[go: up one dir, main page]

DE60108157T2 - Edelmetallabtrennung aus flüssigkeiten unter verwendung funktionalisierter polymerfasern - Google Patents

Edelmetallabtrennung aus flüssigkeiten unter verwendung funktionalisierter polymerfasern Download PDF

Info

Publication number
DE60108157T2
DE60108157T2 DE2001608157 DE60108157T DE60108157T2 DE 60108157 T2 DE60108157 T2 DE 60108157T2 DE 2001608157 DE2001608157 DE 2001608157 DE 60108157 T DE60108157 T DE 60108157T DE 60108157 T2 DE60108157 T2 DE 60108157T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
fibers
fiber
solution
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE2001608157
Other languages
English (en)
Other versions
DE60108157D1 (de
Inventor
Kenneth Ekman
Robert Peltonen
Mats Sundell
Alfred Richard TEICHMAN
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Johnson Matthey PLC
Original Assignee
Johnson Matthey PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johnson Matthey PLC filed Critical Johnson Matthey PLC
Application granted granted Critical
Publication of DE60108157D1 publication Critical patent/DE60108157D1/de
Publication of DE60108157T2 publication Critical patent/DE60108157T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/04Obtaining noble metals by wet processes
    • C22B11/042Recovery of noble metals from waste materials
    • C22B11/048Recovery of noble metals from waste materials from spent catalysts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • C22B3/20Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B3/42Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by ion-exchange extraction
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S210/00Liquid purification or separation
    • Y10S210/902Materials removed
    • Y10S210/911Cumulative poison
    • Y10S210/912Heavy metal

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Treatment Of Liquids With Adsorbents In General (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Water Treatment By Sorption (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)
  • Superconductors And Manufacturing Methods Therefor (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)
  • Graft Or Block Polymers (AREA)
  • Inorganic Fibers (AREA)

