DE60109688T2 - Führungsmethode und -einrichtung zum Einbringen von Gegenständen in den Grund - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Führen einer Vorrichtung, welche dazu bestimmt ist, für die Erstellung eines Bauwerks Elemente in den Grund einzusetzen, und insbesondere ein Verfahren zum Führen einer Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten zur Erstellung eines Eisenbahngleises, derart, wie in der Patentanmeldung
EP 0 803 609 beschrieben, welche es ermöglicht, die Unterlagsplatten in den Beton einzusetzen auf Höhe einer gegebenen Position mit einer Genauigkeit kleiner ein Millimeter. Die Erfindung betrifft gleichermaßen eine Vorrichtung zum Einsetzen von Elementen in den Boden, welche ein solches Verfahren zur Führung verwendet. - Aus der Schrift
EP 0 803 609 ist eine Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten in Beton bekannt, welche es ermöglicht, schnell ein Eisenbahngleis herzustellen, wobei die Kosten reduziert sind. Eine solche Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten erfordert jedoch, um effizient zu sein, dass die Vorrichtung zum Einsetzen genau platziert wird, um eine genaue Position jeder Unterlagsplatte zu erhalten. Bis zum heutigen Tage werden mit einer solchen Vorrichtung zum Einsetzen Baustellen-Führungsschienen verwendet, die zuvor entlang der Strecke des Eisenbahngleises installiert werden in Bezug auf feste Bezugspunkte, die mittels topographischer Aufnahmen bestimmt werden, um als Bezugspunkte für die Positionierung der Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten zu dienen. - Das vorherige Verlegen von Baustellen-Führungsschienen entlang der Strecke des Eisenbahngleises bringt jedoch den Nachteil mit sich, langwierig zu sein und die Erstellung des Eisenbahngleises beträchtlich zu verlangsamen. Des weiteren ist es notwendig, um eine gute Genauigkeit der Positionierung der Vorrichtung zum Einsetzen zu erhalten, dass der Boden, der die Baustellen-Führungsschienen trägt, perfekt gefestigt ist, um ein Versetzen der letztgenannten unter dem Druck der Auflagepunkte der Vorrichtung zum Einsetzen, welche die Inbezugsetzung der Vorrichtung zum Einsetzen der Unterlagsplatten sicherstellt, zu verhindern. Des weiteren sind die Arbeiten, die auf den Baustellen häufig durchgeführt werden, in der Lage, die Führungsschienen zufällig zu versetzen. Aus der Schrift DE-A-198 08 812 ist ein Verfahren zum Führen einer Vorrichtung bekannt, die dazu bestimmt ist, zur Erstellung eines Bauwerks Elemente in den Grund einzusetzen, gemäß welcher die Vorrichtung durch Vermessungstechnik geführt wird.
- Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist dementsprechend, die Nachteile zu beseitigen, indem ein Verfahren zur Führung offenbart wird, welches das genaue und schnelle Positionieren einer Vorrichtung zum Einsetzen von Elementen in den Grund ermöglicht, und welches einfach und ökonomisch durchzuführen ist.
