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Technisches Gebiet
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Diese
Erfindung betrifft neue Antibiotika und zwar die Tripropeptine Z,
A, B, C, und D oder pharmazeutisch verträgliche Salze davon, welche
jeweils außerordentliche
antibakterielle Wirkung aufweisen. Diese Erfindung betrifft auch
ein Verfahren zur Herstellung eines Tripropeptins. Ferner betrifft
diese Erfindung ein Arzneimittel, insbesondere eine antibakterielle
Zusammensetzung, umfassend als einen Wirkstoff ein Tripropeptin oder
ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon. Noch weiter betrifft diese Erfindung Lysobacter sp. BMK333-48F3
als einen neuen Mikroorganismus, der die kennzeichnende Eigenschaft
aufweist, dass er im Stande ist, ein Tripropeptin produzieren zu
können.
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Hintergrund des Fachgebietes
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Da
Antibiotika häufig
gebraucht wurden, sind mehrfach Arzneistoff-resistente Bakterien,
insbesondere Methicillin-resistente Bakterien, weithin aufgetreten
und diese resistenten Bakterien haben zu einem klinischen Problem
geführt.
Die Methicillin-resistenten Bakterien können nicht nur Resistenz gegen
Methicillin aufweisen, sondern auch gegen viele Antibiotika wie
zum Beispiel Antibiotika der Aminoglycoside, Tetracycline, β-Lactame
und Makrolide.
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In
den letzten Jahren sind sogar Arzneimittel-resistente Bakterien
gegen Vancomycin aufgetaucht, welches ein Antibiotikum ist, das
als letzter verbleibender Ausweg für die Therapie von Infektionen
mit den Methicillin-resistenten Bakterien bekannt ist. Es besteht
daher jetzt eine große
Nachfrage für
die Entdeckung und Bereitstellung einer neuartigen Verbindung, die
außerordentliche
antibakterielle Wirksamkeit gegen Arzneistoff-resistente, insbesondere
Methicillin-resistente Bakterien und Vancomycin-resistente Bakterien
zeigt.
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Ein
Gegenstand dieser Erfindung ist es, ein neuartiges Antibiotikum
bereitzustellen, das außerordentliche
antibakterielle Wirksamkeiten aufweist und im Stande ist, die vorstehend
erwähnten
Vorraussetzungen zu erfüllen.
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Offenbarung der Erfindung
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Wir,
die Erfinder dieser Erfindung, haben unsere Untersuchungen mit dem
Ziel durchgeführt,
nützliche Antibiotika
zu entdecken. Als Ergebnis haben wir frühzeitig herausgefunden, dass
ein neuer Bakterienstamm Lysobacter sp. BMK333-48F3, welcher der
Gattung Lysobacter angehört
und der von uns aus einer Bodenprobe isoliert wurde, ein neuartiges
Antibiotikum erzeugen kann, das starke antibakterielle Wirksamkeiten
gegen Gram-positive Bakterien und deren Arzneistoff-resistente Bakterien
aufweist. Wir haben dieses neuartige Antibiotikium als Tripropeptin
bezeichnet. Obwohl dieses Tripropeptin in Form eines farblosen Pulvers
vorliegt, von welchem die chemische Struktur noch nicht bestimmt
worden ist, ist Tripropeptin als eine Substanz isoliert worden,
die eine molekulare Formel von C15H83N11O19 aufweist
(Japanische Patentanmeldung 2000-93405, eingereicht am 30. März 2000).
Wir haben unsere Studien weiter fortgesetzt und haben jetzt herausgefunden, dass
dieser Lysobacter sp. BMK333-48F3-Stamm vier weitere Antibiotika,
zusätzlich
zu dem vorstehend erwähnten
Tripropeptin, erzeugt. Wir haben diese fünf Antibiotika, einschließlich Tripropeptin
und der letzteren vier Antibiotika, nun gemeinsam als ein Tripropeptin
bezeichnet. Wir haben nun weiters herausgefunden, dass ein Tripropeptin
starke antibakterielle Wirksamkeit gegen Gram-positive Bakterien
und deren Arzneistoff-resistente Bakterien zeigt. Wir haben unsere
Studien weiter fortgesetzt und haben nun durch die physikalisch-chemische
Analyse der Tripropeptine bestätigt,
dass es fünf
Verbindungen gibt, welche in einer Klasse von Tripropeptinen zusammengefasst
werden. Demzufolge haben wir das vorher erhaltene Tripropeptin in
Tripropeptin C umbenannt und haben auch die letzteren vier, nun
erhaltenen Verbindungen als Tripropeptin Z, A, B bzw. D bezeichnet.
Wir haben nun die chemischen Strukturen dieser fünf Verbindungen bestimmt. Darüber hinaus
haben wir nun bestätigt
und festgestellt, dass die Tripropeptine Z, A, B, C und D neuartige
Verbindungen sind und dass sie alle gemeinsam durch eine nachstehend
angeführte
allgemeine Formel (I) verkörpert
werden. Weiters wurde offenbart, dass diese Tripropeptine eine gemeinsame
und grundlegende Grundstruktur aufweisen, wie sie in der allgemeinen
Formel (I) gezeigt wird, wobei die Seitenkettengruppe R verzweigte
Alkylgruppen von 8 bis 12 Kohlenstoffatomen bezeichnet, die sich
voneinander unterscheiden.
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Gemäß einem
ersten Aspekt dieser Erfindung wird daher ein Antibiotikum, Tripropeptin
Z, Tripropeptin A, Tripropeptin B, Tripropeptin C oder Tripropeptin
D, bereitgestellt, welches eine Verbindung ist, wie dargestellt
in der folgenden allgemeinen Formel (I),
wobei
R für Tripropeptin
Z eine 7-Methyl-octyl-Gruppe; für
Tripropeptin A eine 8-Methyl-nonyl-Gruppe;
für Tripropeptin
B eine 9-Methyl-dodecyl-Gruppe; für Tripropeptin C eine 10-Methyl-undecyl-Gruppe;
und für
Tripropeptin D eine 11-Methyl-dodecyl-Gruppe
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon ist.
