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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Fahrzeuggetriebe, das
durch einen Betätiger
geschaltet wird und insbesondere ein Getriebe, das ein gleichmäßiges und
bequemes Starten eines Fahrzeugs ermöglicht.
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Das
Gesamtgewicht und die Last großer Lastwagen,
etwa von Sattelschleppern, unterscheidet sich erheblich, je nachdem,
ob die Zugmaschine keinen Anhänger
zieht (bzw. der Anhänger
leer ist und keine Last trägt)
oder ob die Zugmaschine einen voll beladenen Anhänger zieht. Um zufriedenstellende
Motorbetriebsbedingungen aufrechtzuerhalten und es einem Fahrer
zu ermöglichen,
ein Fahrzeug in jeder Situation bequem zu fahren, bietet ein großer Lastwagen
eine erheblich größere Anzahl
an Schaltpositionen als ein kleiner Lastwagen (z.B. ein Kleintransporter).
Ein großer
Lastwagen ist beispielweise mit einer Viergang-Hauptgetriebebaugruppe, einer vor der
Hauptgetriebebaugruppe befindlichen Zweigang-Vorschalt-Getriebebaugruppe
mit relativ kleiner Übersetzung
und einer nach der Hauptgetriebebaugruppe befindlichen Zweigang-Bereichsgetriebebaugruppe
mit relativ großer Übersetzung
ausgestattet. Die Kombination aus Vorschalt-Getriebebaugruppe, Haupt-Getriebebaugruppe
und Bereichs-Getriebebaugruppe liefert insgesamt sechzehn Schaltpositionen.
Durch Einsatz eines Getriebes mit einer derart großen Anzahl
an Gängen
kann ein Fahrer einen geeigneten Gang so wählen, dass über einen weiten Fahrzeuggeschwindigkeitsbereich
hinweg geeignete Motorbedingungen vorliegen. Zudem kann der Fahrer
die Fahrzeuggeschwindigkeit gleichmäßig erhöhen und verringern.
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Der
Wechsel der Gangposition wird mit Hilfe eines Betätigers durchgeführt und
durch eine zugehörige
Steuerung gesteuert. Allerdings wird der Beginn des Gangpositionswechsels
entweder automatisch eingeleitet und dabei durch die Steuerung gesteuert
oder aber manuell initiiert. Der Fahrer kann dabei einen Schalthebel
aus einer D-Position bzw. einem einer stabilen Fahrschaltposition
entsprechenden Bereich (= H-Position) kurzzeitig nach vorne bzw.
hinten kippen. Im manuellen Schaltmodus erkennt die Steuerung bei
einer Vorwärtsbewegung des
Schalthebels aus der H-Position durch den Fahrer, dass dieser das
Getriebe hochschalten will, während
die Steuerung bei einer nach hinten gerichteten Be wegung des Schalthebels
durch den Fahrer davon ausgeht, dass der Fahrer das Getriebe herabschalten
will. Daraufhin schaltet die Steuerung das Getriebe aus der momentanen
Schaltposition in einen höheren
oder niedrigeren Gang. Durch eine Wiederholung der Hochschaltoperation
(bzw. der Herabschaltoperation), wird das Getriebe nach und nach
in eine höhere
(bzw. niedrigere) Gangposition geschaltet. Hält der Fahrer den Schalthebel
in der H-Position, so wird die gegenwärtige Gangposition beibehalten.
Im Automatikschaltmodus muss der Fahrer den Schalthebel nicht bewegen;
stattdessen wählt
die Steuerung auch dann, wenn der Schalthebel in der D-Position
verbleibt, die geeignetste Gangposition auf der Grundlage des Motorbetriebszustands
und/oder der Fahrzeuggeschwindigkeit und bewirkt ein automatisches
Hoch- oder Herabschalten.
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Zwar
weist das Getriebe sechzehn Gänge auf;
während
des Fahrens kommen aber nicht alle Gänge vom ersten bis zum sechzehnten
Gang zum Einsatz. Es kann vorkommen, dass je nach dem Beladungszustand
des Fahrzeugs, der Absicht des Fahrer etc. einige Gänge häufig eingesetzt
werden. So wird beispielsweise beim Anfahren eines großen Lastwagens
mit Anhänger üblicherweise
eine sehr niedrige Gangposition, etwa der erste oder zweite Gang
ausgewählt,
sofern der Anhänger
eine relativ schwere Last trägt.
Andererseits kann bei einer nicht so schweren Last eine relativ
hohe Gangposition, etwa der vierte, fünfte oder sechste Gang ausgewählt werden.
Im letzteren Fall kann der Sattelschlepper in einem relativ hohen
Gang gleichmäßig anfahren
und beschleunigen und das Starten ist für den Fahrer unkompliziert.
Da zudem das Ausrücken
und Einrücken der
Kupplung weniger häufig
erfolgt als im vorherigen Fall, wird die Abnutzung der Kupplung
verringert und ihre Lebensdauer erhöht sich. Falls die Zugmaschine keinen
Anhänger
zieht, kann für
ein bequemes Anfahren ein noch höherer
Gang, etwa der neunte Gang ausgewählt werden. Der erste oder
zweite Gang können
in einer bestimmten Situation gewählt werden, beispielsweise
wenn ein Anfahren am Berg erfolgt, wenn aufgrund eines niedrigen
Luftdrucks im Gebirge das Motordrehmoment erhöht werden soll oder wenn der
Fahrer das Fahrzeug beim Einparken in einer Garage vorsichtig mit
geringer Geschwindigkeit bewegen sollte.
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Um
den großen
Lastwagen mit sechzehn Schaltposition gleichmäßig anzufahren, sollte in geeigneter
Weise ein Startgang in Abhängigkeit
von der Fahrzeuglast, den Straßenbedingungen,
der Absicht des Fahrers, den atmosphärischen Bedingungen etc. gewählt werden.
Allerdings erlaubt der Schalthebel nur ein Hoch- und Herunterschalten,
so dass in jeder Ausgangseinstellung immer zunächst der erste Gang ausgewählt wird
und die Schalthebelbetätigung
wiederholt werden muss, bis ein gewünschter Startgang erreicht
ist. Der Fahrer ist also gezwungen, den Schalthebel jedes Mal wiederholt
zu kippen, wenn er das Fahrzeug aus einem Anhaltezustand heraus starten
will. Dies ist mühsam
und es dauert eine bestimmte Zeit, bis das Fahrzeug gestartet werden kann,
wodurch sich der Fahrkomfort verringert.