- Zu diesem Zweck hat die Erfindung ein Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Gegenstand, welche dazu bestimmt ist, Elemente für die Erstellung eines Bauwerks in den Grund einzusetzen, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte aufweist:
Errichtung von topographischen Punkten und Aufnahme der Koordinaten dieser Punkte in ein Bezugssystem X, Y, Z;
Aufstellen einer Messstation in der Nähe des Bauwerks und Bestimmen der Position dieser Messstation in X, Y, Z, indem auf einen oder mehrere der topografischen Punkte Bezug genommen wird;
mittels der Messstation Bestimmen des Abstands und des Winkels, welcher die Einsetzvorrichtung von der Messstation trennt;
Berechnung der Position der Vorrichtung mittels dem gemessenen Abstand und dem gemessenen Winkel und der bekannten Position der Messstation;
das Versetzen der Vorrichtung zum Einsetzen wird durch einen Bordautomaten gesteuert, der mit einem Bordcomputer verbunden ist, entsprechend der Daten des Abstands und der Ausrichtung, die an den Computer ständig von der Messstation übertragen werden, um die Elemente, die von der Vorrichtung zum Einsetzen getragen werden, zu lenken, im wesentlichen in Bezug auf und in die Einsetzachse von gegebenen Positionen, deren Koordinaten in einem Speicher des Computers gespeichert sind. - Gemäss bestimmten Ausführungsformen kann das Verfahren zur Führung gemäss der Erfindung eine oder mehrere der nachfolgenden charakteristischen Eigenschaften aufweisen, sowohl einzeln als auch in jeder technisch möglichen Kombination:
die Messstation weist ein Verfahren zum optischen Messen durch Laser auf, welches mit Reflektoren zusammenwirkt, die von der Vorrichtung zum Einsetzen der Elemente getragen werden;
die topografischen Aufnahmen werden auf Höhe unterschiedlicher Bezugspunkte durchgeführt, die entlang des Bauwerks verteilt sind, und die Messstation wird nach und nach mit dem Vorrücken der Vorrichtung zum Einsetzen auf den Punkt der topografischen Aufnahme versetzt, der es ermöglicht, die genaueste Berechnungspräzision mittels der Messstation zu erhalten;
der Abstand, der die zwei Punkte der zwei aufeinanderfolgenden topografischen Aufnahmen trennt, liegt zwischen 50 m und 100 m, um eine Genauigkeit der Messung der Position der in den Boden eingesetzten Elemente von weniger als 1 mm zu erhalten;
die Vorrichtung zum Einsetzen weist einen Arm auf der die Elemente trägt, wobei der Arm zur Translation und Rotation entlang drei zueinander orthogonalen Achsen motorisiert ist, wobei die Bewegung des Arms durch den Computer gesteuert wird, um die Elemente präzise in Bezug auf und in die Einsetzachse von gegebenen Positionen zu lenken. - das Bauwerk ist ein Eisenbahngleis und die Elemente sind Unterlagsplatten, die dazu bestimmt sind, eine Eisenbahnschiene zu tragen, wobei die Unterlagsplatten in eine noch nicht ausgehärtete Betonplatte eingesetzt werden.
- Die Erfindung betrifft gleichermaßen eine Vorrichtung zum Einsetzen wenigstens eines Elements in den Grund, welche das zuvor beschriebene Verfahren verwendet, wobei sie wenigstens einen Reflektor aufweist, der dazu bestimmt ist, eine von der Messstation erhaltene Strahlung zu reflektieren, und es ermöglicht, mit Präzision den Abstand und den Winkel zu bestimmen, der den Reflektor und die Messstation trennt, und einen Arm, welcher in Translation und in Rotation entlang drei zueinander orthogonalen Achsen motorisiert ist, wobei der Arm die Elemente trägt, die dazu bestimmt sind, in den Grund eingesetzt zu werden, und Reflektoren aufweist, die es ermöglichen, mittels der Messstation den Standort des Arms und der in den Grund einzusetzenden Elemente in dem Raum zu kennen.
