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Die
vorliegende Erfindung hat einen Alpinski zum Gegenstand. Ein Alpinski
umfasst eine Schaufelzone genannte vordere Zone, eine Fersenzone
genannte hintere Zone und eine Gleitzone genannte Zwischenzone.
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1 der
beigefügten
schematischen Zeichnung stellt einen Alpinski in Seitenansicht dar,
bei welchem die Schaufelzone, die Gleitzone und die Fersenzone mit
den Bezugszeichen 2, 3 und 4 bezeichnet
sind. Aus dieser 1 geht ebenfalls hervor, dass
die Dicke des Skis über
dessen Länge
variiert, wobei die Dicke in der Gleitzone wesentlich größer ist
als jene in den Endzonen, d. h. in den Schaufel- und Fersenzonen.
In der Tat ist in der Gleitzone die Bindung eines Schuhs des Skiläufers montiert. Daher
muss diese Zone am widerstandsfähigsten sein,
und durch diese Gleitzone verläuft
der Großteil der
Kräfte
zwischen dem Schnee und dem Schuh des Skiläufers.
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Dieser
Aufbau hat zur Folge, dass die Steifigkeit eines Skis, d. h. die
Widerstandsfähigkeit
gegen die Biegung nicht über
die gesamte Länge
des Skis konstant ist. Wie in der 2 gezeigt,
die eine Kurve darstellt, in welcher die Länge des Skis auf der Abszissenachse
und die Festigkeit auf der Ordinatenachse aufgetragen ist, ist es
ersichtlich, dass die Festigkeit des Skis in der Gleitzone (P) viel
bedeutender ist als in der Schaufelzone (S) und der Fersenzone (T). Die
Tatsache, dass die Bindung in der Gleitzone montiert ist, und die
Verwendung von Skischuhen, die eine sehr steife Sohle aufweisen,
erhöhen
die Steifigkeit im Vergleich zur allein betrachteten Steifigkeit
des Skis noch weiter. Daraus folgt eine Erhöhung der Schwierigkeit, mit
dem Ski um die Kurve zu fahren.
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Die
Festigkeit des Skis wird auf folgende Weise gemessen: Der Ski wird
flach zwischen zwei um eine Länge
L (von 200 bis 600 mm) beabstandete Auflager gesetzt, eine zwischen
40 und 60 kg umfassende Last wird auf halber Distanz zwischen diesen Auflagern
ausgeübt.
Nun wird die Verformung des Skis unter dieser Last gemessen (Durchbiegung). Anschließend wird
der Ski verlagert, um diese Messung an einer weiteren Zone (Verlagerung
zwischen 50 bis 200 mm) durchzuführen.
Die verschiedenen Durchbiegungswerte erlauben es, die in der 2 gezeigte
Steifigkeitskurve zu definieren.
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Um
diesen Steifigkeitszusammenhang mittels der Einheit Schuh-Bindung
in der Gleitzone zu beheben, hat man sich ausgedacht, die Bindung,
d. h. eine Vorderfußeinheit
und eine Ferseneinheit nicht direkt auf den Ski sondern auf einer
Zwischenplatte zu montieren, die beispielsweise an einem ihrer Enden
lokal auf dem Ski befestigt und an ihrem anderen Ende mit einer
Gleitmöglichkeit
auf dem Ski montiert ist, was ein Entkoppeln erlaubt. Eine solche
Platte ist durch das Dokument CH 671 887 bekannt. Diese Funktion
des Entkoppelns erlaubt in der Tat, den Einfluss der Spannfedern
der Ferseneinheit auf die Sohle des Schuhs zu unterdrücken, wodurch
die Biegung des Skis erhöht
wird, aber trotz allem trägt
eine solche Platte aufgrund ihrer Eigensteifigkeit zur Erhöhung der
Steifigkeit des Skis bei. Es ist auch bekannt, zum Montieren einer
Schuhbindung eine Platte einzusetzen, die Einkerbungen enthält, die
ihre Biegung begünstigen.
Eine solche Platte ist durch das Dokument FR 2 763 861 bekannt.
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Indem
diese Platte mit Geschmeidigkeit versehen wird, hat man allerdings
den Begriff des Entkoppelns verloren; überdies erfordert diese Lösung den
Einsatz einer Platte, die das Gewicht der Einheit Ski-Bindung erhöht.
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Das
Ziel der Erfindung ist das Festlegen der Steifigkeit eines nackten
Skis unter Antizipierung des Einflusses der Einheit Bindung-Schuh,
die zur Verwendung des Skis notwendig ist.
