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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Werkzeuge für die Herstellung
eines Bremsbandes einer Scheibe für eine eigenbelüftete Scheibenbremse.
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Ein
bekannter Typ einer Scheibenbremsscheibe mit einem eigenbelüfteten Bremsband
umfasst im Wesentlichen eine Stützglocke
zum Befestigen beispielsweise an einer Fahrzeugradnabe. Das Bremsband,
das mit den Bremszangen zusammenwirkt, um die Bremskraft auf das
Fahrzeug auszuüben,
ist mittels eines Verbinders mit der Glocke verbunden. Das Bremsband
umfasst in der Regel wenigstens zwei parallele Platten, die durch
Verbindungselemente, mit denen sie zusammengehalten werden, voneinander
beabstandet sind. Der Raum zwischen den Platten bildet einen Luftkanal.
Infolge der Zirkulation von Luft zwischen den Platten wird die Scheibe
sowohl auf den Außenseiten
des Bremsbandes wie bei einer massiven Scheibe als auch an den Innenseiten
gekühlt.
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Während des
Bremsvorganges können
die Scheiben bekanntlich Vibrationen unterworfen sein, die sich
als ärgerliches
Kreischen auswirken. Ein bekannter Ansatz zum Vermeiden dieser Geräusche, die
durch die Vibrationen der Bremsscheibe verursacht werden (siehe
beispielsweise EP-A-1048874) besteht
in der Ausbildung von Rillen, die durch Drehen in die Bremsflächen des
Bremsbandes eingearbeitet werden und sich durch die gesamte Dicke
der Platten hindurch erstrecken. Wenn sich dadurch die Steifigkeit
der Bremsscheibe örtlich
verändert,
so werden ihre dynamischen Eigenschaften dergestalt verändert, dass
sich die Eigenfrequenzen der Bremsscheibe von den Frequenzen fortbewegen,
die während
des Bremsens verursacht werden.
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Diese
Rillen in den Bremsflächen
des Bremsbandes führen
zu technischen und strukturellen Nachteilen, die mit dem akustischen
Verhalten, mit der Herstellung und auch mit dem mechanischen Verhalten
der Scheibe sowie mit der Art der Bremsklötze, die aufgrund der teilweise
unterbrochenen Bremsfläche
erforderlich sind, zu tun haben.
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Die
Herstellung einer Oberfläche
mit einer Mehrzahl von Rillen, die durch Drehen eingearbeitet werden,
ist überdies
mit einem erheblichen Zeit- und Kostenaufwand verbunden.
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Wenn
die oben erwähnten
Rillen, die sich über
den gesamten Raum zwischen den beiden Platten erstrecken, mittels spanabhebender
Verfahren – von
der Außenfläche ausgehend – ausgebildet
werden, so entstehen scharfe Kanten in den Verbindungselementen
zwischen den Platten, die gefährliche
Kerbeffekte hervorrufen können,
welche ihrerseits Quellen mechanischer Spannungen sind. Überdies
werden die Verbindungselemente infolge des unvermeidlichen Materialabtrags
von ihren Enden geschwächt,
wenn infolge des maschinellen Einarbeitens der Durchgangsrillen – von der
Außenseite ausgehend
bis zu dem Raum zwischen den Platten – ein Durchbruch in diesen
Raum hinein hergestellt wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin, einen
Gusskern für
die Herstellung – durch
Gießen– eines
Bremsbandes für
eine Scheibenbremsscheibe mit solchen strukturellen und funktionalen
Eigenschaften vorzuschlagen, dass ein leises Bremsen ermöglicht wird
und die Nachteile, die oben im Zusammenhang mit dem Stand der Technik angesprochen
wurden, überwunden
werden.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Kern für
die Herstellung eines Bremsbandes für eine Scheibenbremsscheibe
erreicht, wobei das Band wenigstens zwei Platten aufweist, die miteinander
mittels Verbindungselementen verbunden sind, wobei der Raum zwischen
den Platten einen inneren Luftkanal zum Kühlen des Bremsbandes bildet,
wie aus JP-A-58049545
bekannt ist, des Weiteren dadurch gekennzeichnet, dass der Kern
sich dazu eignet, in wenigstens einer der Oberflächen, welche die Luftkanäle definieren,
wenigstens eine Rille auszubilden, die sich im Wesentlichen um einen
Kreis, der zu der Symmetrieachse der Scheibe konzentrisch ist, herum
erstreckt und die einen Querschnitt aufweist, der sich in Richtung
auf den Luftkanal über
einen überwiegenden
Abschnitt ihrer Tiefe auf weitet.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen
Kernkasten zur Herstellung eines Gusskerns gemäß der vorliegenden Erfindung vorzuschlagen.
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Diese
Aufgabe wird durch einen Kernkasten erreicht, der wenigstens zwei
Halbkernkästen
von teilweise komplementärer
Gestalt umfasst, wobei die Halbkernkästen einander gegenüberliegen
und miteinander in Kontakt stehen und einen Innenhohlraum des Kernkastens
definieren, wobei der Hohlraum einen zentralen schalenförmigen Abschnitt,
einen Verbindungsabschnitt und einen im Wesentlichen kreisförmigen scheibenförmigen Abschnitt
umfasst, der sich zur Außenseite
hin durch einen im Wesentlichen ringförmigen Kanal öffnet, wobei
der zentrale Abschnitt mit dem äußeren Abschnitt
mittels des Verbindungsabschnitts verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Hohlraum die Gestalt des Gusskerns gemäß Anspruch 1 aufweist.