- Gemäß bestimmten Ausführungsformen kann die Vorrichtung zum Einsetzen von Elementen in den Grund gemäß der Erfindung eine oder mehrere der nachfolgenden charakteristischen Eigenschaften aufweisen, sowohl einzeln als auch in jeder technisch möglichen Kombination:
die Vorrichtung weist Antriebsräder und/oder Leiträder oder Gleisketten auf, um ein Fahrzeug zu bilden, welches sich eigenständig versetzen kann, wobei das Fahrwerk des Fahrzeugs wiederum mit einem Reflektor ausgestattet ist;
das Fahrzeug weist einen Computer auf, welcher die Daten der Messstation erhält und die Position des Fahrzeugs und des Arms berechnet, wobei der Computer die Signale an den Automaten sendet, um das Versetzen des Fahrzeugs und des Arms zu steuern, um das Einsetzen der Elemente in den Grund an den vorbestimmten Orten sicherzustellen;
die Elemente sind Unterlagsplatten, die dazu bestimmt sind, eine Eisenbahnschiene zu tragen, wobei die Unterlagsplatten in eine noch nicht ausgehärtete Betonplatte eingesetzt werden. - Die Ziele, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden besser verständlich anhand der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung, welche zu nicht begrenzenden Beispielzwecken dargestellt wird, indem Bezug genommen wird auf die beigefügten Zeichnungsfiguren in denen:
-
1 eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten ist, die dazu bestimmt sind, ein Eisenbahngleis zu tragen, unter Verwendung eines Verfahrens zur Führung gemäß dem Stand der Technik; -
2 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten ist, welche ein Verfahren zur Führung gemäß einer bestimmten Ausführungsform der Erfindung verwendet; -
3 eine schematische Aufsicht auf die Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten aus2 in einer Kurve ist; -
4 eine Detailansicht des beweglichen Arms der Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten aus2 ist; -
5 ein Beispiel einer Unterlagsplatte darstellt, welche verwendet werden kann, um ein Eisenbahngleis zu erstellen. - Um das Lesen der Zeichnungsfiguren zu erleichtern, sind nur die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Elemente dargestellt.
-
1 stellt ein Transportfahrzeug11 für eine Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten dar, welches gemäß dem Stand der Technik in Position geführt wird, oberhalb einer Betonplatte10 , bevor der Beton aushärtet. Gemäß1 wird die Führung des Fahrzeugs11 zum Einsetzen von Unterlagsplatten entlang der Strecke des Eisenbahngleises bewerkstelligt mittels zwei Baustellen-Führungsschienen12 , die auf beiden Seiten neben der Betonplatte10 angeordnet sind und als Bezugspunkt für das Positionieren des Fahrzeugs11 dienen. Das Fahrzeug11 zum Einsatz von Unterlagsplatten ist ausgestattet mit einem Laufrad13 zum Halten des Fahrzeugs11 auf dem Gleis12 , welches auf der Oberfläche einer der Führungsschienen12 aufliegt und als Bezugspunkt entlang der Einsetzachse Z dient, und mit zwei Laufrollen13 zum Halten, welche seitlich auf beiden Seiten des zweiten Führungsgleises12 aufliegen und es ermöglichen, das Fahrzeug11 in der Ebene X, Y senkrecht zur Einsetzachse Z auszurichten. - Ein solches Verfahren zur Führung weist den Nachteil auf, dass es erforderlich ist, dass zuerst Baustellen-Führungsschienen während eines langwierigen und sorgfältigen Arbeitsvorgangs gelegt werden müssen, was die Geschwindigkeit des Fortschreitens der Erstellung des Eisenbahngleises beträchtlich verlangsamt.
- Die
2 und3 stellen eine Vorrichtung1 zum Einsetzen von Unterlagsplatten2 dar, welche entlang der Strecke des Eisenbahngleises durch eine bestimmte Ausführungsform des Verfahrens zur Führung gemäß der Erfindung geführt werden. - Gemäß der