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Ein
Tripropeptin der allgemeinen Formel (I) gemäß dem ersten Aspekt dieser
Erfindung umfasst, wie nachstehend gezeigt, Tripropeptin Z von der
Formel (Iz), Tripropeptin A von der Formel (Ia), Tripropeptin B
von der Formel (Ib), Tripropeptin C von der Formel (Ic) und Tripropeptin
D in der Formel (Id):
- (1) Tripropeptin Z dargestellt
in der Formel (Iz): [Verbindung
der allgemeinen Formel (I), wobei R eine 7-Methyl-octyl-Gruppe ist];
- (2) Tripropeptin A dargestellt in der Formel (Ia): [Verbindung
der allgemeinen Formel (I), wobei R eine 8-Methyl-nonyl-Gruppe ist];
- (3) Tripropeptin B dargestellt in der Formel (Ib): [Verbindung
der allgemeinen Formel (I), wobei R eine 9-Methyl-decyl-Gruppe ist];
- (4) Tripropeptin C dargestellt in der Formel (Ic): [Verbindung
der allgemeinen Formel (I), wobei R eine 10-Methyl-undecyl-Gruppe
ist]; und
- (5) Tripropeptin D dargestellt in der Formel (Id): [Verbindung
der allgemeinen Formel (I), wobei R eine 11-Methyl-dodecyl-Gruppe
ist].
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Die
physikalisch-chemischen Eigenschaften von Tripropeptin Z der Formel
(Iz) gemäß des ersten
Aspektes dieser Erfindung sind wie folgt:
- (1)
Erscheinung
farbloses Pulver
- (2) Molekulare Formel
C48H77N11O19
- (3) Hochauflösende
Massenspektrometrie (HRFABMS: Kationenmodus)
Gefunden: 1112.5475
(M + H)+
Berechnet: 1112.5490
- (4) Spezifische Rotation
[α]D 24 –14,0° (c 1, CH3OH)
- (5) Ultraviolettes Absorptionsspektrum (in Methanol)
λmax nm
(ε): Endadsorption
- (6) Infrarotes Absorptionsspektrum
Wie in 1 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt.
- (7) Magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum
Protonen-NMR-Spektrum,
wie gemessen in DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur, wird in 2 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (8) 13C-Kernmagnetisches Resonanzspektrum
13C-NMR-Spektrum, wie gemessen in DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur,
wird in 3 der beigefügten Darstellungen gezeigt.
- (9) Löslichkeit
Löslich in
Methanol, Dimethylsulfoxid (DMSO) und Wasser, aber unlöslich in
Aceton, Ethylacetat und Chloroform.
- (10) DC
Der Rf-Wert ist 0,25, wenn
es auf einem Silicagel 60F254 (ein Produkt
von Merck & Co.)
einer Dünnschichtchromatographie
unterzogen wird, wobei das Entwicklungs-Lösungsmittel aus Butanol-Methanol-Wasser (4
: 1 : 2) besteht.
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Gemäß dem ersten
Aspekt dieser Erfindung ist Tripropeptin Z eine amphotere Substanz
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon können
durch seine Salze mit organischen Basen wie zum Beispiel quaternäre Ammoniumsalze,
seine Salze mit verschiedensten Metallen, beispielsweise seine Salze
mit alkalischen Metallen wie zum Beispiel Natriumsalz, oder seine
Säureadditionssalze
mit organischen Säuren
wie zum Beispiel Essigsäure
oder mit anorganischen Säuren
wie zum Beispiel Salzsäure
beispielhaft erläutert
werden.
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Die
physikalisch-chemischen Eigenschaften von Tripropeptin A der Formel
(Ia) gemäß des ersten
Aspektes dieser Erfindung sind wie folgt:
- (1)
Erscheinung
farbloses Pulver
- (2) Molekulare Formel
C49H79N11O19
- (3) Hochauflösende
Massenspektrometrie (HRFABMS: Kationenmodus)
Gefunden: 1126.5632
(M + H)+
Berechnet: 1126.5657
- (4) Spezifische Rotation
[α]D 24 –7,8° (c 1, CH3OH)
- (5) Ultraviolettes Absorptionsspektrum (in Methanol)
λmax nm
(ε): Endadsorption
- (6) Infrarotes Absorptionsspektrum
Wie in 4 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt.
- (7) Magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum
Protonen-NMR-Spektrum,
wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur, wird in 5 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (8) 13C-Kernmagnetisches Resonanzspektrum
13C-NMR-Spektrum, wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur, wird in 6 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (9) Löslichkeit
Löslich in
Methanol, DMSO und Wasser aber unlöslich in Aceton, Ethylacetat
und Chloroform.
- (10) Dc
Der Rf-Wert ist 0,25, wenn
es auf einem Silicagel 60F254 (ein Produkt
von Merck & Co.)
einer Dünnschichtchromatographie
unterzogen wird, wobei das Entwicklungs-Lösungsmittel aus Butanol-Methanol-Wasser (4
: 1 : 2) besteht.
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Gemäß dem ersten
Aspekt dieser Erfindung ist Tripropeptin A eine amphotere Substanz
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon können
durch seine Salze mit organischen Basen wie zum Beispiel quaternäre Ammoniumsalze,
seine Salze mit verschiedensten Metallen, beispielsweise seine Salze
mit alkalischen Metallen wie zum Beispiel Natriumsalz, oder seine
Säureadditionssalze
mit organischen Säuren
wie zum Beispiel Essigsäure
oder mit anorganischen Säuren
wie zum Beispiel Salzsäure
beispielhaft erläutert
werden.
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Die
physikalisch-chemischen Eigenschaften von Tripropeptin C der Formel
(Ib) gemäß des ersten
Aspektes dieser Erfindung sind wie folgt:
- (1)
Erscheinung
farbloses Pulver
- (2) Molekulare Formel
C50H84N11O19
- (3) Hochauflösende
Massenspektrometrie (HRFABMS: Kationenmodus)
Gefunden: 1140.5788
(M + H)+
Berechnet: 1140.5776
- (4) Spezifische Rotation
[α]D 24 –7,9° (c 1, CH3OH)
- (5) Ultraviolettes Absorptionsspektrum (in Methanol)
λmax nm
(ε): Endadsorption
- (6) Infrarotes Absorptionsspektrum
Wie in 7 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt.
- (7) Magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum
Protonen-NMR-Spektrum,
wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur, wird in 8 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (8) 13C-Kernmagnetisches Resonanzspektrum
13C-NMR-Spektrum, wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur, wird in 9 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (9) Löslichkeit
Löslich in
Methanol, DMSO und Wasser, aber unlöslich in Aceton, Ethylacetat
und Chloroform.
- (10) DC
Der Rf-Wert ist 0,25, wenn
es auf einem Silicagel 60F254 (ein Produkt
von Merck & Co.)
einer Dünnschichtchromatographie
unterzogen wird, wobei das Entwicklungs-Lösungsmittel aus Butanol-Methanol-Wasser (4
: 1 : 2) besteht.