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Zu
diesem Zweck ist bei dem sie betreffenden Ski die Steifigkeit, d.
h. die Widerstandsfähigkeit gegen
die Biegung in Längsrichtung
des Skis, des mittleren Abschnitts der Gleitzone niedriger ist als
die Steifigkeit in den beiden Endabschnitten der Gleitzone, d. h.
in den Anschlussabschnitten mit der vorderen Zone bzw. der hinteren
Zone.
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Dieser
Ski unterscheidet sich daher von einem klassischen Alpinski, bei
welchem die Steifigkeitskurve, d. h. die Widerstandsfähigkeit
gegen die Biegung in Längsrichtung
des Skis, der flach zwischen zwei Auflagern angeordnet ist, praktisch
eine Funktion der Variation der Dicke des Skis ist, d. h. dass die
Steifigkeit von den Enden in Richtung der zentralen Gleitzone im
Allgemeinen ansteigt.
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Vorteilhafterweise
ist die Steifigkeit im mittleren Abschnitt der Gleitzone zumindest
5% geringer als die niedrigste Steifigkeit der Endabschnitte der Gleitzone.
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Die
Tatsache des Verringerns der Steifigkeit im mittleren Abschnitt
der Gleitzone erlaubt es, die Steifigkeit über die Länge der Gleitzone zu vereinheitlichen,
nachdem der Versteifung Rechnung getragen worden ist, die durch
das Montieren des Schuhs im Inneren der Bindung bewirkt wird.
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Um
diese Verringerung der Steifigkeit zu erzielen, können verschiedene
Lösungen
bei verschiedenen Skiaufbauten eingesetzt werden, ob es sich um
einen Ski mit traditionellem Aufbau handelt, d. h. der eine untere
Einheit, widerstandsfähige,
in Längsrichtung
verlaufende, Seitenwangen genannte Wandungen, die beidseits eines
zentralen Kerns angeordnet sind, und eine obere Einheit umfasst,
um einen sogenannten Schalenski, d. h. der eine äußere Hülle aus Kunststoffmaterial
umfasst, die auf der Innenseite des Skis durch zumindest eine Lage
von Gewebeschichtstoff verstärkt
ist, welche die obere Wandung und die Seitenwandungen des Skis bildet und
deren Ränder
direkt oder indirekt auf den Kanten ruhen, oder ferner um einen
Ski mit einem gemischten Aufbau, d. h. der eine Schale umfasst,
deren Ränder
auf in Längsrichtung
verlaufenden Verstärkungselementen
ruhen, die zumindest im mittleren Abschnitt oder in der Gleitzone
des Skis vorhanden sind.
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Nach
einer ersten Ausführungsform
dieses Skis für
den Fall, dass der Ski in Längsrichtung
verlaufende Verstärkungselemente
aufweist, die an den Seitenwänden
des Skis sichtbar sind und Seitenwangen genannt werden, ist die
Verringerung der Steifigkeit in der Gleitzone des Skis durch eine
lokale Verringerung der Höhe
oder der Dicke der Seitenwangen erzielt.
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In
diesem Fall kann die lokale Verringerung der Höhe der Seitenwangen vollständig sein
und sich in einer Unterbrechung im mittleren Abschnitt der Gleitzone äußern.
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Nach
einer zweiten Möglichkeit
ist die Verringerung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt der
Gleitzone durch eine lokale Verminderung der Breite des oberen Teils
des Skis erzielt, wobei der den Gleitbelag und die Kanten umfassende
untere Teil eine herkömmliche
Breite behält.
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Nach
einer dritten Möglichkeit
ist die Verringerung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt der
Gleitzone durch eine lokale Annäherung
der oberen und/oder unteren Verstärkungen und der neutralen Faser
des Skis erzielt.
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Nach
einer weiteren Möglichkeit
ist die Verringerung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt der Gleitzone
durch eine lokale Verringerung der Dicke des Skis erzielt.
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Nach
einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Skis
für den
Fall, dass er einen Aufbau aufweist, der eine Schale aus Kunststoffmaterial
umfasst, die auf der Innenseite des Skis durch mindestens eine Lage
von Gewebeschichtstoff verstärkt
ist, die eine obere Wandung und einen Teil der Seitenwandungen des
Skis bildet und deren Ränder
auf den an den Seitenwandungen des Skis sichtbaren, in Längsrichtung
verlaufenden Verstärkungselementen ruhen
und direkt oder indirekt auf den Kanten aufliegen, ist die Verringerung
der Steifigkeit in der Gleitzone des Skis durch eine Verringerung
der Höhe
oder durch eine lokale Unterdrückung
der in Längsrichtung
verlaufenden Verstärkungselemente
zugunsten einer Vergrößerung der
Höhe der
Seitenwandungen der Schale in dieser Zone erzielt.
