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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Sachgebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf ein optisches Element
für einen
Infrarot-Laser und auf ein Herstellverfahren dafür. Genauer gesagt bezieht sie
sich auf ein optisches, beschichtetes Element, wie beispielsweise
eine Fokussierungslinse, ein Fenster, oder dergleichen, um bei einem
Infrarot-Laser, angewandt bei Bearbeitungsvorgängen, wie beispielsweise einem
Hochleistungs-Kohlendioxid-(CO2)-Laser, angewandt
zu werden, und auf ein Herstellverfahren dafür.
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Beschreibung
des Stands der Technik
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Herkömmlich ist,
in einer Bearbeitungsmaschine, die einen Infrarot-Laser, wie beispielsweise einen
Hochleistungs-Kohlendioxidlaser (Emissionswellenlängen: 10,6 μm), verwendet,
Zinkselenid (ZnSe), das für
infrarote Strahlen transparent ist, als ein Substrat für optische
Elemente für
den Resonator und Fokussierungssysteme, wie beispielsweise einen
Ausgangskopplungsspiegel, einen hinteren Spiegel, eine Fokussierungslinse,
und dergleichen, verwendet worden. Andererseits sind Spiegel unter Verwendung
von Silizium (Si) oder Kupfer (Cu) als das optische Substrat für optische
Elemente des Reflexionssystems verwendet worden.
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Ein
optischer Dünnfilm
wird auf der Oberfläche
des Substrats für
diese optischen Elemente beschichtet, wodurch die optischen Elemente
eine erwünschte,
optische Funktion haben. Insbesondere wird, in dem Fall eines optischen
Elements für
einen Kohlendioxidlaser, starke Energie auf die Oberfläche und
innerhalb des optischen Elements aufgrund einer Reflexion oder Transmission
des Laserlichts zugeführt.
So sind Thoriumfluorid (ThF4) oder Halbleitermaterialien,
wie beispielsweise Zinkselenid (ZnSe) und Zinksulfid (ZnS), die
eine niedrige Filmabsorption haben, für Materialien des optischen
Dünnfilms verwendet
worden, um auf der Oberfläche
des Substrats beschichtet zu werden.
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In
neuerer Zeit ist, da eine Materialbearbeitung durch einen Hochleistungslaser
praktikabel gemacht worden ist, eine hoch genaue und stabile Bearbeitung
benötigt
worden, und die Notwendigkeit hat schnell zugenommen, um die Absorption
von Laserstrahlen durch einen optischen Dünnfilm, der auf optischen Elementen
beschichtet werden soll, zu unterdrücken. Unter solchen Umständen ist
eine Untersuchung und Entwicklung einer Filmherstellungstechnologie
vorgenommen worden, um optische Dünnfilme für Laser zu erhalten, die Charakteristika
einer niedrigen Laserstrahlabsorption und einer hohen Haltbarkeit
haben.
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Zum
Beispiel offenbart das US-Patent Nr. 6,020,992 einen Beschichtungsfilm
für optische
Elemente für
einen Infrarot-Laser mit einer niedrigen Absorption von 0,11 bis
0,12, die durch Laminieren eines Bariumfluorid-(BaF2)-Films,
der einen niedrigen Brechungsindex besitzt, und eines ZnSe-Films,
der einen hohen Brechungsindex besitzt, alternativ, auf einem ZnSe-Substrat
erhalten wurden.
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Allerdings
tendiert, in dem Beschichtungsfilm, der in dem vorstehend erwähnten US-Patent
offenbart ist, der ZnSe-Film dazu, dass er leicht abgelöst wird,
da der ZnSe-Film, gebildet auf der obersten Schicht, dicker als
der BaF2-Film ist. Zusätzlich verschlechtert sich,
da der BaF2-Film eine hygroskopische Eigenschaft
besitzt, in dem Fall, bei dem die Oberfläche des ZnSe-Films beschädigt wird,
der BaF2-Film leicht durch den beschädigten Bereich,
so dass es schwierig wird, die Absorption des gesamten Beschichtungsfilms
so beizubehalten, dass er so niedrig wie ein optisches Element ist.