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Gemäß dem ersten
Aspekt dieser Erfindung ist Tripropeptin B eine amphotere Substanz
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon können
durch seine Salze mit organischen Basen wie zum Beispiel quaternäre Ammoniumsalze,
seine Salze mit verschiedensten Metallen, beispielsweise seine Salze
mit alkalischen Metallen wie zum Beispiel Natriumsalz, oder seine
Säureadditionssalze
mit organischen Säuren
wie zum Beispiel Essigsäure
oder mit anorganischen Säuren
wie zum Beispiel Salzsäure
beispielhaft erläutert
werden.
-
Die
physikalisch-chemischen Eigenschaften von Tripropeptin C der Formel
(Ic) gemäß des ersten
Aspektes dieser Erfindung sind wie folgt:
- (1)
Erscheinung
farbloses Pulver
- (2) Molekulare Formel
C51H83N11O19
- (3) Hochauflösende
Massenspektrometrie (HRFABMS: Kationenmodus)
Gefunden: 1154.5927
(M + H)+
Berechnet: 1154.5945
- (4) Spezifische Rotation
[α]D 24 –8,4° (c 1, CH3OH)
- (5) Ultraviolettes Absorptionsspektrum (in Methanol)
λmax nm
(ε): Endadsorption
- (6) Infrarotes Absorptionsspektrum
Wie in 10 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt.
- (7) Magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum
Protonen-NMR-Spektrum,
wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur, wird in 11 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (8) 13C-Kernmagnetisches Resonanzspektrum
13C-NMR-Spektrum, wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur, wird in 12 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (9) Löslichkeit
Löslich in
Methanol, DMSO und Wasser, aber unlöslich in Aceton, Ethylacetat
und Chloroform.
- (10) DC
Der Rf-Wert ist 0,25, wenn
es auf einem Silicagel 60F254 (ein Produkt
von Merck & Co.)
einer Dünnschichtchromatographie
unterzogen wird, wobei das Entwicklungs-Lösungsmittel aus Butanol-Methanol-Wasser (4
: 1 : 2) besteht.
-
Gemäß dem ersten
Aspekt dieser Erfindung ist Tripropeptin C eine amphotere Substanz
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon können
durch seine Salze mit organischen Basen wie zum Beispiel quaternäre Ammoniumsalze,
seine Salze mit verschiedensten Metallen, beispielsweise seine Salze
mit alkalischen Metallen wie zum Beispiel Natriumsalz, oder seine
Säureadditionssalze
mit organischen Säuren
wie zum Beispiel Essigsäure
oder mit anorganischen Säuren
wie zum Beispiel Salzsäure
beispielhaft erläutert
werden.
-
Die
physikalisch-chemischen Eigenschaften von Tripropeptin D der Formel
(Id) gemäß des ersten
Aspektes dieser Erfindung sind wie folgt:
- (1)
Erscheinung
farbloses Pulver
- (2) Molekulare Formel
C52H85N11O19
- (3) Hochauflösende
Massenspektrometrie (HRFABMS: Kationenmodus)
Gefunden: 1168.6101
(M + H)+
Berechnet: 1168.6074
- (4) Spezifische Rotation
[α]D 24 –13,8° (c 1, CH3OH)
- (5) Ultraviolettes Absorptionsspektrum (in Methanol)
λmax nm
(ε): Endadsorption
- (6) Infrarotes Absorptionsspektrum
Wie in 13 der
beigefügten
Zeichnungen gezeigt.
- (7) Magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum
Protonen-NMR-Spektrum,
wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur, wird in 14 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (8) 13C-Kernmagnetisches Resonanzspektrum
13C-NMR-Spektrum, wie gemessen in einem Lösungsmittelgemisch
aus DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur, wird in 15 der
beigefügten
Darstellungen gezeigt.
- (9) Löslichkeit
Löslich in
Methanol, DMSO und Wasser, aber unlöslich in Aceton, Ethylacetat
und Chloroform.
- (10) DC
Der Rf-Wert ist 0,25, wenn
es auf einem Silicagel 60F254 (ein Produkt
von Merck & Co.)
einer Dünnschichtchromatographie
unterzogen wird, wobei das Entwicklungs-Lösungsmittel aus Butanol-Methanol-Wasser (4
: 1 : 2) besteht.
-
Gemäß dem ersten
Aspekt dieser Erfindung ist Tripropeptin D eine amphotere Substanz
und die pharmazeutisch verträglichen
Salze davon können
durch seine Salze mit organischen Basen wie zum Beispiel quaternäre Ammoniumsalze,
seine Salze mit verschiedensten Metallen, beispielsweise seine Salze
mit alkalischen Metallen wie zum Beispiel Natriumsalz, oder seine
Säureadditionssalze
mit organischen Säuren
wie zum Beispiel Essigsäure
oder mit anorganischen Säuren
wie zum Beispiel Salzsäure
beispielhaft erläutert
werden.
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Der
Ausdruck „ein
Tripropeptin", der
in dieser Beschreibung einfach gegeben wird, kann manchmal übrigens
entweder jedes einzelne von Tripropeptin Z, Tripropeptin A, Tripropeptin
B, Tripropeptin C und Tripropeptin D oder ein Gemisch aus zwei oder
mehreren oder ein Gemisch von allen bedeuten.
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Tripropeptine,
welche gemäß dieser
Erfindung die vorstehend angeführte
allgemeine Formel (I) aufweisen, haben die nachstehend genannten
biologischen Eigenschaften.
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Demnach
zeigen Tripropeptin Z, Tripropeptin A, Tripropeptin B, Tripropeptin
C und Tripropeptin D jeweils antibakterielle Wirksamkeiten gegen
Gram-positive Bakterien, einschließlich Arzneistoff-resistente
Stämme
(Methicillin-resistente Stämme
und andere). Die antibakteriellen Wirksamkeiten von einem Tripropeptin
gegen diese Bakterien werden durch die folgenden Verfahren getestet.
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Testbeispiel 1
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Minimale
Wachstums-inhibitorische Konzentrationen (μl/ml) von Tripropeptin Z gegen
eine Vielfalt von Mikroorganismen wurden auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium (hergestellt
von Difco Laboratories) oder auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium für Enterococcus,
das mit 5% Schafsblut ergänzt
war (hergestellt von Difco Laboratories) durch ein serielles Verdünnungsverfahren
gemäß einem
Standardverfahren, wie es von der Japanese Society of Chemotherapy
bereitgestellt wird, gemessen. Die sich daraus ergebenden antibakteriellen Spektren
werden in Tabelle 1 gezeigt.