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Wie
immer der Aufbau des Skis sein mag, beträgt die Länge der Zone der Verringerung
der Steifigkeit in der Größenordnung
von 200 mm bis 600 mm und ist vorzugsweise zwischen 400 und 500
mm enthalten.
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Jedenfalls
wird die Erfindung mit Hilfe der nachstehenden Beschreibung mit
Bezug auf die beigefügte
schematische Zeichnung, welche beispielhaft, nicht einschränkend mehrere
Ausführungsformen
dieses Skis darstellt, gut verständlich.
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1 ist
eine Seitenansicht eines Alpinskis.
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2 ist
eine Ansicht, welche die Variation der Festigkeit eines traditionellen
Skis über
dessen Länge
darstellt.
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3 ist
eine Ansicht, welche die Variation der Festigkeit eines Skis gemäß der Erfindung über dessen
Länge darstellt.
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4 ist
eine perspektivische Ansicht eines ersten Skis.
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5 ist
eine der Linie V-V von 4 folgende und vergrößerte, schematische
Querschnittsansicht.
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6 ist
eine perspektivische Ansicht eines zweiten Skis.
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7 ist
eine der Linie VII-VII von 6 folgende
und vergrößerte, schematische
Querschnittsansicht dieses Skis.
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8 ist
eine perspektivische Ansicht eines dritten Skis.
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9 ist
eine vergrößerte Seitenansicht
des mittleren Abschnitts der Gleitzone des Skis von 8.
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10 und 11 sind
zwei den Linien X-X bzw. XI-XI von 8 folgende
und vergrößerte Querschnittsansichten
dieses Skis.
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12 ist
eine aufgebrochene Seitenansicht eines Kerns, der Bestandteil eines
vierten Skis ist.
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13 ist
eine Seitenansicht dieses Skis in montierter Stellung.
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14 und 15 sind
zwei den Linien XIV-XIV bzw. XV-XV von 13 folgende
Querschnittsansichten.
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3 stellt
die Steifigkeitskurve eines Skis nach der Erfindung dar, in welcher
die Länge
des Skis L auf der Abszisse und die Festigkeit auf der Ordinatenachse
aufgetragen ist. Wie in dieser Kurve gezeigt, ist die Steifigkeit
im mittleren Abschnitt C der Gleitzone P niedriger ist als die Steifigkeit
in den beiden Endabschnitten E und F der Gleitzone, d. h. in den
Anschlussabschnitten mit der Schaufelzone S bzw. der Fersenzone
T.
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Um
dieses Resultat zu erzielen, sind nachstehend beispielhaft mehrere
Ausführungen
dargestellt.
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Die 4 und 5 stellen
einen Ski dar, der einen Schalenaufbau umfasst, d. h. der eine Schale 5 aus
Kunststoffmaterial umfasst, die auf der Innenseite des Skis durch
zumindest eine Lage von Gewebeschichtstoff, in der Zeichnung nicht
dargestellt, verstärkt
ist, welche die obere Wandung 6 und die Seitenwandungen 7, 8 des
Skis bildet und deren Ränder
auf den Kanten 11 ruhen. Dieser Ski umfasst eine untere
Einheit, die eine zwischen den Kanten angeordnete Gleitsohle 9 einschließt, wie
auch einen zentralen Kern 10, der auf der unteren Einheit
ruht und das Innere des Skis bildet. Es sind Verstärkungselemente
vorgesehen, die in der Zeichnung insoweit nicht dargestellt sind,
als sie die Erfindung nicht betreffen. Wie in der 4 gezeigt,
dient der mittlere Abschnitt der Gleitzone auf der oberen Seite
des Skis zum Montieren einer Vorderfußeinheit 12 und einer Ferseneinheit 13,
welche die Bindung eines Schuhs des Skifahrers bilden.
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Bei
der in den 4 und 5 dargestellten Ausführungsform
des Skis ist die Verringerung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt
der Gleitzone durch eine lokale Verminderung der Breite der Schale
erzielt, welche beidseits der mittleren Längsachse des Skis bewerkstelligt
ist. Wie in der Zeichnung gezeigt, äußert sich dies in den hohlen
Zonen 14, die durch eine Erhöhung der Neigung der Seitenwandungen 8 in
dieser Zone in Bezug auf die Seitenwandungen 7 des Skis
auf dem Rest der Länge
desselben erzielt ist. Aus den 4 und 5 geht
hervor, dass die Breite der oberen Zone 6 im mittleren
Abschnitt der Gleitzone verringert ist.
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Die 6 und 7 stellen
einen zweiten Ski dar, der ebenfalls ein Ski mit einem Schalenaufbau
ist, welcher dieselben allgemeinen Eigenschaften wie der erste Ski besitzt.
