aufgenommen, filtriert
und mit Ethylacetat sowie mit Wasser gewaschen. Man erhält auf diese
Weise 0,37 g N-[(4RS)-4-(Hydroxymethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von tert.-Butyl
in Form eines weißen
Feststoffes.
Massenspektrum: DCI m/z = 233 MH+ m/z
= 177 (M-C4H7)+
-
2-[(tert.-Butoxycarbonyl)-imino]-(4RS)-4-[(tert.-butoxycarbonyl)-oxy]-methyl-1,3-thiazolidin-3-carbonsäure-tert.-butylester
-
Zu
einer Lösung
von 1,98 g (4RS)-4-Hydroxymethyl-4,5-dihydrothiazol-2-yl-amin in
20 cm3 Dichlormethan gibt man 10,91 g Di-tert.-Butyldicarbonat
und 2,81 cm3 Triethylamin und rührt bei
einer Temperatur von etwa 20 °C.
Nach Ablauf von 4 Stunden setzt man von neuem 3 cm3 Triethylamin
hinzu und rührt
dann 16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Danach
gibt man 50 cm3 Wasser zu der Reaktionsmischung und
dekantiert. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 7 g 2-[(tert.-Butoxycarbonyl)-imino]-(4RS)-4-[(tert.-butoxycarbonyl)-oxy]-methyl-1,3-thiazolidin-3-carbonsäure-tert.-butylester
in Form eines weißen
Feststoffes.
Massenspektrum: DCI m/z = 433 MH+ m/z
= 333 (M-C5H7O2)+
-
(4RS)-4-Hydroxymethyl-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
-
Eine
Lösung
von 90 g 1-tert.-Butyl-3-(2-hydroxy-1-hydroxymethyl-ethyl)-thioharnstoff
in 500 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
bei einer Temperatur von etwa 100 °C gerührt. Nach 3 Stunden wird die
Reaktionsmischung auf eine Temperatur von etwa 20 °C abgekühlt und
dann unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa
50 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird in 100 cm3 Wasser aufgenommen, mit
100 cm3 5 N Natriumhydroxid alkalisiert
und danach wie vorstehend konzentriert. Das erhaltene Öl wird in
300 cm3 Ethanol 20 Stunden lang bei einer
Temperatur von etwa 20 °C
gerührt,
filtriert, fünfmal
mit 50 cm3 Ethanol und dreimal mit 100 cm3 Methanol gewaschen. Die verschiedenen Filtrate
werden vereinigt, unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
eingedampft und anschließend
in 400 cm3 Ethanol kristallisiert. Man erhält auf diese
Weise 31 g (4RS)-4-Hydroxymethyl-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin in Form
eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 122 °C.
Inrarot-Spektrum
(KBr): 3311; 3164; 1648; 1601; 1349; 1051 und 982 cm–1.
-
1-tert.-Butyl-3-(2-hydroxy-1-hydroxymethyl-ethyl)-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 14,6 g 2-Amino-1,3-propan-diol in 245 cm3 Ethanol
gibt man 30,4 cm3 tert.-Butylisothiocyanat
und rührt
dann 94 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Anschließend wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert, der Rückstand
in einer Mischung von 160 cm3 Petrolether
und 26 cm3 Ethanol verrieben, filtriert,
und danach im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 60 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 30 g 1-tert.-Butyl-3-(2-hydroxy-1-hydroxymethyl-ethyl)-thioharnstoff
in Form eines weißen
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [250 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,42 (s : 9H); 3,38 (mt : 2H); 3,54 (mt : 2H); 4,17 (mf : 1H); 4,70
(t, J = 5 Hz : 2H); 7,08 (d, J = 8 Hz : 1H); 7,3 (s : 1H).
-
Beispiel 26
-
(+)-(4R)-4-(Thiazol-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 1,75 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in 20 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
20 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 60 °C
konzentriert, in 5 cm3 Ethanol aufgenommen
und anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Der
erhaltene Rückstand
wird in 5 cm3 Ethanol aufgenommen, filtriert
und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 0,54 g (+)-(4R)-4-(Thiazol-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines cremefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 195 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,67 (mt : 2H); 3,41 (dd, J = 11,5 und 5,5 Hz : 1H); 3,68 (dd,
J = 11,5 und 8 Hz : 1H); 4,63 (mt : 1H); 7,59 (d, J = 2 Hz : 1H);
9,14 (d, J = 2 Hz : 1H); 9,18 (mf : 1H); 9,66 (mf : 1H); 10,04 (s
breit : 1H).
(α20 D = +24,2 ± 0,8 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Eine
Lösung
von 2,5 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-carbamat von
tert.-Butyl in 20 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure und
20 cm3 Dioxan wird 18 Stunden lang bei einer
Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Dann
wird die Reaktionsmischung unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
1,9 g eines weißen
Feststoffes. Den erhaltenen Feststoff nimmt man in 6 cm3 absolutem
Ethanol auf, wozu man 2 cm3 Triethylamin
und danach 2,1 cm3 tert.-Butylisothiocyanat
gibt. Die Mischung wird 20 Stunden lang bei einer Temperatur von
etwa 50 °C
gerührt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Der erhaltene Rückstand wird
in Wasser aufgenommen und die wäßrige Phase
mit Dichlormethan extrahiert. Anschließend wird die organische Phase über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert.
Der Rückstand
wird im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,75 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff in
Form eines gelben Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6, δ in
ppm]: 1,41 (s : 9H); 2,96 (dd, J = 15 und 7 Hz : 1H); 3,05 (dd, J
= 15 und 7 Hz : 1H); 3,41 (mt : 2H); 4,62 (mf : 1H); 4,85 (t, J
= 5 Hz : 1H); 7,21 (d, J = 8,5 Hz : 1H); 7,23 (s breit : 1H); 7,37
(d, J = 2 Hz : 1H); 9,04 (d, J = 2 Hz : 1H).
-
N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 3 g BOC-D-(4-Thiazolyl)-alanin in 50 cm3 Tetrahydrofuran
gibt man unter Rühren 1,59
cm3 Triethylamin. Dann wird das Reaktionsmedium
auf eine Temperatur von etwa –18 °C gekühlt, und anschließend gibt
man unter Rühren
und unter inerter Atmosphäre
1,16 cm3 Chlorameisensäure-isobutylester hinzu. Nach
40 Minuten Rühren
bei einer Temperatur von etwa –15 °C wird das
Reaktionsmedium schnell in der Kälte
filtriert, und dann gibt man zu den Filtraten bei einer Temperatur
von etwa –15 °C und unter
Rühren eine
Lösung
von 0,85 g Natriumborhydrid, zuvor gelöst in 6 cm3 Wasser.
