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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine implantierbare medizinische
Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des unabhängigen
Anspruches.
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Hintergrund
der Erfindung
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Seit
langer Zeit sind Impedanzmessungen bezüglich der Erfassung der mechanischen
Funktion des Flusses in einem Herzen bekannt.
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In
der US-5,792,194 ist eine transvalvuläre Impedanzmessung beschrieben.
Die Messung erfolgt zwischen einer Atriumelektrode und einer Ventrikelelektrode
eines implantierten Elektrokatheters, um Informationen zu erhalten,
die für
den mechanischen Zustand des Herzens kennzeichnend sind. Die Informationen
können
zum Steuern der Stimulationsfrequenz eines frequenzadaptierenden
Schrittmachers, zur Selbsteinstellung der Stimulationsintensität oder für die Stimulationsmodusumschaltung
benutzt werden. Die maximal gemessene Impedanz ist kennzeichnend
für ein
Schließen
der Tricuspidalklappe (der Klappe zwischen dem rechten Atrium und dem
rechten Ventrikel), und die minimal gemessene Impedanz ist kennzeichnend
für das Öffnen der
Tricuspidalklappe. Bei der Vorrichtung nach der US-5,792,194 erzeugt
ein Signalgenerator eine Rechteckwelle einer Frequenz von 4 kHz
und einer Amplitude von 3 V. Der Spannungspegel wird an einer der
Elektroden innerhalb des Herzens erfaßt, und das erfaßte Signal
wird in einem Verstärker
mit einem Verstärkungsfaktor
im Bereich von 50 bis 200 verstärkt
und in einem Filternetzwerk gefiltert. Das Filternetzwerk enthält ein Kerbfilter,
um die Hauptfrequenz (50 bis 60 Hz) zu unterdrücken, und auch ein Tiefpaßfilter,
um Frequenzen, die 100 Hz überschreiten, zu
unterdrücken,
da die Frequenzen der interessierenden Signale weit unterhalb dieses
Pegels liegen. Auf diese Weise kann bei der Impedanzmessung erzeugtes
Rauschen reduziert werden.
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In
der US-4,730,619 ist eine Impedanzmessung beschrieben, die vier
Pole benutzt, wobei eine Elektrodenleitung, die ausgelegt ist, in
das Herz eingeführt
zu werden, mit einer ersten und einer zweiten Ringelektrode sowie
einer Spitzenelektrode ausgestattet ist. Zwischen der Schrittmacherdose
und der Spitzenelektrode wird ein Meßstrom mit einer von mehreren
Frequenzen zugeführt,
und die zwischen den Ringelektroden gemessene Spannung ist proportional
zur Impedanz. Die gemessene Impedanz wird dazu benutzt, Änderungen
im Blutvolumen im rechten Ventrikel zu bestimmen und das Öffnen und Schließen der
Pulmonalklappe zu bestimmen, um die Ausstoßzeit zu bestimmen. Die Pulmonarklappe
ist die Klappe zwischen dem rechten Ventrikel und der Lungenarterie.
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Impedanzmessungen
innerhalb eines Herzens können
benutzt werden, um ein Capture zu bestätigen, das heißt, um zu
bestätigen,
daß der
dem Herzgewebe zugeführte
Stimulationsimpuls eine Herzkontraktion hervorgerufen hat. Die US-5,902,325
bezieht sich auf einen implantierbaren Herzstimulator, der mit einer
auf Impedanzmessungen beruhenden Capture-Detektion ausgestattet
ist.
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Über Impedanzmessungen
sind Blutvolumenänderungen
innerhalb des Bereiches der Messungen erfaßbar. Blut weist eine höhere Leitfähigkeit (geringere
Impedanz) als das Myokard-Gewebe und die Lungen auf. Die Impedanz-Volumenbeziehung
ist invers; je mehr Blut – desto
geringer die Impedanz.