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Weiterhin
wird, wenn der ZnSe-Film dick ist, das Transmissionsvermögen des
Spektrums extrem empfindlich in Bezug auf die Dicke des ZnSe-Films bei
dem Wellenlängenbereich
des Infrarot-Lasers. Da sich das Transmissionsvermögen im Wesentlichen
aufgrund einer leichten Differenz der Filmdicke ändert, wird es notwendig, genau
die Filmdicke in dem Filmherstellungsvorgang zu kontrollieren, um ein
erwünschtes
Transmissionsvermögen
zu erhalten. Allerdings ist es schwierig, die Filmdicke so zu kontrollieren,
dass die anti-reflektive Funktion das höchste Niveau aufgrund der optischen,
spektralen Charakteristika des Beschichtungsfilms zeigen kann. Weiterhin
erfordert es, da der ZnSe-Film dick ist, eine lange Dampfniederschlagszeit
zum Herstellen des Films, und so ist die Produktivität gering.
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Weiterhin
ist ein Beispiel, um die mechanischen Charakteristika von optischen
Beschichtungen für
einen Kohlendioxidlaser zu verbessern, bei dem ein BaF2-
und ein ZnSe-Film auf einem ZnSe-Substrat mit einem Dampfniederschlagen
mittels eines Elektronenstrahlerwärmens, unterstützt durch
Xenon-(Xe)-Gasionenstrahlen, niedergeschlagen werden, erwähnt:
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Seiten
188–193
von „Laser
optical coatings produced by ion assisted deposition", Thin Solid Films,
214 (1992) von S., Scaglione et al.
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Weiterhin
wird ein anderes Beispiel vorgestellt, bei dem ein BaF2-Film
auf einem ZnSe-Substrat durch einen durch Argon-(Ar)-Gasionen unterstützten Niederschlag
gebildet wird:
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Seiten
335–348
von „The
effect of hydrogen concentration in conventional and IAD coatings
on the absorption and laser induced damage at 10.6 μm", auf den Seiten
335–348
von SPIE Vol. 1848 Laser-Induced Damage in Optical Materials von
M. Rache et al, 1992.
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Allerdings
ist in diesen Dokumenten keine Angabe eines Aufbaus eines optischen
Elements für einen
Infrarot-Laser vorhanden, bei dem die Laserstrahlabsorption um nicht
mehr als 0,15% herabgesetzt worden ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein optisches Element für einen
Infrarot-Laser nach
Anspruch 1 und ein Verfahren zum Herstellen desselben nach Anspruch
4 zu schaffen, wobei die Laserstrahlabsorption auf 0,15% höchstens
verringert werden kann, und ein hoch dichter und feuchtigkeitsbeständiger BaF2-Film wird geschaffen, um die Haltbarkeit
zu verbessern.
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Das
optische Element für
einen Infrarot-Laser gemäß der Erfindung
umfasst ein optisches Substrat, das eine Hauptfläche, einen BaF2-Film,
gebildet auf der Hauptfläche,
und einen ZnSe-Film, gebildet auf dem BaF2-Film,
besitzt, wobei eine Glättungsbehandlung
an der Hauptfläche
des optischen Substrats angewandt wird.
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In
dem vorstehend angegebenen, optischen Element kann, da die Hauptfläche des
optischen Substrats geglättet
worden ist, ein dichter BaF2-Film durch
einen ionenunterstützten
Niederschlag gebildet werden. Deshalb ist die Feuchtigkeitsbeständigkeit
des BaF2-Films hoch. Dementsprechend kann, sogar
wenn die Dicke des ZnSe-Films,
gebildet auf dem BaF2-Film, verringert wird,
die optische Beschichtung, die eine hohe Haltbarkeit besitzt, auf
dem optischen Element aufgebracht werden. Als eine Folge ist eine
minimale Verschlechterung des BaF2-Films
sogar dann vorhanden, wenn die Oberfläche der obersten ZnSe-Schicht
beschädigt
wird, und so kann die Absorption der gesamten Beschichtung auf einem
niedrigen Wert bis zu 0,15% höchstens
als das optische Element beibehalten werden.
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Weiterhin
kann, da die Hauptfläche
des optischen Substrats geglättet
worden ist und so die Oberflächenrauigkeit
gering ist, die äußere Oberfläche des
beschichteten, optischen Elements weder einfach beschmutzt werden
noch durch Laserbestrahlung im Vergleich mit dem Fall beschädigt werden,
bei dem die Oberflächenrauigkeit
groß ist.
Als eine Folge kann ein optisches Element, das ein ausgezeichnetes
Erscheinungsbild beibehält,
geschaffen werden.
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Das
Herstellverfahren für
ein optisches Element für
einen Infrarot-Laser gemäß der vorliegenden
Erfindung weist die Schritte eines Glättens der Hauptfläche eines
optischen Substrats durch Bestrahlen von Xe-Gasionenstrahlen darauf,
Bilden eines BaF2-Films durch ein mittels
Xe-Gasionen unterstütztes
Dampfniederschlagen auf der geglätteten Hauptfläche des
Substrats und Bilden eines ZnSe-Films auf dem BaF2-Film auf.
