-
Gebiet der Anmeldung
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Backwarenerzeugnis,
das allgemein als Snack bekannt ist und eine Unterlage aus Biskuit
sowie eine cremige Füllung
umfasst.
-
Im
Spezielleren, aber nicht ausschließlich, betrifft die vorliegende
Erfindung einen Snack der vorerwähnten
Art, bei dem die Unterlage aus Biskuit und die entsprechende Füllung zusammengerollt
werden, um einen im Wesentlichen zylindrischen Block zu bilden,
dessen Querschnitt das Aussehen einer konzentrischen Doppelspirale
hat.
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich darüber hinaus auf ein Verfahren
zur Herstellung der zuvor erwähnten
Art eines gefüllten
Snacks.
-
Stand der
Technik
-
Es
ist bekannt, dass auf dem Gebiet der Backwaren, insbesondere im
Bereich der so genannten Zwischenmahlzeiten, Snacks schon seit einiger
Zeit eine beträchtliche
technische und wirtschaftliche Bedeutung erlangt haben, und zwar
sowohl wegen ihrer organoleptischen Eigenschaften als auch ihrer
Nährstoffqualität, und auch
wegen ihrer praktischen Anwendung beim Verzehr.
-
Unter
der breiten Vielfalt erhältlicher
Snackprodukte besetzen diejenigen durchwegs eine große Marktnische,
die eine Unterlage aus Biskuit umfassen.
-
Insbesondere
bei einem Biskuit ist es möglich,
neben den üblichen
geschichteten Kuchen, die durch Verstreichen einer cremigen Füllung zwischen
zwei oder mehr Lagen Biskuit erhalten werden, einen Snack in Form
einer Rolle herzustellen, der dadurch erhalten wird, dass eine Füllung (wie
Creme, Konfitüre
etc.) auf einer Biskuitunterlage verstrichen wird, und diese Biskuitunterlage
dann anschließend
zusammengerollt wird, um einen Zylinder zu bilden.
-
Der
für Snacks
verwendete Biskuit ist bekanntlich ein süßes Backerzeugnis, das durch
eine bei einer Temperatur von ca. 180 °C stattfindende Warmzubereitung
eines Teigs erhalten wird, der als flache Schicht mit einer vorbestimmten
Dicke von allgemein 12 bis 15 mm aufgelegt wird.
-
Dieser
Biskuit ist im Allgemeinen weich, hochporös mit großen Zellen, ist trocken und
hat entgegengesetzte glatte Flächen
mit filmartigem Aussehen, die mit einer relativ weichen, dünnen Kruste
vergleichbar sind; der Biskuit ist ausreichend elastisch, um einem
verringerten Druck auf den entgegengesetzten Oberflächen zu
widerstehen, während
er leicht bricht, wenn er kleinen Biegebeträgen unterworfen wird.
-
Wird
der Biskuit einer Biegung unterworfen, scheint ein solcher Bruch
durch die Vielzahl von Mikrorissen ausgelöst zu werden, die in der Oberflächenkruste
des Biskuits auftreten. Darüber
hinaus hat man beobachtet, dass die Tendenz der Oberflächenkruste
zur Entstehung von Mikrobrüchen
in dem Maße
zunimmt, wie Konsistenz und Festigkeit der Kruste eines Biskuits
höher werden;
man hat auch noch beobachtet, dass die Konsistenz und Festigkeit
der Kruste eines Biskuits in dem Maße zunehmen, wie die Dicke
der ausgebackenen Teigschicht abnimmt.
-
Wegen
dieser letztgenannten Eigenschaft (leichtes Brechen unter Biegung)
darf die Dicke der Schichten eines Biskuits nicht unter einen bestimmten
Betrag abfallen, und da wiederum die Dicke des gesamten Snacks nicht
zu groß sein
darf, um noch funktionell und leicht handhabbar etc. zu sein, reduziert
sich von daher auch die Menge der dem Biskuit zugeordneten Füllung; dies
geschieht zum Nachteil der organoleptischen Eigenschaften des Snacks.
