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DE60109288T2 - Hub- und schwenkantriebsvorrichtung für die tragstruktur eines waggons des kombinierten schienen-/strassentransports - Google Patents

Hub- und schwenkantriebsvorrichtung für die tragstruktur eines waggons des kombinierten schienen-/strassentransports Download PDF

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DE60109288T2
DE60109288T2 DE60109288T DE60109288T DE60109288T2 DE 60109288 T2 DE60109288 T2 DE 60109288T2 DE 60109288 T DE60109288 T DE 60109288T DE 60109288 T DE60109288 T DE 60109288T DE 60109288 T2 DE60109288 T2 DE 60109288T2
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DE
Germany
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load
lifting
pivoting
unit
roller means
Prior art date
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DE60109288T
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Robert Lohr
Jean-Luc Andre
Sebastien Lange
Jacques Ober
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Lohr Industrie SA
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Lohr Industrie SA
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    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D47/00Loading or unloading devices combined with vehicles, e.g. loading platforms, doors convertible into loading and unloading ramps
    • B61D47/005Loading or unloading devices combined with road vehicles carrying wagons, e.g. ramps, turntables, lifting means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D3/00Wagons or vans
    • B61D3/16Wagons or vans adapted for carrying special loads

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Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb für die schwenkbare und die Straßenlast tragende Eisenbahnstruktur eines Waggons für den kombinierten Schienen-/Straßentransport.
  • Die Waggons für den kombinierten Schienen-/Straßentransport mit einer schwenkbaren, eine Straßenlast tragenden Eisenbahnstruktur weisen größtenteils interne Antriebsorgane auf, um den Schwenkantrieb der schwenkbaren lasttragenden Eisenbahnstruktur zu gewährleisten.
  • Es handelt sich in der Regel um einfache, dem Waggon eigene Bordmittel, welche die an Bord verfügbare Energie nutzen.
  • Beispielhaft läßt sich in diesem Zusammenhang die PCT-Anmeldung 8102142 des Anmelders BEHRENS anführen.
  • Die vorbekannten Lösungen sehen auch Getriebe- und Kupplungsmechanismen vor, um die Rotationsbewegung der mechanischen Kraftquelle in eine Schwenkbewegung umzuwandeln.
  • Diese Lösungen besitzen mehrere wesentliche Nachteile.
  • Der erste Nachteil betrifft den Energieverbrauch an Bord, der nicht hoch sein kann und daher aufgrund der Untermotorisierung der Einrichtungen eine geringe Betriebsgeschwindigkeit bedingt. Darüber hinaus wirkt sich der Energieverbrauch nachteilig auf die anderen an Bord befindlichen Geräte aus, insbesondere auf sicherheitsrelevante Geräte.
  • Der zweite Nachteil betrifft die Kosten derartiger Organe. Das System benötigt wenigstens ein Exemplar pro Waggon, das nicht für andere Waggons wiederverwendbar ist.
  • Der dritte Nachteil betrifft die Amplitude des Schwenkmanövers. Tatsächlich erlaubt keine der vorbekannten Vorrichtungen das Freisetzen sämtlicher Enden der lasttragenden Eisenbahnstruktur und dadurch bedingt das Erreichen einer größeren Amplitude der Schwenkbewegungen. Das Ausmaß der Schwenkamplitude wirkt sich entscheidend auf den Betriebskomfort und auf diese Weise auf die Effizienz, die Sicherheit und die Geschwindigkeit im Betrieb aus.
  • Der letzte Nachteil betrifft die spezielle Wartung der Organe, die zu gewichtigen Zusatzkosten beim Unterhalt der Waggons führt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend genannten Nachteile zugleich zu vermeiden, wobei überdies eine gute Flexibilität bei der Anwendung erhalten bleiben soll.
  • Zu diesem Zweck betrifft die Erfindung eine kombinierte Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb für die die Straßenlast tragende Eisenbahnstruktur im Rahmen des kombinierten Schienen-/Straßentransports.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch wenigstens ein Hubmittel und wenigstens ein motorisiertes Rollenmittel aus, welche am Boden vorgesehen sind und nach rollendem Schwenkantrieb mit wenigstens einem unterseitigen Bereich wenigstens eines Endes der Eisenbahnstruktur in Stütz- und Hubkontakt treten, um wenigstens dieses Ende während der Be-/Entladevorgänge der Straßenlast auf die bzw. von der Eisenbahnstruktur schwenkend zu verlagern.