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Durch
das vorstehend angegebene Herstellverfahren kann ein dichter BaF2-Film
gebildet werden, und deshalb ist die Feuchtigkeitsbeständigkeit des
BaF2-Films hoch, da ein BaF2-Film
durch ein mittels Ionenstrahl unterstütztes Dampfniederschlagen auf
der Hauptoberfläche
des Substrats, das geglättet worden
ist, gebildet wird.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 zeigt
eine Zeichnung, die schematisch den Aufbau einer Dampfniederschlagseinheit,
verwendet in der Ausführungsform
1 der Erfindung, darstellt;
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2 zeigt
eine Ansicht, die schematisch den Querschnitt eines optischen Elements
für einen Infrarot-Laser
gemäß der Erfindung
darstellt;
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3 zeigt
eine mikroskopische Fotografie, die den Querschnitt des BaF2-Films
in einer Linse, hergestellt gemäß der Ausführungsform
der Erfindung, darstellt;
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4 zeigt
eine mikroskopische Fotografie, die den Querschnitt des BaF2-Films
in einer Linse, hergestellt gemäß dem Verfahren
eines Vergleichsbeispiels 1, das hier beschrieben ist, darstellt;
und
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5 zeigt
eine mikroskopische Fotografie, die den Querschnitt des BaF2-Films
in einer Linse, hergestellt gemäß dem Verfahren
des Vergleichsbeispiels 2, das hier beschrieben ist, darstellt.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Die
Erfinder dieser Anmeldung studierten verschiedene, ionen-unterstützte Dampfniederschlagstechniken,
um einen dichten BaF2-Film auf einem optischen
Substrat zu bilden. Dann fanden die Erfinder heraus, dass eine Absorption
von 0,15% höchstens
in einem optischen Element für
einen Infrarot-Laser realisiert werden konnte und die Haltbarkeit
des Elements verbessert werden konnte, falls die Oberfläche des
optischen Substrats durch Ionenstrahlen geglättet wurde und dann ein BaF2-Film durch
einen ionen-unterstützten
Dampfniederschlag gebildet wurde.
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Bei
diesem optischen Element der Erfindung enthält das optische Substrat vorzugsweise
ZnSe, und auch die Absorption davon für den Infrarot-Laser reicht
von 0,09% bis 0,15%, einschließlich.
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Auch
ist die Dicke des ZnSe-Films des optischen Elements dieser Erfindung
vorzugsweise geringer als diejenige des BaF2-Films.
In dem Fall, bei dem eine optische Beschichtung so gebildet wird,
um eine Doppelstruktur zu haben, bestehend aus einem BaF2- und einem ZnSe-Film, auf einem optischen Substrat,
ist es bevorzugt, dass die vorstehend angegebene Beziehung einer
Dicke erfüllt
wird, um einen anti-reflektiven Film zu bilden.
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In
dem Fall, bei dem die Dicke des ZnSe-Films geringer als diejenige
des BaF2-Films
ist, wie dies vorstehend erwähnt
ist, ist die Peak-Breite des Transmissionsvermögens des Spektrums groß in dem
Wellenlängenbereich
des Laserstrahls, der verwendet werden soll. Als eine Folge wird
es einfach, die Filmdicke so zu kontrollieren, dass die anti-reflektive
Funktion das höchste
Niveau als eine optische, spektrale Charakteristik der Beschichtung
zeigen kann, wodurch ein stabiles Transmissionsvermögen erhalten
werden kann.
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Weiterhin
ist, da der ZnSe-Film dünn
ist, die Dampfniederschlagszeit, erforderlich zum Herstellen des
Films, kurz, und so kann die Produktivität verbessert werden. Auch umfasst
das optische Element der Erfindung vorzugsweise einen mehrschichtigen
Film, bestehend aus einem BaF2- und einem
ZnSe-Film.
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In
dem Herstellverfahren für
das optische Element der Erfindung ist es bevorzugt, dass ein Material,
das ZnSe enthält,
für das
optische Substrat verwendet wird.
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Zusätzlich ist
es, in Bezug auf das Herstellverfahren der Erfindung, bevorzugt,
dass beide Schritte eines Glättens
der Hauptfläche
des optischen Substrats und eines Bilden des BaF2-Films
unter dem Zustand durchgeführt
werden, bei dem das optische Substrat bei der Temperatur innerhalb
des Bereichs von 230°C
bis 280°C
einschließlich
erwärmt wird.
