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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Ventil mit einer korrosions-
und abnutzungsbeständigen Legierung,
die mit dem Gleitabschnitt verbunden ist, und Vorrichtungen, bei
denen das Ventil verwendet wird.
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2. Beschreibung des Stands
der Technik
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In
den letzten Jahren wurde dazu übergegangen,
Chemikalien, wie Wasserstoffperoxid und Hydrazin, in das Rückführsystem
der Turbinengeneratoreinrichtungen einzuleiten, um die Qualität des rückgeführten Wassers
einzustellen bzw. zu regeln. Hierdurch wird das Volumen des gelösten Sauerstoffs
auf der stromabwärts
gelegenen Seite des Einlasses der Chemikalien vergrößert, was
zu Beschädigungen
des Ventilsitzes usw. durch Erosion und Riefenbildung führt.
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In
der offen gelegten japanischen Patentanmeldung 179283/1984 ist ein
Ventil offenbart, bei dem ein Ventilsitz, der 30 bis 45 Gew.-% Cr,
3,0 bis 8,0 Gew.-% Ti, 0 bis 10 Gew.-% Mo und restliches Ni enthält, mit
dem Ventilteller und dem Ventilkörper
diffusionskontaktiert ist.
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Bei
solchen Ventilen, wie einem Kugelventil, einem Absperrventil und
einem Drosselventil, werden Legierungen mit einer hohen Härte, die
durch eine ausgezeichnete Korrosions- und Abnutzungsbeständigkeit gekennzeichnet sind,
wie eine Legierung auf Kobaltbasis (Co-Basis), eine Legierung auf
Nickelbasis (Ni-Basis) und eine Legierung auf Eisenbasis (Fe-Basis), auf den Gleitabschnitt
des Ventils und des Ventilsitzes aufgebracht, um eine Beschädigung durch
Erosion zu vermeiden, die während
des Betriebs durch Fluid in der Nähe des Ventilsitzes hervorgerufen
wird, oder um eine Riefenbildung während des Ventilbetriebs zu
verhindern.
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Eutektisches
Carbid der Legierung auf Kobaltbasis (Co-Basis), Nickelbasis (Ni-Basis) oder
Eisenbasis (Fe-Basis) und anderen, das auf den Gleitabschnitt und
den Ventilsitz aufgebracht ist, wird jedoch durch Dampf oder Heißwasser
selektiv korrodiert und beschädigt.
Fluid in dem Wasserrückführsystem
hat eine hohe Temperatur und eine hohe Geschwindigkeit. Nach der
Beschädigung
durch Korrosion kann das Basismetall der Gussstruktur ausgeschieden
werden, wodurch Erosion hervorgerufen wird (Thermal nuclear power
generation, Band 30, Nr. 5, S. 67 und "Machine damage": 1982, Nr. 2, S. 90).
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Dies
führt zu
einem verringerten Leckwiderstand des Ventils, woraus sich Fehler,
wie Änderungen
der Steuerbarkeit und der Betriebseigenschaften, ergeben. Dies geht
mit einer häufigeren
Inspektion und Demontage des Ventils und damit mit einer schlechteren
Wartbarkeit der Anlage einher.
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Falls
der vorstehend erwähnte
Fehler am Gleitabschnitt, der in Kontakt mit Reaktorwasser und dem
Ventil der Einrichtungen in dem System zum Zuführen von Kühlmittel in den Reaktor in
den Kernkraftwerkseinrichtungen steht, auftritt, kann die Kobalt-,
Nickel- oder Eisenlegierung mit einer hohen Härte, die auf diese Positionen
aufgebracht ist, durch Korrosion und Erosion ausgeschieden werden,
so dass sie sich in das System löst.
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In
der geschweißten Überzugslegierung,
die ein herkömmliches
Gussstruktur-Basismetall und eutektisches Carbid mit einer Netzwerkstruktur
aufweist, ist die Widerstandsfähigkeit
gegenüber
Korrosion und Erosion nicht ausreichend. Zum Lösen dieser Probleme in der
vorliegenden Erfindung wird die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung mit
einem nicht zusammenhängend
verteilten eutektischen Carbid durch Diffusionskontaktierung mit
den Gleitabschnitten des Ventils und anderen Teilen verbunden, wodurch
ein Ventil bereitgestellt wird, das durch eine ausgezeichnete Korrosions-
und Erosionsbeständigkeit
und eine überlegene
Wartbarkeit gekennzeichnet ist.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Korrosions-
und Erosionsbeständigkeit
der Gleitabschnitte und des Sitzes von Ventilen, die in Wärmekraftwerken
und Kernkraftwerken oder dergleichen verwendet werden, zu verbessern.
