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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Behandlung von Fluorkohlenstoff-Einsatzprodukten.
Sie betrifft insbesondere ein Verfahren zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes.
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Erfindungsgemäß wird ein
Verfahren zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
bereitgestellt, wobei das Verfahren beinhaltet:
- – Aufheizen
mittels Radiofrequenzinduktion einer Aufheizzone auf eine hohe Temperatur;
- – einem
Fluorkohlenstoff-Einsatzprodukt, umfassend zumindest eine Fluorkohlenstoff-Verbindung,
gestatten, sich in der Aufheizzone zu erhitzen, so daß die Fluorkohlenstoff-Verbindung in zumindest
eine Fluorkohlenstoff-Vorstufe oder aktive Spezies dissoziiert;
und
- – Abkühlen der
Fluorkohlenstoffvorstufe oder der reaktiven Spezies; dadurch bilden
zumindest einer stärker gewünschten
Fluorkohlenstoff-Verbindung aus der Fluorkohlenstoff-Vorstufe oder
der reaktiven Spezies.
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Die
Aufheizungszone kann somit durch einen Reaktor bereitgestellt werden.
Der Reaktor kann eine längliche
zylindrische Reaktorhülle,
die eine Reaktionskammer bereitstellt, welche die Aufheizungszone
enthält,
und einen Einsatzprodukt-Halter in der Aufheizungszone der Reaktionskammer
umfaßt.
Die Reaktorhülle ist
typischerweise aus Quarz und kann seine Enden abgesperrt und wassergekühlt haben.
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Das
Aufheizen mittels Radiofrequenzinduktion kann durch einen Radiofrequenz-Induktionsaufheizungsofen
mit einer Induktionsspule innerhalb derer die Aufheizungszone des
Reaktors bereitgestellt wird, bereitgestellt werden. Mit anderen
Worten, die Induktionsheizspule ist um den Teil der Reaktorhülle lokalisiert,
die die Aufheizungszone enthält.
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In
einer Ausführungsform
der Erfindung kann die Reaktorhülle
sich vertikal erstrecken und ortsfest sein. Es wird angenommen,
daß dieser
Aufbau besonders geeignet sein wird, um Einsatzprodukte in Form
eines ungefüllten,
nicht direkt verwendbaren Materials, wie es nachfolgend beschrieben
wird, zu behandeln.
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In
einer anderen Ausführungsform
der Erfindung kann allerdings die Reaktorhülle in einem Winkel zu der
Vertikalen geneigt sein, zwischen etwa 5° und etwa 60° zur Vertikalen und kann rotieren
oder vibrieren. Der Reaktor kann dann mit einem Graphittiegel mit
transversalen Ablenkplatten zur Regulierung der Aufenthaltsdauer
des Einsatzprodukts in dem Reaktor versehen sein. Es wird angenommen,
daß diese
Konstruktion besonders zur Behandlung eines Einsatzproduktes in
Form von gefülltem
Material geeignet ist, welches nicht direkt einsetzbar ist, wie
es nachfolgend beschrieben wird; wenn das gefüllte Material nach unten durch
den Reaktor geht, wird es depolymerisiert und verdampft; auf diese
Weise geht es nach oben aus dem Reaktor, während Füllstoffmaterial unten auf dem
Boden des Reaktors geht. Dagegen kann ein aufrechter Reaktor zur
Behandlung von gefülltem
Material verwendet werden; allerdings wird der Reaktor dann an seinem
unteren Ende mit einem entfernbaren Stopfen versehen sein, um Füllstoffmaterial
abzulassen.
