[go: up one dir, main page]

DE60107550T2 - Ventilvorrichtung zum molchen von rohrleitungen - Google Patents

Ventilvorrichtung zum molchen von rohrleitungen Download PDF

Info

Publication number
DE60107550T2
DE60107550T2 DE60107550T DE60107550T DE60107550T2 DE 60107550 T2 DE60107550 T2 DE 60107550T2 DE 60107550 T DE60107550 T DE 60107550T DE 60107550 T DE60107550 T DE 60107550T DE 60107550 T2 DE60107550 T2 DE 60107550T2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pig
receiving
passage
slide
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE60107550T
Other languages
English (en)
Other versions
DE60107550D1 (de
Inventor
Jostein Erstad
Werner Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Framo Engineering AS
Original Assignee
Framo Engineering AS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Framo Engineering AS filed Critical Framo Engineering AS
Publication of DE60107550D1 publication Critical patent/DE60107550D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE60107550T2 publication Critical patent/DE60107550T2/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/26Pigs or moles, i.e. devices movable in a pipe or conduit with or without self-contained propulsion means
    • F16L55/46Launching or retrieval of pigs or moles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)
  • Cleaning In General (AREA)
  • Branch Pipes, Bends, And The Like (AREA)
  • Taps Or Cocks (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)
  • Drilling Tools (AREA)
  • Valve Housings (AREA)
  • Pipe Accessories (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aufnehmen und Vorwärtsschieben eines mit Hilfe eines Fluiddrucks durch eine Fluid transportierende Rohrleitung geführten Molches, mit einer durch ein Ventilmittel mit der Rohrleitung verbundenen Aufnahme und weiter mit einem Gehäuse mit einem durchgehenden Fluidströmungskanal und einem davon abzweigenden, zu einer Molchschleuse führenden Kanal (siehe beispielsweise US-A-3,000,028).
  • In Systemen für die Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen (Öl und Gas) besteht eine Notwendigkeit zum Befördern von Schabwerkzeugen, sogenannten Molchen, durch Rohrleitungen und Steigrohre hindurch zum Entfernen von Wachs, Partikeln und unerwünschten Flüssigkeitsansammlungen oder Hydraten.
  • Ein solches System für die schwimmende Produktion von Kohlenwasserstoffen kann typischerweise aus einer Feldentwicklung mit mehreren Produktionsplattformen bestehen, die durch Rohrleitungen auf dem Meeresboden und zugeordnete Steigrohre mit sogenannten FPSO-Gefäßen oder -Behältern verbunden sind, d.h. Behältern zum Produzieren, Lagern und Abladen von Kohlenwasserstoffen, oder mit einem FSO-Behälter, d.h. einem Behälter zum Lagern und Abladen von Kohlenwasserstoffen. In einem solchen System werden die Molche von den Plattformen oder dem Behälter aus abgeschickt und dort auch wieder empfangen, abhängig von der Strömungsrichtung des aktuellen Mediums in der Rohrleitung. Ein Schabmolch, der von einer Plattform aus abgeschickt wird, wird durch den Quellendruck durch die Rohrleitung gepresst, bewegt sich aufwärts durch das Steigrohr hindurch und wird in einer Molchaufnahme an dem Behälter aufgefangen. Eine Molchaufnahmeanordnung mit einer herkömmlichen Ausgestaltung ist oft sehr aufwändig, was die Größe, das Gewicht und die Kosten angeht. Sie beinhaltet eine eigens dafür vorgesehene Molchverzweigungsrohrleitung von dem Hauptstrom aus mit mehreren großen Schiebern und einer Molchaufnahmekammer mit Serviceschiebern und Instrumenten.