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Nachfolgend
wird die Zusammenfassung der vorliegenden Erfindung beschrieben:
Die
vorliegende Erfindung betrifft: ein Ventil mit einem Ventilteller
und einem Ventilkörper,
wobei ein Ventilsitz an jedem der Gleitabschnitte des Ventiltellers
und des Ventilkörpers
eingerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche des Ventilsitzes
aus einem Material besteht, das aus einer von einer Legierung auf
Kobaltbasis, einer Legierung auf Nickelbasis und einer Legierung
auf Eisenbasis ausgewählt
ist, und die Legierungen in der Matrix ein körniges oder stückiges eutektisches
Carbid mit einer metallischen Mikrostruktur aufweisen, wobei die
Teilchengröße des eutektischen
Carbids 30 Mikrometer oder bevorzugter 10 Mikrometer nicht übersteigt.
Die aus einer von einer Legierung auf Kobaltbasis, einer Legierung
auf Nickelbasis und einer Legierung auf Eisenbasis ausgewählte Legierung wird
bevorzugt durch Diffusionskontaktierung, insbesondere durch transiente
Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung,
mit der Oberfläche
des Ventilsitzes verbunden.
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Die
Korrosionsbeständigkeit
kann bis auf etwa das 300Fache verbessert werden, indem eutektisches
Carbid von einer zusammenhängenden
vernetzten Form zu einer nicht zusammenhängenden körnigen oder stückigen Form
geändert
wird, wobei die Teilchengröße 30 Mikrometer
nicht übersteigt. Die
Teilchengröße des eutektischen
Carbids ist vorzugsweise kleiner, wodurch die mechanischen Eigenschaften,
einschließlich
der Dehnbarkeit, der Zähigkeit
und der Stoßfestigkeit
verbessert werden.
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Vorzugsweise
wird ein Element, das die Legierung auf Kobalt-, Nickel- oder Eisenbasis
mit dem körnigen
oder stückigen
eutektischen Carbid enthält, mit
der Oberfläche
der Gleitfläche
eines Ventilsitzes verbunden, der aus Edelstahl in Gestalt von Kohlenstoffstahl
oder einem niedrig legierten Stahl besteht.
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Es
ist bevorzugt, wenn die Legierung auf Kobaltbasis 0,6 bis 3 Gew.-%
oder vorzugsweise 1,0 bis 3 Gew.-% C, 2 Gew.-% oder weniger Si,
25 bis 32 Gew.-% Cr, 15 oder weniger Gew.-% oder vorzugsweise 4
bis 15 Gew.-% W, 0 bis 3 Gew.-% Fe, 0 bis 3 Gew.-% oder weniger
Ni und 0 bis 6 Gew.-% Mo enthält.
Es ist bevorzugt, wenn die Legierung auf Nickelbasis 1 Gew.-% oder
weniger oder vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Gew.-% C, 7 oder weniger Gew.-%
Si, 7 bis 20 Gew.-% Cr, 5 oder vorzugsweise 0,5 bis 2 Gew.-% W und
3,5 oder weniger Gew.-% B enthält.
Es ist bevorzugt, wenn die Legierung auf Eisenbasis 1,5 oder weniger
oder 0,3 bis 1,0 Gew.-% C, 4 oder weniger oder 0,5 bis 5 Gew.-%
S, 15 bis 27 Gew.-% Cr und 8 oder weniger oder vorzugsweise 0,5
bis 2 Gew.-% Mo enthält.
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Die
gemäß der Erfindung
verwendete korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung wird typischerweise
durch plastische Verformung einer Basislegierung hergestellt, die
ein eutektisches Carbid in einer zusammenhängenden Netzwerkstruktur enthält, beispielsweise
um das eutektische Carbid nicht zusammenhängend oder körnig zu
machen. Die korrosions- und
abnutzungsbeständige
Legierung wird vorzugsweise durch Diffusionskontaktierung mit dem Ventilsitz
verbunden.