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen. Dabei zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht einer Be-/Entladestelle, wobei die Anhubvorrichtung auf dem Gleis und die angetriebenen lasttragenden Rollen auf dem Bahnsteig dargestellt sind;
  • 2 eine perspektivische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Anhubvorrichtung in schräger Draufsicht;
  • 3 eine perspektivische Gesamtansicht der erfindungsgemäßen Anhubvorrichtung in schräger Ansicht von unten;
  • 4 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, der Auflage- und Rollbahn und schematischer Darstellung des Endes der lasttragenden Struktur des Waggons, mit der die ange triebenen Rollen der erfindungsgemäßen Vorrichtung in Anhub- und Rollkontakt treten;
  • 58 schematische Darstellungen der unterschiedlichen Betriebsphasen:
    • – in unterer eingezogener Ruhestellung (5),
    • – Anhubbewegung ohne Last (6),
    • – Berührung mit der Unterseite des Waggons ( 7),
    • – Anhubbewegung unter Last (8); und
  • 9 eine schematische Darstellung entsprechend der 8, in welcher eine Rückhalteeinrichtung einer endständigen Plattform gezeigt ist.
  • Die nachfolgend beschriebene Anhubvorrichtung realisiert auch das Absenken der lasttragenden Eisenbahnstruktur, so daß sie der Vollständigkeit halber als Anhub-/Absenkvorrichtung zu bezeichnen wäre. Um eine schwerfällige Ausdrucksweise zu vermeiden, wird die Vorrichtung nachfolgend vereinfachend nur als Anhubvorrichtung bezeichnet. Sie gewährleistet darüber hinaus den Schwenkantrieb der lasttragenden Eisenbahnstruktur.
  • Unter Bezugnahme auf die 1 ist die kombinierte Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb 1 zur Installation auf einem Schienenweg 2 vorgesehen, welcher zwei Bahnsteige 3 und 4 zum Be- und Entladen aufweist, die sich beiderseits des Schienenwegs 2 erstrecken. Die Vorrichtung 1 ist vorzugsweise zwischen den beiden Schienen einer Be-/Entladestelle 5 angebracht, die in der 1 allgemein dargestellt ist. Je nach Waggontyp, wie demjenigen für die Be-/Entladestelle 5 der 1 verwendeten, kann es sich als notwendig erweisen, zwei Anhubvorrichtungen 1 vorzuse hen, jeweils eine für jedes der Enden einer lasttragenden Eisenbahnstruktur 6. Tatsächlich wird die lasttragende Struktur im dargestellten Fall gleichzeitig an ihren beiden Enden angehoben und um ein nicht dargestelltes zentrales Schwenkzentrum gedreht. Es kann sich auch um ein Schwenken um ein endständiges Schwenkzentrum handeln.
  • Aus Gründen der Vereinfachung wird nachfolgend nur eine einzige Vorrichtung beschrieben, da die Vorrichtungen 1 zum Anhub und zum Schwenkantrieb identisch sind.
  • Die Vorrichtung 1 ist durch eine Abfolge von mehreren Tragrollen komplettiert, die vorzugsweise als Antriebsrollen ausgebildet sind, beispielsweise zwei Gruppen 7 und 8 aus jeweils drei Rollen, die auf einem Bahnsteig 3 bzw. 4 angeordnet und dazu bestimmt sind, die lasttragende Eisenbahnstruktur 6 an ihrer Unterseite aufzunehmen, zu unterstützen und gegebenenfalls, jedoch nicht notwendigerweise, weiter zu verschwenken, sobald deren Überhang in Richtung des Bahnsteigs eine bestimmte Grenze überschreitet, um auf diese Weise eine gute Stabilität und Sicherheit der Schwenkbewegungen zu erreichen. Die Rollen der Rollengruppen 7 und 8 sind in einer Ausnehmung der Bahnsteigstruktur in geeigneter Entfernung von der Bahnsteigkante untergebracht, wie in der 1 dargestellt ist. Sie überragen leicht die Bahnsteigoberfläche, um die Unterseite der den Bahnsteig überragenden Tragstruktur zu unterstützen. Die vorzugsweise motorisierten Rollen sind als Gesamtheiten aus einem sich drehenden Zylinder 9 mit leicht kegelförmiger Ausgestaltung gebildet, um die Unterschiede der Umfangsgeschwindigkeiten von einem Ende zum anderen zwecks einer Vermeidung von Rutscheffekten auszunutzen. Ihre seitliche Oberfläche ist vorzugsweise mit einer metallischen Lauffläche 10 überzogen, die mit einer Auflage- und Rollbahn 11 (4) in Kontakt tritt, welche zumindest zu einem Ende der lasttragenden Eisenbahnstruktur 6 des Waggons gehört. Sie weisen an der Rollenachse einen elektrischen Motorblock 12 zum Drehantrieb der Rolle auf.