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In
dem vorstehend erwähnten
Herstellverfahren kann die Dicke des BaF2-Films
mit einer hohen Genauigkeit kontrolliert werden, und ein stabiles Transmissionsvermögen kann
erhalten werden, da die Temperatur des Substrats, wenn der BaF2-Film gebildet wird, relativ niedrig ist.
Zusätzlich
wird, falls die Temperatur des Substrats nicht 230°C übersteigt, ein
Kristallwachstum des BaF2-Films verhindert,
und so kann ein dichter Film nicht gebildet werden, und deshalb
erhöht
sich nicht nur die Filmabsorption des Infrarot-Lasers durch den
BaF2-Film, sondern auch die Feuchtigkeitsbeständigkeit
des Films wird verringert. Falls die Temperatur des Substrats 280°C übersteigt,
erhöht
sich der Temperaturkoeffizient der Adhäsionsrate des ZnSe-Films stark.
Dies kommt daher, dass die Niederschlagsrate empfindlich für die Temperatur
wird. Deshalb wird es schwierig, die Filmdicke zu kontrollieren,
was zu einer Verringerung eines Transmissionsvermögens als
ein optischer Film führt.
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In
dem Herstellverfahren für
das optische Element der Erfindung ist es bevorzugt, dass der Schritt
eines Glättens
der Hauptfläche
des optischen Substrats durch Bestrahlen mit Xe-Gasionenstrahlen darauf
für 5 bis
10 Minuten unter einer Ionenstrahlspannung zwischen 300V und 800V
einschließlich, unter
dem Zustand, bei dem der Umgebungsdruck, wenn das Xe-Gas eingeführt wird,
von 5 × 10–3 Pa
bis 3 × 10–2 Pa,
einschließlich,
reicht, durchgeführt.
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In
dem Schritt eines Glättens
der Hauptfläche
des optischen Substrats verringert sich, falls der Umgebungsdruck,
wenn Xe-Gas eingeführt
wird, nicht 5 × 10–3 Pa übersteigt,
eine Entladungsstabilität zur
Erzeugung von Xe-Ionen als eine Ionenquelle. Falls der Umgebungsdruck
3 × 10–2 Pa übersteigt,
erhöht
sich der Gehalt an Xe-Atomen,
und dann der Xe-Atome, die in den BaF2-Film
hinein aufgenommen werden, was die Filmabsorption und die Filmspannung
erhöht.
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In
dem Schritt eines Glättens
der Hauptfläche
des optischen Substrats verringern sich, falls die Ionenstrahlspannung
nicht 300V übersteigt,
beide Funktionen, um Materialien, anhaftend an der Oberfläche des
Substrats, zu beseitigen, und verringern sich, um die Oberfläche des
Substrats zu glätten. Und
als eine Folge verringert sich die Funktion zum Reinigen der Oberfläche des
Substrats.
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Weiterhin
wird, falls die Ionenstrahlspannung 800V übersteigt, ein entgegengesetzter
Effekt bewirkt, wodurch die Oberfläche des Substrats rau wird, ein
Phänomen,
bei dem sich die Oberfläche
des Elements, das das Substrat trägt, das geätzt werden soll, erhöht, und
so wird die Oberfläche
des Substrats leicht kontaminiert.
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In
dem Schritt eines Glättens
der Hauptfläche
des Substrats ist, falls die Ionenstrahl-Bestrahlungszeit kürzer als
5 Minuten ist, der Effekt eines Glättens der Oberfläche des
Substrats nicht ausreichend. Andererseits wird, falls die Ionenstrahl-Bestrahlungszeit
10 Minuten übersteigt,
wie in dem Fall, bei dem die Ionenstrahlspannung 800V übersteigt, ein
entgegengesetzter Effekt bewirkt, bei dem die Oberfläche des
Substrats rau wird, und die Zeit, erforderlich für den Filmherstellvorgang,
wird unnötig lang.
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In
dem Herstellverfahren für
das optische Element der Erfindung ist es bevorzugt, dass der Schritt
eines Bildens des BaF2-Films durch Bestrahlen
von Gas-Ionenstrahlen
auf die Hauptfläche
des optischen Substrats bei einer Ionenstrahlspannung zwischen 100V
und 200V unter dem Zustand durchgeführt wird, bei dem der Umgebungsdruck,
wenn Xe-Gas eingeführt
wird, von 5 × 10–3 Pa
bis 3 × 10–2 Pa,
einschließlich,
reicht.
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Der
Grund für
die obere und untere Grenze des Umgebungsdrucks, wenn Xe-Gas in dem Schritt eines
Bildens des BaF2-Films eingeführt wird,
ist derselbe wie derjenige in dem Schritt eines Glättens der Hauptfläche des
optischen Substrats.
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In
dem Schritt eines Bildens des BaF2-Films wird
es, falls die Ionenstrahlspannung 100V höchstens beträgt, schwierig,
den Film dicht zu machen, und adsorbiertes Wasser, oder dergleichen,
wird leicht in den Film hineingemischt. Andererseits erhöht sich,
falls die Ionenstrahlspannung 200V übersteigt, Energie, zugeführt für Moleküle, um niedergeschlagen
zu werden, übermäßig, und
die Zusammensetzung des BaF2-Films weicht von
der Stöchiometrie
ab, und so erhöht
sich die Absorption des Films.
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In
dem Herstellverfahren des optischen Elements der Erfindung ist es
bevorzugt, dass der Schritt eines Bildens des BaF2-Films
ausgeführt
wird, während
mit Xe-Gasionenstrahlen
bestrahlt wird, unter dem Zustand, bei dem die Ionenstromdichte
4μ A/cm2 mindestens beträgt.
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In
dem Schritt eines Bildens des BaF2-Films wird
es, falls die Ionenstromdichte geringer als 4 μ A/cm2 ist,
schwierig, den Film dicht zu machen, und dann wird adsorbiertes
Wasser, oder dergleichen, leicht in den Film hinein gemischt.
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In
dem Herstellverfahren für
das optische Element der Erfindung ist es bevorzugt, dass der Schritt
eines Bildens des BaF2-Films mit einem Dampfniederschlagen
mittels eines Elektronenstrahl- oder Widerstandsbeheizens durchgeführt wird.
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Auch
ist es, in dem Verfahren der Erfindung, bevorzugt, dass der Schritt
eines Bildens des ZnSe-Films unter dem Zustand ausgeführt wird,
bei dem das optische Substrat bei der Temperatur von 230°C bis 280°C, einschließlich, erwärmt ist.
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Um
den Filmherstellvorgang zu vereinfachen, ist es bevorzugt, dass
das optische Substrat auch in dem Bildungsschritt für den ZnSe-Film
bei derselben Temperatur wie diejenige in dem Bildungsschritt für den BaF2-Film erwärmt wird. In dem Schritt eines
Bildens eines ZnSe-Films erhöht
sich, wenn die Temperatur des Substrats 280°C übersteigt, die Temperaturabhängigkeit
des Anhaftkoeffizienten des ZnSe-Films stark, es wird schwierig,
die Filmdicke zu kontrollieren, und so verringert sich das Transmissionsvermögen als
ein optischer Film.
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Weiterhin
ist es bevorzugt, dass der Schritt eines Bildens des ZnSe-Films
mit einem Dampfniederschlagen mittels eines Elektronenstrahls oder
einer Widerstandsbeheizung durchgeführt wird. Weiterhin ist es
bevorzugt, dass der Schritt eines Bildens des ZnSe-Films durch ein
mittels Ionenstrahl unterstütztes
Dampfniederschlagen durchgeführt
wird. Ein ZnSe-Film, erhalten durch ein mittels Ionenstrahl unterstütztes Dampfniederschlagen,
ist hoch dicht.
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Ausführungsform 1
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Eine
Kohlendioxidlaserlinse, aufweisend einen anti-reflektiven Film,
durch Bilden eines BaF2- und eines ZnSe-Films
auf einem Linsensubstrat, aufweisend ZnSe, wurde mit dem folgenden
Verfahren unter Verwenden einer Dampfniederschlagseinheit 100,
dargestellt in 1, hergestellt. Als das Linsensubstrat
wurde eine plan konvexe Linse verwendet, mit einer Brennweite von
190,5 mm, einer Kantendicke von 7,87 mm, einer zentralen Dicke von
9,1 mm und einem Durchmesser von 50,8 mm.
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Zuerst
wurden die Linsensubstrate 201 und 202, die mittels
Ultraschall gereinigt worden waren, an einem Niederschlagsdom 101 befestigt.
Ein Niederschlagsmaterial 300, bestehend aus granularem BaF2, wurde in einer Elektronenstrahl-Dampfquelle 103 eingegeben,
und ein Niederschlagsmaterial 400 aus tablettenförmigem ZnSe
wurde in eine Elektronenstrahl-Dampfquelle 104 eingegeben.
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Als
nächstes
wurde der Umgebungsdruck innerhalb einer Kammer 150 auf
einen vorbestimmten Grad eines Vakuums durch Evakuieren von Gasen innerhalb
der Kammer 150 über
eine Auslassöffnung 102 eingestellt.
Dann wurden die Linsensubstrate 201 und 202 bei
einer Temperatur von 250°C
unter Verwendung von Substratheizeinrichtungen 108 und 109 erwärmt. Dann
wurde der Niederschlagsdom 101 gedreht. Danach wurde ein
Xe-Gas 500 in eine Ionenkanone 106 von einer Gaseinlassöffnung 105 aus
eingeführt.
Unter dem Zustand, bei dem die Temperatur der Linsensubstrate bei
250°C beibehalten wurde,
wurde die Ionenkanone 106 so eingestellt, um die vorbestimmten,
elektrischen Bedingungen zu erfüllen,
und Xe-Gasionenstrahlen 501 wurden
auf die Linsensubstrate 201 und 202 für 10 Minuten
von der Ionenkanone 106 unter der Ionenstrahlspannung von 600V
bestrahlt, wie dies durch punktierte Pfeile dargestellt ist, wodurch
die Oberflächen
der Substrate gereinigt und geglättet
wurden. Der Umgebungsdruck innerhalb der Kammer 150 betrug,
als das Xe-Gas eingeführt
wurde, 7,98 × 10–3 Pa.
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Danach
wurde die Ionenstrahlspannung der Ionenkanone 106 auf 200V
geändert.
Die Ionenstromdichte betrug 4 μ A/cm2. Gleichzeitig mit einer solchen Einstellung
wurde das Niederschlagsmaterial 300 aus BaF2 durch
Elektronenstrahlen erwärmt. Demzufolge
wurden, während
Xe-Gasionenstrahlen 501 unter dem Zustand bestrahlt wurden,
bei dem die Temperatur der Linsensubstrate bei 250°C beibehalten
wurde, BaF2-Filme auf den Oberflächen der
Linsensubstrate 201 und 202 durch Bestrahlen von
BaF2 Dampfströmungen 301, wie durch
durchgehende Pfeile dargestellt ist, unter Verwendung eines Dampfniederschlagsverfahrens
mittels eines Elektronenstrahlerwärmens, gebildet. Während die
Dicken der BaF2-Filme mit einer dicken Steuereinrichtung
für optische
Filme (Dickenüberwachungsvorrichtung
für einen
optischen Film vom Reflexions-Typ) 107 überwacht wurden, wurde ein
BaF2-Film bis zu der Dicke von 1,11 μm gebildet.
Der Umgebungsdruck innerhalb der Kammer 150 während des
Niederschlags betrug 7,98 × 10–3 Pa.
Die Niederschlagsrate für
den BaF2-Film betrug 0,6 nm/sec.
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Auf
die Bildung des BaF2-Films folgend wurde,
unter denselben Bedingungen, ein Niederschlagsmaterial 400 aus
ZnSe, das in eine andere Elektronenstrahl-Dampfquelle 104 eingesetzt
wurde, durch Elektronenstrahlen erwärmt. Dann wurden, während die
Temperatur des Linsensubstrats bei 250°C beibehalten wurde und Xe-Gasionenstrahlen bestrahlt
wurden, ZnSe-Dampfströmungen
mit dem Dampfniederschlagsverfahren durch ein Elektronenstrahlbeheizen
bestrahlt, wodurch ZnSe-Filme auf den BaF2-Filmen
gebildet wurden, die auf den Linsensubstraten 201 und 202 gebildet
wurden. Während
die Dicke des ZnSe-Films mit der optischen Filmdickensteuereinrichtung
(optische Filmdickenüberwachungseinrichtung
vom Reflexions-Typ) 107 überwacht wurde, wurden ZnSe-Filme
bis zu den Dicken von 0,20 um gebildet. Der Umgebungsdruck innerhalb
der Kammer 150 während
des Niederschlags betrug 7,98 × 10–3 Pa.
Die Niederschlagsrate der ZnSe-Filme betrug ungefähr 1,5 nm/sec.
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Nach
Beenden des Herstellvorgangs der Filme wurde die Temperatur der
Linsensubstrate 201 und 202 verringert und eine
Drehung des Niederschlagsdoms 101 wurde angehalten. Dann
wurden die Linsensubstrate 201 und 202, die anti-reflektive Filme
besaßen,
von der Kammer 150 herausgenommen.
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So
wurden, wie in 2 dargestellt ist, der BaF2-Film 210 und der ZnSe-Film 220 auf
der Oberfläche
des Linsensubstrats 200, ZnSe aufweisend, gebildet.
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Ein
Querschnitt des BaF2-Films, beobachtet mit
einem Rasterelektronenmikroskop mit hoher Auflösung, ist in 3 dargestellt.