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Überdies
ist es bevorzugt, dass die Diffusionskontaktierung eine transiente
Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
ist, wobei das Einlagenmaterial mit einem Schmelzpunkt, der niedriger
ist als derjenige des Basismetalls, in die Kontaktierungsgrenze eingebracht
wird und das den Schmelzpunkt verringernde Element in dem Basismetall
duffundiert wird, wodurch die Koagulation und die Verbindung bzw. Kontaktierung
gefördert
werden. Das Einlagenmaterial ist vorzugsweise die Legierung auf
Nickelbasis, die 1 bis 8 Gew.-% Si und 1 bis 5 Gew.-% B enthält, oder
die Nickellegierung, die weiter 5 bis 20 Gew.-% Cr als Zusatz enthält. Insbesondere
ist das Einlagenmaterial vorzugsweise die Legierung auf Nickelbasis, die
3 bis 6 Gew.-% Si
und 2 bis 4 Gew.-% B enthält, oder
die Legierung auf Nickelbasis, die weiter 5 bis 10 Gew.-% Cr als
Zusatz enthält.
Das Basismetall ist vorzugsweise die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung
auf Kobaltbasis.
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Die
vorliegende Erfindung sieht ein Kernkraftwerk mit einer Rohrleitungseinrichtung
vor, die Wasserzuführventile
in dem Kühlmittel-Rückführsystem
für das
Kernreaktorwasser aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz
des Ventils mit der korrosions- und abnutzungsbeständigen Legierung
verbunden wird, wobei das eutektische Carbid, das in der Legierung
enthalten ist, die das Basismetall der Gussstruktur und das eutektische
Carbid aufweist, zu Körnern
und Stücken
geformt wird und das eutektische Carbid nicht zusammenhängend verteilt
wird. Sie sieht auch ein Kraftwerk vor, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass eine Rohrleitungseinrichtung mit dem Ventil gemäß der vorliegenden
Erfindung in dem Rückführsystem
installiert ist, in dem Wasser oder Hochtemperaturwasser zurückgeführt wird.
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Wie
vorstehend erörtert
wurde, stellen die Vorrichtung und das Ventil gemäß der vorliegenden Erfindung
eine zuverlässige
Möglichkeit
bereit, die Beschädigungen
am Gleitabschnitt des Ventils oder am Ventilsitz, die sich aus Beschädigungen
infolge der durch gelöstes
Sauerstoff im Fluid hervorgerufenen Korrosion des eutektischen Carbids
ergeben, zu verringern, und das Erhöhen des Reibungswiderstands
am Gleitabschnitt und am Ventilsitz und das Lecken aus dem Ventilsitz
zu vermeiden.
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Überdies
verlängert
das Kernkraftwerk gemäß der vorliegenden
Erfindung die Nutzungsdauer von Vorrichtungen und Ventilen in dem
Kraftwerk.
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Die
vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung,
die aus einer Legierung auf Co-Basis, einer Legierung auf Ni-Basis oder
einer Legierung auf Fe-Basis
besteht und das Basismetall und das eutektische Carbid der Gussstruktur
in vernetzter Form zusammenhängend
verteilt aufweist, durch Schmieden oder Walzen einer plastischen
Verarbeitung unterzogen wird, wodurch das in der Netzwerkstruktur
kontinuierlich verteilte eutektische Carbid in gebildeten Körnern oder
Stücken
nicht zusammenhängend
verteilt wird. Auf diese Weise wird die zusammenhängend verteilte
korrosions- und abnutzungsbeständige
Legierung mit den Gleitabschnitten verschiedener Vorrichtungen und Ventile
durch Diffusionskontaktierung, insbesondere durch transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung,
verbunden. Diese Erfindung steuert die Erhöhung des Reibungswiderstands
der Gleitabschnitte der Vorrichtungen und Ventile. Insbesondere
steuert diese Erfindung die Verringerung des Leckwiderstands infolge
der Aufrauung der Ventilsitzfläche
und dergleichen.