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Für ein besseres
Verständnis
der Erfindung werden einige mögliche
Ausführungsformen
im Weiteren anhand nicht-ein-schränkender
Beispiele beschrieben und sind in den beigefügten Zeichnungen gezeigt.
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1 ist
eine axonometrische Ansicht einer eigenbelüfteten Bremsscheibe.
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2 zeigt
die Scheibe von 1 im radialen Schnitt.
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3a zeigt – im radialen
Schnitt – eine
erste Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde.
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3b zeigt
die Bremsscheibe von 3a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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4a zeigt – im radialen
Schnitt – eine zweite
Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde.
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4b zeigt
die Bremsscheibe von 4a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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5a zeigt – im radialen
Schnitt – eine
dritte Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde.
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5b zeigt
die Bremsscheibe von 5a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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6 zeigt – im radialen
Schnitt – eine
vierte Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde.
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7a zeigt – im radialen
Schnitt – eine
fünfte
Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde.
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7b zeigt
die Bremsscheibe von 7a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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8a zeigt – im radialen
Schnitt – eine sechste
Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde.
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8b zeigt
die Bremsscheibe von 8a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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9a zeigt – im radialen
Schnitt – eine Scheibe,
die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt
wurde und in der die Rillen in Richtung der Außenflächen der Platten hin offen
sind.
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9b zeigt
die Bremsscheibe von 9a in einer teilweise geschnittenen
Vorderansicht.
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10a zeigt – im
radialen Schnitt – eine weitere
Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde.
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10b zeigt die Bremsscheibe von 10a in einer teilweise geschnittenen Vorderansicht.
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11 und 12 zeigen
in perspektivischer Ansicht die Kreuzungszone zwischen einem Verbindungselement
und einer Rille in einem eigenbelüfteten Bremsband, das mittels
eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde.
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13 zeigt
Schnitte durch besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Rillen in
einem eigenbelüfteten
Bremsband, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde.
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14a bis 14d zeigen
schematisch die Gussherstellung einer eigenbelüfteten Bremsscheibe.
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15 zeigt – im radialen
Schnitt – eine
erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kernkastens.
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16a und 16b zeigen – im radialen Schnitt
und in einer Vorderansicht – den
mittels des Kernkastens von 15 hergestellten
Gusskern.
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17 zeigt – im radialen
Schnitt – eine zweite
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Kernkastens.
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18a und 18b zeigen – im radialen Schnitt
und in Vorderansicht – den
mittels des Kernkastens von 17 hergestellten
Gusskern.
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19a und 19b zeigen – im radialen Schnitt – eine dritte
Ausführungsform
zweier Kernkästen
für die
Herstellung eines Kerns, der aus zwei erfindungsgemäßen Kernen
besteht.
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20a und 20b zeigen – im radialen Schnitt
und in Vorderansicht – die
beiden Kerne für die
Herstellung eines Verbundkerns, der mittels der Kernkästen von 19a und 19b hergestellt wurde.
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In 1 ist
eine Scheibenbremsscheibe allgemein mit 1 bezeichnet. Die
Scheibe 1 erstreckt sich um eine Symmetrieachse S herum.
Die Symmetrieachse S bildet gleichzeitig die Drehachse der Bremsscheibe 1.
Ein Bremsband 2 umfasst wenigstens zwei Platten 3 und 3', die durch
Verbindungselemente 4 miteinander verbunden sind. Das Bremsband 2 wird
durch die Glocke 5 mittels eines Verbinders 6 gestützt. Die
Glocke 5 ist in der Mitte der Bremsscheibe 1 angeordnet
und kann mit Hilfe von Verbindungsmitteln mit einer Fahrzeugradnabe
verbunden werden. Jede Bremsplatte 3, 3' umfasst eine
Außenfläche 9, 9' und eine Innenfläche 8, 8', die von der
Außenfläche 9, 9' entfernt liegt.
Die Außenflächen 9, 9' der Platten 3, 3' sind die Reibflächen der
Bremsscheibe. Die Innenflächen 8, 8' der Platten 3, 3' definieren
einen Luftkanal 7.
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Gemäß einer
Ausführungsform
des Bremsbandes, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde,
weist wenigstens eine der Innenflächen 8, 8' eine Rille 10, 10' auf, die sich
von der Außenfläche 9, 9' aus in Richtung
des Luftkanals 7 verbreitert, wie es beispielsweise in 1 zu
sehen ist.
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Bei
einem Bremsband, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde,
erstreckt sich wenigstens eine der Rillen 10, 10' im Wesentlichen
in einem Kreis, der zu der Symmetrieachse S der Bremsscheibe 1 konzentrisch
ist.
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Gemäß einer
Ausführungsform
des Bremsbandes, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde,
sind alle Rillen 10 in den beiden Innenflächen 8, 8' in einem Kreis
angeordnet, der zu der Symmetrieachse S der Bremsscheibe 1 konzentrisch
ist.
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Ein
weiterer Vorteil wird dadurch realisiert, dass die Rillen 10, 10', die mittels
eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurden, sich in einem Kreis erstrecken, der relativ
zu der Breite 16 des Bremsbandes 2 mittig angeordnet
ist, wodurch die Platten 3, 3' strukturell in zwei Ringe 17 und 17' von gleicher
radialer Breite unterteilt werden, wie beispielsweise aus 4a zu
ersehen ist.
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Ein
weiterer Vorteil wird dadurch realisiert, dass alle Rillen 10, 10' um den Kreis
herum dergestalt mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt werden,
dass sie die gleiche Länge
aufweisen und gleichmäßig voneinander
beabstandet sind.
