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DE60110212T2 - Bei raumtemperatur härtende beschichtungszusammensetzungen - Google Patents

Bei raumtemperatur härtende beschichtungszusammensetzungen Download PDF

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DE60110212T2
DE60110212T2 DE60110212T DE60110212T DE60110212T2 DE 60110212 T2 DE60110212 T2 DE 60110212T2 DE 60110212 T DE60110212 T DE 60110212T DE 60110212 T DE60110212 T DE 60110212T DE 60110212 T2 DE60110212 T2 DE 60110212T2
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DE
Germany
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coating composition
glycidyl
polysiloxane
groups
composition according
Prior art date
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Application number
DE60110212T
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DE60110212D1 (de
Inventor
Keith Cramlington YEATS
Alister Steve NIXON
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Akzo Nobel Coatings International BV
Original Assignee
Akzo Nobel Coatings International BV
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    • C09D133/04Homopolymers or copolymers of esters
    • C09D133/06Homopolymers or copolymers of esters of esters containing only carbon, hydrogen and oxygen, the oxygen atom being present only as part of the carboxyl radical
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Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Beschichtungszusammensetzung, die bei Umgebungstemperatur schnell härtet (berührungsfest in weniger als 2 Stunden bei 25°C), mit einem hohen Feststoffgehalt (> 70 Gew.-%) und niedrigem VOC (< 250 g Lösungsmittel pro Liter der Zusammensetzung, g/l), die in haltbaren Schutzschichten verwendet werden kann.
  • In den letzten Jahren hat sich eine zunehmende Besorgnis über die Freisetzung flüchtiger Lösungsmittel in die Atmosphäre ergeben, und demgemäß besteht dringende Notwendigkeit darin, den Gehalt an flüchtigem, organischen Lösungsmittel von Beschichtungs-, Dichtungsmittel- und Klebstoff-Zusammensetzungen zu reduzieren. Dies war für Beschichtungszusammensetzungen nicht leicht, die eine relativ niedrige Viskosität von weniger als 20 Poise für das Auftragen durch die üblichen Sprüh-, Walz- oder Streichverfahren benötigen, und insbesondere nicht für Beschichtungszusammensetzungen, die bei Umgebungstemperatur aufgetragen werden und schnell härten müssen, z.B. für das Beschichten großer Strukturen wie Schiffe, Brücke, Gebäude, Industrieanlagen oder Ölbohranlagen.
  • Beschichtungszusammensetzungen müssen im Allgemeinen ein Polymer enthalten, um filmbildende Eigenschaften zu verleihen, aber jedes verwendete Polymer muss eine ausreichende Molmasse aufweisen, um die erforderliche niedrige Viskosität zu ergeben, insbesondere nach der Pigmentierung als Anstrich. Solche niedrigviskosen Polymere benötigen oft lange Härtungszeiten, um befriedigende mechanische Eigenschaften zu entwickeln, insbesondere wenn sie bei niedriger Temperatur gehärtet werden.
  • In WO 98/04594 wird ein Verfahren zur Herstellung einer härtbaren Polymer-Zusammensetzung offenbart, und zwar durch Polymerisation eines funktionellen olefinisch ungesättigten Monomers in Gegenwart eines reaktiven Verdünnungsmittels, das eine flüssige organische Verbindung einer Viskosität von weniger als 2 Pa·s (20 Poise) ist, die wenigstens eine funktionelle Gruppe aufweist, welche im Wesentlichen nicht mit dem funktionellen olefinisch ungesättigten Monomer reagiert und die befähigt ist, mit einem Härtungsmittel zu reagieren, um ein Polymernetzwerk zu bilden. Der Hauptnachteil dieser Technologie besteht darin, dass dieses niedrigviskose Beschichtungsmaterial ein niedriges Tg des fertigen Films und eine mäßige Haltbarkeit ergibt.
  • In WO 96/16109 und WO 98/32792 wird eine Epoxy-Polysiloxan-Beschichtungszusammensetzung offenbart, die hergestellt wird, indem man Wasser, ein Polysiloxan, ein difunktionelles Aminosilan-Härtungsmittel, gegebenenfalls ein Organooxysilan und nicht aromatisches Epoxyharz kombiniert. Die maximale Menge an Lösungsmittel, die zu diesen Zusammensetzungen gegeben wird, ist etwa 420 g/l. Die Zusammensetzungen sollen als Schutzschichten für grundierten und verzinkten Stahl, Aluminium, Beton und andere Substrate mit einer Trockenfilmdicke im Bereich von 25 μm bis etwa 2 mm verwendet werden. Obwohl diese Zusammensetzungen als haltbare Deckschichten verwendet werden, sind ihr Glanz und ihre Farbrückhalte-Eigenschaften, wenn sie natürlichen oder beschleunigten Testbedingungen (UV-A, UV-B) ausgesetzt werden, nicht so, wie sie für Zusammensetzungen auf Polysiloxan-Basis erwartet werden. Dies beeinträchtigt stark das Aussehen eines beschichteten Substrats.
  • US 4,446,259 offenbart eine Beschichtungszusammensetzung, die einen flüssigen Träger und ein Bindemittel aufweist, das eine Mischung eines olefinisch ungesättigten Polymers, das Glycidyl-Gruppen, enthält, und eines vernetzbaren Polysiloxans ist, an dessen Gerüst-Siliciumatome Alkyl-, Phenyl- und Hydroxylgruppen gebunden sind. Diese Zusammensetzungen werden als bei Umgebungstemperatur härtende Schutzschichten verwendet. Der Hauptnachteil dieser Zusammensetzungen ist das Vorliegen einer relativ großen Menge an organischem Lösungsmittel in der Zusammensetzung.