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In
einem Beispiel für
das Verfahren zum Umwandeln in der Netzwerkstruktur zusammenhängend verteilten
eutektischen Carbids in das in Körnern oder
Stücken
nicht zusammenhängend
verteilte eutektische Carbid wird die durch Schmieden erhaltene Legierung
einer plastischen Verformung durch Schmieden oder Walzen und eine
anschließende Wärmebehandlung
(Glühen)
unterzogen, die Erfindung ist jedoch nicht auf dieses Verfahren
beschränkt.
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Die
korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung
mit einem nicht zusammenhängend
verteilten eutektischen Carbid kann durch Diffusionskontaktierung,
insbesondere durch transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung,
mit dem Gleitabschnitt verbunden werden. Bei der transienten Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
wird das Einlagenmaterial mit einem Schmelzpunkt, der kleiner ist als
derjenige des Basis metalls (verbundenen Materials), in den Grenzbereich
der Verbindung bzw. Kontaktierung eingebracht, und ein den Schmelzpunkt verringerndes
Element, wie Bor (B), Silicium (Si) oder Phosphor (P), das zur Zeit
des Verbindungs- bzw. Kontaktierungsprozesses in dem Einlagenmaterial enthalten
ist, wird in das Basismetall diffundiert. Hierdurch wird es möglich, den
Druck während
des Verbindens bzw. Kontaktierens unter das Niveau bei der Solidusdiffusionskontaktierung
zu senken und dadurch die Verformung des Basismetalls (verbundenen
Materials) zu verringern. Überdies
kann die Genauigkeit der maschinellen Bearbeitung der Verbindungs-
bzw. Kontaktierungsfläche
vor dem Verbindungs- bzw. Kontaktierungsprozess auf etwa 40 Mikrometer
Rmax oder bevorzugter 20 Mikrometer Rmax verbessert werden, und
es wird eine zufrieden stellende Verbindung bzw. Kontaktierung erhalten.
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Als
eine Diffusionskontaktierung von Basismetall (verbundenem Material)
durch eine transiente Flüssigphase
ist die transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
in der Hinsicht geeignet, dass sie in Bezug auf die Zuverlässigkeit
des verbundenen Abschnitts, beispielsweise auf die Verbindungsfestigkeit, überlegen
ist. Beispielsweise wird beim herkömmlichen Hartlötverfahren
eine chemische Verbindung bzw. Kontaktierung und eine physikalische
Haftung zwischen dem Hartlöt-Füllmetall
und dem Basismetall verwendet, und die wechselseitige Diffusion zwischen
ihnen ist kleiner als diejenige bei der transienten Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung.
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Eine
geschweißte Überzugslegierung
in der Art einer Legierung auf Co-Basis, auf Ni-Basis oder auf Fe-Basis
mit einem im Normalzustand in der Netzwerkstruktur zusammenhängend verteilten
eutektischen Carbid kann in eine korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung
umgewandelt werden, die nicht zusammenhängend verteiltes eutektisches Carbid
enthält,
wenn eutektisches Carbid in Körnern oder
Stücken
gebildet wird. Die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung
wird durch Diffusionskontaktierung mit dem Gleitabschnitt des Ventils und
der Vorrichtung verbunden. Eine Chemikalie, wie Wasserstoffperoxid
oder Hydrazin, wird in das Wasserrückführsystem eingeleitet. Selbst
wenn hierdurch das Volumen des gelösten Sauerstoffs erhöht wird, ist
es möglich,
die Korrosionsbeschädigung
von eutektischem Carbid am Gleitabschnitt des Ventils und in dem
System vorhandener Vorrichtungen zu steuern. Überdies wird hierdurch auch
die Erhöhung
des Reibungswiderstands am Gleitabschnitt und die Verringerung der
Leckbeständigkeit
infolge der Aufrauung der Oberfläche
des Ventilsitzes gesteuert, wodurch es möglich wird, ein Ventil und
eine Vorrichtung bereitzustellen, die durch eine außerordentlich
gute Wartbarkeit gekennzeichnet sind.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine korrosions- und
abnutzungsbeständige
Legierung auf Co-Basis, Ni-Basis oder Fe-Basis, die eutektisches
Carbid in Körnern
oder Stücken
enthält,
die von dem einer plastischen Verformung durch Schmieden oder Walzen
und einer Wärmebehandlung
(Glühen)
unterzogenen Platten- oder Stangenmaterial erhalten wurden, durch
Diffusionskontaktierung, insbesondere durch transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung,
mit dem Ventilsitz oder dergleichen verbunden. Hierdurch wird es
möglich, Sicherheitsventile,
Absperrventile, Kugelventile und andere Ventile bereitzustellen,
die durch eine verringerte Wahrscheinlichkeit von Beschädigungen
am Ventilsitz infolge der durch gelöstes Sauerstoff hervorgerufenen
Korrosion oder Erosion gekennzeichnet sind.