Daher sind dieselben Elemente mit denselben Bezugszeichen bezeichnet wie
zuvor.
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Bei
diesem zweiten Ski ist die Verringerung der Steifigkeit im mittleren
Abschnitt der Gleitzone durch eine lokale Verringerung der Dicke
des Skis erzielt, und zwar in einer Zone 15 zwischen der
Vorderfußeinheit 12 und
der Ferseneinheit 13.
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Die 8 bis 11 stellen
eine dritte Ausführungsform
eines Skis nach der Erfindung dar. Bei diesem Ski sind dieselben
Elemente mit denselben Bezugszeichen bezeichnet wie zuvor. Dieser
Ski umfasst eine Schale aus Kunststoffmaterial 16, die
auf der Innenseite des Skis, d. h. auf der Seite des Kerns 10,
durch zumindest eine Lage von Gewebeschichtstoff verstärkt ist,
was in der Zeichnung nicht gezeigt ist. Die Schale 16 bildet
eine obere Wand 17 und einen Teil der Seitenwandungen 18,
und ihre Ränder ruhen
auf den an den Seitenwandungen des Skis sichtbaren, in Längsrichtung
verlaufenden und auf den Kanten aufliegenden Verstärkungselementen 19.
Dieser Aufbau geht deutlich aus den 8 und 11 hervor.
Die Verringerung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt der Gleitzone
des Skis ist durch eine lokale Unterdrückung der in Längsrichtung
verlaufenden Verstärkungselemente 19 zugunsten
einer Vergrößerung der
Seitenwandungen 18 der Schale erzielt, wie dies in den 8, 9 und 10 ersichtlich
ist. Im mittleren Abschnitt der Gleitzone ruhen die unteren Ränder der
Schale 16 direkt auf den Kanten. Eine Variante dieses Skis
würde in
der Verringerung der Höhe
der Verstärkungselemente
im mittleren Abschnitt der Gleitzone bestehen, ohne diese vollständig wegzulassen.
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Die 12 bis 15 stellen
einen weiteren Ski dar, bei welchem dieselben Elemente mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet sind wie zuvor. Bei diesem Ski weist der
Kern 10 im mittleren Abschnitt der Gleitzone einen Hohlraum 20 auf.
Wie in der 12 gezeigt, ist ein Keil 24 vorgesehen,
um sich in die Form des Hohlraums 20 einzupassen.
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Die 13 bis 15 stellen
schematisch einen Ski dar, der dieser folgendermaßen gebildeten Ausführungsform
entspricht: Nachdem die Sohle 9, die Kanten 11 und
der Kern 10 in eine Form eingebracht worden sind, wird
ein Verstärkungsgewebe 22 derart
angeordnet, dass es sich in die Form des Kerns 10 bzw.
des Hohlraums 20 einpasst, anschließend wird ein Keil 24 zum
Ausfüllen
des Hohlraums 20 angeordnet und schließlich wird auf diesen Aufbau
die Schale 23 aufgesetzt. Dieser Aufbau erlaubt es, die
Steifigkeit des Skis im mittleren Abschnitt seiner Gleitzone zu
verringern. Diese Verringerung könnte
auch bei Varianten erzielt werden, die keinen Keil einsetzen, bei
welchen sich aber die obere Verstärkung 22 oder die
nicht dargestellte, untere Verstärkung
der neutralen Faser des Skis in der Zone annähert, in welcher die Steifigkeit
verringert werden muss.
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Wie
aus dem Vorherigen hervorgeht, trägt die Erfindung zu einer großen Verbesserung
der bestehenden Technik bei, indem sie einen Ski bereitstellt, dessen
Struktur, wobei der Begriff im weiten Sinn verwendet ist und auch
eine Abwandlung der Materialien wie auch der Abmessungen zulassen kann,
die Vereinheitlichung der Steifigkeit im mittleren Abschnitt der
Gleitzone erlaubt, ohne den Einsatz von komplexen Mitteln zu erfordern,
und dabei im Gegenteil bei bestimmten Ausführungen auch die Menge an Material
und demzufolge das Gewicht und den Einstandspreis des Skis verringert.
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Selbstverständlich beschränkt sich
die Erfindung nicht nur auf die beispielhaft beschriebenen Ausführungsformen
dieses Skis, sondern umfasst im Gegenteil auch alle Varianten. Deshalb
könnten
insbesondere einige Eigenschaften des Skis kombiniert werden, die
gesondert beschrieben worden sind, wie beispielsweise die Kombination
einer Verminderung der Breite mit einer Verminderung der Dicke,
ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen.