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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen desodorierenden Artikel, der
halbpermanent verwendet werden kann, und insbesondere einen desodorierenden
Artikel, der wirksam einen von einer Küche erzeugten öligen Geruch
entfernt. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen
des desodorierenden Artikels.
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Stand der
Technik
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Es
gibt bekannte herkömmliche
Verfahren zum Entfernen störender
Geruchssubstanzen von einer Vielzahl von Quellen störender Gerüche, beispielsweise
ein Desodorierungsverfahren durch Adsorption, ein chemisches Desodorierungsverfahren,
bei dem eine Geruchssubstanz unter Verwendung einer Chemikalie neutralisiert
und zerlegt wird, und ein biologisches Desodorierungsverfahren,
bei dem eine Geruchskomponente unter Verwendung eines Mikroorganismus
zerlegt wird.
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Im
allgemeinen wird beim Adsorptions-Desodorierungsverfahren Aktivkohle
verwendet. Nachdem die Aktivkohle über einen bestimmten Zeitraum
verwendet worden ist, nimmt die Wirkung der Aktivkohle bis zu einem
solchen Niveau, daß im
wesentlichen keine desodorierende Wirkung erwartet wird, erheblich
ab. Daher muß das
desodorierende Material in vorbestimmten Intervallen durch ein neues
Material ersetzt werden, was beschwerlich ist.
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Bei
der Verwendung des chemischen Desodorierungsverfahrens tritt ein
Problem auf. Insbesondere ist bei dem Verfahren ein direkter Kontakt
zwischen einer Geruchssubstanz und einer Chemikalie zum Hervorrufen
einer chemischen Reaktion erforderlich. Demgemäß erfordert eine solche Chemikalie
zusätzliche
Arbeitsvorgänge,
wie ein periodisches Austauschen oder Wiederauffüllen, und das Handhaben von
Chemikalien ist mit Gefahren verbunden. Diese Situation ist auch
problematisch.
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Das
biologische Desodorierungsverfahren ist weniger gefährlich.
Bei dem Verfahren treten jedoch auch Probleme auf, die beispielsweise
darin bestehen, daß eine
große
Desodorierungseinrichtung und eine Wasserzufuhreinrichtung erforderlich
sind.
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Diese
herkömmlichen
Verfahren erfordern Wartungsarbeiten, wie das Ersetzen bzw. Wiederauffüllen von
Materialien oder die Zufuhr von Wasser. Wenn die Wartungsarbeiten
nicht ausgeführt
werden, funktionieren der Artikel und das Verfahren, die für die Geruchsbeseitigung
verwendet werden, nicht. Mit anderen Worten kann ein störender Geruch
nicht entfernt werden, wenngleich der desodorierende Artikel in
Kombination mit dem Desodorierungsverfahren verwendet wird.
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Beispiele
herkömmlicher
geruchsadsorbierender Materialien und Filter können den Veröffentlichungen WO-A-92/16291,
JP-A-04176466 und JP-A-61136438 aus dem Stand der Technik entnommen
werden.
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Angesichts
des vorstehend Erwähnten
besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen desodorierenden
Artikel bereitzustellen, der halbpermanent verwendet werden kann.
Eine andere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum
Herstellen des desodorierenden Artikels bereitzustellen.
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Das
Ziel herkömmlicher
Desodorierungsverfahren ist ein 100%iges Entfernen eines Geruchs,
d. h. eine vollständige
Geruchsbeseitigung. Die Erfinder haben jedoch verstanden, daß ein wartungsfreier
desodorierender Artikel, der halbpermanent verwendet werden kann,
insgesamt als ein ausreichend wirksamer desodorierender Artikel
dient, solange der desodorierende Artikel ein bestimmtes Niveau
der Geruchsbeseitigung erreicht. Die vorliegende Erfindung wurde
auf der Grundlage dieses Ergebnisses gemacht.
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Insbesondere
ist in der Stadt Tokyo die Geruchskonzentration durch die Abluft
aus Küchen
von Restaurants und anderen Nahrungsmittelgeschäften durch die Regelungsnorm
nach der Umweltverschmutzungsverordnung der Stadt Tokyo ("Tokyo Metropolitan
Environmental Pollution Ordinance") beschränkt. Wenngleich unter diesen
Umständen
das Anstreben eines desodorierenden Artikels, der eine vollständige Geruchsbeseitigung
erreicht, von einem Gesichtspunkt, bei dem die Verwendung des Artikels
mit der erwähnten
Wartung berücksichtigt
wird, einen gewissen Sinn haben kann, könnte ein desodorierender Artikel,
der die Geruchskonzentration auf ein beispielsweise durch Verordnungen
festgelegtes Niveau unter der Regelungsnorm oder auf ein Niveau
unter einer bestimmten Konzentration (beispielsweise eine geringe
Geruchskonzentration, bei der ein störender Geruch nicht gespürt wird)
unterdrücken
kann und der halbpermanent verwendet werden kann, wirksamer sein.
Die Erfinder haben diesen Gesichtspunkt berücksichtigt.
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Offenbarung der Erfindung
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Zum
Lösen der
vorstehend erwähnten
Probleme sieht die vorliegende Erfindung einen desodorierenden Artikel
nach Anspruch 1 vor. Die Unteransprüche beziehen sich auf bevorzugte
Modifikationen.
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An
den Mesoporen des Tonminerals tritt eine wiederholte Adsorption
und Desorption einer Geruchssubstanz in Zusammenwirken mit der feuchtigkeitserhaltenden
Wirkung des Gipsmaterials auf. Demgemäß übt der desodorierende Artikel
für die
Verwendung in einem Abzugssystem, in dem eine Geruchskomponente vorhanden
ist, eine halbpermanente Desodorierungswirkung aus. Sepiolith oder
Palygorskit übt
eine halbpermanente Desodorierungswirkung auf der Grundlage der
Adsorption und Desorption einer Geruchssubstanz in Zusammenwirken
mit der feuchtigkeitserhaltenden Wirkung des Gipsmaterials aus.
Der Anteil des Gipsmaterials beträgt wenigstens 25 Gew.-%, so
daß die
Form des desodorierenden Artikels in ausreichender Weise beibehalten
wird.
