-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung, welche dafür bestimmt
ist, einen Schuhartikel wie beispielsweise einen Schuh oder auch
eine Sandale auszustatten, der insbesondere, aber ohne dass dies
einschränkend
sei, für
eine sportliche Betätigung
bestimmt ist. Die Erfindung stellt präzise Elemente, die zu den Elementen
der Spannvorrichtung gehören,
dar, an denen die eigentlichen Spannmittel befestigt sind.
-
Im
Stand der Technik sind die Spannmittel eines Schuhs am häufigsten
direkt an dem Schaft befestigt, an den Teilen, die dazu bestimmt
sind, einander angenähert
zu werden. Damit die Spannmittel den Fuß korrekt halten können, muss
der Schaft so nachgiebig wie möglich
sein. Wenn er zu nachgiebig ist, kann der Schaft den Spanndruck
nicht mehr verteilen, was sich als für den Fuß schmerzhaft erweisen kann.
Umgekehrt ermöglicht
es ein fester Schaft, den Spanndruck gut zu verteilen, jedoch zu
Lasten des Komforts und des Halts des Fußes, was man durch die Verwendung
eines Innenschuhs ausgleichen muss, der den Restraum zwischen dem
Schaft und dem Fuß ausfüllt.
-
Das
Dokument
EP 521 287 beschreibt
eine bei einem Bergwanderschuh verwendete innere Spannvorrichtung.
Die Spannvorrichtung ist genauer als die vorhergehende Vorrichtung,
weil sie sich näher
am Fuß befindet.
Jedoch bewahrt diese innere Spannvorrichtung, die durch nachgiebige
Elemente gebildet ist, die zuvor genannten Nachteile, die von der
Verwendung einer nachgiebigen Struktur herrühren.
-
Das
Dokument FR 2 694 167 beschreibt eine äußere Spannvorrichtung eines
Bergwanderschuhs, die eine feste Klappe umfasst, die sich an einem
seitlichen Abschnitt beim Fußhals
auf der Außenseite des
Schuhs befindet. Diese Klappe erlaubt es dank der Spannmittel, den
Fuß gegen
die mittige Seite des Schafts des Schuhs gedrückt zu halten.
-
Diese
Vorrichtung weist jedoch zwischen dem oberen Ende der festen Klappe
und dem am anderen seitlichen Abschnitt des Fußes gelegenen sehr nachgiebigen
Schaft eine Unstetigkeit auf. Diese Unstetigkeit, oberhalb des Fußhalses
gelegen, kann sich für
den Benutzer als sehr schmerzhaft erweisen, weil die Spannvorrichtung
eine Verteilung des Spanndrucks nicht ermöglicht. In der Tat ist das Spannsystem
direkt am Ende der festen Klappe verankert.
-
Das
Dokument
DE 42 29 036 beschreibt
einen Bergwanderschuh, bei dem die beiden Teile des Schafts eine Überlagerung,
insbesondere auf der Höhe
des Fußhalses,
aufweisen und mit einem System zum Spannen mittels Schnüren versehen
sind. Diese Vorrichtung erlaubt es insbesondere, das Öffnen des
Schuhs zu vereinfachen und gleichzeitig die Dichtigkeit desselben
zu gewährleisten.
Der Schaft, welcher eine in beiden Teilen im Wesentlichen gleiche
Nachgiebigkeit aufweist, erlaubt es jedoch nicht, den Spanndruck
in komfortabler Weise auf dem Fuß zu verteilen. Ferner verformen
sich die beiden Teile des Schafts im Wesentlichen auf symmetrische
Art und Weise, um den Fuß einzuklemmen,
und die Spannvorrichtung drückt
den Fuß daher
nicht gegen einen vorbestimmten Teil des Schafts.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Spannvorrichtung
bereitzustellen, welche insbesondere die oben dargestellten Nachteile
des Standes der Technik auflöst.
-
Eine
der Aufgaben der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung
vorzuschlagen, welche dazu bestimmt ist, einen Schuhartikel auszustatten,
die es erlaubt, den Fuß gegen
eine der vorbestimmten Seiten des Schuhartikels gedrückt zu halten,
wobei gleichzeitig eine Verteilung des von dem Spannsystem erzeugten
Drucks auf den Fuß gewährleistet
ist.
-
Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung vorzuschlagen,
welche die Torsionssteifigkeit des Schuhartikels verbessert, wobei
gleichzeitig die Biegsamkeit des Schuhartikels maximal beachtet
wird.
-
Um
diese Aufgaben zu lösen,
umfasst die Spannvorrichtung eine untere Klappe und eine obere Klappe,
welche eine Überlappungszone
aufweist, welche teilweise die untere Klappe bedeckt. Um die von
einem Spannmittel mit zumindest einer Verankerung an jeder der Klappen
erzeugten Drücke
gut zu verteilen, ist die obere Klappe nachgiebiger als die untere
Klappe. Ferner sind die Spannmittel, welche sich an der oberen Klappe
befinden, in der Überlappungszone
angeordnet.
-
Bei
einer ersten Ausführungsform
bilden die Klappen den Schaft des Schuhartikels.
-
Bei
einer zweiten Ausführungsform
bilden die Klappen, welche außerhalb
des Schafts des Schuhartikels angeordnet sind, eine äußere Spannvorrichtung.
-
Bei
einer dritten Ausführungsform
bilden die Klappen, welche im Inneren des Schafts des Schuhartikels
angeordnet sind, eine innere Spannvorrichtung.
-
Bei
einer vierten Ausführungsform
bildet die obere Klappe einen integralen Bestandteil des Schafts
des Schuhartikels.
-
Die
Erfindung wird mit Hilfe der nachfolgenden Beschreibung unter Bezug
auf die beigefügte schematische
Zeichnung verständlicher,
und weitere Vorteile derselben scheinen auf. Die Beschreibung erläutert anhand
von nicht-beschränkenden
Beispielen bestimmte bevorzugte Ausführungsformen.
-
1 stellt
eine perspektivische Vorderansicht einer Sandale dar, welche mit
einer Spannvorrichtung gemäß der ersten
Ausführungsform
ausgestattet ist.