2 wird die Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten2 aus einem Fahrzeug1 gebildet, welches auf vier Reifen befestigt ist, von denen zwei Leiträder sind und die beiden anderen Antriebsräder sind, welche es ermöglichen, ein autonomes Versetzen des Fahrzeugs1 in einer gegebenen Richtung sicherzustellen. Das Fahrzeug1 weist eine Hinterseite auf, die mit einem Arm5 ausgestattet ist, welcher in Translation und Rotation entlang den drei orthogonalen Achsen X, Y, Z motorisiert ist, und mit einem Mechanismus ausgestattet ist, der Versetzungen mit einer sehr hohen Genauigkeit ermöglicht. - Der Arm
5 , welcher nur in4 dargestellt ist, besitzt eine allgemeine Form eines H und trägt auf seinem unteren Teil zwei Zylinder6 , an deren Ende die zwei Unterlagsplatten2 befestigt sind, die dazu bestimmt sind, in eine frisch gegossene Betonplatte10 eingesetzt zu werden, wobei die zwei Unterlagsplatten2 durch den Arm5 gehalten werden in einem Abstand voneinander, welcher dem Maß des zu installierenden Gleises entspricht. Der Arm5 ist mit einem Doppel-Inklinometer, nicht dargestellt, ausgestattet, welches fortlaufend die Ausrichtung des Arms5 in Bezug auf die Achsen X und Y misst. - Die Unterlagsplatten
2 , von denen eine ausschließlich in5 dargestellt ist, sind der herkömmlichen Art, und weisen eine Platte21 aus steifem Material auf, wie beispielsweise Gusseisen, und zwei Verankerungen22 , welche jeweils einen mit Gewinde versehenen Stab aufweisen, der es ermöglicht, eine Schiene auf der Unterlagsplatte2 mittels Schrauben zu befestigen. Die Unterlagsplatte2 weist gleichermaßen zwei Stäbe23 zur Lagerung auf, welche eine allgemeine zylindrische Form aufweisen, die den Halt in der Betonplatte10 sicherstellt, sobald diese ausgehärtet ist. - Entsprechend der
4 weist der Arm5 auf seiner Hinterseite drei Reflektoren7 auf, die dazu bestimmt sind, mit einer Messstation3 zusammenzuwirken, die am Rand des zu installierenden Eisenbahngleises angeordnet ist. Ein Reflektor7' ist gleichermaßen auf dem Dach des Fahrzeugs1 angebracht. - Die Messstation
3 , die am Rand der Eisenbahnstrecke angeordnet ist, ist auf einem Dreibein angeordnet, in der Vertikalen eines Grenzpunkts8 der topografischen Aufnahme. Die Messstation3 weist eine Laservorrichtung zum Messen der Distanz auf, die mit einer Sendeoptik und einer Empfangsoptik ausgestattet ist, welche es ermöglichen, mit sehr hoher Genauigkeit die Distanz und den Winkel zu kennen, der die Messstation und die Einheit der Reflektoren7 , welche durch den Arm5 und das Fahrzeug1 getragen werden, trennt. Die verwendete Laservorrichtung zum Messen ist beispielsweise die Vorrichtung, die unter dem Artikel TC/TCA 2003 von der Firma LEICA vermarktet wird. - Die Messstation
3 weist gleichermaßen einen Funksender9 auf, der die Messergebnisse, die ständig von der Laservorrichtung zum Messen bereit gestellt werden, in Richtung zu einem Empfänger30 sendet, der von dem Fahrzeug1 getragen wird. Der Empfänger30 des Fahrzeugs1 ist mit einem Computer31 verbunden, der sich an Bord des Fahrzeugs1 befindet, wobei der Computer31 die Berechnung der genauen Position des Arms in dem Raum ausgehend von Informationen, die von der Messstation3 gesendet werden, und der bekannten Position des Grenzpunkts8 der topographischen Aufnahme sicherstellt. Der Computer31 ist mit einem Automaten verbunden, nicht dargestellt, der das Versetzen des Arms5 und der Zylinder6 steuert sowie mit Motoren, die es ermöglichen, das Fahrzeug1 auszurichten und zu versetzen. - Nun wird das Verfahren zum Führen der Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten beschrieben.