Nach 18 Stunden Rühren
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
wird das Reaktionsmedium mit 100 cm3 Wasser
verdünnt
und mit Ethylacetat extrahiert. Dann wird die organische Phase mit
Wasser gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert. Man erhält auf diese Weise
2,5 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(thiazol-4-yl)-ethyl]-carbamat von
tert.-Butyl in Form eines farblosen Öles.
Infrarot-Spektrum
(CCl4): 3442; 3368; 2980; 2932; 2874; 1710;
1501; 1392; 1367; 1243; 1171; 1048 und 875 cm–1.
-
Beispiel 27
-
(+)-(4R)-4-(3-Aminopropyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 9,6 g N-[(4R)-4-(3-tert.-Butyl-thioureido)-5-hydroxy-pentyl]-carbamat von Benzyl
in 50 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt.
Dann wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert, nacheinander in 30 cm3 Ethanol
und 20 cm3 Isopropanol aufgenommen und zwischen
jedem Waschen unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert.
Der erhaltene Feststoff wird in Ethanol und Diethylether aufgenommen,
filtriert und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 2,8 g (+)-(4R)-4-(3-Aminopropyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 166 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,55 bis 1,85 (mt : 4H); 2,81 (mt : 2H); 3,25 (dd, J = 11 und
6 Hz : 1H); 3,69 (dd, J = 11 und 8 Hz : 1H); 4,27 (mt : 1H); 8,16
(mf : 3H); 9,50 (mf breit : 2H); 9,50 bis 10,60 (mf sehr breit :
1H).
(α20 D = +7,5 ± 0,4 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-[(4R)-4-(3-tert.-Butyl-thioureido)-5-hydroxy-pentyl]-carbamat
von Benzyl
-
Zu
einer Lösung
von 16 g (2R)-5-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-(3-tert.-butyl-thioureido)-pentansäure-ethylester
in 200 cm3 Ethanol und 100 cm3 Tetrahydrofuran
gibt man unter Rühren
2,24 g Lithiumchlorid. Nach 15 Minuten Rühren bei einer Temperatur von
etwa 0 °C
gibt man 2,24 g Natriumborhydrid hinzu. Nach 20 Stunden Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
gibt man von neuem 0,5 g Natriumborhydrid hinzu. Dann wird das Reaktionsmedium
filtriert und die Filtrate werden unter reduziertem Druck (1 kPa)
bei einer Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Der Rückstand
wird unter atmosphärischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 60–200 μ; Durchmesser 5,6 cm; Höhe 40 cm)
chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Ethylacetat
(8/2 vol.) und einer Mischung von Dichlormethan/ Ethylacetat (6/4
Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschlieflend unter den gleichen Bedingungen
wie vorstehend konzentriert. Man erhält auf diese Weise 9,6 g N-[(4R)-4-(3-tert.-Butyl-thioureido)-5-hydroxypentyl]-carbamat
von Benzyl in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,30 bis 1,60 (mt : 4H); 1,42 (s : 9H); 3,00 (mt : 2H); 3,25 bis
3,40 (mt : 1H); 3,45 (mt : 1H); 4,21 (mf : 1H); 4,76 (mf : 1H);
5,02 (s : 2H); 7,09 (d, J = 8,5 Hz : 1H); 7,17 (s breit : 1H); 7,27
(t, J = 5,5 Hz : 1H); 7,30 bis 7,45 (mt : 5H).
-
(2R)-5-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-(3-tert.-butyl-thioureido)-pentansäure-ethylester
-
Zu
einer Lösung
von 13 g (2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl]-amino-pentansäure-ethylester-Hydrochlorid
in 200 cm3 Ethanol gibt man 7,5 cm3 tert.-Butylisothiocyanat und rührt dann
bei einer Temperatur von etwa 20 °C.
Nach Ablauf von 48 Stunden wird das Reaktionsmedium unter reduziertem
Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 16 g (2R)-5-{[(Benzyloxy)-carbonyl]-amino}-2-(3-tert.-butyl-thio-ureido)-pentansäure-ethylester
in Form eines farblosen Öles.
Massenspektrum:
EI m/z = 409 MH+ m/z = 232 (C13H14NO3)+
m/z
= 142 (232-PhCH)+ m/z = 91 (C7H7)+
-
(2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl-amino-pentansäure-ethyl-ester-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 12,5 g (2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl]-amino-pentansäure-Hydrochlorid in 200 cm3 Ethanol wird auf eine Temperatur von etwa –20 °C abgekühlt. Dann
gießt
man tropfenweise 6,5 cm3 Thionylchlorid
hinzu und rührt
anschließend
18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Danach wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 13 g (2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl-amino-pentansäure-ethyl-ester-Hydrochlorid.
Massenspektrum:
DCI m/z = 295 MH+
-
(2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl]-amino-pentansäure-Hydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 15,5 g D-Ornithin-Hydrochlorid in 1 dm3 Wasser
gibt man 30 g basisches Kupfer(II)-carbonat. Dann wird die Mischung
2 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt, in der Wärme filtriert
und mit Wasser gewaschen. Die Filtrate werden auf eine Temperatur
von etwa 20 °C
abgekühlt, und
dann setzt man unter Rühren
14,5 g Magnesiumoxid hinzu. Das Reak tionsmedium wird dann auf eine Temperatur
von etwa 0 °C
abgekühlt
und danach setzt man in 4 Portionen 15,5 cm3 Chlorameisensäurebenzylester
hinzu. Nach 18 Stunden bei einer Temperatur von etwa 20 °C wird die
Mischung filtriert. Der Feststoff wird nacheinander dreimal mit
30 cm3 Wasser und dreimal mit 30 cm3 Diethylether gewaschen und in 500 cm3 N Chlorwasserstoffsäure suspendiert, und dann leitet
man 2 Stunden lang einen leichten Strom von Schwefelwasserstoff
ein. Anschließend
wird die Suspension filtriert und der Feststoff mit 0,5 N Chlorwasserstoffsäure gewaschen.
Dann werden die Filtrate mit verdünntem Ammoniak auf pH 4–5 gebracht,
und es bildet sich ein weißer
Niederschlag. Nach Filtration und Trocknung im Exsikkator erhält man 12,5
g (2R)-2-Amino-5-[(benzyloxy)-carbonyl]-amino-pentansäure-Hydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,40 bis 1,80 (mt : 4H); 2,99 (mt : 2H); 3,11 (mt : 1H); 5,02 (s
breit: 2H); 7,25 bis 7,45 (mt : 6H).