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Das
Einsatzprodukt kann zumindest im Prinzip in gasförmiger, in flüssiger Form
oder in Form fester Partikel oder in Formgemischen aus zwei oder
mehreren der genannten vorliegen. Wenn das Einsatzprodukt in flüssiger Form
vorliegt, kann es ein mehr oder weniger reines Einsatzprodukt sein,
das eine einzige Fluorkohlenstoff-Verbindung, zum Beispiel C6F14, umfaßt; es wird
allerdings in Betracht gezogen, daß das Einsatzprodukt dann normalerweise
ein nicht direkt verwendbares Fluorkohlenstoffprodukt sein wird,
das zwei oder mehrere eines Bereichs von Fluorkohlenstoff-Verbindung
umfaßt,
zum Beispiel C5F12,
C6F14, C7F16, C8F18, C4F8O,
C8F16O, (C3F7)3N,
C6C13H, C6F12H2 oder
dgl. Normalerweise wird eine Verbindung in einem solchen Produkt
als dominante Komponente vorhanden sein, d.h. den Hauptanteil eines
solchen Produktes bilden. Das Einsatzprodukt kann dann vom Boden
in den Reaktor eingeführt
werden. Wenn das Einsatzprodukt in fester partikelförmiger Form
vorliegt, kann es insbesondere ein gefülltes oder ungefülltes nicht
direkt einsetzbares Material sein, zum Beispiel Polytetrafluorethylen
("PTFE"), Tetrafluorethylen-Hexafluorpropylen-Vinylidenfluorid
("THV"), fluoriertes Ethylen-Propylen-Copolymer
("FEP"), Perfluoralkoxy-Copolymer
("PFA") oder dgl. Mit "gefüllt" ist gemeint, daß das Fluorkohlenstoff-Einsatzprodukt
Elemente oder Substanzen wie zum Beispiel Siliciumdioxid, Kupfer,
Kohlenstoff usw. enthalten kann, die ursprünglich dem Fluorkohlenstoffmaterial
zugesetzt wurden, um ihm spezifische Eigenschaften zu verleihen.
Sobald solches Material verwendet wurde und somit mechanisch direkt
verwendbares Material wurde, aber zur Verwendung als Einsatzprodukt
im erfindungsgemäßen Verfahren
geeignet ist, wird es diese Füllelemente
noch enthalten. Im Verfahren der Erfindung werden diese Materialien
depolymerisiert und daraus wird die stärker gewünschte Fluorkohlenstoff-Verbindung
gebildet. Das Einsatzprodukt kann dann von oben oder vom Boden in
den Reaktor geführt
werden.
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Wenn
erwünscht
oder notwendig kann das feste partikelförmige Einsatzprodukt vorbehandelt
werden, um Oberflächekontaminanten,
zum Beispiel Öl
und Schmutz, beispielsweise durch Lösungsmittelextraktion zu entfernen.
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Typische
Produkte, die erhalten werden können,
sie Tetrafluormethan (CF4), Tetrafluorethylen
(C2F4), Hexafluorethylen
(C2F6), Hexafluorpropylen
(C3F6), Fluorbutylen
(C4F6), cyclisches
Octafluorbutylen (c-C4F8), Decafluorbutylen
(C4F10), Octafluorpropylen
(C3F8) und andere
CxFy-Ketten, in
denen x und y ganze Zahlen sind.
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Der
Reaktor kann auf Chargenbasis, halbkontinuierlich oder kontinuierlich
arbeiten. Dieses Verfahren wird somit Einführen des Einsatzproduktes in
die Reaktorzone auf Chargenbasis, auf halbkontinuierlicher oder kontinuierlicher
Basis umfassen. Mit "Charge" ist gemeint, daß eine vorbestimmte
Menge des Fluorkohlenstoffs in den Reaktor gefüllt wird und mit dem heißen Plasmagas
zur Vollständigkeit
Umsetzen gelassen wird. Mit "halbkontinuierlich" ist gemeint, daß ein Trichter
mit dem Einsatzprodukt gefüllt
wird, wobei dieses Einsatzprodukt in kontinuierlicher, normalerweise
konstanter Beschickungsrate in den Reaktor geführt wird, bis der Trichter
leer ist, wonach der Trichter erneut gefüllt wird. Mit "kontinuierlich" ist gemeint, daß das Einsatzprodukt kontinuierlich,
normalerweise mit einer mehr oder weniger konstanten Zuführungsrate,
in den Reaktor geführt wird.