Description

  • Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entfernen von Metallen aus flüssigen Medien, insbesondere auf ein Verfahren zur Rückgewinnung (Abtrennung) von Metallen der Platingruppe (PGMs) aus organisch-wässrigen oder gemischten organisch/wässrigen Lösungen.
  • Durch die weit verbreitete Verwendung von Edelmetallen, wie z. B. PGMs, als heterogene oder homogene Katalysatoren für chemische Verfahren entstehen beträchtliche Mengen an Abfalllösungen oder -strömen unterschiedlicher Zusammensetzung. Die wirtschaftliche Verwendung von Katalysatoren auf der Basis von PGMs ist fast immer abhängig von der wirksamen Rückgewinnung (Abtrennung) des Katalysators, entweder durch Recyclisierung der Katalysatoren selbst oder durch wirksame Rückgewinnung (Abtrennung) und Reinigung des Edelmetalls. Wie allgemein bekannt, umfassen die PGMs die niederen Vertreter der Gruppe VIII des Periodensystems der Elemente, nämlich Platin, Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium und Osmium.
  • Heterogene Katalysatoren, bei denen das Edelmetall an einem festen Träger verankert ist, sind häufig leicht durch Filtration zurückzugewinnen. Ein Metallverlust ist hauptsächlich zurückzuführen auf den Verlust an feinen Teilchen während der Filtration oder auf die Solubilisierung des Edelmetalls in den Reaktionsmedien. Die Edelmetalle werden in der Regel durch Veraschungs- und/oder Auslaugungsverfahren zurückgewonnen und das Edelmetall wird auf konventionelle Weise aufgearbeitet.
  • Die Rückgewinnung (Abtrennung) von homogenen Katalysatoren ist jedoch nicht einfach. Wenn die Reaktionslösung, welche die Reaktanten, das (die) Produkte) und Lösungsmittel enthält, niedrigsiedend ist und nur aus Edelmetall-Verbindungen besteht, kann das Metall durch Destillation eingeengt werden und die Katalysatoren können möglicherweise mehrfach wiederverwendet werden. Wenn die Lösung andere anorganische Nicht-Edelmetall-Verbindungen; Salze oder hochsiedende Lösungsmittel enthält, besteht ein nützlicher Weg der Rückgewinnung (Abtrennung) darin, die Lösung dem Schmelzverfahren einer Edelmetallschmelze zuzusetzen. Andere Wege der Behandlung von organischen Lösungen umfassen die Verbrennung und die Pyrolyse, diese Verfahren führen jedoch zu einer Luftverschmutzung, insbesondere wenn Phosphor in den Aufarbeitungslösungen vorhanden ist. Außerdem können die Verluste an Edelmetallen bei irgendwelchen pyrometallurgischen Verfahren hoch sein, ebenso die Aufarbeitungskosten, wie z. B. die Kapital- und Energiekosten.
  • Es wurden bereits Verfahren auf der Basis der Ausfällung der Edelmetalle entwickelt. Diese basieren beispielsweise auf der Rückgewinnung (Abtrennung) des Edelmetalls durch Ausfällung mit elementarem Schwefel oder mit Schwefelverbindungen (US-A-4 273 578) oder mit elementarem Tellur oder reduzierbaren Tellur-Verbindungen (US-A-4 687 514).
  • In EP-A-0 429 017 ist ein Verfahren zur Entfernung von Rhodium enthaltenden Katalysatoren aus einer Lösung von hydriertem Nitrilkautschuk durch Aufgeben des Rückstandes auf eine Ionenaustauscherkolonne beschrieben, die ein makroretikulares Harz enthält, das mit einer selektiven funktionellen Amin-, Thiol-, Carbodithioat-, Thioharnstoff- und/oder Dithiocarbamat-Gruppe modifiziert ist. Aus den in diesem Patent angegebenen Vergleichsbeispielen geht hervor, dass nicht-makroretikulare Harze, d. h. Harze vom Gel-Typ, zur Entfernung von Rhodium aus organischen Lösungen nicht geeignet sind.
  • Die in dem US-Patent Nr. 4 388 279 beschriebene Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rückgewinnung von Spurenmengen von Edelmetallen, die als Katalysatoren in organischen Reaktionen verwendet worden sind. Die bei diesen Reaktionen erhaltenen Produkte werden mit festen Adsorbentien, ausgewählt aus der Gruppe IA und der Gruppe IIA des Periodensystems der Elemente, Molekularsieben und Ionenaustauscherharzen, in Kontakt gebracht. Darin sind Beispiele für die Leistungsfähigkeit von Calciumcarbonat in Bezug auf die Rückgewinnung (Abtrennung) von Rhodium angegeben, für die Leistungsfähigkeit der Ionenaustauscherharze sind jedoch keine Daten angegeben.
  • In dem US Patent Nr. 5 208 194 ist ein Verfahren zur Rückgewinnung (Abtrennung) von Gruppe VIII-Übergangsmetall-Carbonyl-Komplexen beschrieben, bei dem eine organische Lösung mit einem sauren Ionenaustauscherharz, das Sulfonsäuregruppen enthält, in Kontakt gebracht wird. Bevorzugte Harze sind makroretikulare oder makroporöse Harze, die Oberflächengrößen von mehr als etwa 20 m2/g aufweisen. Nach den Angaben in diesem Patent sind stark basische, schwach basische, neutrale und schwach saure Ionenaustauscherharze für diese Verwendung ungeeignet.
  • In EP-A-0 355 837 ist ein Verfahren zur Rückgewinnung (Abtrennung) eines Übergangsmetalls aus polaren oder nicht-polaren Flüssigkeiten beschrieben, bei dem die Flüssigkeit mit einem Ionenaustauscherharz in Kontakt gebracht wird, an das eine Organophosphor-Verbindung ionisch gebunden ist. Der Ligand wird an traditionellen Ionenaustauscherharzen ausgetauscht und das zurückzugewinnende Metall bildet mit dem Liganden einen Komplex.
  • In EP-A-0 227 893 ist ein Verfahren zur Entfernung von gelösten Metallen aus Lösungen beschrieben, bei dem ein mikroporöses Ethylenpolymer mit seitenständigen Carbonsäuregruppen verwendet wird. Darin sind Vergleichsbeispiele angegeben, die zeigen, dass äquivalente nicht-poröse Materialien nicht wirksam sind. Die Porosität des Polymers ist daher entscheidend für die Wirksamkeit des beschriebenen Verfahrens. Außerdem weist das Polymer keine gleichwertige Affinität für ähnliche Metalle auf, beispielsweise ist die Affinität höher für Pd, Ir und Ru als für Os, Re und Pt.