-
Beispiel 28
-
(+)-(4R)-4-(4-Hydroxy-benzyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 0,2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-thioharnstoff
in 2,6 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt. Dann
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 55 °C
konzentriert und dann nacheinander in 10 cm3 Isopropylether,
10 cm3 Diethylether, 10 cm3 Pentan,
10 cm3 Petrolether und 10 cm3 Isopropylether
aufgenommen und zwischen jedem Waschen unter den gleichen Bedingungen
wie vorstehend konzentriert. Der erhaltene Feststoff wird im Exsikkator
unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur von etwa
40 °C getrocknet.
Man erhält
auf diese Weise 0,098 g (+)-(4R)-4-(4-Hydroxy-benzyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines orangenen Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6, δ in
ppm]: 2,78 (dd, J = 13,5 und 7,5 Hz : 1H); 2,88 (dd, J = 13,5 und
5,5 Hz : 1H); 3,26 (dd, J = 11,5 und 6 Hz : 1H); 3,55 (dd, J = 11,5
und 7,5 Hz : 1H); 4,45 (mt : 1H); 6,74 (d, J = 8,5 Hz : 2H); 7,07
(d, J = 8,5 Hz : 2H); 9,09 (mf : 1H); 9,41 (s : 1H); 9,56 (mf :
1H); 9,97 (s breit : 1H).
(α20 D = +9,5 ± 0,5 in
Methanol zu 0,5 %)
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 0,2 g 4-[(2R)-2-Amino-3-hydroxy-propyl]-phenol in 10 cm3 absolutem
Ethanol gibt man 0,15 cm3 Triethylamin und
danach 0,18 cm3 tert.-Butylisothiocyanat.
Dann wird die Mischung 18 Stunden lang bei einer Temperatur von
etwa 20 °C
gerührt
und 4 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert und anschließend
unter einem Druck von Argon von 60 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
2,5 cm; Höhe
29 cm) chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(98/2 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Man erhält auf diese
weise 0,2 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-thioharnstoff in
Form eines viskosen, farblosen Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,42 (s : 9H); 2,63 (dd, J = 13,5 und 8 Hz : 1H); 2,72 (dd,
J = 13,5 und 5,5 Hz : 1H); 3,25 bis 3,40 (mt : 2H); 4,29 (mf : 1H);
4,83 (t, J = 4, 5 Hz : 1H); 6, 67 (d, J = 8 Hz : 2H); 7, 05 (d,
J = 8 Hz : 2H); 7,15 (d, J = 8 Hz : 1H); 7,26 (s breit : 1H); 9,16
(s : 1H).
-
4-[(2R)-2-Amino-3-hydroxy-propyl]-phenol
-
Zu
einer Lösung
von 20,5 cm3 4 N Chlorwasserstoffsäure in Dioxan
gibt man unter Rühren
und unter inerter Atmosphäre
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
eine Lösung
von 2,2 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-carbamat
von tert.-Butyl in 24 cm3 Dichlormethan
und 4 cm3 Dioxan. Dann wird die Mischung
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C erhitzt, anschließend abgekühlt und unter
reduziertem Druck (1 kPa) bei ei ner Temperatur von etwa 60 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand wird
in 50 cm3 Dichlormethan aufgenommen, filtriert,
in 20 cm3 Diethylether verrieben, wieder
filtriert, zweimal mit 5 cm3 Diethylether
gewaschen und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei
einer Temperatur von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,4 g 4-[(2R)-2-Amino-3-hydroxy-propyl]-phenol in Form eines
beigefarbenen Feststoffes, Schmelzpunkt = 156 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 2,69 (dd, J = 13 und 9 Hz : 1H); 2,79 (dd, J = 13 und 5,5 Hz
: 1H); 3,23 (mt : 1H); 3,30 bis 3,45 (mt : 1H); 3,51 (ddd, J = 11,5–5 und 4,5
Hz : 1H); 5,32 (t, J = 5 Hz : 1H); 6,73 (d, J = 8,5 Hz : 2H); 7,06
(d, J = 8, 5 Hz : 2H); 7, 95 (mf : 3H); 9, 37 (s : 1H).
-
N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 4,38 g BOC-D-Tyrosin-methylester in 25 cm3 Tetrahydrofuran
gibt man unter Rühren
und unter inerter Atmosphäre
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
29,6 cm3 einer 1 M Lösung von Lithiumaluminiumhydrid
in Tetrahydrofuran. Nach Zusatz von 60 cm3 Tetrahydrofuran
wird die Reaktionsmischung 3 Stunden lang auf eine Temperatur von
etwa 70 °C
erhitzt. Dann wird die Reaktionsmischung abgekühlt und unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 60 °C konzentriert. Der Verdampfungsrückstand
wird im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet und anschließend
unter einem Druck von Argon von 60 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
7 cm; Höhe
24 cm) chromatographiert, indem man mit 10 dm3 einer
Mischung von Dichlormethan/Methanol (98/2 Vol.), mit 2 dm3 einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(95/5 Vol.) und mit 2 dm3 einer Mischung
von Dichlormethan/ Methanol (90/10 Vol.) eluiert. Die das erwartete
Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und anschlieflend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Man
erhält
auf diese Weise 2,2 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(4-hydroxy-phenyl)-ethyl]-carbamat von tert.-Butyl
in Form eines weißen
Schaumes.
NMR-Spektrum 1H [400 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
1,35 (s : 9H); 2,46 (dd, J = 14 und 8 Hz : 1H); 2,68 (dd, J = 14
und 6 Hz : 1H); 3,15 bis 3,40 (mt : 2H); 3,50 (mt : 1H); 4,61 (mt
: 1H); 6,48 (d, J = 8, 5 Hz : 1H); 6, 65 (d, J = 8 Hz : 2H); 6,
97 (d, J = 8 Hz : 2H); 9,11 (s breit : 1H).
-
Beispiel 29
-
(+)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
-
Eine
racemische Mischung von 1,75 g (4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
wird über
eine Kolonne CHIRALCEL OD10μ in
einer Mischung von Heptan-Isopropanol-2-Triethylamin (80/20/0,1
Vol.) getrennt. Man erhält
auf diese Weise 0,43 g (+)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,12 (dd, J = 11 und 6,5 Hz : 1H); 3,20 (d, J = 6,5 Hz : 2H);
3,44 (dd, J = 11 und 7,5 Hz : 1H); 4,32 (mt : 1H); 6,49 (mf : 2H);
7,30 (dd, J = 5 und 1,5 Hz : 2H); 8,37 (dd, J = 5 und 1,5 Hz : 2H).