  • EP 0 822 240 offenbart eine Harz-Beschichtungszusammensetzung, umfassend eine in Siliciumdioxid dispergierte Oligomer-Lösung eines Organosilans, eines Acrylharzes und eines Härtungskatalysators. Die Harz-Beschichtungszusammensetzungen haben im Durchschnitt einen Feststoffgehalt im Bereich von 40–50 Gew.-%. Demgemäß haben diese Beschichtungszusammensetzungen ein VOC von weit über 250 g/l.
  • WO 97/22728 offenbart eine wärmebeständige Pulver-Beschichtungszusammensetzung, die wenigstens ein Glycidyl-funktionelles Polyacrylpolymer und wenigstens ein Hydroxyl-funktionelles Polysiloxan umfasst. Diese Zusammensetzung wird bei Temperaturen von mehr als etwa 250°C gehärtet. Aufgrund dieser hohen Härtungstemperatur ist die Zusammensetzung für eine Verwendung zum Beschichten großer Strukturen wie Schiffe, Brücken usw. ungeeignet. Weiterhin ist diese Beschichtungszusammensetzung nicht härtbar, es sei denn, dass die beschichtete Verbindung erwärmt wird.
  • Die vorliegende Erfindung stellt eine Lösung der Probleme bereit, die mit dem oben erwähnten Stand der Technik verbunden sind. Die bei Umgebungstemperatur härtende Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst Folgendes:
    • – ein lineares oder verzweigtes Polysiloxan der Formel
      Figure 00030001
      in der jedes R1 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Alkyl-, Aryl- und Alkoxy-Gruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, reaktiven Glycidoxy-Gruppen und OSi(OR3)3-Gruppen, wobei jedes R3 unabhängig die gleiche Bedeutung wie R1 hat, jedes R2 aus der Gruppe ausgewählt ist, beste hend aus Wasserstoff und Alkyl- und Arylgruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, und wobei n derartig ausgewählt ist, dass die Molmasse der Polysiloxane im Bereich von 200 bis etwa 5000, vorzugsweise von 500 bis 2000 liegt,
    • – ein Glycidyl-funktionelles Acrylpolymer und
    • – ein Härtungsmittel.
  • Es wird bevorzugt, dass R1 und R2 Gruppen umfassen, die weniger als 6 Kohlenstoffatome aufweisen, um eine schnelle Hydrolyse des Polysiloxans zu erleichtern, wobei die Reaktion durch die Flüchtigkeit des Alkohol-analogen Produkts der Hydrolyse angetrieben wird. R1- und R2-Gruppen mit mehr als 6 Kohlenstoffatomen beeinträchtigen häufig die Hydrolyse des Polysiloxans wegen der relativ geringen Flüchtigkeit jedes Alkohol-Analogons.
  • Bevorzugt wird die Verwendung des Alkoxysilyl-funktionellen Polysiloxans. Methoxy-, Ethoxy- und Silanol-funktionelle Polysiloxane mit Molmassen im Bereich von etwa 400 bis etwa 2000 werden für Formulierungs-Beschichtungszusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung bevorzugt. Methoxy-, Ethoxy- und Silanol-funktionelle Polysiloxane mit Molmassen von weniger als 400 würden eine Beschichtungszusammensetzung bilden, die spröde wäre und eine schlechte Schlagzähigkeit bieten würde. Jedes flüssige Methoxy-, Ethoxy- und Silanol-funktionelle Polysiloxan mit einer Molmasse von über 400 kann verwendet werden, obwohl es bevorzugt wird, Polysiloxane mit einer Molmasse von weniger als 2000 zu verwenden, weil sie die Herstellung von Zusammensetzungen ermöglichen, die eine geringe Menge – falls überhaupt – zusätzlicher Lösungsmittel benötigen, um Auftragsviskosität zu erreichen, d.h. die verwendet werden können, ohne dass eine größere Lösungsmittelmenge zugegeben wird, als diejenige, welche den derzeitigen Anforderungen an den Gehalt von flüchtigen organischen Substanzen (VOC) entspricht. Im Allgemeinen kann ein hochmolekulares Polysiloxan verwendet werden, ohne die VOC-Anforderungen zu verletzen, indem man es mit einem reaktiven oder nicht reaktiven Verdünnungsmittel vermischt. Normalerweise beeinträchtigt dies aber die Filmeigenschaften.
  • Geeignete Polysiloxane, die in der Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen die folgenden ein: DC 3037 und DC 3074 (beide von Corning) oder SY 231, SY 550 und MSE 100 (alle von Wacker).
  • Das Glycidyl-funktionelle Acrylpolymer kann durch Copolymerisation eines oder mehrerer olefinisch ungesättigter Monomere mit einem Glycidyl-funktionellen, olefinisch ungesättigten Monomer hergestellt werden.
