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Die
Erfindung betrifft die Herstellung einer Spule aus einem Glasvorgarn,
das insbesondere aus direkt von einer Spinndüse kommenden Glasfilamenten
besteht. Diese Spinndüse
kann entweder mit Glaskugeln bzw. Glasstücken mit anderen Formen (Düsenziehverfahren)
oder mit einer von einem Ofen kommenden Glasschmelze (direktes Düsenziehverfahren)
beschickt werden. Dabei kann das Glas E-Glas, C-Glas oder eine beliebige
andere Zusammensetzung, die versponnen werden kann, sein.
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Eine
bekannte Vorrichtung, wie sie teilweise in der Patentanmeldung
EP 0 928 840 beschrieben ist,
besteht aus einem Ziehzylinder, der sich im Wesentlichen in der
Vertikalen der Spinndüse
befindet und um welchen die von der Spinndüse fallenden Glasfilamente
zur Form einer Bahn aufgewickelt werden, aus einer Spinneinheit,
welche die Filamentbahn zu einem Vorgarn verarbeitet, und einer
Wickelmaschine, die zum Aufwickeln des Vorgarns vorgesehen ist.
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Die
Spinneinheit enthält
einen Abstreifer oder ein Werkzeug, das zum Abstreifen vorgesehen ist,
schwenkt und in der Lage ist, an der Zylinderoberfläche zum
Anschlag zu kommen, um die Filamente nach einer Drehung um etwa
270° von
dem Zylinder abzulösen,
und ein kegelförmiges
längliches
Element, das parallel zur Drehachse des Zylinders steht, sich über dem
Zylinder befindet und eine Längsöffnung besitzt,
die in Verlängerung
des Abstreifers angeordnet ist und von welcher die Filamente nach
dem Ablösen
vom Zylinder ausgerichtet werden, wobei das längliche Element von einem Ende
zu anderen mittig von einem Seelenfaden durchlaufen wird, um welchen
sich die von dem Zylinder geschleuderten Filamente zur Form eines
Vorgarns aufwickeln. Das Vorgarn verlässt das offene kegelförmige Ende
des länglichen
Elements, um auf der Wickelmaschine aufgewickelt zu werden, die
seitlich zu dem länglichen
Element angeordnet ist. In jenem Dokument besteht der Seelenfaden
aus Kunststoff und wird verwendet, um ein Verbundvor garn zu liefern,
das besser als ein ausschließlich
aus Glas bestehendes Vorgarn Zug widersteht.
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Nicht
in jenem Dokument beschrieben, aber auf bekannte Weise, ist vorteilhafterweise
in einer solchen Vorrichtung des Standes der Technik eine Vorspinneinheit
vorgesehen, die vor der Spinneinheit mit etwa 180° in Bezug
auf das Auftreffen der Filamente auf dem Ziehzylinder angeordnet
ist. Die Stelle der Vorspinneinheit wird so als auf der Rückseite des
Zylinders angesehen, und die Vorderseite wird von der Stelle des
Ablegens der Filamente auf dem Zylinder definiert. In der folgenden
Beschreibung werden die Begriffe vor und nach in Bezug auf die Durchlaufrichtung
der Filamente über
den Zylinder nach der Spinndüse
definiert.
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Die
Vorspinneinheit wird im Wesentlichen zu Beginn des Ziehens der Filamente
während
des Geschwindigkeitsanstiegs des Zylinders in Tätigkeit versetzt. Das Auftreffen
der Filamente auf die Spinneinheit ist kurzgeschlossen, wodurch
die Herstellung einer Spule verhindert wird, die zu Beginn ein Vorgarn mit
einem Titer, der nicht dem von den Normen vorgesehenen entspricht,
aufweist.
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Die
Vorspinneinheit ist mit einem schwenkbaren Abstreifer, der in der
Lage ist, mit dem Ziehzylinder zum Anschlag zu kommen, und einer
Trommel versehen, die mit einer Innenwelle zum Aufwickeln der Filamente
ausgestattet ist. Wenn sich die Vorspinneinheit in Betrieb befindet,
löst der
Vorspinnabstreifer die Filamentbahn demzufolge vor deren Auftreffen
auf dem Spinnabstreifer ab, wobei die Filamente sich um die Welle
der Vorspinntrommel aufwickeln. Der Vorspinnabstreifer ist vom Ziehzylinder beabstandet,
wenn die Geschwindigkeit des Zylinders ein Regime erreicht hat,
durch welches der gewünschte
Filamentdurchmesser entsteht.