(α20 D = +13,3 ± 0,6 in Methanol zu 0,5 %)
-
(4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 0,356 g N-[(4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in 5 cm3 Methanol und 20
cm3 Dioxan gibt man 5 cm3 4
N Chlorwasserstoffsäure
in Dioxan und rührt
18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Dann wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert, in Diisopropylether aufgenommen und anschließend filtriert,
um 0,287 g (4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines cremefarbenen Feststoffes zu erhalten.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,45 (dd, J = 11 und 4,5 Hz : 1H); 3,61 (dd, J = 14 und 7
Hz : 1H); 3,69 (dd, J = 14 und 5,5 Hz : 1H); 3,80 (dd, J = 12 und
8 Hz : 1H); 4,59 (mt : 1H); 8,00 (d breit, J = 6,5 Hz : 2H); 8,66
(d breit, J = 6,5 Hz : 2H); 9,60 (mf : 1H); 9,81 (mf : 1H); 10,00
bis 10,50 (mf breit : 1H).
-
N-[(4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von
tert.-Butyl
-
Man
erhitzt eine Suspension von 1,5 g N-[(4RS)-4-(p-Toluolsulfonyloxy-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in 50 cm3 Acetonitril bis
zur Auflösung
und gibt dann unter Rühren
0,604 g 4-Mercapto-pyridin hinzu. Nach dem Abkühlen auf eine Temperatur von
etwa 20 °C
setzt man 1,07 g Kaliumcarbonat hinzu. Nach 48 Stunden Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
wird die Reaktionsmischung filtriert. Das Filtrat wird unter reduziertem
Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird in Ethylacetat und Wasser aufgenommen und dekantiert. Die organische
Phase wird mit einer Lösung
von Natriumchlorid gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet und über
eine Kolonne mit Aluminiumoxid chromatographiert, indem man nacheinander
mit Mischungen von Ethylacetat/Cyclohexan (50/50 Vol.) eluiert.
Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden durch Chromatographie über eine
Kolonne mit Kieselgel gereinigt, indem man mit Ethylacetat eluiert.
Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt
und anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Man
erhält
auf diese Weise 0,356 g N-[(4RS)-4-(Pyridin-4-yl-sulfanylmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,42 (s : 9H); 3,09 (dd, J = 11,5 und 6 Hz : 1H); 3,29 (mt :
2H); 3,40 (dd, J = 11,5 und 8 Hz : 1H); 4,25 (mt : 1H); 7,35 (dd,
J = 5 und 1,5 Hz : 2H); 8,40 (dd, J = 5 und 1,5 Hz : 2H); 9,70 bis
10,00 (mf breit : 1H).
-
Beispiel 30
-
(4R)-4-(1-Oxy-pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 0,6 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in 6 cm3 6 N Chlorwas serstoffsäure wird
18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 110 °C erhitzt. Dann
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 55 °C
konzentriert, zweimal in 20 cm3 Ethanol
aufgenommen, unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert,
in 10 cm3 Ethanol aufgenommen, filtriert
und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 0,296 g (4R)-4-(1-Oxy-pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydrothiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form von cremefarbenen Kristallen.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 3,04 (AB begrenzt : 2H); 3,44 (dd, J = 12 und 5,5 Hz : 1H);
3,68 (dd, J = 12 und 8 Hz : 1H); 4,63 (mt : 1H); 7,75 (d, J = 7
Hz : 2H); 8,65 (d, J = 7 Hz : 2H); 9,30 (mf : 1H); 9,79 (mf : 1H);
10,30 (s breit : 1H).
-
N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 1,5 g (2R)-2-Amino-3-(1-oxy-pyridin-4-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid in 30 cm3 absolutem Ethanol gibt man 2,6 cm3 Triethylamin und danach 1,53 cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Nach der weiteren
Zugabe von 20 cm3 Methanol wird die Mischung
18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt und
anschließend
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Zu
dem in 10 cm3 Methanol aufgenommenen Verdampfungsrückstand
gibt man 1 cm3 Triethylamin und danach 1,5
cm3 tert.-Butylisothiocyanat. Dann wird
die Mischung 48 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Anschließend wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (5 kPa) bei einer Temperatur von
etwa 40 °C
konzentriert, in 25 cm3 Ethylacetat aufgenommen,
filtriert und mit 10 cm3 Ethylacetat sowie
mit 20 cm3 Isopropyloxid gewaschen. Das
Triethylamin-Hydrochlorid wird durch eine Passage über eine
Kolonne mit Aluminiumoxid entfernt. Man erhält auf diese Weise 0,6 g N-(tert.-Butyl)-N'-[(1R)-1-hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-thioharnstoff
in Form von weißen
Kristallen.
[Rf = 0,36 in einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(90/10 Vol.) auf Kieselerdeplatte Merck 60F254 R (Typ E)].
-
(2R)-2-Amino-3-(1-oxy-pyridin-4-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 2 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-carbamat von tert.-Butyl
in 20 cm3 Dioxan gibt man unter Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
20 cm3 4 N Chlorwasserstoffsäure in Dioxan.
Dann wird die Mischung 18 Stunden bei einer Temperatur von etwa
20 °C gerührt, dann
in 40 cm3 Dioxan aufgenommen, 30 Minuten
lang gerührt
und filtriert. Der Niederschlag wird mit 10 cm3 Dioxan
und mit 25 cm3 Isopropylether gewaschen
und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,54 g (2R)-2-Amino-3-(1-oxy-pyridin-4-yl)-propan-1-ol-Hydrochlorid in Form
eines blaßgelben
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
3,08 (d, J = 6 Hz : 2H); 3,40 bis 3,55 (mt : 2H); 3,55 bis 3,70
(mt : 1H); 7,78 (d, J = 6,5 Hz : 2H); 8,23 (s breit : 3H); 8,71
(d, J = 6,5 Hz : 2H).
-
N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 1,01 g meta-Chlorperbenzoesäure
(77 %) in 10 cm3 Dichlormethan gibt man
1 g (1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxyethylcarbamat von tert.-Butyl
in 5 cm3 Dichlormethan und erhitzt dann auf
eine Temperatur von etwa 60 °C.
Nach Ablauf von 45 Minuten gibt man von neuem 0,65 g meta-Chlorperbenzoesäure hinzu,
erhitzt 1 Stunde lang auf eine Temperatur von etwa 60 °C und erneuert
dann die vorstehende Operation. Nach 2 Stunden Erhitzen auf eine
Temperatur von etwa 60 °C
kühlt man
ab und nimmt das Reaktionsmedium in 50 cm3 Dichlormethan
und 50 cm3 N Natriumhydroxid auf. Die wäßrige Phase
wird unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa
40 °C konzentriert,
in 50 cm3 Dichlormethan aufgenommen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 0,15 g N-[(1R)-1-Hydroxymethyl-2-(1-oxy-pyridin-4-yl)-ethyl]-carbamat von tert.-Butyl.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,32 (s : 9H); 2,45 bis 2,60 (mt : 1H); 2,86 (d sehr breit, J
= 13,5 Hz : 1H); 3,20 bis 3,45 (mt : 2H); 3,63 (mt : 1H); 4,80 (mt
: 1H); 6,67 (d breit, J = 9 Hz : 1H); 7,23 (d breit, J = 5,5 Hz
: 2H); 8,14 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H).