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Durch
die Modifikation von Anspruch 2 kann das Verstopfen des desodorierenden
Artikels oder ein ähnliches
Problem, das durch eine Geruchskomponente, die durch den desodorierenden
Artikel adsorbiert worden ist und noch nicht von dem desodorierenden
Artikel abgegeben wurde, d. h. eine Geruchskomponente, die in dem
desodorierenden Artikel angesammelt worden ist, hervorgerufen wird,
durch eine enzymatische Reaktion, die in daran haftenden Mikroorganismen
auftritt, überwunden
werden, wodurch die Adsorptionswirkung erneuert wird.
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Durch
die Modifikation von Anspruch 3 wird ein störender Geruch, wie ein in einer
Küche erzeugter öliger Geruch,
auf ein bestimmtes Niveau oder darunter verringert, indem bewirkt
wird, daß die
Abluft der Küche
durch die Strömungslinie
des in einem Abzugssystem angeordneten desodorierenden Artikels
strömt.
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Durch
die Modifikation von Anspruch 4 weist der desodorierende Artikel
weiter ein zusätzliches
Mineral zwischen dem Gipsmaterial und dem Tonmineral auf. Dadurch
wird die Desorption von Substanzen, die von dem Tonmineral adsorbiert
worden sind, gefördert.
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Durch
die Verwendung expandierten Perlits als zusätzliches Mineral (Anspruch
5) wird die Desorption von Substanzen, die von dem Tonmineral adsorbiert
worden sind, durch das Vorhandensein von Makroporen in dem expandierten
Perlit wirksam gefördert.
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Wenn
der desodorierende Artikel das zusätzliche Mineral im bevorzugten
Anteil von 30 Gew.-% oder weniger enthält (Anspruch 6), wird die Form
des desodorierenden Artikels in zufriedenstellender Weise aufrechterhalten,
und es kann ein ausgezeichnetes Gleichgewicht zwischen der Adsorption
und der Desorption erhalten werden.
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Die
Ansprüche
7 bis 10 betreffen entsprechende Verfahren.
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Die
vorliegende Erfindung wird nun detailliert beschrieben.
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Das
Tonmineral mit einer tunnelartigen Mikrostruktur, das gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann, ist Sepiolith, Palygorskit oder
ein ähnliches
Mineral. Diese Minerale haben gewöhnlich eindimensionale Tunnelporen
(d. h. Mikroporen) und Mesoporen. Beispielsweise hat Sepiolith 0,5
bis 1,1 nm messende Mikroporen, die von seiner Kristallstruktur
ausgehen, und einige zehn nm messende Mesoporen, die dem Abstand
zwischen Teilchen entsprechen.
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Es
ist allgemein bekannt, daß diese
Minerale eine feuchtigkeitsregelnde Wirkung ausüben. Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird eine halbpermanente Desodorierungswirkung auf der Grundlage
der Adsorption und Desorption einer Geruchssubstanz in Zusammenwirken
mit der feuchtigkeitserhaltenden Wirkung des Gipsmaterials erreicht.
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Die
Teilchengröße des Tonminerals
unterliegt keiner besonderen Beschränkung. Die Teilchen weisen im
allgemeinen etwa 0,2 bis etwa 2 mm auf.
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Das
Gipsmaterial, das gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann, ist eine Mischung, die Kalziumsulfat
als eine vorherrschende Komponente enthält und durch Reaktion mit Wasser
mit einer gewünschten
Form versehen werden kann. Es kann entweder natürlich auftretender Gips oder
chemisch synthetisierter Gips eingesetzt werden. Beispiele des Gipses
sind Kristallgips, Semihydratgips, wasserfreier Gips und gebrannter
Gips. Im allgemeinen wird im Handel erhältlicher gebrannter Gips (kalzinierter
Gips) verwendet.
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Das
Tonmineral mit einer tunnelartigen Mikrostruktur gemäß der vorliegenden
Erfindung wird in einem Anteil von wenigstens 30 Gew.-% verwendet,
um eine erhebliche Adsorptionswirkung zu erreichen.
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Das
Gipsmaterial muß in
einem Anteil von wenigstens 25 Gew.-% verwendet werden, um die Form des
desodorierenden Artikels aufrechtzuerhalten. Wenn demgemäß der desodorierende
Artikel aus zwei Komponenten gebildet wird, beträgt der Anteil des Gipsmaterials
vorzugsweise 25 bis 70 Gew.-%.
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Das
erwähnte
Gipsmaterial erhält
die Form des desodorierenden Artikels gemäß der vorliegenden Erfindung
aufrecht und dient als ein Wasserzufuhrmaterial. Demgemäß schließt das Gipsmaterial
ein Material ein, das nach dem Formen Makroporen mit 1 bis 10 μm, vorzugsweise
etwa 5 μm,
aufweist.
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Der
desodorierende Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
Gips, der Sepiolith mit Mikroporen und Mesoporen umgibt. Der Gips
mit 1 bis 10 μm
messenden Makroporen dient als ein Wasserzufuhrmaterial. Ein Adsorptions-Desorptions-Mechanismus,
an dem Sepiolith und Gips beteiligt sind, wird folgendermaßen betrachtet.
Wenn eine Atmosphäre
oder Luft, die durch den desodorierenden Artikel hindurchläuft, ein
hohes Niveau einer Geruchskomponente enthält, adsorbiert Sepiolith die
Geruchskomponente, die durch Gipsporen hindurchgetreten ist, und überträgt wiederum
Wasser, das durch Sepiolith adsorbiert wurde, auf den Gips, wodurch
das Geruchsniveau auf einen bestimmten Wert oder darunter abgesenkt
wird.
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Selbst
wenn die Geruchskomponente nicht existiert, adsorbiert der Gips
weiter Wasser, bis die Adsorption von Wasser den Sättigungszustand
erreicht. Sepiolith, der eine feuchtigkeitsregelnde Wirkung ausübt, adsorbiert
darin enthaltenes Wasser. Die Geruchskomponente, die durch Sepiolith
adsorbiert worden ist, wird allmählich
durch Substitution, d. h. konkurrierende Adsorption, abgegeben,
wodurch das Geruchsniveau auf einen bestimmten Wert oder darunter
abgesenkt wird (d. h. durch Desorption).
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Auf
der Grundlage der Funktion von Wasser übt der desodorierende Artikel
gemäß der vorliegenden Erfindung
die besonders bemerkenswerte Wirkung des Entfernens eines öligen Geruchs,
der an einem Ort in der Art einer Küche erzeugt wird, wo während des
Kochens leicht eine Verdampfung von Wasser auftritt, aus.