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Überdies
ermöglicht
es die vorliegende Erfindung, die Streuung oder Diffusion von Kobalt,
die sich aus der Korrosion, Erosion oder der Abnutzung der in den
Ventilen von Kernkraftwerken verwendeten Legierung auf Co-Basis
ergibt, zu steuern, wodurch ein Kernkraftwerk bereitgestellt wird,
das durch eine außerordentlich
gute Wartbarkeit gekennzeichnet ist.
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Herkömmlicherweise
wurde eine Stellitlegierung mit einer hohen Härte, beispielsweise eine Legierung
auf Co-Basis, die 1,3 Gew.-% C, 27,7 Gew.-% Cr und 4,9 Gew.-% W
enthält,
auf dem Gleitabschnitt des Ventilsitzes und der Vorrichtung verwendet,
um Erosion und Riefenbildung zu vermeiden. Sie werden durch Gasschweißen oder
elektrisches Lichtbogenschweißen,
wie PTA-Schweißen (Plasmatransferbogenschweißen) beschichtet.
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Bei
der Legierung auf Kobaltbasis ist hauptsächlich aus Cr und C bestehendes
eutektisches Carbid jedoch in der Netzwerkstruktur in dem Basismetall
der Gussstruktur, das hauptsächlich
Kobalt enthält,
zusammenhängend
verteilt. Infolge dieser Korrosion oder Erosion wird das Ausscheiden
des Basismetalls der Gussstruktur durch die Korrosion des eutektischen
Carbids der Netzwerkstruktur durch gelösten Sauerstoff gefördert und
hervorgerufen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird die Legierung, die das Basismetall der Gussstruktur
und das eutektische Carbid kontinuierlich in vernetzter Form enthält, dem
Prozess der plastischen Verformung durch Schmieden und Walzen und
einer anschließenden
Wärmebehandlung
(Glühen)
oder dem Prozess des Warmschmiedens oder -walzens bei einer hohen
Temperatur unterzogen. Dies ermöglicht es,
dass das eutektische Carbid nicht zusammenhängend in Körnern oder Stücken verteilt
wird. Die Beschädigung
infolge der durch gelösten
Sauerstoff hervorgerufenen Korrosion von Carbid ist auf das Carbid
an der Oberfläche,
das in Kontakt mit gelöstem
Sauerstoff steht, beschränkt,
was dazu führt, dass
die Ausscheidung des Basismetalls der Gussstruktur gesteuert wird.
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Die
vorstehend erwähnte
Wirkung kann beispielsweise durch den intergranulären Korrosionstest (Strauss-Test
JIS G0575) an der Co-Basislegierung mit 1,3 Gew.-% C, 27,7 Gew.-%
Cr und 4,9 Gew.-% W, die eutektisches Carbid in einer Netzwerkstruktur oder
in Körnern
oder Stücken
enthält,
geprüft
werden. Wenn eutektisches Carbid in Körnern oder Stücken gebildet
ist, ist die Korrosionstiefe in dem Strauss-Test, verglichen mit dem Fall, in dem
eutektisches Carbid in der Netzwerkstruktur gebildet ist, auf etwa
das 1/300Fache verringert.
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KURZBESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNG
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1 ist
eine vertikale Schnittansicht eines Absperrventils und eine vergrößerte veranschaulichende
Ansicht des Ventilsitzes,
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2 ist
eine vertikale Schnittansicht eines Rückschlagventils, und
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3 ist
ein Diagramm des Rohrleitungssystems des Kernkraftwerks, bei dem
das Ventil gemäß der vorliegenden
Erfindung in einem Speisewassersystem verwendet wird.