  • Nach dem Stand der Technik sind somit makroretikulare und poröse Harze bevorzugt gegenüber Ionenaustauschern vom Gel-Typ für die Rückgewinnung (Abtrennung)) von Edelmetallen aus organischen Lösungen. Nach den Angaben in der Patentliteratur sind jedoch die mit makroretikularen Harzen erzielten Rückgewinnungsraten unzureichend, um sie kommerziell in organischen Lösungen verwenden zu können. Es treten auch viele weitere Probleme auf, die mit der Verwendung von makroretikularen Harzen in Metallentfernungsanwendungen aus organischen Lösungen im Zusammenhang stehen. Die mechanische Stabilität von porösen Polymeren ist häufig nicht ausreichend, um in gerührten Reaktoren beständig zu sein, ohne dass Feinteile entstehen. Die osmotische Stabilität ist ein noch größeres Problem, da die Beladung eines homogenen PGM-Komplexes mit daran gebundenen Liganden zu einer sehr hohen Gewichtszunahme des Materials führt, die einen osmotischen Schock hervorruft, der das Polymer abbaut und die Poren blockiert. Die poröse Struktur führt auch zu Schwierigkeiten bei der Weiterverarbeitung der Harze, beispielsweise durch Elution. Während der Elution wird das Material in eine wässrige Phase überführt. Die behandelten organischen Lösungen sind häufig viskos und aus dem porösen Material schwer zu entfernen. Organische Materialien blockieren die Poren des Harzes und dieses Material wird während der Elution des Harzes kaum entfernt. Materialien vom Gel-Typ wären daher bevorzugt. Traditionelle Harze vom Gel-Typ funktionieren jedoch nur schlecht in organischen Lösungen, hauptsächlich wegen der großen Dimensionen der Perlen und wegen der Vernetzungen, die während der Herstellung der Harze in die Materialien eingeführt worden sind.
  • Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, Materialien und Verfahren für die leichte, wirksame und wirtschaftliche Rückgewinnung (Abtrennung) von Metallen aus organischen Lösungen zu entwickeln. Es wurde nun gefunden, dass Ionenaustauschgruppen, die an faserförmige Materialien gebunden sind, ausgezeichnete Metallbindungs-Eigenschaften in verschiedenen Rückständen, Lösungen und Strömen auf organischer Basis aufweisen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Rückgewinnung (Abtrennung) eines Metalls aus einem flüssigen Medium, welches das Metall in Lösung oder in feinteiliger unlöslicher Form enthält, wobei das Verfahren umfasst das Inkontaktbringen des Mediums, dem ein Ausfällungs- oder Komplexbildungsmittel zugesetzt worden ist, mit einer funktionalisierten Polymerfaser, die in der Lage ist, das Metall zu binden, und das Zurückgewinnen (Abtrennen) des Metalls von der Faser nach Anspruch 1 und den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 14.
  • Die vorliegende Erfindung ist anwendbar auf organische, wässrige und gemischte organisch-wässrige Medien, die Metall in metallischer oder einer anderen unlöslichen Form oder, vorzugsweise in Lösung, enthalten. Diese Medien können Prozess- oder Abströme sein oder sie können Ströme aus der Raffinierung von Metallen, insbesondere der Raffinierung von PGMs, sein. Die bevorzugten Medien sind solche, in denen ein einzelnes PGM in Lösung in einem organischen Lösungsmittel oder in einem gemischten organisch-wässrigen Lösungsmittel vorliegt. Zweckmäßig ist in dem zuletzt genannten Fall das organische Lösungsmittel mit dem wässrigen System mischbar. Zu einigen Beispielen für gemischte organisch-wässrige Medien gehören Dimethylformamid/Wasser-Mischungen, Alkohol/Wasser-Mischungen, in denen der Alkohol irgendein flüssiger Alkohol sein kann, oder Acetonitril/HCl-Mischungen. Wässrige Systeme umfassen Salz- oder Säure-Lösungen.
  • Das Metall kann ein Metall aus irgendeiner Gruppe des Periodensystems der Elemente, beispielsweise ein Übergangsmetall, ein Alkali- oder Erdalkalimetall, z. B. Ca, ein Schwermetall oder ein Seltenerdmetall, sein. Zweckmäßig umfasst das Metall ein Übergangsmetall oder ein Schwermetall, wie z. B. Hg, Pb oder Cd. Das Übergangsmetall kann ein Edelmetall oder ein unedles Metall sein, das als Katalysator oder Katalysator-Promotor aktiv ist, wie z. B. Ni, Co oder W. Am meisten bevorzugt umfasst das Metall ein Edelmetall, insbesondere ein oder mehrere Metalle der PGMs.
  • Das Verfahren umfasst die Zugabe eines Ausfällungs- oder Komplexbildungsmittels, wobei man eine Form des Metalls mit verbesserten Bindungseigenschaften gegenüber der funktionalisierten Polymerfaser erhält. Zu geeigneten Ausfällungs- oder Komplexbildungsmitteln gehören solche, die ausgewählt sind aus der Gruppe Thioharnstoff Harnstoff Amine und Polyamine.
  • Vorzugsweise ist das Polymer im Wesentlichen nicht-porös. Der Mangel an Porosität verleiht den Polymeren eine ausreichende mechanische Festigkeit, um bei der Verwendung in gerührten Reaktoren beständig zu sein, ohne dass Feinteile entstehen. Die Schwierigkeiten, die mit der Weiterverarbeitung der Polymeren beispielsweise durch Elution verbunden sind, werden ebenfalls verringert.
  • Vorzugsweise umfasst die Polymerfaser ein Polymer, das ausgewählt ist aus der Gruppe Polyolefine, fluoriertes Polyethylen, Cellulose und Viscose.
  • Geeignete Polyolefine sind solche, die aus Einheiten von α-Olefinen aufgebaut sind, wobei die Einheiten die Formel -CH2-CHR- haben, worin R für H oder (CH2)nCH3 und n für eine Zahl in dem Bereich von 0 bis 20 stehen. Besonders geeignete Polyolefine sind solche, die Homo- oder Copolymere von Ethylen und Propylen sind. Im Falle von fluorierten Polyethylenen sind solche, die aus Einheiten der allgemeinen Formel -CF2-CX2- aufgebaut sind, worin X für H oder F steht, geeignet. Besonders bevorzugt sind beispielsweise Polyvinylidenfluorid und Polytetrafluoroethylen.
  • Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gezeigt, dass Edelmetalle oder Komplexe von Edelmetallen aus organischen oder gemischten wässrigen-organischen Medien unter Verwendung funktionalisierter Polymerfa sern, d. h. von Polymerfasern, in die geeignete funktionelle Gruppen eingeführt worden sind, zurückgewonnen (entfernt) werden können.