-
Beispiel 31
-
(+)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Eine
racemische Mischung von 0,35 g (4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
wird über
eine Kolonne CHIRALPAK AS20μ in
einer Mischung von Heptan/Ethanol/Triethylamin (80/20/0,1 Vol.)
getrennt. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden
vereinigt und anschließend
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 0,08 g (+)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form eines gelben Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H
[300 MHz, (CD3)2SO
d6, δ in
ppm]: 3,46 (dd, J = 11,5 und 4,5 Hz : 1H); 3,76 (dd, J = 11,5 und
8,5 Hz : 1H); 4,51 (d, J = 5 Hz : 2H); 4,69 (mt : 1H); 8,13 (s breit
: 1H); 8,68 (s breit : 1H); 9,30 (mf : 1H); 9,73 (mf : 1H); 10,10
(s breit : 1H).
(α20 D = +13,2 ± 0,7 in
Methanol zu 0,5 %)
-
(4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
-
Eine
Lösung
von 0,3 g N-[(4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in 10 cm3 4 N Chlorwasserstoffsäure in Lösung von
Dioxan wird 34 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C gerührt. Dann
wird das Reaktionsmedium filtriert, danach dreimal mit 5 cm3 Diethylether gewaschen und im Exsikkator
getrocknet. Man erhält
auf diese weise 0,14 g (4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Dihydrochlorid
in Form eines weißen
Schaumes.
Massenspektrum: EI m/z = 184 MH+ m/z
= 183 M+ m/z = 114 C4H6N2 + m/z
= 101 C3H5N2S+ Basispic m/z
= 36 HCl DCI m/z = 184 MH+
-
N-[(4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 0,35 g Natriumhydrid in 7 cm3 Dimethylsulfoxid
gibt man bei einer Temperatur von etwa 20 °C und unter inerter Atmosphäre 0,6 g
1,2,4-Triazol. Dann wird die Mischung 45 Minuten lang bei einer Temperatur
von etwa 20 °C
gerührt,
und anschließend
setzt man 1 g N-[(4RS)-4-(Iodmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat von
tert.-Butyl hinzu. Nach 3 Stunden Rühren bei einer Temperatur von
etwa 60 °C
gibt man zu dem Reaktionsmedium 30 cm3 einer
gesättigten
Lösung
von Ammoniumchlorid und extrahiert viermal mit 10 cm3 Ethylacetat.
Die organischen Phasen werden mit 10 cm3 einer
gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und anschließend unter
reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird unter einem Druck von Argon von 70 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
4 cm; Höhe
18 cm) chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(5/1 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt und anschließend
unter den gleichen Bedingungen wie vorstehend konzentriert. Man
erhält
auf diese Weise 0,34 g N-[(4RS)-4-(1,2,4-Triazol-1-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines weißen Schaumes.
Massenspektrum:
EI m/z = 283 M+ m/z = 201 C8H13N2O2S+ m/z = 145 C4H5N2O2S+ m/z = 101 C3H5N2S+ m/z
= 82 C3H4N3 + m/z = 57 C4H9H+
-
N-[(4RS)-4-(Iodmethyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Suspension von 25,4 g Allylsulfanyl-[(tert.-butoxycarbonyl)-amino]-methyliden-carbamat
von tert.-Butyl in 650 cm3 Dichlormethan
gibt man bei einer Temperatur von etwa 20 °C 17 g Natriumbicarbonat und
danach eine Lösung
von 24,4 g Iod, zuvor gelöst
in 850 cm3 Dichlormethan. Nach 72 Stunden
bei einer Temperatur von etwa 20 °C
gibt man zu der Reaktionsmischung 500 cm3 Wasser
und 500 cm3 einer gesättigten Lösung von Natriumbicarbonat
und extrahiert danach zweimal mit 1 dm3 Ethylacetat.
Dann werden die organischen Phasen mit einer gesättigten Lösung von Natriumsulfit und
mit einer gesättigten
Lösung
von Natriumchlorid gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird in Ethylacetat kristallisiert. Man erhält auf diese Weise 20,5 g N-[(4RS)-4-(Iodmethyl)-4,5-dihydrothiazol-2-yl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines gelben Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 1,41 (s : 9H); 2,97 (dd, J = 11,5 und 7 Hz : 1H); 3,30 bis 3,50
(mt : 3H); 4,12 (mt : 1H); 9, 89 (mf : 1H).
-
Allylsulfanyl-[(tert.-butoxycarbonyl)-amino]-methyliden-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 5 g 2-Allyl-isothioharnstoff-Hydrochlorid in 50 cm3 Dichlormethan
gibt man eine katalytische Menge von 4-(Dimethyl-amino)-pyridin
und 4,7 cm3 Triethylamin und gießt anschließend tropfenweise
eine Lösung
von 7,1 g Di-tert.-Butyldicarbonat, zuvor gelöst in 30 cm3 Dichlormethan,
hinzu. Nach Ablauf von 48 Stunden wird das Reaktionsmedium unter
reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert.
Der erhaltene Rückstand
wird unter einem Druck von Argon von 70 kPa über eine Kolonne mit Kieselgel
(Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser
4 cm; Höhe
etwa 30 cm) chromatographiert, indem man mit einer Mischung von
Ethylacetat/Cyclohexan (90/10 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt
enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und anschließend unter
den vorstehenden Bedingungen konzentriert. Man erhält auf diese
Weise 0,2 g Allylsulfanyl-[(tert.-butoxycarbonyl)-amino]-methyliden-carbamat
von tert.-Butyl.
Massenspektrum: DCI m/z = 317 MH+ m/z
= 261 C10H17O4N2S+ m/z
= 217 C9H17O2N2S+ m/z
= 161 C5H9O2N2S+
-
2-Allyl-isothioharnstoff-Hydrochlorid
-
Zu
einer Suspension von 15 g Thioharnstoff in 120 cm3 Ethanol
gibt man bei einer Temperatur von etwa 20 °C 16 cm3 Allylchlorid.
Nach 15 Stunden bei einer Temperatur von etwa 80 °C wird das
Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 50 °C
konzentriert. Der erhaltene Feststoff wird dreimal in 100 cm3 Diethylether aufgenommen und dann filtriert.
Man erhält
auf diese Weise 29 g 2-Allyl-isothioharnstoff-Hydrochlorid in Form
eines weißen
Feststoffes.