  • Gemäß der Darstellung weisen die lasttragenden Eisenbahnstrukturen 6 an wenigstens einem ihrer Enden an der Unterseite eine ebene Auflage- und Rollbahn 11 auf, beispielsweise in Form einer dort angebrachten Platte oder einer anderen Art der Ausführung. Aufgrund des Schwenkcharakters der Bewegung weisen die Bahnen 11 eine allgemein gekrümmte Formgebung auf, deren Krümmungsradius identisch oder ähnlich desjenigen Abstands ist, der sie vom Schwenkzentrum der lasttragenden Eisenbahnstruktur 6 trennt, wie es in der 4 dargestellt ist.
  • Obwohl eine Ausführungsform mit zwei Vorrichtungen zum Anhub und zum Schwenkantrieb dargestellt wurde, ist in Betracht zu ziehen, daß die Erfindung auch Ausführungsformen mit nur einer Vorrichtung betrifft, beispielsweise solche, die ein Schwenkzentrum am Ende oder einem beliebigen dezentralen Ort des Waggons besitzen.
  • In diesem Fall ist die kombinierte Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb im Wesentlichen identisch oder äquivalent zu derjenigen, die nachfolgend beschrieben wird, so daß eine neue Beschreibung nicht erforderlich ist.
  • Allgemein stellt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb in Form einer mechanischen Anordnung 13 dar, die auf dem Schienenweg 2 zwischen den beiden Schienen in einem Bereich angeordnet ist, der zum Be- und Entladen dient und nachfolgend als Be-/Entladestelle 5 bezeichnet ist. Die unteren Bereiche der me chanischen Anordnung 13 sind in einem Graben untergebracht, der so ausgebildet ist, daß die Vorsprungshöhe der Anordnung bezogen auf den Boden minimal ist. Der im Boden untergebrachte Teil ist vorzugsweise gegenüber Witterungseinflüssen und äußeren Schadeinwirkungen durch eine Trennplatte geschützt.
  • Es ist auch möglich, die mechanische Einheit 13 auf einen längs des Schienenweges beweglichen Wagen oder Schlitten in einem Graben zwischen den Schienen des Schienenwegs anzubringen.
  • Eine entfernbare Einrichtung zum Schutz gegen Witterungseffekte kann auch für den oberen Bereich vorgesehen sein, beispielsweise in Form einer Abdeckhaube (nicht dargestellt).
  • Die mechanische Einheit 13 der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darüber hinaus auf einer Grundplatte angeordnet, die den mechanischen Sitz und die Montage über dem Graben oder auf einer Trageinrichtung zwischen den Schienen gewährleistet. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die letztgenannten Mittel nicht dargestellt.
  • Die mechanische Einheit 13 der erfindungsgemäßen Vorrichtung setzt sich zusammen einerseits aus einem Schwenkkasten 14, der um eine horizontale Achse 15 schwenkbar ist. Der Schwenkkasten 14 teilt sich in zwei oder mehrere Arme 16 und 17, die jeweils an ihrem Ende eine motorisierte Einheit 18 und 19 tragen, die aus motorisierten Rollen 20 und 21 gebildet ist, die untereinander über ein gemeinsames quer verlaufendes Röhrenelement verbunden sind. Jede motorisierte Rolle 20 oder 21 ist außerdem durch eine kippfähige gelenkige Trageinrichtung 23 und 24 getragen.
