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IN BEZIEHUNG
STEHENDE ANMELDUNG
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Dies
ist eine Fortsetzungsteilanmeldung Nr. 09/081,816, die am 20.05.1998
eingereicht wurde, jetzt US-A-6 257 054.
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GEBIET DER
ERFINDUNG
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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Chassisdynamometer und ein Prüfverfahren
zum Simulieren von Straßenzuständen, um
ein Fahrzeug mit mindestens zwei Antriebsrädern zu prüfen, und insbesondere auf ein
Dynamometer mit Rollen für
den Eingriff mit den Fahrzeugrädern,
und das relativ kompakt, kostengünstig
und tragbar ist. Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung
und ein Verfahren, die eine Simulation von geradlinigen und gekrümmten Fahrbedingungen
ermöglichen.
Gemäß einem
anderen Aspekt bezieht sich die Erfindung auf eine Chassisdynamometeranordnung
zum Prüfen
von Brems-, Differentialgetrie be- und Transmissionsanordnungen.
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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Die
Emissionsprüfung
und Wartung von Fahrzeugen ist wirksam, wenn die Straßenzustände für das Fahrzeug
effektiv simuliert werden können. Dies
wird typischerweise erreicht mittels einer Rollenanordnung für den Kontakt
mit den Antriebsrädern des
Fahrzeugs, wobei die Rollen betriebsmäßig mit einem Dynamometer verbunden
sind, um eine gesteuerte Last auf die Rollen auszuüben. Die
Größe der Last
ist eine Funktion der Drehgeschwindigkeit der Rollen (d.h., der
simulierten Fahrzeuggeschwindigkeit), der simulierten und echten
Reibungsverluste und einer polynomen Gleichung, die den Windwiderstand
des besonderen Fahrzeugs darstellt. Das Dynamometer simuliert zwei
Aspekte der Fahrzeugfunktion, nämlich
Trägheit
und Fahrtwiderstand. Trägheit
wird in diesem Fall bestimmt durch das Gewicht des Fahrzeugs und
das Äquivalent
von sich drehenden Massen des Fahrzeugs, wobei die Vorrichtung somit
Trägheiten
auf der Grundlage dieses Faktors simuliert: Der Fahrtwiderstand
wird durch das Dynamometer simuliert, indem ein Widerstand auf die
Rollen ausgeübt
wird, bestimmt durch die tatsächliche
Radgeschwindigkeit des Fahrzeugs und dem Windwiderstandsfaktor.
Trägheitsenergie
kann mittels eines Schwungrads sowie durch Simulation durch andere
Mittel erhalten werden.
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Herkömmliche
Rollenprüfstände für Motorfahrzeuge
weisen typischerweise eine oder mehr große Rollen auf, wobei eine einzelne
Rolle das linke und das rechte Fahrzeugrad überspannt. Beispielsweise sind
die im US-Patent 3,554,023 (Geul), US-Patent 5,154,076 (Wilson et
al) und US-Patent 5,193,386 (Hesse, Jr. Et al) offenbarten Vorrichtungen
alle von diesem Typ. Es ist auch bekannt, eine Prüfanordnung
für die
Verwendung bei einem Motorrad vorzusehen, die das einzige angetriebene
Rad des Fahrzeugs kontaktiert (US-Patent 5,429,004 – Cruickshank).
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Herkömmlicherweise
wird der Dynamometerwiderstand erhalten durch einen Bremsmechanismus,
wie einen elektrischen Motor, eine Wasserbremse usw. Jedoch können andere
widerstandserzeugende Mittel angewendet werden, und die vorliegende
Erfindung ist nicht auf die Verwendung irgendeiner besonderen Bremsvorrichtung
beschränkt.
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Ein
Chassisdynamometer kann auch umgekehrt betätigt werden, wodurch die Dynamometerrollen
eine Kraft auf die Fahrzeugräder
ausüben
und diese drehbar antreiben. In diesem Fall werden die Dynamometerrollen
drehbar von einem Motor oder dergleichen angetrieben, und die von
dem Dynamometer ausgeübte
Kraft wird durch einen Kraftsensor gemessen. In dieser Konfiguration
kann das Dynamometer verwendet werden, um die Funktionsfähigkeit
des Fahrzeugbrems-, Transmissions- oder Differentialgetriebesystems zu
prüfen.
Beispielsweise kann eine Bremsprüfung
durchgeführt
werden, bei der das Chassisdynamometer so ausgebildet ist, dass
es eine ständig
ansteigende Ausgangsleistung zu den Dynamometerrollen liefert, wobei
die Bedienungsperson des Fahrzeugs eine entsprechend ansteigende
Bremskraft auf die Fahrzeugbremsen ausübt, bis entweder ein Bremsversagen
beobachtet wird, ein Radblockieren erzielt wird, oder ein vorgewählter maximaler
Wert erreicht wird.
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Eine
ordnungsgemäße Fahrzeugwartung
erfordert, dass die Kraftübertragung
des Fahrzeugs und die Bremsen gleiche Kräfte auf beide Seiten des Fahrzeugs
ausüben.
Jedoch ist es häufig
nicht ausreichend, einfach zu wissen, dass ein Ungleichgewicht besteht,
ohne dass das Ungleichgewicht quantifiziert wird. Es ist bei einer
Fahrzeugprüfvorrichtung, die
ein Chassisdynamometer verwendet, wünschenswert, quantitativ die
absorbierte oder übertragene
Kraftdifferenz zwischen rechten und linken Rädern für verschiedene Fahrzeugsysteme
zu bestimmen. Somit ist es bei dem vorstehend beschriebenen Fahrzeugbremstest
wünschenswert
festzustellen, ob die rechte und die linke Fahrzeugbremse (assoziiert mit
dem rechten und linken Fahrzeugrad) eine unterschiedliche Kraft
aufbringen, sowie den quantitativen Wert einer derartigen Differenz.