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Wie
vorstehend beschrieben wurde, adsorbiert der desodorierende Artikel
gemäß der vorliegenden Erfindung
durch die Synergiewirkung, die von einem Gipsmaterial und einem
Tonmineral in der Art von Sepiolith ausgeübt wird, eine Geruchssubstanz,
um dadurch das Geruchsniveau auf einen bestimmten Wert oder darunter
zu verringern, wenn das Zielgas einen großen Anteil einer Geruchskomponente
enthält,
und gibt die Geruchskomponente ab, ohne das Niveau der abgegebenen
Geruchskomponente auf einen bestimmten Wert oder darüber zu erhöhen, wenn
das Niveau der Geruchskomponente verringert wird. Durch Wiederholen
der Prozedur kann das Geruchsniveau gemittelt und auf einen bestimmten
Wert oder darunter abgesenkt werden, wobei das Niveau halbpermanent
unterdrückt
wird.
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Der
desodorierende Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung enthält
vorzugsweise ein Mineral mit einer Porengröße, die größer als diejenige des Gipsmaterials
ist, um die vorstehend erwähnte
Desorption der Geruchssubstanz zu fördern.
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Beispiele
von Mineralen mit einer Porengröße, die
größer als
jene des Gipsmaterials ist, umfassen expandierten Perlit (der als
geschäumter
Perlit bezeichnet werden kann). Der expandierte Perlit, der an sich
keine Adsorptionsfähigkeit
aufweist, erhöht
das Gesamtvolumen einer Mischung aus einem Gipsmaterial und einem
Tonmineral mit einer tunnelartigen Mikrostruktur, wenn er in die
Mischung aufgenommen wird. Weil die Makroporengröße des zusätzlichen Minerals diejenige
des Gipsmaterials übersteigt,
wird davon ausgegangen, daß die
erwähnte
Adsorption-Desorption gefördert
wurde.
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Der
Anteil der Minerals mit einer hohen Porengröße wird so geregelt, daß er nicht
kleiner ist als die relativen Anteile der aktiven Bestandteile und
daß die
mechanische Gesamtfestigkeit nicht erheblich verringert wird. Demgemäß wird der
Anteil auf 30 Gew.-% oder weniger, vorzugsweise 8 bis 12,5 Gew.-%,
geregelt. Wenngleich das zusätzliche
Mineral optional ist, wird das Mineral vorzugsweise in einem Anteil
von wenigstens 8 Gew.-% hinzugefügt,
um seine Wirkung vollständig
zu erreichen.
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Die
Teilchengröße des expandierten
Perlits wird nicht besonders beschränkt, und sie beträgt im allgemeinen
0,15 bis 1 mm.
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Der
desodorierende Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung wird durch Mischen von Rohmaterialien mit einer Dispersion,
Einbringen der sich ergebenden Mischung in eine Form und Formen
der Mischung hergestellt. Die Form, die Abmessungen usw. des desodorierenden
Artikels werden nicht besonders beschränkt. Weil die Geruchsbeseitigung
jedoch auf der Grundlage einer Adsorption erfolgt (durch Kontakt
mit der Geruchssubstanz), hat der desodorierende Artikel vorzugsweise
eine Struktur, die eine große
Kontaktfläche
gewährleistet.
Beispielsweise ist ein säulenartiger
Artikel oder ein prismatischer Artikel mit einer Bienenwabenstruktur,
die eine in Achsenrichtung verlaufende Strömungslinie aufweist, bevorzugt.
Es kann auch ein typischer Hohlzylinder, ein Prisma usw. verwendet
werden.
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Das
Verfahren zum Herstellen des desodorierenden Artikels gemäß der vorliegenden
Erfindung ist nicht besonders beschränkt. Nach Abschluß des Mischens
und Dispergierens der Rohmaterialien kann die sich ergebende Mischung
durch Trocknen unter den gleichen Bedingungen, die zum Erhalten
typischer Gipsprodukte verwendet werden, ausgeführt werden.
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Wie
jedoch in den nachstehenden Testbeispielen erwähnt wurde, wird ein vorbereitendes
Brennen von Sepiolith vorzugsweise vor dem Mischen und Dispergieren
von Rohmaterialien ausgeführt.
Es wird davon ausgegangen, daß das
vorbereitende Brennen ein Zerbrechen von Sepiolith während des
Mischens und der Dispersion der Rohmaterialien oder ähnliche
Probleme verhindert, wodurch die Desorptionswirkung des geformten
desodorierenden Artikels erhöht
wird. Die Brennbedingungen unterliegen keinen bestimmten Beschränkungen,
solange die vorstehend erwähnte
Wirkung erhalten wird. Beispielsweise wird das Brennen bei 400 bis 800°C etwa eine
Stunde lang ausgeführt.
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Beim
desodorierenden Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung übt
das darin enthaltene Tonmineral mit einer tunnelartigen Mikrostruktur
auf der Grundlage einer wiederholten Adsorption und Desorption einer Geruchssubstanz
in Zusammenwirken mit einer Feuchtigkeitserhaltungswirkung des Gipsmaterials
eine halbpermanente Desodorierungswirkung aus.
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Wenn
bewirkt wird, daß ein
Mikroorganismus an dem desodorierenden Artikel haftet (wobei nicht
absichtlich bewirkt wird, daß der
Mikroorganismus während
der Verwendung des desodorierenden Artikels gemäß der vorliegenden Erfindung
haftet), nimmt der Mikroorganismus als Nährstoff eine von dem desodorierenden
Artikel adsorbierte Geruchskomponente auf. Zusätzlich erzeugt der Mikroorganismus
unter Bedingungen, die seine Anforderungen an den Wassergehalt,
die Temperatur usw. erfüllen,
ein Enzym.
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Durch
eine enzymatische Reaktion wird eine angesammelte Geruchskomponente,
die adsorbiert, jedoch nicht desorbiert worden ist, zerlegt, um
dadurch ein Verstopfen oder ähnliche
Schwierigkeiten zu verhindern und die Adsorptionswirkung zu erneuern,
was zu einer weiteren halbpermanenten Desodorisierungswirkung führt. Diese
Wirkung der Wiederherstellung der Funktionsweise durch einen Mikroorganismus
wird auf einen in der Atmosphäre
vorhandenen Mikroorganismus zurückgeführt. Demgemäß wird die
Wirkung im allgemeinen erreicht, wenn der desodorierende Artikel
in der Atmosphäre
verwendet wird. Insbesondere dann, wenn der Artikel in einer Küche verwendet
wird, um einen öligen
Geruch zu entfernen, kann bewirkt werden, daß ein Öl zerlegendes Enzym, wie Lipase,
oder Lipase erzeugende Bakterien an sich vorab an den Artikel angelagert
werden.