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In
einem gut funktionierenden Herz ziehen sich die linke und die rechte
Seite des Herzens mehr oder weniger gleichzeitig zusammen und beginnen bei
der Kontraktion mit dem Hinunterspülen des Blutes durch die Klappen,
die die Atrien von den Ventrikeln trennen. Auf der rechten Seite
des Herzens durch die Trikuspidalklappe und auf der linken Seite des
Herzens durch die Mitralklappe. Kurz nach der Kontraktion der Atrien
kontrahieren die Ventrikel, was zu einem erhöhten Blutdruck innerhalb der
Ventrikel führt,
der zunächst
die Einwegklappen zu den Atrien schließt und dann die Ausflußklappen
zwangsweise öffnet.
Auf der rechten Seite des Herzens ist es die Pulmonalklappe, die
den rechten Ventrikel von der Lungenarterie trennt, die mit Sauerstoff
anzureicherndes Blut zu den Lungen führt, und welche geöffnet wird.
Die rechte Seite des Herzens wird als Niederdruckseite des Herzens
bezeichnet, da der Druck mehrere Male niedriger als der Druck in
der linken Seite des Herzens ist, die als Hochdruckseite bezeichnet
wird. In der linken Seite des Herzens trennt die Aortenklappe den
linken Ventrikel von der Aorta, die das Blut in den gesamten Körper befördert. Die Ausflußklappen,
die Pulmonalklappe und die Aortenklappe öffnen, wenn der Druck innerhalb
der Ventrikel den Druck in der Lungenarterie bzw. in der Aorta überschreitet.
Die Ventrikel sind durch das intraventrikuläre elastische Septum getrennt.
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Das
Herz wird über
die linken und die rechten koronaren Arterien, die Öffnungen
in der Nähe der
Aortenklappe aufweisen, mit Blut versorgt. Das venöse Blut
wird zum rechten Atrium zu rückgeführt, mittels
der großen
Herzvene zum koronaren Sinus, mit der Öffnung nahe der Vena Cava Inferior.
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Die
in der US-5,792,194 beschriebene Meßvorrichtung ist ausgelegt,
Messungen in der rechten Seite des Herzens, der Niederdruckseite
des Herzens, auszuführen.
Es besteht ein großes
Interesse daran, Messungen, die die Hämodynamik der linken Seite
des Herzens wiederspiegeln, durchzuführen, um die Möglichkeiten
zu erhöhen,
die Funktion des Herzens korrekt zu analysieren.
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Die
US-A-5,995,870 beschreibt eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
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Es
ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, eine medizinische Vorrichtung
zu schaffen, die in der Lage ist, das Öffnen der Klappe oder der Klappen
der linken Seite des Herzens zu erfassen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Das
genannte Ziel wird durch eine medizinische Vorrichtung erreicht,
die die Merkmale aufweist, wie sie im kennzeichnenden Teil des unabhängigen Anspruches
aufgeführt
sind.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
sind in den abhängigen
Ansprüchen
angegeben.
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Die
Erfinder haben festgestellt, daß das Öffnen der
Klappen in der linken Seite des Herzens durch Messen der elektrischen
Impedanz unter Verwendung wenigstens eines Meßpols, der im koronaren Sinus
oder in der großen
Herzvene angeordnet ist und durch Ausführen einer abgestimmten Verarbeitung
des detektierten Impedanzsignals, erfassbar ist.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform wird
das detektierte Klappenöffnen,
insbesondere das Öffnen
der Aorten-Klappe, als ein Kennzeichen für ein Capture in einem Stimulationsschwellensuchalgorithmus
in einem implantierbaren Herzstimulator benutzt.