  • Beispiele von ethylenisch ungesättigten Monomeren, die mit einem solchen Glycidyl-funktionellen, olefinisch ungesättigten Monomer copolymerisiert werden können, sind Acrylsäureester wie Butyl(meth)acrylat, Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Propyl(meth)acrylat, n-Hexyl(meth)acrylat, Isopropyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexylmethacrylat oder -acrylat, Cyclohexyl(meth)acrylat, 2,2,5-Trimethylcyclohexyl(meth)acrylat, Isobornyl(meth)acrylat, Acrylnitril, Methacrylnitril, Trimethoxysilylpropyl(meth)acrylat und Vinyl-Verbindungen wie Styrol, Vinylacetat oder Vinylchlorid, wobei der Begriff (Meth)acrylat Acrylat oder Methacrylat bedeutet.
  • Das Glycidyl-funktionelle olefinisch ungesättigte Monomer kann im Allgemeinen irgendeines der oben erwähnten olefinisch ungesättigten Monomere sein, die mit einer oder mehreren Epoxidgruppen funktionalisiert sind. Glycidylmethacrylat ist eines der bevorzugten Monomere zur Herstellung des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers.
  • Um eine Beschichtungszusammensetzung mit niedrigem VOC herzustellen, kann das Glycidyl-funktionelle Acrylpolymer z.B. durch radikalische Polymerisation oder irgendeine andere Reaktion in Gegenwart eines reaktiven Verdünnungsmittels, das eine organische Verbindung einer Viskosität von weniger als 2 Pa·s (20 Poise) bei 25°C ist, hergestellt werden. Bevorzugt wird die Verwendung eines reaktiven Verdünnungsmittels, das wenigstens eine funktionelle Gruppe aufweist, die im Wesentlichen nicht mit den olefinisch ungesättigten Monomeren reagiert und die zur Umsetzung mit einem Härtungsmittel befähigt ist, um ein Polymernetzwerk zu bilden. Es wurde gefunden, dass niedrigviskose Polysiloxane zur Herstellung des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers verwendet werden können, das in der Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung vorliegt.
  • In einer stark bevorzugten Ausführungsform ist das reaktive Verdünnungsmittel ein Polysiloxan und dieses Polysiloxan ist mit dem Polysiloxan identisch, das in der Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung vorliegt.
  • Reaktive Verdünnungsmittel, die zur Herstellung des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers verwendet werden können, schließen die folgenden ein: Alkoxysilyl-funktionelle Polysiloxane wie DC3037 und DC 3074 (beide von Dow Corning) oder SY 231, SY 550 und MSE 100 (alle von Wacker), monomere Alkoxysilane, wie Trimethoxypropylsilan und Dimethoxydiphenylsilan, und organofunktionelle monomere Alkoxysilane, wie Glycidoxypropyltrimethoxysilan, Glycidoxypropyltriethoxysilan, Acetoacetoxypropyltrimethoxysilan und Acetoacetoxypropyltriethoxysilan.
  • Sehr gute Ergebnisse werden erreicht, wenn das Glycidyl-funktionelle Acrylpolymer durch Polymerisation einer Mischung erhalten wird, die Glycidylmethacrylat und Butylacrylat in dem Polysiloxan umfasst, das auch in der Beschichtungszusammensetzung vorliegt. Gegebenenfalls umfasst die Mischung weiterhin Methylmethacrylat und/oder andere acrylische Monomere. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass gute Ergebnisse erreicht werden, wenn die Mischung 5–60 Gew.-% Glycidylmethacrylat, 0–60 Gew.-% Methylmethacrylat und 10–80 Gew.-% Butylacrylat umfasst, bessere Ergebnisse werden erhalten, wenn die Mischung 18–55 Gew.-% Glycidylmethacrylat, 0–45 Gew.-% Methylmethacrylat und 25–70 Gew.-% Butylacrylat umfasst, und optimale Ergebnisse werden erhalten, wenn die Mischung 40–50 Gew.-% Glycidylmethacrylat, 0–15 Gew.-% Methylmethacrylat und 50–60 Gew.-% Butylacrylat umfasst, wobei die Gew.-% in Bezug auf die Gesamtmenge an olefinisch ungesättigten Monomeren, die in der Mischung vor dem Beginn der Polymerisationsreaktion vorliegen, berechnet sind.
  • Wie oben angegeben wurde, wird ein Verfahren für die Herstellung des Glycidylfunktionellen Acrylpolymers aus olefinisch ungesättigtem Monomer durch Additionspolymerisation in Lösung bevorzugt. Die Polymerisation wird vorzugsweise im Wesentlichen in Abwesenheit eines nicht funktionellen flüchtigen Lösungsmittels durchgeführt, d.h. ein Lösungsmittel, das nicht mit dem Härtungsmittel für das Polymer reagiert.
  • Alternativ dazu kann ein geringer Anteil, z.B. bis zu 10–20 Gew.-% der Polymerisationsreaktionsmischung, eines nicht funktionellen flüchtigen Lösungsmittels vorliegen, das mit dem reaktiven Verdünnungsmittel mischbar ist. Einige der Monomere oder alle Monomere können vorher in dem reaktiven Verdünnungsmittel gelöst werden, aber vorzugsweise werden die Monomere zusammen mit einem radikalischen Initiator (radikalischen Initiatoren) und irgendeinem verwendeten Kettenübertragungsmittel allmählich zu dem Verdünnungsmittel gegeben. Z.B. kann das reaktive, Verdünnungsmittel auf eine Temperatur im Bereich von 50–200°C erwärmt werden, und die Monomere, der Initiator und das Kettenübertragungsmittel werden während einer Zeitspanne von bis zu 12 Stunden, vorzugsweise in 4 Stunden, zugegeben, während die Temperatur der Lösung während der Zugabe beibehalten wird und eine weitere Zeitspanne von 0,5–4 Stunden nach der Zugabe beibehalten wird. Eine weitere Initiator-Charge kann während dieser weiteren Zeitspanne zugegeben werden, um den Gehalt an nicht umgesetztem Monomer zu reduzieren. Es ist jedoch auch möglich, diesen Gehalt durch Abdestillation des nicht umgesetzten Monomers aus der Reaktionsmischung zu reduzieren.