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Kurzbeschreibung der Zeichnung
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1 ist
eine schematische perspektivische Ansicht des desodorierenden Artikels
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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2 zeigt
die Prozedur des in bezug auf die vorliegende Erfindung ausgeführten Testbeispiels
1.
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3 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
1 dargestellt sind.
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4 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
2 dargestellt sind.
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5 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
3 dargestellt sind.
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6 zeigt
die Prozedur des in bezug auf die vorliegende Erfindung ausgeführten Testbeispiels
5.
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7 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
5 dargestellt sind.
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8 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
6 dargestellt sind.
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9 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten Testbeispiels
7 dargestellt sind.
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10 ist
eine Graphik, in der die Ergebnisse des in bezug auf die vorliegende
Erfindung ausgeführten
Testbeispiels 8 dargestellt sind.
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11 zeigt
die Prozedur des in bezug auf die vorliegende Erfindung ausgeführten Testbeispiels
9.
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Bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird als nächstes
anhand Beispielen detailliert beschrieben.
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Beispiel 1
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Sepiolith
(Teilchengröße 0,5 bis
1,0 mm, in der Türkei
natürlich
vorkommend) wurde eine Stunde lang einem vorbereitenden Brennen
bei 600°C
unterzogen. Der so gebrannte Sepiolith und kalzinierter Gips der Klasse
B (im Gewichtsverhältnis
1 : 1) wurden miteinander gemischt, und es wurde der Mischung eine
gleiche Menge Wasser hinzugefügt.
Das Mischprodukt wurde in eine Form mit einer vorgegebenen Gestalt
gegeben und 12 Stunden lang bei 60°C getrocknet, woraus sich Platten 11 (Dicke:
10 mm, Breite: 100 mm, Länge:
200 mm) ergaben. Es wurden vier Platten 11 zusammengefügt, um einen
desodorierenden Artikel 10 in Form eines hohlen vierseitigen
Prismas zu bilden.
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Beispiel 2
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Die
Prozedur aus Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch die in Beispiel
1 verwendeten Rohmaterialien durch vorbereitend gebrannten Sepiolith,
kalzinierten Gips der Klasse B und expandierten Perlit (Handelsname:
Topco Perlite) (Gewichtsanteile 5 : 4 : 1) ersetzt wurden, um dadurch
einen desodorierenden Artikel zu erzeugen.
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Vergleichsbeispiel 1
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Die
Prozedur aus Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei jedoch Sepiolith
durch aktivierten Kohlenstoff (von Kokosnüssen abgeleitet) (Teilchengröße: 0,5
bis 1,0 mm) ersetzt wurde, um einen adsorbierenden Artikel aus dem
Vergleichsbeispiel 1 zu erzeugen.
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Vergleichsbeispiel 2
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Die
Prozedur von Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch Sepiolith
durch aktivierten Kohlenstoff (von Kokosnüssen abgeleitet) (Teilchengröße: 0,5
bis 1,0 mm) ersetzt wurde, um einen adsorbierenden Artikel aus dem
Vergleichsbeispiel 2 zu erzeugen.
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Testbeispiel 1
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Platten,
die in den Beispielen und Vergleichsbeispielen hergestellt wurden,
wurden pulverisiert, um dadurch Testproben bereitzustellen. Jede
Probe wurde in der folgenden Weise einem sich wiederholenden Testen
einer Adsorption und Desorption eines öligen Gases unterzogen. 2 zeigt
die Prozedur des Tests.
- (1) Eine von dem desodorierenden
Artikel (siehe 1) erhaltene Probe wurde 24
Stunden lang in einer Atmosphäre
bei etwa 50°C
getrocknet (vorbereitende Behandlung), woraufhin die getrocknete
Probe in einer Atmosphäre
mit einer relativen Feuchtigkeit von 50% bei etwa 20°C 24 Stunden
lang stehengelassen wurde.
- (2) Öl 23 wurde
in eine Bratpfanne 22 gegeben, die sich in einer Kammer 21 befand,
und erhitzt, um ein öliges
Gas zu erzeugen. Das in der Kammer 21 vorhandene Gas wurde
durch eine Pumpe 25 in eine 20 Liter fassende Probentasche 24 eingebracht
(nachstehend einfach als "Tasche" bezeichnet) (2(a)).
- (3) Die in der Tasche 24 enthaltene Gaskonzentration
wurde auf 20 bis 25 ppm (CH4) geregelt.
- (4) Eine Testprobe 10A (2 g) wurde in ein Probenentnahmerohr 26 eingebracht.
Ein Ende des Probenentnahmerohrs war mit der Tasche 24 verbunden,
und das andere Ende des Probenentnahmerohrs war über einen Durchflußmesser 27 mit
einer Pumpe 28 verbunden.
- (5) Durch Betätigen
der Pumpe 28 wurde das in der Tasche 24 enthaltene ölige Gas
bei 0,5 l/min in das Probenentnahmerohr 26 eingebracht.
Proben des Gases wurden jede Minute 31 Minuten lang bei
einer Einlaß-Probenentnahmeposition 31 (stromaufwärts des
Probenentnahmerohrs 26) und einer Auslaß-Probenentnahmeposition 32 (stromabwärts des
Probenentnahmerohrs 26) entnommen (2(b)).
- (6) Jede Gasprobe wurde durch einen Gesamtkohlenwasserstoffmesser
(Detektionsgrenze: 0,1 ppm CH4) analysiert,
und der Anteil der adsorbierten Gaskomponente wurde durch Integrieren
der Differenz des Gasniveaus zwischen der Einlaß-Probenentnahmeposition und
der Auslaß-Probenentnahmeposition
berechnet.
- (7) Die Tasche 24 wurde von dem Probenentnahmerohr 26 entfernt,
und eine Silikagelfalle 35 wurde über eine Aktivkohlefalle 36 mit
dem Probenentnahmerohr 26 verbunden. Luft, die durch Silikagel
geleitet wurde, und aktivierter Kohlenstoff wurden dem Probenentnahmerohr 26 15
Minuten lang bei 0,5 l/min zugeführt, um
dadurch die Desorption der adsorbierten Gaskomponente von der in
das Probenentnahmerohr 26 eingebrachten Testprobe zu bewirken
(2(c)).
- (8) Das Probenentnahmerohr 26 wurde entfernt und zwei
Tage lang bei 32°C
stehengelassen.
- (9) Die die Schritte (2) bis (8) enthaltende
Prozedur wurde wiederholt.
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Die
in 3 dargestellten Ergebnisse geben an, daß der desodorierende
Artikel aus Beispiel 1 und derjenige aus Beispiel 2 nach wiederholten
Desorptionsprozessen eine ausreichende Erneuerung der Kapazität zum Adsorbieren öligen Geruchs
erreichen. Bei der vierten Wiederholung ist die Kapazität bis auf
wenigstens 90% der anfänglichen
Kapazität
erneuert. Dagegen nimmt die Adsorptionskapazität des Artikels aus dem Vergleichsbeispiel
1, wobei Aktivkohle verwendet wird, im Laufe des Betriebs ab, wodurch
angegeben wird, daß der
adsorbierte Geruch nicht abgegeben werden kann. Weil der Artikel
aus dem Vergleichsbeispiel 2 eine Funktionsweise aufweist, die derjenigen
aus dem Vergleichsbeispiel 1 bei der zweiten Wiederholung unterlegen
ist, wurde kein anschließendes
Testen ausgeführt.
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Testbeispiel 2
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Pulverisierte
Platten, die in Beispiel 1 hergestellt worden waren, wurden als
Testproben verwendet. Eine Testprobe, die einer Prozedur ähnlich derjenigen
aus dem Testbeispiel 1 unterzogen wurde, wird als "Probe nach Beispiel
1" bezeichnet. Eine
Testprobe, die einer Prozedur ähnlich
derjenigen aus dem Testbeispiel 1 unterzogen wurde, wobei jedoch
auf der stromaufwärts
gelegenen Seite der Testprobe während
des Desorptionsschritts (7) ein Membranfilter zum Entfernen von
Mikroorganismen bereitgestellt war, wird als "Probe nach Beispiel 1a" bezeichnet. Eine
Testprobe, die einer Prozedur ähnlich
derjenigen aus dem Testbeispiel 1 unterzogen wurde, wobei jedoch
der Desorptionsschritt (7) fortgelassen wurde, wird als "Probe nach Beispiel
1b" bezeichnet.
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Die
Ergebnisse sind in 4 dargestellt. Die Ergebnisse
zeigen, daß im
Vergleich zur Probe nach Beispiel 1 die Adsorptionswirkung des desodorierenden
Artikels (Probe nach Beispiel 1a) abnimmt, wenn die Schritte (1)
bis (8) wiederholt ausgeführt werden. Das Abnehmen der
Adsorptionswirkung kann darauf zurückgeführt werden, daß es nicht
gelingt, eine mikrobielle Wirkung zu erreichen. Die Probe nach Beispiel
1b, die keinem Desorptionsschritt unterzogen wurde, wies eine weiter
verringerte Adsorptionswirkung auf. Demgemäß bestätigen diese Ergebnisse, daß der desodorierende
Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung eine adsorbierte Geruchskomponente abgibt und daß die Adsorptionswirkung
infolge der mikrobiellen Wirkung erneuert und über einen langen Zeitraum aufrechterhalten
wird.
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Testbeispiel 3
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Pulverisierte
Platten, die in Beispiel 2 hergestellt wurden, wurden als Testproben
verwendet. Eine Testprobe, die einer Prozedur ähnlich derjenigen aus dem Testbeispiel
1 unterzogen wurde, wird als Probe nach Beispiel 2 bezeichnet. Eine
Testprobe, die einer Prozedur ähnlich
derjenigen aus dem Testbeispiel 1 unterzogen wurde, wobei jedoch
auf der stromaufwärts
gelegenen Seite der Testprobe während
des Desorptionsschritts (7) ein Membranfilter zum Entfernen
von Mikroorganismen bereitgestellt war, wird als Probe nach Beispiel
2a bezeichnet. Eine Testprobe, die einer Prozedur ähnlich derjenigen
aus dem Testbeispiel 1 unterzogen wurde, wobei jedoch der Desorptionsschritt
(7) fortgelassen wurde, wird als Probe nach Beispiel 2b
bezeichnet.
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Die
Ergebnisse sind in 5 dargestellt. Die Ergebnisse
geben an, daß die
Adsorptionswirkung des desodorierenden Artikels (Probe nach Beispiel
2a) abnimmt, wenn die Anzahl der Wiederholungen der Prozedur verglichen
mit der Probe nach Beispiel 2 zunimmt. Die Verringerung der Adsorptionswirkung
kann darauf zurückzuführen sein,
daß es
nicht gelingt, eine mikrobielle Wirkung zu erhalten. Die Probe nach
Beispiel 2b, die keinem Desorptionsschritt unterzogen wurde, weist
eine weiter verringerte Adsorptionswirkung auf. Demgemäß bestätigen diese
Ergebnisse, daß der
desodorierende Artikel gemäß der vorliegenden
Erfindung eine adsorbierte Geruchskomponente abgibt und daß die Adsorptionswirkung
durch die mikrobielle Wirkung über einen
langen Zeitraum erneuert und aufrechterhalten wird. Es wird auch
bestätigt,
daß die
Adsorptionswirkung der Perlit enthaltenden Probe nach Beispiel 2
durch die mikrobielle Wirkung im Laufe der Wiederholung der Desorption,
verglichen mit der Probe nach Beispiel 1, weiter aufrechterhalten
wird. Zusätzlich
wies die Perlit enthaltende Probe nach Beispiel 2, wie anhand 3 klar
wird, verglichen mit der kein Perlit enthaltenden Probe nach Beispiel
1, eine kleine Verringerung der Adsorptionswirkung auf, wenn die
Anzahl der Wiederholungen klein ist (insbesondere nach der ersten
Wiederholung).
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Testbeispiel 4
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Das
Vorhandensein von Bakterien, die eine Lipaseaktivität aufweisen,
in der Probe nach Beispiel 2, die dem Testbeispiel 1 unterzogen
wurde, wurde folgendermaßen
bestätigt.
