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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Stromerzeugungsindustrie und
spezieller das Gebiet der Stromgeneratoren.
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Hintergrund
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In
der Stromerzeugungsindustrie werden in einem Stator von Stromgeneratoren
oft Hochspannungsspulen verwendet. In Hochspannungs-Statorspulen
mit Innenkühlung
werden oft Kühlelemente verwendet,
die eine rohrförmige
Gestalt oder Konfiguration besitzen, als Kühlrohre oder Entlüftungsrohre
bezeichnet werden und in die Spulenkonstruktion integriert oder
innerhalb der äußeren Begrenzungen derselben
angeordnet sind. Die Kühlrohre
sind aus einem leitenden Material gefertigt, z. B. einem Metall, und
dienen dazu, dass Kühlmittel,
z. B. Luft oder Wasserstoff, durch sie hindurchgeleitet wird, um
die Wärme
von Leitern aus Kupfer (oder einem anderen leitenden Material) abzuführen. Die
Rohre sind gewöhnlich
von Kupfersträngen
der Spule umgeben und erstrecken sich über die gesamte Länge der Spule.
Zum Beispiel enthalten viele Konstruktionen oder Bauformen von Spulen
fünf (5)
oder mehr Kühlrohre
in einem einzigen Paket.
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Sämtliche
Kühlrohre
in einem Spulenpaket sind voneinander isoliert und von den Kupfersträngen isoliert,
z. B. um zu verhindern, dass Maschinen- oder Generatorstrom in den
Rohren fließt.
Es ist nicht zulässig,
dass Strom vom Generator in den Kühlrohren fließt, und
die Rohre sind normalerweise nicht dafür ausgelegt, dass sie von Generatorstrom
durchflossen werden; z. B. weisen die Rohre oft eine dünnwandige
Konstruktion auf. Beispiele einiger Gestaltungen von Kühlrohren
sind im US-Patent Nr. 5.323.079 von Nieves et al. mit dem Titel "Half-Coil Configuration
For Stator" (Halbspulen-Konfiguration für einen
Stator) und im US-Patent Nr. 5.723.920 von Markovitz et al. mit
dem Titel "Stator
Bars Internally Graded With Conductive Binder Tape" (Statorstäbe, die
innen mit leitendem Wicklungsband isoliert sind) zu finden.
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In
diesen Systemen erscheint jedoch, wenn an der Statorspule Spannung
anliegt, oft ein hoher Anteil der Spannung zwischen den Metall-Kühlrohren und
den Kupfersträngen
der Wicklung. Um das Fließen
von Maschinen- oder Generatorstrom in den Kühlrohren zu verhindern, sind
sowohl die Kupferstränge
als auch die Kühlrohre
isoliert. Dieses Spannungspotential kann, wenn zugelassen wird,
dass es hohe Werte erreicht, die Kupferstrang-Isolation und die
Kühlrohr-Isolation, welche
wie oben beschrieben die Stränge
bzw. die Rohre umgibt, zerstören.
Deshalb ist eine Spannungsverteilung (Spannungsstaffelung) der Kühlrohre
erforderlich, um den Aufbau von Spannungen zwischen den Kühlrohren
und den Kupfersträngen
zu verhindern.
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Das
Verfahren der Konstruktion von Statorspulen, das gewöhnlich angewendet
wird, um diesem Erfordernis einer Spannungsverteilung Rechnung zu
tragen, besteht im Anschluss externer Widerstände zwischen den Kupfersträngen und
den Kühlrohren.
Bei manchen Spulenkonstruktionen ist jedoch kein Platz vorhanden,
um die Widerstände
außen
an die Spule anzuschließen.