Massenspektrum: DCI m/z = 117 MH+
-
Beispiel 32
-
(+)-(4R,5R)-5-Ethyl-4-(pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
-
Eine
Suspension von 4,2 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2S)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxy-butyl]-thioharnstoff
in 40 cm3 6 N Chlorwasserstoffsäure wird
20 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 100 °C erhitzt. Nach
dem Abkühlen
auf Umgebungstemperatur wird die Reaktionsmischung unter reduziertem
Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 50 °C konzentriert. Der erhaltene
Rückstand
wird unter atmosphärischem
Druck über
eine Kolonne mit Kieselgel (Granulometrie 40–63 μ; Durchmesser 3,6 cm; Höhe 24 cm)
chromatographiert, indem man mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(98/2 Vol.) und danach mit einer Mischung von Dichlormethan/Methanol
(97/3 Vol.) eluiert. Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen
werden vereinigt, anschließend
unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert, in 30 cm3 Dichlormethan aufgenommen und mit N Natriumhydroxid
alkalisiert. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert
und im Exsikkator unter reduziertem Druck (0,1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
getrocknet. Man erhält
auf diese Weise 1,4 g (+)-(4R,5R)-5-Ethyl-4-(pyridin-4-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin
in Form eines weißen
Feststoffes, Schmelzpunkt = 124 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 0,83 (t, J = 7,5 Hz : 3H); 1,43 (mt : 1H); 1,61 (mt : 1H); 2,70
(AB begrenzt : 2H); 3,40 (mt : 1H); 4,08 (mt : 1H); 6,28 (mf : 2H);
7,29 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H).
(α20 D = +166,9 ± 2,4 in Methanol zu 0,5 %)
-
N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2S)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxybutyl]-thioharnstoff
-
Zu
einer Lösung
von 3,6 g (2R,3S)-2-Amino-1-(pyridin-4-yl)-pentan-3-ol-Dihydrochlorid
in 60 cm3 Ethanol gibt man 4,3 cm3 Tri ethylamin und dann 2,6 cm3 tert.-Butylisothiocyanat.
Anschließend
wird die Mischung 18 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 50 °C erhitzt.
Nach dem Abkühlen
wird das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer
Temperatur von etwa 40 °C
konzentriert und in 50 cm3 Wasser und 100
cm3 Dichlormethan aufgenommen. Die organische
Phase wird mit 30 cm3 Wasser gewaschen, über Natriumsulfat
getrocknet, filtriert und unter den vorstehenden Bedingungen konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 4,3 g N-tert.-Butyl-N'-[(1R,2S)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-2-hydroxybutyl]-thioharnstoff
in Form eines dicken, farblosen Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 0,80 (t, J = 7,5 Hz : 3H); 1,25 bis 1,55 (mt : 2H); 1,37 (s :
9H); 2,72 (dd, J = 14 und 9 Hz : 1H); 2,93 (dd, J = 14 und 4,5 Hz
: 1H); 3,37 (mt : 1H); 4,60 (mt : 1H); 4,88 (mf : 1H); 7,11 (s :
1H); 7,16 (d, J = 8,5 Hz : 1H); 7,26 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H);
8,43 (d breit, J = 5, 5 Hz : 2H).
-
(2R,3S)-2-Amino-1-(pyridin-4-yl)-pentan-3-ol-Dihydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 4 g N-[(1R,2S)-2-Hydroxy-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat von tert.-Butyl in
50 cm3 Dioxan gibt man unter Rühren bei
einer Temperatur von etwa 20 °C
eine Lösung
von 50 cm3 4 N Chlorwasserstoffsäure in Dioxan.
Dann wird die Mischung 18 Stunden lang bei einer Temperatur von
etwa 20 °C
gerührt
und anschließend
unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 60 °C konzentriert.
Man erhält
auf diese Weise 3,6 g (2R,3S)-2-Amino-1-(pyridin-4-yl)-pentan-3-ol-Dihydrochlorid
in Form eines weißen
Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz,
(CD3)2SO d6, δ in ppm]:
0,92 (t, J = 7,5 Hz : 3H); 1,30 bis 1,65 (mt : 2H); 3,13 (dd, J
= 14 und 9 Hz : 1H); 3,28 (dd, J = 14 und 5 Hz : 1H); 3,52 (mt :
1H); 3,68 (mt : 1H); 8,11 (d breit, J = 6,5 Hz : 2H); 8,25 (mf :
3H); 8,90 (d breit, J = 6,5 Hz : 2H).
-
N-[(1R,25)-2-Hydroxy-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Eine
Menge von 9,5 g einer Mischung (85 %/15 %) der zwei Diastereoisomeren
von N-[(2RS)-2-Hydroxy-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)- butyl]-carbamat von
tert.-Butyl wird über
eine Kolonne KROMASIL® 10μ C8 in einer Mischung von Acetonitril/Methanol/Tetrahydrofuran/Wasser
(15/15/5/65 Vol.) getrennt. Die das erwartete Produkt enthaltenden
Fraktionen werden unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält
auf diese Weise 4 g Dihydrochlorid von N-[(1R,2S)-2-Hydroxy-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines weißen Feststoffes.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 0,91 (t, J = 7,5 Hz : 3H); 1,26 (s : 9H); 1,30 (mt : 1H); 1,52
(mt : 1H); 2,45 bis 2,60 (mt : 1H); 3,02 (dd, J = 14 und 3,5 Hz
: 1H); 3,28 (mt : 1H); 3,53 (mt : 1H); 4,71 (d, J = 6 Hz : 1H);
6,62 (d, J = 9,5 Hz : 1H); 7,20 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H); 8,42
(d breit, J = 5,5 Hz : 2H).
-
N-((2RS)-2-Hydroxy-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Lösung
von 10,5 g N-[(1R)-2-Oxobutyl-1-(pyridin-4-yl-methyl)]-carbamat von tert.-Butyl in
150 cm3 Ethanol gibt man unter Rühren und
bei einer Temperatur von etwa 10 °C
2,1 g Natriumborhydrid und rührt danach
noch 18 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 20 °C. Dann wird
das Reaktionsmedium unter reduziertem Druck (1 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert, in 100 cm3 Wasser aufgenommen und
mit 200 cm3 Ethylacetat extrahiert. Die
organische Phase wird über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und unter reduziertem Druck
(1 kPa) bei einer Temperatur von etwa 40 °C konzentriert. Man erhält auf diese Weise
9,5 g einer Mischung (85 %/15 %) der zwei Diastereoisomeren von
N-[(2RS)-2-Hydroxy-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines gelben Gummis.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]. Man beobachtet eine Mischung der zwei Diastereoisomeren in
den Verhältnissen
85/15; δ =
0,85 bis 0,95 (mt : 3H); 1,25 bis 1,60 (mt : 2H); 1,16 und 1,29
(2s : insgesamt 9H); 2,45 bis 2,60 (mt : 0,85H); 2,67 (dd, J = 14
und 10 Hz : 0,15H); 2,80 (dd, J = 14 und 4,5 Hz : 0,15H); 3,02 (dd,
J = 14 und 4,5 Hz : 0,85H); 3,20 bis 3,35 (mt : 1H); 3,52 (mt :
0,85H); 3,69 (mt : 0,15H); 4,61 (d, J = 6 Hz : 0,15H); 4,71 (d,
J = 6 Hz : 0,85H); 6,41 (d, J = 9,5 Hz : 0,15H); 6,62 (d, J = 9,5
Hz : 0,85H); 7,20 (d, J = 6 Hz : 1,7H); 7,23 (d, J = 6 Hz : 0,3H);
8,35 bis 8,50 (mt : insgesamt 2H).
-
N-[(1R)-2-Oxo-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl
-
Zu
einer Mischung von 14 g {2-[N-Methoxy-N-(methyl)-amino]-2-oxo-(1R)-1-(pyridin-4-yl-methyl)-ethyl}-carbamat
von tert.-Butyl in 350 cm3 Tetrahydrofuran,
gekühlt
auf eine Temperatur von etwa 0 °C, gibt
man unter inerter Atmosphäre
innerhalb von 1 Stunde 50 cm3 einer 3 N
Lösung
von Ethylmagnesiumbromid in Lösung
von Diethylether. Nach 48 Stunden Rühren bei 0 °C gibt man Wasser zu dem Reaktionsmedium, extrahiert
mit Dichlormethan und wäscht
mit Wasser. Die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und unter reduziertem Druck (2 kPa) bei einer Temperatur
von etwa 40 °C
konzentriert. Man erhält auf
diese Weise 10,5 g N-[(1R)-2-Oxo-1-(pyridin-4-yl-methyl)-butyl]-carbamat
von tert.-Butyl in Form eines gelben Öles.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 0,94 (t, J = 7 Hz : 3H); 1,32 (s : 9H); 2,40 bis 2,65 (mt
: 2H); 2,70 (dd, J = 14 und 10,5 Hz : 1H); 3,06 (dd, J = 14 und
4,5 Hz : 1H); 4,22 (mt : 1H); 7,26 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H); 7,44
(d breit, J = 8 Hz : 1H); 8,45 (d breit, J = 5,5 Hz : 2H).
-
Beispiel 33
-
(4R)-4-(Thien-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
-
Zu
einer Lösung
von 2,5 g (9,23 mmol) Boc-D-2-Thienylalanin und 1,3 cm3 (9,4
mmol) Triethylamin in 100 cm3 wasserfreiem
Tetrahydrofuran gibt man bei einer Temperatur von –20 °C tropfenweise
0,9 cm3 (9,4 mmol) Chlorameisensäure-ethylester.
Die resultierende Suspension wird 1 Stunde lang bei –20 °C gerührt und dann
filtriert. Das Filtrat wird auf –20 °C abgekühlt, und dann gibt man eine
Lösung
von 0,71 g (20,9 mmol) Natriumborhydrid in 5 cm3 Wasser
hinzu. Danach wird die Reaktionsmischung 64 Stunden lang bei einer
Temperatur von etwa 20 °C
gerührt
und anschließend
unter Vakuum konzentriert, um einen Rückstand zu ergeben, der ohne
Rei nigung direkt weiter verwendet wird. Eine Suspension des erhaltenen
Produktes in 20 cm3 Dioxan wird mit 6 cm3 einer 4 M Lösung von Chlorwasserstoffsäure in Dioxan
behandelt und dann 16 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa
20 °C gerührt. nach
dem Konzentrieren des Reaktionsmediums unter Vakuum erhält man 7,5
g eines weißen
Feststoffes, der ohne Reinigung direkt weiter verwendet wird.
-
Eine
Suspension des vorstehenden Produktes (1,0 g), von Triethylamin
(4 cm3, 28,7 mmol) und von tert.-Butylisothiocyanat
(0,50 g, 4,3 mmol) in 10 cm3 Ethanol wird
unter Rühren
4 Stunden lang auf eine Temperatur von etwa 50 °C erhitzt. Nach dem Konzentrieren
unter Vakuum wird der Rückstand
zweimal in 50 cm3 Ethylacetat aufgenommen
und dann durch Chromatographie über
eine Kolonne mit Kieselgel (Ethylacetat/Cyclohexan, 1/1 Vol.) gereinigt.
Die das erwartete Produkt enthaltenden Fraktionen werden unter reduziertem Druck
konzentriert, um 255 mg eines weißen Feststoffes zu ergeben,
der direkt weiter verwendet wird.
-
Eine
Suspension des vorstehend erhaltenen Produktes (240 mg, 0,88 mmol)
wird in 6 cm3 einer 6 N Lösung von
Chlorwasserstoffsäure
8 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt.
Dann wird die Reaktionsmischung unter Vakuum bis zur Trockne konzentriert
und der braune Rückstand
in einer Mischung von Ethanol (5 cm3) und
Ethylacetat (3 cm3) verrieben und danach
filtriert. Diese Operation des Verreibens wird dreimal wiederholt, bis
man eine hellgelbe Lösung
erhält.
Nach dem partiellen Konzentrieren kristallisiert das Produkt, es
wird filtriert und anschließend
unter Vakuum getrocknet, um 64 mg (4R)-4-(Thien-2-yl-methyl)-4,5-dihydro-thiazol-2-yl-amin-Hydrochlorid
in Form von hellgelben Kristallen zu ergeben,
Schmelzpunkt
= 125–127 °C.
NMR-Spektrum 1H [300 MHz, (CD3)2SO d6, δ in
ppm]: 10.1 (bs, 1H); 9.7 (bs, 1H); 9.3 (bs, 1H); 7.4 (m, 1H); 7.0 (m,
2H); 4.5 (m, 1H); 3.6 (m, 1H); 3.3 (m, 1H); 3.2 (m, 2H).
-
Die
pharmazeutischen Zusammensetzungen gemäß der Erfindung bestehen aus
einer Verbindung der Formel (I) oder einem Isomer oder einem Tautomer
oder einem Salz einer derartigen Verbindung, in reinem Zustand oder
in Form einer Zusammensetzung, in der sie mit jedem anderen pharmazeutisch
akzeptablen Produkt, das inert oder physiologische aktiv sein kann,
assoziiert ist. Die Arzneimittel gemäß der Erfindung können auf
oralem, parenteralem, rektalem oder topischem Wege angewendet werden.
