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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen eventuell als Schwenkpflug
ausgeführten
Pflug – vorzugsweise
einen Anbaupflug oder Aufsattelpflug – mit mehreren Körpern mit
variabler Arbeitsbreite von beispielsweise 12'' bis
20'' ohne Wechsel der
Körper.
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Mehrscharpflüge, bei
denen sich durch spezielle Einstellungen mehrere Arbeitsbreiten
ohne Wechsel der Körper
erzielen lassen, sind bekannt. Das Prinzip besteht darin, den Seitenabstand
zwischen allen Körpern
derart zu ändern,
dass beispielsweise ab einem Scharenabstand von 16 Zoll (ca. 40 Zentimeter)
die Arbeitsbreite zwischen Körpern
bei demselben Pflug auf 12 Zoll (ca. 30 Zentimeter) verringert oder
im Gegenteil auf bis zu 20 Zoll (ca. 50 Zentimeter) erhöht werden
kann.
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Um
eine variable Arbeitsbreite mit denselben Körpern zu erreichen, können verschiedene
Lösungen
festgehalten werden. So kann eine Montage mit einer variablen Anzahl
von Stegen oder Keilen unterschiedlicher Dicke zwischen dem Pflugbalken
und den Haltern oder zwischen den Pflugbalken und dem Hauptträger in Betracht
gezogen werden. Es können auch
exzentrische Keile vorgesehen werden, welche in den Stützen zur
Befestigung der Pflugbalken angeordnet werden. Es können ebenfalls
auf einem erweiterbaren Gestell Modulelemente verwendet werden, deren
Verbindungsplatten es ermöglichen,
die Stellung jedes Körpers
in Bezug auf den vorigen zu ändern.
Schließlich
können
alle Körper
gleichzeitig mit einem Schwenksystem verstellt werden, welches auf dem
Prinzip des verstellbaren Parallelogramms basiert, durch welches
diese Körper
auseinandergezogen oder aneinander genähert werden können, um deren
effektive Arbeitsbreite zu erhöhen
oder zu verringern. Eine derartige Vorrichtung ist insbesondere auf
Pflüge
anwendbar, welche durch einen mittigen Wagen gebildet sind, auf
welchem ein Körper
haltender vorderer Träger
und ein Körper
haltender hinterer Träger
fest verbunden sind. In diesem Fall sind die Körperstützen des Trägers, welche mittels geeigneter
Achsen schwenkbar auf den genannten Trägern montiert sind, ferner
jeweils an einer zweiten Schwenkachse durch ein Kopplungsglied,
beispielsweise ein Pleuel, untereinander fest verbunden, um verstellbare
Parallelogramme zu bilden. Bei jedem Träger ist das Pleuel an einem
seiner Enden mit einem festen Punkt des mittigen Wagens verbunden, welcher
zwischen vorderem Träger
und hinterem Träger
angeordnet ist, so dass bei der seitlichen Versetzung der Träger die
Körper
gleichzeitig verstellt werden.
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Jedoch
sind bei Pflüge,
bei denen die Arbeitsbreite von 12 Zoll bis 20 Zoll variieren kann,
wobei diese durch eine mechanische Steuerung erzielt wird, unter
den Nachteilen relativ komplexe Vorrichtungen festzustellen, welche
eine zusätzliche
Wartung zur Folge haben, sowie beträchtliche Einstellzeiten, wenn
diese Arbeitsbreite manuell geändert
werden muss.
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Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, einen eventuell
als Schwenkpflug ausgeführten
Pflug mit mehreren Körpern
mit variabler Arbeitsbreite vorzuschlagen, bei dem alle Vorrichtungen
zur Steuerung der Änderung
der Furchenbreite wie Gestänge,
Pleuel, Zylinder o.a. weggelassen wurden.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
eventuell als Schwenkpflug ausge führten Pflug mit mehreren Körpern vorzuschlagen,
bei dem die Auslegung der Mittel zur Änderung der Arbeitsbreite es
ermöglicht,
das Überwinden von
Hindernissen zu erleichtern und dabei zu häufiges Auslösen der Sicherheitssysteme
zu vermeiden.