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Kurze Beschreibung
der beigefügten
Zeichnungen
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1 zeigt
eine vordere Ansicht (von oben) und eine hintere Ansicht (von unten)
eines menschlichen Herzens;
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2a und 2b beschreiben
Kurvenverläufe
eines Impedanzsignals, das durch eine unipolare Impedanzmessung
erhalten worden ist, sowie weitere Meßsignale;
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3a und 3b beschreiben
Kurvenverläufe
eines durch eine bipolare Impedanzmessung erhaltenen Impedanzsignals
sowie anderer Meßsignale;
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4a und 4b beschreiben
Kurvenverläufe
eines durch eine quadropolare Impedanzmessung erhaltenen Impedanzsignals
sowie weiterer Meßsignale;
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5 zeigt
ein Blockdiagramm einer Klappenöffnungs-Detektionsvorrichtung
gemäß der vorliegenden
Erfindung, und
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6 zeigt
ein Blockdiagramm eines implantierbaren Herzstimulators, der mit
einer Klappenöffnungs-Detektionsvorrichtung 2 gemäß der vorliegenden
Erfindung ausgestattet ist.
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Detaillierte
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
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1 zeigt
eine vordere Ansicht (von oben) und eine hintere Ansicht (von unten)
eines menschlichen Herzens. Im folgenden wird, unter Bezugnahme auf 1,
eine vereinfachte Beschreibung der Herzgefäße gegeben. Die rechten und
die linken Herzarterien versorgen das Herzgewebe mit arteriellem Blut.
Wie aus der vorderen Ansicht ersichtlich ist, werden sie mit Blut über Öffnungen
versorgt, die nahe der Aorta liegen. Das venöse Blut wird über die große Herzvene
und den koronaren Sinus zurückgeführt, dessen
Ausfluß nahe
der Vena Cava Inferior liegt. Der koronare Sinus folgt im wesentlichen
der horizontalen Ebene der Klappen, die die Atrien von den Ventrikeln
trennen. Auch der erste Teil der großen Herzvene folgt eine kurze
Strecke lang der horizontalen Ebene, bevor sie sich nach unten zum
Apex hin wendet.
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Durch
Anordnen einer mit Stimulationselektroden und/oder einer Abfühlvorrichtung
versehenen Elektrodenleitung innerhalb des koronaren Sinus oder
der großen
Herzvene ist ein Abfühlen
und eine Stimulation der linken Seite des Herzens möglich. Dies
ist eine bekannte Technik und ist beispielsweise in der US-5,129,394
beschrieben, die ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern
der Herzfrequenz proportional zum linken ventrikulären Druck
offenbart. Eine Leitung mit einem Drucksensor in der Nähe ihres
distalen Endes wird transvenös
durch den koronaren Sinus plaziert und in der koronaren Vene angeordnet.
Der Druck, der an dieser Stelle abgefühlt wird, ist proportional
zum linksventrikulären
Druck.
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Das Öffnen der
Aortenklappe und der Mitralklappe ist normalerweise geräuschlos,
im Gegensatz zum Schließen
der Klappen, das beispielsweise durch ein Stethoskop oder durch
irgendeine geeignete phonographische Aufzeichnung erfaßt werden kann.
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Wie
oben in der Beschreibung des relevanten Standes der Technik angegeben,
können
Impedanzmessungen unter Verwendung einer verschiedenen Anzahl von
Messpolen durchgeführt
werden.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung wird eine unipolare Impedanzmessung durch Positionieren
eines Meßpols
im koronaren Sinus (Sinus Coronaris, CS) oder in der großen Herzvene
(GCV) durchgeführt,
abgekürzt
CS/GCV. Der andere Meßpol
ist die indifferente Platte (Elektrode) des Gehäuses des medizinischen Implantats.
Zwischen dem CS/GCV-Meßpol und
der indifferenten Platte wird ein Impedanzstrom (4 kHz Rechteckwelle mit
einer Amplitude von 10 γA)
geführt.
Die Spannung wird zwischen den selben Polen abgefühlt.