Es ist dort kein Wachstum von kleinen Kristallkörnern aus BaF2 in der
Zwischenfläche
zwischen dem Substrat und dem BaF2-Film
zu finden, allerdings wurden relativ große Kristallkörner, angewachsen
auf der Oberfläche
des Substrats, beobachtet.
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In
dem vorstehend erwähnten
Filmherstellvorgang wurden, nachdem die Glättungsbehandlung unter Verwendung
von Ionenstrahlen beendet worden ist, die Oberfläche des Linsensubstrats, ZnSe aufweisend,
mit einem Abstoßungskraft-Mikroskop beobachtet
und die Oberflächenrauigkeit
wurde gemessen. Die Differenz zwischen der Oberseite und der Unterseite
der konvex-konkaven Oberfläche
betrug 30 bis 40 nm maximal. Wenn die äußere Oberfläche des ZnSe-Films der äußersten
Schicht mit einem Abstoßungskraft-Mikroskop
beobachtet wurde, betrug die Oberflächenrauigkeit 40 bis 50 nm
unter Verwendung derselben Messung, wie sie vorstehend erwähnt ist.
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Die
Absorption (für
einen Kohlendioxidlaser) der Linse mit den anti-reflektiven Filmen
wurde so gemessen, dass sie innerhalb des Bereichs von 0,11 bis 0,13%,
einschließlich,
lag. Die Absorption innerhalb dieses Bereichs wurde auch erhalten,
wenn ein ZnSe-Film mit dem Dampfniederschlagsverfahren durch ein
Elektronenstrahlerwärmen
ohne Bestrahlung von Xe-Gasionenstrahlen gebildet wurde. Die Absorption
wurde unter Verwendung einer Probe gemessen, bei der anti-reflektive
Filme auf beiden Oberflächen
des Linsensubstrats gebildet wurden.
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Vergleichsbeispiel 1
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Um
weiterhin die Effekte dieser Erfindung zu verdeutlichen, wurde eine
Linse gemäß dem Stand der
Technik durch das folgende Verfahren hergestellt und mit der Linse
dieser Erfindung verglichen.
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Unter
Verwendung der Niederschlagseinheit 100, dargestellt in 1,
wurde ein anti-reflektiver Film auf der Oberfläche des Linsensubstrats durch ein
Herstellverfahren des Films, das unterschiedlich gegenüber der
vorstehend angegebenen Ausführungsform
nur in den folgenden zwei Punkten ist, gebildet.
- (1)
Reinigungs- und Glättungsbehandlung
durch Bestrahlung von Xe-Gasionenstrahlen
auf das Linsensubstrat wurden nicht ausgeführt.
- (2) Ein ZnSe-Film wurde auf der Oberfläche des BaF2-Films
mit dem Dampfniederschlagsverfahren durch Elektronenstrahlbeheizen
ohne Bestrahlung mit einem Xe-Gasionenstrahl gebildet.
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Wenn
der Querschnitt des BaF2-Films mit einem
Rasterelektronenmikroskop mit hoher Auflösung beobachtet wurde, wie
dies in 4 dargestellt ist, wurde das
Wachstum von feinen Kristallkörnern aus
BaF2 (Kristallkörner, die eine Breite von ungefähr 0,06 μm zu der
Wachstumsrichtung hin besaßen)
in der Zwischenfläche
zwischen dem Substrat und dem BaF2-Film
beobachtet.
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Zusätzlich wurde,
in dem vorstehend erwähnten
Herstellverfahren für
den Film, während eine
Polierbehandlung vor einem Herstellen des Films angewandt wurde,
die Oberfläche
des Linsensubstrats, ZnSe aufweisend, mit einem Abstoßungskraftmikroskop
beobachtet und die Oberflächenrauigkeit
wurde gemessen. Als ein Ergebnis wurde die Differenz zwischen der
Oberseite und der Unterseite der konvex-konkaven Oberfläche dahingehend
gemessen, dass sie 60 bis 70 nm maximal betrug. Wenn die äußere Oberfläche des
ZnSe-Films der äußersten
Schicht mit einem Abstoßungskraftmikroskop
beobachtet wurde und die Oberflächenrauigkeit gemessen
wurde, betrug der gemessene Wert 60 bis 70 nm, und zwar unter Verwendung
desselben Messverfahrens, wie es vorstehend erwähnt ist.
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Wenn
die Absorption (für
einen Kohlendioxidlaser) der Linse mit diesen antireflektiven Filmen gemessen
wurde, lag der Wert innerhalb des Bereichs von 0,23 % bis 0,25 %,
einschließlich.
