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Hintergrund der Erfindung
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine flammhemmende oder nicht
entflammbare Harzzusammensetzung, ein Verfahren zur Herstellung
einer solchen Zusammensetzung und einen beschichteten elektrischen
Draht mit einer Ummantelung der Zusammensetzung auf einem elektrischen
Leiter, der aus dieser Zusammensetzung besteht. Spezieller bezieht
sich die vorliegende Erfindung auf eine flammhemmende Harzzusammensetzung,
die als ein Ummantelungsmaterial für einen Leiter, wie einen elektrischen
Draht, der in dem Einzelteil eines Fahrzeugs und einer elektrischen/elektronischen
Vorrichtung verwendet werden soll, geeignet ist.
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Beschreibung des Standes
der Technik
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Als
ein Beschichtungsmaterial für
einen elektrischen Draht, der in einem Fahrzeug oder in einer elektrischen/elektronischen
Vorrichtung verwendet werden soll, wird Polyvinylchlorid, das in
bezug auf die Nichtentflammbarkeit besser ist, konventionell verwendet.
Um die erforderlichen Eigenschaften, wie mechanische Eigenschaften,
einschließlich
Abriebbeständigkeit
und Zugfestigkeit und außerdem
Flexibilität
und Verarbeitbarkeit zu erhalten, werden Additive, wie ein Weichmacher
oder ein Stabilisator, entsprechend zu dem Polvinylchlorid in variierenden
Mengen zugegeben.
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Polyvinylchlorid
weist geringe Entflammbarkeit auf. Andererseits enthält es Halogen,
so daß,
wenn das Fahrzeug brennt oder die elektrische/elektronische Vorrichtung
brennt, wenn sie ausrangiert werden, das Polyvinylchlorid ein schädliches
Halogengas in die Atmosphäre
freisetzt und somit Umweltverschmutzung verursacht.
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In
den letzten Jahren sind die flammhemmenden Harzzusammensetzungen,
die kein Halogen enthalten, untersucht worden. Beispielsweise enthält eine
Nicht-Halogen-Harzzusammensetzung,
die in JP-A-5-301996 offenbart wird, ein Gemisch aus Polyolefin
und Polyethylen mit hoher Dichte und ein Metallhydroxid, das zu
dem Gemisch als fammhemmendes Mittel zugegeben wird.
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Eine
andere flammhemmende Nicht-Halogen-Harzzusammensetzung, die in JP-B-7-110912 offenbart wird,
enthält
ein Gemisch aus einem thermoplastischen Elastomer und Polyolefin
mit einer geringen Kristallisierbarkeit und ein anorganisches flammhemmendes
Mittel, das zu dem Gemisch zugegeben wird.
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Ein
elektrischer Draht, der in JP-B-7-78518 offenbart wird, weist einen
Leiter auf, der mit einer vernetzten Harzzusammensetzung ummantelt
ist, welche ein Gemisch aus Polyolefin mit einem Schmelzpunkt von nicht
weniger als 120°C
und ein Carbonsäure-modifiziertes
Polymer und oberflächenbehandeltes
Magnesiumhydroxid, das zu dem Gemisch zugegeben wird, enthält.
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Jedoch
ist es im Falle der Zusammensetzung JP-A-5-301996 notwendig, eine
große
Menge des Metallhydroxids zu dem Gemisch aus Polyolefin und dem
Polyethylen mit hoher Dichte zuzugeben, um die Feuerbeständigkeit
in einem ausreichenden Maße
zu erreichen, daß die
Zusammensetzung selbstauslöschend ist.
Die Zusammensetzung weist daher eine sehr geringe mechanische Festigkeit,
wie Abriebbeständigkeit
und Zugfestigkeit auf. Es ist möglich,
den Gehalt von Polyethylen mit hoher Dichte, das kristallisierbar
ist und eine verhältnismäßig hohe
Härte besitzt,
zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften der Zusammensetzung
zu erhöhen,
aber in diesem Fall weist die Zusammensetzung eine kleine Menge
an nicht-kristallinem
Material auf, und nur eine kleine Menge des flammhemmenden Mittels
kann zu dem Gemisch zugegeben werden. Folglich weist die Zusammensetzung
verschlechterte Feuerbeständigkeit
und Flexibilität
auf. Wenn außerdem die
Zusammensetzung als ein Ummantelungsmaterial in einem elektrischen
Draht verwendet wird, weist sie sehr schlechte Verarbeitbarkeit
und Extrusionsformbarkeit auf. Daher ist die Zusammensetzung in
allen notwendigen Eigenschaften nicht zufriedenstellend.
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In
dem Falle der Zusammensetzung JP-B-7-110912 ist es ebenso notwendig,
eine große
Menge des anorganischen flammhemmenden Mittels zu dem Gemisch zuzugeben,
um eine selbstauslöschende
Eigenschaft zu erreichen. Folglich weist die Zusammensetzung wie
bei der Zusammensetzung von JP-A-5-301996 eine sehr geringe mechanische
Festigkeit, wie Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit und dergleichen auf. Außerdem verschlechtert sich
die Flexibilität
des thermoplastischen Elastomers der Zusammensetzung. Wenn die Mischmenge
des Polyolefins mit einer geringen Kristallisierbarkeit verringert
wird, um die mechanischen Eigenschaften zu verbessern, weist die
Zusammensetzung eine kleine Menge eines nicht-kristallinen Materials auf,
und nur eine kleine Menge eines flammhemmenden Mittels kann zugegeben
werden. Folglich weist die Zusammensetzung eine schlechte Feuerbeständigkeit
auf und ist in allen notwendigen Eigenschaften nicht zufriedenstellend.
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Bei
dem elektrischen Draht JP-B-7-78518 sollte die Harzzusammensetzung
der Ummantelung vernetzt sein. Daher ist es notwendig, einen Vernetzungsschritt
bei der Herstellung des ummantelten elektrischen Drahts einzuführen, was
die Anzahl an Herstellungsschritten erhöht, was zur Erhöhung der
Herstellungskosten führt.
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Weitere
flammhemmende Nicht-Halogen-Harzzusammensetzungen, die in EP-A-0273516 offenbart werden,
enthalten ein Gemisch aus einem funktionalisierten selektiv hydrierten
Monoalkenylaren-konjugierten Dienblockcopolymer, einen Weichmacher,
Polypropylen und einen hydratisierten anorganischen Füllstoff.
Ein Beispiel enthält
14 Teile Styrol-Ethylen/Butylen-Styrol-Blockcopolymer, das mit 1,3
Gew.-% Maleinsäureanhydrid
gepfropft worden ist, 14 Teile Homopolypropylen, 3,5 Teile Öl und 66,75
Teile Aluminiumoxidhydrat.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Deshalb
ist es ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine flammhemmende
Harzzusammensetzung mit guter Feuerbeständigkeit bereitzustellen, die
kein Halogengas erzeugt, wenn sie brennt, und nicht nur gute mechanische
Eigenschaften, einschließlich
Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspru chung und dergleichen, sondern ebenso gute Flexibilität und Verarbeitbarkeit
aufweist.
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Es
ist ein anderer Gegenstand der vorliegenden Erfindung, einen elektrischen
Draht unter Verwendung dieser flammhemmenden Zusammensetzung als
ein Ummantelungsmaterial dafür
bereitzustellen.
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Gemäß der Erfindung
wird eine flammhemmende Harzzusammensetzung bereitgestellt, die
die synthetischen Harzkomponenten enthält:
- (a)
60 bis 97 Gewichtsteile eines Propylenharzes, enthaltend Propylen
als Hauptmonomerkomponente, bezogen auf das Gewicht, und
- (b) 3 bis 40 Gewichtsteile eines thermoplastischen elastomeren
Harzes auf Styrolbasis, das mit einer ungesättigten Carbonsäure oder
einem Derivat davon modifiziert wurde,
wobei die Komponenten
(a) und (b) frei von Halogen sind und die Gesamtmenge der Komponenten
(a) und (b) 100 Gewichtsteile beträgt und keine anderen synthetischen
Harzkomponenten in der Zusammensetzung eingeschlossen sind, wobei
die Zusammensetzung außerdem
enthält:
- (c) 30 bis 200 Gewichtsteile des flammhemmenden Metallhydroxids
pro 100 Gewichtsteile der Komponenten (a) und (b).
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Die
Erfindung besteht außerdem
aus einem Verfahren zur Herstellung der Harzzusammensetzung durch
Vereinigen und Mischen der Komponenten (a), (b) und (c). Die Komponente
(b) sollte mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder ihrem Derivat vor dem Mischen mit den Komponenten (a) und (c)
modifiziert werden.
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Da
die erfindungsgemäße Zusammensetzung
kein Halogen enthält,
erzeugt sie kein Halogengas, wenn sie verbrannt wird. Da sie außerdem 60
bis 97 Gewichtsteile des Propylenharzes der Olefinfamilie mit einem
verhältnismäßig hohen
Schmelzpunkt enthält,
ist es möglich,
die Wärmebeständigkeit
der Harzzusammensetzung ohne Vernetzen des Polymers zu verbessern.
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Da
sie 3 bis 40 Gewichtsteile des thermoplastischen Elastomers auf
Styrolbasis, das mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder ihrem Derivat modifiziert wurde, enthält, ist die Zusammensetzung
flexibel. Außerdem wird
eine stark bindende Zwischenschicht zwischen dem polaren Metallhydroxid,
das als flammhemmendes Mittel dient, und dem modifizierten thermoplastischen
Elastomer auf Styrolbasis gebildet. Deshalb ist es möglich, die
mechanischen Eigenschaften der Harzzusammensetzung, wie Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung ohne Schädigung
ihrer Flexibilität
zu verbessern.
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Außerdem besitzt
die Harzzusammensetzung hohe Verarbeitbarkeit und Formbarkeit da
sich die mechanischen Eigenschaften und die Flexibilität gut miteinander
ausgleichen. Da außerdem
die Harzzusammensetzung 30 bis 200 Gewichtsteile Metallhydroxid
enthält,
weist sie einen ausreichenden Feuerbeständigkeitsgrad auf.
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Es
ist bevorzugt, daß das
thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder dem Derivat davon modifiziert wurde, Maleinsäureanhydrid-modifziertes
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis ist, und das Metallhydroxid
Magnesiumhydroxid ist. In diesem Fall kann die Zusammensetzung ausgezeichnete
mechanische Eigenschaften, wie Abriebbeständigkeit, aufweisen.
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Der
erfindungsgemäße elektrische
Draht weist einen Leiter und die flammhemmende Harzzusammensetzung,
die auf eine periphere Oberfläche
des Leiters aufgetragen wurde, auf. Es ist bevorzugt, daß die Ummantelung
aus der Harzzusammensetzung eine Dicke von 0,2 mm bis 0,3 mm aufweist,
aber der Draht kann mit einer geringeren Dicke der Ummantelung gemäß der Erfindung
zufriedenstellend hergestellt werden.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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1 ist
eine elektronenmikroskopische Abbildung der Struktur der Harzzusammensetzung
von Beispiel 11, und
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2 ist
eine elektronenmikroskopische Abbildung der Struktur der Harzzusammensetzung
von Vergleichsbeispiel 10.
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Ausführliche Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsformen
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Die
Merkmale der vorliegenden Erfindung werden nun ausführlicher
beschrieben.
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Das
Propylenharz der Zusammensetzung ist ein Polymer, das Propylen als
Hauptmonomerkomponente enthält
(d. h. mindestens 50 Gew.-% der Propylenmonomereinheiten), und enthält kein
Halogen in seiner Molekularstruktur. Die Struktur des Polymers kann
die irgendeines Homopolymers, eines statistischen Copolymers, eines
alternierenden Copolymers und eines Blockcopolymers sein.
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Speziell
ist es möglich,
als Propylenharz irgendeines von Propylen, ein Propylen-Ethylen-Blockcopolymer,
enthaltend Propylen als Hauptmonomerkomponente (50 Gew.-% oder mehr),
ein statistisches Propylen-Ethylen-Copolymer, ein statistisches
Propylen-Buten-Copolymer und ein Propylen/Ethylen-Propylen-Blockcopolymer, d.
h. ein Blockcopolymer mit Segmenten von Propylen/Ethylen-Polymer und Segmenten von
Polypropylen zu verwenden. Es ist möglich, ein Gemisch aus diesen
Polymeren zu verwenden.
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Um
die Verarbeitbarkeit und Extrusionsformbarkeit des Propylenharzes
zu verbessern, ist es bevorzugt, daß das Propylenharz eine Schmelzflußrate (hierin
nachstehend als MFR bezeichnet) in dem Bereich von 0,1 bis 5 g/10
Minuten aufweist, wenn sie (bei einer Temperatur von 230°C und einer
Belastung von 2,16 kg) gemäß JIS K
6758 gemessen wurde.
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Das
thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder seinem Derivat modifiziert wurde, ist ein Copolymer, das kein
Halogen enthält,
und ist vorzugsweise ein Blockcopolymer, das aus Styrolpolymersegmenten,
die als harte Segmente dienen, und aus einem Kautschukpolymersegment,
das als weiches Segment dient, besteht. Das thermoplastische Elastomer
weist daher in seiner Molekularstruktur das harte Segment, das in
einer ähnlichen
Weise wie ein Vernetzungspunkt fungiert, und das weiche Segment
auf, welches kautschukähnliche
Elastizität
bei Umgebungstemperatur (25°C)
zeigt. Wenn daher das thermoplastische Elastomer erhitzt wird, wird
es weich gemacht und durch eine stische Elastomer erhitzt wird,
wird es weich gemacht und durch eine äußere Kraft plastisch verformbar
(da es nicht vernetzt ist), aber es ist bei Umgebungstemperatur
(beispielsweise 15 bis 25°C)
elastisch.
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Spezieller
ist es möglich,
als hartes Segment Polystyrol, Poly-o-methylstyrol, Poly-m-methylstyrol, Poly-p-methylstyrol,
Poly-α-methylstyrol,
Poly-β-methylstyrol,
Polydimethylstyrol und Polytrimethylstyrol zu verwenden. Es ist
möglich,
als weiches Segment Polybutadien, ein Ethylen-Propylen-Copolymer,
ein dreidimensionales Ethylen-Propylen-Dien-Copolymer, Polyisopren
und ein Butadien-Isopren-Copolymer zu verwenden. Es ist möglich diese
thermoplastischen Elastomere auf Styrolbasis einzeln oder durch
Mischen von zwei oder mehreren davon zu verwenden.
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Als
das thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis kann ein Styrol-Butadien-Blockcopolymer, ein
Styrol/Ethylen-Propylen-Blockcopolymer und ein Styrol/Ethylen-Butadien-Blockcopolymer
vorzugsweise verwendet werden.
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Um
die Wärmebeständigkeit
der Harzzusammensetzung zu verbessern, ist es bevorzugt, ein hydriertes
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis mit Doppelbindungen
in der Molekularkette, die durch Wasserstoff gesättigt wurde, zu verwenden.
Spezieller sind ein hydriertes Styrol-Butadien-Blockcopolymer, ein
hydriertes Styrol/Ethylen-Propylen-Blockcopolymer und ein hydriertes
Styrol/Ethylen-Butadien-Blockcopolymer am
stärksten
bevorzugt.
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Das
thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis kann typischerweise mit
der modifizierenden ungesättigten
Carbonsäure
oder ihrem Derivat nach der Polymerisation reagieren, um das modifizierte
thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis zu bilden, aber der Modifikator
kann in ein Monomer, das in der Polymerisationsphase verwendet wird,
einbezogen werden.
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Es
ist möglich,
als die ungesättigte
Carbonsäure,
die zur Modifikation verwendet wird, Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Acrylsäure und
dergleichen zu verwenden. Es ist möglich, als ein Derivat einer
ungesättigten
Carbonsäure
Maleinsäureanhydrid,
Monoestermaleat, Diestermaleat, Fumarsäureanhydrid, Monoesterfumarat, Diesterfumarat,
Itaconsäureanhydrid,
Monoesteritaconat, Diesteritaconat und dergleichen zu verwenden.
Von diesen Derivaten ist Maleinsäureanhydrid
am stärksten
bevorzugt, da es die mechanischen Eigenschaften, wie Abriebbeständigkeit
der Harzzusammensetzung verbessert.