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Testbeispiel 2
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Minimale
Wachstums-inhibitorische Konzentrationen (μl/ml) von Tripropeptin A gegen
eine Vielfalt von Mikroorganismen wurden auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium (hergestellt
von Difco Laboratories) oder auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium für Enterococcus,
das mit 5% Schafsblut ergänzt
war (hergestellt von Difco Laboratories) durch ein serielles Verdünnungsverfahren
gemäß einem
Standardverfahren, wie es von der Japanese Society of Chemotherapy
bereitgestellt wird, gemessen. Die sich daraus ergebenden antibakteriellen Spektren
werden in Tabelle 2 gezeigt.
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Testbeispiel 3
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Minimale
Wachstums-inhibitorische Konzentrationen (μl/ml) von Tripropeptin B gegen
eine Vielfalt von Mikroorganismen wurden auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium (hergestellt
von Difco Laboratories) oder auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium für Enterococcus,
das mit 5% Schafsblut ergänzt
war (hergestellt von Difco Laboratories) durch ein serielles Verdünnungsverfahren
gemäß einem
Standardverfahren, wie es von der Japanese Society of Chemotherapy
bereitgestellt wird, gemessen. Die sich daraus ergebenden antibakteriellen Spektren
werden in Tabelle 3 gezeigt.
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Testbeispiel 4
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Minimale
Wachstums-inhibitorische Konzentrationen (μl/ml) von Tripropeptin C gegen
eine Vielfalt von Mikroorganismen wurden auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium (hergestellt
von Difco Laboratories) oder auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium für Enterococcus,
das mit 5% Schafsblut ergänzt
war (hergestellt von Difco Laboratories) durch ein serielles Verdünnungsverfahren
gemäß einem
Standardverfahren, wie es von der Japanese Society of Chemotherapy
bereitgestellt wird, gemessen. Die sich daraus ergebenden antibakteriellen Spektren
werden in Tabelle 4 gezeigt.
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Testbeispiel 5
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Minimale
Wachstums-inhibitorische Konzentrationen (μl/ml) von Tripropeptin D gegen
eine Vielfalt von Mikroorganismen wurden auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium (hergestellt
von Difco Laboratories) oder auf einem Müller-Hinton-Agar-Medium für Enterococcus,
das mit 5% Schafsblut ergänzt
war (hergestellt von Difco Laboratories) durch ein serielles Verdünnungsverfahren
gemäß einem
Standardverfahren, wie es von der Japanese Society of Chemotherapy
bereitgestellt wird, gemessen. Die sich daraus ergebenden antibakteriellen Spektren
werden in Tabelle 5 gezeigt.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt dieser Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung
der Antibiotika Tripropeptin Z, Tripropeptin A, Tripropeptin B,
Tripropeptin C und/oder Tripropeptin D bereitgestellt, die durch
die vorstehend genannte allgemeine Formel (I) dargestellt sind,
gekennzeichnet dadurch, dass das Verfahren die Züchtung eines Bakterienstammes
umfasst, welcher zu der Gattung Lysobacter gehört und welcher im Stande ist,
mindestens eines von in der allgemeinen Formel (I) dargestelltem
Tripropeptin Z, Tripropeptin A, Tripropeptin B, Tripropeptin C und
Tripropeptin D zu produzieren und die Gewinnung von mindestens einem der
Tripropeptine Z, A, B, C, und D von der sich daraus ergebenden Kultur.
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Der
Mikroorganismus oder Bakterienstamm, der im Stande ist, das Antibiotikum,
ein Tripropeptin, zu erzeugen und der im Verfahren gemäß des zweiten
Aspekts dieser Erfindung verwendbar ist, kann jeder Stamm dieser
Mikroorganismen sein, welcher die Fähigkeit besitzt, diese Antibiotika
zu produzieren, die die vorstehend erwähnten physikalischen-chemischen
Eigenschaften und biologischen Eigenschaften besitzen, und er kann
von einer großen
Vielfalt an Mikroorganismen ausgewählt werden. Unter solchen verwendbaren Mikroorganismen
kann der Bakterienstamm, welchem die Stammnummer BMK333-48F3 zugeteilt
wurde und welcher aus einer Bodenprobe von Naha-City, Okinawa-ken,
Japan durch unser Microbial Chemistry Research Institute im Dezember
1994 isoliert wurde, als ein bevorzugtes konkretes Beispiel eines
Mikroorganismus genannt werden, der im Stande ist, die Antibiotika
Tripropeptine zu produzieren.
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Die
mikrobiologischen Eigenschaften des Stammes BMK333-48F3 werden nun
nachstehend beschrieben.
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1. Morphologie
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Der
Stamm BMK333-48F3 war ein Gram-negatives Stäbchen, dessen Zelldimensionen
etwa 0,5 bis 0,8 × 1,6
bis 2,0 μm
waren. Polymorphie der Zelle wurde nicht beobachtet. Die Zelle hatte
kein Flagellum. Aber die Zelle hatte ein gleitendes Bewegungsvermögen.
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2. Wachstumsmerkmale
auf verschiedenen Kulturmedien
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Alle
Tests, mit Ausnahme der Gelatine-Brühen-Stich-Kultur, wurden bei
30°C durchgeführt.
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(1) Brühen-Agarplatten-Kultur
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Die
Kolonien waren hoch viskos, durchscheinend und glänzend und
wiesen eine hellgelbe Farbe auf. Es wurde kein diffusionsfähiges Pigment
beobachtet.
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(2) Brühen-Flüssigkultur
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Einen
Tag nach dem Beginn der Züchtung
wurde geringes Wachstum bemerkt, aber zwei Tage nach dem Beginn
der Züchtung
wurde der Niederschlag des Stammes am Boden des Teströhrchens
festgestellt.
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(3) Gelatine-Brühen-Stich-Kultur
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In
der Züchtung
bei 20°C
begann die Verflüssigung
ab etwa drei Tagen nach dem Beginn der Züchtung und war 37 Tage nach
dem Beginn der Züchtung
fast vollständig.
In der Züchtung
bei 30°C
begann die Verflüssigung
ab 24 Stunden nach dem Beginn der Züchtung und war 7 Tage nach
dem Beginn der Züchtung
vollständig.