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Das
Einsatzprodukt im Prinzip obgleich das Einsatzprodukt im Prinzip
in beliebiger gewünschter
Art in den Hohlraum oder die erste Zone der Reaktionskammer eingeführt werden
kann, kann insbesondere eine Beschickung und Schwerkraft verwendet
werden, da dadurch relativ große
Einsatzproduktpartikel in einfacher Weise verwendet werden können, zum
Beispiel Partikel im Größenbereich
von 1 bis 10 mm, vorzugsweise 3 bis 5 mm. Auf diese Weise kann das
Einsatzprodukt vertikal unter Schwerkraft in die Reaktionskammer
direkt oberhalb der Aufheizungszone zugeführt werden.
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Die
Kühlung
bzw. das Abschrecken der Fluorkohlenstoffspezies oder der Vorstufe
kann in einer zweiten Zone der Reaktionskammer, die oberhalb der
Aufheizungs- oder ersten Zone davon angeordnet ist, durchgeführt werden.
Das Abschrecken kann mittels einer Abschrecksonde ("quench probe") durchgeführt werden, die
eine selbstreinigende Sonde sein kann. Die selbstreinigende Abschrecksonde
kann eine äußere zylindrische
Komponente umfassen, die an dem Reaktor befestigt ist, die eine
zentrale Leitung bereitstellt und zur Kühlung des durch die Leitung
passierenden heißen
Gases angepaßt
ist; eine Mehrzahl von umlaufenden beabstandeten länglichen
Zähnen
oder Kratzer ragen von einer äußeren Komponente
in die Leitung hinein; eine innere zylindrische Komponente ist mit
Abstand innerhalb der äußeren Komponente
angeordnet, wobei die innere Komponente auch zur Kühlung des
heißen
durch die periphere Lücke
zwischen den Komponenten passierenden Gases angepaßt ist;
eine Vielzahl von umlaufenden beabstandeten länglichen Zähnen oder Kratzern ragen von
der inneren Komponente nach außen
in die Leitung, wobei diese Zähne
oder Kratzer hinsichtlich der Zähne
oder Kratzer an der äußeren Komponente
versetzt sind, und ein Antriebsmittel, um die eine Komponente relativ
zu der anderen Komponente zu Oszillationen anzutreiben, umfassen.
Das Antriebsmittel kann zum Beispiel einen federbelasteten, kolbengetriebenen
Arm umfassen.
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Statt
dessen kann ein beliebiges anderes geeignetes Abschreckmittel verwendet
werden, zum Beispiel schnelle Expansion des Produktgases, Gasquenching
mit Hilfe eines anderen Gases, das kalt ist oder dgl.
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Die
Reaktionskammer kann unter Drücken
betrieben werden, die von nahem Vakuum bis erhöhten Drücken reichen, und zwar in Abhängigkeit
von der stärker
gewünschten
Fluorkohlenstoff-Verbindung,
die als Produkt verlangt wird, und von anderen Verfahrensvariablen.
Eine Evakuierung kann durch die Abschrecksonde erfolgen.
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Normalerweise
wird sich ein Spektrum von Fluorkohlenstoff-Verbindungen als Produkte bilden. Das Verfahren
kann dann die Trennung der verschiedenen Produkte voneinander umfassen.
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Die
Erfindung wird nun detaillierter unter Bezugnahme auf die beigefügten vereinfachten
Fließschemata
beschrieben.
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In
den Figuren
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zeigt 1 eine
Anlage zur Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung; und
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2 zeigt
eine dreidimensionale Darstellung der Abschrecksonde des Reaktors
von 1;
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3 zeigt
eine Anlage zur Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
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4 zeigt
eine Anlage zur Durchführung
eines Verfahren zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung:
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5 zeigt
eine Anlage zur Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung;
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6 zeigt
ein Diagramm des Reaktordruckes gegen die Reaktortemperatur für TFE für Beispiel
2, wobei der Reaktor ein festgelegtes Volumen hat;
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7 zeigt
ein Diagramm der Produktausbeute gegen den Reaktordruck für FEP-Einsatzprodukte
für Beispiel
2; und
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die 8 bis 10 zeigen
Auszüge
aus 7 für
jedes der in 7 gezeigten Produkte.
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In
den 1 und 2 bezeichnet Bezugszeichen 10 allgemein
eine Anlage zur Durchführung
eines Verfahren zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung.