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Es
ist bevorzugt, daß das
Modifikationsverhältnis
des modifizierten thermoplastischen Elastomers auf Styrolbasis in
dem Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-% liegt (Gewicht von modifizierender
ungesättigter
Carbonsäure
oder Derivat). Wenn das Modifikationsverhältnis weniger als 0,1 Gew.-%
beträgt,
verringert sich die chemische Bindungskraft an die Oberfläche des
Metallhydroxids, und daher kann keine starke Zwischenschicht erhalten
werden. Daher ist die Modifikationswirkung gewöhnlich gering. Wenn das Modifikationsverhältnis mehr als
10 Gew.-% beträgt,
gleichen sich die verschiedenen Eigenschaften der Harzzusammensetzung
nicht gut miteinander aus.
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Es
ist möglich,
als das Metallhydroxid irgendeines von Magnesiumhydroxid, Aluminiumhydroxid
und Calciumhydroxid zu verwenden. Magnesiumhydroxid ist am stärksten bevorzugt,
da seine Zersetzungstemperatur so hoch wie etwa 360°C ist. Es
ist bevorzugt, daß die
durchschnittliche Teilchengröße des Metallhydroxids
in dem Bereich von 0,1 bis 20 μm
liegt, um die mechanische Eigenschaft, wie Abriebbeständigkeit
der Zusammensetzung zu verbessern.
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Um
die Dispergierbarkeit des Metallhydroxids in den Polymerkomponenten
und seine Reaktionsfähigkeit
mit den Polymerkomponenten zu verbessern, können die Teilchen des Metallhydroxids
mit einem Silanhaftvermittler, wie Aminosilan, Vinylsilan, Epoxysilan
oder Methacryloxysilan oder mit einer höheren (beispielsweise 12 oder
mehr Kohlenstoffatome), wie Stearinsäure oder Ölsäure, oberflächenbehandelt werden.
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Vorzugsweise
liegt kein faserartiger Füllstoff
in der Zusammensetzung vor. Vorzugsweise liegt das Metallhydroxid
oder Gemisch aus Metallhydroxiden als einziger Füllstoff vor.
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Die
Komponenten können
durch Mischen und deren Kneten durch konventionelle Verfahren vereinigt werden,
was die Einstellung des Mischverhältnisses ermöglicht.
Typischerweise werden die Hauptkomponenten (die zwei synthetischen
Harze und das Metallhydroxid) in einem Einschrittsimultanmischverfahren
miteinander gemischt und geknetet. Alternativ kann ein Zweischrittmischen
verwendet werden, wobei das modifizierte Harz auf Styrolbasis zunächst mit
dem Metallhydroxid gemischt wird und das Propylenharz später zugegeben
wird. Das Harz auf Styrolbasis wird mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder Derivat davon vor dem Mischen mit den anderen zwei Hauptkomponenten
modifiziert, und wird mit dem Metallhydroxid in einem Stadium gemischt,
in dem die ungesättigte
Carbonsäure-
(oder Derivat-) modifizierende Gruppe nicht mit einer anderen Verbindung
umgesetzt wird.
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Es
ist herausgefunden worden, daß das
modifizierte Polymer auf Styrolbasis hohe Affinität mit dem Hydroxid
aufgrund der vorliegenden Carbonsäure oder Derivat davon aufweist.
Deshalb wird es leichter an den Hydroxidteilchen als das Propylenpolymer
haften. Eine Morphologie, bei der das Polymer auf Styrolbasis die Hydroxidteilchen
umgibt und das Propylenpolymer den Raum zwischen den beschichteten
Hydroxidteilchen auffüllt,
nämlich
eine sogenannte Flecken- oder Inselstruktur, bei der das Propylenpolymer
die „kontinuierliche Phase" oder Matrix ist
und die beschichteten Hydroxidteilchen die „diskontinuierliche Phase" sind, wird gebildet.
Diese Morphologie kann durch die Elektronenmikroskopabbildung der
Harzzusammensetzung, die in einem später beschriebenen Beispiel
hergestellt wird, dargestellt werden.
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Wenn
das Mischverhältnis
des Propylenharzes weniger als 60 Gewichtsteile beträgt, ist
die Abriebbeständigkeit
der Zusammensetzung gewöhnlich
gering. Wenn das Mischverhältnis
des Propylenharzes mehr als 97 Gewichtsteile beträgt, sind
die Flexibilität
und die Verarbeitbarkeit der Zusammensetzung gewöhnlich gering. Wenn das Mischverhältnis des
modifizierten thermoplastischen Elastomers auf Styrolbasis weniger
als drei Gewichtsteile beträgt,
sind die Flexibilität
und Verarbeitbarkeit der Zusammensetzung gewöhnlich gering. Wenn das Mischverhältnis des
modifizierten thermoplastischen Elastomers auf Styrolbasis mehr
als 40 Gewichtsteile beträgt,
ist die Abriebbeständigkeit
der Zusammensetzung gewöhnlich
gering.
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Wenn
das Mischverhältnis
des Metallhydroxids weniger als 30 Gewichtsteile beträgt, ist
die Zusammensetzung nicht ausreichend flammhemmend. Wenn das Mischverhältnis des
Metallhydroxids mehr als 200 Gewichtsteile beträgt, weist die Zusammensetzung
einen niedrigen Grad an Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Abriebbeständigkeit,
Flexibilität
und Verarbeitbarkeit auf.
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Es
ist am stärksten
bevorzugt, daß 70
bis 90 Gewichtsteile des Propylenharzes mit 10 bis 30 Gewichtsteilen
des thermoplastischen Elastomers auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder ihrem Derivat modifiziert wurde, gemischt wird, und daß 50 bis
150 Gewichtsteilen des Metallhydroxids zu 100 Gewichtsteilen des
Gemisches aus dem Propylenharz und dem modifizierten thermoplastischen
Elastomers auf Styrolbasis zugegeben werden.
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Die
Zusammensetzung kann andere Additive enthalten, so lange wie sie
die Eigenschaften der Zusammensetzung nicht verschlechtern. Typische
konventionelle Additive sind ein Antioxidationsmittel, das kein Halogen
enthält,
ein Metallinaktivierungsmittel (Kupferinhibitor und dergleichen),
ein Verarbeitungshilfsmittel (Schmiermittel, Wachs und dergleichen),
ein Farbmittel und ein Nichtentflammbarkeitshilfsmittel (Zinkborat, nicht-entflammbares
Hilfsmittel auf Siliciumbasis).
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Jedoch
enthält,
wie oben erwähnt,
die Zusammensetzung keine andere synthetische Harzkomponente als
das Propylenharz und das modifizierte thermoplastische elastomere
Harz auf Styrolbasis. Außerdem sollte
die Zusammensetzung keine andere Komponente als das Metallhydroxid
enthalten, die mit der ungesättigten
Carbonsäure
oder Derivat davon des modifizierten Harzes auf Styrolbasis reagiert.
Es ist gewünscht, daß das modifizierte
Harz auf Styrolbasis direkt an das Metallhydroxid bindet, um das
Mischen und Dispergieren der Metallhydroxidteilchen in der Zusammensetzung
zu verbessern.
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Die
Eigenschaften der erfindungsgemäßen flammhemmenden
Zusammensetzung sind oben beschrieben worden.
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Es
wird erwähnt,
daß es,
da das Propylenharz und das modifizierte thermoplastische Elastomer
auf Styrolbasis miteinander stark kompatibel sind, möglich ist,
eine einheitliche Zusammensetzung ohne Schädigung der verschiedenen Eigenschaften
des modifizierten thermoplastischen Elastomers auf Styrolbasis zu
bilden.
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Die
erfindungsgemäße Zusammensetzung
weist gute Verarbeitbarkeit und Formbarkeit auf, da sich ihre mechanische
Eigenschaft und Flexibilität
gut miteinander ausgleichen, und sie eine geeignete Härte und Flexibilität aufweist.
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In
dem Fall, wo die Zusammensetzung 70 bis 90 Gewichtsteile des Propylenharzes,
das mit 10 bis 30 Gewichtsteilen des thermoplastischen Elastomers
auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten Carbonsäure oder
ihrem Derivat modifiziert wurde, gemischt wird, und 50 bis 150 Gewichtsteile
des Metallhydroxids pro 100 Gewichtsteile des Gemisches aus Propylenharz
und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer auf Styrolbasis
enthält,
weist die Zusammensetzung verbesserte mechanische Eigenschaften,
wie Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung und ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen diesen
Eigenschaften, auf.
