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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft zweiteilige Wegwerfbecher, die für kalte
und warme Getränke,
Erdnüsse, Popcorn
und andere feste Nahrungsmittel geeignet sind, und insbesondere
Becher, die aus Papier oder Pappe hergestellt sind.
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STAND DER
TECHNIK
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Herkömmliche
Wegwerfbecher umfassen für gewöhnlich einen
Boden, einen im Allgemeinen kegelstumpfförmigen Körper oder Flüssigkeitsaufnahmeabschnitt.
Diese Art von Becher wird als zweiteiliger Becher bezeichnet. Um
ein Verschütten
zu verhindern, kann ein gesonderter Deckel über der Öffnung des Bechers angebracht
werden. Diese Art von Becher wird als dreiteiliger Becher bezeichnet,
da er einen Körperabschnitt
und einen gesonderten Deckel aufweist, im Gegensatz zu dem erfindungsgemäßen Becher,
der einen Körperabschnitt
mit einem integrierten Deckel aufweist. Die meisten standardmäßigen Becherkonstruktionen
bedienen sich demnach eines gesonderten, austauschbaren Deckels,
um den Becher verschüttsicher
oder verschüttfest
zu machen. Versuche wurden unternommen, um einen Faltdeckel in einer
zweiteiligen Bauart einzubinden, wobei derartige Bauarten jedoch
mit einer Reihe von Funktionsproblemen behaftet sind. Diese und
andere Konstruktionen bedienen sich eingebauter Strohhalme oder
Seitenschnabelmechanismen oder weisen eine Verschlussvorrichtung
auf, die einen komplexen Faltmechanismus erfordert, was sie teuer und/oder schwierig
herzustellen, für
Kunden schwierig zu verwenden und/oder schwierig zu stapeln macht.
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Ein
Problem bei zweiteiligen Bechern ist, dass sie ein breites offenes
oberes Ende aufweisen, welches ein Verschütten begünstigt, insbesondere wenn diese
bei Sportveranstaltungen, beispielsweise bei Laufsportveranstaltungen,
oder in jedweder Situation, bei der eine Aktivität oder eine erhebliche Bewegung
des Bechers stattfindet, verwendet werden. Das Problem wurde auf
dem Markt durch die Verwendung der dreiteiligen Becher überwunden,
welche das Anordnen eines lösbaren
Deckels, der an dem oberen Ende des Bechers befestigt wird, erfordern. Die
dreiteilige Konstruktion ist mit einer Vielzahl von Problemen behaftet,
beispielsweise die Mühe
und die Zeit, welche erforderlich sind, um den Deckel an dem Becher
zu befestigen, Lagerung und Transport, Entsorgungsprobleme, wenn
der Deckel herunterfällt,
und die Mühe
beim Regeln des Flüssigkeitsstroms,
da Ihre Nase an den Deckel des Bechers stößt, und mögliches Verschütten, wenn
Flüssigkeiten
aus der Öffnung
herausspritzen.
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Zweiteilige
Wegwerfbecher mit einstückig angeformten
Deckeln und umfassend die Merkmale aus dem Oberbegriff von Anspruch
1 werden beispielsweise in US-A-5,960,987 (Solland et al.), US-A-4,620,665
(McSherry) und GB-A-2269811 (Weston) offenbart. Beide dieser Bauformen
weisen einen tiefen, eiförmigen,
halbkreisförmigen
Deckelabschnitt des ausgestanzten Bechers auf, was bewirkt, dass
der Deckel in einer halbaufrechten Position entlang der Öffnungskante
des Bechers in eine Ruheposition/Verschlussposition gelangt, wodurch der
Querschnitt des Becherkörperabschnitts
im Wesentlichen kreisförmig
bleibt. Eine Art von Verriegelungsmechanismus an der oberen Kante
des Bechers wird verwendet, um den Deckel an die obere Kante der
Becheröffnung
zu halten.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Ein
erfindungsgemäßer einteiliger
Wegwerfbecher bedient sich eines Deckels, der aus einem halbkreisförmigen ausgestanzten
Stück gebildet
ist, das an den Körperabschnitt
des Bechers angefügt ist.
Die allgemeine Form des Deckels ist kreisförmig oder leicht oval oder
flach halbkreisförmig.
Die Linien des Anritzlinienbogens, welcher, an die Öffnungskante
des Bechers angrenzend, die erste Faltlinie für den Deckel bildet, sind geringfügig abgeflacht.
Der Bogen des ausgestanzten erfindungsgemäßen Bechers ist flacher als
der entsprechende Bogen des Standes der Technik. Das Verhältnis einer
horizontalen Linie, welche die Enden des oberen Abschnitts der ersten Faltlinie,
wo diese mit der Kante des Bechers zusammentrifft, verbindet, zu
dem vertikalen Abstand von dem Mittelpunkt der horizontalen Linie
zu dem tiefsten Punkt des Bogens der ersten Faltlinie beträgt für den Becher
ungefähr
4, während
dasselbe Verhältnis für den Stand
der Technik zwischen 1,5 und 2,5 liegt.
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Der
erfindungsgemäße Becher
weist zwei einzigartige zweite Faltlinien entlang der oberen Kante
des Bogens auf, welcher den Deckel bildet. Jede zweite Faltlinie
schließt
an die erste Faltlinie nahe der oberen Kante der ersten Faltlinie
an und verbindet sich mit der Öffnungskante
des Bechers, um eine dreieckige Form zu bilden, welche durch die
zweite Faltlinie, den Teil der primären Faltlinie, welcher von einem
ersten Ende der zweiten Faltlinie zu der Kante des Bechers verläuft, und
den Teil der Kante des Deckels, welcher von der Kante des Bechers
zu einem zweiten Ende der zweiten Faltlinie verläuft, umschlossen wird.
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Der
Becherdeckelschließmechanismus
funktioniert auf folgende Weise:
durch einen Benutzer, der
einen leichten Druck auf die Seite des Deckels ausübt, wenn
sich der Deckel in einer vertikalen Position befindet, wird bewirkt, dass
der Deckel seine Form von einer konvexen (offen und vertikal) zu
einer konkaven Form ändert,
mit einem abrupten Klicken oder Klappen zu der Öffnung des Bechers hin, was
bewirkt, dass der Deckel über die
und in die Mündung
des Körperabschnitts
des Bechers gefaltet wird. Der Deckel selbst bewegt sich in eine
neue stabile Position innerhalb der Mündung und verschließt den Inhalt
des Bechers gegenüber
einem Herausspritzen aus dem Becher. Die endgültige geschlossene Position
des Deckels ist nahe der Horizontalen, innerhalb des Körperabschnitts
des Bechers. Diese nahezu horizontale geschlossene Position wird
durch das flachere Wesen des Bogens der ersten Faltlinie und das
Vorhandensein der zweiten Faltlinien herbeigeführt. Beim Schließen des
Deckels erfolgt ein doppelter Klick (von jeder der beiden zweiten
Faltlinien), was eine ausgeprägtere
und deutlichere Bewegung, ein Klappen oder Klicken des Deckels in
die geschlossene Position innerhalb des Körperabschnitts des Bechers
ermöglicht.