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2a zeigt
die Kurvenverläufe
von etwa vier vollständigen
Herzzyklen eines Impedanzsignals (oben), das durch eine unipolare
Impedanzmessung erhalten worden ist, und eine Anzahl anderer gemessener
Signale, die verschiedene Herzereignisse in Beziehung zum Impedanzsignal
darstellen. Unterhalb des Impedanzsignals sind der rechtsventrikuläre und der
linksventrikuläre
Druck ersichtlich, die durch schnell reagierende Drucksensorelemente
eines bekannten Typs erhalten werden. Ein Flüssigkeits-Colon-Drucksensor
misst den arteriellen Druck unter Verwendung eines in der Aorta
positionierten Sensorelementes. Die beiden letzten Kurvenverläufe sind bipolare
interne Elektrokardiogramme (IECG) im rechten Atrium (RA) bzw. im
rechten Ventrikel (RV).
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Die
in der Figur links gezeigten Meßwerte sind
nur hinzugenommen, um die Größen der
Werte darzustellen.
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Das Öffnen der
Aortenklappe ist im Druckverlauf der Aorta angegeben und kann im
Impedanzsignal leicht als eine deutlich erkennbare Kerbe identifiziert
werden.
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2b zeigt
Kurvenverläufe
in Großaufnahme,
die etwas mehr als einen Herzzyklus abdecken. Von oben nach unten
sind der Aortendruck (AOP), der linksventrikuläre Druck (LVP), das interne
Elektrokardiogramm im rechten Ventrikel, im koronaren Sinus bzw.
im rechten Atrium (IECG_RV, IECG_CS, bzw. IECG_RA), das Imqpedanzsignal
(IMP_dZ3), das externe Elektro kardiogramm (ECGII) und die erste
Ableitung des linksventrikulären
Druckes (dLVP/dt) gezeigt.
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In
der Figur sind verschiedene Ereignisse durch die Zahlen 1–5 identifiziert.
- 1.
- Das CS/GCV-Blutvolumen
nimmt während
der ventrikulären
Systole zu, was durch das abnehmende Impedanzsignal dargestellt
ist.
- 2.
- Das CS/GCV-Blutvolumen
nimmt während
der frühen
ventrikulären
Diastole ab, was durch das zunehmende Impedanzsignal gezeigt ist.
- 3.
- Die Neigung des Impedanzsignals
der großen Herzvene ändert sich
leicht beim Öffnen
der Mitralklappe, was es möglich
macht, den Beginn der Diastole zu erfassen.
- 4.
- Das CS/GCV-Blutvolumen
nimmt während
der atrialen Systole zu, was als abnehmendes Impedanzsignal ersichtlich
ist.
- 5.
- Die ausgeprägte Kerbe
in der Blutimpedanz der großen
Herzvene entspricht dem Öffnen der
Aortenklappe.
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Gemäß einer
zweiten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine bipolare Impedanzmessung dadurch ausgeführt, daß zwei Meßpole in
CS/GCV positioniert werden. Zwischen den CS/GCV-Meßpolen wird
ein Impedanzstrom (4 kHz Rechteckwelle mit einer Amplitude von 10 μA) zugeführt. Die
Spannung wird zwischen denselben Polen abgefühlt.
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3a zeigt
die Kurvenverläufe
von etwa vier vollständigen
Herzzyklen eines Impedanzsignals (oben), das durch eine bipolare
Impedanzmessung erhalten worden ist und eine Anzahl anderer gemessener
Signale, die verschiedene Herzereignisse in Beziehung zu dem Impedanzsignal
darstellen. Diese anderen Signale entsprechen den in 2a gezeigten
Signalen.
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3b zeigt
Großaufnahmen
von Kurvenverläufen,
die etwas mehr als einen Herzzyklus abdecken. Die gezeigten Kurvenverläufe entsprechen
den Kurvenverläufen,
die in 2b gezeigt sind.
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Gemäß einer
dritten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird eine quadropolare Impedanzmessung dadurch ausgeführt, daß in CS/GCV
zwei Meßpole
positioniert und die Spitzen- und
Ringelektroden einer ventrikulären
Elektrodenleitung benutzt werden. Zwischen einem der CS/GCV-Meßpole und
einer der ventrikulären
Elektroden wird ein Impedanzstrom (4 kHz Rechteckwelle mit einer
Amplitude von 10 μA)
zugeführt.