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Bakterien
wurden unter Verwendung eines physiologischen Salz- oder Phosphatpuffers
aus der Probe extrahiert. Die Bakterien wurden aufgenommen und in
einem Medium isoliert kultiviert, so daß eine bakterielle Flüssigkeit
hergestellt wurde. Anschließend
wurde die bakterielle Flüssigkeit
in zwei Portionen unterteilt. Nach Abschluß des Kultivierens bei 32°C über zwei
Tage wurde eine Portion einem Zählen
und Identifizieren von Bakterien unterzogen, und die andere Portion
wurde einer Bestimmung der Lipaseaktivität unterzogen ((siehe Chemistry
and Industry (Osaka Koken Kyokai), Band 71 (1977), S. 93 bis S.
95, "Studies on
Processing of Animal and Vegetable Fats and Oils", unter Verwendung von Mikroorganismen
(Untersuchung von Akio SUGIHARA, Yasunori MATSUBA, Yuji SHIMADA,
Yoshio TOMINAGA u. a.), und Ölen
und Fetten (Sachi Shobo), Band 41 (1988), S. 64 bis S. 72, "Basic and Application
of Enzyme Lipase" (serielle
Artikel von Emiko IWAI))).
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Anhand
der Ergebnisse wurden die aus der Probe isolierten Bakterien als
Bacillus subtilis identifiziert. Es wurde herausgefunden, daß die von
den Bakterien bereitgestellte Lipaseaktivität 0,19 (Einheit/ml·Kolonie) betrug,
was das 1,9Fache der Lipaseaktivität (0,099 (Einheit/ml·Kolonie))
der aus einer Mikroorganismenpräparation
(Handelsname Oil-Gutter, Produkt von Daishu Corporation) isolierten
Bakterien ist.
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Testbeispiel 5
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Platten,
die in jedem der Beispiele 1 und 2 und dem Vergleichsbeispiel 1
hergestellt wurden, wurden pulverisiert, um dadurch Testproben bereitzustellen.
Jede Probe wurde folgendermaßen
einem sich wiederholenden Testen einer Adsorption und Desorption
eines öligen
Gases unterzogen. 6 zeigt die Prozedur des Tests.
- (1) Eine von dem desodorierenden Artikel (siehe 1)
erhaltene Probe wurde in einer Atmosphäre bei etwa 50°C 24 Stunden
lang getrocknet (vorbereitende Behandlung), und die getrocknete
Probe wurde anschließend
in einer Atmosphäre
mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% bei etwa 20°C 24 Stunden
lang stehengelassen.
- (2) Öl 23 wurde
in eine Bratpfanne 22 gegeben, die sich in einer Kammer 21 befand,
und erhitzt, um ein öliges
Gas zu erzeugen. Das in der Kammer 21 vorhandene Gas wurde
durch eine Pumpe 25 in eine 20 Liter fassende Probentasche 24 eingebracht
(nachstehend einfach als "Tasche" bezeichnet) (6(a)).
- (3) Die in der Tasche 24 enthaltene Gaskonzentration
wurde auf 20 bis 25 ppm (CH4) geregelt.
- (4) Eine Testprobe 10A (2 g) wurde in ein Probenentnahmerohr 26 eingebracht.
Ein Ende des Probenentnahmerohrs war mit der Tasche 24 verbunden,
und das andere Ende des Probenentnahmerohrs war über einen Durchflußmesser 27 mit
einer Pumpe 28 verbunden.
- (5) Durch Betätigen
der Pumpe 28 wurde das in der Tasche 24 enthaltene ölige Gas
bei 0,5 l/min in das Probenentnahmerohr 26 eingebracht.
Proben des Gases wurden jede Minute 31 Minuten lang bei
einer Einlaß-Probenentnahmeposition 31 (stromaufwärts des
Probenentnahmerohrs 26) und einer Auslaß-Probenentnahmeposition 32 (stromabwärts des
Probenentnahmerohrs 26) entnommen (6(b)).
- (6) Jede Gasprobe wurde durch einen Gesamtkohlenwasserstoffmesser
analysiert, und der Anteil der adsorbierten Gaskomponente wurde
durch Integrieren der Differenz des Gasniveaus zwischen der Einlaß-Probenentnahmeposition
und der Auslaß-Probenentnahmeposition
berechnet.
- (7) Die Tasche 24 wurde von dem Probenentnahmerohr 26 entfernt,
und eine feuchtigkeitsgeregelte Luft enthaltende Kammer 41 mit
einem Thermo-Hygrometer 42 wurde mit dem Probenentnahmerohr 26 verbunden.
In der Kammer 41 enthaltene Luft wurde dem Probenentnahmerohr
bei 0,5 l/min zugeführt,
und das Gas wurde an einer Einlaß-Probenentnahmeposition 31 und
einer Auslaß-Probenentnahmeposition 32 geprüft, bis
die Gaskonzentrationsdifferenz zwischen der Einlaß-Probenentnahmeposition
und der Auslaß-Probenentnahmeposition
null erreichte (d. h. bis das abgegebene Gas nicht detektiert wurde).
Der Anteil der abgegebenen Gaskomponente wurde durch Integrieren
der Gaskonzentrationsdifferenz zwischen der Einlaß-Probenentnahmeposition
und der Auslaß-Probenentnahmeposition
berechnet (6(c)).
- (8) Der Desorptionstest wurde zweimal unter verschiedenen Sätzen von
Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen in der Kammer 41,
d. h. 21 bis 23°C
und 46 bis 55% relative Luftfeuchtigkeit und 21 bis 23°C und 75
bis 79% relative Luftfeuchtigkeit, ausgeführt.
-
Die
in 7 dargestellten Ergebnisse geben an, daß der desodorierende
Artikel aus Beispiel 1 und derjenige aus Beispiel 2, verglichen
mit dem desodorierenden Artikel aus dem Vergleichsbeispiel 1, einen
erheblichen Gasdesorptionsanteil aufweisen. Der kein Perlit enthaltende
desodorierende Artikel aus Beispiel 1 wies nur unter Bedingungen
einer hohen Feuchtigkeit eine prozentual hohe Desorption auf. Der
Perlit enthaltende desodorierende Artikel aus Beispiel 2 wies jedoch
unter allen bei dem Test verwendeten Feuchtigkeitsbedingungen eine
durchschnittliche prozentuale Desorption auf.
-
Beispiel 3
-
Die
Prozedur für
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch die Zusammensetzungs-Gewichtsanteile von
Sepiolith, Gips und Perlit auf 4 : 3 : 1 geändert wurden, um dadurch einen
desodorierenden Artikel herzustellen.