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Die
Anlage 10 umfaßt
einen Reaktor 16. Der Reaktor 16 umfaßt eine
Radiofrequenzenergiezufuhr (Generator) 12 mit einer Induktionsspule 14.
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Der
Reaktor 16 umfaßt
auch eine stationäre
Quarzhülle
oder ein stationäres
Quarzrohr 18, in der/dem ein Graphithalter oder ein Graphittiegel 20 lokalisiert
ist. Der Reaktor 16 hat eine längliche Form und ist vertikal aufrecht
angeordnet.
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Das
untere Ende des Quarzrohrs 18 ist abgesperrt und wassergekühlt (nicht
gezeigt), während
eine selbstreinigende Abschrecksonde 22 in sein oberes
Ende hineinragt. Die selbstreinigende Abschrecksonde 22 umfaßt eine
längliche
wassergekühlte äußere zylindrische
Komponente 24, die an dem Reaktor 12 fixiert ist. Die äußere Komponente 24 hat
somit eine zentrale Leitung, in die gleich beabstandete umlaufende
Zähne oder Kratzer 26 hineinragen.
Im Inneren der Leitung der äußeren Komponente 24 ist
mit peripherem Abstand eine längliche
wassergekühlte
zylindrische innere Komponente 28 angeordnet. An der inneren
Komponente 28 sind im gleichen Abstand längliche
radial nach außen
vorstehende Zähne
oder Kratzer 30 angeordnet, wobei die Zähne 30 hinsichtlich
der Zähne 26 auf
dem Umfang beabstandet sind. Die Zähne 26, 30 können sich über die gesamte
Länge der
Komponenten 24, 28 erstrecken und die Komponenten 24 und 28 haben
im wesentlichen dieselbe Länge.
Die innere Komponente 28 ist mit einem Antriebsmittel (nicht
gezeigt), zum Beispiel ein federbelasteter, kolbengesteuerter Arm
ausgestattet, um diese relativ zu der anderen Komponente 24 zu
Oszillationen anzutreiben, wie es durch den Pfeil 32 angezeigt
ist. Eine Entfernung von festen Kontaminanten aus den Komponenten 24, 28 wird
somit mittels der oszillierenden Zähne 26, 30 erreicht.
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Die
Abschrecksonde 22 ist somit eine doppelringförmige, wassergekühlte Sonde,
die konzipiert ist, um das Gas, das sich im Inneren des Reaktors 16 bildet,
wie es nachfolgend beschrieben ist, mit einer Rate von etwa 105°C/Sekunde
auf 200°C
herunterzukühlen.
Die Sonde ist selbstreinigend, um Blockierungen derselben zu verhindern,
da sich bei der Verwendung an den Oberflächen der Sonde verfestigtes
oder sublimiertes Material bildet.
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Eine
Einsatzproduktbeschickungsleitung 54 führt in das Quarzrohr 18 oberhalb
des Tiegels 20, wobei eine Schwerkraftzuführeinrichtung 56 mit
Hilfe eines Rohrs oder einer Leitung 58 mit der Leitung 54 verbunden ist.
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Eine
Evakuierungsflußlinie 31 führt vom
oberen Ende der Abschrecksonde 22 zu einer Vakuumpumpe 33,
während
eine Flußlinie 34 vom
Ausgang der Pumpe 33 zu einem Kompressor 36 führt. Eine
Flußlinie 38 führt vom
Ausgang des Kompressors 36 zu einem Produktlagerbehälter 40.
Eine Entnahmeleitung 42 führt vom Lagerbehälter 40 zu
einer weiteren Behandlungsstufe 44, zum Beispiel einem
Gaswäscher.
Eine Flußlinie 46 führt von
der Flußlinie 42 zu
einem Kompressor 48, wobei der Ausgang des Kompressors 48 mit
Hilfe einer Flußlinie 50 an
ein analytisches System 52 angeschlossen ist.