  • Der radikalische Initiator kann z.B. ein Peroxid oder Peroxyester sein, wie Benzoylperoxid, Di-tert-butylperoxid, Tert-butyl-peroxy-3,5,5-trimethylhexanoat, 2,5-Bis(2-ethylhexanoylperoxy)-2,5-dimethylhexan oder Tert-butylperoctoat oder eine Azo-Verbindung wie Azobisisobutyronitril oder Azobis(2-methylbutyronitril).
  • Ein Kettenübertragungsmittel, z.B. Dodecanthiol, Butandiol, Pentaerythtrittetra(mercaptopropionat), Mercaptopropyltrimethoxysilan oder Dibutylphosphit, kann während der Polymerisation vorliegen. Der Gehalt an Initiator und Kettenübertragungsmittel – falls vorliegend – wird vorzugsweise so gesteuert, dass das Zahlenmittel der Molmasse Mn des hergestellten Polymers nicht größer als 10 000 ist und vorzugsweise im Bereich von 600 bis 5000, am meisten bevorzugt von 1000 bis 3000 liegt, um eine verarbeitungsfähige Viskosität beizubehalten. Es ist jedoch möglich, eine verarbeitungsfähige Zusammensetzung zu erhalten indem man ein Polymer mit einer Molmasse von mehr als 1000 verwendet, obgleich relativ große Anteile an monomeren Verbindungen und/oder Lösungsmittel zugegeben werden müssen, um eine Auftragsviskosität zu erreichen. Z.B. ist die verwendete Menge an radikalischem Initiator (Gew.-% bezogen auf Monomere) im Allgemeinen wenigstens 1%, vorzugsweise 2–10%, wenn kein Kettenübertragungsmittel verwendet wird, oder ein Gehalt von 1–5% Initiator kann in Verbindung mit 1–10% Kettenübertragungsmittel verwendet werden.
  • Die Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst auch einen Härter oder ein Härtungsmittel. Das Härtungsmittel, das in der härtbaren Polymer-Zusammensetzung vorliegt, kann im Allgemeinen jedes Härtungsmittel sein, das für die Vernetzung der funktionellen Gruppen, die in dem olefinisch ungesättigten Polymer und/oder in dem reaktiven Verdünnungsmittel vorliegen, unter den beabsichtigten Härtungsbedingungen aktiv ist. Das Härtungsmittel kann z.B. thiol-funktionell oder amino-funktionell sein. Vorzugsweise ist das Härtungsmittel ein Amin, das aus den allgemeinen Klassen der aliphatischen Amine, aliphatischen Amin-Addukte, Polyamidoamine, cycloalipha tischen Amine und cycloaliphatischen Amin-Addukte, aromatischen Amine, Mannich-Basen und Ketiminen ausgewählt ist, wobei jedes gänzlich oder teilweise mit einem Aminosilan substituiert sein kann, das die allgemeine Formel Y-Si-(O-X)3 hat, in der Y H(HNR)a ist und a eine ganze Zahl von 1 bis 6 ist, jedes R ein difunktioneller organischer Rest ist, der unabhängig aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Aryl-, Alkyl-, Dialkylaryl-, Alkoxyalkyl- und Cycloalkyl-Resten besteht, und R in jedem Y-Molekül variieren kann. Jedes X kann gleich oder verschieden sein und ist auf Alkyl-, Hydroxylalkyl-, Alkoxyalkyl- und Hydroxyalkoxyalkyl-Gruppen beschränkt, die weniger als 6 Kohlenstoffatome enthalten.
  • Bevorzugte Aminosilane sind z.B. 3-Aminoethyltriethoxysilan, 3-Aminopropyltriethoxysilan, n-Phenylaminopropyltrimethoxysilan, Trimethoxysilylpropyldiethylentriamin, 3-(3-Aminophenoxy)propyltrimethoxysilan, Aminoethylaminomethylphenyltrimethoxysilan, 2-Aminoethyl-3-aminopropyl-tris-2-ethylhexoxysilan, n-Aminohexylaminopropyltrimethoxysilan und Trisaminopropyltrimethoxyethoxysilan oder Mischungen derselben, Das Härtungsmittel kann jedoch auch ein Mercaptosilan, ein Polyamin oder ein Polythiol enthalten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Beschichtungszusammensetzung 45–75 Gew.-% des Polysiloxans, 20–45 Gew.-% des Glycidylfunktionellen Acrylpolymers und 4–11 Gew.-% des Härtungsmittels. Optimale Ergebnisse werden für eine Beschichtungszusammensetzung gefunden, die 60–70 Gew.-% des Polysiloxans, 20–30 Gew.-% des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers und 7–11 Gew.-% des Härtungsmittels umfasst. Die Gew.-% werden auf der Basis des Gewichts der Beschichtungszusammensetzung berechnet.