-
1a stellt
schematisch einen Querschnitt des in 1 veranschaulichten
Schuhs dar, und zwar längs
einer Schnittrichtung D1, welche in 1 angegeben
ist.
-
2 stellt
eine perspektivische Vorderansicht eines Sportschuhs dar, welcher
mit der Spannvorrichtung gemäß der zweiten
Ausführungsform
in geschlossener Stellung ausgestattet ist.
-
3 stellt
eine perspektivische Vorderansicht eines Sportschuhs dar, bei dem
sich die Spannvorrichtung aber in offener Stellung befindet, und
die einer ersten Abwandlung der zweiten Ausführungsform entspricht.
-
4 stellt
eine Seitenansicht einer Bergwanderschuhs dar, welcher mit einer
Spannvorrichtung gemäß einer
zweiten Abwandlung der zweiten Ausführungsform ausgestattet ist.
-
5 stellt
schematisch eine perspektivische Explosionsvorderansicht eines Schuhs
für Langlaufski
dar, der mit der Spannvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform
ausgestattet ist.
-
6 stellt
schematisch eine perspektivische Explosionsvorderansicht eines Schuhs
für Skilanglauf
dar, welcher mit der Spannvorrichtung gemäß einer Abwandlung der dritten
Ausführungsform ausgestattet
ist.
-
7 und 8 stellen
schematisch einen Querschnitt des Schuhartikels auf Höhe der Spannvorrichtung
eines Sportschuhs dar, welcher mit der Spannvorrichtung gemäß der vierten
Ausführungsform
ausgestattet ist.
-
9 stellt
schematisch eine Seitenansicht eines Fahrradschuhs dar, welcher
mit der Spannvorrichtung gemäß einer
dritten Abwandlung der zweiten Ausführungsform ausgestattet ist.
-
In 1 ist
der dargestellte Schuhartikel CH eine Sandale. Die Sandale umfasst
keinen ganzteiligen Schaft, sondern der Fuß des Verwenders wird direkt
vermittels der Spannvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
an der Sohle 100 gehalten. Diese Spannvorrichtung hält dank
der Klappen 1, 2 den Fuß vertikal und seitlich.
-
Bei
der bevorzugten und dargestellten Ausführungsform wird die Spannvorrichtung
an der Ferse durch einen hinteren Halt vervollständigt. Dieses zusätzliche
Haltemittel ist jedoch nicht unverzichtbar, wobei ein durch Verzicht
erhaltener Schuhartikel eine Sandale der Art von Pantoffeln ist,
welche die Ferse freilassen. Der hintere Halt ist hier aus einer
Lasche 26 gebildet, die an der einen Klappe 1 befestigt
ist, und die in einen an der anderen Klappe 2 befestigten Umlenker 27 gelangt.
Die Lasche 26b, die insbesondere Befestigungsmittel der
selbsthaftenden Art umfasst, erlaubt es, das umgeschlagene Teil 26b an
der Lasche 26 zu befestigen.
-
Die
Spannvorrichtung umfasst eine untere Klappe 1 und eine
obere Klappe 2, welche an jeder der Seiten seitlich und
mittig vom Schuhartikel CH angeordnet sind. Die obere Klappe 2 bedeckt
die untere Klappe 1 teilweise im Bereich einer Überlappungszone 5.
-
Bei
dieser ersten Ausführungsform
stellen die Klappen 1, 2 direkt den Schaft des
Schuhartikels CH dar und sind an der Sohle 100 befestigt.
Daher umfasst die untere Klappe 1 am unteren Ende 1b Befestigungsmittel,
die dazu geeignet sind, die Klappe 1 an der Sohle 100 festzumachen.
Ferner umfasst die obere Klappe 2 bei dem unteren Ende 2b Befestigungsmittel,
die dazu geeignet sind, die obere Klappe 2 an der Sohle 100 festzumachen.
Die Sohle 100, wie sie vorliegend dargestellt ist, umfasst
eine Verschleißsohle 100a,
auf der eine Zwischen-Dämpfsohle 100b sitzt,
wobei es die Mittel zum Befestigen der Klappen 1, 2,
insbesondere der Art zum Kleben, ermöglichen, die Klappen 1, 2 an
der Zwischen-Dämpfsohle 100b zu
befestigen. Diese Befestigungsmittel können in vorteilhafter Weise
von einer Komfortsohle 100d, insbesondere aus Leder, bedeckt
sein, die dazu bestimmt ist, mit dem Fuß in Berührung zu stehen und die Oberseite
der Sohle 100 zu bedecken.
-
Die
Spannvorrichtung umfasst auch Spannmittel 4, welche mindestens
eine Verankerung 11, 12 aufweisen, welche an jeder
der Klappen 1, 2 positioniert ist. Dieses Spannmittel
erlaubt es, die beiden Klappen 1, 2 einander anzunähern, um
den Fuß gegen
die Sohle 100 zu drücken.
Die Spannmittel 4, wie sie vorliegend dargestellt sind,
sind von der Art Spannmittel mit Schnürsenkel, welche eine Verbindung 30 umfasst,
die die Verankerungen 11, 12, welche hier Schnürsenkelumlenker
sind, die an den Klappen 1, 2 befestigt sind,
wechselnd verbindet, und die die Wirkungen der Spannung dadurch,
dass die Verbindung 30 rutschen kann, auf die Klappen 1, 2 überträgt. Die
Spannmittel 4 umfassen ferner ein Blockiermittel, welches
in der Figur nicht dargestellt ist, welches ein Knoten sein kann
oder insbesondere ein auf die Verbindung 30 montierter
Blockierer, welcher es erlaubt, in der Verbindung 30 die
Spannung zu halten. Die Verankerungen 12 und 12a,
welche auf der Höhe
der oberen Klappe 2 liegen, sind in der Überlappungszone 5 angeordnet.