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Der
ummantelte elektrische Draht, der durch Beschichten der peripheren
Oberfläche
eines Leiters mit der oben beschriebenen Zusammensetzung erhalten
wurde, kann die Zusammensetzung, die auf die periphere Oberfläche des
Leiters konzentrisch aufgetragen wurde, aufweisen. Der Leiter kann
aus einer Vielzahl von in sich verflochtenen weichen Kupferdrähten gemäß JIS C
3102 oder einer Vielzahl von weichen Kupferdrähten, die miteinander verflochten
und zirkular verdichtet sind, bestehen.
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Vorzugsweise
wird der Leiter mit der Zusammensetzung auf eine Dicke in dem Bereich
von 0,15 bis 0,35 mm, stärker
bevorzugt 0,2 mm bis 0,3 mm ummantelt. Wenn die Beschichtungsdicke
weniger als 0,2 mm beträgt,
kann der ummantelte Draht eine verringerte Abriebbeständigkeit
aufweisen, aber kann für
einige Zwecke zufriedenstellend sein. Wenn die Beschichtungsdicke
mehr als 0,3 mm beträgt,
kann der um mantelte Draht eine verringerte Flexibilität aufweisen,
aber kann für
einige Zwecke zufriedenstellend sein.
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Wenn
notwendig, ist es möglich,
eine oder mehrere Schichten einer wasserbeständigen Harzzusammensetzung,
die kein Halogen enthält,
zwischen die flammhemmende Zusammensetzung und den Leiter einzuschieben.
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Um
den ummantelten Draht mit besseren Eigenschaften zu erhalten, ist
es geeignet, ein optimales Mischverhältnis der Komponenten der flammhemmenden
Zusammensetzung, die auf den Leiter als Beschichtungsmaterial aufgebracht
werden soll, gemäß der Kombination
der Schnittfläche
des Leiters und der Beschichtungsdicke der Harzzusammensetzung auszuwählen.
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Wenn
beispielsweise die Schnittfläche
des Leiters in dem Bereich von 0,35 mm2 bis
1,5 mm2 liegt und die Beschichtungsdicke
0,2 mm beträgt,
ist es bevorzugt, die Komponenten der flammhemmenden Zusammensetzung
bei dem folgenden Verhältnis
zu mischen: 90 Gewichtsteile Propylenharz und 10 Gewichtsteile modifiziertes
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 70 Gewichtsteile
Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches aus Propylenharz
und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer auf Styrolbasis.
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Wenn
die Schnittfläche
des Leiters in dem Bereich von 0,22 mm2 bis
1,5 mm2 liegt und die Beschichtungsdicke
0,2 mm bis 0,3 mm beträgt,
ist es bevorzugt, die Komponenten der flammhemmenden Zusammensetzung
bei dem folgenden Verhältnis
zu mischen: 80 Gewichtsteile Propylenharz und 20 Gewichtsteile modifiziertes
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 90 Gewichtsteile
Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches aus Propylenharz
und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer auf Styrolbasis.
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Wenn
die Schnittfläche
des Leiters mehr als 1,5 mm2 beträgt und die
Beschichtungsdicke mehr als 0,2 mm beträgt, ist es bevorzugt, die Komponenten
der Zusammensetzung bei dem folgenden Verhältnis zu mischen: 60 bis 70
Gewichtsteile Propylenharz und 30 bis 40 Gewichtsteile modifiziertes
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 70 bis 90 Gewichtsteile
Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches aus Propylenharz
und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer auf Styrolbasis.
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Wenn
der ummantelte Draht eng ist, um ausreichende Feuerbeständigkeit
zu erhalten, ist es bevorzugt, die Komponenten der Zusammensetzung
bei dem folgenden Verhältnis
zu mischen: 65 bis 97 Gewichtsteile Propylenharz und 3 bis 35 Gewichtsteile
modifiziertes thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 100
bis 200 Gewichtsteile Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches
aus Propylenharz und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer
auf Styrolbasis.
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In
diesem Fall ist es stärker
bevorzugt, die Komponenten der Zusammensetzung bei dem folgenden Verhältnis zu
mischen: 70 bis 95 Gewichtsteile Propylenharz und 5 bis 30 Gewichtsteile
modifiziertes thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 120
bis 180 Gewichtsteile Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches
aus Propylenharz und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer
auf Styrolbasis.
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Wenn
die Schnittfläche
des Leiters 0,13 mm2 beträgt und die
Beschichtungsdicke 0,2 mm beträgt,
ist es bevorzugt, die Komponenten der Zusammensetzung bei dem folgenden
Verhältnis
zu mischen: 90 Gewichtsteile Propylenharz und 10 bis 40 Gewichtsteile
modifiziertes thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, und 160
Gewichtsteile Metallhydroxid pro 100 Gewichtsteile des Gemisches
aus Propylenharz und dem modifizierten thermoplastischen Elastomer
auf Styrolbasis.
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Der
erfindungsgemäße elektrische
Draht ist stark flammhemmend und weist gute mechanische Eigenschaften,
Flexibilität
und Verarbeitbarkeit auf. Wenn außerdem kein Härtungs-
oder Vernetzungsverfahren bei der Bildung der Zusammensetzung durchgeführt wird,
ist es nicht notwendig, eine Härtungs-
oder Vernetzungsvorrichtung bei der Herstellung des elektrischen
Drahtes zu verwenden. Dies verringert die Anzahl an Herstellungsschritten.
Daher sind die Herstellungskosten gering.
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In
der Harzzusammensetzung liegt deshalb vorzugsweise kein Vernetzungsmittel,
wie ein Peroxid vor, und in der Zusammensetzung, wenn als Drahtummantelung
an gewendet, liegt weder ein Vernetzungsmittel noch das Zersetzungsprodukt
eines Vernetzungsmittels vor. Jedoch kann gewisses Vernetzen, wenn
gewünscht,
durchgeführt
werden, beispielsweise chemisch oder durch Bestrahlung durch beispielsweise
Elektronenstrahlen.
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Der
erfindungsgemäße ummantelte
Draht weist gute Verarbeitbarkeit auf. Daher wird, wenn das Ende des
beschichteten elektrischen Drahts von dem Leiter abgelöst wird,
kein bartartiges Beschichtungsmaterial an einem Schneidekopf davon
hinterlassen. Deshalb wird ein Crimpende an den Leiter gecrimpt,
ohne daß das bartartige
Beschichtungsmaterial zwischen den Leiter und das Crimpende eingeschoben
wird. Dadurch ist es möglich,
einen unerwünschten
hohen elektrischen Widerstand zu vermeiden. Das heißt, das
Ende des ummantelten Drahts kann von dem Leiter mit einer guten
Bedienbarkeit abgelöst
werden.
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Um
einen ummantelten elektrischen Draht gemäß der Erfindung mit verbesserter
Beständigkeit
gegen Bleichen beim Biegen in Kombination mit guter Flexibilität bereitzustellen,
ist es bevorzugt, daß die
elektrisch isolierende Ummantelung auf dem Leiter eine Zusammensetzung
mit einer 2%-Zugspannung von nicht mehr als 7 MPa ist. Vorzugsweise
beträgt
die 2%-Zugspannung mindestens 2 MPa. Es ist ebenso bevorzugt, daß die 300%-Zugspannung
von einer der Polymerkomponenten der Zusammensetzung nicht mehr
als 5 MPa beträgt,
insbesondere das thermoplastische Elastomer auf Styrolbasis.
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Es
ist bevorzugt, daß die
2%-Zugspannung der Polymerzusammensetzung 5 bis 7 MPa beträgt, wenn die
Beschichtungsdicke in dem Bereich von 0,2 mm bis 0,3 mm liegt. Wenn
nämlich
die Beschichtung dünner ist,
wird die Zugspannung der Polymerzusammensetzung verhältnismäßig groß ausgewählt, und
wenn die Beschichtung dicker ist, kann sie verhältnismäßig klein ausgewählt werden.
Wenn die Zugspannung der Polymerzusammensetzung so eingestellt ist,
wird die Flexibilität
des beschichteten elektrischen Drahts ebenso im Fall einer verhältnismäßig dicken
Beschichtung gesichert.
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Beispiele
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Beispiele
der vorliegenden Erfindung werden nachstehend ausführlich beschrieben,
sind aber nicht einschränkend.
In den Tabellen werden die Verhältnisse
der Komponenten in Gewichtsteilen angegeben.
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In
allen der nachstehenden Beispiele wurden die Komponenten folgendermaßen kontinuierlich
gemischt und geknetet. Die zwei Harzkomponenten und das Metallhydroxid
werden gleichzeitig in den Fülltrichter eines
Doppelwellenextruders mit einem elektrischen Heizmantel beschickt.
Dieser Extruder wurde eingesetzt, um das Verkneten der Komponenten
auszuführen.
Die Extrudertemperatur (innere Oberfläche) betrug 200°C bei dem
Eingang, wobei sie beim Ausgang auf 250°C stieg. An dem Ausgangsende
befand sich ein Spritzkopf zur Herstellung von Strängen der
gemischten Zusammensetzung, der bei 260°C gehalten wird. Die hergestellten
Stränge
durchlaufen ein Wasserbad zu einer Pelletiermaschine, um Pellets
aus der Zusammensetzung herzustellen. Die Pellets wurden verwendet,
um eine Drahtummantelung, wie nachstehend beschrieben, herzustellen.
-
Als
die Beispiele 1 bis 5 der vorliegenden Erfindung und die Vergleichsbeispiele
1 bis 5 wurden die folgenden Substanzen bei den Verhältnissen,
die in den Tabellen 1 und 2 gezeigt werden, geknetet, um Harzzusammensetzungen
herzustellen:
| P-E-Polymer
A: | ein
Propylen-Ethylen-Blockcopolymer mit Propylengehalt von mehr als
50 Gew.-% (MFR = 0,5 g/10 Minuten bei einer Dichte von 0,90, Temperatur
von 230°C
und einer Belastung von 2,16 kg) – Polypro RB610A (Markenname),
hergestellt von Tokuyama Corporation, |
| MAH-SEBS
A: | ein
Maleinsäureanhydrid-modifiziertes
hydriertes Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer,
das ein thermoplastisches Elastomer ist, erhalten durch Hydrieren der
Doppelbindungen eines Styrol-Butadien-Blockcopolymers zur Sättigung
und dessen Modifizieren mit Maleinsäureanhydrid (MFR = 5,0 g/10
Minuten bei einer Dichte von 0,92, Temperatur von 230°C und einer Belastung
von 2,16 kg) – TUFTEC
M1913 (Markenname), hergestellt von Asahi Kasei Corporation, |
| SEBS: | ein
hydriertes Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer (MFR = 5,0 g/10 Minuten
bei einer Dichte von 0,91, Temperatur von 230°C und einer Belastung von 2,16 kg) – TUFTEC
H041 (Markenname), hergestellt von Asahi Kasei Corporation, |
| Magnesiumhydroxid
A: | Magnesiumhydroxid
(durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 1,0 μm, oberflächenbehandelt mit einem Vinylsilanhaftvermittler),
hergestellt von Kyowa Chemicals Co., Ltd., |
| Magnesiumhydroxid
B: | Magnesiumhydroxid
(durchschnittlicher Teilchendurchmesser: 1,0 μm, nicht oberflächenbehandelt), hergestellt
von Kyowa Chemicals Co., Ltd., |
| ein
Antialterungsmittel, | hergestellt
von Yoshitomi Fine Chemicals, Ltd. (TOMINOX TT (Markenname)), ein
gehindertes Antioxidationsmittel auf Phenolbasis). |
-
Um
die Eigenschaften jeder Zusammensetzung unter Verwendung einer Extrudiermaschine
zu überprüfen, wurde
jede Zusammensetzung bei einer Dicke von 0,28 mm auf einen Leiter
(sieben weiche Kupferdrähte,
miteinander verdreht und zirkular verdichtet, um eine glatte periphere
Oberfläche
zu verleihen) mit einer Schnittfläche von 0,5 mm2 aufgetragen,
um einen elektrischen Draht herzustellen. Die Düsenansätze, die beim Extrudieren verwendet
werden, hatten einen Durchmesser von 1,40 mm und 0,88 mm. Die Extrusionstemperatur
der Düse
betrug 210 bis 230°C.
Die Extrusionstemperatur des Zylinders betrug 200 bis 240°C. Die lineare
Geschwindigkeit betrug 50 m/Minute.
-
Als
weitere Beispiele 6 bis 10 der Erfindung wurden die oben identifizierten
Komponenten bei den in Tabelle 3 gezeigten Verhältnissen geknetet, um die Zusammensetzungen
herzustellen. Die Mischverhältnisse dieser
Zusammensetzungen wurden ausgewählt,
damit sie vorzugsweise für
einen elektrischen Draht mit einem kleinen Durchmesser verwendet
werden können.
-
Als
Vergleichsbeispiele 6 bis 9 wurden die identifizierten Zusammensetzungen
bei den in Tabelle 4 gezeigten Verhältnissen geknetet, um die Zusammensetzungen
herzustellen.
-
Um
die Eigenschaften von jeder der Zusammensetzungen der Tabellen 3
und 4 unter Verwendung einer Extrudiermaschine zu überprüfen, wurde
die Zusammensetzung bei einer Dicke von 0,20 mm auf einen Leiter
(sieben weiche Kupferdrähte,
miteinander in sich verdreht und zirkular verdichtet, um eine glatte
periphere Oberfläche
zu verleihen) mit einer Schnittfläche von 0,13 mm2 aufgetragen,
um den ummantelten Draht herzustellen. Die Düsenansätze, die beim Extrudieren verwendet
werden, wiesen Durchmesser von 0,50 mm und 0,90 mm auf. Die Extrusionstemperatur
der Düse
betrug 210 bis 230°C.
Die Extrusionstemperatur des Zylinders betrug 200 bis 240°C. Die lineare
Geschwindigkeit betrug 50 m/Minute.
-
Die
ummantelten elektrischen Drähte
der vorliegenden Erfindung und der Vergleichsbeispiele wurden getestet,
um die Feuerbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit zu untersuchen, wie oben beschrieben.
-
* Feuerbeständigkeit
-
Ein
Feuerbeständigkeitstest
wurde gemäß JASO D611-94
der Japanese Automobile Standards Organisation durchgeführt. Darin
wurde der elektrische Draht zu einer Länge von 300 mm geschnitten,
um einen Prüfkörper herzustellen.
Jeder Prüfkörper wurde
in eine Testbox aus Eisen gelegt und horizontal gehalten. In diesem
Stadium wurde unter Verwendung eines Bunsenbrenners mit einer Bohrung
von 10 mm die Spitze der Reduktionsflamme auf die Unterseite der
Mitte jedes Prüfkörpers gehalten,
so daß der
Prüfkörper für 30 Sekunden
brannte. Eine Nachflammzeit von jedem Prüfkörper wurde gemessen. Die Prüfkörper, die
eine Nachflammzeit von weniger als 15 Sekunden aufweisen, wurden
als erfolgreich betrachtet. Die Prüfkörper, die eine Nachflammzeit
von mehr als 15 Sekunden aufwiesen, wurden als fehlerhaft bestimmt.
-
* Abriebbeständigkeit
-
Gemäß JASO D611-94
wurde ein Abriebbeständigkeitstest
durch ein Schaufelhin- und
-herbewegungsverfahren (blade reciprocation method) durchgeführt. Der
ummantelte elektrische Draht wurde zu einer Länge von 750 mm geschnitten,
um einen Prüfkörper herzustellen.
Bei Raumtemperatur von 23±5°C wurde die
Oberfläche
des Beschichtungsmaterials von jedem Prüfkörper, der auf einem Tisch fixiert
war, durch axiales Hin- und Herbewegen einer Schaufel bei einer
Geschwindigkeit von 50mal pro Minute über eine Länge von mehr als 10 mm abgenutzt.
Eine Belastung von 7 N wurde durch die Schaufel ausgeübt. Die
Anzahl an Hin- und Herbewegungen der Schaufel wurde gemessen, bis
die Schaufel den Leiter aufgrund des Abriebs des Beschichtungsmaterials
berührte.
-
Dann
wurde jeder Prüfkörper 100
mm bewegt und 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht und die Messung des
oben beschriebenen Verfahrens wurde wiederholt. Die Messung wurde
dreimal an demselben Prüfkörper durchgeführt. Bei
den Beispielen 1 bis 5 und den Vergleichsbeispielen 1 bis 5 wurden
die Prüfkörper, für die die
Schaufel mehr als 150mal hin- und herbewegt wurde, als erfolgreich
betrachtet. Bei den Beispielen 6 bis 10 und den Vergleichsbeispielen
6 bis 10 wurden die Prüfkörper, für die die
Schaufel mehr als 100mal hin- und herbewegt wurde, als erfolgreich
betrachtet.
-
* Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung
-
Gemäß JASO D611-94
wurden die Tests für
die Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung durchgeführt.
Jeder ummantelte elektrische Draht wurde auf eine Länge von
150 mm geschnitten, um einen Prüfkörper herzustellen.
Der Leiter wurde aus dem Prüfkörper entfernt,
um einen Rohrkörper
herzustellen. Die Linien wurden auf der Mitte des Prüfkörpers bei
Intervallen von 50 mm markiert. Bei Raumtemperatur von 23 ± 5°C wurden
die Enden des Prüfkörpers auf
Spannköpfen
einer Zugfestigkeitsprüfmaschine
befestigt. Dann wurde der Prüfkörper bei
einer Geschwindigkeit von 200 m/Minute gezogen, um eine Belastung
und eine Länge
zwischen den benachbarten markierten Linien zu messen, wenn der
Prüfkörper geschnitten
(zerbrochen) wurde. Die Prüfkörper, die
eine Zugfestigkeit von mehr als 15,7 MPa und eine Verlängerung
bei Zugbeanspruchung von mehr als 125% aufwiesen, wurden als erfolgreich
angenommen.
-
* Flexibilität
-
Die
Prüfkörper, die
ein gutes Handgefühl
verliehen, wenn sie per Hand verbogen wurden, wurden als erfolgreich
angesehen.
-
* Verarbeitbarkeit
-
Ein
Teil der Harzzusammensetzung, die am Ende jedes ummantelten Drahts
angeordnet war, wurde von dem Leiter abgelöst, um zu prüfen, ob
ein Whisker gebildet wurde. Die Prüfkörper, auf denen keine Whisker
gebildet wurden, wurden als erfolgreich angesehen.
-
Tabellen
1 bis 4 zeigen die Komponenten jeder Harzzusammensetzung und die
bewerteten Ergebnisse für
jeden elektrischen Draht. Tabelle
1
- E
- gibt erfindungsgemäßes Beispiel
an.
Tabelle
2 - CE
- gibt Vergleichsbeispiel
an.
Tabelle
3 - E
- gibt erfindungsgemäßes Beispiel
an.
Tabelle
4 - CE
- gibt Vergleichsbeispiel
an.
-
Die
bewerteten Ergebnisse der beschichteten elektrischen Drähte der
Beispiele und Vergleichsbeispiele, die in den Tabellen 1 und 2 gezeigt
werden, geben folgendes an:
Der beschichtete Draht von jedem
der Beispiele 1 bis 5 der vorliegenden Erfindung war zufriedenstellend
in bezug auf die Feuerbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit. Andererseits erfüllte keiner der beschichteten
Drähte
der Vergleichsbeispiele 1 bis 5 die Erfordernisse für alle Eigenschaften.
-
Insbesondere
wies die Harzzusammensetzung von jedem der Beispiele 3 und 5, die
in Tabelle 1 gezeigt werden, bevorzugte mechanische Festigkeitseigenschaften,
wie Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung und gutes Gleichgewicht zwischen diesen Eigenschaften
auf. Jede dieser Zusammensetzungen enthielt 70 bis 90 Gewichtsteile
Propylenharz und 10 bis 30 Gewichtsteile thermoplastisches Elastomer
auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten Carbonsäure oder
ihrem Derivat modifiziert wurde, und 50 bis 150 Gewichtsteile Metallhydroxid
pro 100 Gewichtsteile des Gemisches.
-
Wie
in Tabelle 2 gezeigt, war in der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel
1 das Mischverhältnis des
Propylen-Ethylen-Blockcopolymers hoch, und das Mischverhältnis des
Maleinsäureanhydrid-modifzierten hydrierten
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers
war niedrig. Daher wies diese Zusammensetzung einen geringen Flexibilitäts- und
Verarbeitbarkeitsgrad auf. In der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel
2 war das Mischverhältnis
des Propylen-Ethylen-Blockcopolymers niedrig, und das Mischverhältnis des
Maleinsäureanhydrid-modifizierten
hydrierten Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers
war hoch. Daher wies diese Zusammensetzung einen niedrigen Zugfestigkeits-
und Abriebbeständigkeitsgrad
auf.
-
In
der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 3 war das Mischverhältnis des
Magnesiumhydroxids niedrig, so daß diese Zusammensetzung eine
schlechte Feuerbeständigkeit
aufwies. In der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 4 war das
Mischverhältnis
des Magnesiumhydroxids hoch, so daß diese Zusammensetzung unzureichende
Verlängerung
bei Zugbeanspruchung aufwies, und schlechte Abriebbeständigkeit, Flexibilität und Verarbeitbarkeit
besaß.
-
In
der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 5 wurde anstelle des
Maleinsäureanhydrid-modifizierten
hydrierten Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers das ungesättigte hydrierte
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer verwendet. Daher wurde keine stark
bindende Zwischenschicht zwischen dem Metallhydroxid und dem hydrierten
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer
gebildet. Folglich wies diese Zusammensetzung schlechte Abriebbeständigkeit
auf.
-
Die
bewerteten Ergebnisse der beschichteten elektrischen Drähte der
Beispiele und der Vergleichsbeispiele, die in den Tabellen 3 und
4 gezeigt werden, geben folgendes an:
Der Draht von jedem der
Beispiele 6 bis 10 der vorliegenden Erfindung war zufriedenstellend
in bezug auf die Feuerbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit. Andererseits erfüllte keiner der Drähte der
Vergleichbeispiele 6 bis 9 die Erfordernisse für alle Eigenschaften.
-
Wie
in Tabelle 4 gezeigt, war in der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel
6 das Mischverhältnis des
Propylen-Ethylen-Blockcopolymers hoch, und das Mischverhältnis des
Maleinsäureanhydrid-modifizierten hydrierten
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers
niedrig. Daher wies diese Zusammensetzung einen niedrigen Flexiblitäts- und
Verarbeitbarkeitsgrad auf. In der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel
7 war das Mischverhältnis
des Propylen-Ethylen-Blockcopolymers niedrig, und das Mischverhältnis des
Maleinsäureanhydrid-modifizierten
hydrierten Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers
war hoch. Daher wies diese Zusammensetzung einen niedrigen Abriebbeständigkeitsgrad
auf.
-
In
der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 8 wurde anstelle des
Maleinsäureanhydrid-modifizierten
hydrierten Styrol-Butadien-Styrol-Copolymers das ungesättigte hydrierte
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer verwendet. Daher wurde keine stark
bindende Zwischenschicht zwischen dem Metallhydroxid und dem hydrierten
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer
gebildet, so daß die
Zusammensetzung schlechte Abriebbeständigkeit aufwies.
-
In
der Zusammensetzung von Vergleichsbeispiel 9 war das Mischverhältnis des
Magnesiumhydroxids hoch, so daß diese
Zusammensetzung schlechte Flexibilität und Verarbeitbarkeit aufweist.
-
Beispiel 11
-
80
Gewichtsteile des oben beschriebenen P-E-Polymer A, 20 Gewichtsteile
des oben beschriebenen MAH-SEBS A und 90 Gewichtsteile Magnesiumhydroxid
(unbehandelt) wurden mit einem Doppelschneckenextruder bei 250°C geknetet.
Eine TEM-Abbildung der erhaltenden Zusammensetzung wurde durch ein
Transmissionselektronenmikroskop (TEM) H-800 (HITACHI) bei einer
Beschleunigungsspannung von 100 KV erzeugt. Die Probe wurde auf
eine Dicke von etwa 10 μm
durch ein Mi krotom für
ein Elektronenmikroskop geschnitten, und die geschnittene Probe
wurde mit Rutheniumsäure
(2% wässerige
Lösung)
für 2 Stunden
gefärbt.
Dann wurde die gefärbte
Probe in ein Epoxidharz eingebettet, und TEM wurde durch ein Ultradünnabfangverfahren
beobachtet. Der erhaltene Rasterelektronenmikrograph wird in 1 gezeigt.
-
Wie
in 1 gezeigt, sind die ungefähr hexagonalen Teilchen, die
in der Mitte des Bildes liegen, und die eng umliegenden langen Teilchen
die Teilchen von Magnesiumhydroxid. Dieser dichte Teil, der einen
Rand um jedes dieser Teilchen bildet, ist das Polymer B, das die
Teilchen beschichtet, und das Material, welches den Raum zwischen
den Teilchen füllt,
ist die kontinuierliche Matrixphase des Polymers A. Dies zeigt,
daß die
Füllstoffteilchen
kaum koagulieren, und in der kontinuierlichen Phase des Polymers
A fein dispergiert werden.
-
Diese
Zusammensetzung stellte ausgezeichnete Leistungen bereit, wenn sie
als Drahtummantelung verwendet wurde.
-
Vergleichsbeispiel 10
-
Eine
Zusammensetzung wurde in ähnlicher
Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer, daß das oben beschriebene SEBS
(das nicht mit Maleinsäureanhydrid
modifiziert wurde) anstelle von MAH-SEBS A verwendet wurde. Ein
TEM wurde in derselben Weise erhalten und wird in 2 gezeigt.
-
Der
Vergleich der 1 und 2 zeigt,
daß das
Polymer auf Styrolbasis, das durch ungesättigte Carbonsäure modifiziert
wurde, aufgrund seiner Affinität
mit dem Magnesiumhydroxidfüllstoffteilchen
die Struktur des Gemisches bildet, in dem es die Teilchen vorzugsweise
umgibt. Dies ist vorteilhaft für
die Eigenschaften der Zusammensetzung als Drahtummantelung.
-
Beispiele 12 bis 21 und
Vergleichsbeispiele 11 und 12
-
Die
Komponenten, die in den Tabellen 5 und 6 gezeigt werden, werden
bei den gezeigten Mengen (Gewichtsteilen) gemischt und durch einen
Doppelschneckenextruder bei 250°C
geknetet. Jede erhaltene Harzzusammensetzung wurde bei einer Beschichtungsdicke
von 0,28 mm um einen Leiter von 0,5 mm2 Abschnitt
B extrudiert (Draht, bestehend aus 7 weichen Kupferdrähten mit
einem Durchmesser von 0,32 mm, miteinander in sich verflochten und
verdichtet). Die verwendeten Düsenansätze hatten
Durchmesser von 1,40 mm und 0,88 mm. Die Extrusionstemperatur betrug
210 bis 230°C
für die
Düse und
200 bis 240°C
für den
Zylinder, und das Extrudieren wurde bei einer linearen Geschwindigkeit
von 50 m/min durchgeführt.
-
Die
Komponenten waren folgendermaßen:
| P-E
Polymer A: | wie
oben beschrieben. |
| MAH-HSBR: | ein
hydrierter Styrol-Butadien-Kautschuk (DYNARON 1320P (Markenname),
hergestellt von JSR Corporation; Dichte 0,89; Shore-A-Härte 41;
MFR 3,5 g/10 min (230°C,
Belastung 2,16 kg), modifiziert mit 1 Gew.-% Maleinsäureanhydrid. |
| HSBR: | ein
hydrierter Styrol-Butadien-Kautschuk (DYNARON 1320P (Markenname),
hergestellt von JSR Corporation; Dichte 0,89; Shore-A-Härte 41;
MFR 3,5 g/10 min (230°C,
Belastung 2,16 kg). |
| MAH-SEPS: | ein
hydriertes Styrol-Isopren-Blockcopolymer (SEPTON 2043 (Markenname),
hergestellt von Kuraray Co., Ltd.; Dichte 0,89; Shore-A-Härte 38;
MFR 4 g/10 min (230°C,
Belastung 2,16 kg), modifiziert mit 1 Gew.-% Maleinsäureanhydrid. |
| SEPS
polymer G: | ein
hydriertes Styrol-Isopren-Blockcopolymer (SEPTON 2043 (Markenname),
hergestellt von Kuraray Co., Ltd.; Dichte 0,89; Shore-A-Härte 38;
MFR 4 g/10 min (230°C,
Belastung 2,16 kg). |
| Magnesiumhydroxide
A und B: | wie
oben. |
| Antialterungsmittel
(Antioxidationsmittel): | wie
oben. |
-
MAH-HSBR,
HSBR, MAH-SEBS und SEPS sind thermoplastische elastomere Blockcopolymere.
-
Die
Feuerbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit
und Zugfestigkeit/Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit wurden in derselben Weise wie für die obigen
Beispiele erhalten. Bei der Abriebbeständigkeit wird eine Anzahl an
Schaufelbewegungen von 150 oder mehr als erfolgreich betrachtet.
-
-
-
Beispiel 22 und Vergleichsbeispiele
13 und 14
-
Polymerkomponentenmagnesiumhydroxid
und ein Antioxidationsmittel in den Verhältnissen, die in Tabelle 7
gezeigt werden, wurden durch einen Doppelschneckenextruder bei 250°C geknetet.
Die erhaltene Zusammensetzung wurde bei einer Beschichtungsdicke
von 0,28 mm um einen Leiter mit einer Schnittfläche von 0,5 mm2 extrudiert
(7/SB: verflochtener Draht, der aus sieben weichen Kupferdrähten mit
einem Durchmesser von 0,30 mm besteht). Die verwendeten Düsensauger
wiesen Durchmesser von 1,40 mm und 0,88 mm beim Extrudieren auf.
Die Extrusionstemperatur betrug 240 bis 250°C für die Düse und 230 bis 250°C für den Zylinder,
und das Extrudieren wurde bei einer linearen Geschwindigkeit von
50 m/min durchgeführt.
-
Die
verwendeten Komponenten waren:
| MAH-SEBS
A: | wie
oben (seine 300%-Zugspannung beträgt 4,4 MPa) |
| MAH-SEBS
B: | TUFTEC
M1943 (Markenname), hergestellt von Asahi Kasei Corporation, ein
thermoplastisches Elastomer auf Styrolbasis, erhalten durch Hydrieren
der Doppelbindungen eines Styrol-Butadien-Blockcopolymers zur
Sättigung
und Modifizieren mit Maleinsäureanhydrid.
300%-Zugspannung = 2,9 MPa: Dichte = 0,90; MFR 8 g/10 min (230°C, Belastung
2,16 kg). |
| SBS
Epoxy: | EPOFRIEND
A1005 (Markenname), hergestellt von Daicel Chemical Co., Ltd., ein
Styrol-Butadien-Styrol-Copolymer, enthaltend Epoxygruppen. 300%-Zugspannung
= 5,2 MPa. Dichte = 0,96; MFR 4 g/10 min (190°C, Belastung 2,16 kg). |
| P-E-Polymer
A: | wie
oben. |
| HDPE: | HIZEX
5305E, hergestellt von Mitsui Petrochemical Co., Ltd., ein Polyethylen
mit hoher Dichte. Dichte = 0,95; MFR 3,0 g/10 min (190°C, Belastung
2,16 kg). |
-
Um
das Bleichen zu testen, wurde der erhaltene beschichtete elektrische
Draht spiralförmig
auf einem Zylinderdorn von 6 mm Durchmesser gewickelt, und wurde
optisch bewertet, egal ob die Beschichtung ausblich oder nicht.
-
In
diesen Beispielen wurde die Flexibilität des beschichteten elektrischen
Drahts folgendermaßen
bewertet:
Ein Gegenstand, der durch Bündeln von 30 Stücken des
beschichteten elektrischen Drahts mit einer Länge von 350 mm und grobem Aufwickeln
des Bündels
mit einem Vinylband erhalten wurde, wurde als eine Probe hergestellt.
Die Probe wurde auf einem Zylinderpaar angebracht (wobei jeder einen
Durchmesser von 19 mm aufweist), die gegenseitig parallel angeordnet
und horizontal mit einer Lücke
von 100 mm eingeteilt sind, wobei die Probe senkrecht zu den Achsen
des Zylinders liegt, so daß sich
die Mitte der Probe an der Mitte der Lücke zwischen den Zylindern
befindet. Die Probe wird langsam abwärts an der Mitte zwischen den
Zylindern bei Raumtemperatur gedrückt, und die maximale Belastung,
bis die Probe aus den Zylindern entfernt wurde, wurde gemessen.
In dem Test wird ein „bestanden" aufgezeichnet, wenn
die maximale Belastung 70 N oder weniger bei der Beschichtungsdic ke
von 0,20 mm und 50 N oder weniger bei der Beschichtungsdicke von
0,28 mm beträgt.
-
Die
Ergebnisse werden in Tabelle 7 gezeigt, welche ebenso die 2%-Zugspannung
der Beschichtungszusammensetzung angeben.
-
-
Beispiel 23 und Vergleichsbeispiele
15 und 16
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Die
Komponenten in den in Tabelle 8 angegebenen Verhältnissen wurden durch einen
Doppelschneckenextruder bei 250°C
geknetet. Die erhaltene Zusammensetzung wurde bei einer Beschichtungsdicke
von 0,20 mm oder 0,28 mm, wie in der Tabelle angegeben, um einen
Leiter mit einer Schnittfläche
von 0,5 mm2 extrudiert (7/SB: verflochtener
Draht, der aus sieben weichen Kupferdrähten mit einem Durchmesser
von 0,30 mm besteht). Die Düsenansätze beim
Extrudieren hatten Durchmesser von 1,25 mm und 0,88 mm bei der Beschichtungsdicke
von 0,20 mm und Durchmesser von 1,40 mm und 0,88 mm bei der Beschichtungsdicke
von 0,28 mm. Die Extrusionstemperatur betrug 240 bis 250°C für die Düse und 230
bis 240°C
für den
Zylinder, und die Extrusion wurde bei einer linearen Geschwindigkeit
von 50 m/min durchgeführt.
-
Die
verwendeten Polymere waren:
P-E-Polymer A, HDPE und MAH-SEBS
A: wie oben beschrieben.
MAH-EPR: T7741P hergestellt von JSR
Corporation; Dichte = 0,86; MFR 0,9 g/10 min (230°C, Belastung
von 2,16 kg).
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Die
Flexibilität
und das Bleichen wurden wie in Beispiel 22 bewertet. Die Ergebnisse
werden in Tabelle 8 gezeigt.
-
-
Beispiele 24 bis 33
-
Weitere
Beispiele der vorliegenden Erfindung werden nun beschrieben.
-
Als
die Beispiele 24 bis 28 der vorliegenden Erfindung wurden die Komponenten,
wie beschrieben, bei den in Tabelle 9 gezeigten Verhältnissen
geknetet, um Harzzusammensetzungen herzustellen.
-
Um
die Eigenschaften jeder Zusammensetzung unter Verwendung einer Extrudiermaschine
zu überprüfen, wurde
jede Zusammensetzung bei einer Dicke von 0,28 mm auf einen Leiter
(sieben weiche Kupferdrähte,
miteinander in sich verflochten und zirkular verdichtet, um eine
glatte periphere Oberfläche
zu verleihen) mit einer Schnittfläche von 0,5 mm2 aufgebracht,
um einen elektrischen Draht herzustellen. Die Düsenansätze, die beim Extrudieren verwendet
werden, hatten Durchmesser von 1,40 mm und 0,88 mm. Die Extrusionstemperatur
der Düse
betrug 210 bis 230°C.
Die Extrusionstemperatur des Zylinders betrug 200 bis 240°C. Die lineare
Geschwindigkeit betrug 50 m/Minute.
-
Als
weitere Beispiele 29 bis 33 der Erfindung wurden die Komponenten,
wie oben beschrieben, bei den in Tabelle 10 gezeigten Verhältnissen
geknetet, um Polymerzusammensetzungen herzustellen. Das Mischverhältnis dieser
Zusammensetzungen wurde ausgewählt,
damit sie vorzugsweise für
einen elektrischen Draht mit einem kleinen Durchmesser verwendet
werden können.
-
Um
die Eigenschaften von jeder der Zusammensetzungen von Tabelle 10
unter Verwendung einer Extrudiermaschine zu überprüfen, wurde die Zusammensetzung
bei einer Dicke von 0,20 mm auf einen Leiter (sieben weiche Kupferdrähte, miteinander
in sich verflochten und zirkular verdichtet, um eine glatte periphere Oberfläche zu verleihen)
mit einer Schnittfläche
von 0,13 mm2 aufgebracht, um den ummantelten
Draht herzustellen. Die Düsenansätze, die
beim Extrudieren verwendet werden, wiesen Durchmesser von 0,50 mm
und 0,90 mm auf. Die Extrusionstemperatur der Düse betrug 210 bis 230°C. Die Extrusionstemperatur
des Zylinders betrug 200 bis 240°C.
Die lineare Geschwindigkeit betrug 50 m/Minute.
-
Die
ummantelten elektrischen Drähte
der Beispiele 24 bis 33 wurden getestet, um die Feuerbeständigkeit,
Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit durch die Testverfahren, die oben für die Beispiele
1 bis 10 angegeben wurden, zu untersuchen. In dem Abriebbeständigkeitstest
für die
Beispiele 24 bis 28 wurden die Prüfkörper, für die die Schaufel mehr als 150mal
hin- und herbewegt wurde, als erfolgreich betrachtet. Für die Beispiele
29 bis 33 wurden die Prüfkörper, für die die
Schaufel mehr als 100mal hin- und herbewegt wurde, als erfolgreich
angesehen.
-
Die
Tabellen 9 und 10 zeigen die Komponenten von jeder Harzzusammensetzung
und die bewerteten Ergebnisse für
jeden elektrischen Draht.
-
-
-
Der
beschichtete Draht von jedem der Beispiele 24 bis 33 der vorliegenden
Erfindung war daher in bezug auf die Feuerbeständigkeit, Abriebbeständigkeit,
Zugfestig keit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung, Flexibilität
und Verarbeitbarkeit zufriedenstellend. Insbesondere wies die Harzzusammensetzung
von jedem der Beispiele 26 bis 28, die in Tabelle 9 gezeigt werden,
bevorzugte mechanische Festigkeitseigenschaften, wie Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit und Verlängerung
bei Zugbeanspruchung und ein gutes Gleichgewicht zwischen diesen
Eigenschaften auf. Jede dieser Zusammensetzungen enthielt 70 bis
90 Gewichtsteile Propylenharz und 10 bis 30 Gewichtsteile des thermoplastischen
Elastomers auf Styrolbasis, das mit der ungesättigten Carbonsäure oder
ihrem Derivat modifiziert wurde, und 50 bis 150 Gewichtsteile Metallhydroxid
pro 100 Gewichtsteile des Gemisches.
-
Zusammenfassend
kann durch Einsetzen einer Zusammensetzung mit einer 2%-Zugspannung von nicht
mehr als 7 MPa ein elektrischer Draht, der beim Biegen nicht ausbleicht,
selbst wenn ein Füllstoff
vorliegt, und gute Flexibilität
aufweist, erhalten werden.
-
Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt.
Es ist möglich,
verschiedene Modifikationen innerhalb des allgemeinen Umfangs der
vorliegenden Erfindung durchzuführen.
Obwohl beispielsweise das Antialterungsmittel als ein Additiv in
der Ausführungsform
verwendet wurde, können
die folgenden konventionellen Additive geeignet verwendet werden:
ein Antioxidationsmittel, das kein Halogen enthält, ein Metallinaktivierungsmittel
(Kupferinhibitor oder dergleichen), ein Verarbeitungshilfsmittel
(Schmiermittel, Wachs und dergleichen), ein Farbmittel, ein Nichtentflammbarkeitshilfsmittel
(Zinkborat, nicht-entflammbares Hilfsmittel auf Siliciumbasis).
-
Wie
oben beschrieben, weist die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung ausgezeichnete
Feuerbeständigkeit
ohne Erzeugung von Halogengas, wenn sie verbrannt wird, auf, und
weist nicht nur gute mechanische Eigenschaften, einschließlich Abriebbeständigkeit,
Zugfestigkeit, Verlängerung
bei Zugbeanspruchung und dergleichen, sondern ebenso gute Flexibilität und Verarbeitbarkeit
auf. Es ist möglich,
einen besser beschichteten elektrischen Draht durch Beschichten
eines Leiters mit dieser Zusammensetzung zu erhalten.
-
Während die
Erfindung zusammen mit den oben beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen beschrieben
worden ist, werden viele äquivalente
Modifikationen und Veränderungen
dem Fachmann offensichtlich sein, wenn er diese Offenbarung erhält. Folglich
sollen die oben dargestellten beispielhaften Ausführungsformen
der Erfindung illustrativ und nicht einschränkend sein. Verschiedene Veränderungen
der beschriebenen Ausführungsformen
können
ohne Abweichung von dem Geist und dem Umfang der Erfindung gemacht
werden.