  • Die funktionellen Gruppen können auf verschiedenen Wegen, beispielsweise durch Strahlungsbepfropfung, chemische Bepfropfung, chemische Modifikation von vorher hergestellten Fasern oder durch weitere chemische Modifikation von bepfropften Fasern, durch Bildung von sich wechselseitig durchdringenden Netzwerken und dgl., eingeführt werden. Vorzugsweise werden die funktionellen Gruppen durch Strahlungsbepfropfung eingeführt.
  • Pfropf-Copolymere können auf verschiedenen Wegen hergestellt werden, die Strahlungs-Bepfropfung ist jedoch ein besonders geeignetes Verfahren zur Pfropf-Modifizierung von Polymerfasern. Die Strahlungs-Bepfropfung ist allgemein bekannt und umfasst die Bestrahlung eines Polymers in geeigneter Form, beispielsweise in Form eines Films, in Form einer Faser, in Form von Pellets, einer Hohlfaser, einer Membran oder eines nicht gewebten Gewebes (Nonwoven), um reaktive Stellen (freie Radikale) in die Polymerkette einzuführen. Diese freien Radikale können sich entweder miteinander verbinden zur Ausbildung von Vernetzungen, wie dies im Falle von Polyethylen der Fall ist, oder sie können eine Kettenspaltung verursachen, wie dies bei Polypropylen der Fall ist. Andererseits können die freien Radikale dazu verwendet werden, die Pfropfcopolymerisation unter spezifischen Bedingungen zu initiieren. Es wurden drei verschiedene Verfahren der Strahlungsbepfropfung entwickelt: (1) Die direkte Strahlungsbepfropfung eines Vinylmonomers auf ein Polymer (wechselseitige Bepfropfung); (2) die Aufpfropfung auf Strahlungs-peroxidierte Polymere (Peroxid-Bepfropfung); und (3) die durch eingefangene Radikale initiierte Bepfropfung (Vorbestrahlungs-Bepfropfung). Die Vorbestrahlungs-Bepfropfung ist am meisten bevorzugt, da bei diesem Verfahren nur geringe Mengen Homopolymer im Vergleich zur wechselseitigen Bepfropfung entstehen.
  • Vorzugsweise umfasst die funktionalisierte Polymerfaser mindestens eine funktionelle Gruppe, ausgewählt aus Carbonsäure-, Sulfonsäure-, Pyridinium-, Isothiouronium-, Phosphonium-, Amin-, Thiol-Gruppen oder dgl., und aufgepfropften Vinylmonomeren, wie z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylaten, Methacrylaten, Styrol, substituierten Styrolen wie α-Methylstyrol, Vinylbenzyl-Derivaten, z. B. Vinylbenzylchlorid, Vinylbenzylboronsäure und Vinylbenzylaldehyd, Vinylacetat, Vinylpyridin und Vinylsulfonsäure.
  • Die funktionalisierten Fasern können der zu behandelnden Lösung in einem gerührten Tank zugesetzt werden oder die Lösung kann behandelt werden, indem man sie durch eine mit den Fasern gefüllte Kolonne laufen lässt. Es kann vorteilhaft sein, die Lösung zu erhitzen, beispielsweise in einem Bereich von Umgebungstemperatur bis 100°C.
  • Erfindungsgemäß können Fasern ohne weitere Verarbeitung und solche einer beliebigen Länge verwendet werden, wobei sie den wesentlichen Vorteil gegenüber Polymerperlen haben, dass sie unter Anwendung einer konventionellen Technologie in eine große Vielfalt von Formen umgewandelt werden können. So können Fasern versponnen, verwoben, cardiert, Nadel-geheftet, verfilzt oder anderweitig in Fäden, Seile, Netze, Taue oder gewebte oder nicht-gewebte Gewebe jeder gewünschten Form oder Struktur umgewandelt werden. Fasern können leicht in einem flüssigen Medium verrührt und abfiltriert oder anderweitig davon abgetrennt werden. Gewünschtenfalls können Fasern mit unterschiedlichen Eigenschaften leicht zu Fäden oder Geweben kombiniert werden, um die Metallentfernungseigenschaften für ein spezielles Ausgangsmaterial-Medium zu optimieren. Bei einer Ausführungsform können die Fasern mit anorganischen Fasern, beispielsweise mit Siliciumdioxid- oder Aluminiumoxid-Fasern kombiniert werden, um eine erhöhte mechanische Festigkeit zu erzielen. Dies kann von Vorteil sein, wenn die Fasern in Verfahren verwendet werden, die einen hohen Grad der Rührung oder eine hohe Turbulenz erfordern.
  • Das Edelmetall kann abgetrennt (zurückgewonnen) werden durch Abfiltrieren der Fasern aus der Lösung und Rückgewinnung des Edelmetalls durch Eluieren der Fasern unter Verwendung eines Ionenverdrängungsreagens, wie z. B. einer starken Säure oder eines Salzes oder eines Komplexbildners, wie z. B. eines Natriumsalzes, oder durch Zerstören der Faserstruktur, beispielsweise durch Anwendung der Pyrolyse oder Hydrolyse, wobei ein Metallkonzentrat erhalten wird. Das Konzentrat kann dann auf konventionelle Weise aufgearbeitet werden.
  • Die Erfindung wird nachstehend anhand von die Erfindung nicht-beschränkenden Beispielen, von denen nur die Beispiele 10 bis 12 erfindungsgemäße Beispiele sind, näher beschrieben und es ist für den Fachmann ohne weiteres ersichtlich, dass die vorliegende Erfindung in all ihren Aspekten bei vielen Gelegenheiten angewendet werden kann.
  • Beispiel 1
  • Polyethylenfasern wurden in einer inerten Atmosphäre bis zu einer Gesamtdosis von 150 kGy bestrahlt unter Verwendung eines Elektronenbeschleunigers, der bei einer Beschleunigungsspannung von 175 kV und einem Strahlenbündelstrom von 5 mA betrieben wurde. Die bestrahlten Fasern wurden sofort in eine Reaktionsmischung eingetaucht, die Styrol, Vinylbenzylchlorid und Ethanol enthielt. Die Reaktionsmischung wurde vor Initiierung der Reaktion mit Stickstoff gespült und die Aufpfropfungsreaktion wurde bis zur Vollständigkeit ablaufen gelassen, wofür in der Regel etwa 6 h erforderlich waren.
  • Die resultierenden Fasern wurden von der Reaktionslösung abfiltriert und zuerst mit Ethanol und dann nur Dichloroethan gewaschen.
  • Beispiel 2
  • Polyethylenfasern wurden in einer inerten Atmosphäre mit einer Gesamtdosis von 150 kGy bestrahlt unter Verwendung eines Elektronenbeschleunigers, der bei einer Beschleunigungsspannung von 175 kV und einem Strahlenbündelstrom von 5 mA betrieben wurde. Die bestrahlten Fasern wurden sofort in eine Reaktionsmischung eingetaucht, die 4-Vinylpyridin und Ethanol enthielt. Die Reaktionsmischung wurde vor der Initiierung der Reaktion mit Stickstoff gespült und die Bepfropfungsreaktion wurde bis zur Vollständigkeit ablaufen gelassen, wofür in der Regel etwa 6 h erforderlich waren.