- Gemäß
3 werden vor dem Schritt des Einsetzens der Unterlagsplatten2 mehrere aufeinanderfolgende Punkte der topografischen Aufnahme entlang der Strecke des Eisenbahngleises mit Abständen im Bereich von 50 m bis 100 m bereit gestellt und durch Grenzpunkte8 markiert. - Am Tag des Einsetzens der Unterlagsplatten
2 wird das Fahrzeug zum Einsetzen1 oberhalb eines Bereichs des Gleises gebracht, wo die Betonplatte10 gerade frisch gegossen wurde und noch nicht ausgehärtet ist. Ausgehend von dieser Startposition des Fahrzeugs1 wird die Messstation3 vorteilhafterweise an dem nächstgelegenen Grenzpunkt8 angeordnet, der es ermöglicht, eine direkte Sicht auf die Hinterseite des Fahrzeugs1 zu haben, und insbesondere auf die Reflektoren7 ,7' des Arms5 und des Fahrzeugs1 . Die Positionierung der Messstation3 auf dem Grenzpunkt8 wird auf sehr genaue Weise durchgeführt, indem die Messstation3 zu dem Grenzpunkt8 ins Lot gebracht wird, und die Koordinaten der Messstation3 in X, Y, Z werden bestimmt, indem die vertikale Distanz gemessen wird, welche die Messstation3 von dem Grenzpunkt8 trennt, mit Hilfe eines Stocks. In einer Variante der Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann die Messstation3 gleichermaßen an einem beliebigen Punkt nahe des Eisenbahngleises angeordnet werden, der eine direkte Sicht auf die Reflektoren7 ,7' ermöglicht, wobei die Koordinaten in X, Y, Z der Messstation3 dann bestimmt werden, indem verschiedene topografische Punkte8 angepeilt werden, die mit Hilfe der Messstation3 bekannt sind, und indem ausgehend von den gemessenen Winkeln und Abständen die genaue Position der Messstation3 bestimmt wird. - Ist die Position der Messstation
3 erst einmal bekannt, wird die Laservorrichtung zum Messen des Abstands ausgerichtet in Richtung der Hinterseite des Fahrzeugs1 , damit sie die Distanz und den Winkel messen kann, die sie von jedem der Reflektoren7 ,7' trennt, und insbesondere des Reflektors7' , welcher auf dem Dach des Fahrzeugs1 angeordnet ist. - Das Ergebnis dieser Messungen wird sofort mittels Funkwellen von dem Sender
9 zum Computer31 gesendet, der an Bord des Fahrzeugs1 angeordnet ist und dann die genaue Position des Fahrzeugs1 im Raum berechnet ausgehend von den von der Messstation3 geschickten Daten und der bekannten Position der Messstation3 . - Die genauen Koordinaten der Punkte, auf deren Höhe die Unterlagsplatten
2 eingesetzt werden müssen, werden zuvor in einem Speicher des Computers31 gespeichert, der Computer31 berechnet ausgehend von diesen Punkten und der von der Station3 gemessenen Position des Fahrzeugs1 den Abstand, der den Arm5 trennt, dann in einer Ruheposition, von welcher ein Spielraum von einigen Zentimetern entsprechend den sechs Freiheitsgraden möglich ist, die Position, auf deren Höhe die nächsten Unterlagsplatten2 eingesetzt werden müssen. Ausgehend von diesem Abstand sendet der Computer31 Signale an den Automaten, der die Antriebsräder und Laufräder steuert, um das Fahrzeug1 entlang der Achse des Gleises zu versetzen, bis der gelenkige Arm5 herangeholt ist, unbeweglich in der Ruheposition, im wesentlichen auf der Höhe der theoretischen Punkte zum Einsetzen der Unterlagsplatten2 . Selbstverständlich ist, aufgrund des Spiels, welches in dem Transport des Fahrzeugs1 besteht, die Positionierung des Fahrzeugs1 auf dem Gleis somit nicht sehr genau, im Bereich von einem Zentimeter. - Ist das Fahrzeug
1 in dieser Position angehalten, überprüft der Computer31 die Position des Arms5 in dem Raum ausgehend von den Daten, die von der Messstation3 gesendet wurden, und sendet die Signale an den Automaten, um dann die Bewegung des gelenkigen Arms5 entlang den sechs Freiheitsachsen zu steuern, um mit sehr großer Genauigkeit die Unterlagsplatten2 , die von dem Arm5 getragen werden, in Bezug auf die theoretischen Punkte zum Einsetzen der Unterlagsplatten2 zu lenken. Die Zylinder6 werden dann betätigt, um die Unterlagsplatten2 in den noch nicht ausgehärteten Beton einzusetzen gemäß dem Verfahren, welches in der PatentanmeldungEP 0803 609 beschrieben ist. - Sind die zwei Unterlagsplatten