  • In Verbindung mit der schwimmenden Produktion von Kohlenwasserstoffen auf der Grundlage von FPSO-Behältern ist bereits ein Bojen-/Drehteilkonzept entwickelt worden, das als sogenannte Submerged Turret Production (STP) oder Unterwasser-Drehkreuzproduktion bezeichnet wird. Dieses Konzept basiert auf einer Unterwasserboje mit einem am Boden verankerten zentralen Element und einem äußeren Bojenelement, das drehbar an dem zentralen Element angebracht ist und in einem unter Wasser befindlichen Aufnahmeraum im Boden des FPSO-Behälters gesichert ist. Das äußere Bojenelement bildet einen Drehkörper (ein Drehkreuz), der eine Drehung des Behälters unter dem Einfluss von Wind und Wetter ermöglicht. Die relevanten Steigrohre sind an dem zentralen Element der Boje angebracht, und an der oberen Seite der Boje sind sie mit einer Drehteileinheit verbunden, die eine Verbindung zwischen den Steigrohren und einem Rohrleitungssystem an dem Behälter bildet.
  • Das STP-System ist sehr kompakt und betriebssicher und auch effizient und daher sehr wettbewerbsfähig. In den Fällen, wo eine Notwendigkeit für die Verwendung von Molchen besteht, können diese Molche jedoch nicht durch die Drehteileinheit hindurch gesandt werden, die sehr enge Leitungen hat, und daher müssen sie aus der Drehteileinheit herausgenommen werden, aber oberhalb der Boje. Eine Molchanordnung mit der herkömmlichen Ausgestaltung wird jedoch so viel Platz einnehmen, dass das System insgesamt nicht so kompakt wie gewünscht oder notwendig gebaut werden kann.
  • Vor diesem Hintergrund ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Molcheinrichtung zu schaffen, die sehr kompakt und relativ leichtgewichtig ist und vernünftig herstellbar ist, was die Kosten angeht.
  • Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine solche Einrichtung zu schaffen, die eine spezielle Schieberanordnung hat, mit der das Molchen auf sichere Art und Weise insofern ausgeführt werden kann, als immer zwei Barrieren zwischen der Prozessflüssigkeit und der Umgebung bestehen.
  • Um dieses Ziel zu erreichen, schafft die vorliegende Erfindung eine Einrichtung der eingangs genannten Art, die erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass sie einen den Molch aufnehmenden Kugelschieber umfasst, der im Strömungskanal angeordnet ist und einen Schieberkörper mit einem Innenraum für das Aufnehmen eines Molches durch eine Einlassöffnung aufweist, wobei der den Molch aufnehmende Schieber eine erste Funktionsposition aufweist, in der die Öffnung zu dem Strömungskanal zeigt, und eine zweite Funktionsposition, in der die Öffnung zu dem Seitenkanal zeigt; einen in dem Seitenkanal angeordneten, den Molch transportierenden Schieber mit doppelten Dichtungen zwischen dem den Molch aufnehmenden Schieber und der Molchschleuse; und einen in dem Gehäuse angeordneten Durchgang für das Einführen einer Betätigungsstange zum Transportieren eines Molches aus dem den Molch aufnehmenden Schieber in die Molchschleuse oder umgekehrt, wobei der Durchgang mit einem zusätzlichen Schieber mit doppelten Dichtungen zur Außenseite der Vorrichtung verbunden ist.
  • Die Erfindung wird nun in Verbindung mit einer beispielhaften Ausführungsform mit Bezug auf die Zeichnungen weiter beschrieben, wobei
  • 1 eine Schnittansicht eines Teils eines Behälters mit einem Aufnahmeraum und einer Boje ist, wobei eine Drehteileinheit und eine erfindungsgemäße Einrichtung in einem Raum oberhalb der Boje angeordnet sind;