Diese Überlappungszone 5 ist
durch die Überdeckung
der Klappen 1, 2 bestimmt, wenn die Spannvorrichtung
um einen Fuß herum
geschlossen ist. Sie erstreckt sich vom oberen Ende 2a der
Klappe 2 in Richtung der Sohle 100. Ferner sind
die Verankerungen 11, welche an der unteren Klappe 1 angeordnet
sind, außerhalb
des Projektionsbereichs der Überlappungszone 5 auf
der Klappe 1 angeordnet. Daher bedeckt das Ende 2a der
oberen Klappe 2, was auch immer die Stellung der Spannvorrichtung
während
den verschiedenen Verwendungsphasen sein mag, insbesondere, ob sie offen
oder geschlossen ist, nicht die Verankerungen 11, die sich
an der unteren Klappe 1 befinden.
-
Um
den Fuß in
dem Schuhartikel CH gut zu halten, sind die Klappen 1, 2 in
vorteilhafter Weise auf der Höhe
des Halses des Fußes
angeordnet, um diesen Teil des Fußes einzuklemmen. Ferner ist
es vorzuziehen, dass sich die Klappen 1, 2 nicht über die
Glieder an der Fußwurzel
und zum Knöchel
am Knöchelgelenk
erstrecken, um die Bewegung dieser Gelenke nicht einzuschränken. Eine
Lösung
unter anderen besteht darin, die Klappen 1, 2 zwischen diesen
beiden zuvor genannten Zonen des Fußes zu positionieren. Das Beachten
dieses baulichen Grund satzes erlaubt es, einen maximalen Komfort des
Fußes
zu gewährleisten,
indem die Biomechanik des Fußes
und das Knöchelgelenk
beachtet werden.
-
Natürlich ist
die Anordnung der Klappen an der Unterseite des Beins, oberhalb
der Knöchelgelenke,
erfindungsgemäß. In diesem
Fall treffen sich die beiden Klappen auch auf der Rückseite
des Beins und sind miteinander auch am Wadenmuskel oder hinter dem
Knöchel
befestigt.
-
In
der 1a, welche einen Querschnitt der ersten Ausführungsform
darstellt, unterscheidet sich die obere Klappe 2 von der
unteren Klappe insbesondere durch die Tatsache, dass die obere Klappe 2 eine
größere Nachgiebigkeit
im Verhältnis
zur unteren Klappe 1 aufweist. Diese Ungleichgewichtigkeit der
Nachgiebigkeit erlaubt es unter anderem eine Bezugsklappe vorzubestimmen,
wobei hier die festere Klappe die untere Klappe 1 ist,
gegen die der Fuß durch
die vorliegende Spannvorrichtung unbeweglich gehalten ist. Insbesondere
wird sich unter der Wirkung der Spannmittel 4, welche über die
Verankerung 11, 12 auf die beiden Klappen 1, 2 einwirken,
die obere Klappe 2 mehr verformen als die untere Klappe 1.
Die obere Klappe 2 drückt
sich daher gegen den Fuß und
verschiebt diesen Fuß schließlich seitlich zur
unteren Klappe 1, bis der Fuß sich an der unteren Klappe 1 abstützt.
-
Ferner
erlaubt es die Steifigkeit der unteren Klappe 1 auch, den
von der Spannvorrichtung 4 erzeugten Druck besser auf dem
Fuß zu
verteilen. Tatsächlich
erzeugen die Spannmittel 4 auf bekannte Weise eine Hauptkraft
F1, die dazu neigt, die beiden Klappen 1, 2 einander
anzunähern
und den Fuß seitlich
zu stabilisieren. Diese Kraft F1 ist jedoch unabwendbar von einer
Nebenkraft F2 begleitet, die senkrecht auf der Hauptkraft F1 steht
und dazu neigt, den Fuß P
auf die Sohle 100, 100b zu drücken. Im in 1a dargestellten
Schnitt ist die Hauptkraft F1 im Wesentlichen horizontal und quer
zum Schuhartikel CH ausgerichtet, während die Nebenkraft F2 im
Wesentlichen vertikal ist und nach unten ausgerichtet ist. Ferner
wirken die Kräfte
F1, F2, während
sich die Spannmittel 4 auf der Höhe der oberen Klappe 2 auf der Überlappungszone 5 befinden,
direkt auf die untere Klappe 1. Daher erlaubt es die Steifigkeit
der unteren Klappe 1, die Umbiegung der Klappe 1 zu
steuern und daher die Verformung, welche sich aus der Nebenkraft
F2 ergibt, zu begrenzen. Das Beachten dieser baulichen Vorschrift
erlaubt es, einen kraftvollen seitlichen Gegenhalt des Fußes P gegen
die untere Klappe 1 zu halten, während kein unkomfortabler Überdruck
auf die Unterseite des Fußes
ausgeübt wird.
In der Tat kann man in vorteilhafter Weise die Steifigkeit der unteren
Klappe 1 derart definieren, dass diese unter der Wirkung
des Spannsystems 4 einen freien Raum V auf der Unterseite
des Fußes lässt oder
zumindest die Unterseite des Fußes
P wesentlich berührt,
ohne einen Überdruck
auszuüben.
-
Bei
der bevorzugten und in 1 dargestellten Ausführungsform
erhält
man die Nachgiebigkeit der oberen Klappe 2 durch Ausnehmungen 24a, 24b in
der oberen Klappe 2, welche es ermöglichen, die Klappe 2 nachgiebiger
zu machen und zu belüften. Die
obere Klappe 2 kann in vorteilhafter Weise zumindest eine
Ausnehmung 24b aufweisen, welche in der Sohle 100 mündet und
in der Sohle einen vorderen Arm 25 definiert. Der Arm 25 ist
auf der Höhe
des Fußwurzelgelenks
an der Sohle 100 befestigt, um für einen guten seitlichen Halt
des Fußes
zu sorgen. Die obere Klappe 2 kann ferner eine Ausnehmung 24a umfassen,
welche in die obere Klappe 2 eingeschlossen bleibt. Diese
Ausnehmung 24a weist in vorteilhafter Weise eine längliche
Form auf, deren größere Richtungsabmessung
im Wesentlichen in gekrümmter
Richtung D1, D2 senkrecht zum oberen Fußrücken (Spann) ausgerichtet ist,
und die am Fußhals den
oberen Fußrücken mit
der Sohle 100 verbindet. Ferner ist die Ausnehmung 24a in
vorteilhafter Weise zwischen zwei gekrümmten Richtungen D1, D2 positioniert,
die zwei wichtige Verankerungen 12, 12a, welche
sich auf der oberen Klappe 2 befinden, durchlaufen. Dadurch
wird die von der Verbindung 30 auf die Verankerung 12, 12a ausgeübte Haltekraft
in guter Weise direkt auf die Sohle 100 übertragen,
ohne dass die Ausnehmung 24a die von der Spannvorrichtung
ausgehende Kraft verändert.
-
Das
Vorhandensein der Ausnehmung 24a, 24b in der oberen
Klappe 2 erlaubt es ferner, die Klappe 2 nachgiebiger
zu machen und daher für
die obere Klappe 2 und die untere Klappe 1 dasselbe Material
zu verwenden. Natürlich
können
diese Ausnehmungen 24a, 24b mit anderen später beschriebenen
Maßnahmen
kombiniert werden, welche es erlauben, die obere Klappe 2 nachgiebiger
zu machen, wie es insbesondere die Verwendung eines nachgiebigeren
Materials oder eines feineren Materials für die obere Klappe 2 darstellt.
Sämtliche
Kombinationen der Ausnehmung 24a, 24b mit weiteren
Mitteln bleiben erfindungsgemäß, solange
die obere Klappe 2 eine größere Nachgiebigkeit als die
untere Klappe 1 aufweist.
-
Es
kann auch vorteilhaft sein, den Schuhartikel CH mit einem Komfortelement
an dem Rand 1a der unteren Klappe 1 zu versehen,
welches sich am Ende der Überlappungszone 5 befindet.
Dieses Komfortelement kann eine interne Verdoppelung darstellen,
welche genau an dem Rand 1a der Klappe 1 angeordnet
ist, oder insbesondere auch einen inneren Strumpf, welcher unter
den Klappen 1, 2 angeordnet ist und an der einen
oder der anderen Seite mit den Klappen 1, 2 oder
der Sohle 100 verbunden ist. Dieses nicht dargestellte
Komfortelement kann insbesondere aus Neopren oder elastischem Gewebe
realisiert sein.
-
In
der 2 ist der dargestellte Schuhartikel CH ein Sportschuh
mit einem Schaft O von mittlerer Höhe, wie er insbesondere in
der Praxis zum Wandern eingesetzt wird. Der Schuhartikel CH umfasst eine
Sohle 100, auf der ein Schaft O sitzt, auf dem seinerseits
die Klappen 1, 2 der vorliegenden Spannvorrichtung
sitzen. Da die untere Klappe 1 und die obere Klappe 2 außerhalb
des Schafts O angeordnet sind, bilden sie mit den Spannmitteln 4 eine
außerhalb
des Schuhartikels CH angeordnete Spannvorrichtung. Die Anmerkungen,
welche auf die bei der vorangehenden Ausführungsform beschriebene Spannvorrichtung
bezogen sind, bleiben auf die vorliegende Ausführungsform jedoch anwendbar.
-
Für diese
Art von Schuhartikel CH erhält man,
weil die Belüftung
nicht wesentlich ist, da sich der Schaft O zwischen den Klappen 1, 2 unter
dem Fuß P
befindet, die verhältnismäßige Nachgiebigkeit der
oberen Klappe 2 bezogen auf die untere Klappe 1 beispielsweise
durch die Verwendung eines weniger dicken Materials für die obere
Klappe 2 als für
die untere Klappe 1. In der Tat ist bei gleichem Material die
obere Klappe 2 umso nachgiebiger, je geringer die Dicke
der Klappe 2 ist. Die von der Nachgiebigkeit der oberen
Klappe 2 bezogen auf die untere Klappe 1 herrührenden
Vorteile bleiben denen gleich, die bei der vorangehenden Ausführungsform
beschrieben wurden.
-
Bei
der bevorzugten und in 2 dargestellten Ausführungsform
erstrecken sich die Spannmittel 4, die über den Klappen 1, 2 angeordnet
sind, auch auf der Höhe
des Knöchels über den
Schaft O. In der Tat umfasst der Schaft O zumindest einen, im Wesentlichen
symmetrisch auf jeder seiner beiden seitlichen und mittigen Flächen Oa,
Ob angeordneten und höher
und weiter hinten bzgl. den auf den Klappen 1, 2 angeordneten
Schnürsenkelumlenkern 11, 12, Schnürsenkelumlenker 43.
Daher durchläuft
der Senkel 30 die Verankerungen 11, 12,
welche auf den Klappen 1, 2 angeordnet sind, hält den Fuß auf der Höhe des Fußhalses
und durchläuft
dann die Umlenkung 43, bevor er von einem Blockierungsmittel 31, wie
etwa einem Knoten, blockiert wird. Ferner sind die Klappen 1, 2 an
der Sohle 100 in bekannter Weise zwischen dem Schaft O
der Sohle 100, eventuell auf Höhe der Dämpfungssohle 100b,
befestigt. Daher ist die Verspannung dank einer totalen Unabhängigkeit von
der Verformung des Schafts O bezüglich
dem sich Annähern
der Klappen 1, 2 bezüglich einander wirksamer.
-
In
Anbetracht der Asymmetrie des Fußes ist es die am Seitenbereich,
d.h. auf der Außenseite,
angeordnete Klappe, die am meisten verformend beansprucht wird,
bevor sie sich an den Fuß auf
der Höhe des
Fußhalses
anschmiegt. Da die Klappen 1, 2 an der Sohle 100, 100b befestigt
sind, können
sie nicht wie bei einem Scharnier schwenken, sondern sich nur biegend
verformen. Es ist aus diesem Grund, dass die untere Klappe 1,
die von steifer Art ist, vorteilhafterweise auf der mittigen, medialen
Seite, d.h. internen Seite, des Schuhartikels CH angeordnet ist, und
die obere Klappe 2 von nachgiebiger Art auf der lateralen
Seite, d.h. extern, außerhalb
von dem Schuhartikel CH, angeordnet ist.
-
Natürlich kann
man in Abhängigkeit
von der gewünschten
Wirkung eine umgekehrte Anordnung vorsehen, bei der die steifere
untere Klappe 1 an der lateralen Seite des Fußes (seitlich)
vorgesehen ist, wie dies in dem Dokument FR 2 694 167 beschrieben ist.
Wie in diesem Dokument beschrieben, kann die innere Klappe 1 jedoch
in vorteilhafter Weise über Befestigungsmittel
wie etwa Nähte,
die ein Verschwenken dieser Klappe nach Art eines Scharniers ermöglichen,
an dem Schaft O befestigt sein. Diese Nähte können leicht oberhalb der Oberseite
der Sohle 100 an dem Ort angeordnet sein, wo man die größte Krümmung des
Fußes
auf seiner äußeren Oberfläche beobachtet,
um sich so am besten an die Morphologie des Fußes anzupassen.
-
Der
Schaft O wird in seiner mechanischen Struktur durch die Klappen 1, 2,
die außerhalb
liegen, verstärkt.
Diese Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des Schuhartikels
CH ermöglicht
es, dass letzterer Torsionsverformungen besser widersteht. Diese
Verbesserung wird durch die überlappende
Geometrie der Klappen 1, 2 verstärkt, die
mit der Sohle 100 eine quasi geschlossene und Torsionswirkungen
sehr stark widerstehende Struktur erzeugen.
-
Die 3 stellt
eine Abwandlung des zuvor beschriebenen Schuhartikels CH dar, die
aber mit geöffneter
Spannvorrichtung dargestellt ist und nicht mit einem Spannmittel
versehen ist, um die von dieser Abwandlung verwendeten Elemente
besser zu veranschaulichen. Die obere Klappe 2 ist vorliegend
in einer zurückgeklappten
Stellung dargestellt.
-
Bei
dieser Abwandlung wird die Nachgiebigkeit der oberen Klappe 2 durch
die Verwendung von einem oder mehreren Materialien erzielt, welches (welche)
nachgiebiger als dasjenige für
die untere Klappe 1 ist/sind. Beispielhaft, aber nicht
einschränkend,
kann die untere Klappe 1 aus einem Kunststoffmaterial,
insbeson dere aus einem thermisch gebildeten der Art von Polypropylen,
ABS, Polyethylen in einer Dicke von 0,5 bis 2,5 mm realisiert sein,
während die
obere Klappe 2 aus Leder oder aus Stoff realisiert sein
kann. Ferner kann, wenn die untere Klappe 1 aus Leder realisiert
ist, die obere Klappe dann aus Stoff realisiert sein.
-
Die
untere Klappe 1 kann vorteilhafterweise besondere Ausstattungsmerkmale
umfassen, welche im Wesentlichen auf der Längsachse D des Fußes angeordnet
sind, um so wenig wie möglich
die Nachgiebigkeit für
eine Vorbeugung des Fußes
und die Betätigung
des Knöchelgelenks
einzuschränken.
Die untere Klappe 1 kann daher eine bogenförmige Aussparung 15 umfassen,
welche auf ihrem oberen Abschnitt liegt und im Wesentlichen längs der
Längsachse
D des Fußes
erfolgt, und die es während
des Beugens des Knöchelgelenks
ermöglicht,
für das Schienbein
einen Platz bereitzuhalten. Ferner kann der Schuhartikel CH in vorteilhafter
Weise mit einer Zunge 32 versehen sein, welche gepolstert
und komfortabel ist, um so den Komfort an der bogenförmigen Aussparung 15 zu
erhöhen.
Die untere Klappe 1 kann ferner zumindest eine Ausnehmung 14 umfassen,
welche im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse D des Fußes, insbesondere
auf der Oberseite des Fußes,
verläuft.
Diese Ausnehmung 14, die es ermöglicht, die Nachgiebigkeit
der unteren Klappe 1 bei einer Beugung nach vorne zu erhöhen, kann
in vorteilhafter Weise zwischen zwei Verankerungen 11, 12 der
unteren Klappe 1 angeordnet sein. Das Beachten dieser baulichen
Anordnung ermöglicht
es, die Kreuzungspunkte des Senkels im Wesentlichen über der
Ausnehmung 14 zu positionieren, was verhindert, dass der
Senkel die untere Klappe 1 für eine Beugung versteift.
-
Die 4 stellt
einen Schuhartikel CH dar, welcher mit einem Schaft O von recht
großer
Höhe versehen
ist, welcher das Knöchelgelenk
und die Unterseite des Beins bedeckt. Dieser Schuhartikel CH ist
in der Praxis insbesondere für
Bergtouren, Gleitschirmfliegen, Gletscherwanderungen gedacht, kann aber
auch ein Fahrgestell ausstatten, wie es für Rollschuhfahren verwendet
wird oder auch für
Schlittschuhlaufen.
-
Der
Schuhartikel CH umfasst eine Sohle 100, welche eine Verschleißsohle 100a umfasst,
auf der ein Schutzband 100c sitzt, das längs des
Schafts O vertikal nach oben steigt, um vor Stößen während des Wanderns, insbesondere
an Steinen, zu schützen.
Die untere Klappe 1 ist auf der mittigen, medialen Seite
des Schuhartikels CH angeordnet. Die untere Klappe 1 und
die obere Klappe 2 können
an der Sohle wie oben beschrieben befestigt sein oder auch vermittels
Befestigungsmitteln 28b, wie etwa Nähten an der Innenseite des
Schutzbands 100c, am Schaft O befestigt sein. Um den Schutz
gegen Steine zu vervollkommnen, ist der Schuhartikel CH mit einer
Fersenkappe 20 ausgestattet, die bevorzugt den Knöchel und
die Ferse umgibt und sich längs
des Schafts O oberhalb des Schutzbands 100c erstreckt.
Diese Fersenkappe 20, welche aus steifem oder halbsteifem
Material, insbesondere aus Kunststoff, realisiert ist, ist an dem
Schaft O durch geeignete Mittel wie etwa Nähte 28 befestigt,
welche vorzugsweise längs dem
Umfang der Fersenkappe 20 angeordnet sind.