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BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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[Ausführungsform 1]
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Gemäß der vorliegenden
Ausführungsform wird
eine korrosions- und abnutzungsbeständige Kobaltlegierung mit einer
hohen Härte,
die 1,1 Gew.-% C, 29,7 Gew.-% Cr und 4,5 Gew.-% W enthält, mit dem
Ventilsitz des Absperrventils verbunden, das bei der transienten
Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
in einer gelösten
Sauerstoffatmosphäre
verwendet wird, wobei die korrosions- und abnutzungsbeständige Kobaltlegierung
dadurch gekennzeichnet ist, dass eutektisches Carbid durch Warmwalzen
bei derselben Temperatur wie beim Warmschmieden bei 1050 bis 1100°C zu Körnern oder
Stücken
geformt wird, deren Durchmesser 30 Mikrometer nicht übersteigt.
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1 ist
eine vertikale Schnittansicht eines aus einem Gussstück aus SCPH2
(entsprechend S25C) bestehenden Absperrventils. (a) ist eine vergrößerte Ansicht
des Ventiltellers, und (b) ist eine vergrößerte Ansicht des Ventilkörpers.
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Der
Ventilteller 50 und der Ventilkörper 51 eines Absperrventils 2 sowie
die Ventilsitze 4a und 4b wurden gewaschen. Einlagenmaterialien
wurden auf diesen Ventilsitzflächen
angeordnet, und die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierungsschicht auf
Kobaltbasis in Form einer 5 mm dicken Ringschicht mit einem in Körnern oder
Stücken
gebildeten eutektischen Carbid wurde auf den Einlagenmaterialien
angeordnet, um eine transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
auszuführen.
Die Einlagenmaterialien bestehen aus einer 4,5 Gew.-% Si und 3,2
Gew.-% B enthaltenden 40 Mikrometer dicken Legierung auf Ni-Basis.
Die Soliduslinientemperatur und die Temperatur der transienten Flüssigphasenlinie
betragen etwa 980 bzw. 1040°C.
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Es
wurde eine transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
bei einer Verbindungstemperatur von 1100°C während einer Standzeit von einer Stunde
bei einem Vakuumgrad von 2 × 10–4 Torr
und einem Druck von 80 g/cm2 ausgeführt. Weil
die den Schmelzpunkt verringernden Elemente Si und B enthalten sind,
ist der Schmelzpunkt des Einlagenmaterials geringer als derjenige
des Basismetalls (verbundenen Materials). Wenn sie bei der Verbindungstemperatur
gehalten werden, werden Si und B in das Basismetall diffundiert,
wodurch der Schmelzpunkt erhöht
wird, so dass die Koagulation des Einlagenmaterials während des
Verbindungsprozesses fortschreitet. Auf diese Weise wird die Legierung 100a auf
Co-Basis mit der Oberfläche
des Ventilsitzes 4a verbunden, so dass ein Ventilsitz 1a entsteht.
Die Legierung 100b auf Co-Basis wird mit der Oberfläche des
Ventilsitzes 4b verbunden, so dass ein Ventilsitz 1b entsteht.
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Nach
dem Verbindungsprozess wurde der Querschnitt der Verbindungsgrenze
beobachtet, und es wurde herausgefunden, dass fast keine Verbindungsfehler,
wie Leerräume,
auftraten. Es wurde eine ausgezeichnete Verbindungswirkung festgestellt.
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Für das gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
hergestellte Absperrventil wird die durch gelösten Sauerstoff hervorgerufene
fortgesetzte Korrosion des eutektischen Carbids auf einem niedrigen Niveau
gehalten, wodurch die Ausscheidung des Basismetalls der Gussstruktur
reduziert wird. Hierdurch wird das Fortschreiten der Korrosion oder
Erosion der Ventilsitze 4a und 4b verzögert und
eine Beeinträchtigung
der Leckbeständigkeit
verhindert.
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Hartlöten ist
eines der Verfahren zum Verbinden bzw. Bonden von Basismetall (verbundenem Material)
durch eine transiente Flüssigphase.
Wenn das Hartlöten
verwendet wird, befindet sich Hartlöt-Füllmaterial selbst bei Abschluss
der Erwärmung bei
der Verbindungstemperatur hauptsächlich
in der transienten Flüssigphase.