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Um
eine zu große
Ansammlung der Filamente um die Welle der Vorspinntrommel zu verhindern, muss
die Bedienkraft das Abziehen hinter dem Zylinder durchführen; jedoch
muss sie zeitgleich die Vorderseite des Zylinders auf einen möglichen
Bruch der von der Spinndüse
gelieferten Filamente, der einen sofortigen Eingriff rechtfertigen
würde, überwachen können. Deshalb
sind beim Start der Wickelein richtung oder während eines Neustarts des Wickelvorgangs
nach einem Bruch von Filamenten zwei Bedienkräfte erforderlich, eine Bedienkraft,
die hinter dem Ziehzylinder sein muss, um das Abziehen der Vorspinntrommel
manuell zu unterstützen,
und die andere, die sich davor befindet, um das Ziehen der Filamente
zu überwachen.
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Weiterhin
beansprucht die zur Verfügung stehende
Vorrichtung einen zu großen
Platz, um die Integration von mehreren davon, die nebeneinander angeordnet
sind, in eine direkte Düsenziehanlage
zu erlauben.
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Deshalb
liegt der Erfindung als Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beheben,
indem eine Vorrichtung zum Aufwickeln eines Glasfadens bereitgestellt
wird, deren Funktionsweise zu weniger Handarbeit und einer höheren Produktivität führt.
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Eine
weitere erfindungsgemäße Aufgabe
besteht in der Verringerung des Platzbedarfs der Spinnvorrichtung,
was es ermöglicht,
eine oder mehrere Vorrichtungen in eine direkte Düsenziehanlage
zu integrieren, deren Abmessungen von verschiedenen technischen
und ökonomischen
Zwängen
bestimmt werden.
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Erfindungsgemäß umfasst
die Vorrichtung zur Herstellung einer Spule aus wenigstens einem Glasfilamentvorgarn
aus einer Vielzahl von Filamenten auf einer Wickelmaschine
- – einen
Ziehzylinder, um welchen die Filamente in Form einer Bahn aufgewickelt
werden,
- – eine
Spinneinheit, die einerseits einen wegschwenkbaren Spinnabstreifer,
der mit einer Gleitfläche
versehen ist und an der Oberfläche
des Zylinders derart zum Anschlag kommen kann, dass die Filamente
abgelöst
werden, und andererseits ein Aufnahmeelement für die vom Abstreifer abgelösten Filamente
umfasst,
- – Mittel
zur Führung
der Filamente in Form eines Vorgarns im Aufnahmeelement und bis
zur Wickelmaschine und
- – eine
Vorspinneinheit für
die Filamente, die vorgesehen sind, in den Ausschuss zu kommen,
die mit einer Vorspinntrommel und einem Vorspinnabstreifer versehen
ist, der in der Lage ist, die Filamente von dem Ziehzylinder abzulösen, damit
sie in diese Trommel geschleudert werden,
und ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Vorspinneinheit nach der Spinneinheit und
in der Nähe
des Auftreffens der Filamente auf dem Zylinder angeordnet ist.
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Die
Vorspinneinheit befindet sich somit auf der Vorderseite des Zylinders,
weshalb eine einzige Bedienkraft für die Bedienung und die Kontrolle
der Tätigkeit
der Vorrichtung ausreicht. Diese Anordnung auf der Vorderseite des
Ziehzylinders hat außerdem den
Vorteil, dass nur ein Schacht für
Glasabfälle
anzuordnen und zu bedienen ist, der gleichzeitig die zerbrochenen
Filamente von der Spinndüse
und den Abrieb, der von der Welle der Vorspinntrommel gebildet worden
ist, aufnimmt.
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Entsprechend
einem Merkmal umfasst das Aufnahmeelement der Spinneinheit eine
Rückseite, die
an die Gleitfläche
des Spinnabstreifers anstößt, eine
Rückwand
mit zylindrischer Konkavität
mit einer zur Rotationsachse des Zylinders parallelen Längsachse
und eine Längsvorderseitenöffnung.
Vorzugsweise ist das Aufnahmeelement fest mit dem Spinnabstreifer
verbunden und derart angeordnet, dass seine Rückseite und die Gleitfläche des
Abstreifers coplanar sind, wobei die Bewegung des Abstreifers auf
der Oberfläche
des Zylinders durch Schwenken der Spinneinheit erfolgt.