-
Auf
dem in 4 dargestellten Schuhartikel CH erstreckt sich
die untere Klappe 1 nach hinten, indem sie die Fersenkappe 20 aufnimmt.
Die Klappe 1 und die Fersenkappe 20 bilden daher
nur ein einziges und gleiches Bauteil. Die untere Klappe 1 ist ebenfalls
vermittels einer Naht 28a, welche sich vorzugsweise längs einer
im Wesentlichen parallel zum oberen Rücken des Fußhalses verlaufenden Richtung
erstreckt, und welche die Naht 28b mit der Naht 28 verbindet,
an dem Schaft O befestigt. Daher löst sich die untere Klappe 1 von
dem Schaft O über
eine im Wesentlichen konstant bleibende Breite, wie sie durch die
Nähte 28a, 28b vorgegeben
ist. Dies ermöglicht
eine Verspannung, die so verläuft,
wie es bezogen auf die 2 zuvor beschrieben wurde.
-
Ferner
erstrecken sich die Spannmittel 4 zur Oberseite des Schuhartikels
CH außerhalb
der unteren Klappe 1 über
einen im Wesentlichen auf der Höhe
des Knöchelgelenks
angeordneten Umlenker 41 für einen Schnürsenkel,
welcher es erlaubt, den Fuß vermittels
eines Verspannens um den Umfang der Ferse in dem Schuhartikel CH
festzuhalten. Ferner umfasst die untere Klappe 1 komplementär zum Umlenker 41 eine
Ausnehmung 29, welche im Bereich des Kniegelenks in vorteilhafter
Weise den Schaft O freigibt.
-
Ferner
können
sich die Spannmittel 4 in vorteilhafter Weise nach oben
erstrecken, indem sie Schnürsenkelumlenker 42 durchlaufen,
die an einer Krause 21 angeordnet sind. Die Krause 21,
welche von steifer Art ist, ist an der Fersenkappe 20 vermittels
eines Verbindungsmittels wie etwa einer Niet 22 verschwenkbar
befestigt und ist dazu bestimmt, den Knöchel zu versteifen.
-
Die 5 stellt
einen Schuhartikel CH dar, der für
die Ausübung
von Langlauf bestimmt ist und insbesondere, aber nicht einschränkend, das
Praktizieren der Technik des Wechselschritts. Der Schuhartikel CH
ist in perspektivischer Explosionsansicht von außen gesehen dargestellt, in
der die Verbindung der Spannmittel 4 aus Gründen der
Klarheit nicht dargestellt ist.
-
Bei
dieser Ausführungsform
umfasst der Schuhartikel einen Schaft O, der insbesondere dazu bestimmt
ist, den Fuß vor
Schnee und Kälte
zu schützen,
und der die untere Klappe 1 und die obere Klappe 2 umgibt,
die daher eine interne Spannvorrichtung für den Schuhartikel CH darstellen.
Für mehr
Komfort ist der Fuß im
Inneren einer Komforthülle 33 angeordnet
und von den Klappen 1 und 2 gehalten, die sich
außerhalb
der Komforthülle 33 befinden,
und die an der Sohle 100 befestigt sind. Die Komforthülle 33 kann
abnehmbar sein oder bei der Montage des Schuhartikels CH an der
Sohle 100 befestigt worden sein. Die Spannvorrichtung,
wie sie aus den Klappen 1, 2 gebildet ist, entspricht
den zuvor beschriebenen Konstruktionsdetails.
-
Der
Schuhartikel CH ist ebenfalls mit einer Fersenkappe 20 versehen,
die die Ferse umgibt und die an der Sohle 100 befestigt
ist, während
sie an der Außenseite
des Schuhartikels CH befestigt ist. Die Fersenkappe 20 umfasst
geeignete Befestigungsmittel, wie etwa Nähte 34, die es ermöglichen,
die Schuhkappe 20 im Be reich der Stiche 36b auf
der oberen Kappe 2 zu befestigen. Die Naht 34 hält auch den
Schaft O im Bereich der Stiche 36c, und sie liegt im Bereich
der Stiche 36b zwischen der oberen Klappe 2 und
der Fersenkappe 20. Dieser Zwischenhalt erfolgt im Bereich
der Stiche 36b der oberen Kappe 2.
-
Während des
Durchführens
des Wechselschritts dient der Schuhartikel CH einerseits dazu, den
Ski seitlich zu halten, aber auch den Ski während der Phase des Vorrückens des
Beins hochzuheben. Daher wird das Gewicht des Skis von der Oberseite des
Fußes
wieder aufgenommen. Es ist nun aber am Fußhals die Oberseite des Fußes auf
seiner lateralen, seitlichen, d.h. externen äußeren Seite wesentlich sensibler.
Aus diesem Grund kann die untere Klappe 1 in vorteilhafter
Weise auf der internen Seite des Fußes angeordnet sein, um so
eine steife Stützfläche zu bilden,
die es erlaubt, das Gewicht des Skis wieder aufzunehmen, und die
nachgiebige obere Klappe 2 kann für den Komfort des Fußes auf
der seitlichen Seite angeordnet sein.
-
Die 6 veranschaulicht
einen Schuhartikel CH, der für
das Praktizieren von Skilanglauf und insbesondere das Praktizieren
der Technik des Skatings bestimmt ist. Dieser Schuhartikel CH ist
auch dazu bestimmt, für
das Praktizieren von Rollschuhlaufen und von Schlittschuhlaufen
an einer Platte befestigt zu werden oder auch an der Platte angelenkt angebracht
zu werden. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der in 5 gezeigten
Ausführungsform
hauptsächlich
durch die Fersenkappe und die untere Klappe 1, welche keine
zwei getrennten Bauteile mehr sind, sondern ein einziges, hier durch Halteteil 50 bezeichnetes,
Bauteil bilden.
-
Tatsächlich erstreckt
sich die untere Klappe 1 kontinuierlich nach hinten, wobei
sie die Fersenkappe 20 aufnimmt. Die untere Klappe 1 ist
jedoch unter dem Schaft O angeordnet, um mit der oberen Klappe 2 eine
innen im Schuhartikel CH befindliche Spannvorrichtung zu bilden,
und die Fersenkappe 20 bleibt außerhalb des Schuhartikels CH.
Um dieses Ergebnis zu erzielen, umfasst der Schaft O ge eignete Befestigungsmittel
wie etwa eine Naht 34a, die den Schaft O in einer Stichzone 36d an
der Außenseite der
unteren Klappe 1 befestigt. Ferner umfasst die Fersenkappe 20 geeignete
Befestigungsmittel wie etwa Nähte 34,
die in einer Stichzone 36a die Fersenkappe 20 an
der Außenseite
des Schuhartikels CH befestigen. Die Fersenkappe 20 befindet
sich hier mittels der Naht 34 fest an der Komfortsocke 33.
Wird der Schuhartikel CH zusammengesetzt, können die Nähte 34 und 34a in
vorteilhafter Weise aneinander ausgerichtet sein.
-
Ferner
weist das Halteteil 50 in der Nähe der Stichzone 36d eine
Variation in der Dicke auf, die es erlaubt, die Fersenkappe 20 abzugrenzen,
deren Dicke größer als
die Dicke der unteren Klappe 1 ist. Die Dicke der Fersenkappe 20 ist
in der Stichzone 36d im Wesentlichen gleich der Dicke der
Klappe 1, zusätzlich
zur Dicke des Schafts O. Daher schmiegt sich der Schaft O im Bereich
der Stichzone 36d an die Fersenkappe 20 an, und
daher weist der Schuhartikel CH dort keine Punkte auf, an denen
sich insbesondere zwei Schuhe miteinander verhaken können, und die
für den
Benutzer während
der sportlichen Betätigung
gefährlich
sein könnten.
Das Halteteil 50 umfasst in vorteilhafter Weise einen Rücksprung 70,
der sich von der unteren Kante 71 zum Inneren des Schuhartikels
CH hin im Wesentlichen horizontal erstreckt. Dieser Rücksprung
erlaubt die Befestigung des Halteteils 50 an der Sohle 100 durch
bekannte Mittel wie etwa Nähte
und Klebstoff.
-
Die 7 veranschaulicht
einen Schnitt eines Schuhartikels CH in die untere Klappe 1 der
vorliegenden Spannvorrichtung. Bei der vorliegend veranschaulichten
Ausführungsform
bildet die obere Klappe 2 einen integralen Bestandteil
des Schafts O des Schuhartikels CH, und die untere Klappe 1 ist
im Inneren des Schafts O angeordnet. Die vorliegende Vorrichtung
realisiert daher eine innere Halb-Verspannung, d.h. eine innere
Verspannung mit einer einzigen Klappe. Der Schuhartikel CH umfasst
eine Komfortsocke 33, die dazu bestimmt ist, in Kontakt mit
dem Fuß zu
gelangen, und auf der die untere Klappe 1 sitzt. Die untere
Klappe 1 ist von dem Schaft O bedeckt, welcher ein geeignetes
Schließmittel 35, insbesondere
der Art einer Gleitschließe,
umfasst. Der Schaft O, die untere Klappe 1 und unter Umständen die
Komfortsocke 33 sind durch bekannte Vorgehensweisen, wie
etwa die Verwendung einer ersten Bergsohle 100e, an der
Sohle 100 befestigt. Beispielsweise sind die Elemente O, 1, 33 an
der unteren Fläche
der ersten Bergsohle 100e befestigt, und alles zusammen
ist an der Sohle 100 befestigt.
-
Die
Spannmittel 4, die für
mehr Deutlichkeit ohne Verbindung dargestellt sind, umfassen zumindest
eine Verankerung 11, die auf der Oberseite der unteren
Klappe 1 befestigt ist, und zumindest eine Verankerung 12,
die an der inneren Fläche 3 der
unteren Klappe 2 befestigt ist, wobei die innere Fläche 3 auf
die untere Klappe 1 blickt. Ferner ist die Verankerung 12 in
der Senkrechten der unteren Klappe 1 angeordnet, um während der
Phase der Verspannung der Spannmittel 4 nicht zu stören. Ferner
erlaubt es die Steifigkeit der unteren Klappe 1, die Kraft zu
verteilen, die von dem harten Punkt ausgeht, den die Verankerung 12 darstellt,
die von dem Schaft O und seinem Schließmittel 35 gegen die
Klappe 1 gedrückt
wird. Die Verankerung 12 kann jedoch in vorteilhafter Weise
als Riemen gestaltet sein um von geringerer Dicke zu sein, und kann
in vorteilhafter Weise mittels Nähten 51 an
dem Schaft O befestigt sein.
-
Die 8 veranschaulicht
einen Schnitt einer Abwandlung der zuvor beschriebenen Ausführungsform.
Die obere Klappe 2 bleibt weiter integraler Bestandteil
des Schafts O des Schuhartikels CH, die untere Klappe 1 befindet
sich jedoch außerhalb
des Schafts O, um so eine äußere Halb-Verspannung
zu bilden, d.h. eine äußere Verspannung
mit einer einzigen Klappe. Der Schaft O und die untere Klappe 1 sind
in bekannter und zuvor beschriebener Weise an der Sohle 100 befestigt.
Die Verankerung 12 des Spannmittels 73, dessen
Verbindung nicht gezeigt ist, ist auf der Oberseite der oberen Klappe 2 angeordnet.
Der Abschnitt des Schafts O, der sich unterhalb der Klappe 1 befindet,
umfasst einen Umschlag 52, der es erlaubt, den Fuß vor Kontakt
mit der Kante 1a der Klappe 1 zu beschützen, und
der mit dem anderen Abschnitt 74 des Schafts O verbunden
ist, der die obere Klappe 2 umfasst. Die Verbindung zwischen
dem Umschlag 52 und der Klappe 2, welche seitlich
von der Verankerung 12 angeordnet ist, kann insbesondere
vermittels ei ner starken Krümmung des
Schafts O realisiert sein, welche von dem Befestigungsmittel 51 der
Verankerung 12 aufrechterhalten wird, das in vorteilhafter
Weise die beiden Dicken des Schafts O durchdringen kann. Das Beachten
dieser baulichen Vorschrift erlaubt es, eine gute Dichtigkeit des
Schafts O gegenüber äußeren Angriffen
wie etwa Regen oder Schnee zu gewährleisten.