Die wechselseitige Diffusion zwischen dem Hartlöt-Füllmaterial und dem Basismetall
ist kleiner als die wechselseitige Diffusion zwischen dem Einlagenmaterial
und dem Basismetall bei der transienten Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung.
Die Zuverlässigkeit
des verbundenen Abschnitts, wie die Verbindungsstärke, ist
derjenigen bei der transienten Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
unterlegen.
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[Ausführungsform 2]
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Gemäß Ausführungsform
2 wird die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung auf Kobaltbasis
mit einer hohen Härte,
die 1,1 Gew.-% C, 29,7 Gew.-% Cr und 4,5 Gew.-% W enthält, durch transiente
Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung mit
dem Ventilsitz des in der gelösten
Sauerstoffatmosphäre
verwendeten Rückschlagventils 3 verbunden,
wobei die korrosions- und abnutzungsbeständige Legierung auf Kobaltbasis
dadurch gekennzeichnet ist, dass eutektisches Carbid in Körnern oder
Stücken
durch Warmschmieden bei 1050 bis 1100°C gebildet wird. Auf diese Weise
wurden die Ventilsitze 1a und 2b hergestellt.
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2 ist
eine vertikale Schnittansicht eines Rückschlagventils.
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Das
Einlagenmaterial, das zum Verbinden verwendet wird, ist eine Legierung
auf Ni-Basis, die 7 Gew.-% Cr, 3 Gew.-% Fe, 4,5 Gew.-% Si und 3,2 Gew.-%
B enthält,
und die Soliduslinientemperatur und die Temperatur der transienten
Flüssigphasenlinie
betragen etwa 970°C
bzw. etwa 1000°C.
Die transiente Flüssigphasen-Diffusionskontaktierung
wird während
einer Standzeit von einer Stunde bei einem Vakuumgrad von 2 × 10–4 Torr
und einem Druck von 50 g/cm2 ausgeführt.
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Nach
dem Verbinden wurde der Querschnitt der Verbindungsgrenze beobachtet,
und es wurde herausgefunden, dass fast keine Verbindungsfehler, wie
Leerräume,
auftraten. Es wurde eine ausgezeichnete Verbindungsleistung festgestellt.
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Für das gemäß der vorliegenden
Ausführungsform
hergestellte Rückschlagventil
wird weiterhin die durch gelösten
Sauerstoff hervorgerufene fortgesetzte Korrosion des eutektischen
Carbids auf einem niedrigen Niveau gehalten, wodurch die Ausscheidung
des Basismetalls der Gussstruktur reduziert wird. Hierdurch wird
die Korrosion oder Erosion der Ventilsitze 1a und 1b verzögert und
eine Beeinträchtigung
der Leckbeständigkeit
verhindert.
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In
den Ausführungsformen
1 und 2 wurde eine Legierung auf Ni-Basis mit einem niedrigeren Schmelzpunkt
als das Einlagenmaterial verwendet. Es ist stattdessen auch möglich, ein
Material auf Fe-Basis oder Co-Basis mit einem niedrigeren Schmelzpunkt
zu verwenden. Weiterhin ist es bevorzugt, dass das Einlagenmaterial
Cr enthält,
welches die Korrosionsbeständigkeit
verbessert, wie in Ausführungsform
2 dargestellt ist. Dies ermöglicht
es, die Korrosionsbeständigkeit
des verbundenen Abschnitts, insbesondere die Korrosionsbeständigkeit des
verbundenen Abschnitts in der Dampfatmosphäre mit einer höheren Temperatur
aufrechtzuerhalten und das Verbinden mit einem großen Anteil
an gelöstem
Sauerstoff auszuführen.
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3 zeigt
ein Beispiel des Rohrleitungs-Systemdiagramms des Kernkraftwerks,
bei dem das Ventil gemäß der vorliegenden
Erfindung in den Einrichtungen eines Primärkühlmittel-Rückführsystems verwendet wird.
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In
den Rohrleitungen der Einrichtung eines Primärkühlmittel-Rückführsystems ist eine große Anzahl
von Ventilen gemäß der vorliegenden
Erfindung vorhanden, welche nicht dargestellt sind.