  • Gegebenenfalls umfasst die Beschichtungszusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung ein niedermolekulares Alkoxysilan der allgemeinen Formel
    Figure 00100001
    in der R3 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Alkyl- und Cycloalkylgruppen, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthalten, und Arylgruppen, die bis zu 10 Kohlenstoffatome enthalten. R4 ist unabhängig aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl- und Hydroxylalkoxyalkyl-Gruppen, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthalten. R5 ist unabhängig aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Alkyl-, Alkoxy- Hydroxyalkyl-, Alkoxyalkyl- und Hydroxylalkoxyalkyl-Gruppen, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthalten. Ein Beispiel eines niedermolekularen Alkoxysilans gemäß der obigen Formel, das in der Beschichtungszusammensetzung verwendet werden kann, ist Dimethoxydiphenylsilan.
  • Die Beschichtungszusammensetzungen gemäß der Erfindung können eine Verbindung enthalten, die als Katalysator für die Si-O-Si-Kondensation wirkt. Im Allgemeinen können die Beschichtungen selbst ohne einen solchen Katalysator unter Umgebungstemperatur- und Feuchtigkeits-bedingungen in 2–20 Stunden zu einer klebrigkeitsfreien Beschichtung härten, ein Katalysator wird aber bevorzugt, um eine schnellere Härtung zu ergeben.
  • Ein Beispiel eines Katalysators für die Si-O-Si-Kondensation ist eine Alkoxytitan-Verbindung, z.B. eine Titanchelat-Verbindung wie ein Titanbis(acetylacetonat)dialkoxid, z.B. Titanbis(acetylacetonat)diisopropoxid, ein Titanbis(acetoacetat)dialkoxid, z.B. Titanbis(ethylacetoacetat)diisopropoxid, oder ein Alkanolamintitanat, z.B. Titan-bis(triethanolamin)diisopropoxid, oder eine Alkoxytitan-Verbindung, die kein Chelat ist, wie Tetra(isopropyl)titanat oder Tetrabutyltitanat. Solche Titan-Verbindungen, die Alkoxygruppen enthalten, die an Titan gebunden sind, können allein nicht als Katalysator wirken, da die Titanalkoxid-Gruppe hydrolysierbar ist und der Katalysator durch Si-O-Ti-Bindungen an das gehärtete Silan oder Siloxan gebunden werden kann. Das Vorliegen solcher Titan-Gruppen in dem gehärteten Produkt kann dahingehend vorteilhaft sein, dass sich dadurch eine noch größere Wärmebeständigkeit ergibt. Die Titan-Verbindung kann z.B. in einer Menge von 0,1–5 Gew.-% des Bindemittels verwendet werden. Dementsprechend sind auch Alkoxid-Verbindungen des Zirconiums oder Aluminiums brauchbare Katalysatoren.
  • Ein alternativer Katalysator ist ein Nitrat eines mehrwertigen Metallions, wie Calciumnitrat, Magnesiumnitrat, Aluminiumnitrat, Zinknitrat oder Strontiumnitrat. Calciumnitrat wird als Katalysator für die Aminhärtung von Epoxyharzen vorgeschlagen, es wurde aber niemals für die Härtung von Silan- oder Siloxan-Materialien vorgeschlagen. Überraschenderweise haben wir gefunden, dass Calciumnitrat ein effektiver Katalysator für die Härtung durch Si-O-Si-Kondensation eines Silan oder Siloxan ist, das wenigstens zwei Alkoxygruppen enthält, die durch Si-O-C-Bindungen an Silicium gebunden sind, wenn die Zusammensetzung auch ein organisches Amin einschließt. Calciumnitrat wird vorzugsweise in seiner Tetrahydrat-Form verwendet, andere hydratisierte Formen können aber verwendet werden. Der Gehalt an Calciumnitrat-Katalysator, der notwendig ist, beträgt im Allgemeinen nicht mehr als 3 Gew.-% des Bindemittels, z.B. 0,05–3 Gew.-%. Beschichtungen, die unter Verwendung des Calciumnitrat-Katalysators gehärtet werden, sind gegenüber einer Vergilbung bei der Einwirkung von Sonnenlicht besonders widerstandsfähig.
  • Ein anderes Beispiel eines geeigneten Katalysators ist eine Organozinn-Verbindung, z.B. ein Dialkylzinndicarboxylat, wie Dibutylzinndilaurat oder Dibutylzinndiacetat. Ein solcher Organozinn-Katalysator kann z.B. in einer Menge von 0,05–3 Gew.-% des Bindemittels der Beschichtungszusammensetzung verwendet werden.
  • Andere Verbindungen, die als Katalysatoren in den Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung wirksam sind, sind organische Salze, wie Carboxylate des Bismuts, z.B. Bismuttris(neodecanoat). Organische Salze und/oder Chelate anderer Metalle, wie Zink, Aluminium, Zirconium, Zinn, Calcium, Cobalt oder Strontium, z.B. Zirconiumacetylacetonat, Zinkacetat, Zinkacetylacetonat, Zinkoctoat, Zinn(II)octoat, Zinn(II)oxalat, Calciumacetylacetonat, Calciumacetat, Calcium-2-ethylhexanoat, Cobaltnaphthenat, Calciumdodecylbenzolsulfonat oder Aluminiumacetat können auch als Katalysatoren wirksam sein.