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(4) Milch
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Koagulation
wurde ab etwa 7 Tagen nach dem Beginn der Züchtung festgestellt und Peptonisierung war
20 Tage nach dem Beginn der Züchtung
vollendet. Die Koagulation verlief unter einer sauren Bedingung.
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3. Physiologische Eigenschaften
(die Züchtungstemperatur
war, sofern nicht anders angegeben, in allen Fällen 30°C,)
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- (1) Gram-Färbung:
negativ
- (2) Reduktion von Nitrat: positiv
- (3) Denitrifizierung: (gemäß dem Verfahren
von Komagata et. al.,: Classification and Identification of Microorganisms,
herausgegeben von Takeji Hasegawa, Seite 223, University of Tokyo-Verlag,
1975): negativ
- (4) MR-Test: negativ
- (5) V-P-Test: negativ
- (6) Produktion von Indol: negative
- (7) Produktion von Schwefelwasserstoff: negative
- (8) Verwendung von Zitronensäure:
Auf
Koser-Medium, negativ
Auf Christensen-Medium, negativ
- (9) Verwendung von anorganischen Stickstoffquellen:
Für Natriumnitrat,
negativ
Für
Ammoniumsulfat, negativ
- (10) Bildung von Pigment:
Es wurde weder auf King A-Medium
noch auf King B-Medium lösliches
Pigment beobachtet.
- (11) Urease (in einem Harnstoffmedium, bereitgestellt von Eiken
Chemical): negativ
- (12) Oxidase: positiv
- (13) Katalase: positiv
- (14) Wachstumsbereich:
Das Wachstum des Stammes wurde bei
einem pH-Wert in einem Bereich von pH 6,0 bis 9,0 festgestellt und
der optimale pH-Wert ist 6,0 bis 8,0. Darüber hinaus wurde das Wachstum
des Stammes bei einer Temperatur im Bereich von 27°C bis 37°C beobachtet
und die optimale Wachstumstemperatur war 27°C bis 30°C.
- (15) Verhalten zu Sauerstoff: aerob
- (16) O-F-Test (gemäß dem Hugh
Leifson-Verfahren):
Leicht oxidative Form
- (17) Die Bildung von Säuren
und Gasen von Sacchariden (im Basismedium):
Von Glucose, Arabinose,
Maltose und Trehalose wurde die Produktion einer kleinen Menge an
Säuren
festgestellt. Von D-Xylose, D-Mannose, D-Fructose, D-Galactose,
Saccharose, D-Sorbit, D-Mannit, Inosit, Glycerin und Stärke wurde
jedoch keine Produktion einer Säure
festgestellt. Außerdem
wurde von keinem der Saccharide die Produktion von Gasen festgestellt.
- (18) Hydrolyse von Casein: positiv
- (19) Hydrolyse von Esculin: positiv
- (20) Säurebeständigkeit:
nicht säurebeständig
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4. Chemotaxonomische Eigenschaften
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(1) Basenzusammensetzung
(G + C-Gehalt) der DNA: 70,5%
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Fasst
man die vorstehend erwähnten
Eigenschaften des Stammes BMK333-48F3
zusammen, so war dieser Stamm dadurch gekennzeichnet, dass er als
aerobe Gramm-negative Stäbchen
vorlag, keine Flagellen und Sporen aufwies, ein gleitendes Bewegungsvermögen hatte
und nicht säurebeständig war;
dass das Wachstum des Stammes auf Agar-Medium durchsichtig und hoch
viskos war; dass die Dimensionen der Zelle etwa 0,5 bis 0,8 × 1,6 bis
2,0 μm waren;
dass der Stamm bei einem pH-Wert in einem Bereich von pH 6 bis 9 wuchs;
dass der Stamm bei einer Temperatur in einem Bereich von 27°C bis 37°C und der
optimalen Wachstumstemperatur von 24°C bis 30°C wuchs; und dass der Stamm
in seiner DNA einen (G + C)-Gehalt von 70,5% aufwies.
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In
Anbetracht dieser vorstehenden Eigenschaften wird angenommen, dass
der Stamm BMK333-48F3 zur Gattung Lysobacter zählt. Wir haben daher den Stamm
BMK333-48F3 als Lysobacter sp. BMK333-48F3 bezeichnet.
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Darüber hinaus
ist der Stamm BMK333-48F3 bei einer autorisierten japanischen Hinterlegungsstelle, dem
National Institute of Bioscience and Human-Technology, Advanced Industrial Science
and Technology, Agency of Ministry of Economy, Trade and Industry,
die sich auf Nr. 1–3,
Higashi 1-chome, Tsukuba-City, Ibaraki-ken, Japan befindet, unter
der Hinterlegungsnummer FERM-17741 am 22. Februar 2000, hinterlegt
worden. Dieser Stamm wurde nun, seit 2. März 2001, beim National Institute
unter der Hinterlegungsnummer "FERM
BP-7477" hinterlegt, übertragen
gemäß dem Budapester
Vertrag.
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Gemäß dem zweiten
Verfahrensaspekt dieser Erfindung kann die Herstellung des Antibiotikums,
eines Tripropeptins, wie nachstehend beschrieben, durchgeführt werden.
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Die
Herstellung des Antibiotikums, eines Tripropeptins, kann daher durch
Beimpfen eines Nährmediums
mit einem Bakterienstamm durchgeführt werden, der im Stande ist
ein Tripropeptin zu erzeugen, vorzugsweise des Stammes Lysobacter
sp. BMK333-48F3 und durch Züchtung
dieses Bakterienstammes bei einer Temperatur von 27°C mit Schütteln unter
aeroben Bedingungen, um die Kultur hervorzubringen, welche die antibiotischen
Tripropeptine enthält.
Als das für
diesen Zweck verwendete Nährstoffmedium
kann jedes Nährstoffmedium
verwendet werden, das für
die Züchtung
von Mikroorganismen verwendbar ist. Als die Nährstoffquelle können Stickstoffquellen
wie zum Beispiel Pepton, Hefe-Extrakt, Fleischextrakt, Baumwollsamenmehl und
Ammoniumsulfat verwendet werden, die im Handel erhältlich sind.
Als Kohlenstoffquellen können
Kohlenhydrate wie zum Beispiel Glycerin, Stärke, Glucose, Galactose, Dextrin
und Fette verwendet werden. Ferner können anorganische Salze wie
zum Beispiel Natriumchlorid und Calciumcarbonat als Zusatzstoffe
verwendet werden. Falls nötig
können
andere Zusatzstoffe wie zum Beispiel Metallsalze in sehr kleinen
Mengen hinzugefügt
werden. Diese zusätzlichen
Substanzen können
jedes dieser Materialen sein, die von einem Tripropeptin-produzierenden
Stamm benützt
werden und für
die Herstellung des antibiotischen Tripropeptins nützlich sind
und von welchen bekannt ist, dass sie für die Züchtung von Mikroorganismen
in dem Kulturmedium verwendbar sind.