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Gegenstand
der Erfindung ist hierzu ein Pflug mit mehreren Körpern mit
variabler Arbeitsbreite zwischen einer minimalen Breite und einer
maximalen Breite mit denselben Körpern,
mit mindestens einem Körper
haltenden Träger,
der zwischen zwei extremen Positionen derart verstellbar ist, dass
der zwischen dem Träger
und der horizontalen Zuglinie gebildete Winkel variiert werden kann,
wobei die genannten Körper,
welche jeweils durch einen Pflugbalken gebildet sind, welcher über einen
Halter mit den arbeitenden Teilen verbunden ist, die mindestens eine
Pflugsohle und eine Anlage umfassen, derart schwenkbar auf den genannten
Trägern
montiert sind, dass der Winkel zwischen den Körpern und dem Träger verändert werden
kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Körper über eine Schwenkachse frei
schwenkbar zwischen zwei extremen Positionen einer Arbeitsbreite
in Bezug auf den haltenden Träger
montiert sind, wobei die Vorderkante der arbeitenden Teile des Körpers im
Wesentlichen in Zugrichtung hinter der genannten Schwenkachse angeordnet
ist, wobei jeder Körper
derart in Bezug auf die Schwenkachse positioniert ist, dass die
Anlage des Körpers
in Arbeitsstellung unter normalen Bedingungen sich selbsttätig entlang
einer parallel zur Zuglinie verlaufenden Linie bei der Pflugvorwärtsbewegung fluchtend
einstellt.
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Aufgrund
dieser Montage mit relativ zu dem haltenden Träger frei schwenkbaren Körpern ist
eine natürli che
Repositionierung der Körper
in Bezug auf die Zuglinie infolge einer Änderung der Winkelstellung
des Trägers
in Bezug auf die horizontale Zuglinie zu beobachten.
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Die
Erfindung wird gut verständlich
anhand der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung
mit den beigefügten
Zeichnungen. Es zeigen:
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1 eine
Draufsicht eines Aufsattelpfluges mit einstellbarer Arbeitsbreite,
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2 eine
Draufsicht des Aufsattelpfluges der 1 in einer
Stellung, bei der die Arbeitsbreite verringert wurde,
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3 eine
perspektivische Ansicht eines Körpers,
welcher durch eine Anordnung aus Pflugbalken, Halter, arbeitenden
Teilen gebildet ist,
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4 eine
Draufsicht des Körpers
der 3 und
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5 eine
Draufsicht des Aufsattelpfluges der 1 mit einer
schematischen Darstellung der Winkelverstellungen der verschiedenen
Bestandteile beim Übergang
von einer Furchenbreite zu einer anderen Furchenbreite.
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Der
erfindungsgegenständliche,
mit dem allgemeinen Bezugszeichen 1 versehene Pflug kann ein
Anbaupflug, ein Aufsattelpflug, ein Schlepperpflug, ein als Schwenkpflug
oder nicht als Schwenkpflug ausgeführter Pflug sein. In den dargestellten Ausführungsbeispielen
weist dieser Pflug einen mittigen Wagen 4 auf, auf dem
einerseits ein vorderer Träger 2 und
andererseits ein hinterer Träger 3 montiert
sind. Der vordere Träger 2 ist
mittels einer Kupplung 18, welche nachfolgend nicht näher beschrieben wird,
mit der Zugmaschine verbunden. Es ist anzumerken, dass die Erfindung
entsprechend auf einen Einträger-Pflug
anwendbar ist.
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In
den dargestellten Beispielen handelt es sich bei dem Pflug um einen
Schwenkpflug. Die Schwenkvorrichtung besteht aus zwei gekreuzt,
benachbart zu der Kupplung angeordneten Zylindern. Diese Vorrichtung
ist eine Vorrichtung bekannten Typs und wird daher nachfolgend nicht
näher beschrieben.
Die Erfindung ist jedoch entsprechend auf einen nicht als Schwenkpflug
ausgeführten
Pflug anwendbar.