Die Spannung wird zwischen den anderen Elektroden abgefühlt.
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4a offenbart
die Kurvenverläufe
von etwa vier vollständigen
Herzzyklen eines Impedanzsignals (oben), das durch eine quadropolare
Impedanzmessung erhalten worden ist und eine Anzahl anderer gemessener
Signale, die verschiedene Herzereignisse in Beziehung zu dem Impedanzsignal darstellen.
Diese anderen Signale entsprechen den in 2a gezeigten
Signalen.
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4b zeigt
Kurvenverläufe
in Großaufnahme,
die etwas mehr als einen Herzzyklus abdecken. Die gezeigten Kurvenverläufe entsprechen
den in 2b dargestellten Kurvenverläufen.
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Die
quadropolare Impedanz spiegelt das Öffnen der Aortenklappe und
das Öffnen
der Mitralklappe wieder. Eine Änderung
im Impedanzsignal ist vor der atrialen Kontraktion (X) ersichtlich
und möglicherweise
kennzeichnend für
einen Zeitpunkt, bei dem eine ausreichende Füllung vorliegt. Die quadropolare Impedanz
nimmt bei der atrialen Systole (Y) ab und ermöglicht somit eine hämodynamische
atriale Capture Verifikation.
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5 zeigt
ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen Klappenöffnungs-Detektionsvorrichtung 2.
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Die
Detektionsvorrichtung 2 enthält eine Impedanzmeßvorrichtung 4,
die durch Zuführen
bzw. Empfangen von Impedanzmeßsignalen 5 zu
bzw. vom Herzgewebe, beispielsweise entsprechend der oben beschriebenen
Technik, eine Impedanzmessung durchführt. Die Impedanzmeßvorrichtung 4 filtert
und verstärkt
das erfaßte
Impedanzsignal. Das so gefilterte und verstärkte Impedanzsignal 7 wird dann
einer Impedanzsignalverarbeitungsvorrichtung 6 zugeführt, die
mit einer Anzahl individueller Detektoren ausgestattet ist. Diese
Detektoren sind ein Aortenklappen-Öffnungs-Detektor 8,
der ausgelegt ist, ein erstes Detektionssignal 10 zu erzeugen,
ein Mitralklappen-Öffnungs-Detektor 12,
der ausgelegt ist, ein zweites Detektionssignal 14 zu erzeugen,
ein dritter Detektor 16, der ausgelegt ist, ein drittes
Detektionssignal 18 zu erzeugen und ein vierter Detektor 20, der
ausgelegt ist, ein viertes Detektionssignal 22 zu erzeugen.
Jeder Detektor ist individuell eingestellt, um einen speziellen
Teil des Impedanzsignals zu identifizieren, der ein spezielles Herzereignis
repräsentiert.
Die Anzahl der benutzten Detektoren ist natürlich optional und hängt nur
von der Anwendung ab.
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6 zeigt
ein Blockdiagramm eines implantierbaren Herzstimulators 25,
der mit einer erfindungsgemäßen Klappenöffnungs-Detektionsvorrichtung 2 ausgestattet
ist. Der Herzstimulator 25 enthält eine Sensorsteuereinheit 26,
die über
eine Verbindung 32, welche Sensorfrequenzwerte und eine
Zeitsteuerinformation zur Stimulationseinheit 30 liefert und
außerdem über eine
Verbindung 34, die den Stimulationszustand und eine Zeitsteuerinformation
zur Sensorsteuereinheit 26 liefert, mit einer Herzstimulationseinheit 30 verbunden.