-
Beispiel 4
-
Die
Prozedur für
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch die Zusammensetzungs-Gewichtsanteile von
Sepiolith, Gips und Perlit auf 6 : 5 : 1 geändert wurden, um dadurch einen
desodorierenden Artikel herzustellen.
-
Beispiel 5
-
Die
Prozedur für
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch die Zusammensetzungs-Gewichtsanteile von
Sepiolith, Gips und Perlit auf 3 : 2 : 1 geändert wurden, um dadurch einen
desodorierenden Artikel herzustellen.
-
Beispiel 6
-
Die
Prozedur für
Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch die Zusammensetzungs-Gewichtsanteile von
Sepiolith, Gips und Perlit auf 2 : 1 : 1 geändert wurden, um dadurch einen
desodorierenden Artikel herzustellen.
-
Testbeispiel 6
-
Die
desodorierenden Artikel aus den Beispielen 2 bis 6 wurden ähnlich wie
derjenige aus dem Testbeispiel 1 getestet, um die anfängliche
Funktionsweise und die Funktionsweise nach einer wiederholten Verwendung
zu vergleichen. 8 zeigt die Ergebnisse.
-
Die
Ergebnisse bestätigen,
daß die
desodorierenden Artikel, die etwa 8 Gew.-% (Beispiel 4) bis etwa 25
Gew.-% (Beispiel 6) Perlit enthalten, insbesondere nach der ersten
Wiederholung eine bessere Funktionsweise aufweisen als der kein
Perlit enthaltende desodorierende Artikel aus Beispiel 1, wie in 3 dargestellt ist.
-
Weil
die desodorierenden Artikel aus den Beispielen 3 bis 5 eine bessere
Funktionsweise aufweisen als derjenige aus Beispiel 6, wurden der
zweite oder folgende Tests nicht ausgeführt.
-
Beispiel 7
-
Die
Prozedur aus Beispiel 2 wurde wiederholt, wobei jedoch die Bedingungen
für das
vorbereitende Brennen des verwendeten Sepioliths zu 200°C über eine
Stunde geändert
wurden, um dadurch einen desodorierenden Artikel herzustellen.
-
Testbeispiel 7
-
Die
desodorierenden Artikel aus den Beispielen 2 und 7 wurden ähnlich demjenigen
aus dem Testbeispiel 1 getestet, um die anfängliche Funktionsweise und
die Funktionsweise nach einer wiederholten Verwendung zu vergleichen. 9 zeigt
die Ergebnisse.
-
Die
Ergebnisse geben an, daß unter
der Bedingung eines vorbereitenden Brennens von Sepiolith die Desorptionswirkung
beeinflußt
wird. Wenn die Oberfläche
des in Beispiel 2 hergestellten desodorierenden Artikels unter einem
Mikroskop betrachtet wurde, wurden darin Poren beobachtet. Teile
der an der Oberfläche des
desodorierenden Artikels aus Beispiel 7 beobachteten Poren wurden
so beobachtet, als ob sie mit einer geschmolzenen Substanz bedeckt
wären.
Es wird angenommen, daß der
Oberflächenzustand
dadurch bereitgestellt wird, daß ein
Teil der Sepiolithteilchen während
des Misch- und Dispergierschritts mikropulverisiert wird und das
sich ergebende Mikropulver die Poren begräbt und darin verfestigt wird.
-
Demgemäß wird Sepiolith
einem vorbereitenden Brennen unterzogen, so daß die mechanische Festigkeit
von Sepiolith erhöht
werden kann. Insbesondere wird ein vorbereitendes Brennen bei etwa
404°C bis etwa
800°C als
bevorzugt angesehen.
-
Testbeispiel 8
-
Das
Testbeispiel 8 wurde ähnlich
Testbeispiel 2 ausgeführt,
wobei der desodorierende Artikel aus Beispiel 2 verwendet wurde.
Nachdem der Adsorptionsschritt 31 Minuten lang ausgeführt wurde,
wurde die Auslaßgaskonzentration
einmal je Minute bestimmt, während
eine Desorption vorgenommen wurde. Die Ergebnisse sind in 10 dargestellt.
-
Die
Ergebnisse geben an, daß die über etwa
30 Minuten adsorbierte Geruchssubstanz über 60 Minuten nahezu vollständig abgegeben
wurde.
-
Testbeispiel 9
-
Der
in 1 dargestellte desodorierende Artikel 10 (Zusammensetzung:
die in Beispiel 2 verwendete) wurde folgendermaßen dem Desodorisationstest
unterzogen.
-
Wie
in 11 dargestellt ist, wurde oberhalb einer Bratpfanne 51 eine
Leitung 53 mit einer Haube 53 bereitgestellt,
so daß die
Haube der Bratpfanne gegenüberstand.
Das Ende der Leitung 53 gegenüber der Haubenseite war mit
einer mit der Probe beschickten Leitung 54 verbunden, in
der drei desodorierende Artikel 10 in einer Linie angeordnet
sind. Ein Gebläse 55 war
in einer Linie auf der stromabwärts
gelegenen Seite in bezug auf die mit der Probe beschickte Leitung 54 bereitgestellt,
um das Gas abzuziehen.
-
Salatöl (200 ml)
wurde in die Bratpfanne 51 eingebracht und auf 200°C erhitzt,
um ein öliges
Gas zu erzeugen. Das Gas wurde fünf
Minuten lang bei einer Durchgangsgeschwindigkeit von 4 m/s durch
den desodorierenden Artikel und die Leitung geführt (Strömungsrate durch den desodorierenden
Artikel: 1,5 m3/min). Das Gas wurde gleichzeitig
an einer Einlaß-Probenentnahmeposition 56 und
einer Auslaß-Probenentnahmeposition 57 der
mit der Probe beschickten Leitung 54 geprüft, um dabei
die Gaskonzentration durch das Geruchskonzentrationsverfahren zu
bestimmen und die prozentuale Entfernung des Geruchs zu berechnen.
-
Nachdem öliges Gas
5 Minuten lang strömen
gelassen wurde, wurde die Bratpfanne 51 entfernt, und geruchslose
Luft wurde 20 Minuten lang strömen
gelassen, um einen Bereitschaftsbetrieb auszuführen.
-
Anschließend wurde
die mit der Probe beschickte Leitung 54 entfernt und bei
32°C und
einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% zwei Tage lang stehengelassen.
Die Prozedur wurde wiederholt.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt. Die Gesamtoberfläche des
desodorierenden Artikels 10 wurde als 676 cm2 bestimmt.