-
Dieser
Nachteil verstärkt
sich noch, wenn man dem Snack (bestehend aus Biskuit und Füllung) die Form
eines zylindrischen Blocks geben möchte, indem gebackene Unterlage
und zugeordnete Füllung
zusammengerollt werden.
-
In
der Tat ist es zur Verhinderung des Brechens der Biskuitunterlage
beim Zusammenrollen notwendig, dass einerseits das Rollen mit einem
entsprechenden Krümmungsradius
vonstatten geht und andererseits die Unterlage eine Oberflächenkruste
hat, die eine möglichst
geringe Festigkeit hat, und deshalb eine konsistente Dicke aufweist,
und zwar größer im Hinblick
auf die, die bei einem flachen Snack verwendbar ist. Dies ist ein Hauptnachteil
im Hinblick auf die Menge der Füllung,
die der zusammengerollten Unterlage zugeteilt werden kann, und von
daher nachteilig für
die gesamten organoleptischen Eigenschaften des Snacks.
-
In
den Druckschriften EP-A-0392495, EP-A-0862862, EP-A-0391501 und
JP(A)58067139 sind dünne Ofenerzeugnisse
in Biskuitart beschrieben, die eine Dicke von 0,5 bis 0,8 mm aufweisen.
-
Die
EP-A-0392495 offenbart ein Verfahren zur Herstellung eines gegrillten
Biskuiterzeugnisses, das 4 bis 8 mm dick ist und in einem herkömmlichen
Ofen bei 170 bis 190°C
(Beispiel 1) 7 bis 12 min. lang gebacken wird;
-
In
der EP-A-0862862 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung für Dekorationssüßwaren offenbart.
Gemäß den Ausführungsformen
1 und 2 führt
das Auftragen eines Biskuitteigs auf die Vorrichtung zu herkömmlich ausgebackenen
Biskuits, die 3 bis 5 mm dick sind und 5 bis 10 min. lang bei 170 °C gebacken
wurden;
-
In
der EP-A-0391501 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Backwaren
offenbart. Beispiel 1 beschreibt einen Biskuit in nicht genau angegebener
Dicke, der einen Backprozess bei 170 °C durchläuft;
-
In
der JP(A)58067139 ist ein lagerstabiler Schokoladen-Schichtkeks
beschrieben, der herkömmlicherweise
gebackene Biskuitschichten umfasst, die eine Schokoladeschicht enthalten
und 0,5 bis 2 mm dick sind.
-
Die
in den oben genannten Druckschriften beschriebenen Erzeugnisse werden
mittels herkömmlicher Backverfahren
erhalten, die vermutlich zur Bildung einer oberflächlichen,
weichen Kruste führen.
-
Das
der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Problem besteht darin,
ein Backerzeugnis in so genannter Snack-Art bereitzustellen, das
eine Unterlage aus Biskuit und eine Füllung umfasst und strukturelle Eigenschaften
hat, die die zuvor erwähnten
Nachteile im Hinblick auf den Stand der Technik vollständig hinter sich
lassen.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Ein
solches Problem wird erfindungsgemäß durch ein Backerzeugnis der
betrachteten Art gelöst,
also durch einen gefüllten
Snack mit einer Grundschicht aus Biskuit und einer Füllschicht,
die übereinander
gelegt und zusammengerollt werden, um einen im Wesentlichen zylindrischen
Block mit einem Querschnitt zu bilden, der das Aussehen einer konzentrischen,
flachen Doppelspirale hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht
aus Biskuit an der Oberfläche
keine Kruste hat und eine Dicke von nicht größer als 5 mm hat.
-
Die
Grundschicht aus Biskuit ist darüber
hinaus dadurch gekennzeichnet, dass sie eine poröse Struktur mit gleichmäßig verteilten
Zellen hat und vorzugsweise 1 bis 3 mm dick ist. Außerdem hat
die Grundschicht aus Biskuit einen Feuchtigkeitsgehalt von 20 bis
28 % und eine Aw (Wasseraktivität) von 0,73
bis 0,83.