Die Zeitsteuerinformation ist beispielsweise die Detektion eines
spontanen QRS-Komplexes, oder ob ein Stimulationsimpuls geliefert
worden ist. Die Sensorsteuereinheit 26 ist das Interface
zu den Detektionssignalen aus der Impedanzmessung, aber auch zu
zusätzlichen
hiermit über
die Verbindung 28 verbundenen Sensoren und steuert zusätzlich den
zeitlichen Meßablauf
und die Gewichtung der erhaltenen Sensorwerte.
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Die
Sensorsteuereinheit 26 beliefert die Herzstimulationseinheit 30 mit
einem Sensorfrequenzwert, der die Stimulationsfrequenz des Schrittmachers
abhängig
von einem gemessenen Sensorwert steuert. Dies ist eine etablierte
Technik, wie sie in frequenzadaptierenden Schrittmachern benutzt wird
und wird deshalb in vorliegender Anmeldung nicht näher beschrieben.
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Die
Sensorsteuereinheit 26 und die Herzstimulationseinheit 30 sind
auch mit einer Telemetrieeinheit 36 verbunden, die vorzugsweise über Radiowellen
mit einem außerhalb
der Haut 38 eines Patienten angeordneten Programmiergerät 40 kommuniziert.
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Die
Sensorsteuereinheit 26 enthält einen Speicher, in dem vorgewählte Ereignisse
für diagnostische
Zwecke gespeichert werden. Der Speicherinhalt kann zum Programmiergerät für eine weitere Analyse übertragen
werden. Es ist auch möglich,
aus dem Programmiergerät
in die Sensorsteuereinheit 26 und in die Herzstimulationseinheit 30 einen
speziellen Algorithmus zu laden.
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In 6 sind
auch eine indifferente Elektrode 42, die vorzugsweise am
Gehäuse
des Herzstimulators 25 angeordnet ist, und eine Elektrodenleitungsvorrichtung 44 gezeigt,
die wenigstens eine, mit einer oder mehreren Impedanzabfühlelektrode(n) versehene
Elektrodenleitung enthält,
die ausgebildet ist, im koronaren Sinus oder in der großen Herzvene angeordnet
zu werden. Die Elektrodenleitungsvorrichtung 44 kann auch
eine oder mehrere Elektrodenleitungen enthalten, die ausgebildet
ist sind, im Atrium und/oder im Ventrikel des Herzens angeordnet
zu werden.
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Der
Aortenklappen-Öffnungsdetektor 8 enthält eine
erste Impedanzsignalverarbeitungsvorrichtung zum Verarbeiten eines
detektierten Impedanzsignals entsprechend einer vorbestimmten ersten
Signalverarbeitung, so daß das Öffnen der
Aortenklappe erfaßt
werden kann. Die erste Signalverarbeitung wird durch Verstärken und
Filtern des Impedanzsignals in einer ersten Filtervorrichtung ausgeführt, die eine
erste Filtercharakteristik aufweist, um den relevanten Teil des
Impedanzsignals, das heißt,
die scharfe, in den 2–4 gezeigte Kerbe, herauszufiltern.
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Der
Mitralklappen-Öffnungsdetektor 12 enthält eine
zweite Impedanzsignalverarbeitungsvorrichtung zum Verarbeiten eines
detektierten Impedanzsignals entsprechend einer vorbestimmten zweiten
Signalverarbeitung. Die zweite Signalverarbeitung wird so ausgeführt, daß das Öffnen der
Mitralklappe erfaßt
werden kann. Die zweite Signalverarbeitung wird durch Verstärken und
Filtern des Impedanzsignals in einer zweiten Filtervorrichtung ausgeführt, die
eine zweite Filtercharakteristik aufweist.
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Sowohl
die erste als auch die zweite Filtercharakteristik enthalten einen
Bandpassfilterteil mit variablen unteren und oberen Grenzfrequenzen.