In gleicher Weise ist es wünschenswert,
wenn das Chassisdynamometer in einem Leistungsabsorptionsbetrieb
verwendet wird, quantitativ jede Ausgangskraftdifferenz zwischen
dem rechten und linken Fahrzeugrad zu bestimmen, die mechanische
Probleme in dem Fahrzeugdifferentialgetriebe anzeigen könnte.
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Es
ist auch wünschenswert,
eine tragbare Chassisdynamometeranordnung vorzusehen, die einfach
zu einem Fahrzeugprüfort,
wie einem Fahrzeugdepot transportiert werden kann und schnell und einfach
aufgestellt werden kann zum Durchführen von Prüfungen des Fahrzeugemissionsvermögens. Dies
beseitigt das Erfordernis des getrennten Beförderns jedes Fahrzeugs zu einer
bestimmten Prüfstelle.
Zu diesem Zweck ist es wünschenswert,
eine Chassisdynamometer-Püfanordnung
vorzusehen, die aus individuellen Untereinheiten zusammengesetzt
ist, die getrennt getragen und einfach an der Prüfstelle zusammengesetzt werden
können,
ohne dass die Untereinheiten physikalisch oder mechanisch verbunden
werden müssen.
Die von den vorliegenden Erfindern vorgeschlagene Lösung dient
dazu, individuel le linke und rechte Rollendynamometer-Untereinheiten
vorzusehen, die einfach auf dem Boden an den Radmitten des Prüffahrzeugs
angeordnet werden. Derartige Untereinheiten können über eine gemeinsame Steuerunteranordnung
elektronisch verbunden werden.
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Es
ist bekannt, Systeme zum Prüfen
von Fahrzeugen mit zwei oder mehr angetriebenen Rädern (d.h.
durch den Motor angetriebenen Rädern) vorzusehen,
die aus individuellen linken und rechten Rollenanordnungen bestehen.
Die Rollen derartiger Anordnungen teilen entweder eine gemeinsame
Achse oder sind durch eine Schiene oder einen Rahmen verbunden,
die/der die Rollenpaare überspannt.
Siehe beispielsweise US-Patent 5,193,386 (Hesse, Jr. Et al) und
WO97/32189 (D'Angelo).
Aufgrund des in solchen Anordnungen erforderlichen großen Rahmens
ergeben sie keine einfach tragbare Dynamometeranordnung, die ein
leichtes Transportieren und Aufstellen ermöglicht. Die Montage derartiger
Einheiten an einem Prüfort
wäre zeitraubend
und erforderte Spezialkenntnisse. Derartige Anordnungen befriedigen
somit nicht das Bedürfnis
nach einer einfachen und leicht transportierbaren Prüfvorrichtung,
die auch einfach für
die Verwendung am Prüfort
zu montieren.
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Ein
weiteres nützliches
Merkmal von Fahrzeugdynamometern besteht darin, dass sie in der Lage
sind, das Fahrzeugrad auf den Rollen zu zentrieren. Dies kann erreicht
werden durch Vorsehen von paarweisen kegelstumpfförmigen Rollen,
die jeweils konisch nach innen zueinander hin verlaufen, um zwei
gegenüber
liegende Antriebsräder
zu tragen (siehe Hesse, Jr. Et al). Bei dieser Anordnung wird das
Fahrzeug zwischen dem individuellen linken und rechten kegelstumpfförmigen Rollen
zentriert. Jedoch erfordert diese Anordnung, dass die rechte und die
linke Rollenanordnung entweder über
einen starren Rahmen verbunden oder am Boden befestigt sind, um
ein seitliches Ausweichen der Rollenanordnungen zu verhindern. Alternativ
offenbart der Stand der Technik getrennte rechte und linke Rollen,
die unabhängig
auf einer gemeinsamen Schiene bewegbar sind und die in ihrer Lage
verriegelt werden können, nachdem
die Rollen auf den Fahrzeugrädern
zentriert wurden (D'Angelo).
Jedoch ist diese Anordnung noch ungeeignet für die bei dieser Erfindung
betrachtete Verwendung, in der Weise, dass sie eine große/starre
Schiene oder einen Rahmen erfordert, die/der die linke und die rechte
Rolle verbindet, was für
die tragbare Verwendung ungeeignet ist. Um das Ziel einer einfachen,
leicht tragbaren Anordnung zu erreichen, ist es wünschenswert,
eine einfache Vorrichtung zum Zentrieren eines Fahrzeugs auf der
Dynamometeranordnung während
des Betriebs der Vorrichtung vorzusehen. Bei der durch diese Erfinder vorgeschlagenen
Lösung
wird dies ohne irgendwelche zusätzlichen
Zentriermittel erreicht, und in einer Weise, die mit dem Vorsehen
von linken und rechten Rollensubeinheiten, die auf dem Boden ruhen, übereinstimmt.
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Es
ist auch bekannt, eine logische Schaltung vorzusehen, die unabhängig vordere
und hintere Rollensätze
steuert zum Prüfen
verschiedener vorderer/hinterer Fahrzeuglastparameter wie Lageverschiebung.
Siehe
EP 0 522 198
A1 (Yorikatso).