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Bei
der Verwendung wird in einer Hochtemperaturzone der Reaktionskammer
des Reaktors 18 eine hohe Temperatur erzeugt. Mit Hilfe
der Induktionsspule 14 wird somit der Tiegel 20, der
sich in der Hochtemperaturzone befindet, durch Induktionsaufheizung
erhitzt. wenn die erforderliche Arbeitstemperatur in der Aufheizungszone
erreicht wurde, wird partikelförmiges
festen Fluorkohlenstoff-Einsatzprodukt mit Hilfe der Beschickungsvorrichtung 56 und
der Leitungen 58, 54 in den Tiegel 20 geführt. Die
erzeugte Hitze ist ausreichend hoch, so daß im Tiegel 20 unter
Bildung von Produktgasen eine Depolymerisation des Einsatzproduktes
erfolgt.
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Die
Produktgase werden unverzüglich
mittels der Abschrecksonde 22 abgeschreckt, wodurch eine stärker gewünschte Fluorkohlenstoff-Verbindung
gebildet wird, die durch die Flußleitung 31, 34, 38,
die Vakuumpumpe 33 und den Kompressor 36 in den
Lagerbehälter 40 entnommen
wird. Das Produkt kann in der Bearbeitungsstufe 44 weiter
bearbeitet werden, beispielsweise um eine besondere, stärker erwünschte Fluorkohlenstoffverbindung
von anderen weniger erwünschten
Produkten, die gebildet werden, zu isolieren.
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Was 3 angeht,
so bezeichnet Bezugszeichen 100 allgemein eine Anlage zur
Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
zweiten Ausführungsform der
Erfindung.
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Teile
der Anlage 100, die gleich oder ähnlich denen der vorher beschriebenen
Anlage 10 sind, werden mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.
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In
der Anlage 100 ist das Quarzrohr oder die Quarzhülle mit
einem Winkel zwischen 5° und
60° bezüglich der
vertikalen geneigt und ist mit einem Graphittiegel 20 ausgestattet,
der mit transversalen, z.B. peripheren, inneren Ablenkplatten (nicht
gezeigt) ausgestattet ist. Das Rohr 18 rotiert oder vibriert.
Das Einsatzprodukt tritt in das obere Ende des Rohrs 18 ein,
während
depolymerisierte Gase, d.h. Produktgase, aus dem unteren Ende desselben
austreten.
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Extrahiertes
Füllstoffmaterial
geht durch den Boden des Rohrs 18, wie es durch Pfeil 102 angezeigt
ist.
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Was 4 angeht,
so bezeichnet Bezugszeichen 150 allgemein eine Anlage zur
Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung.
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Teile
der Anlage 150, die die gleichen oder ähnlich wie die der Anlage 10, 100,
die vorher beschrieben wurden, sind, werden mit denselben Bezugszeichen
bezeichnet.
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In
der Anlage 150 ist eine flüssige Einsatzproduktzuführung 152 angeordnet.
Eine Flußlinie 154 führt von
der Zuführung 152 in
den Boden des Quarzrohrs 18 des Generators 12 und
in ein Bett 156 aus Graphitkörnern.
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Bei
Verwendung wird so das Graphitbett 156 mit Hilfe der Induktionsspule 14 erhitzt.
Flüssiges
Einsatzprodukt wird in den Boden des Tiegels geführt, geht nach oben durch das
Graphitbett und wird wie vorstehend beschrieben erhitzt und dissoziiert.
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Was 5 angeht,
so bezeichnet Bezugszeichen 200 allgemein eine Anlage zur
Durchführung
eines Verfahrens zur Behandlung eines Fluorkohlenstoff-Einsatzproduktes
nach einer vierten Ausführungsform
der Erfindung.
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Teile
der Anlage 200, die gleich oder ähnlich wie die der Anlagen 10, 100 und 150,
die vorher beschrieben wurden, sind, sind mit denselben Bezugszeichen
gekennzeichnet.
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Die
Anlage 200 umfaßt
einen Trichter 202 für
festes partikelförmiges
Einsatzprodukt. Der Trichter 202 ist auf einer Schneckenzufuhreinrichtung 204 montiert,
deren Auslaß mit
Hilfe einer Leitung 206 mit dem Boden des Quarzrohrs 18 verbunden
ist.
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So
wird bei Verwendung festes partikelförmiges Einsatzprodukt aus dem
Boden des Reaktors 16 nach oben geführt. Wenn das feste partikelförmige Einsatzprodukt
in Aufwärtsrichtung
durch den Reaktor 16 und den Graphittiegel 20 geführt wird,
erreicht es die Hochtemperaturaufheizzone des Reaktors, dissoziiert
und wird dann durch die Sonde 22 abgeschreckt, wie es vorher
beschrieben wurde.
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In
den Beispielen wurde ein 10 kW, 800 kHZ-Radiofrequenzgenerator verwendet, der
gemäß der Anlage 10 von 1 mit
8 kW betrieben wurde. Das stationäre Quarzrohr 18 des
Reaktors 16 hatte einen nominalen Durchmesser von 70 mm
und eine Länge
von 300 mm. Das System wurde durch ein Filter (nicht gezeigt) mittels
einer Hochintegritäts-Trockenvakuumpumpe 33 evakuiert.
Alle Drücke
sind in kPa(a) angegeben, während
die Produktausbeuten als relative Volumenprozent aufgezeichnet sind.
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Beispiel 1
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Die
Anlage 10 wurde auf kontinuierlicher Basis mit etwa 2 kg/h
partikelförmigem,
ungefülltem
oder verbrauchtem PTFE-Material,
das kontinuierlich in den Tiegel 20 geführt wurde, betrieben.
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Es
wurde festgestellt, daß der
Reaktor 16 auf ein relativ hohes Vakuum evakuiert werden
mußte,
um eine maximale Menge an TFE zu erhalten. Für unterschiedliche Produktzusammensetzungen
werden unterschiedliche Einsatzproduktmaterialien und Verfahrensparameter
erforderlich sein. Spezifische Druck- und Temperaturbereiche werden
für die
verlangte Produktzusammensetzung charakteristisch sein. Um PTFE
zu depolymerisieren und TFE als Hauptprodukt zu erhalten, sind im
Reaktor 16 eine Reaktionstemperatur von 400°C bis 700°C und ein
Druck unter Atmosphärendruck
erforderlich.
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Es
wurde festgestellt, daß ein
Aufheizzeitraum von etwa 5 Minuten erforderlich war, um die Arbeitstemperatur
von 400°C
bis 700°C
zu erreichen, während
dieser Zeit war in dem Tiegel 20 etwas Einsatzmaterial vorhanden,
obgleich die Zuführungsvorrichtung
noch nicht aktiviert war. Dieses Einsatzprodukt wurde weich und
begann zu depolymerisieren. Als die Arbeitstemperatur erreicht war,
wurde die Beschickungsvorrichtung 26 aktiviert, um einen
Durchsatz von etwa 2 kg/h bereitzustellen. Auf Wunsch kann der Durchsatz
zwischen 1 kg/h und 10 kg/h Beschickungsmaterial für eine 10
kW-Anlage variiert werden.
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Bei
einer Arbeitstemperatur von 400°C
bis 700°C
und einem subatmosphärischen
Druck von etwa 1 kPa erfolgte eine unverzügliche Depolymerisation der
PTFE mittels Pyrolyse, wobei das PTFE verdampft wurde und in Fluorkohlenstoff-Vorstufen oder reaktive
Spezies abgebaut wurde. Diese Vorstufen oder reaktiven Spezies wurden
unmittelbar mittels der Abschrecksonde 22 abgeschreckt,
wodurch TFE produziert wurde. Infolge der Repolymerisation des TFE-Gases
wurde eine Ansammlung eines feinverteilten weißen Pulvers an allen kalten
Oberflächen
des Reaktors 16 beobachtet. Dieses wurde anschließend durch
die selbstreinigende Abschrecksonde gereinigt.
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Die
erhaltenen Resultate sind in Tabelle 1 angegeben.
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Tabelle
1 – Analytische
Resultate
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PTFE
wurde in diesem Beispiel bei etwa 1 kWh/kg PTFE erfolgreich depolymerisiert.
Es werden keine Probleme bezüglich
der Hauptverfahrensparameter und der Hardware-Vergrößerung ins Auge gefaßt.
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Die
Anlage oder das System 10 war besonders auf die Handhabung
nicht direkt verwendbaren PTFE-Material zur Ergänzung der Produktion von TFE
(C2F4), das eine
Vorstufe für
die Herstellung von anderen komplexen Fluorkohlenstoffen, z.B. c-C4F8, ist, eingestellt.