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Jeder
Träger 2, 3 des
Pfluges ist außerdem winkelig
verstellbar in Bezug auf die horizontale Zuglinie T. Die Verstellungen
des vorderen Trägers 2 und des
hinteren Trägers 2 zur Änderung
des zwischen diesen Trägern
und der waagerechten Zuglinie T gebildeten Winkels können mittels
vielgestaltiger Steuerungsvorrichtungen gesteuert werden. Die Verstellung
dieser vorderen und hinteren Träger
kann zu einer kinematisch gesamten Verstellung gemacht werden oder
im Gegenteil unabhängig
bewerkstelligt werden. Da derartige Steuerungsvorrichtungen den Fachleuten
gut bekannt sind, werden sie nachfolgend nicht näher beschrieben. Die wesentlichen
Bestandteile derartiger Vorrichtungen wurden insbesondere unter 19, 20 und 21 in
den Figuren dargestellt.
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Dieser
Pflug weist ferner Pflugkörper 5 auf, die
jeweils schwenkbar auf dem vorderen Träger 2 oder hinteren
Träger 3 derart
montiert sind, dass sie den zwischen den Körpern 5 und dem Träger 2 oder 3 gebildeten
Winkel ändern
können.
Es ist anzumerken, dass unter Pflugkörper die Anordnung aus einem
Pflugbalken 6 zu verstehen ist, welcher über einen
Halter 7 mit den arbeitenden Teilen 8 verbunden ist,
wobei diese Teile insbesondere eine Pflugsohle 9, auf der
eine Schar 11 und ein Abstreichblech 12 befestigt
sind, und eine Anlage 10 umfassen können. Die Anlage 10 ist
angeordnet, um entlang der Furchenwand zu gleiten. Indem dieses
Teil 10 sich seitlich auf die Furchenwand abstützt, trägt es zum Gleichgewicht
des Pfluges bei. Als arbeitende Teile kann ferner ein Vorschäler benutzt
werden, der vor der oben beschriebenen Anordnung aus Pflugsohle 9 und
Anlage 10 angeordnet ist. In den Figuren wurde allein der
Vorschäler-Träger 13 dargestellt.
Derartige Körper 5 sind
wiederum den Fachleuten vollkommen bekannt.
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Aufgrund
der obigen Beschreibung sind, um die Einstellung der Breite einer
Furche zu ermöglichen,
zum einen der vordere Träger
und der hintere Träger
verstellbar, um den zwischen diesen Trägern und der horizontalen Zuglinie
gebildeten Winkel zu ändern,
und andererseits die von diesen Trägern getragenen Körper verstellbar,
so dass zwischen den Körpern
ein Abstand erzielt wird, welcher von einem Körperpaar zum anderen in einer
bestimmten Einstelllage stets gleich sein wird.
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Kennzeichnend
für die
Erfindung sind die Körper
daher zwischen zwei extremen Positionen der Arbeitsbreite vermittels
der Schwenkachse 14 frei schwenkbar in Bezug auf den oder
die Träger
angeordnet. Ferner ist die Vorderkante der arbeitenden Teile 8 der
der Körper 5 in
Zugrichtung im wesentlichen hinter der Schwenkachse angeordnet,
und jeder Körper
ist in Bezug auf die Schwenkachse 14 derart positioniert,
dass die Anlage 10 des Körpers 5 in Arbeitsstellung
unter normalen Bedingungen sich selbsttätig entlang einer parallel
zur Zuglinie T verlaufenden Linie bei der Pflugvorwärtsbewegung
fluchtend einstellt. Man erhält
somit eine automatische und natürliche
Verstellung der frei schwenkbar auf den Trägern 2, 3 montierten
Körper 5,
so dass bei Änderung
der Winkelstellung eines Trägers 2 in
Bezug auf die horizontale Zuglinie bei der weiteren Vorwärtsbewegung
des Pfluges beobachtet wird, dass sich die Körper 5 in Bezug auf
die Zuglinie T unter normalen Arbeitsbedingungen, d.h. in Abwesenheit von
Hindernissen wie Steinen auf dem Boden, selbsttätig wieder fluchtend einstellen.
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Eine
derartige Montage mit diesen frei schwenkbaren Körpern 5 weist zwei
hauptsächliche Vorteile
auf, nämlich
zum einen den Wegfall von komplexen Steuerungsvorrichtungen wie
Gestängen,
Zylindern oder anderen, die bis jetzt eingesetzt wurden, und andererseits
das erleichterte Überwinden
von Hindernissen, da die Körper
beim Passieren eines Hindernisses aufgrund der Art und Weise, wie sie
mit dem haltenden Träger
verbunden sind, seitlich zurückweichen
können.