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Es
scheint aus dem Stand der Technik nicht bekannt zu sein, ein Fahrzeugchassisdynamometer vorzusehen,
das in der Lage ist, die Differenz der Fahrzeugausgangsleistung
oder der Bremskraft zwischen dem rechten und dem linken Fahrzeugrad quantitativ
zu bestimmen. Eine quantitative Bestimmung dieses Typs kann auf
die An triebsräder
(in dem Fall der Prüfung
der Fahrzeugausgangsleistung) und/oder die nichtangetriebenen Räder (in
dem Fall der Messung von Fahrzeugbremskräften) angewendet werden. Es
ist im Stand der Technik auch bekannt, Leistungsbelastungen auf
ein Fahrzeug mittels eines Motors mit einer Steuereinheit auszuüben (siehe
US 5,844,145 ). Dieses Patent
offenbart eine Steuereinheit, die mechanisch mit einer Dynamometereinheit
verbinden ist, die die Synchronisation der Rollen bei einem einzelnen,
ein Farbfeld tragenden Dynamometer ermöglicht. Das Synchronisieren
der Rollen ermöglicht
die gleichmäßige Verteilung
von Lasten. Die Möglichkeit,
eine Leistungsabsorption und Leistungserzeugung alternativ vorzusehen,
ist auch bekannt und wird in
US
3,690,165 diskutiert, während
US 4,186,593 ein Verfahren
zum Speichern von Daten eines Fahrzeugs während der Echtzeitprüfung lehrt.
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Herkömmliche,
auf Dynamometern basierende Prüfvorrichtungen
sind typischerweise groß, schwer
und entsprechend kostenaufwendig. Dies ergibt sich teilweise aus
dem Vorsehen einer einzelnen Rolle für den Kontakt mit dem linken
und rechten angetriebenen Rad eines Fahrzeugs, die breit genug ist für die Verwendung
mit im wesentlichen allen herkömmlichen
Fahrzeugen, was zu einer großen
und schweren Rollenanordnung führt.
Dieser Nachteil kann überwunden
werden durch Vorsehen einer Prüfvorrichtung,
die aus getrennten linken und rechten Rollendynamometer-Untereinheiten
zum individuellen Stützen
der Fahrzeugantriebsräder
gebildet ist, wobei die Untereinheiten mechanisch nicht verbunden
sind, um einen einfachen Transport und eine einfache Montage vorzusehen.
Die individuellen Dynamometereinheiten sind nur elektronisch durch- eine Steuervorrichtung
verbunden. Die individuellen Dynamometer können somit mit einer gemeinsamen Steu ereinheit
verbunden sein, um die simulierten Lasten zwischen den Fahrzeugantriebsrädern auszugleichen.
Die Anordnung ermöglicht
auch ungleiche Lasten und Radgeschwindigkeiten zwischen den individuellen
Einheiten, um das Fahren eines Fahrzeugs durch eine Kurve zu simulieren.
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WO
99/60363 offenbart ein Rollendynamometer mit zumindest einem Tragschlitten
mit einer drehbaren Rolle und einem mit der Rolle verbundenen Dynamometer
zum Messen des Ausgangsdrehmoments eines Fahrzeugs. Mehrere Dynamometereinheiten
können
für den
Eingriff mit mehreren Fahrzeugrädern
vorgesehen sein, wobei die Einheiten elektrisch verbunden sind für eine gemeinsame
Steuerung durch eine Steuereinheit, die entweder gerade oder gekrümmte Fahrzustände simuliert.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Rollendynamometer
und ein verbessertes Prüfverfahren
zum Simulieren von Straßenzuständen für die Prüfung eines
Fahrzeugs vorzusehen.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung ist eine Rollendynamometervorrichtung nach
Anspruch 1 vorgesehen.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung ist eine Rollendynamometervorrichtung
zum Simulieren von Straßenzuständen für ein Fahrzeug
mit zumindest zwei Antriebsrädern
des Typs vorgesehen, welcher aufweist:
eine erste und eine
zweite Rollendynamometereinheit,
wobei jede der Rollendynamometereinheiten
zumindest eine Rolle für
den Kontakt mit dem Fahrzeugantriebs rad und in Eingriff mit einer
entsprechenden Dynamometerrolle aufweist; welche Dynamometerrolle ausgebildet
ist zum Absorbieren von Leistung von dem Fahrzeugantriebsrad oder
zum Liefern von Leistung zu dem Fahrzeugsantriebsrad;
wobei
die erste und die zweite Dynamometereinheit mechanisch unabhängig voneinander
sind für
eine unabhängige
Drehung der Dynamometerrollen relativ zueinander, und jede Dynamometereinheit
Drehgeschwindigkeits- und Drehmoment-Erfassungsmittel hat;
eine
Steuereinheit zum Empfangen von Drehgeschwindigkeits- und Drehmomentinformationen
von den Dynamometereinheiten, die betätigbar ist zum Vergleichen
und Messen von Geschwindigkeitsdifferenzen und Drehmomentdifferenzen
zwischen den Dynamometereinheiten für die Steuerung von zumindest
einer der Dynamometereinheiten als Antwort auf die Differenzen;
wobei
die Steuereinheit Mittel zum Steuern der Leistungsabsorption oder
der Leistungszuführung
zu jeder Dynamometereinheit enthält,
um den Fahrzeugantriebsrädern
zu ermöglichen,
sich mit derselben Geschwindigkeit oder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
zu drehen, um einen geraden oder einen gekrümmten Fahrzeugweg zu simulieren;
wobei
die Steuereinheit Mittel zum Erfassen und Anzeigen der Leistungsabsorption
und der Leistungszuführung
zu jeder Dynamometereinheit und einer Gesamtleistungsabsorption
durch die oder Gesamtleistungszuführung zu den Dynamometereinheiten
enthält.