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Vorteilhafterweise
sind die Rückseite
des Aufnahmeelements und die Gleitfläche des Abstreifers geprägt, um das
Gleiten der Filamente zu unterstützen.
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Gemäß einem
weiteren Merkmal sind die Führungsmittel
im Aufnahmeelement der Spinneinheit vorgesehen, um in einer Diagonalen,
die von einem vorderen unteren Ende der Längsöffnung bis zu einem oberen
seitlichen Punkt des Aufnahmeelements reicht, von einer Seite des
Aufnahmeelements zur anderen zu führen. Die Führungsmittel bestehen eher
aus einem Zugfaden, der beispielsweise aus Glas oder einem thermoplastischen
Material bestehen kann. Dieser Zugfaden kann nach dem Neustart entweder
abgeschnitten werden oder im Vorgarn erhalten bleiben, wobei er
in letzterem Fall einen Seelenfaden für das Vorgarn bildet und damit
die Zugfestigkeit erhöht.
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Vorteilhafterweise
ist ein Venturirohr, das in der Lage ist, den Zugfaden anzusaugen,
derart angeordnet, dass es ihn in das Aufnahmeelement der Spinneinheit
zieht. Vorzugsweise ist nach dem Ausgang des Venturirohrs ein Querschneider
angeordnet, um den Zugfaden nach Beginn des Aufwickelns des Vorgarns
zu zerschneiden.
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Gemäß einem
anderen Merkmal ist am Ausgang des Aufnahmeelements der Spinneinheit
in Richtung Wickelmaschine eine sich drehende ringförmige Einrichtung
vorgesehen, um das Vorgarn abzurunden. Unmittelbar nach dieser ringförmigen Einrichtung
ist eine Luftstrahldüse
angeordnet, vor welcher das Vorgarn vorbeiläuft, um dessen Glättung zu erreichen.
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Es
sind Beschichtungsmittel vorgesehen, die vor dem Ablegen der Filamente
auf dem Zylinder bzw. vor der Spinneinheit angeordnet sind, um die Oberfläche des
Zylinders vor Ablegen der Filamente bzw. die Filamente vor deren
Ablösen
vom Zylinder mit einer Schlichte zu versehen, was es erlaubt, für die Beschichtung
der Filamente auf deren gesamten Außenumfang zu sorgen.
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Schließlich kann
es vorteilhaft sein, dass die Vorrichtung mindestens zwei Spinneinheiten
umfasst, die vor der Vorspinneinrichtung angeordnet und in der Lage
sind, zusammen oder einzeln zu arbeiten. Dabei umfasst in diesem
Fall jede Spinneinheit einen Spinnabstreifer, dessen Klingenbreite
einem Teil der Breite des Zylinders entspricht und zur Breite der
anderen Klinge derart komplementär
ist, dass die Filamentbahn in zwei Teile getrennt und abgelöst wird.
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Weitere
erfindungsgemäße Merkmale
und Vorteile werden anhand der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die im Anhang befindlichen Zeichnungen näher erläutert, wobei
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1 schematisch
eine Ansicht einer Vorrichtung des Standes der Technik im Schnitt
und von der Seite,
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2 eine
Draufsicht von 1,
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3 schematisch
eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Schnitt und von der Seite,
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4 eine
Draufsicht von 3,
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5 eine
vergrößerte Ansicht
der Spinneinheit von 3,
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6 eine
perspektivische Ansicht der Spinneinheit der Vorrichtung,
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7 schematisch
eine Ansicht einer Abwandlung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt
und von der Seite und
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8 eine
Draufsicht von 7
zeigt.
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In
den 1 und 2 ist die Vorrichtung des Standes
der Technik dargestellt, die das Ziehen der von einer Spinndüse 11 kommenden
Glasfilamente 10 und ihr Aufwickeln auf einer Wickelmaschine 12 erlaubt.