  • Die Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung können einen oder mehrere weitere Bestandteile enthalten. Sie können z.B. Folgendes enthalten: ein oder mehrere Pigmente, z.B. Titandioxid (weißes Pigment), gefärbte Pigmente wie gelbes oder rotes Eisenoxid oder ein Phthalocyanin-Pigment und/oder ein oder mehrere Verstärkungspigmente wie Eisenglimmer oder kristallines Siliciumdioxid und/oder ein oder mehrere antikorrosive Pigmente wie metallisches Zink, Zinkphosphat, Wollastonit oder ein Chromat, Molybdat oder Phosphonat und/oder ein Füllstoff-Pigment wie Baryte, Talkum oder Calciumcarbonat. Die Zusammensetzung kann ein Verdickungsmittel enthalten, wie feinzerteiltes Siliciumdioxid, Bentonit-Ton, hydriertes Rizinusöl oder ein Polyamid-Wachs. Die Zusammensetzung kann auch einen Weichmacher, ein Pigment-Dispergiermittel, einen Stabilisator, ein Fließhilfsmittel oder ein verdünnendes Lösungsmittel enthalten.
  • Die Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung härten im Allgemeinen bei Umgebungstemperaturen, z.B. bei 5–30°C, und sind somit zum Auftragen auf große Strukturen geeignet, bei denen eine Wärmehärtung nicht durchführbar ist. Die Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung können alternativ bei erhöhten Temperaturen gehärtet werden, z.B. bei 30–50°C bis zu 100°C oder 130°C, um die Härtung zu beschleunigen. Die Hydrolyse der an Silicium gebundenen Alkoxygruppen hängt von dem Vorliegen von Feuchtigkeit ab, in fast allen Klimata ist atmosphärische Feuchtigkeit ausreichend, es kann aber notwendig sein, eine geregelte Menge an Feuchtigkeit zur Zusammensetzung zu geben, wenn bei erhöhter Temperatur gehärtet wird oder wenn an Orten mit sehr geringer Feuchtigkeit (Wüste) gehärtet wird. Das Wasser wird vorzugsweise separat von irgendeiner Verbindung oder irgendeinem Polymer aufbewahrt, die (das) an Silicium gebundene Alkoxygruppen enthält.
  • Die Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung können im Allgemeinen als Schlussanstriche und/oder als Grundierungsschichten verwendet werden. Beschichtungszusammensetzungen, die einen relativ hohen Anteil an Polysiloxan enthalten, haben einen hohen Glanz, der bei der Bewitterung oder UV-Einwirkung ungewöhnlich gut beibehalten wird. Sie sind besonders für Beschichtungssubstrate geeignet, die der Witterung, z.B. Sonnenlicht, während langer Zeitspannen vor dem erneuten Beschichten ausgesetzt sind. Die höchsten Glanzgrade können erreicht werden, wenn die Beschichtungszusammensetzung ein organisches Lösungsmittel (Verdünnungsmittel) wie Xylol einschließt, obwohl die Verwendung eines Lösungsmittels im Allgemeinen in den Beschichtungszusammensetzungen der Erfindung nicht notwendig ist, die Beschichtungen mit 100% Feststoffgehalt sein können, welche einen sehr niedrigen gemessenen Gehalt an flüchtigen organischen Substanzen haben. Die Beschichtungszusammensetzung kann einen Alkohol enthalten, z.B. Ethanol oder Butanol, vorzugsweise verpackt mit der Alkoxysilyl-funktionellen Komponente, um die Gebrauchsdauer zu verlängern und die anfängliche Härtungsgeschwindigkeit zu steuern. Ein Schlussanstrich gemäß der Erfindung kann über verschiedene Grundierungsschichten aufgetragen werden, z.B. anorganisches Zinksilicat oder organische zinkreiche Silicat-Grundierungsmittel und organische Grundierungsmittel, z.B. Epoxyharz, Grundierungsmittel, die Zinkmetall, korrosionshemmende Metallflocke oder Sperrschicht-Pigmente enthalten. Die Beschichtungszusammensetzung der Erfindung hat eine besonders gute Haftung an anorganische Zinksilicat-Schichten, ohne dass eine dazwischenliegende Bindemittelschicht oder "Nebel"-Schicht (mist coat) benötigt wird. Eine Schlussanstrich-Zusammensetzung der Erfindung kann auch direkt auf Aluminium- oder Zink-"Metallsprüh"-Schichten aufgetragen werden, wobei sie in diesem Fall als Dichtungsmittel sowie als Deckschicht wirkt, oder sie kann auf verzinkte Stahl-, Edelstahl-, Aluminium- oder Kunststoff-Oberflächen wie Glasfaser-verstärkten Polyester oder eine Polyester-Gelschicht aufgetragen werden. Die Beschichtungszusammensetzung der Erfindung kann z.B. als Schlussanstrich auf Gebäuden, Stahlstrukturen, Kraftfahrzeugen, Flugzeugen und anderen Fahrzeugen und allgemein industriellen Maschinenanlagen und Einrichtungsgegenständen verwendet werden. Der Schlussanstrich kann pigmentiert sein oder er kann eine klare (nicht pigmentierte) Beschichtung sein, insbesondere auf Kraftfahrzeugen oder Yachten. Die Beschichtungszusammensetzung kann direkt auf hergestellten Kohlenstoffstahl als Grundierung/Schlussanstrich aufgetragen werden.
