-
VERWANDTE
ANMELDUNG
-
Die
Anmeldung erhebt gemäß 35 U.
S. C. § 119(e)
gegenüber
der provisorischen US-Anmeldung Nr. 60/216,806, eingereicht am 7.
Juli 2000, deren gesamter Inhalt hiermit zur Bezugnahme aufgenommen
wird, Priorität.
-
ALLGEMEINER STAND DER
TECHNIK
-
1. Gebiet
der Erfindung
-
Die
vorliegende Erfindung betrifft elektrische Stromoberwellenunterdrückung.
-
2. Beschreibung des Stands
der Technik
-
Mechanische
Lasten, wie geschaltete Reluktanzmaschinen (SRMs), die durch Zerhacken
eines Gleichstroms in intermittierende Pulse funktionieren, erzeugen
große
Mengen an Stromoberwellen, wodurch Erwärmung und andere Störungen hervorgerufen
werden, welche sich negativ auf umliegende Geräte auswirken. Herkömmlicherweise
wurden passive Kondensator-Induktor-Filter verwendet, um solche Stromoberwellen
zu unterdrücken.
Dieser herkömmliche
Ansatz bei der Unterdrückung
von Stromoberwellen ist jedoch aufgrund der großen Größe und des hohen Gewichts der
erforderlichen Kondensatoren und Induktoren, insbesondere bei Hochleistungsanwendungen,
mit Nachteilen verbunden. Ferner muss die herkömmliche passive Kondensator-Induktor-Filteranordnung
entweder für
eine bestimmte Grundfrequenz der Stromoberwellen ausgelegt oder
darauf abgestimmt sein. Da viele mechanische Lasten über eine
Bandbreite an Umdrehungen/Minute arbeiten, was zu einer Reihe von
Grundfrequenzen für
die resultierenden Stromoberwellen führt, kann die herkömmliche
passive Kondensator-Induktor-Filteranordnung
nicht einfach umgesetzt werden, um Stromoberwellen zu unterdrücken, die
durch solche Geräte
erzeugt werden.
-
JP 01 286770 A ,
veröffentlicht
am 17. November 1989, offenbart eine Gleichstromquelle mit geringer
Pulsation. Die Gleichstromquelle weist einen Halbleiterwandler,
eine Drossel, einen Spannungsdetektor und einen aktiven Filter auf,
um einer Last Leistung zuzuführen.
-
Der
aktive Filter weist einen Regler auf, welcher die Spannungspulsation
von der Stromquelle liest und ein Strombefehl-Schalt-Torsignal erzeugt, um
einen Spannungsabfall über
einen Induktor hinweg herbeizuführen,
um Spannungspulsation auf der Sammelschiene zu beseitigen.
-
KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
-
Gemäß der vorliegenden
Erfindung werden die oben genannten Nachteile der herkömmlichen Technik
zur Unterdrückung
von Stromoberwellen durch die Verwendung eines aktiven Filters beseitigt, welcher
Stromoberwellen überwacht,
die in einer Gleichstromsammelschiene vorhanden sind, und welcher
eine kompensierende Stromwellenform erzeugt, die ungefähr gleich-aber-entgegengesetzt
in Polarität
zu den überwachten
Stromoberwellen der Gleichstromsammelschiene ist. Der aktive Filter
der vorliegenden Erfindung erzeugt die kompensierende Stromwellenform
durch selektives und wiederholtes Aktivieren eines Schalters, welcher
einen Energiespeicherkondensator entlädt, um Strom in die Gleichstromsammelschiene
einzuspeisen, und eines Schalters, welcher über eine Drossel Stromobervellen
von der Gleichstromsammelschiene einfängt. Die Frequenz, mit welcher
der aktive Filter der vorliegenden Erfindung wiederholt den Schalter
aktiviert, um den Energiespeicherkondensator zu entladen, ist ausreichend
größer als
die Grundfrequenz der Stromoberwellen, um die Größe des Energiespeicherkondensators
zu minimieren, insbesondere bei Hochleistungsanwendungen. Weil der
aktive Filter Schaltsignale erzeugt, um wiederholt den Energiespeicherkondensator
zu entladen und Oberwellenstrom von der Gleichstromschiene als eine
Funktion der überwachten
Stromoberwellen einzufangen, ist er darüber hinaus bei einer großen Bandbreite
an Grundfrequenzen für
die Stromverzerrung anwendbar und somit für das Unterdrücken von
Stromoberwellen geeignet, welche durch eine Reihe von Lastbedingungen
erzeugt werden.
-
Gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist eine Anordnung eines aktiven Filters
zum Erzeugen eines kompensierenden Stroms zur Unterdrückung von
Stromoberwellen in einer Gleichstromsammelschiene Folgendes auf:
einen Energiespeicherkondensator, eine Drossel (d.h. einen Induktor),
einen Regler und einen Schaltkreis. Der Regler empfängt eine
Stromoberwellenmessung für
die Gleichstromsammelschiene und gibt Schalt-Torsignale an den Schaltkreis
als Funktion der Stromoberwellenmessung aus. Der Schaltkreis ist wirkungsmäßig mit
dem Energiespeicherkondensator verbunden, um wiederholt den Energiespeicherkondensator
auf der Grundlage von Schalt-Torsignalen aus dem Regler zu entladen,
um Strom in die Gleichstromsammelschiene einzuspeisen. Der Schaltkreis
ist ebenfalls wirkungsmäßig mit
der Drossel verbunden, um wiederholt Stromoberwellen von der Gleichstromsammelschiene
zur Erde einzufangen.
-
In
einer Ausführungsform
ist der Schaltkreis eine Halbbrücken-Wechselrichter-Konfiguration,
welche zwei Schalter und zwei anti-parallele Dioden aufweist, die
mit den Schaltern verbunden sind. In dieser Ausfüh rungsform ist die Ausgangsdrossel
zwischen der Gleichstromsammelschiene und der Verbindungsstelle
zwischen dem ersten und dem zweiten Schalter verbunden, und der
Energiespeicherkondensator ist zwischen den zwei Enden des Halbbrücken-Wechselrichters
verbunden. Wenn der erste Schalter durch den Filterregler auf einen
EIN-Zustand eingestellt ist, entlädt der Energiespeicherkondensator,
um Strom in die Gleichstromsammelschiene einzuspeisen. Wenn der
zweite Schalter durch den Filterregler auf einen EIN-Zustand eingestellt
ist, werden Stromoberwellen aus der Gleichstromsammelschiene eingefangen,
um durch die Drossel zu erden. Wenn sowohl der erste als auch der
zweite Schalter im AUS-Zustand sind, wird Energie, die in der Drossel
gespeichert ist, über
eine der anti-parallelen Dioden fließen, um den Energiespeicherkondenstor
zu laden. Der Filterregler beschränkt die EIN-Dauer des ersten
und des zweiten Schalters gemäß einem
Schalt-Taktsignals. Durch die Verwendung eines Schalt-Taktsignals,
das eine hohe Frequenz in Bezug zur Grundfrequenz der Stromoberwellen
aufweist, wird der Filterregler den ersten und den zweiten Schalter
während
jeder Periode der Stromoberwellen wiederholt aktivieren, wodurch
einem relativ kleinen Energiespeicherkondensator ermöglicht wird,
ausreichend Strom während
jeder Periode der Stromoberwellen zu entladen, um die Stromoberwellen
annähernd
zu versetzen.
-
In
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung erzeugt der Filterregler die Tor-Schaltsignale
für den
ersten und den zweiten Schalter durch Vergleichen einer dualen Hochfrequenz-Dreieckwelle,
welche als Schalt-Taktsignal
dient, mit einem Fehlersignal, welches den Unterschied zwischen
der Stromoberwellenmessung und dem kompensierenden Strom anzeigt.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
-
Weitere
Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der
folgenden detaillierten Beschreibung und unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
hervorgehen.
-
Es
zeigen:
-
1 eine
beispielhafte Ausführungsform eines
aktiven Filters, welcher Stromoberwellen in einer Gleichstromsammelschiene
gemäß den Grundsätzen der
vorliegenden Erfindung unterdrückt;
-
2 eine
Konfiguration eines aktiven Filters zum Unterdrücken von Stromoberwellen in
einer Gleichstromsammelschiene gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
3 eine
Konfiguration eines Filterreglers für den aktiven Filter, der in 2 dargestellt
ist, gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
-
4 eine
Reihe von Wellenformen, welche die Wirkungsgrundsätze des
aktiven Filters gemäß der vorliegenden
Erfindung darstellen; und
-
5A und 5B die
Reihe an Wellenformen, die in 4 dargestellt
sind, im Detail, um die Wirkungsgrundsätze des aktiven Filters gemäß der vorliegenden
Erfindung weiterhin darzustellen.
-
DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG
-
1 zeigt
eine beispielhafte Ausführungsform
eines aktiven Filters 100 zum Unterdrücken von Stromoberwellen in
einer Gleichstromschiene 300, die durch eine Oberwellenquelle 200,
wie eine SRM, erzeugt werden, gemäß der vorliegenden Erfindung. Der
aktive Filter 100 weist Folgendes auf: 1) einen Energiespeicherkondensator 103;
2) eine Ausgangsdrossel (d.h. einen Induktor) 104; 3) einen
Schaltkreis 120; und 4) einen Filterregler 150.
Wie in 1 zu sehen, ist die Ausgangsdrossel 104 zwischen
dem Schaltkreis 120 und der Gleichstromsammelschiene 300 verbunden,
der Schaltkreis ist verbunden, um Steuersignale vom Filterregler 150 zu
empfangen, und beide Klemmen des Energiespeicherkondensators sind
mit dem Schaltkreis 120 verbunden. Der Filterregler 150 empfängt Stromoberwellenmessungen von
einem ersten Stromsensor 10, nachdem die Gleichstromkomponente
des gemessenen Stroms entfernt wurde (nicht in 1 dargestellt),
um die Stromoberwellen in der Gleichstromsammelschiene 300 zu überwachen.
Der Filterregler 150 empfängt auch Messungen kompensierenden
Stroms von einem zweiten Stromsensor 20.
-
Bei
der in 1 dargestellten Konfiguration überwacht der Filterregler 150 Stromoberwellen,
die in der Gleichstromsammelschiene 300 vorhanden sind,
und erzeugt Schalt-Torsignale als Funktion der Stromoberwellenmessungen,
um wiederholt den Schaltkreis 120 zu aktivieren, um den
Energiespeicherkondensator 103 zu entladen, um Strom in
die Gleichstromsammelschiene einzuspeisen, und um wiederholt den
Schaltkreis 120 zu aktivieren, um Stromoberwellen aus der
Gleichstromsammelschiene über
die Ausgangsdrossel 104 einzufangen, wodurch ein kompensierender
Strom erzeugt wird, der ungefähr
gleich-aber-entgegengesetzt in Polarität zu den Stromoberwellen ist.
Dieser Vorgang wird aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung deutlicher hervorgehen.
-
2 zeigt
eine Konfiguration des aktiven Filters 100 gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Wie in 2 dargestellt,
weist der Schaltkreis 120 einen ersten Schalter 122a und
einen zweiten Schalter 122b auf, welche N-Kanal bipolare Transistoren
mit isoliertem Tor (IGBT) in der in 2 dargestellten
Ausführungsform
sind. Für
den ersten Schalter 122a ist der Kollektor mit einer ersten
Klemme des Energiespeicherkondensators 103 verbunden, der
Sender ist mit dem Kollektor des zweiten Schalters 122b und
der Ausgangsdrossel 104 verbunden, und das Tor ist verbunden,
um erste Schalter-Torsignale 156a vom Filterregler 150 zu
empfangen. Für
den zweiten Schalter 122b ist der Sender mit der Erde verbunden,
der Kollektor ist mit dem Sender des ersten Schalters 122a und
der Ausgangsdrossel 104 verbunden, und das Tor ist verbunden,
um zweite Schalter-Torsignale 156b vom Filterregler 150 zu
empfangen. Der Schalterkreis 120 weist ferner ein Paar
anti-paralleler Dioden 124a, 124b auf. Die Anode
der ersten anti-parallelen Diode 124a ist mit dem Sender
des ersten Schalters 122a verbunden und die Kathode der
ersten Diode 124a ist mit dem Kollektor des ersten Schalters 122a verbunden.
Die Anode der zweiten Diode 124b ist mit dem Sender des
zweiten Schalters 122b und die Kathode der zweiten Diode 124b mit
dem Kollektor des zweiten Schalters 122b verbunden. Somit
ist der Schaltkreis 120, der gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt ist, als Halbbrücken-Wechselrichter
konfiguriert.
-
Der
Filterregler 150 gibt das erste und das zweite Schalter-Torsignal 156a, 156b an
den ersten bzw. den zweiten Schalter 122a, 122b aus.
Wie weiter unten detaillierter beschrieben werden wird, erzeugt
der Filterregler 150 das erste und das zweite Schalter- Torsignal 156a, 156b als
Funktion von Stromoberwellenmessungen aus dem ersten Stromsensor 10 und
von Messungen kompensierenden Stroms aus dem zweiten Stromsensor 20.
Wie in 2 gezeigt, wird zwischen dem ersten Stromsensor 10 und
dem Filterregler 150 ein Gleichstromentfernungskreis 12 bereitgestellt,
um die Wechselstromkomponente (d.h. Oberwellen) des vom ersten Stromsensor 10 gemessenen
Stroms zu extrahieren. Der Gleichstromentfernungskreis 12 weist
eine Tiefpassfilterschleife 14 auf, welche die Gleichstromkomponente
des vom ersten Stromsensor 10 gemessenen Stroms einem Kombinator 16 zuführt, welcher auch
direkt den gemessenen Strom empfängt,
wodurch die Gleichstromkomponente davon entfernt wird.
-
Bei
der in 2 dargestellten Schaltkreiskonfiguration entlädt – wenn das
erste Schalt-Torsignal 156a den ersten Schalter 122a in
einen EIN-Zustand setzt – der
Energiespeicherkondensator 103, um Strom in die Gleichstromsammelschiene 300 einzuspeisen.
Andererseits werden – wenn
das zweite Schalt-Torsignal 156b den zweiten Schalter 122b in einen
EIN-Zustand setzt – Stromoberwellen
aus der Gleichstromsammelschiene 300 gefangen, um durch die
Ausgangsdrossel 104 zu erden.
-
Wenn
sowohl der erste als auch der zweite Schalter 122a, 122b AUS
sind, wird Energie, die in der Ausgangsdrossel 104 gespeichert
ist, über
die erste anti-parallele Diode 124a hinweg fließen, um den
Energiespeicherkondensator 103 zu laden. Wie detaillierter
unten beschrieben werden wird, beschränkt der Filterregler 150 die
EIN-Dauer des ersten und des zweiten Schalters 122a, 122b gemäß einem
Schalt-Taktsignal, welches eine hohe Frequenz in Bezug zur Grundfrequenz
der Stromoberwellen aufweist, wodurch der erste und der zweite Schalter 122a, 122b wiederholt
in den EIN-Zustand während jeder
Periode der Stromoberwellen gesetzt werden und wodurch somit ermöglicht wird,
dass der Energiespeicherkondensator 103 relativ klein ist, während er
noch immer ausreichend kompensierenden Strom entlädt.
-
3 zeigt
eine beispielhafte Konfiguration des Filterreglers 150.
Der Filterregler 150 weist einen Kombinator 152 auf,
der die Stromoberwellenmessung aus dem ersten Stromsensor 10 (über den Gleichstromentfernungskreis 12)
und die Messung des kompensierenden Stroms aus dem zweiten Stromsensor 20 kombiniert,
um ein Fehlersignal zu erzeugen. Der aktive Filterregler 150 weist
darüber hinaus
eine erste Vergleichsvorrichtung 154a und eine zweite Vergleichsvorrichtung 154b auf,
um das erste und das Zweite Schalt-Torsignal 156a bzw. 156b zu
erzeugen. Der positive Eingang der ersten Vergleichsvorrichtung 154a empfängt das
Fehlersignal vom Kombinator 152, und der negative Eingang der
ersten Vergleichsvorrichtung 154a empfängt ein Schalt-Taktsignal,
welches die Dauer eines EIN-Zustands für die ersten Schalt-Torsignale 156a begrenzt.
Der negative Eingang der zweiten Vergleichsvorrichtung 154b empfängt das
Fehlersignal, das von der Addiervorrichtung 152 ausgegeben
wird, und der positive Eingang der zweiten Vergleichsvorrichtung 154b empfängt das
Schalt-Taktsignal, welches die Dauer eines EIN-Zustands der zweiten
Schalt-Torsignale 156b begrenzt. Das in der Ausführungsform von 3 dargestellte
Schalt-Taktsignal ist eine duale Dreieckwellenform (DTW).
-
Die
Schaltfrequenz des Schaltkreises 120 ist eine Funktion
der DTW-Frequenz, welche vorrangig die Filterungsbandbreite des
aktiven Filters 100 bestimmt. Die Filterungsbandbreite
des aktiven Filters 100 wird bei höheren Schaltfrequenzen des
Schaltkreises 120 höher
sein. Oberwellen, die in der Gleichstromsammelschiene 300 durch
Hochfrequenzschalten des Schaltkreises 120 erzeugt werden,
können einfach
unter Verwendung eines kleinen Kondensators (nicht dargestellt)
gefiltert werden. Durch Verwendung der DTW als Schalt-Taktsignal
in der Ausführungsform
von 3, wird Schaltungsverlust reduziert (z.B. im Vergleich
zur Verwendung einer einzelnen Dreieckwellenform als Schalt-Taktsignal),
da das Schalten durch den Schaltkreis 120 unterdrückt werden
wird, wenn das Fehlersignal aus dem Kombinator 152 klein
ist. Obwohl ein DTW-Schalt-Taktsignal in der in 3 dargestellten
Ausführungsform verwendet
wird, sollte erkannt werden, dass andere Schalttechniken, z.B. ein
Hysterese-Schaltverfahren oder ein Schaltverfahren unter Verwendung
einer einzelnen Dreieckwellenform, verwendet werden können.
-
Bei
der Konfiguration des in 3 dargestellten Filterreglers 150 gibt
die erste Vergleichsvorrichtung 154a ein erstes Schalt-Torsignal 156a für den EIN-Zustand aus, wenn
das Fehlersignal größer als
das Schalt-Taktsignal ist (d.h. wenn die Stromoberwellenmessung
größer als
der kompensierende Strom und das Fehlersignal größer als das Schalt-Taktsignal
ist).
-
Andererseits
gibt die zweite Vergleichsvorrichtung 154a ein zweites
Schalt-Torsignal 156b für den
EIN-Zustand aus, wenn das Fehlersignal geringer als das Schalt-Taktsignal ist (d.h.
wenn die Stromoberwellen geringer als der kompensierende Strom sind
und wenn das Fehlersignal geringer als das Schalt-Taktsignal ist).
Die Schalt-Torsignale 156a, 156b, die von der
ersten und der zweiten Vergleichsvorrichtung 154a, 154b ausgegeben
werden, werden nicht gleichzeitig in einem EIN-Zustand sein. Um
die Dauer des EIN-Zustands der Schalt-Torsignale 156a, 156b effektiv
zu begrenzen, wird den Fachleuten klar sein, dass die Spitzenamplitude
des Schalt-Taktsignals
größer eingestellt
wird als die mediane Amplitude des Fehlersignals. Die Frequenz des
Schalt-Taktsignals,
fst, ist vorzugsweise in Bezug auf die Grundfrequenz
der Stromoberwellen, fch, hoch, wodurch dem
Energiespeicherkondensator 103 ermöglicht wird, während jeder
Periode der Stromoberwellen wiederholt zu laden und zu entladen,
so dass die Größe des Energiespeicherkondensators 103 minimiert
werden kann. Zum Beispiel kann fst ein Vielfaches
von fch sein, z.B. fst 10 × fch für
einen Nominalwert fch der Oberwellenquelle 200.
-
Als
nächstes
wird der Betrieb der in 1 bis 3 dargestellten
Ausführungsform
des aktiven Filters 100 unter Bezugnahme auf die in 4 und 5A–B gezeigten
Wellenformen erklärt.
Zunächst ist
festzustellen, dass die Wellenformen von 4 und 5A–B lediglich
bereitgestellt werden, um Grundsätze
der vorliegenden Erfindung darzulegen und daher nicht als Einschränkung des
Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung auszulegen sind. Die Wellenformen
von 4 und 5A–B basieren auf
folgenden Parametern/Werten: (1) Grundfrequenz der Stromoberwellen
von 12,6 kHz (entspricht einer Gleichstrompulszerhackrate von 12,6
kHz, die von der Last ausgeführt
wird); (2) ein Energiespeicherkondensator mit 120 F; (3) eine Ausgangsdrossel
mit 5 H; und (3) ein DTW-Schalt-Taktsignal mit einer 9 Amp Spitzenamplitude
und einer Frequenz von 100 kHz. Die in 4 und 5A–B gezeigten
Wellenformen gelten für
das Zeitintervall von 4,80 bis 5,0 Millisekunden. Es ist festzustellen,
dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese spezifischen Werte beschränkt ist,
welche in Abhängigkeit
von der praktischen Anwendung der hierin beschriebenen erfinderischen
Konzepte variieren werden.