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Die
Arbeitsweise einer Bremsscheibe 1 mit dem Bremsband, das
gemäß der Erfindung
hergestellt wurde, wird weiter unten anhand von 2 beschrieben.
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Während eines
Bremsvorgangs werden die Bremsklötze 14 gegen
die Reibflächen 9, 9' des Bremsbandes 2 der
Bremsscheibe 1 gedrängt.
Durch die Reibung entsteht eine Vibration der Scheibe, was zu Schallwellen 11 führt. Die
Amplitude der hervorgerufenen Vibration steigert sich in dem Maße, wie
sich die Erregungsfrequenz an eine der Eigenfrequenzen der Scheibe
annähert,
und nimmt in dem Maße
ab, wie sich die Erregungsfrequenz von den Eigenfrequenzen der Scheibe
entfernt. Durch Modifizieren der Steifigkeit der Bremsscheibe mittels
Rillen 10, 10',
die sich zur Innenseite des Bremsbandes 2 hin auf weiten,
können
die Eigenfrequenzen der Scheibe dergestalt modifiziert werden, dass
sie von den Frequenzen weg verschoben werden, die während eines Bremsvorgangs
hervorgerufen werden. Die Vibrationen und damit die Schallwellen 11,
die hervorgerufen werden, verschwinden folglich. Es wurde festgestellt, dass
die besondere Querschnittsform der Rillen 10, 10' – d. h.
die Tatsache, dass sie zum Luftkanal 7 hin über einen überwiegenden
Teil ihrer Tiefe breiter werden – zu einem außerordentlichen
Geräuschdämpfungseffekt
führt.
Es wurde des Weiteren festgestellt, dass sich dieser Effekt in dem
Maße verstärkt, wie sich die
Länge der
Rillen 10, 10' über eine
Mindestlänge
hinaus erstreckt, die das Fünffache
ihrer Breite beträgt.
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Die 3a, 3b zeigen
zum Beispiel eine Bremsscheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde, in der die Rillen 10, 10' ringförmig und
relativ zur Symmetrieachse S konzentrisch sind.
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Ein
weiterer Vorteil wird dadurch realisiert, dass alle Rillen, die
mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
in wenigstens einer der Innenflächen 8, 8' des Bremsbandes 2 hergestellt
wurden, radial gleichmäßig voneinander
beabstandet sind.
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Bei
einer Bremsscheibe, die mittels eines weiteren erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde und in 3a und 3b gezeigt
ist, sind die Innenflächen 8, 8' der Platten 3, 3' mit den jeweiligen Rillen 10, 10' spiegelsymmetrisch
angeordnet, wodurch eine im Wesentlichen identische Verteilung der unnachgiebigen
bzw. der nachgiebigen Regionen in den beiden Platten 3, 3' gewährleistet
ist.
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Bei
einer Bremsscheibe, die mittels eines weiteren erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde und in 4a und 4b gezeigt
ist, sind die Platten 3, 3' des eigenbelüfteten Bremsbandes 2 mittels
der Verbindungselemente 4 in Form von Rippen miteinander
verbunden. Die Verbindungselemente 4 sind überwiegend
radial relativ zur Drehachse S der Bremsscheibe 1 ausgerichtet
und sind im Wesentlichen gleichmäßig voneinander
beabstandet. Jede Platte 3, 3' weist auf ihrer Innenfläche 8, 8' eine ringförmige Rille 10, 10' auf, die sich
in einem Kreis erstreckt, der relativ zur Breite 16 des
Bremsbandes 2 mittig angeordnet ist. In den Kreuzungszonen
zwischen den Rillen 10, 10' und den Rippen 4 erstrecken sich
die Rillen 10, 10' unterhalb
der Rippen 4. Oder anders ausgedrückt: Die Rippen 4 sind
in den Kreuzungszonen nicht unterbrochen. Des Weiteren sind die
Winkel zwischen den Rippen 4 und den Rillen 10, 10' in den Kreuzungszonen
abgerundet.
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Bei
einem Bremsband, das mittels einer weiteren Ausführungsform eines Kerns hergestellt
wurde und in 5a und 5b gezeigt
ist, weist die erste Oberfläche 8,
welche den Luftkanal 7 definiert, ringförmige Rillen 10' auf, die gegenüber den
ringförmigen
Rillen 10' in
einer zweiten, gegenüberliegenden
Oberfläche 8', welche den
Luftkanal 7 definiert, versetzt sind.
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Ein
weiterer Vorteil wird dadurch realisiert, dass die Rillen 10 und 10' der ersten
Oberfläche 8 und
der zweiten Oberfläche 8' radial in regelmäßigen Intervallen
verteilt sind und die Rillen 10 der ersten Oberfläche 8 bezüglich der
Rillen 10' der
zweiten Oberfläche 8' um ein halbes
Intervall versetzt sind.
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Mit
Hilfe eines erfindungsgemäßen Kerns
ist es möglich,
zwischen den Platten 3 und 3' des Bremsbandes 2 jede
beliebige Anzahl von Verbindungselementen 4 mit beliebigen
Querschnittsformen auszubilden, um sowohl eine starre Verbindung zwischen
den Platten 3 und 3' als
auch den Kühlluftstrom 12 innerhalb
des Luftkanals 7 zu gewährleisten.
Bei der in den 5a und 5b gezeigten Ausführungsform
sind die beiden Platten 3 und 3' durch geformte Rippen 4 miteinander
verbunden, die eine Mehrzahl von Belüftungskanälen definieren, die im Wesentlichen
radial relativ zur Drehachse S angeordnet sind.
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Eine
weitere Ausführungsform
des Kerns ermöglicht
die Herstellung von Rillen 10, 10' von unterschiedlichen Tiefen 13 und 13', wie beispielsweise aus 6 zu
ersehen ist. Die Verschleißdicke
der Platte 3' in
dem Moment, in dem sich eine der Rillen 10' sichtbar zur Außenseite
hin öffnet,
ist mit 15 bezeichnet.
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Bei
einer Bremsscheibe, die mittels eines weiteren erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde, ist wenigstens eine der Rillen 10, 10' so konfiguriert,
dass sie eine Tiefe 13 aufweist, die gleich der zulässigen Mindestdicke
der jeweiligen verschlissenen Bremsplatte 3, 3' ist.
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Ein
weiterer Vorteil – wie
aus 6 zu ersehen ist – kann dadurch realisiert werden,
dass man zusätzlich
zu den Rillen 10, 10' mit der oben erwähnten Tiefe 13,
die gleich der zulässigen
Mindestdicke der verschlissenen Bremsplatte ist, weitere Rillen
mit einer Tiefe 13' ausbildet,
die größer ist
als die Tiefe 13, wobei die Tiefe 13' einen Verschleißzustand
anzeigt, der einen Austausch der Bremsscheibe 1 innerhalb
einer bestimmten Frist erforderlich macht.
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Die 7a und 7b zeigen
eine Ausführungsform
einer Scheibenbremse, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde, wobei die Platten 3 und 3' des Bremsbandes 2 durch
Elemente 4 von im Wesentlichen kreisrundem, ovalem oder
rhombischem Querschnitt miteinander verbunden sind. Die Elemente 4 sind
entlang von Kreisen um die Drehachse S herum angeordnet und bilden eine
Abfolge ringförmiger
Reihen. Eine oder mehrere ringförmige
Rillen 10, 10' sind
in den Räumen
zwischen den Reihen von Verbindungselementen 4 angeordnet.
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Die 8a und 8b zeigen
eine weitere Scheibe, die mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt
wurde, wobei die Platten 3, 3' des Bremsbandes 2 durch
Elemente 4 von im Wesentlichen ovalem Querschnitt miteinander
verbunden sind. Die Elemente 4 sind entlang von Kreisen
um die Drehachse S herum angeordnet und bilden eine Abfolge ringförmiger Reihen.
In der konkreten Ausführungsform
haben alle Verbindungselemente derselben ringförmigen Reihe identische Querschnitte.
Die Formen der Querschnitte der Verbindungselemente können sich
von einer ringförmigen
Reihe zur nächsten unterscheiden.
In 8b haben die Verbindungselemente 4 der
inneren ringförmigen
Reihe einen ovalen Querschnitt mit kleineren Abmessungen als die
Elemente der Zwischenreihe. Die Verbindungselemente 4 der
ringförmigen
Zwischenreihe haben ebenfalls einen ovalen Querschnitt, aber mit
größeren Abmessungen
als die Verbindungselemente der inneren und äußeren ringförmigen Reihe. Die Verbindungselemente 4 der äußeren ringförmigen Reihe
haben einen im Wesentlichen ovalen Querschnitt, der radial in Richtung
des äußeren Umfangsrandes
des Bremsbandes breiter wird. Zwei ringförmige Rillen 10 sind
in der Innenfläche 8 der
Platte 3 in der Region der inneren und äußeren Reihe von Verbindungselementen 4 ausgebildet
und erstrecken sich unterhalb dieser Verbindungselemente in den
Kreuzungszonen. Eine dritte ringförmige Rille 10' ist in der
Innenfläche 8' der Platte 3' in der Region
der Zwischenreihe von Verbindungselementen ausgebildet und erstreckt
sich unterhalb dieser Verbindungselemente in den Kreuzungszonen.
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Bei
einem Bremsband, das mittels eines weiteren erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurde, erstrecken sich die Rillen 10, 10' durch die gesamte Dicke
der jeweiligen Platten 3, 3', wie beispielsweise den 9a und 9b zu
entnehmen ist.
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In
den 10a und 10b sind
die Platten 3, 3' des
eigenbelüfteten
Bremsbandes 2 mittels rippenförmiger Verbindungselemente 4 miteinander verbunden.
Die Verbindungselemente 4 sind im Wesentlichen radial relativ
zur Drehachse S der Bremsscheibe 1 ausgerichtet und sind
im Wesentlichen gleichmäßig voneinander
beabstandet. Jede Platte 3, 3' weist eine jeweilige ringförmige Rille 10, 10' auf, die sich
in einem Kreis erstreckt, der relativ zur Breite 16 des
Bremsbandes 2 mittig angeordnet ist. Die im Wesentlichen
trapezförmigen
Querschnitte der Rillen 10, 10' verbreitern sich in Richtung des
Luftkanals 7 und sind in den Regionen der äußeren und
inneren Flächen 9, 9' bzw. 8, 8' abgerundet.
Die äußere Öffnung jeder
Rille 10, 10' ist
durch zwei Vorsprünge
unterbrochen, die einem Rand zum Schneiden von Reibmaterial bilden,
das von den Bremsklötzen
hervorsteht. In den Kreuzungszonen zwischen den Rillen 10, 10' und den Rippen 4 erstrecken
sich die Rillen 10, 10' unterhalb der Rippen 4.
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11 und 12 zeigen
anhand eines nichteinschränkenden
Beispiels Kreuzungszonen zwischen den Verbindungselementen 4 und
den Rillen 10 in dem Lüftungskanal 7,
die mittels erfindungsgemäßen Gusskernen
hergestellt wurden. Die Winkel 18 zwischen den Rillen 10 und
den Verbindungselementen 4 in den Kreuzungszonen sind vorteilhafterweise
abgerundet.