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Diese
Vorrichtung umfasst einen Fadenzug 13, der das Vorspinnen
der Filamente erlaubt, wenn sie von der Spinndüse 11 herabfallen,
einen drehbaren Ziehzylinder 20, um welchen sich die vom
Fadenzug kommenden Filamente 10 zur Form einer Bahn aufwickeln
und an die Oberfläche 21 des
Zylinders, im Wesentlichen über
dessen gesamte Breite und in einer Ablegelinie L, andrücken, eine
Spinneinheit 30, die einerseits einen wegklappbaren Spinnabstreifer 31,
der im Wesentlichen mit 270° zur
Ablegelinie L der Filamente angeordnet ist und zum Ablösen der Filamente
dient, wenn sie an der Oberfläche 21 des Zylinders
angeschlagen sind, und andererseits ein Aufnahmeelement 32 für die abgelösten Filamente, das
kegelförmig
ist, umfasst, und einen Seelenfaden 40, der durch das Aufnahmeelement 32 führt und
um welchen sich die Filamente 10 wickeln, wobei der von den
Filamenten umgebene Seelenfaden auf der Wickelmaschine 12 aufgespult
wird.
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Die
Vorrichtung des Standes der Technik umfasst weiterhin eine Vorspinneinheit 50,
die aus einer drehbaren Vorspinntrommel 51 und einem Vorspinnabstreifer 52 besteht,
der in der Lage ist, zwischen einer Ruheposition und einer Arbeitsposition
bewegt oder geschwenkt zu werden, in welcher der Abstreifer an die
Oberfläche 21 des
Zylinders zu Beginn des Ziehens der Filamente oder bei einem Neustart
des Ziehens der Filamente nach deren Zerbrechen angedrückt wird.
Die drehbare Trommel 51 enthält eine Innenwelle 53,
um welche sich die Filamente aufwickeln, die über den Abstreifer 52 in
die Trommel geschleudert worden sind.
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Nach
der Vorspinneinheit 50 und vor der Spinneinheit 30 ist
ein System 60 zum Beschichten der Filamente, beispielsweise
vom Typ einer Sprüheinrichtung,
vorgesehen, das eine hin- und hergehende Translationsbewegung parallel
zur Drehachse des Zylinders 20 derart ausführt, dass
die gesamte Filamentbahn, die sich um den Zylinder dreht, besprüht wird.
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Die
Vorrichtung des Standes der Technik arbeitet wie folgt: Der Seelenfaden 40,
der von einer nicht in den 1 und 2 dargestellten
Fadenspule kommt, wird bis zur Wickelmaschine 12 gezogen,
wobei er das Aufnahmeelement 32 der Spinneinheit von einem
Ende zum anderen parallel zur Drehachse und mittig durchläuft, während die
Filamente 10, die von der Spinndüse 11 herabfallen,
manuell an die Oberfläche 21 des
Zylinders gebracht werden, um dort angedrückt zu werden. Die Filamente
wickeln sich um den sich drehenden Zylinder 20 auf, und
die Vorspinn einheit 50 wird zu Beginn des Ziehens der Filamente,
d.h. zu Beginn der Umdrehung des Zylinders, in Tätigkeit versetzt. Die Filamentbahn
wird mittels des Abstreifers 52 abgelöst und die Filamente werden
in die Trommel 51 von der Zentrifugalkraft geschleudert,
die ihnen während
ihrer Umdrehung um den Zylinder 20 verliehen worden ist.
Sie werden dann um die Innenwelle 53 der Trommel 52 aufgenommen
und bilden schnell Abrieb, der manuell von einer Bedienkraft, beispielsweise
mittels eines Fadenzugs, entfernt wird, um eine zu große Ansammlung
in der Trommel 51 zu verhindern.
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Wenn
der Ziehvorgang als ordnungsgemäß angesehen
wird, d.h., wenn die Umdrehungsgeschwindigkeit des Zylinders derart
den Sollwert erreicht hat, dass der Durchmesser der Filamente die gewünschte Größe besitzt,
wird der Abstreifer 52 der Vorspinneinheit 50 derart
in Ruheposition angehoben, dass die Filamentbahn mit ihrer Umdrehung
bis zum Spinnabstreifer 31 fortfährt. Der schwenkbare Spinnabstreifer 31 ist
derart in abgesenkte Position gebracht worden, dass seine Klinge
auf der Oberfläche 21 des
Zylinders derart aufliegt, dass sich die Filamente von der Oberfläche 21 lösen und
auf der Gleitfläche 33 des
Abstreifers sich fortbewegen, die in Richtung des Aufnahmeelements 32 geneigt
ist, zu welchem die Filamente geführt werden, wobei das Aufschleudern
der Filamente von der Zentrifugalkraft begünstigt wird, die ihnen bei
ihrer Umdrehung um den Zylinder mitgeteilt worden ist. Das Aufnahmeelement 32 besitzt
eine Rückführungswand 34,
die in der Lage ist, die Filamente zu dem Seelenfaden 40 zurückzuschicken,
der von einer Seite zu anderen und längs das Aufnahmeelement durchläuft. Die
Filamente, die sich um den Seelenfaden wickeln, bilden dann ein
Vorgarn M, das bis zur Wickelmaschine 12 gezogen wird,
um dort aufgespult zu werden.