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Für die Herstellung
des antibiotischen Tripropeptins kann ein Mikroorganismus verwendet
werden, der die Fähigkeit
hat die antibiotischen Tripropeptine zu produzieren. Im Besondern
wurde von dem von uns isolierten Stamm Lysobacter sp. BMK333-48F3
wurde bestätigt,
dass er die antibiotischen Tripropeptine produziert. Jeder andere
Stamm, der im Stande ist diese Antibiotika zu produzieren, kann
aus der Natur durch Anwendung jeder bekannten Isolationstechnik
isoliert werden, die für
die Isolierung von Antibiotikum-produzierenden Stämmen zur
Verfügung
steht. Es gibt noch eine Methode, durch welche die Fähigkeit
eines Tripropeptin-produzierenden
Stammes, einschließlich
des Stammes Lysobacter sp. BMK333-48F3, die antibiotischen Tripropeptine
zu produzieren, verbessert wird, indem man einen solchen Stamm einer
Mutationsbehandlung durch radioaktive Strahlung oder andere Verfahren
unterzieht. Ferner können
die antibiotischen Tripropeptine durch ein gentechnisches Verfahren
hergestellt werden.
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Die
Antibiotika, Tripropeptine, werden durch aerobe Kultivierung eines
Tripropeptin-produzierenden Stammes, der zur Gattung Lysobacter
zählt,
in einem geeigneten Kulturmedium und Gewinnung des (der) erwünschten
Tripropeptins(e) von der sich ergebenden Kulturbrühe hergestellt.
Die Züchtungstemperatur
kann im Bereich von Temperaturen liegen, bei welchen die gewünschten
Antibiotika hergestellt werden können, ohne
dabei im Wesentlichen das Wachstum des Tripropeptin-produzierenden
Stammes, wie er verwendet wird, zu verhindern. Die Züchtungstemperatur
kann dabei, abhängig
von der Natur eines Tripropeptin-produzierenden
Stammes, wie er verwendet wird, genau gewählt werden und eine bevorzugte
Züchtungstemperatur liegt
in einem Bereich von 25 bis 30°C.
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Die
Herstellung des antibiotischen Tripropeptins durch den Stamm BMK333-48F3 kann gewöhnlich innerhalb
von 2 bis 4 Tagen der Züchtung
des Stammes ein Maximum erreichen. Im Allgemeinen jedoch wird die
Züchtung
des Stammes fortgesetzt, bis eine ausreichende antibakterielle Aktivität an das
Kulturmedium weitergegeben wurde. Die zeitabhängige Veränderung im Titer der Tripropeptine
in der resultierenden Kulturbrühe
kann entweder durch das HPLC-Verfahren oder durch ein Zylinderplatten-Verfahren
gemessen werden, in welchem Staphylococcus aureus oder Bacillus
stearothermophilus als ein Testbakterienstamm verwendet wird.
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Im
zweiten Verfahrensaspekt dieser Erfindung werden die Tripropeptine
von der Kulturbrühe
gewonnen, die, wie vorstehend beschrieben, erhalten wurde und in
welcher Tripropeptine hergestellt und angereichert wurden. Als das
Verfahren zur Gewinnung und Isolierung des (der) gewünschten
Tripropeptins (Tripropeptine) kann jedes der Routineverfahren sachgemäß verwendet
werden, die herkömmlich
für die
Isolierung von (einem) Stoffwechselprodukt(en) verwendet werden,
die (das) von Mikroorganismen produziert werden (wird). Zum Beispiel
ein Verfahren zur Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel,
das nicht mit Wasser mischbar ist, und ein Verfahren zur Nutzung
des Unterschiedes der Adsorptionsaffinitäten der Tripropeptine auf verschiedene
Adsorptionsmittel sowie zum Beispiel ein Verfahren zur Gelfiltration
und ein chromatographisches Verfahren mit Gegenstromverteilung usw.,
kann einzeln oder in Kombination verwendet werden, um das (die)
Tripropeptin(e) vom Überstand
der Kulturbrühe
zu gewinnen. Von den auf diese Weise von der Kulturbrühe abgetrennten
mikrobiellen Zellen des Stammes ist es ferner möglich, Tripropeptin(e) zu gewinnen,
indem die mikrobiellen Zellen einer Lösungsmittel-Extraktion mit
einem geeigneten organischen Lösungsmittel
unterzogen werden, oder durch ein Verfahren, welches das Aufbrechen
von mikrobiellen Zellen und die Elution des (der) erwünschten
Tripropeptins(e) aus den aufgebrochenen Zellen durch Extraktion
umfasst; und dann ist es möglich,
das (die) so gewonnenen Tripropeptin(e) zu isolieren und zu reinigen.
Auf diese Weise können
ein oder mehrere der antibiotischen Tripropeptine geerntet werden.
Im Übrigen
kann die Isolierung der Tripropeptine Z, A, B, C und D voneinander
durch Säulenchromatographie
erfolgen (beziehen Sie sich auf Beispiel 1, wie nachstehend beschrieben).
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Ferner,
gemäß einem
dritten Aspekt dieser Erfindung, wird ein Arzneistoff bereitgestellt,
welcher als Wirkstoff mindestens eines der Tripropeptine Z, A, B,
C, und D, die durch die allgemeine Formel (I) dargestellt sind,
oder ein pharmazeutisch verträgliches
Salz davon in Beimischung mit einem pharmazeutisch verträglichem
Trägerstoff
oder pharmazeutisch verträglichen
Trägerstoffen
enthält.
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Der
Arzneimittel gemäß dem dritten
Aspekt dieser Erfindung kann in der Form einer Zusammensetzung vorliegen,
die als Wirkstoff eine Verbindung der allgemeinen Formel (I) in
Beimischung mit einem herkömmlichen
pharmazeutisch verträglichen,
festen oder flüssigen
Trägerstoff
umfasst, zum Beispiel Stärke,
Zucker, Ethanol, Wasser, physiologische Kochsalzlösung und
so weiter.