-
In 9 ist
der dargestellte Schuhartikel CH ein Fahrradschuh, der insbesondere,
aber nicht einschränkend,
für das
Benutzen eines Geländerads bestimmt
ist. Der vorliegende Schuh CH arbeitet in vorteilhafter Weise mit
einem Fahrradpedal zusammen, um die Leistung beim Treten während des
Ziehens des Pedals nach oben zu optimieren. Wenn das Pedal an der
Sohle 100 verankert ist, macht sich das Bemühen nach
Ziehen des Fußes
auf der Oberseite des Fußes,
insbesondere auf Höhe
des Fußhalses, bemerkbar.
Der steife Charakter der unteren Klappe 1, die insbesondere
auf der Oberseite des Fußes
angeordnet ist, erlaubt es auch, die Verformungen des Schafts O
des Schuhartikels CH nach oben einzuschränken. Daher spielt die untere
Klappe 1 auch die Rolle der Verteilung der Zugkraftwirkungen
auf die Oberseite des Fußes.
-
Bei
der bevorzugten und in 9 veranschaulichten Ausführungsform
ist die untere Klappe 1 auf dem Fußhals und auf der mittigen,
medialen Seite des Fußes
angeordnet. Die obere Klappe 2 wird vermittels Spannmitteln 4 an
die untere Klappe 1 angenähert, die im Wesentlichen einen
Riemen 60 umfassen, das in seiner Breite gegen die untere Klappe 1 gedrückt wird.
Der Riemen 60 ist an seinen Enden entweder an der unteren
Klappe 1 oder auch am Schaft O oder schließlich an
der Sohle 100 an zwei verschiedenen Punkten der mittigen
Seite des Schuhartikels CH befestigt und durchläuft einen Umlenker 61,
der sich im Bereich der Überlappungszone 5 auf
der oberen Klappe 2 abstützt. Der Umlenker 61 ist
mit einem System zum Schließen
und/oder Regulieren wie etwa einer Schnalle 62 versehen,
die an der oberen Klappe 2 befestigt ist.
-
Natürlich können die
Spannmittel 4 auch anders sein und insbesondere, aber in
nicht einschränkender
Weise, einen Umschlag umfassen, der direkt an der oberen Klappe 2 befestigt
wäre. Die
Funktion der Regulierung und des Schließens wird also auf den Riemen 60 übertragen,
beispielsweise im Bereich des Verhakens eines der Enden des Riemens 60 an
der mittigen Seite des Schuhartikels.
-
Die 9 veranschaulicht
auch eine Abwandlung der Bauweise der oberen Klappe 2.
Die obere Klappe 2 erstreckt sich nach hinten, wobei sie eine
Fersenkappe 20 integral aufnimmt, um so ein einziges Halteteil 75 zu
bilden. Die Fersenkappe 20 ist durch geeignete Mittel wie
etwa eine Naht 76, die sich im Wesentlichen längs eines
Abschnitts des Umfangsbereichs der Fersenkappe 20 erstreckt,
und sie ist durch eine Naht 76a, welche den Abschnitt der oberen
Klappe 2 von dem Abschnitt der Fersenkappe 20 trennt,
an der Außenseite
des Schafts befestigt. Daher ist die obere Klappe 2 an
dem Schaft O nur vermittels ihrer Basis und der Naht 76a befestigt,
um so ein besseres Verspannen des Schuhartikels zu gewährleisten.
Ferner kann man, wenn das Halteteil 75 aus einem einzigen
Material, beispielsweise aus einem thermoplastischen Material, gebildet
ist, die nachgiebigen Eigenschaften der oberen Klappe 2 in vorteilhafter
Weise durch zumindest eine Ausnehmung 63 erhalten. Diese
Ausnehmung 63, welche durchgehend sein kann oder eine Verminderung
der Dicke der oberen Klappe 2 umfassen kann, ist längs einer
Richtung C ausgerichtet, die im Wesentlichen parallel zur oberen
Kante E des Fußhaltes
ist. Diese Richtung entspricht näherungsweise
der bevorzugten Beugungsachse der oberen Klappe 2 bei der
Umhüllung
des Fußes.
-
Die
nachgiebigen Eigenschaften der oberen Klappe 2 bezogen
auf die untere Klappe 1 können durch eine geringere Breite
der oberen Klappe 2 im Vergleich zur unteren Klappe 1 erhalten
werden. Daher können
die Klappen 1, 2 und die Fersenkappe 20 aus
demselben Material gebildet sein und unter Umständen nur ein einziges und gleiches
Teil bilden, welches die Ferse umgibt und sich längs des Schafts O erstreckt,
wobei es die Seiten und die Oberseite des Fußhalses bedeckt.
-
Die
Spannvorrichtung kann in vorteilhafter Weise durch ein komplementäres Spannmittel 64 vervollständigt werden.
In 9 ist dieses komplementäre Spannmittel 64 unabhängig von
der vorliegenden Spannvorrichtung und ist von der selbsthaftenden
Art und ist auf der Oberseite des Fußes in der Höhe des Mittelfußgelenks
angeordnet.
-
Natürlich ist
die vorliegende Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt,
welche nur anzeigend gegeben sind, sondern umfasst sämtliche
Kombinationen von Bauweisen und Bauabwandlungen, insbesondere was
die beschriebenen unteren und oberen Klappen in den verschiedenen
Ausführungsformen
betrifft, und umfasst ebenfalls sämtliche ähnlichen oder äquivalenten
Ausführungsformen,
wie sie in den folgenden Ansprüchen
abgegrenzt sind.
-
Die
vorliegende Erfindung umfasst auch mit der vorliegenden Spannvorrichtung
ausgestattete Schuhe.