  • Das quer verlaufende Röhrenelement 22 durchsetzt das Ende der Arme 16 und 17 in einer Hülse, die rastend in einem Aufnahmeteil 25 mit V-förmiger Öffnung gehalten ist. Jede kippfähige gelenkige Trageinrichtung 23 und 24 ist mit der Triebstange eines Anhubzylinders 26 bzw. 27 verbunden, dessen Körper schwenkbar um eine Achse 28 und 29 mit verformbarem Lager an benachbarten Trageinrichtungen 30 bzw. 31 befestigt ist, die beispielsweise aus zwei parallelen Gehäuseteilen 32 und 33 gebildet sind, was ihnen ermöglicht, seitliche Abweichungen zu absorbieren.
  • Die Anhubzylinder 26 und 27 wirken jeweils über eine nach oben gerichtete Druckkraft auf die gelenkigen Trageinrichtungen, welche die motorisierten Rolleneinheiten tragen, um deren gleichzeitige Anhubbewegung zu bewirken.
  • Die motorisierten Rollen 20 und 21 sind vom selben Typ wie die bereits beschriebenen, welche die auf dem Bahnsteig angeordneten Rollengruppen bilden. Sie sind jeweils aus einem sich drehenden Zylinder 9 gebildet, der mit einer metallischen Lauffläche 10 überzogen ist und eine leicht kegelstumpfförmige Formgebung besitzt. Sie sind auf einer Längsachse angeordnet, die sich radial bezüglich des Schwenkzentrums der Tragstruktur 6 erstreckt, um welches die Drehung nach Maßgabe eines elektrischen Antriebsmotors 12 erfolgt. Ihre Anordnung konvergiert leicht in Richtung des Schwenkzentrums der Tragstruktur 6, das im vorliegenden Beispiel zentral angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht es, das Risiko eines seitlichen Rutschens während des Kontakts beim Anheben und der angetriebenen Schwenkbewegung der Tragstruktur 6 zu vermeiden.
  • Die motorisierten Rollen 20 und 21 sind dazu bestimmt, zunächst in vertikalen Druckkontakt mit der Aufla ge- und Rollbahn 11 zu treten, die auf der Unterseite wenigstens eines Endes der lasttragenden Eisenbahnstruktur vorgesehen ist (4), um diese unter Einwirkung der Anhubzylinder anzuheben. Nach dem Anheben der Tragstruktur bewirkt das Drehen der Rollen den Schwenkantrieb der lasttragenden Eisenbahnstruktur aufgrund eines Rollantriebs auf der Auflage- und Rollbahn.
  • Ein Korrekturmechanismus erlaubt es, einen vollständig ebenen Kontakt der motorisierten Rollen 20 und 21 mit der Auflage- und Rollbahn 11 zu gewährleisten. Dieser Korrekturmechanismus ist schematisch anhand einer Abfolge von Profilansichten seiner Funktionsweise in den 5 bis 8 dargestellt.
  • Um die vorzeitige Abnutzung zu verhindern, war eine letzte Annäherungsbewegung und eine Anhubbewegung entlang einer vertikalen oder quasi-vertikalen Trajektorie zu gewährleisten, um das Rutschen zwischen jeder angetriebenen Rolle und der Bahn im Zeitpunkt des Kontakts und während des Anhubs zu vermeiden.
  • Ein Lösungsbeispiel für dieses Problem ist nachfolgend beschrieben. Weitere äquivalente Lösungen bleiben im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
  • Gemäß dieser Ausgestaltung ist die Schwenkachse 15 des Schwenkkastens 14 in Bezug auf seine Ausgangsstellung verschiebbar, die einer eingezogenen horizontalen Ruhestellung des Kastens entspricht. Ihre Verschiebung erlaubt nach Maßgabe der Anhubzylinder das Erreichen einer angenähert vertikalen Trajektorie für das Ende des Kastens und damit für die angetriebenen Rollen, wobei der betreffende Tra jektorieabschnitt der abschließenden Annäherungs- und Anhubphase entspricht.
  • Hierfür sind folgende Mittel vorgesehen.
  • Die Schwenkachse 15 des Schwenkkastens 14 ist beispielsweise an jedem ihrer Enden an zwei Schwingarmen montiert, die selbst um eine sekundäre Achse 34 schwenkbar sind.
  • Während des Totgangs, d.h. während des Leerwegs der Anhubzylinder vor dem Kontakt der motorisierten Rollen mit der Auflage- und Rollbahn, sind die Zylinder keiner größeren Druckeinwirkung ausgesetzt. Die Anhubzylinder heben lediglich die motorisierten Rollen. Der Kasten 14 schwenkt nur um seine Schwenkachse 15, die in Bezug auf ihre Ausgangsstellung unverändert bleibt (6 und 7).