2 eingesetzt, wird der Arm5 in die Ruheposition zurückgebracht, und der Computer31 ermittelt die Koordinaten der folgenden Punkte, auf deren Höhe neue Unterlagsplatten2 eingesetzt werden müssen. Das Verfahren zur Führung, um das Fahrzeug1 in Bezug auf die neuen Punkte zu lenken, ist gleich dem zuvor Beschriebenen. - Um eine ausreichende Genauigkeit in der Führung des Fahrzeugs
1 zum Einsetzen von Unterlagsplatten2 zu erhalten, um eine Positionierung der Unterlagsplatten mit einer Präzision kleiner als einem Millimeter zu erhalten, wird die Messstation3 regelmäßig auf den dem Fahrzeug1 nächstgelegenen Grenzpunkt der topographischen Aufnahme8 versetzt, welcher eine direkte Sicht auf die Einheit der Reflektoren7 ermöglicht. - Ein solches Verfahren zur Führung weist den Vorteil auf, dass es sehr schnell eingesetzt werden kann und mit geringeren Kosten durchgeführt werden kann, wobei es nur die Errichtung von Grenzpunkten der topographischen Aufnahme alle 50 m bis 100 m und das Platzieren der Messstation am Tag des Einsetzens der Unterlagsplatten erfordert. Des weiteren weist ein solches Verfahren zum Führen den Vorteil auf, dass kein direkter Kontakt zwischen der Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten und dem verwendeten Bezugssystem erforderlich ist, wodurch die physischen Beschränkungen unterdrückt werden, die von der Vorrichtung zum Einsetzen der Unterlagsplatten in dem Bezugssystem erzeugt werden können.
- Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebene und dargestellte Ausführungsform begrenzt, die nur zu Beispielzwecken gegeben wurde.
- Somit beschreibt das Beispiel eine Vorrichtung zum Einsetzen von Unterlagsplatten in eine Betonplatte, aber das Verfahren zur Führung gemäß der Erfindung kann ebenfalls gut verwendet werden, um eine Vorrichtung zum Einsetzen in den Boden eines jeden erforderlichen Elements für die Erstellung eines Bauwerks zu führen.
- Ebenfalls kann in nicht dargestellten Varianten der Ausführung die Vorrichtung zum Einsetzen mit Gleisketten anstelle von Rädern oder mit jedem anderen Mittel ausgestattet sein, welches das Versetzen der Vorrichtung zum Einsetzen ermöglicht.
Claims (10)
- Verfahren zur Führung einer Vorrichtung (
1 ), welche dazu bestimmt ist, Elemente (2 ) in den Grund einzusetzen für die Erstellung eines Bauwerks, dadurch gekennzeichnet dass es die folgenden Schritte aufweist: – Errichtung von topographischen Punkten (8 ) und Aufnahme der Koordinaten dieser Punkte (8 ) in ein Bezugssystem X, Y, Z; – Aufstellen einer Messstation (3 ) in der Nähe des Bauwerks und Bestimmen der Position dieser Messstation (3 ) in X, Y, Z, indem auf einen oder mehrere der topografischen Punkte (8 ) Bezug genommen wird; – mittels der Messstation (3 ) Bestimmen des Abstands und des Winkels, welcher die Einsetzvorrichtung (1 ) von der Messstation (3 ) trennt; – Berechnung der Position der Vorrichtung (1 ) mittels dem gemessenen Abstand und der bekannten Position der Messstation (3 ); – das Versetzen der Vorrichtung zum Einsetzen (1 ) wird durch einen Bordautomaten gesteuert, der mit einem Bordcomputer (31 ) verbunden ist, entsprechend der Daten des Abstands und der Ausrichtung, die an den Computer (31 ) ständig von der Messstation (3 ) übertragen werden, um die Elemente (2 ), die von der Vorrichtung zum Einsetzen (1 ) getragen werden, zu lenken, im wesentlichen in Bezug auf und in die Einsetzachse von gegebenen Positionen, deren Koordinaten in einem Speicher