Die unteren und oberen Grenzfrequenzen werden abhängig von
dem zu erfassenden vorbestimmten Herzereignis eingestellt. Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung werden die Grenzfrequenzen für den Öffnungsdetektor der Aortenklappe auf
10–30
Hz und für
den Öffnungsdetektor
der Mitralklappe auf 2–16
Hz eingestellt. Das gefilterte Signal wird dann vorzugsweise einem
Schwellenwertdetektor zugeführt,
der eine vorzugsweise programmierbare Schwelle aufweist, welche
in Beziehung zu dem erfaßten
Ereignis eingestellt ist. Der Schwellenwertdetektor kann so ausgebildet
sein, daß er
während
eines Erfassungsfensters aktiv ist, das mit einem detektierten QRS-Komplex
oder einem Stimulationsimpuls synchronisiert ist. Im Hinblick auf
den Aortenklappen-Öffnungsdetektor
ist das Erfassungsfenster etwa 100–200 ms weit (vorzugsweise
100 ms) beginnend unmittelbar nach dem Auftreten eines QRS-Komplexes
oder der Ausgabe eines Stimulationsimpulses. Im Hinblick auf den
Mitralklappen-Öffnungs-Detektor
ist das Erfassungsfenster etwa 100–200 ms weit (vorzugsweise
100 ms), beginnend etwa 200–300
ms nach einem erfaßten
QRS-Komplex oder der Ausgabe eines Stimulationsimpulses und endend
mit dem nächsten
Auftreten eines QRS-Komplexes oder der nächsten Ausgabe eines Stimulationsimpulses.
Vorzugsweise könnten
die Breite des Zeitfensters, wie auch der Beginn des Zeitpunktes
für das
(Mitralklappen-) Fenster von der Herzfrequenz so abhängig sein,
daß sich
eine höhere Herzfrequenz
in kürzeren
Erfassungsfenstern und in einem früheren Startpunkt wiederspiegelt.
Die Erfassung einer Klappenöffnung
kann vorzugsweise dazu benutzt werden, um in der Steuereinheit 26 mittels bekannter
Zeitsteuermittel das Zeitintervall für die Erfassung innerhalb eines
Herzzyklus zu bestimmen, beginnend mit beispielsweise dem Auftreten
eines QRS-Komplexes oder der Ausgabe eines Stimulationsimpulses.
Diese Zeitinformation für
eine Klappenöffnungsdetektion
kann beispielsweise für
eine erhöhte
Zuverlässigkeit
bei der Unterscheidung zwischen dem Auftreten des Öffnens der
Aortenklappe und des Öffnens
der Mitralklappe benutzt werden, wie auch zur Bestimmung eines exakten
Zeitpunktes für
eine hämodynamische
Capture Verifikation (Öffnen
der Aortenklappe).
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist wenigstens ein Impedanzmeßpol so ausgelegt, daß er in
einer kardialen Vene, beispielsweise im koronaren Sinus oder in
der großen
Herzvene angeordnet werden kann. Die Messung wird dann zwischen
einem Pol in dem kardialen venösen
Blutgefäß und einer
indifferenten Elektrode am Gehäuse der
medizinischen Vorrichtung durchgeführt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird die Messung zwischen zwei Polen an der Elektrodenleitung
durchgeführt,
die ausgelegt ist, in eine kardiale Vene, beispielsweise in den
koronaren Sinus oder die große
Herzvene eingesetzt zu werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung wird die Messung zwischen drei Polen an einer Elektrodenleitung
ausgeführt,
die ausgelegt ist, in eine kardiale Vene, beispielsweise den koronaren Sinus
oder die große
Herzvene eingesetzt zu werden und einer indifferenten Elektrode
am Gehäuse
der medizinischen Vorrichtung.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die beschriebenen bevorzugten
Ausführungsformen
begrenzt. Verschiedene Alternativen, Modifikationen und Äquivalente
können
benutzt werden. Deshalb sollten die obigen Ausführungsformen nicht als Begrenzung
des Umfangs der Erfindung angesehen werden, dieser wird durch die
beigefügten
Ansprüche definiert.