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In
dem Kernkraftwerk wird das Kühlmittel durch
den Druckbehälter 14 des
Kernreaktors erwärmt
und so in Dampf mit hoher Temperatur und hohem Druck verwandelt
und durch eine Hauptdampfleitung 15 in die Hochdruckturbine 18 geleitet.
Der von der Hochdruckturbine 18 abgegebene Dampf wird dann
zur Niederdruckturbine 19 geleitet, um einen Generator 20 anzutreiben.
Nachdem er den Hauptkondensator 10 durchlaufen hat, wird
der von der Hochdruckturbine 18 und der Niederdruckturbine 19 abgegebene
Dampf durch das mit vielen Ventilen gemäß der vorliegenden Erfindung
ausgerüstete Speisewasser-Ventilsystem 6 geführt, so
dass er durch die Speisewasserpumpe 30 und eine Hochdruck-Speisewasserheizung 31 sowie
durch die Speisewasserleitung 9 hindurchtritt. Er wird
dann im Druckbehälter 14 des
Kernreaktors kondensiert.
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Nachstehend
werden die anderen Bezugszahlen in 3 angegeben:
Eine Bezugszahl 5 bezeichnet einen Wärmetauscher des Kühlmittel-Reinigungssystems, 7 eine
Speisewasserheizung, 8 eine Rückführsystem-Rohrleitung, 10 einen
Hauptkondensator, 11 einen SLC-Tank für ein Borsäure-Sprühsystem, 12 eine SLC-Pumpe, 13 einen
Brennstoff-Aufnahmebehälter, 16 eine
Speisewasserleitung und 17 einen Feuchtigkeitsanalysator, 21 einen Haupttransformator, 22 einen
Schornstein, 23 ein Abgas-Entsorgungssystem, 24 einen
Luftausstoßer, 25 eine
Niederdruck-Kondensatpumpe, 27 einen Kondensatspeichertank, 28 einen
Kondensatfilter, 29 einen Kondensatdemineralisierer (CD), 32 ein
Steuerstangen-Antriebssystem, 33 und 36 einen
Wärmetauscher, 34 eine
Filterdemineralisierungseinrichtung, 35 ein Reaktorkernisolations-Kühlsystem
und 36 eine Hochdruck-Kondensationspumpe.
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Die
vorliegende Erfindung ist wirksam, die Nutzungsdauer der Vorrichtung
und des Ventils in dem Kernkraftwerk zu verlängern.
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Das
Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung verringert die Beeinträchtigung
des Leckwiderstands, der Steuerbarkeit und der Betriebsleistung,
wenn es auf den Gleitabschnitt der Ventilsitze des Sicherheitsventils
und des Kugelventils zusätzlich
zum Absperrventil und zum Rückschlagventil
angewendet wird.
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Die
kombinierte Verwendung der vorstehend erwähnten Ventile reduziert die
Korrosion oder Erosion an den Gleitabschnitten der Ventilsitze und
anderer Teile der Ventile, die durch den Einfluss gelösten Sauerstoffs
infolge des Einleitens von Wasserstoffperoxid zur Wasserqualitätsregelung
in Kraftwerkseinrichtungen in der Art von Turbinengeneratoreinrichtungen
hervorgerufen wird. Hierdurch wird die Sicherheit der Kraftwerkseinrichtungen
in der Art von Turbinengeneratoreinrichtungen wirksam verbessert.
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Die
vorliegende Erfindung ermöglicht
insbesondere bei Kernkraftwerken das Verringern der Korrosion und
der Ausscheidung von eutektischem Carbid der Legierung auf Kobaltbasis
am Gleitabschnitt, der in Kontakt mit Reaktorwasser steht, und am
Ventilsitz, am Gehäuse
oder ähnlichen
Teilen des Ventils in Systemeinrichtungen zur Zufuhr von Kühlmittel
in den Reaktor und das Verringern der begleitenden Abgabe und Diffusion
von Kobalt des eutektischen Carbids in das System. Das Kernkraftwerk
ist weiter dadurch gekennzeichnet, dass es möglich ist, die Ausscheidung
des Basismetalls der Gussstruktur zu verringern, das hauptsächlich aus
Kobalt besteht, wobei die Erosionsbeständigkeit durch die Korrosion
und Ausscheidung von eutektischem Carbid beeinträchtigt ist.