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13 zeigt
Querschnittsprofile von Rillen 10, die sich besonders zum örtlichen
Schwächen
der Platten 3 eignen, um die Geräuschentwicklung der Bremsscheibe 1 während des
Bremsens zu verringern. Die Rillen haben einen trapezförmigen Querschnitt,
wie in 13a bis 13d dargestellt
ist. Durch diese besondere Form können die strukturellen Unterbrechungen
bewusst entlang der gewünschten
Linien konzentriert werden.
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Bei
einem Bremsband, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt wurde,
sind die schrägen
Seiten des Trapezes in einem Winkel zwischen 15° und 90° zur längeren Basis geneigt. Besonders
bevorzugt weist der Kern solche Eigenschaften auf, dass ein Bremsband
entsteht, bei dem die schrägen
Seiten in einem Winkel zwischen 45° und 90° zur längeren Basis geneigt sind,
und ganz besonders bevorzugt sind die schrägen Seiten in einem Winkel
von 85° zur
längeren
Basis des Trapezes geneigt.
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Der
bevorzugte Querschnitt der Rillen 10, 10', die mittels
eines erfindungsgemäßen Kerns
hergestellt wurden, hat die Gestalt eines gleichschenkligen Trapezes,
wie in 13b gezeigt.
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Den 13a bis 13e ist
des Weiteren zu entnehmen, dass die Kanten der Rillen abgerundet
sind.
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Die
Rillen werden durch Gießen
mittels jeweiliger Vorsprünge
auf der Oberfläche
eines erfindungsgemäßen Gusskerns
hergestellt.
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Die
Herstellung einer Bremsscheibe durch Gießen mittels eines erfindungsgemäßen Kerns 20 und
die Herstellung der Kerns 20 mittels eines erfindungsgemäßen Kernkastens 21 wird
im Folgenden unter Bezug auf die 14a bis 14d beschrieben.
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Eine
Bremsscheibe wird normalerweise durch Gießen hergestellt. Dafür verwendet
man zwei Formen 22 und 22' (siehe 14d),
welche die äußere Gestalt
der Rohscheibe definieren. Die Formen 22, 22' bestehen beispielsweise
aus gepresstem Formsand.
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Bei
belüfteten
Scheiben wird zusätzlich
zu den beiden Formen 22 und 22' wenigstens ein Einlegeteil, d.
h. eine Negativform der Verbindungselemente 4 zwischen
den beiden Platten 3, 3' des Bremsbandes 2, benötigt. Das
Einlegeteil, das allgemein als ein Kern 20 bekannt ist,
besteht beispielsweise aus mit einem Harz verfestigtem Sand. Je nach
der Komplexität
der zu gießenden
Form können ein
oder mehrere Kerne 20 verwendet werden.
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Die
Herstellung der Formen 22, 22' bzw. der Kerne 20 bilden
sehr bedeutsame Produktionsschritte, denn weil sie nur ein einziges
Mal verwendet werden können,
ist es notwendig, die Formen 22, 22' und den Kern 20 mit der
kleinstmöglichen
Anzahl von Komponenten herzustellen, wodurch gewährleistet ist, dass die Bremsscheiben 1 zu
günstigen
Kosten hergestellt werden.
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Der
Kern 20 wird mittels wenigstens zweier Halbkernkästen 21' und 21" und eventuell
weiteren Einlegeteilen hergestellt, deren Anzahl und Form wiederum
durch die Komplexität
der Gestalt des Kerns 20 bestimmt wird (14a bis 14c).
Die Formgestaltung der Halbkernkästen 21', 21" und von eventuellen
Einlegeteilen muss den zulässigen Toleranzen
für jeden
einzelnen Kern 20, der mit ihnen hergestellt wird, angepasst
sein, um zu gewährleisten,
dass der Fluss des Kernmaterials – beispielsweise mit Harz vorbeschichteter
Kernsand – auch
in die kritischen Zonen mit der Geschwindigkeit, die für die erforderliche
Kompaktheit benötigt
wird, gelangt.
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Um
die Kerne 20 mit einer typischen Serienproduktionsrate
herstellen zu können,
ist es notwendig, die Einlegeteile auf die kleinstmögliche Anzahl
zu beschränken
und die Halbkernkästen 21' und 21" in einer Form
herzustellen, die den oben genannten Anforderungen am besten gerecht
wird.
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15 zeigt
einen Kernkasten für
die Herstellung des in 16 gezeigten Gusskerns 20.
Der Kernkasten 21 besteht aus zwei Halbkernkästen 21', 21", die teilweise
komplementäre
Gestalten aufweisen und so zusammengesetzt werden, dass im Inneren
des Kernkastens 21 ein Hohlraum 23 von der Gestalt
des Kerns 20 von 16 entsteht.
Ein äußerer Kanal 24 definiert
die Form einer Peripherie oder Stütze 25 der Kerns und
hat einen im Wesentlichen rechteckigen radialen Querschnitt. Ein
Zwischenabschnitt 26 des Hohlraums 23 ist scheibenförmig und definiert
die Abmessungen eines ringförmigen
Bandes 27 des Kerns 20. Der Zwischenabschnitt 26 des Hohlraums 23 ist
durch eine Mehrzahl von Brückenelementen 28 unterbrochen,
die zwei Flächen 29, 29' verbinden,
zwischen denen der Zwischenabschnitt 26 des Hohlraums 23 definiert
ist.