des Computers (31 ) gespeichert sind. - Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Messstation (3 ) ein Verfahren zum optischen Messen durch Laser aufweist, welches mit Reflektoren (7 ) zusammenwirkt, die von der Vorrichtung zum Einsetzen (1 ) der Elemente (2 ) getragen werden. - Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß irgend einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die topografischen Aufnahmen durchgeführt werden auf Höhe unterschiedlicher Bezugspunkte (8 ), die entlang des Bauwerks verteilt sind, und dadurch, dass nach und nach mit dem Vorrücken der Vorrichtung zum Einsetzen (1 ) die Messstation (3 ) auf den Punkt (8 ) der topografischen Aufnahme versetzt wird, der es ermöglicht, die genaueste Berechnungspräzision mittels der Messstation (3 ) zu erhalten. - Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand, der die zwei Punkte (8 ) der zwei aufeinanderfolgenden topografischen Aufnahmen trennt, zwischen 50 m und 100 m liegt, um eine Genauigkeit der Messung der Position der Elemente (2 ) von weniger als 1 mm zu erhalten. - Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Einsetzen (1 ) einen Arm (5 ) aufweist, der die Elemente (2 ) trägt, wobei der Arm (5 ) zur Translation und Rotation entlang drei zueinander orthogonalen Achsen motorisiert ist, wobei die Bewegung des Arms (5 ) durch den Computer (31 ) gesteuert wird, um die Elemente (2 ) präzise in Bezug auf und in die Einsetzachse von gegebenen Positionen zu lenken. - Verfahren zur Führung einer Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß irgend einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauwerk ein Eisenbahngleis ist, und dadurch, dass die Elemente (2 ) Unterlagsplatten sind, die dazu bestimmt sind, eine Eisenbahnschiene zu tragen, wobei die Unterlagsplatten (2 ) in eine noch nicht ausgehärtete Betonplatte (10 ) eingesetzt werden. - Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) wenigstens eines Elements (2 ) in den Grund, wobei ein Verfahren zur Führung gemäß irgend einem der Ansprüche 1 bis 6 verwendet wird, welche wenigstens einen Reflektor (7' ) aufweist, der dazu bestimmt ist, eine von der Messstation (3 ) erhaltene Strahlung zu reflektieren, und ermöglicht, mit Präzision den Abstand und den Winkel zu bestimmen, der den Reflektor und die Messstation (3 ) trennt, und einen Arm (5 ), welcher in Translation und in Rotation entlang drei zueinander orthogonalen Achsen motorisiert ist, wobei der Arm (5 ) die Elemente (2 ) trägt, die dazu bestimmt sind, in den Grund eingesetzt zu werden, und Reflektoren (7 ) aufweist, die es ermöglichen, mittels der Messstation (3 ) den Standort des Arms (5 ) und der Elemente (2 ) in dem Raum zu kennen. - Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass diese Antriebsräder und/oder Leiträder oder Gleisketten aufweist, um ein Fahrzeug (1 ) zu bilden, welches sich eigenständig versetzen kann, wobei das Fahrwerk des Fahrzeugs (1 ) wiederum mit einem Reflektor (7' ) ausgestattet ist. - Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass diese einen Computer (31 ) aufweist, welcher die Daten der Messstation (3 ) erhält und die Position des Fahrzeugs (1 ) und des Arms (5 ) berechnet, wobei der Computer (31 ) die Signale an den Automaten sendet, um das Versetzen des Fahrzeugs (1 ) und des Arms (5 ) zu steuern, um das Einsetzen der Elemente (2 ) in den Grund an den vorbestimmten Orten sicherzustellen. - Vorrichtung zum Einsetzen (
1 ) gemäß irgend einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (2 ) Unterlagsplatten sind, die dazu bestimmt sind, eine Eisenbahnschiene zu tragen, wobei die Unterlagsplatten (2 ) in eine noch nicht ausgehärtete Betonplatte (10 ) eingesetzt werden.
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