  • Die Beschichtungszusammensetzung der Erfindung kann alternativ dazu als Grundierungs-Schutzschicht, insbesondere auf Stahloberflächen, z.B. Brücken, Rohrleitungen, industriellen Anlagen oder Gebäuden, Öl- und Gasinstallationen oder Schiffen, verwendet werden. Für diese Anwendung wird sie im Allgemeinen mit antikorrosiven Pigmenten pigmentiert. Sie kann z.B. mit Zinkstaub pigmentiert werden; Beschichtungen gemäß der Erfindung haben eine ähnliche antikorrosive Leistungsfähigkeit wie bekannte Zinksilicat-Beschichtungen, sie sind aber weniger anfällig gegenüber einer Rissbildung durch Schlamm und können leicht überstrichen werden, insbesondere mit einem Polysiloxan-Finish, z.B. einem Schlussanstrich gemäß der vorliegenden Erfindung. Grundierungs-Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können als Instandhaltungs- und Reparaturanstriche auf weniger als perfekten Oberflächen verwendet werden, wie gealtertem abgestrahltem Stahl oder "Ingwer" (Stahl, der abgestrahlt wurde und begonnen hat, in kleinen Flecken zu rosten), mit der Hand hergestelltem bewitterten Stahl und gealterten Beschichtungen.
  • Ebenso wie eine außergewöhnliche Beständigkeit gegenüber UV-Einwirkung haben die Beschichtungen, die aus den Zusammensetzungen der Erfindung hergestellt werden, eine gute Flexibilität und Haftung an den meisten Oberflächen und eine größere Wärmebeständigkeit (bis zu 150°C und üblicherweise bis zu 200°C) als die meisten organischen Beschichtungen.
  • Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele erklärt. Diese sollen die Erfindung erläutern, sie sind aber nicht beabsichtigt, den Umfang derselben in irgendeiner Weise einzuschränken.
  • In den Beispielen hat pbw die Bedeutung von Gewichtsteilen.
  • Beispiele
  • Beispiel 1 (Polymer-Herstellung)
  • Ein Acrylpolymer wurde in einem Reaktionsgefäß hergestellt, das mit einem mechanischen Rührer, einem Stickstoffeinlassrohr, einer Temperaturregelung, einem Rückflusskühler und Einlassrohren für die Zugabe von Reagenzien während der Umsetzung versehen ist. Ein Polysiloxan (Dow Corning DC 3074) wurde in das Gefäß gegeben und unter Rühren unter Stickstoff auf 140°C erwärmt. Eine Mischung von Butylacrylat, Glycidylmethacrylat, Methylmethacrylat und eines Initiators (Di-tert-butylperoxid = Trigonox B) wurde während einer Zeitspanne von 4 Stunden zugegeben. Nach der Beendigung der Zugabe wurde die Temperatur 2 Stunden lang bei 140°C gehalten. Dann ließ man das Produkt abkühlen, bevor es aus dem Reaktionsgefäß abgelassen wurde. Die Viskosität des erhaltenen Produkts wurde bei 25°C unter Verwendung eines Brookfield 1000 CAP Viskosimeters, das mit einem Konus Nr. 6 versehen war, gemessen. Einzelheiten der Formulierung und deren Eigenschaften sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
  • Beispiel 2 (Polymer-Herstellung)
  • Ein Acrylpolymer wurde unter Verwendung des Verfahrens des Beispiels 1 hergestellt, wobei die Umsetzung bei 150°C durchgeführt wurde. Einzelheiten der Formulierung und deren Eigenschaften sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
  • Beispiele 3 bis 18 (Polymer-Herstellung)
  • Unterschiedliche Acrylpolymere wurden unter Verwendung des Verfahrens des Beispiels 1 hergestellt. Einzelheiten der Formulierung und deren Eigenschaften sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
  • Beispiel 19 (Polymer-Herstellung)
  • Ein Acrylpolymer wurde unter Verwendung des Verfahrens des Beispiels 1 hergestellt, wobei die Umsetzung bei 114°C durchgeführt wurde. Trigonox 42S in 5 Gewichtsteilen Xylol wurde als Initiator verwendet. Einzelheiten der Formulierung und deren Eigenschaften sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
  • Beispiel 20 (Polymer-Herstellung)
  • Ein Acrylpolymer wurde unter Verwendung des Verfahrens des Beispiels 1 hergestellt, wobei die Umsetzung bei 85°C durchgeführt wurde. Trigonox 141 in 5 Gewichtsteilen Xylol wurde als Initiator verwendet. Einzelheiten der Formulierung und deren Eigenschaften sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
  • Beispiel 21 (Beschichtungszusammensetzung)
  • Eine Beschichtungszusammensetzung wurde unter Verwendung von Polymer 1 hergestellt, indem man Polymer 1 und Pigment (Titandioxid) unter Verwendung einer Hochgeschwindigkeitsmischereinrichtung vermischte. Xylol wurde zugegeben, um die Viskosität der Mischung auf unter 10 Poise zu reduzieren. Ein Härtungsmittel (3-Aminopropyltriethoxysilan) und ein Katalysator (Dibutylzinndiacetat) wurden zugegeben, und die Mischung wurde per Hand gerührt, bevor sie auf Testplatten aufgetragen wurde. Einzelheiten bezüglich der Formulierung der Beschichtungszusammensetzung und der Viskositätseigenschaften derselben sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
  • Beispiel 22 (Beschichtungszusammensetzung)
  • Eine Beschichtungszusammensetzung wurde unter Verwendung von Polymer 2 hergestellt, indem man Polymer 2 und Titandioxid unter Verwendung einer Hochgeschwindigkeitsmischereinrichtung vermischte. Xylol wurde zugegeben, um die Viskosität der Mischung auf unter 10 Poise zu reduzieren. Ein Härtungsmittel (3-Aminopropyltriethoxysilan) und ein Katalysator (Bismutneodecanoat) wurden zugegeben, und die Mischung wurde per Hand gerührt, bevor sie auf Testplatten aufgetragen wurde. Einzelheiten bezüglich der Formulierung der Beschichtungszusammensetzung und der Viskositätseigenschaften derselben sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
  • Tabelle 1
    Figure 00170001
  • Beispiele 23–38 (Beschichtungszusammensetzungen)
  • Beschichtungszusammensetzungen wurden gemäß der Arbeitsweise des Beispiels 21 unter Verwendung der Polymere 3 bis 18 hergestellt. Einzelheiten bezüglich der Formulierung der Beschichtungszusammensetzung und der Viskositätseigenschaften derselben sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
  • Einige der Platten wurden mit UV-A- oder UV-B-Strahlung unter beschleunigten Testbedingungen bestrahlt. Sie wiesen eine Glanzrückhaltung von etwa 90% nach 200 Tagen UV-A-Bestrahlung auf. Dies stellt eine sehr große Verbesserung dar, verglichen mit Schutzschichten des Standes der Technik, die auf Polysiloxan-Formulierungen basieren.