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Der
Außenumfang
des Deckels des Bechers ist ausgebildet, um größer als der Innenumfang des Körperabschnitts
des Bechers in dem Bereich der vorgesehenen geschlossenen Position
des Deckels zu sein. Wenn der Deckel in seine Position innerhalb des
Körperabschnitts
des Bechers klickt, muss er geringfügig weitergedrückt werden,
um die endgültige Ruheposition/geschlossene
Position zu erreichen. Diese Handlung kann durch Drücken auf
den Deckel selbst oder durch sanftes Zusammendrücken der Seiten des Bechers
durch Aufbringen von Druck auf die Seiten den beiden zweiten Faltlinien
benachbart durchgeführt
werden. Eine Kombination aus beiden Handlungen ist ebenfalls möglich. Die
endgültige
Ruheposition wird durch den Winkel der zweiten Faltlinien relativ
zu dem Winkel des Bogens der ersten Faltlinie nahe den zweiten Faltlinien
bestimmt. Nahe der Ruheposition für den Deckel in dem Körperabschnitt des
Bechers herrscht ein Widerstand gegen eine weitere Bewegung des
Deckels in den Becher hinein. Der Widerstand wird durch den Druck,
der durch die zusehends kleiner werdende Öffnung des Becherkörpers auf
den Deckel ausgeübt
wird, und durch den Widerstand, der durch das Vorhandensein der
zweiten Faltlinien vorgesehen wird, herbeigeführt. Die Reibung zwischen der
Deckelkante und der Innenseite des Körpers des Bechers macht den
Becher verschüttfest
und trägt
dazu bei, den Deckel in dessen geschlossener Position innerhalb
des Körpers des
Bechers zu befestigen. Auf Grund des Drucks, den der Körper auf
den Deckel ausübt,
kommt es zu einer deutlichen Verformung des Deckels, wenn dieser
die Ruheposition/geschlossene Position erreicht. Die Gestalt des
Deckels wird demnach in der geschlossenen Position innerhalb des
Körpers
des Bechers zu einer Parabelform verformt. Dies verleiht dem Deckel
und dem gesamten Becher weitere Steifigkeit. Die beschriebene Funktion
des Deckels innerhalb des Körpers
des Bechers ist der primäre
Verriegelungsmechanismus für
den Deckel, in dessen geschlossener Position. Das Verriegeln des
Deckels in dessen geschlossener Position wird vorzugsweise durch
die exakte Ausgestaltung des Deckels, um die Parabelform des Deckels
zu übertreiben,
wenn der Deckel in den Körper
des Bechers hineingedrückt wird,
und durch die Form der ersten Faltlinien, was die Parabelform des
Deckels bewirkt, wenn der Deckel in die geschlossene Position gedrückt wird,
weiter verbessert. Die zweiten Faltlinien dienen als zweiter Verriegelungsmechanismus,
um den Deckel in seiner geschlossenen Position innerhalb des Körpers des
Bechers zu halten oder zu befestigen. Wenn der Deckel geschlossen
ist, sind die Dreiecke, welche durch die erste und die zweiten Faltlinien
(wie zuvor beschrieben wurde) gebildet werden, vertikaler angewinkelt
als angrenzende Abschnitte des Deckels. Diese Ausrichtung der Dreiecke
bewirkt, dass sich die Dreiecke näher an den Seiten des Körpers des Bechers
als der Rest des Deckels befinden, d.h. die Oberfläche der
Dreiecke befindet sich beinahe in derselben Ebene wie die allgemeine
Ebene der benachbarten Oberfläche
des Körpers.
Dieses Merkmal erschwert es, den Deckel zu öffnen, da beim Zurückbewegen
des Deckels in dessen offene Position die Dreiecksabschnitte des
Deckels vergleichsweise weiter zurückgebogen werden müssen.
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Der
Deckel erreicht somit eine geschlossene Position innerhalb des Bechers,
mit einer allgemeinen Ebene des Deckels nahe einer horizontalen
Ebene oder mit der beweglichen Kante des Deckels geringfügig tiefer
als die entgegengesetzte Faltkante des Deckels. Die entgegengesetzten
Kräfte
zwischen der Deckelkante und der Innenfläche des Körpers des Bechers bieten genügend Reibung,
um den Deckel fest innerhalb des Körpers zu halten und den Becher
verschüttfest
zu machen.
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Ferner
kommt es, wenn sich der Deckel in dessen geschlossener Position
befindet, zu einer Verformung des Körpers des Bechers von einer
ovalen Gestalt, die einen im Wesentlichen abgeflachten Teil aufweist,
wo der Deckel an dem Körperabschnitt befestigt
ist, zu einer eiförmigen
Gestalt in der senkrechten Richtung (vom oberen Ende oder vom Boden des
Bechers gesehen). Diese Formung in der geschlossenen Position des
Deckels ist auf die Form des Deckels in der geschlossenen Position
zurückzuführen. Dieses
Merkmal macht den Becherkörper verglichen damit,
wenn sich der Deckel nicht in der geschlossenen Position befindet,
deutlich fester. Zudem macht die eiförmige Gestalt des Körpers, wenn sich
der Deckel in der geschlossenen Position befindet, den Becher sehr
einfach zu halten und trägt
auch dazu bei, dass der Benutzer des Bechers leichter die Öffnung des
Becherdeckels findet. Bei im Stand der Technik bekannten Bauformen
behält,
wenn sich der Deckel in der geschlossenen Position befindet, der Becherkörper eine
im Wesentlichen kreisförmige Querschnittgestalt
ohne die oben beschriebenen Vorzüge
der eiförmigen
Körperform
des erfindungsgemäßen Bechers.
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Die Öffnung,
die entlang der Kante des Deckels angeordnet ist, kann auf jedwede
geeignete Weise geformt sein, um den Strom von Flüssigkeit aus
dem Becher zu regeln. Die Öffnung
kann weiterhin geformt sein, um je nach Anwendung Strohhalme aufzunehmen
und/oder direktes Trinken von der der Öffnung benachbarten Becherkörperkante
zu ermöglichen.
Die Öffnung
und die erhöhte
oder vorragende Kante des Körperabschnitts
des Bechers, wenn sich der Deckel in der geschlossenen Position
befindet, verbinden sich, um eine natürliche Trinkkante oder einen „Trichter" zu bilden. Infolge
des Zusammenwirkens der Öffnung/des
Deckels und des Körperabschnitts
des Bechers kann der Benutzer des Bechers Flüssigkeit erhalten, ohne mit
seiner Nase an dem Deckel oder dem Körper des Bechers anzustoßen, was
zu einem angenehmeren Trinkgefühl
beiträgt.
Es ist demzufolge nicht erforderlich, den Kopf nach hinten zu neigen,
um die letzten Tropfen aus dem erfindungsgemäßen Becher zu trinken, sondern
ein bloßes
Weiterneigen des Bechers ist ausreichend.
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Wenn
sich der Deckel in der geschlossenen Position befindet, gestattet
die Reibung zwischen dem Deckel und der Oberfläche des Körperabschnitts des Bechers,
gemeinsam mit dem sekundären
Verriegelungsmechanismus der zweiten Faltlinien, dass der Deckel
einen verhältnismäßig dichten Verschluss
zwischen dem Deckel und dem Becher bildet und den Becher somit verschüttfest macht.
Der einzige Weg, auf dem Flüssigkeit
entweichen kann, ist durch die Öffnung
des Deckels. Die erhöhten/nach oben
vorragenden Kanten der Trinklippe tragen auch dazu bei, dass ein
Verschütten
verhindert wird.
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Der
primäre
Verriegelungsmechanismus des Deckels in der geschlossenen Position
ist, wie beschrieben, die Reibung zwischen dem Deckel und der inneren
Oberfläche
des Körpers
des Bechers, und der sekundäre
Verriegelungsmechanismus wird durch die zweiten Faltlinien des Deckels
bereitgestellt. Eine Reihe bevorzugter tertiärer Verriegelungsmechanismen
kann verwendet werden, um den Deckel weiter innerhalb der Becheröffnung zu
befestigen. Die tertiären
Verriegelungsmechanismen können
Verriegelungskanten innerhalb der Seite des Körpers des Bechers umfassen,
wobei die Kante mit der Kante des Deckels einrastet, wenn sich der
Deckel in der geschlossenen Position befindet. Die Verriegelungskanten
sind vorzugsweise den zweiten Faltlinien des Deckels benachbart
angeordnet, um mit dem Teil der Kante des Deckels, der den zweiten Faltlinien
benachbart ist, einzurasten. Alternativ dazu sind die Verriegelungskanten
ausgebildet, um mit den Kantenabschnitten des Deckels der Öffnung des Deckels
benachbart einzurasten, oder sind eine Kombination aus beiden Anordnungen
der Verriegelungskanten. Eine eingeklebte Verriegelungskante könnte an
Stelle von oder in Kombination mit Verriegelungskanten, die direkt
in dem Körper
des Bechers ausgebildet sind, verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit
ist, einen oder mehrere Vorsprünge
zu verwenden, die von der Kante des Deckels vorragen, wobei die
Vorsprünge
in an dem Körperabschnitt
des Bechers angeordnete Schlitze einführbar sind, um den Deckel in
der geschlossenen Position zu verriegeln. Noch eine weitere Möglichkeit
zum Ausbilden einer Verriegelungskante ist, mindestens einen im Wesentlichen
horizontalen Schlitz in dem Körperabschnitt
zu verwenden, wodurch der Abschnitt des Körpers, der oberhalb des Schlitzes
oder der Schlitze angeordnet ist, einwärts gedrückt würde, um eine Verriegelungskante
zum Einrasten mit der Kante des Deckels, wenn sich der Deckel in
der geschlossenen Position befindet, zu schaffen.
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Infolge
der Festigkeit, welche dem Becher durch die zweiten Faltlinien verliehen
wird, wenn sich der Deckel in der geschlossenen Position befindet, kann
die gemeinsame Becherkörperlinie,
d.h. die im Wesentlichen vertikale Kante, entlang welcher der Becher
zusammengefügt
ist, einem Dreieck direkt benachbart angeordnet werden, welches
durch eine der zweiten Faltlinien usw. (wie oben beschrieben) gebildet
wird. Diese Lage der gemeinsamen Linie (an der Seite des Bechers)
ermöglicht
das ungehinderte Anbringen einer Beschriftung an der Vorderseite
des Bechers, der Rückseite
des Bechers und an dem Deckel, ohne Grafiken oder Text hinsichtlich
des Verklebens der gemeinsamen Linie (oder jedweder anderen verwendeten
Methode des Zusammenfügens) kompensieren
oder ausrichten zu müssen.
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Eine
Aufgabe der Erfindung ist es, die oben genannten Nachteile abzuschwächen und/oder
zu vermeiden, um einen zweiteiligen Wegwerfbecher bereitzustellen,
der zum Aufnehmen kalter und warmer Getränke und anderer Nahrungsmittel
geeignet ist. Der Becher weist einen Klappdeckel auf, der, wenn
er in seine Position gedrückt
wurde, den Becher verschüttfest
macht. Dieser Becher soll als Allzweck-Sportbecher eingesetzt werden, der für zahlreiche
Aktivitäten,
beispielsweise für
Laufsportveranstaltungen (d.h. Marathons, Triathlons, 10km-Läufe usw.),
geeignet ist. Der Becher weist auch einen Allzweckmarkt als Kinderbecher,
Fluglinienbecher, Medizinbecher oder in jedweder Situation, in der
ein verschüttfester
Becher benötigt
wird, auf. Als solches kann der Becher für den Fast-Food-Markt adaptiert werden
und herkömmliche
dreiteilige Becherkonstruktionen ersetzen. Die Bechergröße und die Öffnung für Fluida
können
zur Verwendung bei vielen Anwendungen verschieden groß ausgelegt
oder mit einem Strohhalm ausgestattet sein. Weitere Anwendungsmöglichkeiten
sind in der Nahrungsmittelbranche bei jedweder Anwendung, die das
Verhindern von Verschütten
voraussetzt, vorgesehen, beispielsweise als Popcorn- oder Erdnussbehälter, als
Pommes-Frites-Behälter
usw. Die Öffnung
in dem Deckel würde
dann optimiert werden, um eine gewünschte Menge des enthaltenen
Guts beim Ausleeren austreten zu lassen.
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Die
vorliegende Erfindung bindet die Verwendung eines Stanzverfahrens
ein, welches für
einige Papierproduktbehälter,
vor allem für
Fast-Food (d.h. Popcorn oder Chips), verwendet wurde. Der gestanzte
Mechanismus für
diese Produkte erlaubt es, einen Abschnitt des Kartons umzufalten,
um den Inhalt zum Teil zu überdecken,
um entweder Wärme drinnen
zu halten oder den Inhalt zu schützen,
während
er sich in dieser Stellung befindet. Die Schwierigkeit bei diesem
Mechanismus ist, dass der Deckel instabil ist und Flüssigkeiten
nicht in derartigen Behältern angeordnet
werden können,
da diese nicht auslaufsicher sind. Die vorliegende Erfindung bedient
sich eines einfachen gestanzten Mechanismus und wendet diesen direkt
auf den Getränkebechermarkt
an.
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Die
Erfindung bedient sich einer zweiteiligen Becherkonstruktion, durch
welche der Bedarf an einem gesonderten Deckel entfällt, wodurch
der Bedarf an zusätzlicher
Lagerung und Entsorgung entfällt. Diese
Art von Becher wird als zweiteiliger Becher bezeichnet, da er einen
Körperabschnitt
und einen integrierten Deckel aufweist.
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Der
erfindungsgemäße Becher
ist einfach zu verwenden. Die Erfindung bedient sich eines einfachen
gestanzten und Schnellfaltmechanismus. Der Deckel ist derart ausgebildet,
dass sich eine einigermaßen
sichere und verschüttfeste
Abdeckung ergibt, wenn der Deckel in eine geschlossene Position
in der Becheröffnung
gedrückt
wird. Für
das Befestigen des Deckels ist kein komplizierter Bedienungsvorgang, sondern
nur ein einfaches Drücken
erforderlich.
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Der
erfindungsgemäße Becher
ist nach dem Zusammensetzen zur Form eines Bechers stapelbar, und
das einzigartige „Klappen" oder „Klicken", welches erfolgt,
wenn leicht auf den Deckel gedrückt wird,
erlaubt dem Deckel, in eine halbgeschlossene oder geschlossene Position
zu klappen, was das völlige
Schließen
des Deckels zu einem einfachen Arbeitsgang werden lässt. Wenn
die Deckelkante völlig in
die Mündungsöffnung bewegt
wird, klickt sie in die vorgegebene Position, wobei sie durch das
Wesen der Verformung und durch die untere Kante des Mundstückglieds
dort festgehalten wird.
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Bei
einer Ausführungsform
der Erfindung ist der Deckel des Bechers derart geformt, dass er
dicht an den Seiten des Bechers anliegt. Die Verformung des Deckels
und der Seiten des Bechers tragen dazu bei, den Deckel in der Becheröffnung zu
befestigen. Die auf diese Weise geformte Verformung verändert auch
das Becherprofil zu einer eiförmigeren
Gestalt, welche ihn steifer und damit einfacher zu halten oder ergreifen
werden lässt.
Der Deckel ist ebenfalls entlang den Seiten zu verformen, wodurch
er steifer wird.
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Das
Mundstück
für den
Becher bildet einen natürlichen
Hohlraum zwischen dem Deckel und der Kante des Bechers, welche nach
oben angewinkelt wurde. Dies ermöglicht
dem Benutzer einen raschen Bezugspunkt, um die Öffnung zu finden, und es ermöglicht,
dass sich die Flüssigkeit
in dem Raum, der durch den Deckel und die Seitenwände des
Bechers gebildet wird, vorübergehend
sammelt, wodurch ein Verschütten
oder Herausspritzen, wenn der Becher herumbewegt wird, minimiert
wird. Die Konstruktion bildet auch ein zweckmäßiges Mundstück für den Benutzer
aus. Der Hohlraum zwischen der Kante des Bechers, ermöglicht dem
Benutzer, den Becher zu neigen und zu trinken, ohne mit der Nase
an dem Becherdeckel anzustoßen.
Bei festen Inhalten wird das Mundstück als zweckmäßige Ausgießschnauze
oder -trichter verwendet.
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Demnach
sind die Hauptunterschiede zwischen einem erfindungsgemäßen Becher
und im Stand der Technik bekannten Bechern wie folgt:
Die Form
der ersten Faltlinie für
den erfindungsgemäßen Becher
kann als etwas flach halbkreisförmig beschrieben
werden. Die Linien des ersten Faltlinienbogens, welcher der Öffnungskante
des Bechers benachbart ist, sind leicht abgeflacht. Die im Stand
der Technik bekannten Becher weisen breitere und tiefere und im
Allgemeinen gleichmäßgere halbkreisförmige bis
eiförmige
Faltlinienbögen
auf.
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Der
Bogen der ersten Faltlinie des erfindungsgemäßen Bechers ist verglichen
mit dem im Stand der Technik bekannten Faltlinienbogen deutlich
flacher. Das Verhältnis
einer horizontalen Linie, welche die Enden des oberen Abschnitts
der ersten Faltlinie, wo diese mit der Kante des Bechers zusammentrifft,
verbindet, zu dem vertikalen Abstand von dem Mittelpunkt der horizontalen
Linie zu dem tiefsten Punkt des Bogens der ersten Faltlinie beträgt ungefähr 4 für den erfindungsgemäßen Becher,
während
dasselbe Verhältnis
für den
Stand der Technik zwischen 1,5 und 2,5 beträgt.
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Der
erfindungsgemäße Becher
weist zwei zweite Faltlinien an dem Deckel auf. Im Stand der Technik
werden keine derartigen Faltlinien beschrieben. Der doppelte Klick
von sowohl ersten als auch zweiten Faltlinien ermöglicht eine
ausgeprägtere
und deutlichere Bewegung des Deckels hin zu der Schließposition
innerhalb des Bechers.
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Die
tiefe eiförmige
bis halbkreisförmige
Gestalt der Faltlinien der im Stand der Technik bekannten Becher
bewirkt, dass sich die Deckel in eine halbaufrechte Position (typisch
30 bis 45 Grad) schließen.
Der Deckel liegt dann entlang der Öffnungskante des Bechers an.
Bei dem erfindungsgemäßen Becher
ist die geschlossene Position des Deckels nahe der Horizontalen
(wenn der Becher auf einer horizontalen Oberfläche steht), bewirkt durch das flachere
Wesen des Bogens der ersten Faltlinie und das Vorhandensein der
zweiten Faltlinien.
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Bei
den im Stand der Technik bekannten Bechern, ruht, wenn der Deckel
in eine geschlossene Position gelangt, dieser am oberen Ende von
oder leicht innerhalb der Öffnungskante
des Becherkörpers.
Eine Vielfalt von Verriegelungsmechanismen werden verwendet, um
den Deckel an die obere Kante der Becheröffnung zu halten. Es kommt
zu keinem deutlichen Einführen
des Deckels in den Becherkörper.
Bei dem erfindungsgemäßen Becher
gelangt der Deckel deutlich innerhalb des Körpers des Bechers in eine geschlossene
Position, wobei die geschlossene Position des Deckels nahe der Vertikalen
ist. Die entgegengesetzten Kräfte
zwischen der Deckelkante und der Innenseite des Becherkörpers erzeugen
eine Reibungspassung, was wiederum den erfindungsgemäßen Becher
verschüttsicher
macht und dazu beiträgt,
den Deckel in dessen geschlossener Position innerhalb des Becherkörpers zu
befestigen.
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Im
Stand der Technik behält,
wenn sich der Deckel in einer geschlossenen Position befindet, der Becherkörper eine
im Wesentlichen kreisförmige Querschnittsform.
Bei einem erfindungsgemäßen Becher
bewirkt der Deckel in einer geschlossenen Position eine Verformung
des Becherkörpers
zu einer eiförmigen
Gestalt, was die Steifigkeit des Bechers verstärkt und das Ergreifen des Bechers
erleichtert.
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Der
erfindungsgemäße Becher
sieht ein Mundstück
vor, wenn sich der Deckel in einer geschlossenen Position befindet.
Dieses Mundstück
ist trichter- oder schnauzenförmig
und verbessert die Trinkeigenschaften des Bechers und verhindert
auch ein Verschütten
aus dem Becher (erhöhte
Kanten).
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Der
erfindungsgemäße Becher
sieht ferner vorzugsweise dritte Verriegelungsmechanismen vor (neben
der Reibungspassung des Deckels und der zweiten Faltlinien), um
den Deckel in der geschlossenen Position zu befestigen.
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Infolge
der Festigkeit, welche dem Becher durch die zweiten Faltlinien verliehen
wird, wenn sich der Deckel in der geschlossenen Position befindet, kann
die gemeinsame Becherkörperlinie,
d.h. die im Wesentlichen vertikale Kante, entlang welcher der Becher
zusammengefügt
ist, direkt einem Dreieck benachbart angeordnet werden, welches
durch eine der zweiten Faltlinien usw. (wie oben beschrieben) gebildet
wird. Diese Lage der gemeinsamen Linie (an der Seite des Bechers)
ermöglicht
das ungehinderte Anordnen von Beschriftungen an der Vorderseite
des Bechers, der Rückseite
des Bechers und an dem Deckel, ohne Grafiken oder Text hinsichtlich
des Verklebens der gemeinsamen Linie (oder jedweder anderen verwendeten
Methode des Zusammenfügens) kompensieren
oder ausrichten zu müssen.
Eine weitere Oberfläche,
die für
Werbeaufdrucke geeignet ist, ist der Deckel. Beide Seiten können verwendet
werden, wobei natürlich
nur die Oberseite des Deckels sichtbar ist, wenn sich der Deckel
in der geschlossen Position befindet.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Zu
Gunsten eines besseren Verstehens der Erfindung wird nunmehr deren
bevorzugte Ausführungsform
beispielhaft unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen ausführlich beschrieben. Es
zeigen:
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1 eine
perspektivische Seitenansicht eines zusammengesetzten erfindungsgemäßen Bechers,
ehe der Deckel in dessen geschlossene Position gedrückt wird,
wobei der Becher in dieser Position für Lagerung oder Transport gestapelt
werden kann,
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2 eine
perspektivische Seitenansicht des Bechers aus 1,
wenn der Deckel zunächst zu
der Becheröffnung
hingedrückt
wird,
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3 eine
perspektivische Seitenansicht des Bechers aus 1,
wenn der Deckel zunächst
in seine geschlossene Position gedrückt wird,
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3A eine
perspektivische Seitenansicht eines zusammengesetzten erfindungsgemäßen Bechers,
welche den Deckel in dessen geschlossener Position darstellt,
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4 eine
Seitenansicht des Bechers aus 1,
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4A eine
Seitenansicht des Bechers aus 4, jedoch
mit der Hinzufügung
von Vorsprüngen an
dem Deckel zum Zusammenwirken mit Schlitzen in dem Becherkörper,
-
4B eine
Seitenansicht des Bechers aus 4, jedoch
mit der Hinzufügung
von halbmondförmigen
Schlitzen in dem Becherkörper,
welche Kanten zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bilden, wenn das Material, welches den halbmondförmigen Schlitzen benachbart
ist, nach innen gedrückt
wird,
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4C eine
Detailschnittseitenansicht der halbmondförmigen Schlitze in dem Becherkörper, welche
Kanten zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position bilden,
wenn das Material, welches den halbmondförmigen Schlitzen benachbart ist,
nach innen gedrückt
wird,
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4D eine
Seitenansicht des Bechers aus 4, jedoch
mit der Hinzufügung
eines eingeklebten Gliedes in dem Becherkörpermundstück, welches eine Kante zum
Halten des Deckels in der geschlossenen Position bildet,
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4E eine
Detailschnittseitenansicht des eingeklebten Gliedes in dem Becherkörpermundstück, welches
eine Kante zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bildet,
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4F eine
Seitenansicht des Bechers aus 4, jedoch
mit der Hinzufügung
von einwärts
vorragenden Grübchen
in dem Becherkörper,
welche Kanten zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bilden,
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4G eine
Detailschnittseitenansicht des Grübchens in dem Becherkörper, welches
eine Kante zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bildet,
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5 eine
Endansicht des Bechers aus 1,
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5A eine
Endansicht des Bechers aus 5, jedoch
mit der Hinzufügung
von Vorsprüngen an
dem Deckel zum Zusammenwirken mit Schlitzen in dem Becherkörper,
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6 eine
Teilschnittseitenansicht des Bechers aus 2,
-
7 eine
Teilschnittseitenansicht eines erfindungsgemäßen Bechers, welche den Deckel
in der geschlossenen Position darstellt und auch die Verformung
des Becherkörpers
darstellt,
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7A eine
Seitenansicht des Bechers aus 7, jedoch
mit der Hinzufügung
von Vorsprüngen an
dem Deckel zum Zusammenwirken mit Schlitzen in dem Becherkörper,
-
7B eine
Seitenansicht des Bechers aus 7, jedoch
mit der Hinzufügung
von halbmondförmigen
Schlitzen in dem Becherkörper,
welche Kanten zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bilden, wenn das Material, welches den halbmondförmigen Schlitzen benachbart
ist, nach innen gedrückt
wird,
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7C eine
Seitenansicht des Bechers aus 7, jedoch
mit der Hinzufügung
eines eingeklebten Gliedes in dem Becherkörpermundstück, welches eine Kante zum
Halten des Deckels in der geschlossenen Position bildet,
-
7D eine
Seitenansicht des Bechers aus 7, jedoch
mit der Hinzufügung
von einwärts
vorragenden Grübchen
in dem Becherkörper,
welche Kanten zum Halten des Deckels in der geschlossenen Position
bilden,
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8 eine
Draufsicht auf den Becher aus 7,
-
9 eine
Draufsicht auf den Becher aus 1,
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10 eine
Teilschnittseitenansicht eines erfindungsgemäßen Bechers, die den Deckel
in der geschlossenen Position darstellt,
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11 eine
Seitenansicht des Bechers aus 3A, und
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12 eine
Draufsicht auf einen nicht zusammengesetzten erfindungsgemäßen Becher,
wie dieser geschnitten oder auf ein geeignetes Substratmaterial
gezeichnet und ehe dieser gefaltet wurde, um einen Becher zu bilden,
erscheinen würde.
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BESTE WEISE
ZUM DURCHFÜHREN
DER ERFINDUNG
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12 zeigt
alle anwendbaren Komponenten des Bechers in einer ausgebreiteten
Position, wie er aus einer Pappenbahn oder einer Bahn aus ähnlichen
Material ausgeschnitten werden würde.
Der erfindungsgemäße Becher 1 weist
zwei Teile, einen Becherkörperabschnitt 2 mit
einem Deckel 4 und einem Mundstück/Deckelbefestigungsglied 9 und
einen Boden 10 des Bechers, auf. Der Körperabschnitt weist weiterhin
eine erste Kante 12, eine zweite Kante 13, eine
obere Kante 3 und eine untere Kante 11 auf. Der Deckel 4 weist
eine freie Kante 5 auf, die gekrümmt ist und eine Querschnittserstreckung
aufweist, welche in dem Bereich, wo der Deckel mit dem Becher zusammenwirkt,
um einen Verschluss (was später beschrieben
wird) zu bilden, nachdem der Becher zusammengesetzt wurde, größer als
der Durchmesser des Bechers ist. Die freie Kante weist, wo die freie Kante
mit dem Körperabschnitt
des Bechers 2 zusammentrifft, Endabschnitte 14 auf.
Der Deckel weist weiterhin eine Öffnung
auf, die entlang der freien Kante 5 ausgebildet ist, um
Flüssigkeit
aus dem Becher austreten zu lassen, wenn sich der Deckel in einer
geschlossenen Position befindet. Die Funktion des Bechers in dessen
zusammengesetztem Zustand wird später ausführlicher beschrieben. Eine erste
gekrümmte
Ritzaufreißlinie 7 vervollständigt gemeinsam
mit der freien Kante 5 des Deckels die Form des Deckels 4.
Der Deckel ist demnach entlang der ersten Ritzaufreißlinie relativ
zu dem Becherkörperabschnitt 2 faltbar.
Zwei zweite Ritzaufreißlinien 8 sind
den Endabschnitten 14 der freien Kante 5 des Deckels 9 benachbart
angeordnet. Die zweiten Ritzaufreißlinien ermöglichen, dass der Deckel hin
zu der Öffnung
des Bechers klickt, welche durch die obere Kante 3 des
Becherkörperabschnitts 2 gebildet wird,
wenn ein Benutzer des Bechers den Deckel aus der angehobenen Position
zu der Becheröffnung
hindrückt.
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Die
Teile werden zusammengesetzt, um das fertige Produkt, einen erfindungsgemäßen zweiteiligen
Becher, zu bilden. Die erste Kante 12 und die zweite Kante 13 des
Becherkörperabschnitts 2 werden
zusammengebracht und verklebt, um einen kegelstumpfförmigen Becher
zu bilden. Der Boden 10 des Bechers wird innerhalb des
Becherkörpers
einer unteren Kante 11 des Körperabschnitts benachbart angeordnet
und an der vorgesehenen Position, beispielsweise durch Kleben, befestigt.
Wenn die Komponenten des Bechers zusammengesetzt sind, wurde ein
zweiteiliger Becher gebildet. 1, 4, 5 und 9 zeigen
den erfindungsgemäßen Becher 1 in
der zusammengesetzten Form, mit dem Deckel 4 in einer angehobenen
Position.
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Wenn
ein Benutzer des Bechers den Deckel 9 von der angehobenen
Position zu der Öffnung
des Bechers hindrückt,
wie aus 2 und 6 hervorgeht, ändert der
Deckel seine Form von einer konvexen (offen und vertikal) zu einer
konkaven Form, mit einem plötzlichen
Klick oder Klappen zu der Becheröffnung
hin, was bewirkt, dass der Deckel zu dem Mundstück 9 des Körperabschnitts 2 des
Bechers 1 gefaltet wird. Der Deckel selbst bewegt sich
zu einer neuen stabilen Position, die innerhalb des Mundstücks angeordnet
ist, und verschließt
den Inhalt des Bechers gegenüber
einem Austreten aus dem Becher. Die endgültige geschlossene Position
des Deckels ist vorzugsweise nahe der Horizontalen, innerhalb des
Körperabschnitts
des Bechers. Diese nahezu horizontale geschlossene Position wird
durch das flachere Wesen des Bogens der ersten Faltlinie und das
Vorhandensein der zweiten Faltlinien bewirkt. Bei weiteren Ausführungsformen
der Erfindung ist die Anordnung der zweiten Faltlinien geändert, um
zu ermöglichen,
dass der Deckel in einer Position schließt, die verglichen mit der
horizontalen Position aufrechter ist. Dieses Merkmal wird überwiegend
bei festen Becherinhalten verwendet. Beim Schließen des Deckels erfolgt ein
doppelter Klick (von jeder der zwei zweiten Faltlinien), was eine
ausgeprägtere
und deutlichere Bewegung, ein Klappen oder Klicken des Deckels zu
der geschlossenen Position innerhalb des Körperabschnitts des Bechers
ermöglicht.
Damit der Deckel 4 die geschlossene Position erreicht, kann
der Benutzer den Deckel geringfügig
zu dem Boden 10 des Bechers 1 hindrücken, wie
in 3 dargestellt ist, um die endgültige Ruheposition/geschlossene
Position des Deckels in dem Becherkörper, welche in 3A dargestellt
ist, zu erreichen.
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Der
Deckel wird durch die annähernd
halbkreisförmige
erste Ritzaufreißlinie 7 faltbar
gemacht, welche beispielsweise durch einen Stanzvorgang an der Seite
des Bechers, welche ungefähr
ein Drittel des Umfangs der Becherfläche belegt, angeordnet ist.
Wenn der Deckel zu dem Mundstück 9 des
Bechers hingedrückt
wird, bewirkt das Wesen der ersten Ritzaufreißlinie 7 in Verbindung
mit der Wirkung der zweiten Ritzaufreißlinien 8 und der
Verformung der Becherwand, welche durch den befestigten Deckel (7)
herbeigeführt
wird, dass der Deckel in eine halbgeschlossene oder geschlossene
Position klickt oder klappt. In der Mathematik wird der Vorgang
als Katastrophenereignis bezeichnet. Von der halbgeschlossenen Position
aus kann der Deckel dann leicht weiter in die Mündung des Bechers zu einer
bestimmten Position gedrückt
werden, die durch die untere Kante des Mundstücks gekennzeichnet ist, wie
aus 3A hervorgeht. Die endgültige Position der unteren
Kante des Mundstücks
in der Mündung
des Bechers wird durch die Anordnung/Lage der zweiten Ritzaufreißlinien 8 bestimmt.
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Wenn
der Deckel 4 weiter in die Öffnung des Bechers 1 gedrückt wird,
bildet der Becher eine Presspassung mit den Seitenwänden des
Bechers aus, wie aus 3A, 8, 10 und 11 hervorgeht.
Die Einbindung eines Mundstücks 9 kennzeichnet
die Linie, zu welcher der Becherdeckel gedrückt wird. Sobald er über das
Mundstück
hinausgedrückt wird,
klickt der Deckel an der vorgesehenen Position ein und wird befestigt
und durch Reibungskräfte
zwischen dem Deckel und dem Becherkörperabschnitt daran gehindert,
sich zurückzubewegen,
wie vorhin beschrieben wurde. Der Deckel ist derart geformt, dass
er, wenn er nach unten in den Becher gedrückt wird, mehr eingeengt wird
und gegen die Seite des Bechers drückt. Wenn der Deckel gegen
die Wände des
Bechers drückt,
bewirkt der daraus resultierende Druck eine Verformung des Bechers
von einer kreisförmigen
zu einer eiförmigen
Gestalt. Die Gestalt des Deckels verformt sich ebenfalls, um eine
parabelförmige
oder eine halbkreisförmige
Gestalt zu bilden, welche durch die Gestalt der Stanzung und dem
daraus resultierenden Druck auf die Seitenwände des Bechers innerhalb der Öffnung der
Bechermündung herbeigeführt wird.
Das Wesen der Verformungen verleiht dem Deckel eine festere strukturelle
Gestalt und befestigt den Deckel an der Innenseite des Bechers.
Die Gestalt des Deckels ist einigermaßen kreisförmig und geringfügig größer als
die Becherabmessung an der vorgesehenen Schließposition für den Deckel und ist geformt,
um den Becherkörper
zu einer einzigartigen eiförmigen
Gestalt zu verformen.
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Um
den Halt des Deckels 4 in der geschlossenen Position weiter
zu verbessern, können
eine Vielfalt von Verriegelungsmechanismen verwendet werden. Beispielsweise
können
ein oder mehrere Vorsprünge 15 entlang
der freien Kante 5 des Deckels angeordnet werden, um in
entsprechend angeordnete Schlitze 16 in dem Becherkörper einführbar zu
sein, wenn sich der Deckel in der geschlossenen Position befindet,
siehe 4A, 5A und 7A.
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Alternativ
dazu kann ein halbmondförmiger Schlitz 17 in
dem Becherkörper
an einer Position, die der geschlossenen Position des Deckels 4 entspricht,
angeordnet werden, siehe 4B und 7B.
Der Bereich des Becherkörpers,
der unmittelbar oberhalb des halbmondförmigen Schlitzes angeordnet
ist, wird geringfügig
zu der Innenseite des Bechers nach innen gedrückt, um eine Kante zu schaffen,
welche den Deckel in der geschlossenen Position hält, welche
jedoch dem Deckel gestattet, an dem halbmondförmigen Schlitz vorbei in die
geschlossene Position gedrückt
zu werden. Eine weitere Alternative ist in 4D, 4E und 7C dargestellt.
Ein eingeklebtes Glied 20 ist innerhalb des Becherkörpers dem
Mundstück 9 benachbart
angeordnet und ist derart angeordnet, dass eine untere Kante des
Gliedes eine Kante bildet, welche den Deckel in der geschlossenen
Position hält,
welche jedoch gestattet, den Deckel an dem Glied vorbei in die geschlossene
Position zu drücken.
Schließlich
ist in 4F, 4G und 7D noch
eine weitere Alternative dargestellt. Ein oder mehrere Grübchen 21 sind
angeordnet, um an Orten, die der Position des Deckels in der geschlossenen
Position benachbart sind, einwärts
in den Becher vorzuragen. Das eine oder die mehreren Grübchen schaffen
demnach, welche den Deckel in der geschlossenen Position halten, welche
jedoch gestatten, den Deckel an den Grübchen vorbei in die geschlossene
Position zu drücken.
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Der
Winkel der Becherfläche,
die der Öffnung
in dem Deckel benachbart ist, ist erhöht und bildet ein Mundstück 9 zum
zweckmäßigen Verzehr
des Inhalts des Bechers.
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Die
Verformung des Bechers bewirkt eine Zunahme der Steifigkeit des
Becherkörpers,
wodurch dieser leichter zu halten ist.
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Ein
halbkreisförmiger
Schnitt 6 wird in dem Deckel vorgenommen, so dass dieser
einen Durchgang oder eine Öffnung
für Flüssigkeit
oder jedweden anderen Becherinhalt bildet, wenn der Deckel innerhalb
der offenen Fläche
des Bechers befestigt ist. Das Loch kann in verschiedenen Größen ausgelegt sein,
um den Strom von Flüssigkeit
zu regeln oder um einen Strohhalm aufzunehmen. Beispielsweise kann
die Öffnung
in der Gestalt mehrerer Schlitze vorliegen, die Flüssigkeit,
jedoch keine Eiswürfel oder
andere größere Gegenstände wie
Orangenscheiben usw. durchtreten lassen.
