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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine unten beschriebene Spritzenvorrichtung
für subkutane
Injektionen einer Medikamenten-Tablette, wie sie bei Krebsbehandlungsverfahren
verwendet wird. Insbesondere stellt die Erfindung ein Kompaktspritzenvorrichtung
bereit, die weiter unten in Form der Benutzung einer Teleskopier-
/ Verriegelungsvorrichtung dargestellt wird.
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Nach
dem Stand der Technik ist es bekannt, eine Spritze für subkutane
Injektionen bereitzustellen, die einen Spritzenzylinder mit einer
daran befestigten Hohlnadel und einen Kolben umfasst, der eine in
der Hohlnadel bewegliche Kolbenstange aufweist, um die Tablette
des Medikaments während
der Injektion durch die und aus der Nadel heraus zu treiben. Bevor
die Spritze dem Anwender zur Verfügung gestellt wird, werden
eine oder mehrere Tabletten des Medikaments in dem Spritzenzylinder
in einer Flucht mit der Hohlnadel untergebracht. Der Kolben wird dann
in seiner ausgefahrenen Stellung in den Zylinder eingeführt, wobei
die Kolbenstange eine an die Nadel angrenzende Stellung in dem Spritzenzylinder einnimmt.
Eine Schutzabdeckung wird dann über dem
freien Ende der Nadel angebracht, um den Inhalt der Spritze zu schützen. Der
Kolben wird in dieser ausgefahrenen Stellung durch einen Blockierring gehalten,
um eine ungewollte Betätigung
der Spritze zu verhindern. Vor der ersten Benutzung entfernt der Anwender
der Spritze den Blockierring, um zu ermöglichen, dass der Kolben niedergedrückt wird.
Der Anwender führt
dann die Spritzennadel wie gefordert unter die Haut und drückt schließlich den
Kolben nieder. Beim Niederdrücken
des Kolbens treibt die Kolbenstange eine oder mehrere Medikamenten-Tabletten durch die
Hohlnadel, die an der gewünschten Stelle
unter der Haut deponiert wird.
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Ein
Nachteil dieser Art von Vorrichtung liegt darin, dass die mit dem
Medikament befüllte
Spritze wegen des Kolbens in seiner ausgedehnten Ausführung verhältnismäßig lang
und schwer zu handhaben ist. Außerdem
erfordert die Entfernung der Muffe vor der ersten Verwendung die
Benutzung von beiden Händen.
So ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Spritze für eine subkutane
Injektion eines Medikaments in Tablettenform zur Verfügung zu
stellen, die kompakt und einfach zu handhaben ist.
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Die
US 5,558,637 offenbart eine
Spritzenvorrichtung für
Implantate, wobei ein Kolben mehrere Auskragungen zeigt, die in
die Richtung des Druckstempels gebogen sind, wenn der Kolben nach
innen in das Implantatgehäuse
geschoben ist, und die in eine Kante am oberen Ende des Gehäuses eindringen,
wenn versucht wird, den Kolben in die entgegengesetzte Richtung
herauszuziehen, mit dem Ziel, nur eine einmalige Benutzung der Spritzenvorrichtung
zu ermöglichen.
Die
EP 0 292 936 zeigt
eine Vorrichtung zur subkutanen Verabreichung von festen oder halbfesten
Präparaten
in einen Organismus, wobei ein gut in den Zylinder des Kolbens passendes Führungselement
mit einem Stabendteil verbunden ist, das es erlaubt, Implantate
oder etwas Ähnliches durch
die Nadel zu schieben. Die
US
5,370,628 zeigt eine Spritze für die Injektion von Flüssigkeiten,
wobei der Kolben dadurch verbessert worden ist, dass er zwei Teile
aufweist, die ineinander geschoben werden können, um für eine kürzere Länge zu sorgen und sich, wenn
sie auseinander gezogen sind, in einer Arretierstellung befinden,
um für
die vollständige Länge zu sorgen,
wobei der Teil mit dem Druckstempel in den ihn umgebenden Kolbenteil
eingeführt
ist, der eng an den Zylinder angepasst ist, um es zu ermöglichen,
die Flüssigkeit
durch die Endnadel des Zylinderteils zu drücken.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Spritzenvorrichtung zur Verfügung, die
einen Zylinder zum Halten einer oder mehrerer Medikamenten-Tabletten,
eine an dem Zylinder befestigte Hohlnadel und einen zu einer Bewegung
in dem Zylinder geeigneten Kolben umfasst, wobei der Kolben eine
Kolbenstange aufweist, die geeignet ist, sich in der Hohlnadel zu bewegen,
um ein tablettenförmiges
Medikament durch die Nadel zu schieben, dadurch gekennzeichnet,
dass der Kolben aus mehreren Segmenten besteht, die teleskopförmig zueinander
angeordnet sind, wobei die Kolbenstange das innerste Segment des
Kolbens bildet, und jedes Segment eine Verriegelung aufweist, um
das Segment in seiner verlängerten
Stellung zu verriegeln, wobei die Verriegelung auf der Kolbenstange
so ausgelegt ist, dass vermieden wird, dass die Kolbenstange aus
dem Zylinder entfernt wird, es jedoch der Stange ermöglicht,
durch den Zylinder gedrückt
zu werden, sobald die Segmente vollständig ausgefahren und miteinander
verriegelt sind.
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Ein
Vorteil der Teleskopier- / Verriegelungsvorrichtung ist, dass die
Spritzenvorrichtung sehr kompakt ist und vollständig vor dem ersten Gebrauch innerhalb
des Spritzenzylinders enthalten ist, wodurch die Vorrichtung robuster
und weniger anfällig gegenüber transportbedingten
Beschädigungen
gestaltet wird. Die Gesamtlänge
der Spritzenvorrichtung (wie sie an den Anwender geliefert wird)
wird nur durch die Länge
der Kolbenstange begrenzt, welche ihrerseits nur durch die Länge der
Hohlnadel begrenzt ist, d.h. dass die Kolbenstange ausreichend lang
sein muss, um die Medikamenten-Tablette über die ganze Länge der
Nadel und dann aus ihrem freien Ende zu schieben. Außerdem ist
die Vorrichtung wegen der vollständigen
Aufnahme des Kolbens in dem Spritzenzylinder robuster und der Kolben
ist weniger anfällig
gegenüber
transportbedingten Beschädigungen.
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Die
erfindungsgemäße Spritzenvorrichtung wird
dem Anwender mit den Kolbensegmenten in einem teleskopartig zusammengeschobenen
Zustand geliefert, d.h. dass ein Segment in dem andern liegt, wobei
die Spritzennadel an dem Spritzenkörper befestigt und mit dem
Medikament befüllt
ist. Beim ersten Gebrauch zieht der Anwender der Spritze den Kolben
aus dem Zylinder und die Kolbensegmente werden ausgefahren und zusammen
in ihrer ausgefahrenen Stellung verriegelt. Die Kolbenstange bildet das
innerste Segment des Kolbens und wird in dem Zylinder durch eine
Verriegelung blockiert. So wird die Kolbenstange, wenn die Kolbensegmente
ausgefahren sind, fluchtend mit der Hohlnadel in dem Zylinder gehalten.
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Die
Verriegelungsvorrichtung zwischen der Kolbenstange und dem Spritzenzylinder
umfasst vorzugsweise eine elastische Auskragung, die in einen Schlitz
eingreift. Die Auskragung weist einen eine schwach geneigte Fläche aufweisenden
Verriegelungsteil in der Richtung der Kolbenbewegung zur Hohlnadel
hin und eine steile oder vertikale Fläche in Richtung der Kolbenbewegung
von der Nadel weg zur Außenseite
des Zylinders hin auf. So wird die Kolbenstange wegen des Eingreifens
der steilen (oder vertikalen) Eingriffsfläche des Verriegelungsteils
gegen die Kante des Schlitzes in dem Spritzenzylinder durch die
Verriegelungsvorrichtung gehalten, wenn die Kolbensegmente ausgefahren
sind. Sobald die Kolbensegmente vollständig ausgefahren sind, werden
sie untereinander verriegelt, wobei ein starrer Kolben gebildet
wird. Der Anwender drückt
dann den Kolben nieder, und die Verriegelung zwischen der Kolbenstange
und Spritzenzylinder löst
sich (weil die schwach geneigte Fläche des Verriegelungsteils
hinter die Kante des Schlitzes gleitet, was eine Freisetzung der
Verriegelung ermöglicht).
Die Kolbenstange wird dann durch die Spritzennadel getrieben, wobei sie
eine Medikamenten-Tablette vor sich herschiebt. Wenn das Medikament
freigesetzt ist, entfernt der Anwender die Spritzennadel aus der
Injektionsstelle. Die Kolbenstange ist vollständig eingedrückt und
erstreckt sich über
die volle Länge
der Hohlnadel (oder bis knapp hinter deren Ende), wodurch ein stumpfes Ende
der Spritze präsentiert
wird und so unbeabsichtigte Nadelstichverletzungen vermieden werden.
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Vorteilhafterweise
ist die Kolbenstange in ihrer vollständig niedergedrückten Stellung
verriegelt. Das kann einfach dadurch erreicht werden, dass eine andere
Verriegelung am Nadelende des Spritzenzylinders zur Verfügung gestellt
wird, um zu vermeiden, dass die Kolbenstange durch die Nadel herausgezogen
wird. In dieser Anordnung ist der elastische Auskragungsteil der
Verriegelungsvorrichtung vorteilhafterweise auf der Kolbenstange
ausgebildet und der Schlitz ist im Zylinder vorgesehen. So ist die
zweite Verriegelung (um die Kolbenstange in ihrer vollständig niedergedrückten Stellung
zu halten) einfach mit einem zweiten Schlitz versehen, in den die
elastische Auskragung eingreift, wenn der Kolben vollständig niedergedrückt ist.
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Ein
anderer Nachteil derartiger über
Hohlnadeln verfügender
konventioneller Spritzen ist, dass sich der Anwender der Spritze
sorgsam vergewissern muss, dass das Medikament in der Spritzennadel
zurückgehalten
wird, bis sie unter die Haut eingeführt wird. Die Hohlnadel muss
groß genug
sein, um es der Medikamenten-Tablette zu ermöglichen, durch die Nadel zu
treten, ohne dass der Anwender eine übermäßige Kraft auf den Kolben aufbringen
muss. So muss ein Anwender, sobald die Spritze mit einem Medikament
befüllt
ist, darauf achten, dass die Spritze im wesentlichen horizontal
gehalten wird, da sonst die Medikamenten-Tablette durch die Hohlnadel
und aus dem offenen Ende der Hohlnadel fallen kann, sobald die Schutzabdeckung
entfernt worden ist.
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In
der vorliegenden Erfindung ist dieses Problem überwunden durch die Bereitstellung
einer Klemmhülse,
die über
einen ersten Abschnitt, der dazu bestimmt ist, in der Hohlnadel
zu gleiten und einen zweiten Abschnitt, der nicht in die Nadel passen kann
, aber dazu benutzt wird, die Klemmhülse mit der Nadel auszufluchten,
verfügt.
Vorzugsweise ist die Klemmhülse
gewichtsbeschwert, um sicherzustellen, dass sie nicht in die Nadel
fällt,
und der zweite Abschnitt fluchtet sich selbst in dem Spritzenzylinder
aus.
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Die
Medikamenten-Tablette wird in die Klemmhülse eingeführt, dann wird die mit den
Tabletten befüllte
Klemmhülse
in das offene Ende des Spritzenzylinders fallen gelassen und die
Klemmhülse
fluchtet sich selber mit der Hohlnadel aus. Schließlich wird
der Kolben in den Zylinder eingeführt, wobei der Kolbenstab mit
der Nadel ausgefluchtet ist. Die Klemmhülse ist elastisch ausgebildet, um
die Tabletten in sich fest zu halten, derart dass sie sich ausdehnen
kann, damit die Tabletten eingeführt werden
können,
und dass sie anschließend
wieder ihre Ursprungsform einnimmt. Die Elastizität der Klemmhülse kann
durch die Benutzung eines flexiblen, elastischen Materials erreicht
werden, oder alternativ kann die Klemmhülse mehrere flexible Finger umfassen.
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Vorteilhafterweise,
hat das dem Zylinder gegenüberliegende
Ende der Klemmhülse
eine kegelförmige
Mündung
um die Ausfluchtung der Kolbenstange mit dem tablettenförmigen Medikament
in der Klemmhülse
zu fördern.
So wird die Kolbenstange, sobald die Spritze mit dem Medikament
befüllt
ist und der Kolben in den Spritzenzylinder eingeführt ist,
fest zwischen der kegelförmigen
Mündung
in dem zweiten Abschnitt der Klemmhülse auf der einen Seite und
der Verriegelungsvorrichtung zwischen den Kolbensegmenten auf der
anderen Seite gehalten.
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Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind:
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Eine
Spritzenvorrichtung wie sie oben erwähnt worden ist, bei der die
Verriegelung (6) zwischen der Kolbenstange (35)
und dem Zylinder (1) eine zum Eingreifen in einen Schlitz
(11) geeignete elastische Auskragung (36) umfasst
und die Auskragung eine glatte kegelförmige Fläche (361) in Richtung
der Bewegung der Kolbenstange (35) zum freien Ende der
Nadel (2) hin und eine steile oder vertikale Flanke (362),
die in den Schlitz (11) eingreift, wenn die Kolbenstange
(35) in einer Richtung weg von der Nadel (2) gezogen
wird, aufweist.
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Eine
Spritzenvorrichtung wie sie im letzten Absatz bzw. hinter der Erörterung
des Stands der Technik erwähnt
worden ist, bei welcher der Kolben (3) eine Kolbenstange
(35) und ein mit der sich im Rumpfsegment (31)
befindenden Kolbenstange (35) ausziehbar angeordnetes Rumpfsegment
(31) umfasst.
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Eine
Spritzenvorrichtung wie sie hinter der Erörterung des Stands der Technik
erwähnt
worden ist, bei der eine weitere Verriegelung (65) am Nadelende
des Spritzenzylinders (1) vorhanden ist, um zu vermeiden,
dass die Kolbenstange (35) durch die Nadel herausgezogen
wird, wodurch es ermöglicht
wird, sie in ihrer vollständig
heruntergedrückten
Stellung zu verriegeln.
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Eine
Spritzenvorrichtung nach irgendeinem der drei vorangehenden Absätze oder
wie sie hinter der Erörterung
der Ansprüche
aus dem Stand der Technik erwähnt
worden ist, die außerdem
eine Klemmhülse
(5) umfasst, die dazu geeignet ist, eine bzw. mehrere Medikamenten-Tabletten
(10) fest innerhalb des Spritzenzylinders (1)
zu halten und zu verhindern, dass die Tablette (10) durch
die Hohlnadel fällt.
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Eine
Spritzenvorrichtung nach dem letzten Absatz, bei der die Klemmhülse (5)
so geformt ist, dass die Tablette mit der Hohlnadel (2)
in einer Flucht liegt.
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Eine
Spritzenvorrichtung nach irgendeinem der letzten zwei Absätze, bei
der die Klemmhülse
(5) so ausgeformt ist, dass die Kolbenstange (35)
zu der Medikamenten-Tablette (10) hin ausgerichtet ist.
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Eine
Spritzenvorrichtung nach irgendeinem der letzten drei Absätze, bei
der die Klemmhülse
(5) einen ersten Abschnitt (51), der so ausgeformt
ist, dass er in die Hohlnadel gleitet, und einen zweiten Abschnitt
(55) aufweist, der nicht in die Nadel passt, sondern verwendet
wird, um die Klemmhülse
mit der Nadel auszufluchten, und die Klemmhülse gewichtsbeschwert ist,
um zu gewährleisten,
dass sie in die Nadel fällt
und der zweite Teil sich von selbst in dem Spritzenzylinder ausfluchtet.
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Eine
Spritzenvorrichtung nach irgendeinem der 7 vorangehenden Absätze oder
wie sie hinter der Diskussion des Stands der Technik erwähnt worden ist,
bei der die Kolbenstange (35) lang genug ist um sich über die
gesamte Länge
der Nadel (2) zu erstrecken, wenn sie niedergedrückt ist.
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Nun
wird die Erfindung lediglich beispielhaft unter Bezugnahme auf die
im Anhang befindlichen Zeichnungen beschrieben, in denen:
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Die 1 eine
isometrische Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Spritzenvorrichtung zeigt.
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Die 2 eine
Seitenansicht der erfindungsgemäßen Spritzenvorrichtung,
wie sie dem Anwender bereitgestellt wird (vor dem Gebrauch), zeigt.
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Die 3 eine
Seitenansicht der in der 2 gezeigten erfindungsgemäßen Spritzenvorrichtung,
nachdem der Anwender den Kolben ausgefahren hat (bereit zum Gebrauch),
zeigt.
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Die 4 eine
Seitenansicht der in den vorhergehenden Figuren gezeigten Spritzenvorrichtung zeigt,
wobei der Kolben vollständig
vom Anwender heruntergedrückt
und das Medikament ausgestoßen ist
( nach dem Gebrauch ).
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Die 5 eine
isometrische Ansicht der erfindungsgemäßen Klemmhülse zeigt.
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Die 6 eine
seitliche Querschnittsansicht durch die in der 2 gezeigte
Spritzenvorrichtung, wie sie an einen Anwender geliefert wird zeigt,
d.h. wobei die Medikamenten-Tabletten
in die Medikamenten-Klemmhülse
eingeführt
sind, die Klemmhülse
in der Nadel ist und der Kolben in einer teleskopartig zusammengeschobenen
Stellung vorliegt.
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Die 7 eine
vergrößerte Ansicht
der 6 zeigt, die die Medikamenten-Klemmhülse mit den
darin eingefügten
Tabletten genau darstellt.
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Die 8 eine
seitliche Querschnittsansicht der in der 3 dargestellten
Spritzenvorrichtung mit vollständig
ausgefahrenem Kolben zeigt.
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Die 9 eine
vergrößerte Ansicht
eines Teils der 8 zeigt, welche die Verriegelungsvorrichtung
zwischen den Kolbensegmenten genau darstellt.
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Unter
Bezugnahme auf 1 umfasst die erfindungsgemäße Spritze
im allgemeinen einen Spritzenzylinder 1, eine Hohlnadel 2 und
einen ein Kolbensegment 31 und eine Kolbenstange 35 umfassenden
Kolben 3. Die Hohlnadel 2 ist durch eine abnehmbaren
Schutzabdeckung 21 geschützt, und die Medikamenten-Tabletten
werden in einer Tabletten-Klemmhülse 5 gehalten.
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Wie
es in 2 gezeigt wird, wird die Spritze dem Anwender
schon zusammengesetzt und mit einer oder mehreren Medikamenten-Tabletten
bestückt geliefert.
Die Hohlnadel 2 ist an einem Ende des Spritzenzylinders
befestigt. Das Kolbensegment 31 und die Kolbenstange 35 werden
teleskopartig zusammengedrückt
zusammengebaut und dann in das andere Ende des Spritzenzylinders 1 eingeführt, wobei
nur der Kolbengriff 7 aus dem Spritzenzylinder 1 herausragen
gelassen und die Schutzabdeckung 21 über der Nadel angebracht wird.