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Weitere
Merkmale dieser Rollendynamometervorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen 2-17
definiert.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Simulieren von
Straßenzuständen für ein Fahrzeug
vorgesehen, das die Schritte aufweist:
- (a)
Vorsehen einer ersten und einer zweiten Rollendynamometereinheit,
die mechanisch voneinander unabhängig
sind, wobei jede Drehmoment- und Drehgeschwindigkeitssensoren hat,
und einer Steuereinheit zum Empfangen von Geschwindigkeits- und
Drehmomentinformationen von jeder Dynamometereinheit und zum unabhängigen Steuern
des hierdurch ausgeübten
Widerstands;
- (b) Vorsehen eines Prüffahrzeugs
mit zumindest zwei Fahrzeugantriebsrädern;
- (c) Stützen
der zumindest zwei Fahrzeugantriebsräder auf einer entsprechenden
ersten und zweiten Rollendynamometereinheit;
- (d) Antreiben der zumindest zwei Fahrzeugantriebsräder mit
dem Prüffahrzeug
oder den Rollendynamometereinheiten;
- (e) unabhängiges
Messen der Geschwindigkeit und des Drehmoments der zumindest zwei
Antriebsräder;
- (f) unabhängiges
Steuern zumindest einer von der ersten und der zweiten Rollendynamometereinheit
mit der Steuereinheit, um die Leistungsabsorption hiervon oder die
Leistungszuführung hierzu
zu steuern, wobei die erste und die zweite Dynamometereinheit so
gesteuert werden, dass den Dynamometern ermöglicht wird, sich mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten zu drehen, um selektiv entweder einen geradlinigen
oder einen gekrümmten
Fahrzeugweg zu simulieren, und die Leistungsabsorption und die Leistungszuführung zu
jeder Rollendynamometereinheit und die Gesamtleistungsabsorption
durch die oder die Gesamtleistungszuführung zu den Rollendynamome tereinheiten
zu erfassen und anzuzeigen.
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Zusätzliche
Verfahrensschritte sind in den abhängigen Ansprüchen 19-21
definiert.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
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2 ist
eine Seitenansicht eines Teils der in
-
1 gezeigten
Vorrichtung;
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2a ist
eine Endansicht von 1;
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3 ist
eine Draufsicht auf eine individuelle Rolleneinheit zur Verwendung
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
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4 ist
eine Draufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Rollenschlittens;
-
5 ist
eine Seitenansicht von 4;
-
6 ist
eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung im Betrieb;
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7 ist
ein Blockschaltbild, das die Arbeitsweise der Erfindung zeigt; und
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8 ist
ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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In
den 1 und 2 enthält die Vorrichtung 10 ei nen
ersten und zweiten identischen Schlitten 24, von denen
einer hier illustriert ist. In Gebrauch tragen die jeweiligen Schlitten
das linke und das rechte Fahrzeugrad, wenn ein Fahrzeug zur Prüfung mit
der Vorrichtung in Eingriff ist. Die Schlitten tragen jeweils individuelle
Rollen, die nachfolgend beschrieben sind, für den Eingriff mit den Fahrzeugrädern, und
eine separate Dynamometereinheit auf jedem Schlitten, die den mit
dem Schlitten assoziierten Rollen angepasst ist. Die Schlitten sind
zweckmäßig auf einer
glatten, ebenen, harten Oberfläche 15 angeordnet.
Jeder Schlitten kann seitlich (relativ zu dem Fahrzeug) auf der
Oberfläche
durch mit jedem Schlitten verbundene Rollen bewegt werden, wie durch eine
lineare Lageranordnung 30 (gezeigt in 2) auf
der unteren Fläche
der Schlitten. Die Rollen ermöglichen
weiterhin, dass die Schlitten seitlich gerollt werden, während sie
das Fahrzeug tragen, um die Selbstzentrierung der Schlittenrollen
durchzuführen.
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Gemäß den 1, 2 und 2a weist jeder
Schlitten 24 einen im allgemeinen rechteckigen Schlittenrahmen 32 auf,
der aus Rahmenseitenteilen 34, Rahmenendteilen 36 zusammengesetzt
ist, wobei das Ganze durch paarweise Rahmenquerteile 40 und 42 halbiert
ist, um einen ersten und einen zweiten rechteckigen Schlittenteil 32a und 32b zu
bilden. Der erste Schlittenteil 32a trägt die Rollen, die nachfolgend
beschrieben werden, und der zweite Schlittenteil 32b trägt das Dynamometer,
das nachfolgend beschrieben wird. Das Rahmenend- und das Rahmenquerteil 36 und 40 des
ersten Schlittenteils 32a stützen jeweils ein Paar von Achsenbuchsen 50 zum drehbaren
Stützen
der Rollen 54. Rollenachsen 56, die mit jeder
der Rollenassoziiert sind, sind drehbar innerhalb der Achsenbuchsen
gelagert. Das Rahmenend- und das Rahmenquerteil 36 und 42 des
zweiten Schlittenteils 32b tragen Dynamometergestelle 60 zum
drehbaren Befestigen eines Dynamometers 46 auf dem Schlitten.
Das Dynamometer und die Gestelle werden nachfolgend im einzelnen
beschrieben.
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Der
erste Schlittenteil 32a stützt ein Paar von im gegenseitigen
Abstand angeordneten Rollen 54 in paralleler Ausrichtung
zum Tragen und drehbaren Eingriff mit einem angetriebenen Rad eines
Fahrzeugs.
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Bei
einer Version ist eine der Rollen 54 des Paares in Eingriff
mit einem Dynamometer. Die anderen Rollen drehen sich im Freilauf.
Jeder Schlitten trägt
somit ein einzelnes Dynamometer, aufweisend eine Leistungsabsorptionseinheit
("PAU"), die mit einem
einzelnen Fahrzeugantriebsrad assoziiert ist. Es ist ersichtlich,
dass durch eine Modifikation die Rollen so groß gemacht werden können, dass
sie paarweisen Antriebsrädern
des in Lastwagen und Bussen gefundenen Typs angepasst sind. Gemäß einem
anderen Aspekt arbeitet das Dynamometer entweder in einem PAU-Betrieb
oder einem Antriebsvorrichtungsbetrieb, wodurch das Dynamometer
die assoziierte Rolle zum Prüfen
beispielsweise von Fahrzeugbremsen drehbar antreibt.
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Die
Dynamometergestelle 60 weisen jeweils eine Scheibe 62 auf,
die fest an dem Schlittenteil 32b befestigt sind für einen
Eingriff mit einer entsprechenden Endfläche des Dynamometers 46.
Eine kreisförmige
Anordnung von Lagerschlitten 66 ist an jeder Endfläche des
Dynamometers befestigt und in drehbarem Eingriff mit der festen
Scheibe, welche einen zurückgesetzten
Rand 68 enthält,
der einen Lauflink aufweist.
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Ein
Dehnungsmessgeräthalter
weist einen ersten und einen zweiten Arm 70, 72 auf,
die sich von dem Dynamometer bzw. dem Schlittenteil 32b erstrecken.
Ein Dehnungsmessgerät 74 verbindet
die jeweiligen Arme und beschränkt
die Drehung des Dynamometers relativ zu dem Schlitten. Das Dehnungsmessgerät weist
einen Wandler zum Umwandeln des Drehmoments zwischen dem Dynamometer und
dem Schlitten in elektrischen Strom auf.
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Bei
einem weiteren, in den 3 und 4 gezeigten
Ausführungsbeispiel
weisen die Schlitten 24 jeweils Rahmenteile 80 auf,
die eine rechteckige Konfiguration zum Tragen der Rollen bilden.
Ein Dynamometertragglied 82, das ein im allgemeinen plattenförmiges Teil
aufweist, erstreckt sich von einem Rahmenquerteil nach außen von
der Mitte der Vorrichtung weg. Jeder Dynamometerträger hat
eine sich aufwärts
erstreckende Buchse 84 für den drehbaren Eingriff und
das Tragen eines Dynamometers 86. Jede Rolle 54 ist
in lösbarem
Eingriff mit einem entsprechenden Dynamometer mittels einer freigebbaren
Kupplung 90. Ein nicht gezeigtes Dehnungsmessgerät, das das
Dynamometer mit dem Dynamometerträger verbindet, begrenzt die
Drehbewegung jedes Dynamometers und ermöglicht eine genaue Messung
der auf das Dynamometer einwirkenden Drehkräfte.
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Jede
der insbesondere in 5 gezeigten Rollen 54 enthält einen
aufwärts
gestuften Bereich 66 an jedem jeweiligen Ende, der sowohl
als ein Schwungrad als auch als ein Radanschlag dient, um die Gefahr
der Trennung eines Fahrzeugrads von der Rolle zu minimieren.
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Jede
Rolle 54 hat eine im allgemeinen sanduhrförmige Gestalt
und weist eine mittlere Achse auf, wobei der Körper der Rolle von im allgemeinen
dem Mittelpunkt der mittleren Achse unter einem Winkel von etwa
170° bis
etwa 179°59' relativ zu der Längsachse
der Rolle divergiert.
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Es
wurde gefunden, dass diese Anordnung die genaue Positionierung erleichtert
und die Selbstzentrierung eines Rades auf der Rolle ohne unnötigen Reifenverschleiß verbessert.
Die seitliche Bewegung der Rollen in Abhängigkeit von der Selbstzentrierungsbewegung
wird durch die Rollbewegung des Schlittens auf dem Substrat, die
durch die lineare Lage ermöglicht
wird, bewirkt.
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6 illustriert
die Anordnung der Vorrichtung 10 unter dem vorderen (Antriebs-)Rädern eines Fahrzeugs 100 (strichliert
gezeigt). Bei der gezeigten Anordnung ist das geprüfte Fahrzeug
ein Fahrzeug mit Vorderradantrieb. Die Vorrichtung kann leicht an die
Verwendung mit Fahrzeugen mit Vierradantrieb angepasst werden durch
Mittel zur Anpassung oder Neupositionierung der Einheiten und/oder
Vorsehen zusätzlicher
Einheiten zur Anpassung an entsprechende Fahrzeugantriebsräder.
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Jedes
Dynamometer enthält
eine Vorrichtung für
die Messung der Drehgeschwindigkeit wie einen inneren optischen
Positionsleser (nachfolgend erläutert)
zum Messen der Drehposition der Dynamometerwelle. Die optischen
Laserdaten werden zu der nachfolgend beschriebenen zentralen Steuervorrichtung übertragen,
die die Drehgeschwindigkeit des Dynamometers und der entsprechenden
Rollen berechnet.
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Die
Dynamometer sind jeweils mit einer zentralen Steuereinheit 200 verbunden,
die nun mit Bezug auf 7 beschrieben wird. Die Steuereinheit
ermög licht,
dass das individuelle linke und rechte Dynamometer eine im wesentlichen
genau gleich Last an die entsprechenden Räder anlegt, um geradlinige Fahrbedingungen
zu simulieren. Alternativ kann eine gesteuerte ungleiche Last ausgeübt werden,
um das Fahren des Fahrzeugs entlang einer Kurve zu simulieren.