Die Absorption wurde unter Verwendung einer Probe gemessen, bei
der anti-reflektive Filme auf beiden Oberflächen des Linsensubstrats gebildet
waren.
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Vergleichsbeispiel 2
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Weiterhin
wurde eine Linse gemäß dem Stand
der Technik mit einem unterschiedlichen Verfahren präpariert
und mit der Linse dieser Erfindung verglichen. Die Punkte, die unterschiedlich
gegenüber
der Ausführungsform
der Erfindung waren, sind wie folgt.
- (1) Eine
Reinigungs- und Glättungsbehandlung durch
Bestrahlen von Xe-Gasionenstrahlen
auf das Linsensubstrat wurde nicht ausgeführt.
- (2) Ein BaF2- und ein ZnSe-Film wurden
in Reihenfolge auf der Oberfläche
des Linsensubstrats mit dem Dampfniederschlagsverfahren durch ein Elektronenstrahlerwärmen ohne
Bestrahlung von Xe-Gasionenstrahlen gebildet.
- (3) Der Umgebungsdruck innerhalb der Kammer 150 während des
Niederschlags wurde bei 1,064 × 10–3 Pa
eingestellt.
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Wenn
ein Querschnitt des BaF2-Films mit einem
Rasterelektronenmikroskop mit hoher Auflösung beobachtet wurde, wie
dies in 5 dargestellt ist, wurde das
Wachstum von Kristallen, die einen hohen Füllgrad besaßen, über den gesamten BaF2-Film beobachtet. In dem vorstehend erwähnten Herstellverfahren
des Films, unter dem Zustand, bei dem eine Polierbehandlung vor
der Herstellung des Films angewandt worden ist, war, wenn die Oberfläche des Linsensubstrats,
ZnSe aufweisend, mit einem Abstoßungskraft-Mikroskop beobachtet
wurde und die Oberflächenrauigkeit
gemessen wurde, die Differenz zwischen der Oberseite und der Unterseite
der konvex-konkaven Oberfläche
60 bis 70 nm maximal.
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Wenn
die Oberfläche
des ZnSe-Films der äußersten
Schicht mit einem Abstoßungskraft-Mikroskop
beobachtet wurde und die Rauigkeit gemessen wurde, war der Wert
120 bis 140 nm, und zwar unter Verwendung desselben Messverfahrens,
wie dies vorstehend erwähnt
ist.
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Wenn
die Absorption (für
einen Kohlendioxidlaser) der Linsen gemessen wurde, die diese anti-reflektiven
Filme besaßen,
lag der Wert innerhalb des Bereichs von 0,27 bis 0,29% einschließlich. Die Absorption
wurde unter Verwendung einer Probe gemessen, bei der anti-reflektive
Filme auf beiden Oberflächen
des Linsensubstrats gebildet wurden.
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Wie
vorstehend beschrieben ist, kann, gemäß der Erfindung, ein optisches
Element für
einen Infrarot-Laser erhalten werden, bei dem die Laserstrahlabsorption
auf 0,15% höchstens
verringert werden kann, ein hoch dichter und feuchtigkeitsbeständiger BaF2-Film geschaffen wird und so dessen Haltbarkeit
verbessert wird.
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In
der Ausführungsform
ist eine Linse als ein Beispiel des optischen Elements beschrieben,
allerdings können,
gerade in einem Fall, bei dem ein Spiegel oder dergleichen anstelle
einer Linse als ein optisches Element angewandt wird, dieselben
Effekte erreicht werden. Das bedeutet, dass, anstelle der Linse,
gerade in dem Fall einer Verwendung von anderen optischen Elementen,
wie beispielsweise einen Ausgangskopplungsspiegel, einen Rückspiegel, einen
Strahlteiler, einen Phasenretardationsspiegel, einen sich biegenden
Spiegel, und dergleichen, den optischen, beschichteten Mehrschichtfilm
aufweisend, die Effekte der Erfindung erreicht werden.
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Die
offenbarte Ausführungsform
sollte nicht als eine Einschränkung
angesehen werden, sondern sollte als eine Erläuterung in jeglicher Hinsicht
angesehen werden. Der Schutzumfang der Erfindung ist nicht durch
die vorstehend angegebene Ausführungsform
angegeben, sondern ist durch die Ansprüche angegeben, und der Schutzumfang
sollte dahingehend angesehen werden, alle Änderungen zu umfassen, die
innerhalb der Äquivalente
derjenigen der Ansprüche
liegen und innerhalb des Schutzumfangs der Ansprüche fallen.