Außerdem
ist es unmöglich,
oder es kann sehr schwierig sein, Verbindungen zu dem inneren Paket
oder der inneren Anordnung von Kühlrohren
herzustellen, und dementsprechend kann eine Spannungsverteilung
nicht ohne weiteres erreicht werden. Auch wenn in einer gestapelten
Anordnung die Spannung an den inneren Kühlrohren wesentlich niedriger
ist als an dem oberen und unteren Kühlrohr, ist trotzdem auch für diese
Kühlrohre
ein gewisser Grad an Schutz erforderlich.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird eine Hochspannungs-Statorspule für einen Stator eines Stromerzeugungssystems
bereitgestellt, wobei die Statorspule umfasst: eine Vielzahl von
Metallsträngen;
eine Vielzahl von Kühlelementen,
die neben der Vielzahl von Metallsträngen angeordnet sind; ein kompaktes
Spannungsverteilungsmittel mit niedriger Impedanz, welches sich
mit jedem Kühlelement
aus der Vielzahl von Kühlelementen
und jedem Metallstrang aus der Vielzahl von Metallsträngen in
Kontakt befindet, zur Verteilung der Spannung zwischen den Kühlelementen
und den Metallsträngen,
um dadurch einen Überspannungszustand
zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass das kompakte Spannungsverteilungsmittel
wenigstens ein erstes leitendes Streifenelement, das sich mit einem
leitenden Teil jedes Kühlelements
aus der Vielzahl von Kühlelementen
in Kontakt befindet, eine Spannungsverteilungs-Materialschicht,
die so angeordnet ist, dass sie sich mit dem ersten leitenden Streifenelement
in Kontakt befindet, und wenigstens ein zweites leitendes Streifenelement,
das so angeordnet ist, dass es mit der Vielzahl von Metallsträngen und
der Spannungsverteilungsschicht verbunden ist, um dadurch einen Strompfad
zwischen den Kühlelementen
und den Metallsträngen
zur Verfügung
zu stellen, umfasst.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird außerdem
ein Verfahren zur Spannungsverteilung zwischen inneren Kühlelementen
und leitenden Strängen
einer Hochspannungsspule eines Stromerzeugungssystems bereitgestellt,
wobei das Verfahren umfasst:
Anschließen eines kompakten Spannungsverteilungsmittels
mit niedriger Impedanz zwischen leitenden Teilen der einzelnen Kühlelemente
aus einer Vielzahl von inneren Kühlelementen
und einer Vielzahl von leitenden Strängen einer Hochspannungsspule,
wobei der Schritt des Anschließens
für jedes Kühlelement
umfasst: Herstellen einer Öffnung
in der die Kühlelemente
umgebenden Isolation;
Positionieren eines ersten leitenden
Streifenelements, so dass es sich mit leitenden Teilen des Kühlelements
in Kontakt befindet;
Positionieren einer Spannungsverteilungs-Materialschicht,
so dass sie sich mit dem ersten leitenden Streifenelement in Kontakt
befindet und dieses überlagert;
und Positionieren eines zweiten leitenden Streifenelements, so dass
es mit der Spannungsverteilungsschicht und wenigstens einem Strang
aus der Vielzahl von leitenden Strängen verbunden ist.
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Kurze Beschreibung der
Zeichnungen
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Einige
der Merkmale, Vorteile und Nutzeffekte der vorliegenden Erfindung
wurden angegeben, während
andere aus der weiteren Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen
ersichtlich werden, wobei:
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1 eine
Teil-Perspektivansicht eines Stromgenerators ist, welche eine Vielzahl
von Statorspulen gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 eine
Teil-Perspektivansicht einer Statorspule ist, welche eine Spannungsverteilung
zwischen inneren Kühlrohren
und den Strängen
der Wicklung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist;
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3 eine
Teil-Perspektivansicht der Konstruktion einer Überspannungsschutzvorrichtung
einer Statorspule ist, welche eine Spannungsverteilung zwischen
inneren Kühlrohren
und den Strängen
der Wicklung gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung aufweist;
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4 eine
Perspektivansicht in Explosionsdarstellung einer Statorspule gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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5 eine
andere Teil-Perspektivansicht der Konstruktion einer Überspannungsschutzvorrichtung
einer Statorspule gemäß einer
Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ist;
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6 eine
Teil-Perspektivansicht einer Statorspule gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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7 eine
schematische Ansicht eines Systems zur Verteilung der Spannung einer
Statorspule zwischen inneren Kühlrohren
und der Spule gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist;
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8 ein
Schaltplan einer äquivalenten Schaltung
der verteilten Kapazität
einer inneren Wicklung einer Statorspule ist; und
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9 ein
Diagramm des Zusammenhangs zwischen der angelegten Spannung und
der Spannung zwischen Rohr und Kupfer mit und ohne Kühlrohr-Verteilung
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist.