  • 2 eine Schnittansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung zeigt; und
  • die 3 bis 10 ähnliche Schnittansichten wie 2 zeigen, und zwar von aufeinanderfolgenden Betriebsphasen, wenn ein Molch in der Einrichtung aufgenommen ist.
  • In der nun folgenden Beschreibung wird die Erfindung in Verbindung mit dem eingangs erwähnten STP-System beschrieben. Die erfindungsgemäße Anordnung kann aber auch in Verbindung mit herkömmlichen Drehkreuzsystemen verwendet werden.
  • 1 zeigt eine Schnittansicht eines Bodenbereichs der Hülle 1 eines FPSO-Behälters mit einem unter Wasser befindlichen Aufnahmeraum 2, in welchem eine Boje 3 der oben erwähnten Art eingebracht und gesichert ist. Ankerleitungen und Steigrohre, die in der Praxis an dem zentralen Bojenelement angebracht sind und sich abwärts in dem Wasser unterhalb der Boje erstrecken, sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Oberhalb der Boje sind die Steigrohre mit einer Drehteileinheit oder einem Drehteilstapel 4 verbunden, der in einem STP-Raum 5 angeordnet ist und mit einem Rohrleitungssystem (angedeutet bei 6) an dem Behälter durch flexible Schläuche 7 verbunden ist. Der Drehteilstapel 4 ist an einem Schlitten 8 angebracht, der auf Schienen 9 beweglich ist, so dass der Drehteilstapel seitlich zwischen einer Parkposition und der veranschaulichten Betriebsposition verschoben werden kann.
  • Die Seitenansicht in 1 zeigt zwei Molcheinrichtungen 10 gemäß der Erfindung, die in dem STP-Raum 5 zwischen der Oberseite der Boje 3 und dem Drehteilstapel 4 angeordnet sind. Jede Einrichtung weist eine kompakte Schieberanordnung mit einem Schieberblock auf, wie er noch beschrieben wird. Jede Schieberanordnung ist mit einem jeweiligen Steigrohr 11 verbunden. In der Praxis können sich mehrere Steigrohre durch die Boje hindurch erstrecken und mit einer entsprechenden Molcheinrichtung verbunden sein. Ein Isolationsschieber 12 ist in jedem Steigrohr im oberen Bereich der Rohrleitung eingesetzt.
  • Jedes Steigrohr hängt in dem zugehörigen Schieberblock, beispielsweise mittels eines hydraulisch betätigten Schnellkupplungsmittels, das bei 13 angedeutet ist. Mit dieser Aufhängeanordnung wird erreicht, dass thermische Ausdehnungen und Produktionstoleranzen für die Bauteile nicht in Betracht gezogen werden müssen.
  • Eine Ausführungsform der Einrichtung 10 gemäß der Erfindung ist in den 2 bis 10 dargestellt. Die Einrichtung weist ein Gehäuse 15 auf, das mit einer durchgehenden Leitung 16 für den Durchfluss eines Prozessfluids und einer damit verbundenen Verzweigungsleitung 17 versehen ist, die sich in der veranschaulichten Ausführungsform in rechten Winkeln bezüglich der Durchflussleitung 16 erstreckt. In der Durchflussleitung ist am Einlass zu der Verzweigungsleitung ein Molchaufnahmeventilmittel in Form eines Kugelschiebers 18 mit einem Schieberkörper 19 mit einem kreiszylindrischen Innenraum 20 zum Aufnehmen eines Molchs 21 (siehe z.B. 4) angeordnet, der durch eine Einlassöffnung 22 hindurch in den Raum 20 eingebracht werden kann. Der Schieberkörper 19 ist drehbar zwischen einer ersten funktionalen Position (beispielsweise in den 3 und 4 gezeigt), in welcher die Öffnung 22 zu dem Durchflusskanal 16 hinweist, und einer zweiten funktionalen Position (beispielsweise gezeigt in den 2 und 5 bis 7), in welcher die Öffnung 22 zu der Verzweigungsleitung 17 hinweist.
  • Wie sich aus den 3 und 4 ergibt, hat die Durchflussleitung 16 an ihrem Einlassende, d.h. am Boden der Figuren, einen Durchmesser entsprechend dem Durchmesser des Molchs 21 und daher auch entsprechend dem Durchmesser des relevanten Steigrohrs 11 (1), wohingegen die Leitung in dem Bereich des Schiebers 18 einen verbreiterten Bereich mit einem größeren Durchmesser hat. Dieser vergrößerte Bereich ermöglicht eine solche Dimensionierung des Schiebers 18, dass auch der Raum 20 in dem Schieber einen etwas größeren Durchmesser hat als der Molch 21. Dadurch wird erreicht, dass Prozessfluid durch den Schieber hindurch auch dann strömen kann, wenn sich ein Molch in dem Raum befindet, wie in 4 veranschaulicht.
  • Aus 2 ergibt sich, dass die Verzweigungsleitung 17 im Wesentlichen den gleichen Durchmesser hat wie der Raum 20 in dem Schieber 18.
  • Der Raum 20 ist durch einen Durchgangskanal in dem Schieberkörper 19 gebildet. Ein perforiertes Mittel zum Anhalten des Molchs, das in der veranschaulichten Ausführungsform die Form eines Gitters 23 hat, ist über den Kanal hinweg an demjenigen Ende des Kanals angeordnet, das der Öffnung 22 gegenüberliegt, so dass Prozessfluid in der ersten funktionalen Position des Schieberkörpers ungehindert durch den Schieber 18 hindurch strömen kann. Außerdem ist der Schieberkörper 19 mit Durchflussöffnungen 24 versehen, die mit der Durchflussleitung 16 in der zweiten funktionalen Position des Schieberkörpers 19 ausgerichtet sind (siehe beispielsweise 2 und 5 bis 7), so dass ein Fluidstrom dann auch durch den Schieber hindurchströmen kann.
  • Der drehbare Schieberkörper 19 ist mittels eines Paares von Rohrleitungsstücken 25 angebracht, die auf gegenüberliegenden Seiten des Schieberkörpers in die Durchflussleitung 16 eingesetzt sind.
  • In Verbindung mit der Verzweigungsleitung 17 ist ein Molchbeförderungsschieber 26 zum Befördern eines Molchs 21 zwischen dem Molchaufnahmeschieber 18 und einer Molchkammer 27 zum Aufnehmen eines Molchs in Verbindung mit einem Molchvorgang angeordnet. Der Beförderungsschieber ist ein Kugelschieber mit einem Schieberkörper 28 mit einem Durchgangskanal 29 für die Beförderung des Molchs. Der Schieberkörper ist drehbar in einem Gehäuseelement 30 angeordnet, das als separates Teil dargestellt ist, welches an dem Gehäuse 15 fixiert ist, das aber auch ein integraler Teil des Gehäuses sein kann. Der Schieberkörper 28 ist drehbar zwischen einer ersten funktionalen Position (gezeigt beispielsweise in den 3 und 4), in welcher der Kanal 29 rechtwinklig zu der Verzweigungsleitung 17 verläuft und der Schieber so geschlossen ist, und einer zweiten funktionalen Position (in den 2 und 7 dargestellt), in welcher der Kanal mit der Verzweigungsleitung ausgerichtet ist und so die Beförderung des Molchs möglich ist. Auf jeder Seite des Schieberkörpers 28 ist eine Ringdichtung 31 angeordnet, die dichtend gegen den Schieberkörper ruht, so dass doppelte Abdichtbarrieren zwischen dem Prozessfluid und der Umgebung ausgebildet sind, wenn der Schieber geschlossen ist.
  • Die Molchkammer 27 ist in einem Kammergehäuseelement 35 ausgebildet, das an dem Gehäuseelement 30 angebracht ist. An seinem äußeren Ende hat das Gehäuseelement 35 eine Öffnung, die normalerweise auf fluiddichte Art und Weise mittels eines Verschlusses 36 verschlossen ist, der mittels geeigneter Arretiermittel an seiner Stelle gehalten wird. Außerdem kommuniziert die Molchkammer mit einem normalerweise geschlossenen Einlassschieber 37 und einem normalerweise geschlossenen Auslassschieber 38, die für den Durchfluss einer Reinigungsflüssigkeit zum Reinigen eines Molchs in der Kammer oder für den Durchfluss oder das Befüllen der Kammer mit einem inerten Gas, wie beispielsweise Stickstoff (N2), geöffnet werden können.
  • Auf der mit Bezug auf die Verzweigungsleitung 17 gegenüberliegenden Seite des Molchaufnahmeschiebers 18 befindet sich ein Kanal 45 in dem Gehäuse 15, der für das Einbringen einer Betätigungsstange 46 zum Drücken gegen einen Molch 21 und zum Befördern eines Molchs 21 von dem Aufnahmeschieber 18 hin zu der Molchkammer 27 vorgesehen ist. Der Kanal 45 kommuniziert mit einem zusätzlichen Schieber 47, der in 2 in einem Schiebergehäuse 48 angeordnet dargestellt ist, das an dem Gehäuse 15 angebracht ist, das aber alternativ auch in dem Gehäuse 15 integriert sein kann, wie in den 3 bis 10 dargestellt. Auch dieser zusätzliche Schieber ist ein Kugelschieber mit einem Schieberkörper 49 mit einem Durchgangskanal 50, der zum Hindurchtretenlassen der Betätigungsstange 46 ausgestaltet ist. Der Schieberkörper ist drehbar zwischen einer ersten funktionalen Position (beispielsweise in 3 bis 5 dargestellt), in welcher der Schieberkanal 50 rechtwinklig zu dem Kanal 45 verläuft, und einer zweiten funktionalen Position (gezeigt in den 2, 6 und 7), in welcher die beiden Kanäle 45 und 50 miteinander ausgerichtet sind. Auf jeder Seite des Schieberkörpers 49 befindet sich eine ringförmige Dichtung 51, die dichtend gegen den Schieberkörper ruht, so dass auch hier doppelte Abdichtbarrieren zwischen dem Prozessfluid und der Umgebung ausgebildet sind, wenn der Schieber geschlossen ist.
  • Die Betätigungsstange 46 bildet einen Teil eines Presswerkzeugs 52, das einen hydraulisch betätigten Zylinder 53 mit einer teleskopisch verlängerbaren Betätigungsstange aufweisen kann, wie in 2 dargestellt. In der Betriebsposition in 2 ist der Zylinder 53 starr an einem Flanschelement befestigt, das mit dem Schiebergehäuse 48 verbunden ist. Wenn der Schieber 47 in dem Gehäuse 15 integriert ist, wird das Werkzeug direkt an dem Gehäuse befestigt sein, wie in den 6 bis 8 dargestellt. Wenn das Werkzeug 52 gerade nicht verwendet wird, wird es durch einen blinden Flansch 54 ersetzt, wie es beispielsweise in den 3 und 4 dargestellt ist.
  • In dem Gehäuse 15 befindet sich auch ein Notabsperrschieber 58 in der Durchflussleitung 16 zwischen dem Molchaufnahmeschieber 18 und dem Ende der Leitung, das für den Anschluss an ein zugehöriges Steigrohr 11 vorgesehen ist (1). Wie sich aus den 3 bis 10 ergibt, ist auch der Notabsperrschieber ein Kugelschieber, und sein Schieberkörper 59 hat einen Kanal 60 mit im Wesentlichen dem gleichen Durchmesser wie die benachbarten Bereiche der Durchflussleitung 16. Auf eine Art und Weise, die der des Molchaufnahmeschiebers 18 entspricht, ist der Schieberkörper 59 mittels zweier Rohrleitungsstücke 61 angebracht, die in die Leitung 16 auf jeder Seite des Schieberkörpers eingesetzt sind.
  • Die oben beschriebenen Kugelschieber sind geeignet so angeordnet, dass sie hydraulisch betätigt werden. Das Antriebssystem ist an sich bekannt und wird daher nicht weiter dargestellt oder beschrieben. Es wird nur darauf hingewiesen, dass in 1 ein Einlass 62 und ein Auslass 63 für Hydrauliköl dargestellt sind, für die Betätigung des Notabsperrschiebers 58. In 2 ist dieser Schieber in dem Gehäuse 15 hinter einer verschraubten Abdeckung 64 angebracht.
  • Die verschiedenen Betriebsschritte beim Aufnehmen eines Molchs mit der erfindungsgemäßen Einrichtung sind in den 3 bis 10 veranschaulicht.
  • In 3 kommt ein Molch 21 bei der Einrichtung 10 an und passiert den normalerweise offenen Notabsperrschieber 58. Der Molchaufnahmeschieber 18 ist ebenfalls offen, wohingegen die verbleibenden Schieber 26, 37, 38 und 47 geschlossen sind. Die Pfeile A1 und A2 bezeichnen einen Durchflusseinlass von einem Steigrohr bzw. einen Durchflussauslass hin zu einem Drehteil.
  • In 4 befindet sich der Molch 21 in seiner Endposition in dem Raum 20 des Molchaufnahmeschiebers 18. Wie oben erwähnt, kann Fluid durch den Schieber hindurch auch dann strömen, wenn sich ein Molch in dem Raum 20 befindet.
  • In 5 ist der Molchaufnahmeschieber 18 geschlossen worden, aber das Produktionsfluid kann mit einer reduzierten Menge durch die Öffnung 24 in dem Schieberkörper 19 hindurchströmen, so dass die Produktion reduziert weiterlaufen kann. Nach dem Schließen des Schiebers 18 werden der blinde Flansch 54 entfernt und das Werkzeug 52 montiert.
  • In 6 werden der Molchbeförderungsschieber 26 und der zusätzliche Schieber 47 geöffnet. Anschließend wird der Molch 21 von dem Molchaufnahmeschieber 18 aus über den Schieber 26 und in die Molchkammer 27 mittels der Betätigungsstange 46 des Werkzeugs 52 gedrückt, wie in 7 dargestellt. Anschließend wird die Stange 26 zurückgezogen, und die Schieber 26 und 47 werden geschlossen.
  • Nachdem der Molch in die Molchkammer 27 eingebracht worden ist und die Schieber 26 und 47 geschlossen worden sind, wird der Molchaufnahmeschieber 18 geöffnet, wie in 8 dargestellt. Die normale Produktion wird daher wiederaufgenommen. Anschließend wird das Werkzeug 52 entfernt, und der blinde Flansch 54 wird angebracht.
  • In 9 werden die Schieber 37 und 38 geöffnet, und die Molchkammer wird mit Stickstoff (N2) geflutet. Anschließend werden die Schieber 37 und 38 geschlossen.
  • In 10 ist das Arretiermittel für den Verschluss 36 geöffnet worden, und der Verschluss 36 ist von der Öffnung der Molchkammer 27 entfernt worden, so dass der Molch 21 aus der Kammer herausgenommen werden kann. Dadurch wird der Molchaufnahmevorgang beendet.
  • Wie deutlich sein wird, ist die erfindungsgemäße Einrichtung in der obigen Ausführungsform zum Aufnehmen eines Molchs in Verbindung mit einem Molchvorgang vorgesehen. Die Einrichtung kann jedoch auch zum Aussenden eines Molchs von der Molchkammer 27 aus verwendet werden. In diesem Fall wird der Verschluss 36 mit einem normalerweise geschlossenen Kanal für die Betätigungsstange des Drückwerkzeugs versehen sein, oder es kann ein anderer Verschluss verwendet werden, der für diesen Zweck mit einem geeigneten Kanal versehen ist.
  • Wie sich aus der erfolgten Beschreibung ergibt, ist die erfindungsgemäße Einrichtung so aufgebaut, dass während des Betriebs der Einrichtung immer zwei Barrieren zwischen dem Prozessfluid und der Umgebung bestehen. Dies ist ein wichtiges Merkmal in Bezug auf die Sicherheit. Um sicherzustellen, dass dies der Fall ist, müssen beim Ausführen der Molchvorgänge das Öffnen und Schließen der Schieber in einer gegebenen Sequenz ausgeführt werden. Zu diesem Zweck wird für die verschiedenen Schieber eine gegenseitige mechanische Verriegelung vorgesehen sein und/oder Arretierungen, die geöffnet/geschlossen werden müssen, um einen fehlerhaften Betrieb zu verhindern. Solche Arretiermittel sind in den Zeichnungen nicht dargestellt, da sie herkömmlich ausgestaltet sein können, wie es einem Fachmann bekannt sein wird.

Claims (12)

  1. Vorrichtung für das Aufnehmen und Vorwärtsschieben eines mit Hilfe eines Fluiddrucks durch eine Fluid transportierende Rohrleitung geführten Molches (21), die eine durch ein Ventilmittel (18, 26) mit der Rohrleitung (11) verbundene Molchschleuse (27) und weiterhin ein Gehäuse (15) mit einem durchgehenden Fluidströmungskanal (16) und einem davon abgezweigten, zur Molchschleuse (27) führenden Kanal (17) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sie Folgendes umfasst: einen den Molch aufnehmenden Kugelschieber (18), der im Strömungskanal (16) angeordnet ist und einen Schieberkörper (19) mit einem Innenraum (20) für das Aufnehmen eines Molches (21) durch eine Einlassöffnung (22) aufweist, wobei das den Molch aufnehmende Schieber (18) eine erste Funktionsposition aufweist, in der die Öffnung (22) zum Strömungskanal (16) zeigt, und eine zweite Funktionsposition, in der die Öffnung zu dem Seitenkanal (17) zeigt, ein in dem Seitenkanal (17) angeordnetes, den Molch transportierendes Schieber (26) mit doppelten Dichtungen (31) zwischen dem den Molch aufnehmenden Schieber (18) und der Molchschleuse (27) und einen in dem Gehäuse (15) angeordneten Durchgang (45) für das Einführen einer Betätigungsstange (46) zum Transportieren eines Molches (21) aus dem den Molch aufnehmenden Schieber (18) in die Molchschleuse (27) oder umgekehrt, wobei der Durchgang (45) mit einem zusätzlichen Schieber (47) mit doppelten Dichtungen (51) zur Außenseite der Vorrichtung (10) verbunden ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (20) des den Molch aufnehmenden Schieberkörpers (19) aus einem durchgehenden Durchgang mit einem etwas größeren Durchmesser als dem Durchmesser der in diesem Raum aufzunehmenden Molche (21) besteht, so dass Prozessfluid auch dann durch das den Molch aufnehmende Schieber (18) fließen kann, wenn sich ein Molch in dem Raum befindet.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das der Einlassöffnung (22) gegenüberliegende Ende des durchgehenden Durchgangs hinweg ein Molch-Anschlaggitter (23) angeordnet ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkörper (19) des den Molch aufnehmenden Schiebers (18) mit Durchflussöffnungen (24) versehen ist, die in der zweiten Funktionsposition des den Molch aufnehmenden Schiebers (18) mit dem Strömungskanal (16) ausgerichtet sind.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem den Molch transportierenden Schieber (26) um einen Kugelschieber handelt, dessen Schieberkörper (28) einen durchgehenden Durchgang (29) für den Transport des Molches aufweist, wobei seine doppelten Dichtungen (31) an jedem Ende seines Durchgangs (29) eine Ringdichtung (31) für das abdichtende Anliegen an seinem Schieberkörper (28) umfassen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem zusätzlichen Schieber (47) um einen Kugelschieber handelt, dessen Schieberkörper (49) einen durchgehenden Durchgang (50) aufweist, den die Betätigungsstange (46) passieren kann, wobei seine doppelten Dichtungen (51) an jedem Ende seines Durchgangs (50) eine Ringdichtung (51) für das abdichtende Anliegen an seinem Schieberkörper (49) umfassen.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Strömungskanal (16) zwischen dem den Molch aufnehmenden Schieber (18) und dem Ende des für die Verbindung mit der entsprechenden Rohrleitung (11) gedachten Kanals (16) ein Notabsperrschieber (58) angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Notabsperrschieber (58) um einen Kugelschieber handelt, dessen Schieberkörper (59) einen Durchgang (60) mit im Wesentlichen dem gleichen Durchmesser wie die daran angrenzenden Teile des Strömungskanals (16) aufweist.
  9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Molchschleuse (27) mit einem Einlass- und einem Auslassschieber (37, 38) verbunden ist, die für das Durchfließen eines Reinigungsfluids geöffnet werden können.
  10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelschieber (18, 26, 47, 58) in dem Gehäuse (15) für einen hydraulischen Betrieb ausgelegt sind.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang (45) in dem Gehäuse (15) im Verhältnis zu dem Seitenkanal (17) auf der gegenüberliegenden Seite des den Molch aufnehmenden Schiebers (18) angeordnet ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Molchschleuse (27) an ihrem äußeren Ende eine Öffnung mit einer Verschlussklappe (36) aufweist, die für den Transport eines Molches (21) aus der Molchschleuse (27) in das den Molch aufnehmende Schieber (18) mit einem Durchgang für die Betätigungsstange (46) versehen ist.
DE60107550T 2000-03-23 2001-03-22 Ventilvorrichtung zum molchen von rohrleitungen Expired - Lifetime DE60107550T2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NO20001526A NO321732B1 (no) 2000-03-23 2000-03-23 Ventilinnretning for pigging av rorledninger
NO20001526 2000-03-23
PCT/NO2001/000126 WO2001071238A1 (en) 2000-03-23 2001-03-22 A valve device for pigging of pipelines