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Zur
Lösung
des genannten Problems beschreibt die am 11.8.1995 veröffentlichte
japanische Patentanmeldung JP-A-7 208 590 mit der Offenlegungsnummer
7-208590 und dem
Titel "Gangpositionswahlschaltung
zum Einsatz in einem Halbautomatikgetriebe", die als nächstliegender Stand der Technik
betrachtet wird, eine Baugruppe für einen Sattelschlepper, welche
ein Relais aufweist, das mit einem Zündschalter in Serie geschaltet
ist und durch einen Anhänger-Pick-Up-Schalter aktiviert
wird, welcher wiederum pneumatisch durch das Bremssystem der Zugmaschine
aktiviert wird. Auf der Grundlage der Weiterleitungsoperation des
Relais wird festgestellt, ob ein Anhänger gezogen wird oder nicht.
Zieht eine Zugmaschine einen Anhänger,
so wird das Getriebe aus dem ersten Gang nach und nach (Gang für Gang)
in einen gewünschten
Gang geschaltet. Wird kein Anhänger
gezogen, so führt
die anfängliche Hochschaltoperation
durch den Fahrer zur Auswahl eines bestimmten Ganges, der höher ist
als der erste Gang, und das Getriebe wird sodann ausgehend von diesem
Gang nach und nach weitergeschaltet. Zieht die Zugmaschine einen
Anhänger
mit geringer Last, so will der Fahrer allerdings, wie erwähnt, üblicherweise
das Fahrzeug im vierten, fünften
oder sechsten Gang starten. Gemäß der genannten
japanischen Patentveröffentlichung
Nr. 7-208590 wird jedoch immer zunächst der erste Gang ausgewählt, sofern
das Fahrzeug einen Anhänger
zieht. Zudem muss der Fahrer die erste Hochschaltoperation auch
dann ausführen,
wenn das Fahrzeug keinen Anhänger
zieht, um in einen bestimmten Gang zu wechseln, ehe der gewünschte Gang
erreicht ist. Dar über
hinaus werden zumindest vier Signalleitungen benötigt, um festzustellen, ob
das Fahrzeug einen Anhänger
zieht oder nicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in jedem
Fahrzeug nahe der Zündschschaltung
eine dichte Verkabelung vorhanden ist, so dass zusätzliche
Kabel (mindestens vier zusätzliche
Leitungen) die Anordnung komplizieren.
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Aus
der
EP 0 681 121 A2 ist
ein Steuersystem für
mechanische Automatikgetriebesysteme bekannt. Die Steuerung bewirkt
eine festgelegte Reihe von Aktionen, wodurch ein Fahrzeugführer manuell einen
neuen Vorgabestartgang wählen
kann.
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Die
DE 29 52 204 A1 beschreibt
einen Personenkraftwagen mit einem herkömmlichen Vierganggetriebe und
einer Untersetzungsgetriebeeinheit. Die Untersetzungsgetriebeeinheit
wird in Abhängigkeit
davon, ob ein Anhänger
an den Personenkraftwagen gekoppelt ist oder nicht, automatisch
entweder in eine hohe oder niedrige Position geschaltet.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Baugruppe
für ein
Mehrganggetriebe anzugeben, die die genannten Probleme löst.
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Gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Einsatz mit
einem Getriebe nach Anspruch 1 vorgesehen. Die Vorrichtung kann
zudem einen Sensor zur Ermittlung des Vorhandenseins eines Anhängers umfassen,
wobei eine zweite Steuerung einen der zwei festgelegten möglichen
Startgängen
auf der Grundlage des vom Sensor gelieferten Ermittlungsergebnisses
auswählen
kann. Der Sensor kann das Vorhandensein eines Anhängers auf
der Grundlage der Veränderung
der Spannung oder der Stromstromstärke eines durch das Zugfahrzeug
an den Anhänger
zur Beleuchtung einer Bremslampe des Anhängers ausgegebenen Signals
feststellen. Der Sensor kann dabei aus einem Schalter vom Kontakt-Typ oder
vom optischen Typ bestehen, der am Zugfahrzeug angebracht ist, wobei
der Anhänger
mechanisch derart an das Zugfahrzeug gekoppelt ist, dass ein bestimmter
Abschnitt des Anhängers
den Schalter berührt,
wenn der Anhänger
durch das Zugfahrzeug gezogen wird. Ein Fahrer kann gegebenenfalls die
festgelegten Startgänge
bestimmen.
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Zusätzliche
Aufgaben, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich für
den Fachmann auf dem Gebiet dieser Erfindung aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung der Erfindung sowie den beigefügten Ansprüchen zusammen mit
der zugehörigen
Zeichnung.
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1 zeigt
ein Ablaufdiagramm für
die Auswahl eines von zwei möglichen
Startgängen
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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2 zeigt
ein Ablaufdiagramm zur Bereitstellung der beiden in 1 verwendeten
Startgangoptionen durch einen Lernprozess;
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3 zeigt
einen Motorantriebsmechanismus, welcher eine Getriebebaugruppe gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst;
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4 zeigt
die Einzelheiten des Getriebes und zugehöriger Pneumatikzylinder, welche
in der in 3 gezeigten Baugruppe zum Einsatz
kommen;
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5 zeigt
eine Tabelle von Gangkombinationen des Getriebes;
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6 zeigt
eine schematische Darstellung eines Anhängerdetektors;
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7 zeigt
einen modifizierten Anhängerdetektor;
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8 zeigt
eine schematische Darstellung eines in der in 3 gezeigten
Baugruppe eingesetzten Kupplungsbetätigers; und
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9 zeigt
ein weiteres Ablaufdiagramm zur Bereitstellung der beiden in 1 verwendeten Startgänge.
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Im
folgenden werden Ausführungsbeispiele der
vorliegenden Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügt Zeichnung
beschrieben.
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Ein
Getriebe gemäß der vorliegenden
Erfindung ist mit einer Steuerung ausgestattet, die bewirkt, dass
ein Betätigen
das Getriebe in Abhängigkeit
von von einem Fahrer vorgenommenen Hoch- und Herabschaltbewegungen
des Schalthebels schaltet. Das Getriebe umfasst zudem eine Startgangfestlegefunktion,
wie sich dies 1 entnehmen lässt, sowie
eine in den 2 bzw. 9 gezeigte
Startgangoptions-Bereitstellungsfunktion. Durch die letztere Funktion
werden mehrere Startgangoptionen bereitgestellt, aus denen ein Startgang durch
die Funktion gemäß 1 ausgewählt wird. Die
vorliegende Erfindung wird vorzugsweise bei einem Sattelschlepper
mit Dieselmotor und Mehrganggetriebe eingesetzt, wobei ein entsprechender
Sattelschlepper im folgenden beschrieben wird. Die Zugmaschine umfasst
zusätzlich
einen automatischen Kupplungsmechanismus zum Ein- und Ausrücken einer
Kupplung mit einem durch eine Steuerung gesteuerten Kupplungsbetätiger, sowie
einen manuellen Kupplungsausrück-
und Einrückmechanismus, der
durch ein Herabdrücken
und Freigeben des Kupplungspedals betätigt wird.