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Unter
Bezugnahme auf 3 zieht ein Anwender dann den
Kolbengriff 7, um das teleskopförmig angeordnete Kolbensegment 31 auszufahren, bis
es in die Kolbenstange 35 in ihrer vollständig geöffneten
Stellung mit Hilfe einer Verriegelungsvorrichtung 8 einrastet,
um einen starren Kolben 3 zu bilden. Die Kolbenstange 35 und
der Spritzenzylinder 1 haben ebenfalls eine zusammenwirkende
Verriegelungsvorrichtung 6, um zu vermeiden, dass die Kolbenstange 35 vollständig aus
dem Zylinder 1 entfernt wird, wenn der Kolben 3 ausgefahren
wird. Die Verriegelungsvorrichtung 6 zwischen der Kolbenstange 35 und
dem Spritzenzylinder 1 gewährleistet, dass die Kolbenstange 35 (und
deshalb der starre Kolben 3) nicht aus dem Spritzenzylinder 1 herausgezogen wird,
jedoch in dem Zylinder 1 in einer Flucht mit den Medikamenten-Tabletten,
die sich darin befinden, verbleibt. Der Spritzenzylinder 1 ist
mit einem herkömmlichen
Flansch 9 versehen, mit dem der Anwender den Zylinder 1 halten
kann, während
er eine Injektion verabreicht.
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Schließlich drückt der
Anwender, wie es in 7 gezeigt ist, den Griff 7 des
Kolbensegments 31 herunter, was seinerseits die Kolbenstange 35 durch die
Hohlnadel 2 treibt, da das Kolbensegment 31 und die
Kolbenstange 35 jetzt starr miteinander verbunden sind.
Da der Kolben 3 heruntergedrückt ist, wird die Verriegelungsvorrichtung 6 zwischen
der Kolbenstange 35 und dem Spritzenzylinder 1 gelöst. Wenn der
Kolben 3 vollständig
heruntergedrückt
ist, greift eine zweite Verriegelungsvorrichtung 65 zwischen der
Kolbenstange 35 und dem Spritzenzylinder 1 ein, um
den Kolben 3 in seiner vollständig heruntergedrückten Stellung
zu verriegeln. In dieser Stellung erstreckt sich die Kolbenstange 35 über die
ganze Länge
der Hohlnadel 2 (und vorzugsweise ein wenig über das
Ende der Nadel hinaus), um der Nadel 2 ein stumpfes Ende 36 zu
verleihen, um das Risiko von Nadelstichverletzungen so niedrig wie
möglich
zu halten.
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Unter
Bezugnahme auf die 5 werden die Medikamenten-Tabletten in einer
speziell konzipierten Klemmhülse 5 gehalten,
um zu vermeiden, dass sie durch die Hohlnadel fallen. Die Klemmhülse 5 umfasst
einen ersten Abschnitt 51, der dazu geeignet ist, in die
Hohlnadel 2 zu passen und der mehrere flexible Finger 52 hat,
die sich leicht dehnen können,
um einer Medikamenten-Tablette zu ermöglichen, in die Klemmhülse 5 eingeführt zu werden,
anschließend jedoch
in ihre ursprüngliche
Form zurückgehen,
so dass die Medikamenten-Tablette
fest darin eingeklemmt wird. Die Klemmhülse 5 umfasst auch
einen zweiten Abschnitt 55, der zu groß ist, um durch die Hohlnadel 2 zu
passen, jedoch so ausgeformt ist, dass er in einer Flucht mit dem
ersten Teil 51 der Klemmhülse 5 in der Hohlnadel 2 liegt.
Vorteilhafterweise weist der zweite Abschnitt 55 der Klemmhülse eine
kegelförmige
Mündung 56,
die zur Innenseite des Spritzenzylinders gerichtet ist, auf, um
die Ausfluchtung der Kolbenstange 35 mit den in der Klemmhülse 5 gehaltenen
Medikamenten-Tabletten zu fördern.
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Unter
Bezugnahme nunmehr auf die 6 und 7,
werden deutlicher die Vorrichtung des teleskopartigen Kolbensegments,
die Stange, die Medikamenten-Klemmhülse und die Medikamenten-Tabletten gezeigt.
Wie es zuvor beschrieben worden ist, wird die mit dem Medikament
befüllte
Spritze dem Endverbraucher mit einer Schutzabdeckung 21 geliefert,
welche die entblößte Hohlnadel
schützt.