-
Das
Gewichtsverhältnis
von Grundschicht aus Biskuit zu Füllschicht liegt bei gefüllten, erfindungsgemäßen Snacks
vorzugsweise zwischen 60/40 und 50/50.
-
Die
gefüllten,
erfindungsgemäßen Snacks
werden durch ein Verfahren erhalten, das folgende Schritte umfasst:
- – Zubereiten
eines gießfähigen Biskuitteigs,
- – kontinuierliches
Auftragen des Teigs auf ein Förderband
eines Ofens zur Bildung einer dünnen
Schicht mit einer gleichmäßigen Dicke
von 1 bis 5 mm,
- – Unterziehen
der dünnen
Schicht einem Backvorgang in einer Backkammer des Ofens, die mit
Dampf bei einer Temperatur von 120 bis 200°C gesättigt ist, womit eine gebackene
Unterlage aus Biskuit mit einer Dicke von nicht größer als
5 mm erhalten wird,
- – kontinuierliches
Abnehmen der gebackenen Unterlage aus Biskuit vom Förderband,
- – kontinuierliches
Auftragen einer dünnen
Schicht einer Füllungscreme
mit einer gleichmäßigen Dicke
von 0,5 bis 1,5 mm auf die gebackene Unterlage aus Biskuit, wobei
eine gebackene und gefüllte
Unterlage aus Biskuit erhalten wird,
- – Zusammenrollen
und aufeinander folgendes Portionieren der gebackenen und mit Füllung versehenen Unterlage
aus Biskuit, womit die gefüllten
Snacks erhalten werden.
-
Die
Zubereitung des gießfähigen Teigs
für den
Biskuit wird mittels herkömmlicher
Vorgehensweisen und herkömmlicher
Ausrüstung
bewerkstelligt. So werden z.B. die den Teig bildenden Zutaten in
einer Planeten knetmaschine vermischt, welche mit einem großvolumigen
Schaumschläger
und einem Schaber ausgestattet ist.
-
Der
so erhaltene halbfertige Teig wird dann mit herkömmlichen Verfahren mit entsprechender
Ausrüstung
belüftet,
um einen gießfähigen Teig
zu erhalten. Die Betriebsbedingungen der Belüftung so gewählt, dass der
halbfertige Teig intensiv mechanisch durchgearbeitet wird, und dabei
aber ein nennenswerter Temperaturanstieg vermieden wird, was die
schließlich
sich ergebende Emulsion negativ beeinflussen würde.
-
Der
gießfähige Biskuitteig,
der für
die Herstellung von gefüllten
erfindungsgemäßen Snacks
verwendet wird, ist vorzugsweise im Wesentlichen frei von Eigelb
und hat einen Gehalt an Eiweiß zwischen
1 und 6,5 Gew.-%.
-
Das
Vorhandensein von Eigelb in einem gießfähigen Teig könnte der
gebackenen Biskuitunterlage in der Tat eine übermäßige Farbgebung und einen zu
starken Geschmack verleihen, und daher auch dem gefüllten erfindungsgemäßen Snack.
-
Das
Auftragen des gießfähigen Biskuitteigs
auf das Förderband
wird mit einem herkömmlichen
Verfahren mittels einer Teigverteilstation ausgeführt, die
mit einer oder mehreren Verteileinrichtungen ausgestattet ist.
-
Die
vorerwähnte
Verteilstation umfasst vorzugsweise eine Verteileinrichtung, die
in Kontakt mit dem Förderband
gehalten wird und aus einem Fülltrichter
mit einem Gehäuse
besteht, das an einem Ende und weiter unten offen sowie mit einem
vertikal angeordneten Gleitverschluss ausgestattet ist, der in Entsprechung
mit der offenen Seite in einem vorbestimmten Abstand vom Förderband
angeordnet ist.
-
Die
oben beschriebene Verteileinrichtung liefert eine gleichmäßige Verteilung
des gießfähigen Biskuitteigs
in Form einer durchgehenden Schicht konstanter Dicke, wobei die
Dicke im Wesentlichen dem Abstand zwischen dem unteren Ende des
Gleitverschlusses und der Oberfläche
des Förderbands
entspricht. Der Teig verlässt
die Verteileinrichtung im Wesentlichen wegen der Reibung mit dem
Förderband.