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Wie
sich 3 entnehmen lässt,
umfasst ein Motorantriebssystem das Getriebe 302, welches über eine
Kupplung 404 mit einem Motor 301 verbunden ist,
eine pneumatische Zylindereinheit 303, die als Betätiger für das Getriebe 302 dient,
einen Motordrehzahlsensor 304 zur Erfassung der Motordrehzahl,
einen Ausgangswellendrehzahlsensor 305 zur Erfassung der
Drehzahl einer Ausgangswelle des Getriebes 302, welche
der Fahrzeugsgeschwindigkeit entspricht, eine Steuerung (Getriebesteuereinheit
TMCU) 306 zur Durchführung
einer Steuerlogik für
Getriebegangpositionswechsel, einen Beschleunigungssensor 307 zur
Erfassung der Strecke, um die das Gaspedal herabgedrückt wird,
und zur Umwandlung dieser Strecke in einen Gaspedalöffnungsgrad,
eine Schalthebeleinheit 308 zur Übertragung einer vom Fahrer
durchgeführten
Schaltoperation an die Steuerung, einen (nicht dargestellten) Automatik/Manuell-(A/M)-Wahlschalter
zur Umschaltung zwischen einem manuellen Schaltmodus und einem Automatikschaltmodus,
einen Notfall-Positionsschalter 309 zur Auswahl eines bestimmten
Ganges unter speziellen Bedingungen, etwa in einem Notfall, ein Kupplungspedal 310 zum
manuellen Aus- und Einrücken
der der Kupplung, einen (nicht dargestellten) Brems sensor zur Ermittlung
eines geringfügigen
Herabdrückens
eines Bremspedals, eine Anhängersteckdose 602 (6),
die am hinteren Ende der Zugmaschine angebracht ist und zur Übertragung
eines Anhängerbremslampensignals
zum Anhänger dient,
einen Anhängerdetektor 600 (6 oder 7)
zur Feststellung, ob der Anhänger
von der Zugmaschine gezogen wird, einen (nicht dargestellten) Schaltpositionsdetektor
zur Feststellung einer gegenwärtigen
Schaltposition und einen in einer Konsole oder einer Armaturenbretteinheit
vor dem Fahrer angebrachten Schaltpositionsanzeiger 311 zur
Anzeige der gegenwärtigen
Schaltposition. Eine weitere Steuerung (Motorsteuereinheit: ECU) 312 führt eine
Steuerlogik für
die Motoroperation, beispielsweise bezüglich der Zeitsteuerung und
der Kraftstoffeinspritzmenge, durch. Ein Kupplungsbetätiger 313 wird
durch ein elektromagnetisches Ventil (MV) 314 zum automatischen
Aus- und Einrücken der
Kupplung angetrieben. Die Steuerung 306 empfängt vom
Motordrehzahlsensor 304, dem Ausgangswellen-Drehzahlsensor 305 und
weiteren Sensoren und Detektoren Signale, die die Fahrbedingungen des
Fahrzeugs anzeigen, und greift auf Hoch- und Herabschaltverzeichnisse
zu, die vorab in ihrem Speicher abgelegt wurden, um die nötigen Daten
abzurufen. Zudem ist die Steuerung 306 in der Lage, verschiedene
Funktionen und Operationen in bestimmten Zeitintervallen, etwa von
mehreren 10 Millisekunden, durch mehrmalige Zeitsteuerungsunterbrechung
durchzuführen
und/oder zu steuern. Die Getriebesteuerung 306 ist mit
der Motorsteuereinheit 312 durch einen Bus o.ä. derart
verbunden, dass sie mit der Motorsteuereinheit 312 kommunizieren
kann. Die Schalthebeleinheit 308 umfasst Rückwärts(R)-, Leerlauf(N)-,
Fahr(D)- bzw. Halte(H)-, Hochschalt(UP)- und Herabschalt(DOWN)-Positionen. Bei den
R-, N-, D- und H-Positionen handelt es sich um stabile bzw. stationäre Positionen,
während
es sich bei den UP- und DOWN-Positionen um vorübergehend eingenommene Übergangspositionen
handelt. Der Schalthebel 308 umfasst zudem den A/M-Schalter
am oberen Ende eines Hebelschafts. Das Bezugszeichen MVC1 bezeichnet
ein elektromagnetisches Ventil zur Aufrechterhaltung des Luftdrucks, MVC2
bezeichnet ein Kupplungsproportionalventil und MVCE steht für ein weiteres
elektromagnetisches Ventil für
Notfälle.
Das in 3 dargestellte Motorantriebssystem ist in der
japanischen Patentanmeldung Nr. 2000-63337 näher erläutert.
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Einzelheiten
des Getriebes 302 und der Pneumatikzylinder werden im folgenden
unter Bezugnahme auf 4 beschrieben.
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Das
Getriebe 302 umfasst eine Viergang-Hauptgetriebebaugruppe 401,
eine vor der Hauptgetriebebaugruppe 401 angeordnete Vorschalt-Baugruppe 402 mit
relativ kleiner Getriebeübersetzung
und eine hinter der Hautgetriebebaugruppe 401 angeordnete
Bereichsgetriebebaugruppe 403 mit relativ großem Übersetzungsverhältnis. Die
Vorschalt-Baugruppe 402 weist drei Positionen auf, d.h. einen
hohen Gang (H), einen niedrigen Gang (L) und einen Leerlaufgang.
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Die
Drehbewegung einer Eingangswelle 405 wird durch die Vorschalt-Baugruppe 402 von
der angetriebene Scheibe der Kupplung 404 weiter auf eine Gegenwelle 406 mit
dem H- oder L-Übersetzungsverhältnis übertragen
oder durch die Vorschalt-Baugruppe 402 unterbrochen. Die
Hauptgetriebebaugruppe 401 weist sechs Positionen auf,
nämlich
eine erste (1.), eine zweite (2.), eine dritte (3.), eine vierte (4.),
eine Rückwärts-(Rev)
und eine Leerlaufposition. Befindet sich die Vorgetriebebaugruppe 402 in
ihrer L-Position, so kommt ein durch die Eingangswelle 405 angetriebenes
Nockenrad mit einer durch die Pneumatikzylindereinheit 303 verschiebbaren
Hülse in
Eingriff und seine Drehbewegung wird auf eine Hauptwelle 407 übertragen.