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Ausführliche Beschreibung bevorzugter
Ausführungsform
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Nachfolgend
wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, in
denen bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung dargestellt sind, ausführlicher beschrieben. Diese
Erfindung kann jedoch in vielen unterschiedlichen Formen ausgeführt werden
und darf nur als auf die Ansprüche
beschränkt
ausgelegt werden. Die dargestellten Ausführungsformen werden so beschrieben,
dass diese Offenbarung umfassend und vollständig ist, und sie werden den
Fachleuten den Schutzbereich der Erfindung in vollem Umfang vermitteln.
Gleiche Bezugszahlen bezeichnen durchgehend gleiche Elemente, und
sofern Bezeichnungen mit einem Strich und mit zwei Strichen verwendet werden,
bezeichnen sie ähnliche
Elemente in zur Wahl stehenden Ausführungsformen.
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Eine äquivalente
Schaltung, welche die Eigenkapazität einer Statorspule 20 zeigt,
ist in 7 dargestellt. Zum Beispiel wird bei einer Spannung von
60 Hz oder 50 Hz (Spulenspannung), die an die Statorspule 20 zwischen
den Metall-Wicklungssträngen 22,
d. h. Kupfer, und der leitenden Außenelektrode der Spule 20 angelegt
wird, die angelegte Wechselspannung über die Erdungswand-Isolation
und die Isolation zwischen Rohr und Kupfer verteilt. Ein Teil der
angelegten Spannung ist über
die Kapazität
C3 mit den Kühlrohren 30 gekoppelt.
Die Isolation zwischen Kühlrohr 30 und
Kupferstrang ist dann einem Grad der Beanspruchung durch Hochspannung
ausgesetzt, welcher, wenn er hoch genug ist, zu einem Versagen der
Isolation führen
kann. Ein Versagen der Isolation infolge von Überspannung kann einen Kurzschluss
zwischen Kupfer und Kühlrohr
zur Folge haben. Nachdem zwei oder mehr Kurzschlüsse aufgetreten sind, kann
ein zu starker Strom in den Kühlrohren 30 fließen. Ein
zu starker Strom in den Kühlrohren 30 kann
dazu führen,
dass die Kühlrohre 30 schmelzen
und die Wirksamkeit der Kühlung
verringert wird. Dann kann es infolge einer Überhitzung der Spule 20 zu
einem vollständigen
Ausfall der Spule kommen. Um die Möglichkeit eines Kurzschlusses zwischen
Kupfer und Rohr auf ein Minimum zu begrenzen, ist es vorteilhaft,
den Potentialunterschied zwischen den Kühlrohren 30 und den
Kupfersträngen 22 zu
verringern.
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Eine äquivalente
Schaltung des Querschnitts einer innen gekühlten Spule ist in 8 dargestellt. Bei
einer an die Spule 20 zwischen den Kupfersträngen 22 und
der Erdelektrode angelegten Wechselspannung ist ein Teil der Wechselspannung über die Kapazität (C2) gekoppelt,
welche zwischen dem oberen und unteren Kühlrohr und der Kupferwicklung vorhanden
ist. Diese gekoppelte Spannung hat einen großen Potentialunterschied zwischen
den Kühlrohren
und den Kupferwicklungen der Spule zur Folge. Der Spannungsabfall
an einer Kapazität
(C2) ist die Spannungsbeanspruchung zwischen dem Rohr und den Kupfersträngen (quer
durch die Isolation). Der Betrag der Spannung (VC2) hängt von
den relativen Werten der verteilten Kapazität (C3 und C2) ab. Der Betrag
der Spannung (VC2) ist gleich (V1(XC2/(XC2 + XC3)). Der Betrag des
Potentials (VC2) kann mehrere Hundert Volt erreichen, bei einer
Bemessungsspannung der Spule von V1. Die Isolation zwischen dem
Kupfer und den Kühlrohren
versagt, wenn VC2 die dielektrische Festigkeit der Isolation übersteigt. Nachdem
ein Spannungsdurchbruch aufgetreten ist, ist es möglich, dass
es zu einem Kurzschluss zwischen dem Kupfer und dem Kühlrohr kommt.
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Eine
Verringerung des gekoppelten Wertes von C2 kann durch Verringerung
des Wertes der mit XC2 verknüpften
Impedanz erreicht werden, und diese Impedanz kann verringert werden,
indem der Kopplungskondensator C2 mit einer niedrigen Impedanz (Widerstand) überbrückt wird.