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In 15 sind
die Brückenelemente 28 entlang
des Umfangs des Zwischenabschnitts 26 verteilt und nehmen
die Form von Trennwänden
an, die sich im Wesentlichen radial relativ zur Achse S des Kernkastens 21 erstrecken.
Ein Zentralabschnitt 30 des Hohlraums 23 ist als
eine Schale geformt, die im Wesentlichen das Profil eines mittigen
Abschnitts 31 des Kerns 20 definiert. Der Zentralabschnitt 30 des
Hohlraums 23 ist mit dem ringförmigen scheibenförmigen Zwischenabschnitt 26 mittels
eines Verbindungsabschnitts 32 verbunden. Der obere Halbkernkasten 21' hat eine mittige Öffnung 33,
die es ermöglicht,
das Kernmaterial einzuspritzen, so dass der Kern 20 gebildet
wird. Wenigstens einer der Halbkästen 21', 21" hat auf seiner
Innenseite 29, 29' eine
Rille 34, 34',
die den Zwischenabschnitt 26 des Hohlraums 23 definiert.
Durch das Zusammenführen
jeweiliger abgestufter Vorsprünge 35, 35' von komplementärer Gestalt,
die sich an den Innenseiten 29, 29' beider Halbkernkästen 21', 21" befinden, werden
radiale Trennwände 28 gebildet.
Wie aus 15 klar zu erkennen ist, erstrecken
sich die Rillen 34, 34' durch die Trennwände 28 hindurch.
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Alle
Regionen des Hohlraums 23 sind miteinander verbunden, wodurch
gewährleistet
wird, dass sie während
der Herstellung des Kerns 20 von einer einzelnen Öffnung 33 aus
mit dem Kernmaterial, beispielsweise Kernsand, befüllt werden
können.
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Die 16a und 16b zeigen
den Gusskern 20, der mit dem Kernkasten 21 von 15 hergestellt
wurde. Der Kern 20 weist entlang seines Außenumfangs
einen Randabschnitt auf, der als der kerntragende Abschnitt oder
einfach als die Stütze 25 bezeichnet
wird. Der Kern 20 umfasst des Weiteren einen Zentralabschnitt 31 in
Form einer im Wesentlichen zylindrischen Kappe. Der äußere Rand
des Zentralabschnitts 31 ist mit dem inneren Rand des ringförmigen Bandes 27 einstückig ausgebildet.
Das ringförmige
Band 27 ist durch eine Mehrzahl von Öffnungen 36 unterbrochen.
In 16 sind die Öffnungen
schlitzförmig
und erstrecken sich im Wesentlichen radial relativ zur Symmetrieachse
S des Kerns 20. Außerdem
hat das ringförmige
Band 27 einen oder mehrere Vorsprünge 37, 37' in der Region
der Rillen 34, 34',
die sich an den Flächen 29, 29' der Halbkernkästen 21', 21" in 15 befinden.
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Die
Herstellung einer erfindungsgemäßen Bremsscheibe
wird im Folgenden anhand der 14a bis 14c erläutert.
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Nachdem
die beiden Halbkernkästen 21', 21" zum Kernkasten 21 zusammengefügt wurden, wird
das Kernmaterial, nachdem die Halbkernkästen 21', 21" erwärmt wurden, durch die Einspritzöffnung 33 in
den Hohlraum 23 eingespritzt. Das Material füllt den
Hohlraum 23 vollständig
aus und fließt
dabei vom am weitesten innen befindlichen Durchmesser in Richtung
des am weitesten außen
befindlichen Durchmessers. Durch die Polymerisierung des Beschichtungsharzes
nimmt der Kernsand dauerhaft die Form des Hohlraumes 23 an,
das heißt,
er wird zum Kern 20. Nach dem Aushärten des Kerns 20 wird
der Kernkasten 21 geöffnet,
indem die Halbkernkästen 21' und 21" auseinanderbewegt
werden, wodurch sich der Kern 20 aus dem Hohlraum 23 herauslöst. Dieser
Arbeitsschritt ist besonders einfach, obgleich der Kern Vorsprünge 37, 37' aufweist, mit
denen die Formen der Rillen 10, 10' definiert werden. Das liegt daran,
dass jeder der Vorsprünge 37, 37' einen Querschnitt
aufweist, der sich von dem ringförmigen
Band des Kerns, das den Belüftungskanal
der Bremsscheibe bildet, weg verjüngt. Oder anders ausgedrückt: Jeder
der Vorsprünge
hat positive Freiwinkel, welche die Entnahme des Kerns aus der Form vereinfachen.
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Um
eine Rohbremsscheibe zu gießen,
wird der Kern 20 in der Halbform 22' angeordnet, woraufhin die Halbform 22 so
angeordnet wird, dass die Gussform entsteht. Der Kern 20 wird
durch den kerntragenden Abschnitt 25, der in zweckmäßigen, in
den Halbformen 22 und 22' befindlichen Sitzen angeordnet
ist, mittig und in Position gehalten.
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Die
Hohlräume
in der in dieser Weise hergestellten Form definieren die Gestalt
der Rohbremsscheibe. Während
des Gießens
wird das flüssige
Eisen oder sonstige Material, das sich zur Herstellung einer Bremsscheibe
eignet, durch einen Zuleitungskanal (der von bekannter Art ist und
darum nicht beschrieben wird) in den Hohlraum gegossen und verfestigt
sich rasch, wobei es seine Hitze an den Formsand abgibt. Dann findet
eine kontrollierte Abkühlung statt,
um die Bildung von Restspannungen in der Bremsscheibe zu verhindern.