Diese Bearbeitung kann in der Bearbeitungsstufe 44 durchgeführt werden.
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Tabelle
1 zeigt, daß überraschend
hohe Ausbeuten an C2F4 erhalten
wurden, was anzeigt, daß die Konfiguration
der Anlage 10 nicht optimiert worden war.
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Beispiel 2
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In
diesem Beispiel wurde die Umwandlung von FEP(fluoriertes Ethylen-Propylen-Copolymer)-Abfallmaterial
in nützliche
hochqualitative Produkte wie zum Beispiel TFE (Tetrafluorethylen),
HFP (Hexafluorpropylen) oder c-C4F8 (cyclisches Octafluorbutylen) als Funktion
des Reaktordruckes für
zwei unterschiedliche Temperaturprofile untersucht.
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Während vorläufiger Testläufe wurde
festgestellt, daß die
Reaktionseffizienz und die gebildeten Produkte sowohl gegenüber Reaktordruck
als auch Tiegeltemperatur empfindlichen sind. Als Referenz zur Führung der
Druckabhängigkeitstests
wurde zunächst
ein anderer Vorlauf durchgeführt.
In diesem Vorlauf wurde ein geschlossener Behälter mit einem festgelegten
Volumen, der Temperatur- und Druckmeßsonden im Inneren hat, verwendet,
um eine festgelegte Menge an TFE über einen Temperaturgradienten
ansteigend zu erhitzen, während
der Gasdruck als Funktion der Temperatur aufgezeichnet wurde. 6 stammt
aus diesen Informationen. 6 zeigt
eine Reihe von Buckeln, die sich bei einem allmählich ansteigenden Hintergrund
eines üblichen
P/T bei konstanter Volumenkurve übereinander
lagern. Dies zeigt die Bildung verschiedener Produkte bei verschiedenen
Temperaturen bei den entsprechenden Druckänderungen mit den Volumenänderungen
(Anzahl der Moleküle).
Während
einer Rekombinationsreaktion fällt
der Druck ab und während
einer Dissoziierungsreaktion steigt der Druck an. Eine sorgfältige Untersuchung
der Druckanstiege bzw. -abnahmen in Verbindung mit verfügbaren Reaktionsinformationen
ermöglichte
die Identifizierung des dominanten Produktes für jeden Temperaturbereich.
Dies ist auch in 6 angezeigt. TFE beginnt beispielsweise
sich bei einer Temperatur von 270°C
unter Bildung von c-C4F8 zu
rekombinieren. Umgekehrt beginnt c-C4F8 bei einer Temperatur von 450°C zu dissoziieren
und bildet HFP. Diese Produkte sind beim Abschrecken stabil. Da
die Produktion von HFP das vorherrschende Ziel in den nachfolgenden
Testläufen
war, wurden die Tiegeltemperaturen entsprechend in der Nähe von 600°C gewählt.
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Für diese
folgenden Testläufe
wurden die Anlage 10 von 1 und 2 wiederum
auf kontinuierlicher Basis betrieben, während FEP kontinuierlich in
den Tiegel (ID = 54 mm, OD = 64 mm, Länge = 180 mm) geleitet wurde,
so es geschmolzen und chemisch gespalten wird. Die Spule um den
Tiegel wurde modifiziert, um den Tiegel nicht gleichmäßig zu erhitzen
und ein Temperaturprofil zu schaffen, das sich vom Boden zum oberen
Teil erhöht.
Dies geschah zunächst,
um eine Kondensation von flüssigem
oder festem Produkt zu erreichen, bevor die Abschrecksonde erreicht
war. Zweitens, war die Depolymerisationsreaktion im wesentlichen am
Boden des Tiegels (unteres Temperaturende) erfolgt, muß das obere
Ende des Tiegels heißer
sein, um eine vollständige
Sublimation des Dampfes sicherzustellen. Drittens, die heiße Zone
dient als Vorerhitzungszone für
die FEP-Partikel, da sie in den Tiegel geleitet werden. Während des
ersten Laufs wurde der Tiegel zwischen 630°C und 830°C mit dem Zentrum bei 710°C betrieben,
wobei der Lauf als "630°C" bezeichnet wird. Der
zweite Lauf wurde zwischen 600°C
und 780°C
mit dem Zentrum bei 700°C
durchgeführt
und dementsprechend als "600°C" bezeichnet. Die
Resultate sind in Tabelle 2 angegeben.