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE60107550D1 DE60107550D1 (de) 2005-01-05
DE60107550T2 true DE60107550T2 (de) 2005-12-15

Family

ID=19910921

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE60107550T Expired - Lifetime DE60107550T2 (de) 2000-03-23 2001-03-22 Ventilvorrichtung zum molchen von rohrleitungen

Country Status (6)

Country Link
EP (1) EP1266167B1 (de)
AT (1) ATE284000T1 (de)
AU (1) AU2001242899A1 (de)
DE (1) DE60107550T2 (de)
NO (1) NO321732B1 (de)
WO (1) WO2001071238A1 (de)

Families Citing this family (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2279652C2 (ru) * 2003-01-04 2006-07-10 Региональный некоммерческий фонд поддержки и развития петербургской науки и культуры Система внутритрубной диагностики трубопровода
GB2438415A (en) * 2006-05-24 2007-11-28 Oliver Twinsafe Valves Ltd A pig launcher or receiver device
NO331411B1 (no) 2010-05-19 2011-12-19 Apply Nemo As Anordning til utsendelse av pigger
DE102012005080A1 (de) * 2012-03-13 2013-09-19 Hydac Accessories Gmbh Steuereinrichtung für Farbspritz- und Auftraganlagen
CN103028578B (zh) * 2012-12-21 2014-08-13 中国石油大学(北京) 利于有分支管道管线清管的三通球阀及清管方法

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2790500A (en) * 1954-03-24 1957-04-30 Edward N Jones Pump for propelling pellets into oil wells for treating the same
US2915422A (en) * 1954-09-08 1959-12-01 Gulf Oil Corp Automatic plug injector and method of cleaning pipelines
US3000028A (en) * 1958-06-03 1961-09-19 John C Buie Pipeline cleaning device
GB1245479A (en) * 1968-11-12 1971-09-08 Gen Descaling Co Ltd Improvements in sphere launchers and receivers for pipelines

Also Published As

Publication number Publication date
WO2001071238A1 (en) 2001-09-27
DE60107550D1 (de) 2005-01-05
NO20001526D0 (no) 2000-03-23
NO321732B1 (no) 2006-06-26
EP1266167B1 (de) 2004-12-01
NO20001526L (no) 2001-09-24
AU2001242899A1 (en) 2001-10-03
EP1266167A1 (de) 2002-12-18
ATE284000T1 (de) 2004-12-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69919906T2 (de) Einzelventil für eine vorrichtung zur befüllung von futterrohren sowie zirkulation
DE3889919T2 (de) Kupplung für rohrleitungen zum transport von medien.
EP0088861B1 (de) Rohrtrenner, insbesondere für Trinkwasserleitungen
DE10392868B4 (de) Buchsenkupplungsglied einer Schlauchkupplung
DE2128967A1 (de) Stroemungsmittelkupplung, insbesondere zum schleusen kontaminierter medien
EP0305821B1 (de) Vorrichtung zum Verschliessen einer Rohrabzweigung
DE3933386C1 (de)
DE60107550T2 (de) Ventilvorrichtung zum molchen von rohrleitungen
DE3338241C2 (de)
DE2623934C3 (de) Steckkupplung zum Verbinden von Gasleitungen
DE3151707A1 (de) Von einem rohrreiniger durchdringbares drehgelenk fuer fluidleitungen
DE69431468T2 (de) Rohrleitungsgerät
DE3855310T2 (de) Füllrohr für Erdölprodukte, eingerichtet zu seiner Notentkopplung
DE2915432A1 (de) Ventilstellglied
EP0477949A1 (de) Tropffreie Kupplung
DE2847901A1 (de) Vorrichtung zum kuppeln von rohren, schlaeuchen o.dgl.
DE2240416A1 (de) Vorrichtung zur aenderung der richtung von in rohrfoerderanlagen gefuehrten foerdergefaessen
DE3221372A1 (de) Trennkupplung fuer rohr- oder schlauchleitungen
DE3811537C2 (de) Einrichtung zum Absperren von Leitungsabzweigungen in Rohrleitungen
DE60011258T2 (de) Vorrichtung für einen Behälter
DE3512163A1 (de) Kugelhahn zum ein- und ausschleusen eines molchs
DE4324126C2 (de) Rohrverbindungsvorrichtung
DE102024205462A1 (de) Molchschleuse zum Einbringen eines Molches
DE851876C (de) Loesbare Schlauch- oder Rohrkupplung
DE10355950B3 (de) Rohrleitung für ein fließfähiges Medium

Legal Events

Date Code Title Description
8364 No opposition during term of opposition