  • Die Platten wiesen eine Glanzrückhaltung von etwa 40% nach 200 Tagen UV-B-Bestrahlung auf. Dies stellt eine sehr große Verbesserung dar, verglichen mit Schutzschichten des Standes der Technik, die auf Polysiloxan-Formulierungen basieren, welche eine Glanzrückhaltung weit unter 10% bei UV-B-Bestrahlung während einer solchen Zeitspanne aufzeigen.
  • Tabelle 2
    Figure 00180001

Claims (12)

  1. Bei Umgebungstemperatur härtende Beschichtungszusammensetzung, umfassend – ein Polysiloxan der Formel
    Figure 00190001
    in der jedes R1 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Alkyl-, Aryl- und Alkoxy-Gruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, reaktiven Glycidoxy-Gruppen und OSi(OR3)3-Gruppen, wobei jedes R3 unabhängig die gleiche Bedeutung wie R1 hat, jedes R2 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff und Alkyl- und Arylgruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, und wobei n derartig ausgewählt ist, dass die Molmasse der Polysiloxane im Bereich von 500 bis etwa 2000 liegt, – ein Glycidyl-funktionelles Acrylpolymer, das durch Polymerisation in Gegenwart eines reaktiven Verdünnungsmittels erhalten wird, – ein Härtungsmittel.
  2. Bei Umgebungstemperatur härtende Beschichtungszusammensetzung, umfassend – ein Polysiloxan der Formel
    Figure 00200001
    in der jedes R1 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Alkyl-, Aryl- und Alkoxy-Gruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, reaktiven Glycidoxy-Gruppen und OSi(OR3)3-Gruppen, wobei jedes R3 unabhängig die gleiche Bedeutung wie R1 hat, jedes R2 aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Wasserstoff und Alkyl- und Arylgruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, und wobei n derartig ausgewählt ist, dass die Molmasse der Polysiloxane im Bereich von 500 bis etwa 2000 liegt, – ein Glycidyl-funktionelles Acrylpolymer, – ein Härtungsmittel, wobei die Beschichtungszusammensetzung einen Feststoffgehalt von mehr als 70 Gew.-% hat.
  3. Beschichtungszusammensetzung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycidyl-funktionelle Acrylpolymer durch Polymerisation in Gegenwart einer reaktiven Verdünnungsmittels erhalten wird.
  4. Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycidyl-funktionelle Acrylpolymer durch Polymerisation in dem Polysiloxan erhalten wird.
  5. Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Polysiloxan ein Alkoxysilyl-funktionelles Polysiloxan ist.
  6. Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glycidyl-funktionelle Acryl polymer durch Polymerisation einer Mischung, umfassend Glycidylmethacrylat und Butylacrylat, erhalten wird
  7. Beschichtungszusammensetzung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung weiterhin Methylmethacrylat umfasst.
  8. Beschichtungszusammensetzung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung 15–75 Gew.-% Glycidylmethacrylat, 0–60 Gew.-% Methylmethacrylat und 30–85 Gew.-% Butylacrylat umfasst.
  9. Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung 45–75 Gew.-% des Polysiloxans, 20–45 Gew.-% des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers und 4–11 Gew.-% des Härtungsmittels umfasst, wobei die Gew.-% auf das Gewicht der Beschichtungszusammensetzung bezogen sind.
  10. Beschichtungszusammensetzung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung 60–70 Gew.-% des Polysiloxans, 20–30 Gew.-% des Glycidyl-funktionellen Acrylpolymers und 7–11 Gew.-% des Härtungsmittels umfasst, wobei die Gew.-% auf das Gewicht der Beschichtungszusammensetzung bezogen sind.
  11. Verwendung einer Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche als Schutzschicht.
  12. Verwendung einer Beschichtungszusammensetzung gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 10 zum Beschichten bei Umgebungstemperatur großer Strukturen wie Schiffe, Brücken, Gebäude, Industrieanlagen oder Ölbohranlagen.
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