-
4 zeigt:
den Laststrom (Wellenform (a)), der von der Oberwellenquelle 200 abgezogen
wird; die erzeugten Stromoberwellen (Wellenform (b)); den kompensierenden
Strom (Wellenform (c)), der vom aktiven Filter 100 gemäß den Grundsätzen der
vorliegenden Erfindung erzeugt wird; das Fehlersignal (Wellenform
(d)), das von der ersten und der zweiten Vergleichsvorrichtung 154a, 154b verwendet
wird, um das erste bzw. das zweite Schalt-Torsignal 156a, 156b zu
erzeugen; das DTW-Schalt-Taktsignal
(Wellenform (e)); und das erste und das zweite Schalt-Torsignal 156a, 156b (Wellenform
(f)). 5A zeigt die Wellenformen (a),
(b) und (c) detaillierter, so dass die beispielhaften Stromwerte
der vertikalen Achse (in Ampere) zu sehen sind. 5B zeigt
die Wellenformen (d), (e) und (f) detaillierter, so dass die beispielhaften
Stromwerte der vertikalen Achse (in Ampere) zu sehen sind, um die
Zeitsteuerung des ersten und des zweiten Schalt-Torsignals 156a, 156b zu
zeigen, welche durch den Filterregler 150 in Bezug auf
den Zustand des Fehlersignals erzeugt werden.
-
Wie
anhand der Wellenformen (d) und (f) in 4 und 5B zu
sehen ist, wird das erste Schalt-Torsignal 156a wiederholt
in den EIN-Zustand geschaltet, wenn das Fehlersignal größer als
null ist. Somit wird der erste Schalter 122a wiederholt
auf EIN geschaltet, um Strom aus dem Energiespeicherkondensator 103 über den
ersten Schalter 122a und die Ausgangsdrossel 104 zu
entladen, um negativen Oberwellenstrom zu versetzen (d.h. wenn Stromoberwellen
zur Oberwellenquelle 200 fließen). Wie ebenfalls in 4 und 5B zu
sehen ist, wird das zweite Schalt-Torsignal 156b wiederholt
in den EIN-Zustand
geschaltet, wenn das Fehlersignal geringer als null ist. Somit wird
der zweite Schalter 122b des Schaltkreises 120 wiederholt
auf EIN geschaltet, um positive Stromoberwellen zu fangen, um durch die
Drossel 104 zu erden (d.h. wenn die Stromoberwellen von
der Oberwellenquelle 200 wegfließen).
-
Wie
aus den Wellenformen von 4 und 5B hervorgeht,
reagieren die EIN-Zustände
des ersten und des zweiten Schalt-Torsignals 156a, 156b auf Änderungen
in der Polarität
der Stromoberwellen, so dass der erzeugte kompensierende Strom sich
automatisch an Änderungen
in der Frequenz und/oder Amplitude der Stromoberwellen anpasst,
um einen in Bezug auf die Polarität ungefähr gleichen-aber-entgegengesetzten
kompensierenden Strom zu erzeugen. Somit reagiert der aktive Filter 100 gemäß der vorliegenden
Erfindung auf Änderungen
im Betriebszustand der Oberwellenquelle 200, um über eine
große
Bandbreite von fch effektiv zu sein.
-
Die
zuvor gemachten Angaben stellen lediglich die Grundsätze der
Erfindung dar. Es wird geschätzt
werden, dass Fachleute in der Lage sein werden, verschiedene Anordnungen
zu schaffen, welche, obwohl sie nicht ausdrücklich hierin beschrieben oder
gezeigt werden, den Geist und Umfang der vorliegenden Erfindung
verkörpern.
Zum Beispiel werden Fachleute erkennen, dass, obwohl eine beispielhafte
Konfiguration eines Schaltkreises 120 oben detailliert
mit einem Paar IGBT dargestellt wurde, andere Schaltanordnungen
möglich
sind, z.B. unter Verwendung von BJT-Transistoren, MOSFET usw. Ferner
wird Fachleuten klar sein, dass – obwohl eine in 3 dargestellte
beispielhafte Konfiguration eines Filterreglers 150 unter
Verwendung einer gänzlich analogen
Schaltung ausgeführt
werden kann – der Filterregler 150 auf
andere Arten ausgeführt
werden kann, z.B. unter Verwendung einer gänzlich digitalen Schaltung
oder einer Kombination aus digitaler und analoger Schaltung. Diese
und andere Modifikationen an der spezifisch offenbarten Ausführungsform können von
Fachleuten durchgeführt
werden, ohne vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung, der von
den Ansprüchen
definiert wird, abzuweichen.