Eine niedrige Impedanz, die zwischen die Kupferwicklung und die
einzelnen Kühlrohre
geschaltet ist, wird den Betrag der Spannung (VC2) verringern, die
zwischen den Kühlrohren
und dem Kupfer verteilt ist.
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1 zeigt
Statorspulen 20 eines Stromerzeugungssystems 10,
welches einen Rotor 12 und einen Stator 15 umfasst,
der so angeordnet ist, dass er an den Rotor 12 angrenzt,
z. B. diesen umgibt, wie für Fachleute
klar ist. Der Stator 15 enthält vorzugsweise eine Vielzahl
von Hochspannungs-Statorspulen 20, wie in der Zeichnung
dargestellt. Jede Statorspule aus der Vielzahl von Statorspulen 20 umfasst
eine Vielzahl von Metall-Wicklungssträngen 22, die vorzugsweise
aus Kupfer oder einer Kupferlegierung hergestellt sind, eine Vielzahl
von Kühlelementen 30, bei
denen es sich z. B. vorzugsweise um Entlüftungs- oder Kühlelemente
mit einer rohrförmigen
Gestalt handelt und die so angeordnet sind, dass sie an die Vielzahl
von Wicklungssträngen 22 angrenzen,
und ein kompaktes Spannungsverteilungsmittel 40, das sich
auf kompakte Weise mit jedem Kühlelement
aus der Vielzahl von Kühlelementen 30 in
Kontakt befindet, um die Spannung zwischen der Vielzahl von Metall-Kühlelementen 30 und
der Vielzahl von Metallsträngen 22 zu
verteilen und dadurch einen Überspannungszustand
zu verhindern.
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Wie
vielleicht aus den 2–4 am besten
ersichtlich ist, wird das Spannungsverteilungsmittel 40 vorzugsweise
in Form einer kompakten Überspannungsschutzvorrichtung
vorgesehen, welche vorzugsweise wenigstens ein erstes leitendes
Streifenelement 42, das sich mit einem leitenden Teil jedes
Kühlrohrs
aus der Vielzahl von Kühlrohren 30 in
Kontakt befindet, eine Spannungsverteilungs- Materialschicht 44, die so
angeordnet ist, dass sie sich mit dem ersten leitenden Streifenelement 42 in
Kontakt befindet, und wenigstens ein zweites leitendes Streifenelement 48,
das so angeordnet ist, dass es sich mit der Vielzahl von Metallsträngen 22 und
der Spannungsverteilungsschicht 44 in Kontakt befindet,
umfasst, um dadurch einen Strompfad zwischen den Kühlrohren 30 und
den Metallsträngen 22 zur
Verfügung
zu stellen. Aus Gründen
der Kompaktheit und des Zugangs zu den inneren Kühlrohren 30 umfasst
die Spannungsverteilungsschicht 44 vorzugsweise eine Vielzahl
von Schichten 45 aus leitendem Band. Wie vielleicht aus
den 3–4 am besten
ersichtlich ist, umfasst die Vielzahl von Bandschichten eine erste
Schicht 46 aus leitendem Band, die so angebracht ist, dass
sie an jedem Kühlrohr
aus der Vielzahl von Kühlrohren 30 und
an dem ersten leitenden Streifenelement 42 haftet, und
eine zweite Schicht 47 aus leitendem Band, die so angebracht ist,
dass sie an der Vielzahl von Kühlrohren 30 und dem
zweiten leitenden Streifenelement 48 haftet. Das kompakte
Spannungsverteilungsmittel 40 kann ferner einen leitenden
Füllstoff 25 enthalten,
z. B. einen leitenden Roebel-Füllstoff
wie etwa ein mit Kunstharz angereichertes Vliesmaterial, der so
angebracht ist, dass er sich mit den Oberflächen der Vielzahl von Wicklungssträngen 22,
dem ersten und dem zweiten Streifenelement 42, 48 und
der Spannungsverteilungsschicht 44 in Kontakt befindet,
um zu einer stärkeren
Verringerung des Spannungspotentials zwischen der Vielzahl von Metallsträngen 22 und
der Vielzahl von Kühlrohren 30 beizutragen.
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Die
Statorspulen 20 enthalten außerdem vorzugsweise einen haftenden
Füllstoff,
der so angebracht ist, dass er sich mit dem leitenden Füllstoff
des kompakten Spannungsverteilungsmittels 40 in Kontakt
befindet, um das kompakte Spannungsverteilungsmittel 40 mit
der Vielzahl von Statorspulen 20 zu verkleben. Die einzelnen
Kühlrohre
aus der Vielzahl von Kühlrohren 30 weisen
vorzugsweise eine rohrförmige
Gestalt auf und sind in einer gestapelten Anordnung positioniert,
wie die 2 und 5–6 zeigen.
Die Vielzahl von Metallsträngen 22 sind
beiderseits des Stapels der rohrförmigen Kühlelemente 30 angeordnet.
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Die 5–6 zeigen
eine Statorspule gemäß der vorliegenden
Erfindung, welche kompakt ist und die Überspannungs-Probleme wirksam
lösen kann.
In der Isolation des Kühlrohrs
ist ein Schlitz angebracht, und ein Stück einer dünnen Kupferfolie ist unter
die Isolation des Kühlrohrs
geschoben. Die Abmessungen des Stückes Kupferfolie können zum Beispiel
sein: Dicke ca. 0,003 Zoll (0,076 mm), Breite ca. 0,250 Zoll (6,35
mm), Länge
ca. 1,5 Zoll (3,81 cm). Die Kupferfolie ist sehr biegsam. Alle Kühlrohre 30 weisen
den Schlitz in der Rohrisolation an den Seiten der Kühlrohre 30 auf,
wie 5 zeigt. Nach der Anbringung der Kupferfolie unter
der Isolation des Kühlrohrs
wird, um einen guten elektrischen Kontakt mit dem Metallrohr herzustellen,
eine Schicht eines leitenden Bandes mit einem Widerstand von ca. 1000
Ohm pro Quadrat um den Kühlrohrstapel
gewickelt, wobei sichergestellt wird, dass das leitende Band einen
guten elektrischen Kontakt mit den Kupferfoliestreifen hat. Die
Kupferfoliestreifen werden über
die Außenfläche der
ersten Schicht 46 des leitenden Bandes gelegt. Eine zweite
Schicht 47 aus leitendem Band wird um den Kühlrohrstapel
gewickelt und bedeckt alle freiliegenden Kupferfolien an den Seiten
der Kühlrohre.
Ein dünner
Kupferstreifen mit einer Dicke von ca. 0,003 Zoll (0,076 mm), einer Breite
von ca. 0,250 Zoll (6,35 mm) und einer Länge, die etwa gleich der Länge der
Spule ist, wird an einem Ende an einen Kupferstrang gelötet und
im Wesentlichen über
die gesamte Länge
der Statorspule 20 verlegt, und zwar sowohl auf der Oberseite
als auch an der Unterseite der Spule. Der Kupferfoliestreifen liegt
an der Oberseite des isolierten oberen und unteren Kühlrohrs
an und ist sowohl von den Kupfersträngen 22 als auch von
den Kühlrohren 30 isoliert.
Um zu verhindern, dass Spulenstrom im Kupferstreifen fließt, ist
dieser nur an einem Ende der Spule mit den Kupfersträngen 22 verbunden.
Anschließend
wird ein leitender Roebel-Füllstoff
sowohl auf die Oberseite als auch auf die Unterseite der Spule aufgebracht.
Der leitende Roebel-Füllstoff
hat einen guten elektrischen Kontakt mit dem Kupferstreifen und
sorgt dafür,
dass das Potential auf der gesamten Länge der Spule dieselbe Größe hat.
Das um den Kühlrohrstapel
gewickelte leitende Band hat ebenfalls einen elektrischen Kontakt
mit dem oberen und unteren Roebel-Füllstoff und stellt die einen
hohen Widerstand aufweisende Verbindung zwischen dem Kupfer der
Spule und den Kühlrohren
her. Dieser Widerstand sorgt dafür,
dass die Spannung zwischen den Kühlrohren 30 und
den Kupfersträngen 22 einen
niedrigen, sicheren Wert hat, so dass die Isolation zwischen den
Kühlrohren
und dem Kupfer vor einem Überspannungszustand
geschützt
wird. Der mit Kunstharz angereicherte seitliche Füllstoff,
der verwendet wird, um der Spule Festigkeit zu verleihen, hält zusammen
mit dem mit Kunstharz angereichertem oberen und unteren Roebel-Füllstoff
das gesamte Verteilungssystem während
der Bearbeitung der Spule zusammen.
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Wie
in 9 dargestellt ist, wurde an einer innen gekühlten Statorspule 20 gemäß der vorliegenden
Erfindung eine Prüfung
der Spannungsverteilung an den Kühlrohren
durchgeführt.
Der Zweck der Prüfung
bestand darin, ein Maß des
Spannungspegels zu erhalten, der mit den Kühlrohren 30 während des normalen
Betriebs der Spule gekoppelt ist. Aus den Ergebnissen geht hervor,
dass bei einer Statorspule 20, die mit einem Spannungseffektivwert
von ca. 8 kV betrieben wird, ein Spannungsabfall von ca. 504 Volt (Effektivwert)
zwischen den Kühlrohren 30 und
den Kupfersträngen 22 vorliegt.
Die Ausfallspannung für die
Isolation zwischen den Kühlrohren
und den Kupfersträngen
liegt in der Größenordnung
von ca. 700 bis 1000 Volt (Effektivwert). Daher kann die Kühlrohr-Spannungsverteilung
bei dieser Spulenkonstruktion vorteilhaft angewendet werden. Bei
Anwendung der Erfindung auf die Kühlrohre 30 lag die
gemessene Spannung zwischen den Kühlrohren 30 und den
Kupfersträngen 22 in
der Größenordnung von
ca. 5 Volt (Effektivwert) bei ca. 8 kV (Effektivwert) an der Spule. 9 zeigt
die graphische Darstellung der Spannung zwischen den Kühlrohren 30 und den
Kupfersträngen 22.
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Wie
die 1–9 zeigen,
beinhaltet die vorliegende Erfindung außerdem ein Verfahren zur Spannungsverteilung
zwischen inneren oder innen angeordneten Kühlelementen 30 und
leitenden Strängen 22 einer
Hochspannungsspule 20 eines Stromerzeugungssystems 10.
Ein Verfahren umfasst vorzugsweise das Verbinden leitender Teile
der einzelnen Kühlelemente
aus einer Vielzahl von inneren Kühlelementen 30 mit
einer Vielzahl von leitenden Strängen 22 einer
Hochspannungsspule 10. Der Schritt des Verbindens umfasst
für jedes
Kühlelement 30 vorzugsweise
das Herstellen einer Öffnung in
der die Kühlelemente 30 umgebenden
Isolation 24, z. B. der Isolation zwischen Rohr und Strang,
das Positionieren eines ersten leitenden Streifenelements 42,
so dass es sich mit leitenden Teilen des Kühlelements 30 in Kontakt
befindet, das Positionieren einer Spannungsverteilungs-Materialschicht 44,
so dass sie sich mit dem ersten leitenden Streifenelement 42 in
Kontakt befindet und dieses überlagert,
und das Positionieren eines zweiten leitenden Streifenelements 48,
so dass es sich mit der Spannungsverteilungsschicht 44 und
wenigstens einem Strang aus der Vielzahl von leitenden Strängen 22 in
Kontakt befindet.
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Außerdem umfasst
die Spannungsverteilungsschicht 44 vorzugsweise eine Vielzahl
von Schichten 45 aus leitendem Band, und der Schritt des
Positionierens der Spannungsverteilungsschicht 44 umfasst
vorzugsweise das Ankleben einer ersten Schicht 46 aus leitendem
Band an das erste Metall-Streifenelement 42 und die das
Kühlelement 30 umgebende
Isolation 24 und das Ankleben einer zweiten Schicht 47 aus
leitendem Band an die Isolation 24 und das zweite leitende
Streifenelement 48. Das Verfahren kann außerdem das
Anbringen von leitendem Füllstoff 25 umfassen,
so dass dieser sich in Kontakt mit der Vielzahl von leitenden Strängen 22, dem
ersten und dem zweiten leitenden Streifenelement 42, 48 und
der ersten und zweiten Schicht 46, 47 der Spannungsverteilungsschicht 45 befindet.
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Für einen
Fachmann, der von den in den oben stehenden Beschreibungen und den
zugehörigen
Zeichnungen enthaltenen Informationen profitiert, sind zahlreiche
Modifikationen und andere Ausführungsformen
der Erfindung denkbar. Deshalb ist die Erfindung selbstverständlich nicht
auf die offenbarten speziellen Ausführungsformen beschränkt, und
Modifikationen sowie andere Ausführungsformen
sind mit im Schutzbereich der beigefügten Ansprüche enthalten.