  • Die resultierenden Fasern wurden von der Reaktionslösung abfiltriert und zuerst mit Wasser und dann mit Dichloroethan oder mit einer verdünnten wässrigen Säure gewaschen.
  • Beispiel 3
  • Polyethylenfasern wurden in einer inerten Atmosphäre mit einer Gesamtdosis von 150 kGy bestrahlt unter Verwendung eines Elektronenbeschleunigers, der bei einer Beschleunigungsspannung von 175 kV und einem Strahlenbündelstrom von 5 mA betrieben wurde. Die bestrahlten Fasern wurden sofort in eine Reaktionsmischung eingetaucht, die Styrol und Ethanol enthielt. Die Reaktionsmischung wurde mit Stickstoff gespült, bevor die Reaktion initiiert wurde, und die Bepfropfungsreaktion wurden bis zur Vollständigkeit ablaufen gelassen, wofür in der Regel etwa 6 h erforderlich waren.
  • Die resultierenden Fasern wurden von der Reaktionslösung abfiltriert und zuerst mit Ethanol und dann mit Dichloroethan gewaschen.
  • Beispiel 4
  • 100 g Fasern, die wie in Beispiel 1 hergestellt worden waren, wurden 1 h lang in Ethanol gerührt. 20 g Thioharnstoff gelöst in Ethanol, wurden zugegeben und das Rühren wurde weitere 2 h lang fortgesetzt. Die Fasern wurden von der Lösung abfiltriert und vor der Verwendung mit Ethanol gewaschen.
  • Beispiel 5
  • Fasern, die wie in Beispiel 3 hergestellt worden waren, wurden zu einer Lösung von Dichloroethan zugegeben und über Nacht stehen gelassen. Unter Rühren wurde Chlorsulfonsäure zugegeben und das Rühren wurde 5 h lang fortgesetzt. Die Fasern wurden von der Lösung abfiltriert und mit 2 M Natriumhydroxid-Lösung behandelt, mit auf pH 1 angesäuertem Wasser gewaschen und schließlich wiederholt mit destilliertem Wasser gewaschen.
  • Beispiel 6
  • 130 g eines Oxoester-Rückstandes, enthaltend 395 ppm Palladium, wurden in einer Dimethylformamid/Wasser-Mischung gelöst. Fasern, die wie in Beispiel 2 hergestellt worden waren, wurden zu der Lösung zugegeben und die Dispersion wurde über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Der Palladium-Gehalt der Lösung nahm auf 40 ppm ab.
  • Beispiel 7
  • Die gleiche Lösung, die in Beispiel 6 verwendet worden war, wurde bei Raumtemperatur über Nacht zusammen mit Fasern gerührt, die wie in Beispiel 4 hergestellt worden waren. Der Palladium-Gehalt der Lösung nahm bis auf 3 ppm ab.
  • Beispiel 8
  • Eine Glaskolonne wurde mit Fasern gefüllt, die wie in Beispiel 2 hergestellt worden waren. Es wurde die gleiche Lösung wie in Beispiel 6 über die Kolonne laufen gelassen. Es wurde ein Aschegehalt von 4 Gew.-%, analysiert als Pd, erhalten und in der Lösung blieben weniger als 3 ppm Pd Pd zurück.
  • Beispiel 9
  • Eine Carbonylierungs-Rückstandslösung, die 105 ppm Rhodium enthielt, wurde mit Fasern gerührt, die wie in Beispiel 5 hergestellt worden waren. Der Rhodium-Gehalt der Lösung nahm auf etwa 50 ppm ab, wenn die Lösung in Gegenwart der Fasern gekocht wurde.
  • Beispiel 10
  • Die gleiche Lösung wie in Beispiel 9 wurde mit Fasern gerührt, die wie in Beispiel 4 hergestellt worden waren. Der Rhodium-Gehalt der Lösung nahm auf 45 ppm ab, wenn sie über Nacht bei 60°C gerührt wurde. Wenn Thioharnstoff in Ethanol zu der Lösung zugegeben und diese etwa weitere 2 h lang bei 60°C gerührt wurde, nahm der Rhodium-Gehalt der Lösung jedoch auf 3 ppm ab.
  • Beispiel 11
  • Thioharnstoff gelöst in Ethanol, wurde zu einer Hydroformylierungs-Rückstandslösung, die 850 ppm Rhodium enthielt, zugegeben. Zu der Lösung wurden unter Rühren Fasern zugegeben, die wie in Beispiel 5 hergestellt worden waren. Nach 1 h nahm der Rhodium-Gehalt der Lösung auf 20 ppm ab. Wenn DMF anstelle von Ethanol verwendet wurde, nahm der Rhodium-Gehalt der Lösung unter ähnlichen Reaktionsbedingungen auf 10 ppm ab.
  • Beispiel 12
  • Ein hochsiedender Destillationsrückstand aus einer Kupplungsreaktion, der 4,5% Palladium und 4,5% Phosphor, das als Triarylphosphin vorlag, enthielt, wurde in einer Ethanol/Thioharnstoff-Mischung unter Rückfluss gelöst. Zu der Lösung wurden Fasern, die wie in Beispiel 5 hergestellt worden waren, zugegeben und 60 nun lang gerührt. Es wurden etwa 97 bis 99% des Palladiums auf den Fasern zurückgewonnen.
  • Beispiel 13
  • Ein Carbonylierungs-Rückstand, der 105 ppm Rhodium enthielt, wurde als Faser-Vergleichsversuch gegenüber einem handelsüblichen stark sauren Kationenaustauscher ("Amberlyst") verwendet. Dieses Ionenaustauschermaterial in Perlenform enthält die gleiche Sulfonsäure-Funktionalität wie die in Beispiel 5 hergestellte Faser.
  • 80 ml Ethanol, das 2 g Thioharnstoff enthielt, wurden zu 200 ml des Carbonylierungs-Rückstandes zugegeben und 30 nun lang auf 60°C erhitzt. Zu einer Hälfte dieser Lösung wurden 2 g trockene Amberlyst-Perlen zugegeben und es wurde 2 h lang bei 60°C gerührt. Zu der anderen Hälfte der Lösung wurden 2 g trockene Fasern, die wie in Beispiel 5 hergestellt worden waren, zugegeben und 2 h lang bei 60°C gerührt. Die Rückgewinnung von Rhodium mit Hilfe der Amberlyst-Perlen betrug 43%, verglichen mit 98,5% für die Metallentfernungsfasern nach Beispiel 5.
  • Beispiel 14
  • Fasern, die nach Beispiel 4 hergestellt worden waren, wurden weiter behandelt durch 2-stündiges Rühren in einer Ethanol-Lösung, die 2 M Natriumhydroxid enthielt. Die Fasern wurden von dieser Lösung abfiltriert, mit destilliertem Wasser gewaschen und mit einer Säure bis auf pH 1 behandelt. Die Fasern wurden erneut abfiltriert und mit destilliertem Wasser bis zu einem neutralen pH-Wert gewaschen.
  • Beispiel 15
  • Fasern, die nach Beispiel 14 hergestellt worden waren, wurden in einen Reaktionsrückstand aus einer Kupplungsreaktion, der THF, Triarylphosphine und 30 ppm Palladium enthielt, eingetaucht. Die Fasern und der Rückstand wurden 1 h lang unter Rückfluss erhitzt, danach war in dem Reaktionsrückstand kein Palladium mehr nachweisbar.

Claims (14)

  1. Verfahren zur Rückgewinnung (Abtrennung) eines Metalls aus einem flüssigen Medium, welches das Metall in Lösung oder in feinteiliger unlöslicher Form enthält, wobei das Verfahren umfasst die Zugabe eines Ausfällungs- oder Komplexbildungsmittel zu dem Medium, das Inkontaktbringen des Mediums mit einer funktionalisierten Polymerfaser, die das Metall binden kann, und die Rückgewinnung (Abtrennung) des Metalls von der Faser, wobei das Ausfällungs- oder Komplexbildungsmittel eine Form des Metalls ergibt, die verbesserte Bindungseigenschaften gegenüber der funktionalisierten Polymerfaser aufweist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, worin das Ausfällungs- oder Komplexbildungsmittel mindestens einen Vertreter aus der Gruppe Thioharnstoff Harnstoff, Amine und Polyamine umfasst.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, worin das flüssige Medium ein organisches, wässriges oder gemischtes organisch-wässriges Medium umfasst.
  4. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin das Medium ein Prozessrückstand oder ein Prozessstrom ist, der Katalysatorrückstände oder Katalysator, einen Abstrom oder einen Raffinierungsstrom aus der Raffinierung von Metallen umfasst.
  5. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin das Metall ein Übergangsmetall oder ein Schwermetall umfasst.
  6. Verfahren nach Anspruch 4, worin das Metall ein PGM umfasst.
  7. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin die Polymerfaser ein Polymer, ausgewählt aus der Gruppe Polyolefine, fluoriertes Polyethylen, Cellulose und Viscose, umfasst.
  8. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin die funktionalisierte Polymerfaser mindestens eine funktionelle Gruppe umfasst, die ausgewählt wird aus Carbonsäure-, Sulfonsäure-, Pyridinium-, Isothiouronium-, Phosphonium-, Amin-, Thiol-Gruppen, und aufgepfropften Vinylmonomeren, wie Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylaten, Methacrylat, Styrolen, substituierten Styrolen, α-Methylstyrol, Vinylbenzyl-Derivaten, Vinylbenzylchlorid, Vinylbenzylboronsäure, Vinylbenzylaldehyd, Vinylacetat, Vinylpyridin und Vinylsulfonsäure.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, worin die mindestens eine funktionelle Gruppe durch Strahlungsbepfropfung eingeführt wird.
  10. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin die funktionalisierte Polymerfaser gesponnen, gewoben, cardiert, nadelgeheftet, verfilzt oder anderweitig in Fäden, Seile, Netze, Taue oder gewebte oder nicht-gewebte Gewebe umgewandelt worden ist.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, worin die Faser mit anorganischen Fasern kombiniert wird.
  12. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin das flüssige Medium auf bis zu 100°C erhitzt wird.
  13. Verfahren nach irgendeinem vorhergehenden Anspruch, worin das Metall durch Eluieren mit einem Ionenverdrängungsreagens, wie z. B. einer starken Säure oder einem Salz oder einem Komplexbildner, zurückgewonnen wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, worin das Metall durch Zerstören der Faser durch Pyrolyse oder Hydrolyse zurückgewonnen wird.
DE2001608157 2000-10-18 2001-10-11 Edelmetallabtrennung aus flüssigkeiten unter verwendung funktionalisierter polymerfasern Expired - Lifetime DE60108157T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB0025502 2000-10-18
GB0025502A GB0025502D0 (en) 2000-10-18 2000-10-18 Metal scavenging
PCT/GB2001/004540 WO2002033135A1 (en) 2000-10-18 2001-10-11 Precious metal scavenging from a liquid medium with a functionalised polymer fiber

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60108157D1 DE60108157D1 (de) 2005-02-03
DE60108157T2 true DE60108157T2 (de) 2005-12-15

Family

ID=9901511

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2001608157 Expired - Lifetime DE60108157T2 (de) 2000-10-18 2001-10-11 Edelmetallabtrennung aus flüssigkeiten unter verwendung funktionalisierter polymerfasern

Country Status (13)

Country Link
US (1) US7083731B2 (de)
EP (1) EP1332234B1 (de)
JP (1) JP4198460B2 (de)
AT (1) ATE286148T1 (de)
AU (2) AU9401501A (de)
BR (1) BR0114692B1 (de)
CA (1) CA2424372C (de)
DE (1) DE60108157T2 (de)
DK (1) DK1332234T3 (de)
ES (1) ES2234892T3 (de)
GB (1) GB0025502D0 (de)
WO (1) WO2002033135A1 (de)
ZA (1) ZA200302399B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011014505A1 (de) * 2011-03-18 2012-09-20 Heraeus Precious Metals Gmbh & Co. Kg Prozess zur Rückgewinnung von Edelmetall aus funktionalisierten edelmetallhaltigen Adsorptionsmaterialien

Families Citing this family (24)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2258090C1 (ru) * 2004-01-30 2005-08-10 Общество с ограниченной ответственностью "Алвиго-М" Способ получения концентрата благородных металлов
US7527733B2 (en) * 2004-09-30 2009-05-05 The University Of Southern California Chelating agents for heavy metal removal
AR054096A1 (es) * 2004-11-12 2007-06-06 Monsanto Technology Llc Recuperacion de metales nobles de corrientes de proceso acuosas y proceso de preparacion de n-(fosfonometil)-glicina
GB0518704D0 (en) 2005-09-14 2005-10-19 Madison Filter 981 Ltd Scavenging filter
WO2007080648A1 (ja) * 2006-01-13 2007-07-19 Asaka Riken Co., Ltd. 貴金属の分離回収方法
JP5024876B2 (ja) * 2006-09-29 2012-09-12 栗田工業株式会社 有害物質捕集材、その製造方法及び有害物質処理方法
KR101049938B1 (ko) * 2006-11-07 2011-07-15 주식회사 엘지화학 고분자 용액 내 포함된 촉매 잔사 제거 방법 및 이에 의해정제된 고분자
JP2008200651A (ja) * 2007-02-22 2008-09-04 Kyushu Univ 有害イオンの回収方法
BRPI1013215B1 (pt) * 2009-05-14 2018-02-14 Umicore Processo para recuperar pgm a partir de um catalisador homogêneo gasto
US8658558B2 (en) 2010-11-11 2014-02-25 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
US8575062B2 (en) 2010-11-11 2013-11-05 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
US9168519B2 (en) 2010-11-11 2015-10-27 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
SG190223A1 (en) 2010-11-11 2013-06-28 Chevron Usa Inc Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
US8575061B2 (en) 2010-11-11 2013-11-05 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
US8586500B2 (en) 2010-11-11 2013-11-19 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalyst and method for making thereof
TWI426157B (zh) * 2011-05-18 2014-02-11 優勝奈米科技有限公司 剝金組成物以及使用方法
WO2013098056A1 (en) 2011-12-28 2013-07-04 Lanxess Deutschland Gmbh Purification of optionally hydrogenated nitrile rubber
US9266098B2 (en) 2012-09-05 2016-02-23 Chevron U.S.A. Inc. Hydroconversion multi-metallic catalysts and method for making thereof
WO2014069474A1 (ja) 2012-10-30 2014-05-08 株式会社クラレ 多孔質グラフト共重合体粒子、その製造方法及びそれを用いた吸着材
JP2014114436A (ja) * 2012-11-15 2014-06-26 Kuraray Co Ltd エチレン−ビニルアルコール系共重合体のグラフト共重合体、その製造方法及びそれを用いた金属吸着材
JP2014114447A (ja) * 2012-11-15 2014-06-26 Kuraray Co Ltd 芳香族含窒素複素環をグラフト鎖に有するグラフト共重合体、その製造方法およびそれを用いるイオン吸着材
JP6885330B2 (ja) * 2015-06-24 2021-06-16 日本ゼオン株式会社 触媒回収方法
US11427887B2 (en) * 2017-11-27 2022-08-30 The Board Of Trustees Of The University Of Illinois Extraction of selected platinum-group metals from supported catalyst
TWI721772B (zh) 2020-02-04 2021-03-11 財團法人工業技術研究院 聚合物、金屬移除組成物、與移除金屬離子的方法

Family Cites Families (31)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4386006A (en) * 1968-01-25 1983-05-31 The Dow Chemical Company Ion-exchange compositions
SU311534A1 (ru) * 1970-03-18 1977-11-25 Московский текстильный институт Способ извлечени благородных металлов из растворов из солей
US4167481A (en) * 1975-03-19 1979-09-11 Leuven Research & Development Vzw Process for the removal of metals from solution
JPS5222172A (en) * 1975-08-12 1977-02-19 Sumitomo Chem Co Ltd Filter medium for capturing selectively metal ions
JPS5923852B2 (ja) * 1976-04-13 1984-06-05 東レ株式会社 イオン性物質および極性物質の吸着法
US4156647A (en) * 1976-05-03 1979-05-29 Nieuwenhuis Garmt J Process and apparatus for removal of impurities from liquids
JPS55110125A (en) * 1979-02-20 1980-08-25 Tokyo Organ Chem Ind Ltd Preparation of ion exchanger
DE2911193C2 (de) * 1979-03-22 1981-12-17 W.C. Heraeus Gmbh, 6450 Hanau Verfahren zur Wiedergewinnung von Rhodium
GB2085856B (en) 1980-10-01 1985-03-06 Hunter William Gold recovery process
US4388279A (en) * 1981-06-03 1983-06-14 Uop Inc. Recovery of metal values from organic reaction products
GB2127001B (en) 1982-04-02 1986-06-04 William Hunter Recovery of precious metal(s)
DE3223501C1 (de) * 1982-06-24 1985-12-12 Degussa Ag, 6000 Frankfurt Verfahren zur Gewinnung von Edelmetallen aus Loesungen
US4543169A (en) * 1983-08-31 1985-09-24 Rai Research Corporation Gold recovery process
US4500396A (en) * 1984-01-26 1985-02-19 Agostino Vincent F D Copper recovery process
WO1986001744A1 (fr) * 1984-09-10 1986-03-27 Toray Industries, Inc. Procede d'echange ou d'adsorption d'ions
NZ217571A (en) * 1985-09-16 1989-07-27 Dow Chemical Co Treatment of liquids with ethylene copolymer to remove metal ions; copolymers of ethylene with 1-chloro-2-hydroxypropyl-trimethyl ammonium acrylate
US4747954A (en) * 1985-09-16 1988-05-31 The Dow Chemical Company Removal of metals from solutions
JPH07114945B2 (ja) * 1985-10-08 1995-12-13 旭化成工業株式会社 分離機能材料の製造方法
JPS62238337A (ja) * 1986-04-09 1987-10-19 Nichibi:Kk 貴金属の回収方法
JPS63135432A (ja) * 1986-11-26 1988-06-07 Japan Atom Energy Res Inst 比重差の大きい繊維状イオン交換体を製造する方法
US5114473A (en) 1988-08-25 1992-05-19 Union Carbide Chemicals And Plastics Technology Corporation Transition metal recovery
MY105658A (en) 1989-03-07 1994-11-30 Butler Dean R Noble metal recovery
US5019516A (en) * 1989-06-09 1991-05-28 Hach Company Lead extraction and analysis
US4985540A (en) 1989-11-20 1991-01-15 Polysar Limited Process for removing rhodium-containing catalyst residue from hydrogenated nitrile rubber
JP3247704B2 (ja) * 1991-08-29 2002-01-21 日本原子力研究所 重金属除去方法
US5208194A (en) * 1992-02-25 1993-05-04 Arco Chemical Technology, L.P. Recovery of group VIII transition metals from organic solutions using acidic ion-exchange resins
US5500126A (en) * 1994-10-20 1996-03-19 Rohm And Haas Company Process for removal of metal ions from aqueous solutions
US5536416A (en) * 1994-10-31 1996-07-16 Hazen Research, Inc. Method for removing metals from a solution
US6656360B2 (en) * 1994-12-23 2003-12-02 Alliedsignal Inc. Fibrous system for continuously capturing metals from an aqueous stream
JP3964573B2 (ja) * 1999-05-25 2007-08-22 中部キレスト株式会社 金属キレート形成性繊維の製法、並びに該繊維を用いた金属イオン捕捉法及び金属キレート繊維
US6277290B1 (en) * 1999-12-17 2001-08-21 Metafix Inc. Process for recovering silver from photographic solutions

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011014505A1 (de) * 2011-03-18 2012-09-20 Heraeus Precious Metals Gmbh & Co. Kg Prozess zur Rückgewinnung von Edelmetall aus funktionalisierten edelmetallhaltigen Adsorptionsmaterialien
US8475749B2 (en) 2011-03-18 2013-07-02 Heraeus Precious Metals Gmbh & Co. Kg Process for recovery of noble metals from functionalised, noble metal-containing adsorption materials

Also Published As

Publication number Publication date
AU9401501A (en) 2002-04-29
ZA200302399B (en) 2004-03-29
US20040026329A1 (en) 2004-02-12
BR0114692B1 (pt) 2010-07-27
ES2234892T3 (es) 2005-07-01
BR0114692A (pt) 2004-01-13
ATE286148T1 (de) 2005-01-15
US7083731B2 (en) 2006-08-01
DE60108157D1 (de) 2005-02-03
GB0025502D0 (en) 2000-11-29
CA2424372A1 (en) 2002-04-25
EP1332234A1 (de) 2003-08-06
EP1332234B1 (de) 2004-12-29
AU2001294015B2 (en) 2006-09-28
WO2002033135A1 (en) 2002-04-25
JP4198460B2 (ja) 2008-12-17
CA2424372C (en) 2011-04-19
JP2004518813A (ja) 2004-06-24
DK1332234T3 (da) 2005-02-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60108157T2 (de) Edelmetallabtrennung aus flüssigkeiten unter verwendung funktionalisierter polymerfasern
AU2001294015A1 (en) Precious metal scavenging from a liquid medium with a functionalised polymer fiber
EP2259874B1 (de) Picolylaminharze
EP2259875B1 (de) Picolylaminharze
DE3435600A1 (de) Verfahren zur trennung und reinigung von metallischen elementen durch verdraengungschromatographie
DE102007034733A1 (de) Verfahren zur Herstellung monodisperser Chelatharze
DE2051200C3 (de) Verfahren zum Entfärben von Abwässern aus der Bleichung von Zellstoffen
DE3688240T2 (de) Verfahren zum Entfernen metallischer Verunreinigungen aus Lösungen.
DE2606089C2 (de) Teilweise pyrolisierte Teilchen von makroporösen synthetischen Polymeren und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE60035792T2 (de) Verwendung eines materials mit trennungsfunktion
DE1300597B (de) Verfahren zur Herstellung einer Kohleelektrode fuer Brennstoffelemente, die ein katalytisch aktives Metall enthaelt
DE2647194A1 (de) Verfahren zur entfernung von geloestem antimon aus einer fluessigkeit
DE69706691T2 (de) Nukleophiles feststoffreagenz zur umsetzung von polymeren halogenbenzylfunktionalität zu anderen funktionalitäten
DE2245513A1 (de) Verfahren zum entfaerben von abwaessern
DE2056076A1 (de) Vinyl pyridin/Divinylbenzol Copoly mensat, Verfahren zu dessen Herstellung und Anwendung desselben
DE102007034731A1 (de) Chelatharze
DE3206562C2 (de) Verfahren zum Abtrennen von Kohle aus einem Composit
EP2507272A1 (de) Methylenaminoethylsulfonsäure-chelatharze
DE2618981B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer porösen Folie mit feinen zylindrischen, miteinander in Verbindung stehenden Poren
DE102009006943A1 (de) Verfahren zur Herstellung photovernetzbarer Nanopartikel im kontinuierlichen Reaktor
DE1417898A1 (de) Verfahren und Extraktionsmasse zur Gewinnung von Schwermetallen aus waessrigen Loesungen derselben
DE1227431B (de) Kationenaustauscher
DE3526143A1 (de) Verfahren zur abtrennung von indium aus sauren loesungen
DE2724706C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Lösungen von Quecksilber
EP0461517B1 (de) Verfahren zur Entfernung oder zur Anreicherung von Schwermetallionen aus wässriger Lösung

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition
8328 Change in the person/name/address of the agent

Representative=s name: KROHER, STROBEL RECHTS- UND PATENTANWAELTE, 80336

8328 Change in the person/name/address of the agent

Representative=s name: DR. SCHOEN & PARTNER, 80336 MUENCHEN