Der Sand der beiden Halbformen 22, 22' und der Kernsand,
der wegen der hohen Temperaturen, denen er während des Gießens ausgesetzt
war, sehr zerbrechlich geworden ist, wird aufgebrochen und von der
Rohscheibe abgerüttelt.
Die Bremsscheibe wird dann in der üblichen Weise maschinell bearbeitet.
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Eine
vorteilhafte Variante der Erfindung sieht vor, in dem Luftkanal 7 durch
Gießen
Rillen 10, 10' von
einer Tiefe auszubilden, die geringer ist als die Dicke der Platten 3, 3' der Rohbremsscheibe
und größer ist
als die Dicke der Platten der fertigen Bremsscheibe. Die Außenschicht
der Platten 3, 3' wird
während
der maschinellen Bearbeitung der Außenflächen 9, 9' – beispielsweise
durch Drehen – abgetragen,
und die Rillen 10, 10' werden anschließend zur
Außenseite
hin geöffnet.
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Für die beschriebenen
und veranschaulichten Ausführungsform
können
natürlich
Abänderungen
und/oder Hinzufügungen
vorgesehen werden.
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Beispielsweise
können
die Brückenelemente 28,
die in dem Kernkasten 21 vorhanden sind, und die jeweiligen Öffnungen 36 in
dem ringförmigen Band
des Gusskerns jede Form oder Anordnung aufweisen, die sich für die Herstellung
der Verbindungselemente 4 zwischen den oben beschriebenen
Platten 3 und 3' eines
eigenbelüfteten
Bremsbandes 2 eignet.
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Die
Rillen 34, 34' ,
die in den Innenflächen 29, 29' des Kernkastens 21 vorhanden
sind, und die jeweiligen Vorsprünge 37, 37' an dem ringförmigen Band 27 des
Kerns 20 können
jede beliebige Form und Anordnung aufweisen, die sich für die Herstellung
der oben beschriebenen Rillen 10, 10' im Inneren
des Luftkanals 7 eines belüfteten Bremsbandes eignet.
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In
den 15 und 17 sind
die Rillen 34, 34' in
dem ersten Halbkernkasten 21' und
in dem zweiten Halbkernkasten 21" ringförmig und sind radial in regelmäßigen Intervallen
verteilt, und die Rillen 34 des ersten Halbkastens 21' sind bezüglich der
Rillen 34' des
zweiten Halbkastens 21" um
ein halbes Intervall versetzt. Die Form und Verteilung der Rillen 34, 34' führen zu
einer ähnlichen
Form und Verteilung der Vorsprünge 37, 37' an dem ringförmigen Band 27 des
Kerns, wie in 16a und 16b gezeigt.
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Die
Brückenelemente 28 werden
durch jeweilige Vorsprünge 35, 35' von komplementärer Gestalt,
die in den Flächen 29, 29' der Halbkernkästen 21', 21" vorhanden sind,
gebildet. Die Vorsprünge weisen
jeweilige Kontaktflächen 40 auf,
die gemäß einer
Ausführungsform
flach, wie in 17 gezeigt, oder abgestuft,
wie in 15 gezeigt, sind. Die Querschnitte
der Vorsprünge 35, 35' sind in Richtung
ihrer Enden ebenfalls verjüngt,
dergestalt, dass der Kern 20 nach dem Aushärten aus
den Halbkernkästen 21', 21" herausgenommen
werden kann.
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In
den Kreuzungszonen zwischen Rillen 10, 10' und Verbindungselementen 4 des
Bremsbandes 2 ist der Querschnitt jeder Rille 10, 10' durch einen Abschnitt
des Vorsprungs 37, 37' definiert, der über den Öffnungen 36 in
dem ringförmigen
Band 27 des Kerns angeordnet ist. Der Querschnitt dieses
Abschnitts ist seinerseits sowohl durch die Innenseiten der Rillen 34, 34' in einem der
beiden Halbkernkästen als
auch durch die Kontaktfläche 40 des
jeweiligen Vorsprungs 35, 35', der von dem gegenüberliegenden
Halbkernkasten 21', 21" hervorsteht,
definiert, wie aus den 15 und 17 klar
zu erkennen ist.
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Die 19a und 19b zeigen – im radialen
Schnitt – die
Kernkästen 21 zum
Formen eines Gusskerns 20, der aus zwei individuellen Kernen 20' und 20" besteht und
zum Gießen
eines Bremsbandes 2 verwendet wird, bei dem die Innenflächen 8, 8' der Platten 3, 3' mit den jeweiligen
Rillen 10, 10' im wesentlichen
spiegelsymmetrisch sind, wie beispielsweise aus den 4a und 4b zu
ersehen ist. Die Verwendung von zwei Kernen ist in diesem Fall notwendig,
da der Kern 20 als Ganzes so geformt ist, dass seine Entnahme
aus den Halbkernkästen 21' und 21" nach dem Formen
nicht möglich
ist. Klar zu sehen sind die Vorsprünge 35, 35' in den Halbkernkästen 21' und 21", welche die
Formen der Öffnungen 36 in
dem ringförmigen
Band 27 des Kerns und folglich die Formen der Verbindungselemente 4 zwischen
den Platten 3 und 3' der
Scheibe (die in dieser Ausführungsform
Rippen sind, die sich im Wesentlichen radial relativ zur Symmetrieachse
S der Bremsscheibe 1 erstrecken) definieren.
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20a und 20b zeigen
den Verbundkern 20, der mittels der Kernkästen 21 von 19 hergestellt
wurde. Der Verbundkern 20 umfasst einen ersten Halbkern 20' und einen zweiten
Halbkern 20", wobei
das ringförmige
Band 27' des
ersten Halbkerns 20' eine
Gestalt aufweist, die bezüglich
des ringförmigen
Bandes 27" des
zweiten Halbkerns 20" im
Wesentlichen spiegelsymmetrisch ist.