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Demnach
umfasst ein erfindungsgemäßer Wegwerfbecher
einen Bodeneinsatz und einen Körperabschnitt,
der einen einstückig
angeformten faltbaren Deckelabschnitt aufweist. Der faltbare Deckelabschnitt
ist entlang einer bogenförmigen
Faltlinie mit dem Körperabschnitt
verbunden, so dass, wenn der Deckelabschnitt zu dem Mundstückabschnitt
hingedrückt
wird, der Deckelabschnitt in eine Position innerhalb des Mundstückes klappt.
Der faltbare Deckelabschnitt weist an der vorgesehenen geschlossenen
Position des Deckels eine größere Quererstreckung
als die Quererstreckung des Körperabschnitts auf,
so dass der Deckelabschnitt, wenn der Deckelabschnitt an dem Mundstückabschnitt
vorbei weiter in den Körperabschnitt
gedrückt
wird, weiter in eine konvexe Form gebogen wird, um Flüssigkeitszugang entlang
der Innenseite des Mundstückabschnitts
zu versperren, und durch die Wirkung der zweiten Ritzaufreißlinien
innerhalb des Körperabschnitts
befestigt wird.
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Die
Abmessungen des Bechers sind relativ. Die Bechergrößen können je
nach Verwendungszweck des Produktes unterschiedlich sein.
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Es
wird zu erkennen sein, dass sich die vorangehende Beschreibung lediglich
beispielhaft auf die bevorzugte Ausführungsform bezieht. Zahlreiche Variationen
der Erfindung werden für
einschlägig
versierte Fachleute erkennbar sein, und derartige offensichtliche
Variationen liegen im beschriebenen und beanspruchten Umfang der
Erfindung, ob diese nun ausdrücklich
beschrieben wurden oder nicht. Beispielsweise wurde die bevorzugte
Ausführungsform als
Becher für
Flüssigkeiten
beschrieben, wie jedoch bereits erwähnt wurde, können nach
geeigneten Änderungen
der Abmessungen andere Nahrungsmittel in einem erfindungsgemäßen Becher
aufgenommen werden. Um eine nichthorizontale geschlossene Position
für den
Deckel zu erreichen, wird die Lage der zweiten Faltlinien entsprechend
geändert.
Auf diese Weise kann für
bestimmte Anwendungen, bei denen dies erwünscht ist, eine geneigte Deckelposition
erreicht werden. Darüber
hinaus kann die Gestalt oder Größe des Deckels
geändert
werden, um sich sowohl für
die Art von Produkt, welches in dem Becher enthalten ist, als auch
für die
gewünschte
Zuverlässigkeit
des Verschlusses zwischen dem Deckel und dem Innenkörper des
Bechers zu eignen. Falls der Deckel kleiner als die Querschnittserstreckung
der Innenseite des Körpers
ausgebildet ist, erfolgt das Schließen des Deckels, d.h. die Bewegung
des Deckels von der angehobenen Position zu der geschlossenen Position,
als ein einziger Vorgang. Kein weiteres Drücken würde erforderlich sein, um den
Deckel in die geschlossene Position zu bringen, da die Reibungskräfte zwischen
der Kante des Deckels und der Innenseite des Bechers reduziert wären. Diese
konkrete Ausführungsform
der Erfindung würde
in Fällen
verwendet, in denen eine enge Reibungspassung und ein resultierendes
Verschütten
keinen Faktor darstellen würden,
beispielsweise wenn der Becher verwendet wird, um größere feste
Gegenstände
wie Erdnüsse aufzunehmen.
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Für einschlägig versierte
Fachleute wird das Verfahren, mittels welchem der Becher hergestellt werden
kann, ob dies nun durch Verwendung von kundenspezifisch konstruierten
Maschinen oder durch Anpassen bestehender Maschinen erfolgt, ohne
Weiteres zu erkennen sein. Im Wesentlichen wird der Becher durch
Schneiden eines Rohlings hergestellt, der geformt ist, um die oben
beschriebene Form aufzuweisen. Der Rohling wird mit der gekrümmten Ritzaufreißlinie unter
dem Deckelabschnitt versehen, welche sich von dem ersten Schnittpunkt des
Deckelabschnitts mit der oberen Kante wegerstreckt, von dort nach
unten und von dort wieder zurück
nach oben zu dem zweiten Schnittpunkt des Deckelabschnitts mit der
oberen Kante gekrümmt
ist, derart, dass der Deckelabschnitt entlang der gekrümmten Ritzaufreißlinie zu
einer entgegengesetzten Seite der oberen Kante hin faltbar ist,
wenn der Becher zusammengesetzt ist. Der Rohling ist auch derart
ausgebildet, dass seine im Allgemeinen axialen Ritzaufreißlinien
leicht von den Schnittpunkten beabstandet sind und sich von der
gekrümmten Ritzaufreißlinie zu
einer oberen Kante des Deckelabschnitts erstrecken und dadurch mit
der oberen Kante und der gekrümmten
Ritzaufreißlinie
kleine, im Allgemeinen dreieckige Abschnitte definieren. Der Rohling
wird dann durch Verbinden entgegengesetzter Seitenkanten und Befestigen
eines Bodens an dem Rohling zu einem Becher geformt. Vorzugsweise wird
die Ritzung gleichzeitig mit demselben Arbeitsgang oder als Teil
desselben Arbeitsgangs wie beim Ausschneiden des Rohlings bewerkstelligt,
jedoch ist es bei geeigneter Ausrichtung der Bahn, aus welcher die
Rohlinge ausgeschnitten werden, vorstellbar, dass die Ritzung vorgesehen
werden könnte,
ehe der Rohling ausgeschnitten wird. Gleichermaßen, wenngleich dies unwahrscheinlich
ist, ist es möglich,
dass die Ritzung in einem gesonderten Arbeitsgang, nachdem der Rohling
ausgeschnitten wurde, vorgesehen wird.
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INDUSTRIELLE
ANWENDBARKEIT
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Diese
Erfindung betrifft zweiteilige Wegwerfbecher, die einen Deckel aufweisen,
der, eventuell über
eine halbgeschlossene Position, zwischen einer angehobenen Position
und einer geschlossenen Position bewegbar ist.