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Tripropeptin(e)
der allgemeinen Formel (I) oder ein Salz davon, welches) gemäß dem dritten
Aspekt dieser Erfindung in dem Arzneimittel verwendet wird (werden),
kann oral oder parenteral durch intravenöse, intramuskuläre oder
subkutane Injektion oder durch intraperitoneale oder intrarektale
Verabreichung und so weiter verabreicht werden.
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Für die orale
Verabreichung kann das Arzneimittel gemäß dem dritten Aspekt dieser
Erfindung in Form eines Präparats
wie zum Beispiel einem Pulver, Tabletten, Kapseln, einer Suspension,
einem Sirup und ähnlichem
durch Mischen der Wirkstoffe, nämlich
eines Tripropeptins nach der allgemeinen Formel (I) oder eines Salzes
davon mit einem herkömmlichen
pharmazeutisch verträglichen,
festen oder flüssigen
Trägerstoff
formuliert werden.
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Der
Anteil der Verbindung der allgemeinen Formel (I), welcher als Wirkstoff
in dem Arzneimittel des dritten Aspekts dieser Erfindung enthalten
ist, kann abhängig
von der Art des Präparates
variieren, aber ein geeigneter Anteil des Tripropeptins kann im
Bereich von etwa 2 bis 90% liegen, basierend auf dem Gewicht einer
einzelnen Dosierungseinheit der Zusammensetzung.
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In
Fällen,
in welchen die Zusammensetzung aus dem dritten Aspekt dieser Erfindung
in Form von Injektionen formuliert wurde, kann eine bevorzugte Form
des injizierbaren Präparates
eine sterilisierte wässrige Lösung oder
ein sterilisiertes und lyophilisiertes Präparat einschließen, welches
die Verbindung der allgemeinen Formel (I) als Wirkstoff enthält. Als
Beispiele für
flüssige
Trägerstoffe,
die für
diesen Zweck verwendet werden können,
werden Wasser, physiologische Kochsalzlösung, wässriges Ethanol, Glycerin,
Propylenglycol, pflanzliches Öl
und ähnliche
bevorzugt.
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Die
Dosis eines Tripropeptins der allgemeinen Formel (I) oder eines
Salzes davon, welches als Wirkstoff in der Zusammensetzung dieser
Erfindung verwendet wird, kann abhängig von der Art der bakteriellen Infektionen,
die behandelt werden müssen,
dem Zweck der therapeutischen Behandlung und dem Ausmaß des Zustandes
des Patienten und so weiter variieren. Eine optimale Dosis eines Tripropeptins
kann jedoch von Fachleuten durch geeignete einleitende Tests festgesetzt
werden. Im Übrigen
hat Tripropeptin C in Mäusen keine
Toxizität
(ICR-Typ, 4 Wochen
alt, männlich)
gezeigt, wenn es intravenös
mit einer Dosis von 300 mg/kg verabreicht wurde.
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Gemäß dem vierten
Aspekt dieser Erfindung wurde ferner ein Stamm Lysobacter sp. BMK333-48F3 als
ein neuartiger Mikroorganismus bereitgestellt, welcher eine charakteristische
Beschaffenheit aufweist, dass er im Stande ist Tripropeptine der
allgemeinen vorstehend angeführten
Formel (I) zu produzieren und welcher als der Stamm identifizierbar
ist, der in einer japanischen Hinterlegungsstelle, dem National
Institute of Bioscience and Human-Technology, Advanced Industrial
Science and Technology, Agency of Ministry of Economy, Trade and
Industry, unter der Hinterlegungsnummer FERM BP-7477 gemäß dem Budapester
Vertrag hinterlegt worden ist.
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Kurze Beschreibung der
beigefügten
Zeichnungen
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1 ist
ein Infrarot-Absorptionsspektrum von Tripropeptin Z, wie gemessen
durch das KBr-Tablettenverfahren.
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2 ist
ein magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum von Tripropeptin
Z, wie gemessen in einer Lösung
von DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur.
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3 ist
ein 13C-Kernmagnetisches-Resonanzspektrum
von Tripropeptin Z, wie gemessen in einer Lösung von DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur.
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4 ist
ein Infrarot-Absorptionsspektrum von Tripropeptin A, wie gemessen
durch das KBr-Tablettenverfahren.
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5 ist
ein magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum von Tripropeptin
A, wie gemessen in einer Lösung
von DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur.
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6 ist
ein 13C-Kernmagnetisches-Resonanzspektrum
von Tripropeptin A, wie gemessen in einer Lösung von DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur.
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7 ist
ein Infrarot-Absorptionsspektrum von Tripropeptin B, wie gemessen
durch das KBr-Tablettenverfahren.
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8 ist
ein magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum von Tripropeptin
B, wie gemessen in einer Lösung
von DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur.
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9 ist
ein magnetisches 13C-Kernresonanzspektrum
von Tripropeptin B, wie gemessen in einer Lösung von DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur.
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10 ist
ein Infrarot-Absorptionsspektrum von Tripropeptin C, wie gemessen
durch das KBr-Tablettenverfahren.
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11 ist
ein magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum von Tripropeptin
C, wie gemessen in einer Lösung
von DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur.
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12 ist
ein 13C-Kernmagnetisches-Resonanzspektrum
von Tripropeptin C, wie gemessen in einer Lösung von DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur.
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13 ist
ein Infrarot-Absorptionsspektrum von Tripropeptin D, wie gemessen
durch das KBr-Tablettenverfahren.
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14 ist
ein magnetisches Protonen-Kernresonanzspektrum von Tripropeptin
D, wie gemessen in einer Lösung
von DMSO-d6 – D2O
(20 : 1) bei 500 MHz bei Raumtemperatur.
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15 ist
ein magnetisches 13C-Kernresonanzspektrum
von Tripropeptin D, wie gemessen in einer Lösung von DMSO-d6 – D2O (20 : 1) bei 125 MHz bei Raumtemperatur.
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Bestes Verfahren zur Durchführung der
Erfindung
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Diese
Erfindung wird jetzt ausführlicher
mit Hinweisen auf die folgenden Beispiele erläutert.
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Beispiel 1
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Herstellung der antibiotischen
Tripropeptine
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Ein
Stamm, Lysobacter sp. BMK333-48F3 (hinterlegt unter der Zugangsnummer
FERM BP-7477), welcher auf schrägem
Agar-Kulturmedium gezüchtet
wurde, wurde in ein steriles Kulturmedium inokuliert. Das hier verwendete sterile
Kulturmedium ist hergestellt worden, indem 110 ml-Anteile von flüssigem Kulturmedium in
Erlenmeyerkloben (mit je 500 ml Kapazität) gegeben wurden, welches
1,5% Glycerin, 1,5% Baumwollsamenmehl, 0,3% Natriumchlorid und 0,5%
Natrium-L-Glutamat (eingestellt auf einen pH-Wert von 7,4) enthielt und
das Kulturmedium in den Kolben in der üblichen Weise sterilisiert
wurde, bevor die Inokulation des Stammes BMK333-48F3 durchgeführt wurde.