Befindet sich die Vorschalt-Baugruppe 402 in ihrer H-Position
so kommt ein weiteres Nockenrad, das einstückig mit einem Hauptgetrieberad
ausgebildet ist, welches mit mit einem einstückig mit der Gegenwelle 40 ausgebildeten Gegenzahnrad
in Eingriff steht, in Eingriff mit einer Hülse und die Drehbewegung des
Nockenrades wird mit einem anderen Übersetzungsverhältnis auf
die Hauptwelle übertragen.
Somit werden durch die Hauptgetriebebaugruppe 401 bei einer
Vorwärtsbewegung
Drehbewegungen der Gegenwelle 406 mit vier unterschiedlichen Übersetzungsverhältnissen
in gleicher Drehrichtung bzw. bei einer Rückwärtsbewegung Drehbewegungen
mit nur einem Übersetzungsverhältnis in
die entgegengesetzte Drehrichtung auf die Hauptwelle 407 übertragen
bzw. die Drehbewegungen werden durch die Hauptgetriebebaugruppe unterbrochen.
Die Bereichsgetriebebaugruppe 403 umfasst einen Planetengetriebemechanismus 408, wobei
sie im einzelnen ein Sonnenrad, das auf der Hauptwelle 407 gehaltert
ist, eine Vielzahl von Planetenräder,
die das Sonnenrad umgeben, einen Träger, der an der Ausgangswelle 409 so
befestigt ist, das er die Planetenräder trägt, und ein die Planetenräder umgebendes
Hohlrad enthält.
Ein Keil auf einem Gehäuse
oder ein Keil auf der Ausgangswelle ist mit dem Hohlrad gekoppelt,
um die Drehungen der Hauptwelle 407 auf die Ausgangswelle 409 mit
dem Übersetzungsverhältnis H
bzw. L zu übertragen.
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Eine
Gegenwellenbremse 410 ist dazu vorgesehen, die Gegenwelle 406 abzubremsen.
Ein Sensor 411 ermittelt die Gegenwellendrehzahl. Die Gegenwellenbremse 410 und
der Gegenwellendrehzahlsensor 411 dienen zur Synchronisierung
der Drehbewegung eines Nockenrades auf der Hauptwelle 407 mit
derjenigen einer Hülse.
Anders ausgedrückt,
wird die Gegenwellenbremse 410 eingesetzt, um die Drehzahl
des Nockenrades zu verringern, wenn die aus einem Ausgangssignal
des Ausgangswellendrehzahlsensors 305 errechnete Hülsendrehzahl
geringer ist als die aus einem Ausgangssignal des Gegenwellendrehzahlsensors 411 errechnete Nockenraddrehzahl,
da beim dargestellten Ausführungsbeispiel
eine elektronische Synchronisationssteuerung ohne mechanische Synchronisiereinheiten
durchgeführt
wird. Entspricht die Drehzahl der Ausgangswelle im wesentlichen
derjenigen der Gegenwelle, so wird die Hülse in Eingriff gebracht.
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Die
pneumatische Zylindereinheit umfasst einen Vorschalt-Zylinder 412,
dessen Hubsteuerung durch drei elektromagnetische Ventile erfolgt,
einen Auswahlzylinder 413, dessen Hubsteuerung durch drei
elektromagnetische Ventile erfolgt, einen Hülsenverschiebezylinder 414,
dessen Hubsteuerung durch zwei elektromagnetische Ventile erfolgt,
einen Bereichszylinder 415, dessen Hubsteuerung durch zwei
elektromagnetische Ventil erfolgt, und eine Gegenwellenbremse 410,
deren Ein-/Aussteuerung durch ein einzelnes elektromagnetisches
Ventil 420 erfolgt, Die genannten elektromagnetischen Ventile werden
gemeinsam oder einzeln dazu eingesetzt, verschiedene Teile des Getriebes
zu schalten oder wunschgemäß zu aktivieren.
Der Pneumatikdruck wird vom Lufttank 416 zugeführt. Weitere
Einzelheiten zu dem Getriebe und den Pneumatikzylindern in 4 lassen
sich auch der bereits erwähnten
japanischen Patentanmeldung Nr.2000-63337 entnehmen.
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Der
Vorschaltzylinder 412 umfasst ein elektromagnetisches Ventil
MVH, das mit der Unterseite des Zylinders verbunden ist, ein elektromagnetisches Ventil
MVF, das mit dem Zylinderkörper
verbunden ist, und ein elektromagnetisches Ventil MVG, das mit der
Oberseite des Zylinders verbunden ist. Der Zylinderkörper nimmt
einen Zylinderkopf und zwei Stäbe auf,
die sich in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Ein weiterer
Zylinderkopf ohne Stab wird vom unteren Ende des Zylinders aufgenommen.
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Wird
nur das elektromagnetische Ventil MVF betätigt, so bewirkt dies, dass
der rechte Zylinderkopf sich zur Oberseite des Zylinders hinbewegt
(in der Zeichnung nach rechts). Dies führt dazu, dass sich die wirksam
mit dem rechten Stab verbundene Vorschalt-Hülse der Vorgetriebebaugruppe 402 in
die L-Position bewegt. Wird allein das elektromagnetische Ventil
MVG betätigt,
so bewirkt dies, dass sich der rechte Zylinderkopf zur Unterseite
des Zylinders hinbewegt, wodurch die Vorschalthülse in die H-Position gebracht
wird. Bei einer Betätigung
der beiden elektromagnetischen Ventile MVG und MVH bewegt sich der
linke Kopf nach rechts und der rechte Kopf nach links, bis der linke
Stab des rechten Kopfes am linken Kopf anliegt und der rechte Kopf
in einer mittigen Position anhält.
Dies führt
dazu, dass die Vorschalt-Hülse
in der neutralen Position verbleibt.
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Der
Auswahlzylinder 413 umfasst ein elektromagnetisches Ventil
MVE, das mit der Unterseite des Zylinders verbunden ist, ein elektromagnetisches Ventil
MVD, das mit dem Zylinderkörper
verbunden ist und ein elektromagnetisches Ventil MVC, das mit der
Oberseite des Zylinders verbunden ist. Ein erster Kopf mit sich
in entgegensetzte Richtungen erstreckenden Stäben wird vom Zylinderkörper aufgenommen,
während
ein zweiter Kopf ohne Stäbe
von der Zylinderunterseite aufgenommen wird.
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Wenn
nur das elektromagnetische Ventil MVD betätigt wird, so bewegt sich der
erste Kopf auf die Oberseite des Zylinders zu, so dass der mit dem vorstehenden
Stab verbundene Wähler 416 sich
in die N3-Position des Umschalters 417 bewegt. Aus der
N3-Position heraus kann die Hauptgetriebebaugruppe 401 in
die dritte oder vierte Gangposition geschaltet werden. Wird allein
das elektromagneti sche Ventil MVC betätigt, so bewegt sich der erste
Kopf auf die Unterseite des Zylinders zu, so dass der Wähler 416 sich
in die N1-Position des Umschalters 418 bewegt. Aus der
N1-Position heraus kann die Hauptgetriebebaugruppe 401 in
die Rückwärtsgangposition
geschaltet werden. Werden die beiden elektromagnetischen Ventile
MVC und MVE betätigt,
so bewegt sich der zweite Kopf auf den Zylinderkörper zu und der erste Kopf
bewegt sich auf die Unterseite des Zylinders zu, bis sein Stab am
zweiten Kopf anliegt und der erste Kopf in einer mittigen Position
anhält.
Somit hält
der Wähler 416 in
der N2-Position des Umschalters 419 an. Aus der N2-Position
heraus kann die Hauptgetriebebaugruppe 401 in die erste
oder zweite Gangposition geschaltet werden.
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Der
Hülsenschiebezylinder 414 umfasst
ein elektromagnetisches Ventil MVB, das mit einer Oberseite des
Zylinders verbunden ist, und ein mit der Unterseite des Zylinders
verbundenes elektromagnetisches Ventil MVA. Ein mit einem Stab ausgestatteter Kopf
wird vom Zylinderkörper
aufgenommen.
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Wenn
allein das elektromagnetische Ventil MVA aktiviert wird, so bewegt
sich der Kopf auf die Zylinderoberseite zu, so dass sich der mit
dem Stab verbundene Wähler 416 in
der Zeichnung nach links bewegt (in Richtung der Positionen für den Rückwärtsgang,
den zweiten Gang und den vierten Gang des Umschalters 417, 419 und 418).
Wird andererseits nur das elektromagnetische Ventil MVB aktiviert,
so bewegt sich der Kopf auf die Unterseite des Zylinders zu, so
dass der mit dem Stab verbundene Wähler 416 sich nach
rechts (in Richtung der Positionen für den ersten und den dritten
Gang) bewegt. Wenn beide elektromagnetischen Ventile MVA und MVB
aktiviert werden, so wird der Kopf in eine Leerlaufposition gebracht
und der Wähler 416 nimmt
eine Leerlaufposition ein.
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Die
Umschalter 417, 419 und 418 sind wirksam
mit den zugehörigen
Hülsen
der Hauptgetriebebaugruppe 401 verbunden. Wenn der Auswahlzylinder 413 den
Wähler 416 dazu
bringt, sich in die N1-, N2- oder N3-Position zu bewegen und der
Hülsenschiebezylinder 414 den
Wähler 416 in
Bewegung versetzt, kommt somit eine gewünschte Hülse mit einem gewünschten
Nockenrad in Eingriff und die Hauptgetriebebaugruppe 401 wird
in ihre erste, zweite, dritte oder vierte Gangpo sition oder in ihre
Rückwärtsgangposition
geschaltet. Zudem befindet sich die Hauptgetriebebaugruppe 401 im
Leerlaufzustand, wenn der Wähler 416 in
den Leerlaufzustand gebracht wird.
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Der
Zylinder 415 für
die Bereichsgetriebebaugruppe umfasst ein elektromagnetisches Ventil MVI,
das mit der Oberseite des Zylinders verbunden ist, und ein elektromagnetisches
Ventil MVJ, das mit der Unterseite des Zylinders verbunden ist.
Ein mit einem Stab versehener Kopf wird vom Zylinderkörper aufgenommen.
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Wenn
nur das elektromagnetische Ventil MVI aktiviert wird, so wird der
Kopf derart zur Unterseite des Zylinders hin bewegt, dass die Bereichshülse der mit
dem Stab verbundenen Bereichsgetriebebaugruppe 403 in die
H-Position bewegt wird. Wird allein das elektromagnetische Ventil
MVJ aktiviert, so wird der Kopf derart zum oberen Ende des Zylinders
hinbewegt, dass die Bereichshülse
in die L-Position
gebracht wird.
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Durch
ein wahlweises An- und Abstellen der genannten elektromagnetisches
Ventile der Pneumatikzylinderbaugruppe ist es möglich, das mehrstufige Getriebe 401 zwischen
achtzehn unterschiedlichen Gangpositionen umzuschalten (sechzehn
Vorwärts- und
zwei Rückwärtsgänge). Zudem
erhält
man zwei Leerlaufgänge,
nämlich
den Vorschalt-Leerlaufgang und den Hauptgetriebeleerlaufgang.
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Der
Gangpositionsdetektor ermittelt eine gegenwärtige Gangposition aus den
Bedingungen (ein- oder ausgeschaltet) der in der oben beschriebenen Weise
gesteuerten elektromagnetischen Ventile. Alternativ hierzu kann
ein Sensor an jedem der Pneumatikzylinder angebracht sein, um einen
Zylinderstabhub zu erfassen, wobei dann der gegenwärtige Gang
indirekt aus den Ausgangssignalen dieser Sensoren ermittelt wird.
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Im
folgenden werden der Kupplungsbetätiger und zugehörige Elemente
unter Bezugnahme auf 8 erläutert.
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Bei
diesem Ausführungsbeispiel
dient ein Kupplungsverstärker 801 als
Kupplungsbetätiger 313.
Der Hub des Kupplungsverstärker 801 wird durch
von einem Proportionalventil 802 kommende Luft angepasst
oder verändert.
Ein Ein-/Aus-Ventil 803 ist
stromaufwärts
von dem Proportionalventil 802 angeordnet, um die Luftzufuhr
zu blockieren. Ein Notfallventil 804 ist dazu vorgesehen,
die Kupplung unter Krafteinwirkung auszurücken. Ein Kupplungspedal 310 betätigt einen
Auslösekolben 805 des
Kupplungsverstärkers 801.
Das Bezugszeichen 811 bezeichnet eine Luftdruckquelle,
während 812 ein
Doppelrückschlagventil 812 bezeichnet.
Der Kupplungsverstärker 801 bringt
ein Element 806 dazu, sich proportional zu der ihm zugeführten Luft
zu bewegen. Das Element 806 ist mit der Druckplatte der
Kupplung 404 verbunden.
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Wird
die Hauptstromquelle durch einen Zündschalter des Fahrzeugs angestellt,
so schaltet die Steuerung ein Ein-/Aus-Ventil 803 ein,
um den Luftdruck den Proportionalventil 802 zuzuführen. Wird
die Stromquelle ausgeschaltet, so wird auch das Ein-/Aus-Ventil 803 ausgeschaltet,
um einen Druckabfall aufgrund eines Ausströmens von Luft durch das Proportionalventil 802 zu
verhindern. Beim Aus- und Einrücken
der Kupplung liefert die Steuerung 306 einen Steuerstrom
an das Proportionalventil 802. Das Proportionalventil 802 führt die
Luft dem Kupplungsverstärker 801 proportional
zum Strom zu, so dass mit Hilfe des Stroms die Kupplungsposition zwischen
einer vollständig
ausgerückten
und einer vollständig
eingerückten
Position gesteuert werden kann. Durch die Steuerung 306 kann
somit eine Feinsteuerung für
einen halb-eingerückten
Zustand der Kupplung durchgeführt
werden. Das Notfallventil 804 kann die Kupplung 404 abrupt
ausrücken,
um so ein plötzliches
Starten des Fahrzeugs zu verhindern. Dieses Ventil ist nützlich,
wenn ein bestimmtes Bauteil bzw. mehrere Bauteile der Vorrichtung
nicht korrekt funktioniert bzw. funktionieren. Das Ein- und Ausschalten
des Notfallventils 804 erfolgt durch einen von der Steuerung 306 ausgegebenen
Steuerbefehl oder durch ein vom Fahrer vorgenommenes manuelles Betätigen eines
(nicht dargestellten) Notschalters. Wird das Kupplungspedal 310 betätigt, so bewirkt
der hieraus resultierende Hydraulikdruck eine Bewegung des Elements 806 und
des Auslösekolbens 805,
wodurch die Luft dem Kupplungsverstärkers 801 zugeführt wird.
Dies unterstützt
die Bewegung des Elements 806.
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In 5 ist
eine Tabelle mit mehreren Gang-Kombinationen des sechzehn Gangpositionen aufweisenden
Getriebes 302 dargestellt, d.h. es ist gezeigt, wie die
Vorschalt-Baugruppe 402, die Hauptgetriebebaugruppe 401 und
die Bereichsgetriebebaugruppe 403 zur Herstellung eines
synthetischen Ganges (Gangposition des Getriebes 302 als
Ganzes) kombiniert werden. Wird die Hauptgetriebebaugruppe 401 in
die Position für
den ersten Gang, die Bereichsgetriebebaugruppe 403 in ihre
L-Position und die Vorgetriebebaugruppe 402 in ihre L-
oder H-Position
gebracht, so erhält
man den ersten oder zweiten der sechzehn Gänge des Getriebes. Wird die Hauptgetriebebaugruppe 401 in
den ersten Gang und die Bereichsgetriebebaugruppe 403 in
ihre H-Position geschaltet, während
die Vorschalt-Baugruppe 402 in ihre L- oder H-Position
gebracht wird, so erhält
man den neunten oder zehnten der sechzehn Gänge. Andere Kombinationen sind
nicht dargestellt, wobei sich der dritte bis achte und der elfte bis
sechzehnte Gang jedoch ganz offensichtlich durch den Einsatz anderer
Gangpositionen der Hauptgetriebebaugruppe 11 ergeben.
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In 6 ist
ein Anhängerdetektor 600 dargestellt.
Zieht die Zugmaschine den Anhänger,
so ist es notwendig, das bei einer Betätigung des Bremspedals eine
Bremslampe am hinteren Ende des Anhängers eingeschaltet wird. Somit
sollte ein Anhängerbremslampen-Einschaltsignal 601 von
der Zugmaschine an den Anhänger
gesandt werden. Zu diesem Zweck ist eine Anhängersteckdose 602 am
hinteren Ende der Zugmaschine vorgesehen. Wird ein vom Anhänger ausgehender
Stecker 603 mit der Anhängersteckdose 602 gekoppelt,
so kann das Anhängerbremslampensignal 601 zu
einer Anhängerbremslampe 604 gelangen.
Der Anhängerdetektor 600 ist
in der Steuerung 306 angeordnet, die das Anhängerbremssignal 601 ausgibt,
und stellt auf der Grundlage eines Spannungsabfalls oder der Stromstärke des Bremslampensignals 601 fest,
ob ein Anhänger
gezogen wird oder nicht. Es sei darauf hingewiesen, dass der Anhängerdetektor
auch in einer anderen, zur Steuerung anderer Lampen ausgelegten
Steuerung vorgesehen sein kann. Wird der Stecker 603 nicht
mit der Steckdose 602 gekoppelt, so behält das Bremslampensignal 601 dieselbe
Spannung bei wie die Stromquelle der Steuerung 306 und
es fließt
kein Strom.
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Der
Anhängerdetektor 600 kann
in der in 7 gezeigten Weise abgewandelt
werden. Da ein (nicht dargestellter) vorderer Abschnitt des Anhängers mechanisch
mit dem hinteren Abschnitt 701 der Zugmaschine in Eingriff
steht, wird hierbei im einzelnen ein Kontaktschalter oder optischer
Schalter 702 am hinteren Bereich der Zugmaschine 701 vorgesehen,
um den vorderen Abschnitt des Anhängers zu erfassen, und ein
Ein-/Aus-Signal dieses Schalters 702 wird zum Anhängerdetektor 600 in
der Steuerung 306 gesandt, um festzustellen, ob eine Verbindung
zwischen dem Anhänger
und der Zugmaschine hergestellt wurde. Falls der Schalter 702 eingeschaltet
ist, so wird ein Massespannungssignal der Steuerung 306 zugeführt. Ist
der Schalter 702 ausgeschaltet, so wird ein Signal an die
Steuerung 306 gesandt, das dieselbe Spannung aufweist wie
die Stromquelle der Steuerung 306.
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Auf
diese Weise wird durch den Anhängerdetektor 600 ermittelt,
ob ein Anhänger
an der Zugmaschine angehängt
ist oder nicht, so dass der Fahrer nicht auf das Vorhandensein eines
Anhängers hinter
der Zugmaschine achten muss. Der Fahrer muss keinerlei Signale durch
Betätigung
eines Schalters o.ä.
an die Steuerung geben, die das Vorhandensein oder die Abwesenheit
eines weiteren Fahrzeugs angeben. Dies vereinfacht die Aufgabe des Fahrers
und verringert die Gefahr, dass dieser einen Fehler macht. Da der
Anhängerdetektor
in 6 innerhalb der Steuerung 306 angeordnet
ist und nur dazu dient, das Anhängerbremslampensignal 601 zu überwachen,
werden keine speziellen und zusätzlichen
elektrischen und/oder elektronischen Bauteile und entsprechende
Leitungen benötigt.
Bei dem Anhängerdetektor
gemäß 7 ist
als einziges zusätzliches
elektrisches/elektronisches Bauteil der Schalter 702 erforderlich.
Der Schalter 702 kann direkt mit der Steuerung 306 verbunden
sein, so dass die Verkabelung unkompliziert ist.
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Im
folgenden wird ein Gang zum Starten des Fahrzeugs (Startgang) unter
Bezugnahme auf 1 detailliert beschrieben.
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Wenn
der Schalthebel 308 aus der N-Position in die D-Position
gebracht wird, so erkennt die Steuerung 306, dass der Fahrer
das Fahrzeug starten will. Vor dem Starten des Fahrzeugs führt die Steuerung
den Ablauf gemäß 1 aus.
Im einzelnen wird dabei auf der Grundlage des Ermittlungsergebnisses
vom Anhänger
Sensor 600 im Schritt S1 bestimmt, ob der Anhänger gezogen
wird oder nicht. Wird der Anhänger
gezogen, so geht das Programm zum Schritt S3 über und wählt einen geeigneten Gang für die betreffende
Situation, etwa den 4. Gang, aus. Wird kein Anhänger gezogen, so geht das Programm
zum Schritt S2 über
und wählt
beispielsweise den 9. Gang aus. Die in S2 oder S3 gewählte Gangposition
wird als Anfangswert für
das Getriebe 302 verwendet, wenn der Getriebebetätiger das
Getriebe 302 zu dem Zeitpunkt schaltet, an dem das Fahrzeug gestartet
wird.
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Die
Gangpositionen in den Schritten S2 und S3 werden vorab festgelegt.
Der Fahrer kann entscheiden, welche der sechzehn Gangpositionen
in den Schritten S2 und S3 ausgewählt werden sollen, wobei die
Steuerung 306 diese Gangpositionen speichert. Dementsprechend
muss der Fahrer beim Starten des Fahrzeugs den Schalthebel 308 nur
in die D-Position kippen; der Fahrer muss keinerlei Hochschaltoperation
(oder Herabschaltoperation) durchführen, so dass die Anfahroperation
des Fahrzeugs erheblich vereinfacht wird. Zudem wird die Häufigkeit der
Kupplungsaus- und -einrückvorgänge gegenüber herkömmlichen
Anordnungen, bei denen ein schrittweise Schalten (von einem Gang
in den nächsten} vom
ersten Gang aus notwendig ist, reduziert, der Kupplungsverschleiß verringert
und die Lebensdauer der Kupplung verlängert.
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Im
folgenden wird unter Bezugnahme auf 9 beschrieben,
wie die Gangpositionen für
S2 und S3 festgelegt und gespeichert werden.
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Zuerst
wird in S91 unter Einsatz des Ausgangswellendrehzahlsensors 305 feststellt,
ob die Fahrzeuggeschwindigkeit null beträgt oder nicht. Hierdurch lässt sich
ermitteln, ob das Fahrzeug angehalten wurde oder nicht. Wurde das
Fahrzeug nicht angehalten, so muss kein Startgang bestimmt werden.
Dementsprechend geht das Programm zu dem Schritt ENDE über. Wurde
das Fahrzeug angehalten, besteht die Möglichkeit, dass sich das Fahrzeug
in einem Stand-By-Zustand für
das Starten befindet, so dass das Programm zum Schritt S92 übergeht.
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Im
Schritt S92 wird festgelegt, ob die synthetische Gangposition des
Getriebes 302 der Leerlaufgang ist oder nicht. Handelt
es sich um den Leerlaufgang, so befindet sich das Fahrzeug nicht
in dem Stand-By-Zustand für
das Starten. Somit ist eine Festlegung eines Startgangs nicht notwendig
und das Programm geht zu dem Schritt ENDE über. Falls die synthetische
Gangposition des Getriebes nicht der Leerlaufgang ist, so bedeutet
dies, dass ein bestimmter Gang durch den Fahrer ausgewählt wurde. Der
Fahrer hat das Getriebe in diese Gangposition hoch- oder heruntergeschaltet,
während
das Fahrzeug angehalten war.
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Im
nächsten
Schritt (S93) wird festgelegt, ob der Anhänger gezogen wird oder nicht.
Wird der Anhänger
gezogen, so wird die durch den Gangpositionssensor ermittelte gegenwärtige Schaltposition
als Startgang für
den "Anhänger-wirdgezogen"-Zustand gespeichert
(S94). Dieser Startgang wird im Schritt S3 in 1 verwendet.
Falls kein Anhänger
gezogen wird, so wird die ermittelte gegenwärtige Gangposition als Startgang
für den "kein-Anhänger"-Zustand (S95) gespeichert
und im Schritt S2 der 1 eingesetzt.
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Sobald
auf diese Weise die Startgänge
für S2
und S3 in der Steuerung gespeichert wurden, wird beim Starten des
Fahrzeugs einer dieser Gänge
gemäß dem Ablaufdiagramm
der 1 automatisch ausgewählt.
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Ein
weiteres Verfahren zum Bereitstellen der beiden Startgangpositionen
durch einen Lernprozess unter bestimmten Bedingungen wird unter
Bezugnahme auf 2 beschrieben.
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Zuerst
wird im Schritt S21 auf der Grundlage des vom Ausgangswellendrehzahlsensor 305 kommenden
Ausgangssignals festgelegt, ob die Fahrzeuggeschwindigkeit null
km/h beträgt
der nicht. Dies bestätigt,
dass das Fahrzeug stillsteht. Wurde das Fahrzeug nicht angehalten,
so hat die gegenwärtige Situation
nichts mit der Auswahl eines Startganges zu tun, so dass kein Lernschritt
stattfindet.