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In
den 3 bis 6 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
dargestellt, wobei die Elemente, die mit der Vorrichtung des Standes
der Technik übereinstimmen,
auch mit denselben Bezugszahlen nummeriert sind.
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Die
mit dem Ziehzylinder 20 versehene erfindungsgemäße Vorrichtung
umfasst weiterhin eine Spinneinheit 30 und eine Vorspinneinheit 50 sowie Mittel 40,
die aus einem Zugfaden bestehen, zum Führen der Bahn von der Spinneinheit
bis zur Wickelmaschine,. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass
die Vorspinneinheit 50 nach der Spinneinheit 30 und
vorzugsweise mit mindestens 270° zur
Ablegelinie L derart angeordnet ist, dass die Filamente, indem so
die Abwärtsbewegung
des Zylinders ausgelöst
wird, leichter von dem Vorspinnabstreifer 52 erfasst werden.
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Diese
neue erfindungsgemäße Anordnung erlaubt
es, dass nur noch eine Bedienkraft beschäftigt zu werden braucht, da
sie auf der Vorderseite des Zylinders 20 derart bleiben
kann, dass sie den Abrieb, der sich um die Welle 53 der
Vorspinneinheit 50 während
des Betriebs der Vorrichtung aufgewickelt hat, abzieht, wobei sie
das Ziehen der Filamente ab der Spinndüse 11 überwacht,
um sofort bei einem Zerbrechen der Filamente eingreifen zu können. Der Abrieb
rollt sich so viel leichter auf, da die Filamente in der absteigenden
Richtung des Zylinders gezogen werden. Ein gemeinsamer Abfallschacht 14 genügt, um den
Abrieb und im Falle eines Bruchs das Glas aufzunehmen.
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Außerdem hat
die Anordnung der Vorspinneinheit des Standes der Technik vor der
Spinneinheit den Nachteil, dass zum Zeitpunkt des Anhebens des Vorspinnabstreifers,
um die Bahn bis zum Spinnabstreifer kommen zu lassen, die Gefahr
besteht, dass die Klinge des Vorspinnabstreifers einige vorhandene
Filamente mitnimmt, wodurch die Filamentbahn, die zur Spinneinheit
kommt, beschädigt
wird.
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Weiterhin
unterscheidet sich die Spinneinheit 30, die den Abstreifer 31 und
das Aufnahmeelement 32 umfasst, von derjenigen des Standes
der Technik darin, dass das Aufnahmeelement 32 keine konische
Form aufweist. Die konische Form des Standes der Technik zum Ausgang
des Seelenfadens in Richtung der Wickelmaschine erlaubt es, die strömende Luft
zu kanalisieren, um das Aufwickeln der Filamente um den Seelenfaden
zu erleichtern und die Führung
des mit den Filamenten umwickelten Fadens zu begünstigen. Diese Aufgabe wird
erfindungsgemäß anders
gelöst.
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Die
in den 5 und 6 gezeigte Spinneinheit enthält eine
Rückwand 36,
deren Breite gleich derjenigen des Zylinders 20 ist, Seitenwände 35 und
eine Längsrückseite 34 mit
zylindrischer Form, die eine Längsvorderseitenöffnung 37 begrenzt,
wobei die Rückseite 34 eine
Funktion hat, die gleich der Rückführungswand
des Standes der Technik ist.
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Die
Rückwand 36 ist
in der Schräge
der Gleitfläche 33 des
Spinnabstreifers geneigt. Vorzugsweise ist der Abstreifer 31 fest
mit der Rückwand 36 verbunden,
um für
eine vollkommene Kontinuität
der Gleitfläche
für die
Filamente zu sorgen, weiterhin hat diese feste Verbindung den Vorteil,
dass nur ein einziges Teil geschwenkt zu werden braucht. Außerdem sind
vorteilhafterweise, um das Gleiten der Filamente zu optimieren,
Rückwand 36 wie
Gleitfläche 33 des Abstreifers
geprägt.