Das so inokulierte flüssige
Kulturmedium wurde dann unter Schütteln bei 27°C für 24 Stunden
inkubiert, um dadurch eine Saat-Kulturbrühe hervorzubringen, wie vorgesehen.
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Darüber hinaus
wurden 110 ml-Anteile eines flüssigen
Kulturmediums, welches 1,5% Glycerin, 1,5% Baumwollsamenmehl, 0,3%
Natriumchlorid und 0,5% Natrium L-Glutamat (eingestellt auf einen
pH-Wert von 7,4) enthielt, in Erlenmeyerkloben (mit je 500 ml Kapazität) gegeben,
gefolgt von Sterilisierung in der üblichen Weise. Das auf diese
Weise hergestellte flüssige
Kulturmedium wurde als ein produktives Kulturmedium verwendet. 50
Liter dieses produktiven Kulturmediums wurden mit einem ein 2%-Anteil
der vorstehend erwähnten Saat-Kulturbrühe inokuliert
und dann wurde die Schüttelzüchtung bei
27°C für 2 Tage
mit Rotation durchgeführt.
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Die
auf diese Weise erhaltene Kulturbrühe wurde zentrifugiert, um
sich in Kulturbrühen-Filtrat
und die gezüchteten
mikrobiellen Zellen aufzutrennen. Die gezüchteten mikrobiellen Zellen
wurden mit 10 Liter Methanol extrahiert und danach wurde der Methanol-Extrakt
unter vermindertem Druck konzentriert. Die daraus resultierende
konzentrierte Lösung
wurde mit dem Kulturbrühen-Filtrat
vereinigt und 50 Liter des daraus resultierenden Gemischs wurden
durch eine Säule
geschickt, welche 6 Liter eines synthetischen adsorbierenden Harzes
enthielt, bestehend aus einem porösen Polystyrol-Divinylbenzol-Copolymer,
und zwar „Diaion HP-20"-Harz (ein Produkt
von Mitsubishi Chemical Co., Japan), wobei die Tripropeptine an
das Diaion HP-20-Harz angelagert wurden. Durch diese Diaion HP-20-Harzsäule, welche
die angelagerten Tripropeptine enthielt, wurden jeweils in dieser
Reihenfolge 18 Liter entionisiertes Wasser, 50% wässriges
Methanol und 65% wässriges
Aceton durchgeleitet. Das Eluat, wie es durch Eluieren der Säule mit
dem 65% wässrigen
Aceton erhalten wurde, ist eine aktive Fraktion und dieses Eluat
wurde unter vermindertem Druck zu Trockenheit konzentriert, wobei
30 g eines festen Extraktes, welcher Tripropeptine enthielt, erhalten
wurde. Dieser feste Rohextrakt, welcher die Tripropeptine enthielt,
wurde auf eine Silicagel-Säule
(im Handel erhältlich
von Merck Co., USA) (1500 ml) aufgetragen und nacheinander mit Lösungsmittelgemischen
von Chloroform-Methanol-Wasser (10 : 5 : 1) und Butanol-Methanol-Wasser
(4 : 1 : 2) chromatographiert. Diese aktiven Fraktionen wurden gewonnen
und konzentriert, wobei 10,8 g eines festen, teilweise gereinigten
Produktes erhalten wurden, welches Tripropeptine enthielt. Dieses
teilweise gereinigte Produkt wurde in 50% wässriges Methanol aufgenommen
und die sich daraus ergebende Lösung
wurde durch eine Säule
(250 ml) geschickt, welche das aromatische, synthetische adsorbierende
Harz „Diaion
CHP20P"-Harz (ein
Produkt von Mitsubishi Chemical Co., Japan) enthielt, wobei die
Tripropeptine an das Diaion CHP20P-Harz angelagert wurden. Durch
diese Diaion CHP20P-Harzsäule,
welche die angelagerten Tripropeptine enthielt, wurden nacheinander
je 750 ml von 20% wässrigem
Aceton, 30% wässrigem
Aceton, 35% wässrigem
Aceton, 40% wässrigem
Aceton, 45% wässrigem
Aceton, 50% wässrigem
Aceton, 55% wässrigem
Aceton und 60% wässrigem
Aceton durchgeleitet.
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Die
Fraktion, wie durch Eluierung dieser Säule mit dem 40% wässrigem
Aceton erhalten, wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um
65,7 mg an Tripropeptin Z hervorzubringen. Die Fraktion, wie durch
Eluierung der Säule
mit dem 45% wässrigem
Aceton erhalten, wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um 189,7
mg an Tripropeptin A hervorzubringen. Manche der Fraktionen, wie
durch Eluierung der Säule
mit dem 45% wässrigem
Aceton bis 50% wässrigem
Aceton erhalten, wurden unter vermindertem Druck konzentriert, um
210,6 mg an Tripropeptin B hervorzubringen. In ähnlicher Weise wurden einige
andere der Fraktionen, wie durch Eluierung mit dem 45% wässrigem
Aceton bis 50% wässrigem
Aceton erhalten, unter vermindertem Druck konzentriert, um 1,0 g
an Tripropeptin C hervorzubringen. Die Fraktion, wie durch Eluierung
mit dem 50% wässrigen
Aceton erhalten, wurde unter vermindertem Druck konzentriert, um
50,1 mg an Tripropeptin D hervorzubringen.
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Industrielle Anwendbarkeit
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Gemäß dieser
Erfindung wird, wie hierin vorstehend beschrieben, jedes der Tripropeptine
Z, A, B, C, und D, welche die allgemeine Formel (I) aufweisen, als
die neuen Antibiotika bereitgestellt. Die Tripropeptine weisen alle
außerordentliche
antibakterielle Wirksamkeiten gegen verschiedene Gram-positive Bakterien
und deren Arzneistoff-resistente Stämme auf. Ein Tripropeptin gemäß dieser
Erfindung ist daher als ein antibiotisches Mittel nützlich,
welches zur Behandlung bakterieller Infektionen, einschließlich ihrer
Arzneistoff-resistenten Stämme,
effektiv ist.