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Ein
Bremsband für
eine Scheibenbremsscheibe, das mittels eines erfindungsgemäßen Kerns hergestellt
wurde, hat viele Vorteile.
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Die
besondere Querschnittsform der Rillen – d. h. die Tatsache, dass
sie zum Luftkanal hin über
einen überwiegenden
Teil ihrer Tiefe breiter werden – führt zu einem außerordentlichen
Geräuschdämpfungseffekt.
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Wenn
die Rillen eine Tiefe aufweisen, die geringer ist als die Dicke
der Platten, und vollständig
innerhalb des Bremsbandes liegen, dergestalt, dass sie nicht mit
den Bremsflächen
auf der Außenseite des
Bremsbandes in Konflikt geraten, ist es möglich, die Rillen exakt an
den gewünschten
Positionen und in der Größe auszubilden,
die sich für
eine vorteilhafte Modifizierung der dynamischen Eigenschaften der Bremsscheibe
am besten eignen, ohne den Reibungsvorgang zwischen den Oberflächen der
Scheibe und der Bremsklötze,
die während
des Bremsens miteinander in Kontakt stehen, zu beeinträchtigen.
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Die
Anordnung der Rillen in den Flächen, welche
den Luftkanal innerhalb des Bremsbandes definieren, ermöglicht die
problemlose maschinelle Bearbeitung der Außenflächen und vermeidet das maschinelle
Einarbeiten der Rillen, was mit deutlichen Zeit- und Kostengewinnen
verbunden ist.
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Das
Herstellen der Rillen durch Gießen
mittels Vorsprüngen
an dem ringförmigen
Band des Kerns vermeidet das Schneiden der Verbindungselemente zwischen
den Platten, was unvermeidlich ist, wenn die Rillen von der Außenseite
her ausgebildet werden. Dies verhindert folglich die Entstehung scharfer
Kanten sowie die Schwächung
der Verbindungselemente, wodurch die Nachteile beseitigt werden,
die im Zusammenhang mit dem Stand der Technik angesprochen wurden.
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Die
Herstellung der Rillen in der gewünschten Form und Anordnung
an den Innenflächen,
welche den Luftkanal definieren, und von den äußeren Bremsflächen entfernt,
vermeidet sowohl die Verwendung spezieller Bremsklötze als
auch die Ablagerung von Abriebmaterial, wie es bei den Rillen nach
dem Stand der Technik festzustellen ist.
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Ein
Bremsband, das mit dem Verfahren und den Werkzeugen gemäß der Erfindung
hergestellt wurde, stellt des Weiteren eine Anzeige für den Verschleißzustand
der Bremsscheibe bereit, indem Platten mit Rillen bereitgestellt
werden, die auf der Innenseite, von der äußeren Bremsflä che entfernt,
angeordnet sind und eine solche Tiefe haben, dass sie sich zur Außenseite
hin in dem Moment sichtbar öffnen,
da ein zuvor festgelegter Wert des Verschleißes der Bremsplatten erreicht
ist. Beispielsweise stellen Rillen mit verschiedenen Anordnungen
und Tiefen eine Anzeige des augenblicklichen Verschleißzustandes
der Bremsscheibe und/oder des Erreichens des maximal zulässigen Verschleißes der
Bremsscheibe bereit.
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Ein
weiterer Vorteil betrifft die Kühlung
der Bremsscheibe, die ein Bremsband aufweist, das gemäß der vorliegenden
Erfindung hergestellt wurde. Man konnte erkennen, dass die Rillen
in den Oberflächen,
welche den Luftkanal in dem Bremsband definieren, nicht nur die
Kühlflächen vergrößern, sondern auch
Turbulenzen des Luftstromes bewirken, was wiederum den Wärmeaustausch
zwischen den Platten und der Luft begünstigt, wodurch die Scheibe besser
gekühlt
wird.
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Mit
Rillen, die sich durch die gesamte Dicke der Platte hindurch erstrecken,
verhindert die besondere Querschnittsform, die sich zur Reibfläche des Bremsbandes
hin verjüngt,
die Ablagerung von Abriebmaterial von den Bremsklötzen und
begünstigt das
Abbrechen von Material, das von den Bremsklötzen in der Region der ringförmigen Rillen
absteht. Dadurch wird ein ungleichmäßiger Verschleiß der Bremsklötze verhindert.
Die Herstellung von Vorsprüngen,
die das Material, das von den Bremsklötzen absteht, abtrennen können, verhindert
sogar schon in den Anfängen
die Entstehung von Vorsprüngen
in der Region der ringförmigen
Rillen, anstatt das Material abzutrennen, was auf die Querschnittsform der
Rillen zurückzuführen ist.
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Das
Bremsband 2 und die Glocke 5 können auch in zwei separaten
Teilen hergestellt werden, die miteinander verbunden werden können.
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Um
eventuellen oder auch bereits bekannten Anforderungen gerecht zu
werden, ist es einem Fachmann selbstverständlich möglich, das erfindungsgemäße Verfahren
und die erfindungsgemäßen Werkzeuge 20, 20', 20", 21, 21', 21", 22 und 22', die der Herstellung
eines Bremsbandes 2 dienen, weiteren Modifikationen und
Variationen zu unterziehen, die jedoch allesamt in den Schutzumfang
der Erfindung, wie er in den beigefügten Ansprüchen definiert ist, fallen.