Die Medikamenten-Tabletten 10 werden in die Klemmhülse 5 eingesetzt
und dann in die Hohlnadel 2 durch das offene Ende des Zylinders 1 fallen
gelassen. Das Kolbensegment 31 und die Kolbenstange 35 werden
in einer teleskopartig zusammengedrückten Form zusammengesetzt,
wobei die Kolbenstange 35 in dem Kolbensegment 31 liegt
(wie es in 6 gezeigt wird). Der Kolbensatz 3 wird
dann auch in das offene Ende des Spritzenzylinders 1 eingeführt. Das
freie Ende der Kolbenstange 35 wird mit den Medikamenten-Tabletten 10 in
der Klemmhülse 5 ausgefluchtet, und
das andere Ende der Kolbenstange 35 wird an dem Spritzenzylinder
mit Hilfe der Verriegelungsvorrichtung 6 befestigt.
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Unter
Bezugnahme auf die 8 und 9, umfasst
die Verriegelungsvorrichtung 6 eine elastische Auskragung 36,
die sich ab der Kolbenstange 35 (in der 9 referenziert)
erstreckt und die in einen Schlitz 11 (in der 9 referenziert)
in dem Spritzenzylinder 1 eingreift. Die elastische Auskragung 36 verfügt über einen
Eingriffszahn, der eine zur Nadel 2 hin ausgerichtete flach
geneigte Fläche 36 und
eine steile oder vertikale, zur Außenseite des Spritzenzylinders
zeigende Flanke 362 aufweist. Wenn der Anwender beim Gebrauch
am Kolbengriff 7 zieht, um den Kolben 3 auszufahren,
greift die steile oder vertikale Flanke des Eingriffszahns in die
Wand des Schlitzes 11 in dem Spritzen zylinder 1 ein,
um zu verhindern, dass die Kolbenstange 35 aus dem Zylinder 1 gezogen
wird. Wenn das Kolbensegment 31 vollständig ausgefahren ist, greift
eine weitere Verriegelungsvorrichtung 8 zwischen dem Kolbensegment 31 und
der Kolbenstange 35 ein, um einen starren Kolben 3 zu
bilden.
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Der
Anwender drückt
dann den Kolben 3 herunter, um die Medikamenten-Tablette
aus dem Ende der Hohlnadel 2 heraus zu stoßen. Die
schwach geneigte Fläche 361 des
Eingriffszahns gleitet über
den Rand des Schlitzes 11, wodurch es ermöglicht wird, dass
der Kolben 3 heruntergedrückt wird. Der Anwender kann
die Hohlnadel 2 in die in die Injektionsstelle entweder
vor oder nach dem Ausfahren des Kolbens 3 einführen. Wenn
der Kolben 3 dann heruntergedrückt wird, schiebt die Kolbenstange 35 die Medikamenten-Tabletten 10 durch
die Klemmhülse 5 und
durch die Hohlnadel 2 in die Injektionsstelle.
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Vorzugsweise
wird der Spritzenzylinder aus einem transparenten Material hergestellt,
um es dem Anwender der Spritze zu ermöglichen, die darin gespeicherten
Medikamenten-Tabletten zu sehen. Dadurch wird eine Verwechslung
zwischen befüllten, ungebrauchten
Spritzen und leeren, gebrauchten Spritzen vermieden. Alternativ
kann der Spritzenzylinder mit einem transparenten Fenster ausgerüstet sein,
um denselben Effekt zu erreichen.
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Zugunsten
eines einfachen Zusammenbaus haben der Spritzenzylinder und der
Kolben vorzugsweise eine polygonale Form, um die Art und Weise, auf
die sie zusammengebaut werden können,
einzuschränken.
Bei rechteckiger Form (wie es auf den Zeichnungen dargestellt ist)
sind die Verriegelungsvorrichtungen 6, 8 vorzugsweise
symmetrisch auf gegenüberliegenden
Seiten des Zylinders vorgesehen, damit der Kolben in dem Zylinder
in beiden Richtungen eingesetzt werden kann.