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Die
Resultate von Tabelle 2 sind in 7 graphisch
dargestellt, aus der die Druck- und Temperaturabhängigkeit
der Produktausbeute deutlich wird. Die 8 bis 10 stellen
Auszüge
aus 7 dar, einer für
jedes der Produkte. Tabelle 3 listet die Arbeitsbedingungen, die
Fluor-Bilanz und
die Gesamtmassenbilanz auf. was die Gesamtmassenbilanz von 89% angeht,
so liegt der Massenverlust von 11% hauptsächlich in Feststoffen begründet, die
sich an kalten Oberflächen
bilden.
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7 zeigt
ganz allgemein, daß,
wenn der Druck zunimmt, die Ausbeute an TFE abnimmt (siehe auch 8),
c-C4F8 sich durch
ein Maximum bewegt (siehe auch 9), und
HFP zunimmt (siehe auch 10). Die
zwei letztgenannten zeigen einen deutlichen Temperatureffekt in
dem Sinn, daß das
höhere
Tiegeltemperaturprofil deutlich mehr HFP und weniger c-C4F8 liefert. Es wird
angenommen, daß die
Gasproduktretentionszeit bei der höheren Tiegeltemperatur lang
genug ist, um durch Zersetzung von c-C4F8 mehr HFP zu bilden. Dagegen wird ein viel
milderer Temperatureffekt für
die TFE-Produktion beobachtet (8). Dies
liegt wahrscheinlich in der Tatsache begründet, daß in beiden Läufen die
TFE-Produktion bei den jeweiligen Temperaturen im Tiegel (siehe 6)
in der Zeit beendet wurde, in der das Gas die Abschrecksonde erreicht;
hier wird beobachtet, daß die
Selektivität
der Dissoziationsrate in die zwei sukzessiven Produkte von der Tiegeltemperatur
abhängt.
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Aus
dem Vorstehenden wird klar, daß durch
weitere Standardexperimentierung Temperatur- und Druckparameter-Einstellungen entwickelt
werden können,
um die Selektivität
zumindest der Hauptmenge der gewünschten
Produktkombinationen optimal zu kontrollieren. Es ist auch klar,
daß das
Verfahren so ausgedehnt werden könnte,
daß es
die Umwandlung von flüssigen,
nicht direkt verwendbaren Fluorkohlenstoff-Einsatzprodukte umfaßt.
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Dieses
Verfahren des Umwandelns von FEP in nützliche Produkte erwies sich
als billig, sicher, unter Umweltgesichtspunkten rein, vielseitig
und einfach durchzuführen.
In Kombination mit einer gut entwickelten Destillationsanlage können Produkte
hoher Reinheit, hoher Qualität
und mit hohem Wert produziert werden.
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Typische
Produkte, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden
können,
sind CxFy-Ketten,
worin x und y ganze Zahlen sind. Wenn eine Ausrichtung auf eine
TFE-Produktion erfolgt, ist bei solchen Ketten das Hauptprodukt
etwa 90% TFE.
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Es
wurde festgestellt, daß der
Induktionsgenerator 12 mit sehr wenig Energieverlust an
die Umgebung sehr effizient ist. Die Anlage 10 hat eine
sehr kurze Startzeit.
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Vorteile
des erfindungsgemäßen Verfahrens
sind, daß kein
Trägergas
erforderlich ist und daß das
erhaltene Produkt relativ rein ist. Somit ist normalerweise nur
eine relativ einfache Destillationsstufe zum Abtrennen des resultierenden
TFE von den anderen erhaltenen Produkten erforderlich.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren
können
gefüllte
und ungefüllte,
nicht direkt verwendbare Fluorkohlenstoffmaterialien depolymerisiert
und in relativ reine, hochwertige Produkte durch Pyrolyse mit minimaler
Downstream-Destillationserfordernis transformiert werden.