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Die
zylindrische Form der Rückseite 34 ergibt
eine Konkavität,
die eine Umlenkfläche
für die strömende Luft
bildet, um das Aufwickeln der geschleuderten Filamente um den Zugfaden 40 zu
erleichtern.
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Die
Seitenwand 35, die sich auf der Seite der Wickelmaschine 12 befindet,
ist mit einer Öffnung 38 versehen,
die den Austritt des von den Filamenten umgebenen Zugfadens zur
Wickelmaschine ermöglicht,
wobei der Zugfaden 40 von einer Spule 41 abgewickelt
und in das Aufnahmeelement 32 mit einer Diagonalen geführt wird,
die ab dem seitlichen unteren Ende 39 der Öffnung 37 geht,
die sich vor der mit der Öffnung 38 versehenen
Seitenwand 35 befindet, und welche in die Öffnung 38 mündet. Der
Zugfaden 40 kann vorteilhafterweise zu dem Ende 39 von
einem Venturirohr 42 gebracht werden, welches das Ansaugen
und das Ziehen des Fadens sicherstellt, damit dieser in der Öffnung 38 manuell
mit einem nicht dargestellten Zuhaltestift zurückgewonnen werden kann.
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Der
von dem Zugfaden verfolgte diagonale Weg bedeutet, dass der Abstand
zwischen der Filamentbahn und dem Zugfaden, der an dem Ende 39 vorbeiläuft, derart
minimiert wird, dass nach Auftreffen der Bahn auf der Gleitfläche 33 des
Abstreifers nach ihrem Ablösen
durch die Klinge 31a des Abstreifers erste Filamente be ginnen
können,
sich aufzuwickeln, um die nächsten
der Bahn wie bei einem sich bildenden Schneeball mitzureißen, was
ein besseres Aufwickeln der Filamente gewährleistet, im Gegensatz zum
Stand der Technik, der einen Seelenfaden zeigt, der mittig in dem
länglichen
Element angeordnet ist, das die Glasfilamente aufnimmt.
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Der
erfindungsgemäße Zugfaden
besteht nicht notwendigerweise aus einem Kunststoff wie im Stand
der Technik, sondern kann einfach aus Glas bestehen. Der Zugfaden
hat nicht als vordringliche Aufgabe, die Herstellung eines widerstandsfähigeren Fadens
zu gewährleisten,
sondern dient vor allem als Faden für die Führung und den Neustart. Dieser
Zugfaden ist zur Bildung des Vorgarns notwendig, um es anschließend bis
zur Wickelmaschine zu ziehen und dort aufzuwickeln.
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Wenn
das Aufwickeln des Vorgarns auf der Wickelmaschine begonnen hat,
ist der Zug- oder Führungsfaden
nicht mehr unerlässlich,
da die Filamente des Vorgarns, die durch dessen Aufwicklung gezogen
werden, automatisch die Filamente zum Ablösen vom Zylinder bringen. Dazu
ist am Ausgang des Venturirohrs 42 ein Querschneider 43 vorgesehen,
der dazu dient, den Zufaden nach Beginn des Aufwickelns des Vorgarns
zu zerschneiden.
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Selbstverständlich ist
bei einem Zerbrechen des Vorgarns der Zugfaden, der dann als Neustartfaden
bezeichnet wird, wieder unerlässlich,
um das Aufwickeln der Filamente um ihn erneut zu starten, wenn sie
sich vom Zylinder gelöst
haben.
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Der
Zugfaden 40 hat auch den Vorteil, dass er die Anordnung
der Wickelmaschine 12 an einer beliebigen Stelle in Bezug
auf die Spinneinheit ermöglicht,
unabhängig
davon, ob auf derselben Höhe oder
einer Höhe,
welche die Bahn nach der Spinneinheit nicht geradlinig macht, wobei
der Zugfaden somit einen Faden zur Führung und zur gesamten Unterstützung des
gesamten Vorgarns bildet, was dessen Führung in einer gewundeneren
Bahn erleichtert, und die Gefahr eines Zerbrechens des Vorgarns
verringert. Der Faden 40 bildet vor allem einen erfindungsgemäßen Zugfaden
und nicht notwendigerweise einen Seelenfaden, da er im Allgemeinen
nach Beginn des Aufspulens des Vorgarns zerschnitten wird.