-
Das
Förderband
ist im Allgemeinen aus Metall und wird vorzugsweise auf eine gesteuerte
Temperatur von 20 bis 50°C
vorgewärmt,
um jegliche Destabilisierung der vorerwähnten Emulsion zu vermeiden.
-
Der
auf das Förderband
aufgebrachte gießfähige Biskuitteig
hat einen Feuchtigkeitsgehalt von vorzugsweise 27 bis 34 %.
-
Falls
gewünscht,
kann die dünne,
gießfähige Schicht
aus Biskuitteig optional an der Oberfläche verziert werden, indem
auf ihr vor dem Ausbacken ein zweiter Teig aufgebracht wird, der
eine zum gießfähigen Teig
kontrastgebende Farbe hat. Dies wird zu dem Zweck gemacht, dass
man einen gefüllten
erfindungsgemäßen Snack
bekommt, der an einer seiner freiliegenden Oberflächen ein
genau definiertes Muster hat.
-
Um
einen solchen gefüllten
Snack zu erhalten, umfasst das Verfahren gemäß der Erfindung darüber hinaus
folgende Schritte:
- – vor dem Backen erfolgendes,
kontinuierliches Auftragen eines zweiten Teigs auf die dünne, gießfähige Schicht
aus Biskuitteig, wobei der zweite Teig eine zum gießfähigen Teig
kontrastgebende Farbe hat, und Bilden eines genau definierten Musters
auf ihrer Oberfläche,
Wenden
der Unterlage aus gebackenem Biskuit nach Abnehmen vom Förderband.
-
Durch
das Wenden kommt, beim Auftragen der Füllungscreme, die Oberfläche zum
Vorschein, die zur Oberfläche
mit dem genau definierten Muster entgegengesetzt angeordnet ist,
welche dann am fertigen gefüllten
Snack nach dem Zusammenrollen sichtbar ist.
-
Das
Auftragen des zweiten Teigs auf die dünne gießfähige Schicht aus Biskuitteig
wird mit einem herkömmlichen
Verfahren bewerkstelligt, zum Beispiel mittels einer Verteilstation
für den
zweiten Teig, die mit einer Verteileinrichtung mit kontinuierlichem
Fallverteilungssystem ausgestattet ist.
-
Die
dünne Schicht
des vorerwähnten
zweiten Teigs hat eine gleichmäßige Dicke
von 1 bis 2 mm und eine Feuchtigkeitsgehalt von 28 bis 34%.
-
Das
Ausbacken des gießfähigen Biskuitteigs,
der eventuell an der Oberfläche
mit dem zuvor erwähnten
zweiten Teig verziert wird, erfolgt in einer Backkammer eines Elektroofens,
durch den das metallische Förderband
hindurch läuft,
auf das der gießfähige Teig
und optional der zuvor erwähnte
zweite Teig aufgelegt ist bzw. sind.
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist die zuvor erwähnte
Backkammer mit überhitztem
Dampf gesättigt,
der in diese mit einem Durchsatz von 0,5 bis 50 m3/h
eingeleitet wird, und der gießfähige Teig
wird bei einer Temperatur von 120 bis 200°C, vorzugsweise 140 bis 180°C für eine stark
verkürzte
Zeit in der Größenordnung von
1 bis 2 min. gebacken.
-
Es
wurde überraschender
Weise festgestellt, dass die unter diesen im Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung vorgesehenen Backbedingungen erhaltene, gebackene Biskuitunterlage
dadurch gekennzeichnet ist, dass trotz reduzierter Dicke von nicht
größer als
5 mm im Wesentlichen keine Kruste vorhanden ist.
-
Unter
den in dem Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung vorgesehenen Backbedingungen ist die bekannte Maillard-Reaktion
zwischen den reduzierenden Zuckern und den Aminogruppen von Proteinen und
den Peptiden, die das Braunwerden der Kruste verursachen, ziemlich
stark gemindert. In der Praxis wird es durch die sehr große Menge
an in die Backkammer eingeleitetem Dampf möglich, dass Dampf in beständigem Kontakt
mit dem gießfähigen Teig
ist, was eine Art Dampfbackvorgang hervorbringt, durch den die Krustenbildung
am Endprodukt im Wesentlichen verhindert ist.
-
Das
weitgehende Fehlen einer Kruste verbessert die strukturellen Eigenschaften
der gebackenen Biskuitunterlage drastisch, insbesondere was deren
Elastizität
anbelangt, was die Arbeitsvorgänge
bezüglich
mechanischer Handhabung, wie z.B. das Zusammenrollen, stark erleichtert.
-
Darüber hinaus
hat die zuvor erwähnte
gebackene Biskuitunterlage eine klare und gleichmäßige Farbgebung,
einen homogene Struktur, die durch das Vorhandensein gleichmäßig verteilter
Poren oder Zellen gekennzeichnet ist, und verglichen mit einem herkömmlichen
Biskuit sogar noch bessere organoleptische Eigenschaften.
-
Dies
schlägt
sich positiv in den organoleptischen Eigenschaften des fertigen,
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
erhaltenen gefüllten
Snacks nieder, was auf eine Verbesserung hinausläuft. Insbesondere das beim
Essen empfundene Gefühl
im Gaumen ist dasjenige eines leichten Hinunterschluckens, einhergehend
mit einem angenehmen Gefühl
von Feuchtigkeit und Zerschmelzen.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
geht das Abnehmen der gebackenen Unterlage aus Biskuit vom Förderband
mittels einer herkömmlichen
Ausrüstung,
vorzugsweise mittels eines Schabers oder eines vibrierenden, mit
Klinge versehenen Messers vonstatten, der bzw. die ständig in
Druckkontakt mit dem Förderband
gehalten wird.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren
sind die Arbeitsvorgänge
bezüglich
der mechanischen Handhabungen an der gebackenen Biskuitunterlage,
also die zuvor erwähnten
Schritte des Zusammenrollens und schließlich des Umdrehens, aufgrund
der verbesserten elastischen Eigenschaften stark erleichtert, die
sich aus der weitgehenden Abwesenheit einer Kruste an der Biskuitunterlage
ergeben.
-
In
der Tat lassen sich gemäß der vorliegenden
Erfindung derartige Arbeitsvorgänge
ausführen,
ohne dass nennenswerte Risse oder Brüche in der gebackenen Biskuitunterlage
auftreten.
-
Vorzugsweise
wird die gebackene Biskuitunterlage unmittelbar nach Abnahme vom
Förderband
des Backofens kontinuierlich auf ein zweites Förderband aufgelegt, auf dem
die zuvor erwähnten
Schritte des Wendens, ggf. des Auftragens der Füllungscreme, des Zusammenrollens
und des Portionierens der Unterlage zur Bildung eines erfindungsgemäßen gefüllten Snacks
ausgeführt
werden.
-
Das
Auftragen der dünnen,
gleichmäßigen Schicht
der Füllungscreme
auf die Unterlage des Snacks wird mit einem herkömmlichen Verfahren ausgeführt, und
zwar unter Einsatz einer Verteilstation für die Creme, die vorzugsweise
von derselben Bauart ist wie die Verteilstation für den gießfähigen Biskuitteig.
-
Das
Zusammenrollen der gebackenen und gefüllten Unterlage aus Biskuit
wird mit einem herkömmlichen
Verfahren durchgeführt,
beispielsweise mittels einer Vorrichtung, die Schaufeln bzw. Wendebleche
zum Wenden der gebackenen und mit Füllung versehenen Biskuitunterlage
umfasst, und zwar im Zusammenspiel mit einer Vorrichtung zum Zusammenrollen.
-
Das
nach dem Zusammenrollen stattfindende Portionieren der gebackenen
und gefüllten
Biskuitunterlage zur Bildung der gefüllten erfindungsgemäßen Snacks
wird mittels eines herkömmlichen
Verfahrens be werkstelligt, beispielsweise mit einer Schneideinrichtung
oder einer Ultraschall-Schneideinrichtung.
-
Das
erfindungsgemäße Verfahren
gestattet vorteilhafter Weise die Herstellung von gefüllten Snacks mit
einer größeren Anzahl
an Spiralen pro Flächeneinheit
nach dem Zusammenrollen der gebackenen Biskuitunterlage, und mit
einem größeren Inhalt
an Füllung,
bis hin zu einer weitgehenden gewichtsbezogenen Ausgewogenheit zwischen
der Unterlage und der eigentlichen Füllung.
-
Das
Gewichtsverhältnis
von Unterlage zu Füllung
liegt bei den mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen gefüllten Snack
insbesondere zwischen 60/40 und 50/50. Diese gefüllten Snacks sind durch ein Gefühl von Kontinuität im Geschmack
Unterlage/Füllung
gekennzeichnet, das man im Gaumen beim Essen verspürt, was
auf das weitgehende Gleichgewicht zwischen Unterlage und Füllung zurückzuführen ist.
-
Eine
solche Kontinuität
des Geschmacks ist nicht bei gefüllten
Snacks erhältlich,
die durch Füllen
und Zusammenrollen eines entsprechenden herkömmlichen Biskuits erhalten
wurden; dies rührt
her von deren schlechten strukturellen Eigenschaften, die – wie an
vorderer Stelle hervorgehoben wurde – es nicht erlauben, einem
Biskuit eine adäquate
Menge an Füllung
zuzuteilen. Demzufolge zeigen diese Snacks einen unerwünschten
organoleptischen Kontrast, den der Verbraucher im Gaumen wahrnehmen
kann.
-
Die
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich sehr deutlich
aus der nun folgenden Beschreibung eines Beispiels für die Herstellung
von gefüllten
erfindungsgemäßen Snacks,
die nur aufzeigend und nicht einschränkend sein soll.
-
Beispiel
-
Mittels
eines herkömmlichen
Knetvorgangs wird ein gießfähiger Biskuitteig
mit den in der folgenden Tabelle 1 aufgeführten Zutaten (zusammen mit
ihren prozentualen Gewichtsangaben) hergestellt.
-
-
-
Die
Zutaten wurden in einem Planetenmischer vermischt, der mit einem
Schaumschläger
und einem Schaber ausgestattet war; die Zutaten wurden in zwei Schritten
in diesen Mischer gefüllt,
und zwar in der in Tabelle 1 angegebenen Reihenfolge.
-
Im
ersten Schritt wurden die Zutaten Zucker (vorab vermischt mit dem
Eiweiß)
bis wasserfreie Butter nacheinander in den oben erwähnten Mischer
gegeben, und 5 min. lang bei einer Drehzahl des Schaumschlägers von
50 min–1 vermischt.
Hervorzuheben ist, dass die Kokosfettmargarine und die wasserfreie
Butter bei einer Temperatur von 28 bis 35 °C in den Mischer gegeben wurden.
-
Im
zweiten Schritt wurden die übrigen,
in Tabelle 1 angeführten
Zutaten nacheinander in den Mischer gegeben und mit den Zutaten
des ersten Schritts 2 min lang bei einer Schaumschlägerdrehzahl
von 50 min–1 vermischt.
-
So
erhielt man eine halbfertigen Teig, der eine Ausgangstemperatur
aus dem Mischer von 24 °C
hatte und ein spezifisches Gewicht von 0,65 bis 0,85 g/ml.
-
Der
halbfertige Teig wurde in einem laufenden Turboemulgator mit einer
Drehzahl von 400 min–1 bei einer im Wesentlichen
konstanten Temperatur von 24 °C
geschlagen, wodurch ein gießfähiger Biskuitteig
erhalten wurde, der ein spezifisches Gewicht von 0,40 bis 0,60 g/ml
hatte.
-
Der
oben erwähnte
gießfähige Biskuit
wurde in eine Abgabeeinrichtung eingefüllt und mit einer Kapazität von 500
g/min auf ein Förderband
eines Backofens in Form einer gleichmäßigen, durchgehenden Schicht konstanter
Dicke aufgetragen.
-
Das
Förderband
war auf eine Temperatur von 40 °C
vorgewärmt
und die vorerwähnte
Schicht hatte eine Dicke von 2 mm, eine Breite von 300 mm und einen
Feuchtigkeitsgehalt von 28 bis 33%.
-
Die
durchgehende Teigschicht wurde dann auf dem Förderband im Backraum des vorerwähnten Ofens
ausgebacken, welcher Backraum mit Dampf gesättigt worden war, der mit einem
Durchsatz von 30 m3/h eingeleitet wurde.
-
Der
Teig wurde für
einen Zeitraum von 2 min bei einer Temperatur von 150 °C gebacken,
und man erhielt am Ausgang des Ofens eine Unterlage aus Biskuit
mit einer Dicke von 3 mm.
-
Die
Biskuitunterlage wurde dann vom Förderband mittels eines vibrierenden
Messers abgenommen. Sie wies einen Feuchtigkeitsgehalt von 25 bis
26% auf, eine Wasseraktivität
(Aw) von 0,78 bis 0,80 und eine poröse Struktur mit gleichmäßig verteilten
Poren oder Zellen.
-
Die
so erhaltene Biskuitunterlage war darüber hinaus durch eine hellgelbe
Farbe und ein weitgehendes Fehlen einer Kruste gekennzeichnet und
hatte solche außergewöhnlichen
elastische Eigenschaften, dass sie ohne zu zerbrechen und ohne Entstehung
von Rissen in der Struktur leicht zusammengerollt werden konnte.
-
Die
vorerwähnte
Biskuitunterlage wurde zur Herstellung einer Vielzahl von gefüllten erfindungsgemäßen Snacks
in Form eines im Wesentlichen zylindrischen Blocks verwendet, der
im Querschnitt das Aussehen einer konzentrischen Doppelspirale hatte.
-
Bei
dieser Herstellung wurde die vorerwähnte Biskuitunterlage nach
Abnahme vom Förderband
kontinuierlich auf ein zweites, sich anschließendes Förderband aufgelegt, wo sie
eine Füllstation
erreichte, die eine mit Füllungscreme
versorgte Verteileinrichtung umfasste.
-
Die
Zutaten der vorerwähnten
Füllungscreme
sind in der folgenden Tabelle 2 einschließlich ihrer prozentualen Gewichtsangaben
aufgeführt.
-
-
Die
Füllungscreme
wurde mit herkömmlichen
Einrichtungen auf die Biskuitunterlage gegossen, wodurch sich eine
dünne und
gleichmäßige Cremeschicht
mit einer Dicke von 1 mm bildete. Das Gewichtsverhältnis von
Unterlage zu Füllungscreme
betrug 50/50.
-
An
diesem Punkt setzte die Unterlage des mit Füllung versehenen Biskuits auf
dem Förderband
ihren Weg weiter fort, bis sie eine Rollstation erreichte, die eine
bei 40 U/min–1 arbeitende
Rollvorrichtung umfasste.
-
An
dieser Station zum Zusammenrollen wurde die Unterlage für gefüllte Snacks
vierfach zusammengerollt, wobei sich ein im Wesentlichen zylindrischer
Block bildete, der im Querschnitt das Aussehen einer konzentrischen
Doppelspirale hatte.
-
Der
zylindrische Block wurde dann mittels einer Ultraschall-Schneideinrichtung
in eine Vielzahl gefüllter
Snacks portioniert.
-
Die
so erhaltenen gefüllten
Snacks zeigen hervorragende organoleptische Eigenschaften und lassen sich
leicht hinunterschlucken, was von einem angenehmen Gefühl von Feuchtigkeit
und Zerschmelzen begleitet wird. Darüber hinaus zeichnen sie sich
durch das Gefühl
der Kontinuität
des Geschmacks von Unterlage und Füllung aus, was beim Essen über den
Gaumen wahrnehmbar ist.