  • Da die Schwenkachse 15 beweglich ist, wird sie sich unter der Einwirkung der schräg gerichteten Zugkraft durch den mittels der Zylinder angehobenen Kasten nach vorne bewegen. Die beschriebene Anordnung stellt aufgrund der geringen Verlagerung der Schwenkachse 15 des Kastens 14 die notwendige Verlängerung des geometrischen Hebelarms sicher, um den Kreisbogen der Trajektorie in eine quasi geradlinige Bahn im Endabschnitt der Trajektorie umzuwandeln (8 und 9).
  • Vorstehend wurde eine Ausführungsform der Vorrichtung beschrieben, bei der die Anhub- und Rollmittel in einer mechanischen Einheit 13 kombiniert sind.
  • Es sei angemerkt, daß alle äquivalenten Ausführungsformen, bei denen die Anhubmittel und die Rollmittel nicht kombiniert, d.h. nebeneinander oder voneinander getrennt angeordnet sind, unter das gleiche erfindungsgemäße Konzept fallen.
  • Auch die Kombination der Anhub- und Rollbewegungen kann zum Einsatz kommen. In allen diesen Fällen liegen die entsprechenden Ausführungsformen im Rahmen der Erfindung.
  • Auf diese Weise kann dem Schwenkkasten eine zusätzliche Funktion verliehen werden. Er kann ein Positionsunterstützungs- und -haltemittel der entsprechenden endständigen Plattform des Waggons während der Be- und Entladevorgänge aufweisen. Eine Darstellung dieses Mittel findet sich in der 9, in der die Oberseite des Kastens 14 eine V-förmige Aufnahme- und Blockierstruktur 35 aufweist, in die das Ende 36 der abwärts gerichteten Umbiegung 37 des Körpers der entständigen Plattformen zum Blockieren eingreift.
  • Die Funktionsweise umfaßt allgemein die folgenden Phasen.
  • Der Waggon für den kombinierten Schienen-/Straßentransport ist mit einer bestimmten Toleranz am Ort der Be-/Entladestelle 5 immobilisiert, beispielsweise für einen Beladevorgang.
  • Die Halteposition des Waggons am vorgesehenen Ort entspricht denjenigen Stellungen der endständigen Plattformen, die im Falle der Immobilisierung letzterer jeweils im Hinblick auf eine auf dem Gleis vorgesehene Vorrichtung erhalten bleiben müssen. Diese Vorrichtungen werden betätigt, wenn es sich um unabhängige Vorrichtungen handelt. In den anderen vorgesehenen Fällen werden die relativen Stellungen durch eine mechanische Verbindung zwischen den endständigen Plattformen oder durch eine Zusatzfunktion der Anhub- und Schwenkvorrichtung(en) beibehalten, wie vorstehend beschrieben.
  • Anschließend erfolgt der Einsatz der Anhub- und Schwenkvorrichtung(en). Die Anhubzylinder werden betätigt, um die Annäherung der angetriebenen Rollen 20 und 21 an die entsprechende Auflage- und Rollbahn 11 an der Unterseite des Endes der lasttragenden Eisenbahnstruktur 6 zu ermöglichen. Die motorisierten Rollen 20 und 21 bewegen sich nach oben, bis sie aufgrund der Wirkung des Korrekturmechanismus sanft und eben in Anlage an die Auflage- und Rollbahn 11 treten. Anschließend erfolgen nach der Verriegelung der trennbaren Zusammenbau-Verbindungen zwischen der lasttragenden Struktur und den endständigen Plattformen die abgestimmten Anhubbewegungen der beiden Enden oder des zugeordneten einen Endes der lasttragenden Eisenbahnstruktur.
  • Die Anhubbewegung unterteilt sich in zwei Abschnitte. Der erste betrifft einen Bruchteil der Verschiebung, der dem Nachgeben der Aufhängungen der endständigen Plattformen entspricht. Der zweite betrifft das eigentliche Anheben, das kurz nach der endständigen Trennung der lasttragenden Struktur 6 von den Ausbildungen zur Aufnahme der endständigen Plattform endet, wobei der zusätzliche Anhub im Allgemeinen gering ist, da auf den endständigen Plattformen kein Hindernis für das Schwenken existiert.