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Elektrische
Signale von Wandlern 202, die mit Dehnungsmessgeräten 74,
die das Drehmoment anzeigen, assoziiert sind, können in der Amplitude oder
der Frequenz veränderliche
Signale aufweisen. Diese Signale werden zusammen mit den Signalen von
dem optischen Positionslaser 204 zu der Steuervorrichtung übertragen.
Die Steuervorrichtung empfängt
getrennt Geschwindigkeits- und Drehmomentinformationen von jeder
entsprechenden Rolleneinheit. Bei einer Simulation eines geradlinigen
Fahrens sollten sich alle Rollen mit derselben Geschwindigkeit drehen.
Da keine mechanische Verbindung besteht, um eine Drehbewegung zwischen
den Rolleneinheiten entsprechend den jeweiligen Fahrzeugseiten zu übertragen,
wird eine logische Verbindung durch die Steuervorrichtung geschaffen,
um der Steuervorrichtung zu ermöglichen,
die Motorsteuerschaltung 208 so zu steuern, dass identische
Geschwindigkeiten aufrecht erhalten werden. Die Steuervorrichtung
enthält
demgemäß eine Komparatorschaltung 206,
um jegliche Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den jeweiligen Dynamometern
zu erfassen. Wenn eine Geschwindigkeitsdifferenz erfasst wird, wird
diese Information zu der logischen Schaltung 207 übertragen,
die ihrerseits eine mit jedem Dynamometer assoziierte linke und
rechte Motorsteuerschaltung 208 steuert, die fallbezogen
die auf das jeweilige Dynamometer ausgeübte Last erhöht oder
herabsetzt.
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Die
logische Schaltung 207 kann Software enthalten, die einen
Leistungsteilungsalgorithmus auf der Grundlage der Rollengeschwindigkeitsdifferenz
anwendet, um die jeweiligen Dynamometer zu steuern. Der Steueralgorithmus
berechnet ein angemessenes Steuersignal derart; dass mehr von der absorbierten
Leistung zu der sich schneller drehenden Rolle verschoben wird,
wobei eine größere Last durch
das entsprechende Dynamometer ausgeübt wird, um sie zu verlangsamen.
Das an der sich langsamer drehenden Rolle befestigte Dynamometer
absorbiert weniger Leistung, wodurch die entsprechende Rolle beschleunigt
wird. Eine logische Schaltung für
die Fahrzeugausgangsleistung, die durch Software betrieben werden
kann, berechnet die zwischen allen rollen absorbierte Gesamtleistung
auf der Grundlage des folgenden:
- a) die Masse
des Fahrzeugs;
- b) die Echtzeit-Rollenbeschleunigung;
- c) die Rollengeschwindigkeit und die Rollenlast, die zu simulieren
sind, wobei die letztgenannte auf bekannten aerodynamischen und
Reibungsverlustfaktoren des Fahrzeugs beruht;
- d) zu kompensierende Reibungsverlust innerhalb des Dynamometers;
und
- e) die Ausgangskraft des Fahrzeugs.
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Eine
Anzeigevorrichtung 212 zeigt die simulierte Fahrzeuggeschwindigkeit,
den Wenderadius und die Ausgangsleistung an.
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Die
vorstehend gegebenen Beispiele identifizieren ein Dynamometer vom
Elektromotortyp; es ist ersichtlich, dass jede geeignete PAU verwendet
werden kann.
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Bei
einem weiteren Aspekt, der in Diagrammform in 8 illustriert
ist, ist das Chassisdynamometer so ausgebildet, dass es quantitative
Differenzen zwischen rechten und linken Fahrzeugrädern in
Bezug auf die Ausgangsleistung oder die Fahrzeugbremskraft misst. 8 illustriert
ein Chassisdynamometersystem 250 zum Prüfen von zwei Fahrzeugrädern 252 (a)
und (b) auf der rechten und der linken Seite des Fahrzeugs. Es ist
festzustellen, dass eine ähnliche
Anordnung gleichzeitig alle vier Fahrzeugräder prüfen kann, was besonders nützlich zum
prüfen
von Fahrzeugen mit vier Antriebsrädern ist. Das System umfasst
rechte und linke Rollendynamometereinheiten 254. Jede Dynamometereinheit
ist aus einer Leerlauf rolle 256, die mit einer Dynamometerrolle 258 gepaart
ist, zusammengesetzt, wobei das Fahrzeugrad auf den beiden Rollen 256 und 258 ruht.
Die Dynamometerrolle ist mit einem Motor und einer Leistungsabsorptionseinheit
("PAU") 262. verbunden.
Die PAU 262 kann mittels eines Riemenantriebs 264 (illustriert)
oder alternativ über
eine gemeinsame Welle, wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel illustriert
ist, mit der Dynamometerrolle 258 verbunden sein. Die Dynamometerrollen
und die PAU sind auf einem nicht gezeigten Rahmen getragen, wie
bei dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben ist. Jede Dynamometereinheit kann von einem unabhängigen rollbaren
Rahmen getragen sein, wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel gezeigt
ist, oder alternativ können
beide Einheiten auf einem gemeinsamen Substrat getragen werden. Die
PAU kann einen Gleichstrommotor oder alternativ einen Wechselstrommotor
oder einen anderen Typ von geeignetem umkehrbarem Antrieb aufweisen.
Die PAU 262 ist auf dem Rahmen oder Substrat in einer solchen
Weise befestigt, dass die Kraft zwischen dem Fahrzeugrad und der
Dynamometerrolle gemessen werden kann. Ein Kraftsensor 270 wird verwendet,
um die Größe der Kraft
zu messen, die von dem Dynamometersystem absorbiert wird, oder al ternativ
die von dem Dynamometersystem ausgegebene Leistung. Vorzugsweise
weist der Kraftsensor eine Lastzelle auf, die an einem Ende an einem festen
Teil des Dynamometerrahmens befestigt ist, wobei das andere Ende
an einem Drehmomentarm oder Hebelarm befestigt ist, der an der PAU
angebracht ist. Die PAU ist an dem Rahmen in der vorstehend beschriebenen
Weise spannband-befestigt, wodurch jedes von der PAU wahrgenommene
Drehmoment von dem Kraftsensor als eine Beanspruchung erfasst wird,
die zwischen der PAU und dem Tragrahmen messbar ist.
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Der
PAU-Motor ist mit einer PAU-Steuervorrichtung 274 verbunden,
der vorzugsweise einen Gleichstromantrieb aufweist, der eine Wechselstromleistung
in eine Gleichstromleistung und Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt,
sowie es gefordert wird.
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Die
PAU kann entweder im Vorwärts-
oder Rückwärts-Antriebsbetrieb betrieben
werden. Das heißt,
sie dient entweder als eine Leistungsabsorptionseinheit von Absorbieren
von Leistung von den Fahrzeugrädern,
oder alternativ als eine Leistungsquelle zum Antreiben der Fahrzeugräder mit
einer durch den Kraftsensor messbaren Kraft.
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Die
PAU-Antriebssteuervorrichtung ist mit einer elektrischen Leistungsquelle 275 verbunden.
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Die
rechte und linke PAU-Antriebssteuervorrichtung 274 ist
jeweils elektronisch mit einer gemeinsamen Dynamometersteuervorrichtung 276 verbunden,
die einen Datenspeicher und eine visuelle Anzeigevorrichtung 278 enthält. Die
Dynamometersteuervorrichtung enthält getrennte logische Schaltungen für jede der
rechten und linken Dynamometereinheit. Jede logische Schal tung empfängt Informationen
von einem entsprechenden Geschwindigkeitssensor 278 und
Kraft(Drehmoment)-Sensor 270,
der mit der assoziierten PAU verbunden ist. Anhand der Eingabe von
dem Geschwindigkeitssensor wird die gegenwärtige ("Echtzeit") Drehgeschwindigkeit jedes Dynamometers
festgestellt. Eine von der Bedienungsperson gesetzte eingegebene
Fahrzeuggeschwindigkeit ermöglicht
der Bedienungsperson, einen Setzpunkt für die gewählte Geschwindigkeit für das assoziierte
Dynamometer auszuwählen.
Für die meisten
Prüfanwendungen
ist dies dieselbe Geschwindigkeit für alle Dynamometer. Der Steuercomputer
berechnet die Differenz zwischen dem Punktgeschwindigkeitswert und
dem gemessenen Geschwindigkeitswert des besonderen Dynamometers. Diese
Differenz ist der Geschwindigkeitsfehlerwert für das Dynamometer. Der Fehlerwert
wird in einen PAU-Steueralgorithmus geführt, der bestimmt, wie die
Befehlseinstellung für
die gegebene PAU-Steuervorrichtung sein sollte, um zu ermöglichen,
dass der Geschwindigkeitsfehler für dieses besondere Dynamometer
herabgesetzt wird. Diese PAU-Befehlseinstellung wird dann zu der
PAU-Steuervorrichtung geführt,
die die angemessene Leistung zu der PAU liefert oder die angemessene
Leistung von der PAU absorbiert, um den Geschwindigkeitsfehler zu
minimieren. Diese Rückführungsanordnung
wird gleichzeitig für
alle Dynamometereinheiten in dem System durchgeführt.
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Eine
weitere Genauigkeit wird erzielt durch Messen und Aufzeichnen der
Kräfte,
die erforderlich sind, um "parasitische" Verluste in dem
System auszuschalten. Diese sind durch Reibung und Luftwiderstand
bewirkte Verluste sowie andere Verluste, die berücksichtigt werden müssen, damit
ein genauer Kraftwert berechnet werden kann. Der Dynamometergeschwindigkeitssensor
liefert Daten zu der Tabelle 280 für die parasitische Kraft in
der Dynamometersteuervorrichtung. Die Tabelle für die parasitische Kraft fügt ihrerseits
zu dem Geschwindigkeitswert einen mit den parasitischen Kräften assoziierten
Wert hinzu und liefert die kombinierten Informationen zu einem Gesamtkraftsensor 282.
Dem Gesamtkraftsensor werden Daten von dem Kraft(Drehmoment)-Sensor 270,
der mit der PAU verbunden ist, zugeführt, um einen Wert für die korrigierte
Gesamtkraft für
das assoziierte Fahrzeugrad zu berechnen. Anhand der Geschwindigkeit
und der korrigierten Kraft für
jedes Dynamometer wird die Leistung, die an der Rolle/Rad-Schnittstelle
durch das Dynamometer absorbiert wird oder von dem Dynamometer zu der
Rolle/Rad-Schnittstelle ausgegeben wird, für jedes Fahrzeugrad berechnet.
Diese Werte und die Differenzen zwischen diesen zusammen mit der
Gesamtkraft und der Gesamtleistung können für die Bedienungsperson angezeigt
und/oder für
späteren
Abruf aufgezeichnet werden. Da eine separate logische Schaltung
mit jeder der Dynamometereinheiten verbunden ist, können die
Differenzleistungs- oder Differenzkraftwerte zwischen den Dynamometereinheiten,
die Ungleichgewichte in den Fahrzeugsystemen zwischen linken und
rechten Fahrzeugrädern
anzeigen, erfasst werden. Dies ermöglicht, dass Probleme der Kraftübertragung,
Radprobleme, Bremsprobleme oder andere Probleme des Fahrzeugs erfasst
werden.