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Wurde
das Fahrzeug angehalten, so besteht die Möglichkeit, dass ein Fahrer
das Fahrzeug starten will. Somit geht das Programm zum nächsten Schritt
(S22) über.
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Im
Schritt S22 wird auf der Grundlage eines Signals vom Bremssensor
ermittelt, ob das Bremspedal betätigt
wird oder nicht. Lautet die Antwort 'nein', so
erfolgt kein Lernschritt. Es sei allerdings darauf hingewiesen,
dass in diesem Schritt nicht tatsächlich ermittelt wird, ob die
Bremse arbeitet, sondern nur ob der Fahrer will, dass der Startganglernprozess
beginnt. Anders ausgedrückt
ist das Bremssensorsignal für
den Lernprozess notwendig. Wird der Bremssensor nicht zu diesem
Zweck eingesetzt, kann ein gesonderter Lernstartschalter vorgesehen
werden. In einem solchen Fall erfolgt das Lernen nur wenn der Fahrer
den Schalter einschaltet. Eine Verwendung des Bremssensors ist vorteilhaft,
da hierdurch die Teilezahl reduziert wird.
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Daraufhin
wird im Schritt S23 festgelegt, ob die Gaspedalöffnung (d.h. der Grad, in dem
das Gaspedal herabgedrückt
wird) 0 % beträgt,
wodurch überprüft wird,
ob eine Betätigung
des Gaspedals erfolgt. Beträgt
die Fahrzeuggeschwindigkeit 0 km/h und der Bremssensor ist angeschaltet,
aber das Gaspedal wird betätigt,
so wird davon ausgegangen, das das Fahrzeug sich auf einer nicht
ebenen Straße
befindet und z.B. bergauf fährt.
In einem solchen Fall erfolgt kein Lernvorgang. Andererseits geht
das Programm zum Schritt S24 über,
wenn das Gaspedal nicht betätigt
wird.
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Im
Schritt S24 wird ermittelt, ob ein festgelegter Zeitraum verstrichen
ist, seit das Fahrzeug angehalten wurde. Der festgelegte Zeitraum
kann dabei 1,5 Sekunden betragen. Der Grund hierfür ist, dass keine
Notwendigkeit besteht, den Startgang erneut zu erlernen, wenn das
Fahrzeug nur gezwungen ist, kurzzeitig, etwa an einer Haltelinie
oder an einem Bahnübergang,
anzuhalten. Lautet die Antwort "nein", so geht das Programm
zum Schritt ENDE über.
Ist der festgelegte Zeitraum allerdings abgelaufen, so ist möglicherweise
ein Erlernen des Startgangs nötig.
Das Programm geht nun zum Schritt S25 über. Es sei allerdings darauf
hingewiesen, dass dann, wenn das Fahrzeug an einer roten Ampel oder während des
Rechts- oder Linksabbiegens, oder aber vor einem Fußgängerübergang
für den festgelegten
Zeitraum anhalten muss, der Fahrer das Bremspedal freigeben oder
den Schalthebel in die neutrale Position bewegen kann. Hierdurch
wird der Lernprozess beendet. Falls das Fahrzeug geparkt wurde,
wird der Fahrer das Bremspedal möglicherweise
bald freigeben oder den Schalthebel in die neutrale Position bewegen.
Auch dies verhindert die Durchführung
des Lernprozesses. Will der Fahrer/die Fahrerin hingegen, dass ein
Lernprozess stattfindet, um einen anderen Startgang zu bestimmen,
nachdem das Fahrzeug für
den festgelegten Zeitraum angehalten wurde, so betätigt er
oder sie leicht das Bremspedal, um den Lernvorgang anzufordern.
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Im
nächsten
Schritt S25 wird festgestellt, ob die synthetische Gangposition
des Getriebes 302 der Leerlaufgang ist oder nicht. Falls
es sich um den Leerlaufgang handelt, so befindet sich da Fahrzeug nicht
in einem Start-Stand-By-Zustand, so dass kein Lernvorgang erfolgt.
Falls es sich nicht um den Leerlaufgang handelt, so wurde ein bestimmter
Gang ausgewählt
und dieser Gang wird als Startgang gespeichert. Es sei darauf hingewiesen,
dass anstelle der Bestimmung, ob es sich um den Leerlaufgang handelt
oder nicht, im Schritt S25 festgestellt werden kann, ob sich der
Betätiger
in einem Schaltprozess befindet. Falls der Betätiger die Schaltoperation beendet,
so wurde ein bestimmter Gang als Startgang ausgewählt.
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Wurden
alle genannten Bedingungen erfüllt, so
erfolgt das Erlernen des Startgangs. Wenn also insgesamt bei einem
Anhalten des Fahrzeugs das Bremspedal betätigt und das Gaspedal nicht
betätigt wird,
ein festgelegter Zeitraum verstrichen ist, nachdem das Fahrzeug
angehalten wurde, und der synthetische Gang des Getriebes nicht
der Leerlaufgang ist, so erfolgt ein Startganglernprozess. Hierdurch
erfolgt das Erlernen des Startgangs nur dann, wenn der Fahrer dies
will. Der Startgang in einer außergewöhnlichen
Situation wird nicht erlernt und ein Startganglernprozess kann zudem
auch in einer normalen Situation nicht erfolgen, sofern der Fahrer
dies nicht will. Dementsprechend wird der Startgang gemäß den Absichten
bzw. Wünschen
des Fahrers gespeichert und der Fahrer kann das Fahrzeug bequem
erneut starten. Falls das Fahrzeug in einen Verkehrsstau gerät oder am
Hügel anfährt, so
wird das Bremspedal betätigt,
bevor das Gaspedal zum Starten des Fahrzeugs betätigt wird, so dass der Lernvorgang ausgelöst wird.
Für den
nächsten
Start wird somit automatisch ein Startgang gewählt, der für das Anfahren am Berg geeignet
ist.
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Zudem
wird im Schritt S26 festgestellt, ob der Anhänger gezogen wird oder nicht,
um gesonderte Startgänge
zu speichern, wenn der Anhänger
gezogen wird (S27) bzw. wenn kein Anhänger gezogen wird (S28). Wird
die Zugmaschine mit Anhänger
gestartet, so wird der für
diese Situation gespeicherte Startgang im Schritt S3 der 1 herangezogen, während dann,
wenn die Zugmaschine ohne Anhänger
gestartet wird, der für
diese Situation gespeicherte Startgang im Schritt S2 der 1 herangezogen wurde.
Auf diese Weise wird immer ein geeigneter Startgang gewählt.