-
Insbesondere
wurde die vorstehende Bestimmung auf der Grundlage des Geruchskonzentrationsverfahrens
durch das Dreieckstaschenverfahren zur Geruchssensormessung entsprechend "Method for Calculating
Odor Index", wie
in Bulletin Nr. 63 der "Environment
Agency", Japan,
angegeben ist, ausgeführt.
Wie in Tabelle 2 dargestellt ist, besteht das Tabellenfeld aus sechs
Standard-Testpersonen. Der Maximalwert und der Minimalwert wurden
verworfen, und die restlichen von vier Testpersonen bereitgestellten
Werte wurden gemittelt, um das Geruchsniveau zu erhalten. Tabelle
1
Tabelle
2
- O
- Testperson, die an
dem jeweiligen Test beteiligt ist.
-
Wie
in den Tabellen dargestellt ist, kann eine prozentuale Geruchsentfernung
von 77% erhalten werden, wenn das riechende Gas behandelt wird.
Die Auslaß-Geruchskonzentration übersteigt
nicht die Regelungsnorm der "Tokyo
Metropolitan Environmental Ordinance". Demgemäß wird davon ausgegangen, daß eine wiederholte
Anwendung keine erhebliche Beeinträchtigung der desodorierenden
Wirkung hervorruft.
-
Testbeispiel 10
-
Ähnlich wie
der im Testbeispiel 9 verwendete, wurde der in 1 dargestellte
desodorierende Artikel 10 (mit der in Beispiel 2 verwendeten
Zusammensetzung) folgendermaßen
dem Desodorierungstest unterzogen.
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Eine
mit einer Haube 52 versehene Leitung 53 wurde über einer
Bratpfanne 51 bereitgestellt, so daß die Haube der Bratpfanne
gegenübersteht.
Das der Haubenseite entgegengesetzte Ende der Leitung 53 war mit
einer mit der Probe beschickten Leitung 54 verbunden, in
der drei desodorierende Artikel 10 angeordnet wurden. Ein
Gebläse 55 war
in einer Linie auf der stromabwärts
gelegenen Seite in bezug auf die mit der Probe beschickte Leitung 54 bereitgestellt,
um das Gas abzuziehen.
-
Salatöl (200 ml)
wurde in die Bratpfanne 51 eingebracht und auf 200°C erhitzt,
um ein öliges
Gas zu erzeugen. Das Gas wurde fünf
Minuten lang bei einer Durchgangsgeschwindigkeit durch den desodorierenden Artikel
von 4 m/s durch die Leitung geführt
(Strömungsrate
durch den desodorierenden Artikel von 1,5 m3/min). Das
Gas wurde gleichzeitig an einer Einlaß-Probenentnahmeposition 56 und
einer Auslaß-Probenentnahmeposition 57 der
mit der Probe beschickten Leitung 54 geprüft, um dabei
die Gaskonzentration durch das Geruchskonzentrationsverfahren zu
bestimmen und die prozentuale Entfernung des Geruchs zu berechnen.
-
Nachdem öliges Gas
5 Minuten lang strömen
gelassen wurde, wurde die Bratpfanne 51 entfernt, und geruchslose
Luft wurde 20 Minuten lang strömen
gelassen, um einen Bereitschaftsbetrieb auszuführen. Unmittelbar nach dem
Beenden des Bereitschaftsbetriebs wurde das Gas gleichzeitig an
einer Einlaß-Probenentnahmeposition 56 und
einer Auslaß-Probenentnahmeposition 57 geprüft, um dadurch
die Gaskonzentration durch das Geruchskonzentrationsverfahren zu
bestimmen.
-
Die
Ergebnisse sind in Tabelle 3 dargestellt. Die Testpersonen, die
an der Bestimmung durch das Geruchskonzentrationsverfahren beteiligt
waren, sind in Tabelle 2 dargestellt.
-
-
Wie
in Tabelle 3 dargestellt ist, kann eine prozentuale Geruchsentfernung
von 77% erhalten werden, wenn das riechende Gas behandelt wird.
Zusätzlich
wird bestätigt,
daß der
desodorierende Artikel das adsorbierte Gas abgibt, wenn das riechende
Gas nicht strömt.
Demgemäß unterstreichen
die Ergebnisse, daß der desodorierende
Artikel wiederholt und halbpermanent verwendet werden kann. Es wird
bestätigt,
daß das
Auslaß-Geruchsniveau
während
der Desorption erheblich niedriger ist als nach der Regelungsnorm
entsprechend "Tokyo
Metropolitan Environmental Ordinance".
-
Wie
vorstehend beschrieben wurde, kann der desodorierende Artikel, der
in ein Abgassystem gegeben ist, das mit der Küche oder ähnlichen Einrichtungen verbunden
ist, Geruch mit hoher Wirksamkeit entfernen, wenn das riechende
Gas behandelt wird, und gibt den adsorbierten Geruch durch Desorption
allmählich ab,
wenn das Gas wenig Geruch enthält.
Demgemäß wird der
desodorierende Artikel gemäß der vorliegenden Erfindung
geeigneterweise in einem Modus verwendet, in dem das Auslaß-Geruchsniveau
halbpermanent und wartungsfrei auf einem Wert gehalten wird, der
kleiner oder gleich der Regelungsnorm ist.
-
Industrielle
Anwendbarkeit
-
Wie
vorstehend beschrieben wurde, adsorbiert der desodorierende Artikel
gemäß der vorliegenden Erfindung
durch eine Synergiewirkung von Gipsmaterial und einem Tonmaterial
mit einer tunnelartigen Mikrostruktur, wie Sepiolith, oder durch
eine Synergiewirkung durch Hinzufügen eines Materials mit Makroporen
mit einer Porengröße, die
größer als
diejenige des Gipsmaterials ist (beispielsweise Perlit), eine riechende
Substanz und verringert dadurch das Geruchsniveau auf einen bestimmten
Wert oder darunter, wenn das Zielgas einen großen Anteil einer riechenden
Komponente enthält,
und gibt die riechende Komponente ab, ohne das Niveau der abgegebenen
riechenden Komponente auf einen bestimmten Wert oder darüber zu erhöhen, wenn das
Niveau der riechenden Komponente abgesenkt wird. Durch Wiederholen
der Prozedur kann das Geruchsniveau gemittelt und auf einen bestimmten
Wert oder darunter abgesenkt werden, wobei das Niveau halbpermanent
verringert wird.