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Wenn
die PAU Leistung von dem Fahrzeug absorbiert kann die Gesamtausgangsleistung
des Fahrzeugs gemessen werden, Dies ermöglicht die Prüfung der
bei unterschiedlichen Fahrzeuggeschwindigkeiten ausgegebenen Fahrzeugleistung. Wenn
die PAU das Fahrzeug antreibt (beispielsweise während einer Bremsprüfung), wird
die Leistung, die erforderlich ist, um die Fahrzeugräder zu drehen,
und die Kraftübertragung
gemes sen. Wenn während
entweder des Betriebs bei der Leistungsabsorption oder der Leistungszuführung eine
Differenz der Fahrzeugradkraft zwischen der rechten und der linken
Dynamometereinheit erfasst wird, kann dies ein Problem mit den Fahrzeugrädern, der
Kraftübertragung
oder dem Bremssystem anzeigen.
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Mit
der vorgenannten Anordnung kann das Steuersystem so ausgebildet
sein, dass es den Dynamometereinheiten ermöglicht, sich mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten zu drehen. Dies kann verwendet werden, um die
Wirkungen von Rädern
zu prüfen,
die ein Fahrzeug bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen,
wodurch eine Fahrt um Ecken simuliert wird. Die Wirkungen der Kraftübertragungskomponenten
wie des Fahrzeugdifferentialgetriebes können so überwacht werden.
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Das
Dynamometersystem kann auch Radrutschen und – springen simulieren. Dies
kann verwendet werden, um Ziehsteuersysteme und Antiblockier- und
Antischleuderbremssysteme zu prüfen.
Indem die Räder
sich mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten drehen, kann die Antwort
dieser Fahrzeugsicherheits-Steuersysteme überwacht und geprüft werden,
um sicherzustellen, dass sie korrekt arbeiten.
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Bei
einem Aspekt ist eine wie in 8 illustrierte
Anordnung mit vier Dynamometereinheiten zum Prüfen von Fahrzeugen mit Allradantrieb
ohne Beschädigung
der Fahrzeugkraftübertragungen
vorgesehen. Aufgrund der unabhängigen
Natur der Dynamometereinheiten in diesem System, die nicht mechanisch
verbunden sind, sondern nur im Wege logischer Schaltungen verbunden
sind, hat der Dynamometersteuercomputer eine vollständige Steuerung darüber, wie
jedes Dynamometer in dem System mit den Fahrzeugrädern zusammenwirkt.
Dies minimiert oder verhindert eine Beschädigung für Fahrzeugsysteme mit Allradantrieb,
wenn beispielsweise Antiblockier-Bremssysteme gemessen werden, bei
denen anderenfalls ein Potential für eine Beschädigung des Kraftübertragungs-Differentialgetriebes
besteht.
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Bei
einem weiteren Aspekt weist die Erfindung ein Verfahren zum Prüfen des
Leistungsvermögens
eines Fahrzeugkraftübertragungs-
oder -bremssystems auf, und insbesondere zum quantitativen von Kraftdifferenzen
zwischen rechten und linken Fahrzeugrädern. Ein Chassisdynamometer
der vorbeschriebenen Typen ist vorgesehen. Rechte und linke Fahrzeugräder, entweder
vorn, hinten oder alle vier Räder
des Fahrzeugs, werden auf unabhängigen Chassisdynamometern
getragen. Die unabhängigen Dynamometer
sind miteinander nur im Wege der vorstehend charakterisierten logischen
Mittel verbunden, und sie sich mechanisch nicht in einer solchen Weise
verbunden, dass eine Drehkraft von den individuellen Dynamometereinheiten
zu einer anderen Einheit übertragen
wird. Bei einem Aspekt werden Fahrzeugbremskräfte geprüft. Bei diesem Aspekt werden
die Dynamometerrollen durch die PAU drehend angetrieben, die, wenn
sie in dieser Betriebsart betätigt
wird, einen Motor aufweist. Für
jedes Fahrzeugrad werden die Drehgeschwindigkeit und das Drehmoment
gemessen. Ein gemeinsamer Geschwindigkeitssetzpunkt wird von der
Bedienungsperson eingegeben, und jede Dynamometereinheit erzielt
die ausgewählte
Geschwindigkeit über
die vorbeschriebenen Rückführungsmittel.
Die Bremskraft jedes Fahrzeugrads wird gemessen und in Bezug auf die
vorbeschriebenen parasitischen Kräfte korrigiert. Die Differenz
zwischen den rechten und linken Radkräften wird gemessen und beide
werden der Bedienungsperson angezeigt und für späteren Abruf gespeichert.
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Bei
einem anderen Aspekt ist das vorgenannte Verfahren ausgebildet zum
Messen von Kraftdifferenzen zwischen rechten und linken Fahrzeugrädern, wobei
das Fahrzeug den Antrieb liefert und das Dynamometer Leistung von
dem Fahrzeug absorbiert. Bei diesem Verfahren werden Kraftdifferenzen und
Ausgangsleistung zwischen dem rechten und linken Fahrzeugrad quantitativ
bestimmt und der Bedienungsperson angezeigt und für späteren Abruf
gespeichert.
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Obgleich
die vorliegende Erfindung im Wege einer bevorzugten Version beschrieben
wurde, ist ersichtlich, dass zahlreiche Abweichungen und Veränderungen
von der Erfindung durchgeführt
werden können,
ohne den Bereich der Erfindung, so wie sie in den Ansprüchen definiert
ist, zu verlassen.