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Die
Verbindungen zwischen Körpern
und Trägern
können
vielfältig
und unterschiedlich sein. In den dargestellten Beispielen sind die
Körper 5 über die
Schwenkachse 14 tragende Arme 15 mit dem Träger 2 oder 3 frei
verbunden. Dieser Arm 15 weist im Wesentlichen die Form
eines L auf, bei dem einer der Schenkel feststehend mit dem Träger gekoppelt ist,
während
der andere Schenkel die Schwenkachse 14 zur Verbindung
des Körpers 5 mit
dem Träger 2 oder 3 trägt. Die
unter der Wirkung des Ziehens selbsttätig ausgerichteten arbeitenden
Teile 8 des Körpers 5 sind
wiederum über
einen Halter 7 mit dem Pflugbalken 6 gekoppelt,
wobei das Ganze derart angeordnet ist, dass die Resultierende der
Kräfte,
die bei der Arbeit auf die arbeitenden Teile 8 wirken, durch
den Pflugbalken 6 und die Schwenkachse 14 verläuft. Der
den Pflugbalken 6 mit den arbeitenden Teilen 8 verbindende
Halter 7 wird seinerseits – wie in 1 gezeigt – außerhalb
der Achse des Pflugbalkens 6 verlagert. Dasselbe gilt im
Allgemeinen für den
als Vorschäler-Träger dienenden
Träger 13,
welcher seitlich in Bezug auf die Achse des Pflugbalkens 8 verlagert
wird.
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Die
extremen Positionen der schwenkbaren Körper 5 sind ihrerseits
durch vorzugsweise elastische Anschläge 16 begrenzt, welche
zwischen Arm 15 und Pflugbalken 6 jeweils auf
dem Arm 15 oder auf dem Pflugbalken 6 montiert
sind, um nach Überwindung
eines Hindernisses die natürliche
Repositionierung der Körper 5 in
Bezug auf die Zuglinie T zu erleichtern. Ebenso kann die Positionierung
der Schwenkachse 14 zum Anlenken des Körpers 5 an dem Arm 15 in
der Position einstellbar insbesondere in Abhängigkeit von der Beschaffenheit
des zu pflügenden
Bodens sein. Es ist anzumerken, dass durch eine solche Verbindung
der Körper
mit dem Träger die
Nonstop-Beanspruchung der Sicherheitsvorrichtungen oder anderer
Vorrichtungen, mit welchen diese Körper normalerweise ausgestattet
sind, verringert werden kann. Durch die Möglichkeit des seitlichen Zurückweichens
des Körpers 5 bei
der Überwindung
eines Hindernisses ist nämlich
ein geringeres Auslösen
der Sicherungen und folglich eine geringere Wartung dieser Letzteren
festzustellen.
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Es
ist anzumerken, dass in den vorigen Ausführungen unter Zug- oder Kupplungslinie
eine imaginäre
gerade Linie zu verstehen ist, welche durch das Zentrum der Kräfte oder
des Widerstandes des geschleppten Pfluges, durch die Gabel oder
die Kupplung verläuft
und bis zu dem Zentrum der Zapfwelle geht, wo die Kupplung an dieser
befestigt ist.
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Im Übrigen ist
unter Vorderkante der arbeitenden Teile des Körpers der Bereich der arbeitenden Teile
zu verstehen, welcher sich in der Richtung der Pflugvorwärtsbewegung
am weitesten voran befindet.
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- 1
- Pflug
- 2
- vorderer
Träger
- 3
- hinterer
Träger
- 4
- Wagen
- 5
- Körper
- 6
- Pflugbalken
- 7
- Halter
- 8
- arbeitende
Teile
- 9
- Pflugsohle
- 10
- Anlage
- 11
- Schar
- 12
- Abstreichblech
- 13
- Vorschäler-Träger
- 14
- Schwenkachse
- 15
- Arm
- 16
- Anschläge
- 17
- Vorderkante
- 18
- Kupplung
- 19
- )
- 20
- )
Teile zur Winkeländerung
der Träger
- 21
- )