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Schließlich kann
durch die zwei oder mehreren Zugfäden die einzige Bedienkraft
zwei oder mehrere Vorgarne in einem einzigen Arbeitsgarn erneut starten,
was es erlaubt, die Produktivität
der Anlage beträchtlich
zu erhöhen.
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Weitere
Besonderheiten vervollständigen
die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Nach der Öffnung 38 ist
eine "Vordreheinrichtung" 70 angeordnet,
die aus einem ringförmigen
Organ besteht, das sich mit hoher Geschwindigkeit dreht und von
dem Vorgarn durchlaufen wird, um dieses sich um selbst aufzuwickeln
und abzurunden. Es ist jedoch noch erforderlich, nach der Einrichtung 70 das
Volumen des Vorgarns derart einzustellen, dass dieses nicht struppig wird,
was seine Verarbeitung unmöglich
macht, wobei jedoch die Filamente in der Ausrichtung des Vorgarns
bleiben. Es ist daher eine Düse 71 zum
Einblasen von Luft, die sich unmittelbar nach der Einrichtung 70 befindet,
vorgesehen, um die Filamente stärker
zu vermengen und die Außenfläche des
Vorgarns zu glätten.
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Ein
System 72 für
das Unter-Spannung-Halten, das aus dem Stand der Technik bekannt
ist und aus gegeneinander versetzt angeordneten Stäben derart
besteht, dass das Vorgarn zwischen diesen Stäben durchläuft, ist nach der Düse 71 angeordnet, um
dem Vorgarn die Spannung zu verleihen, die für den ordnungsgemäßen Aufbau
der Spule erforderlich ist, die eine Dichte von 400 kg/m3 erreichen soll.
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Vorteilhafterweise
ist ein zweites Sprühsystem 61 (3)
vorgesehen, das nach der Vorspinneinheit 50 und vor der
L-förmigen
Linie zum Ablegen der Filamente angeordnet ist, um die Oberfläche 21 des
Zylinders 20 mit Schlichte zu versehen, um eine perfekte
Beschichtung der Innenfläche
der Bahn aus Filamenten zu gewährleisten,
die an der Oberfläche 21 des
Zylinders kleben.
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Außerdem ist,
anders als im Stand der Technik, wo die Zuführung der Filamente vom Fadenzug 13 bis
zum Zylinder 20 manuell erfolgt, erfindungsgemäß ein nicht
dargestellter Gelenkarm vorgesehen, um die Filamente auf dem Zylinder
mechanisch anzuordnen.
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Schließlich ist
es möglich,
eine wie in den 7 und 8 dargestellte
Abwandlung der Vorrichtung vorzusehen, in welcher eine einzige Vorspinneinheit 50 und
zwei Spinneinheiten 30 angeordnet sind, wobei jede Spinneinheit
einen Abstreifer enthält,
dessen Klinge 31a eine Länge besitzt, die der Anzahl
der Filamente entspricht, die abgelöst werden sollen, um die Filamentbahn
in zwei getrennte Teile zu unterteilen, um mit zwei entsprechenden
Zugfäden
auf zwei einzelnen Wickelmaschinen zwei Vorgarne zu erspinnen.
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Die
Anordnung der Vorspinneinheit 50 nach den zwei Spinneinheiten
erlaubt es insbesondere, dass nur eine Spinneinheit betrieben wird,
um erforderlichenfalls nur einen Teil der Bahn aufzuspulen, beispielsweise
für Versuche,
wobei der andere Teil der Bahn von der Vorspinneinheit gewonnen
wird, um direkt in den Abfallschacht 14 geschickt zu werden.
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Ein ähnlicher
Fall, nämlich
dann, wenn zwei Spinneinheiten nacheinander angeordnet sind, wovon
nur eine betrieben wird, kann nicht mit einer Vorrichtung des Standes
der Technik realisiert werden, da die Vorspinneinheit, die sich
vor den zwei Spinneinheiten befindet, deshalb die gesamte Bahn und nicht
nur einen Teil davon, damit der andere Teil dem Spinnen zur Verfügung steht,
ablösen
würde.
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Auf
dieselbe Weise können
alle Varianten vorgesehen werden, die aus einer Vorspinneinheit und
außerdem
aus zwei Spinneinheiten bestehen, um gleichzeitig so viele Vorgarne
wie einzelne Wickelmaschinen mittels genauso vielen Zugfäden zu erzeugen.