-
Als
feste Zusammensetzungen für
die orale Verabreichung können
Tabletten, Pillen, Pulver (Gelatinekapseln, Briefchen) oder Granulate
verwendet werden. In diesen Zusammensetzungen wird der Wirkstoff
gemäß der Erfindung
unter einem Strom von Argon mit einem oder mehreren inerten Verdünnungsmitteln
vermischt, wie Stärke,
Cellulose, Saccharose, Lactose oder Kieselerde. Diese Zusammensetzungen
können ebenfalls
andere Substanzen als die Verdünnungsmittel
enthalten, beispielsweise ein oder mehrere Gleitmittel wie Magnesiumstearat
oder Talk, einen Farbstoff, eine Umhüllung (Dragees) oder einen
Lack.
-
Als
flüssige
Zusammensetzungen für
die orale Verabreichung kann man pharmazeutisch akzeptable Lösungen,
Suspensionen, Emulsionen, Sirups und Elixiere verwenden, die inerte
Verdünnungsmittel
wie Wasser, Ethanol, Glycerin, Pflanzenöle oder Paraffinöl enthalten.
Diese Zusammensetzungen können
auch andere Substanzen als diese Verdünnungsmittel enthalten, beispielsweise
Netzmittel, Süßstoffe,
Verdickungsmittel, Aromastoffe oder Stabilisatoren.
-
Die
sterilen Zusammensetzungen für
die parenterale Verabreichung können
vorzugsweise als wäßrige Lösungen oder
nichtwäßrige Lösungen,
Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Als Lösungsmittel oder Trägerstoff
kann man Wasser, Propylenglycol, ein Polyethylenglycol, Pflanzenöle, insbesondere
Olivenöl,
injizierbare organische Ester, beispielsweise Ethyloleat, oder andere
geeignete organische Lösungsmittel
verwenden. Diese Zusammensetzungen können ebenfalls Zusatzstoffe
enthalten, insbesondere Netzmittel, isotonische Mittel, Emulgatoren,
Dispersionsmittel und Stabilisatoren. Die Sterilisation kann auf
verschiedene Art und Weise erfolgen, beispielsweise durch aseptische
Filtration, durch Einbringen von sterilisierenden Mitteln in die
Zusammensetzung, durch Bestrahlung oder durch Erhitzen. Sie können ebenfalls
in Form von festen sterilen Zusammensetzungen hergestellt werden, die
im Augenblick ihrer Anwendung in sterilem Wasser oder in jedem anderen
sterilen injizierbaren Medium aufgelöst werden können.
-
Die
Zusammensetzungen für
die rektale Verabreichung sind Suppositorien oder Rektalkapseln,
die außer
dem Wirkstoff auch Füllstoffe
wie Kakaobutter, halbsynthetische Glyceride oder Polyethylenglycole
enthalten.
-
Die
Zusammensetzungen für
die topische Verabreichung können
beispielsweise Cremes, Lotionen, Augentropfen, Mundwässer, Nasentropfen
oder Aerosole sein.
-
In
der Humantherapeutik sind die Verbindungen gemäß der Erfindung insbesondere
nützlich
bei der Behandlung und/oder Vorbeugung von Plaque-Sklerose, fokaler
oder globaler cerebraler Ischämie,
cerebralen oder spinalen Traumata, Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit, Alzheimer-Krankheit,
amyotrophischer Lateralsklerose, Migräne, Depression, Schizophrenie,
Angstzuständen,
Epilepsie, Diabetes, Atherosklerose, Myokarditis, Arthritis, Arthrose,
Asthma, Reizdarm-Syndrom, Crohn-Krankheit, Peritonitis, Gastro-Oesophagus-Rückfluß, Uveitis,
Syndrom nach Guillain-Barré,
Glomerulo-Nephritis,
erythematösem
Lupus, Psoriasis, Wachstum von gewissen Tumorformen, wie beispielsweise
bei Epitheliomen, Adenokarzinomen oder Sarkomen, und von Infektionen
durch intrazelluläre
oder extrazelluläre
Bakterien, gram-positiv oder gram-negativ.
-
Die
Dosierungen richten sich nach der gewünschten Wirkung, der Dauer
der Behandlung und dem angewendeten Weg der Verabreichung. Sie betragen
im allgemeinen zwischen 1 mg und 100 mg pro Tag auf oralem Weg beim
Erwachsenen, mit Einheitsdosen, die von 0,5 mg bis 50 mg Wirkstoff
reichen.
-
Im
allgemeinen wird der Arzt die geeignete Dosierung in Abhängigkeit
von Alter, Gewicht und anderen individuellen Faktoren des zu behandelnden
Patienten festlegen.
-
Die
folgenden Beispiele veranschaulichen Zusammensetzungen gemäß der Erfindung.
-
BEISPIEL A
-
Man
stellt nach üblicher
Technik Kapseln mit 50 mg Wirkstoff und der folgenden Zusammensetzung her:
| – Verbindung
der Formel (I) | 50
mg |
| – Cellulose | 18
mg |
| – Lactose | 55
mg |
| – kolloidale
Kieselerde | 1
mg |
| – Natrium-Carboxymethylstärke | 10
mg |
| – Talk | 10
mg |
| – Magnesiumstearat | 1
mg |
-
BEISPIEL B
-
Man
stellt nach üblicher
Technik Tabletten mit 50 mg Wirkstoff und der folgenden Zusammensetzung her:
| – Verbindung
der Formel (I) | 50
mg |
| – Lactose | 104
mg |
| – Cellulose | 40
mg |
| – Polyvidon | 10
mg |
| – Natrium-Carboxymethylstärke | 22
mg |
| – Talk | 10
mg |
| – Magnesiumstearat | 2
mg |
| – kolloidale
Kieselerde | 2
mg |
| – Mischung
von Hydroxymethylcellulose, Glycerin, Titanoxid (72-3,5-24,5) zu
1 Filmtablette von 245 mg | |
-
BEISPIEL C
-
Man
stellt nach üblicher
Technik eine Injektionslösung
mit 10 mg Wirkstoff und der folgenden Zusammensetzung her:
| – Verbindung
der Formel (I) | 10
mg |
| – Benzoesäure | 80
mg |
| – Benzylalkohol | 0,06
mg |
| – Natriumbenzoat | 80
mg |
| – Ethanol
95 % | 0,4
ml |
| – Natriumhydroxid | 24
mg |
| – Propylenglycol | 1,6
ml |
| – Wasser | zu
4 ml |
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls die Methode für die Vorbeugung
und Behandlung von Erkrankungen, bei denen eine anormale Produktion
von Stickstoffmonoxid (NO) durch Induzierung von inductibler NO-Synthase
(NOS-2 oder iNOS) einbezogen ist, durch Verabreichung einer Verbindung
der Formel (I), ihrer Racemate, Enantiomeren, Diastereoisomeren
und ihrer Mischungen, ihres Tautomers und ihrer pharmazeutisch akzeptablen
Salze.