  • Die motorisierten Rollen 20 und 21 werden anschließend durch ihre eigenen Motoren in Drehung versetzt, um so die Enden der schwenkbaren Tragstruktur des Waggonkörpers in derselben Schwenkrichtung zu verschwenken, bis die entsprechenden Ecken der Enden der Tragstruktur 6 von den Gruppen 7 und 8 motorisierter Unterstützungs-/Rollmitte auf dem Bahnsteig übernommen werden.
  • Das Verschwenken erfolgt bis zum vollständigen Freisetzen der Enden der lasttragenden Eisenbahnstruktur an jeder endständigen Plattform durch eine Schwenkbewegung mit einer Amplitude, die ausreicht, die Enden der lasttragenden Eisenbahnstruktur freizusetzen und in einem schrägen Winkel zu positionieren, der ausreicht, um eine gewisse Leichtigkeit bei den Be- und Entlademanövern zu erreichen.
  • Anschließend kann das Beladen oder das Entladen erfolgen. Die Straßenlast gelangt unter Verwendung ihres eigenen Antriebs auf die lasttragende Eisenbahnstruktur, beispielsweise bei einem Sattelanhänger unter Verwendung der ihn bewegenden Zugmaschine.
  • Die Bewegungen zum Schließen des Waggons erfolgen in umgekehrter Reihenfolge.

Claims (12)

  1. Vorrichtung zum Anhub und zum Schwenkantrieb wenigstens eines Endes einer schwenkbaren und die Straßenlast tragenden Eisenbahnstruktur (6) für Be-/Entladevorgänge eines an einer Be-/Entladestelle für den kombinierten Schienen-/Straßentransport vorhandenen Waggons, gekennzeichnet durch wenigstens ein Hubmittel und wenigstens ein motorisiertes Rollenmittel, welche am Boden vorgesehen sind und nach rollendem Schwenkantrieb mit wenigstens einer unterseitigen Spur (11) wenigstens eines Endes der tragenden Eisenbahnstruktur (6) in Stütz- und Hubkontakt treten, um wenigstens dieses Ende während der Be-/Entladevorgänge der Straßenlast auf die bzw. von der tragenden Eisenbahnstruktur (6) schwenkend zu verlagern.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens eine Hubmittel und das wenigstens eine Rollenmittel in einer einzigen mechanischen Einheit (13) kombiniert sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenmittel von einer Schwenkeinheit (14) getragen sind.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenmittel unter der Wirkung eines Schubmittels im wesentlichen vertikal verlagerbar sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen der Schwenkeinheit (14), welche die Rollenmittel trägt, durch einen Nachstellmechanismus korrigierbar sind, um für eine endgültige, im wesentlichen geradlinige und vertikale Führungsbahn der Annäherung und des Anhubs zu sorgen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegungen der Schwenkeinheit (14) und die Schubbewegungen des Anhubs kombiniert sind.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Nachstellmechanismus darin besteht, die Schwenkachse (15) der Schwenkeinheit (14) verlagerbar auszubilden.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenmittel motorisierte Rollen (20) und (21) mit metallischer, geringfügig kegelstumpfförmiger Rollfläche sind, welche Bestandteil einer Motoreinheit sind und jeweils einen Antriebsmotor (12) an der Drehachse der Rollen aufweisen.
  9. Vorrichtung nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen der Rollen bezüglich des Schwenkzentrums der tragenden Eisenbahnstruktur (6) radial angeordnet sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige mechanische Einheit (13) die zusätzliche Funktion aufweist, die Plattform des benachbarten Endes des Waggons, auf welchen sich die tragende Eisenbahnstruktur abstützt, in Position zu halten.
  11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einzige mechanische Einheit (13) bezüglich des Schienenwegs in Längsrichtung verlagerbar angeordnet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spur (11) an der Unterseite wenigstens eines Endes der Tragstruktur von einem Kreisbogen gebildet ist, dessen Zentrum mit dem Schwenkzentrum zwischen dieser Tragstruktur und dem Waggon zusammenfällt.
DE60109288T 2000-06-21 2001-06-20 Hub- und schwenkantriebsvorrichtung für die tragstruktur eines waggons des kombinierten schienen-/strassentransports Expired - Lifetime DE60109288T2 (de)

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